Newsletter XXXIII 2026
16. August bis ...
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Radioaktivität kumuliert; das bedeutet, radioaktive Partikel reichern sich im lebenden Organismus immer weiter an und mit der Zeit können ähnliche Schäden auftreten, wie bei einer kurzzeitig einwirkenden, massiven Strahlenbelastung ...
Die PDF-Datei "Nuclear Power Accidents" enthält eine Reihe weiterer Vorfälle aus verschiedenen Bereichen der Atomindustrie. Einige der Ereignisse wurden nie über offizielle Kanäle veröffentlicht, so dass diese Informationen der Öffentlichkeit nur auf Umwegen zugänglich gemacht werden konnten. Die Liste der Zwischenfälle in der PDF-Datei ist daher nicht zu 100% identisch mit "INES und die Störungen in kerntechnischen Anlagen", sondern stellt eine Ergänzung dar.
1. August 1983 (INES Klass.?) Akw Pickering, CAN
2. August 1992 (INES Klass.?) Akw Pickering, CAN
4. August 2005 (INES Klass.?) Akw Indian Point, USA
6. August 1945 (1. Atombombenabwurf der USA) Hiroshima, JPN
9. August 2009 (INES-1 Klass.?) Akw Gravelines, FRA
9. August 2004 (INES-1 Klass.?) Akw Mihama, JPN
9. August 1945 (2. Atombombenabwurf der USA) Nagasaki, JPN
10. August 1985 (INES-5) U-Boot-Unglücke, K-431, UdSSR
11. August 2014 (INES Klass.?) Akw Heysham und Akw Hartlepool, GBR
11. August 1973 (INES Klass.?) Akw Palisades, Mi, USA
12. August 2001 (INES-2 Klass.?) Akw Phillipsburg, DEU
12. August 2000 (Broken Arrow) U-Boot-Unglücke, K-141 Kursk, RUS
18. August 2015 (INES-2) Akw Blayais, FRA
19. August 2008 (INES-1) Akw Santa Maria de Garoña, ESP
21. August 2007 (INES-2) Akw Beznau, CHE
21. August 1945 (INES-4) Atomfabrik Los Alamos, USA
23. August 2011 (INES-1 Klass.?) Akw North Anna, VA, USA
25. August 2008 (INES-3) Nuklearmedizin IRE Fleurus, BEL
25. August 2004 (INES-2) Akw Vandellos, ESP
27. August 2009 (INES Klass.?) Akw Leningrad, St. Petersburg, RUS
27. August 2008 (INES-1 Klass.?) Akw Tihange, BEL
29. August 1949 ("RDS-1" 1. Atomtest der UdSSR) Semipalatinsk, KAZ
30. August 2003 (Atom-U-Boot) U-Boot-Unglücke, K-159, RUS
Wir sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an:
nukleare-welt@reaktorpleite.de
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16. August
Die Nato verschleiert ihre atomare Aufrüstung
In Europa sind circa 100 einsatzfähige US-Atombomben stationiert. 100 bis 150 sollen dazu kommen. Für den F-35 wird eilig umgebaut.
Dass die Nato nicht nur konventionell, sondern auch nuklear weiter aufrüsten werde, hatte Nato-Generalsekretär Mark Rutte schon am 21./22. April anlässlich des diesjährigen Nato Nuclear Policy Symposiums angedeutet, zu dem rund 150 Experten aus den Mitgliedstaaten in Istanbul zusammengekommen waren. «In Zeiten grosser Instabilität», äusserte Rutte damals, nehme auch «die Bedeutung nuklearer Abschreckung zu»; man müsse deshalb dafür sorgen, dass die Abschreckung «glaubwürdig, sicher und wirksam» bleibe. In diesem Kontext werde man «wichtige Entscheidungen» treffen müssen – «unter anderem darüber, wie sich die nukleare Aufstellung der Nato weiter an das sich verschlechternde Sicherheitsumfeld anpassen muss».
Rutte teilte damals mit, im Rahmen der Modernisierung der Nato werde an nuklearen Fragen bereits gearbeitet; dies sei, insbesondere mit Blick auf das Risiko «einer Eskalation» des Konflikts mit «dem nuklear bewaffneten Russland», durchaus «heikel».
Zwei Monate später, am 18. Juni, bekräftigte die Nuclear Planning Group der Nato nach ihrem regulären Jahrestreffen in Brüssel, man sei mittlerweile dabei, «die nuklearen Fähigkeiten der Nato zu modernisieren» und ihre «nuklearen Planungsfähigkeiten zu stärken. In die benötigten «Fähigkeiten» werde man entsprechend «investieren».
«Taktische» Einsätze
Bei der Modernisierung, die bereits im Gang ist, handelt es sich zum einen um die Ersetzung alter durch neue US-Atombomben, die im Rahmen der «nuklearen Teilhabe» in fünf Ländern Europas lagern. Sie ist, wie aus Äusserungen hochrangiger Militärs hervorgeht – Experten bestätigen dies –, inzwischen abgeschlossen. Konkret sind alte B61-Bomben durch neue vom Typ B61-12 ersetzt worden.
Die B61-12 sind deutlich zielsicherer als ihr Vorgängermodell; sie lassen sich zudem skalieren, also mit unterschiedlicher Sprengwirkung einsetzen. Wie Fachleute bestätigen, können sie somit prinzipiell auch «taktisch» eingesetzt werden, so etwa, um feindliche Kommandozentralen und andere militärische Infrastruktur zu zerstören, aber auch, um Ansammlungen feindlicher Streitkräfte zu vernichten. Sogar Einsätze auf dem Schlachtfeld sind prinzipiell denkbar. Damit sinkt die Hemmschwelle zu ihrer Nutzung – und die Atomkriegsgefahr nimmt zu.
Die fraglichen US-Bomben sind auf Flugplätzen in Büchel in der Eifel, in Kleine Brogel in Belgien, in Volkel in den Niederlanden, in Aviano und Ghedi in Italien sowie in İncirlik in der Türkei stationiert. Insgesamt soll es sich Experten zufolge derzeit um rund 100 jederzeit einsatzfähige Atombomben handeln. Für Büchel wurde bislang die Zahl 20 genannt.
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Teurer Strom durch Merkel-Jahre
Jürgen Trittin: Energiewende musste 16 Jahre feindlicher Regierung überstehen
Als die Energiewende beginnt, verspricht der damalige Umweltminister Jürgen Trittin: Sie wird für deutsche Haushalte nicht teurer als eine Kugel Eis. Ein Euro im Monat reicht für den Umstieg von Atomkraft und Kohle auf Erneuerbare. Die Rechnung geht nicht auf. Die Strompreise steigen. Die Energiewende gerät in Verruf. Das allerdings liegt ihm zufolge nicht an den erneuerbaren Energien und der Einspeisevergütung. "Die Strompreise gingen nach unten", sagt Trittin im Podcast "Das Klima-Labor von ntv" über den Beginn der Energiewende. Der Grünen-Politiker macht die Merkel-Jahre verantwortlich: Die EEG-Umlage sei von der schwarz-gelben Bundesregierung "vorsätzlich in die Höhe getrieben" worden, um die Erneuerbaren "als zu teuer denunzieren zu können". Das Ziel? Den Kohlekonzernen helfen und den Atomausstieg rückgängig machen.
ntv.de: Wann haben Sie das erste Mal den Begriff Energiewende gehört, gesagt oder gedacht?
Jürgen Trittin: Das war in den späten 80ern in Niedersachsen. Wir haben damals in der Landtagsfraktion überlegt: Was machen wir, wenn wir uns durchsetzen und die Atomkraftwerke stillgelegt werden? Die mussten ersetzt werden. Auf den besetzten Bauplätzen von Grohnde wurden damals bereits Windräder aufgestellt. Die wurden schwer ausgelacht.
Aber nicht von Ihnen?
Nein, nein. Von Atomkraftbefürwortern. Aber dadurch kam der Begriff "Energiewende" auf: Aus der Antihaltung sollte eine Haltung des Gestaltens werden.
Der Ausgangspunkt der Energiewende waren keine Umwelt- oder Klimafragen, sondern die Sorge vor der Atomkraft?
Der Erfolg der Energiewende ruht auf drei Säulen: Ausstieg aus der Atomenergie, Einstieg in die Erneuerbaren und die Einführung des Emissionshandels. Für die Frage, warum Menschen gegen Atomenergie waren, gab es ein Bündel von Gründen. Der wichtigste war das Risiko. 1979 gab es einen GAU in Three Mile Island in den USA. Der war sehr knapp beherrschbar. Der Super-GAU in Tschernobyl 1986 nicht mehr. Diese Unfallgefahr war auch der Grund, warum Deutschland 2011 nach Fukushima mit einem Konsens von Industrie bis Gewerkschaften, von Umweltverbänden bis CDU endgültig aus der Atomenergie ausgestiegen ist. Ein weiterer Grund ist die fehlende Grenze zwischen der zivilen Nutzung und der Nutzung von Atomwaffen. Das zeigt sich gerade in Saudi-Arabien. Wer gegen atomare Rüstung ist, ist auch gegen Atomenergie.
Und Energiewende war der Vorschlag, was Deutschland stattdessen machen sollte.
Es gab die berechtigte Frage an die Anti-Atomkraftbewegung: Wie kommt der Strom in die Steckdose? Darauf musste sie eine Antwort geben. Die Substitution der Kapazitäten der Atomenergie war einer der wesentlichen Gründe für die Zielfestschreibung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
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Don Trumpls allerletzte Nachrichten
IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?
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Aktuelles+
16. August 2026
Schwindende Wasserstraßen, Bahnreform 2.0 und ein Tempolimit von 120
Der neue Verkehrsminister Steffen Bilger setzt die Symbolpolitik seines Vorgängers fort und kündigt populistische, aber sinnlose Eingriffe ins Bahngeschäft an, kritisiert Andreas Knie, Mobilitätsforscher und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Für die E‑Autos sieht Knie noch nicht den Kipppunkt erreicht, noch immer seien die Vorteile für Verbrenner zu groß.
Klimareporter°: Herr Knie, wegen der anhaltenden Trockenheit mit Rekord-Niedrigwasser ist die Schifffahrt auf Rhein, Donau und anderen Flüssen massiv beeinträchtigt. Müssen wir uns von dem Konzept verabschieden, Flüsse vorrangig als Wasserstraßen anzusehen und zu nutzen?
Andreas Knie: Die Binnenschifffahrt ist kein relevanter Player mehr beim Gütertransport. Ihr Anteil liegt noch bei fünf bis sechs Prozent. Schiffe transportieren Massengüter wie Eisen, Stahl, Erde, Sand sowie Brennstoffe oder flüssige Chemikalien. Bei entwickelten Volkswirtschaften spielen diese Güter eine immer geringere Rolle. Binnenschiffe werden nicht verschwinden, ihre Bedeutung konzentriert sich aber auf wenige Branchen wie die Chemie und dem Baubereich.
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Ja, wir müssen uns von der Idee der Wasserstraßen als relevantem Verkehrsträger verabschieden.
Der neue Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) will mit Bonus-Kürzungen bei mangelnder Pünktlichkeit den Druck auf das Bahn-Management verstärken. Hat die Deutsche Bahn tatsächlich ein Management-Problem?
Die Bahn hat ein Strukturproblem und funktioniert nach dem Prinzip der organisierten Verantwortungslosigkeit. Die Macht ist völlig verteilt und keiner ist mehr für das Große und Ganze verantwortlich.
Regional- und Fernverkehr stimmen sich nicht ab, die Infrago – die DB-Gesellschaft für Netz und Bahnhöfe – macht, was sie will, der Güterverkehr ist ganz weit weg und die Sanierungsprojekte werden von einer Bund-Länder-Gruppe definiert, wo man keine Ahnung vom Eisenbahnbetrieb hat. Die Bahn geht systematisch zugrunde. Hier hilft nur eine Bahnreform 2.0.
Und was macht Bilger? Gar nichts! Er setzt die Symbolpolitik seines Vorgängers fort und kündigte populistische, aber sinnlose Eingriffe in das operative Geschäft an, und das noch völlig sachunkundig. Die Pünktlichkeit ist schon längst Teil des Bonussystems der Bahnbesoldungen.
Wegen anhaltend hoher Preise für Benzin und Diesel gibt es einen wachsenden Zuspruch für E‑Autos, auch bei Gebrauchtwagen. Stehen wir jetzt vor einem Kipppunkt auf dem Automarkt?
Nein, wir haben immer noch keinen Kipppunkt in Richtung Elektromobilität. Die Zulassungszahlen steigen, weil der Sprit teuer bleibt und die E‑Autos langsam am Erst- und Zweitmarkt billiger werden, die Prämie hilft auch etwas.
Aber die Vorteile für Verbrenner sind immer noch zu groß. Die Subventionierung des Dieseltreibstoffes bleibt ungeschoren und das Dienstwagenprivileg gilt genauso wie die Entfernungspauschale auch für Benzin- und Dieselfahrzeuge. Verbrenner können weiterhin in die Innenstädte fahren und genießen den günstigen Parkraum.
Solange das so bleibt, tun sich die E‑Autos weiterhin schwer.
Hitze und Dürre bringen in Europa auch die Stromversorgung unter Druck. Wärmekraftwerken fehlt Kühlwasser, Wasserkraft schwächelt, gleichzeitig steigt der Bedarf durch Klimaanlagen. Zeigt sich jetzt, wie dringend der Ausbau von Solarenergie vorankommen muss?
Die Losung ist klar und eindeutig: Raus aus Gas und Öl.
Was macht die zuständige Ministerin? Genau das Gegenteil: blockiert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Katherina Reiche hat schon als Managerin die Ertüchtigung der Netze erfolgreich verhindert, damit die Renditen hoch bleiben. Der staatsmonopolistische Kapitalismus lebt. Reiche ist das Gesicht des neuen Stamokaps.
Und was war Ihre Überraschung der Woche?
Unser Autobahnsystem zerbröselt, gleichzeitig wird es weiter ausgebaut mit Geld, dass wir gar nicht mehr haben. Die selbst gesetzten Klimaziele werden gerissen und die Unfallzahlen bleiben hoch. Mit einer Sofortmaßnahme könnte man das alles lösen: Einführung eines generellen Tempolimits von 120 Kilometern pro Stunde.
Wir könnten die Straßen besser auslasten, bräuchten keine neuen, würden Sprit sparen, Lärm vermindern, die Umwelt und die Gesundheit schonen.
Doch was verkündet der neue Verkehrsminister: Mit mir gibt es kein generelles Tempolimit auf Autobahnen. Bilger bleibt damit bei der Linie seiner Vorgänger treu: Politik aus einer untergegangenen Welt, die sich an Wahrheiten klammert, die sich längst aufgelöst haben.
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Hintergrund
Die Karte der nuklearen Welt
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Wikipedia
Niedrigwasser in Binnengewässern
Bei Binnengewässern ist Niedrigwasser primär die Folge eines meteorologisch bedingten Niederschlags- bzw. Wassermangels. Die regulären jahreszeitlichen Schwankungen bemisst man am Mittleren jährlichen Niederwasser (MJNQ), darunter herrscht extremes Niedrigwasser. Wann der Wasserstand am niedrigsten ist, hängt vom lokalen Klima ab (Abflussregime), es kann im Sommer liegen, aber auch – etwa im Hochgebirge – durch Niederschlagsbindung als Schnee im Winter. Neben dieser Definition wird Niedrigwasser auch anhand von Schwellenwerten definiert, die je nach Gesichtspunkt (Ökologie, Wassermanagement, Bewässerung, Schifffahrt usw.) unterschiedlich angesetzt werden.
Für die Binnenschifffahrt kann Niedrigwasser erhebliche Einschränkungen wegen einer Reduktion der Abladetiefe und Unfallgefahren zur Folge haben. Des Weiteren kann die Produktion von Betrieben, die auf Entnahme von Kühl- oder Betriebswasser angewiesen sind, eingeschränkt werden. Bei gleichbleibender Einleitung von Schadstoffen kommt es durch das fehlende Verdünnungswasser zu erhöhten Schadstoffkonzentrationen. Da häufig gleichzeitig auftretende langsame Fließbewegungen und hohe Temperaturen einen zu geringen Sauerstoffgehalt im Wasser hervorrufen können, besteht erhöhte Gefahr eines Fischsterbens. Ufersicherungen und Bauwerke auf Holzpfählen verrotten, wenn sie durch zu niedrigen Wasserstand dem Einfluss von Sauerstoff ausgesetzt sind. Niedrigwasser kann durch menschliche Eingriffe sowohl verschärfend (Wasserentnahmen) als auch abmildernd (Niedrigwasseraufhöhung) beeinflusst werden.
Wasserentnahme, etwa für landwirtschaftliche Bewässerung, die rechtlich an einen Mindestwasserstand gebunden ist, kann zum Erliegen kommen.
Bedeutend ist für das Wassermanagement und die Ökologie auch die Problematik der Restwassermenge an Entnahmeanlagen, etwa Kraftwerken
Energieversorgung
Energieversorgung bezeichnet die Versorgung von Endkunden mit Strom, Gas und Fernwärme. Traditionell handelt es sich um einen Aufgabenbereich kommunaler Unternehmen.
Energieträger
Fossile Energiequellen
Die chemische Bindungsenergie der organischen, kohlenstoffhaltigen Substanzen kann sehr leicht durch Verbrennen in thermische Energie überführt werden. Die meisten hochverfügbaren und mit geringem technischem Aufwand verheizbaren Materialien sind Kohlenwasserstoffe, die aus den Zuckern der Kohlenstoff-Assimilation phototropher Pflanzen stammen. Die Energiedichte der bei vollständiger Verbrennung des Ausgangsstoffs freigesetzten Energie pro Kilogramm ist bei fossilen Kohlenwasserstoffen befriedigend. Die fossilen Energieträger sind ein Brennstoffkonzentrat aus prähistorischer Biomasse; sie wurden deshalb zu den bevorzugten Primärquellen der Energieversorgung.
Beim Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Öl oder Kohle entstehen große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid (je ein Kohlenstoffatom und zwei Sauerstoff-Atome bilden ein CO2-Molekül), das zur globalen Erwärmung beiträgt.
Erneuerbare Energien
Die im Sonnenlicht, dem Wind, dem Erdmantel sowie dem Wasser befindliche Energie kann mit Hilfe von erneuerbaren Energien genutzt werden. Dies geschieht über Windkraftanlagen, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, Geothermiekraftwerke, Wasserkraftwerke sowie die Biomassenutzung. Während die Wasserkraft eine schon seit langer Zeit genutzte Technologie darstellt, handelt es sich bei den anderen Technologien wie der Photovoltaik oder der Stromerzeugung mittels Windenergie um relativ neue Möglichkeiten der Energiewandlung, die erst seit den 1980er und 1990er Jahren verstärkt zum Einsatz kommen, jedoch hohe Wachstumsraten aufweisen. Sie werden in vielen Ländern im Hinblick auf den Umwelt- und Klimaschutz sowie ihrer CO2-Neutralität gefördert.
Hölzer und sonstige Biomasse als Träger energiereicher, unter Nutzung von Sonnenenergie nachwachsender Kohlenstoffverbindungen müssen getrocknet werden und weisen auch dann noch einen geringeren spezifischen Heizwert auf, als die Fraktionsprodukte aus der Mineralölindustrie. Die Erzeugung der Energieträger (Biogas und Biokraftstoff) für Zwecke der Energieversorgung in volkswirtschaftlich relevantem Maßstab ist nicht unproblematisch, wie man dem Spannungsverhältnis zur Lebensmittelversorgung und zu Natur- und Landschaftsschutz entnehmen kann.
Tempolimit
Der Begriff Tempolimit bezeichnet eine Vorschrift zur Begrenzung der mit einem Kraftfahrzeug auf Straßen zu fahrenden höchsten Geschwindigkeit. Das Zustandekommen einer solchen Vorschrift stellt eine politische Willensentscheidung dar. Sie kann als Maßnahme zum Klimaschutz sowie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit oder aus Lärmschutzgründen erwogen werden und ist wiederkehrend Gegenstand einer öffentlichen Debatte in Deutschland.
Tempolimits werden von zahlreichen Wissenschaftlern ebenso wie von vielen Vertretern von Umweltschutzorganisationen als ein kostengünstiges, einfach und schnell umsetzbares sowie nachweislich wirksames Mittel zur Erreichung von Klimaschutzzielen eingestuft. Hinzu kommen ökonomische Erwägungen. Kritiker verweisen auf die vergleichsweise geringe Reduktion von Treibhausgasen und die Einschränkung der individuellen Freiheit des einzelnen Autofahrers.
Im Verkehrsrecht wird der Begriff „zulässige Höchstgeschwindigkeit“ verwendet, der im Vergleich zu „Tempolimit“ breiter in der Bedeutung angelegt und weniger spezifisch ist.
Situation im restlichen Europa
| Land | innerorts | Landstraße | Autobahn |
|---|---|---|---|
| Spanien | 30 | 90 | 120 |
| Zypern | 50 | 80 | 100 |
| Schweiz | 50 | 80 | 120 |
| Niederlande | 50 | 80 | 100/130 |
| Frankreich | 50 | 80 | 130 |
| Dänemark | 50 | 80 | 130 |
| Belgien | 50 | 90 | 120 |
| Luxemburg | 50 | 90 | 110/130 |
| Italien | 50 | 90 | 130 |
| Tschechien | 50 | 90 | 130 |
| Polen | 50 | 90 | 140 |
| Österreich | 50 | 100 | 130 |
| Deutschland | 50 | 100 | unbegrenzt |
Einige Länder haben unterschiedliche Tempolimits tagsüber und nachts.
Schweden hat 20 Verkehrstote pro 1 Million Einwohner, Rumänien 92 Tote. Eine Vereinheitlichung der Höchstgeschwindigkeiten ist von der EU nicht geplant. Zur Unfallreduzierung setzt die EU mit der Intelligent Speed Adaption auf eine technische Lösung.
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Umweltbundesamt
Niedrigwasser
Niedrigwasser ist ein natürliches Ereignis im Jahresgang von Flüssen. Ursache ist häufig das Fehlen von Niederschlägen in Verbindung mit hoher Verdunstung (z.B. durch sommerliche Hitze) aber auch die Speicherung von Regen als Schnee oder Eis führt dazu, dass kein Abfluss stattfindet.
Der eigentliche Grund für ein Niedrigwasserereignis, z.B. kann eine Trockenperiode zeitlich deutlich vor dem Beginn des Niedrigwassers liegen. Erst wenn die Grundwasservorräte erschöpft und kaum noch Abfluss aus Seen eintritt ist, sinkt der Wasserstand in den Flüssen deutlich.
Ähnlich wie bei Hochwasserereignissen beeinflusst der Mensch auch hier die Entstehung und Entwicklung von Niedrigwasser. Direkt wirkt die Bewirtschaftung von Speichern und Talsperren durch Wasserentnahmen und Einleitungen auf Niedrigwasser. Indirekt zeigt die Flächennutzung im Einzugsgebiet - durch die Auswirkungen auf den gesamten Wasserhaushalt - auch Effekte für den Abfluss in Flüssen.
Niedrigwasser haben ökologische und ökonomische Auswirkungen. Im Vergleich zu Hochwasserereignissen bekommen Niedrigwasser weniger mediale Aufmerksamkeit, da sie sich über längere Zeiträume erstrecken und oft weniger spektakulär sind. Die Schäden allerding bewegen sich oft ebenfalls in Milliardenhöhe. Schäden durch Niedrigwasser können bei der Schifffahrt, bei der Energiewirtschaft oft in Kombination mit hohen Wassertemperaturen, bei der Wasserver- und Abwasserentsorgung, der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei sowie beim Tourismus auftreten.
Die ökologischen Auswirkungen auf die aquatische Lebensgemeinschaft können enorm sein durch den verengten Lebensraum, Trockenfallen einzelner Bereiche, Sauerstoffmangel sowie hohe Wassertemperaturen.
Stromversorgung
Die Stromerzeugung verursacht rund 30 % der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Die Dekarbonisierung der Stromerzeugung ist von zentraler Bedeutung zum Erreichen der Klimaschutzziele. Die Stromversorgung muss daher im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung schnell und vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden – und dies umweltverträglich, ressourcenschonend, sicher und preisgünstig.
Die Zukunft wird elektrisch sein
Die Stromerzeugung und deren umweltverträgliche Umstrukturierung nehmen eine zentrale Rolle bei der Begrenzung des Klimawandels ein. Dies gilt umso mehr, weil auch die Dekarbonisierung von Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie große Mengen treibhausgasneutralen Strom brauchen und der direktelektrische Einsatz von erneuerbarem Strom in der Regel der effizienteste Weg ist. Eine treibhausgasneutrale Stromversorgung ist umweltverträglich, ressourcenschonend, sicher und preisgünstig erreichbar, wie die RESCUE-Studie des UBA zeigt.
Ein Kohleausstieg bis 2030 ist erforderlich
Die Kohleverstromung verursacht aktuell rund 70 % der Emissionen der Stromerzeugung. Um die Klimaschutzziele für die Energiewirtschaft bis 2030 zu erreichen, ist deshalb der Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030 erforderlich. Zugleich ist die Stromerzeugung aus Kohle durch zusätzliche erneuerbare Energien zu ersetzen. Bestehende junge Kohlekraftwerke sollen – gemäß dem Entschließungsantrag des Bundestages vom Juli 2020 – auf hocheffiziente und flexible Verstromung gasförmiger Brennstoffe (Grünen Wasserstoff) umgerüstet werden, aus ökologischen und Klimaschutzgründen jedoch nicht auf Biomasse.
Die Stromversorgung ist auch mit einem Kohleausstieg bis 2030 sicher
Das letzte Kernkraftwerk in Deutschland geht 2022 vom Netz. Die Kohlekraftwerke müssen für den Klimaschutz bis 2030 stillgelegt werden. Es werden also in einem erheblichen Umfang steuerbare Kraftwerke stillgelegt und fluktuierende erneuerbare Windenergie- und Photovoltaikkraftwerke zugebaut. Vor diesem Hintergrund wird derzeit im Auftrag des UBA die Machbarkeit des Kohleausstiegs bis 2030 unter Gewährleistung der Versorgungssicherheit auf dem aktuellen, sehr hohen Niveau untersucht. Die Analysen zur Versorgungssicherheit werden mit der Methodik der BMWK-Versorgungssicherheitsstudie gemäß EU-Strommarktverordnung im Rahmen des Projektes „Klimaschutz im europäischen Binnenmarkt“ durchgeführt.
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YouTube
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Playlist - Radioaktivität weltweit ...
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Newsletter XXXII 2026 - 9. bis 15. August
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