Newsletter XX 2023

14. bis 20. Mai

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

Nuclear Power Accidents

Diese PDF-Datei enthält eine Liste von Unfällen und Freisetzungen von Radioaktivität. Einige dieser Informationen gelangten nur unter schwierigsten Bedingungen an die Öffentlichkeit. Sobald neue Informationen auftauchen, wird diese Liste erweitert und aktualisiert ...

Auszug für diesen Monat:

1. Mai 1968 (INES 4 | NAMS 4,6) Atomfabrik Sellafield, GBR

1. Mai 1962 (franz. Atomtest "Beryl") In Ekker, FRA

2. Mai 1967 (INES 4) Akw Chapelcross, GBR

4. Mai 1986 (INES 0 Klass.?) Akw THTR 300, DEU

7. Mai 2007 (INES 1) Akw Philipsburg, DEU

7. Mai 1966 (INES 4) Forschungsinstitut RIAR, Melekess, UdSSR

11. bis 13. Mai 1998 (6 Atombombentests) Pokhran, IND

11. Mai 1969 (INES 5 | NAMS 2,3) Rocky Flats, USA

12. Mai 1988 (INES 2) Akw Civaux, FRA

13. Mai 1978 (INES ? Klass.?) Akw AVR Jülich, DEU

18. Mai 1974 (Indiens 1. Atombombentest) Pokhran, IND

21. Mai 1946 (INES 4) Tödlicher Unfall in Los Alamos, USA

22. Mai 1968 (Broken Arrow) USS Scorpion sank sw. der Azoren, USA

24. Mai 1958 (INES ? Klass.?) Akw NRU Chalk River, CAN

25. Mai 2009 (Nordkoreas 2. Atombombentest) Punggye-ri, PRK

26. Mai 1971 (INES 4 | Klass.?) Kurtschatow-Institut, Moskau, UdSSR

27. Mai 1956 (US-Atombombentests) Eniwetok und Bikini, USA

28. bis 30. Mai 1998 (6 pakistanische Atombombentests) Ras Koh, PAK

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Wir suchen aktuelle Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an: nukleare-welt@reaktorpleite.de

 


20. Mai


 

Japan | TEPCOSicherheitsmängel

Immer noch gravierende Sicherheitsmängel

Japans Atomaufsicht entscheidet gegen TEPCO

Japans Atomaufsichtsbehörde (NRA) hat beschlossen, das Verbot der Verlagerung von Kernbrennstoffen innerhalb des Atomkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa aufrecht zu halten. Dies stellt ein Rückschlag für die Pläne von TEPCO dar, den Reaktor Nr. 7 bald wieder ans Netz zu bringen.

Die Behörde erklärte, dass man das Verbot nicht aufheben kann, da man die Sicherheitsinspektionen in der Anlage bisher nicht abschließen konnte.

TEPCO plant, Reaktoren im Oktober wieder in den Betrieb zu nehmen

Eigentlich plant TEPCO, den Reaktor Nr. 7 des Atomkraftwerks im Oktober wieder in Betrieb zu nehmen. Mit dem Verbot der Verlagerung von Kernbrennstoffen ist dieser Plan aber nicht umsetzbar ...

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TrinkwasserPFASBodensee

Gewässerschutzkommission fordert Verbot

Experten warnen: Zu viel Chemikalien im Bodensee

Im Trinkwasserspeicher Bodensee gibt es zu hohe Konzentrationen von schädlichen Industriechemikalien, sogenannten PFAS. Die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee fordert ein Verbot der Stoffe.

Untersuchungen im Bodensee haben zu hohe Konzentrationen der Schadstoffgruppe PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) ergeben. Das teilte die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) am Freitag nach ihrer jüngsten Sitzung im thurgauischen Ermatingen mit.

Bis zu achtmal so viel PFOS im Bodensee wie erlaubt

Besonders ein Stoff, das PFOS (Perfluoroctansulfonsäure), liege in einem für die Gesundheit von Menschen sowie fischfressenden Vögeln und Säugern relevanten Bereich, heißt es in einer Pressemitteilung ...

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Mit Wind heizenErneuerbare Energien Gesetz EEGBürgerenergie

Windräder könnten Dörfer heizen – könnten!

Wenn zu viel Windenergie ins Stromnetz kommt, werden Anlagen abgeregelt. Dabei könnte die überschüssige Energie auch für Wärme genutzt werden – regional. Also genau das, was die Ampelregierung will. Doch ausgerechnet das Erneuerbare-Energien-Gesetz verhindert, dass ältere Windkraftanlagen dafür genutzt werden können.

Warmes Wasser fließt aus der Leitung. Das klingt unspektakulär. Allerdings wird das Wasser in Nechlin vor allem durch Wind erhitzt. In dem Ort in der Uckermark steht der erste Windwärmespeicher der Welt. Eigentlich ein Vorbild für Heizen ohne fossile Energien – und günstig. Nur: Das Nachahmen wird den Kommunen gerade per Gesetz extrem erschwert.

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War laut EEG verboten: Einspeisen und Eigenstrom

Mit dem Betreiber von drei neuen Anlagen hatte Stadtrat Thorsten Breitschuh gesprochen. Der speise nach EEG ins Stromnetz ein. "Und bis jetzt war es ja verboten, parallel ins EEG einzuspeisen und Eigenstrom zu entnehmen. Das heißt, er müsste aus dem EEG rausgehen. Das ist finanziell überhaupt nicht darstellbar." Der Betreiber müsste also auf die staatliche Förderung verzichten.

Dagegen könnte man laut Breitschuh bei jetzt neugebauten Anlagen im EEG einspeisen und den Abregelstrom selbst nutzen. "Das geht aber erst seit diesem Jahr. Das heißt, man kommt aus wirtschaftlichen Gründen an den Strom aus den alten Anlagen nicht heran. Den wird keiner für die Wärme zur Verfügung stellen." ...

 


19. Mai


 

Slowakei

Slowakei: Gericht spricht Millionär nach Journalistenmord frei

Bratislava. Mehr als fünf Jahre nach dem Doppelmord an einem slowakischen Enthüllungsjournalisten und dessen Verlobter ist der Millionär Marian Kocner freigesprochen worden. Ein Sondergericht in der Nähe von Bratislava kam am Freitag zum Schluss, dass dem Unternehmer nicht nachgewiesen werden könne, dass er die Ermordung des Journalisten Jan Kuciak und dessen Freundin in Auftrag gab. Dagegen wurde die Mitangeklagte Alena Z. zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.

Der Fall hatte international Schlagzeilen gemacht. Allgemein war mit Kocners Verurteilung gerechnet worden. Der Millionär verbüßt wegen anderer Delikte derzeit eine mehrjährige Haftstrafe. Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova (beide 27) waren im Februar 2018 in ihrem Haus im Dorf Velka Maca erschossen worden. Der Journalist hatte über kriminelle Verstrickungen von Politik und Unternehmern wie Kocner berichtet ...

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Letzte Generation | GewaltWut

Gewalt gegen Kli­ma­ak­ti­vis­t:in­nen:

Sie nennen es Notwehr

Bei Straßenblockaden kommt es oft zu Gewalt. Wie kommt es, dass sich so viele Menschen von den Aktionen der Letzten Generation angegriffen fühlen?

BERLIN taz | Als der Mann mit der Faust ausholt, macht sich Irma Trommer schon auf den Schmerz gefasst. Sie kneift ihre Augen zusammen und wartet auf den Aufprall. Aber dann schlägt die Faust nicht zu. Kurz vor ihrem Gesicht bleibt sie stehen und formt eine Pistole. So bleibt ihr Besitzer dann stehen und posiert für Fotos.

Trommer ist vor knapp eineinhalb Jahren zur Letzten Generation gestoßen. Davor hatte sie sich vereinzelt politisch engagiert. Auf Usedom, wo sie lebte, waren die Angebote aber nicht gerade üppig gesät. Mit einem Umzug nach Berlin änderte sich das schlagartig. Durch Freunde wurde sie auf die Letzte Generation aufmerksam und machte mit – zunächst mit der Kamera als Fotografin, später nahm sie selbst den Sekundenkleber in die Hand und brachte damit Autos zum Stehen.

Mittlerweile ist es für Trommer Teil ihres Aktivismus, dass sie dabei Gewalt erlebt. Menschen schleifen sie über die Straße, zerren an ihrer festgeklebten Hand, schieben sie mit der Motorhaube vor sich her. Wenn die Wand an Autos und Lastwagen vor ihr anfängt zu hupen, fühlt sie sich taub in dem ganzen Lärm.

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Irma Trommer wird weiter Straßen fürs Klima blockieren, sagt sie. Trotz der Gewalt, die sie fast mit Sicherheit wieder erleben wird. Immerhin: Die Wut, die daraus spricht, ist das Ende der Gleichgültigkeit.

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Batterie Technik | Lithium | Grafit | Silizium

Revolution am Minuspol: Kommt jetzt das superschnelle Laden?

Batterien sind immer leistungsfähiger geworden – doch die Anode, der Minuspol der Zellen, hat sich kaum verändert. Ein niederländisches Start-up will nun einen Durchbruch für Verbesserungen am Minuspol erzielt haben.

Wohl kaum eine Technologie hat in den vergangenen Jahren so eine rasante Entwicklung genommen wie die Lithium-Batterie. Gerade mal gut 30 Jahre ist es her, dass ein Team aus japanischen, kanadischen und britischen Elektrochemikern die Lithium-Ionen-Zelle entwickelt hat.

[...]

In Zahlen hat die Lithium-Ionen-Zelle ihre Energiedichte – also die Menge an Strom, die sie pro Kilogramm Gewicht oder pro Kubikzentimeter Volumen speichern kann – in den vergangenen zehn Jahren fast vervierfacht, von etwa 100 Wattstunden pro Liter auf 396. Auch die Lebensdauer hat sich vervielfacht, von rund 300 Ladezyklen auf mehr als 5000, und der Preis ist dank Massenproduktion, sparsameren Materialeinsatzes und besserer Produktionsverfahren seit 2010 um über 90 Prozent gesunken.

Doch die Lithium-Batterie heutiger Prägung hat ein Problem: ihren Minuspol. „Nahezu alle technischen und elektrochemischen Fortschritte fanden an der Kathode, dem Pluspol statt“, sagt Dirk-Uwe-Sauer, Professor für Elektrochemie an der RWTH in Aachen. „Der Minuspol, die Anode, sieht dagegen noch immer fast genauso aus wie vor 30 Jahren.“ Sie besteht aus Grafit, einer speziellen Struktur aus Kohlenstoff ...

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Klimawandel | Grundwasser | Seen

Wasserverlust in Seen

Forscher warnt vor extremen Folgen für Artenvielfalt

Auch in Deutschland leiden viele Seen unter Trockenheit und Klimawandel. Eine Gefahr für die Trinkwasserversorgung sei das zwar nicht, sagt Hydrobiologe Rinke im Interview. Für das Ökosystem könne der Mangel dennoch drastische Folgen haben.

tagesschau.de: Eine Studie hat gezeigt, dass weltweit die Hälfte aller größeren Seen Wasser verloren hat in den vergangenen Jahrzehnten. Wie ist die Situation in Deutschland?

Karsten Rinke: In der Studie sind zwar nur zwei Gewässer in Deutschland erfasst. Wir wissen aber aus anderen Untersuchungen, dass die meisten Seen in Deutschland nicht so stark in Gefahr sind, wie in anderen, trockeneren Gegenden auf der Welt. Denn die starke Verdunstung ist hierzulande nicht so hoch. Und wenn ein See mit einem Fluss verbunden ist, dann ist der Wasserpegel erst mal relativ unempfindlich gegenüber Schwankungen im Zulauf.

Problematisch ist es allerdings bei Grundwasser-gespeisten Seen. Das sind zum Beispiel alle Baggerseen, und regional betrachtet viele Seen im brandenburgischen und auch im norddeutschen Raum. Die sind sehr empfindlich, wenn der Grundwasserspiegel nach unten geht. Und wir sehen seit 2018, dass diese Gewässer kleiner werden oder teilweise auch bereits ausgetrocknet sind ...

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Frankreich | Wasserstoff Grün | Farben

Frankreich verzögert Verabschiedung des EU-Gesetzes zu Erneuerbaren

Die formelle Verabschiedung der EU-Richtlinie über erneuerbare Energien wurde verschoben, nachdem Paris in letzter Minute Einspruch erhoben hatte. Paris fordert weitere „Garantien“ für kohlenstoffarmen Wasserstoff aus Kernkraft.

Die Richtlinie über erneuerbare Energien (RED) stand am Mittwoch (17. Mai) vor der formellen Verabschiedung, nachdem die Mitgliedstaaten der EU und das Europäische Parlament am 30. März eine vorläufige politische Einigung erzielt hatten.

[...]

Die Verzögerung erinnert an den Streit, der bei der endgültigen Einigung über die CO2-Normen für Kraftfahrzeuge entstanden ist. Einige befürchten, dass damit ein Präzedenzfall geschaffen wurde, bei dem große Mitgliedstaaten der EU ihr Gewicht in die Waagschale werfen, um Zugeständnisse zu erhalten ...

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Der Ukraine-Krieg und seine Folgen | Die Bevölkerung leidet

Mehr als 24 Prozent der ukrainischen Bevölkerung ist verarmt

Krieg als schwere soziale Bürde: Tausende Strömen in die Pfandhäuser, um persönlichen Besitz aus Bargeldmangel zu beleihen. In Kirchen, wie in der Stadt Irpin, werden Tafeln zur Verteilung von Brot und Nahrungsmitteln eingerichtet

In eines der Kiewer Pfandhäuser ist Oleksandra (40), eine gut gekleidete Frau in Wollmantel mit Kapuze und Nike-Turnschuhen, gekommen, um ihre Nähmaschine einzulösen ...

 


18. Mai


 

Frankreich | EDF und EPR | Flamanville | Hinkley Point

Atomkraft: Frankreich beschleunigt Fahrt in eine Sackgasse

Gesetz zum schnelleren Bau neuer AKW beschlossen: enorm teuer und riskant. In Deutschland sind Strompreise nach Abschaltung nicht gestiegen.

Bevor es um das Atomstromland Frankreich geht, zunächst eine gute Nachricht für deutsche Verbraucher. Die bringt die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, mit Blick nach Bayern sarkastisch auf den Punkt: "Ich fürchte, Markus Söder muss jetzt ganz stark sein …"

[...]

Beim EPR-Neubau in Flamanville wechseln sich die Probleme ab. Er sollte eigentlich schon seit elf Jahren Strom liefern. Bisher liefert er aber nur immer höhere Rechnungen. Die Kosten sind von geplanten 3,3 auf fast 20 Milliarden Euro explodiert. Dazu kommen noch andere Schwierigkeiten.

Der Druckwasserreaktor EPR hat elementare Sicherheits- und Designprobleme. Deshalb soll es nun um einen "EPR 2" gehen, da der EPR Konstruktionsfehler aufweist, die zum Beispiel im chinesischen Taishan schon sehr deutlich wurden.

Derlei wurde vom Kraftwerksbauer EDF, der zwischenzeitlich wieder vollständig verstaatlicht werden musste, auch beim Neubau im britischen Hinkley Point eingeräumt ...

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Nato | Verteidigung | militärisch-industrieller Komplex

Stoltenberg fordert von Deutschland mehr Geld für Verteidigung

Der Nato-Generalsekretär sieht zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung als "absolutes Minimum". Deutschland solle seine Ausgaben schnellstmöglich erhöhen.

Jens Stoltenberg hat Deutschland aufgefordert, die Verteidigungsausgaben schnellstmöglich auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. "Ich erwarte, dass alle Verbündeten, die die zwei Prozent noch nicht erreichen, das so schnell wie möglich tun", sagte der Nato-Generalsekretär dem Spiegel. "Zwei Prozent sind künftig nicht mehr das Ziel, sondern das absolute Minimum, das alle erreichen sollten – nicht erst in einem Jahrzehnt, sondern so schnell wie möglich." Deutschland bewege sich in die richtige Richtung und habe etwa entschieden, Kampfflugzeuge der fünften Generation und Hubschrauber zu kaufen ...

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Bundeswehr | Korruption | Franz Josef Strauß

Mit dem fahlen Beigeschmack von Korruption

Seit ihrer Gründung leistet sich die Bundeswehr bei der Beschaffung große Pannen. Zwei Skandale ereigneten sich in den Sechzigerjahren – bis heute halten die Probleme an.

Kaum gab es die neue Bundeswehr, gerät sie auch gleich in einen ihrer größten Beschaffungsskandale. Die Vorwürfe gegen Verantwortliche wiegen schwer. Es geht um Bestechlichkeit und Korruption. Beim Kauf des Schützenpanzers HS 30 von Hispano-Suiza stehen schwere Beschuldigungen im Raum. Bereits die Bestellung in der Schweiz ist ungewöhnlich. Schließlich geht die große Order von zunächst geplanten 16.800 Panzern an eine Firma, die bislang keine solchen Fahrzeuge hergestellt hat.

[...]

Bereits am 20. Mai 1958, ein Jahr nach der Auftragsvergabe, richtet Verteidigungsminister Franz Josef Strauß eine Kommission ein, die wirtschaftliche, technische und organisatorische Fragen rund um den HS 30 prüfen soll. Die Stückzahl wird verkleinert, aber das Programm läuft weiter. Zwischen September 1959 bis Februar 1962 erhält die Truppe 2176 HS 30 ...

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Rüstung | Sondervermögen

Wehretat: Ausgaben für Bundeswehr auf Höhenflug

Deutsche Armee auf Einkaufstour. So tricksen Militärs und Verteidigungspolitiker, um an mehr Steuermittel zu kommen. Wann wird die Bevölkerung über die wahren Kosten informiert?

Im alljährlichen Fingerhakeln um den kommenden Bundeshaushalt ist es in der Regel üblich, dass es im März zur Verabschiedung der "Mittelfristigen Finanzplanung" für die nächsten vier Jahre kommt.

Deckungslücke von 20 Milliarden Euro

Diesmal verschob Finanzminister Christian Lindner (FDP) allerdings die Veröffentlichung, nachdem sich die Regierung trotz langer und harter Verhandlungen nicht einigen konnte, wie eine Deckungslücke von 20 Milliarden Euro geschlossen werden sollte.

Als Reaktion ging der Finanzminister noch einmal ans Reißbrett, über das vorläufige Ergebnis berichtete nun Spiegel Online am 16. Mai: "Alle Ministerien sollen ihren Beitrag leisten", um die Etatlücke zu schließen.

Lediglich ein Ressort werde "verschont". Gemeint ist das Verteidigungsministerium (BMVg), dessen Haushalt – zusätzlich zum Sondervermögen – sogar noch weiter erhöht wird. Die Bundeswehr wiederum nutzt die Gelegenheit und geht seit einiger Zeit auf umfangreiche Einkaufstour, wodurch die Gelder des Sondervermögens rasch aufgebraucht sein dürften.

Gleichzeitig explodieren die Kosten für Waffenlieferungen an die Ukraine, die nicht einmal als militärische Ausgaben verbucht werden ...

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Der Atompilz steht für die Zündung von Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von Tests.Nuklearwaffen-Testgelände - Seit 1945 wurden mehr als 2050 Kernwaffentests durchgeführt.18. Mai 1974 1. indischer Atombombentest in Pokhran, IND

Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_in_Indien#Militärische_Nutzung

Dieser Atombombentest "Smiling Buddha" hatte eine Sprengkraft von etwa 8 Kilotonnen TNT-Äquivalente und wurde am 18. Mai 1974 in einer Tiefe von 107 m auf dem Armeegelände bei Pokhran (Rajasthan) in der Wüste Thar gezündet.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Smiling_Buddha

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https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kernwaffentests

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https://www.atomwaffena-z.info/heute/atomwaffenstaaten/indien.html

 


17. Mai


 

Österreichs konservativer Filz

Korruption in Österreich:

Der Selbstbedienungsladen

Ein Prozess um zwei Demoskopinnen verdeutlicht die Korruption und Manipulation in Österreich. Sie liefern Einblicke in den Filz des Ex-Kanzlers.

WIEN taz | Eine Ex-Ministerin vor dem Richter, eine Politintrige im Hintergrund und eine Prominente im Zeugenstand: Diese Mischung sorgte am Dienstag für größere Aufmerksamkeit, als Korruptionsprozesse dieser Größenordnung in Österreich normalerweise genießen.

Die prominente Zeugin wider Willen heißt Sabine Beinschab. Die Demoskopin hat indirekt den politischen Niedergang von Sebastian Kurz als Bundeskanzler und ÖVP-Chef eingeleitet. Denn 2021 wurde bekannt, dass sie im Auftrag des Kurz-Intimus Thomas Schmid, zur Tatzeit 2017 als Generalsekretär der starke Mann im Finanzministerium, geschönte Umfragen produziert hatte. Die wurden dann in der Gratiszeitung Österreich publiziert ...

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Strompreis | StromnetzStrombörse

Nord-Süd-Konflikt bei Energiekosten:

Billiger Strom für Söder

Die Bundesländer im Norden produzieren erneuerbaren Strom und halten das Preismodell für unsolidarisch. Die im Süden sehen das natürlich anders.

BERLIN taz | Es ist ein Nord-Süd-Konflikt: Die Bundesländer im Norden beklagen, dass sie zwar den meisten Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, aber nicht von günstigeren Strompreisen profitieren – beziehungsweise sogar höhere Preise bezahlen. Die Länder im Süden beharren jedoch darauf, das geltende Strompreissystem zu erhalten.

[...]

Eine Lösung läge in mehreren Preiszonen, wie sie die Länder im Norden fordern. Dann nämlich bilden sich auf den Teilmärkten regionale Preise aus Angebot und Nachfrage. Damit würde Strom in Bundesländern, die ihn überwiegend importieren, tendenziell teurer, in den Exportländern billiger.

Dabei schwanken die Preisdifferenzen: Wenn ausreichend Transportkapazitäten zwischen den Zonen vorhanden sind, bleiben die Preise weiterhin identisch, bei Netzengpässen gehen sie mehr oder weniger stark auseinander. Auch die EU drängt zunehmend auf eine Aufspaltung des deutschen Strommarkts, da die aktuelle Form auch in Nachbarländern zu Marktverwerfungen führt ...

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Klage | Pressefreiheit | Radio Dreyeckland | Indymedia

Link auf Linksunten war rechtens

Das Landgericht Karlsruhe hat Staatsanwaltschaft und Amtsgericht wegen der umstrittenen Razzien und Ermittlungen gegen den freien Sender „Radio Dreyeckland“ zurückgepfiffen. Der Sender hatte in einem Artikel auf die Archivseite des verbotenen Portals indymedia.linksunten verlinkt. Das Gericht sieht solche Verlinkungen als Teil der journalistischen Aufgaben.

Das Landgericht Karlsruhe hat gestern entschieden, die Anklage gegen einen Redakteur des Senders Radio Dreyeckland (RDL) nicht zuzulassen. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Redakteur vorgeworfen, in einem Artikel des Radiosenders auf die Archivseite der verbotenen Plattform linksunten.indymedia.org verlinkt und damit eine verbotene Organisation unterstützt zu haben. Im Zuge der Ermittlungen gab es viel kritisierte Razzien in den Redaktionsräumen und bei zwei Redakteuren, bei denen auch Computer mit umfangreicher redaktioneller Kommunikation beschlagnahmt wurden.

Das Landgericht hat nun in einem laut der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) „wegweisenden Beschluss“ verkündet, dass die Verlinkung Teil der journalistischen Aufgaben und daher keine strafbare Unterstützung einer verbotenen Vereinigung sei. Damit stehe laut der Bürgerrechtsorganisation auch fest, dass die im Januar angeordneten Durchsuchungen von Wohnungen und Redaktionsräumen rechtswidrig waren. Das Landgericht ordnete außerdem wegen der hohen Bedeutung für das Redaktionsgeheimnis und den Informant:innenschutz an, dass die Polizei die angefertigten Kopien der ursprünglich beschlagnahmten Datenträger löschen muss ...

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Graichen RücktrittVetternwirtschaft

Vorwurf der Vetternwirtschaft

Staatssekretär Graichen muss gehen

Der umstrittene Wirtschaftsstaatssekretär Graichen räumt seinen Posten. Ihm wird im Zusammenhang mit der Besetzung des Chefpostens bei der Deutschen Energie-Agentur Vetternwirtschaft vorgeworfen.

Der in die Kritik geratene Energie-Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Patrick Graichen, verliert laut Medienberichten seinen Posten. Der Top-Mitarbeiter von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck steht in der Kritik, weil er an der Neubesetzung des Spitzenpostens der bundeseigenen Deutschen Energie-Agentur (Dena) beteiligt war. Der Job wurde dem früheren Berliner Grünen-Politiker Michael Schäfer zugesprochen. Dieser war Graichens Trauzeuge, was der Staatssekretär zunächst aber nicht mitgeteilt hatte.

Sowohl Graichen als auch Habeck bezeichneten den Vorgang als Fehler. Nach Bekanntwerden der privaten Verbindung zwischen Schäfer und Graichen entschied der Aufsichtsrat der Dena, die Besetzung des Postens neu auszuschreiben.

Graichen soll laut der Nachrichtenagentur dpa nun in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden. Hintergrund sind demnach Ergebnisse weiterer interner Prüfungen ...

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Propaganda von Springers "Fake News Pumpe" Bild-Zeitung | Heizgesetz

Nach Bericht über vermeintliche Verbotspläne

Kretschmann zur Diskussion um Wärmepumpen: "Keine Einbaupflicht geplant"

Für Aufregung hat ein Bericht der Bild-Zeitung über angeblich geheime Pläne für eine Umrüstungspflicht für Gebäudeheizungen gesorgt. Laut BW-Landesregierung eine falsche Darstellung.

Berichte über eine angeblich geplante Pflicht zur Umrüstung von Gebäudeheizungen hat die baden-württembergische Landesregierung zurückgewiesen. Das Land plane keine Pflicht zum Einbau von 620.000 Wärmepumpen. Der Entwurf eines Energiekonzepts aus dem grün geführten Umweltministerium enthalte lediglich Zielgrößen, so ein Sprecher.

[...]

Auch der Bild-Zeitung, die zuerst über das Thema berichtet hatte, sei gesagt worden, dass es definitiv keine Pläne des Landes gebe, auf Basis dieses Konzepts Öl- und Gasheizungen zu verbieten oder eine Pflicht zur Installation einer Wärmepumpe einzuführen, betonte Kretschmann ...

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JapanFukushima | Tritium Wasser | Pazifik

Freisetzung soll im Sommer beginnen

Menschen demonstrieren gegen die Freisetzung des Wassers aus dem Atomkraftwerk Fukushima

Am Dienstag protestierten viele Menschen gegen die Pläne, das Wasser aus dem Atomkraftwerk Fukushima ins Meer abzulassen.

TEPCO, der Betreiber des Atomkraftwerks, hat den Bau der für das Ablassen benötigten Anlagen fast abgeschlossen. Die japanische Regierung plant in diesem Sommer damit zu beginnen.

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Gegen die Pläne von TEPCO und der japanischen Regierung gibt es bereits Proteste der regionalen Fischereigenossenschaften, die befürchten, dass dadurch der Ruf ihrer Produkte, der sich nach der Havarie allmählich verbessert hat, erneut Schaden nimmt.

Um den wirtschaftlichen Schaden zu lindern, hat die japanische Regierung einen Fonds in Höhe von 30 Milliarden Yen (ca. 200 Millionen Euro) eingerichtet und noch einmal 50 Milliarden Yen (ca. 334 Millionen Euro) extra, nachdem es weitere Proteste gab ...

 


16. Mai


 

Pro-AtomAlliance du nucléaire | Atomstaaten

Energie in Europa:

Pro-Atom-Länder verbünden sich

Eine Allianz europäischer Staaten will stärker auf Atomenergie setzen. Bei einem Treffen in Paris koordinierten sie ihre Position.

PARIS taz | Die VertreterInnen von 16 atomkraftfreundlichen europäischen Ländern haben sich am Dienstag in Paris getroffen, um ihre Strategie zum Ausbau der Kernenergie abzustimmen. Die Staaten, darunter Belgien, die Niederlande und Schweden, waren der Einladung der französischen Energieministerin Agnès Pannier-Runacher gefolgt. Diese erklärte, die Atomenergie sei sowohl wichtig „für unsere Versorgungssicherheit als auch für unsere Klimaschutzverpflichtungen“.

Die Staaten sprachen sich dafür aus, die installierte Leistung der Atomkraft bis 2050 auf 150 Gigawatt (GW) zu steigern. Bislang sind in Europa rund 100 GW am Netz ...

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Offshore | Windräder | Investoren | Wind Catching Systems

Strom für 80.000 Haushalte: Riesige Windfänger für Offshore-Einsatz

Die norwegische Firma Wind Catching Systems arbeitet an einer Offshore-Windkraftanlage der etwas anderen Art. Der aus bis zu 126 Turbinen bestehende Windfänger soll so hoch wie der Eiffelturm sein und Strom für 80.000 Haushalte liefern.

Wie eine überdimensionale Mauer aus Windrädern könnte die Windkraftanlage der norwegischen Firma Wind Catching Systems bald aus dem Meer ragen. In ihrer größten Version soll sie 300 Meter hoch und 350 Meter breit sein.

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Einer der großen Vorteile laut dem Unternehmen ist der geringere Platzbedarf im Vergleich zu herkömmlichen Offshore-Windrädern. Ein Windcatcher soll im Vergleich zu einer 15-Megawatt-Anlage das Fünffache an Energie produzieren. Fünf der Anlagen sollen entsprechend so viel Strom erzeugen können wie ein Offshore-Windpark mit 25 Windrädern.

Das soll unter anderem dadurch möglich sein, dass sie sowohl bei schwachem als auch bei sehr starkem Wind laufen. Darüber hinaus sollen auch die Verkabelung und die Wartung der Anlage leichter möglich sein. Dazu komme eine deutlich höhere Lebensdauer ...

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Chemie Industrie | PFAS | Ewigkeitsgift | Fruchtbarkeit

Gesundheitspolitiker über Chemikalien:

„Allerhöchste Zeit für Regulierung“

Ewigkeitschemikalien sind ungesund, jetzt steht ein Verbot der sogenannten PFAS an. Politiker und Mediziner Armin Grau erklärt, warum es dringend ist.

[...]

wochentaz: Wie klar ist inzwischen, dass diese Ewigkeitschemikalien gesundheitsschädlich sind?

Armin Grau: Da gibt es keinen Zweifel mehr. Viele dieser Stoffe stören zum Beispiel das menschliche Hormonsystem. Es gibt gravierende Hinweise darauf, dass sie nicht nur an der Entstehung von Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes beteiligt sein, sondern auch zu verringerter Zeugungsfähigkeit führen können. Außerdem können sie das Risiko unter anderem für Hoden- und Nierenkrebs erhöhen. Manche Substanzen sind neurotoxisch, greifen also das Gehirn an und könnten so zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Bei belasteten Tieren zeigt sich das ganz deutlich. Auch höhere Cholesterinwerte und verminderte Wirkungen von Impfungen sind mögliche Folgen.

[...]

Ihr Koalitionspartner FDP hat Sorge, ein generelles Verbot der PFAS könne die Wirtschafts- und Innovationsstandorte Deutschland und Europa schwächen.

Ich vertrete eine ganz andere Haltung. Die Fortsetzung der momentanen Politik schwächt uns massiv – die Individuen, die krank werden, die Gesellschaft, die das Vertrauen in die Politik verliert, und langfristig den Wirtschaftsstandort Europa. Innovativ kann nur das sein, was umwelt- und gesundheitsverträglich ist. Es kommt viel auf die Industrie zu, ja. Das ist ein gewaltiger Transformationsprozess. Aber wenn man einmal begriffen hat, wie falsch es ist, mit diesen Substanzen zu arbeiten, dann gibt es aus meiner Sicht keine vertretbare Alternative.

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AtommüllEndlager | Castoren

Atommüll: Keine Sicherheit, nur Rechenmodelle

Deutschland hat noch kein Endlager für die Reste aus 60 Jahren Atomkraftnutzung. Jüngste Idee: Alte Brennstäbe als Rohstoff für neue Reaktoren recyceln. Über die Lücken dieses Modells.

Beim Endlager spielt man auf Zeit. Die Suche wurde jetzt im schlechtesten Fall bis zum Jahr 2068 verlängert. Dann muss man entscheiden, wo man die etwa 27.000 Kubikmeter lagern will, die in rund 1.900 Containern, sogenannten Castoren verpackt werden sollen.

Dazu kommen noch etwa 6.500 Tonnen Schwermetall in verglasten radioaktiven Abfallpaketen aus der Wiederaufarbeitung sowie weitere radioaktive Abfälle von Forschungsreaktoren. Für diesen Nachlass der Atomwirtschaft wird ein unterirdisches Endlager gesucht, das den gefährlichen Abfall für eine Million Jahre von der Umwelt abschirmen soll.

Ob man nach 30.000 bis 40.000 Generationen noch weiß, was da in der Tiefe steckt, ist derzeit nicht abschätzbar. Einen deutschen Nationalstaat gibt es erst seit sechs Generationen ...

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Polizei | DefinitionsmachtPolizeigewalt | Staatsgewalt

Gewalt bei Einsätzen

Die Definitionsmacht der Polizei

Welche Form von Gewalt darf die Polizei anwenden? Ein Forschungsteam hat 3300 Betroffene dazu befragt und Interviews mit Einsatzkräften geführt. Die Antworten fallen unterschiedlich aus.

Was darf die Polizei? Die Frage kam auch in Deutschland in den vergangenen Jahren immer wieder auf - etwa bei Einsätzen bei Demonstrationen und Fußballderbys, aber auch bei Personenkontrollen. Einzelne Videos von Polizeieinsätzen wurden bei Twitter und Instagram mit dem Hashtag #Polizeigewalt verbreitet - so etwa bei der Kontrolle gegen einen 15-Jährigen in Hamburg im August 2020, der wegen einer Fahrt mit dem E-Roller auf dem Gehweg von mehreren Polizisten überwältigt wurde. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) teilte damals mit, sie könne in dem Video keine Polizeigewalt erkennen.

[...]

Polizeiliche Gewaltausübung sei eine Praxis, um diese Dominanz in bestimmten Situationen herzustellen. Aber auch bei der nachträglichen Betrachtung habe die Polizei eine besondere Definitionsmacht.

"Für Betroffene übermäßiger polizeilicher Gewaltanwendungen zum Beispiel entsteht so eine Situation, in der sie ohne Mechanismen, die der polizeilichen Dominanz entgegenwirken, in der Praxis kaum zu ihrem Recht kommen können", so die Forschenden.

 


15. Mai


 

Landwirt | Chemie Industrie | BiodiversitätPestizide

Landwirtschaft Hauptursache für Rückgang der europäischen Vogelpopulationen

Europas Vogelpopulationen gehen seit Jahrzehnten zurück. Forschende haben nun untersucht, wie sich menschgemachte Einflüsse wie Klimawandel, Veränderung der Waldbedeckung, Verstädterung und die intensivierte Landwirtschaft auf die biologische Vielfalt der Vogelwelt auswirken. Letztere hatte den größten negativen Einfluss auf die europäischen Vogelpopulationen.

[...]

Die Intensivierung der Landwirtschaft hat laut den Forschenden den größten negativen Einfluss auf die Vogelpopulationen. Grund dafür ist zum einen, dass die Lebensräume der Vögel durch immer größere Ackerflächen eingeschränkt werden. In Ländern mit kleiner Produktionsflächen steht es um die Vogelpopulationen besser.

Zum anderen ist der Einsatz von chemischen Mitteln wie Düngern und Pestiziden von großer Bedeutung, denn diese wirken sich negativ auf die Vielfalt der Wirbellosen aus. Sie machen bei Vögeln zumindest in einigen Entwicklungsstadien wie etwa der Brutzeit einen wichtigen Teil ihrer Nahrung aus. Laut den Forschenden ist das bei 143 der 170 untersuchten Arten der Fall. Ist diese Nahrungszufuhr gestört, wirkt sich das auf den Fortpflanzungserfolg aus, denn es beeinflusst das Elternverhalten und das Überleben der Nestlinge. Hinzu kommt auch ein direkter Kontakt der Vögel durch den Verzehr von Samen, die mit chemischen Mitteln behandelt wurden. Was wiederum dazu führt, dass sie Vögel nicht direkt sterben, der Organismus aber über die Zeit und zunehmenden Verzehr beeinflusst wird ...

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Fruchtbarkeit | Spermienqualität

Werden Männer immer unfruchtbarer?

Fast jedes zehnte Paar in Deutschland mit Kinderwunsch kann auf natürlichem Weg kein Kind zeugen. Ein Grund dafür könnte es sein, dass Männer scheinbar immer unfruchtbarer werden. Das geht aus mehreren großangelegten Studien hervor, in denen Forschende die Anzahl der Spermien im männlichen Ejakulat untersucht haben. Das Ergebnis: Die Spermienkonzentration pro Milliliter Samenflüssigkeit ist durchschnittlich um 52 Prozent zurückgegangen. Dieser Rückgang betrifft insbesondere Männer aus Industrieländern in Europa und Nordamerika.

Nicht nur die Anzahl der Spermien verringert sich kontinuierlich, auch ihre Qualität sinkt immer weiter. Diese bemisst sich daran, ob die Spermien überhaupt lebendig sind und außerdem an Faktoren wie der Geschwindigkeit, Beweglichkeit und der Form der Spermien. In Analysen der Samenflüssigkeit, sogenannten Spermiogrammen, ist immer häufiger irgendetwas nicht in Ordnung. Einer der Autoren einer internationalen Überblicksstudie warnt deshalb sogar davor, dass dadurch auf lange Sicht das Überleben der Menschheit gefährdet sein könnte ...

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EnergieversorgerEnergiepreis Bremse | Kartell

Kartellamt leitet erste Verfahren gegen Energieversorger ein

Kritiker hatten vielfachen Missbrauch der Energiepreisbremse prophezeit. Jetzt leitet das Kartellamt das erste Verfahren ein. Und kündigt »regelmäßige systematische Untersuchungen« an.

Das Bundeskartellamt in Bonn hat erste Missbrauchsverfahren gegen Energieversorgungsunternehmen eingeleitet, die möglicherweise zu hohe Erstattungsbeträge vom Staat wegen der Energiepreisbremsen beantragt haben. Es handle sich um eine zweistellige Zahl von Gasversorgern, teilte am Montag Kartellamtspräsident Andreas Mundt mit. »Wir haben Anhaltspunkte dafür, dass die zugrundeliegenden Preise gegenüber den Endkunden sachlich nicht gerechtfertigt sein könnten.«

Die Energiepreisbremsen für Gas und Fernwärme sowie für Strom gelten seit März rückwirkend auch für Januar und Februar. Der Staat deckelt damit den Preis für Gas, Fernwärme und Strom für 80 Prozent des Verbrauchs – und zahlt den Versorgern die Differenz zum Marktpreis. Es gab von vornherein Befürchtungen, dass Unternehmen dies ausnutzen und Preise über dem Marktpreis verlangen könnten ...

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MethanTemperaturanstieg | Klimaerwärmung

Spezieller Satellit für Methan soll Lecks und große Quellen entdecken

Umweltorganisation baut Satellit "MethaneSAT" zur Methanmessung, der auch kleinste Lecks aufspürt. Die Daten sollen öffentlich einsehbar sein.

Methan ist für etwa 30 Prozent des globalen Temperaturanstiegs seit der industriellen Revolution verantwortlich, heißt es im "Global Methane Tracker 2023" der Internationalen Energieagentur (IEA). Doch noch immer ist nicht umfassend klar, wo das hochwirksame Treibhausgas wirklich ausströmt und wie es die Klimaerwärmung beeinflusst. Immerhin trägt es über einen Zeitraum von 20 Jahren 84 Mal stärker zur Klimaerwärmung bei als CO2. Die Methankonzentration in der Atmosphäre zu begrenzen, ist also genauso wichtig, wie den Kohlenstoffdioxidausstoß zu beenden. Der Methan-Tracker der IEA beruht zwar auf aktuellen Daten von Satelliten und bodengestützten Messungen, aber die sind nach wie vor lückenhaft.

Das soll jetzt ein neuer Satellit namens MethaneSAT ändern, der Ende dieses Jahres starten soll und ab dem Frühjahr 2024 weltweit Methanemissionen und -lecks mit bisher ungekannter Präzision aufspüren und messen kann ...

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AtomausstiegStrompreis | Stromversorgung

Ein Monat Atomausstieg: Der Strom wurde sogar billiger

Einen Monat nach der Abschaltung der letzten drei Atomkraftwerke in Deutschland sind kaum Auswirkungen auf die Stromversorgung sichtbar. Sowohl beim Preis als auch bei der Versorgungssicherheit. Zu tun bleibt trotzdem einiges.

Das System der Stromversorgung in Deutschland hat die Abschaltung der Atomkraftwerke Isar 2 bei Landshut, Emsland und Neckarwestheim 2 gut verkraftet. Im ersten Monat ohne deutsche Atomkraft ist der Strom an der Börse nicht teurer geworden, sondern sogar billiger.

Die Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, Barbie Kornelia Haller, bilanziert im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk: "Die Auswirkungen sind extrem gering."

[...]

Rund 30 Terawattstunden jährlich haben die drei jetzt stillgelegten deutschen Atomreaktoren produziert, rechnet Burger vor. Ein Drittel davon könne man in diesem Jahr im Vergleich zum letzten einsparen, weil wegen der abklingenden Krise der Kernkraft in Frankreich nicht mehr so viel Strom dorthin exportiert werden muss. Die verbleibenden 20 Terawattstunden werden nach der Prognose Burgers bereits im Laufe dieses Jahres vollständig durch erneuerbare Energien ersetzt: jeweils zur Hälfte durch den Zubau von Photovoltaik und Windenergie  ...

 


14. Mai


 

Verfassungs Staats Schutz | Rechtsextrem

Neonazi-Aussteiger: „Beim NSU-Trio stimmt die ganze Geschichte nicht.“

Mike R. stammt aus Jena, war Neonazi in Nürnberg, beherbergte Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe und trat jetzt als Zeuge im bayerischen Untersuchungsausschuss auf. Die Rolle, die den dreien zugeschrieben werde, sei nicht korrekt, sagte er.

„Ich habe nicht nur Angst vor Leuten in der Szene. Der Verfassungsschutz und der Staatsschutz spielen eine ganz gewichtige Rolle.“

„Sie stufen diese drei zu hoch ein und ermitteln in die falsche Richtung. Mehr sag ich nicht.“ – O-Ton Mike R., ehemaliger Rechtsextremist in Jena und Nürnberg, im NSU-Untersuchungsausschuss II von Bayern, 3. Mai 2023

„Szene & Verfassungsschutz“

In Nürnberg begann im September 2000 die Mordserie des NSU an Gewerbe treibenden Männern mit fremden Wurzeln. Drei der zehn Morde wurden in dieser Stadt verübt. In mindestens zwei Fällen ist belegt, dass Nürnberger Szenemitglieder Kontakte zu den späteren Opfern hatten ...

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Lobby | Chemie IndustrieGrenzwerte

Gefährliche Chemikalie Bisphenol A:

Industrie gegen neue Grenzwerte

Es wird in Verbindung mit Krebs, Unfruchtbarkeit, Diabetes und neurologischen Störungen gebracht. Dennoch kämpfen Unternehmen weiter für Bisphenol A.

BERLIN taz | Industrieverbände wehren sich gegen strengere Grenzwerte für die gefährliche Chemikalie Bisphenol A (BPA). Am Donnerstag haben unter anderem Plastics Europe und der Lebensmittelverband einen Brief an das Agrarministerium geschickt, in dem sie ihre „Sorge“ über den „nunmehr beginnenden Prozess“ eines neuen Risikomanagements bekunden. Hintergrund ist eine Neubewertung des Kunststoffbestandteils BPA durch die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit, Efsa.

Sie hatte kürzlich die Empfehlung für die tolerierbare Tagesmenge von BPA über die Nahrung um das 20.000-fache herabgesetzt – eine „spektakuläre Entscheidung“, urteilt Josef Köhrle, Seniorprofessor am Institut für Experimentelle Endokrinologie an der Berliner Charité ...

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Windräder | schwimmen

Energiewende auf dem Meer:

Die Windkraft lernt schwimmen

Windkraftwerke konnten bisher nur in flachen Küstengewässern stehen. Doch Prototypen für schwimmende Rotoren werden immer besser.

Als sich vor Kurzem die Windkraftbranche der ganzen Welt in Kopenhagen zur WindEurope traf, in derselben Messehalle in Kopenhagen, in der 2009 vergeblich um ein Klimaabkommen gerungen wurde, da gab es eine Attraktion. Es waren nicht die Reden der französischen Energiewendeministerin oder des dänischen Klimaministers, sondern die Präsentation einer eher kleinen irischen Firma.

Das Unternehmen Gazelle stellte ein schwimmendes Fundament vor, das Windräder mit bis zu 15 Megawatt Leistung tragen kann. Große Windräder an Land bringen es gerade einmal auf ein Drittel dieser Leistung. Weil der Wind über dem Meer wesentlich stetiger und mit höherer Geschwindigkeit weht, soll die Windenergie jetzt schwimmen lernen.

Das klingt nach einer ziemlich verrückten Idee: schwimmende Windräder. Allerdings nur auf den ersten Blick. „In vielen Regionen der Welt geht es vor der Küste schnell sehr steil in die Tiefe“, sagt Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin. Beispielsweise vor Indien, Taiwan, Japan oder Portugal. Sehr steil bedeutet gleich mehrere hundert Meter ...

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AfD | Rechtsextrem | Verschwörung

Aluhut-AfD glaubt jetzt auch noch an Chemtrails?!

Die Aluhut-AfD glaubt jetzt auch an Chemtrails? Die rechtsextremen Demokratiefeinde der AfD haben sich bereits vor langer Zeit in ihre eigene Wahnwelt verabschiedet. Es muss in aller Deutlichkeit so gesagt werden: Die Politik und die Rhetorik ist dieser Neonazis ist nicht nur menschenverachtend und nachweislich verfassungsfeindlich, sie wollen nicht nur die Demokratie in Deutschland abschaffen. Sie lügen wie gedruckt, die meisten der Probleme, die sie beklagen, existieren gar nicht und sie glauben mehrheitlich an wirre Verschwörungsmythen.

[...]

Es könnte extrem lustig sein, wenn es nicht so gefährlich wäre. In Sachsen ist die AfD derzeit die stärkste Kraft. Waschechte Faschisten und Rechtsextremisten, deren Ideologie weder mit unserer Realität noch mit der Verfassung vereinbar sind. Wir könnten darüber lachen, dass die Aluhut-Nazis jetzt auch noch Chemtrails ernst nehmen, doch wenn sie trotz oder offenbar sogar wegen dieser Verschwörungsmythen gewählt werden, ist das extrem beunruhigend. 

Die „originalen“ Nazis glaubten schließlich auch an Verschwörungsmythen – über Juden, die die Welt beherrschten. Das mündete im Zweiten Weltkrieg und Holocaust ...

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Klimabilanz | reiche Menschen | Taubenschach

Klimasoziale Ungleichheit

Wie Reiche ihr Nichtstun rechtfertigen

Reiche Menschen haben eine besonders schlechte Klimabilanz. Doch ein Problembewusstsein ist kaum vorhanden, zeigt eine britische Studie und empfiehlt stärkere staatliche Maßnahmen.

Mit mehr Windrädern, neuen Technologien und einem beschleunigten Wasserstoffhochlauf lässt sich die Klimakrise schon bewältigen? Das allein wird nicht genügen, hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) in dieser Woche klargestellt.

Auch die Bürger:innen müssen mitziehen und ihr tagtägliches Verhalten ändern, schreibt das Beratergremium der Bundesregierung in einem Sondergutachten. Der Umweltrat sieht die Politik in der Pflicht, die Rahmenbedingungen entsprechend zu gestalten – um umweltfreundliches Verhalten zu fördern, aber auch einzufordern.

[...]

Wie blicken die Reichen selber auf ihren klimaschädlichen Lebensstil? Ist bei ihnen ein Problembewusstsein vorhanden, das freiwillige Verhaltensänderungen erwarten ließe?

Nein, lautet das Ergebnis der Leeds-Studie. Weder aus den Interviews noch aus den Diskussionsrunden mit insgesamt 30 Personen lässt sich die Hoffnung ableiten, die Wohlhabenden würden von sich aus zur Einsicht kommen und ihre Privilegien weniger in Anspruch nehmen. Einen Zusammenhang mit dem Klimawandel stellte niemand her.

Zwar ist den Befragten sehr wohl bewusst, dass ihr Energieverbrauch besonders hoch ist. Doch sie sprechen darüber, als sei ein solcher Lebensstil völlig normal, und wehren jede Infragestellung ab ...

 


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Hitze | Armut | Klima Anpassung

Hitzewellen treffen arme Stadtviertel besonders stark

Tausende Menschen sterben jedes Jahr an Hitzewellen. Besonders betroffen sind Städte und dort wiederum arme Stadtteile, zeigt eine neue Studie. Grünflächen sind gesund und schützen vor Hitze, treiben aber auch die Mieten in die Höhe.

Die Sonne knallt erbarmungslos auf den Asphalt, kaum ein Lüftchen dringt in die Gebäudeschluchten und nur vereinzelt spenden entkräftete Stadtbäume kleine Schattenflecken. Die Sommer in unseren Städten werden mit fortschreitender Klimaerwärmung zur Herausforderung. Schuld daran ist neben dem Klimawandel der urbane Hitzeinseleffekt.

Beton-, Glas- und Metalloberflächen speichern weitaus mehr Wärme als Wiesen oder Wälder. Die Baustoffe unserer Städte sorgen also für eine Überhitzung. Gleichzeitig mangelt es an Grün- und Wasserflächen.

Die resultierenden Temperaturunterschiede zwischen Stadt und Umland sind beträchtlich. Bis zu zehn Grad Differenz können in Berlin und anderen großen Städten erreicht werden. Auch schon in Kleinstädten ist dieser Unterschied zu spüren und messen.

Die brütende Hitze ist nicht nur unangenehm. Die Auswirkungen von Hitzewellen reichen von "Erkrankungen wie Sonnenstiche, ⁠Hitzestress⁠, Ohnmacht, Hitzekrämpfe und Hitzschläge bis hin zum hitzebedingten Tod", schreibt das Umweltbundesamt.

In der Tat fordern Hitzewellen meist deutlich mehr Leben als Hochwasser, Stürme oder Erdbeben. Zwischen 2018 und 2020 sind in Deutschland mehr als 19.000 Menschen infolge von Hitze gestorben, wie eine Auswertung des Robert Koch-Instituts (RKI), des Deutschen Wetterdienstes und des Umweltbundesamts ergab. Für vergangenen Sommer bringt das RKI etwa 4.500 Todesfälle in Zusammenhang mit Hitze.

Von allein werden diese Zahlen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht kleiner. Laut dem sechsten Sachstandsbericht des Weltklimarates ist es virtually certain, also zu 99 bis 100 Prozent sicher, dass Hitzewellen in ihrer Häufigkeit, Intensität und Dauer zunehmen werden, selbst wenn das 1,5-Grad-Limit eingehalten wird.

Je ärmer ein Stadtviertel, desto heißer

Während die Hitze besonders stark in Städten ausgeprägt ist, trifft sie auch dort nicht alle Menschen gleich. Eine jüngst veröffentlichte Studie zeigt am Beispiel von Los Angeles, wie ungleich verschiedene Stadtteile unter Hitzewellen leiden.

Die Autor:innen der im Fachblatt Science Advances erschienen Studie fanden eine negative Korrelation zwischen dem durchschnittlichen Haushaltseinkommen einer Wohngegend und der Oberflächentemperatur unter Tags.

Mit anderen Worten: Je ärmer ein Viertel, desto höher die Temperaturen während einer Hitzewelle. Dabei nimmt der Unterschied mit der Durchschnittstemperatur zu.

Ein durchschnittlicher Einkommensunterschied von 10.000 US-Dollar führt bei einer Durchschnittstemperatur von 45 Grad Celsius zu einer um 0,7 Grad höheren Hitzebelastung in dem ärmeren Stadtviertel. Bei einer Durchschnittstemperatur von 20 Grad liegt der Unterschied nur noch bei 0,2 Grad.

Eine Erklärung für dieses Phänomen finden die Wissenschaftler:innen in der Vegetationsbedeckung. In ärmeren Stadtteilen gibt es weniger Parks und Stadtbäume. Topografische Unterschiede, also die Entfernung von der Küste oder ob ein Vierteil auf einem Hügel oder in einer Senke liegt, hätten weit weniger Einfluss auf die Hitzebelastung, schreibt das kalifornische Forschungsteam.

Teilweise ist dies das Ergebnis vergangener rassistischer Wohnungspolitik in den USA, aber auch heute sind Wohnungen in Parknähe begehrt und dadurch teuer. Grünflächen helfen nicht nur gegen Hitze und fördern nachweislich Wohlergehen und Gesundheit, sondern treiben auch die Immobilienpreise der angrenzenden Viertel in die Höhe.

In der Studie heißt es dazu: "Diese Ergebnisse verdeutlichen die Ungleichheiten bei der Hitzebelastung zwischen verschiedenen ethnischen und sozioökonomischen Gruppen in den Vereinigten Staaten."

In Deutschland fehlen die Daten

Natürlich lässt sich das nicht eins zu eins auf Europa oder Deutschland übertragen. Eine Segregation nach Einkommen ist in deutschen Städten weniger stark ausgeprägt. Dennoch ist das Grundmuster auch hier zu beobachten.

"Einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen leben natürlich auch in Deutschland meist unter schlechteren Wohnbedingungen, bei schlechterer Dämmung, besitzen keine Klimaanlage und haben während Hitzewellen keine Ausweichräume zur Verfügung", sagt Susanne Bieker vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe.

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

 

Hintergrundwissen

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Die Karte der nuklearen Welt

Wo das ganze Geld geblieben ist?

Ernsthaft?

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Die interne Suche nach

Hitze | Armut | Klima Anpassung

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

29. April 2023 - Zündeln und zweifeln beim Klimaschutz: Union und FDP gießen Öl ins Feuer

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29. April 2022 - Hitzewelle in Indien und Pakistan lässt Stromversorgung kollabieren

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14. Dezember 2021 - Nobelpreisträger fordern zwei Prozent Abrüstung fürs Klima

 


YouTube

Stichwortsuche: Wen die Klimakatastrophe zuerst trifft?

https://www.youtube.com/results?search_query=Wen die Klimakatastrophe zuerst trifft?

 

Videos:

DER SPIEGEL vom 30. März 2023 - 4:08

Klima-Krise in Kalifornien: »Es ist ein Dauerfeuer an Katastrophen«

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WDR Aktuelle Stunde vom 22. Mai 2022 - 3:33

Klimakatastrophe es ist 5 nach 12 und sie entscheidet Wahlen

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Tagesschau von 1979 - 1:43

Warnung vor dem Klimawandel

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube - Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 150 Videos zum Thema

 


Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

Stichwortsuche: Wen die Klimakatastrophe zuerst trifft?

https://www.ecosia.org/search?q=Wen die Klimakatastrophe zuerst trifft?

 


planet schule

 

Wer wird vom Klimawandel am stärksten betroffen sein?

Schon jetzt liegt bei uns im Winter weniger Schnee als noch vor wenigen Jahrzehnten. Dafür beginnt das Pflanzenwachstum früher im Jahr und wir können inzwischen bis weit in den Herbst hinein baden gehen. Doch das Ausbleiben der weißen Pracht und die längere Badesaison gehören zu den harmloseren Folgen des Temperaturanstiegs.

Kein Land auf der Erde wird vom Klimawandel verschont bleiben. Wenn der Meeresspiegel steigt, werden an allen Küsten der Erde große Landstriche überflutet werden. Für reiche Länder wie Deutschland oder die Niederlande ist das zwar teuer, aber kein unlösbares Problem. Hier werden Dämme gegen die Fluten errichtet, die auch einem starken Wasseranstieg standhalten können. 

Anders sieht es in armen Ländern aus: Große Teile von Bangladesch liegen zum Beispiel nur wenige Meter über dem Meeresspiegel – und das arme Land kann sich keinen teuren Küstenschutz leisten. Steigt der Meeresspiegel um einen Meter, verlieren viele Millionen Menschen ihre Heimat und müssen umsiedeln. Noch schlimmer kann es die Malediven und den Südseeinseln von Tuvalu treffen: Diese Inseln ragen nur wenige Meter über den Meeresspiegel hinaus und könnten vollständig überflutet werden – dann müsste ein ganzes Land umziehen ...

 

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Wikipedia

 

Klimakatastrophe

Klimakatastrophe ist der Klimawandel mit weltweiten katastrophalen Wirkungen. Dazu gehört auch eine unkontrollierte Globale Erwärmung, etwa als Treibhaus-Erde-Szenario. Besonders die Massenmedien verwenden den Begriff oft als Deutungsrahmen für befürchtete Folgen des menschengemachten Klimawandels. Mitunter bezeichnet man auch in der Klimafolgenforschung drastische Konsequenzen als Klimakatastrophe. Klimakatastrophen dienen als Motive in Literatur und Film. Die derzeitige politische, gesellschaftliche und technologische Klimakrise würde, falls sie nicht gelöst wird, in eine Klimakatastrophe münden ...

 


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Newsletter XIX 2023 - 7. bis 13. Mai

Zeitungsartikel 2023

 


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