Österreich

18.09.2018 - Atomkraft weltweit auf dem Rückzug

Artikel aus https://ooe.orf.at

Im Linzer Schlossmuseum findet die Jahreskonferenz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg statt. Unterstützung liefert der aktuelle Statusreport der weltweiten Atomenergienutzung, die weltweit auf dem Rückzug ist.

Die Zahlen zeigen ein eindeutiges Bild: Der Anteil der Atomenergie an der Stromproduktion sinkt weltweit deutlich. Von 18 auf zehn Prozent in den vergangenen 20 Jahren. Photovoltaik hingegen legt um 35, Windkraft um 17 Prozent zu. In der EU ergibt sich ein ganz ähnliches Bild - die Atomenergie geht deutlich zurück, Wind- und Sonnenenergie legen stark zu.

125 Reaktoren laufen noch in der EU

125 Reaktoren laufen derzeit noch in der EU mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren. Das birgt nicht nur Risiken bei der Sicherheit sondern auch die Wirtschaftlichkeit lasse sich längst nicht mehr abbilden, so Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne). Doch was kostet eigentlich eine Megawattstunde in den verschiedenen Erzeugungsformen, wenn man alles mit einrechnet - Bau, laufender Betrieb und Erzeugung? Am billigsten ist mit weniger als 20 Dollar die Windkraft mit Windrädern an Land, gefolgt von der Sonnenenergie, der Photovoltaik mit rund 25 Dollar pro Megawattstunde. Atomkraft hingegen, wie etwa im umstrittenen britischen Kernkraftwerk Hinkley Point, kostet insgesamt das rund Dreifache.

Fördervolumen bei Atomkraft höher

Auch das dürfte wohl ein Grund sein, warum immer mehr EU Länder bei der Stromerzeugung auf erneuerbare Energien setzen. In Deutschland etwa macht Atomstrom nur noch etwa ein Drittel im Gesamtenergiemix aus. Freilich: gefördert mit öffentlichen Geldern müssen beide Varianten werden - Atom wie auch erneuerbare Energien. Nur das Fördervolumen ist bei Atomkraft insgesamt ungleich höher, rechnet man zu den Errichtungskosten auch die Entsorgung des Atommülls ein. Vor allem aber ist es wohl eine Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz und internationaler Klimaziele, wohin in Zukunft Steuergelder fließen sollen.

Europas Energieminister tagen in Linz (ooe.ORF.at)

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