Aktuelles Zeitungsartikel 2018

Zeitungsartikel 2017

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Atomkraftwerk Gundremmingen

27.12.2017 - Akw Gundremmingen, Block B geht endgültig vom Netz

Der Artikel von Christian Rost erschien in www.sueddeutsche.de

- Nach 33 Jahren wird im Kernkraftwerk Gundremmingen einer der beiden aktiven Reaktoren endgültig abgeschaltet.
- Von Block B können voraussichtlich noch in einer Million Jahren Spuren gemessen werden.
- Atomkraftgegner kritisieren, dass der Freistaat bei den erneuerbaren Energien stark auf die Bremse tritt.

Zum Ende des Jahres geht Block B vom Netz. Nach 33 Jahren wird im Kernkraftwerk Gundremmingen im schwäbischen Landkreis Günzburg einer der beiden aktiven Reaktoren endgültig abgeschaltet. "Er stirbt aber nicht", sagt Raimund Kamm, der ehemalige Abgeordnete der Grünen im bayerischen Landtag und Landesvorsitzende des Bundesverbandes Windenergie. Deshalb werde er zum Jahreswechsel auch nicht auf die Abschaltung anstoßen.

Die Energiewende legt die Atomkraft in Deutschland zwar schrittweise still. "Doch von Block B können noch in einer Million Jahren Spuren gemessen werden", sagt Kamm, der auch Vorstand des Vereins "Forum" ist. Der Verein kämpft gegen die Zwischenlagerung von Atommüll in Gundremmingen und fordert auch das sofortige Aus des Blocks C, der nach dem Atomgesetz noch bis zum Jahr 2021 laufen kann. Nicht nur der strahlende Müll aus dem Kraftwerk wird die Menschen in Gundremmingen noch lange beschäftigen. Für den Rückbau des Kraftwerks sind allein 30 bis 40 Jahre veranschlagt, und wo das radioaktive Material langfristig gelagert werden soll, das steht nach wie vor in den Sternen.

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20.12.2017 - Das Salamanca-Projekt, Urantagebau an der Grenze zu Portugal

Der Artikel von Norbert Suchanek erschien in www.jungewelt.de

Die zweitälteste Universität Spaniens und Landwirtschaftsbetriebe sind in Gefahr: Der an Portugal grenzenden Provinz droht der größte Urantagebau Westeuropas

Die Region im mittleren Westen Spaniens zwischen der Universitätsstadt Salamanca und der portugiesischen Grenze ist eine malerische Landschaft mit Rinder- und Schweineweiden und einem Meer von uralten Steineichen. Nachhaltige, extensive Viehzucht ist die traditionelle Einkommensquelle, der schon lange von »Landflucht« geplagten Region. Doch das Gestein im Untergrund ist reich an Uran: Für die einen, ein zu hebender Schatz, um angeblich »saubere«, klimafreundliche Atomkraftwerke mit Kernbrennstoff zu versorgen und der Region zu gut bezahlten Jobs zu verhelfen. Für die anderen ein Fluch, der großräumige radioaktive Belastung und Naturvernichtung mit sich bringt. Doch Spaniens Regierung in Madrid hat schon vor Jahren beschlossen, diese Büchse der Pandora auszugraben und zu öffnen.

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17.12.2017 - Japan: Gericht ordnet Reaktor-Aus an

Der Artikel erschien in www.klimaretter.info

Japan erlebt derzeit einen Atomausstieg durch die Hintertür. In dieser Woche entschied das oberste Gericht in Hiroshima, dass der einzige aktive Reaktor im Atomkraftwerk Ikata im Südwesten des Landes vom Netz genommen werden muss. Damit sind in Japan nur noch vier Blöcke in Betrieb. 2011, vor der Reaktorkatastrophe von Fukushima, waren es noch 54 an 17 Standorten.

Das Gericht in Hiroshima begründete seine Verfügung mit Sicherheitsbedenken. Das AKW liege zu nah an einem aktiven Vulkan, nämlich dem Aso, der rund 130 Kilometer entfernt ist und zu den aktivsten Vulkanen Japans zählt. Die Risikoeinschätzung der Atomaufsichtsbehörde sei unzureichend und das Vorgehen der Behörde "irrational", hieß es zur Begründung.

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100 Jahre Zusammenarbeit und x tausend Jahre Gift, Strahlung und Abhängigkeit

12.12.2017 - Akkuyu Baubeginn offiziell

Der Artikel erschien in www.world-nuclear-news.org

Die Türkei hat formell mit dem Bau ihres ersten Kernkraftwerks mit dem Betonieren des Untergrunds der Kerninsel begonnen. Im Anschluss an die Erteilung einer befristeten Baugenehmigung fand am 10. Dezember eine feierliche Zeremonie auf dem Gelände des Kernkraftwerks Akkuyu statt.

An der Veranstaltung nahmen Alexey Likhachov, Generaldirektor des russischen staatlichen Atomkonzerns Rosatom, und Fatih Dönmez, der erste stellvertretende türkische Minister für Energie und natürliche Ressourcen, teil.

Laut einer Rosatom-Erklärung sagte Likhachov, dass das Akkuyu-Projekt den Beginn einer 100-jährigen Zusammenarbeit in der Kernenergie zwischen Russland und der Türkei darstellte.

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Steigender Pazifik überschwemmt Atommülllager

05.12.2017 - Die verheerenden Folgen der US-Atomtests

Der Artikel erschien in www.bernerzeitung.ch

Nach dem Zweiten Weltkrieg warfen die USA * 67 Atombomben über der Pazifikregion ab. Auf Runit Island wurde danach Atommüll gelagert. Nun zerstört der steigende Meeresspiegel das Depot – und die Region wird erneut verseucht.

Das Meer ist türkisfarben, der Sand so weiss, dass einem die Augen brennen. Die Insel selbst – bewachsen mit Büschen und vereinzelten Palmen – ragt nur wenige Meter über das Meer. Runit Island wirkt wie ein verlassenes Eiland im Pazifik. Doch Aufnahmen aus der Luft zeigen eine unter­tassenförmige Betonstruktur von etwa 100 Metern Durchmesser.

Denn auf der Insel, die zum Staat der Marshallinseln gehört und im weiten Pazifik zwischen Australien und Hawaii liegt, lagert seit Ende der 70er-Jahre Atommüll. Insgesamt befinden sich auf Rungit Island 85'000 Kubikmeter nuklearer Abfall, darunter Plutonium-239, eine der giftigsten Substanzen überhaupt. Der Müll liegt direkt auf dem ­Boden der Insel, abgedeckt mit einem 50 Zentimeter dicken ­Betondeckel. Und wird nun zur Gefahr.

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Ende Laufzeit - Europäische Atomgemeinschaft Euratom

03.12.2017 - Die Laufzeitverlängerungen von AKWs ist das größte Problem der europäischen Atomenergie

Artikel von Johanna Greuter aus www.euractiv.de

Zwar werden weltweit immer weniger Reaktoren gebaut, dafür werden viele AKWs länger als ursprünglich geplant weiter betrieben.

EURACTIV sprach mit Claus Mayr, Direktor Europapolitik des NABU Deutschland, darüber, warum Laufzeitverlängerungen zu einem europäischen Problem geworden sind.

EURACTIV: Bei den inzwischen beendeten Sondierungsgesprächen für eine „Jamaika“-Koalition wurde über die Atomkraft nicht gesprochen.

Claus Mayr: Ja, ich habe mich auch gewundert, dass in den Sondierungspapieren zur Europapolitik und zur Klimapolitik die Atomenergie mit keinem Wort erwähnt wurde. Der Atomausstieg in Deutschland ist beschlossen und damit sind die Jamaika-Verhandler offenbar davon ausgegangen, dass alles gut sei. Sie haben dabei vergessen, dass einige EU-Nachbarstaaten die Verlängerung der Laufzeiten grenznaher alter Reaktoren planen oder wie Belgien schon beschlossen haben, ohne dass die deutschen Behörden oder Bürger Sicherheitsbedenken geltend machen konnten. Eine künftige Koalition gleich welcher Zusammensetzung sollte an dieses Problem denken und sich in Brüssel entsprechend für Verbesserungen im EU-Recht einsetzen!

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Dossier über die Lagerung von Atommüll

01.12.2017 - Wohin mit dem Atommüll?

Der Artikel von Nadja Podbregar erschien in www.scinexx.de

Das Problem könnte drängender nicht sein: Weltweit warten hunderttausende Tonnen hochradioaktiver Abfälle auf ihre Entsorgung – und jedes Jahr kommen mehr dazu. Doch bisher gibt es weltweit kein einziges Endlager für diesen Atommüll. Nicht einmal über die geeigneten Gesteine, Materialien und Technologien eines solchen Depots herrscht Einigkeit.

Auch wenn in Deutschland der Atomausstieg beschlossene Sache ist – mit dem Abschalten des letzten Kernkraftwerks im Jahr 2022 ist das Problem noch lange nicht vom Tisch. Es bleibt das strahlende Erbe des Atomzeitalters: verbrauchte Kernbrennstäbe und andere hochradioaktive Überreste. Weil sie noch hunderttausende von Jahren tödliche Strahlung abgeben, müssen sie dauerhaft sicher irgendwo gelagert werden. Denn abbauen, umwandeln oder anderweitig unschädlich machen lassen sie sich nach heutigem Kenntnisstand nicht.

Weltweit ist man sich inzwischen darüber einig, dass unterirdische Endlager zur jetzigen Zeit die machbarste und sicherste Lösung sind. Aber wie muss ein solches Endlager beschaffen sein? Und wie stellt man sicher, dass der Atommüll auch in langen Zeiträumen weder Untergrund noch Grundwasser weiträumig verseucht?

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Grüngewaschene Atom-Propaganda in der Schweiz?!

28.11.2017 - Öko-Millionen für die frühere Atom-PR-Agentur

Artikel von Kurt Marti aus www.infosperber.ch

Die jahrelange Atom-PR-Agentur «Burson-Marsteller» kassiert Öko-Millionen. Eine Beschwerde wurde erstaunlicherweise zurückgezogen.

Im November letzten Jahres ging die Kampagne der Atomlobby gegen die Atom-Ausstiegs-Initiative in die Schlussrunde. Mitten drin stand das «Nuklearforum», dessen Geschäftsstelle jahrelang von der PR-Agentur «Burson-Marsteller» geführt wurde, welche die Atomenergie stets lobpreiste und die erneuerbaren Energien kleinredete.

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Atommülllager-Betreiber informieren Rat ...

28.11.2017 - Atommüll bleibt noch Jahrzehnte in Ahaus

Der Artikel erschien in www.halternerzeitung.de

Ahaus - Wann wird das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus geschlossen? Die Antwort der Betreibergesellschaft dürfte vielen nicht gefallen.

Lustig – wenn man es denn so nennen darf – wurde es erst zum Schluss der zweistündigen Veranstaltung am Dienstagabend. Da berichtete UWG-Ratsherr Felix Ruwe davon, wie ein Castor-Deckel aus dem Ahauser Zwischenlager zu einem hiesigen Malermeister gebracht worden sei. „Der sollte den neu lackieren. Das hat er auch getan. Es gibt Fotos davon.“ Pressesprecher Burghard Rosen von der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung schilderte den Sachverhalt ein wenig anders: Ein Behälter habe, bedingt durch Kondensation, eine Rostschicht auf der Metallschutzplatte aufgewiesen. „Die beiden Castor-Sicherheitsdeckel selbst waren nicht betroffen.“ Ja, die Schutzplatte sei in Ahaus lackiert worden. Das werde künftig aber nicht mehr so einfach möglich sein.

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Japans Atomindustrie strahlt ...

27.11.2017 - Japan fährt zwei weitere Atomreaktoren an

Der Artikel erschien in www.dw.com

Die japanische Regierung setzt ihren Pro-Atom-Kurs konsequent fort. Ungeachtet der Proteste in der Bevölkerung gab ein Gouverneur grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme zweier Reaktoren in der Provinz Fukui.

Der Gouverneur der Provinz Fukui am Japan-Meer, Issei Nishikawa, gab sein Einverständnis, dass der Betreiberkonzern Kansai Electric die Reaktoren 3 und 4 im Atomkraftwerk Ohi wieder hochfährt. "Ich habe zugestimmt, nachdem ich alle unterschiedlichen Faktoren geprüft habe", sagte Nishikawa vor Journalisten. Damit können die beiden Reaktoren voraussichtlich ab Anfang nächsten Jahres wieder in Betrieb gehen.

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Gundremmingen

26.11.2017 - Scharfe Kritik am Atomkraftwerk Gundremmingen

Der Artikel von Günter Stauch erschien in www.augsburger-allgemeine.de

Ein langjähriger Spitzenbeamter der Atomaufsicht elektrisiert sein Publikum in Gundelfingen. Es geht auch um die Mängel an den Brennelementen.

In einer Woche, in der Mängel an Brennelementen im Atomkraftwerk Gundremmingen (wir berichteten) sowie verstärkte Radioaktivität aus dem russischen Ural bekannt wurden, haben Kernkraftgegner aus der Region und Energiewendebefürworter schweres Geschütz aufgefahren. Mit Dieter Majer präsentierte die Bürgerinitiative Forum den ehemaligen Topaufsichtsbeamten über die Atomanlagen im Bundesumweltministerium. Im Landgasthof Sonne in Gundelfingen hatte der Diplom-Ingenieur nicht nur höchst finstere Einblicke in die deutsche Atombranche im Gepäck, sondern erwies sich auch als Kenner der abermals in die Schlagzeilen geratenen Anlage im Landkreis Günzburg.

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Schwerer nuklearer Störfall in Russland

21.11.2017 - Werte um das Tausendfache erhöht

Der Artikel erschien in www.taz.de

Behörden bestätigen eine Verstrahlung im Ural nahe der Atomfabrik Majak. Die gemessenen Werte liegen fast tausendmal über der Norm.

BERLIN taz | In Russland hat sich offenbar im September ein schwerer atomarer Zwischenfall ereignet, der bislang verschwiegen wurde. Am Montag bestätigte der russische Wetterdienst Rosgidromet, dass in dem Dorf Argajash im Ural radioaktives Ruthenium-106 gemessen wurde, das die natürliche Strahlung um das 986-Fache überschreitet. Die Messstelle befindet sich nur etwa 20 Kilometer entfernt von der berüchtigten Atomfabrik Majak, wo sich bereits in der Vergangenheit schwere Nuklearkatastrophen ereignet haben. Würden dort EU-Standards gelten, hätte die Gegend wohl evakuiert werden müssen. Der Betreiber der Anlage, der russische Energiekonzern Rosatom, hat die Vermutung zurückgewiesen, die Strahlung stamme aus Majak.

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20.11.2017 - Südkorea stellt AKW-Neubau faktisch ein

Der Artikel erschien in www.iwr.de

Seoul - Die südkoreanische Regierung stellt den Neubau von Atomkraftwerken praktisch ein. Das Unternehmen Korea Hydro & Nuclear Power (KHNP) hielt am 16. November 2017 eine Vorstandssitzung ab und beschloss, den geplanten Bau der dritten und vierten AKW-Blöcke des Kernkraftwerks Shin Hanul sowie die Errichtung der ersten und zweiten Atomkrafterks-Einheiten des Kernkraftwerks Cheonji einzustellen. Das berichtet das Magazin Business Korea.

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16.11.2017 - Fragen zum Rückbau des THTR Hamm an die NRW-Landesregierung

Der THTR befindet sich nach seiner Stilllegung im Jahre 1989 von 1997 bis 2027 im sogenannten Stilllegungsbetrieb, der jedes Jahr mehrere Millionen Euro kostet. Nach zwanzig Jahren – also jetzt im Jahre 2017 – soll nach den damals getroffenen Vereinbarungen der Betreiber HKG dem NRW-Wirtschaftsministerium als Genehmigungsbehörde mitteilen, wann und wie der Rückbau des THTR vonstatten gehen soll. Bisher ist noch nichts in der Öffentlichkeit hierzu bekanntgeworden. Da auch finanzielle Aspekte eine Rolle spielen, gehen die Fragen auch an das NRW-Finanzministerium.

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Der vierte Castoren-Transport auf dem Neckar

16.11.2017 - Castor-Transport erreicht Neckarwestheim

Der Artikel von Heike Kinkopf und Adrian Hoffmann erschien in www.stimme.de

Nach rund elf Stunden Fahrt auf dem Neckar ist der vierte Atommüll-Transport am Zwischenlager Neckarwestheim angekommen. Auf der Strecke gab es Proteste von Aktivisten.

Nach der Ankunft in Neckarwestheim wurde erwartet, dass die Container mit ausgedienten Brennelementen von Bord in das Zwischenlager gebracht werden. Das Spezialschiff mit drei Castor-Behältern hatte in der Nacht auf Donnerstag gegen 2 Uhr am stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim abgelegt. Gegen 4.45 Uhr passierten die Schiffe die Schleuse bei Haßmersheim, gegen 7.40 Uhr die Schleuse bei Bad Friedrichshall-Kochendorf.

Es ist der vierte von fünf Transporten dieser Art. Insgesamt sollen 15 Behälter mit dem radioaktiven Restmüll in Neckarwestheim zwischengelagert werden. Neun Castoren sind bereits dort angekommen. Die nächsten drei sind auf dem Weg.

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Britische Studie

15.11.2017 - Wie schwache Radioaktivität auf den Körper wirkt

Artikel von Dagmar Röhrlich aus www.deutschlandfunk.de

Britische Forscher haben wissenschaftliche Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen von Radioaktivität untersucht. Ihr Augenmerk lag dabei auf niedrigen Strahlungsdosen. Deren Folgen sind schwer zu beurteilen – schon aus statistischen Gründen.

Seit Jahrzehnten werden die gesundheitlichen Folgen der Radioaktivität erforscht. Während bei mittleren und hohen Dosen der Zusammenhang zwischen Strahlung und Krebs eindeutig ist, wird es bei niedrigen Werten schwierig – genauer: unterhalb von 100 Millisievert. Statistisch gesehen tritt bei 100 Menschen, die eine solche Dosis erhalten, ein zusätzlicher Krebsfall auf. Unterhalb dieser 100 Millisievert erkennen die Epidemiologen keinen Zusammenhang

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Widerstand gegen die Uranindustrie in Arizona

10.11.2017 - Flagstaff: kein Uranbergbau und Transporte am Grand Canyon

Der Artikel erschien in www.radio-utopie.de

"Clean Energy" - mit diesem irreführenden Begriff wird der nukleare Brennstoff für Atomkraftwerke von den Energiekonzernen bezeichnet, der auch für Atombomben eingesetzt wird. Eine Stadt in Arizona wehrt sich.

Am Dienstagabend, den 7. November 2017, gab der Stadtrat von Flagstaff, einer Universitätsstadt im Norden des U.S.-Bundesstaates Arizona in Coconino County, auf seiner Sitzung einer im Juni eingereichten Petition statt und und verabschiedete mit 6:1 Stimmen ein Moratorium, in welchem ein Verbot von Uranerz-Abbau und Transporte durch das Stadtgebiet und den umliegenden Gemeinden festgelegt wurde. Die Entscheidung wurde mit grossem Applaus vom Publikum begrüsst.

Die Stadt liegt in unmittelbarer Nähe südlich des Grand Canyon am Südwestrand des Colorado-Plateaus und ist ein bevorzugter Anlaufpunkt der Tourismusbranche. Der United States Forest Service (U.S.F.S.), eine dem Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten von Amerika unterstellte Bundesbehörde, hat neue Uranbergbau-Claims in der Gegend genehmigt.

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Die Weltklimakonferenz 2017 'COP23' findet vom 6. bis 17. November 2017 in Bonn unter der Präsidentschaft der Fidschi-Inseln statt.

05.11.2017 - Don´t nuke the climate: Atomkraft schont das Klima nicht!

Der Artikel erschien in www.oekonews.at

Die internationale Anti Atom Kampagne 'Don´t nuke the climate' stellte am 03.11.2017 in einer Pressekonferenz in Bonn ihre Agenda für die nahende Weltklimakonferenz 'COP23' vor.

Atomkraft ist nicht klimaschonend. Kerstin Rudek von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. erklärte bei der Pressekonferenz die Hintergründe und die internationale Ausrichtung des Bündnisses. Die Slogans ’Don´t nuke the climate' oder ’Leave it in the ground' sind zwar nicht neu, doch bei der anstehenden COP23 sieht Rudek eine neue Qualität der Bemühungen von der Atomindustrie die Atomkraft als klimaschonenden Energieform zu präsentieren. Sie beruft sich dabei auf eine vor kurzem veröffentliche Pressemitteilung der IAEA (International Atomic Energy Agency), die im Kern darauf verweist, dass ein Erreichen der CO2 Reduzierung nur mittels Atomkraftnutzung zu erreichen sei. ’Wir sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort, so Kerstin Rudek.

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Atom Propaganda auch in der Türkei!

03.11.2017 - Radioaktiver Tee schmeckt besser!

Artikel von Christian Bergmann aus https://gazete.taz.de

Die türkische Regierung treibt den Bau von Atomkraftwerken an erdbebengefährdeten Standorten voran. Ein Dokumentarfilm nähert sich dem Thema.

Es war kurz vor den Gezi-Protesten im Mai 2013. Mir sprang beim Lesen der Nachrichten eine Meldung ins Auge: Premierminister Erdoğan werde gemeinsam mit seinem japanischen Amtskollegen Shinzo Abe einen Staatsvertrag zum Bau eines AKWs in Sinop unterzeichnen. War das ein Witz?

Wie konnte es sein, dass knapp zwei Jahre nach der Katastrophe in Fukushima Japan damit beauftragt wurde, ein Atomkraftwerk in einem stark erdbebengefährdeten Schwellenland wie der Türkei zu bauen? Ich beschloss im September 2015 mit dem türkischen Dokumentarfilmregisseur Can Candan (Mauern, 2000; Mein Kind, 2013) und einem Team einen Film über die atomaren Bestrebungen der Türkei zu produzieren: „Nuclear alla Turca“.

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Atomkraft auch in Südkorea ohne Zukunft!

01.11.2017 - Umfrage: 77,8 Prozent der Koreaner befürworten Entscheidung der Regierung für Energiewende

Der Artikel erschien in http://world.kbs.co.kr

Laut Umfrageergebnissen sprechen sich 77,8 Prozent der Südkoreaner für die Entscheidung der Regierung für eine Energiewende aus.

Das ergab eine Umfrage, die das Hyundai Forschungsinstitut vom 17. bis 20. Oktober bei 1.014 Erwachsenen am Telefon durchführte. Die Regierung will die Stromversorgung mittels der Nuklearenergie reduzieren und den Anteil umweltverträglicher Energien steigern.

Die größte Zustimmung äußerten Befragte in ihren Zwanzigern mit 88 Prozent. Der Anteil der Befürworter sank mit dem Alter und erreichte 64,4 Prozent bei den über 60-Jährigen.

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Die Welt als Atommülllager

30.10.2017 - West Lake, St. Louis - Wo die USA die Reste der Bombe vergraben haben

Der Artikel von Frank Herrmann erschien in derstandard.at

Nebenprodukte des Manhattan-Projekts – zum Bau der ersten Atombombe – lagern nahe der Metropole St. Louis. Ein Schwelbrand bedroht das streng geheime Atommülllager

Dawn Chapman muss an ein Krankenhaus denken, wenn sie das Zischen hört. Vorm Mund eine Atemschutzmaske, die Hände in die Hüften gestemmt, so steht sie an der schmalen Boenker Lane vor einem Maschendrahtzaun mit Stacheldrahtkrone. Hinterm Zaun ein Gewirr aus Rohren, Schläuchen, Ventilen und Messgeräten. Es stinkt nach Tankstelle und faulen Eiern, und manchmal zischt es so laut, dass man sein eigenes Wort kaum versteht. Dawn Chapman muss schreien, um den Lärm zu übertönen. "Wie ein Patient auf einer Intensivstation. Wie ein Patient, der am Tropf hängt, finden Sie nicht?"

Wissenschafter würden sich bestimmt stoßen an ihrer Wortwahl, geht es doch um eine Müllkippe, nicht um einen Schwerkranken. Egal, Chapmans Metapher trifft es ganz gut. Der Zustand des Patienten ist kritisch. Ein unterirdischer Schwelbrand frisst sich durch den Müll im Nordwesten von St. Louis, das Schlauchgewirr soll helfen, ihn unter Kontrolle zu halten. Doch niemand vermag zu sagen, ob und wann das Feuer auf eine zweite, eine geheimnisumwitterte Deponie überspringt. Auf eine Müllhalde namens West Lake, die direkt an die brennende grenzt. Und wie weit es noch entfernt ist. Dreihundert Meter? Oder nur noch zweihundert?

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Atomausstieg?!

26.10.2017 - Die nächste Atomrenaissance wird in Karlsruhe vorbereitet

Der Artikel von Hans-Josef Fell erschien in background.tagesspiegel.de

Steht alles bereit für einen Wiedereinstieg in die Kernkraft in Deutschland? Aus Sicht von Hans-Josef Fell, dem grünen EEG-Mitautor und Präsidenten der Energy Watch Group, deutet darauf vieles hin. Der Ausbau der erneuerbaren Energien werde gedrosselt, die Atomforschung für neue AKW vorangetrieben und der Euratom-Vertrag bleibe bestehen.

Der Atomausstieg ist besiegelt. Alle wollen ihn und er ist sogar per Gesetz mit großer Mehrheit im Bundestag beschlossen. Das Thema ist durch. Eine erneute Laufzeitverlängerung der AKWs oder gar Neubau von Atomkraftwerken wird es in Deutschland nicht mehr geben. So die allseits geäußerte Meinung in der öffentlichen Debatte.

Doch wer genauer hinschaut, wird merkwürdige Entdeckungen machen, die sich nicht mit einer klaren Atomausstiegspolitik vereinbaren lassen – und wie schnell ein Atomausstiegsgesetz abgeschafft wird, haben wir 2010 ja schon mal in Deutschland erlebt. Zunächst sei daran erinnert, dass sehr viele Abgeordnete von Union und FDP dem Merkel’schen Atomausstieg 2011 nur mit geballter Faust in der Tasche zugestimmt haben. Daher wäre es nicht verwunderlich, wenn einige zusammen mit der Atomlobby hinter den Kulissen nach Wegen suchen, dies wieder rückgängig zu machen.

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Südkorea

23.10.2017 - Voten für die Atomenergie in Südkorea

Der Artikel von Patrick Welter erschien in www.nzz.ch

Der südkoreanische Präsident Moon Jae In wollte sich durch lokale Bürgerversammlungen den Sukkurs für den Ausstieg aus der Atomenergie holen. Diese Taktik ist fehlgeschlagen.

Der südkoreanische Präsident Moon Jae In hat in seinem Bestreben, das Land aus der Atomkraft herauszuführen, einen herben Rückschlag erlitten. Ein eigens einberufenes Gremium von 471 Bürgern stimmte nach drei Monaten Beratung mit annähernd 60% dafür, die Reaktoren Shin Kori 5 und Shin Kori 6 in der Stadt Ulsan im Südosten Koreas weiter zu bauen. Die Regierung erklärte, sich an diesen Entscheid der Bürgerversammlung zu halten. Damit bricht Moon ein Wahlversprechen.

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18.10.2017 - Frankreich - AKW rosten vor sich hin

Der Artikel von Axel Veiel erschien in www.fr.de

Frankreichs Atomaufsicht warnt davor, dass viele Reaktoren im Land Überschwemmungen oder Erdbeben nicht gewachsen sind. Eine Kettenreaktion wie in Fukushima könne die Folge sein.

Frankreichs Atomaufsichtsbehörde schlägt Alarm. Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Agentur für Nuklearsicherheit (ASN) frisst sich in 29 der 58 Reaktoren des Landes Rost in Kühlwasserrohre, die in diesem Zustand einer Überschwemmung oder einem Erdbeben womöglich nicht gewachsen sind. Eine zur Kernschmelze führende Kettenreaktion wie in Fukushima könne die Folge sein.

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Strahlungsquelle unbekannt

12.10.2017 - Ruthenium-106: Wieder einmal erhöhte radioaktive Strahlung über Europa

Der Artikel von Florian Rötzer erschien in www.telepolis.de

Das BfS nennt als Quelle Russland, dort weist man die Vermutung empört zurück

Vor einigen Tagen meldete das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), dass leicht erhöhte Werte von radioaktivem Ruthenium-106 in Deutschland und in anderen europäischen Ländern wie in der Schweiz, Österreich und Italien seit dem 29. September gemessen würden.

Die Ursache sei unbekannt. Ein "Ursprungsort im südlichen Ural zurück" könne angenommen werden, ein AKW-Unfall sei aber auszuschließen. Überdies bestehe wegen der geringen radioaktiven Belastung in Deutschland - höchstens 5 Millibecquerel pro Kubikmeter Luft - keine Gesundheitsgefährdung.

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Uranium Film Festival

10.10.2017 - Die unsichtbare Gefahr - Das Uranium Film Festival

Dieser Artikel von Susanne Ehlerding erschien in www.tagesspiegel.de

Am Mittwoch startet in der Kulturbrauerei das Internationale Uranium Film Festival. Norbert G. Suchanek, Gründer des Festivals über Atomkraft, den verheerenden Uranbergbau und Hoffnungen auf einen Wandel.

Herr Suchanek, warum haben Sie das Uranium Film Festival gegründet?

Angefangen hat es mit einem Film, den meine Frau und ich 2006 über die Guarani-Indianer in Brasilien gemacht haben. Auf deren Gebiet standen damals schon zwei Atomkraftwerke. 2010 wurde der Bau eines dritten Atomkraftwerks und von bis zu 40 anderen angekündigt. Und der GAU in Tschernobyl war vergessen. Da wollten wir etwas dagegen setzen. Die Idee für das Festival hatte ich bei einem internationalen Treffen der indigenen Völker, die vom Uranbergbau betroffen sind, dem Indigenous World Uranium Summit. Dort wurden mehrere Filme über den Uranbergbau gezeigt. Das waren wunderbare Filme, die man niemals im Fernsehen sehen konnte. Die wollten wir ins Kino bringen.

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Auszeichnung für ICAN

06.10.2017 - Kommentar: Friedensnobelpreis - die richtige Entscheidung

Dieser Artikel von Martin Muno erschien in www.dw.com/de/

Der Friedensnobelpreis 2017 geht an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen. Das ist die richtige Entscheidung zur richtigen Stunde, meint Martin Muno.

Dass das Nobelkomitee in diesem Jahr nicht um das Thema Atomwaffen herumkam, war absehbar: Wenn Nordkorea Langstreckenraketen testet, die Atomsprengköpfe über den halben Globus transportieren können, wenn im Gegenzug US-Präsident Donald Trump Öl ins Feuer gießt und mit der totalen Zerstörung Nordkoreas droht; wenn das mühsam ausgehandelte Atomabkommen mit dem Iran bedroht ist, weil es ebenjenem Präsidenten nicht gefällt, ohne dass er das tatsächlich begründen kann, dann ist die atomare Bedrohung das Thema der Stunde.

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02.10.2017 - USA: Geldspritze für Kohle und Atom

Dieser Artikel erschien in klimaretter.info

Die Trump-Regierung will neue Subventionen für Kohle- und Atomkraftwerke einführen, die sich andernfalls nicht am Markt behaupten könnten. Einen entsprechenden Antrag stellte Energieminister Rick Perry am vergangenen Freitag bei der dafür zuständigen Behörde Federal Energy Regulatory Commission (FERC). Die FERC hat nun 60 Tage Zeit für ihre Entscheidung.

Der Neubau der beiden Reaktoren für das Vogtle-Projekt ist schon weit vorangeschritten. Damit die Anlagen aber endlich fertig werden, gibt es jetzt eine Milliardenspritze aus Washington.

Laut Perrys Plan sollen konventionelle Anlagen, die mit der Unwirtschaftlichkeit kämpfen, finanziell unterstützt werden. So soll verhindert werden, dass sie vom Netz gehen oder – wenn sie sich noch im Bau befinden – gar nicht erst angeschlossen werden.

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Atomare Abfälle - Endlagersuche in Bayern -
Granit als "ideales" Endlager für Atommüll?!

28.09.2017 - Mineraloge schlägt Kösseine vor

Dieser Artikel von Siegfried Bühner erschien in onetz.de

Beim Freundeskreis der Akademie Tutzing geht es um Atommüll. Vor allem um seine "Hypotheken" für nachfolgende Generationen. Die für die nördliche Oberpfalz interessanteste Botschaft kommt am Ende des Vortags auf Nachfrage.

Im ersten Vortragsabend des Herbst-/Winterprogramms des Freundeskreises Weiden der Evangelischen Akademie Tutzing sprach der emeritierte Mineraloge Professor Klaus Heide aus Jena über das Thema "Abschalten, Entsorgen, Vergessen? - Die Kernenergie und ihr Müll, wohin damit?". Die wichtigste Aussage im Vortrag über Atommüll formulierte Heide in dem Satz: "Keine andere Energiequelle besitzt dieses permanente Gefahrenpotential mit radioaktiver Strahlung von der Erzeugung bis zur Entsorgung."

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Atomare Abfälle - Endlagersuche in der Schweiz

26.09.2017 - Benken beteiligt Bevölkerung beim Endlager

Dieser Artikel von Markus Brupbacher erschien in Der Landbote

Der Gemeinderat Benken hat eine Kommission ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Bevölkerung über das mögliche Endlager zu informieren. Der erste Anlass war ein Erfolg.


Terminplan Endlager

Ende 2018 entscheidet der Bundesrat, ob das Weinland weiter für das Endlager infrage kommt. Wenn ja, wird die Region von 2019 bis 2021 noch genauer geologisch untersucht. Dazu gehören maximal acht Tiefenbohrungen. Zwischen 2022 und 2024 erfolgt die Auswahl des Endlagerstandortes durch die Nagra. Entweder werden die hochradioaktiven Abfälle und jene, die schwach- und mittelradioaktiv sind, an zwei oder an einem Ort endgelagert. Zwischen 2025 und 2029 soll das Rahmenbewilligungsgesuch für das Lager gestellt werden, das durch diverse Behörden geprüft wird. Im Jahr 2030 entscheidet der Bundesrat darüber, dann das Parlament und 2031 eventuell das Volk (fakultatives Referendum). Ab 2060 sollten die ersten hochradioaktiven Abfälle eingelagert werden.


Die eigens gegründete Endlager-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, die Benkemer Bevölkerung über das mögliche Tiefenlager für Atommüll zu informieren.

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21.09.2017 - Saudis wollen Atomkraftwerke bauen lassen

Dieser Artikel von Peter Mühlbauer erschien in Telepolis

Südkorea, China, Frankreich und Russland konkurrieren um Auftrag

Bei der 2010 ins Leben gerufene saudische Atombehörde KACARE können sich Medienberichten nach ab Oktober Unternehmen für den Bau von zwei Kernkraftwerken bewerben. Die Behörde selbst bestätigt bislang lediglich technische und ökonomische Machbarkeits- und Standortstudien, deren Grundlage sein soll, dass die Kraftwerke in dünn besiedelten Gebieten fernab großer Städte errichtet werden. Dort will man auch nach Uranvorkommen suchen, die das Land unabhängig von Importen machen würden. Im nächsten Jahr soll außerdem eine Atomsicherheitsbehörde eingerichtet werden, die die Saudis nach dem Vorbild der finnischen STUK gestalten wollen.

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17.09.2017 - Uran-Abbau: Ruf nach globaler Entgiftungsstrategie

Dieser Artikel von Ruedi Suter erschien in onlinereports.ch

Der Abbau von Uran hat vielerorts tödliche Folgen. Tuareg Almoustapha Alhacen fordert globale Gegenmassnahmen. Dies in Basel, wo am Samstag für einmal einige jener geehrt wurden, die sich selbstlos und diskret gegen die Folgen der Atomindustrie engagieren.

Sie lechzen nicht nach medialer Aufmerksamkeit. Sie drängen sich nicht in den Vordergrund. Sie entwickeln keinen Ehrgeiz, um geehrt und ausgezeichnet zu werden. Und dennoch: Sie wollen aufmerksam machen, Wirkung entfalten, verhindern helfen, was die Lebensgrundlagen bedroht oder kaputtmacht. Dafür riskieren viele ihre Gesundheit, ihre Freiheit, ihr Leben. So wie Almoustapha Alhacen, der Tuareg aus Arlit im Saharastaat Niger.

Ahnungslos liess er sich 1978 vom französischen Atomkonzern Areva als Arbeiter in einer Uranmine anstellen. Im Verlaufe der Zeit wurde ihm klar, dass das Uranfördern gefährlich war, Menschen, Tiere, Pflanzen, Wasser und Luft verseuchte, ohne dass Konzern oder Regierung dies wahrhaben wollten oder Entschädigungen leisteten. Die Menschen um Arlit erlitten das, was alle Indigenen dieser Welt erleben, wenn in ihren Gebieten Konzerne das Uran aus der Erde holen. 2002 gründete Alhacen verzweifelt eine NGO namens "Aghhirin'man" ("Schutz der Seele").

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Brasilien - Cäsium

13.09.2017 - Goiânia: Brasiliens "Supergau" wirkt weiter

Artikel von Nádia Pontes aus www.dw.com

Vor 30 Jahren gelangte in Goiânia Cäsium 137 in die Hände von Müllsammlern. Das hochradioaktive Material verseuchte eine ganze Stadt. Die Opfer leiden bis heute.

In der Straße 57 im Zentrum der brasilianischen Stadt Goiânia sticht ein verwahrlostes, zubetoniertes Grundstück hervor. Auf den Nachbargeländen werden die Häuser renoviert. Die jüngeren Bewohner hier wissen nicht, warum ausgerechnet auf diesem Grundstück nicht gebaut wird.

Der verlassene Ort hat nur im digitalen Universum einen Namen. Auf Google Maps ist die Straße 57 mit dem Zusatz "Cäsium 137" versehen. Vor 30 Jahren, am 13. September 1987, ereignete sich hier der größte radioaktive Unfall Brasiliens.

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12.09.2017 - 70 Prozent der Deutschen für das Abkommen zum Verbot von Atomwaffen

Dieser Artikel von Florian Rötzer erschien in Telepolis

Ab dem 20. September können die Staaten dem Vertrag beitreten, die Bundesregierung boykottierte wie die anderen Nato-Staaten die Verhandlungen bei den Vereinten Nationen

Am 20. September wird der Vertrag zum Verbot von Atomwaffen, den 122 Staaten beschlossen haben, von UN-Generalsekretär António Guterres zur Unterschrift frei gegeben. Sobald ihn 50 Staaten unterschrieben und ratifiziert haben, tritt der Vertrag in Kraft, der die im Atomwaffensperrvertrag eingegangene Verpflichtung der Atomwaffenstaaten, ihre Atomwaffen abzurüsten, umsetzen will.

Dem 1970 in Kraft getretenen Atomwaffensperrvertrag sind 191 Staaten beigetreten, wenn ihn auch nicht alle ratifiziert haben. Nordkorea trat 2003 aus ihm wieder zurück, Indien, Israel, Pakistan und Südsudan sind ihm nicht beigetreten. In dem Vertrag hatten sich die 5 offiziellen Atommächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich verpflichtet, Verhandlungen " über einen Vertrag zur allgemeinen und vollständigen Abrüstung unter strenger und wirksamer internationaler Kontrolle" zu führen, während im Gegenzug die übrigen Mitgliedsstaaten auf Atomwaffen verzichten, aber das Recht auf friedliche Nutzung der Atomenergie erhalten.

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Uranbank der IAEA in Kasachstan

06.09.2017 - Internationale Atomaufsichtsbehörde als kommerzielles Uran-Grossunternehmen, Kasachstan garantiert optimale Diskretion

Dieser Artikel von petrapez erschien in Radio Utopie

IAEA LEU Bank Project: Einweihung eines eigenen nuklearen Vorratslagers für 90 Tonnen schwach angereichertem Uran im Osten Kasachstans, einem diktatorisch regiertem Land. Aufkauf, Lagerung, Handel, Kontrolle in einer Hand - wer überwacht diese Organisation, die zukünftig als Makler radioaktiver Substanzen in Erscheinung tritt ... eine rein rhetorische Frage.

Die Internationale Atomenergie-Organisation (I.A.E.O.) mit Hauptquartier in Wien ist keine Einrichtung der Organisation der Vereinten Nationen, auch wenn die Farben ihrer Flagge diesen Eindruck vermittelt. Die I.A.E.O. wurde im Jahr 1953 gegründet und berät die Gremien der U.N.O. zu zivilen und militärischen Fragen der Nutzung und Sicherheit im nuklearen Bereich. Diese Atomenergiebehörde ist der grösste Lobbyist für die Errichtung von Atomkraftwerken und wurde im Jahr 2005 mit dem Friedensnobelpreis für ihre "hervorragende Arbeit" ausgezeichnet.

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05.09.2017 - Washington im Kampf gegen das UN-Abkommen zum Verbot von Atomwaffen

Dieser Artikel von Florian Rötzer erschien in Telepolis

Als eines der wenigen europäischen Länder hat Schweden den Entwurf des Abkommens unterstützt. US-Verteidigungsminister Mattis droht dem Land vor einer möglichen Ratifizierung

Im Sommer 2016 haben nur 120 Staaten den einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen unterzeichnet. Die Staaten mit Atomwaffen haben sich nicht beteiligt, die fünf wegen ihrer Atomwaffen ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat haben auch darauf verzichtet und damit deutlich gemacht, dass sie ihrer Verpflichtung, die sie mit dem Atomwaffensperrvertrag eingegangen sind, weiterhin nicht nachkommen wollen. Auch nicht rhetorisch, wie das immerhin Barack Obama machte. Dagegen hat längst schon wieder ein atomares Wettrüsten eingesetzt.

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Atomkonflikt mit Nordkorea

03.09,2017 - Trump droht Kim mit militärischer Härte

Artikel aus www.tagesspiegel.de

Nordkoreas jüngster Atomtest sorgt für heftige Reaktionen. Südkorea startet eigene Raketen. US-Präsident Trump beschwört eine "Verteidigung mit allen Mitteln".

Als Reaktion auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas hat Südkorea Raketen gestartet. Bei der Übung hätten eine Boden-Boden-Rakete und eine Langstrecken-Luft-Boden-Rakete genau die vorgesehenen Ziele im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) getroffen, teilte der Generalstab mit. Die simulierten Ziele seien unter Berücksichtigung der Entfernung zum im Nordosten Nordkoreas liegenden Atom-Testgelände festgelegt worden. Der UN-Sicherheitsrat berief für Montag eine Sondersitzung ein.

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Demo am 09.09.2017 in Lingen

31.08.2017 - Stoff für Pannenmeiler

Dieser Artikel von Reimar Paul erschien in neues-deutschland.de

Atomkraftgegner aus mehreren Ländern wollen in Lingen gegen Brennelementefabrik und Atomwirtschaft demonstrieren

Zehntausende beteiligten sich Ende Juni an der Menschenkette von Aachen zum belgischen Pannen-Atomkraftwerk Tihange. Diesen Schwung will die Anti-AKW-Bewegung nutzen. Mehr als 60 Initiativen und Verbände aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland rufen für den 9. September zu einer Demonstration in Lingen auf. Die emsländische Kleinstadt beherbergt eine Brennelementefabrik des französischen Atomkonzerns Areva. Nahe der Stadtgrenze produziert das AKW Emsland Strom und Atommüll, auch die Uran-Anreicherungsanlage im westfälischen Gronau ist nicht weit entfernt. Während das Atomkraftwerk noch bis 2022 am Netz bleiben soll, verfügen die beiden Fabriken über unbefristete Betriebsgenehmigungen.

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Neues vom alten Thorium-Flüssigsalzreaktor

28.08.2017 - It’s all about Energy: Neue Experimente am Thorium-Reaktor

Dieser Artikel von Thomas Scherer erschien in elektormagazine.de

Forscher der NRG (Nukleare Forschungs- und Beratungsgruppe) in den Niederlanden arbeiten schon lange an den als sicher(er) geltenden Thorium-Flüssigsalzreaktoren. Nun wurden im Petten neuartige Experimente begonnen. Diese Experimente im niederländischen Petten markieren die ersten ihrer Art seit über 45 Jahren, denn frühe Versuche wurden aufgrund der nicht überwindbaren Anforderungen an die Materialien eingestellt.

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21.08.2017 - Verunreinigungen haben größeren Einfluss als angenommen

Dieser Artikel von Marc Platthaus erschien in laborpraxis.vogel.de

Wie müssen atomare Endlager konzipiert werden? Die Ergebnisse eines internationalen Forscherteams können hierauf vielleicht einen wichtigen Einfluss haben. Die Wissenschaftler haben entdeckt, das Ultraspurenverunreinigungen durch radioaktive Stoffe das Verhalten von Elementen maßgeblich bestimmen können. Hiermit kann die Langzeitauswirkung radioaktiver Abfälle besser vorhergesagt werden.

Wien/Österreich – Das chemische Verhalten von Stoffen ist in der Welt der Chemie grundsätzlich sehr demokratisch geregelt: Die Mehrheit eines Stoffs definiert, wie sich die Substanz verhält, auch wenn „fremde“ Spurenelemente enthalten sind. So kristallisiert Kochsalz und schmeckt wie Kochsalz, auch wenn es Spuren anderer Stoffe enthält. Bisher galt es daher als ausgeschlossen, dass eine Spurenverunreinigung das komplette Kristallisationsverhalten oder den chemischen Aufbau eines Stoffs substanziell verändern kann.

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URENCO Atommüll

16.08.2017 - Sicherste Lösung wäre die Stillegung der Anlage

Dieser Artikel von Ben Mendelson erschien in jungewelt.de

In Gronau werden 20.000 Tonnen abgereichertes Uranhexafluorid gelagert. Gespräch mit Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis »Münsterland gegen Atomanlagen«

Das Aktionsbündnis »Münsterland gegen Atomanlagen« setzt sich für die Schließung der Urananreicherungsanlage Gronau ein. Auch eine Lagerhalle für Uranmüll wollen Sie dichtmachen. Was genau wird dort aufbewahrt?

Über 20.000 Tonnen abgereichertes Uranhexafluorid werden dort unter freiem Himmel in ­Containern gelagert. Das sind unvorstellbare Mengen. Dazu kommt Uran, das noch angereichert werden soll – denn die Anlage ist weiterhin in Betrieb und produziert jährlich rund 6.000 Tonnen Uranmüll. Neben dem Freilager steht eine leere Lagerhalle. Eigentlich sollte diese schon 2014 in den Betrieb gehen. Doch vom Betreiber Urenco hieß es vor zwei Wochen, das werde »nicht prioritär angegangen«.

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Energiewende

09.08.2017 - Siemens drängt in den Atommüll-Fonds

Artikel von Steven Hanke aus bizzenergytoday.com

Mit der Einzahlung von 24 Milliarden Euro haben die vier Kernkraftwerksbetreiber ihre Verantwortung für die strahlenden Altlasten abgewälzt. Jetzt will auch der Elektroriese Siemens den Fonds nutzen.

Der Siemens-Konzern sitzt auf Atommüll aus Hanau. In der hessischen Kreisstadt verarbeitete der Münchner Konzern bis 1995 Plutonium und Uran zu Brennstäben für Kernkraftwerke. Danach folgten Stilllegung und Rückbau bis 2006. Der Elektroriese will seinen fertig verpackten Haufen schwach- und mittelradioaktiven Atommülls in das niedersächsische Endlager „Schacht Konrad“ überführen, sobald dieses Anfang der 2020er Jahre fertig ist. Dort würde der Müll etwa drei Prozent des Gesamtvolumens ausmachen.

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Endlager-Suche

08.08.2017 - Für die Ewigkeit, Endlagersuche

Dieser Artikel von Reimar Paul erschien am 08.08.2017 im tagesspiegel.de

Tausende Tonnen radioaktiven Abfalls müssen sicher gelagert werden. Jetzt wird systematisch nach einem geeigneten Ort gesucht. Wie läuft das ab?

Nach jahrelangem politischen Vorgeplänkel soll die Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Müll jetzt richtig starten.

Warum braucht es ein Endlager?

Beim Betrieb von Atomkraftwerken entsteht täglich hochgiftiger, radioaktiver Abfall. In Deutschland liegen hunderttausende Tonnen Atommüll in Zwischenlager-Hallen, in den Abklingbecken der Atomkraftwerke oder in ehemaligen Salzbergwerken. Ein kleinerer Teil landete – und landet immer noch – mit Abluft und Abwasser der Atomanlagen nicht rückholbar in der Umwelt. Für die schwach und mittelradioaktiven Abfälle ist mit der früheren Eisenerzgrube Schacht Konrad in Salzgitter ein Endlager im Bau. Es darf laut Genehmigungsbescheid aber keinen hochradioaktiven Müll aufnehmen. Für diesen wird nun nach einer unterirdischen Lagerstätte in allen infrage kommenden Gesteinsformationen (Salz, Ton, Granit) gesucht. Der Atommüll soll 500 Jahre lang zugänglich bleiben und gegebenenfalls zurückgeholt werden können.

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05.08.2017 - Die Gefahr eines Atomkriegs ist aktueller denn je

Artikel von Friderieke Schulz aus www.lz.de

Bielefeld -
Die Bielefelderin Angelika Claußen vom Verein (IPPNW) „Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs" über den Hiroshima-Angriff und das Vermächtnis der Opfer.

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Zur Person
Angelika Claußen (66) ist Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in Bielefeld. Über die Friedensbewegung, die sich gegen Atomenergie engagiert, kam Claußen zum Verein „Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs".

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Frau Claußen, viele Menschen glauben, dass das Thema Atomwaffen keine Rolle mehr spielt. Warum sind Sie noch immer aktiv?

Angelika Claußen: Die weltpolitische Lage wird chaotischer, Autoritäten werden zunehmend infrage gestellt. Wenn Staaten wie Russland oder die USA jederzeit 1.200 Atomwaffen auf der höchsten Alarmstufe stehen haben, sollte man Angst haben. Das 
Thema ist also aktueller denn je. Wir führen das Vermächtnis der Hiroshima-Überlebenden weiter. Sie wollen, dass es nie wieder zu dem Abwurf einer Atombombe kommt. Am 7. Juli haben 122 UN-Staaten beschlossen, es zur Wirklichkeit werden zu lassen.

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02.08.2017 - Trumps propagierte Wiederbelebung der Atomenergie erfährt Dämpfer

Artikel von Florian Rötzer aus www.telepolis.de

Nach der Pleite von Westinghouse wird der Bau von zwei neuen Reaktoren eingestellt, zeitlich und finanziell waren sie aus dem Ruder gelaufen

Ende Juni rief US-Präsident Donald Trump die "amerikanische Energiedominanz" aus, die natürlich global sein soll. Ein Kern der neuen Energiepolitik ist nicht nur eine Abkehr vom Umwelt- und Klimaschutz und eine Rückkehr zu fossilen Brennstoffen, sondern auch eine Wiederbelebung der Atomenergie.

"Wir werden unseren Atomenergiesektor wiederbeleben und ausbauen, über den ich so glücklich bin und der saubere, erneuerbare und emissionsfreie Energie produziert", kündigte Trump an. Man werde die gesamte Atomenergiepolitik überprüfen, "um neue Wege zur Revitalisierung dieser entscheidenden Energieressource zu finden". Dabei geht es auch darum, Russland und China in der zivilen, aber auch militärischen Nutzung überlegen zu bleiben.

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Vor 60 Jahren gegründet

29.07.2017 - Die IAEO hat die Welt nicht sicherer gemacht

Artikel von Monika Köpcke aus www.deutschlandfunk.de

Die Internationale Atom-Energie-Organisation, eine Organisation der Vereinten Nationen, ist ein Kind der Atom-Euphorie der 50er-Jahre. Ihre Situation ist widersprüchlich: Sie soll sowohl den internationalen Transfer der Atomtechnologie unterstützen und propagieren als auch die militärische Nutzung kontrollieren.

"Der internationale Ausschuss für Atomenergie der Vereinten Nationen hat einstimmig beschlossen, Wien als den permanenten Sitz der Weltkommission für Atomenergie vorzuschlagen."

Dieser Vorschlag, über den ein österreichischer Reporter berichtete, wurde auch einstimmig angenommen. Nur der Name änderte sich noch: International Atomic Energy Agency sollte die neue Organisation heißen. Zu deutsch: Internationale Atom-Energie-Organisation, IAEO. Gründungstag war der 29. Juli 1957.

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Atomenergie - Haftpflicht

24.07.2017 - Das Dilemma der Versicherer

Artikel von Dagmar Röhrlich aus www.deutschlandfunk.de

In den 50er-Jahren hoffte alle Welt auf die friedliche und saubere Atomenergie. Nur die Versicherer waren skeptisch: Wie sollten sie das Risiko dieser neuen Technologie bloß kalkulieren? Der Historiker Christoph Wehner hat untersucht, wie die Versicherungswirtschaft mit der Atomgefahr umgegangen ist.

1955, die erste Genfer Atomkonferenz: Vor allem US-amerikanische Experten entwerfen optimistische Zukunftsvisionen, die das scheinbar unendliche Potential der Kerntechnik in glühendsten Farben schildern. Das "friedliche Atom" bringt utopische Verheißungen, wie Christoph Wehner schreibt:

"Insbesondere die Bundesrepublik wurde 1955 von einer regelrechten 'Atomeuphorie' erfasst [...]. Es kam zu einem 'Ausbruch von Hoffnungen auf ein neues technisches Zeitalter', das in der Vorstellung vieler Zeitgenossen einer paradiesischen Welt entsprach."

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Arte-Dokumentation

24.07.2017 - „Das Gift der Mafia“ zeigt das Geschäft mit dem Müll

Artikel aus www.abendblatt.de

Arte zeigt in der Doku „Das Gift der Mafia“ illegale Machenschaften mit dem Müll. Für die Informanten ist das Auspacken gefährlich.

Hagen. Reggio Calabria ist die größte Stadt in Kalabrien. Diese Provinz ist ein schöner Landstrich mit viel Küste und einigen Bergen, im Süden von Italien gelegen – an der Spitze des Stiefels, kurz vor Sizilien. Doch die Postkartenidylle trügt. Seit den 1980er-Jahren wird hier im Meer viel Müll entsorgt, darunter auch angereichertes Uran. Die Mafia benutzt das Mittelmeer als Deponie für allerhand Abfälle, die größtenteils stark giftig sind – da spielen Fischfang und Tourismus so gut wie keine Rolle. Um diese üblen Machenschaften geht es in der Dokumentation „Das Gift der Mafia“

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24.07.2017 - Brunnen und Geothermie sind tabu

Artikel von Joachim Wille aus www.klimaretter.info

Mögliche Standorte für ein deutsches Atom-Endlager werden geschützt: Das neue Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit muss alle Bohrungen für Wasserversorgung oder Geothermie genehmigen.

Alles zurück auf Anfang – nach der Pleite mit Gorleben. Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer weißen "weißen Landkarte". Das heißt: Alle Bundesländer von Schleswig-Holstein bis Bayern und viele Regionen kommen theoretisch infrage. Das bedeutet aber auch: Projekte im tiefen Untergrund wie Erdwärmenutzung, Brunnenbau oder Bergbauprojekte zur Rohstoffgewinnung werden künftig erst dann genehmigt, wenn das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zustimmt. Darauf wies BfE-Präsident Wolfram König am Montag in Berlin hin.

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Frankreich - Areva - EDF

22.07.2017 - Kann sich Frankreich seine Atomkraftwerke nicht mehr leisten?

Artikel von Gesche Wüpper aus www.welt.de

Bisher galt Frankreich als Musterland der Atomenergie. Aber die 58 Kernkraftwerke weiter zu betreiben, würde mehr als 100 Milliarden Euro kosten. Der von Macron geplante Ausstieg wäre deutlich billiger.

Sie galt einst als Stolz der Nation, als Aushängeschild der heimischen Ingenieurskunst. Doch nun steht die französische Atomindustrie ausgerechnet in ihrer Heimat vor einer ungewissen Zukunft. Frankreich will Ernst machen mit seiner Energiewende, hin zu erneuerbaren Stromquellen. Doch das sind nicht die einzigen Sorgen, die den hoch verschuldeten Reaktorbetreiber EDF (Electricité de France) und den noch immer unter den Folgen der Fukushima-Katastrophe leidenden Atomkonzern Areva plagen.

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15.07.2017 - AKW Fukushima: Betreiber will mit Tritium belastetes Wasser ins Meer ablassen

Artikel von Florian Rötzer aus www.telepolis.de

In Fukushima 1 haben sich hunderttausende Tonnen an weitgehend gereinigten, aber weiterhin kontaminierten Wasser in Tanks angesammelt

Vor mehr als 6 Jahren wurde das japanische AKW Fukushima 1 durch ein von einem Erdbeben ausgelösten Tsunami überflutet, der die Stromversorgung und die Generatoren zum Ausfall brachte. In drei der Reaktoren kam es zu einer Kernschmelze. Um die Reaktoren und die Brennstäbe in den Abklingbecken zu kühlen, wurden sie mit Wasser geflutet, was aber schnell zum Problem wurde, weil das hochkontaminierte Wasser teils ins Meer und ins Grundwasser floss und dann, so weit es ging, in Tanks gepumpt wurde, um es dann zu dekontaminieren.

In den drei Reaktoren sollen sich um die 1500 Gebinde mit jeweils 60 Brennelementen befunden haben, in Reaktor 3 auch MOX-Brennelemente, die mehr Plutonium als die normalen enthalten. Tepco kann nur schätzen, wie es im Inneren der Sicherheitsbehälter aussieht. Bislang sind Erkundungsversuche mit Robotern wegen der hohen Strahlenbelastung und Problemen mit Hindernissen gescheitert.

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10.07.2017 - Frankreich könnte bis zu 17 Atomreaktoren schließen

Artikel aus www.tt.com

Bis 2025 will Frankreich den Atom-Anteil am Strommix auf 50 Prozent senken. Der neue Umweltminister macht nun klar, dass dafür auch Reaktoren stillgelegt werden sollen.

Paris – Frankreich könnte nach Angaben von Umweltminister Nicolas Hulot in den kommenden acht Jahren bis zu 17 Atomreaktoren abschalten. Er begründete dies am Montag mit dem Ziel des französischen Energiewende-Gesetzes, den Atomanteil an der Stromproduktion bis 2025 auf 50 Prozent zu senken. Bislang kommen in dem Land etwa drei Viertel des Stroms aus Atomkraft.

„Jeder kann verstehen, dass wir eine gewisse Anzahl Reaktoren schließen werden, um dieses Ziel einzuhalten“, sagte Hulot im französischen Radiosender RTL. „Lassen Sie mich die Dinge planen, es werden vielleicht bis zu 17 Reaktoren sein, man muss sich das anschauen.“ Nach seiner Darstellung soll parallel der Verbrauch sinken und die Stromproduktion diversifiziert werden. Details oder einen klaren Fahrplan nannte er nicht.

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04.07.2017 - Frankreichs Regierung dringt auf Plan zur Kontrolle der Risiken von Hinkley Point

Artikel aus www.donaukurier.de

Die Mehrkosten in Höhe von 1,7 Milliarden Euro für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point haben die französische Regierung alarmiert. Der vom Staat kontrollierte Stromkonzern EDF müsse Juli darlegen, wie er die Risiken des Projekts zu beherrschen gedenke.

Die Mehrkosten in Höhe von 1,7 Milliarden Euro für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point haben die französische Regierung alarmiert. Der vom Staat kontrollierte französische Stromkonzern EDF, der das Akw mit Beteiligung eines chinesischen Konzerns bauen will, müsse bis Ende Juli darlegen, wie er die Risiken des Projekts zu beherrschen gedenke, erklärte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Montagabend. EDF müsse dies bei der Sitzung des Verwaltungsrats darlegen.

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29.06.2017 - AKW-Flamanville: Trotz großer Sicherheitsprobleme ans Netz?

Artikel von Ralf Streck aus www.telepolis.de

Obwohl der Stahl des Druckbehälters mangelhaft ist, will die französische Atomaufsicht den Betrieb des Atomkraftwerks zunächst zulassen

Würden Sicherheitsbehörden ein Flugzeug abnehmen und in den Himmel steigen lassen, bei dem zum Beispiel das Material der bedeutsamen Tragflächen nicht den Sicherheitsanforderungen entspricht? Würde man die Zulassung zeitweise genehmigen, um das Material nach einigen Jahren erneut zu untersuchen, wobei sogar unklar ist, wie das dann geschehen soll? Die Fragen können mit Nein beantwortet worden.

Doch offenbar ist die französische Atomaufsicht ASN genau zu diesem Vorgehen im Fall des neuen Atomreaktors in Flamanville bereit. Denn der Stahl des Druckbehälters des neuen European Pressurized Reactor (EPR) entspricht nicht den Sicherheitsanforderungen und bedroht damit das Leben von ungezählten Menschen, aber soll trotz allem wohl 2018 ans Netz gehen.

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26.06.2017 - Hand in Hand gegen Atomkraft

Artikel von Madeleine Gullert und Elke Silberer aus www.rp-online.de

Aachen. Im Grenzgebiet von Belgien, Deutschland und den Niederlanden geben sich rund 50.000 Menschen die Hand. Ihre Forderung: das Atomkraftwerk Tihange abschalten. Die Organisatoren sehen die Aktion als starkes Signal.

Sonntag 14.45 Uhr: Wie auf Kommando geben sich die Ersten die Hand, andere reichen gelbe Bänder zum weiter entfernt postierten Nachbarn weiter. Plötzlich steht die Menschenkette am deutsch-niederländischen Grenzübergang Aachen/Vaals. So weit das Auge reicht und nach Angaben der Veranstalter noch viel weiter: bis ins belgische Huy zu den Kühltürmen des Kernkraftwerks Tihange und bis ins Aachener Stadtzentrum. 50.000 Menschen bilden nach Angaben des grenzüberschreitenden Bündnisses "Stop Tihange" eine 90 Kilometer lange Kette durch drei Länder - wenn auch mit kleinen Lücken.

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22.06.2017 - Schilddrüsenkrebs bei Kindern: Japans verstrahlte Regierung

Artikel von Sonja Schmitzer aus news.doccheck.com

Wer mehr untersucht, findet mehr.
So erklärt sich die japanische Regierung den deutlichen Anstieg von Schilddrüsenkrebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in Fukushima. Aus Sicht der Ärzte-Vereinigung IPPNW ist dies „purer Lobbyismus für die Atomkraftbetreiber“.

Ein schweres Erdbeben und ein anschließender Tsunami kosteten im März 2011 knapp 19.000 Menschen in Japan das Leben. Doch nicht nur das: Die Naturgewalten trafen auch das Kernkraftwerk Fukushima und lösten dort mehrere Kernschmelzen mit verheerenden Folgen aus: Fukushima gilt als die folgenschwerste Atomkatastrophe seit dem Reaktorunfall in Tschernobyl im Jahr 1986. Nach Angaben des Kraftwerkbetreibers Tepco wurden bei den Reaktorexplosionen im März 2011 (neben radioaktivem Caesium 134 und 137) auch 500.000 Tera­becquerel Jod-131 freigesetzt – etwa halb so viel wie in Tschernobyl.

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GNS - BGZ - Atommüll

21.06.2017 - Viele offene Fragen zum neuen Atommüll-Betrieb aus Essen

Artikel von Ulf Meinke aus www.wr.de

Eon und RWE geben die Verantwortung für die atomaren Zwischenlager an den Staat ab. Doch einiges ist noch ungeklärt.

Bei der Verstaatlichung von Teilen des Essener Atommüll-Entsorgers GNS gibt es noch viele offene Fragen. Schon Anfang August will die GNS den Betrieb der atomaren Zwischenlager an den Bund abgeben, doch bislang sind unter anderem der Kaufpreis und das künftige Management unbekannt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die unserer Redaktion vorliegt. Auch zum Zeitplan der Verstaatlichung machte das Umweltministerium keine Angaben, obwohl GNS bereits vor Wochen den 1. August als Datum des Übergangs genannt hat.

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19.06.2017 - Korea: Ältester Atommeiler geht vom Netz

Artikel aus www.handelszeitung.ch

Der Atomreaktor in der südkoreanischen Stadt Busan hat ausgedient. Vier Jahrzehnte war er am Netz. Die Abschaltung ist der Auftakt zum Ausstieg aus der Atomenergie.

Südkorea hat seinen ältesten Atomreaktor vor der geplanten Stilllegung endgültig abgeschaltet. Der Reaktor Kori-1 in der südöstlichen Stadt Busan sei am Sonntag nach 40-jährigem Betrieb abgestellt worden, berichteten südkoreanische Sender. Am Samstag wurde der Meiler vom Netz genommen. Mit dem Abbau der Anlage will der Betreiber Korea Hydro and Nuclear Power (KHNP) 2022 beginnen.

Der Reaktor wurde 1978 kommerziell in Betrieb genommen. Vor zehn Jahren hatte die Regierung eine Verlängerung der vorgesehenen Laufzeit von 30 Jahren um weitere zehn Jahre genehmigt.

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16.06.2017 - Setzt Saudi Arabien im Jemen Uran-Munition ein?

Artikel von Birgit Gärtner aus www.telepolis.de

Fälle von Missbildungen bei Neugeborenen häufen sich - vor allem in den Haupt-Kriegsgebieten

Die Fotos von Neugeborenen mit schrecklichen Deformationen, die auf der Facebook-Seite Stop War On Yemen zu sehen sind, erinnern an die Bilder aus dem Irak Anfang dieses Jahrtausends. Auch dort trat dieses Problem gehäuft auf und wurde auf den Einsatz von Uran-Munition (abgereichertes Uran/depleted uranium, DU-Munition) zurückgeführt.

Jemenitische Ärzte haben bislang keine Erklärung für dieses Phänomen, stellten jedoch bereits im Frühjahr 2017 fest, dass es offenbar einen Zusammenhang gibt zwischen den Kampfhandlungen (siehe: Warum Krieg gegen den Jemen jetzt?), die vor allem in den Regionen Sa’adah, Sana’a, Ta’izz und Hudaydah stattfinden, und der Häufung von Fehlgeburten und den Missbildungen. Das ließ Anti-Kriegs-Aktivisten hellhörig werden, die sich an die Vorfälle im Irak erinnerten.

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Die Erkenntnisse zur 'Radioaktiven Niedrigstrahlung', 1977 beschrieben von Professor Ernest J. Sternglass, bestätigen sich nach 40 Jahren.

12.06.2017 - Weltraumreisen machen krank

Artikel von Florian Rötzer aus www.telepolis.de

Wissenschaftler weisen darauf hin, dass das Krebsrisiko durch eine längere Aussetzung an die kosmische Strahlung deutlich höher sein dürfte, als bislang angenommen

Für Menschen, die zum Mars reisen oder sich länger im Weltraum aufhalten wollen, geht die größte gesundheitliche Gefährdung von der Strahlung aus. Auf der Erde sind wir durch die Atmosphäre geschützt, aber auch durch das Magnetfeld, das die gefährlichen Partikel noch von den Astronauten in der Internationalen Raumstation ISS abhält. Das Leben auf der Erde ist geschützt.

Verlässt man aber auch den Außenbereich des Raumschiffs Erde wird es bei einem längerem Aufenthalt gefährlich, wie zunehmend deutlich wird. So ist bekannt, dass das Krebsrisiko vermutlich anstiegen würde, zudem scheint die stärkere Aussetzung an die Strahlung kognitive Leistungen zu mindern oder gar zu Alzheimer-Effekten zu führen. Man würde womöglich auf den Mars fliegen und nicht mehr wissen, woher man kommt und was man dort will. Dazu kommen Herz-Kreislaufprobleme und der Abbau der Muskelmasse, Schlafstörungen und andere psychische Probleme durch die Isolation im Gefängnis eines Raumschiffs oder einer Raumstation.

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WDR 2 Klartext

07.06.2017 - Brennelementesteuer gekippt: unfassbare Stümperei! Eine sechs Milliarden Euro schwere Panne?

Artikel von Jürgen Döschner aus www.wdr.de

Die Atomsteuer ist verfassungswidrig! Das Urteil des Bundesverfassungsgericht zur Brennelementesteuer ist eine Klatsche für die Politik - und eine Folge von unfassbarer Stümperei beim Gesetzgeber in Berlin. So die Meinung von Jürgen Döschner, WDR 2 Energie-Experte.

Atomkraft ist ein schlechtes Geschäft – zumindest für jene, die den Strom aus diesen Kraftwerken bezahlen müssen, und die Forschung für die Entwicklung dieser Risikotechnologie, und die Endlagerung des Atommülls, und die Risiken für große Atomunfälle - und, und, und….

Atomkraft ist aber auch ein gutes Geschäft – für jene, die diese Kraftwerke betreiben. Eine Millionen Euro pro Atomkraftwerk pro Tag. Das war die Marge, mit der EON, RWE, EnBW und Vattenfall lange rechnen konnten - weil sie über Jahrzehnte hinweg nicht nur die Ökologischen- und Sicherheitsrisiken, sondern auch die größten finanziellen Risiken der Atomkraft auf die Allgemeinheit abzuwälzen konnten. Und warum? Weil sie in diversen in Behörden und Ministerien willfährige Unterstützer hatten. Politiker, Beamte und Berater, die korrupt oder dumm genug waren, zum Beispiel ein Kernbrennstoffsteuergesetz auszuarbeiten, das vom Bundesverfassungsgericht bei erster Gelegenheit gnadenlos zerpflückt wird.

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Klimadebatte nur ein weiterer Trick?!

02.06.2017 - Trump und das Klima: Wir sind dann mal weg

Artikel von Dirk Maxeiner aus www.achgut.com

Gestern sind die USA aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen. Die Rede des amerikanischen Präsidenten dazu finden Sie im vollen Wortlaut hier. Der jetzt aufkommende Sturm der Entrüstung ist 100 Prozent menschengemacht. Mal wieder wird die ganz große Katastrophensirene aufgedreht. "Die Vereinigten Staaten schaden sich selbst, uns Europäern und allen anderen Völkern der Welt", teilten mehrere SPD-geführte Bundesministerien in Berlin mit.

Dabei geht es bei der Auseinandersetzung nur vordergründig um das Klima. Dem ist das Pariser Abkommen nämlich vollkommen egal. Es hat sich immer gewandelt, es wandelt sich derzeit und es wird dies auch in Zukunft tun. Doch selbst wenn die Computer-Berechnungen über eine menschengemachte Klimaerwärmung zutreffen, würde es – wenn überhaupt – bis 2100 eine kaum messbare Temperaturdämpfung erreichen. Das Pariser Klimaabkommen ist nüchtern betrachtet eine gewaltige Vergeudung von Zeit und Geld.

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Nach dem Ja zum Energiegesetz

Rudolf Rechsteiner:
29.05.2017 - Interview mit Rudolf Rechsteiner: «Die Atomlobby hat einen perfiden Plan»

Artikel von Gabriel Brönnimann aus www.tageswoche.ch

Das Ja zum Energiegesetz hat die Schweizer Atomkraft-Befürworter erst recht mobilisiert, warnt Grossrat Rudolf Rechsteiner im grossen TagesWoche-Interview.

Herr Rechsteiner, das Energiegesetz (EnG) wurde vom Volk deutlich angenommen. Sind Sie zufrieden?

Ja, ich bin einerseits sehr zufrieden. Die Angst, die die Gegner gezielt geschürt haben, hat diesmal nicht gesiegt. Das Resultat hat meine Erwartungen übertroffen: 58 Prozent – das ist kein Zufall, sondern ein klares Bekenntnis zu den neuen Technologien.

Einerseits? Gibt es denn Gründe, nicht zufrieden zu sein?

Die Vorlage hat wichtige Themen ausgespart. Der Elefant im Wohnzimmer, wenn Sie so wollen, das sind die defizitären Schweizer Atomkraftwerke. Die Atomlobby macht nun Jagd auf Subventionen.

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Atomforschung und Atommüll

27.05.2017 - In Karlsruhe lagern riesige Mengen Atommüll

Artikel von Stefan Jehle aus www.badische-zeitung.de

Im Hardtwald in Karlsruhe lagern auf dem Gelände des einstigen Kernforschungszentrums seit Jahren riesige Mengen Atommüll. Der Zeitpunkt der Endlagerung ist ungewiss.

1991 wurde das Atomforschungszentrum im Karlsruher Hardtwald stillgelegt, seither läuft der Rückbau. Im Karlsruher Norden sammelte sich ein gigantisches Atommülllager an, denn auch aus den weiteren Versuchsanlagen – Versuchsreaktor, Wiederaufbereitung, Schneller Brüter – kam Abfall hinzu. Nun mehrt sich die Kritik am schleppenden Tempo des Rückbaus.

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21.05.2017 - Schweizer stimmen gegen neue Kernkraftwerke

Artikel von Peter Mühlbauer aus www.telepolis.de

Alte Meiler dürfen am Netz bleiben, solange sie die Sicherheitsanforderungen erfüllen

Heute hatten 5,3 Millionen Schweizer bis zwölf Uhr Mittag Zeit, ihre Stimme für oder gegen ein Energiewendegesetz abzugeben, das das Parlament der Eidgenossenschaft im September verabschiedet hat. Der aktuellen SRG-Hochrechnung nach wurde dieses Gesetz bei 43 Prozent Stimmbeteiligung mit 58,2 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Umfragen waren zuvor von einer geringeren Zustimmung ausgegangen.

Anders als die im letzten Jahr vom Volk abgelehnte Initiative der Grünen verbietet das jetzt angenommene Gesetz zwar den Bau neuer Atommeiler, setzt aber keinen festen Termin für die Abschaffung der bereits gebauten, die die Ökopartei bis spätestens 2029 schließen lassen wollte (vgl. Nein zur Schweizer Atomausstiegs-Initiative). Diese fünf Atomkraftwerke sollen so lange am Netz bleiben dürfen, so lange sie die Sicherheitsanforderungen erfüllen. Derzeit liefern sie etwa ein Drittel des in der Eidgenossenschaft verbrauchten Stroms.

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Wann wird die AKW-Generation IV die an sie gestellten Ansprüche erfüllen und markttauglich sein?

17.05.2017 - Die Atomzukunft ist noch weit weg

Artikel von Martin Läubli aus www.tagesanzeiger.ch

Eine Studie zeigt, dass in den nächsten Jahrzehnten kein Durchbruch bei neuen AKW-Reaktorkonzepten kommt. Ist der Leidensdruck zu gering?

Die Ansprüche an das Atomkraftwerk der Zukunft sind hoch: Nach einem Unfall darf es nicht zu einer gefährlichen Freisetzung radioaktiver Substanzen kommen, selbst wenn die Stromversorgung wochenlang ausfällt. Das Reaktorsystem muss so effizient konzipiert sein, dass ein Zugang zum Brennstoffvorrat langfristig garantiert ist. Die Menge der langlebigen radioaktiven Substanzen im Abfall soll sinken, damit dieser nach ­weniger als 1000 Jahren weniger radiotoxisch ist als das verwendete Uranerz. Und schliesslich soll das Kraftwerk ­günstiger sein als die heutigen Meiler. Die Experten sprechen von der AKW-­Generation IV.

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In Belarus haben Atomkraftgegner am Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl gegen den Bau des ersten Reaktors im Land demonstriert

11.05.2017 - Belarus - Aus den Fehlern nichts gelernt

Artikel von Thomas Müller aus www.jungle.world

Am traditionellen Tschernobyl-Marsch in der belarussischen Hauptstadt Minsk beteiligten sich neben Atomkraftgegnern viele Oppositionelle, denen sonst kaum Raum für politische Artikulation bleibt. An seinen Plänen zum Bau des ersten eigenen Atomkraftwerks hält das bela­russische Regime trotz zahlreicher Pannen fest.

Dass die traditionelle Kundgebung am Jahrestag des Reaktorunglücks von Tschernobyl ohne Repression verlaufen würde, dessen konnten sich die Atomkraftgegner und -gegnerinnen am 26. April in Minsk nicht sicher sein. Nur einen Monat zuvor war das belarussische Regime mit aller Härte gegen Sozialproteste vorgegangen, landesweit wurden mehr als 1 100 Demonstrierende festgenommen. Als Vorsichtsmaßnahme hatten einige Umweltschützer daher eine Wohnung in Minsk angemietet, um sich dort mit Tierkostümen verkleiden und per Taxi zur Demonstration fahren zu können. Es lag eher an der permanenten Drohkulisse und gezielten Störmanövern der Behörden als am ­Regen, dass sich schließlich nur etwa 500 Menschen zum Tschernobyl-Marsch versammelten. Da der marginalisierten und zersplitterten Opposition sonst kaum Raum für legale Demonstrationen bleibt, traf sich dort eine bunte Mischung an Menschen unterschiedlichster politischer Ausrichtungen, von Nationalkonservativen bis zu Grünen und Linken: Angehörige von 18 seit März Inhaftierten, denen das Schüren von Massenunruhen vorgeworfen wird, verlangten deren Freilassung; das Banner der belarussischen Volksfront propagierte ein unabhän­giges Belarus und die Grünen forderten den Stopp des Baus des ersten Atomkraftwerks (AKW), das in Ostrowets errichtet wird.

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Russland - Mit schwimmenden Atomkraftwerken möchte Russland Marktmacht werden. Und zugleich an die Bodenschätze der Arktis ran

08.05.2017 - Strahlende Hoffnung am Ende der Welt

Artikel von Bermhard Clasen aus www.taz.de

Die nördlichste Stadt Russlands hofft auf Aufschwung und Arbeitsplätze durch zwei schwimmende Atomreaktoren. Umweltschützer sind alarmiert: Im Katastrophenfall wäre eine schnelle Hilfe unerreichbar

Noch prägen Möwenschreie den verschlafenen Hafen von Pewek, einer Stadt am Polarkreis im Fernen Osten Russlands. Doch schon bald könnten die lautstarken Vögel von den Arbeiten zur Befestigung der Uferanlagen übertönt werden. Denn dort soll ein riesiger Lastkahn vor Anker gehen.

Die „Akademik Lomonossow“, Russlands erstes schwimmendes Atomkraftwerk, wird in den nächsten Wochen oder Monaten – wann genau, ist geheim – den Hafen von St. Petersburg verlassen und auf eine etwa 10.000 km lange Reise in Richtung Pewek gehen. Zwei Schiffe werden das Kraftwerk, das als Lastkahn keinen eigenen Motor hat, begleiten: ein Eisbrecher, der den Weg über das Nordpolarmeer freiräumt, und ein weiteres Schiff, das die „Akademik Lomonossow“ ins Schlepptau nimmt. Zwei Atomreaktoren mit einer Leistung von jeweils 35 Megawatt wird der Kahn mit sich führen.

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28.04.2017 - Abfuhr für Zuma

Artikel von Christian Selz aus www.jungewelt.de

Südafrika: Gericht erklärt Abkommen zum Bau von Atomkraftwerken für ungültig. Verdienen wollten daran auch Freunde des Präsidenten

Schallende Ohrfeige: Der Oberste Gerichtshof in Kapstadt hat am Mittwoch die Pläne der südafrikanischen Regierung gestoppt, in Südafrika acht Atomkraftwerke bauen zu lassen. Sämtliche Vereinbarungen, die das Energieministerium dazu bereits mit den USA, Südkorea und Russland getroffen hat, sind damit hinfällig. Richter Lee Bozalek bezeichnete den gesamten Vorgang als »ungesetzlich und verfassungswidrig«. Selbst die Kosten des Verfahrens muss das Energieministerium tragen. Geklagt hatten die Nichtregierungsorganisationen Earthlife Africa und Southern African Faith Communities’ Environment Institute (SAFCEI), der Rechtsstreit lief seit Oktober 2015.

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27.04.2017 - Kaum Haftung bei Atomunfall

Artikel von Gero Rueter aus www.dw.com

Gegen einen großen Atomunfall sind Europas Kraftwerksbetreiber kaum versichert. Kommt es zu einer Katastrophe wie in Fukushima oder Tschernobyl, so reicht die Haftung laut einer neuen Studie bei weitem nicht aus.

Die Atomkatastrophe von Tschernobyl in der Ukraine hat ganze Landstriche verseucht, Städte mussten aufgegeben werden, Menschen wurden umgesiedelt, viele Arbeiter und Bewohner starben an Krebs. Die wirtschaftlichen Schäden dieses ersten großen Atomunfalls werden auf über 200 Milliarden Euro geschätzt.

Der zweite große Atomunfall ereignete sich 25 Jahre später 2011 in Fukushima. Nach Angaben der japanischen Regierung liegen die Kosten, die vor allem die Steuerzahler tragen, bei umgerechnet 177 Milliarden Euro.

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Unfall in grenznahem AKW

25.04.2017 - Niemand haftet für den Super-GAU

Artikel von Jürgen Döschner aus www.tagesschau.de

Tihange, Fessenheim, Temelin - Deutschland ist umgeben von alten Atomkraftwerken. Die Angst vor einem schweren Unfall steigt. Neue Studien zeigen nun: Die Opfer eines Super-GAU würden weitgehend auf den Schäden sitzen bleiben.

Atomkatastrophen verursachen gigantische Schäden - auch finanziell. Allein Tepco, der Betreiber des AKW Fukushima, hat bislang rund 60 Milliarden Euro Schadenersatz gezahlt. Im dichtbesiedelten Europa wären die Schäden bei einem Super-GAU noch größer und würden weit über die Grenzen hinweg spürbar sein. Um die Haftung in solchen Fällen zu regeln, gibt es gleich fünf internationale Abkommen.

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Toshiba hat fertig?!

23.04.2017 - Toshiba-Westinghouse: Atomkonzerne in Schwierigkeiten

Artikel von Wolfgang Pomrehn aus www.telepolis.de

Westinghouse meldet Konkurs an. Mutter-Konzern Toshiba könnte im laufenden Geschäftsjahr bis zu 9 Milliarden US-Dollar Verlust machen

Westinghouse, einer der weltweit größten Hersteller von Atomkraftwerken, hat Mitte des Monats Konkurs angemeldet, berichtet das Climate News Network. Großbritanniens AKW-Fans müssen sich nun einen neuen Hersteller für drei Reaktoren suchen, die in Nordwestengland entstehen sollen. Eine Option wäre, dass der südkoreanische Reaktorbauer KEPCO das Projekt übernimmt.

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Orbáns großes Höllenfeuer!

16.04.2017 - Ungarn: Neue Bande

Artikel von I. Österle aus www.owc.de

Bei seinem Beitritt zur NATO vor 18 Jahren hatte Ungarn seine Bündnistreue zum Westen noch besonders betont. Praktisch macht das Land jetzt aber mit seinem Atom-Deal mit Moskau genau das Gegenteil.

Der 12. März war ein historisches Datum für Ungarn. Denn an diesem Tag feierte das ostmitteleuropäische Land 18 Jahre Mitgliedschaft in der NATO. „Damit haben wir uns an der Küste des Westens verankert“, hatte damals Ministerpräsident Viktor Orban feierlich in seiner Rede vor seinen neuen Bündnispartnern erklärt – nicht ohne einen kleinen Schuss Pathos.

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Orbáns kleines Höllenfeuer!

09.04.2017 - Mit dem Segen Russlands und der EU: Ungarn und Iran bauen Atomkraftwerke

Artikel aus www.pesterlloyd.net

Ungarn gehörte zu den Ländern, die, obwohl in der EU, dem Iran schon lange vor Abschluss des jüngsten Atomdeals und damit der Aussicht auf Aufhebung bzw. Lockerung des Sanktionen Avancen machte.

Am Donnerstag nun teilte Orbáns Kabinettschef Lázár eine neue Qualität der Kooperation mit. Man werde mit dem Iran bei "der Errichtung eines kleinen atomaren Reaktors für wissenschaftliche Zwecke" kooperieren. Das stimmt nicht ganz: Geplant ist zunächst ein 25-MW-Reaktor sowie sodann ein 100-MW-Reaktor (also ca. 10% der Leistung herkömmlicher Reaktoren). Beide Reaktoren sollen anschließend in Pilotprojekten in afrikanischen und asiatischen Ländern installiert werden ...

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Leider kein Aprilscherz!

10.04.2017 - Indien: Modi und die ungeliebten Aktivisten

Artikel von Gilbert Kolonko aus www.telepolis.de

In Indien verspricht Ministerpräsident Modi, dass Wirtschaftswachstum um jeden Preis die Lösung aller Probleme sei - hinduistischer Nationalismus ist für den pragmatischen Großunternehmer dabei nur "modernes" Mittel zum Zweck

In den drei Räumen von INSAF in New Delhi, einer Dachorganisation von etwa 700 NGOs, herrscht ein ständiges Kommen und Gehen: Hier erzählt beispielsweise eine Lehrerin aus dem Bundesstaat Bihar, dass sie von Lokalpolitikern erpresst wird, Geld für ihre Schule zu bezahlen, in der sie kostenlos Bildung für die Ärmsten zur Verfügung stellt - ansonsten werde die Schule geschlossen. Und ein Gewerkschaftler aus Bengalen, kämpft dafür, dass der neue Tarifvertrag für die Teepflücker einen Tageslohn von über zwei Dollar am Tag garantiert. Da Ministerpräsident Modi ständig davon redet, jeden Inder aus der Armut zu holen, müsste dies theoretisch in seinem Sinne sein.

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Westinghouse pleite?!

29.03.2017 - Toshiba schickt US-Atomtochter in die Insolvenz

Analyse aus www.handelsblatt.com

Toshiba zieht einen Schlussstrich unter die Verluste bei seiner US-Atomtochter Westinghouse. Der Insolvenzantrag ist politisch brisant, die US-Regierung hat Kreditgarantien abgegeben. Reagiert Donald Trump?

Tokio Der angeschlagene japanische Industriekonzern Toshiba schickt seine Krisentochter Westinghouse in die Insolvenz. Der US-Atomkraftwerksbauer beantragte am Mittwoch Gläubigerschutz, wie aus einer Mitteilung an die Aufsichtsbehörden hervorging.

Toshiba steckt tief in der Krise. Hintergrund sind ein Skandal um jahrelange Bilanzmanipulationen und die aus dem Ruder gelaufenen Kosten im US-Atomgeschäft. Der Antrag auf Insolvenz ermöglicht es Westinghouse, Bauaufträge neu zu verhandeln oder abzusagen. Die Fertigstellung von im Bau befindlichen Atomkraftwerken im Süden der USA steht nun in den Sternen. Ein Teil der Kosten ist bereits auf US-Steuerzahler abgewälzt worden. Allerdings ist mit Schadenersatzforderungen der AKW-Betreiber zu rechnen.

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60 Jahre alt und nix dazugelernt?!

26.03.2017 - Euratom, die nukleare Ruine der EU

Analyse von Christoph Behrens aus www.sueddeutsche.de

Energie für alle, ohne Risiko - so euphorisch wurde die Atomkraft in Europa einst begrüßt. Seit 60 Jahren gibt es eine Institution, die ihr eine herausragende Stellung beschert. Sie scheint immun gegen Veränderung.

Wenn die EU am Wochenende den 60. Jahrestag der Römischen Verträge feiert, wird ein Jubilar fehlen: Euratom, die mächtige Europäische Atomgemeinschaft. Mit keinem Wort erinnern die Internetseiten der EU daran, dass mit der europäischen Integration auch das nukleare Zeitalter zu boomen begonnen hat.

Die Organisation bleibt dem Rampenlicht fern - denn zu feiern gibt es wenig: Seit 1957 hat sich der Euratom-Vertrag praktisch nicht verändert. Damals war die Zeit der großen atomaren Euphorie, mit der Kernkraft schien eine goldene Zukunft bevorzustehen: günstige, grenzenlose Energie für alle, ohne Risiko. Damals erschien die Technik so verheißungsvoll, dass man ernsthaft erwog, sie in Küchen einzusetzen.

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Europäische Atomgemeinschaft Euratom

24.03.2017 - Der große Förderer der Kernenergie wird 60

Artikel von Manuel Waltz aus www.deutschlandfunk.de

Der Vertrag über die Europäische Atomgemeinschaft Euratom ist einer der zwei Römischen Verträge, die vor 60 Jahren geschlossen wurden. Das damals ausgegebene Ziel, die Entwicklung der Atomkraft zu fördern, erscheint vielen heute nicht mehr zeitgemäß. Sie fordern ein Ende der Organisation, die in den kommenden Jahren aber ohnehin vor einem Umbruch steht.

"60 Jahre Euratom - ein völlig aus der Zeit gefallener Uraltvertrag." 

"Deshalb würden wir sagen: Austreten, also einfach beenden." 

Sylvia Kotting-Uhl aus der Bundestagsfraktion der Grünen und Regine Richter von der Nichtregierungsorganisation Urgewald zum 60. Jubiläum von Euratom.

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 Gesetz zur Endlagersuche verabschiedet

23.03.2017 - Gravierende Mängel im neuen Standortauswahlgesetz gefährden die Atommülllager-Suche

Artikel aus www.scharf-links.de

„Gegenüber dem bisherigen ist das neue Standortauswahlgesetz zwar deutlich verbessert worden, hat aber nach wie vor gravierende Mängel. Ein lückenhaftes Exportverbot, das Festhalten am ungeeigneten Standort Gorleben und nicht ausreichende Rechtsschutzmöglichkeiten belasten das Verfahren. Deshalb ist völlig unklar, ob der nötige Vertrauensaufbau für das beginnende Standortauswahlverfahren gelingen kann“, so bewertet Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), das neue Standortauswahlgesetz zur Atommüll-Lagerung, das heute im Bundestag beschlossen werden soll.

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23.03.2017 - Schlimmer als Tschernobyl: Sowjet-Report bringt riesiges Atomtest-Debakel ans Licht

Artikel aus www.watson.ch

Nirgendwo auf diesem Planeten sind mehr Atombomben explodiert: Auf dem Testgelände von Semipalatinsk (heute Semei) in Kasachstan zündete die Sowjetunion zwischen 1949 und 1989 knapp 500 nukleare Sprengköpfe, 113 davon oberirdisch. Die dabei freigesetzte Sprengkraft entspricht etwa 2500 Hiroshima-Bomben.

Dass dieses nukleare Trommelfeuer nicht ohne Folgen für die lokale Bevölkerung bleiben konnte, ist heute – mehr als 30 Jahre nach Tschernobyl – wohl jedem klar. Mit welcher Skrupellosigkeit die Sowjetbehörden diese Folgen vertuschten, zeigt ein aus dem Archiv des Instituts für Strahlenmedizin und Ökologie (IRME) in Semipalatinsk aufgetauchter Report, der dem Wissenschaftsmagazin «New Scientist» zugespielt wurde.

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Urteil zu Fukushima

17.03.2017 - Japanische Regierung und AKW-Betreiber Tepco können für Atom-Katastrophe haftbar gemacht werden

Artikel aus www.nzz.ch

(afp) Die japanische Regierung und der Betreiber des Atomkraftwerks in Fukushima können nach einem Gerichtsurteil für die Nuklearkatastrophe vor sechs Jahren haftbar gemacht werden. Ein Bezirksgericht nördlich von Tokio urteilte am Freitag, dass die Regierung und der Betreiber Tepco für den Unfall infolge der Tsunami-Katastrophe zur Verantwortung gezogen werden können.

Die Justiz sprach mehreren Klägern Entschädigungszahlungen in Höhe von insgesamt 38,6 Millionen Yen (knapp 340'000 Franken) zu.

Im März 2011 hatten ein schweres Erdbeben und ein anschliessender Tsunami Japans Nordostküste erschüttert. Die Naturkatastrophe führte zur Kernschmelze in der Atomanlage in Fukushima, dem folgenschwersten Atomunfall seit dem Unglück von Tschernobyl 1986.

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Fukushima, Japan

09.03.2017 - Fukushima sechs Jahre nach dem AKW-Gau: Die Regierung verrät die Opfer

Artikel von Lars Nicolaysen aus www.heise.de

Vor 6 Jahren verursachten Erdbeben und Tsunami einen Gau im Atomkraftwerk Fukushima. Noch immer weiß niemand, wo genau sich der geschmolzene Brennstoff befindet. Trotzdem drängt der Staat immer mehr Anwohner zur Rückkehr. Kritiker warnen vor Risiken.

Die Kirschbäume haben sie stehen lassen. Als Japaner hänge man an ihnen, erzählt ein Mitarbeiter des japanischen Atomkonzerns Tepco lächelnd. Etwas bizarr ist dieser Hinweis auf die Bäume, während im Hintergrund die havarierten Reaktoren der Atomruine Fukushima Daiichi in den Himmel ragen.

Sechs Jahre sind vergangen, seit an jenem 11. März 2011 ein schweres Erdbeben und ein gewaltiger Tsunami den Nordosten des Inselreiches heimsuchten. 18.500 Menschen starben damals in den Fluten. Zum Sinnbild der Katastrophe aber wurde der Gau im Atomkraftwerk Fukushima, auch wenn dadurch niemand direkt ums Leben kam. Noch heute lassen grotesk verbogene Stahlstreben und geborstene Betonplatten das Chaos erahnen, das hier damals herrschte.

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Wolke? War da was?

09.03.2017 - Beinaheunfall in Norwegen war die Ursache für die Jod 131 Wolke über Europa im Januar 2017

Artikel von Detlef zum Winkel aus www.telepolis.de

Die Ursache einer im Januar bekannt gewordenen radioaktiven Wolke über Europa scheint auf kein Interesse zu stoßen

Ende Januar wurde die Öffentlichkeit mit spärlichen Meldungen über eine radioaktive Wolke informiert. Sie enthalte Jod 131 in geringer Konzentration und verteile sich über ganz Europa, wie Strahlenmessungen in Finnland, dann in Frankreich, Spanien und schließlich auch in Deutschland gezeigt hätten.

Anmerkung Nr. 1: In Deutschland zuletzt.

Die Wolke sei ungefährlich, hieß es, und "mysteriös", weil ihre Ursache unbekannt blieb. Immerhin schickte das US-Militär ein mit Messinstrumenten ausgestattetes Spezialflugzeug, um der Sache auf den Grund zu gehen. Verrieten die J131-Spuren vielleicht ein nukleares Experiment der Russen, möglicherweise sogar einen Atomtest?

Anmerkung Nr. 2: Die EU-Staaten unternahmen keine erkennbaren eigenen Anstrengungen, um die Ursache des Phänomens zu erkunden.

Am 3. März veröffentlichte die norwegische NGO Bellona einen Bericht über einen Störfall im Forschungsreaktor Halden nahe der Grenze zu Schweden. Er ereignete sich bereits am 24. Oktober 2016, wurde von einer Handvoll englischsprachiger Medien gemeldet und alsbald wieder vergessen.

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Geplantes Endlager Bure

01.03.2017 - Rückschlag für französische Atom-Endlagerpläne

Artikel von Ralf Streck aus www.telepolis.de

Erneut hat ein französisches Gericht dem Projekt in Lothringen die Grundlage entzogen

Das "Tribunal de Grande Instance" in der lothringischen Gemeinde Bar-le-Duc hatte schon im vergangenen Sommer die Arbeiten der französischen Atommüllbehörde Andra in der der Nähe des kleinen Dorfes Bure gestoppt, wo die Andra den gesamten hochradioaktiven Atommüll aus Jahrzehnten der Stromproduktion vergraben will. Das Gericht hatte dem Eilantrag von Bürgern auf Mandres-en-Barrois stattgeben und der Andra 6 Monate eingeräumt, um nachträglich eine Genehmigung für die Rodung des Waldes zu erhalten.

Und nun hat das Verwaltungsgericht in Nancy nachgelegt. Es hat am Dienstag die zweifelhafte Gemeinderatssitzung wegen zahlreichen Formfehlern für ungültig erklärt, mit der unter höchst merkwürdigen Bedingungen der "Bois Lejuc" (Lejuc-Wald) der Gemeinde Mandres-en-Barrois der Andra zugeschlagen wurde. Damit wurde das Zentrum geologisches Tiefenlager (Cigeo) auf Eis gelegt.

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URENCO - Abdul Qadeer Khan

25.02.2017 - Streit um Urananreicherung in Deutschland

Artikel von Klaus Max Smolka und Michael Ashelm aus www.faz.net

Die Drei-Länder-Firma Urenco reichert Uran für Kraftwerke an. Eon und RWE wollen aussteigen. Wird die Urananreicherungsanlage in Gronau geschlossen?

Im westfälischen Gronau ist vom Atomausstieg noch nicht viel zu spüren. Uta eins und zwei tun hier weiter ihr Werk: zwei Anlagen der Betreiberfirma Urenco, die Natururan anreichert für Brennstoff in Kernkraftwerken. Die Technik kann prinzipiell aber auch dazu verwendet werden, Atomwaffen herzustellen. So verdankt Pakistan seine Atombombe – über einen Spion – diesem Konzern. Urenco gehört zu je einem Drittel den Niederlanden und Großbritannien, zu je einem Sechstel den deutschen Energiekonzernen Eon und RWE. Die wollten ihre Anteile verkaufen – möglicherweise über die Börse.

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Wankender Riese

14.02.2017 - Toshiba in ernsten Schwierigkeiten

Artikel aus www.dw.com

Der japanische Industriegigant Toshiba muss die Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen verschieben, die Börse reagiert entsetzt. Die Zukunft des Konzerns ist in Gefahr. Der Toshiba-Chef kündigte seinen Rücktritt an.

Es dauerte ein paar Stunden, dann kam der Paukenschlag: Der Vorstandsvorsitzende von Toshiba, Shigenori Shiga, will gehen. Die Toshiba-Aktien hatten zuvor am Dienstag in der Spitze 9,4 Prozent verloren, als bekannt wurde, dass die Bilanzen erst Mitte März vorgelegt werden können. Nach vorläufigen Zahlen rechnet der Konzern mit einem Verlust von umgerechnet fast 3,2 Milliarden Euro.

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Belarus - Milch - radioaktiv

03.02.2017 - Schreibt nicht von der tödlichen Gefahr!

Artikel von Friedrich Schmidt aus www.faz.net

Ein Reporter von Associated Press berichtet aus Weißrussland über verstrahlte Milch. Sie stammt aus einem durch das Reaktorunglück von Tschernobyl verseuchten Gebiet. Ein Gericht zwingt ihn, den Artikel zurückzuziehen. Der Inhalt ist zu brisant.

Weißrussland bekleidet in der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen Platz 157 von 180. „Kritische Berichterstattung über den Präsidenten und die Regierung kann mit harten Strafen geahndet werden. Journalisten und Blogger werden immer wieder verfolgt“, heißt es dazu. Gemessen daran, ist Juras Karmanau, Korrespondent der Associated Press in Minsk, bisher glimpflich davongekommen. Ein Gericht in der weißrussischen Hauptstadt hat ihn im Dezember dazu verurteilt, einen Artikel zurückzuziehen, der Journalist hat gegen die Entscheidung Rechtsmittel eingelegt. Es geht um ein Thema, welches das Regime von Präsident Lukaschenka „am liebsten schließen“ wolle, wie Karmanau sagt: die Folgen des Atomunglücks von Tschernobyl.

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Kühlversagen in Leibstadt

01.02.2017 - Kühlversagen in Leibstadt - Ursache für Schäden unbekannt – AKW soll trotzdem ans Netz

Artikel von Res Gehriger aus www.srf.ch

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) steht seit August 2016 still. Bei der Jahresrevision hatte man im Reaktor Brennelemente entdeckt, die stark oxidiert waren.
  • Im KKL traten kritische Siedezustände auf. Die Kühlung der Brennstäbe im Reaktor hat zeitweise versagt. Die Ursache ist noch nicht geklärt.
  • Das Atomkraftwerk soll in den nächsten Tagen wieder ans Netz, allerdings bei verminderter Leistung.

Der Direktor des KKL, Andreas Pfeiffer, bestätigt gegenüber der «Rundschau», dass kritische Siedezustände im Reaktor, sogenannte Dryouts, der Grund für die Befunde waren. «Lokal und zeitlich begrenzt hat die Kühlung nicht der Auslegung des Reaktors entsprochen», räumt Pfeiffer ein. Das KKL habe die Problematik zusammen mit dem Brennelemente-Hersteller Westinghouse bereits 2015 erkannt und umgehend die Behörden verständigt, so Pfeifer. Die Öffentlichkeit habe man bislang nicht informiert, weil die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien, sagt der KKL-Werksleiter.

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Risiko Atomenergie

21.01.2017 - Areva: Riskante Teile für AKWs weltweit verbaut

Artikel von Ralf Streck aus www.telepolis.de

Allein in den USA sollen in 17 Atomkraftwerken zweifelhafte Bauteile aus der französischen Areva-Schmiede mit gefälschten Sicherheitszertifikaten verbaut sein.

Der Skandal um die gefälschten Sicherheitszertifikate des französischen Atomkraftkraftwerkbauers Areva weitet sich nun weltweit aus. Gegen den Staatskonzern, der inzwischen längst pleite ist und zerschlagen wird, ermittelt nun auch in den USA die Atomaufsicht. Die Nuclear Regulatory Commission (NRC) geht davon aus, dass auch zweifelhafte Komponenten wie Reaktordruckbehälterdeckel aus der Areva Schmiede "Creusot Forge" in 17 Atommeilern in den USA verbaut wurden. In Creusot sollen schon seit 1965 Zertifikate gefälscht worden sein. Betroffen sind insgesamt bisher deutlich mehr als 100 Atomkraftwerke weltweit.

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Atomenergie - Taiwan steigt aus!

13.01.2017 - Taiwan beschließt Atomausstieg

Artikel aus www.klimaretter.info

Taiwan hat den Atomausstieg beschlossen. Bis 2025 will der Inselstaat seine drei AKWs schließen.

Das taiwanesische Parlament verabschiedete in dieser Woche ein entsprechendes Gesetz. Derzeit deckt die Atomkraft noch 16 Prozent des Strombedarfs in dem 24-Millionen-Einwohner-Land. Die Erneuerbaren sollen gleichzeitig kräftig ausgebaut werden. Bislang haben sie nur einen Anteil von vier Prozent an der Stromproduktion. Dieser soll nun, so sieht es der Beschluss vor, auf 20 Prozent anwachsen.

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Atomenergie - Die Tepco-Pleite

02.01.2017 - Japans Pro-Atom-Regierung rettet mit immer mehr Steuergeld Tepco vor dem Ruin

Artikel von Florian Rötzer aus www.telepolis.de

Die mit dem Fukushima-Unglück verbundenen Kosten wachsen rapide, die Regierung erhöht die zinslosen Kredite auf über 110 Milliarden Euro und denkt über weitere Hilfen nach

Der bereits 2012 verstaatlichte Energiekonzern Tepco, der wegen des Fukushima-Unfalls in die Pleite rutschte und mit Steuergeldern von einer Billion Yen (etwa 10 Milliarden Euro) unterstützt wurde. Vor kurzem wurde berichtet, dass der Konzern weiter mit zinslosen Krediten des Staates "gerettet" werden soll.

Die Abe-Regierung, die darauf drängt, die seit dem Unglück weiter ausgeschalteten AKW wieder anzufahren, ist offenbar bereit, die Atomenergie koste es, was es wolle, als Energiequelle zu erhalten. Die Kredite sollen auf insgesamt 14 Billionen Yen, über 110 Milliarden Euro, angehoben werden, damit der Konzern zahlungsfähig bleibt und die stark ansteigenden Kosten für Entschädigungen und vor allem für die Entsorgung stemmen kann. Die Kosten des Unglücks werden nun auf mehr als 20 Billionen Yen veranschlagt, 2013 war man noch von "nur" 11 Billionen ausgegangen (Die Kosten explodieren).

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Atommüll - Fonds

02.01.2017 - Die abrupte Genesung von RWE

Artikel von Michael Bauchmüller aus www.sueddeutsche.de

  • Lange galt RWE als kranker Mann der Branche - nun will der Stromkonzern plötzlich auf einen Schlag Milliarden in den Atomfonds überweisen.
  • Das Geld stammt aus dem Verkauf der Tochter Dea und dem Innogy-Börsengang.
  • Langfristig will RWE auch von der Abschaltung der Kernreaktoren profitieren.

Die Krokodilstränen sind noch kein Jahr alt. "Wir wissen, dass wir mit der heutigen Entscheidung viele Aktionäre enttäuschen", sagte Peter Terium vorigen Februar bei der Vorlage der RWE-Zahlen. "Sie ist jedoch notwendig, um unser Unternehmen zu stärken." Terium war seinerzeit noch RWE-Chef, die Nachricht verfehlte ihre Wirkung nicht: Erstmals seit 60 Jahren verzichtete der Essener Konzern auf eine Dividende. In nordrhein-westfälischen Kommunen, die RWE-Anteile hielten, schrillten die Alarmglocken; die Politik merkte auf. Schließlich hatte der Konzern auch auf "aktuelle politische Risiken" verwiesen.

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