11.04.2018

Hafenunternehmen verzichten auf Atomumschlag

Dieser Artikel erschien in www.ndr.de

Knapp 200 Mal im Jahr wird im Hamburger Hafen bisher atomare Fracht umgeschlagen - oder sie rollt durch die Stadt. Die Zahl dieser Transporte dürfte in Zukunft deutlich sinken: Der Hafenbetreiber HHLA und die Reederei Hapag-Lloyd wollen künftig in Hamburg keine atomaren Brennstoffe mehr umschlagen. In den vergangenen Jahren hatten Vertreter der Wirtschaftsbehörde mehrfach hinter verschlossenen Türen mit beiden Unternehmen verhandelt. Am Ende steht nun der freiwillige Verzicht der beiden Unternehmen. Aus der Wirtschaftsbehörde heißt es dazu: "Es gibt einen gesellschaftlichen und auch politischen Konsens im ganzen Land, aus der Atomenergie auszusteigen und auf erneuerbare Energien zu setzen." Da sei dieser Schritt nur konsequent.

Hapag-Lloyd verzichtet nicht ganz auf Transporte

Die HHLA betreibt insgesamt vier von sechs Terminals, die in Hamburg bislang eine gültige Genehmigung für den Umschlag von atomaren Brennstoffen haben. Mit den anderen Hafenunternehmen sollen nun ebenfalls Gespräche geführt werden, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). Eine Genehmigung für den Umschlag radioaktiver Stoffe haben auch Eurogate und der Hafenbetreiber C. Steinweg.

Die Reederei Hapag-Lloyd, an der die Stadt Hamburg als Anteilseignerin beteiligt ist, verzichtet jedoch nicht gänzlich auf den Transport von Uran und Plutonium auf ihren Schiffen. Diese Waren sollen in Zukunft lediglich nicht mehr in Hamburg von Bord kommen oder an Bord gebracht werden.

Jahrelange Debatte über Stopp von Atomtransporten

Spätestens seit es im Mai 2013 während des Kirchentages in Hamburg auf dem Großfrachter "Atlantic Cartier" brannte, der Autos und Munition, aber auch Container mit Resten von radioaktivem Uranhexafluorid an Bord hatte, streiten die Parteien in der Hansestadt über einen Stopp von Atomtransporten über den Hafen. Ein Vorstoß für ein gesetzliches Verbot, wie ihn etwa die Linken gefordert hatten, war vor Jahren in der Bürgerschaft gescheitert. Auch weil es rechtliche Bedenken gab.

2015 einigten sich SPD und Grüne im Koalitionsvertrag darauf, die Hafenunternehmen zu einem freiwilligen Verzicht zu bewegen. "Das ist gelungen," sagte Horch.

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Anmerkung: Im Originalartikel auch die Kommentare lesen, es gibt Ausnahmen ...

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