Aktuelles Zeitungsartikel 2018

Zeitungsartikel 2018

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Österreichs Klage abgewiesen!

12.07.2018 - Atomkraftwerk Hinkley Point C darf öffentlich gefördert werden

Artikel von Andreas Wilkens aus www.heise.de

Das Gericht der Europäischen Union hat eine Genehmigung der EU-Kommission bestätigt, nach der der britische Staat das AKW mit Beihilfen fördern darf.

Das Milliardenprojekt des neuen Atomkraftwerks Hinkley Point C hat eine wichtige Hürde geschafft. Das Gericht der Europäischen Union (EuGH) hat eine Klage Österreichs gegen Beihilfen der britischen Regierung zu dem AKW abgewiesen, die die EU-Kommission im Oktober 2014 genehmigt hatte. Eine der Beihilfen besteht darin, dass Großbritannien den AKW-Betreibern einen garantierten Einspeisetarif für 35 Jahre zugesagt hatte. Die garantierte Einspeisevergütung wird mit bis zu 1,6 Milliarden Euro im Jahr bewertet.

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Wohin mit diesem 'Haufen alter Kugel-Brennelemente'?

08.07.2018 - Die Zukunft des Atommülls in Jülich bleibt ungewiss

Artikel von Christian Wolf und Torsten Reschke aus www.wdr.de

  • Unklarheit über Atommüll aus ehemaligem Forschungsreaktor Jülich
  • Genehmigung für die Aufbewahrung ist abgelaufen
  • Drei Optionen werden diskutiert

Seit 2013 ist die Genehmigung für die Aufbewahrung von 150.000 radioaktiven Kugeln im ehemaligen Forschungsreaktor in Jülich abgelaufen. Doch noch immer lagert der atomare Abfall dort. Drei Lösungsmöglichkeiten stehen derzeit im Raum:

  • Der Neubau eines Zwischenlagers in Jülich. Experten gehen davon aus, dass dies neuneinhalb Jahre dauern würde.
  • Ein Transport in die USA. Über den Seeweg könnten die Atomkugeln dort hingebracht werden, wo sie herkommen. Doch dafür wäre auch ein Atomtransport bis zu einem Seehafen nötig.
  • Aufbewahrung im Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus. Die Kugeln müssten dafür quer durch NRW transportiert werden.

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Neue Generation von Kernkraftwerken

03.07.2018 - Atomkraftanlage EPR geht in China ans Netz

Artikel aus www.deutschlandfunk.de

In China wurde ein neuartiger Atomreaktor in Betrieb genommen. Der sogenannte EPR sei eine Weiterentwicklung der modernsten deutschen und französischen Anlagen, erklärte Wissenschaftsjournalistin Dagmar Röhrlich im Dlf. Unter anderem soll ein stärkerer Sicherheitsbehälter mehr Schutz gegen Flugzeugabstürze bieten.

Dagmar Röhrlich im Gespräch mit Ralf Krauter

Ralf Krauter: Obwohl das Konzept aus Europa stammt, ging der weltweit erste kommerzielle EPR jetzt in China ans Netz. Wo steht dieses Atomkraftwerk?

Dagmar Röhrlich: Wie eigentlich zu erwarten war, ging der Reaktor Taishan-1 als erster ans Netz - und zwar am vergangenen Freitag um 17.59 Uhr Ortszeit. Der Reaktor liegt rund 140 Kilometer westlich von Hongkong, Baubeginn war 2009. Er war die Nummer drei nach den beiden Anlagen im finnischen Olkiluoto und dem französischen Flamanville, die beide hoffnungslos hinter allen Zeitplänen zurückliegen. In Olkiluoto wird die Verspätung - wenn es bei dem derzeit anvisierten Termin im kommenden Jahr bleibt - elf Jahre betragen, in Frankreich lässt sich da nichts halbwegs Definitives sagen. In China geht der Betreiber derzeit davon aus, dass auch der zweite EPR am Standort im kommenden Jahr ans Netz gehen wird.

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30.06.2018

Nach dem Beinaheunfall vom 24.10.2016 und der mysteriösen, radioaktiven 'Jod 131-Wolke' über Europa:

Halden-Reaktor soll stillgelegt werden

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Der Vorstand des norwegischen Instituts für Energietechnik (IFE) hat beschlossen, den Halden-Reaktor endgültig zu schließen und mit der Stilllegung zu beginnen. Der Vorstand beantragt keine Verlängerung der Betriebsgenehmigung, die im Jahr 2020 ausläuft, und der Reaktor, der derzeit wegen eines Ausfalls des Sicherheitsventils abgeschaltet ist, wird nicht wieder in Betrieb genommen.

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28.06.2018

16. Gesetzesnovelle zu Atomkraft

Wohl keine kürzeren Laufzeiten

Die Atomgesetznovelle soll im Bundestag verabschiedet werden. Sie kommt voraussichtlich ohne die geforderten Änderungen.

Artikel aus www.taz.de

Die Novelle des Atomgesetzes wird an diesem Donnerstagabend voraussichtlich ohne inhaltliche Änderungen im Bundestag verabschiedet. Die Forderung des Bundesrats, im Rahmen der Gesetzesänderung die Übertragung von Strommengen auf die Atomkraftwerke Brokdorf und Emsland zu verbieten, scheiterte am Widerstand der Union.

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26.06.2018

Mehr Krebs bei Flugbegleitern

Strahlung, Schichtdienst und andere Belastungen könnten die Ursachen sein

Artikel aus www.scinexx.de

Wer über den Wolken arbeitet, lebt gefährlich. Denn Flugbegleiter erkranken deutlich häufiger an Krebs als die normale Bevölkerung, wie eine US-Studie jetzt bestätigt. Beim weiblichen Kabinenpersonal steigt das Brustkrebsrisiko im Schnitt um die Hälfte, das Risiko für Tumor im Magen-Darm-Trakt verdoppelt sich sogar fast. Ursachen für das höhere Krebsrisiko sind wahrscheinlich vor allem die stärkere Belastung mit kosmischer Strahlung, aber auch Schlafmangel und Schichtdienste, wie die Forscher berichten.

Die Erde schützt ihre Bewohner durch gleich mehrere Schutzschilde vor der harten Weltraumstrahlung – glücklicherweise. Denn die energiereichen Teilchen aus dem All können schwere Zellschäden anrichten und Entartungen, Missbildungen und im schlimmsten Fall sogar den Tod verursachen.

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20.06.2018

16. Novelle des Atomgesetzes - Entschädigung für RWE und Vattenfall

Artikel aus www.atommuellreport.de

Am 23. Mai 2018 hat das Bundeskabinett den Entwurf für eine Novellierung des Atomgesetzes verabschiedet, die Entschädigungsregelungen infolge des Atomausstiegs bis zum 31.12.2022 vorsieht.

Notwendig geworden war diese Novelle nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes über die Klagen von RWE Power AG und Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH.

Am 6. Dezember 2016 urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass die Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland bis spätestens 31.12.2022 mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

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15.06.2018

Vorzeitige Stilllegung des ältesten in Betrieb befindlichen Reaktors Koreas

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Block 1 des Kernkraftwerks Wolsong wird vor Ablauf der Betriebsgenehmigung im Jahr 2022 stillgelegt, kündigte Korea Hydro and Nuclear Power (KHNP) heute an, auch die Pläne für vier neue Reaktoren wurden aufgegeben. Dieser Schritt steht im Einklang mit der Politik der südkoreanischen Regierung, die Nutzung der Kernenergie auslaufen zu lassen.

Die staatliche KHNP sagte, ihr Vorstand habe heute in Seoul die Entscheidung für die vorzeitige Schließung von Wolsong 1 getroffen. In einer Erklärung sagte das Unternehmen, dass seine Entscheidung auf der "unsicheren wirtschaftlichen Tragfähigkeit" seines weiteren Betriebs und der zuletzt niedrigen Betriebsleistung basiere. KHNP sagte, sie werde "ein Folgeverfahren zur Erlangung einer Genehmigung nach dem Atomgesetz einleiten, um den Status des Reaktors in eine dauerhafte Betriebsunterbrechung umzuwandeln".

Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in war einer von sieben Kandidaten bei den Präsidentschaftswahlen im Mai 2017, die im März ein Abkommen über eine "gemeinsame Politik" zum Ausstieg aus der Kernenergie unterzeichnet haben. Bei einer Feierstunde im vergangenen Juni anlässlich der endgültigen Abschaltung von Kori Block 1 sagte er, dass die Pläne für neue Leistungsreaktoren gestrichen werden und die Betriebszeiten der bestehenden Blöcke nicht über ihre Lebensdauer hinaus verlängert werden.

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Europäische Initiative

12.06.2018

Belgische AKW: Umweltverbände fordern wirksame Maßnahmen

Artikel aus www.scharf-links.de

Tinhange und Doel: Schluss mit Symbolpolitik - Umweltverbände fordern wirksame Maßnahmen gegen Gefahr durch belgische Atomkraftwerke

In einem offenen Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen (Armin Laschet) und Rheinland-Pfalz (Malu Dreyer) erheben Umweltverbände aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden schwere Vorwürfe gegenüber der deutschen Politik. Sie profitiert wirtschaftlich vom Betrieb der Reaktoren in Tihange und Doel und setzt dafür die Bürgerinnen und Bürger schwerer Gefahr aus. Es ist an der Zeit, dass Bundes- und Landesregierungen endlich vereint die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die deutsche Beteiligung am Betrieb der gefährlichen Atommeiler zu beenden.

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11.06.2018

Großbritannien ist mit den Vorbereitungen zum Austritt aus Euratom auf Kurs

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Das Vereinigte Königreich hat in der vergangenen Woche zwei weitere Meilensteine bei seinen Vorbereitungen zum Austritt aus der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) erreicht. Am 7. Juni verabschiedete das Parlament das Atomschutzgesetz und Regierungsbeamte unterzeichneten neue internationale Sicherungsabkommen mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO).

Das Department for Exiting the European Union und das Department for Business, Energy & Industrial Strategy (BEIS) sagten in einer gemeinsamen Erklärung, dass die beiden Entwicklungen "der zivilen Nuklearindustrie und internationalen Partnern Sicherheit geben", während sich das Vereinigte Königreich auf seinen Rückzug aus Euratom vorbereitet, wenn es im März nächsten Jahres die Europäische Union verlässt.

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08.06.2018

China unterzeichnet Vertrag über den Kauf von bis zu vier neuen VVER-1200-Reaktoren aus Russland

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Russland und China haben vier Abkommen unterzeichnet, die den Bau von vier VVER-1200-Einheiten in Xudabao und Tianwan, die Zusammenarbeit beim Pilotprojekt CFR-600 für schnelle Reaktoren und die Lieferung der RITEG-Teile (Radioisotope Thermoelectric Generator) für das chinesische Mondforschungsprogramm vorsehen. Die Unterzeichnungszeremonie fand heute in Peking statt und wurde von dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping besucht.

Zwei der Transaktionen betreffen den Bau von zwei Einheiten auf der grünen Wiese in Xudabao und zwei in Tianwan (Einheiten 7 und 8). Russland wird die VVER-1200-Reaktoren und die dazugehörige Ausrüstung liefern.

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AKW-Sicherheit

07.06.2018

EU-Kommission ermahnt Belgien

Artikel aus www.deutschlandfunk.de

Die EU-Kommission hat Belgien erneut verwarnt, weil dort Vorgaben für die Sicherheit von Atomkraftwerken nicht eingehalten werden.

Die europäische Richtlinie über nukleare Sicherheit hätte eigentlich schon im August 2017 umgesetzt werden müssen. Weil dies nicht geschah, hat die EU-Kommission nun die zweite Stufe eines Vertragsverletzungsverfahrens eingeleitet. Belgien bekommt damit noch einmal acht Wochen Zeit, seine Atomkraftwerke sicherer zu machen. Andernfalls droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.

Der Zustand der belgischen Meiler ist nach Ansicht internationaler Experten bedenklich. In mehreren Reaktoren wurden Risse festgestellt - unter anderem in Tihange an der deutschen Grenze.

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Belgien

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06.06.2018

Energiewende: Und jetzt?

Artikel von Gregor Honsel aus Technology Review

Die Energiewende geht in eine entscheidende Phase: Verkehr, Wärmemarkt und Rohstoffindustrie müssen auf Strom aus Wind und Sonne umgestellt werden. Sonst sinkt weder der Kohlendioxidausstoß noch lässt sich die Stromversorgung stabilisieren.

Mit 3700 Gigawattstunden ließen sich knapp zwei Millionen Elektroautos ein Jahr lang betreiben. Oder eine Million Vier-Personen-Haushalte. Doch Deutschland hat diese Menge Strom 2016 gewissermaßen durch den Schornstein geblasen. Um das Stromnetz nicht zu überlasten, wurden vor allem Windräder regelmäßig abgeschaltet.

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04.06.2018

Solarenergie: Sonne überflügelt Atomkraft

Artikel von Wolfgang Pomrehn aus www.telepolis.de

Außergewöhnliches Wetter und im geringeren Maße auch Zubau sorgen für Solarrekord im Mai. In manchen Wochen kommt inzwischen über die Hälfte des Stroms aus sauberen Quellen

Der zurückliegende Mai war der bisher mit Abstand ertragreichste Monat in der Geschichte der Solarenergienutzung in Deutschland. Solaranlagen lieferten zwischen Rhein und Oder 6,45 Milliarden Kilowattstunden. Das waren immerhin 15,56 Prozent der Netto-Stromerzeugung der Kraftwerke im öffentlichen Netz. Damit überflügelten Solaranlagen unter anderem Atomkraft, Erdgas und Steinkohle als Energieträger.

Ursache waren sicherlich vor allem die von besonders viel Sonnenschein geprägten Wetterbedingungen, der Sommer vor dem Sommer. Schon im April, der außergewöhnlich trocken und der bisher wärmste in der Geschichte der hiesigen Wetteraufzeichnungen war, hatte es einen April-Rekordertrag der Solarenergie gegeben.

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Pannenmeiler nahe der deutschen Grenze

27.05.2018

Block abgeschaltet: Wieder Probleme im Akw Cattenom

Artikel aus www.swr.de

Im französischen Atomkraftwerk Cattenom unweit von Rheinland-Pfalz hat es am frühen Sonntagmorgen Komplikationen gegeben: Wie inzwischen bestätigt wurde, wurde Block 3 vorübergehend abgeschaltet.

Wie die Führungs- und Lagezentrale des Saarlands in Saarbrücken bestätigte, erfolgte die Abschaltung des Reaktorblocks wegen eines Problems mit einer Dichtung.

In Block 3 liefen seit Samstag routinemäßige Wartungsarbeiten. Dabei sei eine Auffälligkeit am Deckel eines Druckbehälters festgestellt worden. Eine Dichtung könnte ein Leck haben. Das soll nun überprüft werden. Sicherheitsrelevante Bereiche seien aber nicht betroffen, teilte die Lagezentrale auf Basis einer Mitteilung des Kraftwerksbetreibers EDF mit. Noch ist unklar, wann der Block wieder ans Netz geht.

Cattenom hat den Ruf eines Pannen-Reaktors. Seit der Inbetriebnahme 1986 soll es mehr als 800 meldepflichtige Vorfälle gegeben haben.

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Da freuen sich die Energiekonzerne und wollen noch viel mehr davon.

25.05.2018

Einschränkung für die Energiewende?

Artikel von Wolfgang Pomrehn aus www.telepolis.de

Bundeswirtschaftsministerium stellt die Vorfahrt für den Ökostrom in Frage

Es klang wie ein Dementi, aber es war eigentlich eher eine Zustimmung: Spiegel online und andere hatten am Freitagvormittag verbreitet, das Bundeswirtschaftsministerium wolle mit der anstehenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) den Einspeisevorrang für den Strom aus Windkraft-, Solar- und Biogasanlagen abschaffen.

Nein, nein, konterte darauf das Ministerium über andere Medien. "Fakt ist, dass wir definitiv nicht vorhaben, den Einspeisevorrang abzuschaffen“, zitiert finanzen.net einen nicht genannten Ministeriumssprecher am Freitagmittag. Aber: Er könne nicht dementieren, dass über Einschränkungen nachgedacht werde.

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Die Atomindustrie nagt am Hungertuch und bekommt nur ein paar Milliarden? Na, da schaun mer ma ...

23.05.2018

Nach Atomausstieg 2011 Kabinett beschließt Entschädigung für RWE und Vattenfall

Artikel aus www.berliner-zeitung.de

Berlin - Das Bundeskabinett hat eine Entschädigung der Energiekonzerne RWE und Vattenfall wegen des 2011 beschlossenen Atomausstiegs auf den Weg gebracht. Die genaue Summe steht noch nicht fest, das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass die Kosten für die Steuerzahler „einen niedrigen einstelligen Milliardenbereich nicht überschreiten“ und vermutlich unter einer Milliarde bleiben. Das Kabinett verabschiedete den Entwurf zur Änderung des Atomgesetzes der neuen Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Mittwoch.

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20.05.2018

Demokratische Republik Kongo

Forschungsreaktor muss verbessert werden, sagt die IAEA

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Organisatorische und technische Maßnahmen sind notwendig, um die Sicherheit des Forschungsreaktors der Demokratischen Republik Kongo zu verbessern, hat ein Expertenteam der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) beschlossen. TRICO-II im Kernforschungszentrum Kinshasa (CREN-K) ist seit 2003 nicht mehr in Betrieb.

Eine integrierte Sicherheitsbewertung von Forschungsreaktoren (INSARR) wurde am 7. und 9. Mai auf Antrag des Eigentümers und Betreibers, des Generalkommissariats für Atomenergie (CGEA), durchgeführt. Die Mission folgte einer früheren INSARR im Jahr 2004 und mehreren Folgemissionen von 2007 bis 2015. Die INSARR-Mission bewertete den Sicherheitsstatus des Reaktors auf der Grundlage der IAEO-Sicherheitsstandards. Das Team konzentrierte sich auf die Umsetzung der Empfehlungen früherer IAEO-Sicherheitsmissionen und stellte "begrenzte Fortschritte" fest, sagte die in Wien ansässige Agentur gestern.

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Nicht nur der Iran betreibt weiter den Ausbau seiner Atommacht

16.05.2018

Nuklearer Wettlauf im Nahen Osten

Artikel von Detlef zum Winkel aus https://jungle.world

In zahlreichen anderen Ländern der Region sind Atomkraftwerke geplant oder bereits im Bau – auch dort nicht immer rein zu »zivilen« Zwecken.

Seit US-Präsident Dwight D. Eisenhower vor fast 65 Jahren das Märchen von den »Atoms for Peace« (Atomen für den Frieden) in Umlauf gebracht hat, verbreitete sich in der Welt der fromme Glaube, errichte man Atomkraftwerke (AKW) nur in sicherer und stabiler Umgebung und überwachten demokratische Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene ihren Betrieb, dann würden sie dem Frieden dienen und einen Beitrag zur Völkerverstän­digung leisten. Leider ist das Gegenteil eingetreten: Kriegs- und Krisengebiete scheinen die Nuklearenergie magisch anzuziehen, Standorte, die durch Erdbeben, Überschwemmungen oder andere Naturkatastrophen gefährdet sind, scheinen potentiellen Betreibern durchaus für die empfindliche Technik geeignet und statt demokratischer Kontrollinstanzen dominieren geheimdienstliche Manöver.

Nach dem Super-GAU von Tschernobyl 1986 gingen die Aufträge für neue Atomkraftwerke in den westlichen Ländern drastisch zurück. Nun waren Russland, China, Indien, Südkorea und Japan am Zuge, bestellten bei den darbenden AKW-Herstellern, kauften Patente und Beteiligungen und bauten ei­gene Nuklearunternehmen auf. Mit dem Multi-GAU von Fukushima 2011 stieß auch die asiatische Nachfrage an ihre Grenzen. Einzig Nordkorea setzte weiterhin unbeirrt auf Atomkraft, freilich nicht mit friedlichen Absichten. Inzwischen ist der Nahe Osten zum nächsten großen Markt für Atomanlagen geworden. Wie vorausgesagt und befürchtet folgen viele Länder dem Vorbild des Pioniers auf diesem Gebiet, dem Iran.

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14.05.2018

Nordkorea: Atomtest ließ Testanlage kollabieren

Artikel aus www.scinexx.de

Radardaten enthüllen Folgen und Stärke des letzten Kernwaffentests

Aus dem All beobachtet: Radardaten enthüllen, wie der letzte und stärkste Atomtest Nordkoreas ablief und welche Folgen er hatte. Demnach hob die Wucht der unterirdischen Explosion den gesamten darüberliegenden Berggipfel um zwei Meter in die Höhe. Später jedoch sackte das Gestein wieder ab und es kam zum Einsturz von Tunneln in der unterirdischen Testanlage, wie die Forscher im Fachmagazin "Science" berichten. Die Anlage ist dadurch vermutlich nicht mehr nutzbar.

Seit Abschluss des Kernwaffentest-Verbots in den 1990er Jahren wird dessen Einhaltung durch ein internationales Messnetz seismologischer Stationen überwacht. Die Seismometer registrieren die Erschütterungen, die ein Atomtest auslöst und daraus können Forscher meist Stärke und Ort der Explosion ermitteln. Auch die Atomtests Nordkoreas wurden so nachgewiesen. Allerdings: Die Bebendaten allein reichen oft nicht aus, um die Folgen der Explosion und ihren Ort in drei Dimensionen bis auf wenige Meter genau einzugrenzen.

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IPPNW-Pressemitteillung vom 08.05.2018

10.05.2018

Atomares Wettrüsten in der Region verhindern - Kriegsdrohungen stoppen

Artikel aus www.ippnw.de

Atomabkommen mit dem Iran

Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Organisation IPPNW schlägt angesichts der gefährlichen Entwicklung im Nahen Osten Alarm. Sie könne jederzeit zu einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Israel, den USA und dem Iran und einer weiteren nuklearen Aufrüstung führen. Die Ärzteorganisation fordert die Bundesregierung und die Europäische Union auf, alle diplomatischen Bemühungen zu unternehmen, um die USA, Israel und den Iran von weiteren Eskalationsschritten abzuhalten und das Atomabkommen mit dem Iran zu stärken statt zu schwächen. Mittelfristig fordert die IPPNW die Einberufung einer umfassenden Konferenz zur Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren und Nahen Osten (KSZMNO) unter Einbeziehung aller Staaten der Region. Bereits 1995 hatte die UNO beschlossen, eine Konferenz zur Einrichtung einer massenvernichtungswaffen-freien Zone im Mittleren und Nahen Osten abzuhalten.

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SMR - der Atomreaktor für den Vorgarten!

03.05.2018

NASA testet erfolgreich Kilopower-Reaktor

Artikel aus world-nuclear-news.org

Die National Aeronautics and Space Administration (NASA) gab gestern den erfolgreichen Test eines mit Uran betriebenen Stirling-Triebwerks für mögliche zukünftige Missionen zum Mars bekannt. Die Erprobung des Kilopower-Reaktors - der zur Stromversorgung von Missionen zum Mond, zum Mars und darüber hinaus genutzt werden könnte - begann im November 2017 am NASA-Standort Nevada National Security Site und wurde im März abgeschlossen.

Der Kilopower-Reaktor könnte 1-10 Kilowatt elektrische Leistung erzeugen, kontinuierlich über einen Zeitraum von zehn Jahren oder mehr. Das Prototypenergiesystem verwendet einen massiven, gegossenen Uran-235-Reaktorkern. Die Wärme des Reaktors wird über passive Natrium-Wärmerohre übertragen und von hocheffizienten Stirlingmotoren in Strom umgewandelt. Solche Motoren nutzen Wärme, um Druckkräfte zu erzeugen, die einen Kolben bewegen, der mit einem Generator gekoppelt ist, um Strom zu erzeugen.

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Russland schleppt schwimmendes AKW durch die Ostsee

28.04.2018

„Schwimmendes Atomproblem“

Artikel aus www.greenpeace.de

Heute ist das schwimmende russische Atomkraftwerk „Akademik Lomonosov“ in St. Petersburg ausgelaufen – Greenpeace warnt vor den Gefahren durch den mobilen Meiler.

Dem Prototyp sollen weitere schwimmende Atomkraftwerke und atomgetriebene Eisbrecher zur Öl- und Gasförderung in der Arktis folgen. „Diese Nachricht ist doppelt fatal“, sagt Heinz Smital, Greenpeace-Experte für Atomenergie. „Die Risikotechnologie Atomenergie wird auf einem Schiff noch unsicherer, und sie soll genutzt werden, um mehr klimaschädliche Öl- und Gasvorkommen in der Arktis auszubeuten.“ Das Atomkraftwerk wird in den kommenden drei Wochen an Rügen vorbei durch die Ostsee nach Murmansk geschleppt und dort mit Brennstäben bestückt.

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Transmutation

28.04.2018

Frankreich und die USA verstärken Zusammenarbeit bei schnellen Reaktoren

Artikel aus world-nuclear-news.org

Zwischen dem US-Energieministerium (DOE) und der französischen Kommission für alternative Energien und Atomenergie (CEA) wurde eine Absichtserklärung zur Stärkung der Zusammenarbeit bei schnellen Neutronen-Natrium-gekühlten Reaktoren unterzeichnet. Die Partner haben auch eine Absichtserklärung zur Aufnahme der Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz.

Die Dokumente wurden gestern in Washington DC von US-Energieminister Rick Perry und dem neuen Vorsitzenden der CEA, François Jacq, unterzeichnet.

Das DOE und das CEA werden Bereiche der weiteren Zusammenarbeit bei der Entwicklung von schnellen Neutronen-Natrium-gekühlten Reaktoren untersuchen, die von der Modellierung, Simulation und Validierung, Technologietests, dem Zugang zu Lieferketten, experimentellen Einrichtungen und fortschrittlichen Materialien reichen.

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Belarus und die Folgen von Tschernobyl

26.04.2018

Das Strahleninstitut "Belrad": Kein Geld mehr vom Staat

"Belrad" ist eine unabhängige, nichtstaatliche Organisation, die seit den 1990er-Jahren die Strahlenbelastung von Menschen und Lebensmitteln in Weißrussland untersucht. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist vor allem die regelmäßige Gesundheitskontrolle von Kindern aus dem Fall-Out-Gebiet.

Herr Nesterenko, was genau untersuchen Sie?

Belrad hat zwei Labors. Im ersten untersuchen wir Menschen auf Strahlung. Wir testen vor allem Kinder auf Cäsium-137. Im zweiten Labor nehmen wir Lebensmittel unter die Lupe. Im Mittelpunkt stehen Nahrungsmittel, die in Gärten angebaut oder auf Wiesen und in Wäldern gesammelt wurden. Hier überprüfen wir nicht nur die Cäsium-Werte, sondern testen auch auf Strontium-90.

Wie werden denn bei den Kindern solche Messungen durchgeführt?

Wir testen ausschließlich in den Schulferien und hauptsächlich Kinder aus dem verstrahlten Südosten des Landes. Dafür benutzen wir einen Sessel. Wenn sich die Testperson da hineinsetzt, misst das angeschlossene Dosimeter die Strahlung im Körper.

Und wie sind ihre Testergebnisse heute, so viele Jahre nach Tschernobyl?

Die sind sehr unterschiedlich. Eine eindeutige Tendenz lässt sich schwer ausmachen. Wie belastet ein Kind ist, hängt sehr stark davon ab, unter welchen Umständen ein Kind lebt. Das soziale Umfeld spielt also eine erhebliche Rolle. Kinder aus zerrütteten Familien sind in der Regel stärker strahlenbelastet als Kinder aus geordneten Verhältnissen. Erstere sind mehr sich selbst überlassen und kommen so häufiger mit verstrahlten Materialien in Berührung.

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32 Jahre nach Tschernobyl

25.04.2018

Umweltpolitikerin Kotting-Uhl: "Trotz Tschernobyl hält die Ukraine an der Atomkraft fest"

Artikel von Gero Rueter aus www.dw.com

Vor 32 Jahren explodierte das Atomkraftwerk Tschernobyl - mit drastischen Folgen. Trotz hoher Risiken setzt die Ukraine weiter auf Atomkraft. "Das ist Irre, es wird nicht richtig gerechnet", sagt MdB Kotting-Uhl.

Deutsche Welle: Frau Kotting-Uhl, Sie sind Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im deutschen Bundestag und haben gerade Tschernobyl besucht und sich ein Bild über die Folgen dieser großen Atomkatastrophe in der Ukraine gemacht. Was ist ihr Eindruck?

Verwundert hat mich eine Art schizophrene Haltung zur Atomkraft. Die Ukraine war das erste Land mit einem wirklich großen Atomunfall. Die Folgen sind bis heute absolut nicht bewältigt und auch nach Angaben von Behörden zum Teil nicht zu bewältigen, so wird die Sperrzone von zehn Kilometern nie wieder bewohnbar sein.

Auf der anderen Seite wird die Atomkraft als unverzichtbare Energieerzeugung betrachtet. Es gibt ein Bewusstsein dafür, dass man aus der Kohle, aus den fossilen Energien raus muss und deswegen verharrt man in der Atomkraft. Es gibt wenig Engagement für erneuerbare Energien. Das ist für mich unfassbar.

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32 Jahre nach Tschernobyl

Sehen Sie dazu MDR AKTUELL am 27.04.2018 um 17:45 Uhr

22.04.2018

Belarus:
Landwirtschaft auf verstrahlten Feldern?

Artikel von Martin Hlady und Katrin Molnár aus mdr.de

Belarus hat bis heute mit den Folgen von Tschernobyl zu kämpfen. Doch die Regierung ist bemüht, Normalität herzustellen. Deshalb werden immer mehr kontaminierte Böden für die landwirtschaftliche Nutzung freigegeben. Ein Experiment mit Risiken und Nebenwirkungen.

Am 26. April 1986 explodierte Block vier des sowjetischen Kernkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine. Große Mengen an Radioaktivität wurden freigesetzt. Ein erheblicher Teil ging im benachbarten Belarus nieder. Ein Viertel des weißrussischen Territoriums wurde verstrahlt - vor allem im Gebiet Gomel, im Südosten des Landes. Große Flächen mussten gesperrt, 140.000 Menschen umgesiedelt werden. Belarus verlor ein Viertel seines Wirtschaftswaldes, etliche Minerallagerstätten und viele Industriebetriebe. Am schlimmsten für das traditionell landwirtschaftlich geprägte Land war jedoch der Verlust von Ackerboden. Ein Fünftel der landwirtschaftlichen Nutzfläche von Belarus wurde kontaminiert. Allein dadurch gehen dem Land nach Angaben der weißrussischen Botschaft mehr als 700 Millionen US-Dollar pro Jahr verloren.

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16.04.2018

Atucha 1 Betriebsgenehmigung erneuert

Dieser Artikel erschien in world-nuclear-news.org

Die argentinische Atomaufsicht hat die Betriebsgenehmigung für den Kernreaktor Atucha 1 verlängert. Der 44 Jahre alte 362 MWe (brutto) Druckwasserreaktor - das erste Kernkraftwerk Lateinamerikas - kann bis 2024 in Betrieb genommen werden.

Am 9. April hat die Autoridad Regulatoria Nuclear (ARN) eine Änderung der Betriebsgenehmigung für Atucha 1 erlassen, die den Beginn der Stufe A des langfristigen Betriebs der Anlage genehmigt. ARN sagte, dass in dieser Phase Fortschritte bei der Vorbereitung des Modernisierungsprojekts der Anlage, das ihren Betrieb auf längere Sicht rentabel machen würde, in Phase B gemacht werden.

Die neue Genehmigung erlaubt Atucha 1 den Betrieb für fünf Jahre voller Stromerzeugung oder bis zum 29. September 2024, dem Enddatum der aktuellen periodischen Sicherheitsüberprüfung, je nachdem, was zuerst eintritt.

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11.04.2018

Hafenunternehmen verzichten auf Atomumschlag

Dieser Artikel erschien in www.ndr.de

Knapp 200 Mal im Jahr wird im Hamburger Hafen bisher atomare Fracht umgeschlagen - oder sie rollt durch die Stadt. Die Zahl dieser Transporte dürfte in Zukunft deutlich sinken: Der Hafenbetreiber HHLA und die Reederei Hapag-Lloyd wollen künftig in Hamburg keine atomaren Brennstoffe mehr umschlagen. In den vergangenen Jahren hatten Vertreter der Wirtschaftsbehörde mehrfach hinter verschlossenen Türen mit beiden Unternehmen verhandelt. Am Ende steht nun der freiwillige Verzicht der beiden Unternehmen. Aus der Wirtschaftsbehörde heißt es dazu: "Es gibt einen gesellschaftlichen und auch politischen Konsens im ganzen Land, aus der Atomenergie auszusteigen und auf erneuerbare Energien zu setzen." Da sei dieser Schritt nur konsequent.

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07.04.2018

China baut Thoriumreaktor in Gansu

Dieser Artikel von Peter Mühlbauer erschien in www.telepolis.de

Die neue Technologie könnte auch militärisch genutzt werden

Der vom Shanghaier Institut für angewandte Physik geplante experimentelle Thorium-Doppelreaktor TMSR ("Thorium Molten Salt Reactor") wird voraussichtlich im Minqin-Industriepark in der Stadt gebaut, die in der bislang wenig entwickelten Wüstenprovinz Gansu liegt. Die Frist für Bürgereinsprüche gegen den Plan lief dort am 2. April ab. Der stellvertretende Provinzgouverneur Huang Qiang lobte die Standortwahl für das mit 22 Milliarden Yuan (oder umgerechnet gut 2,8 Milliarden Euro) veranschlagte Projekt unter anderem wegen der kurzen Wege zu Mineralien, die den Brennstoff für das Kraftwerk liefern.

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03.04.2018

Türkei-Russland: Abhängigkeit durch Atomkraft?

Dieser Artikel von Aram Ekin Duran erschien in www.dw.com

Schon in den 1970er Jahren gab es erste Überlegungen, ein Atomkraftwerk an der türkischen Mittelmeerküste zu bauen. Nun soll das Projekt realisiert werden - mit russischer Hilfe. Experten sind skeptisch.

Die Präsidenten der Türkei und Russlands, Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin, geben an diesem Dienstag persönlich den Startschuss für den Bau des ersten Atomkraftwerks der Türkei per Videoschalte von Ankara aus. Das geplante AKW Akkuyu in der Provinz Mersin an der Mittelmeerküste ist ein türkisch-russisches Gemeinschaftsprojekt. Es soll 20 Milliarden Dollar kosten und einmal etwa zehn Prozent des Strombedarfs der Türkei decken.

Doch Experten zufolge ist noch nicht absehbar, wann die Türkei die geplante Stromleistung nutzen kann: Denn weder der Technologietransfer aus Russland noch der Zeitpunkt der Fertigstellung, sind bislang klar.

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28.03.2018

Energiewende in Frankreich über Stromspeicher?

Dieser Artikel von Ralf Streck erschien in www.telepolis.de

Der staatliche Atomstromkonzern EDF will Marktführer der Stromspeicherung werden, vermutlich auch für seinen Atomstrom

Acht Milliarden Euro will der französische Energiekonzern EDF nun bis 2035 investieren, um europäischer Marktführer der Stromspeicherung zu werden. Bisher hat der Konzern, an dem der Staat 83% hält, Kapazitäten von insgesamt fünf Gigawatt aufgebaut. Diese Speicherkapazität soll weltweit auf 15 Gigawatt verdreifacht werden. Das soll durch Pumpspeicher und durch Batterien erreicht werden. In der Speicherung soll, so schreibt die EDF, neben der Steigerung der Energieeffizienz und "den nuklearen und erneuerbaren Energien ein wesentlicher Hebel für die Energiewende liegen."

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Atomkraft als Altersvorsorge

21.03.2018

Wie Pensionsrücklagen für Beamte in Kernkraftwerke investiert werden

Dieser Artikel von Jakob Schlandt erschien in www.tagesspiegel.de

Ministerialbeamte haben Pensionsrücklagen in Energieaktien-Fonds und damit auch in Atomkraft investiert. Das steht im Widerspruch zum Atomausstieg der Regierung.

Da sage noch einer, die Atomkraft sei eine Technologie für Ewiggestrige. Das mögen die meisten Deutschen so sehen, aber findige Beamte im Innenministerium haben da zum Glück eine ganz andere Meinung. Sie haben Geld, richtig viel Geld, aus den Pensionsrücklagen für Beamte und Soldaten in europäische Kernkraftwerksbetreiber investiert und damit zuletzt ordentliche Wertzuwächse verzeichnen können.

Blöd bloß, dass das im eklatanten Widerspruch zur Atomausstiegspolitik der Bundesregierung steht. Und dass das Geld sogar zum Teil in den sogenannten „Schrottmeilern“ in Belgien steckt, die die Bundesregierung seit Jahren unbedingt abgeschaltet sehen möchte. Dort sind nämlich immer größere Risse in den Reaktordruckbehältern zu finden, die den deutschen Experten ziemliche Sorgen machen.

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Frankreich will Indien 6 EPR verkaufen ...

15.03.2018

Indien: Abkommen mit Frankreich für sechs EPR am Standort Jaitapur

Dieser Artikel erschien in www.nuklearforum.ch

Die Electricité de France (EDF) und die Nuclear Power Corporation of India Limited (NPCIL) haben am 10. März 2018 in Indien ein sogenanntes Industrial Agreement zum Bau von sechs EPR-Einheiten am Standort Jaitapur im Westen Indiens unterzeichnet.

Das Abkommen zwischen der EDF und der NPCIL wurde im Rahmen eines Staatsbesuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron unterzeichnet, der am 9. März 2018 eine viertägige Reise nach Indien antrat. Nach Angaben der EDF beschreibt das Abkommen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Verantwortlichkeiten der Partner sowie einen Zeitplan für die nächsten Schritte. Es ist vorgesehen, dass der französische EPR-Anbieter für die ersten zwei geplanten Einheiten am Standort Jaitapur alle Ingenieursarbeiten durchführen sowie die Beschaffung der Komponenten übernimmt. Beim Bau der darauffolgenden Einheiten sollen zunehmend indische Unternehmen miteingebunden werden. Gemäss EDF ist die NPCIL als zukünftige Besitzerin und Betreiberin des Kernkraftwerks Jaitapur für die Einholung aller nötigen Bewilligungen und Nachweise verantwortlich.

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Finnland, EPR Olkiluoto 3, 15 Jahre Bauzeit und 7 Milliarden Euro Verlust, bis jetzt ...

13.03.2018

Fiasko-Reaktor noch teurer

Dieser Artikel von Reinhard Wolff erschien in www.klimaretter.info

Für die Konstrukteure des finnischen AKW Olkiluoto 3, Areva und Siemens, wird es noch einmal um mehrere hundert Millionen Euro teurer. Die Konzerne einigten sich außergerichtlich über die Verteilung der explodierenden Kosten des AWK-Neubaus. Die Gesamtverluste belaufen sich vermutlich auf mehr als sieben Milliarden.

Der Streit um die Kostenüberschreitungen beim finnischen AKW-Neubau Olkiluoto ist beigelegt. Die französische Areva und der deutsche Siemens-Konzern, die zusammen seit 2005 an dem ersten Europäischen Druckwasserreaktor (EPR) bauen, haben sich jetzt außergerichtlich mit dem Bauherrn, dem finnischen Energieunternehmen TVO, geeinigt. Das Ergebnis: Für Siemens und Areva wird das Milliardengrab um nochmals knapp eine halbe Milliarde Euro teurer.

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Sieben Jahre nach Fukushima

10.03.2018

Japans Regierung kämpft um Eindruck von Normalität

Dieser Artikel von Jürgen Hanefeld erschien in www.deutschlandfunk.de

Am 11. März vor sieben Jahren kam es zur Atomkatastrophe von Fukushima. Jetzt werden immer mehr Besiedlungsverbote für Städte und Dörfer aufgehoben. Dass die Reststrahlung tatsächlich keine Gesundheitsgefahr mehr darstellt, davon lassen sich die Menschen aber nur schwer überzeugen.

Sie geben sich redlich Mühe, die Mitarbeiter im "Zentrum für Agrartechnologie" von Fukushima. Fische, Fleisch, Gemüse werden kleingehackt und in bleischweren Halbleiterdetektoren mindestens 30 Minuten lang auf Radioaktivität hin getestet. Mit wissenschaftlicher Akribie wird bewiesen, dass diese Proben einwandfrei sind.

"Alles, was angebaut oder gezüchtet ist, kann man bedenkenlos essen. Selbst die Pilze, die von Menschen kultiviert wurden, sind unschädlich", sagt der Vize-Direktor des Labors, Kenji Kusama. In den vergangenen sieben Jahren habe man hier 200.000 Produkte getestet. Auch wenn der Zahlenwirrwarr der Messtabellen für Laien kaum lesbar ist, am Ende steht meist: N.D., die englische Abkürzung für "nicht nachweisbar".

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05.03.2018

Luxemburg will Allianz gegen Atomkraft aufbauen

Dieser Artikel erschien in www.lessentiel.lu

Das Großherzogtum will gemeinsam mit Österreich eine «Renaissance der Atomkraft» verhindern. Beide Länder klagen gegen die EU-Kommission.

Das Großherzogtum will gemeinsam mit Österreich eine europaweite Allianz gegen die Förderung der Atomenergie gründen. Das geht aus einem Communiqué des luxemburgischen Umweltministeriums vom Montag hervor. Eine entsprechende Vereinbarung trafen die österreichische Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Elisabeth Köstinger, und die luxemburgische Umwelt-Ministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) am Rande eines Treffens der EU-Umweltminister in Brüssel am Montag.

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Langanhaltende radioaktive Verseuchung

02.03.2018

Fukushima: Uran im Fallout nachgewiesen

Dieser Artikel erschien in www.scinexx.de

Mikropartikel aus Boden und Wasser enthalten langlebige Uran und Zirkonium-Nuklide

Langlebiger Fallout: Der Atomunfall von Fukushima könnte mehr Uran freigesetzt haben als gedacht. In Mikropartikeln aus dem Fallout haben Forscher nun zwei verschiedene Uranverbindungen nachgewiesen. Weil Uran eine extrem lange Halbwertszeit hat, könnte die radioaktive Kontamination demnach länger anhalten als bisher angenommen. Der Nachweis der Uranpartikel deutet zudem darauf hin, dass bei der Atomkatastrophe auch Teile des Kernbrennstoffs freiwurden.

Der Atomunfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war einer der schwersten in der Geschichte der Kernenergie. Durch den Ausfall des Kühlsystems kam es zu einer Kernschmelze, bei Explosionen wurden große Mengen radioaktiver Nuklide freigesetzt. Bis heute ist die Lage in den Reaktoren nur teilweise unter Kontrolle, es kommt im Umfeld der Anlage immer wieder zu Kontaminationen von Meer, Grundwasser und Boden.

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Proteste in Salamanca

26.02.2018

Entsteht in Spanien Europas größte Uran-Mine?

Dieser Artikel von Oliver Neuroth erschien in www.tagesschau.de

Die ersten Bagger eines internationalen Energie-Unternehmens stehen schon bereit. Doch Anwohner protestieren gegen das "Salamanca-Projekt".

"Exakt in diesem Gebiet soll es losgehen. Hier wollen sie als erstes nach Uran graben, es wird die zentrale Abbau-Zone." Jorge Rodriguez hält mit seinen Jeep an einem kleinen Feldweg an und zeigt auf eine hügelige Wiese. Auf ihr stehen ein paar Bäume, das Gelände ist eingezäunt. Am Tor hängt ein leuchtend gelbes Schild: "Prohibido el paso" ("Einfahrt verboten").

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Umweltproteste im Hamburger Hafen

23.02.2018

Aktionstag gegen Atomtransporte

Dieser Artikel von Sebastian Weiermann erschien in www.neues-deutschland.de

Atomkraftgegner protestieren bundesweit gegen Urantransporte

Seit dem deutschen Atomausstieg ist das Thema nukleare Energie und der problematische Transport von Uran aus der Öffentlichkeit weitgehend verschwunden. Die belgischen Pannenreaktoren Tihange und Doel sorgen manchmal für ein wenig Aufregung, doch auch die ist in der Regel auf das Rheinland beschränkt.

Dabei gibt es kaum einen Grund zur Beruhigung. Die letzten deutschen Atomkraftwerke sollen zwar am 31. Dezember 2022 ihren Betrieb einstellen. Daran, dass die Bundesrepublik ein wichtiger Standort und Drehscheibe der weltweiten Atomindustrie ist, ändert das allerdings wenig. Eine Schließung der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau steht beispielsweise in den Sternen. Sie beliefert unter anderem die belgischen Pannenreaktoren.

Zahlreiche Anti-Atomkraftinitiativen haben sich für diesen Samstag jedoch einen anderen Fokus gesetzt. Sie wollen auf den Atomumschlagplatz im Hamburger Hafen aufmerksam machen und entlang der Transportroute von Urankonzentrat, das regelmäßig auf dem Schienenweg von Hamburg nach Frankreich gebracht wird, protestieren.

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Atomkraft

22.02.2018

Deutschland hält still

Dieser Artikel von Thorsten Knuf erschien in www.fr.de

Die Bundesregierung akzeptiert - anders als Österreich - einen umstrittenen AKW-Neubau in Ungarn.

Eigentlich ist die Sache ja klar: Mit Atomkraft will Deutschland nichts mehr zu tun haben. Jahrzehntelang wurde hierzulande erbittert über die Frage gestritten, ob die Erzeugung von Atomstrom wünschenswert und zu verantworten sei oder nicht. Dann geschah im März 2011 die Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima. In Deutschland wurden quasi über Nacht aus Befürwortern der Atomkraft Gegner dieser Technologie. Mit breiter Mehrheit beschloss der Bundestag, dass bis 2022 alle verbliebenen deutschen Meiler vom Netz gehen müssen. Deutschland hat sich nun der Energiewende verschrieben, keine ernstzunehmende politische Kraft fordert den Ausstieg aus dem Atomausstieg.

Wenn allerdings im benachbarten Ausland neue Atomkraftwerke entstehen, drückt die schwarz-rote Koalition in Berlin regelmäßig beide Augen zu. Nach Informationen dieser Zeitung hat die geschäftsführende Bundesregierung entschieden, nichts zu unternehmen, was den umstrittenen Bau von zwei neuen Reaktoren am ungarischen AKW-Standort Paks stoppen könnte. Paks liegt südlich von Budapest. Bis zur deutschen Grenze sind es rund 440 Kilometer, bis zur österreichischen Hauptstadt Wien etwa 260. Im Falle eines großen Nuklearunfalls würden die Folgen in weiten Teilen Zentraleuropas zu spüren sein. Das Neubauvorhaben ist ein Prestigeprojekt des autoritären ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán.

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15.02.2018

THTR-Rückbau: Kosten und Gefahren als „etablierter Prozess“

Der Erhaltungsbetrieb des eingeschlossenen Thorium-Hochtemperatur Reaktors (THTR) dauert von 1997 bis 2027.

Vor zehn Jahren, am 17. 10. 2008, bestätigte der Ausschuss für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW die im Genehmigungsbescheid 7/12c gemachten Angaben, nachdem bis zum Ende des Jahres 2017 die Betreiber des THTR die atomrechtliche Aufsichtsbehörde zu informieren haben, wie lange der sichere Einschluss aufrecht erhalten und wann mit dem Abbau des Reaktors begonnen werden soll.

Was gibt es Neues?

Da bisher in der Öffentlichkeit nichts bekannt wurde, fragten wir als Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm beim Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW detailliert nach (1) und erhielten nach fast vier Monaten am 7. Februar 2018 eine Antwort:

„Nach aktuellem Planungsstand beabsichtigt die Hochtemperatur-Kernkraftwerk GmbH (HKG) als Betreiberin der Anlage den sicheren Einschluss bis 2027 aufrecht zu erhalten und ab 2028 mit der Vorbereitung der Anlage auf den vollständigen Abbau zu beginnen. (...) Anträge auf Änderung bestehender atomrechtlicher Genehmigungen oder zum Abbau des THTR 300 liegen dem MWIDE bisher nicht vor.“

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04.02.2018

Ist das Atomkraftwerk Tihange noch gefährlicher als angenommen?

Dieser Artikel von Ralf Streck erschien in www.telepolis.de

Die Reaktoren in Belgien sind Zeitbomben und dürften schon längst nicht mehr am Netz sein

Diese Tage gab es etwas Wirbel um Berichte über das belgische Atomkraftwerk Tihange. Der WDR-Hörfunk und das ARD-Magazins MONITOR haben behauptet, das AKW sei "deutlich gefährlicher als bislang bekannt". In einer Pressemitteilung wurde von einem Schreiben der belgischen Atomaufsicht (FANC) berichtet, "das eine deutliche Häufung von so genannten "Precursor"-Fällen im Atomreaktor Tihange-1 belegt". Es habe zwischen 2013 und 2015 insgesamt acht solcher Ereignisse in Tihange-1 gegeben. Das seien "mehr als die Hälfte aller "Precursor"-Fälle in ganz Belgien." Nach ihren Angaben sollen bisher angeblich "insbesondere die Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 als besonders riskant" gegolten haben.

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30.01.2018

South Carolina streitet über sein Atomkraft-Desaster

Dieser Artikel erschien in www.energiezukunft.eu

Nächste Runde in South Carolinas Milliarden-Desaster: Nachdem der Neubau von zwei Atomreaktoren aufgrund explodierender Kosten und Pleiten gestoppt wurde, bricht neuer Streit aus. Sollen die Stromkunden noch 60 Jahre für die Atomruine zahlen?

Im Jahr 2006 fiel der Startschuss für das hoffnungsvolle Projekt, das sich nach 12 Jahren mit den Begriffen Ruin und Bankrott passend beschreiben lässt. Damals beschlossenen Regierung und Kongress des Bundesstaats an der US-Ostküste, Energieversorgern beim Bau neuer Atomreaktoren großzügigen Spielraum zu gewähren. Sie durften einen Teil der laufenden Baukosten den Stromkunden in Rechnung stellen. Das war zwar unüblich, schien damals aber unproblematisch. Die Stromkosten waren hoch und der Bau der zwei neuen Reaktoren am Kernkraftstandort Virgil C. Summer, gut 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Columbia, war unstrittig. 11,5 Milliarden US-Dollar sollten sie kosten und ab 2018 Strom liefern.

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25.01.2018

Radon

Die unsichtbare Gefahr aus dem Untergrund

Dieser Artikel erschien in www.br.de

Man kann es nicht sehen, nicht fühlen, nicht riechen oder schmecken. Das Edelgas Radon ist jedoch die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Über den Boden kann das natürlich vorkommende radioaktive Gas in Häuser eindringen.

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas. Es entsteht durch radioaktiven Zerfall von Uran, das es überall auf der Welt in unterschiedlichen Konzentrationen im Boden gibt. Besonders hoch liegt die Radonkonzentration deshalb in Böden und Gesteinen, die viel Uran enthalten. "Wir haben zum Beispiel in Deutschland ein höheres Radonpotenzial in bestimmten Gegenden: In Bayern sind das der ostbayerische Wald und das Voralpenland, auch Gegenden bis hin zu München. Das liegt wirklich am Urangehalt. Zum Beispiel der Bayerische Wald - das sind eher Granitgebiete. Und Granit hat ein höheres Radonpotenzial", erläutert Michaela Kreuzer, Leiterin der Abteilung "Wirkungen und Risiken ionisierender Strahlung" am Bundesamt für Strahlenschutz.

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Na, dann wird ja alles gut ...

23.01.2018

Atomkonzern New Areva heißt jetzt Orano

Dieser Artikel erschien in www.donaukurier.de

Der französische Atomkonzern New Areva heißt jetzt Orano. Das Unternehmen kündigte die Umbenennung am Dienstag am Firmensitz in La Défense bei Paris an.

Der französische Atomkonzern New Areva heißt jetzt Orano. Das Unternehmen kündigte die Umbenennung am Dienstag am Firmensitz in La Défense bei Paris an. Der Name stehe für einen "Neuanfang", sagte Konzernchef Philippe Knoche. "Orano" spielt auf das griechische Wort Ouranos an, den Namen für den Planeten Uran.

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SENDETERMIN: Montag den 22.01.2018 um 8:30 Uhr im SWR2

Die schleichende Vergiftung

Risiko Uran

Dieser Artikel von Peter Jaeggi erschien in www.swr.de

Das radioaktive Schwermetall Uran kommt natürlich in der Umwelt vor. Dort ist es ungefährlich. Gelangt es aber in den menschlichen Körper, wirkt es hochgiftig für die Zellen. Anfang 2017 fand ein Schweizer Arzt und Wissenschaftler im Urin seiner Patienten teilweise große Mengen Uran. Die gleiche Entdeckung machte ein Arzt in Düsseldorf. Woher der Stoff kam, ist bis heute rätselhaft.

Woher stammt Uran?

Uran kommt natürlich im Erdboden vor. Das radioaktive Element stammt aus der Entstehungszeit des Universums. In unseren Regionen sind die größten natürlichen Konzentrationen im Granit. Mehr als 99 Prozent dieses Natur-Urans bestehen aus dem Isotop Uran 238.

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16.01.2018

Norwegens Staatsfonds zieht sich aus Rüstungsbranche zurück

Dieser Artikel erschien in deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Der norwegische Staatsfonds hat seine Beteiligungen an mehreren Rüstungsfirmen verkauft.

Der norwegische Pensionsfonds, der größte Staatsfonds der Welt und gespeist aus den Öl-Einnahmen des Landes, hat neun weitere Unternehmen auf seine schwarze Liste gesetzt. Aus ethischen Gründen werde der Fonds sein Geld nicht in diese Firmen investieren, die Teile für Atomwaffen produzieren, teilte die Zentralbank des Landes als Verwalterin des Fonds am Dienstag laut AFP mit. Zu den Unternehmen gehören BAE Systems aus Großbritannien, Konzerne aus den USA und aus asiatischen Ländern.

Der Fonds ist eine Billion Dollar (818 Milliarden Euro) schwer und hat in rund 9.000 Firmen weltweit investiert. Dabei muss er Leitlinien beachten – so darf das Geld nicht in Unternehmen fließen, die Atomwaffen oder Tabakprodukte herstellen, die Menschenrechte verletzen, Kinderarbeit ausnutzen oder in Firmen, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle machen.

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Kalter Kaffee als frisch serviert?! Revolution, Evolution oder Scharlatanerie?
Eine, schon lange geforderte, umfassende Studie zum Thema Radioaktivität und Gesundheit scheint jedenfalls angesagt.
Gesundheitspolitiker aller Länder - egal ... - kommt endlich aus den Puschen!

11.01.2018

Länger leben dank Radioaktivität

Dieser Artikel von Alex Reichmuth erschien in bazonline.ch

Wissenschaftler fordern eine Lockerung des Strahlenschutzes – aus gesundheitlichen Gründen.

Für viele Schweizer mag es gewöhnungsbedürftig wirken, was jüngst in Nuclear News zu lesen war, der Zeitschrift der Amerikanischen Wissenschafts-Vereinigung für Kerntechnik (American Nuclear Society). Die beiden Kernphysiker Jerry M. Cuttler und William H. Hannum setzten sich für einen Paradigmen-Wechsel beim Schutz vor Radioaktivität ein. «Es ist offensichtlich geworden, dass die Gesellschaft einen sehr hohen Preis bezahlt wegen der Angst vor tiefdosierter Strahlung», schrieben die Wissenschaftler. Ihr Plädoyer für eine drastische Lockerung der Grenzwerte begründeten sie damit, dass massvolle Radioaktivität das Abwehrsystem stimuliere und Organismen ermögliche, ihre Lebenserwartung zu erhöhen: «Studien haben gezeigt, dass tiefe Strahlungsdosen die Lebensspannen von Tieren und Menschen verlängern.»

Die beiden Autoren sind renommierte Fachleute. Der Kanadier Jerry Cuttler ist Strahlenexperte an der Universität Toronto und ehemaliger Präsident der Canadian Nuclear Society. Der Amerikaner William Hannum diente lange für das US-Departement Energie und war unter anderem für die Agentur für Kernenergie der OECD tätig.

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China - Halbinsel Shandong - HTR-PM

04.01.2018

Erster HTR-PM-Behälterkopf in Position

Dieser Artikel erschien in www.world-nuclear-news.org und wurde übersetzt mit dem www.deepl.com/translator

Der Druckbehälterkopf wurde an einer der beiden gasgekühlten Hochtemperaturreaktoren der Demonstrationsanlage HTR-PM in Shidaowan in der chinesischen Provinz Shandong installiert.

Der Druckbehälterkopf wurde am 27. Dezember auf Block 2 installiert, wie die China Nuclear Industry 23 Construction Company Limited (CNI23) mitteilte. In einem ca. 1 Stunde und 35 Minuten dauernden Arbeitsgang wurde das 80 Tonnen schwere Bauteil mit 76 Schrauben am Druckbehälter befestigt.

"Dies ist die erste Installation des Druckbehälterdeckels des weltweit ersten Gen IV-Reaktors, was darauf hindeutet, dass die interne Installation des Reaktordruckbehälters vor der Schließung abgeschlossen wurde", bemerkte CNI23.

Im Dezember 2012 begannen die Arbeiten an der Demonstrationsanlage HTR-PM, die mit zwei kleinen Reaktoren und einer Turbine ausgestattet ist, am Standort Shidaowan in China Huaneng.

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03.01.2018

Studie: USA töten mit Atombomben hunderttausende Amerikaner

Der Artikel von John Dyer erschien in www.wienerzeitung.at

Durch Tests in Nevada sind offenbar mehr Amerikaner gestorben als durch die Bombenabwürfe in Japan.

Die USA sind das weltweit einzige Land, das bislang Atombomben in einem Krieg verwendet hat. Nun behauptet ein Forscher, dass durch die Atomwaffentests in Nevada in den 50er und 60er Jahren mehr Amerikaner ums Leben gekommen sind, als es bei den zwei Bombenangriffen in Japan im August 1945 Opfer gab. Deren Zahl wird in Japan auf 250.000 geschätzt.

Der Ökonom Keith Meyers von der Universität Arizona wies in einer Studie auf die schädlichen und vielfältigen Auswirkungen von Atomwaffentests auf Menschen hin. "Diese Studie zeigt, dass es mehr Opfer im Kalten Krieg gab, als bislang angenommen wurde." Im Mittelpunkt der These von Meyers steht der radioaktive Niederschlag, der sich auch in der Milch abgelagert hat, welche Amerikaner über Jahre getrunken haben. "Während der 50er Jahre wurde Milch in der Region verbraucht, in welcher sie hergestellt wurde." Er meint, dass zwischen 1951 und 1973 695.000 Amerikaner im Mittleren Westen und Nordosten der Vereinigten Staaten an Krebs erkrankt oder gestorben sind, die mit dem radioaktiven Isotop I-131 versetzte Milch getrunken haben. Dabei sei das dadurch entstandene Vorkommen an Todesfällen überraschenderweise nicht rund um das Testgelände am höchsten gewesen, sondern dort, wo der Fallout bereits moderat war.

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Da muss Donald jetzt aber ganz stark sein ...

03.01.2018

U.S.-Gericht zugunsten des Moratoriums gegen Uran-Abbau in Grand Canyon-Region

Der Artikel von petrapez erschien in www.radio-utopie.de

Kurz vor dem Jahreswechsel 2017/2018 gab es einen Grund zum Feiern: Uranerzbergmine in Arizona erhielt keine Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme und keine neuen Minen werden erschlossen

Bei all den Bemühungen des Imperialistischen Komplexes seine Interessen unter Einsatz von Gewalt und Gegenoffensiven in der realen und virtuellen Welt durchzusetzen, ist es wichtig, erfolgreiche Aktionen von Umweltschützern und der Bevölkerung zu Wort kommen zu lassen, die sich dem Großkapital trotz angeblicher geringer Chancen bei Gericht durchsetzen.

Im November 2017 berichteten wir über das Thema Uranerz-Abbau im Grand Canyon Nationalpark und den Widerstand am Beispiel einer Stadt in Flagstaff: kein Uranbergbau und Transporte am Grand Canyon.

Über die Region bestand insgesamt ein Jahrzehnte altes Moratorium des Bundes gegen die Wiederaufnahme stillgelegter Minen. Im Jahr 2013 hatte der U.S. Forest Service die Wiedereröffnung der Mine genehmigt.

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