Zeitungsartikel 2019 Aktuell+.

***

06.04.2019 - ICAN-Städteappell

Artikel aus www.radio-utopie.de

Los Angeles, Manchester, Sydney und Mainz haben sich bereits dem ICAN-Städteappell angeschlossen. Ist Ihre Stadt die nächste?

International ruft ICAN Städte dazu auf, den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterstützen. Große Städte in Nordamerika, Europa und Australien haben den Appell schon unterzeichnet, der wie folgt lautet:

“Unsere Stadt/unsere Gemeinde ist zutiefst besorgt über die immense Bedrohung, die Atomwaffen für Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt darstellt. Wir sind fest überzeugt, dass unsere Einwohner und Einwohnerinnen das Recht auf ein Leben frei von dieser Bedrohung haben. Jeder Einsatz von Atomwaffen, ob vorsätzlich oder versehentlich, würde katastrophale, weitreichende und lang anhaltende Folgen für Mensch und Umwelt nach sich ziehen. Daher begrüßen wir den von den Vereinten Nationen verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen 2017 und fordern die Bundesregierung zu deren Beitritt auf.“

Warum sollten sich Städte dem Appell anschließen?

Atomwaffen stellen eine besondere Bedrohung für Städte dar. Sie sind im Ernstfall die primären Ziele eines atomaren Angriffs. Damit sind Städte direkt betroffen und sollten sich deshalb in die Diskussion zu dieser Frage einmischen. Atomwaffen sind konzipiert, um Menschen und Infrastruktur gigantischen Schaden zuzufügen. Die sogenannte nukleare Abschreckung basiert auf der Drohung, die wichtigsten Orte eines Landes anzugreifen.

Alle Atomwaffenstaaten und ihre Bündnispartner nehmen diese Bedrohung im Kauf und sehen den Einsatz mit Atomwaffen als legitime Verteidigungsstrategie. Damit setzen diese Staaten ihre Bürger und Bürgerinnen der Vernichtungsgefahr aus. Immer wieder sind wir in der Vergangenheit an einem Atomkrieg vorbeigeschrammt. Städte tragen eine besondere Verantwortung für den Schutz ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sie sich gegen Atomwaffen aussprechen.

Das Engagement von Städten ist wichtig, um Druck auf die Bundesregierung auszuüben, damit diese auf den Willen der Bevölkerung achtet. Wenn Städte die Regierung dazu auffordern, dem Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten, ist dies eine spürbare Mahnung, dass die hier in Deutschland lebende Menschen Massenvernichtungswaffen ablehnen. Die Bundesregierung ignoriert diese Sicht bisher.

Ein neues Bündnis von Städten weltweit stärkt die Stimmen der Menschen überall und setzt alle Regierungen dieser Welt unter Druck, jegliche Beteiligung an der atomaren Abschreckung und jegliche Verstrickung in Atombombengeschäften zu unterlassen.

Was kann ich tun?

Sie können die Mitglieder des Stadtrates oder des Senats Ihrer Stadt auffordern, sich dem Appell anzuschließen. In jeder Stadt sieht der Weg anders aus, also muss man sich zunächst fragen, wie das genau geht, beispielsweise durch eine Fraktion oder einen Ausschuss.

Wenn Sie nicht so viel Zeit haben, können Sie uns auch bei dieser Aktion helfen, indem Sie einfach auf Facebook, Twitter oder Instagram ein Foto eines Ortes in Ihrer Stadt, den Sie lieben, posten. Schreiben Sie dazu #ICANSave und dahinter den Namen Ihrer Stadt.

Wenn sich Ihre Stadt dem Appell anschließen will, schicken Sie eine Mail an uns mit dem Beschluss des Stadtrats oder Senats und wir nehmen sie in unserer Liste auf (Anm.d.Red.: siehe ICAN, Quelle unten am Ende des Artikels).

Städte in Deutschland, die den Appell unterzeichnet haben:

Mainz, 2. Februar 2019
Wiesbaden, 20. Februar 2019
Marburg, 22. Februar 2019
Köln, 05. März 2019
Potsdam, 06. März 2019
München, 12.März 2019
Göttingen, 15. März 2019
Reinheim, 22. März 2019
Dortmund, 28. März 2019
Bremen, 2. April 2019

Quelle: https://www.icanw.de/ican-staedteappell/

*

Karte der nuklearen Welt:

Atomindustrie

*

Durchsuchen aller Inhalte der 'reaktorpleite' mit dem Suchbegriff:

Atomkrieg

*

Weiter zu: Zeitungsartikel 2019

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang

***

Aktuell+. Mehr Lesenswertes ...

*

06.04.2019 - In den USA wächst die Unruhe über die atomaren Ambitionen Saudiarabiens

Die Regierung Trump erteilte Sonderbewilligungen zur Lieferung von Atomtechnologie, obwohl Saudiarabien ein normalerweise obligatorisches Musterabkommen noch nicht unterzeichnete. Warum sie das tat, will sie dem Kongress nicht sagen.

*

04.04.2019 - Bundesgericht anerkennt erstmals: Auch eine tiefe Strahlendosis kann AKW-Arbeiter krank machen

Ein ehemaliger Anlageoperateur des AKW Leibstadt ist doppelt an Krebs erkrankt. Beim Bundesgericht findet er grundsätzlich Gehör: Auch niedrige Strahlendosen können Krankheiten auslösen.

*

04.04.2019 - Atommüll bleibt über 2046 hinaus in Gundremmingen

Aus dem Zwischenlager Grundremmingen könnte ein "Endlos-Lager" werden. Das fürchtet eine Bürgerinitiative. Nun teilte die zuständige Behörde mit: Atommüll solle nur für begrenzte Zeit in Gundremmingen bleiben. Doch ein End-Datum gebe es noch nicht.

*

04.04.2019 - Anteil der Atomenergie in Europa sinkt deutlich

In der EU ist die Produktion von Atomenergie in den vergangenen zehn Jahren um zehn Prozent gesunken und ist weiter rückläufig. Fast die Hälfte der gesamten Produktion entfällt auf Frankreich.

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang

***

Spendenaufruf

- Der THTR-Rundbrief wird von der 'BI Umweltschutz Hamm' herausgegeben und finanziert sich aus Spenden.

- Der THTR-Rundbrief ist inzwischen zu einem vielbeachteten Informationsmedium geworden. Durch den Ausbau des Internetauftrittes und durch den Druck zusätzlicher Infoblätter entstehen jedoch laufend Kosten.

- Der THTR-Rundbrief recherchiert und berichtet ausführlich. Damit wir das tun können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns über jede Spende!

Spendenkonto:

BI Umweltschutz Hamm
Verwendungszweck: THTR Rundbrief
IBAN: DE31 4105 0095 0000 0394 79
BIC: WELADED1HAM

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang

***

 

GTranslate

Afrikaans Arabic Belarusian Bulgarian Chinese (Simplified) English Finnish French Georgian Hebrew Hindi Indonesian Japanese Lithuanian Malay Polish Portuguese Russian Spanish Swedish Thai Turkish
brennkugel.jpg