Japan vor, noch ein Eigentor ...

05.02.2019 -

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Kansai Electric Power Company teilte der Präfektur Fukui mit, dass sich der Neustart der Blöcke 1 und 2 des Kernkraftwerks Takahama und von Block 3 des Mihama-Werks verzögern werde, da die Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheitsmaßnahmen jetzt länger dauern als ursprünglich erwartet.

Kansai sagte gestern, es habe eine Überprüfung der Bauarbeiten abgeschlossen, die erforderlich sind, um die überarbeiteten Sicherheitsstandards zu erfüllen. Die Upgrades zielen darauf ab, die drei Einheiten für den Betrieb über 40 Jahre hinaus vorzubereiten.

In Takahama 1 und 2 wird daran gearbeitet, die Sicherheitsgebäude zu verstärken. Kansai verstärkt die bestehende Betonmauer, die den Sicherheitsbehälter jeder Einheit umgibt, und installiert sekundäre Kuppeln.

Kansai sagte, die Fertigstellung dieser Arbeit werde sich um etwa neun Monate verzögern. Die Bauarbeiten im Block 1 sollen jetzt im Mai 2020 statt im August 2019 beendet werden, während die Arbeiten an Block 2 im Januar 2021 statt im März 2020 abgeschlossen sein werden.

Der Versorger verbessert den Brandschutz der beiden Einheiten, indem er feuerfeste Kabel und Brandschutzfolien sowie zusätzliche Brandmelder und Feuerlöschanlagen installiert. Kansai ersetzt auch den Wassertank zum Auftanken und baut eine Tornado-Schutzmauer um den Tank. Die Meerwasser-Ansauganlage von Block 2 wird durch Ausheben eines neuen Tunnels ins Festgestein verlagert. Um die neue Meerwasser-Ansauganlage soll ebenfalls eine Antitornado-Mauer gebaut werden. Die vorhandenen zentralen Bedienfelder beider Einheiten werden ersetzt.

Die Takahama-Einheiten 1 und 2 sind jeweils 780 MWe (Netto-) Druckwasserreaktoren (PWRs), die 1974 bzw. 1975 ihren Betrieb aufnahmen. Im Juni 2016 erhielten sie als erste japanische Einheiten eine Lizenzverlängerung für 60 Jahre gemäß den überarbeiteten Bestimmungen.

Die meisten Arbeiten bei Mihama 3 beziehen sich auf die Verbesserung der Erdbebenresistenz der Einheit. Kansai verstärkt das Lager für gebrauchte Brennstoffe und ersetzt den Behälter zur Lagerung der gebrauchten Brennelemente. Der Betreiber der Anlage ersetzt auch die innere Struktur des Reaktorkerns und verbessert die Erdbebenfestigkeit des Reaktoraufnahmebehälters. Das Unternehmen sagte, dass diese Arbeiten nun im Juli 2020 statt im Januar 2020 abgeschlossen sein dürften, da die Bohrarbeiten länger als geplant dauerten, denn der unterstützende Untergrund wurde tiefer als erwartet vorgefunden.

Zu den weiteren Arbeiten bei Mihama zählen die Verbesserung der Brandschutzarbeiten, einschließlich des Austauschs alter Kabel durch feuerfeste Kabel, die Installation von Brandschutzplatten und Brandmeldern sowie die Installation neuer Feuerlöschgeräte. Um die Anlage herum wird eine neue, höhere Gezeitenbarriere errichtet.

Mihama 3 - ebenfalls ein 780 MWe PWR - nahm 1976 den kommerziellen Betrieb auf. Im November 2016 genehmigte die Nuclear Regulierungsbehörde eine Verlängerung der Betriebszeit der Einheit bis 2036.

Bisher haben neun der 39 funktionsfähigen Reaktoren Japans Inspektionen genehmigt, um zu bestätigen, dass sie die neuen Sicherheitsstandards erfüllen und den Betrieb wieder aufgenommen haben. Dies sind: Kyushus Sendai-Einheiten 1 und 2 und Genkai-Einheiten 3 und 4; Shikokus Ikata-Einheit 3; und Kansais Takahama-Einheiten 3 und 4 und Ohi-Einheiten 3 und 4. Weitere 16 Reaktoren wurden zum Neustart angemeldet.

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Karte der nuklearen Welt:

Japan will Weltmeister werden!

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Der erste Artikel in "Aktuelles" vom 28.03.2011, geschrieben von Alexander Dill und erschienen in Telepolis, passt auch gut dazu: "Tepco ist das Ende der Marktwirtschaft"

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