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Die BI Umweltschutz Hamm e.V. informiert über den THTR 300 - Thorium Hochtemperaturreaktor in Hamm-Uentrop Drucken

THTR 300 - Thorium Hochtemperaturreaktor in Hamm-Uentrop

AKW mit 300 Megawatt Leistung

von Werner Neubauer

Der THTR in Hamm/Uentrop wurde 1989 abgeschaltet, weil die Betreibergesellschaft, die Hochtemperatur Kernkraftwerk GmbH (HKG), den Reaktor nicht in den Griff bekam und große Probleme, wie z.B. die Kontaminierung der Umwelt im Mai 1986, wochenlang verschwieg (siehe 'Der Störfall' in Historie). Ähnliche Sicherheitsprobleme, wie 1986 beim THTR und nur wenige Tage zuvor in Tschernobyl, mit weit schwerwiegenderen Folgen, sieht der aufmerksame Beobachter heute, viele Jahre später, bei Atomanlagen weltweit.

Die Vorgehensweise der 'sogenannten' Verantwortlichen im Umgang mit Problemen und deren Vertuschung sind dabei immer recht ähnlich. Daher vermute ich, können die Erfahrungen, die die Gegner des THTR in Hamm in den 1970er bis 1990er Jahren gesammelt haben durchaus hilfreich sein, um auch 30 oder 50 Jahre später einen Einblick in aktuelle Ereignisse zu ermöglichen.

Besondere Beachtung verdienen dabei die folgenden Punkte:

1. Die Anfälligkeit von Atomanlagen durch Fehleinschätzungen bei der Planung und Schlamperei am Bau

1988 waren es u.a. die Bolzen beim THTR - gut 20 Jahre später die Dübel in Brunsbüttel, 25 Jahre später fehlte es der Tsunami-Schutzmauer in Fukushima an ein paar Metern Höhe (Spiegel-Artikel vom 23.05.2011). Naturkatastrophen, wie z.B. Erdbeben und Tsunamis in Japan, sind nicht exakt vorhersehbar. Genauso wenig wie große Feuer in Los Alamos/New Mexico, Hochwasser in Nebraska, oder Erdbeben im Osten der USA. Aber derartig extreme Naturereignisse können vorkommen und hätten bei der Planung solch gefährlicher Anlagen genauso berücksichtigt werden müssen, wie die ungeheuren Kräfte, die extremen Temperaturen und die zersetzende Strahlung, der die verbauten Materialien in Atomanlagen ausgesetzt sind.

2. Störungen beim Betrieb der Anlagen ausgelöst durch Bedienungsfehler

In Tschernobyl im April 1986 ebenso wie beim Störfall im Mai 1986 beim THTR in Hamm-Uentrop und an vielen anderen Orten weltweit.

3. Mobbing interner Mahner in öffentlichen Forschungseinrichtungen und in den Betrieben der Atomindustrie.

Kritiker werden gemobbt, kaltgestellt und mundtot gemacht (Bei uns in Deutschland z.B. Dr. Klaus Traube, Dr. Rainer Moormann, Dr.-Ing. Thilo Scholz u.v.a.). Rund um das internationale Atomgeschäft hat sich eine Omertà-Kultur entwickelt, eine Kultur des Schweigens, die einerseits eine unvoreingenommene, ergebnisoffene Forschung unmöglich macht und andererseits den sicheren Betrieb der Anlagen in Frage stellt.

4. Die Informationspolitik der Betreiberfirmen

So beredt wie die THTR Betreibergesellschaft HKG im Mai 1986 schwieg, so freimütig und nichtssagend plapperten deren Unternehmenssprecher in den folgenden Monaten und Jahren. Sie versuchten die Probleme klein zu reden und der Öffentlichkeit die Sicht auf die Fakten zu vernebeln. Ebenso agierte 2007 der Chef von Vattenfall zu den Ereignissen in Brunsbüttel und 2011 der japanische Regierungssprecher Edano zum Thema Fukushima.

5. Die Lügen, die falschen Versprechungen und das reale Nichtstun der Politiker

In jedem einzelnen der THTR-Rundbriefe weißt Horst Blume auf die Lügen und falschen Versprechungen der Politiker aller Couleur hin. Die Versprechungen gehen von 'Atomkraft ist sicher' bis 'Größstmögliche Transparenz und Offenheit bei der Aufklärung der Vorfälle ...'. Die von uns geforderte Krebsstudie z.B. ist von den Verantwortlichen aller Parteien, der seither wechselnden Koallitionen (Rot-Grün, Schwarz-Rot, Schwarz-Gelb) in Bund und Land, unter den Teppich gekehrt worden.

Sehr ähnlich wird es derzeit in Japan durchexerziert. Die Zugrichtung der radioaktiven Wolken nach den Explosionen der Reaktorblöcke I, II, und III im Atomkraftwerk Fukushima 1 Daiichi vom 12.03. - 16.03.2011 wurde verschwiegen, die betroffenen Gebiete nicht evakuiert. Den Menschen wird die Messung der Strahlenbelastung ihrer Körper im Krankenhaus verweigert.

Last not Least - Unser bestes Werkzeug ist unsere Aufmerksamkeit - Schaut Ihnen auf die Finger ...

Da diese und ähnliche Beobachtungen nicht nur bei Planung, Bau, Betrieb und Stilllegung von Atomkraftwerken gemacht wurden, sondern auch bei Arbeiten an anderen Anlagen der Atomindustrie, sind wir im Deutschland des Sommers 2011 ganz bestimmt nicht am Ende unserer Ausstiegsbemühungen angelangt, sondern stehen gerade erst am Anfang eines noch Jahre dauernden Prozesses. Denn solange immer mehr strahlender Atommüll in Castorbehältern, per LKW, Schiff oder Bahn, durch die Gegend kutschiert, zwischengelagert und zu frischem Brennmaterial für AKWs in aller Welt wiederaufbereitet wird, haben wir unser Ziel noch nicht erreicht.

Stellt den zur Wahl stehenden Politikern deutliche Fragen und verlangt ebenso deutliche, klare Antworten. Zwingt sie zu eindeutigen Stellungnahmen und schaut Ihnen, bei der Umsetzung ihrer Versprechungen in die Tat, ganz genau auf die Finger. Sonst wird aus dem propagierten Ausstieg doch noch ein Wiedereinstieg durch die Hintertür z.B. unter dem Namen 'Transmutation'.

Endlagerung kann nur Zwischenlagerung bedeuten.

Radioaktiver Giftmüll darf nicht am 'Ende der Welt' in die Taiga oder in irgendeine Lagerstätte tief unten im Berg gekippt werden, wo er 'aus den Augen, aus dem Sinn', tausende von Jahren, unbeobachtet vor sich hin reagieren kann. Dieses Material muss gut zugänglich in kleinen Einheiten und unter der ständigen Beobachtung von Wissenschaft, Forschung und Öffentlichkeit hinter dicken Mauern, möglichst sicher gelagert werden. Das wird teuer, ist aber unumgänglich und machbar.

Die Atomforscher sollten den Fokus ihrer Bemühungen, weg von der Entwicklung immer neuerer, immer größerer, immer gefährlicherer 'Menschheitsbeglückungs-Dampfmaschinen' auf die Heilung der bis dato angerichteten Schäden lenken. Das bringt vielleicht nicht so viel Ruhm, Geld und Ehre, aber die Menschheit sicherer in die Zukunft.


Das Schweigen der Grauen Herren.

Was haben die Herren von der Betreibergesellschaft (HKG) nach wochenlangem Luftholen damals bei der Anhörung vor dem Hammer Stadtrat für wunderbare und elend lange Geschichten erzählt: 'Inhärente Sicherheit - Wir lügen doch nicht - Vertrauen Sie uns - Wir sind doch Ihre Nachbarn und leben auch mit unseren Kindern hier' etc. Wer nach diesen Rechtfertigungstiraden noch wach war, empfand Mitleid. Ja, sie konnten einem fast leid tun, die Armen. Nur leider hatten all diese Geschichten kleine Fehler, waren nicht ganz wahr oder lenkten einfach nur plump vom Thema ab (z.B. Die Kinder des Vortragenden gingen, 8-9 Monate im Jahr, auf ein Internat in der Schweiz ...).

***

Damals wie Heute - Intransparenz, Täuschung und Desinformation, wie bei 'Don Nukleone' zuhause ...

Comic für Insider: "Don Nukleone" und seine rasend aktiven Nachfolger

Don Nukleone und der Misthaufen

Apropos 'Don Nukleone', die älteren unserer Leser werden die frapierende Ähnlichkeit mit einem prominenten deutschen Politiker und großem Atombomben-Fan des letzten Jahrhunderts sofort erkennen, doch Wer zum Teufel ist dieser Hahn? Na? - Die Lösung dieses Rätsels finden Sie im THTR-Rundbrief Nr. 127

Zitat aus der KIKK-Studie von 2007:

"Mit zunehmender Nähe des Wohnortes zu einem Atomkraftwerk steigt das Krebsrisiko für Kinder."

Die KIKK-Studie, veröffentlicht Ende 2007, sowie eine Studie aus den USA vom Sommer 2007, legen diesen Zusammenhang nahe. Ob wohl auch irgendwann mal rechtliche Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen gezogen werden?

Eine wirklich umfassende Krebsstudie wird von der Politik blockiert ... (siehe: Worum es geht)

Während wir also weiter auf längst überfällige Konsequenzen warten, habe ich die einzig realistische Konsequenz schon mal visualisiert:

Vorlage für Aufkleber

leukaemie2.1

4 Aufkleber auf einem DinA4-Bogen als pdf-Datei. Herunterladen, in einen Copyshop bringen oder per E-Mail schicken und auf Aufkleber-Folie ausdrucken lassen. Zuschneiden und fertig.

***

Pünktlich zum Sommerloch 2010 erschien dann ein, für die Betreiber von Atomanlagen sehr beruhigendes Gegengutachten, die KuK-Studie von der Universität Mainz. Was man davon halten darf, bringt z.B. der IPPNW in seiner Kritik, 'Schützenhilfe für die Atomindustrie' vom 21.07.2010, recht gut auf den Punkt.

Die Betreiber der Atomanlagen machen also nach wie vor, sehr geschickt, was sie am besten können, sie betreiben ihre Atomkraftwerke mehr schlecht als recht, sie bezahlen ihre Politiker gut (Die RWE zahlte 2001 dem CDU-General Laurenz Meyer 130.000 Euro. siehe 'Laurenz Nimmersatt' im Spiegel) und sie sind wahre Meister der Desinformation.

Unsere Politiker tun so, meist weit weniger geschickt, als würden sie etwas tun. Nun gut, Politiker tun ja auch was, sie fördern vor allem sich selbst, sie kopieren fleissig für Ihre Doktorarbeiten oder sie schinden sonstwie Zeit bis zur nächsten Wahl ...

Den Herren von der Atomindustrie und ihren Lobbyisten in der Politik kann man ja so einiges vorwerfen, aber in Sachen 'Kommunikation als Kunst' kann ich nur den Hut ziehen, die fahren da eine sehr klare und konsequente Linie:

Drei Affen aus Wikipedia, Fotograf Marcus Tièschky in Nikkö Japan

Nichts hören - Nichts sagen - Nichts sehen

Wenn das dann alles nicht mehr funktioniert heißt die Devise 'In den Schlaf plappern' oder 'Mundtot quatschen'. So haben bis heute Aufsichtsbehörden und Politik keine Mittel und Wege gefunden (oder gesucht?) diesen Herren auf die Finger zu schauen.

Vorschlag an die Politik: Anstatt die Videoüberwachung öffentlicher Plätze voranzutreiben, solltet Ihr die lückenlose Videoüberwachung der Atomkraftwerks-Leitstände anordnen.

(Nachtrag - Die Videoüberwachung öffentlicher Plätz in ganz Deutschland ist so gut wie vollbracht, kein U-Bahnhof, kein Springbrunnen ohne Videoüberwachung. Die Leitstände der Atomanlagen werden noch immer nicht unabhängig überwacht. Wenn etwas passiert, können immer noch einfach die Messgeräte abgeschaltet werden, so wie 1986 in Hamm Uentrop.)

10 Lügen der Atomlobby - Anschauen, ausdrucken und unter's Volk bringen!


Wie und warum diese Homepage ins Internet kam:

Als ich im Jahre 2003 im WWW nach den Begriffen - Atomkraftwerk, AKW, Atomanlagen, Kraftwerk, THTR, HTR, PBMR, Kugelhaufen-, Thorium Hochtemperaturreaktor Hamm Uentrop - etc. gesucht habe fiel mir auf, dass es im Internet von Lobpreisungen und verharmlosenden Nacherzählungen aus den Prospekten der Industrie nur so wimmelte, es aber kaum eine kritische Anmerkungen gab, z.B. zu den skandalösen Geschehnissen rund um das 'meldepflichtige Ereigniss' - den 'Störfall' im Mai 1986. Also ging ich an die Arbeit ...

Damals, als 1989 der THTR dann endlich abgeschaltet wurde, heulten die verantwortlichen Strahlemänner leise vor sich hin, die Politiker wären eingeknickt, hätten sie hängen lassen und wären sowieso keine richtigen Männer, denn richtige Männer machen nicht einfach den Laden dicht wenn es mal eng wird.

Bis zum heutigen Tag erzählen diese Stromer immer noch die gleiche Geschichte. Die Atomkraftwerksbetreiber und deren, gut finanzierten, Lobbyisten und Unterstützer in der Politik reden von der Abschaltung des THTRs aus wirtschaftlichen Gründen und erzählen damit einfach nicht die ganze Geschichte.

Fakt ist:

1.) Die Bauzeit des Reaktors war auf 5 Jahre veranschlagt, gedauert hat es dann aber drei mal so lange nämlich stolze 15 Jahre. Die Kosten verdreifachten sich in der Zeit nicht etwa, nein, sie multiplizierten sich mal 6, von geplanten 650 Millionen DM auf min. 4 Milliarden DM. Die notwendigen Reparaturen an dem Reaktor hätten noch weitere Milliarden DM an Steuergeldern gekostet. Jede andere Entscheidung der Politik, ausser der Abschaltung des THTR, wäre wirtschaftlicher Unsinn gewesen.

2.) Der Störfall im Mai 1986. Danach wurde zuerst der ganze Vorfall von der Betreibergesellschaft HKG bestritten - "An welchem Tag sagten Sie? Nein, da liegt nichts vor, an dem Tag ist nichts Außergewöhnliches passiert!" Als der Störfall dann nicht mehr zu leugnen war, wurde die Freisetzung von Radioaktivität in die Umwelt erst abgestritten, dann 'ganz Vorsichtig'  eingeräumt und schließlich stritten sie um die Menge der entwichenen Strahlung, denn das Messgerät war ja abgeschaltet worden und so gab es nun mal keine genauen Daten. Nur Stück für Stück kam die Wahrheit ans Licht, immer nur gerade so viel wie nicht mehr geleugnet werden konnte.

3.) Die Gefahr der Proliferation (Weiterverbreitung von waffenfähigem Material). Igitt, wie unanständig - Darüber redet man doch nicht, weder damals noch heute, im Internet genau so wenig wie in den Hochglanz-Broschüren der Industrie. Obwohl diese Herren sehr genau wissen, dass gerade beim Kugelhaufen-Reaktor die Entnahme von Brennmaterial sehr leicht möglich ist, da dies ein wichtiger Teil des Systems eines Kugelhaufen-Reaktors ist. Oben kommen die frisch angereicherten, ca. 6 cm großen Uran-Kugeln rein und unten fallen sie als fertig ausgebrütete, handliche Plutonium-Portionen wieder heraus. Ein ideales Ausgangsmaterial für den feierabendlichen Bombenbau zu Hause.

4.) Die Entsorgung. Lohnt es sich wirklich darüber zu reden? Diese beruhigend klingende Wortschöpfung ist doch eh nur ein linguistischer Scherz. Genau wie  das Ende in 'Endlagerung', es gibt keine 'Entsorgung' und auch keine 'Endlagerung', es gibt höchstens ein Verschieben des Problems auf Morgen per Zwischenlagerung - Manjana, Manjana in ein paar hundert Jahren sind unsere Enkel dann sowieso viel schlauer als wir. Falls sie das überleben sollten.

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Selbst im Jahre 2011 liest sich 'Wikipedia' noch immer wie von der Industrie geschrieben. - Die Atomindustrie beschäftigt ja dankenswerter Weise viele Praktikanten und von denen passen scheinbar etliche auf 'Wikipedia' auf. - Konkrete Informationen, ein ausgewogenes 'Für und Wider'? Fehlanzeige auf ganzer Linie!

Die Atom-Lobbyisten erzählen uns statt dessen Atomkraft könne z.B. das Klima schützen, kein CO2 und so ... Hurra, Hurra und wie gut das doch zum Geist der Zeit passt! Es ist zwar nicht wahr, hört sich aber irre gut an!

Atomstrom ist keine Lösung - Die Energieklippe - von Jan Willem Storm van Leeuwen

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Worum es geht:

Krebsstudien - Wann werden die gesundheitlichen Risiken umfassend und ernsthaft untersucht?

Wir brauchen Krebsstudien! Ohne Einschränkungen. Nicht nur eine Kinderkrebs-Studie mit fragwürdigen Einschränkungen - 'Aber bitte nur in der Nähe von den derzeit 17 noch Strom produzierenden Atomkraftwerken'. - Nein, umfassende Krebsstudien die alle Menschen und alle Atomanlagen, auch längst geschlossene Anlagen oder Versuchsgelände, beinhaltet. Forschungs- und Versuchsanlagen wie die in Jülich und Hamm ebenso wie die ehemaligen Stätten der Uranförderung, produzierende Anlagen ebenso wie z.B. das Zwischenlager in Ahaus, Urenco in Gronau und die Standorte der GKSS ... uvm.

Wie kann man einerseits den Kampf gegen den Terror propagieren und andererseits für die weltweite Verbreitung von atomwaffenfähigem Material sorgen?

Die zivile Atomindustrie und die Waffenindustrie arbeiten hoch lukrativ, effektiv und Hand in Hand. Die Einen streuen das Material für den Bau von schmutzigen Bomben, weltweit. Die Anderen bewaffnen die Polizei und das Militär, damit die gegen die Terroristen kämpfen und das verstreute radioaktive Material zurück holen, weltweit.

Wo ging all die Kohle (Euro) hin? Wo wird die gebunkert? In der Schweiz, in Lichtenstein oder in der Karibik?!

Erst etliche Milliarden DM und später mindestens ebenso viele Milliarden Euro Steuergelder sind durch die Taschen der Atomindustrie gewandert, war da alles koscher?

Fragen über Fragen, wir suchen Antworten. Helft mit!

Ich, Baujahr 1957, habe die Ereignisse rund um den THTR in den Jahren 1986 - 1989 noch ganz gut in Erinnerung und betrachte es daher als meine Aufgabe, die Geschichte aus meiner Sicht zu dokumentieren bevor auch bei mir der große Vergesserich zuschlägt.

(Ähnlichkeiten mit anderen lebenden Personen sind nicht ausgeschlossen ... ;-)

Ich erhebe dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit meiner Recherchen u./o. technischen Totaldurchblick, soll heißen: Ihr seid herzlichst eingeladen an der Homepage bzw. in einer der 'BürgerInitiativen' in eurer Nähe mit zu arbeiten. Infos und frische Ideen kann man nie genug bekommen.


Gewidmet ist diese Seite den Mitgliedern der verschiedenen Bürgerinitiativen aus der näheren und weiteren Umgebung des Reaktors, ganz unterschiedlichen Menschen ohne bestimmte politische Präferenzen, die sich am THTR trafen um Einigkeit gegen eine Menschen verachtende Technik zu demonstrieren.

Ohne das gewaltfreie Engagement all dieser Menschen wäre es nicht gelungen die damalige 'Atom Hurra Politik' zu ändern. Besondere Erwähnung verdient hierbei der kontinuierliche und unermüdliche Einsatz der Bauern sowie deren Bereitschaft alles Erforderliche zu tun.

Logo der Bauern und Verbraucher gegen Atomenergie - Eine Heugabel und eine Gabel gekreuzt vor dem THTR

Aber - Halt Stop -

Wie Ihr auf den folgenden Seiten sehen werdet ist die Sache noch lange nicht ausgestanden. Die 'Freunde einer strahlenden Zukunft' haben sich nicht von ihrem Weg abbringen lassen. Die hier in Deutschland, trotz verbaler Ausstiegsbeteuerungen, mit Steuergeldern kontinuierlich weiter entwickelte HTR Technik soll unter dem Namen PBMR (Pebble Bed Modular Reactor) weltweit ans Netz gehen. Dabei werden natürlich wieder die Entwicklungskosten vom Steuerzahler getragen, die Risiken der örtlichen Bevölkerung überlassen und die entstehenden Gewinne privatisiert. Also alles wie gehabt!

Wenn Ihr zufällig noch über Fotos, Anschauungsmaterial u./o. andere Informationen verfügt, lasst mir diese doch bitte zukommen.

Viel Spaß beim Lesen zu wünschen wäre bei dem Thema wohl wenig angebracht, statt dessen wünsche ich euch viel Durchhaltevermögen bei der Lektüre und noch viel mehr Geduld und Leidenschaft bei der Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse.

Namen von Informanten und Unterstützern werden nur auf deren ausdrücklichen Wunsch genannt.

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