Aktuelles Der THTR-Rundbrief

Newsletter XXII

10. - ... Mai 2021

***


        2021
2020 2019 2018 2017 2016
2015 2014 2013 2012 2011

Aktuelles+ Hintergrundwissen

***

 

18.05.2021 - Grönlandeis: Kurz vor dem Kipppunkt?

Teile des Eisschilds zeigen Frühwarnzeichen für eine Destabilisierung

Warnende Vorzeichen: Ein Teil des Grönlandeises könnte sich einem Kipppunkt näheren – einer Schwelle, ab der ein komplettes Abtauen droht. Erste Anzeichen dafür sind unter anderem verstärkte Schwankungen in der Gletscherdynamik, die sich vor allem im zentral-westlichen Teil des Eischilds zeigen, wie Forscher berichten. Ähnliche Frühwarnzeichen traten auch bei vergangenen Kipppunkt-Überschreitungen beispielsweise in den Eiszeiten auf.

Grönland gehört zu den am stärksten von der Eisschmelze betroffenen Gebieten. Schon jetzt verläuft der Eisverlust dort nicht mehr linear, sondern exponentiell, wie Studien belegen. Durch veränderte Luftströmungen kommt es im Sommer zudem immer häufiger zu überproportional starker Erwärmung Grönlands und entsprechenden Rekordschmelzen. Schon jetzt überholt der Eisverlust in Grönland dadurch alle bisherigen Prognosen.

Das weckt die Frage, wie nah der Eisschild Grönlands an seinem Kipppunkt ist – der Schwelle, ab der ein komplettes Abtauen des Grönlandeises nicht mehr zu verhindern ist. Dann könnte der gesamte Eisschild über hunderte oder tausende von Jahren vollständig abschmelzen, was zu einem globalen Meeresspiegelanstieg von mehr als sieben Metern und einem Zusammenbruch der atlantischen meridionalen Umwälzzirkulation (AMOC) führen könnte ...

 

*

 

Kohleausstieg

18.05.2021 - Grüne beantragen Aktuelle Stunde zu Entschädigungszahlungen an Kohlekonzerne

Berlin - Die Grüne Bundestagsfraktion hat eine Aktuelle Stunde mit dem Titel „Steuergelder für die Kohlekonzerne“ beantragt. Die Grünen möchten wissen, wie die insgesamt von Wirtschaftsminister Altmaier vorgesehene Summe von Entschädigungszahlungen in einer Größenordnung von 4,35 Milliarden Euro (Mrd. Euro) kalkuliert wurde.

Das hätten sich seinerzeit schon viele Experten und Wissenschaftler nicht erklären können. „Auf Seiten der Koalition interessierte die Kalkulation offenbar niemanden genau. Dennoch wurde diese Summe im Kohleausstiegs-Gesetz von Union und SPD so festgeschrieben“, so Britta Haßelmann, erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen ...

 

*

 

Nach dem Bürgerentscheid

17.05.2021 - "Lieber ein Windrad 100 Meter neben meinem Haus"

Die Gegner des Windparks im Ebersberger Forst rüsten sich bereits für die nächste Runde gegen das Vorhaben. Die Planer äußern sich zu möglichen Standortänderungen - falls eine Regel kippt.

Sein Appell richtet sich nach München: 4 H statt 10 H, also die vierfache Windradhöhe als neue Mindestdistanz zur nächsten Siedlung. "Damit könnte ich mich total anfreunden", sagt er. Sommer nimmt aber auch die Städte und Gemeinde im Landkreis Ebersberg in die Pflicht, denen es per Ratsbeschluss möglich ist, die 10-H-Regel eigenmächtig auszusetzen - was jedoch so gut wie nie passiert. "Wenn BMW in Parsdorf auf die Wiese bauen will, ist ein Bebauungsplan schnell geändert", so Sommer. "Aber für die Windkraft passiert das nicht."

Falls 10 H gekippt wird? "Wir würden die fünf Standorte auf jeden Fall prüfen"

Auch wenn sie sich im Wahlkampf monatelang duellierten, in diesem Punkt sind sich dem Vernehmen nach alle relevanten Umweltschutzgruppen - beider Lager - einig: 10 H habe vieles von dem provoziert, was in den vergangenen Monaten zu Streitigkeiten unter Menschen in der Region führte, die einst für gleiche Werte einstanden.

Green City äußert sich am Montagnachmittag ebenfalls zu 10 H: Würde das Unternehmen die Windräder weiter im Ebersberger Forst platzieren, wenn Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die umstrittene Regel kippt? Oder könnte das die Bäume retten? "Wir würden die fünf Standorte auf jeden Fall prüfen", erklärt Projektleiterin Sabine Müller ...

 

*

 

17.05.2021 - Energiewende: Wo kommt künftig der Strom für Bayern her?

Wo kommt der Strom für Bayern her? Das ändert sich derzeit markant. Ein großer Umbruch in der Stromversorgung passiert – immer weniger der in Bayern verbrauchten Elektrizität kommt auch von hier. Ist das ein Problem?

Bayern war Jahrzehnte lang mehr oder weniger Selbstversorger in Sachen Strom. Aber dabei war vor allem die Atomkraft der Grundpfeiler der Erzeugung. Seit den 1980er Jahren kamen zwei Drittel des bayerischen Stroms aus Kernkraft. Aber Ende nächsten Jahres ist endgültig Schluss damit, dann sind auch die letzten Reaktoren Gundremmingen C und Isar 2 vom Netz ...

In Bayern wäre viel Platz für Windkraft und Photovoltaik

Trotzdem hat Bayern als flächenmäßig größtes deutsches Bundesland auch gute Möglichkeiten zum Ausbau der Energien, meint der Wissenschaftler. Und sollte diese auch nutzen, denn Bayern und Deutschland brauchen für das Erreichen der Klimaziele sehr viel klimaneutral erzeugten Strom.

Bayern könnte im nächsten Jahrzehnt seine Photovoltaikkapazität verdreifachen und die Windkraft verdoppeln, hat das Ökoinstitut errechnet. Damit bleibt dieses Ausbauszenario stark hinter den Ausbauzahlen zurück, die eine Studie im Auftrag des Bund Naturschutz errechnet hat ...

 

*

 

16.05.2021 - "Mehr Hirn statt Bagger"

Ausbau der E-Mobilität geht nur durch mehr Kraftwerks-Kapazitäten und robustere Netze? Nein, es gibt klügere Wege. Interview mit Gerd Heilscher, Professor für Energiedatenmanagement

"Der notwendige Ausbau der E-Mobilität braucht mehr Kraftwerkskapazitäten und robustere Netze", war Ende April auf Telepolis zu lesen: Wie wir in Deutschland 50 Millionen Elektroautos aufladen können. Dazu gibt es aber auch andere Positionen und Entwicklungen, die sich derzeit in mehreren Projekten abzeichnen.

Die Sachlage könnte man bildlich so zuspitzen: Wollte man die Kraftwerks- und Netzinfrastruktur am maximalen Strombedarf fürs Laden von E-Mobilen ausrichten, wäre das vergleichbar mit einem Ausbau der Bundesautobahnen, der sich am Urlaubsreiseverkehr orientiert und diesen gleichzeitig und ohne Stau ermöglichen will. Dieses Stauproblem wurde in Deutschland aber nicht zuletzt mithilfe eines je nach Bundesland unterschiedlichen Ferienbeginns entschärft ...

 

 

*

 

16.05.2021 - Ausbau AKW Dukovany, eine Geschichte mit unschätzbaren Kosten - …und Österreich zahlt mit!

Die ursprünglich angesetzten Baukosten für den Bau des fünften Blockes sind bereits auf 200 Milliarden Kronen korrigiert worden– und diese werden weiter steigen.

Die Problematik der Endlagerung ist dabei noch gar nicht mitberücksichtigt. Die österreichische Bundesregierung muss die tschechische Regierung vom Ausbau der Erneuerbaren Energieträger überzeugen und verhindern, dass österreichische Steuermittel über EU Förderungen in den Ausbau der Atomenergie fließen, fordert das Anti Atom Komitee ...

„Das Anti Atom Komitee fordert die österreichische Bundesregierung mit Umweltministerin Eleonore Gewessler auf, den Ausbau Dukovany unbedingt zu stoppen. Statt Unsummen in den Ausbau von Dukovany zu pumpen, die enormen Kosten für ein geplantes Endlager gar nicht mit eingerechnet, könnten die Milliarden von Kronen in erneuerbare Energieträger fliesen. Tschechien könnte damit auch die EU-Anforderungen für das Jahr 2030, die Kohleabhängigkeit zu stoppen und den erneuerbaren Stromanteil entsprechend zu erhöhen, problemlos erfüllen, ohne zusätzliches Gefahrenpotential. Da auch österreichische Steuergelder über Fördergelder der EU nach Tschechien fließen, ist nicht auszuschließen, dass Österreich den Ausbau von Dukovany mitfinanziert und das ist völlig inakzeptabel“, so Manfred Doppler und Sandra Wagner.

 

*

 

15.05.2021 - Teure Formel

Die Regierung will die deutschen Braunkohleunternehmen für den Kohleausstieg mit 4,35 Milliarden Euro entschädigen. Doch die Bundesregierung verschwieg bislang, wie die Summe zustande kam. Interne Unterlagen legen nahe, wie das Wirtschaftsministerium die Milliarden hochrechnete.

Den Kohleausstieg bis 2038 lässt sich Deutschland einiges kosten. Die Entschädigungen für die deutsche Braunkohle sollen das Ende dieser klimaschädlichen Energiegewinnung einläuten. Bereits im Januar 2020 verkündete Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) daher, die Bundesregierung werde der ostdeutschen Leag 1,75 Milliarden Euro und dem Energiekonzern RWE im Rheinland 2,6 Milliarden Euro für das vorzeitige Abschalten ihrer Kohlemeiler zahlen. Das Geld sollte für die „endgültige und sozialverträgliche Stilllegung von Braunkohleanlagen“ genutzt werden, so steht es im Kohleausstiegs-Gesetz.

Doch wie die Bundesregierung die einzelnen Summen kalkulierte, blieb geheim. Auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen antwortete die Bundesregierung, es handele sich um eine „formelbasierte Entschädigungslogik“. Energieexperten und Wissenschaftlerinnen hatten monatelang gerätselt, die Summen erschienen willkürlich und viel zu hoch ...

 

*

 

15.05.2021 - Slowakei: AKW ohne Sicherheitsbehälter bekommt Betriebserlaubnis

Mochovce: Österreich kündigt Einspruch gegen Uraltmeiler sowjetischer Bauart an, der nicht dem Stand der Technik entspricht. Der Bau war von etlichen Skandalen begleitet

In Österreich ist man entsetzt darüber, dass der dritte Reaktorblock im slowakischen Atomkraftwerk Mochovce nun von der Atomaufsicht eine Betriebsgenehmigung erhalten hat. Das Projekt war noch 1978 in der Tschechoslowakei auf den Weg gebracht worden.

Das Land gibt es nicht mehr, aber der Nachfolger Slowakei will in Mochovce nun einen weiteren Atommeiler sowjetischer Bauart in Betrieb nehmen, der nur gut 100 Kilometer von Wien entfernt steht. Eigentlich müsste Brüssel gegen die Genehmigung vorgehen, meinen Politiker in Österreich, da die EU-Kommission schon 2008 festgestellt hat, dass der Bau nicht dem Stand der Technik entspricht, wie deren Stellungnahme deutlich macht.

"Obgleich das Projekt mit den geltenden nationalen Vorschriften der Slowakischen Republik sowie internationalen Empfehlungen konform ist, hat die Kommission bei ihrer Bewertung auf die besten verfügbaren Methoden gestützt und eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen empfohlen. Der Grund hierfür ist, dass die vom Investor vorgeschlagenen Reaktoren vom Typ WWER 440/V213 keine Volldruck-Containment-Struktur besitzen, wie sie bei der neuesten Auslegung von Kernkraftwerken, die in Europa geplant oder im Bau sind, verwendet wird" ...

 

*

 

Ukraine

15.05.2021 - Tschernobyl: Signale aus dem Atomreaktor schüren Sorge bei Experten

Die Zahl der Kernspaltungen im Atomreaktor von Tschernobyl steigt. Fachleute warnen vor neuen Unfällen.

Ukraine - Auch 35 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl beschäftigen die Überreste des Atomkraftwerks die Fachleute. Die Eindämmungsmaßnahmen rund um den Nuklearrektor haben nun wohl einen negativen Effekt auf die Unterdrückung der Strahlung und verkomplizieren den Abbau des Atomkraftwerks.

Wie das US-Magazin „sciencemag“ zuerst vermeldete, wurde in den vergangenen Jahren ein deutlicher Anstieg der Signale aus dem Reaktor festgestellt. Vor allem im Reaktorblock 4 soll es wieder vermehrt zu Kernspaltungen gekommen sein. Der Chemiker Neil Hyatt warnte deshalb bereits davor, dass „die Spaltreaktionen exponentiell beschleunigt“ werden könnten. Tatsächlich ergibt sich aus den Daten der Eindruck, dass sich die Neutronenanzahl in dem besagten Bereich in den letzten vier Jahren fast verdoppelt habe ...

 

*

 

Ausgeförderte PV-Anlagen

14.05.2021 - Mit 20 Jahren ist lang noch nicht Schluss

Photovoltaikanlagen aus den Anfangsjahren erreichen ihr Förderende, erzeugen aber vielerorts weiter Strom. Die Solarpioniere der ersten Stunde stehen nun vor der Wahl zwischen Volleinspeisung mit geringer Vergütung oder Umrüstung zum Eigenverbrauch.

Für Erneuerbare Energien-Anlagen bis 100 Kilowatt Leistung sieht das EEG 2021 eine Übergangsfrist bis Ende 2027 vor. Bis dahin dürfen diese Anlagen ihren Strom weiter einspeisen. Aufgrund der Leistungsgrenze greift diese Regel vor allem für kleine PV-Anlagen auf privaten Hausdächern.

Die Vergütung für den Strom aus diesen Anlagen errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenstrompreis des jeweiligen Jahres, von dem eine Vermarktungspauschale abgezogen wird. Ungefähr 3 Cent pro Kilowattstunde erhalten die Betreiber derzeit, wenn sie den Strom aus ihren Anlagen vollständig ins Netz einspeisen. Wer angesichts der aktuellen Energiepreise den Strom selbst nutzen will, muss einige Hürden überwinden. Denn für den Eigenverbrauch muss die Anlage die heute geltenden technischen Anforderungen erfüllen. Das bedeutet vor allem Umbauten im Zählerschrank ...

 

*

 

13. Mai 2021 - Polen plant nächste Stufe der HTR-Entwicklung

Das polnische Ministerium für Bildung und Wissenschaft und das Nationale Zentrum für Nuklearforschung (NCBJ) haben eine Vereinbarung für die nächste Runde der Konstruktionsarbeiten für gasgekühlte Hochtemperaturreaktoren (HTGR) unterzeichnet. Die Vereinbarung wurde gestern in Otwock-Spruce bei einer Zeremonie in Anwesenheit des Ministers für Klima und Umwelt Michał Kurtyka, des Ministers für Bildung und Wissenschaft Przemysław Czarnek und des Direktors des Nationalen Zentrums für Kernforschung Krzysztof Kurek unterzeichnet. 

Dies folgt einer Vereinbarung, die NCBJ Anfang 2019 mit dem Energieministerium unterzeichnet hat, um die Entwicklung von Hochtemperaturreaktoren (HTR) in Polen zu unterstützen. Sie ist Teil des Gospostrateg-Programms des Landes, das 2017 ins Leben gerufen wurde und aus dem das HTGR-Projekt mit 18 Mio. PLN (4,8 Mio. USD) gefördert wird.

Czarnek wies darauf hin, dass das NCBJ den MARIA-Forschungsreaktor seit mehr als 45 Jahren betreibt, und sagte: "Ich freue mich, dass polnische Wissenschaftler wieder einmal ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können. Wir möchten, dass sie eine neue Qualität schaffen - die Konstruktion eines Gerätes, das für unsere Wirtschaft notwendig ist und die Entwicklung der Wissenschaft anregt. Heute geben wir ihnen die Mittel, die sie dafür brauchen." ...

Übersetzt mit https://www.deepl.com/translator 

 

*

 

13.05.2021 - AKW Mochovce 3 - Betriebserlaubnis ist unverantwortlich

Sicherheitsprobleme und Skandale ungelöst – GLOBAL 2000 legt Rechtsmittel ein

Heute erteilte die slowakische Atomaufsicht UJD eine Betriebserlaubnis für den seit 1985 im Bau befindlichen Atomreaktor Mochovce 3, trotz der zahlreichen ungelösten Probleme und Skandale rund um das Bauprojekt. Sobald diese Erlaubnis wirksam wird, kann die Betreibergesellschaft Kernbrennstoff in die Anlage einführen und den Reaktor in Betrieb nehmen.

Nach einer ersten Analyse der Unterlagen durch ExpertInnen der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 ist dieses Vorgehen der Atomaufsicht UJD in keinster Weise nachvollziehbar und absolut unverantwortlich: „In den letzten Jahren haben wir zusammen mit ehemaligen und aktiven Ingenieuren der Chaos-Baustelle Mochovce eine Vielzahl von technischen Problemen sowie Missmanagement aufgedeckt“, sagt Reinhard Uhrig, Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. „Aufgrund der grassierenden Korruption ist kein Bauteil und noch nicht einmal ein als Zertifikat ausgegebenes Stück Papier zuverlässig. Die slowakische Atomaufsicht versagt seit vielen Jahren – der slowakische Staat muss im Sinne ganz Europas die Kontrolle über die Baustelle übernehmen.“ ...

 

*

 

Sektorenkopplung

13.05.2021 - Ohne Speicher keine Energiewende

Zur Überwindung des fossilen Zeitalters braucht es Speicher. Noch leben wir aber in einem System, das vor allem aus großen Erzeugern und fossilen Kraftwerken besteht. Dabei braucht es die Sektorenkopplung und dezentrale Lösungen.

Windkraft und Solarenergie sind die Treiber der Energiewende. Noch könnten die beiden Erzeugungsarten allein jedoch keinen gesicherten Energiebedarf bereitstellen. Die bisherige Grundlast von Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken liefert zwar zu jedem Zeitpunkt gleichmäßig Energie, konterkariert jedoch Klima- und Umweltschutz. Schon heute produzieren Wind- und Solarenergie in manchen Regionen Deutschlands mehr Energie, als ins Netz eingespeist werden kann. Dann müssen sie abgeregelt, also ausgeschaltet werden.

2019 gingen durch die Abregelung Erneuerbarer Energien 6,5 Milliarden Kilowattstunden Strom verloren. Dabei kann diese Energie mit den richtigen Technologien gespeichert und bei Bedarf – wenn keine Sonne scheint und kein Wind pfeift – wieder ins Netz eingespeist werden. Damit wären Grundlastkraftwerke aus fossilen Brennstoffen endgültig überflüssig. Es gibt inzwischen eine Vielzahl an unterschiedlichen Speichertechnologien. Speicher mit sehr schnellen Be- und Entladezeiten stabilisieren das Stromnetz. Andere können größere Energiemengen über Tage oder sogar Wochen einlagern ...

 

*

 

Neue Bündnisinitiative von Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland, Réseau Sortir du nucléaire (Frankreich), Ecodefense (Russland)

12.05.2021 - Brennelementeproduktion beenden – Atomausstieg voranbringen!

Keine Brennelementekooperation Framatome/Rosatom in Lingen

Im Februar 2021 kündigte der französische Atomkonzern Framatome an, im emsländischen Lingen zusammen mit dem russischen Atomkonzern Rosatom ein Joint Venture zur Brennelementeproduktion gründen zu wollen. In Lingen ist die einzige Brennelementefabrik in Deutschland in Betrieb. Sie beliefert unter anderem Hochrisikoreaktoren in Belgien, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien, Spanien, Schweden und Finnland.

Framatome ist eine Tochter des staatlichen französischen Atomkonzerns EdF und ist somit ein verlängerter Arm der französischen Regierung. Rosatom ist ebenfalls staatlich und untersteht damit der Kontrolle des Kreml – in Lingen soll die Tochterfirma TVEL aktiv werden.

Bereits im März 2021 stimmte das deutsche Bundeskartellamt dem Joint Venture zu – eine politische Bewertung durch die Bundesregierung in Berlin fand zu diesem Zeitpunkt nicht statt. Gegenüber nachfragenden Bundestagsabgeordneten wurden die relevanten Informationen zur Verschlusssache erklärt. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete jedoch im April, dass die Rosatom-Tochter 25% an dem Joint Venture in Lingen erhalten soll.

Wir fordern von der französischen und der russischen Regierung den sofortigen Verzicht auf diese atompolitische Kooperation in Deutschland. Wir erwarten von Präsident Macron und Präsident Putin, dass sie den Atomausstieg in Deutschland respektieren und nicht unterlaufen. Das bedeutet konkret, dass die Brennelementefabrik in Lingen komplett geschlossen wird und nicht durch ein neues Joint Venture künstlich weiter in Betrieb bleibt ...

 

*

 

12.05.2021 - USA genehmigen ersten großen Offshore-Windpark

Ein neuer Windpark im Nordosten der USA soll mit bis zu 84 Turbinen 800 Megawatt produzieren. Fischer protestieren trotz größerer Abstände zwischen den Rädern.

Das US-Innenministerium hat den ersten großen Offshore-Windpark der neuen Biden-Regierung genehmigt. Das Projekt abseits der Küste des Bundesstaates Massachusetts im Nordosten der USA soll nach Fertigstellung 400.000 Haushalte und Unternehmen mit Strom versorgen können. Der Betreiber hat auf besorgte Fischer mit größeren Abständen zwischen den Windrädern reagiert. Dennoch bleiben die Fischer besorgt um das Leben im Meer und ihren Lebensunterhalt.

Das Vineyard Wind Energy Project soll nach Angaben des US-Innenministeriums 800 Megawatt Strom produzieren. Das ist ein Vielfaches aller bisher vor US-Küsten installierten Windräder zusammen. Die bis zu 84 genehmigten Windkrafträder befinden sich zwölf Seemeilen entfernt von zwei als Ausflugszielen bekannten Inseln, Martha's Vineyard und Nantucket. Der Windpark soll 3600 neue Jobs schaffen und CO2-Emissionen um mehr als 1,6 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren ...

 

*

 

11.05.2021 - Windkraft: Künftig vertikal statt horizontal?

Rotoren mit senkrechter Drehachse könnten die Effizienz von Windparks erhöhen

Leiser, effizienter und dichter staffelbar: Windanlagen mit vertikal rotierenden Rotoren könnten zum Windkrafttrend der Zukunft werden. Denn diese um ihre eigene Achse drehenden Windräder bieten einige Vorteile gegenüber den klassischen Horizontalrotoren, wie nun eine Studie bestätigt. Demnach ist der Wirkungsgrad der einzelnen Vertikal-Windräder zwar etwas niedriger, dafür sorgen Synergieeffekte für eine höhere Leistung im Windpark.

Theoretisch könnte die Kraft des Windes den Energiebedarf der Menschheit um ein Mehrfaches decken – allein in Europa gäbe es Kapazität für 52 Terawatt nur an Onshore-Windanlagen. In der Praxis hakt es momentan jedoch mit dem Ausbau dieser erneuerbaren Energiequelle. Windparks gelten als zu laut, zu hässlich und als Todesfallen für Vögel und Fledermäuse. Hinzu kommt, dass sich die Turbinen in großen Windparks gegenseitig ausbremsen. Das begrenzt die Kapazität beispielsweise in der Nordsee erheblich.

Strittig war jedoch bislang, wie effizient Vertikal-Windräder in größeren Windparks wären. „Als größter Nachteil galt bislang, dass die einzelnen Vertikalrotoren nur einen Wirkungsgrad von 35 bis 40 Prozent erreichen, einzelnstehende horizontale Rotoren dagegen fast 50 Prozent „, erklären Joachim Hansen von der Oxford Brookes University in England und seine Kollegen. Sobald die Horizontalrotoren allerdings enger zusammenstehen, kann der Bremseffekt ihre Leistung um 20 bis 50 Prozent verringern ...

 

*

 

10.05.2021 - »Atomkraft und Mensch können nicht koexistieren«

Zum Stand der Anti-Atom-Bewegung in Japan: Der Reaktorunfall von Fukushima vor zehn Jahren war Ausgangspunkt neuer Massenproteste in Japan. Inzwischen haben sich die Proteste eher in die Gerichte verlagert. Zahlreiche Klagen wurden eingereicht, viele Urteile stehen noch aus.

»Atomkraft ist sicher«: Ein Déjà-vu für viele Aktivist*innen im ganzen Land. Auch jenen überwiegend älteren Atomkraftgegner*innen, die bereits im September 2011 vor dem für Atomkraft zuständigen Wirtschaftsministerium ihre Zelte auf dem Bürgersteig aufgeschlagen und dann einfach nicht mehr abgebaut haben, klang diese Rhetorik vertraut. Manche protestierten schon vor über einem halben Jahrhundert – 1954 nach dem »Bikini-Zwischenfall« gegen die Wasserstoffbombe, dann gegen die Sicherheitsverträge mit den USA und gegen deren nukleare Implikationen. Bis zur Räumung des Platzes 2016 diente das »Atomausstiegs-Zelt« als Anlaufpunkt für Atomkraftgegner*innen im ganzen Land. Betroffene Mütter aus Fukushima klagten hier ihr Leid, buddhistische Mönche führten Hungerstreiks durch und regelmäßig wurden von hier aus über einen Internet-Sender Informationen weiterverbreitet. Noch heute beziehen dort an jedem Tag einige, überwiegend ältere, Frauen und Männer auf mitgebrachten Klappstühlen unverdrossen ihre Posten.

Die Aktionen in der Hauptstadt strahlten aus ins ganze Land. Wöchentliche Freitagsproteste haben in vielen Städten Schule gemacht, vor Bahnhöfen oder anderen strategisch günstigen Orten finden sie noch heute regelmäßig statt. Die Zahl der Veranstaltungen geht weiter jedes Jahr in die Tausende, auch wenn die großen Massen wie im Sommer 2012 heute nicht mehr mobilisiert werden. Dass aber der Widerstand gegen die Atomkraft, wie bisweilen in westlichen Medien berichtet wird, längst wieder gebrochen worden sei, ist nicht wahr ...

 

*

 

Türkiser Wasserstoff

10.05.2021 - BASFs fragwürdige Wasserstoff-Produktionsmethode

Die Methanpyrolyse wird als klimaneutrale Methode zur Gewinnung von Wasserstoff aus Erdgas beworben, doch emissionsfrei ist das Verfahren nicht.

Konzerne wie BASF werben damit, dass sich künftig auch Wasserstoff aus Erdgas herstellen lässt und mit neuen Verfahren klimaneutral wird. Eine solche Option ist die Methanpyrolyse, auch türkiser Wasserstoff genannt. Doch diese Methode ist nur lokal emissionsfrei. Emissionen bei der Erdgasförderung bleiben bestehen und neben Wasserstoff entsteht auch Kohlenstoff. Eine seriöse Klimabilanz müsste beides berücksichtigen ...

... Letztendlich bleibt eine Wasserstoff-Produktionsmethode, die das Versprechen der Klimaneutralität nicht erfüllen kann und die als Übergangslösung nicht schnell genug zur Verfügung steht. Ein Interesse am türkisen Wasserstoff haben vor allem diejenigen, die die fossile Wasserstofferzeugung möglichst lange fortsetzen wollen, da sie selbst im Erdgasgeschäft tätig sind.

Am Ende führt an einer Erkenntnis kein Weg vorbei: Wenn bei einem Verfahren fossile Rohstoffe am Anfang stehen, dann wird zusätzlicher Kohlenstoff in Umlauf gebracht. Wenn dieser nicht dauerhaft gebunden wird, entstehen zusätzliche Emissionen.

 

*

 

Atomwaffen

10.05.2021 - Strahlende Zukunft

Für viele Milliarden Dollar rüsten die Atomstaaten ihr nukleares Arsenal auf. Waffenkonzerne bereiten sich auf lukrative Geschäfte vor. 

Allein in diesem Jahr werden die USA offiziellen Angaben zufolge bis zu 15,6 Milliarden Dollar für die Erneuerung nuklearer Waffen aufwenden, ein Viertel mehr als 2020. Rechnet man noch die Kosten für die Wartung übriger Atomwaffensysteme, für Forschung und Entwicklung sowie für Personal hinzu, betragen die Ausgaben für Kernwaffen in diesem Jahr sogar 61,3 Milliarden Dollar, schätzt die Anti-Atomwaffen-Kampagne Global Zero. Genaue Angaben sind schwierig, da die Ausgaben in verschiedenen staatlichen Etats verborgen sind.

Ein Atomkrieg sei eine reale Bedrohung, findet ein US-Admiral

Andere Länder ziehen mit. Großbritannien werde 5,5 Milliarden Dollar in sein Nuklearprogramm investieren, eine Milliarde mehr als 2020, schätzt Global Zero. Der britische Premierminister Boris Johnson kündigte im März 2021 an, die Zahl der Atomsprengköpfe von 215 auf bis zu 260 erhöhen zu wollen. Frankreich gibt ebenfalls große Summen für die Modernisierung seiner U-Boot-Flotte und seiner Atomstreitmacht aus.

Chinas Kernwaffenprogramme gehören zwar zu den streng gehüteten Staatsgeheimnissen, wenig dringt über Ausbau und Modernisierung nach außen. Aber die Regierung in Peking hat in den vergangenen Jahren die Flotte der Atom-U-Boote vergrößert, die Raketen mit Nuklearsprengköpfen abfeuern können – und beschafft zudem neue Interkontinentalraketen. Laut Global Zero dürften die chinesischen Ausgaben um 800 Millionen auf 7,6 Milliarden Dollar in diesem Jahr steigen. Russland bringe 14,8 Milliarden Dollar für die nukleare Abschreckung auf ...

 

*

 

Woher kommt der grüne Wasserstoff

10.05.2021 - Küste oder Wüste?

Grüner, regenerativ erzeugter Wasserstoff – das ist die Vision, in die Milliarden investiert werden sollen. Aber wie? Produktion in Deutschland, zum Beispiel mit großen Windparks an der Küste? Oder Import, etwa aus sonnenreichen Regionen wie der Sahara? Gebraucht werden jedenfalls riesige Mengen.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier: „Wasserstoff ist ein Energieträger der Zukunft! Ohne CO2-Emissionen, ohne Ausbeutung von Rohstoffen, mit enormen Potenzialen für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Klimaschutz.“

Satte neun Milliarden Euro will der Bund lockermachen. Unter anderem sollen damit Anlagen gebaut werden, die grünen, klimaneutralen Wasserstoff endlich in großem Maßstab erzeugen. Und die ihn weiterverarbeiten zu Methan, zu Ammoniak oder zu synthetischen Kraftstoffen für Flugzeuge, Schiffe oder Lkw. Also ein echtes Signal für die Energiewende. Und offenbar auch für die Großkonzerne. Die waren ja lange eher skeptisch. Zum Beispiel die Stahlsparte von ThyssenKrupp in Duisburg, heute zählt sie zu den größten CO2-Schleudern der Republik.

Rein rechnerisch bräuchte es 3800 neue Windräder, um den Wasserstoff für die Anlagen in Duisburg herzustellen. Der Strom von 3800 Windrädern allein für das Stahlwerk in Duisburg ...

 

**

 

Weiter zu: Zeitungsartikel 2021

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Aktuelles+ Hintergrundwissen

***

 

Aktuelles+

 

**

 

Nicht der Preisverfall beim Uran, Corona ist schuld. Deshalb muss Cameco in Kanada nun auch das Uran von Cameco in Kasachstan kaufen ...

10. Mai 2021 - Cameco erhöht Uraneinkäufe, um Verträge zu erfüllen

Artikel aus https://www.world-nuclear-news.org

Die Produktion in der Uranmine Cigar Lake im Norden von Saskatchewan, Kanada, wurde Ende April nach dem zweiten COVID-19-bedingten Stillstand wieder aufgenommen, sagte Cameco am 7. Mai bei der Bekanntgabe seiner Ergebnisse für das erste Quartal 2021. Das Unternehmen sagte, dass seine Lieferungen an Kunden im Jahr 2020 nicht durch die Pandemie beeinträchtigt wurden und es erwartet keine wesentlichen Auswirkungen auf seine Lieferungen im Jahr 2021. Allerdings erwartet es nun, dass es mehr Uran kaufen muss, um seine Lieferverträge zu erfüllen.

Cigar Lake wurde letzten Monat wieder angefahren, nachdem es aufgrund der zunehmenden Risiken durch die COVID-19-Pandemie im Dezember 2020 stillgelegt wurde. Diese Aussetzung folgte auf eine frühere fünfmonatige Aussetzung ab März 2020. Cameco sagte, dass die jüngste temporäre Produktionsunterbrechung während des ersten Quartals zu zusätzlichen Pflege- und Wartungskosten in Höhe von 33 Mio. CAD (27 Mio. USD) führte.

Die Cigar Lake Operation ist im Besitz von Cameco (50,025%), Orano Canada Inc (37,1%), Idemitsu Canada Resources Limited (7,875%) und TEPCO Resources Inc (5,0%) und wird von Cameco betrieben.

"In Anbetracht der anhaltenden Risiken für die Produktion aufgrund der COVID-19-Pandemie sind wir nicht in der Lage, einen zusätzlichen Ausblick für 2021 zu geben, solange wir nicht verstehen, mit welcher Geschwindigkeit wir die Mine nachhaltig betreiben können.

"Die COVID-19-Pandemie hat die weltweite Uranproduktion unterbrochen und damit die Lieferkürzungen, die in der Branche schon seit vielen Jahren bestehen, noch verstärkt. Die Dauer und das Ausmaß dieser Unterbrechungen sowie das Risiko weiterer Unterbrechungen sind noch nicht vollständig bekannt.

"In diesem Umfeld glauben wir, dass das Risiko für die Uranversorgung größer ist als das Risiko für die Urannachfrage und erwarten, dass dies einen erneuten Fokus auf die Sicherstellung der Verfügbarkeit von langfristigen Lieferungen für die Versorgung von Kernreaktoren schaffen wird. Im Laufe der Zeit erwarten wir, dass dieser erneute Fokus auf die Versorgungssicherheit die Marktsignale liefern wird, die die Produzenten benötigen, und dazu beitragen wird, etwaige kurzfristige Kosten auszugleichen, die uns durch die aktuellen Störungen in unserem Geschäft entstehen könnten."

Cameco hat seinen Ausblick für Käufe im Jahr 2021 erhöht, um seine Lieferverpflichtungen zu erfüllen und einen Arbeitsvorrat zu erhalten. Es erwartet nun, zwischen 11-13 Millionen Pfund Uransegment im Jahr 2021 zu kaufen, gegenüber der vorherigen Schätzung von 8-10 Millionen Pfund.

"Bis wir verstehen, in welchem Tempo wir die Cigar Lake-Mine nachhaltig betreiben können, und angesichts der anhaltenden Ungewissheit in Bezug auf die Produktion aufgrund der COVID-19-Pandemie, können wir zusätzliche Käufe tätigen", sagte es. "Bis Ende März haben wir 1,5 Millionen Pfund Uran gekauft und 5,0 Millionen Pfund unter Vertrag geliefert. Im April haben wir zusätzliche 9 Millionen Pfund U3O8 in langfristigen Verkaufsverträgen, die in Verhandlung waren, abgeschlossen und ausgeführt."

Cameco meldete für das erste Quartal 2021 einen Nettoverlust von 5 Millionen CAD bei einem Umsatz von 290 Millionen CAD, verglichen mit einem Nettoverlust von 19 Millionen CAD bei einem Umsatz von 346 Millionen CAD im ersten Quartal 2020. Das Unternehmen verkaufte 5 Millionen Pfund Uran, verglichen mit 6 Millionen Pfund im ersten Quartal 2020.

"Unsere Ergebnisse für das erste Quartal sind wie erwartet ausgefallen", sagte Cameco-Präsident und CEO Tim Gitzel. "Mit der fortgesetzten Umsetzung unserer Strategie und den ungeplanten Unterbrechungen aufgrund der COVID-19-Pandemie sind wir nicht auf dem regulären Niveau unseres Geschäfts." Cameco sieht eine wachsende Nachfrage sowohl für traditionelle als auch für nicht-traditionelle Anwendungen der Kernenergie, da der zunehmende Fokus auf Elektrifizierung bei gleichzeitigem Ausstieg aus kohlenstoffintensiven Energiequellen weiter anhält, sagte er.

Übersetzt mit https://www.deepl.com/translator 

 

**

 

Weiter zu: Zeitungsartikel 2021

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Aktuelles+ Hintergrundwissen

***

 

Hintergrundwissen

 

**

 

reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Uran-Aktien streben gen Himmel, wenn man den Händlern glauben möchte ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

*

 

Die IAEA listet weltweit etwa 4600 Uranvorkommen. 1200 Uranminen gelten als "ruhend" und weniger als 150 Uranminen sind in Betrieb. Der Uranpreis ist seit 2011 nicht mehr ausreichend hoch, um Minen rentabel zu betreiben. Der Uranpreis lag im Jan. 2011 bei etwa 60 $ und im Jan. 2021 bei 30 $ pro Pfund.

 

Die Suche in der reaktorpleite.de mit dem Suchwort 

     
  Uranabbau  
     

 

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

Atomindustrie bedeuet; Kosten ohne Ende ...

29.11.2018 - Saskatchewan klagt wegen der Sanierungskosten der Uranmine Gunnar.

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Die kanadische Provinz Saskatchewan hat eine Klage eingereicht, in der die kanadische Regierung aufgefordert wird, sich zu gleichen Teilen an den Kosten für die Sanierung des Geländes der ehemaligen Uranmine Gunnar zu beteiligen.

Die Klageschrift wurde am 27. November eingereicht und folgte "zahlreichen, erfolglosen Versuchen" der Provinzregierung, gemeinsam mit der Bundesregierung an der Sanierung der verlassenen Minenanlage am Ufer des Athabasca-Sees zu arbeiten, sagte die Regierung von Saskatchewan.

Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, die Kosten für die Stilllegung von Gunnar, die von 1955 bis 1964 betrieben wurde, im Rahmen eines Memorandum of Agreement von 2006 zu übernehmen, hat aber bisher "nur" 1,13 Mio. CAD (977.000 USD) bereitgestellt, sagte die Regierung von Saskatchewan. Die Provinzregierung hat bisher mehr als 125 Millionen CAD für die Sanierung des Standorts Gunnar und der damit verbundenen Satellitenstandorte ausgegeben. Die geschätzten Gesamtkosten für das Sanierungsprojekt belaufen sich auf 280 Mio. CAD ...

 

*

USA - Vereinigte Staaten

07.04.2014 - Uran-Abbau verseuchte ihr Gebiet: Indianer bekommen eine Milliarde Dollar

Renzo Ruf in www.aargauerzeitung.ch

Der Energiekonzern Anadarko muss Entschädigung für Umweltschäden zahlen, die beim Uranabbau im Monument Valley entstanden. Der Stammespräsident der Navajo-Indianer sagt aber, das Geld «reiche bei weitem nicht aus».

Die Szenerie ist schlicht atemberaubend: Das Monument Valley, an der Grenze der Bundesstaaten Arizona und Utah gelegen, verzaubert mit seinen rötlich schimmernden Sandstein-Formationen seit Jahrzehnten Touristen aus nah und fern. 378 000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr den Park mit den ikonischen Tafelbergen, der sich im Besitz des Indianerstamms Navajo Nation befindet und Erinnerungen an die klassischen Western mit John Wayne weckt, die hier gedreht wurden.

Die wenigsten Touristen sind sich aber bewusst, dass das Monument Valley auch für eines der traurigsten Kapitel in der Geschichte der Navajos steht: 1942 begann in unmittelbarer Nähe des noch heute bestehenden Handelspostens Goulding's der kommerzielle Abbau von Uranmineralen. «Yellow Dirt», gelber Dreck, nannten die amerikanischen Ureinwohner das radioaktive Metall, das in ihrem weitläufigen Reservat (fast 70 000 Quadratkilometer) reichhaltig vorhanden ist ...

 

**

 

Wikipedia

 

Belastungen durch den Uranbergbau

Belastungen durch den Uranbergbau
Schon beim Abbau von Uranerz lauern tödliche Gefahren, radioaktives Radongas wird freigesetzt und der Abraum enthält noch bis zu 85 Prozent der ursprünglichen Radioaktivität.
Der Wind verweht die strahlenden Partikel von den Abraumhalden in alle Himmelsrichtungen.
Das Regenwasser sickert durch die Halden und kontaminiert dabei immer mehr Erdreich und Grundwasser ...

 

**

 

AtomkraftwerkePlag

 

Uranabbau in Deutschland

Umweltzerstörung und Sanierung

Im Großen und Ganzen hat die Energiewende seit 2011 einen erfolgreichen Verlauf genommen, nicht wegen, sondern trotz der Energiepolitik unter Angela Merkel. Von der Politik halbherzig begonnen, schlecht geplant, immer wieder verzögert und ausgebremst, hat sie sich zu einem weitgehend eigenständigen Prozess entwickelt.

Als die schwarz-gelbe Regierung nach Fukushima ihre Laufzeitverlängerung rückgängig machte, beschränkte sie sich darauf, alte Reaktoren abzuschalten und einen 11 Jahre langen Zeitplan für den Atomausstieg zu initiieren, der zwar die Zumutungen für die deutschen Atomkonzerne niedrig hält, zugleich aber die deutsche Bevölkerung eine weitere Dekade lang den Gefahren der Atomenergie aussetzt. Der Atomausstieg wurde nicht ins Grundgesetz aufgenommen, die Atomfabriken in Gronau und Lingen, Atomforschung und Forschungsreaktoren wurden vom Atomausstieg ausgenommen, der Euratom-Vertrag ist bis heute nicht gekündigt worden.

Rahmenbedingungen für die Energiewende wurden kaum gesetzt. Dennoch ist die Nutzung der erneuerbaren Energien schneller vorangeschritten als vermutet, einfach weil die Zeit reif dafür war ...

 

**

 

Weiter zu: Zeitungsartikel 2021

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Aktuelles+ Hintergrundwissen

***

Spendenaufruf

- Der THTR-Rundbrief wird von der 'BI Umweltschutz Hamm' herausgegeben und finanziert sich aus Spenden.

- Der THTR-Rundbrief ist inzwischen zu einem vielbeachteten Informationsmedium geworden. Durch den Ausbau des Internetauftrittes und durch den Druck zusätzlicher Infoblätter entstehen jedoch laufend Kosten.

- Der THTR-Rundbrief recherchiert und berichtet ausführlich. Damit wir das tun können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns über jede Spende!

Spendenkonto:

BI Umweltschutz Hamm
Verwendungszweck: THTR Rundbrief
IBAN: DE31 4105 0095 0000 0394 79
BIC: WELADED1HAM

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang


***

 

GTranslate

deafarbebgzh-CNenfifrelhiitjaltmsplptruessvthtr
rb141.jpg