Zeitungsartikel 2021

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Newsletter IX vom 25. Februar - 02. März 2021

 

Sturzflut im Himalaya

Aktuelles+ 25.02.2021 - Auf dem Nanda Devi liegen eineinhalb Kilo Plutonium

Artikel von Bert Eder aus www.derstandard.de

Im Jahr 1965 verlor die CIA eine Nuklearbatterie im Hochgebirge. Lokalpolitiker fordern, das Gerät zu bergen

Am 7. Februar brach kurz nach Mittag ein 550 Meter breites Stück aus dem Gletscher des Ronti-Berges (6.063 Meter) im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand. Die Eismassen lösten im Rishiganga-Fluss eine Sturzflut aus, die zwei Elektrizitätswerke beschädigte, 231 Menschen kamen ums Leben.

Naturkatastrophen wie der "Himalayatsunami" 2013, bei dem 5.700 Menschen starben, ereignen sich üblicherweise mit Einsetzen der Schneeschmelze. Dass dies mitten im Winter geschah, veranlasste indische Medien zu Spekulationen, der Gletschersturz könnte durch eine vor 55 Jahren im Hochgebirge verlorene US-Spionageanlage verursacht worden sein.

Trinkwasserversorgung in Gefahr

Wissenschafter halten es für unmöglich, dass die Plutoniumbatterie, die von der CIA bezahlte Bergsteiger 1965 etwa 300 Höhenmeter unter dem Gipfel des Nanda Devi zurückgelassen haben, die Katastrophe ausgelöst haben könnte. Sollte das unter den Schneemassen begrabene Gerät allerdings undicht werden, könnte dies die Trinkwasserversorgung von Millionen Indern gefährden: Der Rishiganga mündet in den Ganges, der Millionen mit Trinkwasser versorgt ...

 

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Newsletter VIII vom 16. - 24. Februar 2021

 

Aktuelles+ 16.02.2021 - Atomkraftwerke light - GE Hitachi Nuclear Energy gründet kanadische SMR-Gesellschaft

Artikel aus www.iwr.de

Wilmington - Bei großen und milliardenschweren Atomkraftwerken mit mehr als 1000 MW Leistung ist die Zahl der weltweiten Investoren mittlerweile überschaubar, zu groß sind die Risiken. Neben dem hohen Baurisiko (Kapitalkosten und Bauzeit) sind die kaum abschätzbaren Marktrisiken (Strompreisentwicklung) ein allgegenwärtiges Problem für die Gesamtfinanzierung und Investoren solcher Mammutprojekte.

Mit sogenannten Small Modular Reactors (SMR), eine Art Atomkraftwerk light, versucht die Atomwirtschaft den Markt für Atomkraftwerke neu zu beleben. Wobei der Begriff "kleine Atomkraftwerke" auch relativ ist. GE Hitachi Nuclear Energy will in Kanada ein "kleines" Atomkraftwerk mit 300 MWe auf den Markt bringen. Das ist deutlich weniger als die aktuellen Kraftwerks-Projekte zwischen 1.000 und 1.600 MWe Leistung. 

 

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Newsletter VII vom 09. - 15. Februar 2021

 

Aktuelles+ 09.02.2021 - Atommüll - Endlager gesuchtAtommüll - Endlager gesucht

Simulierte Bürgerbeteiligung: Am Wochenende beriet erstmals die »Fachkonferenz Teilgebiete«. Regie führt das Atommüllbundesamt

Artikel von Andreas Riekeberg aus www.jungewelt.de

Deutschland sucht ein Atommüllendlager. So könnte man den Prozess beschreiben, der am vergangenen Wochenende gestartet wurde. Vor zehn Jahren hatte auch im Bundestag die Erkenntnis um sich gegriffen, dass eine Einlagerung der Castorbehälter mit den abgebrannten Brennelementen in den Salzstock Gorleben unverantwortlich wäre. Daraufhin war eine Endlagerkommission eingesetzt worden, diese hatte einen Suchprozess vorgeschlagen und der Bundestag daraufhin das Standortauswahlgesetz (StandAG) beschlossen. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hatte in der Folge einen Bericht über die Teile des Bundesgebietes erarbeitet, die für den Standort eines Endlagers prinzipiell in Frage kommen. Dieser ist nun öffentlich zu beraten.

Am Wochenende kamen zum ersten Beratungstermin der »Fachkonferenz Teilgebiete« rund 400 Teilnehmer aus den vier Gruppen »Gebietskörperschaften« (die größte Gruppe), »Bürger«, »Gesellschaftliche Organisationen«und »Wissenschaft« sowie weitere 400 Beobachter online zusammen. In sechs parallelen Strängen absolvierten sie zwanzig Workshops. Schon im Vorfeld der Veranstaltung hatten Kritiker befürchtet, dass das digitale Format keine ausreichende Bürgerbeteiligung ermöglichen würde. Die Kritik wurde durch den Verlauf der Veranstaltung insgesamt bestätigt ...

 

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Newsletter VI vom 02. - 08. Februar 2021

 

Aktuelles+
02.02.2021 - Ökostrom - Sicher durch die Dunkelflaute
Sicher durch die Dunkelflaute

Wenig Wind, kaum Sonne - im Januar schwächelten Windräder und Solaranlagen tagelang. Wie riskant ist das für die Stromnetze?

Artikel von Ralph Diermann aus www.sueddeutsche.de

Klimaschützer hatten zum Jahresbeginn gute Gründe zu feiern: Vattenfall schaltete sein Steinkohlekraftwerk im Hamburger Stadtteil Moorburg ab, und auch im Rheinland gingen einige Kraftwerksblöcke vom Netz. Doch ausgerechnet in diesen Tagen liefen viele andere Kohlekraftwerke im Land auf Hochtouren - als wollten sie noch einmal mit aller Kraft zeigen, was sie leisten können. Kraftwerksbetreiber Leag etwa meldete, dass seine Großanlagen in der Lausitz mit voller Auslastung arbeiten. Zusammen mit den Gaskraftwerken sicherten die Kohlemeiler in diesen Tagen die Stromversorgung in Deutschland.

Denn die Windräder und Photovoltaik-Anlagen schwächelten Anfang Januar sehr. Im ganzen Bundesgebiet und vor den Küsten herrschte Flaute, auch die Sonne ließ sich kaum blicken. Im Zeitraum zwischen dem Vormittag des 6. Januar und dem Morgen des 10. Januar zum Beispiel kamen die Windenergie an Land und auf See zusammen mit der Photovoltaik nicht über zehn Gigawatt Leistung hinaus - der Stromverbrauch lag in diesen Stunden aber zwischen 51 und 74 Gigawatt. Ein ähnliches Bild zeigte sich zwischen dem 15. und 17. Januar ...

 

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Newsletter V vom 27. Januar 2020 - 01. Februar 2021

 

Aktuelles+
27.01.2021 - Anrechnung im EU-Haushalt: Fusionskosten schönen Klimabilanz

Zum EU-Klimaziel wird der Fusionsreaktor Iter nichts beitragen. Trotzdem will ihn die EU-Kommission unter Klimaschutzausgaben verbuchen.

Artikel von Malte Kreutzfeldt aus taz.de

Die Selbstverpflichtung der EU ist eindeutig: Sie will bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Und damit das auch gelingt, sollen künftig mindestens 30 Prozent aller Ausgaben der EU dem Erreichen dieses Klimaziels dienen. So hat es der Europäische Rat im vergangenen Sommer beschlossen.

Doch bei der Frage, was zur Klimaneutralität bis 2050 beiträgt, nimmt die EU-Kommission es mit den Fakten nicht so genau. Denn auf die geforderte Quote will sie nach taz-Informationen auch sämtliche Ausgaben anrechnen, mit denen sich die EU an den Kosten des Fusionsreaktors Iter beteiligt. Für den Zeitraum von 2021 bis 2027 sind das rund 5,6 Milliarden Euro.

Ob dieses Geld gut investiert ist, darüber gehen die Meinungen auseinander – viele Umweltorganisationen und Grüne halten die hohen Ausgaben angesichts vieler ungelöster Probleme und unklarer Perspektiven für Geldverschwendung. Andere politische Akteure setzen große Hoffnung darauf, dass die Fusion eines Tages die gesamten Energieprobleme der Menschheit lösen werde.

Doch eins ist völlig unstrittig: Selbst glühende Befürworter des Projekts behaupten nicht, dass Iter einen Beitrag zum Erreichen der Klimaneutralität im Jahr 2050 leisten könnte ...

 

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Newsletter IV vom 22. - 26. Januar 2021

 

Aktuelles+
22. Januar 2021 - Atomwaffen: Seit heute weltweit verboten

Artikel von Geseko von Lüpke aus www.br.de

Heute erlassen die Vereinten Nationen ein weltweites Verbot von Atomwaffen. Doch nicht alle machen mit. Friedensbewegungen appellieren insbesondere an die Atommächte, dem Vertrag beizutreten. Auch Deutschland hat bislang nicht unterschrieben.

Die Friedens- und Konfliktforscher waren vergangenes Jahr alarmiert: Amerikaner und Russen brüsteten sich mit neuen Nuklear-Doktrinen, Trump und der nordkoreanische Diktator drohten sich mit "Feuer und Zorn", die iranischen Ayatollahs bastelten an der Bombe und das nukleare Arsenal der Supermächte sollte weltweit für Billionen von Dollars modernisiert werden.

Verdrängung der kaum fassbaren Zerstörungskraft

Seit über 75 Jahren lebt die Menschheit kollektiv unter dem Damoklesschwert der nuklearen Vernichtung. Am 6. August 1945 explodierte die amerikanische Atombombe mit dem absurden Namen "Little Boy" über der japanischen Stadt Hiroshima und tötete auf den Schlag 67.000 Menschen.

Der Moment des Bombenabwurfs über Hiroshima war zugleich die Geburtsstunde einer weltweiten Friedensbewegung, die allerdings lange im Schatten des Kalten Krieges unsichtbar blieb. Seit den Ostermärschen der 60er-Jahre aber wuchs das öffentliche Bewusstsein, dass es die Aufgabe engagierter Bürger sein musste, die schreckliche Waffe nicht einfach in den Händen der Militärs zu belassen, sondern alles zu tun, um durch Menschenhand abzuschaffen, was Menschen erschaffen hatten: Die Atombombe ...

 

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Newsletter III vom 15. - 21. Januar 2021

 

Aktuelles+
15. Januar 2021 - Neues Geld für neue Atomreaktoren

Artikel von Alex Rosen aus www.ippnw.de

Warum Staaten eine gescheiterte Energieform subventionieren

In den USA wird diesen Monat ein neuer Präsident vereidigt. Seine Regierung hat sich vorgenommen, die weltweite Klimakrise ernst zu nehmen und, anders als sein Vorgänger, konsequent auf eine Reduktion der CO2-Produktion hinzuarbeiten. Das klingt in europäischen Ohren zunächst vielversprechend. Dann folgt aber der Haken: Die versprochene klimapolitische Neuausrichtung beinhaltet nicht nur den Ausbau von Erneuerbaren Energien, sondern auch massive Subventionen für die Atomindustrie.

Wie alle Vorgängerregierungen seit dem Zweiten Weltkrieg setzt auch Biden darauf, die zivile Atomindustrie mit massiven Staatshilfen zu unterstützen – wohlgemerkt, eine Branche, die seit rund 70 Jahren auch nur dank massiver Subventionen existiert und daher nicht gerade im Verdacht stehen sollte, “Anschubfinanzierung” zu benötigen. In seinem Wahlprogramm schreibt Biden, er wolle eine Agentur gründen, die Forschung und Entwicklung von ‘kleinen modularen Reaktoren’ (‘small modular reactors’ oder SMR) vorantreiben soll. Solche Reaktoren kennt man bereits von atomar betriebenen U-Booten und Flugzeugträgern. Nun sollen sie in großem Stil gebaut und in alle Welt exportiert werden. Produktionsreif sind diese SMR noch lange nicht, dennoch wird schon jetzt so getan, als seien sie die Zukunft der Energiegewinnung ...

 

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Newsletter II vom 08. - 14. Januar 2021

 

Aktuelles+
08. Januar 2021 - Europäische Organisation für Zusammenarbeit bei der Abfallentsorgung gegründet

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Die Europäische Organisation für die Entwicklung von Endlagern (ERDO) wurde gestern von Dänemark, Norwegen und den Niederlanden ins Leben gerufen, weitere Länder werden voraussichtlich bald beitreten. Ziel der Organisation ist es, dass die Mitgliedsländer zusammenarbeiten, um die gemeinsamen Herausforderungen bei der sicheren Entsorgung langlebiger radioaktiver Abfälle anzugehen, einschließlich der Einrichtung gemeinsamer multinationaler geologischer Endlager.

Vor der Gründung arbeiteten die nationalen Organisationen in den vergangenen 10 Jahren in der ERDO-Arbeitsgruppe zusammen. Diese wurde mit Unterstützung von 10 Mitgliedsstaaten im Jahr 2009 gegründet, nachdem umfassende Machbarkeitsstudien (die SAPPIER-Projekte) zur multinationalen Endlagerung in Europa durchgeführt wurden, die von der Arius Association organisiert und von der Europäischen Kommission finanziert wurden. Vierzehn europäische Länder waren an SAPPIER beteiligt und 13 sind oder waren in den letzten zehn Jahren an der Arbeit von ERDO beteiligt ...

Übersetzt mit https://www.deepL.com/translator (kostenlose Version)

 

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Newsletter I vom 01. - 08. Januar 2021

 

Aktuelles+
04. Januar 2021 - Strahlenbelastung in Fukushima: Zwischen Lüge und Selbstbetrug

Artikel von Martin Fritz aus taz.de

Fast zehn Jahre nach der Reaktorkatastophe ist klar: Betreiber und Staat können ihr Aufräumversprechen nicht halten.

Schon wenige Monate nach den Kernschmelzen im Jahr 2011 in drei der sechs Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi trafen der Betreiber The Tokyo Electric Power Co., im Ausland bekannt unter dem Kürzel Tepco, und die japanische Regierung, damals schon der De-facto-Eigentümer des Stromkonzerns, eine Vereinbarung: den geschmolzenen Kernbrennstoff wolle man binnen eines Jahrzehnts aus den zerstörten Meilern bergen.

Schon damals schüttelten Kenner angesichts des ehrgeizigen Zeitplans den Kopf. Man vermutete bereits kurz nach der Katastrophe, dass die geschmolzenen Reaktorkerne zumindest teilweise aus ihren Druckbehältern ausgetreten und in die Sicherheitsbehälter geflossen waren. Sollte dieses Szenario stimmen, gäbe es keine bestehende technische Lösung, um das strahlende Material, Corium genannt, aus den Meilern herauszuholen.

An dieser Einschätzung hat sich bis heute, rund zwei Monate vor dem zehnten Jahrestag der Katastrophe, wenig geändert. Doch japanische Institutionen geben keine Fehler zu, sondern weichen ihnen aus. Psychologisch formuliert: Man steckt den Kopf in den Sand und betrügt sich selbst ...

 

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