Newsletter XII 2023

19. bis 25. März

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

Nuclear Power Accidents

Diese PDF-Datei enthält eine Liste von Unfällen und Freisetzungen von Radioaktivität. Einige dieser Informationen gelangten nur unter schwierigsten Bedingungen an die Öffentlichkeit. Sobald neue Informationen auftauchen, wird diese Liste erweitert und aktualisiert ...

Auszug für diesen Monat:

1. März 2006 (INES 2) Akw Kozloduy, BGR

05. März 1969 (INES 3) Atomfabrik Sellafield, GBR

6. März 2006 (INES ? Klass.?Atomfabrik NFS, USA

8. März 2002 (INES 3) Akw Davis Besse, USA

10. März 1970 (INES 3 | NAMS 2,6) Atomfabrik Sellafield, GBR

11. März 1958 (Broken ArrowMars Bluff, USA

11. März 2011 (INES 7 | NAMS 7,5) Akw Fukushima I Daiichi, JPN

12. März 2011 (INES 3) Akw Fukushima II Daini, JPN

13. März 1980 (INES 4) Akw Saint-Laurent, FRA

19. März 1971 (INES 3 | NAMS 2) Atomfabrik Sellafield, GBR

22. März 1975 (INES ? Klass.?) Akw Browns Ferry, USA

25. März 1955 (INES 4 | NAMS 4,3) Atomfabrik Sellafield, GBR

28. März 1979 (INES 5 | NAMS 7,9) Akw Three Mile Island, USA

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Wir suchen aktuelle Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an: nukleare-welt@reaktorpleite.de

 

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25. März

 

PutIn | Atomwaffen | Belarus

Russland stationiert Atomwaffen in Belarus

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Stationierung taktischer Atomwaffen in Belarus – und damit an der EU-Außengrenze – angekündigt. Darauf hätten sich Moskau und Minsk geeinigt, sagte der Kreml-Chef Samstagabend im Staatsfernsehen. Er verwies auf die Stationierung von Atomwaffen der USA auf dem Gebiet von deren Verbündeten in Europa.

„Wir machen nur das, was sie schon seit Jahrzehnten machen“, sagte Putin. Abkommen zur Nichtverbreitung von Atomwaffen würden dadurch nicht verletzt, zitierte laut Reuters-Angaben die Nachrichtenagentur TASS Putin. Die ehemalige Sowjetrepublik Belarus gehört zu Moskaus engsten Verbündeten. Aus Minsk gab es dazu zunächst keine Angaben.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko habe immer wieder um die Stationierung taktischer Atomraketen in seinem an Polen grenzenden Land gebeten, sagte Putin. „Wir haben mit Lukaschenko vereinbart, dass wir taktische Atomwaffen in Belarus stationieren werden, ohne das Nichtverbreitungsregime zu verletzen“, zitierte TASS Putin. Dem Nachbarland seien auch schon Iskander-Raketenkomplexe übergeben worden ...

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Treibhausgas Ausstoß | CO2-Fußabdruck | Klimasünder

Ungleicher Ausstoß von Treibhausgasen:

Klimasünder zur Kasse, bitte!

Reiche tragen viel mehr zur Erderhitzung bei. Wie kann man sie dafür zahlen lassen? Drei Vorschläge für Steuern gegen die Klimakrise.

Laut Bundesumweltministerium liegt der durchschnittliche CO2-Fußabdruck pro Kopf in Deutschland bei 10,8 Tonnen. Diese Zahl täuscht vor, dass Emissionen gleich verteilt sind. Dem ist nicht so. Das reichste Prozent verbraucht im Vergleich zu den Ärmsten fast das 35-fache. Diese Angaben stützen sich auf die Daten den World Inequality Labs, die die taz für Deutschland auswertete. Weil diese Ungleichheit ein globales Problem ist, werden weltweit Modelle erarbeitet, wie man Reiche für klimaschädliches Verhalten zahlen lassen kann. Hier stellen wir drei Modelle vor und ein Autor der Weltklimaberichte schätzt ein, ob und wann sie Sinn machen ...

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Klimaschutz Kosten | Energiewende | E-Fuels

"Wir erleben die schlimmste Gaskrise, die wir je hatten"

Wie soll Deutschland klimafreundlicher werden? Diese Frage sorgt in der Bundesregierung zurzeit für Zwist. Scharfe Kritik kommt von Expertin Claudia Kemfert.

Die Ampelkoalition streitet über ihre Klimapolitik: Die Pläne, neue Gas- und Ölheizungen zu verbieten, lassen Hauseigentümer hohe Kosten befürchten und die Rufe nach einem Ausbau der staatlichen Förderungen lauter werden. In Brüssel stellte sich Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) derweil gegen das eigentlich schon längst beschlossene Verbrenner-Aus und verstimmte damit die EU-Kommission und andere Länder gleichermaßen.

Bei alldem geht es um Grundsatzfragen: Was darf Klimaschutz kosten? Wie viel Verbot darf sein? Und wie sinnvoll sind die Diskussionen überhaupt? Fragen an Klimaökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

[...]

Wissenschaft trägt Verantwortung und hat die Pflicht, die eigenen Erkenntnisse der Öffentlichkeit zu vermitteln. Diese Überzeugung teile ich im Übrigen mit Tausenden Kolleginnen und Kollegen weltweit. Mich hat das Buch von Friedrich Dürrenmatt "Die Physiker" sehr geprägt. Als Wissenschaftlerin ist es meine Pflicht, auf Gefahren hinzuweisen. Ich kann doch nicht zugucken, wie die Welt ins Verderben rennt!

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Klimakrise | Klimapolitik | CO2-Emission | politischer Wille

Neuer Sinn von Klimapolitik: Anpassung ermöglichen

Die Erkenntnisse im neuen Weltklimarats-Bericht stellen eine Zäsur dar. Sinn von Klimapolitik ist inzwischen eine Anpassung, die das Überleben der Zivilisation in heutiger Form ermöglicht, erklärt Klimaforscherin Friederike Otto.

Haben wir es noch in der Hand, die Welt vor der ganz großen Klimakrise zu retten? In vier bis sechs Jahren werden wir es wissen, sagte die Klimaforscherin Friederike Otto vor einigen Tagen in einer Online-Debatte zum frisch veröffentlichten Synthesebericht des sechsten IPCC-Zyklus.

Die Antwort werde zum Beispiel im nächsten, dem siebten Weltklimabericht zu finden sein, sagte die Wissenschaftlerin vom Imperial College London. Dieser Bericht könnte etwa ab 2027 vorliegen ...

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Batterie Technik | Energiespeicher

Neue Erfindung: Die Sauerstoff-Ionen-Batterie

An der TU Wien wurde eine neuartige Batterie erfunden: Die Sauerstoff-Ionen-Batterie soll extrem langlebig sein, ohne seltene Elemente auskommen und das Problem der Brandgefahr lösen.

Lithium-Ionen-Batterien sind heute allgegenwärtig – vom Elektroauto bis zum Smartphone. Das heißt aber nicht, dass sie für alle Einsatzbereiche die beste Lösung sind. An der TU Wien gelang es nun, eine Sauerstoff-Ionen-Batterie zu entwickeln, die einige wichtige Vorteile aufweist. Sie ermöglicht zwar nicht ganz so hohe Energiedichten wie die Lithium-Ionen-Batterie, aber dafür nimmt ihre Speicherkapazität im Lauf der Zeit nicht unwiderruflich ab: Sie lässt sich regenerieren und ermöglicht damit eine extrem lange Lebensdauer.

Außerdem kann man Sauerstoff-Ionen-Batterien herstellen, ohne dafür seltene Elemente zu benötigen, und sie besteht aus unbrennbaren Materialien. Die neue Batterie-Idee wurde zusammen mit Kooperationspartnern aus Spanien bereits zum Patent angemeldet. Für große Energiespeicher, etwa zum Aufbewahren elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen, könnte die Sauerstoff-Ionen-Batterie eine ausgezeichnete Lösung sein ...

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Vorfall der Kategorie "INES 4 Unfall"25. März 1955 (INES 4 | NAMS 4,3) Atomfabrik Sellafield, GBR

 

Bei diesem Brand wurden etwa 1000 Terabecquerel Radioaktivität freigesetzt.

Nuclear Power Accidents.pdf

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Dieser Störfall sowie mehrere andere Freisetzungen von Radioaktivität, die von Sellafield ausgingen, sind nicht mehr in der deutschen Wikipedia zu finden.

Offenbar werden langsam aber sicher alle wichtigen Informationen zu Störfällen in der Atomindustrie aus Wikipedia entfernt!

Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Sellafield

Der Komplex wurde durch einen katastrophalen Brand 1957 und durch häufige nukleare Störfälle bekannt und unter anderem deshalb auch in Sellafield umbenannt. Bis Mitte der 1980er Jahre wurde der im täglichen Betrieb anfallende Atommüll in großen Mengen in flüssiger Form über eine Pipeline in die Irische See abgeleitet ...

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https://en.wikipedia.org/wiki/Sellafield#Incidents

Radiologische Freisetzungen

Zwischen 1950 und 2000 gab es 21 schwerwiegende Zwischenfälle oder Unfälle mit radiologischen Freisetzungen außerhalb des Werksgeländes, die eine Einstufung auf der internationalen Skala für nukleare Ereignisse rechtfertigten, einen auf Stufe 5, fünf auf Stufe 4 und fünfzehn auf Stufe 3. Darüber hinaus gab es in den 1950er und 1960er Jahren über längere Zeiträume hinweg bekannte, absichtliche Freisetzungen von Plutonium und bestrahlten Uranoxidpartikeln in die Atmosphäre ...

Übersetzt mit https://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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AtomkraftwerkePlag

Sellafield (ehemals_Windscale), Großbritannien

Laut der Betreiberin Sellafield Ltd., seit April 2016 eine Tochter der Nuclear Decommissioning Authority (NDA) im Namen der britischen Regierung, werden die Wiederaufarbeitungsarbeiten in Sellafield 2020 beendet. Es ist ein Transformationsprogramm eingeleitet worden, welches auf eine Dekontaminierung Sellafields, eine Verringerung der Gefährdungslage und eine Kostenreduzierung abzielt.

Laut einem Bericht vom Oktober 2018 soll die Stilllegung von Sellafield 2120 abgeschlossen werden. Die Kosten werden auf 121 Mrd. £ geschätzt ...

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Vergleichbare Atomfabriken gibt es überall auf der Welt:

Uran-Anreicherung und Wiederaufarbeitung - Anlagen und Standorte

Bei der Wiederaufarbeitung lässt sich das Inventar abgebrannter Brennelemente in einem aufwändigen chemischen Verfahren (PUREX) voneinander separieren. Abgetrenntes Uran und Plutonium können danach erneut verwendet werden. Soweit die Theorie ...

 

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24. März

 

NRW-Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen am 25. März 2023 in Jülich

Das Jülicher Aktionsbündnis „Stop Westcastor" und die westfälische Initiative „Kein Atommüll in Ahaus" laden zur NRW-Landeskonferenz der Anti-Atom-Initiativen ein. Die Konferenz findet am 25. März 2023 in Jülich im Kulturbahnhof (Bahnhofstraße 13) statt. Sie beginnt um 12 Uhr und endet gegen 16 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die drohenden Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus im westfälischen Münsterland.

Sollte der Atommüll aus Jülich ins Münsterland gebracht werden, müsste er quer durch NRW transportiert werden. Zu erwarten ist ein von Protesten und Polizeieinsätzen begleiteter „Großtransport". Seit Jahren fordern die Initiativen ein neues Zwischenlager in Jülich – nach neuesten Erkenntnissen. Doch die Zugmaschinen für die Castor-Tieflader sind längst bestellt. Sie sollen die Jülicher Atomkugeln abtransportieren.

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Greenwashing in Europa | Wasserstoff und E-Fuels aus Atomkraft

Umstrittener Deal: Atomkraft rettet Verbrenner

Deutschland und Frankreich vereinbaren unter dem Schlagwort der „Technologieoffenheit“ den EU-Sanktus für ihre Schlüsselinteressen.

Die Eskalation rund um das bereits beschlossene Aus der Neuzulassung von Autos mit Verbrennermotor ab dem Jahr 2035 könnte sich schon am kommenden Dienstag in einem typischen deutsch-französischen Kuhhandel auflösen. Die 27 Energieminister dürften dann nämlich in Brüssel bei ihrer Ratstagung einer Novellierung der Richtlinie über erneuerbare Energie zustimmen, Wasserstoff, der mithilfe von Atomkraft erzeugt wird, als nachhaltig einzustufen, um diesen auf die Zielwerte der EU für erneuerbare Energieformen anrechnen zu können. Das ist im Interesse Frankreichs und dessen Nuklearindustrie.

Im Gegenzug widersetzt sich Frankreich nicht der Schaffung einer neuen Kategorie von Kraftfahrzeugen, die ausschließlich mit E-Fuel, also synthetisch hergestelltem Benzin, fahren, die ab 2035 weiterhin in der EU neu zugelassen werden dürfen. Das dürfte den deutschen Verkehrsminister befriedigen und der deutschen Autoindustrie eine Erleichterung verschaffen

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Uranmunition | Uranstaub | Irakkrieg

Briten liefert Ukraine Munition aus radioaktivem Material: Wie gefährlich sind Urangeschosse?

Zusammen mit den Challenger-2-Kampfpanzern liefert Großbritannien Urangeschosse an die Ukraine. Wladimir Putin droht daraufhin dem Westen. Wie gefährlich die Geschosse aus dem radioaktiven Metall sind und was sie auf dem Schlachtfeld bringen, erklärt der Waffentechnikexperte Johann Höcherl.

Großbritannien will 14 hochmoderne Kampfpanzer vom Typ Challenger 2 an die Ukraine liefern. Das schwere Gerät soll helfen, die russischen Panzer auszuschalten. Ein pikantes Detail: Der Challenger verschießt unter anderem Projektile aus Uran. Wladimir Putin reagiert auf die Lieferung mit der Androhung von Konsequenzen: „Ich möchte anmerken, dass Russland gezwungen sein wird, entsprechend zu reagieren, wenn all dies passiert.“ Der russische Machthaber nennt die Munition „Waffen mit einer nuklearen Komponente“. Die britische Regierung bezeichnet das wiederum als Fake News ...

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Windenergie | Offshore | Nordsee

Offshore-Windpark Kaskasi von RWE nimmt Regelbetrieb auf - Habeck gibt Ausblick auf weitere Offshore-Entwicklung

Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck hat zusammen mit Vertretern von RWE und Siemens Gamesa offiziell den Offshore-Windpark Kaskasi in der Nordsee in Betrieb genommen. Die Einweihung soll einen Wendepunkt markieren, die Bundesregierung will den Ausbau der Offshore-Windenergie nun zügig und koordiniert vorantreiben, betonte Habeck.

[...]

Weltweit erste recycelbare Rotorblätter bei Kaskasi im Praxistest

Insgesamt wurden im Offshore-Windparks Kaskasi an dem Standort rund 35 km nördlich der Insel Helgoland in der deutschen Nordsee 38 Windturbinen des Typs SG 8.0-167 DD von Siemens Gamesa mit einer Leistung von 9 MW errichtet. Kaskasi ist der 6. Windpark von RWE vor der deutschen Küste. Bei der Realisierung des Projektes hatte RWE auch Innovationen im Bereich Recycling und Fundamente im Fokus.

So drehen sich im Windpark Kaskasi an drei Turbinen die weltweit ersten Rotorblätter, die sich am Ende ihres Lebenszyklus recyceln lassen ...

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Ausbau | Erneuerbare | Strompreis

Ohne fossile Brennstoffe: Woher kommt künftig der Strom?

Die Zukunft ist ein Stromfresser. E-Autos, Wärmepumpen und die Industrie werden viel regenerativen Strom brauchen, wenn erst der Gashahn zugedreht ist und fossile Brennstoffe Geschichte sind. Für die Verbraucher könnte das Vorteile bringen.

Die Ziele der Bundesregierung sind ehrgeizig. Deutschland soll bis 2030 – das ist in knapp sieben Jahren – 80 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen. Damit soll die Bundesrepublik nach den Worten von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zum Vorreiter in Europa werden.

Bisher werden knapp 50 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt. Für die andere Hälfte sind nach wie vor fossile Brennstoffe wie Kohle und Gas im Einsatz und vorübergehend noch Atomkraftwerke ...

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Wasserkraft

Wasserkraft: Es geht auch fisch-freundlich

Wasserkraft spielt in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. Forscher suchen nun neue Wege, um schonend und verlässlich Strom aus Strömung zu produzieren.

In der Isar schwimmen in wenigen Wochen ein paar neue Fische. Zwei Meter dreißig breit, drei Meter lang, knapp 90 Kilogramm schwer, am Flussgrund verankert – und künftig unter besonderer Beobachtung. Diese "Energyfische" des Start-ups Energyminer sollen helfen, eine neue Generation an Wasserkraftanlagen in der Praxis zu erproben ...

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Landwirtschaft | Agri-Photovoltaik | Solarmodule

Agri-Photovoltaik

Sonnenstrom von Acker, Weinberg und Obstanlage

Solaranlagen und Landwirtschaft müssen keine Flächenkonkurrenten sein, denn mit der Agri-Photovoltaik lassen sich Äcker, Gärten oder Obstanlagen doppelt nutzen – Win-Win auf dem Acker. Doch wie gut funktioniert der Pflanzenanbau unter oder neben den Solarmodulen? Und warum kann dies sogar Vorteile bringen?

Noch steckt die Agri-Photovoltaik erst in den Anfängen, es gibt bisher nur wenige Pilotanlagen in Deutschland. Doch das Potenzial ist enorm: Theoretisch könnten man sogar den gesamten Strombedarf unseres Landes mit in Ackerflächen, Obstanlagen oder Weinbergen integrierten Solaranlagen decken. Kommt jetzt der Boom in der Agri-Photovoltaik?

[...]

Um den Ausbau der Agri-Photovoltaik zu fördern, wurde Anfang 2023 eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2023) beschlossen. Die Agri-Photovoltaik wird nun erstmals im EEG regulär aufgeführt und es ist nun möglich, eine finanzielle Förderung für Strom aus Agri-Solaranlagen zu erhalten, soweit die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche durch die Anlage nicht nennenswert eingeschränkt wird. Weil die Konstruktion hoch aufgeständerter Anlagen deutlich teurer ist als für niedrige Varianten, sieht das EEG für sie unter bestimmten Bedingungen einen zusätzlichen Bonus von 1,2 Cent pro Kilowattstunde vor ...

 

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23. März

 

Klimaschutz | Wärmepumpe | Heizung Fossil

Ampel zerstritten, Bürger alarmiert

Streit über den Habeck-Plan: Was will er eigentlich genau?

Das Bundeswirtschaftsministerium warnt vor Panikkäufen von neuen Heizungsanlagen. Dabei ist die vom Habeck-Ressort geplante Neuregelung bei Heizungen Ursache der Unsicherheit. Worum geht es also genau? Und sind die Pläne wirklich so neu?

„Zerstörerisch“ seien die Pläne der Ampelkoalition, wetterte Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima. Das war vor knapp einem Jahr. Es ging darum, wie Deutschland unabhängiger von russischen Energielieferungen und zugleich klimafreundlicher im Gebäudebereich werden kann.

SPD, Grüne und FDP hatten im März 2022 angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die Beschleunigung ihrer im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen beschlossen. Bereits im Januar 2022 informierte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) über eine Neujustierung der Ziele für installierte Wärmepumpen: Bis 2030 sollen danach in Deutschland sechs Millionen statt vier Millionen Anlagen installiert werden ...

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Risiken Gesundheit | Fracking

Lancet-Studie: Fracking kann tödlich sein

Eine Lancet-Studie verweist nicht nur auf die ökologischen Schäden hin. Auch der Mensch setzt sich an den Bohrlöchern verstärkten Gesundheitsgefahren aus

Seit über zwei Jahrzehnten haben es Tausende Umweltinitiativen und Dutzende Universitätsinstitute in den USA dokumentiert, immer wieder: Fracking ist umweltschädlich. Grundwasser, Trinkwasser, Böden, Pflanzen, Tiere und die Atmosphäre werden auf vielfältige Weise geschädigt, verseucht, vergiftet. Nun ergab eine neue Studie: Fracking schädigt auch Menschen, macht sie krank. Mehr noch: Die Anwohner an den Hunderttausenden Fracking-Bohrstellen sterben früher ...

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Russland | Erdgas | LNG Lieferung

Weiter Gas aus Russland

Russland ist Europas drittgrößter LNG-Lieferant. Ein Teil des Flüssigerdgases gelangt über Umwege auch nach Deutschland. Analysten gehen davon aus, dass die Exporte weiter zunehmen werden, und warnen vor "Stranded Assets".

Die EU und vor allem Deutschland haben die Abhängigkeit von Erdgas aus Russland stark verringert. So erhält die Bundesrepublik seit dem 2. September 2022 von dort kein Pipeline-Gas mehr, dem Tag, an dem Moskau einen Lieferstopp verhängte.

Doch es gibt eine Hintertür für die Einfuhr von russischem Gas, die offenbar zunehmend genutzt wird. Seit Beginn des Ukraine-Krieges kommen nach neuen Daten des US-Thinktanks IEEFA an europäischen Flüssigerdgas-Terminals rund zwölf Prozent mehr LNG aus Russland an.

Damit ist Russland der drittgrößte LNG-Lieferant Europas – nach den USA und Katar. Und das Gas gelangt über Umwege teilweise auch nach Deutschland ...

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Solarzellen Forschung | Photosynthese | Energieverlust

Biologische Solarzellen denkbar

Erstmals ist es im Forschungslabor gelungen, Elektronen direkt aus den Anfangsstadien der Photosynthese zu gewinnen. Dieser Durchbruch besitzt das Potenzial, die Entwicklung von Solarzellen auf Basis von biologischen Katalysatoren zu ermöglichen.

So gut wie alles Leben ist direkt oder indirekt von der Umwandlung von Lichtenergie durch Pflanzen, Algen oder bestimmte Bakterien abhängig, die aus dem Kohlenstoffdioxid der Atmosphäre Biomasse herstellen. Genauer: Bei der Photosynthese werden durch die Umwandlung von Kohlenstoffdioxid und Wasser mithilfe von Lichtzufuhr Zuckermoleküle und Sauerstoff erzeugt. Auch sämtliche fossile Energieträger wie Kohle, Öl oder Gas basieren letztendlich auf der Energieumwandlung durch photosynthetische Organismen.

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Bisher war man davon ausgegangen, dass die Photosysteme durch ihr Konstruktionsprinzip zwangsläufig hohe Energieverluste aufweisen müssten. Während die ersten Schritte der Energieumwandlung noch hocheffizient sind (bis zu 99 Prozent), geht ein Großteil der Energie bereits auf der Ebene der Fotosysteme durch den Transport von Elektronen verloren (etwa 60 Prozent Energieverlust).

Am Ende des Prozesses liegen je nach Organismus weniger als ein Prozent der ursprünglichen Lichtenergie chemisch gebunden vor. In der vorliegenden Studie konnte jedoch gezeigt werden, dass die hohen Verluste prinzipiell vermieden werden könnten. Denn mit ultraschneller Spektroskopie wurde nachgewiesen, dass bestimmte synthetische Mediatoren – kleine chemische Vermittlermoleküle – Elektronen zu einem viel früheren Zeitpunkt aus den Photosystemen abgreifen können als bisher gedacht ...

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Ukraine | Sicherheit | Saporischschja | IAEA

Stromversorgung nur noch über eine Leitung

„Prekärer Zustand“: IAEA alarmiert wegen Sicherheit im AKW Saporischschja

... Die Lage am größten Kernkraftwerk Europa sei prekär, warnt die Internationale Atomenergiebehörde. Es brauche ein gemeinsames Engagement der Ukraine und Russlands für mehr Sicherheit.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) warnt weiter vor einer gefährlichen Lage im von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Südukraine.

„Die nukleare Sicherheit im Atomkraftwerk Saporischschja bleibt in einem prekären Zustand“, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi am Mittwoch laut Mitteilung seiner Organisation. Er fügte hinzu: „Ich fordere erneut ein Engagement aller Seiten, um die nukleare Sicherheit und den Schutz des Kraftwerks zu gewährleisten.“

IAEA-Chef Grossi: „Eines Tages wird uns das Glück verlassen“

Seit drei Wochen werde das AKW nur noch über eine verbliebene externe Hauptstromleitung mit Strom versorgt, sagte Grossi. Wenn sie beschädigt werde, führe das zu einem Totalausfall der externen Stromversorgung ...

 

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22. März

 

Klimawandel | Dürre | Trinkwasser | Meerwasser Entsalzung

Trinkwasser aus dem Meer?

Mehr als zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Entsalzung von Meerwasser kann helfen, birgt aber auch Risiken für die Umwelt. Warum die Methode trotzdem eine Lösung sein kann.

Obwohl 70 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind, ist gerade einmal ein Prozent davon trinkbar. Hinzu kommt, dass die endliche Ressource Süßwasser sehr ungleichmäßig verteilt ist. In heißen und trockenen Regionen der Erde, in denen die Bevölkerung zusammen mit dem Lebensstandard wächst, gibt es nicht genügend Wasser für alle. Eine Situation, die durch den Klimawandel noch verschärft wird.

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Weltweit sind derzeit über 20.000 Entsalzungsanlagen in mehr als 170 Ländern in Betrieb – die zehn größten befinden sich in Saudi-Arabien, den Vereinigten Staaten, Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

[...]

Meerwasser zu entsalzen sei eine gute Gelegenheit, vorhandene Ressourcen zu nutzen, auch weil die Kosten "extrem gesunken sind" sagt Qadir - von rund fünf Dollar pro Kubikmeter im Jahr 2000 auf aktuell durchschnittlich 50 Cent ...

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Chemie Industrie | Produktion Verbot | PFAS | PFOA

Verbot aller PFAS-Kunststoffe

Auf diesen Trick der Industrie wollen die Behörden nie wieder hereinfallen

Das Verbot der PFAS-Kunststoffe geht in die nächste Runde. Ausnahmen dürfte es noch einige geben – ein Prinzip aber wollen die Regulatoren auf keinen Fall aufgeben. Die Lobbyschlacht hat gerade erst begonnen.

Aufschieben klingt nach einer naheliegenden Option. Im Jahr 2025, so derzeit die verbreitete Schätzung, wird die Europäische Kommission wahrscheinlich die nächste Version der Chemikalienverordnung REACH beschließen. Darin, so der aktuelle Plan, sollen dann die Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) verboten werden. Für viele Felder werden aber lange Übergangsfristen gelten, in der Spitze von bis zu 13,5 Jahren.

[...]

Anders als bei sonst üblichen Verboten soll bei PFAS erstmals nicht nur eine Liste von Stoffen aus dem Verkehr gezogen werden, sondern ganz allgemein eine ganze Klasse. Und das bedeutet: Betroffen sind auch neue Kreationen mit ähnlichen Eigenschaften, die heute noch gar nicht existieren.

„Nur so lösen wir das Problem der regrettable substitution“, sagt Averbeck. Mit diesem Begriff wird ein typischer Kunstgriff der Industrie nach vergangenen Verbotsrunden bezeichnet, etwa nachdem vor ein paar Jahren der Einsatz von Perfluoroctansäure (PFOA) untersagt wurde. Innerhalb kurzer Zeit kamen Ersatzstoffe auf den Markt, die noch kurzkettiger und damit problematischer für die Umwelt sind ...

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Solar Ausbau | Speicher

Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr

Neuer Rekord: im Januar mehr als 60.000 neue Solaranlagen in Deutschland installiert

Allein im Januar wurden mehr als 60.000 neue Solaranlagen installiert. Experten rechnen für dieses Jahr beim Zubau mit neuen Rekorden. Doch was so imposant wirkt, reicht noch längst nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen.

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Zum Beispiel aus der Solarbranche. Mehr als 60.000 Fotovoltaik­anlagen wurden allein im Januar neu installiert. Das ist ein neuer Höchstwert auf Monatsbasis und eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr. Im Februar kamen noch einmal rund 46.700 Einheiten auf Dächern und Freiflächen hinzu. Damit wurde in den ersten zwei Monaten von 2023 bereits knapp ein Drittel der gesamten Neuinstallationen des Vorjahres erreicht. Dies geht aus einer Untersuchung des Berliner Start-ups Enpal (Anbieter von Miet­solaranlagen) hervor, die dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Daten­grundlage war das Markt­stamm­daten­register der Bundes­netzagentur.

Mit dem Plus bei den Anlagen geht ein exponentielles Wachstum bei den Speichern einher – mittlerweile ist es Standard, dass zu den Modulen auf dem Dach ein Akku im Keller kommt. Nach Berechnungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) wurden im vorigen Jahr rund 50 Prozent mehr Heimspeicher installiert als 2021 ...

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Landwirtschaft | Solaranlagen

Aldi, Fielmann und Co. kaufen Ackerflächen vor allem in Ostdeutschland

Seit einigen Jahren kaufen Großinvestoren Landwirtschaftsbetriebe, denen viel Ackerland gehört – und stellen dort zum Beispiel Solaranlagen drauf. Gerade in Ostdeutschland nimmt diese "Landübernahme durch die Hintertür" durch Investoren zu. Die Politik ist alarmiert. Agrarwissenschaftler Andreas Tietz vom Thünen-Institut plädiert für eine Reglementierung der Großinvestoren.

[...]

Tatsächlich kaufen agrarfremde Investoren vermehrt ostdeutsche Landwirtschaftsbetriebe. Zu den Käufern gehören die Lukas-Stiftung von Aldi, die Rückversicherung Munich Re oder der Brillenhändler Fielmann. Auch wenn detaillierte Zahlen fehlen, bereite ihm der anhaltende Trend Sorgen, sagt Reiko Wöllert, Thüringer Milchbauer und Vize der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.

Ein großes Problem bei den Anteilskäufen sei, dass die Bodenpreise enorm steigen, sagt er. "Innerhalb von zehn Jahren um das Vierfache. Für uns als Bauern und Bäuerinnen ist Boden ein Produktionsmittel. Also sollte es möglich sein, den zu kaufen und innerhalb von wenigen Jahrzehnten abzubezahlen. Das ist vielerorts gar nicht mehr möglich, weil man so viel Geld mit Landwirtschaft gar nicht verdienen kann ...

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Uranmunition | Gesundheitsschäden

Ärzt*innenorganisation fürchtet langfristige Gesundheits- und Umweltschäden für die Ukraine

Großbritannien liefert panzerbrechende Uranmunition

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW verurteilt den Beschluss der britischen Regierung, panzerbrechende Uranmunition (Depleted Uranium, DU) in die Ukraine zu liefern. Durch den Einsatz von DU entstehen zusätzlich weitreichende und anhaltende Umwelt- und Gesundheitsschäden für die Menschen, die bereits unter dem Krieg leiden. Die Ärzt*innenorganisation appelliert an die Bundesregierung, auf Großbritannien und die Ukraine einzuwirken mit dem Ziel, auf die Ausfuhr von Uranmunition zu verzichten. Die IPPNW verurteilt zudem den Einsatz von Uranmunition durch die russische Armee, den das Genfer Internationale Zentrum für humanitäre Minenräumung in einem Fall bereits bestätigt hat.

DU schädigt das Leben auf zweifache Weise: Als Schwermetall ist es ein chemisches Zellgift, als Alphastrahler verursacht es radioaktive Schäden. Beide Wirkungen potenzieren sich. Der Einsatz dieser Munition führt zu toxischen und radiologischen Langzeitschäden ...

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22. März 1975 (INES Klass.?!!) Akw Browns Ferry, USA

AtomkraftwerkePlag
Rechercheplattform zur Atomenergie

Browns Ferry (USA)

Das Atomkraftwerk besteht aus drei Siedewasserreaktoren mit einer Leistung von je 1.155 MW, die 1973 bis 1976 in Betrieb gegangen sind. Eine hochgefährliche Situation entwickelte sich am 22. März 1975. Ein Arbeiter hatte sich mit einer Kerze auf die Suche nach Lecks begeben, um diese abzudichten, und dabei hochentzündlichen Polyurethan-Schaumstoff entzündet. Nach dem 15. September 1984 musste Browns-Ferry-2 wegen Sicherheitsübertretungen, Bedienfehlern und Design-Problemen sechs Jahre vom Netz (Kosten: 129 Mio. US-Dollar). Die drei Reaktoren waren ab 1985 für lange Zeit abgeschaltet, wurden jedoch 1991 (Reaktor 2), 1995 (Reaktor 3) und 2007 (Reaktor 1) wieder ans Netz genommen. Im Juni 2011 wurde in den US-amerikanischen Medien berichtet, dass an 48 von 65 AKW-Standorten in den USA Tritiumlecks entdeckt wurden. Nach einer Liste vom Juli 2014 war auch Browns Ferry betroffen. Die drei Reaktoren besitzen Betriebsgenehmigungen bis 2033, 2034 und 2036 ...

https://atomkraftwerkeplag.wikia.org/de/wiki/Browns_Ferry_(USA)

 

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21. März

 

Uran-Munition | Großbritannien eskaliert

Geschosse für Challenger 2:

Londons Uran-Munitions-Pläne: Moskau empört

Großbritannien könnte der Ukraine panzerbrechende Munition aus abgereichertem Uran liefern. Prompt folgen Drohungen aus Russland.

Russland hat sich erbost über britische Pläne geäußert, der angegriffenen Ukraine durchschlagskräftigere Munition aus abgereichertem Uran zu liefern. So sagte Putin am Dienstag nach einem Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Moskau:

Ich möchte anmerken, dass Russland gezwungen sein wird, entsprechend zu reagieren, wenn all dies passiert.

Wladimir Putin, russischer Präsident

Auch Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu drohte: "Natürlich hat Russland eine Antwort parat."

Britische Verteidigungssekretärin: Sehr effektive Waffen

Am Montag hatte die britische Regierung mitgeteilt, dass sie zusätzlich zu den bereits versprochenen Kampfpanzern vom Typ Challenger 2 der Ukraine auch Munition liefern werde. Dazu gehöre panzerbrechende Munition aus abgereichertem Uran, hieß es in einer Antwort von Verteidigungsstaatssekretärin Annabel Goldie auf eine Frage im Oberhaus ...

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Desinformation | Klimawissenschaft | Springer Blatt

Blamage: Weltklimarat zerstört „WELT“-Fake über „Kipppunkte“

Ein WELT Artikel, der Desinformation über die Klimawissenschaft verbreiten wollte, wurde innerhalb weniger Tage vom IPCC, dem Weltklimarat, überführt.

Doch das Axel-Springer-Blatt radikalisiert sich offenbar aktuell in atemberaubendem Tempo. Eben wurde beispielsweise der Schreiber Tim Röhn zum Chef eines Investigativressorts. Röhn, der regelmäßig Desinformation verbreitet und der sich schon von einem Gericht bescheinigen durfte, dass man gewisse Berichte von ihm als „Fake News“ bezeichnen darf:

„Fake News“: Welt-Reporter scheitert vor Gericht gegen Kritiker

Zuvor hatten bereits zahlreiche gute Journalisten im Ressort „Wissenschaft“ gekündigt:

Noch weniger Wissenschaft bei WELT: 3 Mitarbeiter aus dem Wissen-Ressort haben gekündigt

Möglicherweise ein sinnvoller Schritt, wenn man nicht mit Desinformation und Beiträgen in Verbindung gebracht werden, die dem Konsens der Wissenschaft widersprechen ...

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Katastrophen Klima | Klimabilanz | Hitzewellen | DWD

Klima-Experten warnen: Wir kommen raus aus der Komfortzone

Sonne satt - das ist für viele Menschen längst keine gute Nachricht mehr. Die Klimabilanz des Deutschen Wetterdienstes für 2022 sieht eher düster aus. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Berlin - Klima-Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) haben bei der klimatologischen Bilanz des Jahres 2022 vor den zunehmenden Einflüssen der Erderwärmung gewarnt. „Wir kommen raus aus der Komfortzone“, sagte Andreas Becker, Abteilungsleiter der Klimabeobachtung beim DWD, in Berlin. Mit starken Hitzewellen, Sonnenscheinrekorden und anhaltender Trockenheit sei das Jahr nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa unter den wärmsten seit Messbeginn gewesen ...

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Klimawandel | 1,5-GradWeltklimarat | IPCC

Kritik an Weltklimarat und Regierungen

"Der Klimawandel wird schlicht nicht ernst genommen"

Der Klimaforscher Mojib Latif sieht keine realistische Chance mehr für das 1,5‑Grad-Ziel, weil die CO2-Emissionen fast überall weiter steigen. In vielen Ländern herrsche der Glaube vor, Klimaschutz sei zu teuer, er schade der Wirtschaft und könne noch warten.

Klimareporter°: Herr Latif, der Weltklimarat hält daran fest, dass das 1,5‑Grad-Limit der Erderwärmung noch gehalten werden kann. Wie realistisch ist das?

Mojib Latif: Das ist ein Selbstbetrug. Ich halte die Einhaltung der 1,5‑Grad-Marke für praktisch ausgeschlossen, weil die weltweiten CO2-Emissionen immer noch steigen, und nur diese sind für die anthropogene Klimaentwicklung relevant.

Es ist irrelevant, wo das CO2 ausgestoßen wird. Das Gas verweilt für fast eine Ewigkeit in der Atmosphäre, weswegen es sich um den Erdball verteilen kann.

Gerade die Anstrengungen der größten Emittenten sind völlig unzureichend. Im Übrigen ist kein Land auf 1,5‑Grad-Kurs.

Was müsste geschehen, um wenigstens unter zwei Grad zu bleiben?

Der weltweite CO2-Ausstoß müsste sofort beginnen deutlich zu sinken, sich um etwa 80 Prozent bis 2050 verringern und dann auf null bis 2100. Darüber hinaus müsste man noch nachhaltige Wege finden, CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen.

Im Moment steuert die Welt auf eine globale Erwärmung von etwa drei Grad zu, legt man die bisher beschlossenen Maßnahmen zugrunde ...

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FDP Verkehrsminister | Rücktritt gefordertArbeitsverweigerung

»Wohldokumentierte Arbeitsverweigerung«

Klimaaktivistin Neubauer verlangt Rücktritt von Verkehrsminister Wissing

Scharfe Worte gegen Volker Wissing: Luisa Neubauer wirft dem FDP-Verkehrsminister Versagen im Kampf gegen die Erderwärmung vor. Fridays for Future plant nun eine Onlinepetition mit einem Appell an den Kanzler.

Die Klimaschutzaktivistin von Fridays for Future, Luisa Neubauer, bescheinigt Verkehrsminister Volker Wissing Versagen im Kampf gegen die Erderwärmung und fordert den Rücktritt des FDP-Politikers. Im vergangenen Jahr sei deutlich geworden, dass Wissing »wohldokumentierte Arbeitsverweigerung« betreibe, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Statt seiner tragenden Verantwortung im Kabinett gerecht zu werden und Koalitionsversprechen und internationale Verpflichtungen umzusetzen, sei seine Arbeit krachend durch interne Überprüfungen einer Expertenkommission gefallen.

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Mit Blick auf die eindringlichen Warnungen des Weltklimarats (IPCC) vor der rasend schnell eskalierenden Klimakrise verwies Neubauer auch auf die demokratische Pflicht aller Bundesminister, ihre eigenen Gesetze, wie etwa das Klimaschutzgesetz, einzuhalten. Die Uno-Ziele und der Weltklimarat seien klar, auch die Bundesregierung habe sich festgelegt, die 1,5 Grad-Grenze einhalten zu wollen. »Übersetzt heißt das: Wir haben keine weitere Legislaturperiode Zeit, um sie an einen Verkehrsminister zu verschwenden, der seine Arbeit verweigert.« Neubauer kündigte an, dass Fridays for Future eine an Scholz und Wissing gerichtete Onlinepetition mit der Rücktrittsforderung starten werde ...

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Banken Lobby | Save the rich | Einlagensicherung

Bankenrettung

Sorge um US-Bankensystem treibt Diskussion um höhere Einlagensicherung

Die Regionalbank First Republik kämpft weiter ums Überleben. In der Politik steigt daher die Bereitschaft, Einlagen im höheren Maße zu garantieren.

Die Chefs der großen US-Banken kommen am Dienstag in Washington zusammen. Das Treffen der Bankenlobby Financial Services Forum war lange geplant. Doch zwei aktuelle Fragen werden die Tagung dominieren: Wie könnte ein neuer Rettungsplan für die angeschlagene First Republic Bank aussehen? Und muss die Einlagensicherung in den USA angehoben werden, um das Vertrauen in das Bankensystem wieder herzustellen?

Derzeit werden Einlagen in Höhe von 250.000 Dollar pro Kunde und Bank von der Einlagensicherung FDIC garantiert. Doch in Washington ist eine Diskussion darüber entfacht, wie die Obergrenze angehoben werden könnte ...

 

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20. März

 

Steuerzahler zahlen Verluste und Boni der Schweizer Bank

Gewinne privatisiert, Verluste übertragen

Die Schweizer Aufsichtsbehörden haben dem Absturz der Credit Suisse lange tatenlos zugesehen. Fragen nach der Verantwortung für das Desaster bleiben unbeantwortet, die breite Kritik ist gerechtfertigt.

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Steuerzahler sind zu Recht sauer

Das Risiko tragen also zu einem großen Teil die Schweizer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Und die sind nun zu recht sauer. Denn was ist mit den verantwortlichen Top-Managern der Credit Suisse? Die, so hat es der "Tagesanzeiger" aus Zürich ausgerechnet, seit 2013 32 Milliarden Franken an Boni kassierten, während die Bank im gleichen Zeitraum 3,2 Milliarden Verlust machte.

Selten ist so offensichtlich geworden, wie unter dem Deckmantel einer wirtschaftsfreundlichen und liberalen Politik Gewinne privatisiert und Verluste dem Staat übertragen werden ...

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Klimaschutz | Weltklimarat | IPCC

Abschlussbericht des Klimarats

Sicher ist, so wird das nichts

So wie es jetzt läuft, wird das nichts mit dem Klimaschutz, fasst der IPCC die Klimapolitik zusammen. Warum überhaupt noch das Klima schützen? Auch darauf hat er eine Antwort.

Zuerst die gute Nachricht: Noch ist nichts verloren. Technisch und physikalisch wäre es immer noch möglich, die Pariser Klimaziele einzuhalten und damit der Menschheit eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Und das, obwohl der Klimawandel schneller voranschreitet als gedacht. Die vielen schlechten Nachrichten in der neuesten Veröffentlichung des Weltklimarats lassen sich ebenfalls auf eine einfache Formel bringen: So wird das nichts. So wie die Weltgemeinschaft gerade ihrer existenziellen Krise begegnet, kann der Klimawandel nicht auf ein erträgliches Niveau begrenzt werden.

Das geht aus der am Montag veröffentlichten Zusammenfassung des aktuellen Sachstandsberichts des Weltklimarats (IPCC) hervor. Weder die bisherigen Verminderungen des Treibhausgasausstoßes noch die von den Staaten der Erde zum letzten Klimagipfel zugesagten künftigen Reduzierungen sind auch nur annähernd ausreichend, um eine katastrophale Erderwärmung von weit mehr als 1,5 Grad abzuwenden ...

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Philippinen | Umweltkatastrophe

Ölteppich vor den Philippinen bedroht Artenvielfalt

Ein 10.000 Quadratkilometer großer Ölteppich belastet einen der artenreichsten Lebensräume der Welt. Meeresschützer sehen die Lebensgrundlage Tausender Menschen bedroht.

Ein riesiger Ölteppich vor den Philippinen bedroht einen der artenreichsten marinen Lebensräume der Welt. Auf rund 10.000 Quadratkilometern Fläche hat sich das Öl mittlerweile ausgebreitet. Es wurde zuletzt auch an der Isla Verde, einer Insel mitten in der meistbefahrenen Schiffsroute der Philippinen, an Land gespült. Das teilte die Küstenwache der Provinz Batanga mit. Ihre Einheiten seien auf der Insel damit beschäftigt, die Umweltschäden durch das Öl einzudämmen, sodass dieses den Artenreichtum nicht weiter gefährde ...

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Thailand | Cäsium

Verschollenes Cäsium-137 in Thailand

Spuren von radioaktivem Material in Gießerei gefunden

Aus einem Kraftwerk in Thailand verschwand ein Stahlzylinder mit radioaktivem Inhalt. Nun haben Behörden Hinweise auf den Verbleib des gefährlichen Behälters entdeckt – ganz in der Nähe.

Auf der Suche nach einem aus einem Kraftwerk verschwundenen Behälter mit hochradioaktivem Inhalt haben thailändische

Ermittler Spuren in einer nahe gelegenen Gießerei entdeckt. In der Stahlgießerei in der Provinz Prachin Buri seien Spuren von Cäsium-137 gefunden worden, teilte der Gouverneur Ronnarong Nakornjinda am Montag mit.

Unklar sei, ob der Behälter »bereits geschmolzen ist«. Das radioaktive Material befinde sich aber in jedem Fall in einem »geschlossenen« Bereich, es gebe keine Hinweise auf eine Kontamination der Umgebung ...

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Irak | InvasionGeorge W. Bush | Koalition der Willigen

20 Jahre Irakkrieg

Wie die "Koalition der Willigen" vor 20 Jahren im Irak gescheitert ist

Am 20. März 2003 begann die "Koalition der Willigen" unter US-Präsident George W. Bush mit der Invasion des Irak. Drei Wochen später stürzte das Regime Saddam Husseins. Als großer Gewinner des Kriegs sollte sich der Iran herausstellen

Zwanzig Jahre später nennt man es eher "die erste Phase des Kriegs", was am 19. März 2003 mit US-Luftangriffen auf eine Farm bei Bagdad begann und am Tag danach mit einer US-geführten Offensive vom Südirak her auf den Boden gebracht wurde. Es ging rasch. Am 7. April übernahmen US-Truppen die Kontrolle über die irakische Hauptstadt, die Statuen Saddam Husseins fielen.

Am 1. Mai verkündete US-Präsident George W. Bush auf dem Flugzeugträger USS Lincoln "Mission accomplished" und den Beginn von Wiederaufbau und Stabilisierung. Im Sommer – spätestens mit dem Bombenattentat auf die Uno in Bagdad – war die Illusion, dass der Irak befriedet sei, vorbei. Nichts war "accomplished". Keines der US-Kriegsziele war erreicht worden ...

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Atomausstieg | IsarNeckarwestheim | Emsland

AKW schleppen sich ins Ziel

Während Teile der Politik weiter über eine Zukunft der Atomkraft debattieren, geht den deutschen Anlagen längst die Puste aus

In einem Monat soll eine Ära zu Ende gehen. „Es bleibt beim Atomausstieg Mitte April“, bekräftigte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). Das hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im vergangenen Herbst per Machtwort erwirkt, nachdem seine Mitkoalitionäre, Grüne und FDP, erbittert gestritten hatten. Statt Ende 2022 würden die letzten drei deutschen AKWs am 15. April vom Netz gehen, hieß es da. Trotzdem läuft die politische Debatte weiter.

Mit der Praxis hat das indes wenig zu tun. Die Leistung des bayerischen Reaktorblocks Isar 2 geht schon seit Wochen immer weiter in die Knie – die vorhandenen Brennelemente sind schlicht am Ende ...

 

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19. März

 

Kleb | AktivistProtest | Prozess

Klebe-Proteste: NRW-Polizei stellt Klima-Aktivisten keine Kosten in Rechnung

Das Land NRW stellt Klima-Aktivisten, die sich selbst festkleben, keine Kosten für Polizei-Einsätze in Rechnung. Das ist in anderen Bundesländern anders.

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Folgenlos bleiben die Aktionen aber trotzdem nicht unbedingt. So finden zum Beispiel am Kölner Amtsgericht allein in diesen Wochen mehrere Prozesse gegen Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten statt, die sich festgeklebt hatten. Ein Vorwurf: Nötigung.

In Bayern und Hessen läuft es anders ...

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Auswirkungen Atomkrieg | Atomexplosion

Nowhere to hide: Die längerfristigen Auswirkungen eines Atomkriegs

Gegen einen nuklearen Schlagabtausch würde es keinen Schutz geben. Die meisten Menschen würden durch die Atomexplosionen oder deren Folgen sterben. Welche Szenarien Wissenschaftler skizzieren (Teil 2 und Schluss).

Im zweiten Teil dieses Artikels werden die längerfristigen Auswirkungen eines Atomkriegs beschrieben. Dazu gehören ein klimatischer Zusammenbruch mit Nuklearem Winter, der Verlust der schützenden Ozonschicht der Erde und weltweite Hungersnöte mit vielen Millionen Hungertoten.

Der erste Teil dieses Beitrags beschäftigt sich mit den Auswirkungen einer einzelnen nuklearen Explosion und den unmittelbaren Auswirkungen eines Atomkrieges.

Im vorliegenden zweiten Teil wird die Übersetzung des Artikels von Francois Diaz-Maurin, der die längerfristigen Folgen des Atomkrieges beschreibt, fortgesetzt ...

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Umwelthilfe | LNG-Terminal

Umwelthilfe: Vorarbeiten für LNG-Terminals vor Rügen

Ungeachtet des Vetos von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) haben nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe offenbar erste Vorarbeiten für weitere LNG-Terminals östlich von Rügen begonnen. Schiffsbewegungen im betreffenden Seegebiet ließen darauf schließen, dass ein Spülbagger die Arbeit aufgenommen habe und auch Probebohrungen niedergebracht werden könnten. „Das Muster wiederholt sich. So wurde auch beim Bau des Nordsee-Terminals vor Wilhelmshaven vorgegangen”, sagte Constantin Zerger, Bereichsleiter für Energie und Klimaschutz bei der Deutschen Umwelthilfe.

Im Tagesverlauf seien die Schiffsbewegungen des Schwimmbaggers „Swarog” der Bauplattform „JB119” vor der Südostspitze Rügens registriert und auch bildlich festgehalten worden. Die Umwelthilfe habe vorsorglich Widerspruch beim Bergamt Stralsund eingelegt, bis zum Abend aber keine Antwort erhalten ...

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Vorfall der Kategorie "INES 3 Ernster Störfall"19. März 1971 (INES 3 | NAMS 2) Atomfabrik Sellafield, GBR

Funken eines Lichtbogens entzündeten radioaktive Abfälle in einem Keller, wodurch 4,8 TBq Radioaktivität freigesetzt wurden.

Nuclear Power Accidents.pdf

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Dieser Störfall sowie mehrere andere Freisetzungen von Radioaktivität, die von Sellafield ausgingen, sind nicht mehr in der deutschen Wikipedia zu finden.

Wikipedia de

https://de.wikipedia.org/wiki/Sellafield

Der Komplex wurde durch einen katastrophalen Brand 1957 und durch häufige nukleare Störfälle bekannt und unter anderem deshalb auch in Sellafield umbenannt. Bis Mitte der 1980er Jahre wurde der im täglichen Betrieb anfallende Atommüll in großen Mengen in flüssiger Form über eine Pipeline in die Irische See abgeleitet.

Wikipedia en

https://en.wikipedia.org/wiki/Sellafield#Incidents

Radiologische Freisetzungen

Zwischen 1950 und 2000 gab es 21 schwerwiegende Zwischenfälle oder Unfälle mit radiologischen Freisetzungen außerhalb des Werksgeländes, die eine Einstufung auf der internationalen Skala für nukleare Ereignisse rechtfertigten, einen auf Stufe 5, fünf auf Stufe 4 und fünfzehn auf Stufe 3. Darüber hinaus gab es in den 1950er und 1960er Jahren über längere Zeiträume hinweg bekannte, absichtliche Freisetzungen von Plutonium und bestrahlten Uranoxidpartikeln in die Atmosphäre ...

Übersetzt mit https://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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AtomkraftwerkePlag

Sellafield (ehemals_Windscale), Großbritannien

Laut der Betreiberin Sellafield Ltd., seit April 2016 eine Tochter der Nuclear Decommissioning Authority (NDA) im Namen der britischen Regierung, werden die Wiederaufarbeitungsarbeiten in Sellafield 2020 beendet. Es ist ein Transformationsprogramm eingeleitet worden, welches auf eine Dekontaminierung Sellafields, eine Verringerung der Gefährdungslage und eine Kostenreduzierung abzielt.

Laut einem Bericht vom Oktober 2018 soll die Stilllegung von Sellafield 2120 abgeschlossen werden. Die Kosten werden auf 121 Mrd. £ geschätzt ...

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Vergleichbare Atomfabriken gibt es überall auf der Welt:

Uran-Anreicherung und Wiederaufarbeitung - Anlagen und Standorte

Bei der Wiederaufarbeitung lässt sich das Inventar abgebrannter Brennelemente in einem aufwändigen chemischen Verfahren (PUREX) voneinander separieren. Abgetrenntes Uran und Plutonium können danach erneut verwendet werden. Soweit die Theorie ...

 

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Aktuelles+

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Fossile LobbyPropaganda | Hetze

Das Gift des Zweifels ist der Zucker für den Schweinehund

Wir erleben gerade die Folgen des seit Jahren versprühten Gifts des Zweifels. Die fossile Lobby fährt gezielte PR‑Kampagnen. Milliarden flossen in ausgeklügelte Begrifflichkeiten und Framings. Deren einziges Ziel: Zweifel säen. Zweifel an Erkenntnissen, an Wissenschaft, an Frauen, an der Zivilgesellschaft.

"Irgendetwas stimmt nicht mehr", sagte mein Nachbar neulich. Dies mulmige Gefühl teilt er mit vielen anderen. Die Menschen haben Sorgen. Sie spüren, dass die Welt aus den Fugen geraten ist und etwas getan werden muss. "Zeitenwende", ist klar. Aber was genau bedeutet das? Und wenn ja, für wen?

Wir schwanken zwischen den realen Bildern vom russischen Krieg in der Ukraine und den fiktiven Bildern vom Ersten Weltkrieg aus Hollywood. Erstere schockieren, letztere lassen jubeln. Dazwischen bleibt bloß Verunsicherung.

Verwundert reiben wir uns die Augen, wieso die Welt plötzlich inmitten eines fossilen Energiekriegs steckt. Wir fragen uns, wie nahezu an der Öffentlichkeit vorbei Deutschlands Gas-Abhängigkeit entstanden ist, ohne dass sie jemals ernsthaft thematisiert oder kritisiert wurde.

Verwirrt blicken wir auf ein gigantisches Artensterben. Jeden Tag verschwinden etwa 150 Tier- und Pflanzenarten von der Erde und kehren nie wieder zurück, bevor wir überhaupt begriffen haben, dass es sie gibt und wozu sie vielleicht nützlich sein könnten.

Erschrocken erleben wir erste Auswirkungen einer Klimakatastrophe, die ahnen lassen, wie sie in der Zukunft den Menschen die Lebensgrundlage nehmen wird.

Doch alle, die ihre Sorgen oder Ängste artikulieren und auf irgendeine Weise Veränderungen einfordern, werden entweder ausgelacht oder niedergebrüllt. Von Medien und Politik ernst genommen werden überwiegend nur diejenigen, die in zweifelhaften Initiativen jegliche Veränderung boykottieren.

Irgendetwas stimmt nicht mehr.

Dabei schien doch alles auf gutem Weg. Über 180 Staaten der Welt haben das Pariser Klimaabkommen von 2015 ratifiziert. Alle 27 EU-Staaten haben 2022 in Brüssel einvernehmlich den europäischen Green Deal ausgerufen. Nun geht es endlich los!

Doch als das EU-Parlament nach monatelangen Gesprächen jetzt einen Kompromiss für eine "Fit for 55"-Neuwagen-Regelung gefunden hat, tritt der deutsche Verkehrsminister so unvermittelt auf die Bremse, dass fast der ganze Green Deal ins Schleudern gerät. Dazu singt seine Partei einlullende Schlaflieder, dass alles so bleiben kann, wie es ist, und pustet uns mit "Technologieoffenheit" gefüllte Seifenblasen in die Zukunftsträume.

Leider geht auf diese Weise gar nichts los, sondern alles weiter wie gehabt: Es werden überflüssige Gasterminals gebaut, immer mehr Flächen versiegelt, illegal Waldgebiete gerodet – als würden uns die Folgen solcher Handlungen nichts angehen. Dabei zahlen wir schon jetzt irre viel Geld, und zwar nicht nur für horrende fossile Energiepreise.

Irgendetwas stimmt nicht mehr. Doch wo und was – und vor allem wieso?

Die Lobby kennt die Regeln der Medien

Was wir derzeit erleben, sind die schleichenden Folgen eines seit Jahren nebelhaft versprühten Gifts des Zweifels. Die fossile Lobby führt gezielte PR‑Kampagnen. Milliarden Petro-Dollar flossen in die Konzeption und Erprobung ausgeklügelter Begrifflichkeiten und Framings.

Deren einziges Ziel: Zweifel säen. Zweifel an Erkenntnissen. Zweifel an Wissenschaft. Zweifel an Frauen. Zweifel an der Zivilgesellschaft.

Denn Zweifel bremst jede Aktivität. Veränderung braucht Zuversicht. Wer sich nicht sicher fühlt, wagt keine Experimente. Wer Angst hat, bricht nicht auf.

Das Spektrum der Kampagnen reicht von Hass und Hetze in sozialen Medien bis hin zu subtilen Narrativen und Voreingenommenheiten gegenüber jeglicher sozial-ökologischer Veränderung.

Auf der bewährten Klaviatur von Werbung und Propaganda wurde der breiten Öffentlichkeit deswegen durch permanent wiederholte Grundmelodien beigebracht, Kohle, Öl und Gas brächten Wohlstand, Freiheit und Glück. Angebliche Nebenwirkungen seien kein Problem. Wer etwas anderes behaupte, sei Öko‑Aktivist oder neuerdings sogar "Klima‑Terrorist"

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Hintergrundwissen

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Die Karte der nuklearen Welt

kann in einer deutschen und einer englischen Version angezeigt werden.

Auch die Atomlobby hat von Anfang an Desinformation betrieben ...

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Die interne Suche nach

Klimakrise | Desinformation

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

27. Januar 2023 - Wie Big Oil mit Big Tech Klima-Desinformation streut

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17. Juli 2022 - Regierung in der Klimakrise

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1. Dezember 2021  - Wie viele unserer Treibhausgasemissionen schlagen wir China zu?

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6. November 2021 - Ist das Größenwahn oder das Ende der Klimakrise?

 

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YouTube

Stichwortsuche: Klimakrise

https://www.youtube.com/results?search_query=Klimakrise

 

Videos:

Terra X Lesch & Co - 18:01

Was man in den 70ern wusste – und verschwiegen hat

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mdr Wissen - 30:39

Wer bezahlt die Zukunft? - Der Preis der Klimakrise

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ZDFheute live - 34:18

Wie schlimm wird die Klimakrise wirklich?

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube - Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 150 Videos zum Thema

 

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Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

Stichwortsuche: Klimakrise

https://www.ecosia.org/search?q=Klimakrise

 

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Wikipedia

 

Klimakrise

ist ein seit den 2010er Jahren verwendetes politisches Schlagwort, das die ökologische, politische und gesellschaftliche Krise im Zusammenhang mit der menschengemachten globalen Erwärmung beschreibt. Es wird, ähnlich wie Klimakatastrophe, im öffentlichen Diskurs zunehmend anstelle von harmloser klingenden Begriffen wie Klimawandel gebraucht, um die Tragweite der globalen Erwärmung zu verdeutlichen ...

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Desinformation

wird das gezielte Verbreiten von Falschinformationen genannt, dessen Ziel ist, die Gesellschaft, einzelne Gruppen oder Einzelpersonen im Sinne politischer oder wirtschaftlicher Interessen zu täuschen. Selten bezeichnet „Desinformation“ auch die beschriebene (als Täuschungsversuch betrachtete) Falschinformation selbst (beispielsweise „schädliche Desinformationen verbreiten“). Die dazu übermittelte Information ist nicht nur nach objektiven Maßstäben unwahr, sondern wird vom Urheber bewusst zum Zweck der Täuschung in die Welt gesetzt. Die Desinformation kann etwa über Massenmedien verbreitet werden, wobei man auch von Medienmanipulation spricht. Die Desinformation ist entweder direkte Lüge oder besteht indirekt aus subtiler Unterdrückung, Verschweigen oder Ablenken von überprüften Fakten.

In zahlreichen Gebieten von Politik und Wirtschaft werden Desinformationen gezielt eingesetzt. So besitzen viele Geheimdienste eigene Abteilungen für die Fälschung und Verbreitung von Informationen. Im militärischen Bereich werden Desinformationen zur Täuschung des Gegners eingesetzt, etwa um ihn durch falsche Informationen über eigene Truppenstärken oder deren räumliche Verteilung zu fehlerhaften Entscheidungen zu leiten ...

 

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Newsletter XI 2023 - 12. bis 18. März

Zeitungsartikel 2023

 


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