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Insekten sterben also an immer weniger Lebensraum, dem Einsatz von Pestiziden und der Klimaveränderung.

14.02.2019 - Für Bienen, Boden und Klima

Artikel von Wiebke Elbe aus www.wwf.de

EU-Umweltausschuss stellt Weichen für nachhaltige Landwirtschaftspolitik in Europa

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat heute über Hunderte von Änderungsanträgen abgestimmt, um die Agrarpolitik Europas nachhaltiger aufzustellen und somit den Umwelt- und Klimaherausforderungen gerecht zu werden. Mindestens 30 Prozent der Direktzahlungen werden nun im Rahmen der sogenannten Eco-Schemes für den Schutz von Ökosystemen, Klima und Umwelt bereitgestellt. Die Naturschutzorganisation WWF Deutschland begrüßt diesen Beschluss. Damit ist der Agrarausschuss des EU-Parlaments in der Umsetzungspflicht. Hierzu erklärt Matthias Meißner vom WWF Deutschland:

„Insektensterben, Wasserverschmutzung und Klimawandel einerseits, ein dramatisches Höfesterben andererseits – die Folgen einer jahrelangen misslungenen Förderpolitik im Landwirtschaftsbereich sind bedrohlich. Es ist längst überfällig, endlich auch die Erste Säule der Agrarpolitik für die Unterstützung von Landwirten zu nutzen, die nachhaltiger ihr Land bewirtschaften.

Wenn das EU-Parlament nicht die gesellschaftliche Akzeptanz für die Milliarden-Subventionen im Agrarbereich gefährden will, muss es die Vorschläge der Umweltparlamentarier aufnehmen. Das zeigt einmal mehr auch die überwältigende Beteiligung am Volksbegehren „Rettet die Bienen und die Bauern“ in Bayern.

Es ist ein gutes Zeichen, dass die Umweltpolitiker im EU-Parlament bei diesem wichtigen Thema mitbestimmen können. Umweltbehörden und Interessengruppen brauchen bei der Gestaltung der EU-Agrarpolitik ein stärkeres Mitspracherecht. Schließlich hängt von der Agrarförderung ab, ob Landwirtschaft zukünftig Umwelt zerstört oder schützt.“

 

*

Ich freue mich ehrlich für die Bienen, die Schmetterlinge, die Feldmäuse, die Igel usw. die nun alle gerettet werden; ganz besonders freue ich mich natürlich für uns Menschen. Aber denken wir Zweibeiner an der Spitze der Nahrungskette auch bitte einen Moment an all die anderen Mitgeschöpfe und Nutztiere: Hühner, Puten und Gänse, Schweine und Rindviecher in ihren Käfigen, die ein erbärmliches Dasein fristen, bis wir sie fressen.

OK, der Moment ist um.

Sechs- oder gar Achtbeiner die unangenehm lästig um uns herum schwirren und die wir, wenn wir sie denn erwischen können, kurz und erbarmungslos um die Ecke bringen, mag keiner. Schlimmer ergeht es nur noch den Viechern, denen wir das Etikett 'Schädling' oder gar 'Krankheitsüberträger' aufgedrückt haben. Diesen Geschöpfen wird im industriellen Maßstab der Garaus gemacht und ganz vorn mit dabei sind unsere Menschenfreunde von der IAEA:

SIT - 'Sterile Insekten Technik'

Artikel aus www.iaea.org

Bei der 'Sterile Insekten Technik' handelt es sich um eine umweltfreundliche Schädlingsbekämpfungsmethode, bei der ein Zielschädling massenhaft aufgezogen und durch Bestrahlung sterilisiert wird, gefolgt von einer systematischen flächendeckenden Freisetzung der sterilen Männchen durch die Luft über definierten Bereichen, wo sie sich mit wilden Weibchen paaren, diese Paarungen aber nicht zu Nachkommen sondern zu einer abnehmenden Schädlingspopulation führen.

Die 'Sterile Insekten Technik', kurz SIT, gehört zu den umweltfreundlichsten Schädlingsbekämpfungsmethoden, die jemals entwickelt wurden. Bestrahlung, wie beispielsweise mit Gammastrahlen und Röntgenstrahlen, wird zur Sterilisation von massenhaft aufgezogenen Insekten verwendet, so dass sie, obwohl sie sexuell konkurrenzfähig bleiben, keine Nachkommen produzieren können. SIT beinhaltet keine transgenen (gentechnischen) Prozesse.

Das Internationale Pflanzenschutzübereinkommen klassifiziert sterile Insekten als nützliche Organismen. Die SIT unterscheidet sich von der klassischen biologischen Bekämpfung, bei der nichtnative biologische Bekämpfungsmittel eingesetzt werden, in mehrfacher Hinsicht:

Sterile Insekten replizieren sich nicht selbst und können sich daher nicht in der Umwelt etablieren.

Das Durchbrechen des Fortpflanzungszyklus des Schädlings, auch Autozidenkontrolle genannt, ist definitionsgemäß artspezifisch.

Die SIT führt keine nicht-heimische Arten in ein Ökosystem ein.

Gemeinsam mit der FAO unterstützt die IAEO ihre Mitgliedstaaten bei der Entwicklung und Einführung nuklearbasierter Technologien zur Optimierung von Bewirtschaftungspraktiken für Schädlinge in der Landwirtschaft, die die Intensivierung der Pflanzenproduktion und den Erhalt der natürlichen Ressourcen unterstützen.

Vorteile der Technik

Die 'Sterile Insekten Technik' wurde erstmals in den USA entwickelt und wird seit über 60 Jahren erfolgreich eingesetzt. Es wird derzeit auf sechs Kontinenten angewendet. Die vier strategischen Optionen, bei denen sterile Insekten als Bestandteil des flächendeckenden integrierten Schädlingsmanagements eingesetzt werden, sind: Unterdrückung, Ausrottung, Eindämmung und Vorbeugung.

Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist das SIT ein wichtiges Thema des gemeinsamen FAO / IAEA-Programms für Nukleartechniken in Ernährung und Landwirtschaft. Es umfasst sowohl angewandte Forschung zur Verbesserung der Technik als auch zur Entwicklung neuer Schädlingsinsekten. und die Übertragung des SIT-Pakets an die Mitgliedstaaten durch Feldprojekte, damit diese von einer verbesserten Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Menschen profitieren können; sauberere Umgebungen; gesteigerte pflanzliche und tierische Produktion in landwirtschaftlichen Systemen; und beschleunigte wirtschaftliche Entwicklung.

In Verbindung mit anderen Bekämpfungsmethoden gelang es dem SIT, eine Reihe hochkarätiger Schädlinge zu bekämpfen, darunter Fruchtfliegen (mediterrane Fruchtfliege, mexikanische Fruchtfliege, orientalische Fruchtfliege, Melonenfliege); Tsetsefliege; Schraubenwurm; Motten (Flicklingmotte, rosa Wollwurm, falscher Flicklingmotte, Kaktusmotte und der australischen gemalten Apfelmotte); und Mücken. In mehreren Ländern, in denen die Technologie angewendet wurde, haben retrospektive ökonomische Bewertungsstudien eine sehr hohe Kapitalrendite gezeigt. Die Verwendung der Technologie bietet unter anderem folgende Vorteile: eine deutliche Verringerung der Ernte- und Viehherstellungsverluste; Schutz der Gartenbau- und Viehwirtschaft durch Verhinderung von Schädlingsbefall; Bereitstellung von Bedingungen für Warenexporte auf hochwertigen Märkten ohne Quarantänebeschränkungen; Arbeitsplätze schützen und schaffen; signifikante Senkung der Produktions- und Gesundheitskosten; und Umweltschutz durch reduzierten Einsatz von Insektiziden.

*

Ich habe da noch ein paar Fragen:

1. Was fressen eigentlich die von uns so geliebten Fische und Vögel, die hübschen Salamander und süßen Mäuse, nachdem wir ihnen die Schädlinge vom Teller gestrahlt haben?

Natürlich die übrig gebliebenen Schmetterlinge, Libellen, Mayas und Willis etc.

2. Wieviel Strahlung braucht es ein Mückenmännchen zu sterilisieren und wieviel braucht's bei Menschen?

Äääh ..., ehrlich gesagt, keine Ahnung. Ihre Fragezeit ist leider abgelaufen.

*

Insekten sterben an vielen, durchaus gut gemeinten Aktionen der Menschen.

taz.de:

24. 4. 2016 - Insektenforscherin über Tschernobyl „So was hatte ich noch nie gesehen“

 

trendsderzukunft.de:

14.10.2013 - Fukushima verstrahlt die Weltmeere: Radioaktive Nahrung selbst in den USA schon über den Grenzwerten!

 

Spiegel.de:

19.06.2011 - Insektengift DDT - Wie die Malaria-Wunderwaffe Bauern in die Armut treibt

 

Wikipedia.org:

Strahlenschäden_bei_Lebewesen

Sterile-Insekten-Technik

Insektensterben

 

Spiegel.de:

26.04.2004 - Sterilisierung - Forscher wollen Malaria-Mücken verstrahlen

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Karte der nuklearen Welt:

Das Insektensterben ist ein weltweites Problem.

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Insekten

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Radioaktive Niedrigstrahlung

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Weiter zu: Zeitungsartikel 2019

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