Atommüll aus deutschen Landen

20.09.2018 - Lubmin bald Zentrum für Atommüll?

Artikel aus www.ostsee-zeitung.de

Innenministerium erteilt Erlaubnis für Stoffe von auswärts

Wird Lubmin zum bundesweiten Zwischenlager für radioaktive Abfälle? In dieser Befürchtung sieht sich Johann-Georg Jaeger, Landesvorsitzender der Grünen, bestätigt.

Grund: Das Innenministerium gab gestern bekannt, die Genehmigung zur Lagerung von radioktiven Reststoffen aus anderen Anlagen sei verlängert worden.

Für die EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH und die Zwischenlager Nord GmbH sei die strahlenschutzrechtliche Genehmigung für die Zwischenlagerung von festen radioaktiven Reststoffen anderer Standorte erteilt worden, heißt es aus dem Ministerium. Dies gelte für bis zu zehn Jahre vor und fünf Jahre nach der Behandlung dieser Stoffe. Bislang seien es jeweils fünf Jahre gewesen.

Ursprünglich wollten die Betreiber sogar unbefristet radioaktive Stoffe einlagern. „Der 2009 gestellte Antrag, die Befristung gänzlich aufzuheben, war 2011 abgelehnt worden“, so eine Sprecherin des Innenministeriums. Der juristische Streit solle auf die nun erfolgte Weise beigelegt werden.

Grünen-Chef Jaeger ist besorgt: „Jetzt bewahrheitet sich, dass die Zusage, nur radioaktive Stoffe aus dem Osten einzulagern, juristisch kaum haltbar ist.“ Seine Partei fordere die Landesregierung auf, „dafür zu sorgen, dass erstens die Bundesregierung mit den Atomkraftwerksbetreibern verhandelt, damit Lubmin nicht zum dauerhaften bundesweiten Zwischenlager wird“. Zudem sollte die Diskussion um den Atomausstieg in Deutschland beschleunigt werden. Dies gelte vor allem vor dem Hintergrund „der ungelösten Zwischen- und Endlagerproblematik“.

Seit Jahren sucht eine Kommission im Auftrag der Bundesregierung nach einem geeigneten Standort zur Endlagerung der radioaktiven Brennstäbe. Im Zwischenlager Lubmin sind derzeit 74 Castoren mit hochradioaktivem Abfall deponiert.

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