Zeitungsartikel 2021

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Newsletter XXI vom 04. - 10. Mai 2021

 

Dezentrale Energieversorgung!

Aktuelles+ 04.05.2021 - Wasserstoff aus dem eigenen Garten

Artikel von Nadja Podbregar aus scinexx.de

Forscher entwickeln kleine Windanlagen mit Wasserstoff-Elektrolyseanlage für Privathaushalte

Minikraftwerke für alle: Künftig könnten auch Privathaushalte klimafreundlichen Wasserstoff für den Eigengebrauch produzieren – die Technik dafür entwickeln zurzeit deutsche Forscher. Die Anlage besteht aus speziell angepassten kleinen, effizienten Windrädern, mit deren Strom dann Wasserstoff durch Elektrolyse gewonnen wird. Das so erzeugte Gas kann direkt zum Heizen verwendet oder in speziellen Tanks gespeichert werden.

Wasserstoff gilt als ein klimafreundlicher Energieträger der Zukunft – sofern er mithilfe von erneuerbaren Energien gewonnen wird. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Strom aus Sonne oder Wind für die Elektrolyse von Wasser genutzt wird. Bisher zielen Pilotprojekte dafür allerdings primär auf die großtechnische Erzeugung beispielsweise an Offshore-Windanlagen ab. Der große Nachteil: Wenn auch Privathaushalte Heizung und Warmwasser mithilfe von Wasserstoff produzieren sollen, muss das Gas erst aufwändig zu ihnen transportiert werden.

Ein Windrad im Kleinformat

Eine Alternative dazu entwickeln nun Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP und der BTU Cottbus. Sie wollen Anlagen entwickeln, mit denen Privathaushalte künftig ihren Wasserstoff direkt im eigenen Garten gewinnen können. Dafür arbeitet das Team um Holger Seidlitz an besonders kleinen und effizienten Windanlagen, die den Strom für die Wasserstoffgewinnung liefern sollen.

„Das Windrad wird so klein ausgelegt sein, dass sich auch Privatleute eine solche Anlage in den Garten stellen können“, erklärt Seidlitz. Die Leichtbau-Experten haben dafür einen neuen Propeller konzipiert, der sich bereits bei einer schwachen Brise in Bewegung setzt. „Wir haben das Design der Rotorblätter daran angepasst und ihre Masse im Vergleich zu herkömmlichen Kleinwindanlagen um rund 30 Prozent verringert“, erklärt Marcello Ambrosio vom Fraunhofer IAP

 

 

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Newsletter XX vom 28. April - 03. Mai 2021

 

Aktuelles+ 28.04.2021 - Solarstrom treibt Deutschland an

Artikel von Wolfgang Pomrehn aus telepolis.de

Die Energie- und Klimawochenschau: Von Speichern, Elektrorädern, mit Wasserstoff hergestelltem Stahl und einer viel zu warmen Arktis

Wow. Das war mal wieder ein neuer Rekord. Am gestrigen Dienstag lieferten Solaranlagen zeitweise mehr als 40 Gigawatt, wie die Daten des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme zeigen. Demnach wurde zwischen 12:15 und 13:45 Uhr nicht ganz 41 GW ins Netz eingespeist. Zusätzliche knapp acht GW lieferten die Windkraftanlagen. Der bundesweite Bedarf betrug zu dieser Zeit um die 64 GW.

Sonne und Wind haben ihn also für ein paar Stunden über die Mittagszeit zu rund 75 Prozent abgedeckt. Auch das ist für einen Werktag und dafür, dass die Sonne noch niedrig steht, ein rekordverdächtig hohes Niveau.

Ja, ja. Die Sonne scheint nicht immer, wird es gleich durchs Forum raunen. Sicherlich. Aber immerhin liefert sie zur Hauptbedarfszeit. Außerdem sind die Anlagen breit im Land verteilt, das heißt, der Strom wird meist verbrauchernah erzeugt, was die Netze entlastet.

Schließlich gibt es durchaus die unterschiedlichsten Speicherlösung, teils bereits vorhanden, teils entwickelt, teils denkbar. Alles in den unterschiedlichsten Skalen, was ebenfalls zur Entlastung der Netze beitragen könnte. Nicht nur Telepolis berichtet seit Jahren immer wieder darüber.

Und ja, es müsste von Bundesregierung und Bundestag deutlich mehr für den raschen Ausbau der Speichertechnologien getan werden. Ein erster Schritt könnte sein, die Übertragungsnetze, die ein natürliches Monopol mit staatlicher Profitgarantie bilden, in eine öffentlich-rechtliche Gesellschaft zu überführen ...

 

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Newsletter XIX vom 25. - 27. April 2021

 

Aktuelles+ 25.04.2021 - MiK rüstet sich für kommende wichtige Schlachten

Bei den Recherchen zu MiK - Militärisch-industrieller Komplex, Sparte Nuklearindustrie, Unterabteilung Atomlobby - habe ich mehrere interessante Artikel gefunden, die darauf hinweisen, dass MiK im Wahljahr 2021 fieberhaft an einem grundlegenden Strategiewechsel in der Kommunikation arbeitet.

1. Statt wie bisher ausschließlich als homogener Block bekannter, klar interessengeleiteter und scheinbar hochoffizieller mächtiger Institutionen aufzutreten (IAEA, WNA, WANO, Deutsches Atomforum, etc.), erscheinen sie nun zusätzlich als ein bunte Truppe von vielen kleinen, neu gegründeten NGOs, die den Anschein einer breiten Bürgerbewegung erwecken sollen. Die personellen Überschneidungen klären jedoch das Bild, die Mitglieder der neuen NGOs sind genauso wie die Mitglieder der altbekannten Lobbyorganisationen Angestellte, Ex-Angestellte und / oder deren Angehörige, Nutznießer der Atomindustrie.

2. Kommunikationswissenschaftler und Werbeprofis werden angeheuert, um dem Wolf die Kreide zu füttern. Hinweise auf Gefahren und Risiken der Uranwirtschaft werden ebenso wie alle harten Fakten aus sämtlichen Ansprachen gestrichen; stattdessen wird ganz offensiv und lautstark die unbestreitbare Notwendigkeit von Atomkraftwerken zur Abwendung der Klimakrise behauptet. Auch vom medizinischen Fortschritt und all den noch nicht absehbaren Errungenschaften, die uns die Atomforschung in Zukunft noch bringen wird, ist viel die Rede. All diese eher diffusen Annahmen und Ankündigungen werden als unwiederlegbare Tatsachen dargestellt. Und immer wieder der wenig dezente Wink mit dem Zaunpfahl, dass jeder klar denkende Mensch dies doch erkennen muss ...

Wer es wagt, dem zu widersprechen, kann also nicht ganz bei Sinnen sein.

Die Angst der Atomindustrie vor dem Machtverlust ist durchaus verständlich, denn die Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien ist atemberaubend und es ist offensichtlich, dass die Erneuerbaren die Atomenergie eher früher als später vom Energiemarkt verdrängen werden ...

 

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Newsletter XVIII vom 20. - 24. April 2021

 

Aktuelles+ 20.04.2021 - Experte prophezeit weitere Nuklearkatastrophe wie in Fukushima

Artikel von Tobias Möllers aus www.fr.de

Der Mann, der die schlimmste Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl vorhersagte, sieht ein weiteres Fukushima auf uns zukommen. Besonders ein Land sei gefährdet.

Tokio - Toshio Kimura ist der Nuklearingenieur, der Japans Atomkatastrophe in Fukushima im Jahr 2011 vorhergesagt hat, schon sechs Jahre bevor es passierte. Eben dort, in Japan, fürchtet der Experte weitere Störfälle eines katastrophalen Ausmaßes. „Es gibt eine sehr starke Möglichkeit, dass es eine weitere nukleare Katastrophe in Japan gibt“, sagte Kimura zu „The Daily Beast“.

Besonders dem Unternehmen, das die größten Kernkraftwerke in Japan verantwortet, könne nicht vertraut werden. Das Unternehmen, auf das er sich bezieht, ist sein ehemaliger Arbeitgeber, die Tokyo Electric Power Company Holdings (TEPCO). TEPCO betrieb mit Fukushima auch die Anlage, die im März 2011 eine historische Kernschmelze nach einem Offshore-Erdbeben erlitt. Das Beben löste einen Tsunami aus, der die TEPCO-Reaktoren überflutete, tödliche Strahlung freisetzte und die Evakuierung von 160.000 Menschen erzwang.

Atomkatastrophe in Fukushima: Weiter Nuklearunfall in Japan droht

Japan liegt im „Ring of Fire“, einer Region um einen Großteil des Randes des Pazifischen Ozeans, in der Vulkanausbrüche und Erdbeben häufig sind. Der Bau von Atomreaktoren in Japan ist daher schon an und für sich ein hochriskantes Unterfangen. Wenn Atomkraft-Betreiber dann noch unzuverlässig sind und Sicherheitsstandards unterlaufen, potenziert dies das Risiko weiter.

Ein Jahr nach Fukushima kam dann auch eine Untersuchung durch ein japanisches Parlamentsgremium zu dem Schluss, dass die Katastrophe „obwohl durch diese katastrophalen Ereignisse ausgelöst, zutiefst von Menschen gemacht“ sei. Begründet wurde dies mit „einer Vielzahl von Fehlern und vorsätzlicher Fahrlässigkeit“ in der Anlage von Fukushima ...

 

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Newsletter XVII vom 16. - 19. April 2021

 

Aktuelles+ 16.04.2021 - CO2-Bepreisung: Hoher Preis macht Kohlendioxid-Entnahmen überflüssig

Artikel aus www.spektrum.de

Kohlendioxid sollte man richtig - und das heißt - möglichst bald hoch bepreisen. Dann braucht es keine Kompensationsmechanismen, die das Gas aus der Atmosphäre ziehen.

Zahlreiche aktuelle Klimaschutzmodelle setzen darauf, dass sich klimaschädliches Kohlendioxid wieder aus der Atmosphäre entfernen lässt. Zum Beispiel, indem man schnell wachsende Pflanzen anbaut und anschließend zur Energiegewinnung verbrennt, wobei das frei werdende CO2 aufgefangen und unterirdisch gespeichert wird. »Bioenergie mit CO2-Abscheidung und -Speicherung« oder kurz BECCS lautet der Name für dieses Konzept. Auch durch Wiederaufforstung lässt sich der Atmosphäre CO2 entnehmen. Außerdem kann man das Kohlendioxid auch direkt aus der Luft filtern.

Allerdings, wendet ein Team um Jessica Strefler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung ein, haben diese Maßnahmen schwer wiegende Folgen. Zum Beispiel führt der großflächige Anbau von Energiepflanzen zu Konflikten über die Land- und Wassernutzung.

Nach Berechnungen der Wissenschaftler um Strefler sind all diese Maßnahmen jedoch gar nicht notwendig, wenn der Preis für eine Tonne CO2 richtig gewählt wird. Im Fachmagazin »Nature Communications« rechnen sie vor, dass die Preiskurve möglichst schnell auf hohem Niveau starten, dann weiter ansteigen und schließlich, nachdem CO2-Neutralität hergestellt wurde, abflachen sollte. Diese Preiskurve hat zur Folge, dass es wirtschaftlich vernünftig ist, möglichst schnell den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Später, wenn die Preis kaum noch steigt, ist es weder nötig – noch lohnt es sich finanziell –, die kostspieligen Entnahmetechniken einzusetzen ...

 

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Newsletter XVI vom 13. - 15. April 2021

 

Aktuelles+ 13.04.2021 - Gaskraftwerk: Ist der Strom aus Erdgas nachhaltig?

Artikel aus utopia.de

Gaskraftwerke setzen Treibhausgase frei, dennoch nehmen sie bei der Energiewende eine besondere Stellung ein. Worum es dabei geht und wie nachhaltig die Methode ist, liest du hier.

Gaskraftwerke sollen die Energiewende begleiten

Gaskraftwerke sind Teil des Stromnetzwerks in Deutschland. Die bestehenden Anlagen arbeiten hauptsächlich mit Erdgas, das zu den fossilen Brennstoffen gehört. Wie auch bei Kohle oder Erdöl entstehen dabei klimaschädliche Treibhausgase und CO2-Emissionen. Diese bewirken, dass sich die Erde zunehmend erwärmt und beschleunigen somit den Klimawandel.

Die Energiewende soll die Stromerzeugung ohne fossile Brennstoffe bewerkstelligen. Das Umweltbundesamt (UBA) nennt das Energieziel für 2050: Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Dafür muss ein Umbau der Energieversorgung erfolgen. Wind- und Solaranlagen ersetzten die alten Kraftwerke, die derzeit rund 40 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen verantworten.

Auch wenn Gaskraftwerke Erdgas verwenden, kommt ihnen eine spezielle Position zu. Die Bundesregierung setzt beim Umbau der Stromversorgung auf die flexiblen Gaskraftwerke, um eine lückenlose Versorgung mit Strom zu gewährleisten. Wind- oder Solarstrom sind auf gewisse Wetterbedingungen angewiesen. An windigen oder sonnigen Tagen produzieren die Anlagen oftmals mehr Strom, als die Verbraucher:innen gerade benötigen. In Zeiten mit ungünstigen Wetterbedingungen dagegen reicht die aktuelle Produktion nicht immer aus. Stromspeicher können solche Schwankungen ausgleichen ...

 

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Newsletter XV vom 06. - 12. April 2021

 

06.04.2021 - Deutsche Umwelthilfe kämpft gegen Greenwashing: Jetzt die „Dreisteste Umweltlüge“ für den Schmähpreis Goldener Geier 2021 nominieren

Artikel aus www.duh.de

• Alle Verbraucherinnen und Verbraucher können mitmachen

• Nominierungen ab sofort unter www.duh.de/GoldenerGeier

• Ziel: Enttarnung von Unternehmen, Produkten oder Dienstleistungen, die Klima- oder Umweltfreundlichkeit versprechen, aber in Wahrheit Umweltsünder sind

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ruft alle Verbraucherinnen und Verbraucher auf zum gemeinsamen Kampf gegen Greenwashing. Dazu startet der Verband den diesjährigen Goldenen Geier, den Preis für die „Dreisteste Umweltlüge 2021“. Jede und jeder kann ab sofort Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen nominieren, die Klima- oder Umweltfreundlichkeit versprechen, in Wahrheit aber Umweltsünder sind. Möglich ist das mit nur wenigen Klicks unter www.duh.de/GoldenerGeier.

 

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Newsletter XIV vom 31. März - 05. April 2021

 

Aktuelles+ 01.04.2021 - Deutschland gewährt Politisches Asyl für Julian Assange und Edward Snowden!

Halt Stopp! Nein, nein, und nochmals nein, so einfach funktioniert ein Aprilscherz nicht.

Ein ordentlicher Aprilscherz muss zumindest von ganz weit entfernt noch vorstellbar erscheinen. In der deutschen Politiklandschaft ist aber nicht genug Raum um so weit zurückzutreten. Rechte Systemkritiker aus dem Reich des Bösen, egal aus welchem, na klar, sofort und mit Kusshand. Aber wenn einer auf der schwarzen Liste der CIA steht? Never!

Asyl für Whistleblower von dieser Front kann es in Deutschland nicht geben, selbst der einfältigste Trottel kann das nicht glauben ...

 

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Newsletter XIII vom 25. März - 30. März 2021

 

Aktuelles+ 25.03.2021 - Macron, Orbán und Co. fordern „aktive“ EU-Unterstützung für Atomenergie

Artikel von Frédéric Simon aus www.euractiv.de

Eine Gruppe aus insgesamt sieben EU-Staaten, angeführt vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron, hat die Europäische Kommission im Vorfeld des heute beginnenden EU-Gipfels aufgefordert, die Kernkraft in Europa nicht länger zu „bremsen“ und Möglichkeiten zu prüfen, sie in das Regelwerk der EU für „grüne Finanzen“ aufzunehmen.

In einem Brief an die EU-Exekutive erklären die sieben Staats- und Regierungschefs offen ihre Unterstützung für die Atomenergie. Diese sei notwendig, um die Klimaziele der EU zu erreichen: „Wir sind überzeugt, dass alle verfügbaren emissionsfreien und emissionsarmen Technologien, die zur Klimaneutralität beitragen […], von der Europäischen Union nicht nur anerkannt, sondern auch aktiv unterstützt werden sollten,“ schreiben die Unterzeichner.

Weiter heißt es im auf den 19. März datierten Brief: „Dies gilt insbesondere für die Kernenergie, deren Entwicklung eines der Hauptziele des Vertrags zur Gründung der Euratom-Gemeinschaft war – und der die EU-Institutionen verpflichtet, sie zu fördern.“

Zu den Unterzeichnern gehören die Regierungschefs Frankreichs, Ungarns, der Tschechischen Republik, Polens, Rumäniens, der Slowakei und Sloweniens.

Tatsächlich wird die Kernenergie aufgrund der „Do no Significant Harm“-Regelungen von der sogenannten EU-Taxonomie für grüne Investitionen ausgeschlossen. Nach dieser Regelung erhalten Energietechnologien kein Label als grüne Anlagemöglichkeit, wenn sie Umweltziele wie die Vermeidung und Kontrolle von Umweltverschmutzung untergraben ...

 

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Newsletter XII vom 17. März - 24. März 2021

 

MiK macht Buh ...

Aktuelles+ 17.03.2021 - Urenco: Ausstieg aus der Urananreicherung in NRW wäre "Politikum ersten Ranges"

Artikel von Andreas Wilkens aus www.heise.de

Im westfälischen Gronau reichert Urenco Uran an. Das wollen die Grünen stoppen. Nun hat sich das Unternehmen dazu geäußert.

Urenco, britischer Betreiber von Urananreicherungsanlagen, wehrt sich gegen Forderungen, die Niederlassung im westfälischen Gronau (UAG) so schnell wie möglich zu schließen. Dem stünden unter anderem verfassungsrechtliche Bedenken entgegen, auch sei Deutschland vertraglich gebunden. Dort auszuscheren wäre ein "Politikum ersten Ranges", heißt es in einer Urenco-Stellungnahme für eine Anhörung zu dem Thema im Wirtschaftsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags.

Nächstes Jahr geht zwar das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz, der Ausstieg aus dieser Form der Energiegewinnung wird damit aber noch nicht abgeschlossen sein. Um den Atomausstieg zu vollenden, strebt das Bundesumweltministerium an, die Anlage in Gronau sowie auch die Brennelementefabrik in Lingen zu schließen. Die Grünen fordern nun die NRW-Landesregierung auf , die Anlage zu schließen und die Exporte von Uran und abgereichertem Uran zu beenden.

Urenco weist darauf hin , dass der Bundestag vor zwei Jahren einen Gesetzentwurf der Linken für die Stilllegung der Anlagen in Gronau und Lingen abgelehnt habe. Aus Sicht des Unternehmens würde ein Ausstieg diverse im Grundgesetz festgelegte Grundrechte verletzen wie zum Beispiel die Eigentums- und die Berufswahlfreiheit. Aus völkerrechtlicher Sicht verhinderten Verträge eine Schließung der UAG bis 2042 ...

 

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Newsletter XI vom 10. März - 16. März 2021

 

Zehn Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima:

Aktuelles+ 10.03.2021 - Deutsche Umwelthilfe warnt vor Renaissance der Atomkraft unter dem Deckmantel des Klimaschutzes

Pressemitteilung Deutsche Umwelthilfe

• Immer noch weite Flächen um den Reaktor kontaminiert, zehntausende Menschen in Notunterkünften, Krebszahlen signifikant erhöht

• In Deutschland ist der Atomausstieg immer noch nicht abgeschlossen und die Diskussion um den Standort des geplanten nuklearen Endlagers hat gerade begonnen

• Neue Reaktorpläne sind allein durch wirtschaftliche Gewinnerwartungen getrieben und gefährden den Klimaschutz

Zehn Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima sind aus den havarierten Kraftwerksblöcken noch immer nicht alle der 1.500 hoch radioaktiven Brennstäbe geborgen und unschädlich gemacht. Nach Schätzung der japanischen Regierung belaufen sich die finanziellen Kosten der Katastrophe inzwischen auf 170 Milliarden Euro. Das menschlich Leid durch die nach wie vor andauernde Vertreibung der Anwohner der havarierten Anlage sowie weiterhin signifikant erhöhte Krebszahlen kommt hinzu.

Doch während das Kapitel Fukushima immer noch nicht abgeschlossen ist, bereitet die Atomlobby in Deutschland und weltweit unter dem Deckmantel des Klimaschutzes die Rückkehr der Risikotechnologie Atomkraft vor, warnt die Deutsche Umwelthilfe (DUH). So propagiert etwa Milliardär und Großinvestor Bill Gates modulare Mini-Atomkraftwerke. Sie werden beispielsweise von der Firma Terra Power entwickelt, an der Gates selbst Anteile hält. Doch sie lösen keines der Probleme der verheerenden Atomtechnik wie wir sie kennen ...

 

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Newsletter X vom 03. März - 09. März 2021

 

Aktuelles+ 03.03.2021 - Radioaktivität nährt tiefe Biosphäre

Radioaktiver Zerfall liefert Mikroben im tiefen Sediment ihre Lebensgrundlagen

Artikel aus www.scinexx.de

Strahlende Nahrungsquelle: Ein Großteil der Lebenswelt in tiefen Sedimenten wird von Radioaktivität angetrieben – vom natürlichen Zerfall radioaktiver Elemente, wie nun eine Studie bestätigt. Denn die dabei freiwerdende Strahlung erzeugt Wasserstoff und andere für die Mikroben lebenswichtige Moleküle. In nassem Sediment entsteht dabei besonders viel strahlenbedingter Wasserstoff– das könnte Konsequenzen für atomare Endlager haben.

Ob kilometertief unter dem Meeresgrund oder im „Keller“ der Kontinente: Trotz Dauerdunkel, kargen Nährstoffen und hohem Druck existiert eine vielfältige Gemeinschaft verschiedenster Mikroben und Kleinstorganismen. Die Biomasse dieser tiefen Biosphäre entspricht mindestens der der oberirdischen Lebenswelt und umfasst Quadrilliarden von Zellen. Diese überdauern die Härten der Tiefe nicht etwa passiv und im Sparmodus, sondern betreiben aktiven Stoffwechsel und vermehren sich sogar.

Wasserstoff als Energielieferant

Doch woher nehmen diese Tiefenbewohner ihre Energie? Aus Untersuchungen des kontinentalen Untergrunds weiß man, dass viele dieser Mikroben Wasserstoff als chemischen Treibstoff für ihren Stoffwechsel benutzen. In Verbindung mit Chemikalien aus den Gesteinsmineralen gewinnen die Organismen aus ihm Energie und Nahrung. Der Wasserstoff wiederum wird teilweise bei chemischen Reaktionen frei, die durch natürliche radioaktive Zerfälle im Untergrund angestoßen werden ...

 

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Newsletter IX vom 25. Februar - 02. März 2021

 

Sturzflut im Himalaya

Aktuelles+ 25.02.2021 - Auf dem Nanda Devi liegen eineinhalb Kilo Plutonium

Artikel von Bert Eder aus www.derstandard.de

Im Jahr 1965 verlor die CIA eine Nuklearbatterie im Hochgebirge. Lokalpolitiker fordern, das Gerät zu bergen

Am 7. Februar brach kurz nach Mittag ein 550 Meter breites Stück aus dem Gletscher des Ronti-Berges (6.063 Meter) im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand. Die Eismassen lösten im Rishiganga-Fluss eine Sturzflut aus, die zwei Elektrizitätswerke beschädigte, 231 Menschen kamen ums Leben.

Naturkatastrophen wie der "Himalayatsunami" 2013, bei dem 5.700 Menschen starben, ereignen sich üblicherweise mit Einsetzen der Schneeschmelze. Dass dies mitten im Winter geschah, veranlasste indische Medien zu Spekulationen, der Gletschersturz könnte durch eine vor 55 Jahren im Hochgebirge verlorene US-Spionageanlage verursacht worden sein.

Trinkwasserversorgung in Gefahr

Wissenschafter halten es für unmöglich, dass die Plutoniumbatterie, die von der CIA bezahlte Bergsteiger 1965 etwa 300 Höhenmeter unter dem Gipfel des Nanda Devi zurückgelassen haben, die Katastrophe ausgelöst haben könnte. Sollte das unter den Schneemassen begrabene Gerät allerdings undicht werden, könnte dies die Trinkwasserversorgung von Millionen Indern gefährden: Der Rishiganga mündet in den Ganges, der Millionen mit Trinkwasser versorgt ...

 

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Newsletter VIII vom 16. - 24. Februar 2021

 

Aktuelles+ 16.02.2021 - Atomkraftwerke light - GE Hitachi Nuclear Energy gründet kanadische SMR-Gesellschaft

Artikel aus www.iwr.de

Wilmington - Bei großen und milliardenschweren Atomkraftwerken mit mehr als 1000 MW Leistung ist die Zahl der weltweiten Investoren mittlerweile überschaubar, zu groß sind die Risiken. Neben dem hohen Baurisiko (Kapitalkosten und Bauzeit) sind die kaum abschätzbaren Marktrisiken (Strompreisentwicklung) ein allgegenwärtiges Problem für die Gesamtfinanzierung und Investoren solcher Mammutprojekte.

Mit sogenannten Small Modular Reactors (SMR), eine Art Atomkraftwerk light, versucht die Atomwirtschaft den Markt für Atomkraftwerke neu zu beleben. Wobei der Begriff "kleine Atomkraftwerke" auch relativ ist. GE Hitachi Nuclear Energy will in Kanada ein "kleines" Atomkraftwerk mit 300 MWe auf den Markt bringen. Das ist deutlich weniger als die aktuellen Kraftwerks-Projekte zwischen 1.000 und 1.600 MWe Leistung. 

 

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Newsletter VII vom 09. - 15. Februar 2021

 

Aktuelles+ 09.02.2021 - Atommüll - Endlager gesuchtAtommüll - Endlager gesucht

Simulierte Bürgerbeteiligung: Am Wochenende beriet erstmals die »Fachkonferenz Teilgebiete«. Regie führt das Atommüllbundesamt

Artikel von Andreas Riekeberg aus www.jungewelt.de

Deutschland sucht ein Atommüllendlager. So könnte man den Prozess beschreiben, der am vergangenen Wochenende gestartet wurde. Vor zehn Jahren hatte auch im Bundestag die Erkenntnis um sich gegriffen, dass eine Einlagerung der Castorbehälter mit den abgebrannten Brennelementen in den Salzstock Gorleben unverantwortlich wäre. Daraufhin war eine Endlagerkommission eingesetzt worden, diese hatte einen Suchprozess vorgeschlagen und der Bundestag daraufhin das Standortauswahlgesetz (StandAG) beschlossen. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hatte in der Folge einen Bericht über die Teile des Bundesgebietes erarbeitet, die für den Standort eines Endlagers prinzipiell in Frage kommen. Dieser ist nun öffentlich zu beraten.

Am Wochenende kamen zum ersten Beratungstermin der »Fachkonferenz Teilgebiete« rund 400 Teilnehmer aus den vier Gruppen »Gebietskörperschaften« (die größte Gruppe), »Bürger«, »Gesellschaftliche Organisationen«und »Wissenschaft« sowie weitere 400 Beobachter online zusammen. In sechs parallelen Strängen absolvierten sie zwanzig Workshops. Schon im Vorfeld der Veranstaltung hatten Kritiker befürchtet, dass das digitale Format keine ausreichende Bürgerbeteiligung ermöglichen würde. Die Kritik wurde durch den Verlauf der Veranstaltung insgesamt bestätigt ...

 

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Newsletter VI vom 02. - 08. Februar 2021

 

Aktuelles+
02.02.2021 - Ökostrom - Sicher durch die Dunkelflaute
Sicher durch die Dunkelflaute

Wenig Wind, kaum Sonne - im Januar schwächelten Windräder und Solaranlagen tagelang. Wie riskant ist das für die Stromnetze?

Artikel von Ralph Diermann aus www.sueddeutsche.de

Klimaschützer hatten zum Jahresbeginn gute Gründe zu feiern: Vattenfall schaltete sein Steinkohlekraftwerk im Hamburger Stadtteil Moorburg ab, und auch im Rheinland gingen einige Kraftwerksblöcke vom Netz. Doch ausgerechnet in diesen Tagen liefen viele andere Kohlekraftwerke im Land auf Hochtouren - als wollten sie noch einmal mit aller Kraft zeigen, was sie leisten können. Kraftwerksbetreiber Leag etwa meldete, dass seine Großanlagen in der Lausitz mit voller Auslastung arbeiten. Zusammen mit den Gaskraftwerken sicherten die Kohlemeiler in diesen Tagen die Stromversorgung in Deutschland.

Denn die Windräder und Photovoltaik-Anlagen schwächelten Anfang Januar sehr. Im ganzen Bundesgebiet und vor den Küsten herrschte Flaute, auch die Sonne ließ sich kaum blicken. Im Zeitraum zwischen dem Vormittag des 6. Januar und dem Morgen des 10. Januar zum Beispiel kamen die Windenergie an Land und auf See zusammen mit der Photovoltaik nicht über zehn Gigawatt Leistung hinaus - der Stromverbrauch lag in diesen Stunden aber zwischen 51 und 74 Gigawatt. Ein ähnliches Bild zeigte sich zwischen dem 15. und 17. Januar ...

 

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Newsletter V vom 27. Januar 2020 - 01. Februar 2021

 

Aktuelles+
27.01.2021 - Anrechnung im EU-Haushalt: Fusionskosten schönen Klimabilanz

Zum EU-Klimaziel wird der Fusionsreaktor Iter nichts beitragen. Trotzdem will ihn die EU-Kommission unter Klimaschutzausgaben verbuchen.

Artikel von Malte Kreutzfeldt aus taz.de

Die Selbstverpflichtung der EU ist eindeutig: Sie will bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Und damit das auch gelingt, sollen künftig mindestens 30 Prozent aller Ausgaben der EU dem Erreichen dieses Klimaziels dienen. So hat es der Europäische Rat im vergangenen Sommer beschlossen.

Doch bei der Frage, was zur Klimaneutralität bis 2050 beiträgt, nimmt die EU-Kommission es mit den Fakten nicht so genau. Denn auf die geforderte Quote will sie nach taz-Informationen auch sämtliche Ausgaben anrechnen, mit denen sich die EU an den Kosten des Fusionsreaktors Iter beteiligt. Für den Zeitraum von 2021 bis 2027 sind das rund 5,6 Milliarden Euro.

Ob dieses Geld gut investiert ist, darüber gehen die Meinungen auseinander – viele Umweltorganisationen und Grüne halten die hohen Ausgaben angesichts vieler ungelöster Probleme und unklarer Perspektiven für Geldverschwendung. Andere politische Akteure setzen große Hoffnung darauf, dass die Fusion eines Tages die gesamten Energieprobleme der Menschheit lösen werde.

Doch eins ist völlig unstrittig: Selbst glühende Befürworter des Projekts behaupten nicht, dass Iter einen Beitrag zum Erreichen der Klimaneutralität im Jahr 2050 leisten könnte ...

 

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Newsletter IV vom 22. - 26. Januar 2021

 

Aktuelles+
22. Januar 2021 - Atomwaffen: Seit heute weltweit verboten

Artikel von Geseko von Lüpke aus www.br.de

Heute erlassen die Vereinten Nationen ein weltweites Verbot von Atomwaffen. Doch nicht alle machen mit. Friedensbewegungen appellieren insbesondere an die Atommächte, dem Vertrag beizutreten. Auch Deutschland hat bislang nicht unterschrieben.

Die Friedens- und Konfliktforscher waren vergangenes Jahr alarmiert: Amerikaner und Russen brüsteten sich mit neuen Nuklear-Doktrinen, Trump und der nordkoreanische Diktator drohten sich mit "Feuer und Zorn", die iranischen Ayatollahs bastelten an der Bombe und das nukleare Arsenal der Supermächte sollte weltweit für Billionen von Dollars modernisiert werden.

Verdrängung der kaum fassbaren Zerstörungskraft

Seit über 75 Jahren lebt die Menschheit kollektiv unter dem Damoklesschwert der nuklearen Vernichtung. Am 6. August 1945 explodierte die amerikanische Atombombe mit dem absurden Namen "Little Boy" über der japanischen Stadt Hiroshima und tötete auf den Schlag 67.000 Menschen.

Der Moment des Bombenabwurfs über Hiroshima war zugleich die Geburtsstunde einer weltweiten Friedensbewegung, die allerdings lange im Schatten des Kalten Krieges unsichtbar blieb. Seit den Ostermärschen der 60er-Jahre aber wuchs das öffentliche Bewusstsein, dass es die Aufgabe engagierter Bürger sein musste, die schreckliche Waffe nicht einfach in den Händen der Militärs zu belassen, sondern alles zu tun, um durch Menschenhand abzuschaffen, was Menschen erschaffen hatten: Die Atombombe ...

 

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Newsletter III vom 15. - 21. Januar 2021

 

Aktuelles+
15. Januar 2021 - Neues Geld für neue Atomreaktoren

Artikel von Alex Rosen aus www.ippnw.de

Warum Staaten eine gescheiterte Energieform subventionieren

In den USA wird diesen Monat ein neuer Präsident vereidigt. Seine Regierung hat sich vorgenommen, die weltweite Klimakrise ernst zu nehmen und, anders als sein Vorgänger, konsequent auf eine Reduktion der CO2-Produktion hinzuarbeiten. Das klingt in europäischen Ohren zunächst vielversprechend. Dann folgt aber der Haken: Die versprochene klimapolitische Neuausrichtung beinhaltet nicht nur den Ausbau von Erneuerbaren Energien, sondern auch massive Subventionen für die Atomindustrie.

Wie alle Vorgängerregierungen seit dem Zweiten Weltkrieg setzt auch Biden darauf, die zivile Atomindustrie mit massiven Staatshilfen zu unterstützen – wohlgemerkt, eine Branche, die seit rund 70 Jahren auch nur dank massiver Subventionen existiert und daher nicht gerade im Verdacht stehen sollte, “Anschubfinanzierung” zu benötigen. In seinem Wahlprogramm schreibt Biden, er wolle eine Agentur gründen, die Forschung und Entwicklung von ‘kleinen modularen Reaktoren’ (‘small modular reactors’ oder SMR) vorantreiben soll. Solche Reaktoren kennt man bereits von atomar betriebenen U-Booten und Flugzeugträgern. Nun sollen sie in großem Stil gebaut und in alle Welt exportiert werden. Produktionsreif sind diese SMR noch lange nicht, dennoch wird schon jetzt so getan, als seien sie die Zukunft der Energiegewinnung ...

 

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Newsletter II vom 08. - 14. Januar 2021

 

Aktuelles+
08. Januar 2021 - Europäische Organisation für Zusammenarbeit bei der Abfallentsorgung gegründet

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Die Europäische Organisation für die Entwicklung von Endlagern (ERDO) wurde gestern von Dänemark, Norwegen und den Niederlanden ins Leben gerufen, weitere Länder werden voraussichtlich bald beitreten. Ziel der Organisation ist es, dass die Mitgliedsländer zusammenarbeiten, um die gemeinsamen Herausforderungen bei der sicheren Entsorgung langlebiger radioaktiver Abfälle anzugehen, einschließlich der Einrichtung gemeinsamer multinationaler geologischer Endlager.

Vor der Gründung arbeiteten die nationalen Organisationen in den vergangenen 10 Jahren in der ERDO-Arbeitsgruppe zusammen. Diese wurde mit Unterstützung von 10 Mitgliedsstaaten im Jahr 2009 gegründet, nachdem umfassende Machbarkeitsstudien (die SAPPIER-Projekte) zur multinationalen Endlagerung in Europa durchgeführt wurden, die von der Arius Association organisiert und von der Europäischen Kommission finanziert wurden. Vierzehn europäische Länder waren an SAPPIER beteiligt und 13 sind oder waren in den letzten zehn Jahren an der Arbeit von ERDO beteiligt ...

Übersetzt mit https://www.deepL.com/translator (kostenlose Version)

 

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Newsletter I vom 01. - 08. Januar 2021

 

Aktuelles+
04. Januar 2021 - Strahlenbelastung in Fukushima: Zwischen Lüge und Selbstbetrug

Artikel von Martin Fritz aus taz.de

Fast zehn Jahre nach der Reaktorkatastophe ist klar: Betreiber und Staat können ihr Aufräumversprechen nicht halten.

Schon wenige Monate nach den Kernschmelzen im Jahr 2011 in drei der sechs Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi trafen der Betreiber The Tokyo Electric Power Co., im Ausland bekannt unter dem Kürzel Tepco, und die japanische Regierung, damals schon der De-facto-Eigentümer des Stromkonzerns, eine Vereinbarung: den geschmolzenen Kernbrennstoff wolle man binnen eines Jahrzehnts aus den zerstörten Meilern bergen.

Schon damals schüttelten Kenner angesichts des ehrgeizigen Zeitplans den Kopf. Man vermutete bereits kurz nach der Katastrophe, dass die geschmolzenen Reaktorkerne zumindest teilweise aus ihren Druckbehältern ausgetreten und in die Sicherheitsbehälter geflossen waren. Sollte dieses Szenario stimmen, gäbe es keine bestehende technische Lösung, um das strahlende Material, Corium genannt, aus den Meilern herauszuholen.

An dieser Einschätzung hat sich bis heute, rund zwei Monate vor dem zehnten Jahrestag der Katastrophe, wenig geändert. Doch japanische Institutionen geben keine Fehler zu, sondern weichen ihnen aus. Psychologisch formuliert: Man steckt den Kopf in den Sand und betrügt sich selbst ...

 

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