Newsletter XLIII 2022

28. bis 31. Oktober

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Nuclear Power Accidents

Diese PDF-Datei enthält eine Liste bekannt gewordener Zwischenfälle aus den verschiedenen Bereichen der zivilen und militärischen Atomindustrie. Einige dieser Informationen gelangten nur auf Umwegen an die Öffentlichkeit...

Auszug für diesen Monat:

1. Oktober 1981 (INESNAMS 1,3) Atomfabrik Sellafield, GBR

3. Oktober 1986 (Broken Arrow) Atom-U-Boot K-219, UdSSR

3. Oktober 1952 (1. britischer Atombombentest) Trimouille Island, GBR

5. Oktober 1966 (INES 4) Enrico-Fermi-1, USA

7. Oktober 1957 (INESNAMS 4,6) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

9. Oktober 2006 (1. nordkoreanische Atombombentest) Punggye-ri, PRK

12. Oktober 1969 (INES 4) Atomfabrik Sellafield, GBR

15. Oktober 1958 (INES 4) Boris Kidrič Institut, Vinca, YU

17. Oktober 1969 (INES 4) Saint-Laurent, FRA

18. Oktober 2011 (INES 1) Karachi, PAK

19. Oktober 1989 (INES 1) Vandellòs-1, ESP

30. Oktober 1961 (Zar-Bombe AN602) Nowaja Semlja, UdSSR

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Wir suchen aktuelle Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an: nukleare-welt@reaktorpleite.de

 

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31. Oktober

 

Grünen-Minister | AKW-Prüfung | Weiterbetrieb

Kritische Stimmen ignoriert?:

Grünen-Minister sollen Einfluss auf AKW-Prüfung genommen haben

Wirtschaftsminister Habeck und Umweltministerin Lemke stellten sich früh gegen einen Weiterbetrieb der letzten drei Atomkraftwerke. Dabei gab es auch Argumente dafür.

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Recherchen der „Welt am Sonntag“ und des „Cicero“ legen nahe, dass die grün-geführten Ministerien – für Wirtschaft (BMWK) von Vizekanzler Robert Habeck und Umweltschutz (BMUV) von Steffi Lemke – bei dieser Argumentation kritische Stimmen aus den eigenen Häusern ignoriert und Einfluss auf die Bewertungen genommen wurde ...

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Sicherheit | Atommüll Zwischenlager | Lubmin

Atommüll-Lager Lubmin:

BUND fordert mehr Sicherheit bei Zwischenlagerung

Jüngste Ereignisse im Ostsee-Raum belegen Dringlichkeit des Schutzes vor Angriffen

Anlässlich des Erörterungstermins für den Neubau des Zwischenlagers Nord in Lubmin an diesem Dienstag bekräftigt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Forderung einer Neubetrachtung der deutschen Atommüll-Zwischenlagerung. Die bundesdeutschen hochradioaktiven Abfälle lagern in 16 teils hochproblematischen Zwischenlagern, die den gebotenen Sicherheitsanforderungen nicht entsprechen. Erstmals seit über 15 Jahren gibt es nun konkrete Pläne für einen Neubau. Der BUND hat im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung kritische Einwendungen eingereicht. Er wird vor Ort mit dem Betreiber EWN und der Bundesbehörde BASE für mehr Sicherheit debattieren.

Der BUND bemängelt, dass die bisherigen Planungen für das Zwischenlager in Lubmin den notwendigen Sicherheitsanforderungen für hochradioaktive Abfälle nicht entsprechen ...

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Frankreich | EDF | Verlust

Rekordverlust: Französischer Atomkonzern macht Dutzende Milliarden Miese

Weil im Sommer fast die Hälfte der maroden Atommeiler ausfiel, verlor der Energiekonzern EDF mindestens 32 Milliarden Euro. Er steht kurz vor der vollen Wiederverstaatlichung. Für "billigen" Strom zahlen Steuerpflichtige drauf.

"Es wird schlimmer und schlimmer", schreibt die französische Tageszeitung Libération zur Misere des französischen Atomstromkonzerns EDF.

Gemeint sind nicht die Vorgänge im Atomkraftwerk Tricastin, für das im vergangenen Jahr womöglich nur mit kriminellen oder halbkriminellen Methoden eine Laufzeitverlängerung von 40 auf 50 Jahre erschwindelt wurde. Störfälle sollen auch unter den nachsichtigen Augen der Atomaufsicht verschleiert, Prüfer sollen bei der Inspektionsarbeit behindert und gemobbt worden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits.

Nein, es geht um die fatale Finanzsituation des bisher zweitgrößten Stromerzeugers weltweit. Der produziert wegen seiner altersschwachen Atomflotte immer weniger Strom und rutscht deshalb immer tiefer in die Verlustzone. Schon zum sechsten Mal in diesem Jahr musste die EDF angesichts sinkender Strommengen ihre "Gewinnprognose" kassieren, die man besser "Verlustprognose" nennen sollte. Der ohnehin hochverschuldete Konzern, der sich schon zu 84 Prozent in Staatshand befindet, kündigt für das laufende Jahr einen Verlust von mindestens 32 Milliarden Euro an.

Verlustprognosen verschlechtern sich rasant

Erst im September hatte der Konzern die Verlustprognose auf 29 Milliarden heraufgesetzt. Im Juni waren "nur" 24 Milliarden Miese avisiert. Die Prognosen verschlechtern sich immer rasanter ...

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Münster | G7-Staaten | Klimapolitik

Donnerstag - 03. November 2022 - 16 Uhr - Schlossplatz Münster

Liebe Leute,

am 3./4. November tagen hier in Münster die G7-Außenminister:innen. Aus Protest gegen die katastrophale Klimapolitik der G7 organisiert ein lokales Klimabündnis eine große, bunte Gegendemo am Donnerstag, 3. November.

Auftakt ist um 16 Uhr vor dem Schloss auf dem Schlossplatz in Münster - am Rande der westlichen Altstadt.

https://muenster-klima.info/events/global-climate-justice-diese-welt-gehoert-nicht-nur-den-g7-demo-am-03-11-2022-am-schlossplatz/

Als Anti-Atom-Bewegung fordern wir natürlich auch gerade von den G7 ein Ende aller nuklearen Abenteuer und ein Ende des nuklearen Wettrüstens - wir wollen nicht in die nächste atomare Katastrophe laufen - die Zukunft ist erneuerbar!

Atomfreie Klimagrüße
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
www.sofa-ms.de

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Wikipedia | Divers | Trauerspiel Wikipedia

Wikipedia: Neue Features werden Probleme nicht lösen

Die Wikimedia Foundation startet – wieder einmal – eine Initiative, um neue Beitragende zur Wikipedia zu rekrutieren. Im Fokus stehen dabei – wieder einmal – neue Software-Features. Doch dass sich die größten Probleme der freien Enzyklopädie damit wirksam werden lösen lassen, ist unwahrscheinlich. Dafür müsste an grundlegenden Regeln gerüttelt werden. Ein Kommentar.

Wikipedia ist zweifellos ein digitales Weltwunder: Wissen, werbefrei in über 300 Sprachversionen kostenlos für alle Menschen mit Internetzugang verfügbar. Dank freier Lizenz ermöglicht die Wikipedia die kreative Nachnutzung in allen noch so entlegenen Ecken des Internets, ohne Rechte klären zu müssen. Und nicht nur die Inhalte, auch die Wiki-Software steht unter einer freien Lizenz, das alles getragen von der gemeinnützigen, primär über Kleinspenden finanzierten Wikimedia Foundation. Die Bedeutung des Wikipedia-Wissen reicht dabei weit über das Wiki hinaus, basieren auch Googles Suchergebnisse und Infoboxen auf Inhalten der freien Online-Enzyklopädie.

Doch große Reichweite und Relevanz bringen große Verantwortung mit sich ...

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Demokratie | Populist | rechtsextrem

Krise der Demokratie:

„Wir stehen vor einem Rätsel“

Sorgenvoll blickt der israelische Philosoph Yuval Kremnitzer auf das weltweite Erstarken des Autoritarismus. Schnelle Antworten gebe es nicht.

taz am wochenende: Herr Kremnitzer, der Wahlsieg der rechtsextremen Fratelli d’Italia macht vielen Angst. Am 1. November wird in Israel gewählt, hier sind die Sorgen groß, dass Benjamin Netanjahu an die Macht zurückkehrt. Ist der Rechtsruck ein globales Phänomen?

Yuval Kremnitzer: Natürlich muss man den lokalen Kontext berücksichtigen. Israel kann man in vielerlei Hinsicht nicht mit Europa vergleichen – der palästinensisch-israelische Konflikt ist nur das offensichtlichste Beispiel. Doch gerade deshalb ist es so verblüffend, dass es an so vielen Orten der Welt so starke Ähnlichkeiten gibt: Der Antiliberalismus breitet sich aus. Es handelt sich – etwa in den USA, in Ungarn, in Russland – um antiliberale Demokratien, denen allerdings eine einheitliche Ideologie fehlt. Donald Trump, Viktor Orbán, Wladimir Putin sind sich ideologisch im eigentlichen Sinne nicht nahe. Aber was ihr leeres politisches Programm aussagt, ist, dass diese „formalistische Verfahrensdemokratie“, in der wir leben, elitär, ungerecht und irgendwie einschränkend sei. Sie verletzen ungeschriebene Regeln jenes Systems und sie sind gerade aufgrund dieser Regelverletzungen attraktiv für so viele Wähler:innen. Das Gleiche gilt für Giorgia Meloni in Italien. Und ebenso für Benjamin Netanjahu ...

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Klimaneutral | Wasserstoff | Erneuerbar | Namibia

Noch ist grüner Wasserstoff eine Nische

Für klimaneutrales Wirtschaften braucht es deutlich mehr Anstrengungen. Weniger als ein Prozent der globalen Wasserstoffproduktion stammte 2021 aus Erneuerbaren Energien. Angesichts vieler neuer Projekte, sind Expert:innen aber zuversichtlich.

Grüner Wasserstoff gilt als künftiges Wundermittel für eine klimaneutrale Wirtschaft. Besonders die Industrie hat einen hohen und ständigen Energiebedarf, der mit Wasserstoff gestillt werden kann. Zudem kann Wasserstoff als Speicher fungieren und Gas im Stromsystem als Back-Up ersetzen. Die technischen Mittel für einen Einsatz sind bereits vorhanden und werden in der Praxis erprobt. Noch fehlt es aber an einem ausreichenden und funktionierendem globalen Wasserstoffmarkt, der die fossilen Brennstoffe vollständig ersetzen kann ...

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Brasilien | Wahlen

Lula gewinnt Präsidentenwahl in Brasilien

Der linksgerichtete Herausforderer Lula ist mit knappem Vorsprung zum Präsidenten Brasiliens gewählt worden. Die Wahlbehörden erklärten ihn mit 50,83 Prozent der Stimmen zum Sieger. Der rechtsextreme Amtsinhaber Bolsonaro bekam 49,17 Prozent.

In der Stichwahl um das höchste Staatsamt in Brasilien hat sich der linke Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva knapp gegen den rechtsextremen Amtsinhaber Jair Bolsonaro durchgesetzt ...

 

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30. Oktober

 

Ausbau Erneuerbare | Windkraft | Photovoltaik

Erneuerbare Energien: Nord-Süd-Gefälle verschärft sich

Deutschland ist immer mehr zwischen dem Norden, wo die meisten Windkraftanlagen installiert sind, und dem Süden, wo die meisten Solaranlagen installiert sind, geteilt. Für die Netzstabilität womöglich ein Problem.

2030 soll laut dem Ampel-Koalitionsvertrag 80 Prozent des Stroms erneuerbar sein. Als Folge des notorisch langsamen Netzausbaus in Deutschland beunruhigt der Boom der Solarenergie im Süden und der Windenergie im Norden zunehmen die Entscheidungsträger in Berlin ...

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Bayern | CSU Parteitag

Söder und Merz im Stil von Trump

Wer je CSU-Parteitage besucht hat, als Franz Josef Strauß noch lebte, dem dröhnen heute noch die Ohren von jenen lautstark vorgetragenen Attacken, besser Tiraden auf den politischen Gegner, genauer: die SPD, die es nicht konnte, von Moskau infiltriert war. Nur einer konnte es, Er, Strauß. Heute klingt das aus dem Mund von Markus Söder, der sich ja als Strauß-Erben sieht, ähnlich. Verbal nicht so stark, bar jener Latinismen, aber fast genauso laut. Und wie Strauß beschwört Söder Chaos und Ängste ob der Politik der Ampel in Berlin. Im nächsten Jahr sind Landtagswahlen im Freistaat, da muss der Ministerpräsident punkten, mehr als beim letzten Mal. Er versucht sich als Landesvater, als Politiker des Fortschritts für Bayern unter Wahrung der weißblauen Traditionen ...

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Ausbau Erneuerbare | Windkraft | Photovoltaik

Bund-Länder-Bericht: Ausbautempo bei erneuerbaren Energien noch immer zu lahm

Laut der Analyse müssen vor allem für Windkraft an Land mehr Flächen ausgewiesen und Genehmigungen erteilt werden, um die Ausbau- und Klimaziele zu erreichen.

Der Bund-Länder-Kooperationsausschuss zum Stand des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Deutschland zeigt sich in seinem zweiten Jahresbericht besorgt: Im Gegensatz zur Solarkraft sind demnach bei der Nutzung der Windenergie an Land die im Erneuerbaren-Gesetz (EEG) festgelegten Ausbaumengen nicht erreicht worden. Fazit der Experten: "Daher besteht sowohl für die Planung und Ausweisung von Windenergiegebieten als auch für die Genehmigung von Anlagen in hohem Maße das Erfordernis, Hemmnisse abzubauen und Verfahren zu beschleunigen." ...

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Machthaber | Putin | Macht Mensch Worte | Propaganda

«Wir wollen keine dominierende Macht werden»

Russlands Machthaber Putin kritisierte in einer Rede die beherrschende Rolle der USA und schlug eine Reform der UNO vor.

Unmittelbar nach Kriegsausbruch schrieb Infosperber: «Nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt den Angriffskrieg: Kein Versäumnis und kein Fehler des Westens und keine Oligarchen oder Faschistengruppen in der Ukraine.»

Seither kam es auf beiden Seiten zu Hunderttausenden Verletzten und Toten, zu Millionen Geflüchteten und schlimmen Zerstörungen. Eine Folge ist maximale Zensur in Russland und in der Ukraine.

Westliche Medien informieren sehr gut über die Sicht der Ukraine und der helfenden Nato-Länder. Vom Aggressor dagegen bekommt man meist nur herausgepickte Sätze zu lesen und zu hören. Englisch- und französischsprachige russische Fernsehsender wurden abgestellt.

Es muss jedoch in einem freien Land möglich und zumutbar sein, die Propaganda Moskaus und wichtige Äusserungen Putins unzensuriert konsultieren zu können. Aus diesem Grund dokumentiert Infosperber ungekürzt und unkommentiert Putins «Grundsatzrede» vom 27. Oktober 2022 im Valdai-Diskussionsclub. Wie alle Reden während eines Krieges ist sie mit besonders kritischem Geist zu lesen. Die furchtbaren Folgen des Krieges thematisiert Putin nicht ...

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Psychopathen | MachthaberWiP

Was Macht mit Menschen macht

Es ist schrecklich anzusehen, was Menschen in der Lage sind, anderen Menschen anzutun. Besonders in Kriegen, die von den Großen und Mächtigen angezettelt werden, wird Brutalität und Grausamkeit zur erstrebenswerten Norm erhoben. Menschen werden zu Leichen, zu toten, geschundenen Körpern, die auf dem Altar der Macht geopfert wurden. Kinder werden zu Waisen, Väter und Mütter verlieren die Freude am Leben, und ganz normale Zeitgenossen werden zu grausamen Mördern abgerichtet.

Wenn wir andere leiden sehen, ist uns zum Heulen zumute, wie wahrscheinlich allen anderen halbwegs normalen Menschen auch, und wir suchen nach Wegen das Leiden zu beenden. Die Fähigkeit zur Empathie ist dem Menschen angeboren und nur Psychopathen haben diese Empfindung nicht.

Legitim?

Ein russischer Geschäftsmann im amerikanischen Exil setzt ein Kopfgeld für Putins Verhaftung aus und veröffentlicht einen Steckbrief im Stil des Wilden Westens. Auf den ersten Blick klingt das echt lustig, und mir fallen spontan einige weitere "große Staatsmänner" ein, deren Namen ebenso gut auf Fahndungsplakate passen würden. Andererseits erscheint es mir so, als wolle sich da jemand mit viel Geld ins Herz der Öffentlichkeit schleichen.

US-Senator Graham tritt vor die Mikrofone und fragt, ob es in Russland nicht einen Brutus oder ein paar tapfere Militärs gibt, die Putin einfach ausschalten könnten. Auch das klingt zunächst verständlich, schließlich ist Tyrannenmord so etwas wie Selbstverteidigung oder Nothilfe. Aber wenn Putin es verdient hat, ermordet zu werden, was ist dann z.B. mit Bush, Clinton und all den anderen Machthabern weltweit, die auch Blut an ihren Händen haben?

Aufrufe zum Mord sind nicht OK!

Und so erdreistet sich die geballte Macht der antisozialen Meta-Medien von Mark Sugarmountain, Mordaufrufe gegen russische Soldaten online zu belassen, anstatt sie sofort zu löschen. Wenn ein russischer Soldat es verdient hat, umgebracht zu werden, welcher Soldat verdient es dann nicht?

Wenn irgendein Mensch es verdient hat, gelyncht zu werden, wer dann nicht?

Die Übertretung demokratischer Regeln und Normen kommt immer mehr in Mode, und viele der künftigen Opfer des Mobs jubeln wie komplette Vollidioten, obwohl ihnen völlig klar sein könnte, worum es den Hetzern wirklich geht.

Das Einzige, was die weltweit agierenden Rechten eint, ist der Hass auf die Demokratie. Da sich die Menschen aber nicht gerne selbst entmachten, bedienen sich erzreaktionäre Strippenzieher immer wieder der altbewährten Tricks der Möchtegern-Herrenmenschen. Die Demokratie und ihre Verfechter werden erst als schwache, wertlose Untermenschen herabgewürdigt, um sie dann zum Abschuss freizugeben.

Ich finde das alles ziemlich ekelhaft und nicht im Geringsten lustig, aber wenn ich mir die Fotos der beiden kleinen Machthaber ansehe, kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Der eine kleine Wladimir allein am großen Tisch der Macht in Moskau und der andere kleine Wolodymyr zwischen zwei riesigen Leibwächtern in Kiew, diese Bilder werden mir wohl nie mehr aus dem Kopf gehen.

Keine Macht für niemanden

Macht macht größenwahnsinnig, empathielos und zynisch. Je länger Menschen die Macht in Händen halten, desto schlimmer werden die Symptome. Sie halten sich für unersetzlich, einzigartig, talentiert, fast gottgleich mächtig und werden immer unmenschlicher, bis dass der Tod sie holt ...

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Afrika | Erneuerbare | Photovoltaik

Grüner Strom von der Elfenbeinküste

Kann hier mal jemand das Licht anmachen? Ja, sie können

600 Millionen Menschen in Afrika leben ohne Strom, und nur ein Prozent der weltweit produzierten Solarenergie kommt von dem sonnenreichsten Kontinent. Zwei Unternehmer aus Abidjan und ein Franke ändern das jetzt.

Auch nachts ist die Welt nicht dunkel. Zumindest nicht vom Weltraum aus. Städte schimmern, Metropolen strahlen. Im Dunkeln glitzert der ganze Planet wie eine Discokugel. Europa leuchtet. Amerika leuchtet. Asien leuchtet. Afrika leuchtet nicht. Von allen Zahlen, die Afrikas Entwicklung beschreiben, ist diese vielleicht die krasseste: Weltweit leben 840 Millionen Menschen ohne Zugang zu Strom – 600 Millionen von ihnen in Afrika ...

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Ausbau Erneuerbare | Photovoltaik

Solar hängt Atom endgültig ab: Bald kommt die Power von 100 AKWs dazu

In 2021 betrug der Zuwachs an Photovoltaik weltweit rund 150 Gigawatt. Das entspricht der Leistung von etwa 100 Atomkraftwerken. Doch damit nicht genug: In nur wenigen Jahren wird der jährliche Zuwachs an Solarstrom die Leistung aller Atomkraftwerke der Welt überschreiten.

Die Internationale Energieagentur (IEA) bestätigte in ihrem diesjährigen „World Energy Outlook“ (deutsch: Weltenergieausblick) den enormen Zuwachs an Photovoltaik im vergangenen Jahr. Mit einem Ausbau von 150 Gigawatt stellt 2021 das bisherige Rekordjahr dar. Doch dieser Titel steht auf wackeligen Beinen, denn der Ausbau steigt kontinuierlich an. Es ist sehr wahrscheinlich, dass 2022 mehr als 200 Gigawatt zusätzliche PV-Leistung aufgestellt wird. Allein China strebt für dieses Jahr einen Ausbau von 100 Gigawatt an ...

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UdSSR | Wasserstoffbombe

30. Oktober 1961, Zar-Bombe AN602 über Nowaja Semlja, UdSSR

Atomwaffen A - Z

Zar-Bombe

engl.: Tsar Bomba oder emperor bomb

Die Zündung der Zar-Bombe (oder Zarenbombe) am 30. Oktober 1961 gilt als die stärkste jemals vom Menschen verursachte Explosion der Geschichte. Die offiziell als RDS-220 bezeichnete Wasserstoffbombe wurde um 11:32 Uhr Moskauer Zeit auf der Insel Nowaja Semlja von einem TU-95 Flugzeug in über 10.000 Meter Höhe abgeworfen. Von westlichen Staaten erhielt sie ihren Kosenamen "Zar-Bombe" ebenso wie zwei andere russische Objekte: die Zar-Glocke und die Zar-Kanone, die auch als die größten ihrer Art gelten.

Die Explosion fand in einer Höhe von ca. 4.000 m statt. Der dabei entstandene Atompilz erreichte kurzfristig eine Höhe von ca. 64 km. Die von der Bombe erzeugte Druckwelle war angeblich so stark, dass sie noch bei ihrer dritten Umrundung der Erde messbar war. Die seismische Welle erreichte 5,0 auf der Richter-Skala. Die Sprengkraft der Bombe betrug ca. 50 Megatonnen (MT) und war damit 3.800-mal stärker als die Hiroshima-Bombe „Little Boy“. Ihre Sprengkraft war auch etwa vier- bis fünfmal stärker als die Castle-Bravo-Bombe, welche die wirkungsvollste, je getestete Atombombe der USA war. Die Zone totaler Zerstörung hatte einen Radius von 35 km, der Feuerball einen Radius von 3,5 km ...

 

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29. Oktober

 

Polen | Westinghouse | Choczewo

Signal an Russland

Polen lässt erstes AKW von US-Firma bauen

Der US-Konzern Westinghouse soll unweit der Ostseeküste Polens erstes Kernkraftwerk errichten. Zusammen mit weiteren Anlagen soll es das Land von der Kohle befreien – zu einem enormen Preis.

... Standort für das erste Kraftwerk soll Choczewo nahe der Ostsee sein, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Ort liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich von Danzig. Der erste Reaktor soll 2033 in Betrieb genommen werden.

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Der Deal sorge dafür, dass Russland Energie nicht als Waffe einsetzen könne, sagte Granholm. Das 40-Milliarden-Dollar-Projekt werde 100.000 Arbeitsplätze in den USA sichern oder schaffen.

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Brokdorf | Atommüll | Zwischenlager

Atommüll in Brokdorf: Das ewige Zwischenlager

Das Kernkraftwerk Brokdorf ist seit gut zehn Monaten nicht mehr am Stromnetz. Doch bis der Rückbau beginnt, dauert es noch. Und auch mit dem hochradioaktiven Abfall wird die kleine Gemeinde im Kreis Steinburg noch zu tun haben.

Seit 1986 wohnt Karsten Hinrichsen schon in Brokdorf, nur anderthalb Kilometer vom Kernkraftwerk entfernt. Und genauso lange kämpft er schon dagegen. Sein Haus liegt direkt hinter dem Elbdeich. Wenn er am Gartenteich steht oder beim Apfelbaum, kann er den Schornstein des Kraftwerks sehen. Die Brennstäbe dort sind nicht mehr in Betrieb - aber natürlich trotzdem noch vorhanden. Sie sollen jetzt nach und nach in das Zwischenlager gebracht werden, das direkt neben dem Kraftwerk liegt.

Ein großer, grauer Bau, mehrere Zäune davor, Überwachungskameras und Sensoren: Gut gesichert, aber von außen lässt nichts vermuten, was sich im Inneren befindet. Aktuell stehen dort 35 Castorbehälter, in denen der hochradioaktive Abfall lagert. Bis 2025 sollen alle insgesamt 83 Castoren aus dem Kraftwerk dorthin gebracht werden. Bis 2047 hat das bundeseigene Zwischenlager eine Betriebsgenehmigung. Frühestens 2050 könnte ein Endlager in Betrieb gehen ...

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Verfassungsschutz | NSU

ZDF und „Frag den Staat“ veröffentlichen hessische NSU-Akten

Das ZDF und die Online-Plattform „Frag den Staat“ haben als geheim eingestufte Akten zum rechtsterroristischen NSU veröffentlicht. Man glaube, die Öffentlichkeit habe das Recht zu erfahren, was genau in jenen Dokumenten der hessischen Sicherheitsbehörden stehe, die ursprünglich für mehr als ein Jahrhundert geheim bleiben sollten.

Weiter heißt es auf der dazu eingerichteten Webseite, um die Quellen zu schützen, seien die Akten komplett abgetippt und ein neues Dokument erstellt worden, um keine digitalen Spuren zu hinterlassen. Bei dem veröffentlichten Dokument handelt es sich laut Deckblatt um einen Abschlussbericht zur Aktenprüfung im Landesamt für Verfassungsschutz Hessen im Jahr 2012. Der Bericht ist auf den 20. November 2014 datiert ...

 

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28. Oktober

 

Finnland | Olkiluoto | EPR

Risse in allen vier Olkiluoto 3 Speisewasserpumpen gefunden

In allen vier Speisewasserpumpen des EPR Olkiluoto 3 in Finnland wurden Risse von einigen Zentimetern Länge festgestellt. Der Betreiber Teollisuuden Voima Oyj (TVO) erklärte, er wisse noch nicht, welche Auswirkungen dies auf den Zeitplan für die Inbetriebnahme der Anlage haben werde.

Am 18. Oktober gab TVO bekannt, dass bei Wartungs- und Inspektionsarbeiten Schäden an den Einbauten der Speisewasserpumpen in der Turbineninsel des Kraftwerks festgestellt wurden.

Die Speisewasserpumpen sind die größten Pumpen von Olkiluoto 3 und werden verwendet, um Wasser aus dem Speisewasserbehälter in die Dampferzeuger zu pumpen. Laut TVO haben die in den Pumpen festgestellten Risse keine Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit ...

Übersetzt mit https://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

IMHO

"... keine Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit." und "... alles unter Kontrolle." Hat irgendeiner der sogenannten Verantwortlichen jemals etwas anderes gesagt? Die beliebteste Standardmeldung der Atomindustrie bei egal welcher Störung lautet jedoch: "... keine Gefahr für Menschen und Umwelt."

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Ukraine Krieg | Putin | NATO

“Die größte Stellvertreterarmee, die das US-Imperium je hatte“

Marcus Klöckner: Für viele beginnt der Krieg in der Ukraine am 24. Februar dieses Jahres. Aber ist das wirklich der Beginn des Krieges? 

Mathias Broeckers: Der Krieg in der Ukraine begann schon vor acht Jahren, nach dem gewalttätigen, illegalen Regierungsumsturz in Kiew, den weite Teile der Bevölkerung im Osten und auf der Krim nicht anerkennen wollten und ihre Autonomie erklärten. Danach eskalierte der Konflikt zu einem bewaffneten Bürgerkrieg, der trotz der Abkommen über einen Waffenstillstand und eine friedliche Wiedervereinigung (Minsk 1 & 2) bis heute nicht beendet ist. Der mit dem Wahlversprechen, Frieden zu schaffen, 2019 zum Präsidenten gewählte TV-Komiker Wolodymyr Selenskyj machte dann eine 180-Grad-Wende und erließ im März 2021 ein Dekret zur militärischen Rückeroberung der Krim und der Donbass-Region. Statt Friedensverhandlungen wurden die Truppen aufgerüstet und von NATO-Ausbildern trainiert und die Anführer der rassistischen Asow-Brigaden von Selenskyj als »Helden der Ukraine« mit Orden ausgezeichnet ...

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Solar Dächer | Wärme Strom

Statt Single-Solaranlage: Neuartige Solar-Dachpfannen liefern Strom und Wärme

Ob aus ästhetischen Gründen oder wegen des Denkmalschutzes, in manchen Anwendungsfällten wollen Hausbesitzer/innen eine Alternative zu normalen Solaranlagen. Die Firma Paxos Consulting & Engineering GmbH & Co. KG hat zusammen mit der TH Köln eine optimierte Solardachpfanne für Strom und Wärme entwickelt ...

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Medien | WDR JournalistJürgen Döschner | Presse Freiheit

Klage über »faktisches Arbeitsverbot«

WDR-Journalist arbeitet offenbar fünf Stunden im Monat – für 100.000 Euro im Jahr

Der WDR-Journalist Jürgen Döschner wurde ausgezeichnet, er gilt als Experte für Industrie- und Energiepolitik. Dennoch wird er kaum eingesetzt. Deswegen klagt er nun. Der Sender reagiert deutlich.

Ein Journalist des Westdeutschen Rundfunks (WDR) verklagt den Sender auf Schadensersatz, weil er praktisch nicht mehr eingesetzt wird. Wie der Anwalt des Redakteurs Jürgen Döschner dem »Kölner Stadt-Anzeiger« und dem Rechercheportal Correctiv mitteilte, klagt Döschner auf »Geldentschädigung wegen Nichtbeschäftigung«.

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Laschet und die Räumung des Hambacher Forsts

In dem Bericht wird spekuliert, dass sich Döschner zu stark gegen die Kohleindustrie positioniert habe.

Im Jahr 2019 wurde ein Beitrag von Döschner aus der Mediathek gelöscht. In einem heimlich aufgenommenen Video sagte der damalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet über die Räumung des Hambacher Forsts: »Ja, ich brauch auch einen Vorwand, sonst kann man doch nicht tätig werden. Ich wollte den Wald räumen, ich wollte den Wald räumen.« ...

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IMHO

Vorauseilender Gehorsam, Intrigen und die Verdrehung von Tatsachen

Ein Skandal jagt den nächsten, auf dem Weg zur Selbstverzwergung.

Zitat: Unverschämt: 100.000€ im Jahr für weniger als 5 Stunden Arbeit und Journalist will noch mehr Geld!

Kann ein Mensch, insbesondere ein Journalist, den Kern einer solchen Geschichte derart missverstehen? In der Zwischenzeit wurden sowohl die Überschrift als auch der Artikel umgeschrieben.

Einige unserer Medien ruinieren sich selbst so effektiv, dass es dazu fast keine Parteien mehr braucht. Gute Leute werden von ihren eigenen Vorgesetzten kaltgestellt und von Kollegen diffamiert. Die Presse ist so frei, sich selbst zu zerstören ...

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Tschernobyl | Bayern | Pilze | radioaktiv

Pilze in Bayern können noch immer radioaktiv belastet sein

Selbst 36 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind die Folgen noch spürbar – auch in Bayern. Denn Waldpilze im Freistaat können noch immer radioaktiv sein.

Auch 36 Jahre nach Reaktorkatastrophe von Tschernobyl können Waldpilze in Bayern noch radioaktiv belastet sein. In manchen Regionen sind noch immer hohe Werte an künstlicher Radioaktivität nachweisbar, so das Umweltinstitut München. Betroffen sind dem Umweltinstitut und dem Bund Naturschutz zufolge insbesondere Pilze aus Südbayern, Vor allem der beliebte Maronenröhrling sei problematisch. Grund dafür ist das langlebige Cäsium im Waldboden ...

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schwimmende Photovoltaik | Windenergie | LEAG

Deutschlands größtes Floating-PV-Projekt erreicht wichtigen Meilenstein

Die Stadt Cottbus hat sich die Entwicklung eines CO2-neutralen Hafen- und Stadtquartiers als Ziel gesetzt. Auf dem Weg dahin hat die Kommune nach vorheriger Beteiligung der Öffentlichkeit und zuständigen Behörden jetzt den Satzungsbeschluss für eine 21-MWp-Floating-Großanlage auf dem Cottbuser Ostsee verabschiedet ...

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Rohstoff Preise | Energie Preise

Rohstoffpreise meist wieder auf Vorkriegsniveau

Die Preise für Gas, Öl und Lebensmittel entscheiden darüber, wie viele Menschen in Armut leben oder gar Hunger leiden. Daher war das Erschrecken groß, als die Preise nach Kriegsbeginn stark stiegen. Mittlerweile hat sich die Situation wieder normalisiert. Das muss aber nicht so bleiben.

Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine waren die Preise für Rohstoffe plötzlich in den Schlagzeilen. Mittlerweile sind die Preise allerdings wieder stark gesunken. Dafür gibt es mehrere Gründe, die für alle Rohstoffe gleichermaßen gelten:

Der starke US-Dollar verteuert Rohstoffe in allen Ländern außer den USA. Daher sinkt die Nachfrage – und damit der Preis in Dollar.

Wegen der steigenden Zinsen haben sich zudem die Konjunkturaussichten deutlich eingetrübt, was wiederum die Nachfrage nach Rohstoffen reduziert.

Und dann spielt der "China-Faktor" eine Rolle. Das Land hat mit seinem Rohstoffhunger lange Zeit für hohe Preise gesorgt. Doch nun liegt die Bauwirtschaft darnieder und die Wirtschaft wird immer wieder durch Lockdowns ausgebremst, mit denen China seine Null-Corona-Strategie durchsetzt ...

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NASAMethan | Temperatur anstieg

NASA: Satellitenbilder zeigen beunruhigenden Fund – er bricht alle Rekorde

Die NASA hat weltweit mehr als 50 Super-Emitter von Methan entdeckt. Ein Instrument der ISS ermöglichte die Suche überhaupt erst.

Der Klimawandel ist im Laufe der vergangenen Jahre zu einem immer wichtigeren Thema in Gesellschaft, Politik und Wissenschaft herangereift. Auch die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA unternimmt stetig neue Versuche, die Menschen vor den Ursachen und möglichen Folgen der Erderwärmung zu warnen. Neue Satellitenaufnahmen der Organisation zeigen einige der stärksten Super-Emitter von Methan auf der Erde.

NASA entdeckt zahlreiche Super-Emitter

Dem aktuellen Stand der Wissenschaft nach ist das Methan, das wir in die Atmosphäre ausstoßen, für etwa 30 Prozent des menschengemachten Temperaturanstiegs auf unserem Planeten verantwortlich. Neben der gewaltigen Masse kleinerer Quellen haben Forschende nun mehr als 50 Super-Emitter identifizieren können. Sie treten mitunter in Form von Anlagen in Zentralasien, dem Mittleren Osten sowie dem Südwesten der USA auf ...

 

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Aktuelles+ 28. Oktober

 

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Klimaschutz | CO2 | Treibhausgas Emission

Klimaschutz: Es reicht nicht

UNEP: Mit den bisher umgesetzten und geplanten Maßnahmen sind die Klimaschutzziele nicht erreichbar

Zu wenig, zu langsam: Im Vorfeld des nächsten Weltklimagipfels stellt ein Report des UN-Umweltprogramms UNEP den Klimaschutz-Bemühungen der Länder ein schlechtes Zeugnis aus. Die bisher eingereichten nationalen Selbstverpflichtungen werden die globalen Emissionen bis 2030 nur um fünf bis zehn Prozent senken – sofern sie überhaupt umgesetzt werden. Um das Klimaziel des Pariser Abkommens zu erreichen, wäre aber eine Reduktion um 30 bis 45 Prozent nötig.

Die Vorgabe ist klar: Nach dem 2015 beschlossenen Pariser Klimaabkommen soll die globale Erwärmung auf 1,5 Grad maximal zwei Grad gegenüber präindustriellen Werten begrenzt werden. Denn nur dann lassen sich die negativen Folgen des Klimawandels, darunter vor allem die zunehmenden Wetterextreme, in einem noch tragbaren Maß halten. Um das zu erreichen, bleibt der Menschheit nur noch ein begrenztes Budget an CO2-Emissionen. Die Länder haben entsprechende Pläne zur Verringerung ihrer CO2-Emissionen beim UN-Klimasekretariat (UNFCC) eingereicht.

Doch bereits vor dem letzten Weltklimagipfel in Glasgow im Jahr 2021 zeichnete sich ab, dass viele Länder nur unzureichende Nationale Selbstverpflichtungen (NDCs) eingereicht haben – von einer Umsetzung ganz zu schweigen.

Treibhausgas-Emissionen steigen weiter

Jetzt hat das UN-Umweltprogramm UNEPO erneut die eingereichten Selbstverpflichtungen und den Stand der weltweiten Klimaschutzbemühungen ausgewertet – mit kaum besserem Ergebnis. Denn entgegen den Klimaschutzvorgaben sind die globalen Treibhausgas-Emissionen weiter angestiegen statt zu sinken. „Die Corona-Delle währte nur kurz, die vorläufigen Daten für 2021 zeigen einen neuen Rekordstand“, berichtet William Lamb vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC, einer der Leitautoren des UN-Reports ...

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Die Emission von Treibhausgasen muss drastisch sinken ...

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Die interne Suche nach

Treibhausgas Emission

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

17. Juli 2022 - Ampel-Koalition und Klima: Regierung in der Klimakrise

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01. Dezember 2021 - Wie viele unserer Treibhausgasemissionen schlagen wir China zu?

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13. April 2021 - Gaskraftwerk: Ist der Strom aus Erdgas nachhaltig?

 

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YouTube

Stichwortsuche: Treibhausgas und Emission doku

https://www.youtube.com/results?search_query=Treibhausgas und Emission doku

 

Videos:

Umwelt Bundesamt - 4:10

UBA-Erklärfilm: Treibhausgase und Treibhauseffekt

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klima:neutral - 8:09

Kohlendioxid: Was sind die größten Klimakiller?

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ZDF - 43:35

Deutschland im Klimawandel / Mit Harald Lesch

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 150 Videos zum Thema

 

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Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

 

Stichwortsuche: Treibhausgas Emission

https://www.ecosia.org/search?q=Treibhausgas Emission

 

Umweltbundesamt

Treibhausgas-Emissionen in Deutschland

Die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland sind 2021 gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent gestiegen. Das entspricht einer Minderung um 38,7 Prozent im Vergleich zum internationalen Referenzjahr 1990.

Emissionsentwicklung

In Deutschland konnten die Treibhausgas-Emissionen seit 1990 deutlich vermindert werden. Die in ⁠Kohlendioxid-Äquivalente⁠ umgerechneten Gesamt-Emissionen (ohne Kohlendioxid-Emissionen aus ⁠Landnutzung⁠, ⁠Landnutzungsänderung⁠ und Forstwirtschaft) sanken bis 2021 um rund 480 Millionen Tonnen (Mio. t) oder 38,7 %. Für das Jahr 2021 wurden Gesamt-Emissionen in Höhe von 762 Mio. t berichtet. Die Emissionen steigen damit deutlich gegenüber dem durch Sondereffekte geprägten Jahr 2020, liegen aber deutlich unter dem Emissionsniveau des Jahres 2019.

Die deutlichsten Wiederanstiege gab es in der Energiewirtschaft. Besonders deutlich stiegen die Emissionen aus der Stein- und Braunkohlenverstromung aufgrund des erhöhten Kohleeinsatzes. Der Einsatz von emissionsärmerem Erdgas nahm dagegen in der zweiten Jahreshälfte aufgrund der deutlich gestiegenen Gaspreise ab. Die wesentlichen Gründe für den erhöhten Einsatz fossiler Energieträger zur Stromerzeugung ist die im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringerte Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, insbesondere die geringere Windstromerzeugung, und ein gestiegener ⁠Bruttostromverbrauch ...

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Wikipedia

Treibhausgas

Treibhausgase (THG) sind Spurengase, die zum Treibhauseffekt eines Planeten beitragen. Sie absorbieren einen Teil der von der Planetenoberfläche abgegebenen langwelligen Wärmestrahlung (Infrarote oder Thermische Strahlung), die sonst unmittelbar ins Weltall abgegeben würde. Die dabei aufgenommene Energie emittieren sie entsprechend ihrer lokalen Temperatur. Der dabei zur Planetenoberfläche gerichtete Anteil dieser Strahlung wird atmosphärische Gegenstrahlung genannt. Diese erwärmt die Oberfläche zusätzlich zum kurz- bis langwelligen direkten Sonnenlicht. Auf der Erde vollzieht sich dieser Effekt in der Troposphäre. Die beteiligten Treibhausgase können sowohl natürlichen Ursprungs sein, als auch durch menschliche Aktivitäten (anthropogen) entstanden sein ...

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Treibhausgase des Kyoto-Protokolls

Im Kyoto-Protokoll wurde ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen zur Reduzierung des anthropogenen Ausstoßes von wichtigen Treibhausgasen (der direkten Treibhausgase) beschlossen. Die im Kyoto-Protokoll reglementierten Gase sind: Kohlendioxid (CO2, dient als Referenzwert), Methan (CH4), Distickstoffoxid (Lachgas, N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW/HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFC), Schwefelhexafluorid (SF6). Seit 2012 wird auch Stickstofftrifluorid (NF3) als zusätzliches Treibhausgas reglementiert. Dazu kommen fluorierte Treibhausgase (F-Gase), da diese aufgrund ihrer hohen Verweildauer in der Atmosphäre hohes Treibhauspotenzial aufweisen. Andere Treibhausgase, die indirekten Treibhausgase, wie z. B. Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickoxide (NOx) oder flüchtige Kohlenwasserstoffe ohne Methan (sogenannte NMVOC), sind im Montreal-Protokoll geregelt, weil sie zur Zerstörung der Ozonschicht beitragen ...

 

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Newsletter XLII 2022 - 23. bis 27. Oktober

Zeitungsartikel 2022

 

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