THTR-Rundbrief (Extra)

Newsletter XXIX 2026

19. Juli bis ...

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Radioaktivität kumuliert; das bedeutet, radioaktive Partikel reichern sich im lebenden Organismus immer weiter an und mit der Zeit können ähnliche Schäden auftreten, wie bei einer kurzzeitig einwirkenden, massiven Strahlenbelastung ...

Die PDF-Datei "Nuclear Power Accidents" enthält eine Reihe weiterer Vorfälle aus verschiedenen Bereichen der Atomindustrie. Einige der Ereignisse wurden nie über offizielle Kanäle veröffentlicht, so dass diese Informationen der Öffentlichkeit nur auf Umwegen zugänglich gemacht werden konnten. Die Liste der Zwischenfälle in der PDF-Datei ist daher nicht zu 100% identisch mit "INES und die Störungen in kerntechnischen Anlagen", sondern stellt eine Ergänzung dar.

 

1. Juli 1946 ("Crossroads" 2 Plutoniumbomben, Atomtests USABikini Atoll, MHL

5. Juli 2000 (INES Klass.?) Akw Grafenrheinfeld, DEU

8. Juli 2008 (INES-1 Klass.?) Atomfabrik Eurodif, Pierrelatte, FRA

10. Juli 1991 (INES-3) Akw Bilibino, RUS

10. Juli 1985 (Terror) Rainbow Warrior I, Auckland, NZL

14. Juli 1955 (INES-3) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

16. Juli 1979 (INES-3 NAMS 1,9) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

16. Juli 1945 (1. Atombombentest der USA) Trinity, NM, USA

17. Juli 1984 (INES-3 NAMS 1,8) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

20. Juli 1956 ("Redwing" 17 H-Bomben, Atomtests USA) Eniwetok und Bikini Atoll, MHL

22. Juli 2007 (INES Klass.?) Akw Unterweser, DEU

23. Juli 2008 (INES-0 Klass.?) Atomfabrik Tricastin, FRA

24. Juli 1964 (INES-4) Atomfabrik UNC Charlestown, RI, USA

25. Juli 2006 (INES-2) Akw Forsmark, SWE

25. Juli 1979 (INES Klass.?) Forschungsreaktor EL-3, Paris-Saclay, FRA

25. Juli 1946 ("Crossroads" 2 Plutoniumbomben, Atomtests USABikini Atoll, MHL

26. Juli 1959 (INES-6) Atomfabrik SNL, Simi Valley, CA, USA

27. Juli 2004 (INES-1 Klass.?) Akw Neckarwestheim, BW, DEU

27. Juli 1972 (INES Klass.?) Akw Surry, VA, USA

 

Wir sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an:
nukleare-welt@reaktorpleite.de 

 


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22. Juli


 

Liebe Freundinnen und Freunde,

Mittwoch (22. Juli 2026) wird der zehnte Castor rollen. Dazu wurde in Jülich, Duisburg und Ahaus/Gescher neuer Protest angemeldet.

Castor 10 von 152:

Der Wahnsinn geht weiter. Deshalb gehen auch die Proteste konsequent weiter:

Jülich: Mittwoch (22.) ab 20 Uhr Mahnwache vor dem Forschungszentrum.

Duisburg: Angemeldet ist für Mittwoch (22.) ab 22:30 Uhr eine Mahnwache an der A 42-Brücke über den Rhein.

Aktuelle Infos wie immer auf castor-stoppen.de - www.westcastor.org - www.sofa-ms.de - www.bi-ahaus.de

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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22. Juli 2007INES Kategorie ? (INES Klass.?) Akw Unterweser, DEU

AtomkraftwerkePlag

Unterweser (Niedersachsen)

Am 22. Juli 2007 wurde festgestellt, dass eine Armatur in einem Strang des Kühlsystems nicht korrekt eingestellt war. Im Falle eines Störfalls hätte der Strang nicht die geforderte Kühlleistung erbringen können.
 

Wikipedia

Kkw Unterweser

... Ursache war eine fehlerhafte Justierung der elektronischen Stellungsanzeige an der Armatur während der Revision im Jahr 2006. Dies wurde bis zur Überprüfung 2007 nicht bemerkt.
 

SPIEGEL-Report über verheimlichte KKW-Störfälle in aller Welt

»Mir läuft der kalte Schauer über den Rücken«

Haarscharf schlitterte die Menschheit schon mehrmals an der Katastrophe vorbei. Das enthüllen 48 Störfallberichte, die von der Wiener Internationalen Atomenergie-Organisation verheimlicht wurden: Pannen oft absonderlichster, profanster Art von den Vereinigten Staaten und Argentinien bis Bulgarien und Pakistan ...

 


21. Juli


 

Wie OpenAI ein deutsches Rechenzentrum mit französischem Atomstrom betreiben wollte

OpenAI hat ein Milliarden-Rechenzentrum in Deutschland geplant. Sam Altman wollte dafür Atomstrom aus Frankreich nutzen. Das Projekt liegt derzeit auf Eis.

Berlin/San Francisco – Ein KI-Rechenzentrum von OpenAI auf deutschem Boden, gebaut mit Strom aus französischen Atomkraftwerken – dieser Plan sorgte offenbar über Monate für vertrauliche Gespräche zwischen dem US-Unternehmen und der Bundesregierung. Wie unter anderem das Handelsblatt unter Berufung auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Quellen berichtet, führte OpenAI-Chef Sam Altman im vergangenen Jahr mehrere Gespräche mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und Digitalminister Karsten Wildberger (CDU). Am Ende zerschlug sich das Vorhaben.

Den bereitliegenden Informationen zufolge plante Altman ein Rechenzentrum mit einer Kapazität von bis zu einem Gigawatt. Zum Vergleich: Nach Angaben des IT-Branchenverbands Bitkom kommen die bestehenden KI-Rechenzentren in Deutschland derzeit zusammen auf kaum mehr als 0,5 Gigawatt Leistung. Bis 2030 soll die KI-Kapazität hierzulande auf zwei Gigawatt steigen. Eine einzelne Investition von OpenAI hätte laut dem Bericht also fast im Alleingang gereicht, um dieses Ziel zu erreichen. Die Kosten für ein Rechenzentrum dieser Größenordnung liegen schätzungsweise bei einem zweistelligen Milliarden-Dollar-Betrag.

[...] Warum die Pläne von OpenAI wieder in der Schublade verschwanden

Nach ersten Gesprächen machte sich in der Bundesregierung jedoch Ernüchterung breit. Weitere Gespräche mit OpenAI brachten keine Fortschritte, es fehlte an der nötigen Detailtiefe. Auf Anfrage des Handelsblatts wollte eine OpenAI-Sprecherin weder die Gespräche mit der Bundesregierung noch Überlegungen zu Größe und Standort des Projekts kommentieren. Man sehe aber „enormes Potenzial für die Zukunft der KI in Deutschland“, so die Sprecherin. Deutschland zähle nach Unternehmensangaben zu OpenAIs wichtigsten Märkten in Europa, das Team vor Ort sei im vergangenen Jahr verdreifacht worden. Aktuell konzentriere man sich auf die Partnerschaft mit SAP im Bereich souveräner KI.

In der Bundesregierung kursieren unterschiedliche Erklärungen für das Scheitern. Altman sei bekannt dafür, große Ankündigungen zu machen, die anschließend im Sand verliefen, heißt es. Ein hoher Beamter wird mit den Worten zitiert, der Amerikaner habe „das Blaue vom Himmel“ versprochen, sein Team habe die hochtrabenden Pläne danach wieder einkassiert. Ein anderer Insider berichtet, von ernst zu nehmenden Bemühungen auf Arbeitsebene bei OpenAI sei keine Spur gewesen.

Doch neben dem Strombedarf spielt bei Rechenzentren eine zweite Ressource eine Rolle: Wasser. Server erzeugen beim Rechnen Hitze, die häufig über Kühltürme mit Wasser abgeführt wird. Nach einer Analyse der University of California verbraucht allein die Erstellung einer 100 Wörter langen E-Mail durch das Sprachmodell GPT-4 rund 519 Milliliter Wasser. Auch das Training großer Modelle ist wasserintensiv. Auch das Training großer Modelle ist wasserintensiv, allein das Microsoft-Rechenzentrum, in dem OpenAI das Modell GPT-3 trainierte, verbrauchte dabei rund 700.000 Liter Wasser zur Kühlung, bei Meta kam das Training von LLaMA-3 sogar auf 22 Millionen Liter. Ein Standort nahe der französischen Grenze hätte daher dieses Problem nicht gelöst, sondern lediglich die Stromfrage adressiert.

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Betrifft 90 Prozent des weltweiten Lebensraums: Großbritannien ratifiziert Hochsee-Vertrag

Großbritannien hat den UN-Hochseevertrag ratifiziert und stärkt damit den Schutz von fast zwei Dritteln der Weltmeere. Das Abkommen schafft erstmals Meeresschutzgebiete auf der Hohen See.

Am 10. Juli 2026 hat das Vereinigte Königreich das sogenannte BBNJ-Abkommen (Biodiversity Beyond National Jurisdiction), auch UN-Hochseevertrag genannt, offiziell ratifiziert. Der britische Außenminister hinterlegte die entsprechenden Dokumente bei den Vereinten Nationen in New York. Damit ist die Ratifizierung rechtlich abgeschlossen.

Der Schritt hat besonderes Gewicht: Großbritannien war über mehr als ein Jahrzehnt an den Verhandlungen beteiligt und gehörte 2023 zu den ersten Unterzeichnerstaaten. Mit der Ratifizierung kann das Land nun vollständig an der Umsetzung des Abkommens mitwirken.

Was der Hochseevertrag regelt

Das BBNJ-Abkommen ist seit dem 17. Januar 2026 in Kraft und gilt als das erste rechtsverbindliche internationale Instrument, das Meeresschutzgebiete auf der Hohen See ermöglicht. Es schützt Gebiete außerhalb nationaler Hoheitsgewalt – also jene Meeresregionen, die laut UN zwei Drittel der Weltmeere nach Fläche und über 90 Prozent des Erdlebensraums nach Volumen ausmachen und bislang kaum reguliert waren.

Der Vertrag regelt vier Kernbereiche: die Einrichtung von Meeresschutzgebieten, Umweltverträglichkeitsprüfungen für Aktivitäten auf Hoher See, den fairen Zugang zu und die Nutzung von marinen genetischen Ressourcen sowie den Technologietransfer zugunsten ärmerer Staaten.

Warum die britische Ratifizierung wichtig ist

Das Vereinigte Königreich hat die Verhandlungen des Abkommens maßgeblich mitgeprägt. Zudem hatte die britische Regierung eigens den Biodiversity Beyond National Jurisdiction Act 2026 verabschiedet, um die Ratifizierung rechtlich zu ermöglichen.

Stand 10. Juli 2026 haben 92 Staaten das Abkommen ratifiziert. Große Volkswirtschaften wie die USA haben es zwar unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert. In Deutschland wurden alle nötigen Gesetze für eine Ratifizierung im März 2026 vom Bundesrat bestätigt. Dennoch wurde die Vereinbarung von Deutschland noch nicht ratifiziert. Geplant war die Hinterlegung der Urkunde im Juni 2026.

Wer die Einhaltung überwacht

Die erste Vertragsstaatenkonferenz (COP1) für das Abkommen ist für Januar 2027 geplant. Dort sollen die institutionellen Strukturen des Abkommens festgelegt werden. Ebenso soll geregelt werden, wie Schutzgebiete ausgewiesen werden.

Im Vertrag ist festgehalten, wie bei Verstößen in den neuen Schutzgebieten umzugehen ist. Im Hochseeabkommen gilt das Flaggenstaatenprinzip, was bedeutet, dass die Staaten selbst zuständig sind, Schiffe unter der eigenen Flagge bei Fehlverhalten zu bestrafen – nach eigenen Gesetzen.

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Nationalsozialismus

Gedenkstättenleiter lobt Widerstand gegen AfD-Gedenken

Nach einem Eklat am Jahrestag des Stauffenberg-Attentats kritisiert Jens-Christian Wagner die AfD. Sie verharmlose Verbrechen der Nationalsozialisten.

Nach dem Eklat bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Stauffenberg-Attentats hat der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald die Haltung der AfD deutlich zurückgewiesen. »Aus den Reihen der AfD wird der Widerstand vom 20. Juli 1944 wie überhaupt der Widerstand gegen den Nationalsozialismus seit Jahren notorisch instrumentalisiert«, sagte Jens-Christian Wagner der Rheinischen Post.

Politikerinnen und Politiker der AfD würden »ständig geschichtsrevisionistische und holocaustverharmlosende oder sogar NS-verherrlichende Positionen« verbreiten, kritisierte Wagner. Zudem suggeriere die Partei, dass man sich »im Widerstand« gegen ein Regime befinde wie Stauffenberg oder auch die Geschwister Scholl.

Bei der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung hatte Tobias Korenke, ein Großneffe des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, versucht, einen Kranz der AfD-Bundestagsfraktion an der Gedenkstätte im Bendlerblock in Berlin zu entfernen. Sicherheitsmitarbeiter gingen dazwischen, und es gab ein Handgemenge, bei dem der Kranz beschädigt wurde.

»Dass Vertreter einer Partei, die derartige Positionen vertritt, bei der Gedenkveranstaltung für die Widerständler des 20. Juli 1944 einen Kranz niederlegen, ist ein Affront gegen die Würde der Opfer der NS-Verbrechen«, sagte Wagner und verteidigte den Großneffen Bonhoeffers. Korenke habe einen »Preis für Zivilcourage« verdient, sagte der Gedenkstättenleiter.

Grüne verteidigen Korenke

Auch die Grünenpolitiker Misbah Khan und Andreas Audretsch, die an der Veranstaltung teilnahmen, äußerten Verständnis für das Verhalten Korenkes. »Wer an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus erinnert, muss auch klar benennen, wer seine Lehren heute infrage stellt«, sagten sie der Nachrichtenagentur AFP.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
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20. Juli


 

Ungarn prüft umstrittenes Atomprojekt Paks II neu

Der Bau des Atomkraftwerks Paks II in Ungarn steht nach dem Regierungswechsel auf dem Prüfstand.

Die neue Regierung unter Ministerpräsident Péter Magyar hat angekündigt, sowohl die Laufzeitverlängerung des bestehenden Kernkraftwerks Paks als auch die Verträge und Investitionen für das von Russland gebaute Neubauprojekt umfassend zu überprüfen.

Auf der Baustelle südlich von Budapest laufen die Arbeiten derzeit noch weiter. Für die beiden neuen Reaktoren vom Typ WWER-1200 wurden bereits umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt, Anfang 2026 begannen die ersten Betonarbeiten. Das Projekt gilt als das erste russische Atomkraftwerksvorhaben in einem EU-Mitgliedstaat, das trotz der Sanktionen gegen Russland fortgesetzt wird.

Die vier bestehenden Reaktoren des Kernkraftwerks Paks liefern weiterhin rund 45 Prozent des ungarischen Stroms. Ihr Anteil ist jedoch in den vergangenen Jahren gesunken, und zwar nicht wegen geringerer Atomstromproduktion, sondern aufgrund des starken Ausbaus der Photovoltaik.

Kritik gibt es vor allem zu den Kosten und der Finanzierung. Die Investitionssumme wird derzeit auf rund 12,5 Milliarden Euro geschätzt, wobei ein Großteil über einen russischen Staatskredit finanziert werden soll. Gegner bemängeln außerdem die fehlende Ausschreibung für den Auftrag an den russischen Staatskonzern Rosatom sowie die mangelnde Transparenz der Verträge.

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Giftstoffe: Wie die Mythen der Industrie immer wieder verfangen

Das PFAS-Debakel folgt einem bekannten Muster. Die Industrie setzt sich seit Jahrzehnten mit den gleichen Argumenten durch.

PFAS gelten vielen als beispiellos – tausende extrem langlebige Chemikalien verschmutzen Böden, Gewässer und finden sich im Blut fast aller Menschen. Das gab es noch nie. Reinhold Rühl und Clemens Magerkurth bestreiten diesen Eindruck. PFAS seien lediglich das jüngste Beispiel für einen Mechanismus, der sich bei gefährlichen Chemikalien seit Jahrzehnten wiederholt, schreiben sie in ihrem Buch «PFAS und andere Problemstoffe».

Die Autoren wissen, wovon sie sprechen. Beide sind Chemiker und arbeiten seit vielen Jahren in Deutschland und auf EU-Ebene im Arbeitsschutz. Beide haben zahllose Diskussionen über Gefahrstoffe begleitet. Neben einem umfassenden Überblick über die bekanntesten PFAS beschreiben sie, wie Chemikalien in Deutschland und der EU zugelassen, geprüft und genutzt werden und welche Fehler dabei immer wieder geschehen.

Immer wieder dieselben Argumente

Rühl und Magerkurth schildern kenntnisreich die immer gleichen Debatten. Sie beginnen, sobald eine Chemikalie unter Druck gerät und reguliert werden soll. Ein stereotypisches, vertrautes Ritual mit dem Ziel, eine Chemikalie möglichst lange vermarkten zu können:

Die Industrie erkläre, Ersatzstoffe existierten nicht. Ein Verbot der betreffenden Substanz gefährde Arbeitsplätze. Unternehmen müssten ins Ausland abwandern. Innovation werde verhindert. Für strengere Regeln fehle die wissenschaftliche Grundlage. Und schliesslich: Freiwillige Vereinbarungen seien wirksamer als Verbote.

Seit Jahrzehnten würden diese Argumente vorgebracht – und fast nie hätten sie sich bewahrheitet. Hersteller seien weder massenhaft insolvent gegangen noch Produktionsstandorte verschwunden. Stattdessen seien fast immer Ersatzstoffe entwickelt worden.

[...] PFAS sind nicht das eigentliche Thema

Das Buch erklärt nicht nur PFAS, sondern macht verständlich, warum sich problematische Chemikalien immer wieder durchsetzen, warum dieselben Mechanismen und Probleme im Zusammenhang mit Chemikalien immer wieder auftauchen, warum es immer wieder dieselben Konflikte darum gibt und warum Regulierungen ewig dauern.

Die Autoren führen zahlreiche historische Beispiele auf, vom giftigen und verbotenen PCB, über die Chemie-Katastrophen von Bhopal und Schweizerhalle bis zum Umgang mit dem Seveso-Unglück, das sich kürzlich zum 50. Mal jährte.

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Radioaktivität nach Stromausfall

Südafrika meldet mehrere Strahlungsvorfälle im AKW Koeberg

Die südafrikanische Energieversorgung ist fragil. Die Regierung möchte unter anderem mit zusätzlicher Kernenergie für Stabilität sorgen. Zunächst muss sie jedoch gleich drei Vorfälle im AKW Koeberg einräumen: Mehrere Mitarbeiter sind radioaktiven Strahlen ausgesetzt.

In Südafrika hat die Regierung mehrere Strahlungszwischenfälle eingeräumt und sich zugleich dem weiteren Bau zusätzlicher Kernkraftkapazitäten verschrieben. Im Kernkraftwerk Koeberg ereigneten sich Anfang dieses Monats und Ende Juni mehrere Vorfälle, die zu einer erhöhten radioaktiven Belastung der Luft führten. Unter anderem waren etwa bei Wartungsarbeiten in dem Kernkraftwerk mehrere Mitarbeiter radioaktiver Strahlung ausgesetzt.

Das Kernkraftwerk Koeberg befindet sich rund 40 Kilometer von der südafrikanischen Metropole Kapstadt entfernt an der Atlantikküste. Die Vorfälle ereigneten sich den Angaben zufolge am 30. Juni sowie am 2. und 7. Juli. Laut dem südafrikanischen Energieminister Kgosientsho Ramokgopa wurden sie vollständig eingedämmt. Es sei keine radioaktive Strahlung in die Umwelt gelangt, sagt er am Sonntag bei einer Pressekonferenz. Es habe keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden. Die Vorfälle seien nicht als meldepflichtige Ereignisse im Bereich der nuklearen Sicherheit einzustufen. Die Strahlenbelastung in Koeberg sei nicht stärker als die Strahlenbelastung im Alltag gewesen.

[...] Koeberg wurde 1984 in Betrieb genommen und ist bis heute das einzige Kernkraftwerk Afrikas. Es besteht aus zwei mit Uran betriebenen Druckwasserreaktoren, die jeweils über eine Leitung von 900 Megawatt verfügen. Im Dezember 2005 wurde beim Anfahren des Reaktors nach Wartungsarbeiten und dem Austausch von Brennelementen der Generator des ersten Blocks schwer beschädigt. Infolgedessen kam es im Jahr darauf immer wieder zu Versorgungsengpässen in Südafrika.

In Südafrika gab es in den vergangenen Jahren wiederholt lange und schwere Stromausfälle. Viele Unternehmen, aber auch Privathaushalte, nehmen ihre Energieversorgung deshalb in die eigenen Hände und installieren bevorzugt Solaranlagen. Der Anteil von Eskom an der südafrikanischen Stromerzeugung sank einer Bloomberg-Analyse zufolge von knapp 96 Prozent im Jahr 2014 auf weniger als 85 Prozent im vergangenen Jahr.

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Gemäß der INES-Skala International Nuclear Event Scale der IAEA müssen die Freisetzung von Radioaktivität und die Strahlenbelastung des Personals mindestens als INES-1 eingestuft werden (Abweichung von den zulässigen Bereichen für den sicheren Betrieb der Anlage).

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„Falls er zur UN-Versammlung kommt“: New Yorks Bürgermeister will Netanjahu festnehmen lassen

Für Zohran Mamdani ist Benjamin Netanjahu ein angeklagter „Kriegsverbrecher“. Ob er rechtliche Schritte unternehmen kann, steht noch nicht fest.

Im September könnte Benjamin Netanjahu die Schwelle des Glaspalasts überschreiten, um an der UN-Vollversammlung teilzunehmen – mit einem Haftbefehl auf den Schultern und einem Bürgermeister, der entschlossen ist zu prüfen, ob er dessen Vollstreckung veranlassen kann. Der neu gewählte demokratische Bürgermeister der Stadt, Zohran Mamdani, hat angekündigt, überprüfen zu lassen, ob es rechtliche Instrumente gibt, um dem vom Internationalen Strafgerichtshof gegen den israelischen Premierminister erlassenen Haftbefehl Folge zu leisten. „Ich glaube, dass Premierminister Netanjahu in Den Haag vor Gericht gestellt werden sollte“, erklärte Mamdani in einem Interview mit der Zeitung New York Times, wobei er den israelischen Regierungschef als „einen vom Internationalen Strafgerichtshof angeklagten Kriegsverbrecher“ bezeichnete.

Genauer gesagt werden der israelische Regierungschef und der damalige Verteidigungsminister Yoav Gallant vom Gericht wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt, die während des Konflikts im Gazastreifen nach den Angriffen vom 7. Oktober 2023 begangen worden sein sollen. Zu den Vorwürfen gehören der Einsatz von Hunger als Kriegsmittel durch die Vorenthaltung lebensnotwendiger Güter für die Zivilbevölkerung sowie Mord, Verfolgung und andere unmenschliche Handlungen.

Zohran Mamdani: Seine lange Vorgeschichte als scharfer Kritiker von Netanjahu

Es ist nicht das erste Mal, dass Mamdani sich in diesen Worten über den israelischen Regierungschef äußert. Seine Darstellungen fügen sich nahtlos in die Positionen ein, die er auch in den vergangenen Jahren vertreten hat. Als erster Muslim und erster Amerikaner südasiatischer Herkunft – er wurde in Uganda als Sohn indischer Eltern geboren – wurde der 34-jährige Demokrat im Januar 2026 zum Bürgermeister von New York gewählt. Er gehört seit Langem zu den schärfsten Kritikern in der amerikanischen Politik gegenüber der Regierung Netanjahu.

[...] September als möglicher Wendepunkt: Macht Mamdani bei Netanjahu-Besuch ernst?

Ob Mamdanis Worte eine bloße politische Provokation bleiben oder einen diplomatischen Fall auslösen werden, dürfte sich wahrscheinlich im September entscheiden, wenn sich die Staats- und Regierungschefs zur Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York einfinden. Eines steht jedoch bereits fest: Der Haftbefehl des Gerichts wird weiterhin jede Auslandsreise Netanjahus begleiten und jeden offiziellen Besuch nicht nur zu einer diplomatischen, sondern auch zu einer juristischen Angelegenheit machen.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände20. Juli 1956 ("Redwing", Testreihe mit 17 H-Bomben) Eniwetok und Bikini, MHL

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
 

IPPNW Report - August 2023 - Atomwaffentests - (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden auf mehreren Atollen im Pazifik, in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert. Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

Wikipedia de

Operation Redwing

Die Operation Redwing war die dreizehnte Serie von amerikanischen Kernwaffentests, die zwischen dem 4. Mai und 21. Juli 1956 auf den Marshallinseln im Pazifik durchgeführt wurde. Insgesamt wurden 17 Kernwaffen oberirdisch getestet. Die Operation wurde durchgeführt, um starke thermonukleare Kernwaffen zu testen, die nicht auf der Nevada Test Site getestet werden konnten. Die Bomben wurden nach Indianerstämmen benannt.

20. Mai 1956 - Der 2. Test im Rahmen der Operation Redwing, benannt nach dem Indianerstamm der "Cherokee" hatte eine Sprengkraft von 3,8 MT. Es handelte es sich um eine thermonukleare Wasserstoffbombe nach dem Teller-Ulam-Design. Im Gegensatz zur normalen Ausführung dieses Typs bestand die Umhüllung des Lithiumdeuterids in diesem Fall aus hochangereichertem Uran.

27. Mai 1956 - Der 3. Test im Rahmen der Operation Redwing, benannt nach dem Indianerstamm der "Zuni" war der erste Test einer amerikanischen Thermonuklearbombe im Dreistufendesign (FFF: „Fission-Fusion-Fission“). Die 3,5 MT Explosion erzeugte einen 30 Meter tiefen Krater mit einem Durchmesser von 800 Metern.

20. Juli 1956 - Der 16. Test im Rahmen der Operation Redwing, benannt nach dem Indianerstamm der "Tewa" wurde auf einem Lastkahn im Bikini-Atoll Riff zwischen den Inseln Namu und Yurochi gezündet und hatte eine Sprengkraft von 6-8 MT. Tewa war nach Zuni und Ivy Mike die dritte amerikanische Wasserstoffbombe mit einem Dreistufendesign (Fission-Fusion-Fission).

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19. Juli


 

Maskenaffäre, kreditfinanzierte Villa, heimliches Spendendinner: Die Skandale des Jens Spahn

In seiner politischen Karriere sorgte Ex-Unionsfraktionsvorsitzender Spahn für so manchen Eklat. Zum Covid-Pandemiebeginn 2020 ebenso wie in jüngerer Zeit.

Berlin – Am Samstag (18. Juli) trat Jens Spahn (CDU) von seinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurück. Nun wollen Spitzenpolitiker der Union schon am Montag über den prominenten Abgang und das Vorgehen für die nahe Zukunft beraten. 

[...] Jüngst jedoch wurde bekannt, dass der CDU-Politiker gemeinsam mit seinem Lebenspartner Daniel Funke durch eine Leihmutter aus den USA Vater geworden ist. Der Rücktritt vom Amt des Unionsfraktionschefs erfolgte, nachdem der Druck auf Spahn zu groß geworden war. Doch die Leihmutterschaftsdebatte ist längst nicht die einzige Causa in Spahns Karriere, mit der er für Negativschlagzeilen sorgte.

[...] Insgesamt beschaffte der CDU-Politiker 5,6 Milliarden Masken für 5,9 Milliarden Euro, wobei ein Großteil später ungenutzt in Müllverbrennungsanlagen landete. Grundlage des Kaufs für einen – wie sich in der Folge herausstellen sollte – deutlich zu hohen Kaufpreis waren Spahns persönliche Berechnungen: Dabei hatte der damalige Bundesgesundheitsminister einen Masken-Stückpreis von 4,50 Euro antizipiert. Der letztliche Kaufpreis schien Spahn somit wie ein angemessenes Geschäft.

Auch hatte Spahn im Zuge der Maskenaffäre ein Speditionsunternehmen aus seiner Heimat, dem Münsterland, mit der Lagerung und Auslieferung der Masken beauftragt. Zuvor gab es offenbar auch Versuche, das Unternehmen Burda für die Maskenbeschaffung ins Boot zu holen, bei dem Spahns Lebensgefährte Funke als Lobbyist tätig ist – die Burda GmbH stritt jedoch jegliche Involviertheit Funkes ab. Das letztlich beauftragte Speditionsunternehmen aus dem Münsterland wiederum zeigte sich allerdings schon nach kurzer Zeit überfordert – Schadenersatz einzuklagen, kam dem Ex-Gesundheitsminister jedoch nicht in den Sinn. Weil Zulieferer die bestellten Masken nicht mehr loswurden, klagten sie auf Bezahlung. Für deutsche Steuerzahlerinnen und -zahler entstand dem Spiegel zufolge ein Schaden in Höhe von knapp 2,3 Milliarden Euro.

[...] Auch Spahns Verbindung zu René Benko und Teilnahme an Events von Peter Thiel beschädigten sein Image

Neben Spahns tiefgreifenden Fehltritten in Zeiten der Coronavirus-Pandemie machte er jedoch auch durch Verbindungen zu Personen mit fragwürdigem Ansehen nicht unbedingt positive Schlagzeilen. So etwa zum jüngst nach langwierigen Verfahren mehrfach verurteilten Ex-Investor und Signa-Gründer René Benko. Ebenfalls 2020 stand Spahn dem Spiegel zufolge wohl in regerem Kontakt zu Benko, wie ein E-Mailverkehr vom 6. Mai 2020 nahe legt.

[...] Und nicht zuletzt tauchte Spahn auf einer Namensliste der sogenannten Dialog-Treffen vom Trump-nahen Unternehmer und bekennendem Antidemokraten Peter Thiel auf. Thiels Zusammenkünfte dienten, wie erst Ende Juni bekannt wurde, offenbar der Vernetzung Prominenter aus Politik, Wirtschaft und dem Showgeschäft. Spahn bestätigte übereinstimmenden Medienberichten zufolge die Teilnahme an fünf Dialog-Treffen zwischen 2018 und 2024.

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Versteckter Lithium-Verlust

Warum Batterien mit der Zeit schwächer werden

Elektroautos sind nicht aufzuhalten. Im Juni 2026 waren sie bei den Pkw-Zulassungen das erste Mal die meistverkaufte Antriebsart in Deutschland. Gleichzeitig gibt es Vorurteile, die sich hartnäckig halten. Eines davon: Die Akkus verlieren viel zu schnell ihre Kapazität. Auch wenn die Praxis mittlerweile gezeigt hat, dass das ein langsamer Prozess ist – E-Autos können hunderttausende Kilometer mit einem Akkusatz schaffen –, ist die Frage noch nicht abschließend geklärt, wie es überhaupt dazu kommt.

Lithium gilt als das Herz moderner Batterien. Es transportiert die elektrische Ladung und ermöglicht, dass Smartphones, Laptops oder Elektroautos Energie speichern können. Geht Lithium verloren, verliert die Batterie einen Teil ihrer Leistung – ihre Reichweite oder Laufzeit sinkt.

Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum, des Helmholtz-Instituts Ulm und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat nun genauer untersucht, wohin dieses Lithium verschwindet. Das Ergebnis: Ein Teil davon wird in einer dünnen Kupferfolie festgehalten, die bisher vor allem als passives Bauteil der Batterie galt.

Lithium verschwindet im Inneren der Batterie

Die Kupferfolie dient in vielen Batterien als Träger- und Sammelschicht für elektrische Ladungen. Besonders wichtig ist sie in Lithium-Metall-Batterien, die als vielversprechende Nachfolger heutiger Lithium-Ionen-Akkus gelten. Sie könnten künftig deutlich mehr Energie speichern als heutige Batterien.

Bislang wurde weitgehend angenommen, dass die Kupferfolie mit dem Lithium kaum reagiert. Frühere Untersuchungen hatten zwar Hinweise auf Lithium-Verluste geliefert, ein direkter Nachweis fehlte jedoch. "Wo genau sich die Lithium-Ionen einlagern, war bislang aber unklar", erklärt Tong Li, Professorin am Institut für Werkstoffe der Ruhr-Universität Bochum und Hauptautorin der Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Advanced Energy Materials erschienen ist.

Nun gelang es den Forschenden um Tong Li und Dominic Bresser, Leiter der Forschungsgruppe "Electrochemical Energy Storage Materials" am Helmholtz Institut Ulm, erstmals, die Lithium-Atome direkt zu verfolgen. Dabei zeigte sich: Schon nach dem ersten Laden und Entladen wandern Lithium-Atome in winzige Grenzbereiche innerhalb der Kupferfolie. Dort bleiben sie teilweise dauerhaft hängen.

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Widerstände gegen Hitzeschutz, gegen Hochwasserschutz und gegen soziale Klimapolitik

Bei den Konsequenzen aus bisherigen Flutkatastrophen unterlagen die wissenschaftlichen Warnungen den kurzfristigen Interessen vor allem der "Mittelgebirgsländer", erinnert sich Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Er kritisiert, dass 2029 fast die Hälfte des Bundeshaushalts für Militär draufgehen soll.

Klimareporter°: Herr Müller, in seiner Sommer-Pressekonferenz ging der Bundeskanzler auch auf die Rekordhitzewelle Ende Juni ein. Friedrich Merz betonte das Engagement seiner Regierung für den Gesundheitsschutz. Das müsse sich nun im Baurecht und Gesundheitswesen niederschlagen und "beim Schutz von besonders vulnerablen Gruppen zum Ausdruck kommen", sagte Merz.

Bund, Länder und Kommunen seien "gemeinsam unterwegs, um alles in unserer Kraft Stehende zu tun, um die Menschen zu schützen", fügte er hinzu. Tun die Regierenden alles, was in ihrer Kraft steht?

Michael Müller: Da kommt bei mir die kalte Wut hoch. In ein paar Wochen wird Merz gar nichts mehr zu dem Thema sagen, das war jetzt eine Pflichtübung. Mit dem Sommer wird auch die Hitze vorbei sein, während die Erderwärmung natürlich bleibt. Aber die Erde heizt sich in längeren Zeiträumen auf und nicht in Einzelereignissen.

Zudem reduziert diese Regierung ihr Handeln auf die Elektrifizierung unseres Landes und die Verteuerung der Treibhausgase. Sie hat die Dimension der heraufziehenden Krise gar nicht verstanden, nämlich dass die Menschheit einen fundamentalen Anschlag auf die Normalität des Erdsystems verübt. Die "große Kraft" der Bundesregierung richtet sich auf Aufrüstung und die Ukraine-Hilfe.

Bei der Rüstung wird 2029 fast die Hälfte des Bundeshaushalts für Militärausgaben draufgehen. Generäle der Bundeswehr beschwören die große Gefahr aus Russland, obwohl die US-Militärführung das als "höchst unwahrscheinlich" zurückweist.

Gekürzt wird dann bei Sozialem, Gesundheit, Wohnungsbau, Kultur und überall dort, wo es freiwillige Ausgaben gibt, natürlich auch beim Klimaschutz. Derzeit will die Regierung erst mal über die Runden kommen, also bis zur nächsten Bundestagswahl.

Die Klimabewegung muss Druck machen: Stoppt endlich den Krieg, zieht die Nato nicht immer tiefer in den Krieg hinein. Dann kann ein europäisches Klimaprogramm ein wichtiger Beitrag für den Schutz von Mensch und Natur werden.

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Recycling-Durchbruch:

Japanisches Unternehmen löst das Lithium-Problem der E-Mobilität

Elektroautos gelten als Schlüssel für eine saubere Mobilität, doch am Ende ihrer Lebensdauer offenbart sich ein massives Problem. Bisherige Methoden zur Wiederverwertung zentraler Rohstoffe stoßen schnell an physikalische Grenzen.

Das Unternehmen JX Metals Circular Solutions aus dem japanischen Tsuruga in der Präfektur Fukui hat ein neuartiges und hocheffizientes Recyclingverfahren entwickelt. Mit dieser Methode lassen sich, wie der Sender NHK World (via Glitchwire) aus dem japanischen Tokio berichtet, künftig bis zu 90 Prozent des in Antriebsbatterien verbauten Lithiums zurückgewinnen.

Mängel beim Recycling halten Bedarf an frischem Lithium hoch

Dies stellt eine bemerkenswerte und zwingend notwendige Steigerung gegenüber den bisherigen Industriestandards bei der Rohstoffrückgewinnung dar. Bisherige Recyclingansätze in der Automobilindustrie erreichen in der Praxis oftmals lediglich Quoten von unter 50 Prozent, was den Bedarf an frischem Lithium künstlich hochhält.

Ein Großteil des elementaren Leichtmetalls geht beim traditionellen und oft obligatorischen Einschmelzen der Batteriebauteile unwiederbringlich in der anfallenden Schlacke verloren. Dieser immense rohstoffliche Schwund stellt die gesamte europäische und globale Branche der Elektromobilität vor erhebliche finanzielle und logistische Herausforderungen bei der künftigen Sicherung wichtiger Materialien.

Die chemische Aufbereitung der „Schwarzmasse“

Der neue Prozess der japanischen Ingenieur:innen zerkleinert die alten Akkus zunächst mechanisch und verbrennt die verbleibenden Reste anschließend streng kontrolliert. Infolgedessen entsteht eine stark metallhaltige Substanz, die in der Fachsprache der Recyclingindustrie allgemein als „Schwarzmasse“ bezeichnet wird.

Daraufhin kommt ein komplexes hydrometallurgisches Verfahren zum Einsatz, das die wertvollen Bestandteile auf chemischem Weg aus dem Pulver wäscht und extrem detailliert separiert. Der eigentliche technische Fortschritt in diesem mehrstufigen Ablauf besteht in der cleveren Nutzung von reinem Lithiumhydroxid als zentralem Lösungsmittel.

[...] Das neue japanische Verfahren zeigt nun jedoch, dass die politisch geforderten Quoten technologisch machbar sind und sogar noch übertroffen werden können. Dies dürfte den wirtschaftlichen Druck auf europäische Recyclingunternehmen erhöhen, ihre eigenen Anlagen zügig auf ähnlich effiziente hydrometallurgische Prozesse umzurüsten.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern? 

 


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Aktuelles+

19. Juli 2026

«Diese Politiker sind nur die Sprachrohre mächtiger Interessen»

Die Öffentlichkeit solle sich der militärisch-industriell-digitalen Kriegsmaschine entgegenstellen, ruft Jeffrey Sachs auf.

Der kürzlich in Ankara abgehaltene NATO-Gipfel habe keinerlei Lösungsansätze für die Beendigung des Krieges in der Ukraine aufgezeigt, im Gegenteil: die Eskalation werde zunehmen. Das sagte der renommierte Politikwissenschaftler Jeffrey Sachs vom Center for Sustainable Development an der Columbia Universität New York in einem fast halbstündigen Interview mit Glenn Diesen, Politologe und Professor an der Universität Südost-Norwegen in Horten. In dem Interview auf der Online-Plattform «Substack» warnt Sachs vor einem drohenden Atomkrieg.

Eine «bizarre» Angelegenheit

Jeffrey Sachs wählt klare und deutliche Worte und nimmt auch kein Blatt vor den Mund, wenn es den eigenen Präsidenten Donald Trump betrifft. Der Gipfel war für ihn eine «bizarre» Angelegenheit. Die anwesenden Staatschefs hätten in keiner Art und Weise gezeigt, dass sie sich der drohenden Gefahr eines Atomkriegs und damit eines 3. Weltkrieges bewusst seien. Vielmehr zeuge der Gipfel von Unkenntnis, Ruchlosigkeit und Mangel an Ernsthaftigkeit.

So bezichtigte Trump Spanien einmal mehr, es sei «schrecklich» (awful), weil es keine Start- und Überflugerlaubnis für US-Flugzeuge im Iran-Krieg erteilte – die spanische Regierung habe sich aber schon fast kumpelhaft gegeben und gemeint, beste Beziehungen mit den USA zu haben. Jeffrey Sachs gelangt zum Schluss, dass es sich bei diesen Leuten um unseriöse Politiker handle, die zudem in ihren jeweiligen Ländern äusserst unpopulär seien.

NATO spricht von Krieg, nicht von Frieden

In einer Zeit von «heissen» Kriegen sei es ein Armutszeugnis, dass die NATO nicht etwa von Frieden, sondern nur von Krieg spreche und überall Öl ins Feuer giesse. Der NATO-Gipfel habe keine Strategie erkennen lassen, sondern die Macht des «industriell-militärisch-digitalen Komplexes» in aller Deutlichkeit aufgezeigt. Der Gipfel werde bald vergessen sein, was aber nicht bedeute, dass es sich bei der Sache, um die es ging, nicht um eine äusserst ernste Angelegenheit handle.

Laut Sachs wird sich Russland im Krieg gegen die Ukraine niemals einfach so ergeben. Die Androhung der NATO, mittels der Hilfe an die Ukraine immer mehr Ziele auf russischem Territorium anzugreifen, um Putin an den Verhandlungstisch zurückzubringen, werde den gegenteiligen Effekt haben. Die Spirale der Eskalation werde sich weiterdrehen, und dies könne nur auf einen Atomkrieg hinauslaufen. Russland habe bis Ende 2025 noch erwartet, dass die USA eine aktive und positive Rolle im Friedensprozess spielen würden, doch diese Hoffnung sei inzwischen vollständig verschwunden. Russland – und mit ihm viele andere Länder – erwarte vom «Westen» nichts ausser Krieg.

Die Öffentlichkeit als Lichtblick

Für Sachs gibt es im Moment nur einen Lichtblick: Es sind die Zivilgesellschaften in den USA und Europa, die diesen Krieg beendet haben wollen und sich klar gegen die Kriegstreiberei wendeten. Laut verschiedenen Umfragen ist eine grosse Mehrheit sowohl in den USA als auch der EU der Meinung, der Krieg sollte durch Diplomatie und Verhandlungen beendet werden. Eine ebensolche Mehrheit spricht sich gegen die Aufrüstung aus, wie sie im Moment im Gange ist.

Leider gebe es mit den bevorstehenden Wahlen in Frankreich und Deutschland kaum positive Wendungen, sollte der Rassemblement National in Frankreich oder die AFD in Deutschland an die Macht kommen. Die Staatschefs der westlichen Länder stünden unter dem Einfluss der Waffen- und Kriegslobby und hätten jedes vernünftige strategische Denken verloren.

Drei mögliche Szenarien

Angesichts dieser desolaten Lage skizziert Sachs drei mögliche Szenarien.

  1. Russland wird seine Ziele erreichen, was immer das auch bedeute.
  2. Es findet eine weitere Eskalation statt, die unweigerlich in einen Atomkrieg mündet. Sachs erachtet diese Möglichkeit als sehr ernst.
  3. Die Öffentlichkeit erhebt ihre Stimme gegen ihre unpopulären und unfähigen Regierungen, sei es an den Urnen oder mit immer deutlicheren Protesten.

Für Jeffrey Sachs ist ein kritischer Punkt erreicht, um einen Atomkrieg noch zu verhindern. Die jeweiligen Regierungen stünden praktisch im Sold des «industriell-militärisch-digitalen Komplexes», wozu auch die Big Tech wie Palantir, Amazon, Google und Co. gehören. Da sich die politischen Führer nicht in der Lage sehen oder aus Eigeninteressen nicht willens seien, etwas dagegen zu tun, bleibe nur die kritische Zivilgesellschaft. 

 


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Hintergrund

Die Karte der nuklearen Welt

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Die Suchmaschine Ecosia pflanzt Bäume!

https://www.ecosia.org/search?q=NATO-Gipfel+Ankara

https://www.ecosia.org/search?q=Gefahr+eines+Atomkriegs

https://www.ecosia.org/search?q=industriell+militärisch+digitaler+Komplex

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Bundeszentrale für politische Bildung

Der „Militärisch-Industrielle Komplex" I. Was wird unter „Militärisch-Industriellem Komplex" verstanden?

„Miltärisch-lndustrieller Komplex'(MIK) wurde als Begriff von Präsident Dwight D. Eisenhower geprägt und ist fester Bestandteil soziologischer Analysen und ideologischer Auseinandersetzungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Gut 20 Jahre vor Eisenhower war es bereits ein anderer amerikanischer Präsident, Franklin D. Roosevelt, der auf bedenkliche wechselseitige Beeinflussungen zwischen Militär und Industrie hinwies.

Die Vermutung, zwischen Militärs und Industrie — also Benutzern und Lieferanten von Waffen, militärischem Gerät und Dienstleistungen — könnte Interessenidentität im Hinblick auf verstärkte Aufrüstung oder zumindest auf Gegnerschaft zur Abrüstung bestehen, klingt zunächst einmal plausibel; sie scheint jedenfalls aufgrund bekannter historischer Beispiele nicht von vornherein abwegig zu sein.

Der vorliegende Beitrag ist die gekürzte Fassung eines Abschnitts aus dem im Oldenbourg-Verlag, München-Wien, erscheinenden Band von Günter Walpuski/Dieter O. A. Wolf: „Sicherheitspolitik".

Wie stellt sich in dieser Hinsicht die Situation in der Bundesrepublik Deutschland dar. Analysiert man zunächst die rüstungsorientierten Ziele des militärischen und des industriellen Bereiches unabhängig voneinander, so kommt man zu folgendem Ergebnis:

Die militärischen Interessen sind:

1. ausgerichtet an den verbindlichen strategischen und taktischen Konzeptionen (diese werden von der politischen Führung auf verfassungsrechtlicher Grundlage im Rahmen der NATO-Planungen vorgegeben und sind damit bindend für den bedarfsdeckenden Rüstungsbereich der Bundeswehr und den Bedarfsträger „Streitkräfte" festgelegt), 2. abhängig von der Art und Wirksamkeit der politischen Kontrolle, in die sie einbezogen werden, 3. geprägt durch die Verfahren und Regelungen, denen sie in bezug auf die Durchsetzung von Forderungen nach Wehrmaterial unterworfen sind, 4. bestimmt durch die haushaltsmäßigen Möglichkeiten, 5. im allgemeinen ein Lösungskompromiß zwischen verschiedenen Möglichkeiten, eine bestimmte taktische Aufgabe zu bewältigen.

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Wikipedia

NATO-Gipfel in Ankara 2026

Der NATO-Gipfel in Ankara 2026 war ein Treffen der Staats- bzw. Regierungschefs der NATO-Mitgliedstaaten. Der NATO-Gipfel fand am 7. und 8. Juli 2026 im Präsidentenkomplex in Ankara in der Türkei statt.

Ein Schwerpunkt des Gipfeltreffens war die Neuausrichtung der Lastenteilung innerhalb der Allianz angesichts geopolitischer Dynamiken und einer zunehmenden strategischen Konzentration der Vereinigten Staaten auf den indopazifischen Raum. Neben Verteidigungsausgaben, militärischer Einsatzbereitschaft, den industriellen Kapazitäten, dem transatlantische Zusammenhalt und der Unterstützung für die Ukraine stand auch die zunehmend instabile Situation in den südlichen Nachbarregionen des Bündnisses (Naher Osten, Nordafrika, Sahelzone, Mittelmeerraum) verstärkt im Blickfeld.

Grundlagen für den Gipfel in Ankara schuf das Treffen der NATO-Außenminister im schwedischen Helsingborg am 21. und 22. Mai 2026.

Im Vorfeld des Gipfeltreffens trafen sich dann am 18. Juni 2026 in Brüssel die Verteidigungsminister der NATO-Mitgliedsstaaten, um die verteidigungspolitischen Positionen mit Blick auf den anstehenden Gipfel zu beraten und final abzustimmen. Bei der Zusammenkunft ging es vor allem um die Verbesserung der konventionellen Fähigkeiten der europäischen Verbündeten.

Am 28. und 29. Juni fand in Istanbul das dritte Gipfeltreffen der Parlamentarischen Versammlung der NATO statt. Der türkische Staatsprädident Erdogan forderte die „Einbindung“ der Türkei in die europäische Verteidigungsstruktur.

Bereits mehrere Wochen vor dem NATO-Gipfel gab es in der Türkei Razzien mit mehreren Hundert Festnahmen. Das türkische Parlament musste für 13 Tage pausieren. In neun Stadtbezirken Ankaras wurden Beschäftigte der Kommunalverwaltungen für eine Woche zwangsweise beurlaubt. Im gesamten Stadtgebiet von Ankara sind bis zum 10. Juli keine Demonstrationen erlaubt, es dürfen keine Flugblätter verteilt, keine Informations- und Verkaufsstände aufgebaut, keine Plakate angebracht und keine Pressekonferenzen abgehalten werden. Obwohl die Presse-Akkreditierung für den Gipfel über die NATO-Zentrale in Brüssel lief, wurde unter anderem den Zeitungen Cumhuriyet und BirGün sowie den Fernsehsendern Sözcü TV und Halk TV die Zulassung zum Gipfel verweigert. Eine Sprecherin der NATO erklärte, das Bündnis stütze sich bei Journalisten aus dem Gastgeberland auf die Einschätzung der jeweiligen nationalen Behörden.

Vor dem NATO-Gipfel eröffnete Erdogan am 15. Juni 2026 einen Ausbau des Militärflugplatzes Ankara-Etimesgut, der jetzt offiziell Ankara Airport heißt. Über ihn konnte die Anreise der Gipfeldelegationen direkt zum Tagungsort erfolgen.

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Atomkrieg

Ein Atomkrieg ist ein hypothetischer Krieg, der mit thermonuklearen Waffen ausgetragen würde. Man spricht auch von einem nuklearen Schlagabtausch oder umgangssprachlich „Knopfdruck-Krieg“, da einige Kernwaffensysteme bis auf den Befehl zum Einsatz vollautomatisiert sind. Bevor das Atomzeitalter begann, die Kernenergie militärisch genutzt wurde und Atomwaffenarsenale aufgebaut wurden, wurden Kriege ausschließlich mit konventionellen, d. h. nicht-atomaren Mitteln, geführt.

Ein Atomkrieg wird im Zuge des Dritten Weltkriegs und als Zeichen der Endzeit genannt. Auf die Frage, welche Waffen im Dritten Weltkrieg zum Einsatz kommen würden, antwortete Einstein:

„Ich weiß es nicht. Aber ich kann Ihnen versichern, dass der Vierte Weltkrieg mit Steinen ausgetragen wird.“

Albert Einstein: Political Warfare, 1955

Ein ähnlich fataler Krieg könnte durch den Einsatz anderer Massenvernichtungswaffen (ABC-Waffen) entstehen. Jeder mit konventionellen Mitteln geführte Krieg birgt das Risiko eines Atomkriegs, insbesondere wenn ein Bezug zu den Kernwaffenstaaten besteht. Dem Atomkrieg wird jedoch aufgrund seiner enormen Gewalt und verheerenden Folgen für die gesamte Menschheit eine besonders hohe Bedeutung eingeräumt.[1] Ein Atomkrieg würde das Überleben der Menschheit gefährden, umgangssprachlich auch bekannt als „nuklearer Holocaust“ oder „nuklearer Genozid“.[2][3][4]

Die Kernwaffenarsenale der Kernwaffenstaaten sind rund um die Uhr einsatzbereit und werden von sogenannten Atomstreitkräften betrieben. Die fünf Atommächte betonen jedoch, dass ein Atomkrieg nicht zu gewinnen sei und der Schutz vor dem Einsatz dieser Waffen höchste Priorität habe.

Die Theorie des Atomkriegs wird seit Jahrzehnten von Fachleuten im Bereich der Internationalen Beziehungen und Militärstrategie diskutiert. Der mögliche Einsatz von Kernwaffen wird im Rahmen einer Nuklearstrategie analysiert, wobei die nukleare Abschreckung versucht, die Wahrscheinlichkeit eines Atomkriegs zu reduzieren.

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Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 150 Videos zum Thema Atom*

 


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Newsletter XXVIII 2026 - 12. bis 18. Juli

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