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INES - Liste der AKW Störfälle Drucken

Die internationale Bewertungsskala INES
Liste der meldepflichtigen Ereignisse, Störfälle und Unfälle in kerntechnischen Anlagen

International Nuclear Event Scale

Das komplette Handbuch der IAEA (in englischer Sprache) für die Anwendung der Skala (INES-2009_web.pdf). Internetseite der IAEA

INES - Internationale Bewertungsskala - Bild von der GRS

Stufe 0 - 7 / Kurzbezeichnung

Aspekte

1. Aspekt:

Radiologische Auswirkungen außerhalb der Anlage

2. Aspekt:

Radiologische Auswirkungen innerhalb der Anlage

3. Aspekt:

Beeinträchtigung der Sicherheitsvorkehrungen

INES Kategorie 7

7 Katastrophaler Unfall

Schwerste Freisetzung:

Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in einem weiten Umfeld

   
INES Kategorie 6

6 Schwerer Unfall

Erhebliche Freisetzung:

Voller Einsatz der Katastrophenschutz-
maßnahmen

   
INES Kategorie 5

5 Ernster Unfall

Begrenzte Freisetzung:

Einsatz einzelner Katastrophenschutz-
maßnahmen

Schwere Schäden am Reaktorkern / an den radiologischen Barrieren  
INES Kategorie 4

4 Unfall

Geringe Freisetzung:

Strahlenexposition der Bevölkerung etwa in der Höhe der natürlichen Strahlenexposition

Begrenzte Schäden am Reaktorkern / an den radiologischen Barrieren

Strahlenexposition beim Personal mit Todesfolge

 
INES Kategorie 3

3 Ernster Störfall

Sehr geringe Freisetzung:

Strahlenexposition der Bevölkerung in Höhe eines Bruchteils der natürlichen Strahlenexposition

Schwere Kontaminationen

Akute Gesundheitsschäden beim Personal

Beinahe Unfall

Weitgehender Ausfall der gestaffelten Sicherheitsvorkehrungen

INES Kategorie 2

2 Störfall

  Erhebliche Kontamination

Unzulässig hohe Strahlenexposition beim Personal

Störfall

Begrenzter Ausfall der gestaffelten Sicherheitsvorkehrungen

INES Kategorie 1

1 Störung

    Abweichung von den zulässigen Bereichen für den sicheren Betrieb der Anlage
INES Kategorie 0

0 Meldepflichtiges Ereigniss

    Keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung

Mehr zu INES von der GRS - Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH



Liste der Störfälle in kerntechnischen Anlagen

Meldepflichtige Ereignisse, Störungen, Störfälle und Unfälle in Atomanlagen weltweit

Fukushima hat uns alle aufgerüttelt. Ich wollte aber nicht in stiller Andacht und Betroffenheit versinken, nicht Origami-Papierkraniche falten und Kerzen anzünden oder sonst irgend welche sinnfreien Übersprungshandlungen vollführen. Fahne schwenkend auf der Straße rumlaufen, Parolen brüllen und mir das heuchlerische Geschwätz von Politikern anhören, das alles ist nicht so ganz mein Ding. Also habe ich angefangen diese Liste zu erstellen. Dank Wikipedia konnte ich die Daten aus drei - vier verschiedenen Listen zu einer Liste zusammen bringen. So eine, hoffentlich einigermassen vollständige, Übersicht hatte ich schon immer vermisst, war aber zu faul das selbst anzugehen - bis jetzt.

Während z.B. der Super-Gau von Tschernobyl sicherlich korrekt als Stufe 7 und der beinahe Super-Gau von Harrisburg als Stufe 5 eingestuft wurden, hat man trotz der Freisetzung von kontaminiertem Helium in die Umwelt am 05. Mai 1986 ausgehend vom THTR 300 in Hamm/Uentrop diesen Vorfall irritierender Weise nur als Stufe 0 eingeordnet! Andere Vorfälle konnte ich nicht korrekt einordnen weil die Gemengelage unklar ist (z.B. Gundremmingen 1975 und auch 1977). In der folgenden Liste stehen ansonsten nur die mindestens 'meldepflichtigen Ereignisse' der Stufe 0.

Während der Arbeit an dieser Liste 'stolperte' ich sowohl über die zwei Atombomben von Hiroshima und Nagasaki als auch über die 2052 Atombombentests die weltweit zwischen 1945 und 1990 durchgeführt wurden. Ziemlich 'Off Topic', aber ganz weglassen wollte und konnte ich diese Fakten nicht. Erwähnung finden also sowohl der erste Atombombentest 1945 in den USA, die 6 Wasserstoffbombentests der 'Operation Castle' 1954 auf dem Bikini-Atoll und auch der letzte Atombombentest 1990 in Nordkorea. All diese Ereignisse trugen und tragen auch heute noch zu dem bei was man 'Hintergrundstrahlung' nennt.
Das ist nicht die 'reine Lehre', ich weiß und entschuldige mich schon mal im Voraus dafür.

Sollte ich etwas wirklich Wichtiges vergessen, übersehen oder sonst einen Fehler eingebaut haben, geschah das sicher nicht in der Absicht den 'Mr. copy and paste K.-T. zu Guttenberg' zu toppen, teilen Sie bitte Ihr Wissen mit mir und weisen Sie mich darauf hin. Ich werde jedem seriösen Hinweis nachgehen und auch gegebenenfalls berücksichtigen.

Werner Neubauer

PS. 'Hintergrundstrahlung' ist das was täglich an Strahlung auf uns einwirkt und setzt sich zusammen wie folgt:

  • Strahlung ausgehend von natürlichen Uranvorkommen und aus dem Erdreich entweichendem Radongas. (seit Millionen von Jahren)
  • Die Röntgenstrahlung die uns bei radiologischen Untersuchungen durchdringt. (seit 1895, also eine ziemlich neue Erfindung)
  • All das was hier aufgelistet ist ... (seit Anfang 1945)

Quellenangaben

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2011

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17.03.2011 Kernkraftwerk Pickering in Ontario/Kanada

Nach Angaben des Betreibers flossen 73.000 Liter Wasser aus dem AKW Pickering wegen eines Dichtungsproblems an einer Pumpe in den See, der an der Grenze zwischen Kanada und den USA liegt. Das Wasser enthielt den Angaben zufolge Spuren von Tritium, einem radioaktiven Material. (INES-Einstufung ist mir noch nicht bekannt)

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13.03.2011 Kernkraftwerk Doel/Belgien INES Kategorie 2

Am 13. März 2011 wurde ein Schaden an der Wasserpumpe der Einheit 4 entdeckt und als INES Stufe 2 eingestuft.

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12.03.2011 Fukushima 2 Daini/Japan INES Kategorie 3

Durch das große Erdbeben vom 11. März 2011 und den darauf folgenden Tsunami kam es im Kernkraftwerk Fukushima-Daini (Fukushima II) in allen 4 Reaktorblöcken zu einer automatischen Abschaltung.

Am 12.03.2011 stieg die Temperatur in den Kondensationskammern von Block 1, 2 und 4 auf über 100 °C und die Druckabbausysteme stellten ihre Funktion ein. Für Fukushima II wurde eine Evakuierungszone von 10 Kilometern Radius angeordnet. Der Evakuierungsbereich von Fukushima II lag somit fast vollständig innerhalb der 20 km Evakuierungszone für Fukushima I. Die Temperatur in den 3 Reaktoren sank erst wieder am 15. März auf unter 100°C.

Am 18.04.2011 bewertete die japanische Atomaufsichtsbehörde (NISA) die Vorgänge in Fukushima-Daini als INES Stufe 3.

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12.03.2011 Fukushima 1 Daiichi/Japan INES Kategorie 7

Aufgrund der Schäden an Stromversorgung und Kühlsystem, welche durch das große Tōhoku-Erdbeben vom 11. März 2011 und den darauf folgenden Tsunami verursacht wurden, sowie wegen fehlender Kabel für mobile Stromgeneratoren kam es im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi (Fukushima I) in drei von sechs Reaktorblöcken zu einer Überhitzung des Reaktorkerns.

Es kam zu mehreren Explosionen:
Im Block 1 am 12. März,
im Block 3 am 14. März und
im Block 2 am 15. März,

bei denen die äußeren Gebäudehüllen zerstört wurden und radioaktives Material freigesetzt wurde. Zudem brach am 15. März in Reaktorblock 4 ein Brand aus. Zur behelfsmäßigen Kühlung sowie zum Schutz vor radioaktiver Strahlung wurden die Reaktorkerne von Block 1 und 3 mit Meerwasser und Borsäure geflutet. Seitens der japanischen Regierung wurden in mehreren Schritten Evakuierungsmaßnahmen mit einem Radius von zuletzt 20 km angeordnet, von denen bislang etwa 80.000 Menschen betroffen sind.

Die Ereignisse in den Blöcken 1 bis 3 wurden von der Japanischen Atomaufsichtsbehörde (NISA) am 18. März 2011 vorläufig der Stufe INES 5 zugeordnet. Von der französischen Atomsicherheitsbehörde Autorité de sûreté nucléaire (ASN) und dem US-amerikanischen Institute for Science and International Security (ISIS) wurden die Vorfälle am 15. März jedoch eher mit INES Stufe 6 bewertet.

Am 12.04.2011 setzte die japanische Atomaufsichtsbehörde (NISA) Fukushima-Daiichi auf eine Stufe mit der Katastrophe in Tschernobyl (INES Stufe 7).

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16.02.2011 Kernkraftwerk Tricastin/Frankreich INES Kategorie 2

Am 16. Februar wurde festgestellt, dass in mehr als der Hälfte der Notstrom-Dieselgeneratoren der Blöcke 3 und 4 einige vor zwei Jahren zwecks Erneuerung eingesetzte Einzelteile bei etwas längerer Laufzeit des Diesels vorzeitig versagen können. Diese Qualitätsmängel erwiesen sich bei einem Test in einem anderen KKW als Totalausfalls-Ursache der Diesel, die aber dort nur zum kleineren Teil damit ausgestattet waren. Bei Ausfall des externen Stromnetzes und des Reservenetzes (Notstromfall) wäre damit bei Tricastin 3/4 die Stromversorgung zum Runterkühlen der Nachzerfalls-Wärme im Reaktorkern nicht gesichert gewesen, es hätte schlimmstenfalls sogar in beiden Blöcken zu einer Kernschmelze führen können. (INES Stufe 2)

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Quellenangaben


2010

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit, es gab keine großen AKW Störfälle ...
Oder habe ich irgend etwas nicht mitgekriegt?

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Quellenangaben

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2009

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27.12.2009 Kernkraftwerk Fessenheim/Frankreich INES Kategorie 1

Am 27. Dezember ereignete sich im Kernkraftwerk Fessenheim eine ähnliche Störung wie zuvor in Cruas, bei der Pflanzenreste in den Kühlkreislauf gerieten, als der Reaktor hochgefahren wurde (INES Stufe 1).

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02.12.2009 Kernkraftwerk Cruas/Frankreich INES Kategorie 2

Am 2. Dezember sammelte sich im Block 4 des Kernkraftwerks Cruas Laub und anderes Herbst-Schwemmgut im Fluss-Kühlwasserkreislauf und verstopfte ihn. Der Reaktor wurde abgeschaltet und mit der Fluss-unabhängigen Notspeisung über die Dampferzeuger in den Hot Standby gefahren. Der Reaktorkern muss jedoch auch nach diesem Vorgang mit dem Fluss-Kühlwasser - wegen des andauernden Nachzerfalls - im sog. Nachkühl-Betrieb weiter gekühlt werden, damit er nicht überhitzt und schmilzt. Es wurde der interne Notfallplan ausgelöst und als Notfall-Maßnahme der Abklingbecken-Kühlkreis der abgebrannten Brennelemente an den Reaktor-Kühlkreis angeschlossen. Nach 5,5 Stunden war die Verstopfung im Einlauf-Bauwerk beseitigt und der normale Nachkühl-Betrieb wieder hergestellt. Der Störfall wurde mit INES 2 eingestuft.

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15.10.2009 Kernkraftwerk Cadarache/Frankreich INES Kategorie 2

In der französischen kerntechnischen Anlage Cadarache wurden vermutlich schon im Juni bei Demontagearbeiten 39 Kilogramm Plutonium entdeckt. Die Atomsicherheitsbehörde stoppte die Arbeiten am 15. Oktober und ordnete den Störfall in die INES Kategorie 2 ein. Zudem warf sie dem Betreiber vor, das Ereignis nicht rechtzeitig gemeldet zu haben.

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(Off-Topic) Kernwaffentests sind zwar ziemlich neben unserem Thema aber ich möchte sie trotzdem nicht unerwähnt lassen.

25. Mai 2009 Nordkoreas zweiter Atombombentest

Unterirdisch, 10-20 Kilotonnen (kT) - Bis dato (2011) der letzte der insgesamt 2052 Atomwaffentests weltweit, möge es auch so bleiben.

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Quellenangaben


2008

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September - November 2008 Ascó/Spanien INES Kategorie 1 - 3

In der Doppelblock-Anlage wurden zwischen 5. September und 6. November acht INES-Störfälle registriert, davon fünf in Block II. (Quelle: CSN)

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Oktober 2008 Gravelines 5/Frankreich INES Kategorie 1 - 3

Während der Revision im Juni wurde der Motor eines der zwei Notstromdiesel ersetzt. Nach über drei Monaten erst, im Oktober, wurde festgestellt, dass dieser Ersatzmotor nicht ordnungsgemäß eingebaut war: Der Diesel wäre drei Monate nicht verfügbar gewesen, was einen deutlich zu langen Redundanz-Ausfall darstellt (Quelle: ASN).

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25.08.2008 IRE Fleurus/Belgien INES Kategorie 3

Im Bereich der Abfallbeseitigung des Instituts für Radionuklide (franz. Institut des Radioéléments - IRE) im belgischen Fleurus kam es beim Umfüllen von flüssigen Abfällen zur Freisetzung von geschätzten 45 GBq Jod-131 über den Kamin. Die belgische Atomaufsichtsbehörde Agence Fédérale de Contrôle Nucleaire (AFCN) legte das IRE, ein Produzent von Radioisotopen für den Medizinbereich, sofort nach der Unfallmeldung still. Die Anwohner wurden sechs Tage nach dem Störfall von der Polizei über Lautsprecher vor dem Verzehr von Obst, Gemüse, Milch und Wasser aus der Umgebung gewarnt, nachdem der Krisenstab der Regierung die anfängliche Entwarnung widerrufen und das europäische Informationssystem ECURIE aktiviert hatte. Das Ereignis wurde als „Ernster Störfall“ der Stufe 3 auf der INES-Skala eingeordnet.

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15.07.2008 Kernkraftwerk Garoña/Spanien INES Kategorie 1 - 3

Am 15. Juli und am 19. August wurden die beiden Batterie-Systeme des Werks getestet. Deren ermittelte Kapazität war gemäß Behörde CSN ungenügend. Diese Gleichstrom-Systeme erfüllen bei Störfällen diverse Sicherheits-Funktionen, so etwa als Starthilfe für die Notstrom-Diesel oder Anzeige des Reaktor-Zustandes. Problematisch an diesem Ereignis ist vor allem auch, dass nach Feststellung der Fehlfunktion des ersten Systems am 15. Juli das zweite System vom Betreiber nicht sofort, sondern erst am 19. August getestet wurde.

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Juli 2008 Kernkraftwerk Tricastin/Frankreich INES Kategorie 1 - 3

Am 23. Juli wurden bei Wartungsarbeiten im Kraftwerk etwa 100 Menschen radioaktiv kontaminiert, allerdings unterhalb der Dosis-Grenzwerte (Quelle: ASN)

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Juli 2008 Eurodif/Frankreich INES Kategorie 1 - 3

Am 8. Juli liefen in der Uran-Anreicherungsanlage Eurodif 30 Kubikmeter radioaktive Flüssigkeit aus und gelangten teilweise in umliegende Flussläufe (Quellen: ASN/IRSN)

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06.06.2008 Kernkraftwerk Philippsburg/Deutschland INES Kategorie 1

Laut dem baden-württembergischen Umweltministerium wurde in der Nacht zum Freitag den 6. Juni 2008 im Sicherheitsbehälter des Block I ein Druckabfall festgestellt, der die zulässigen Werte übersteigt. Der Behälter, der wichtige Teile des Reaktors einschließt, hat im normalen Betrieb einen leichten Überdruck von 20 Millibar. Der ermittelte Druckabfall betrug laut Ministerium 1 Millibar pro Stunde und war auf eine undichte Stelle zurückzuführen. Das Leck sei beim Anfahren der Anlage nach der Revision und unmittelbar nach dem Fluten des Behälters mit Stickstoff aufgetreten. (INES Stufe 1)

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Juni 2008 Kernkraftwerk Riwne/Ukraine INES Kategorie 1 - 3

Knapp zwei Wochen nach Krško wiederholte sich dasselbe Szenario im ukrainischen Kernkraftwerk Riwne/Rowno. Diesmal berichteten die Medien nur sehr spärlich resp. gar nicht darüber. Das Kraftwerk wurde vorübergehend vom Netz genommen.

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Mai 2008 Kernkraftwerk Cruas 4/Frankreich INES Kategorie 1 - 3

Dieser Block befand sich im Revisions-Stillstand mit geöffnetem Reaktor. Plötzlich wurde bemerkt, dass zwei Ventile der Nachwärme-Abfuhr volle vier Tage nur teilweise offen standen, was die Nachzerfalls-Wärmeabfuhr deutlich behinderte. Von einem automatischen Alarm schreibt ASN nichts, es ist somit denkbar, dass das ganze nach diesen vier Tagen erst durch Dampf-Erscheinungen im Reaktor- Flutbecken bemerkt wurde (Anm.: KKW müssen den Brennstoff auch nach dem ersten Abkühlen und Öffnen des Reaktors kühlen, da die Spaltprodukte auch weiterhin, mit degressiver Intensität, zerfallen). Dass offenbar keine ungewöhnlichen Dosen registriert wurden, ist dadurch erklärbar, dass das Reaktorwasser vor dem Runterfahren technisch gereinigt wird.

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April 2008 Kernkraftwerk Flamanville/Frankreich INES Kategorie 1 - 3

Im Block 2 wurde gem. der Aufsicht ASN "starke Korrosion" in den Motor-Kühlleitungen beider Notstrom-Dieselaggregate festgestellt. Die Sicherheitsreserven für einen Notstromfall waren daher klein.

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April 2008 Ascó/Spanien INES Kategorie 2

Entdeckung von Radioaktivität aus dem Brennelementegebäude auf dem Werksareal. Die Dosen lagen zwar unterhalb der Grenzwerte, dennoch stufte die Behörde CSN den Vorfall mit INES 2 ein: Der Betreiber hatte Monate lang deutliche Indizien (Auslösung von Aktivitäts-Alarmen) missgedeutet und zuletzt der CSN verharmlosende Daten geliefert.

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04.02.2008 Kernkraftwerk Krümmel/Deutschland

Kernkraftwerk Krümmel – Geesthacht – Im Kraftwerk ereignete sich am Vormittag des 4. Februar 2008 ein Schwelbrand in einer Lüftungsanlage, dieser konnte durch die Werkfeuerwehr binnen einer Stunde mit einem Feuerlöscher gelöscht werden, externe Hilfe war nicht notwendig. Daraufhin entsandte die Atomaufsichtsbehörde einen Sachverständigen. Radioaktivität war jedoch zu keiner Zeit ausgetreten, da der Unglücksort außerhalb des Reaktorgebäudes lag. Dieser Vorfall erregte erneut hohes Interesse der Medien und wurde von zahlreichen Umweltschutzorganisationen zum Anlass genommen, das Kernkraftwerk Krümmel und die Sicherheit der Kernenergie wiederholt anzuzweifeln. Das Kraftwerk stand zu dieser Zeit seit 2007 still.

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Februar 2008 La Hague/Frankreich INES Kategorie 1 - 3

Die in dieser Wiederaufarbeitungsanlage behandelten hochaktiven Substanzen setzen laufend explosiven Wasserstoff frei, der bei Reaktion mit Sauerstoff die Gebäudedichtheit, die wesentlich verletzlicher ist als bei westlichen Kernkraftwerken, bedroht. Zur Vermeidung einer Explosion wird die Gebäudeluft durch kontinuierliche Zirkulation von Wasserstoff befreit. Während 3,5 Stunden funktionierte diese Umwälzung nur noch im Normalbetrieb, beide Reserveluft-Stränge waren durch Defekt respektive Instandhaltungs-Arbeiten nicht einsatzfähig. (Quelle: ASN)

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Februar 2008 Kernkraftwerk Paluel/Frankreich INES Kategorie 1 - 3

In einem der vier Blöcke wurden im Februar Fehldispositionen von Isolations-Armaturen vorgefunden, die während mehr als fünf Monaten bestanden. "Dies stellte" schreibt die Behörde ASN "während besagtem Zeitraum die Dichtheit des Containments in Frage, wäre ein Unfall passiert". Eine Kernschmelze hätte also möglicherweise Freisetzungen zur Folge gehabt.

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Quellenangaben


2007

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Dezember 2007 Kernkraftwerk Vandellòs 2/Spanien INES Kategorie 1 - 3

Nachdem die acht spanischen KKW-Blöcke in nur drei aufeinander folgenden Monaten 14 INES-Störfälle verzeichnet hatten, ereignete sich im Dezember in Vandellos noch ein Vorfall. Bei einem Test am laufenden Reaktor waren unvorgesehen einige Abschaltstäbe in den Kern eingefallen. Das habe, schreibt die Aufsichtsbehörde CSN, zu einem Druckabfall im Reaktor-Kreislauf geführt, und damit zur Auslösung der Notkühlung. Der danach erfolgende Druckaufbau führte auch zum Ansprechen von Reaktor-Sicherheitsventilen und Ausströmen von leicht kontaminiertem Kühlwasser in den Containment-Sumpf. Es wurde ein interner Notfall-Voralarm ausgelöst.

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21.08.2007 Kernkraftwerk Beznau 1/Schweiz INES Kategorie 1 - 3

Am 21. August war Block 2 in Jahresrevision. Die blockgemeinsame Reservenetz-Einspeisung war für Wartungsarbeiten abgeschaltet. Zur Kompensation wurde der Notstands-Dieselgenerator des auf Volllast laufenden Blocks 1 im Leerlauf zugeschaltet. Nach Retablierung des Reservenetzes wurde bemerkt, dass dieser Diesel störungsbedingt seine Notstrom-Funktion nicht erfüllt hätte. Gemäß der Behörde HSK hätte theoretisch noch eine Querverbindung zum Notstands-Diesel des abgeschalteten Blocks 2 bestanden, dieser Diesel sei aber ebenfalls in Wartung gewesen. Hätte sich ein Hochwasser wie nur zwölf Tage zuvor eingestellt, hätte auch das Wasserkraftwerk nicht mit genügend Notstrom zur Verfügung gestanden. Bei zusätzlicher Unterbrechung des Hauptnetzes wären KKB 1 zur Verhinderung der Kernschmelze damit nur noch zwei Dieselgeneratoren übrig geblieben, jeder davon mit nur 50 % der erforderlichen Notstrom-Leistung. Auch diese oder die daran angeschlossenen Notkühl-Pumpen könnten eventuell relativ kurzfristig nach Zuschaltung störungsbedingt ausfallen.

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Juli 2007 Kernkraftwerk Unterweser/Deutschland INES Kategorie 1

Gemäß E.ON-Meldung vom Juli stand einer von vier Strängen des Not- und Nachkühlsystems während einer nicht umschriebenen Zeit „nur eingeschränkt zur Verfügung“. Zudem seien an einem zweiten Strang periodisch Reparaturarbeiten durchgeführt worden. Die verbliebenen zwei Stränge (2 x 50 %) hätten aber bei Anforderung auch dann noch eine genügende Kühlleistung für den limitierenden Störfall erbracht.

Das BMU ergänzte und kritisierte dann diesen Sachverhalt: Der Fehler im betreffenden Strang sei dem Betreiber über ein Jahr lang bekannt gewesen, aber nicht behoben worden. (INES Stufe 1)

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28.06.2007 Kernkraftwerk Brunsbüttel/Deutschland INES Kategorie 0

Während Wartungsarbeiten im Umspannwerk außerhalb des Kraftwerksgeländes durch die Firma E.ON entstand beim Einschalten eines neu eingebauten Wandlers aus bis jetzt ungeklärter Ursache ein Kurzschluss. Daraufhin wurde das KKW am 28. Juni 2007 vom Netz getrennt und per automatischer Schnellabschaltung heruntergefahren. Die Abschaltung verlief laut TÜV Nord nicht problemlos. In einer Turbine entstand durch austretendes Öl ein kleiner Schwelbrand. Zudem hätten sich Risse an Abdeckblechen gebildet.

Beim Wiederanfahren des Reaktors führte eine Fehlbedienung durch das Personal am 1. Juli zweimal zu Absperrungen im Reaktorwasserreinigungssystem. Bei der Einleitung von Wasser aus dem Reaktor in die Kondensationskammer ist ein Grenzwert überschritten worden. Dieser Grenzwert soll einen Rohrbruch in dem System erkennen lassen und das System dann zur Absperrung leiten, es lag aber kein Rohrbruch vor.

Trotz ausdrücklicher Nachfrage der Reaktoraufsicht am 2. Juli beim stellvertretenden Werksleiter habe dieser dieses meldepflichtige Ereignis zunächst verneint, erst am 6. Juli mittags wurde es offiziell gemeldet. (INES Stufe 0)

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28.06.2007 Kernkraftwerk Krümmel/Deutschland INES Kategorie 0

Auf dem Gelände des KKW begann ebenfalls am 28. Juni 2007 ein Brand an einem Transformator, welcher innerhalb weniger Stunden gelöscht werden konnte. Durch einen Kurzschluss aus nicht geklärter Ursache soll sich Transformatorenöl entzündet haben. Nach Angaben der Behörden bestand keine Gefahr für den Nuklearbereich des Kernkraftwerks. Verletzte hat es nicht gegeben. Der Kernreaktor wurde per Schnellabschaltung heruntergefahren.

Die Feuerwehr war mit ca. 80 Einsatzkräften vor Ort, um Maßnahmen gegen den Brand zu ergreifen. Nach Auffassung des für die Atomaufsicht zuständigen Kieler Sozialministeriums sind die Vorgänge sowohl in Krümmel als auch Brunsbüttel „auf jeden Fall meldepflichtig“. Ein Sprecher des Betreibers des KKW Krümmel, Vattenfall Europe, bestritt dies jedoch zunächst für sein Kraftwerk, da das Ereignis außerhalb des Reaktors stattgefunden habe. Später räumte das zuständige Ministerium ein, dass auch der Reaktor sekundär betroffen war. Ein zu schnelles Druckabsenken des Reaktors aufgrund menschlichen Fehlverhaltens – der Reaktorfahrer hatte eine Anweisung seines Vorgesetzten falsch verstanden und zwei Sicherheits- und Entlastungsventile von Hand geöffnet – und „unplanmäßiger Ausfall einer von mehreren Reaktorspeisewasserpumpen“ führte zu einem „schnellen Druck- und Füllstandsabfall im Reaktordruckbehälter“ von 65 auf 20 bar. „Es war trotzdem jederzeit genügend Wasser über den Brennstäben“, sagte ein Ministeriumssprecher. Durch die automatische Zuschaltung eines weiteren Sicherheitssystems konnte der Wasserstands- und Druckabfall ausgeglichen werden. Vattenfall bestätigte die Vorgänge, erklärte aber, man habe das Ministerium „unmittelbar nach dem Brand und der Schnellabschaltung“ über die Auffälligkeiten informiert. Bei der Schnellabschaltung kam es auch zu Problemen mit der Eigenstromversorgung des Kraftwerks und mit der Datensicherung. Des Weiteren gelangten Rauchgase des Brandes durch das Lüftungssystem in den Leitstand, sodass der Reaktorfahrer seinen Dienst nach Öffnung der Ventile vorsorglich nur mit einer Atemschutzmaske fortsetzen konnte.

Aufgrund dieser Pannenserie schaltete sich die Atomaufsicht des Bundesumweltministeriums ein. Am 13. Juli 2007 gab es Durchsuchungen durch die Polizei, da Vattenfall mehrfach eine Befragung des Reaktorfahrers verweigert hatte. Einen Durchsuchungsbefehl gab es nach einer Anzeige der taz, es hätte angeblich Verletzte im Leitstand gegeben.

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Juni 2007 Kernkraftwerk Cattenom/Frankreich INES Kategorie 1 - 3

Das Werk an der Grenze zum Saarland entließ im Juni Zink in einer Konzentration in die Mosel, die über dem erlaubten Grenzwert lag. Die Jahreslimite sei aber nicht überschritten, schreibt EDF; wobei unklar bleibt, ob es sich um Normal-Zink (Schwermetall) oder um das radioaktive Isotop handelte.

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07.05.2007 Kernkraftwerk Philippsburg/Deutschland INES Kategorie 1

Am 7. Mai 2007 wurde der Sicherheitsbehälter nach einer Revision "wegen eines nicht exakt geschalteten Endschalters" nicht richtig geschlossen. Auf beiden Seiten der Personenschleuse stand ein Ventil offen (INES Stufe 1).

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Kernkraftwerk Leibstadt/Schweiz INES Kategorie 1 - 3

Durch irrtümliche Auslösung des automatischen Druckabbau-Systems (DAS) während eines Tests im Normalbetrieb öffneten einige Ventile der Druckentlastung des Reaktorsystems. Das Wasser musste mit der Notkühlung nachgeführt werden (Quellen: IAEO, HSK)

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April 2007 Kernkraftwerk Penly 2/Frankreich INES Kategorie 1 - 3

Beim Wiederhochfahren des Blocks nach der Revision wurde im April nach zwei Tagen bei Tests bemerkt, dass alle Pumpen der Notkühlung während der zwei Tage im Anforderungsfall unverfügbar gewesen wären (Quelle: ASN)

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Kernkraftwerk Dampierre/Frankreich INES Kategorie 1

Ausfall von externem Netz einschließlich Reservenetz sowie von einem Notstrom-Dieselaggregat mit 100 % Versorgungs-Kapazität. Das Werk liegt ca. 80 km vor Paris. Der Reaktor wurde mit dem einzigen verbliebenen Diesel (100 %) heruntergekühlt. Dennoch stufte die französische Behörde ASN den Störfall nur mit INES 1 ein. Begründung: Es seien noch die Redundanz-Reserven eigendampf-getriebene Hilfsturbine (sofort einsatzfähig) sowie Gasturbine (deren Synchronisation könne aber Stunden dauern) vorhanden gewesen (Quellen: ASN, IRSN)

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Quellenangaben


2006

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25. Juli 2006 Forsmark/Schweden INES Kategorie 1 - 3

Am 25. Juli 2006 wurde der Reaktor Forsmark-1 nach einem Kurzschluss in der Umspannstation, über die das AKW seinen Strom ans allgemeine Netz abführt, von der Stromversorgung automatisch getrennt. Dies führte zu einem Lastabwurf des Generators und die im Reaktor produzierte Wärme konnte nicht mehr in elektrische Leistung umgesetzt werden. Der Reaktor wurde über eine Schnellabschaltung heruntergefahren. Der Strom für die Steuerung des Kernkraftwerkes und die Speisepumpen, die die Nachzerfallswärme abführen müssen, fiel aus. Er musste ersatzweise durch Diesel-Notstromaggregate bereitgestellt werden. Jedoch konnten zwei der vier Generatoren nicht in das Notstromnetz einspeisen, da sie mit der 500 V Leitung elektrisch verbunden blieben, die jedoch ausgefallen war. Zusätzlich versagte die Stromversorgung für einen Teil der Messgeräte in der Leitwarte. Nach 23 Minuten konnten die beiden anderen Dieselaggregate manuell zugeschaltet werden. Durch diese Zuschaltung konnte der Wasserstand im Reaktor wieder auf Normalniveau angehoben werden. Nach Angaben der schwedischen Strahlenschutzbehörde SKI sei eine akute Kernschmelze zu keiner Zeit des Störfalls zu erwarten gewesen, dennoch hätte es sich um einen sehr ernsten Zwischenfall gehandelt.

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11. März 2006 IRE Fleurus/Belgien INES Kategorie 4

In einer Bestrahlungsanlage zur Herstellung radiopharmazeutischer Produkte beim Institut national des radio-éléments (IRE) wurde aufgrund eines Hydraulik-Versagens eine Kobalt-Quelle aus einem strahlenabschirmenden Wasserbecken gehoben, obwohl kein Bestrahlungsvorgang stattfand und die Tür zum Raum offenstand. Aufgrund des ausgelösten Alarms betrat ein Angestellter den Raum. Während des Aufenthaltes von nur 20 Sekunden erhielt er eine Strahlendosis von rund 4,6 Sievert, die mittelfristig lebensbedrohlich sein kann (INES Stufe 4). (Unfälle in rein medizinischen Anlagen werden gewöhnlich nicht INES-klassifiziert, beim IRE handelt es sich aber um eine kerntechnische Anlage).

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01. März 2006 Kosloduj 5/Bulgarien INES Kategorie 2

Während des Herunterfahrens des 5. Blocks am 1. März nach dem Ausfall einer Hauptkühlmittelpumpe blieben ein Drittel aller Steuerelemente in der oberen Position hängen. Zur Abschaltung des Reaktors musste eine Notborierung durchgeführt werden. Der Betreiber hatte den Zwischenfall ursprünglich auf INES 0 eingeordnet, aber die Aufsichtsbehörde korrigierte auf INES Stufe 2.

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Quellenangaben


2005

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29. Juni 2005 Forsmark/Schweden INES Kategorie 1 - 3

Aus dem Zwischenlager für schwach und mittelstark strahlenden Abfall im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark gelangte am 29. Juni 2005 radioaktives Wasser in die Ostsee. In den Gewässern in der Nähe des Kraftwerks wurde das Zehnfache des Normalwerts radioaktiven Cäsiums gemessen. Dies liegt laut schwedischem Strahlenschutzinstitut SSI jedoch noch innerhalb der zulässigen Grenzen. Schuld an dem Leck waren vermutlich korrodierte Blechbehälter mit radioaktivem Abfall.

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19.04.2005 Windscale bzw. Sellafield/Großbritannien INES Kategorie 3

Nach dem schweren Unglück von 1957 und dem Unfall von 1973 gab es 2005 in Sellafield einen weiteren Zwischenfall (INES Stufe 3). Nach über 7 Monaten wurde ein Leck in der Wiederaufbereitungsanlage entdeckt, durch das ca. 83.000 Liter einer radioaktiven Flüssigkeit, bestehend aus Salpetersäure, Uran und Plutonium, austraten. Die betroffene Halle wurde massiv kontaminiert, so dass ferngesteuerte Maschinen die Entsorgung der Flüssigkeit vornehmen mussten

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28.03.2005 Kernkraftwerk Leibstadt/Schweiz INES Kategorie 1 - 3

Im Kernkraftwerk Leibstadt kam es am 28. März 2005 zum Stillstand für fünf Monate. Grund hierfür war ein Schaden am Generator; die Reparaturarbeiten am Generator oblagen nicht der Aufsichtspflicht der HSK (Nukleare Aufsichtsbehörde), da der nukleare Teil des AKW nicht betroffen war.

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2005 Sämtliche KKW/Frankreich INES Kategorie 2

Die Aufsichtsbehörde ASN teilte mit, dass - im Falle eines Lecks im Reaktorkreislauf - bei Verstopfung der Leitungs-Saugsiebe der Notkühlung im Containment-Sumpf (mit Abfällen wie Isoliermaterial oder Lappen) "die Kühlbarkeit des Kerns nicht gewährleistet" sei. INES-Einstufung: 2. Es wurden Verbesserungs-Maßnahmen angekündigt. Dabei ist die Sauberkeit das kleinere Problem; das genannte Isoliermaterial löst sich erst aufgrund eines entstandenen Lecks ab, durch Druckkräfte des austretenden Wasserstrahls.

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Quellenangaben


2004

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Vandellòs 2/Spanien INES Kategorie 2

Die Aufsichtsbehörde CSN stellte fest, dass ihr der Betreiber dieses Werks während Jahren eine Leitungskorrosion verschwiegen hatte, welche die Funktionsfähigkeit der Komponenten-Kühlung hätte in Frage stellen können. Hätten die beiden Leitungen ca. gleichzeitig versagt (und nicht nur eine, wie geschehen), wäre der Reaktor kaum noch herunterkühlbar gewesen (INES Stufe 2)

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04.11.2004 Balakowo/Russland INES Kategorie 1 - 3

In Balakowo kam es am 4. November zu einem Zwischenfall. Der Reaktor wurde heruntergefahren. Nach Angaben des Betreibers Rosenergoatom trat keine Radioaktivität aus.

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27.07.2004 Neckarwestheim/Deutschland INES Kategorie 1

Im Kernkraftwerk Neckarwestheim ereignete sich ein Zwischenfall durch menschliches Versagen, bei dem mit zwei Megabecquerel kontaminiertes Wasser aus Block II trotz sofort eingeleiteter Gegenmaßnahmen in den Neckar gelangte. Der Vorfall führte erstmals in der Bundesrepublik dazu, dass die Betreibergesellschaft eines Kernkraftwerks (EnBW) ein Ordnungsgeld (25.000 €) zahlen musste. Ein Betriebsleiter wurde entlassen, weil er sich kritisch geäußert hatte. (INES Stufe 1)

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08.02.2004 Biblis/Deutschland INES Kategorie 0

Im Kernkraftwerk Biblis ereignete sich eine Störung, bei der nacheinander mindestens fünf der Stromversorgungssysteme ausfielen. Während eines Sturms gerieten zwei Hochspannungsleitungen in der Nähe des KKW aneinander und verursachten einen Kurzschluss. Daraufhin fiel im Kraftwerk ein Hauptnetzanschluss aus, kurz darauf der zweite. Der Reserveanschluss funktionierte ebenfalls nicht. Die Notstandsstromversorgung von Block A und die Eigenbedarfsversorgung von Block B versagten dann ebenfalls. Somit bestand die Gefahr, dass die Sicherheitssysteme nicht mehr mit Energie versorgt werden konnten. In Folge dieser Ereignisse wurde der Reaktor aus Sicherheitsgründen automatisch heruntergefahren. Die ordnungsgemäß arbeitenden Notstrom-Dieselgeneratoren verhinderten Schlimmeres. In der Vergangenheit standen einzelne dieser vier Notstromaggregate bei regelmäßig wiederkehrenden Prüfungen mehrmals nicht zur Verfügung, jedoch reicht eines aus, um die Aufrechterhaltung der Reaktorsicherheit zu gewährleisten. (INES Stufe 0)

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Quellenangaben


2003

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10. April 2003 Paks/Ungarn INES Kategorie 3

Beim Reinigen von Brennstäben im Block 2 des Kernkraftwerks Paks wurde deren Umhüllung beschädigt. Dabei trat radioaktives Gas aus, das einen „Ernsten Störfall“ (INES Stufe 3) verursachte. Es wurde niemand bei diesem Unglück verletzt. Die Messsonden in der Umgebung registrierten jedoch Edelgasbelastungen über den Grenzwerten.

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01.03.2003 Kosloduj 3/Bulgarien INES Kategorie 1 - 3

Im Volllast-Betrieb entstand plötzlich ein Primärkreis-Leck an einer Schweißnaht. Die Notkühlung trat in Funktion. Die mittlerweile stillgelegten Blöcke 1 bis 4 konnten hier – im Gegensatz zu den leistungsstärkeren Blöcken 5 und 6 sowie allen westlichen Druckwasser-Reaktoren – einzelne Segmente des Primär-Kreislaufs mit Ventilen absperren. Eine Absperrung wurde vorgenommen, womit der Wasserverlust nach relativ kurzer Zeit gestoppt werden konnte.

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Quellenangaben


2002

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22.11.2002 Kernkraftwerk Tihange/Belgien INES Kategorie 2

Obwohl der Reaktor zu dieser Zeit heruntergefahren und nicht mehr kritisch war, produzierte der Reaktor aufgrund der Nachzerfallswärme immer noch Wärme, die wie im Leistungsbetrieb durch das Zirkulieren des Kühlmittels im Primärkreislauf abgeführt wird. Durch einen Test wurde fälschlicherweise ein Sicherheitsventil des Druckhalters geöffnet, wodurch der Druck im Primärkreislauf in kürzester Zeit von 155 bar auf 85 bar fiel. Der hohe Druck im Primärkreislauf während des Betriebs bewirkt, dass das Wasser auch bei hoher Temperatur nicht siedet, sondern im flüssigen Aggregatzustand verbleibt. Sinkt der Druck jedoch, verringert sich die Siedetemperatur des Wassers und es geht in den gasförmigen Zustand über. Dann kann die Nachzerfallswärme der Brennelemente nicht mehr abtransportiert werden und es besteht die Gefahr einer Kernschmelze. In diesem Fall jedoch wurden aufgrund des rapiden Druckabfalls mehrere Sicherheitssysteme aktiviert, die Wasser in den Reaktor einspeisten und so die Brennelemente weiter kühlten. Das fälschlicherweise geöffnete Überdruckventil wurde wegen Kommunikationsproblemen erst nach drei Minuten wieder geschlossen. Störfall (INES Stufe 2).

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Quellenangaben


2001

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August 2001 Kernkraftwerk Philippsburg/Deutschland INES Kategorie 2

Im Kernkraftwerk Philippsburg übersah die Bedienmannschaft beim Anfahren von Block 2, dass das Notkühlsystem nicht die Anforderungen des Betriebshandbuches erfüllte. Das Notkühlsystem reichte aus um den kalten und unkritischen Reaktor zu kühlen. Nach Wiederanfahren des Reaktors wurde das Notkühlsystem soweit wie es die Grenzwerte fordern ertüchtigt. Allerdings kam es dabei zum unten genannten Störfall. Die Kühlflüssigkeit, die in den Flutbehältern (Notkühlsystem) des Kernkraftwerks gepuffert wird, unterschritt die zulässige Borkonzentration. Betroffen waren drei der vier vorhanden Behälter. Aufgrund dieser Vorkommnisse verloren der Kraftwerksleiter und zwei Vorstandsmitglieder des Betreibers EnBW ihre Posten. (INES Stufe 2)

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14.12.2001 Kernkraftwerk Brunsbüttel/Deutschland

Schwerer Zwischenfall im Kernkraftwerk Brunsbüttel. Wie erst einige Monate später bekannt wurde, hatte sich eine Wasserstoffexplosion in direkter Nähe zum Reaktordruckbehälter ereignet. Die Zuleitung der Kühlung des Reaktordeckels mit 100 mm Durchmesser zerriss dabei auf einer Länge von 2 bis 3 Metern. Es bestand das Risiko, dass Splitter am Splitterschutz vorbei das Containment beschädigten. Der Betreiber HEW versuchte den Vorfall weitestgehend zu verschleiern. Zum Beispiel wurde er lediglich mit der Bezeichnung „spontane Dichtungsleckage“ an das zuständige Ministerium gemeldet. Erst nach zwei Monaten gelang es den Aufsichtsbehörden unter heftigem Streit mit dem Betreiber, das „Leck“ bei abgeschaltetem Reaktor zu besichtigen, wobei das Ausmaß des Störfalles entdeckt wurde. Wäre der Reaktor gleich nach der Explosion vorschriftsmäßig abgeschaltet worden, hätte der Betreiber zu Beginn des Winters für mehrere Millionen Euro Ersatzstrom zukaufen müssen.

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Quellenangaben


2000

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05.07.2000 Kernkraftwerk Grafenrheinfeld/Deutschland INES Kategorie 0

Im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld kam es zu einem Brand des Motors der Hauptkühlmittelpumpe, die in unmittelbarer Nähe des Reaktordruckgefäßes sitzt. (INES Stufe 0)

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26.06.2000 Kernkraftwerk Grafenrheinfeld/Deutschland INES Kategorie 1

Am 26. Juni 2000 kam es im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld zu einem Zwischenfall der INES Stufe 1. An fünf von acht Steuerventilen, die ein Jahr zuvor eingebaut worden waren, wurden technische Mängel festgestellt.

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Quellenangaben

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2019-2010 - 2009-2000 - 1999-1990 - 1989-1980 - 1979-1970 - 1969-1960 - 1959-1950 - 1949-1940


1999

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27.12.1999 Blayais/Frankreich INES Kategorie 2

Im vier Blöcke umfassenden KKW Blayais unweit von Bordeaux am Atlantik führte der Sturm Lothar zu einer Überflutung des Areals und zu einem teilweisen Ausfall der externen Stromversorgung. Zwei Blöcke mussten mit Hilfe der Notstrom-Dieselaggregate heruntergekühlt werden. Zudem wurde ein Teil der Notkühl- und Komponentenkühl-Pumpen überflutet und wäre bei Anforderung nicht einsatzfähig gewesen (Quellen: EDF, ASN) INES Stufe 2

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30.09.1999 Brennelemente-Fabrik Tōkai-mura/Japan INES Kategorie 4

In einer Brennelemente-Fabrik in Tōkai-mura, Japan befüllten Arbeiter einen Vorbereitungstank mit 16,6 kg Urangemisch (statt den vorgeschriebenen 2,3 kg). Daraufhin setzte eine unkontrollierte Kettenreaktion ein und Strahlung trat aus. Die Zahl der Menschen die erhöhte Strahlendosen erhielten, wird mit 35 bis 63 angegeben. Drei Arbeiter wurden einer besonders hohen Radioaktivität von bis zu 17 Sievert ausgesetzt. Ca. 300.000 Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Dieser Unfall wird von offizieller Seite mit INES 4, von einigen Wissenschaftlern aber mit INES Stufe 5 bewertet. Der Arbeiter mit der 17-Sievert-Dosis verstarb einige Monate nach dem Unfall, obwohl er eine Knochenmark-Transplantation erhalten hatte.

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Quellenangaben


1998

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1998 Doel oder Tihange/Belgien INES Kategorie 1 - 3

Doel oder Tihange/Belgien: Belgien ist eines der wenigen westeuropäischen Länder, das wie die USA seine Störfälle mit Hilfe von sog. Vorläufer-Analysen auf die Risikorelevanz hin untersucht. Dabei verwendet die Aufsichtsbehörde AVN auch die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Gravierendstes Vorkommnis seit 1997 war in einem nicht näher umschriebenen Block der KKW-Standorte Doel oder Tihange ein kompletter kürzerzeitiger Ausfall der Komponenten-Kühlung. Viele der Betriebs- und Sicherheitssysteme sind für ihr Funktionieren auf Kühlung durch andere Systeme (die ausgefallenen) angewiesen, was die Tragweite dieses Störfalls veranschaulicht.

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Quellenangaben


1997

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit, es gab keine großen AKW Störfälle ...
Oder habe ich irgend etwas nicht mitgekriegt?

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Quellenangaben


1996

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1996 Oskarshamn 1/Schweden INES Kategorie 1 - 3

Bei dieser Anlage musste der Kernmantel wegen eines Risses in dessen Rundnaht von nahezu Umfanglänge ausgewechselt werden. Der Kernmantel ist Bestandteil der Einbauten des Reaktorbehälters. Sein Bruch könnte die Schnellabschaltung des Reaktors unmöglich machen. (Quellen: IAEO, SKI)

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Quellenangaben


1995

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1995 Kernkraftwerk Trillo/Spanien INES Kategorie 1 - 3

Bei Inspektionen wurde festgestellt, dass die Hälfte der Stränge der Sumpf-Rezirkulation der Notkühlung mit Fremdkörpern blockiert waren. Gemäß der Behörde CSN handelte es sich um Fehldispositionen bei der acht Jahre zurückliegenden Bauphase, womit auch die Lieferfirma Siemens-KWU in der Verantwortung stand (Quelle: NRC- NUREG 0933)

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Quellenangaben


1994

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März 1994 Kernkraftwerk Biblis A/Deutschland

Im März 1994 brannte in Biblis A innerhalb des Containments der Motor einer Hauptkühlmittelpumpe, weil es aufgrund eines bei Wartungsarbeiten in dem Motor vergessenen Meißels zu einem Kurzschluss gekommen war.

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1994 Dukovany/Tschechien INES Kategorie 1 - 3

: Der Fehler eines Elektrikers beim Netz-Unterhalt führte zur Abkopplung aller vier Reaktorblöcke vom Netz. Zwei der Blöcke erreichten nach Lastabwurf Eigenbedarfs-Produktion, die anderen zwei verfehlten diese Prozedur und mussten nach Schnellabschaltung von ihren Notstrom-Dieselgeneratoren versorgt werden. Dabei startete einer der Diesel nicht automatisch und musste vor Ort manuell in Gang gesetzt werden. Daneben gab es noch eine große Zahl kleinerer Fehlfunktionen (Quelle: SKI-Report IRS)

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Quellenangaben


1993

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06.04.1993 Sewersk/Russland INES Kategorie 4

In der Kerntechnischen Anlage Tomsk sind in der Wiederaufarbeitungs-Anlage (vor allem genutzt für die Produktion von waffenfähigem Plutonium) durch einen Unfall große Mengen kurzlebiger radioaktiver Stoffe freigesetzt worden. In Folge wurden einhundert Quadratkilometer im Gebiet Sewersk (auch als Tomsk-7 bekannt) verseucht. (INES Stufe 2–4)

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Quellenangaben


1992

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1992 Dessel/Belgien INES Kategorie 1 - 3

In der größten europäischen Fabrik zur Herstellung von MOX-Brennelementen (Uran-Plutonium-Mischoxid) ereignete sich ein Unfall: Ein Brennstab brach und MOX-Staub wurde freigesetzt. Dies führte bei mindestens einem Beschäftigten zu Plutonium-Einatmung. Plutonium ist radiotoxisch (Quelle: Öko-Institut).

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Quellenangaben


1991

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit ...

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Quellenangaben


1990

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1990 Leibstadt/Schweiz INES Kategorie 2

Beim Anfahren dieses Reaktors - an der deutschen Grenze gelegen - wurde nach drei Stunden bei einer Leistung von 20 % bemerkt, dass die Schnellabschaltung bei Anforderung nicht funktionieren würde. Der Reaktor wurde mit den Steuerstab-Motoren langsam heruntergefahren. Die Behörde HSK klassierte den Vorfall mit INES Stufe 2.

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Quellenangaben

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1989

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1989 Kernkraftwerk Vandellòs/Spanien INES Kategorie 3

Durch ein Feuer im Kernkraftwerk Vandellòs wurden die Sicherheitssysteme stark in Mitleidenschaft gezogen. Es kam aber zu keinem schwereren Unglück. Vandellòs 1 wurde in der Folge durch politischen Entscheid der spanischen Regierung definitiv stillgelegt. (INES Stufe 3)

 

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1989 Krško/Slowenien (Jugosl.) INES Kategorie 1 - 3

Als korrekte Reaktion auf eine betriebliche Störung öffnete ein Ventil zur Druckentlastung des Reaktor-Kreislaufs druckbedingt. Nach Abbau der Druck-Transiente blieb es (wie vor dem Kernschmelz-Unfall 1979 in Three Mile Island) unvorgesehen in offener Stellung stecken. Aufgrund des damit verbundenen Kühlwasser-Verlustes schaltete sich die Notkühlung automatisch zu (sie wurde - hier im Gegensatz zu T.M.I. - vom Personal nicht irrtümlich wieder abgeschaltet). Nach ca. 15 Min. schloss sich das Ventil doch noch und die Notkühlung hatte den Reaktor-Kreislauf einigermaßen nachgefüllt. Leicht radioaktives Wasser war nach dem Störfall aus dem Containment-Sumpf zu entfernen, durch Abgabe in den benachbarten Fluss (Quelle: SKI-Report IRS)

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Quellenangaben


1988

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit ...

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Quellenangaben


1987

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16.12.1987 Kernkraftwerk Biblis A/Deutschland INES Kategorie 1

Beim Anfahren des Reaktors klemmte ein Ventil, das eine Anschlussleitung an dem unter 150fachem Atmosphärendruck stehenden Reaktorkreislauf absperren muss, und blieb offen. Erst nach 15 Stunden nahm das Betriebspersonal die aufleuchtende Warnlampe ernst, man hielt die Ansteuerlogik der Lampe für defekt. Das Personal fuhr den Reaktor nicht sofort herunter, sondern öffnete ein zweites, redundantes Sicherheitsventil, um das verklemmte Ventil durchzuspülen und so zu schließen. Das Ventil schloss nicht und 107 Liter radioaktiven Kühlwassers liefen in den Ringraum. Das Sicherheitsventil schloss Sekunden später. Der Störfall kam erst nach einem Jahr durch einen Artikel in einer amerikanischen Fachzeitschrift (Nucleonic Weeks) an die Öffentlichkeit, wurde jedoch vom Betreiber fristgerecht an die Behörde gemeldet, die wiederum selbst keine Pressemitteilung veröffentlichte. Der Störfall wurde später gemäß der Skala INES als Stufe 1 (Störung) eingestuft. Nach dem Störfall haben die Hersteller Abhilfe geschaffen: Mit der Nachrüstung einer Druckentlastungsarmatur zwischen Erst- und Zweitabsperrung (also den besagten Ventilen) dieser Anschlussleitungen wird nach Versagen der Erstabsperrung mittels Druckentlastung ins Containment ein Versagen der Zweitabsperrung und damit ein Bypass verhindert.

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Quellenangaben


1986

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1986 Mühleberg/Schweiz INES Kategorie 1 - 3

Im Tschernobyl-Jahr nahm ein unabhängiger Physiklehrer Dosis-Messungen in der Umgebung des AKW Mühleberg vor. Zu seinem Erstaunen waren die Messwerte eines Tages ungewöhnlich hoch. Der Betreiber musste einen Filterschaden einräumen, der zu Freisetzungen bis knapp unterhalb des Grenzwertes führte. Angeblich haben weder Betreiber noch Aufsichtsbehörde HSK diese Freisetzung registriert. Die Werte sind noch heute etwas erhöht.

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21.05.1986 La Hague/Frankreich INES Kategorie 3

In der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague wurden 5 Arbeiter bei einem Unfall einer Strahlendosis ausgesetzt. (INES Stufe 2–3)

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05.05.1986 Kernkraftwerk THTR 300/Deutschland INES Kategorie 0

Im Kernkraftwerk THTR-300 Hamm-Uentrop traten radioaktive Aerosole aus. Zerbrochene Kugelbrennelemente verstopften Rohre der Beschickungsanlage, und man versuchte, sie mit hohem Gasdruck freizublasen. Messgeräte waren zum Zeitpunkt des Vorfalls abgeschaltet, so ist über die genauen Mengen nichts bekannt. Weitere Versuche hatten zur Folge, dass sämtliche verklemmten Kugeln zerbrachen und Teile der Anlage verbogen wurden. Der Reaktor wurde vorübergehend abgeschaltet. Am 1. September 1989 wurde die Stilllegung des THTR-300 aufgrund von Unstimmigkeiten über die weitere Finanzierung beschlossen. (INES Stufe 0)

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26.04.1986 Kernkraftwerk Tschernobyl/Sowjetunion INES Kategorie 7

Bei einem Super-GAU (INES Stufe 7) im Block 4 des Kernkraftwerkes Tschernobyl in der Ukraine kam es zu einer Kernschmelze und in deren Folge zu Explosionen. Große Mengen Radioaktivität wurden durch Freilegung und Brand des Reaktorkernes freigesetzt, die unmittelbare Umgebung wurde stark kontaminiert; darüber hinaus gab es zahlreiche direkte Strahlenopfer unter den Hilfskräften. Der Super-GAU konnte durch Radioaktivitätsmessungen und Fallout in Schweden und anderen europäischen Ländern nachgewiesen werden. Es wurde ein großräumiges Sperrgebiet eingerichtet und das Gebiet evakuiert. Die Anzahl der geschädigten Personen schwankt je nach Studie erheblich. Dass der Unfall bisher (gemäß IAEO) unerwartet wenig Opfer forderte, ist teils darauf zurückzuführen, dass der heftige Graphitbrand große Teile der Radioaktivität direkt und hoch in die Atmosphäre hinauf beförderte sowie der Wind vor der Evakuierung größerer Städte wie Prypjat weitgehend in Richtung bevölkerungsschwächerer Regionen blies.

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06.01.1986 Wiederaufarbeitungsanlage Oklahoma/Vereinigte Staaten INES Kategorie 4

In der Wiederaufarbeitungsanlage Kerr-McGee in Gore, Oklahoma zerbrach ein Zylinder mit nuklearem Material nach unzulässiger Erhitzung. Ein Arbeiter starb, 100 mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. (INES Stufe 2–4)

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Quellenangaben


1985

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August 1985 Wladiwostok, Sowjetunion INES Kategorie 5

In der Chazhma-Bucht nahe Wladiwostok ereignete sich ein ernster Unfall beim Brennelementwechsel des atomgetriebenen U-Bootes K-314. Beim Wiederaufsetzen des Reaktordeckels kam es durch unsachgemäße Handhabung zu einer spontanen Kettenreaktion. Das Kühlwasser verdampfte schlagartig und der Reaktorkern wurde von der Explosion auf die Pier geschleudert. 29 Menschen erhielten hohe Strahlendosen, weitere 10 Menschen starben an einer tödlichen Neutronendosis. Die radioaktive Wolke erreichte das 55 Kilometer entfernte Wladiwostok nicht, an näher gelegenen Orten sind aber weitere Opfer dieses Unfalles (längerfristige Krebserkrankungen) nicht auszuschließen. (INES Stufe 5)

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Quellenangaben


1984

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit ...

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Quellenangaben


1983

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1983 Doel 1 und 2/Belgien INES Kategorie 1 - 3

Nach Ausfall des 380-kV-Netzes und starken Spannungs-Schwankungen im Reservenetz trat in den beiden ältesten Doel-Blöcken der Notstrom-Fall ein. Vier Dieselgeneratoren starteten, konnten aber wegen Fehlern die zum Kaltfahren nötige Versorgung nicht gewährleisten. Als letzte Reserve trat in beiden Reaktorblöcken ein strom-unabhängiges, vom Dampf der Nachzerfalls-Wärme angetriebenes Kühlsystem in Aktion, bis nach ca. einer Stunde die Stromversorgung retabliert war (Quelle: SKI-Report IRS)

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1983 Buenos Aires/Argentinien INES Kategorie 4

Durch das Vernachlässigen von Sicherheitsregelungen starb ein Operator während einer Modifikation des Reaktorkerns. Er befand sich nur wenige Meter entfernt und erhielt mit ca. 20 Gy eine tödliche Strahlendosis (INES Stufe 4).

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Quellenangaben


1982

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September 1982 Tschernobyl, Sowjetunion INES Kategorie 5

Im Block 1 des KKW Tschernobyl wurde durch Fehler des Personals ein Brennstoffkanal in der Mitte des Reaktors zerstört. Eine große Menge radioaktiver Substanzen wurden über den industriellen Bereich der Kernkraftanlage und die Stadt Prypjat verteilt. Das Personal, das mit der Liquidation der Konsequenzen dieses Unfalls beschäftigt war, erhielt hohe Strahlendosen. (INES Stufe 5)

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Quellenangaben


1981

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1981 La Hague/Frankreich INES Kategorie 3

In der nordfranzösischen Wiederaufarbeitungs-Anlage für Kern-Brennstoff fielen die beiden Transformatoren für die Stromversorgung aus, und damit alle Elektro-Pumpen, welche die Nachzerfalls-Wärme aus den diversen Brennstoff-Lagerbecken abführen. Da weitere Redundanzen fehlten, musste vorübergehend von Hand eine Notversorgung aufgebaut werden. Weil die Nachzerfalls-Wärme des Brennstoffs in diesem Stadium bereits teilweise abgeklungen ist (degressiver Verlauf), bestand dazu einigermaßen genügend Zeit. Das Vorkommnis wurde mit INES 3 (ernster Störfall) eingestuft.

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Quellenangaben


1980

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1980 Saint-Laurent/Frankreich INES Kategorie 4

Das Teil-Schmelzen einiger weniger Brennelemente führte zu einer Kontamination des Reaktorgebäudes (INES Stufe 4). Die beiden ersten in St. Laurent gebauten Reaktoren waren graphitmoderiert und gasgekühlt. Die Notkühlung erfolgte deshalb nicht mit Wasser, sondern mit aus der Werksumgebung angesaugter Luft. Der Reaktor wurde nach Reparaturen noch eine Zeitlang weiterbetrieben. Heute laufen in St. Laurent nur noch zwei Druckwasser-Reaktoren.

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Quellenangaben

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1979

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1979 Doel 2/Belgien INES Kategorie 1 - 3

Der Bruch eines Dampferzeuger-Heizrohrs führte zu einer leichten Abgabe von Radioaktivität in die Umgebung. Die Beherrschung dieses Störfalls erfordert vom Personal die korrekte Handhabung komplizierter Prozeduren. Die vier AKW-Blöcke von Doel liegen nur 8 km vor Antwerpen (Quelle: NEA-OECD)

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28.03.1979 Three Mile Island, Pennsylvania, Vereinigte Staaten INES Kategorie 5

In einem Kernkraftwerk bei Harrisburg führten Versagen von Maschinenteilen und Messsignalen sowie Bedienungsfehler der Mannschaft zum Ausfall der Reaktorkühlung, wodurch es zur partiellen Kernschmelze (50 % des Kerns) und Freisetzung von 90 TBq an radioaktiven Gasen kam. Dieser Unfall ist bis heute der schwerste in einem kommerziellen Reaktor in den USA und wurde von der IAEO mit INES 5 eingestuft.

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Quellenangaben


1978

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31.12.1978 Belojarsk/Sowjetunion INES Kategorie 4

Im Turbinenhaus des Block 2 vom Belojarsker KKW stürzte eine Deckenplatte auf einen Turbinenöltank und verursachte einen Großbrand. 8 Personen erlitten hohe Strahlendosen beim Organisieren der Reaktornotkühlung. (INES Stufe 3–4)

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18.06.1978 Kernkraftwerk Brunsbüttel/Deutschland

Nur zwei Jahre nach Inbetriebnahme traten durch einen Abriss eines Blindstutzens zwei Tonnen radioaktiver Dampf in das Maschinengebäude und in weiterer Folge durch Dachklappen ins Freie aus. Trotzdem lief der Reaktor noch über zwei Stunden weiter. Die Betriebsmannschaft hatte das automatische Sicherheitssystem manipuliert, um die Anlage am Netz zu halten. Das KKW Brunsbüttel stand daraufhin mehr als zwei Jahre still.

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Quellenangaben


1977

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1977 Belojarsk/Sowjetunion INES Kategorie 5

Bei einem Unfall schmolzen 50 % der Brennstoffkanäle des Blocks 2 vom Belojarsker KKW, einem Druckröhrenreaktor ähnlich dem RBMK. Die Reparatur dauerte etwa ein Jahr. Das Personal wurde hohen Strahlenbelastungen ausgesetzt. (INES Stufe 5)

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Februar 1977 Jaslovské Bohunice/Tschechoslowakei INES Kategorie 4

In dem mit einem Druckröhrenreaktor ausgestatteten ersten slowakischen Kernkraftwerk Bohunice A-1 kam es zu einem Unfall: Beim Beladen mit frischen Brennelementen überhitzten einige davon, die Reaktor-Halle wurde kontaminiert (INES Stufe 4). Der Reaktor wurde nach dem Unfall stillgelegt.

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13.01.1977 Kernkraftwerk Gundremmingen/Deutschland

Aufgrund der für mich unklaren Lage weise ich diesem Vorfall keine INES Stufe zu!

Bei kaltem und feuchtem Wetter traten an zwei stromabführenden Hochspannungsleitungen Kurzschlüsse auf. Die dadurch eingeleitete Schnellabschaltung führte zu Fehlsteuerungen. Nach etwa zehn Minuten stand im Reaktorgebäude des Block A das radioaktiv belastete Wasser etwa drei Meter hoch und die Temperatur war auf rund 80 °C angestiegen. Anfangs hieß es, der Reaktor werde in einigen Wochen wieder in Betrieb gehen können. Nach dem Störfall gingen die Betreiber von einer zügigen Wiederinbetriebnahme von Block A aus. Wegen der von Politik und Aufsichtsbehörden geforderten Modernisierung der Leit- und Sicherheitstechnik verzichteten die Betreiber allerdings später aus ökonomischen und politischen Gründen auf eine Wiederinbetriebnahme von Block A. (Kategorie A bzw. E)

'Gar Nix' liefert weitere Infos

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Quellenangaben


1976

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit ...

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Quellenangaben


1975

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07.12.1975 Kernkraftwerk Greifswald/DDR INES Kategorie 3

Als ein Elektriker im Kernkraftwerk Greifswald einem Lehrling zeigen wollte, wie man elektrische Schaltkreise überbrückt, löste er auf der Primärseite des Block-Trafos des Blocks 1 einen Kurzschluss aus. Durch den entstehenden Lichtbogen brach ein Kabelbrand aus. Das Feuer im Hauptkabelkanal zerstörte die Stromversorgung und die Steuerleitungen von 5 Hauptkühlmittelpumpen (6 sind für einen Block in Betrieb). Eine Kernschmelze hätte drohen können, da Reaktor 1 nicht mehr richtig gekühlt werden konnte. Das Feuer konnte jedoch durch die Betriebsfeuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht und die Stromversorgung der Pumpen provisorisch wieder hergestellt werden. Der Fall wurde erst nach der Wende 1989 im Fernsehen publik gemacht. Sowjetische Stellen informierten bereits wenige Stunden nach dem Zwischenfall die IAEO, die diesen später in INES 3 (Vorläufer zu einem Unfall, hier einem „Station-Blackout“-Schmelzszenario) einstufte.

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19.11.1975 Kernkraftwerk Gundremmingen/Deutschland

Aufgrund der für mich unklaren Lage weise ich diesem Vorfall keine INES Stufe zu!

Im AKW Gundremmingen kommt es zu einem Unfall bei dem zwei Menschen sterben (Spiegel). Bei Arbeiten an einen Nebensystem des Primärkreislaufs lösen 2 Schlosser die Halterung einer Stopfbuchse und es tritt explosionsartig ein radioaktives Dampf-Wasser-Gemisch mit einer Temperatur von 280°C aus. Der jüngere der beiden, ein Meister im Alter von 34 Jahren wurde von dem Strahl direkt getroffen und ist sofort gestorben. Er konnte erst 15 Minuten nach dem Unfall von anderen Kraftwerksmitarbeitern in schweren Strahlenschutzanzügen geborgen werden. Der andere war 46 Jahre alt und konnte sich zunächst trotz schwerer Verbrennungen aus dem engen Raum retten. Er wurde zur Notversorgung in das nahe Krankenhaus Lauingen gebraucht. Danach kam er mit einem Hubschrauber in eine Klinik für Brandverletzungen wo er in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages verstarb.

'Gar Nix' liefert weitere Infos

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Quellenangaben


1974

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Oktober 1974 Leningrad/Sowjetunion INES Kategorie 5

Im Oktober 1974 ereignete sich eine teilweise Zerstörung des Reaktorkerns in Block 1 des Leningrader KKW. Der Reaktor wurde abgeschaltet. Am nächsten Tag wurde der Kern gereinigt, indem eine Notreserve Stickstoff hindurchgepumpt und durch den Abluftschornstein abgeblasen wurde. Dabei wurden ca. 1,5 Megacurie (55 PBq) an radioaktiven Substanzen an die Umwelt abgegeben. (INES Stufe 4–5)

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6.02.1974 Leningrad/Sowjetunion INES Kategorie 5

Aufgrund siedenden Wassers ereignete sich ein Bruch des Wärmetauschers im Block 1 des Leningrader KKW. Drei Menschen starben. Hochradioaktives Wasser aus dem Primärkreislauf zusammen mit radioaktivem Filterschlamm wurde in die Umwelt freigesetzt. (INES Stufe 4–5)

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Quellenangaben


1973

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1973 Windscale bzw. Sellafield/Großbritannien INES Kategorie 4

In der Wiederaufarbeitungsanlage kam es in einem für Reparaturen entleerten Becken beim Wiederauffüllen mit Wasser aufgrund heißer Radionuklide am Beckenboden zu einer exothermen Reaktion. Hierdurch wurden ein Teil der Anlage sowie 35 Arbeiter radioaktiv kontaminiert. Aufgrund der internen Kontamination und offenbar auch einer gewissen Freisetzung wurde dieser Unfall mit INES 4 eingestuft.

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Quellenangaben


1972

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1972 Santa María de Garoña/Spanien INES Kategorie 1 - 3

In den Anfangsjahren seines Betriebes verzeichnete dieser Siedewasserreaktor regelmäßig bedeutende Überschreitungen der - seinerzeit noch weniger restriktiv festgelegten - Abgabe-Grenzwerte (Quelle: IAEO)

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Quellenangaben

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1971

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit ...

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Quellenangaben


1970

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit ...

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Quellenangaben


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1969

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11.05.1969 Rocky Flats, Colorado/Vereinigte Staaten INES Kategorie 5

In einem Container mit 600 t feuergefährlichem Material kam es zu einer spontanen Entzündung von Plutonium. Das Feuer verbrannte 2 t des Materials und setze Plutoniumoxid frei. Durch die Entnahme von Bodenproben im Umfeld der Anlage stellte man fest, dass die Gegend mit Plutonium kontaminiert wurde. Da sich die Betreiber der Anlage weigerten, Untersuchungen einzuleiten, wurden die Proben im Rahmen einer nicht offiziellen Untersuchung entnommen. (INES Stufe 4–5)

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21.01.1969 Lucens/Schweiz INES Kategorie 5

Beim Versagen des Kühlsystems eines experimentellen Reaktors im Versuchsatomkraftwerk Lucens (VAKL) im Kanton Waadt gab es im Reaktor (der ähnlich wie der NRX-Reaktor aufgebaut war) eine partielle Kernschmelze. Anfang des Jahres 1968 gab es eine Prüfung des mit einer Leistung von 8 MW Energie produzierenden Reaktors. Im April/Mai wurde er in Betrieb genommen, allerdings anschließend bis Januar des nächsten Jahres wieder abgeschaltet. Während dieses Stillstandes lief externes Wasser über eine defekte Gebläse-Dichtung in den Kühlkreis des Reaktors. Die aus Magnesium bestehenden Brennstab-Umhüllungsrohre korrodierten. Als der Reaktor im Januar 1969 wieder in Betrieb genommen wurde, behinderten die Korrosionsprodukte die Kühlung. Der Brennstoff überhitzte und mehrere Brennstäbe schmolzen. Ein ganzes Bündel Brennstäbe geriet in Brand und brachte den Moderatortank zum Bersten. Kohlendioxid (Kühlmittel) und Schweres Wasser (Moderator) traten in die Reaktorkaverne aus. Da die erhöhte Radioaktivität bereits etwas früher gemessen wurde, konnte das Kraftwerk evakuiert und die Kaverne isoliert werden. Es wurde eine größere Menge Strahlung in die Fels-Reaktorkaverne freigesetzt. Die radioaktiven Trümmer konnten erst Jahre später aus dem Stollensystem geräumt werden. Die Kaverne enthielt nach wie vor eine Menge radioaktiven Materials, wurde aber so verschlossen, dass vorerst keine Strahlung in die Umwelt gelangen konnte. Die Aufräumarbeiten dauerten bis Mai 1973. Die Trümmer wurden in versiegelten Behältern auf dem Gelände gelagert, bis sie 2003 ins zentrale Zwischenlager in Würenlingen (ZWILAG) abtransportiert wurden. (INES Stufe 4–5)

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Quellenangaben


1968

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit ...

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Quellenangaben


1967

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1967 Würenlingen/Schweiz INES Kategorie 1 - 3

Der kleine Forschungsreaktor "Diorit" produzierte ein angeschmolzenes Brennelement, die Reaktorhalle wurde kontaminiert. Später erfolgte davon eine Abwasser-Charge, die dem 40fachen des Normalwertes entsprach. (Quelle: ASK, das heutige Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI))

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Quellenangaben


1966

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05.10.1966 Monroe, Michigan/Vereinigte Staaten INES Kategorie 4

Eine Fehlfunktion des Natrium-Kühlsystems im Enrico Fermi demonstration nuclear breeder reactor (schneller Brüter) am Ufer des Eriesees führte zu einer partiellen Kernschmelze, bei der keine Strahlung aus dem Containment austrat. Der Reaktorkern enthielt 105 aus Zirconium-verkleideten Stiften bestehende Brennelemente. Der Unfall wird einem Stück Zirkonium zugeschrieben, das einen Flussregler im Natrium-Kühlsystem blockierte. Das Reaktorgebäude wurde durch Sensoren automatisch isoliert, kein Personal war zu diesem Zeitpunkt im Gebäude. Mitarbeitern gelang es, den Reaktor manuell abzuschalten. Zwei der 105 Brennelemente schmolzen, aber außerhalb des Containments wurde keine Strahlung gemessen. Es wurde aber noch Wochen später eine Rekritikalität befürchtet. Der 60-MWe-Reaktor lief im Oktober 1970 wieder mit voller Leistung. Dieser Vorfall lieferte die Grundlage für die umstrittene Polemik We Almost Lost Detroit von John G. Fuller. (INES Stufe 4)

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07.05.1966 Melekess, nahe Nischnii Nowgorod (GorkiS)/Sowjetunion INES Kategorie 4

Im Atomic Reactor Research Institute Melekess ereignete sich in einem experimentellen Siedewasserreaktor (VK-Reaktor) eine Leistungsexkursion durch schnelle Neutronen. Der Operator und der Schichtleiter erhielten hohe Strahlendosen. (INES Stufe 3-4)

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Quellenangaben


1965

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit, es gab keine großen AKW Störfälle ...
Oder habe ich irgend etwas nicht mitgekriegt?

Am 2. März 1965 bombadieren die USA erstmals Nordvietnam, ab dem 8. März landen reguläre US-Kampftruppen in Vietnam.

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Quellenangaben


1964

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1964 - 1979 Belojarsk/Sowjetunion INES Kategorie 4

Von 1964 bis 1979 ereignete sich eine Serie von Zerstörungen an Brennstoffkanälen in Reaktor 1 des Belojarsker KKW. Bei jedem dieser Unfälle wurde das Personal einer erheblichen Strahlenbelastung ausgesetzt. (INES Stufe 4)

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24. Juli 1964 Charlestown, Rhode Island/Vereinigte Staaten INES Kategorie 4

In einer Fabrik für nukleare Brennelemente in Charlestown starb ein Mann an einer tödlichen Strahlendosis, als eine flüssige Uranlösung, mit der er hantierte, kritisch wurde. (INES Stufe 4)

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Quellenangaben


1963

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit ...

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Quellenangaben


1962

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit ...

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Quellenangaben


1961

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03.01.1961 Idaho Falls, Idaho/Vereinigte Staaten INES Kategorie 4

In der National Reactor Testing Station Idaho erlitt der experimentelle SL-1-Reaktor einen kritischen Vorfall mit einer Dampfexplosion und schwerer Freisetzung radioaktiven Materials, bei dem die drei Mitglieder der Bedienungsmannschaft getötet wurden. Mit Ausnahme von 131Iod blieb die Verbreitung der Strahlung auf eine Fläche von 12.000 m² begrenzt. Im Umkreis von 30 km um den Reaktor war die Kontamination der Vegetation durch 131Iod etwa 100-mal so hoch wie die natürliche Strahlungsintensität. Selbst 80 km entfernt war die Belastung der Vegetation noch doppelt so hoch, unter anderem auch in einem Landschaftsstreifen entlang des Snake River nahe Burley und American Falls. Der Reaktor hatte manuell betätigbare Steuerstäbe. Das Bewegen eines einzigen Stabes könnte den Kritikalitätsvorfall ausgelöst haben. Es war bekannt, dass sich die Stäbe im leichten Aluminiumgehäuse verklemmen konnten. Einige Ermittler glaubten, dass eine solche Stange feststeckte und sich plötzlich löste, was den Unfall ausgelöst haben soll. Die Ermittler haben nie herausgefunden, warum der Stab entfernt wurde. Ein Bediener wurde von einem Steuerstab an der Decke aufgespießt gefunden. Der Stab wurde anscheinend vom Dampfdruck herausgeschleudert. Der Reaktorkern bestand aus hoch angereichertem Uran (ca. 50 %). Das schnelle Herausziehen des Steuerstabs führte damit zu einer superschnellen Kettenreaktion (Leistungs-Exkursion), welche die Dampfexplosion auslöste. Der Unfall wurde von Arbeitern entdeckt, die sich außerhalb des Reaktorgebäudes befanden, als Strahlungs- und Übertemperaturalarm die Rettungskräfte alarmierte. Diese fanden Dosisleistungswerte, die noch hundert Meter vom Reaktorgebäude entfernt 2 mSv/h überschritten. Die Rettungsmannschaft konnte zuerst weder ein Feuer noch die Opfer finden, aber sie fand Strahlungswerte von etwa 10 mSv/h innerhalb des Reaktorgebäudes. Als geeignete Schutzausrüstung eingetroffen war, drang ein Team in das Reaktorgebäude ein und fand einen Toten und ein weiteres Mitglied der dreiköpfigen Bedienmannschaft noch lebend. Er wurde sofort geborgen, starb aber wenige Stunden später an akuter Strahlenkrankheit. Der Tote wurde am folgenden Tag, das zunächst vermisste Mitglied der Reaktorbesatzung erst Tage später geborgen. Von den Rettungskräften erhielten laut einem Bericht der Atomenergiekommission der USA 22 eine Äquivalentdosis in der Größenordnung von 30 bis 270 mSv. Der Reaktor wurde demontiert und der 12 t schwere Reaktorkern und das Druckgefäß einige Monate später entfernt. (INES Stufe 4)

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Quellenangaben

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1959

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20.11.1959 Knoxville, Tennessee/Vereinigte Staaten INES Kategorie 4

In der radiologisch-chemischen Fabrik Oak Ridge National Laboratory in Tennessee gab es während der Dekontamination der Arbeitsanlagen eine chemische Explosion. Es wurden insgesamt 15 Gramm 239Plutonium freigesetzt. Dieses verursachte bei der Explosion eine erhebliche Kontaminierung des Gebäudes, der angrenzenden Straßen und der Fassaden von angrenzenden Gebäuden. Man glaubt, dass die Explosion durch den Kontakt von Salpetersäure mit phenolhaltigen Dekontaminierungsflüssigkeiten ausgelöst wurde. Ein Techniker hatte vergessen, einen Verdampfer mit Wasser zu reinigen und so frei von Dekontaminierungsflüssigkeiten zu machen. Flächen, die nicht dekontaminiert werden konnten, wurden mit einer auffälligen Warnfarbe gekennzeichnet oder einbetoniert. Die Behörden von Oak Ridge begannen, im Umgang mit radioaktiv-chemischen Materialien ein Containment zu benutzen. Seither wurden keine weiteren Mitarbeiter verletzt. (INES Stufe 3–4)

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26.07.1959 Simi Valley, Kalifornien/Vereinigte Staaten INES Kategorie 6

Im Santa Susana Field Laboratory in Kalifornien, das einen natriumgekühlten Schnellen Brüter mit 7,5 MWe betrieb, ereignete sich in diesem Reaktor aufgrund eines verstopften Kühlkanals eine 30-prozentige Kernschmelze. Der Großteil der Spaltprodukte konnte abgefiltert werden. Die radioaktiven Gase wurden jedoch weitestgehend an die Umwelt freigesetzt, was in einer der größten Jod-131-Freisetzungen in der Nukleargeschichte mündete. Der Unfall wurde lange Zeit geheim gehalten. (INES Stufe 5–6)

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Quellenangaben


1958

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30.12.1958 Los Alamos, New Mexico/Vereinigte Staaten INES Kategorie 4

Ein Kritikalitätsunfall ereignete sich bei der Extraktionsarbeit mit einer plutoniumhaltigen Lösung im Los Alamos Scientific Laboratory in New Mexico. Der Operator starb an akuter Strahlenkrankheit. Nach diesem Unfall wurde bei der Arbeit mit kritischen Massen in den USA endgültig zur Verwendung von Manipulatoren übergegangen. Bis dahin war trotz der Kritikalitätsunfälle in den 1940er Jahren Handarbeit im Umgang mit Plutonium verbreitet. (INES Stufe 4)

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Quellenangaben


1957

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07. - 12.10.1957 Windscale bzw. Sellafield/Großbritannien INES Kategorie 5

Im Kernreaktor Pile No. 1 in Windscale bzw. Sellafield heizten Techniker den Reaktor an, um die so genannte Wigner-Energie aus dem als Moderator dienenden Graphit zu glühen. Bei dem Reaktor handelte es sich um einen von zwei luftgekühlten und graphitmoderierten Reaktoren. Sie wurden mit Natururan betrieben und dienten dazu, Plutonium für Atomwaffen herzustellen. Sie wurden durch einen von riesigen Lüftern erzeugten Luftstrom gekühlt. Am Morgen des 7. Oktober 1957 wurde der Reaktor kontrolliert heruntergefahren und die Luftkühlung abgestellt. Der Reaktor wurde danach im unteren Leistungsbereich wieder angefahren. Die Techniker stellten einen Temperaturabfall anstelle eines Temperaturanstiegs fest. Um die Wigner-Energie schneller abführen zu können, wurde der Reaktor am nächsten Tag in einen nicht erlaubten Leistungsbereich gefahren. Die Techniker saßen allerdings einem Trugschluss auf: Im normalen Betrieb traten die Temperaturspitzen an ganz anderen Orten auf als während des Ausglühens. An diesen Orten befanden sich jedoch keine Messfühler, und so begann der Graphit dort, zunächst unbemerkt, zu brennen. Die Luftfilter hielten dem Feuer nur kurze Zeit stand, danach konnte die Radioaktivität ungehindert durch die Abluftkamine nach außen gelangen. Blaue Flammen schlugen aus dem hinteren Bereich des Reaktors. 750 TBq gelangten in die Atmosphäre. Das Feuer brannte vier Tage und verbrauchte einen Großteil des Graphitmoderators. Den Technikern gelang es nur, einen Teil der Kernbrennstäbe aus dem brennenden Bereich des Reaktors zu stoßen. So schlugen sie eine Feuerschneise, indem sie benachbarte Stäbe herausstießen. Als letzte Konsequenz wurde der Reaktor mit Wasser geflutet. Diese Flutung war sehr gefährlich, denn das Wasser hätte durch die hohe Temperatur zu Knallgas aufgespalten werden können. Dies hätte zu einer Explosion geführt. Glücklicherweise erstickte das Wasser jedoch das Feuer. Große Mengen radioaktiver Gase entwichen in die Atmosphäre. Diese waren vor allem Iod, Krypton und Xenon. Die Milcherzeugung in einem Gebiet von 520 km² wurde verboten. Bald nach der Zerstörung des Reaktors 1 durch den Unfall wurde Reaktor 2 ebenfalls stillgelegt, als man erkannte, dass eine sichere Abführung der Wigner-Energie konstruktionsbedingt unmöglich ist. Die Demontage der abgeschalteten Reaktoren wurde 1993 begonnen und soll 2012 abgeschlossen werden. Der Unfall wird später für Dutzende von Krebstoten verantwortlich gemacht. (INES Stufe 5)

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29.09.1957 Kyschtym/Sowjetunion INES Kategorie 6

Auch bekannt als Unfall von Majak. Die dortige Wiederaufarbeitungsanlage lagerte ihre Abfallprodukte in großen Tanks. Durch den radioaktiven Zerfall der Stoffe entsteht Wärme, weswegen diese Tanks ständig gekühlt werden müssen. Nachdem im Laufe des Jahres 1956 die Kühlleitungen eines dieser 250 m³ fassenden Tanks undicht geworden waren, und deshalb die Kühlung abgestellt wurde, begannen die Inhalte dieses Tanks zu trocknen. Ausgelöst durch einen Funken eines internen Messgerätes explodierten die enthaltenen Nitratsalze und setzten große Mengen an radioaktiven Stoffen frei (INES 6). Da die kontaminierte Wolke bodennah blieb, entsprach die Belastung der Gegend um das russische Kyschtym nahezu der doppelten Menge des Tschernobyl-Unfalls. Da die Kontamination sich auf den Ural beschränkte, schlugen Messgeräte in Europa nicht Alarm (vgl. Tschernobyl-Unfall), wodurch der Unfall 30 Jahre vor der Weltöffentlichkeit geheim gehalten werden konnte. (INES Stufe 6)

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Quellenangaben


1956

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit ...

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Quellenangaben


1955

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29.11.1955 Idaho Falls, Idaho/Vereinigte Staaten INES Kategorie 4

In der National Reactor Testing Station Idaho erlitt der Forschungsreaktor EBR-I eine partielle Kernschmelze. Der Kern aus angereichertem Uran in Verbindung mit 2 % Zirconium schmolz bei Versuchen, die eine schnelle Steigerung der Leistung vorsahen, weil sich Brennstoffröhren verzogen. Durch Verdunstung des Kühlmittels NaK wurde der schmelzende Brennstoff in die Röhren des Kühlsystems transportiert und die Kritikalität unterschritten, wodurch sich der Reaktor selbst abschaltete. Der Reaktorkern war austauschbar angelegt und konnte ersetzt werden, Personen kamen nicht zu Schaden. (INES Stufe 4)

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Quellenangaben


1954

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28.02.1954 Bikini-Atoll, Testreihe mit 6 Wasserstoffbomben

Am 28.02.1954 gab es den ersten von sechs Wasserstoffbomben-Tests innerhalb von 6 Wochen nahe dem Bikini-Atoll, die gesamte Reihe wurde bekannt unter dem Namen 'Operation Castle'. Infolge dessen litten 236 Menschen auf der Insel Rongelap unter einer hohen Strahlenbelastung. 140 km vom Explosionsort entfernt wurden die 23 Besatzungsmitglieder des japanischen Fischkutters 'Glücklicher Drache V' stark verstrahlt.

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Quellenangaben


1953

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit, es gab keine großen AKW Störfälle ...
Oder habe ich irgend etwas nicht mitgekriegt? Seit dem 27. Juli 1953 gilt in Korea ein Waffenstillstandsabkommen!

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Quellenangaben


1952

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12.12.1952 Chalk River/Kanada INES Kategorie 5

Der erste ernste Reaktorunfall ereignete sich im sogenannten NRX-Reaktor in den Chalk River Laboratories in der Nähe von Ottawa, Kanada. Während eines Tests des Forschungsreaktors wurde durch Fehlbedienungen, Missverständnisse zwischen Operator und Bedienpersonal, falsche Statusanzeigen im Kontrollraum, Fehleinschätzungen des Operators und zögerliches Handeln der Reaktorkern bei einer partiellen Kernschmelze zerstört. Dabei warf eine Knallgas-Explosion im Reaktorkern die Kuppel eines vier Tonnen schweren Helium-Gasbehälters 1,2 m hoch, wodurch sie im Aufbau stecken blieb. Durch die Explosion wurden mindestens 100 TBq an Spaltprodukten in die Atmosphäre freigesetzt. Bis zu vier Millionen Liter mit etwa 400 TBq langlebigen Spaltprodukten radioaktiv kontaminiertes Wasser wurden aus dem Keller des Reaktorcontainment in eine sandige Sickergrube gepumpt, um eine Kontaminierung des nicht weit entfernten Flusses Ottawa zu verhindern. Der beschädigte Reaktorkern wurde vergraben. Der spätere US-Präsident Jimmy Carter, damals Nukleartechniker in der Navy, half bei den mehrere Monate dauernden Aufräumarbeiten. Der Reaktor ging zwei Jahre später wieder in Betrieb. (INES Stufe 5)

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Quellenangaben


1951

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit, es gab keine großen AKW Störfälle ...
Oder habe ich irgend etwas nicht mitgekriegt?

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Quellenangaben


1950

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit, es gab keine großen AKW Störfälle ...
Oder habe ich irgend etwas nicht mitgekriegt? Der Korea Krieg beginnt am 25. Juni 1950!

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Quellenangaben


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1949

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit, es gab keine großen AKW Störfälle ...
Oder habe ich irgend etwas nicht mitgekriegt?

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Quellenangaben


1948

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit, es gab keine großen AKW Störfälle ...
Oder habe ich irgend etwas nicht mitgekriegt?

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Quellenangaben


1947

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War scheinbar ein glückliches Jahr für die Menschheit, es gab keine großen AKW Störfälle ...
Oder habe ich irgend etwas nicht mitgekriegt?

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Quellenangaben


1946

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21.05.1946 Los Alamos, New Mexico/Vereinigte Staaten INES Kategorie 4

In der Atomwaffenfabrik in Los Alamos führte der kanadische Physiker Louis Slotin im Beisein von mehreren Wissenschaftlern Tests zur Kritikalität von Plutonium durch. Die Versuchsanordnung bestand aus einem unterkritischen, etwa 6 kg schweren Plutonium-Kern (demselben, der in den Unfall von 1945 verwickelt war und der in der Folge als „Demon Core“ bezeichnet wurde) und zwei Halbkugelschalen aus Beryllium, die als Neutronenreflektoren dienten und den Kern umschließen konnten. Je näher die Halbkugelschalen zusammengeführt wurden, desto weniger Neutronen konnten entfliehen und desto geringer wurde die zur Kritikalität notwendige Masse. Normalerweise fungierten zwei 3,2 mm dicke Distanzstücke als Sicherheitsvorrichtung, Slotin hatte diese jedoch vor Beginn des Versuchs entfernt. Stattdessen platzierte er einen Schraubendreher im Zwischenraum, durch dessen Drehung er die Halbkugelschalen langsam einander annähern konnte, während er mit der anderen Hand die obere Schale festhielt. Der Schraubendreher rutschte jedoch heraus und die Anordnung wurde prompt überkritisch. Die Beteiligten spürten eine kurze Hitzewelle und der Versuchsraum war in ein bläuliches Schimmern (Tscherenkow-Licht) gehüllt. Slotin konnte die obere Halbkugelschale abheben und damit die Reaktivität wieder reduzieren. Er wurde jedoch durch den Unfall einer tödlichen Energiedosis von etwa 10 Gray ausgesetzt, die sieben Beobachter erhielten bis zu 1,7 Gray. Slotin starb am 30. Mai an der Strahlenkrankheit. Dieser Unfall wird auch in dem Film „Fat Man and Little Boy“ (1989) thematisiert. (INES Stufe 4)

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Quellenangaben


1945

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21.08.1945 Los Alamos, New Mexico/Vereinigte Staaten INES Kategorie 4

Harry K. Daghlian Jr. arbeitete auf dem Omega-Gelände der Atomwaffenfabrik in Los Alamos und erzeugte eine überkritische Masse, als er versehentlich einen Wolframcarbid-Klotz auf einen Plutonium-Kern fallen ließ. Obwohl er das Stück wegstieß, erhielt er bei dem Vorfall eine tödliche Strahlendosis und starb am 15. September 1945. (INES Stufe 4)

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(Off-Topic) Atombomben sind zwar eigentlich nicht unser Thema aber ich möchte sie trotzdem nicht unerwähnt lassen.

9. August 1945 - Abwurf der 2. Atombombe auf Nagasaki! (Sprengkraft von 22.000 Tonnen TNT)

6. August 1945 - Abwurf der 1. Atombombe auf Hiroschima! (Sprengkraft 12.500 Tonnen TNT)

Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt etwa 92.000 Menschen sofort.
Weitere 130.000 Menschen starben bis Jahresende an den Folgen des Angriffs, zahlreiche weitere an Folgeschäden in den Jahren danach.

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(Off-Topic) Kernwaffentests sind zwar ziemlich neben dem Thema aber ich möchte sie trotzdem nicht unerwähnt lassen.

16.07.1945 - 'Trinity'

Die USA führen den ersten Atombombentest 'Trinity' in der Alamogordo Test Range durch, als Spaltstoff wird Plutonium-239 eingesetzt, die Sprengkraft liegt bei 20-22 Kilotonnen (kT).

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Quellenangaben


1944

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Der 2. Weltkrieg tobt ...

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Quellenangaben


1943

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Der 2. Weltkrieg tobt ...

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Quellenangaben


1942

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Der 2. Weltkrieg tobt ...

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Quellenangaben


1941

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Der 2. Weltkrieg tobt ...

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Quellenangaben


1940

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Der 2. Weltkrieg tobt ...

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Quellenangaben

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Quellenangaben

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Wikipedia:

Liste der Unfälle in kerntechnischen Anlagen
Unfall --- INES 4 bis 7

Liste der Störungen in europäischen AKWs
Störfall --- INES 1 bis 3

Liste der meldepflichtigen Ereignisse in deutschen kerntechnischen Anlagen
meldepflichtiges Ereigniss --- INES 0

Liste der Kernwaffentests von 1945–2009 gab es weltweit 2.052 Tests.

Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im Jahre 1945

26.04.1986 Super-Gau in Tschernobyl

28.03.1979 'Three Mile Island' in Harrisburg

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Der Spiegel:

Infos zu Gundremmingen 1975

Glücklicher Drache V

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'Überhaupt Gar Nix' Infos zu Gundremmingen

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