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10.12.2018 - Südafrikanische Regierung ersetzt Necsa-Vorstand

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Die südafrikanische Regierung hat den gesamten Vorstand der South Africa Nuclear Energy Corporation (Necsa) ersetzt, nachdem angebliche Verstöße gegen ihre gesetzlichen Pflichten, einschließlich Gesetzesverstöße, Nichteinhaltung von Aktionärsanweisungen, finanzielles Missmanagement und mangelnde Wiederherstellung der vollen Funktionsfähigkeit der Radioisotopen-Produktionsstätte des Landes ein Jahr nach ihrer Schließung aus Sicherheitsgründen, aufgetreten waren.

Ein neuer Vorstand wurde am 5. Dezember vom südafrikanischen Kabinett genehmigt und am 7. Dezember vom Energieminister Jeff Radebe öffentlich angekündigt. Rob Adam, der zuvor sechs Jahre lang als CEO von Necsa tätig war, wurde zum Vorsitzenden ernannt. Don Robertson, ehemaliger Geschäftsführer der Necsa-Tochter NTP Radioisotopes, wurde zum Interims-CEO ernannt und ersetzt Phumzile Tshelane, die sich in einer "vorsorglichen Aussetzung" befindet.

Radebe sagte, dass das Energieministerium "seit einiger Zeit" mit Necsa über "verschiedene ernsthafte Herausforderungen" gesprochen habe, die sich auf die Erfüllung des Mandats der gesetzlichen Kerntechnikorganisation auswirkten. Er sagte, dass "anhaltende Untauglichkeit und absichtliche Trotzreaktionen" einiger Vorstandsmitglieder zu Rückschlägen und Verlusten geführt hätten, einschließlich der Nichtproduktion von medizinischen Isotopen für mehr als ein Jahr durch NTP, die der Necsa-Vorstand nicht gelöst habe, "wenn es in ihrer Macht stehe".

Zu den schwerwiegenden Governance-Fragen, die mit den Vorstandsmitgliedern erörtert werden, gehören: "wiederholte Fälle" von Gesetzesverstößen; Nichteinhaltung spezifischer Aktionärsanweisungen und/oder -anweisungen; finanzielles Missmanagement; Unregelmäßigkeiten bei der Vergütung; unautorisierte Auslandsreisen; die Veröffentlichung irreführender, unzutreffender und/oder diffamierender Medienaussagen zu einer Reihe von Themen, die für die Branche, Necsa selbst und/oder andere relevante Interessengruppen von Bedeutung sind; Unterzeichnung von Absichtserklärungen mit ausländischen Unternehmen gegen die ausdrücklichen Anweisungen des Aktionärs, zahlreiche Unregelmäßigkeiten und Bedenken, die der Generalauditor Südafrikas während des Auditprozesses 2017/18 vorgebracht hat, und die Unfähigkeit des Vorstands, die Rückkehr zur vollen Betriebsfähigkeit der NTP-Produktionsstätte sicherzustellen.

"Wir sind sehr zuversichtlich, dass diese neuen Vorstandsmitglieder die Art von Führungsstabilität und Einsicht mitbringen werden, die für die erfolgreiche Umsetzung des institutionellen Mandats des Necsa-Boards notwendig und unerlässlich ist, indem sie seine Glaubwürdigkeit und Integrität in Governance-Fragen wiederherstellen. Sie bringen eine Fülle von vielfältigem Fachwissen und Arbeitserfahrung mit, die entscheidend sein werden, um Necsa aus seiner derzeitigen Situation in eine robuste, funktionale und finanziell nachhaltige Institution zu verwandeln, die in der Lage ist, ihren gesetzlichen und institutionellen Verpflichtungen nachzukommen", so Radebe und der stellvertretende Minister Thembisile Majola.

Necsa ist ein staatliches Unternehmen, das für die Durchführung und Förderung von Forschung und Entwicklung in den Bereichen Kernenergie und Strahlungswissenschaften verantwortlich ist. Sie ist auch für die Verarbeitung von Ausgangsmaterial, einschließlich der Urananreicherung, und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen im In- und Ausland in nuklearen und verwandten Bereichen zuständig. Zu den Hauptaktivitäten gehören der Betrieb und die Nutzung des Forschungsreaktors Safari-1 in Pelindaba. Sie verwaltet und betreibt auch die Vaalputs National Radioactive Waste Disposal Facility im Nordkap im Auftrag des National Radioactive Waste Disposal Institute.

NTP produziert und vertreibt Molybdän-99 (Mo-99) und radioisotopbasierte diagnostische Bildgebungs- und Therapieprodukte wie Jod-131 und Lutetium-177. Zuvor war das Unternehmen einer der vier großen globalen Anbieter des kurzlebigen Mo-99, dem weltweit am häufigsten verwendeten medizinischen Isotop. Die Produktion von Radioisotopen wurde im Auftrag des südafrikanischen National Nuclear Regulator (NNR) ab November 2017 effektiv ausgesetzt, nachdem NTP die Entdeckung von Verfahrensabweichungen im Zusammenhang mit einer Reihe von Standardbetriebsprotokollen gemeldet hatte. Ende Februar 2018 wurde die reduzierte Produktion wieder aufgenommen, aber das Werk wurde im Mai nach zusätzlichen "sicherheitsrelevanten Vorfällen" wieder abgeschaltet. Die NNR erteilte NTP im November die Erlaubnis, die Produktion wieder aufzunehmen.

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Karte der nuklearen Welt:

Pelindaba, Nuklearforschungszentrum in Südafrika,
rechts im Bild die Atomreaktoren.

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