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Die THTR-Rundbriefe aus 2003

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THTR Rundbrief Nr. 79 Januar 2003


Der Reaktor aus der Mottenkiste:

THTR immer noch nicht K.O.?

Der Vorabdruck des Artikels „Forschung in NRW für neue Atomkraftwerke“ aus dem letzten THTR-Rundbrief löste eine beachtliche Anzahl von Reaktionen aus. Die Kooperation einer Rot-Grün unterstehenden Forschungsinstitution für den Neubau einer THTR-Variante in Südafrika schreckte viele Menschen auf, die dachten mit dem sogenannten Atomausstieg könnte man die Hände in den Schoß legen und brauchte nur noch abzuwarten. Das Gegenteil ist der Fall. Die Atomindustrie und ihre Lakaien in Forschung und Wissenschaft arbeiten unbeirrt an der hochgefährlichen Atomenergie weiter und wollen ihre Vorhaben in die Tat umsetzen! Die jetzt entstandene Aufmerksamkeit in den Medien und die Nachfragen kritischer Umweltschützer und Journalisten werden es ihnen schwerer machen, ihr verwerfliches Tun fortzusetzen.

TAZ-Ruhr 28. 11. 2002:

Das Forschungszentrum Jülich ist an einem Projekt zur Planung eines Atomreaktors in Südafrika beteiligt. Das Forschungszentrum, das zu 90 Prozent dem Bund und zu 10 Prozent dem Land NRW gehört, beteiligt sich zusammen mit der britischen Firma AEA-Technologies, ABB aus Mannheim und der Siemens-Tochter HTR GmbH Gesellschaft für Hochtemperaturreaktoren an den Planungen zum Bau eines Kugelhaufenreaktors. Nach eigenen Angaben qualifizieren sich die Jülicher für das Projekt, weil „die Idee zum Bau eines Kugelhaufenreaktors ursprünglich aus dem Forschungszentrum stammt“.
Die Jülicher reden ungern über das Projekt. Anfragen sollen nur per e-mail oder Fax gestellt werden, außerdem möchten die Forscher gern ein „Profil“ des Fragestellers haben. Christian Manthey, der für das Internationale Büro des Bundesforschungsministeriums in Jülich sitzt und nach eigenen Angaben an „deutsch-südafrikanischen Gesprächen auf Regierungsebene“ beteiligt ist, beantwortet trotzdem einige Fragen. Reine Reaktorforschung werde in Jülich nicht betrieben, sagte er. Bei den Forschungen handle es sich um „Reaktorsicherheitsforschung“, die ja auch für die in Deutschland noch betriebenen Reaktoren wichtig sei.
Die zwei weltweit einzigen Kugelhaufenreaktoren stehen in Hamm und Jülich. Der Jülicher Forschungsreaktor ist wie das Hammer VEW-Kraftwerk seit 1988 bzw. 1989 abgeschaltet.

Warum in Jülich „Reaktorsicherheitsforschung“ betrieben werde, für einen Reaktortyp, der in Deutschland stillgelegt sei?

Es handele sich bei der Forschung in Jülich um sicherheitstechnische Begleituntersuchungen sagt Manthey, da könne man den Südafrikanern natürlich Tipps geben.
Sabine Baun, Sprecherin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sagt etwas anderes: „Wir beobachten das sehr kritisch.“ Das Jülicher Zentrum wird vom Bund jährlich mit 200 Millionen Euro gefördert. Dabei handelt es sich um eine nicht projektbezogene, institutionelle Förderung. Mit Atomkraft will Baun dennoch nichts zu tun haben: „Diese Forschungen werden von der Industrie bezahlt.“ Die Gelder vom Bund würden für die Erforschung von sicherheitstechnischen Fragen in Sachen Atomkraft und Schulungen für Mitarbeiter verwendet, sagt Baun.
Antworten und Schulungen in Sachen Atomkraft könnten bald auch die Südafrikaner gebrauchen. (...) Selbst der Versuchsreaktor in Jülich blieb von Unfällen nicht verschont. 1978 kam es zu einem Wassereinbruch, bei dem 25.000 Liter Wasser über den Heliumkühlkreislauf in den Reaktorkern eindrangen. Kritiker behaupten, dass es zu einer Explosion gekommen wäre, wenn der Reaktor eine höhere Temperatur gehabt hätte. Zusätzlich könnte die südafrikanische Region noch ein anderes Sicherheitsproblem bekommen: Das im Hochtemperaturreaktor benötigte hochangereicherte Uran ist waffenfähig.

TAZ-Ruhr 5. 12. 2002:

Das erste Modell des in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) entwickelten Hochtemperaturreaktors hat in Südafrika seine Belastungsprobe bestanden. Das meldete am 29. November der künftige Betreiber, die staatliche südafrikanische Elektrizitätsgesellschaft Eskom. Man habe bewiesen, dass das Modell des Reaktors hochzufahren sei und bei voller Belastung funktioniere.

An der Reaktorsicherheit hat das Forschungszentrum Jülich nach eigenen Angaben großen Anteil. Das FZJ gehört zu 90 Prozent dem Bund und zu 10 Prozent dem Land NRW. Insgesamt bekommt es von beiden rund 262 Millionen Euro Fördergelder in 2002. Es handelt sich um instutionelle Förderung, in das Projekt flössen nach Angaben von Sabine Baun, Sprecherin des Bundesforschungsministeriums nur industrielle Mittel. Der Bund möchte schließlich keine Reaktorforschung bezahlen.

Daher zahlt Südafrika für die Forschung „300.000 bis 500.000 Euro“, sagt Wolfgang Jaek, Leiter des Technologietransferbüros in Jülich. Den Afrikanern bringe man dafür bei,
„in der Sicherheitsforschung auf den neuesten Stand zu kommen“. Dass der letzte deutsche Hochtemperaturreaktor im Jahr 1989 abgeschaltet wurde, tut für Jaek nichts zur Sache: „Die Art des Hochtemperaturreaktors verändert sich nicht“, sagt er. Außerdem habe das Forschungszentrum die Technologie nie aus den Augen gelassen.
Die Südafrikaner wollen den 165-Megawatt-Reaktor in Massenproduktion herstellen und in unterentwickelte Länder exportieren.

Alternativ sollen sich bis zu zehn Reaktoren zu einem Großkraftwerk kombinieren lassen. Das FJZ hat die Software und Tipps zum „Zusammenschalten der Systeme“ entwickelt, erläutert Jaek.

Die Reaktorentwicklungsfirma, die Eskom-Tochter „Pebble Bed Module Reactor“ (PBMR) behauptet, der Reaktor, der aus chinesischen, amerikanischen, russischen und türkischen Teilen gebaut werden soll, sei sicher. Kettenreaktionen oder Kernschmelze seien nicht möglich, da der heliumgekühlte Reaktor nicht die Temperatur habe, um die Kettenreaktion herbeizuführen. Zudem sei das Uran in den Brennelementkugeln unter Graphit und einer Silikonkarbonatschicht hitzebeständig verpackt.
Trotzdem machen sich die Besitzer des FZJ Sorgen. Isabelle Lorenz vom Pressereferat des NRW-Forschungsministeriums sagt, das Land könne sich als Minderheitsgesellschafter nicht gegen den Bund durchsetzen. (...) Das Land NRW fördert das FZJ mit rund 26 Millionen Euro in 2002. „Im übrigen ist die inhaltliche Steuerung des FZJ mit der Einführung der programmgebundenen Förderung weitgehend auf die Gremien der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren übergegangen“, beantwortet Lorenz per Mail und nach Tagen die Frage nach der NRW-Verantwortung.

TÜV-Siegel für neuen THTR aus Deutschland!

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Ganz ohne Verantwortung ist die Politik freilich nicht. Im Senat der Helmholtz-Gemeinschaft sitzen die Forschungsministerin des Bundes, Edelgard Bulmahn, die des Landes NRW, Hannelore Kraft und der ver.di Vorsitzende, Grüne und attac-Mitglied Frank Bsirske. Vielleicht lassen sich diese ja vom TÜV-Rheinland beruhigen. Der hat PBMR ein Zertifikat in Sachen Qualitätssicherung ausgestellt.
Nach dem oben zitierten TAZ-Artikel berichtete der „Westfälische Anzeiger“ in seiner überregionalen Ausgabe am 20. 12. auf fast einer ganzen Zeitungsseite Folgendes:
Der Prototyp, an dem schon seit 1993 entwickelt wird, soll nächstes Jahr gebaut werden und ab 2007 in Serie gehen. Hierzulande könnte dabei zum Politikum werden, dass für das ehrgeizige Projekt deutsches Know-how eingekauft wurde und das trotz des von Bundes- und Landesregierung beschlossenen Atomausstiegs. Das Fachwissen stammt ausgerechnet vom Forschungszentrum Jülich (FZJ), das seinerzeit die Idee für den gefloppten Reaktortyp hatte und den Hammer Atomreaktor von Beginn an technisch begleitete. (...) Horst Blume, Sprecher der BI Umweltschutz Hamm, ist stinksauer: „Es geht offenbar darum, dass mit Hilfe einer NRW-Forschungseinrichtung und zumindest unter Duldung von Rot-Grün in Bund und Land in einem anderen Staat da weitergemacht wird, wo die Atomindustrie in NRW aufhören musste“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. (...) Schützenhilfe bekommt Blume vom atompolitischen Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Rüdiger Sagel: „Wenn sich das bestätigen sollte, halte ich das für hochproblematisch.“ (...) Auch er hält es wie Blume für nicht vermittelbar, dass das FZJ mit seinen

Forschungsergebnissen den Bau von Atomkraftwerken im Ausland erst ermöglicht. In einer Anfrage verlangt Sagel von der Landesregierung zudem Aufklärung darüber, ob auch in Südafrika wie seinerzeit beim THTR in Hamm kernwaffenfähiges Uran eingesetzt werde. Das habe dann über den Umweltaspekt hinaus außenpolitische Relevanz.
Im NRW-Forschungsministerium war man gar nicht erfreut von der Beteiligung des FZJ an Planungen für neue Atomkraftwerke in Südafrika. „Wir haben das Forschungszentrum unverzüglich aufgefordert, uns bis Mitte Januar 2003 ausführlich über Projekt und Projektstand zu informieren“, sagte Pressesprecher Thomas Breustedt. Im Ministerium seien diese Aktivitäten der Jülicher nicht bekannt gewesen. Erst ein Brief der Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm e. V. hatten die Landesregierung aufhorchen lassen.
Anders dagegen im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Dort war man informiert über die Kooperation zwischen dem FZJ und Südafrika, die „rein kommerziell“ sei und sich auf „Sicherheitsforschung“ begrenze. „Konkret geht es um die Übertragung von deutschen Sicherheitsstandards auf ein in Südafrika zu bauendes Kraftwerk“, sagte Pressesprecher Peter Ziegler auf Anfrage unserer Zeitung. Und er fügte hinzu: „Diese Kooperation liegt im Interesse der Bundesregierung.“ Schließlich gehe es um den Transfer der bei uns gültigen Sicherheitsstandards in dritte Länder.
Das Bundesforschungsministerium nahm auch Stellung zur Vereinbarkeit mit dem deutschen Atomausstieg. In der Konsensvereinbarung zwischen Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen würden zwar Entwicklungsarbeiten zu neuen Reaktorkonzepten ausgeschlossen, so Ziegler, aber nur, „soweit diese nicht ausschließlich Sicherheitsaspekte betreffen“. Ausdrücklich werde in dem Papier bestätigt, dass die Forschung auf dem Gebiet der Kerntechnik, insbesondere zur Sicherheit, frei bleibe. „Damit soll vor allem die Möglichkeit zum privatwirtschaftlichen Engagement unterstrichen werden“, so Ziegler. Im Falle Südafrika sei das der Fall. - Dies schrieb der WA. am 20. 12. 2002.

Fragen der Bürgerinitiative

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Am 29.11.2002 haben wir als Bürgerinitiative an das Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr des Landes NRW unter anderem folgende Frage gestellt: „Ist die Erforschung von sicherheitstechnischen Fragen für ein neu zu bauendes Atomkraftwerk durch das Forschungszentrum Jülich nicht das genaue Gegenteil, was von der NRW Landesregierung und der Bundesregierung als Ziel festgelegt wurde?“ Diese schwierige Frage mochte dieses Ministerium lieber nicht beantworten und leitete unseren Fragenkatalog weiter an das Ministerium für Wissenschaft und Forschung, das natürlich schon längst von uns aus mit den gleichen Fragen konfrontiert wurde.

Ökonomen warnen

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Neben den unzähligen von der Atomindustrie im Internet verbreiteten Lügen, der THTR sei fünf Jahre „erfolgreich“ in Betrieb gewesen wurde immer wieder gemeldet, aus den USA hätte der Exelon-Konzern 20 Reaktoren geordert. Diese Meldung stimmt mittlerweile nicht mehr, wie aus der Zeitung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit „Umwelt“ Nr. 11/2002 , Seite 750 zu entnehmen ist. In einem Bericht des Staatssekretärs Rainer Baake über eine Informationsreise in die USA heißt es: „Seitens der NGO wird übereinstimmend ein Interesse von Investoren für derartige Projekte schon aus ökonomischen Gründen verneint. Indiz hierfür ist auch die Abkehr der Fa. Exelon vom bis dahin ‘hoffnungsvollsten’ Projekt eines neuen Reaktors in Gestalt des Kugelhaufenreaktors.“ Schon am 11. 4. 2002 war im Wirtschaftteil von „Die Zeit“ unter der Überschrift „Das Projekt ist dubios“ zu lesen: „Doch gerade Ökonomen melden Zweifel an, und sie erhalten Argumentationshilfe aus dem Ausland. Der PBMR sei eine hoch riskante Investition, die im Falle des Scheiterns auf Kosten der Steuerzahler und Stromkunden gehen könnte, warnt Steven Thomas von der University of Sussex, der die Internationale Atomenergiebehörde berät. Auf dem Weltmarkt schrumpfe die Nachfrage nach Nuklearenergie; die jüngsten Turbulenzen in Kalifornien hätten gezeigt, dass die maßgeblichen Konzerne sich nach schnellen, billigeren Alternativen umsehen. ‘Es gibt nicht die geringste Chance, dass irgendwer auf der Welt solche Reaktoren von Südafrika kauft.’ Auch das amerikanische Energieministerium hält es eher mit jenen Skeptikern, die die von Eskom veranschlagten Gestehungskosten für allzu optimistisch halten: 1,6 Cent pro Kilowattstunde, Bau, Betrieb, Wartung, Brennmaterial, Versicherung inklusive. (...)
Die niedrige Kalkulation der Südafrikaner sei möglich, so die US-Experten, weil sie an der Sicherheit sparen und von einem äußerst günstigen und stabilen Zinssatz - sechs Prozent - auf dem Kapitalmarkt ausgehen. (...) Vorigen November kündigte (die mit 22,5 % an dem Projekt beteiligte, THTR-RB) British Nuclear Fuels an, dass man durch die extremen Folgekosten der Schließung und Entsorgung von Kernkraftwerken ‘praktisch zahlungsunfähig’ sei; dies könne Auswirkungen haben auf die Beteiligung an der Entwicklung des Minireaktors. Die Erklärung des britischen Investors liest sich wie die Vorankündigung eines Rückzuges.“

HTR-Forschung auch in Stuttgart

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Auch außerhalb von Jülich wird in Deutschland eifrig an einer Weiterentwicklung des THTR weitergeforscht. Das Institut für Kernenergetik und Energiesysteme (IKE) an der Universität Stuttgart preist im Internet sein Forschungsprojekt „Dreidimensionale numerische Simulation von Strömungen und Wärmetransport in modularen Kugelhaufen Hochtemperaturreaktoren mit Ringzonenkern“ unter Federführung von Dipl. Ing. aer. Sascha Becker an: „Mit dem seit 1990 wieder gestiegenen Interesse an gasgekühlten Hochtemperaturreaktoren (HTR) in der Welt wurden auch zwischenzeitlich gestoppten Entwicklungsanstrengungen zur Weiterentwicklung dieses Reaktortyps neu aufgenommen. Wesentlicher Antrieb waren neben dem vornehmlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern steigender Bedarf an elektrischer Energie die Absicht speziell von Südafrika Reaktoren dieses Typs auf der Basis des deutschen HTR-Moduls quasi in Serie zu bauen. Dabei sollen jeweils 10 Reaktoren zu einer großen Energieversorgungsanlage gebündelt werden. Dieser Reaktor namens PBMR soll nun vom südafrikanischen Energieversorgungsunternehmen Eskom mit Unterstützung des Staates realisiert werden.“ (August 2001)
Die Abriss des 15 MW HTR-Versuchsreaktors in Jülich wird teuer: „Statt ursprünglich 190 Millionen Euro geht der Bundesrechnungshof mittlerweile von Kosten in Höhe von fast 500 Millionen Euro aus.“ (TAZ-Ruhr, 27. 6. 2002)

Atomraketen für Indien aus Hamm?

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In unserer Ausgabe Nr. 72 vom Dezember 2001 berichteten wir über die deutsche Firma „Montanhydraulik GmbH“, bei der laut Staatsanwaltschaft ein begründeter Anfangsverdacht bestünde, dass sie Atomraketenzubehör für Indien geliefert hatte. Mitte Juli 2001 wurde auch das Firmengelände in Hamm durchsucht und umfangreiches Material sichergestellt.
Nach fast eineinhalb Jahren wollte der THTR-Rundbrief wissen, ob „schon“ Ergebnisse vorliegen. Die Staatsanwaltschaft Dortmund teilte uns zwei Monate nach unserer Anfrage am 23.11.2002 folgendes mit:

„Die von Ihnen begehrten Auskünfte können nicht erteilt werden. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes sind gemäß den Richtlinien für das Straf- und Bußgeldverfahren Privatpersonen oder privaten Institutionen aus Ermittlungsverfahren Informationen ohne Darlegung eines berechtigten Interesses grundsätzlich zu versagen. Nach Abschluss der Ermittlungen ist zu erwarten, dass das von Ihnen benannte Ermittlungsverfahren Gegenstand der Medienberichterstattung wird, so dass allgemeinen (?Tippfehler?) zugängliche Informationsquellen ausreichend zur Verfügung stehen werden.“ gez. Düllmann

Tja, wo kämen wir denn hin, wenn jeder Bescheid wissen wollte, ob in seiner Heimatstadt an einer atomaren Waffenschmiede mitgearbeitet wird und womöglich noch dagegen demonstrieren würde?? Übrigens: „Auf einer UN-Konferenz zur Rüstungskontrolle bei Langstreckenraketen haben die Vertreter von 92 Staaten einen Verhaltenskodex für den Umgang mit diesen Trägersystemen unterzeichnet. Indien und Pakistan gehören nicht dazu!“ (Junge Welt vom 27. 11. 2002) - Vielleicht sollte sich die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen mal etwas beeilen?

Mahnwachen gegen den Irak-Krieg

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Der Tag X - der Tag des Kriegsbeginns gegen den Irak rückt näher. Die einst klare Haltung der Bundesregierung für eine Nicht-Beteiligung ist aufgeweicht. Überflugsrechte und logistische Unterstützung am Boden für amerikanische Truppen wurden der US-Regierung schon versprochen, ebenso der Einsatz deutscher Truppen in Aufklärungsflugzeugen (AWACS) an der Grenze zum Irak.
Ein breites Bündnis aus friedensbewegten Menschen ruft daher zu Mahnwachen ab dem 10. Januar jeden Freitag von 17 bis ca. 18 Uhr in der Fußgängerzone (Höhe Mc Don) auf. Es wurden bisher vier Mahnwachen angemeldet.

Spendenaufruf und „letzte Mahnung“

Ein Teil der BezieherInnen des THTR-Rundbriefes hat in der Vergangenheit für den Bezug dieses Blattes gespendet, ein anderer Teil nicht. Subventionen durch die Bürgerinitiative sind nicht mehr möglich. Gesondert beigelegte „Erinnerungszettel“ bei der Versandform Infopost nicht erlaubt. Wer also in Zukunft diese Zeitung erhalten will, sollte entweder 10 oder 20 Euro gespendet haben oder jetzt spenden. Ansonsten können wir den THTR-Rundbrief nicht mehr zuschicken! Gerade jetzt, wo die Atomindustrie eine neue THTR-Variante auf dem weltweiten Markt etablieren will, ist ein Mindestmaß an kritischer Berichterstattung und Interventionsfähigkeit dringend notwendig!!

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Spendenaufruf

- Der THTR-Rundbrief wird von der 'BI Umweltschutz Hamm e. V.' herausgegeben und finanziert sich aus Spenden.

- Der THTR-Rundbrief ist inzwischen zu einem vielbeachteten Informationsmedium geworden. Durch den Ausbau des Internetauftrittes und durch den Druck zusätzlicher Infoblätter entstehen jedoch laufend Kosten.

- Der THTR-Rundbrief recherchiert und berichtet ausführlich. Damit wir das tun können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns über jede Spende!

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Verwendungszweck: THTR Rundbrief
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