Newsletter XVIII 2026

3. bis 9. Mai

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

Radioaktivität kumuliert; das bedeutet, radioaktive Partikel reichern sich im lebenden Organismus immer weiter an und mit der Zeit können ähnliche Schäden auftreten, wie bei einer kurzzeitig einwirkenden, massiven Strahlenbelastung ...

Die PDF-Datei "Nuclear Power Accidents" enthält eine Reihe weiterer Vorfälle aus verschiedenen Bereichen der Atomindustrie. Einige der Ereignisse wurden nie über offizielle Kanäle veröffentlicht, so dass diese Informationen der Öffentlichkeit nur auf Umwegen zugänglich gemacht werden konnten. Die Liste der Zwischenfälle in der PDF-Datei ist daher nicht zu 100% identisch mit "INES und die Störungen in kerntechnischen Anlagen", sondern stellt eine Ergänzung dar.

 

1. Mai 1968 (INES-4 NAMS 4,6) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

1. Mai 1962 ("Beryl", Frankreichs 6. Atombombentest) In Ekker, DZA

2. Mai 1967 (INES-4) Akw Chapelcross, GBR

4. und 5. Mai 1986 (INES-0 Klass.?) Akw THTR 300, Hamm, NRW, DEU

4. Mai 1954 ("Castle Yankee"H-Bombe mit 13,5 MT, Atomtests USABikini Atoll, MHL

7. Mai 2007 (INES-1) Akw Philippsburg, DEU

7. Mai 1966 (INES-4) Forschungsinstitut RIAR, Melekess, UdSSR

9. Mai 1966 (Chinas 3. Nuklearwaffentest) Lop Nor, Xinjiang, CHN

11. bis 13. Mai 1998 (5 indische Atombombentests) Pokhran, IND

11. Mai 1969 (INES-5 NAMS 2,3) Atomfabrik Rocky Flats, USA

12. Mai 1988 (INES-2) Akw Civaux, FRA

13. Mai 1978 (INES Klass.?) AVR Jülich, DEU

18. Mai 1974 (1. indischer Atombombentest) Pokhran, IND

20. Mai 1956 ("Redwing" Testreihe mit 17 H-Bomben, Atomtests USA) Eniwetok und Bikini Atoll, MHL

21. Mai 1946 (INES-4) Atomfabrik Los Alamos, USA

22. Mai 1981 (INES-3) Atomfabrik La Hague, FRA

22. Mai 1968 (Broken Arrow) U-Boot-Unglücke, USS Scorpion sank sw. der Azoren

24. Mai 1958 (INES Klass.?) Akw NRU Chalk River, CAN

25. Mai 2009 (2. nordkoreanischer Atombombentest) Punggye-ri, PRK

26. Mai 1971 (INES-4) Kurschatow-Institut Moskau, RUS

27. Mai 1956 ("Redwing" Testreihe mit 17 H-Bomben, Atomtests USA) Eniwetok und Bikini Atoll, MHL

28. bis 30. Mai 1998 (6 pakistanische Atombombentests) Ras Koh, PAK

 

Wir sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an:
nukleare-welt@reaktorpleite.de

 


9. Mai


 

Wegen hoher Spritpreise:

Ölkonzern Shell verdoppelt Gewinne – Experten überrascht

Die hohen Öl- und Gaspreise sorgen beim Ölkonzern Shell für einen deutlichen Gewinnsprung. Währenddessen versucht die Merz-Regierung vergeblich, die Autofahrer zu entlasten.

London – Der Iran-Krieg hat die Gas- und Ölpreise in Rekordhöhen schießen lassen – und Shell enorme Gewinne beschert. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn des britischen Ölkonzerns belief sich im ersten Quartal auf 6,9 Milliarden US-Dollar (5,9 Milliarden Euro), wie die Financial Times berichtet. Das ist laut boerse.de mehr als doppelt so viel wie im Vorquartal. Selbst Analysten sind über den hohen Gewinnsprung überrascht: Sie hatten laut Financial Times mit etwa 6,3 Milliarden Dollar gerechnet.

Ölkonzern Shell verdoppelt Gewinne – trotz LNG-Probleme

Dem Ölkonzern geht es blendend: Im Februar hatte Shell für 2025 einen um elf Prozent gestiegenen Jahresüberschuss von 17,838 Milliarden Dollar bekannt gegeben, obwohl die Ölpreise im vergangenen Jahr gesunken waren. Der Rückgang sei über das Absatzvolumen und gesunkene Kosten ausgeglichen worden, erklärte der Konzern damals.

Die Gewinne helfen auch über die LNG‑Probleme hinweg, die Shell hat: Der Konzern hat langfristige Verträge mit Katar abgeschlossen, dessen LNG-Produktion wegen iranischer Angriffe auf seine Anlagen erheblich eingeschränkt ist. Zudem ist die Straße von Hormus für den Seetransport von LNG blockiert. Doch die Blockade hat auf der anderen Seite zu den steigenden Preisen und dem deutlichen Gewinnsprung geführt.

ADAC-Kritik: Tankrabatt wird nicht vollständig an die Kunden weitergegeben

Während die Ölkonzerne Gewinne einfahren, fruchten die Bemühungen der Regierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU), die die Autofahrer angesichts hoher Spritpreise entlasten wollen, nicht. So kommt der seit dem 1. Mai geltende Tankrabatt dem ADAC zufolge nicht vollständig an den ‌Zapfsäulen an. Im Vergleich zum vergangenen Donnerstag waren die Spritpreise zuletzt rund elf Cent niedriger. Die seit Mai geltende niedrigere Energiesteuer müsste aber eine Entlastung von 16,7 Cent pro Liter ergeben, wie der Automobilclub am Montag (4. Mai) mitteilte. Auch die Entwicklung des Rohölpreises könne dies nicht erklären.

Weil der Rohölpreis aktuell niedriger liegt als am 30. April, müssten die Preise an den Tankstellen eigentlich stärker sinken als um den Betrag der Energiesteuersenkung, wie der ADAC ausführte.

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Solar-Satelliten

Strom aus dem All – bald Realität?

Der US-amerikanische Tech-Riese Meta investiert in neue Energiequellen für seine Rechenzentren. Dass weltraumbasierte Solarenergie nicht nur funktioniert, sondern auch sicher und rentabel sein kann, ist vorerst nur Theorie.

Der US-Technologiekonzern Meta, Mutter von Facebook, Instagram und Whatsapp, treibt einen ungewöhnlichen Plan zur Energieversorgung seiner Rechenzentren voran: Der Strom dafür soll künftig auch aus dem Weltraum kommen. Was bisher wie Science-Fiction klingt, wird für die Tech-Branche angesichts des rasant steigenden Energiebedarfs durch künstliche Intelligenz (KI) offenbar zu einer ernsthaften Option.

Meta hat dazu eine Vereinbarung mit dem Raumfahrt-Start‑up Overview Energy aus dem US-Bundesstaat Virginia geschlossen. Das Unternehmen arbeitet an Satelliten, die Sonnenenergie im Orbit aufnehmen und anschließend per Infrarot-Laser zur Erde übertragen.

Am Boden soll diese Energie von Solarparks aufgefangen und in elektrischen Strom umgewandelt werden. Meta sicherte sich laut US-Berichten Zugriff auf Kapazitäten von bis zu 1.000 Megawatt – eine Größenordnung, die in etwa der Leistung eines großen Atomkraftwerks entspricht.

Das Prinzip einer weltraumbasierten Solarenergie bietet zumindest theoretisch entscheidende Vorteile. Anders als Solaranlagen auf der Erde sind entsprechende Systeme im All nicht von Wetter, Tageszeit oder Jahreszeiten abhängig. Energie könnte rund um die Uhr bei entsprechender Wahl des Orbits erzeugt werden.

Dadurch ließe sich eine stabile Grundlast bereitstellen – ein entscheidender Faktor für energieintensive Rechenzentren, die kontinuierlich betrieben werden müssen. Das Start‑up schreibt auf seiner Homepage: "Die Sonne geht im All niemals unter."

Fachleute sehen noch erhebliche Hürden

Noch allerdings steckt die Technologie in einem frühen Stadium. Overview plant zunächst für 2028 Demonstrationen seiner Technologie im Weltraum, ein kommerzieller Betrieb ist ab 2030 vorgesehen.

Fachleute verweisen freilich auf erhebliche Herausforderungen: Die Kosten für den Aufbau der Infrastruktur im All seien hoch, die Energieübertragung über große Distanzen technisch komplex und mit Verlusten verbunden. Auch regulatorische Fragen – etwa zur Sicherheit von Übertragung auf die Erde – seien bislang ungeklärt.

Befürworter hingegen argumentieren, dass gerade der stark steigende Energiebedarf von Rechenzentren solche ambitionierten Projekte notwendig mache und diese sich durch Skaleneffekte langfristig rechnen würden.

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Geheimbericht: Finanzpolitiker stellen sich gegen Röstis AKW-Plan

Die Finanzkommission des Nationalrats fordert, dass auch die finanziellen Folgen für Bund und Kantone bei der Aufhebung des AKW-Neubauverbots berechnet werden sollen. Doch vergeblich.

Der Atomausstieg galt als beschlossene Sache. Im Mai 2017 sagte die Schweizer Stimmbevölkerung mit knapp 60 Prozent Ja zur Energiestrategie 2050 – und damit zu einem schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie. Neue AKW sollten nicht mehr gebaut werden, die bestehenden Anlagen am Ende ihrer Laufzeit vom Netz gehen.

Neun Jahre später hat der politische Wind unter der Bundeshauskuppel gedreht. Energieminister Albert Rösti will als Gegenvorschlag zur sogenannten Blackout-Initiative das AKW-Neubauverbot wieder aus dem Gesetz streichen. Er argumentiert, die Schweiz müsse technologisch offen bleiben, um künftige Energieengpässe zu vermeiden. Kritiker hingegen sehen darin einen Bruch mit dem Volkswillen von 2017 und fürchten, dass damit der eingeschlagene Kurs hin zu mehr erneuerbaren Energien aus Wasser, Sonne und Wind sabotiert werde.

Doch der Ausstieg vom Ausstieg ist nicht nur ein energiepolitischer Glaubenskampf. Er ist auch mit hohen Kosten verbunden. Das hat die Finanzpolitiker in Bern auf den Plan gerufen, wie aus einem geheimen Mitbericht, welcher der «Schweiz am Wochenende» vorliegt, hervorgeht. Darin fordert die Finanzkommission des Nationalrats, «sämtliche finanziellen Auswirkungen dieser Verbotsaufhebung im Detail analysieren zu lassen». Denn im bundesrätlichen Vorschlag würden diese «nicht ausreichend dargelegt», ebenso wenig wie «die damit verbundenen Risiken für die öffentliche Hand». Diese sollten transparent ausgewiesen und auf ihre Tragbarkeit für die öffentlichen Finanzen beurteilt werden.

[...] Nur zwei ausländische Unternehmen, Electricité de France (EDF) und Westinghouse, könnten in der Schweiz neue Kernkraftwerke bauen, hält die Finanzkommission in ihrem Bericht fest. Und diese hätten bei ihren letzten Aufträgen jeweils zwischen 9 und 17 Jahre benötigt.

Denn mit dem Bauen alleine ist es nicht gemacht. Insgesamt spricht die Finanzkommission mit Verweis auf einen Bericht der Akademien der Wissenschaften Schweiz von 25 Jahren, bis ein AKW ans Netz gehen kann. Denn auch die Verabschiedung eines Gesetzes über Subventionen, die Erteilung der Rahmenbewilligung und der Baubewilligung sowie Investitionsentscheide werden Zeit beanspruchen. «Nirgendwo sind die Projektrisiken und damit auch die Finanzierungsrisiken so gross wie bei Kernkraftwerken», schreiben die Finanzpolitiker.

[...] Der Axpo-Konzern hat ebenfalls Berechnungen angestellt. Er beziffert die Kosten beim Bau von zwei neuen AKW mit je einer Leistung von rund 1,1 Gigawatt auf knapp 10 Milliarden Franken pro Stück – oder auf rund 20 Milliarden Franken für beide Kraftwerke zusammen. Damit liegt Axpo mit seiner Schätzung leicht unter jener der Finanzkommission und der von ihr befragten Experten.

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Windkraft-Chef warnt: Energiekrise erreicht „neue Dimension“

Ein führender Energiemanager fordert eine neue EU-Strategie für die Energieversorgung – und sieht Deutschland als seltenes Vorbild in der Krise.

Frankfurt – Schlechte Nächte, große Sorgen – und eine klare Botschaft: Henrik Andersen, Chef des weltgrößten Windkraftherstellers Vestas, schlägt Alarm. Der Däne verliert wegen seiner Töchter und ihrer Generation den Schlaf. Im Interview mit dem Handelsblatt sagt er: „Wir stehen vor einer Energiekrise einer ganz neuen Dimension.“

Die Blockade der Straße von Hormus durch den Krieg zwischen dem Iran und den USA setzt Europa unter Druck. Andersen sieht die EU schlecht vorbereitet: Aus der Gaskrise 2022, ausgelöst durch den Ukrainekrieg, habe Europa kaum gelernt. Die EU-Staaten importierten noch immer fast genauso viel Energie aus dem Ausland wie damals. Sein Urteil: „Europa hat sich an seinen Wohlstand gewöhnt und unterschätzt die Risiken. Die eigentliche Krise kommt erst noch.“

Iran-Krieg trifft Europas Energieversorgung

Als Argument nennt er die Lufthansa: Eine Airline wie sie würde niemals 20.000 Flüge streichen, wenn sie nicht ernsthaft einen Kerosinmangel befürchte. Außerdem gab Europa direkt zu Beginn ein Drittel seiner Ölnotfallreserven frei, um die Preise zu drücken, ohne Erfolg. Solarkraft boomt derweil – wegen des Iran-Kriegs.

[...] Andersen lobt Deutschland: Mit seinem hohen Anteil erneuerbarer Energien sei die Bundesrepublik Vorreiter in der EU. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat angekündigt, bis 2030 zwölf Gigawatt Windenergie mehr ans Netz bringen zu wollen als ursprünglich geplant. Generell aber reiche das Tempo auf EU-Ebene nicht. Andersen fordert einen europäischen Energiemanager mit monatlichen Kontrolltreffen – sonst, warnt er, werde Europa „nach drei Jahren immer noch zu 55 Prozent abhängig von Energieimporten sein – genau wie heute“.

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Willkommen in der Welt der «Dunklen Aufklärer»

Sie wollen die Demokratie abschaffen und halten Menschen­rechte für einen Witz: Die Neoreaktionären haben in den USA einen direkten Draht ins Weisse Haus. Ihr Chef­ideologe, Curtis Yarvin, bekam nun einen prominenten Auftritt in der Schweiz.

Kurz vor seinem Tod schrieb der Schrift­steller und Filme­macher Alexander Kluge in seinem Nachruf auf Jürgen Habermas, dessen Formel «die Unheimlichkeit der Zeit» sei noch nie so deutlich lesbar gewesen wie heute: «Wir leben in einer zerrissenen Welt. Unter dem Namen Dark Enlightenment sammelt sich im Osten der USA dunkle Spiritualität.»

Mit dem Schlagwort Dark Enlightenment, «Dunkle Aufklärung», waren anti­demokratische Vordenker wie Nick Land und Curtis Yarvin gemeint. Ebenjener Curtis Yarvin, der diese Woche in der Schweiz zu Gast war: beim St. Gallen Symposium, inmitten einer illustren Riege von Schweizer Politikerinnen, Unternehmern und Wissen­schaftlerinnen.

Es gibt also mehr als genügend Anlass, sich die Bewegung dieser selbst ernannten «dunklen Aufklärer» näher anzusehen. Denn was sich unter diesem in sich wider­sprüchlichen Schlagwort aktuell in den Vereinigten Staaten zusammenbraut – und offenbar auch hierzulande diskutiert werden soll –, trägt viel zu den politischen Schock­zuständen bei, in denen wir uns alltäglich doomscrollend wiederfinden. Die «Dunkle Aufklärung», auch Neoreaktionäre Bewegung (NRx) genannt, liefert ein ideologisches Stimulans für die autoritären Herrschafts­gelüste der Trump-Administration und allerlei Tech-Oligarchen wie Peter Thiel und Elon Musk, die den Abbau der Demokratie vorantreiben.

Im Sinne Alexander Kluges ist es Zeit, sich der Unheimlichkeit zu stellen und sich in mehr Aufklärung über die «Dunkle Aufklärung» zu üben.

Ressentiment gegen die «Kathedrale»

Wer über die Neoreaktionäre Bewegung spricht, darf über den britischen Philosophen Nick Land nicht schweigen. Er gilt als ihr Stichwort­geber, als ihre (dunkel-)graue Eminenz und findet nach einer zunächst rasanten akademischen Karriere seine Fanboys heute vor allem unter Tech-CEOs wie Elon Musk oder Gross­investoren wie Marc Andreessen.

In den 1990er-Jahren war Nick Land eine Art amphetamin­geladenes Idol der Cybernetic Culture Research Unit (CCRU) an der Universität Warwick, später galt er als wichtiger Vertreter einer erst links- und dann immer mehr rechts­drehenden philosophischen Schule namens Akzelerationismus.

Mit seinem 2012 erschienenen Aufsatz «Dark Enlightenment» war er es dann, der der ganzen Bewegung einen Namen, eine Form gab.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

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Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände9. Mai 1966 (Chinas 3. Nukleartest) Lop Nor, Xinjiang, CHN

Chinas 3. Nukleartest, verstärkt mit Lithium-6-Deuterid und 250 kt Sprengkraft.

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
 

IPPNW Report - August 2023 - Atomwaffentests - (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden auf mehreren Atollen im Pazifik, in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert. Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

Die Nukleare Kette

Lop-Nor/Taklamakan (China)

Atomwaffentests

Zwischen 1964 und 1996 führte die Volksrepublik China 45 Atombombenexplosionen in Lop Nor durch. Für die dort lebende ethnische Gruppe der Uiguren sind die durch radioaktiven Niederschlag herbeigeführten Krankheiten und Missbildungen zu einem relevanten Gesundheitsproblem geworden ...

Hintergrund

China detonierte am 16. Oktober 1964 seine erste Atombombe auf dem Versuchsgelände Lop Nor, ca. 265 km südwestlich der Provinzhauptstadt Ürümqi. In den darauf folgenden Jahren wurden 22 weitere überirdische sowie 22 unterirdische Tests durchgeführt, deren Sprengkraft sich von ungefähr einer Kilotonne bis zu vier Megatonnen TNT-Äquivalent erstreckten. Dieser größte chinesische Atombombentest fand am 17. November 1976 statt.

Die Region um Lop Nor ist die Heimat von 20 Millionen Menschen. Von ihnen leben viele in relativ naher Umgebung zum hoch radioaktiv kontaminierten Testgebiet. Die Einwohner der Region stammen aus unterschiedlichen Ethnien, vor allem aus der Gruppe der Uiguren. Nach dem letzten Atomwaffentest vom 29. Juli 1996 gab die chinesische Regierung bekannt, dass ihr Atomwaffentestprogramm beendet sei und dass sie bereit wäre, dem Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen beizutreten. Seitdem haben in Lop Nor keine Atomwaffentests mehr stattgefunden. Ratifiziert hat China den Vertrag übrigens, ähnlich wie der Iran, Israel und die USA, noch nicht ...

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8. Mai


 

Aus stillgelegtem Reaktor:

Hochangereichertes Uran aus Venezuela in die USA verschifft

Bei dem US-Einsatz zur Festnahme von Präsident Maduro wurden auch Ziele in der Nähe der Lagerstätte angegriffen. Jetzt wird das auf 20 Prozent angereicherte Material in den USA wiederverwendet.

35 Jahre nach der Stilllegung des Forschungsreaktors RV-1 in Venezuela sind 13,5 Kilogramm hochangereicherten Urans in die Vereinigten Staaten verschifft worden. Experten aus Venezuela und den USA holten das auf 20 Prozent angereicherte Material aus dem Reaktor, sicherten es in einem Spezialcontainer und brachten es über 160 Kilometer auf dem Landweg an die Küste, wie die US-Botschaft in Caracas mitteilte.

Dort wurde das Uran demnach auf ein britisches Schiff verladen und in die USA gebracht. Nun soll das Material in der Atomanlage Savannah River Site in South Carolina aufbereitet und wiederverwendet werden.

„Der sichere Abtransport des gesamten angereicherten Urans aus Venezuela sendet ein weiteres Signal an die Welt, dass Venezuela einen Neuanfang macht“, sagte der Leiter der Abteilung für nukleare Sicherheit im US-Energieministerium, Brandon Williams.

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Transformation und Wärmegewinnung

Reiches Heizungsgesetz ist fatal fürs Klima

Die Wirtschaftsministerin nährt selbst das Gerücht, sie sei Agentin ihrer alten Branche. Für sie könnte beim Heizen alles so bleiben, wie es ist.

Es ist nicht weniger als ein klimapolitischer Offenbarungseid und ein Verrat am Mieter:innenschutz: Der Entwurf von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) für das neue Heizungsgesetz, das Gebäudemodernisierungsgesetz, ist ein fataler Rückschritt. Geht der Entwurf der Ministerin so durch den Bundestag, wird das Heizungsgesetz der Ampel komplett entkernt. Die Regel, dass neue Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, soll gestrichen werden.

Gas- und Ölheizungen sollen bis in alle Ewigkeit neu eingebaut und betrieben werden können. Nach jetziger Gesetzeslage müssen sie bis 2045 stillgelegt werden – bis zu dem Jahr, in dem Deutschland klimaneutral werden soll. Reiche verkauft ihre Pläne als Entscheidungsfreiheit für die Bürger:innen. Das ist absurd.

Seit ihrem Amtsantritt steht die frühere Energiemanagerin eines fossilen Konzerns unter dem Verdacht, als Ministerin ein U-Boot ihrer früheren Branche zu sein. Statt diesen Verdacht zu entkräften, nährt sie ihn auch mit diesem Gesetzentwurf. Ihre Botschaft: Eigentlich kann beim Heizen alles beim Alten bleiben. Das nützt allein der Fossile-Energien-Wirtschaft, denn sie kann ihr Geschäftsmodell länger betreiben. Bür­ge­r:in­nen und Unternehmen schadet es, weil ein Weiter-so im Heizungskeller sehr teuer für sie wird.

Um die krasse Klimaschädlichkeit dieser Pläne zu kaschieren, plant die Regierung Vorgaben für die Beimischung grüner Brennstoffe wie Methan oder Wasserstoff bei fossilen Heizungen. Auch wenn sie oft besser als fossile Brennstoffe sind, haben diese Heizmaterialien vielfach eine schlechte Ökobilanz. Woher die nötigen Mengen kommen sollen, ist offen. Sicher ist, dass Biobrennstoffe knapp sein werden – und sehr teuer. Wenn die Industrie klimagerecht umgebaut wird, braucht sie diese Stoffe dringend.

Die aktuellen Preise sind nur der Anfang

Sie fürs Heizen zu verbrennen, so noch mehr zu verknappen und damit auch für Unternehmen zu verteuern, ist töricht. Zu glauben, dass die Vernunft von Haus­ei­gen­tü­me­r:in­nen von ganz allein für den Abschied von fossilen Heizungen sorgt, ist bestenfalls naiv. Für Ei­gen­heim­be­sit­ze­r:in­nen mögen bei der Entscheidung für eine neue Heizung die Betriebskosten eine Rolle spielen. Die Preise für Gas und Öl werden in den nächsten Jahren extrem steigen.

[...] Deshalb ist für Mie­te­r:in­nen das mögliche Festhalten an Gas- und Ölheizungen ein massives Problem. Der Einbau dieser Heizungen ist für Ver­mie­te­r:in­nen billiger als eine klimafreundliche Alternative. Die Kosten für das teure Gas oder Öl tragen die Mieter:innen. Auf Drängen der SPD sollen sich Vermieter:innen, die auf eine fossile Heizung setzen, an einem Teil der weiteren Kosten beteiligen. Aber von einer gerechten Aufteilung kann keine Rede sein.

Ver­mie­te­r:in­nen müssen zwar die Hälfte der Netzentgelte und des CO2-Preises zahlen. An den Ausgaben für den nach und nach steigenden Anteil an Biobrennstoffen müssen sie sich aber nicht einmal zur Hälfte beteiligen. Hier ist ihr Kostenanteil auf 30 Prozent gedeckelt. Dabei soll der Anteil der Biokraftstoffe bis 2040 bei 60 Prozent liegen – ein enormes Kostenrisiko. Ohnehin ist zu fürchten, dass Ei­gen­tü­me­r:in­nen die zusätzlichen Aufwendungen auf Mie­te­r:in­nen abwälzen. Die Regierung macht keine Anstalten, das zu verhindern.

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Wiederanfahren stockt

Japans Atomkraftwerke erreichen höchste Auslastung seit Fukushima

Die Auslastung japanischer Atomkraftwerke erreichte im Fiskaljahr 2025 mit 33,6 Prozent den höchsten Wert seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011, nachdem in den vergangenen anderthalb Jahren drei weitere Reaktoren wieder ans Netz gingen.

Gleichzeitig deutet sich jedoch ein Stillstand bei weiteren Wiederinbetriebnahmen an, weil derzeit keine zusätzlichen Reaktorstarts für das laufende Fiskaljahr geplant sind.

Nur 15 Atomreaktoren sind derzeit in Japan im Betrieb

Die Zahlen stammen aus einer neuen Auswertung des Japan Atomic Industrial Forum. Die Organisation berechnet die Auslastung auf Grundlage der tatsächlichen Stromproduktion im Verhältnis zur theoretischen Gesamtleistung aller vorhandenen Reaktoren. Im Fiskaljahr 2024 hatte die Quote noch bei 32,3 Prozent gelegen. Der Anstieg fiel dieses Mal mit 1,3 Prozentpunkten deutlich kleiner aus als in den Vorjahren.

Vor der Fukushima-Katastrophe verfügte Japan über 54 Atomreaktoren. Durch strengere Sicherheitsauflagen und die Stilllegung älterer Anlagen sank die Zahl inzwischen auf 33 Reaktoren. Im Fiskaljahr 2025 waren davon lediglich 15 tatsächlich in Betrieb.

Die weiterhin abgeschalteten 18 Reaktoren drücken die Gesamtquote deutlich nach unten. Im Fiskaljahr 1998 lag die Auslastung der japanischen Atomkraftwerke bei 84,2 Prozent und damit auf dem bisherigen Höchststand. Nach Fukushima fiel die Quote im Fiskaljahr 2014 zeitweise auf null Prozent, weil sämtliche Reaktoren abgeschaltet worden waren.

[...] Das Vertrauen vieler Menschen in Betreiber und Behörden bleibt beschädigt. Die Fukushima-Katastrophe führte zu langjährigen Evakuierungen, hohen Entschädigungszahlungen und milliardenschweren Kosten für Rückbau und Dekontamination.

Mehrere Regionen mit Atomkraftwerken profitieren gleichzeitig wirtschaftlich stark von den Anlagen. Kommunen erhalten Zuschüsse, zusätzliche Steuereinnahmen und Arbeitsplätze. Deshalb unterstützen einige lokale Regierungen die Wiederinbetriebnahme ihrer Reaktoren.
Keine Wiederinbetriebnahme für dieses Jahr geplant

Für das Fiskaljahr 2026 sind derzeit keine weiteren Wiederinbetriebnahmen angekündigt. Branchenvertreter gehen deshalb davon aus, dass die Auslastung japanischer Atomkraftwerke kurzfristig kaum weiter steigen wird.

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Palantir: Das KI-Zeitalter löst das Atombomben-Zeitalter ab

Das 22-Punkte-Manifest hat es in sich. Es zeigt, was Palantir wirklich im Sinn hat. (2. Teil)

Palantir hat am 18. April auf X sein 22-Punkte-Manifestveröffentlicht. Dieses Manifest ist für den niederländischen Populismusforscher Cas Mudde ein «Beweis für einen aufkommenden KI-Techno-Faschismus». In der Fachwelt hat das Manifest sehr grosses Aufsehen erregt, (es ist seither 35 Millionen Mal angezeigt worden), aber in den Mainstream-Medien wurde es bisher deutlich weniger aufgenommen (Ausnahmen: «Guardian», «Spiegel», «Tages-Anzeiger», Stand 28. April). Der erste Teil dieses Artikel zum Thema Herkunft, Technologie und Strategie von Palantir erschien am 5. Mai auf Infosperber.

Palantir ist vor 22 Jahren mit dem Versprechen angetreten, die Gesellschaft sicherer zu machen Die Firma wollte alle Daten der «Bösen» zusammenbringen. Doch nun stellt sich heraus, dass Palantir den Überwachungsstaat, der rücksichtslos gegen seine Bürger vorgeht und Kriegsverbrechen begeht, erst möglich macht.

Die Inhalte des Manifests sind in den 22 Punkten zum Teil etwas verwirrend dargestellt und verteilt. Darum hat Infosperber nachfolgend die Texte zu den wichtigen Themen gebündelt und versucht, die Aussagen herauszuarbeiten:

Die angebliche Überlegenheit des Westens

Das Manifest stipuliert klar, dass der «Westen» – im Wesentlichen die USA und das wiederaufgerüstete Deutschland sowie Japan – die überlegene Kultur darstellt. Und dieser müsse sich durch Kriege, nicht durch Koexistenz und Pluralismus, durchsetzen. Besonders die Rhetorik des Mitgründers Alex Karp über «dysfunktionale und regressive Kulturen» ist nicht nur autoritär und latent rassistisch, sondern muss als deutlicher Ausdruck einer White-Supremacy-Ideologie qualifiziert werden.

[...] Trump darf nicht kritisiert werden

Palantir fordert, dass wir jenen, «die sich dem öffentlichen Leben unterworfen haben, weitaus mehr Nachsicht entgegenbringen» sollten. Sie kritisieren «die Auslöschung jeglichen Raums für Vergebung» und den Mangel an Toleranz gegenüber den Komplexitäten und Widersprüchen der menschlichen Psyche. (Punkt 9)

Und sie warnen die Trump-Anhänger auch davor, von Trump enttäuscht zu sein: «Jene, die in der politischen Arena Nahrung für ihre Seele und ihr Selbstbewusstsein suchen, und sich zu sehr darauf zu verlassen, dass ihr Innenleben in Menschen Ausdruck findet, denen sie vielleicht nie begegnen werden, werden enttäuscht zurückbleiben.» (Punkt 10)

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

 


7. Mai


 

„Macht süchtig”: Meta Platforms akzeptiert Urteil nicht

Grob fahrlässig hat Meta Online-Dienste designt, Kinder wurden süchtig und krank. Meta will nicht haften. Der Prozess sei falsch gelaufen, das Urteil aufzuheben

Meta Platforms bekämpft das Millionenurteil Geschworener, wonach der Datenkonzern seine Online-Dienste grob fahrlässig so gestaltet hat, dass Kinder süchtig und psychisch geschädigt wurden. Schlimmer noch: Meta hat laut Urteil böswillig agiert, sodass der Schadenersatz auf 4,2 Millionen US-Dollar verdoppelt wurde, für eine einzige Klägerin, bekannt als K.G.M. Meta meint, der Prozess sei falsch gelaufen, weshalb der Richter das Urteil der Geschworenen umkehren oder zumindest annullieren müsse.

Das geht aus einer Eingabe beim zuständigen Gericht des US-Bundesstaates Kalifornien (Superior Court, County of Los Angeles) hervor. Der Datenkonzern beruft sich erneut auf eine als Section 230 bekannte Norm in US-Bundesrecht. Sie verleiht Immunität für Inhalte, die Webseitenbetreiber nicht selbst bereitstellen, sondern die von Dritten gepostet werden (mit Ausnahmen, die hier nichts zur Sache tun). Damit hat Meta schon in einer früheren Phase des Verfahrens argumentiert – erfolglos, denn die Klage stützt sich nicht auf Inhalte, sondern auf das von Meta selbst gestaltete Produktdesign, darunter endlose Webseiten (infinite scroll) und automatisch ablaufende Videos (autoplay).

Die Klägerin stützt sich also auf Produkthaftung, nicht um die durch Section 230 eingeschränkte Haftung für Inhalte. Doch Meta argumentiert nun, dass die den Geschworenen gezeigten Beweise regelmäßig die der Klägerin zugefügten Schäden mit ihr vorgesetzten Inhalten in Verbindung gebracht hätten. Damit sei es schlussendlich doch um Inhalte gegangen, womit Section 230 anzuwenden sei. Und damit sei der Konzern aus dem Schneider. Darüber soll am 4. Juni verhandelt werden.

Eine ähnliche Berufungsbegründung wird bis dahin vom Google-Konzern Alphabet erwartet, der im selben Verfahren zu 1,8 Millionen US-Dollar verurteilt worden ist. Beide Konzerne haben beantragt, das Urteil vorerst auszusetzen. Dass Meta und Alphabet die im Gerichtsverfahren als schädlich erkannten Funktionen entfernen, um Kinder unabhängig von der finanziellen Haftungsfrage zu schützen, ist der Redaktion nicht überliefert.

Präzedenzfall

Da in den USA über tausend parallele Klage Geschädigter anhängig sind, geht es um richtig viel. Dass alle Klagen irgendwann im Gerichtssaal verhandelt werden, ist ausgeschlossen. Bis dahin wären viele der Kinder in Pension. Das Gericht in LA hat daher drei unterschiedliche Fälle für Geschworenenprozesse ausgewählt: KGM, RKC und Moore. An diesen Urteilen sollen sich später die Vergleichsverhandlungen der meisten Klagen orientieren.

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IMHO

"Das Urteil gefällt uns nicht, also muss es falsch sein."

Ja, Facebook-Meta argumentiert genauso wie POTUS, der Bräsident, den sie sich gemietet haben.

Aber ein schlechter Charakter, vorgetäuschte Dummheit oder Unwissenheit schützen vor Strafe nicht.
Ich bin voll und ganz dafür, dass die Kumpels (Bros) Don Trumpl und Mark Sugarmountain eine Doppelzelle bekommen.
 

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Keeling-Kurve steigt weiter

Erdatmosphäre erreichte im April neuen CO2-Rekordwert

Das Mauna Loa Observatory auf Hawaii, von US-Präsident Trump mit der Schließung bedroht, vermeldet mit 431 ppm den höchsten Monatsdurchschnitt der Messgeschichte

Die Zahl wirkt technisch und beinahe harmlos: 431 ppm. Doch dahinter verbirgt sich ein trauriger Rekordwert, der nicht ganz überraschend kommt. Konkret bedeutet die Zahl plus Abkürzung, dass im April auf eine Million Luftmoleküle im Durchschnitt mehr als 431 Moleküle CO₂ kamen. 1958, als die Messungen begannen, lag der Wert noch unter 320 ppm. Aufgrund dieses Anstiegs der CO₂-Konzentrationen gehen Forschende davon aus, dass sich die Erde aktuell 100- bis 200-mal schneller erwärmt als bei der natürlichen Klimaveränderung nach der letzten Eiszeit. Und dass die CO2-Konzentration in den vergangenen drei Millionen Jahren nie höher waren.

Gemessen wurde der neue Höchstwert am Mauna Loa Observatory auf Hawaii, jener Forschungsstation, die seit 1958 als globale Referenz für die Messung atmosphärischen Kohlendioxids gilt. Die auf 3397 Meter Höhe gelegene Station gilt deshalb als idealer Messpunkt, weil sie aus den bodennahen Luftschichten herausragt und daher Proben relativ unkontaminierter Höhenluft nimmt.

Die daraus resultierende Messereihe, die vom Klimaforscher Charles David Keeling (Scripps Institution of Oceanography) begründet wurde, trug dadurch wesentlich dazu bei, dass Treibhausgase als Ursachen des Klimawandels bewiesen wurden. Die nach ihm benannte Keeling-Kurve geht seitdem mit ziemlicher Regelmäßigkeit – und jährlichen Schwankungen innerhalb eines Jahres – steil nach oben.

"Deprimierend, aber nicht überraschend", nennt der Klimawissenschafter Zachary Labe von der Forschungsorganisation Climate Central die Entwicklung im Fachblatt Scientific American. Die heutige CO₂-Konzentration führt die Erde in einen Zustand zurück, den es zuletzt vor etwa drei Millionen Jahren gab – lange bevor der moderne Mensch existierte. Damals lagen die globalen Temperaturen deutlich höher, der Meeresspiegel mehrere Meter über dem heutigen Niveau. Die Arktis war weitgehend eisfrei.

Von 320 auf 430 ppm

Dass die CO₂-Werte im Frühjahr ihren Höhepunkt erreichen, ist grundsätzlich bekannt. Während des Winters setzen abgestorbene Pflanzen Kohlendioxid frei. Erst mit dem Wachstum neuer Vegetation im Laufe des Frühlings wird ein Teil davon wieder aufgenommen. Entscheidend ist jedoch der langfristige Trend – und der zeigt seit Jahrzehnten ungebremst und steil nach oben.

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Krise trifft Kinder und Frauen

Ärzte ohne Grenzen: Israel lässt Menschen in Gaza absichtlich hungern

Die Zustände im Gazastreifen sind katastrophal. Das liegt laut einer Hilfsorganisation nicht nur an der flächendeckenden Zerstörung. Israel halte absichtlich überlebenswichtige Güter zurück. Die Unterernährung führt zu vielen toten Säuglingen und einem starken Anstieg von Fehlgeburten.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat Israel vorgeworfen, im Gazastreifen durch das absichtliche Zurückhalten von Lebensmitteln und Hilfsgütern eine "Unterernährungskrise erzeugt" zu haben. Betroffen seien vor allem Kinder, Schwangere und stillende Frauen, erklärte die Organisation in einem Bericht.

Die NGO stützte ihre Angaben auf eine Untersuchung der Lage in vier von ihr unterstützten Gesundheitseinrichtungen in dem Palästinensergebiet zwischen Ende 2024 und Anfang dieses Jahres. Demnach gab es in diesem Zeitraum eine deutlich höhere Zahl an Frühgeburten, an verstorbenen Säuglingen unterernährter Mütter sowie einen starken Anstieg der Zahl von Fehlgeburten. MSF verwies dabei auf die israelische Blockade des Gazastreifens und auf Angriffe auf zivile Infrastruktur.

Ärzte ohne Grenzen forderte die israelischen Behörden auf, ungehindert Hilfsgüter in den Gazastreifen zu lassen. Die MSF-Vertreterin Merce Rocaspana erklärte, vor dem Gaza-Krieg sei Mangelernährung im Gazastreifen "nahezu nicht existent" gewesen.

Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg ausgelöst. Seit Oktober vergangenen Jahres ist eine maßgeblich von den USA vermittelte Waffenruhe in Kraft; allerdings werfen sich Israel und die Hamas gegenseitig Verstöße gegen das Abkommen vor. Die Lage im Gazastreifen bleibe "äußerst fragil", erklärte Ärzte ohne Grenzen. Seit Beginn der Feuerpause sind mehr als 800 Palästinenser im Gazastreifen getötet worden.

Die Hilfsorganisation kritisierte auch die Folgen des Verteilens von Hilfsgütern durch die umstrittene GHF-Stiftung, die von den USA und Israel unterstützt wurde und mittlerweile ihre Arbeit im Gazastreifen beendet hat. Die Ausgabestellen seien "tödlich" gewesen, erklärte José Mas von Ärzte ohne Grenzen.

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US-Truppenabzug in Vilseck

„Auf jeden Fall ein guter Anfang“

US-Soldaten sollen Deutschland verlassen. Yannik Kiesel von der Deutschen Friedensgesellschaft ist froh darüber. Wirtschaftliche Gegenargumente gelten für ihn nicht.

taz: Herr Kiesel, Sie sind Referent bei der Deutschen Friedensgesellschaft. Trump will stationierte US-Soldaten aus Deutschland abziehen. Zuvor hatte er Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert, weil dieser sich kritisch über die US-Offensive gegen Iran geäußert hatte. Haben Sie sich schon bei Merz bedankt?

Kiesel: Bedankt noch nicht. Wir hätten es natürlich lieber gehabt, wenn dieser Schritt von der deutschen Regierung gekommen wäre und nicht von den USA. Aber wir sind natürlich erst mal froh über den Truppenabzug.

taz: Warum?

Kiesel: Weil wir eine militärische Aufrüstung ablehnen. Und da spielen die USA eine große Rolle. Denn in Deutschland liegt im rheinland-pfälzischen Ramstein der größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb der USA. Damit ist Deutschland zur militärischen Drehscheibe geworden. Wir ermöglichen hier Angriffe wie die im Iran, die teilweise völkerrechtswidrig sind. Und dadurch machen wir uns mitschuldig an diesen Verbrechen.

taz: Sie fordern seit Jahren, US-Soldaten aus Deutschland komplett abzuziehen. Jetzt sind es wohl erst mal 5.000. Sind Sie zufrieden?

Kiesel: Es ist auf jeden Fall ein guter Anfang, es wird aber noch keine großen Auswirkungen haben. Wir haben weiterhin in Deutschland 35.000 bis 40.000 aktive US-Soldaten stationiert. Zudem betrifft es natürlich erst mal nur Bayern und nicht die großen Stützpunkte wie Ramstein oder Wiesbaden.

Die Menschen in den größeren Städten können mit der Realität in Ramstein erst mal nur wenig anfangen

Yannick Kiesel, Referent der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK)

taz: In der vom Abzug betroffenen Region sorgen sich nun viele um ihre Lebensgrundlage. Dort droht ein Kaufkraftverlust von rund einer Milliarde Euro jährlich. Schließlich wohnen die Soldaten vor Ort, zahlen Miete, gehen in Restaurants essen. Und auch sonst sorgen Militärbasen für Arbeitsplätze, zum Beispiel durch Baufirmen oder in Krankenhäusern. Können Sie die Ängste nachvollziehen?

Kiesel: Natürlich können wir die Ängste nachvollziehen. Aber sie basieren auf militärischen Entscheidungen, die man unserer Meinung nach nicht hätte treffen sollen. Jetzt das Totschlagargument des Arbeitsplatzverlustes in der Region vorzuschieben, führt am Kern vorbei. Das sollte auf keinen Fall der Grund sein, die Soldaten nicht abzuziehen. Es gibt auch Alternativen: Wir unterstützen schon seit Jahren eine Konversion zurück zur zivilen Produktion.

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Trockenheit: Land- und Forstwirtschaft steht unter massivem Druck

Maßnahmen zum Schutz unserer Wasserressourcen werden mit höchster Priorität umgesetzt

Wien - Der April 2026 war in Österreich sehr niederschlagsarm. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Die hydrologische Situation war entsprechend durch geringe Abflüsse und verbreitet niedrige Grundwasserstände geprägt. Details dazu finden sich im aktuellen Monatsbericht „Wasserhaushalt Österreich“.

Umweltminister Norbert Totschnig: „Der April reiht sich in eine Phase mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen ein. Entsprechend zeigen sich derzeit niedrige Abflüsse und Grundwasserstände. Für die weitere Entwicklung wird entscheidend sein, ob sich in den kommenden Wochen wieder längere Niederschlagsphasen einstellen. Das BMLUK setzt zahlreiche Maßnahmen, wie sie auch im Trinkwassersicherungsplan vorgesehen sind, um die Versorgungssicherheit auf hohem Niveau zu gewährleisten und die Krisenvorsorge laufend zu verbessern. Die hohen Investitionen in die österreichische Wasserinfrastruktur bilden dafür die nötige Voraussetzung und wir werden auch in Zukunft kontinuierlich weiter investieren.“

Wichtige Maßnahmen zur Absicherung des Wasserhaushalts

Österreich ist bei der Wasserversorgung gut aufgestellt. Eine flächendeckende Wasserknappheit ist derzeit nicht zu erwarten. Gleichzeitig zeigt sich, dass es regional und zeitlich zu Engpässen kommen kann. Entscheidend ist daher, die Versorgungssicherheit durch Vorsorge und einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser langfristig abzusichern. Mit dem Trinkwassersicherungsplan verfügt Österreich über einen gut durchdachten Plan, welche Maßnahmen im Ernstfall wichtig sind und wie die Behörden bei Wasserknappheit zusammenarbeiten. Gleichzeitig muss die Wasserinfrastruktur gut abgesichert und weiter ausgebaut werden. Allein im Jahr 2025 wurden Investitionen von rund 898 Mio. Euro in der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung ausgelöst. Dabei wurden unter anderem 330 km Wasserleitungen neu errichtet und 376 km Wasserleitungen saniert. Für 2026 wurden bereits erste neue Genehmigungen für über 900 Wasserprojekte zugesichert. Gleichzeitig ist der bewusste Umgang mit der Ressource Wasser ein wichtiges Thema. Das BMLUK hat zum sorgsamen Umgang mit Wasser viele Informationsangebote auf den Wasserplattformen Wasseraktiv.at und genblue.at.

Maßnahmen in der Landwirtschaft

Anhaltende Trockenperioden sowie häufigere Extremwetterereignisse stellen vor allem die Landwirtschaft vor zunehmende Herausforderungen. Wirksame Maßnahmen sind erforderlich, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Betriebe nachhaltig abzusichern. Das Bundesministerium setzt daher im Rahmen des GAP-Strategieplans gezielt Schwerpunkte, um die Resilienz der landwirtschaftlichen Betriebe zu stärken und eine nachhaltige Produktion langfristig sicherzustellen.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?

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INES Kategorie 1 "Störung"7. Mai 2007 (INES-1) Akw Philippsburg, DEU

Der Sicherheitsbehälter wurde nach einer Revision "wegen eines nicht exakt geschalteten Endschalters" nicht richtig geschlossen.
(Kosten ?)

Nuclear Power Accidents
 

Wikipedia de

Liste von Ereignissen

Am 7. Mai 2007 wurde der Sicherheitsbehälter nach einer Revision „wegen eines nicht exakt geschalteten Endschalters“ nicht richtig geschlossen. Auf beiden Seiten der Personenschleuse stand ein Ventil offen (Kategorie E und INES 1).
 

Kernkraftwerk Philippsburg#Weitere Zwischenfälle

Das Schließen zweier Kleinarmaturen an der Personenschleuse des Sicherheitsbehälters wurde beim Anfahren vergessen und es trat beim Inertisieren Stickstoff aus ...
 

AtomkraftwerkePlag

Philippsburg (Baden-Württemberg)

Mitarbeiter des AKW Philippsburg erhoben schwere Vorwürfe gegen den Betreiber EnBW. Insbesondere seit der Abschaltung von Philippsburg I "werde bei Sicherheitsmaßnahmen geschludert, die Atomaufsicht getäuscht, Zwischenfälle würden verschwiegen. Der Konzern wiegelt ab, doch das Umweltministerium in Stuttgart ist alarmiert."

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7. Mai 1966 (INES-4) INES Kategorie 4 "Unfall" Forschungsinstitut RIAR, Melekess, UdSSR

Im Forschungsreaktor VK-50 ereignete sich ein Unfall: Dabei wurden ein Techniker und der Schichtleiter einer hohen Strahlungsdosis ausgesetzt.
(Kosten ?)

Nuclear Power Accidents
 

AtomkraftwerkePlag

VK-50 Melekess (Russland)

Am 7. Mai 1966 ereignete sich im Forschungsreaktor VK-50 ein Unfall: Bei einer Kettenreaktion schneller Neutronen kam es zu einer Leistungsexkursion. Dabei wurden der Betreiber und der Schichtleiter einer hohen Strahlungsdosis ausgesetzt ...
 

Wikipedia de

RIAR

Im Atomic Reactor Research Institute Melekess ereignete sich in einem experimentellen Siedewasserreaktor (VK-Reaktor) eine Leistungsexkursion durch schnelle Neutronen. Der Operator und der Schichtleiter erhielten hohe Strahlendosen ...

Mit dem VK-50 in Melekess wurde in den 1960ern kurzfristig auch das Siedewasserreaktor-Konzept der USA übernommen, welches jedoch mit einem schweren Störfall nach zwei Jahren bereits ein abruptes Ende fand ...
 

Liste der kerntechnischen Anlagen in Russland#Geschichte 

Vor allem eine Reihe von Spionagefällen lassen am Beginn des Reaktorprogramms der damaligen Sowjetunion eine Orientierung der sowjetischen an der US-amerikanischen Entwicklung erkennen. Der erste rudimentäre Kernreaktor von Enrico Fermi benutzte Graphit als Moderator der Kernspaltung. Während dieses Prinzip in den USA mit Ausnahme der Kleinreaktoren zur Produktion von Waffenplutonium keine längere Geschichte kannte, wurde es von den Sowjets systematisch weiterentwickelt; Obninsk wurde 1954 das erste eigentliche Kernkraftwerk weltweit, Belojarsk 1 1964 der erste diesbezügliche Leistungsreaktor, und die Geschichte dieser RBMK-Reaktorlinie fand dann mit der Katastrophe von Tschernobyl ihr abruptes Entwicklungsende ...

 


6. Mai


 

Ewigkeitschemikalien belasten Trinkwasser – Grüne fordern Verbot von PFAS

PFAS im Trinkwasser gefährden die Gesundheit in ganz Deutschland. Die Grünen wollen nun die Ewigkeitschemikalien an der Quelle stoppen.

Hohe PFAS-Werte im Grund- und Trinkwasser schockierten die Anwohnenden in der Kleinstadt Willich in Nordrhein-Westfalen. Bei einer Wasseruntersuchung 2023 kam heraus, dass das Trinkwasser große Mengen an Ewigkeitschemikalien enthält. Alle, die das Leitungswasser seit Jahren getrunken haben, sind potenziellen Gesundheitsschäden ausgesetzt. Eine neue Filteranlage der lokalen Stadtwerke könnte die Wasserkosten für die Bevölkerung in die Höhe treiben. Zwei Männer wurden im Januar für die illegale Entsorgung von PFAS-haltigem Löschschaum verurteilt.

Dass die Belastung mit gesundheitsschädlichen Chemikalien nicht auf lokale Einzelfälle zu beschränken ist, zeigt jedoch die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag Ende April. Die hohe Belastung durch PFAS-Chemikalien sei sowohl im Grund- als auch im Trinkwasser gegeben.

Gefahr für die Gesundheit: PFAS bedrohen Fruchtbarkeit und fördern Krebs

Diese sogenannten Ewigkeitschemikalien sind aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit nur sehr schwer zu beseitigen. Sie sind hitzebeständig, extrem fett- und wasserabweisend und kommen in Produkten wie Pfannen und Töpfen, Regenkleidung und Kosmetik vor. Es gibt mehr als 10.000 verschiedene Arten von PFAS. Nicht alle sind bisher gut untersucht. Die am meisten verbreiteten sind jedoch nachweislich gesundheitsschädlich: Sie bedrohen die Fruchtbarkeit, fördern Krebs, schwächen das Immunsystem und schaden Organen. Laut Umweltbundesamt sind bei Kindern und Jugendlichen bereits zu hohe PFAS-Werte im Blut getestet worden.

Laut der Kleinen Anfrage kann die PFAS-Chemikalie Trifluoressigsäure (TFA) am häufigsten nachgewiesen werden. Zum ersten Mal wurde TFA 2016 im Trinkwasser dokumentiert. Insgesamt sind Daten zur PFAS-Belastung deutscher Gewässer und Trinkwasser jedoch lückenhaft. Um die Belastung mit Ewigkeitschemikalien einzudämmen, gilt seit Januar ein Grenzwert von 100 Nanogramm pro Liter für Trinkwasser. Dieser gilt jedoch nur für 20 PFAS-Chemikalien. TFA gehört gar nicht dazu ...

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Israelischer Topmilitär über Lage im Westjordanland

»Wir töten, wie wir seit 1967 nicht getötet haben«

1500 Tote in drei Jahren: Ein geleaktes Dokument zeigt offenbar, wie Avi Bluth Israels Armee im Westjordanland führt. Der General gibt zu, dass Palästinenser und Siedler nicht gleichbehandelt werden.

Herzi Halevi war deutlich, als er Anfang September vergangenen Jahres zu Anwohnern israelischer Grenzorte zum Gazastreifen sprach. Der ehemalige Generalstabschef der israelischen Armee bestätigte damals, dass die Zahl der getöteten oder verletzten Palästinenser zum damaligen Zeitpunkt »mehr als 200.000 Menschen« überschritten habe. Die Nachricht ging um die Welt, wohl auch deshalb, weil sie mit einer militärisch eindeutigen Einschätzung daherkam: »Wir haben die Handschuhe ausgezogen« .

Nun ist wieder ein Zitat in der Welt, veröffentlicht von der israelischen Tageszeitung »Haaretz« . Demnach hat Avi Bluth, der für das palästinensische Westjordanland zuständige General, in einem nicht öffentlichen Meeting erklärt: »Wir töten, wie wir seit 1967 nicht getötet haben.«

Er bezieht sich damit auf den Sechstagekrieg. Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 unter anderem das Westjordanland und Ostjerusalem erobert. Dort leben heute inmitten von drei Millionen Palästinensern rund 700.000 israelische Siedler. Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ostjerusalem als Hauptstadt.

Zudem erklärte der Chef des Zentralkommandos, dass die Armee unterscheide, wer Steine auf sie werfe – ob Palästinenser oder israelische Siedler. Zwar sei die Gefahr, die von den Steinewerfern ausgehe, gleich, aber das Schießen mit scharfer Munition auf israelische Staatsbürger hätte weitreichendere »gesellschaftliche Folgen«, so Bluth. Gleichzeitig gelten offenbar laxere Regeln für den Einsatz von Waffengewalt gegen Palästinenser.

Vor diesem Hintergrund sprach der Militär von »präziser Aggressivität« als Mittel seiner Wahl der Abschreckung. Die Folge: In den vergangenen drei Jahren seien 1500 Palästinenser im Westjordanland getötet worden. Die israelische Armee hat nach »Haaretz«-Angaben bislang nicht auf den Bericht reagiert, die Existenz des Dokuments aber auch nicht geleugnet.

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Zwischenlager stoßen an Grenzen

Japans Kernkraftwerke stoßen bei der Lagerung von Brennelementen an ihre Grenzen

In Japan nähern sich die Lagerkapazitäten für abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken der Auslastungsgrenze, da das staatliche Wiederaufbereitungsprogramm seit Jahren verzögert wird und Betreiber zunehmend Probleme haben, neue Lagerlösungen umzusetzen. Besonders betroffen ist Kansai Electric Power, dessen Anlagen ohne Gegenmaßnahmen bereits in den kommenden Jahren an ihre Grenzen stoßen.

Nach Daten des Branchenverbands Federation of Electric Power Companies of Japan lag die durchschnittliche Auslastung der Lageranlagen in Japan Ende 2025 bei 78 Prozent. Die Zahlen umfassen 17 Kernkraftwerke im Land, darunter auch die Anlage Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant, die sich im Rückbau befindet. Mit der schrittweisen Wiederinbetriebnahme von Reaktoren nach der Fukushima-Katastrophe 2011 steigt die Menge an abgebrannten Brennelementen wieder an.

Hohe Auslastung an mehreren Kraftwerken

Mehrere Kraftwerke haben bereits kritische Werte erreicht. Die Auslastung überschritt die Marke von neunzig Prozent unter anderem im Kernkraftwerk Oi in der Präfektur Fukui sowie in Fukushima Daiichi. Acht weitere Standorte liegen über achtzig Prozent, darunter die Anlagen Takahama und Mihama in Fukui sowie Sendai und Genkai im Süden Japans.

Wenn die Reaktoren in den kommenden fünf Jahren ohne zusätzliche Maßnahmen weiterbetrieben werden, erreichen zentrale Standorte wie Oi, Takahama und das Kernkraftwerk Kashiwazaki Kariwa ihre Kapazitätsgrenzen. Abgebrannte Brennelemente müssen zunächst in wassergekühlten Becken gelagert werden, da sie hohe Temperaturen und starke Strahlung aufweisen.

[...] Die japanische Regierung verfolgt seit den 1990er Jahren eine Strategie, abgebrannte Brennelemente wiederaufzubereiten und erneut zu nutzen. Das wichtigste Projekt ist die Anlage in Rokkasho, deren Bau 1993 begann und bis heute nicht abgeschlossen ist.

Ohne funktionierende Wiederaufbereitung fehlt ein langfristiger Entsorgungsweg. Brennelemente bleiben daher in Zwischenlagern oder direkt an den Kraftwerksstandorten. Diese Situation führt dazu, dass sich die Lager schrittweise füllen, ohne dass ein Abfluss der Materialien sichergestellt ist.

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Nordrhein-Westfalen

Nächster Castortransport mit Atommüll erreicht Ahaus

Ein weiterer Behälter mit Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich hat begleitet von Protesten das Zwischenlager Ahaus erreicht.

Der nächste Großeinsatz zur Absicherung eines Castortransportes von Jülich nach Ahaus startete am Dienstagabend und endete in der Nacht zu Mittwoch. Gegen 1:15 Ur erreichte der Atommüll das Zwischenlager Ahaus. Nach WDR-Informationen könnte der nächste Transport bereits am 19. Mai starten.

Laut der für die gesamte Transportroute zuständigen Polizei Münster verlief die Fahrt ohne Zwischenfälle. Die Beamten stellten lediglich die Personalien von einigen Demonstranten fest, die sich auffällig verhielten.

Fahrrademo in Ahaus

Vor dem Start des Transportes haben in Ahaus wieder Gegner der Castortransporte demonstriert. Rund 170 Menschen beteiligten sich an einer Fahrraddemo vom Bahnhof durch die Innenstadt bis zur Transportroute. Dort harrten wenige Dutzend mit einer Mahnwache bis zur Ankunft des Transportes aus.

Auf einer Kundgebung sprach der Vorsitzende der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus", Heiner Möllers. Er kritisierte eine "irrsinnige Atommüllverschiebung in NRW" und forderte die Politik auf, die Transporte zu stoppen. Die Bürgerinitiative stellt die Sicherheit der Schwertransporte, aber auch des Brennelemente-Zwischenlagers Ahaus in Frage.

Polizei-Überstunden zunehmend ein Problem?

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert die insgesamt hohe Arbeitsbelastung. Zuletzt sicherten rund 2.000 Polizisten die Transportroute sowie die Bereiche um die beiden Lager für hochstrahlende Abfälle ab. Nun soll es wieder eine vierstellige Zahl an Einsatzkräften sein.

Gewerkschaftsvorsitzender Patrick Schlüter sagte, die Beamten hätten schon über den 1. Mai viele Einsätze. Es würden kaum noch Erholungsphasen unter der Woche bleiben, wenn nun auch noch in engem Takt Castoren begleitet werden müssen. Das führe auch zu immer mehr Überstunden.

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5. Mai


 

Reiche will Verbot für fossile Heizungen ab 2045 wohl kippen – Details zum neuen „Heizungsgesetz“

Der Betrieb fossiler Heizungen soll auch nach 2045 möglich sein. Das geht zumindest aus einem Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz vor.

Berlin – Eigentlich sollten nach 2045 keine Heizungen mehr mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Doch wie in einem Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz steht, hat Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) diesen Punkt gestrichen. Der Entwurf liegt der Frankfurter Rundschau vor. Das neue Gesetz soll das Gebäudeenergiegesetz – auch „Heizungsgesetz“ genannt – der Vorgängerregierung ablösen.

Reiche kippt Verbot fossiler Heizungen – Ampel hatte Betrieb ab 2045 untersagt

Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP hatte das Gebäudemodernisierungsgesetz noch von der CDU-geführten Großen Koalition unter Angela Merkel übernommen. In dem Text heißt es wörtlich: „Heizkessel dürfen längstens bis zum Ablauf des 31. Dezember 2044 mit fossilen Brennstoffen betrieben werden.“

[...] Ebenfalls soll die bislang geltende 65-Prozent-Regel entfallen. Die hatte bei Neubauten einen Mindestanteil erneuerbarer Wärmeversorgung von 65 Prozent gefordert und ist zum 1. Januar 2024 in Kraft getreten.

[...] Greenpeace schrieb in einer Stellungnahme, dass die Regelung mit einer „homöopathischen Menge von bis zu einem Prozent“ starte. Ab 2029 sollen dann 10 Prozent CO₂-neutrale Energieträger eingesetzt werden und ab dann steigen.

„De facto heißt das: klimaschädliche Gas- und Ölheizungen dürfen nun viel länger weiterlaufen und sogar noch neu eingebaut werden. Mühsam erlangte Fortschritte werden damit kurzerhand wieder einkassiert – zulasten des Klimas, aber auch der Verbraucher:innen. Denn die ‚grünen‘ Alternativen zum fossilen Gas und Öl sind knapp und teuer, CO2-Preis und Gasnetzentgelte pro Haushalt werden absehbar steigen.“

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Kritik am Tankrabatt

"Ein teures Steuergeschenk für die Mineralölkonzerne"

Seit dem 1. Mai gilt der Tankrabatt. Durch eine geringere Steuer auf Diesel und Benzin soll das Tanken für deutsche Autofahrer trotz gestiegener Mineralölpreise billiger werden. Doch die Senkung von 16,7 Cent pro Liter kommt aber nur begrenzt bei den deutschen Autofahrern an, bemängelt die Klimaökonomin Claudia Kemfert. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie widerspricht.

  • Der Tankrabatt ist noch nicht vollständig bei Verbrauchern angekommen.
  • Experten kritisieren die zu geringe Entlastung.
  • Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie betont, der Tankrabatt würde "voll weitergegeben."
  • Alternativen könnten ein Mobilitätsgeld oder Tempolimit sein.

Der seit dem 1. Mai geltende Tankrabatt ist nach Meinung von Experten noch nicht vollständig bei den Verbrauchern angekommen. So sei der Preis für Kraftstoff in den ersten Tagen statt der erwarteten knapp 17 Cent um nur 14 Cent gesunken, beschreibt die Klimaökonomin Claudia Kemfert bei MDR AKTUELL.

Kritik an mangelnder Wirksamkeit

Kemfert, Forscherin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), kritisiert die begrenzte Wirkung des Rabatts: "Er senkt zwar die Preise, aber offenbar wieder nicht vollständig in dem Umfang, wie es eigentlich rechnerisch möglich wäre".

So könne man anhand der aktuellen Mineralölpreise erwarten, dass der Spritpreis um etwa 17 Cent sinke. Der Rest, so Kemfert, ginge auf die Margen der Mineralölkonzerne.

Hier gibt es wieder ein teures Steuergeschenk für die Mineralölkonzerne, die am Ende ihre Margen nur erhöhen.

Claudia Kemfert

[...] Mobilitätsgeld oder Tempolimit als Alternative

Angesichts der Abhängigkeit und Knappheit von fossilen Energien ist der Tankrabatt aus Kemferts Sicht der falsche Weg. So könnte etwa ein Tempolimit dafür sorgen, dass weniger Kraftstoff verbraucht würde. Ebenfalls hält sie ein Mobilitätsgeld für sinnvoller, um insbesondere Personen mit niedrigem Einkommen und Unternehmen zu entlasten.

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Castor-Alarm Jülich-Ahaus: 5. und 19. Mai – neue Proteste

Castortransport von Jülich nach Ahaus - 5. Mai 2026Den Anti-Atom-Inis ist es gelungen, auch kurzfristig gleich zwei bislang geheime Castor-Termine zu knacken: Schon nächsten Dienstagabend, 5. Mai, geht wieder hochradioaktiver Atommüll am Forschungszentrum Jülich auf die 170 km lange Autobahn-Piste nach Ahaus. Und zwei Wochen später, am Dienstag, 19. Mai, soll X4 folgen – jetzt strammes Programm für die NRW-Polizei …

Wir werden auch nächsten Dienstag in Jülich und Ahaus abends wieder auf der Straße sein – die Details folgen am Wochenende – achtet auf Updates!

Atommülltourismus auf der Autobahn ist keine Entsorgung – sondern reine Show mit viel Polizei drumherum.

Deshalb beteiligt euch an den Protesten!

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Atommüll-Lagerung

Atommüll: Dritter Castor-Transport soll am Abend durch NRW rollen

Ahaus. Heute Abend könnte erneut ein Transport mit Atommüll durch NRW rollen. Atomkraftgegner bereiten Proteste und Mahnwachen an mehreren Orten vor.

Anti-Atomkraft-Initiativen erwarten am Dienstagabend (5.5.) den dritten Transport von hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus. Eine offizielle Bestätigung für den geplanten Transport durch Nordrhein-Westfalen gibt es nicht.

Atomkraftgegner planen für Dienstagabend dennoch an mehreren Stellen Proteste gegen den Castor-Transport. Am Forschungszentrum in Jülich bei Aachen planen Initiativen ab 18 Uhr eine Mahnwache. Am Ziel des Transports in Ahaus ist ab 18.30 Uhr eine Fahrrad-Demo durch die Innenstadt geplant. Die Demo soll mit einer Mahnwache auf einer Kreuzung enden, über die der Castor-Transport nach Angaben der Initiativen fahren muss.

Zuletzt hatten sich wenige hundert Menschen an den Protesten gegen die Atommüll-Transporte beteiligt.

Bisherige Castor-Transporte bislang ohne Zwischenfälle

Die ersten beiden Transporte von Atommüll-Behältern aus Jülich nach Ahaus waren in den vergangenen Wochen ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Polizei begleitet die stark gesicherten Transporte jeweils mit einem Großaufgebot.

In den Behältern werden insgesamt gut 288.000 tennisballgroße Brennelemente aus dem Versuchsreaktor transportiert. Der Reaktor war ein Kugelhaufen-Hochtemperaturreaktor. Die Anlage war von 1967 bis 1988 in Betrieb.

Mammutaufgabe: 152 Castor-Behälter müssen nach Ahaus

Die Brennstoffe in den Kugeln geben weiterhin radioaktive Strahlung ab und wären außerhalb der Castor-Behälter hochgefährlich. In jeden Behälter passen maximal 1.900 Kugeln, die insgesamt rund zwei Kilogramm Brennstoff enthalten. Ein beladener Castor-Behälter wiegt rund 27 Tonnen, ein Sattelzug mitsamt einem vollen Behälter knapp 130 Tonnen.

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Deutsche Umwelthilfe widerlegt Mythos angeblich hoher Systemkosten Erneuerbarer Energien

Strom aus Wind und Sonne ist auch bei Anrechnung von Netzausbau und Batteriespeichern günstiger als Gas

Auch unter Einbeziehung der Kosten für Netzausbau und Batteriespeicher sind Erneuerbare Energien deutlich günstiger als der Neubau von Gaskraftwerken. Das ist das Ergebnis eines Gesamtkostenvergleichs, den die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Wirtschaftsverband Windkraftwerke (WVW) gemeinsam in Auftrag gegeben haben. Demnach ergeben sich für Solar- und Windenergieanlagen, die im Jahr 2027 neu errichtet werden, Gesamtkosten von rund 11 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh). Für Gaskraftwerke liegen die Kosten mit bis zu 31 ct/kWh dagegen drei Mal so hoch. Kostentreiber sind dabei die rasant gestiegenen Preise der Kraftwerkshersteller, Brennstoff- und Emissionszertifikate-Kosten sowie die erwarteten niedrigen Betriebsstunden der Gaskraftwerke. DUH und WVW fordern Wirtschaftsministerin Katherina Reiche auf, die tatsächlichen Kostenstrukturen des Energiemarkts anzuerkennen und ihre einseitig auf den Neubau von Gaskraftwerken ausgerichtete und maßgeblich von den Energiekonzernen beeinflusste Politik zu beenden.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH: "Zusammen mit den CEOs von E.ON und RWE hat Katherina Reiche ein argumentatives Kartenhaus gebaut, um neue Gaskraftwerke durchzusetzen: Angeblich würden Erneuerbare Energien durch Netzausbau und Batteriespeicher hohe Systemkosten verursachen. Dieses Kartenhaus fällt nun in sich zusammen. Die Zahlen zeigen klar, dass der Neubau eines Gaskraftwerks im Vergleich zu neuen Windkraft- oder Solaranlagen drei Mal so teuer ist. Geht es mit Reiches Plänen weiter, drohen den Stromverbrauchern unnötig hohe Kosten. Geopolitische Krisen mit Auswirkungen auf den internationalen Markt für fossile Energieträger träfen uns weiterhin mit voller Wucht. Diese Energiepolitik ist ein Risiko für die nationale Sicherheit und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir fordern Bundeskanzler Merz auf, von seiner Richtlinienkompetenz Gebrauch zu machen und die deutsche Energiepolitik zurück auf einen Kurs für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Versorgung zu bringen."

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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4. Mai


 

Belgische Regierung prüft staatliche Übernahme der Atomkraftwerke von Engie

Brüssel - Die belgische Regierung prüft eine staatliche Übernahme der Atomkraftwerke des französischen Energiekonzerns Engie und hat dafür zunächst einen Rückbaustopp für die Kernkraftwerke verhängt. Im Zuge des Prüfprozesses soll bewertet werden, ob die Nuklearanlagen künftig in staatliche Hand übergehen könnten.

Die mögliche Übernahme der teils mehr als 50 Jahre alten Reaktoren durch den Staat würde eine deutliche Abkehr von der bisherigen belgischen Ausstiegsstrategie aus der Kernenergie markieren. Der Energieversorger Engie zeigt wenig Interesse an einer langfristigen Weiterführung und setzt strategisch zunehmend auf erneuerbare Energien sowie Batteriespeicher.

Belgische Regierung prüft Übernahme sämtlicher Nuklearaktivitäten

Im Fokus der Prüfung steht nach aktuellen Angaben die mögliche Übernahme sämtlicher belgischer Nuklearaktivitäten des Konzerns, einschließlich der sieben Reaktoren, die derzeit von der Tochtergesellschaft Electrabel betrieben werden, davon mehrere bereits stillgelegt oder im Rückbau befindlich.

Grundlage des Prozesses ist zunächst eine unverbindliche Absichtserklärung zwischen Belgien und Engie. Im nächsten Schritt soll der Staat eine umfassende Due-Diligence-Prüfung der Nuklearaktivitäten durchführen.

Ein finales Grundsatzabkommen könnte bis Oktober 2026 erzielt werden. Eine mögliche Transaktion stünde anschließend noch unter regulatorischem Vorbehalt und müsste unter anderem von den zuständigen Atomaufsichtsbehörden genehmigt werden.

AKW-Abschaltungen: Fünf belgische Reaktoren bereits stillgelegt

Die meisten belgischen Reaktoren stammen aus den 1970er-Jahren. Von den insgesamt sieben Atomreaktoren des Landes sind derzeit fünf endgültig stillgelegt.

Den Anfang machte im September 2022 Doel 3 (1.056 MW brutto) nach 40 Jahren Betriebszeit. Grundlage war das belgische Atomausstiegsgesetz von 2003. Der Reaktor war zudem wegen Rissen im Reaktordruckbehälter seit Jahren umstritten.

Es folgte Tihange 2 (1.055 MW brutto) im Februar 2023, ebenfalls nach 40 Jahren Betriebszeit. Auch hier waren neben dem Atomausstiegsgesetz Materialrisse im Reaktordruckbehälter ein zentraler Kritikpunkt.

Im Jahr 2025 wurden drei weitere Reaktoren stillgelegt, die nach einer zehnjährigen Laufzeitverlängerung jeweils rund 50 Jahre in Betrieb waren. Dazu zählen Doel 1 (454 MW), Doel 2 (454 MW) und Tihange 1 (1.009 MW).

Laufzeitverlängerung für zwei belgische Atomkraftwerke nur mit staatlicher Unterstützung

Die beiden verbleibenden Atomkraftwerke Doel 4 (1.090 MW brutto) und Tihange 3 (1.089 MW brutto) sollen eine Laufzeitverlängerung um zehn Jahre bis 2035 erhalten und wären anschließend rund 50 Jahre in Betrieb.

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Flutkatastrophen in der Emilia-Romagna

Erst Jahrhundertereignis, jetzt neue Normalität

Italiens Norden erlebt, wie der Klimawandel Landschaft und Leben verändert. Rückhaltebecken sollen Überschwemmungen verhindern, doch die Maßnahmen sind teuer.

Die Bilder, die im Mai 2023 aus der norditalienischen Region Emilia-Romagna kamen, waren apokalyptisch. Ab dem 16. des Monats regnete es zwei Tage lang ununterbrochen in Strömen. Danach standen weite Landstriche unter Wasser. Ganze Städte wie das 60.000 Einwohner zählende Faenza waren bis zum ersten Stock überflutet. Auf den Straßen fuhren keine Autos oder Fahrräder mehr, sondern Schlauchboote. Insgesamt wurden rund 550 Quadratkilometer überschwemmt.

Die Schäden waren enorm. Tausende Wohnungen und Geschäfte wurden verwüstet, ihr komplettes Mobiliar verwandelte sich in Sperrmüll, der in den Folgetagen die Straßenränder säumte. In hunderten Fabrikhallen waren Maschinen unbrauchbar geworden, die Verluste in den für die Region typischen Obstplantagen waren immens. Hinzu kamen schwere Schäden an der Infrastruktur: gebrochene Deiche, weggespülte Brücken und aufgerissene Straßen.

Insgesamt belief sich der Schaden auf 8,5 Milliarden Euro. Zur Tragödie wurde die Katastrophe durch den Tod von 16 Menschen – sie ertranken in Kellern oder Wohnungen oder wurden von den Fluten mitgerissen. Früher hätte man von einem Jahrhundertereignis gesprochen. Doch das trifft längst nicht mehr zu: Bereits am 2. Mai, nur zwei Wochen zuvor, hatten ähnlich heftige Regenfälle Überschwemmungen ausgelöst. 2024 wiederholte sich das Szenario gleich zweimal, im September und im Oktober.

Der Ablauf war stets derselbe: Eine Regenfront brachte enorme Wassermengen, binnen Stunden schwollen kleine Flüsse zu reißenden Strömen an. Sie flossen von den Hängen des Apennin in die nördlich gelegene Poebene und setzte sie unter Wasser.

Die neue Normalität

„Die Ebene war früher Sumpfland, seit dem 19. Jahrhundert ist sie durch Kanäle und die Eindeichung der Flüsse trockengelegt“, sagt Michele de Pascale, seit 2024 Präsident der Region Emilia-Romagna. Heute gelten rund 50 Prozent der Fläche mit etwa 60 Prozent der Bevölkerung als potenzielles Überschwemmungsgebiet, da das Gelände flach ist und nur wenig über dem Meeresspiegel liegt.

Nun stehe die Region vor einer neuen Herausforderung, so de Pascale. Sowohl die Häufigkeit als auch die Regenmenge seien beispiellos. Niemand bestreite ernsthaft, dass hinter dieser Entwicklung der Klimawandel stecke. Entsprechend müsse man sich darauf einstellen.

In der Ebene braucht es dazu große Anlagen, um die Wassermassen aufzufangen, sowohl Hochwasserrückhaltebecken als auch Stauseen, die dabei helfen, Wasser in Regenperioden zu speichern, skizziert de Pascale den Kern der Pläne der Region. Diese könnten in den zunehmend häufigeren Dürrephasen genutzt werden.

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Atlantikströmung vor Kipppunkt: Neue Klimamodelle rechnen mit dramatischem Zusammenbruch

„Die pessimistischsten Annahmen sind die wahrscheinlichsten“: Die AMOC-Strömung wird sich sehr wahrscheinlich bis zur Mitte des Jahrhunderts deutlich abschwächen. Die Folgen für Europa sind katastrophal

Das entscheidende atlantische Strömungssystem scheint deutlich stärker vom Zusammenbruch bedroht zu sein als bisher angenommen, nachdem neue Forschungsergebnisse gezeigt haben, dass die Klimamodelle, die die stärkste Verlangsamung vorhersagen, am realistischsten sind. Wissenschaftler bezeichneten die neue Erkenntnis als „sehr besorgniserregend“, da ein Zusammenbruch katastrophale Folgen für Europa, Afrika und Amerika hätte.

Die atlantische meridionale Umwälzzirkulation (AMOC) ist ein wesentlicher Bestandteil des globalen Klimasystems. Aufgrund der Klimakrise befindet sie sich in ihrem schwächsten Zustand seit 1600 Jahren. Wissenschaftler entdeckten 2021 Warnzeichen für einen Kipppunkt und wissen, dass die AMOC in der Vergangenheit der Erde bereits zusammengebrochen ist.

Klimaforscher nutzen Dutzende verschiedener Computermodelle, um das zukünftige Klima zu bewerten. Für das komplexe AMOC-System liefern diese jedoch sehr unterschiedliche Ergebnisse, die von Modellen reichen, die bis 2100 keine weitere Verlangsamung anzeigen, bis zu solchen, die eine massive Verlangsamung um etwa 65 Prozent nahelegen – selbst wenn die CO₂-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe schrittweise auf netto null reduziert werden.

AMOC bringt tropisches Wasser nach Europa und in die Arktis

Die Forscher kombinierten reale Meeresbeobachtungen mit den Modellen, um die zuverlässigsten Ergebnisse zu ermitteln, wodurch sich die Unsicherheitsspanne erheblich verringerte. Sie ermittelten eine geschätzte Verlangsamung von 42 Prozent bis 58 Prozent im Jahr 2100 – ein Ausmaß, das mit fast absoluter Sicherheit zum Zusammenbruch führen wird.

Die AMOC ist ein wesentlicher Bestandteil des globalen Klimasystems und transportiert von der Sonne erwärmtes tropisches Wasser nach Europa und in die Arktis, wo es abkühlt und absinkt, um eine tiefe Rückströmung zu bilden. Ein Zusammenbruch würde den tropischen Niederschlagsgürtel, auf den viele Millionen Menschen für den Anbau ihrer Nahrungsmittel angewiesen sind, verlagern, Westeuropa in extrem kalte Winter und sommerliche Dürren stürzen und den bereits steigenden Meeresspiegel rund um den Atlantik um weitere 50 bis 100 cm ansteigen lassen.

Dr. Valentin Portmann vom Inria Centre de recherche Bordeaux Sud-Ouest in Frankreich, der die neue Studie leitete, sagte: „Wir haben festgestellt, dass die AMOC stärker als erwartet zurückgehen wird, verglichen mit dem Durchschnitt aller Klimamodelle. Das bedeutet, dass wir eine AMOC haben, die näher an einem Kipppunkt ist.“

AMOC-Kipppunkt in 25 Jahren

Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sagte: „Dies ist ein wichtiges und sehr besorgniserregendes Ergebnis. Es zeigt, dass die ‚pessimistischen‘ Modelle, die eine starke Abschwächung der AMOC bis zum Jahr 2100 vorhersagen, leider die realistischeren sind, da sie besser mit den Beobachtungsdaten übereinstimmen.“

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Schwacher Photovoltaik-Jahresauftakt in Deutschland

Sechs Prozent weniger PV-Anlagen in Betrieb als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs

Berlin - Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) wurden im ersten Quartal dieses Jahres neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 3,5 Gigawattpeak neu in Betrieb genommen – rund sechs Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dies gehe aus Daten der Bundesnetzagentur hervor. Insbesondere die Nachfrage nach Solarstromanlagen im Heimsegment war – wie bereits im Vorjahr – in den ersten drei Monaten spürbar rückläufig (-21%). Der BSW-Solar warnte vor diesem Hintergrund erneut vor weiteren Einschnitten bei der Förderung von Solarstromanlagen, wie sie Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche insbesondere für Photovoltaik-Dachanlagen plant, die ab 2027 in Betrieb gehen. Mit dem Solarspitzengesetz war es bereits Anfang letzten Jahres zu einer Verschlechterung der Rahmenbedingungen für die Solarenergie gekommen.

Für die nächsten Wochen rechnet die Interessenvertretung der Solarbranche mit einer zumindest leichten Belebung der Nachfrage infolge der jüngsten Energiekrise und aufgrund von Vorzieheffekten in Erwartung möglicher Fördereinschnitte. „Eine vorübergehende solare Sonderkonjunktur, sollte sie kommen, ersetzt keine verlässlichen Investitionsbedingungen“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Carsten Körnig. Die erneute Energiekrise zeige, wie wichtig es sei, Deutschland mit Hilfe eines schnelleren Ausbaus von Erneuerbaren Energien und Speichern unabhängiger von teuren Energieimporten zu machen. „Wer bei der Solarenergie jetzt auf die Bremse tritt, schadet dem Wirtschaftsstandort und drosselt den in der Bevölkerung beliebtesten Energiepreisdämpfer“, so Körnig.

Details zu den Photovoltaik-Marktdaten im 1. Quartal 2026

Gemäß BSW-Auswertung des BNetzA-Marktstammdatenregisters vom 23. April belief sich der Zubau von PV-Anlagen mit Inbetriebnahmedatum im 1. Quartal 2026 auf rund 3,51 GWp Bruttoleistung. Der PV-Zubau in den ersten drei Monaten dieses Jahres lag damit insgesamt sechs Prozent unter dem Niveau des 1. Quartals 2025 zum vergleichbaren Vorjahresregistrierungszeitpunkt.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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4. und 5. Mai 1986 (INES 0 Klass.?) AkwINES Kategorie 0 "Meldepflichtiges Ereigniss" THTR 300, Hamm, NRW, DEU

Freisetzung von radioaktiver Strahlung in die Umwelt bedeutet INES-3 ...
 

Durch Maßnahmen zur Entfernung eines beschädigten Brennelementes im THTR wurden 41 Brennelemente zerstört und der Graphitstaub in einem Umkreis von 4 Quadratkilometern um die Anlage freigesetzt.
(Kosten ca. 308,2 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents
 

Der Störfall

Der Störfall, mit dem sich die Betreiber des THTR-300 um die Gunst der in NRW regierenden SPD brachten, geschah in der Nacht vom 4. zum 5. Mai 1986. Die radioaktive Wolke ausgehend von der strahlenden Reaktorruine in Tschernobyl (INES 7 Supergau am 26. April 1986) lag über Europa.

Eigentlich sollte die Beschickung des THTR in Hamm-Uentrop automatisch von statten gehen - jeweils genau 60 neue Grafit-Brennstoffkugeln sollten von der Automatik oben hinzugefügt und 60 'alte' Kugeln unten entnommen werden.

Am Abend des 4. Mai 1986 hatte sich eine der Brennelement-Kugeln in dem Rohrsystem der Beschickungsanlage verklemmt und bewegte sich weder vor noch zurück. Der Techniker versuchte die geborstene Kugel per Gasdruck aus dem Rohr in den Reaktor hinein zu befördern. Das Spülgas, mit dem zuerst geblasen wurde, war also sauberes, nicht radioaktiv kontaminiertes Helium, das frisch aus dem Vorratsbehälter kam und in Richtung Reaktor geblasen wurde. Aber der Gasdruck des Spülgases allein war anscheinend nicht stark genug, und so schickte die Person an der Schalttafel alle anderen 40 Kugeln hinterher, eine nach der anderen. Das Ergebnis dieser Aktion waren 41 zerbrochene Kugeln und eine offene Gasschleuse ...
 

AtomkraftwerkePlag

Hamm-Uentrop (Nordrhein-Westfalen)

In der Nähe des Reaktors wurden je Quadratmeter Boden 50.000 Becquerel Strahlung gemessen, die durch radioaktiven Graphitstaub verursacht wurden. Der Betreiber verschwieg den Vorfall zunächst und bezeichnete später die Belastung der Umwelt als nicht "nennenswert groß".

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Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände4. Mai 1954 ("Castle Yankee"H-Bombe mit 13,5 MT, Atomtests USA) Bikini Atoll, MHL

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
 

IPPNW Report - August 2023 - Atomwaffentests - (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden auf mehreren Atollen im Pazifik, in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert. Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

Die Nukleare Kette

Bikini & Eniwetok, Marshallinseln

Atomwaffentests

Atomwaffentests auf den Bikini- und Eniwetok-Atollen machten ganze Inselgruppen unbewohnbar. Tausende von Menschen wurden hohen Dosen von Radioaktivität ausgesetzt. Weltweit stieg die Belastung mit strahlenden Partikeln durch radioaktiven Niederschlag an.

Hintergrund

Die beiden Atolle Bikini (Pikinni) und Eniwetok (Āne-wātak) sind Teil der Marshallinseln. Sie wurden im Zweiten Weltkrieg zunächst von den Japanern, später dann von den US-Streitkräften besetzt. Die US-Streitkräfte wählten das Bikini-Atoll für ihre ersten Atomexplosionen nach dem Abwurf der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki aus. Nach der Evakuierung der Inselbewohner wurde am 1. Juli 1946 die Atombombe „Able“ über einer Flotte erbeuteter Schiffe gezündet, die mit Versuchstieren gefüllt waren. Fünf der 78 Schiffe sanken, 14 wurden zerstört. Ein Drittel der Tiere starb infolge der Druckwelle. Marinesoldaten mussten die Decks der verbleibenden Schiffe vom radioaktiven Niederschlag reinigen und waren so hohen Strahlenwerten ausgesetzt. Da sich die Dekontaminierung schließlich als unwirksam erwies, wurden viele der Schiffe im Pazifik versenkt. Insgesamt fanden zwischen 1946 und 1958 auf den Bikini und Eniwetok Atollen 67 Atombombenversuche mit einer Gesamtsprengkraft von etwa 214 Megatonnen statt.

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3. Mai


 

Abschiebungen nach Afghanistan

Schmutziger geht's nicht

Dobrindt arbeitet bei Abschiebungen mit einer Terrororganisation zusammen, die die Bundeswehr zehn Jahre lang bekämpft. Das ist eine Schande.

Dass es einen schmutzigen Deal zwischen der Bundesregierung und den Taliban gibt, war schon länger offensichtlich. Deutschland ließ letztes Jahr Vertreter der Islamisten einreisen und sie inoffiziell die afghanische Botschaft übernehmen. Und parallel starteten wieder Abschiebungen aus Deutschland in das verarmte Land.

Nur wie schmutzig das Geschäft ist, auf das sich die Bundesregierung da eingelassen hat, das wissen wir erst seit den Enthüllungen des ZDF Magazin Royal aus der letzten Woche. Unter höchster Geheimhaltung karren die Bundesländer offensichtlich Afghanen nach Berlin, die abgeschoben werden sollen. Um ihre Identität festzustellen und die nötigen Papiere zu besorgen, werden die Betroffenen dann von den Taliban-Vertretern identifiziert – in den Gebäuden der deutschen Behörden.

Wir erinnern uns: Gegen die Taliban hat die Bundeswehr über zehn Jahre lang Krieg geführt. Und seit der Rückeroberung 2021 haben die Taliban ihr Land in einen abstoßenden Ort verwandelt: Frauen sind so massiv vom öffentlichen Leben, von Bildung und Gleichberechtigung ausgeschlossen, dass viele Be­ob­ach­te­r:in­nen von Geschlechter-Apartheid sprechen. Zuletzt führten die Taliban ein neues Gesetzbuch ein, das je nach sozialer Klasse des Angeklagten unterschiedliche Strafen vorsieht.

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Das grüne Kraftwerk von Enertrag

"Seit 1990 ist klar: Uns bleiben nur Solar- und Windenergie"

Jörg Müller baut 1992 in Brandenburg seine erste Windkraftanlage. Der Kerntechnik-Ingenieur ist schon damals überzeugt: Das ist die Zukunft. Ein Verbundkraftwerk aus Erneuerbaren kann genauso zuverlässig Energie bereitstellen wie ein konventionelles Kraftwerk. Gut 30 Jahre später beliefern Müller und sein Unternehmen Enertrag ihre Kunden in der Uckermark rund um die Uhr mit Strom aus Sonne, Wind, Speicher und grünem Wasserstoff. Das Vorbild ist die Landwirtschaft. "Die Erntezeit dauert zwei Wochen", sagt Müller im "Klima-Labor" von ntv. "Wie machen wir daraus Essen für Monate? Mit Getreidespeichern." Das Potenzial der neuen Technologien ist ihm zufolge längst nicht ausgeschöpft. Speziell die Solarenergie beeindruckt mit so großen Sprüngen, dass sie Windenergie eines Tages überflüssig machen könnte. Das sind Müller zufolge gute Nachrichten für Verbraucher, er verspricht: Das neue Energiesystem wird deutlich günstiger, selbst wenn die Kilowattstunde doppelt so viel kostet.

ntv.de: Sie haben in Moskau Kerntechnik studiert und wollten ein Praktikum in Tschernobyl machen. War für Sie mit der Nuklearkatastrophe klar, dass die Atomenergie keine Zukunft hat?

Jörg Müller: Die Kernspaltung haben wir nicht wegen Tschernobyl aufgegeben, sondern weil wir die Kernfusion nicht in den Griff bekommen haben. Ohne Kernfusion ergibt die Kernspaltung keinen Sinn, denn Uran ist endlich. Das reicht nicht, um die gesamte Erde mit Energie zu versorgen. Die Kernspaltung sollte immer eine Brücke sein. Auf der Erde gelingt es uns aber bis heute nicht, mehrere Millionen Grad Celsius zu kontrollieren, auch wenn immer wieder jemand hervortritt und meint: In 20 oder 30 Jahren haben wir es geschafft! Aus rein wissenschaftlicher Sicht war 1990 klar: Uns bleibt nur der Weg zur Solar- und Windenergie.

War das nur die wissenschaftliche oder auch die ökonomische Sichtweise?

Ökonomisch war Kernenergie immer schwierig. Es sind viele staatliche Mittel reingeflossen, deshalb rechnen wir das schön. Dazu kommt: Man kann Kernspaltung nicht von Kernwaffen trennen.

Inwiefern?

Wer Kernspaltung betreibt, hat Plutonium. Wer Plutonium hat, kann Kernwaffen bauen. Im Grunde hat die Rüstungsindustrie die Kernspaltung mit der Herstellung von Kernwaffen subventioniert. Und bitte nicht vergessen: Wir bewegen uns mit großer Geschwindigkeit auf eine Welt zu, in der Strom die Primärenergiequelle ist. Wenn ich Strom mit Sonne oder Wind herstelle, habe ich praktisch keine Verluste. Ein Kernkraftwerk bläst 70 Prozent der erzeugten Energie über den Kühlturm in die Luft. Ein Kohlekraftwerk auch. Jedes Auto mit Verbrennungsmotor pustet bis zu 80 Prozent dessen, was teuer an Brennstoffen reingefüllt wird, sinnlos aus dem Auspuff heraus. Das Elektroauto hat einen Wirkungsgrad von 98 Prozent.

Unsere Welt wird effizienter?

Ja. Wir verlassen die Welt des Carnot'schen-Wirkungsgrades. Die Dampflok hatte einen Wirkungsgrad von fünf und später mit viel Mühe knapp zehn Prozent. Dann kamen die Kollegen Otto und Diesel mit Wirkungsgraden von 30 bis 40 Prozent. In der Stromwelt können wir den Wirkungsgrad auf 90 Prozent erhöhen. Das macht das neue Energiesystem deutlich günstiger, selbst wenn die Kilowattstunde doppelt so viel kostet. Ich benötige schließlich nur ein Drittel der Energie. Das sind die zwei Argumente für erneuerbare Energien: Sie sind günstiger als alles, was wir bisher gemacht haben - und wir haben keine Alternativen.

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Was El Niño für das Wetter und Deutschland bedeutet

Klimaforscher weltweit beobachten gerade den Pazifik. Dort entwickelt sich wahrscheinlich ein neues El-Niño-Phänomen. Das könnte weltweit für extremes Wetter sorgen. Auch Deutschland ist von El Niño betroffen – indirekt.

Noch ist El Niño nicht da. Aber im Pazifik passiert gerade etwas, was Klimaforscher weltweit besonders aufmerksam macht: Im Ozean sammelt sich Wärme. Vieles spricht dafür, dass sich daraus in den kommenden Monaten ein El Niño-Ereignis entwickeln könnte, bestätigt der Meteorologe und Klimaforscher Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (externer Link) dem Bayerischen Rundfunk. Wie stark das Phänomen in diesem Fall letztlich ausfallen wird, sei aber noch völlig offen.

Unsichere Prognose: Frühjahr erschwert Vorhersagen

Nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA liegt die Wahrscheinlichkeit für El Niño im Frühsommer derzeit bei etwas mehr als 60 Prozent. Noch ist die Prognose aber unsicher. Darauf weist auch der Deutsche Wetterdienst hin.

Hintergrund ist die sogenannte "spring predictability barrier", die bedeutet: Im Frühjahr lassen sich Veränderungen im Klimasystem schlechter vorhersagen als im Rest des Jahres. Erst ab Ende Mai oder Juni werden die Prognosen meist verlässlicher, weil dann die Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre klarer erkennbar sind.

Was El Niño eigentlich ist

Das Phänomen El Niño entwickelt sich meist im Sommer. Seinen Höhepunkt erreicht es oft um den Jahreswechsel. Deshalb benannten Fischern aus Peru schon vor hunderten von Jahren das Phänomen nach dem Christkind, spanisch "El Nino". Nur bringt El Niño keine Geschenke, sondern oft Extremwetter, denn es verändert die Meeresströmungen im Pazifik.

Normalerweise wehen Passatwinde das warme Oberflächenwasser von Ost nach West, also von Südamerika nach Australien. Im Gegenzug steigt vor Südamerika kaltes Wasser aus der Tiefe des Meeres auf. Bei El Niño schwächen sich die Passatwinde ab, stoppen, oder drehen sich sogar. Das warme Wasser staut sich dann vor der Küste Südamerikas.

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Netzausbau in Deutschland – Reiche-Plan könnte wichtiges Projekt um Jahre zurückwerfen

Die Energiewende ist auf einen schnellen Ausbau der Stromnetze angewiesen. Katherina Reiche setzt auf Freileitungen, doch das könnte den Ausbau um Jahre verzögern.

Frankfurt am Main – Deutschland muss sein Stromnetz ausbauen. Von kaum einem Faktor hängt die Umsetzung der Energiewende im Land mehr ab. Neben einer soliden Speicherstruktur, sind erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft darauf angewiesen, dass der erzeugte Strom die Stromleitungen nicht überlastet.

Eine Grundfrage ist, auf welchen Leitungstyp man dabei setzt. Dabei gibt es zwei Auswahlmöglichkeiten: Entweder, man verlegt die Stromkabel unter der Erde, oder man setzt auf sogenannte Freileitungen. Damit sind die teils in großer Höhe an Masten gespannten Stromleitungen gemeint. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche setzt im Gegensatz zu den bisherigen Planungen auf einen Vorrang für Freileitungen. Eine Studie warnt nun vor diesem Schritt und stellt massive Verzögerungen beim Netzausbau in Aussicht.

Bremst Reiche den Netzausbau? Studie weist auf jahrelange Verzögerungen hin

Die Wirtschaftsberatung Frontier Economics hat im Auftrag der führenden Erdkabelhersteller NKT und Prysmian die Folgen eines Wechsels auf Freikabel untersucht. Ein zentrales Ergebnis der Studie: Die Umplanung könne das Stromnetzprojekt „SuedWestLink“ um vier bis sieben Jahre verzögern. Grund dafür sei, das der Wechsel „genehmigungsrechtlich gesehen eine Neuplanung“ darstelle.

Das mache sich auch bei den Kosten für das Projekt bemerkbar. Während das Verlegen von Erdkabeln in der Regel höhere Investitionen bedürfe, als der Bau von Freileitungen, würde die mögliche Verzögerung ebenfalls hohe Kosten verursachen. Denn durch die Wartezeit müssten sogenannte Redispatzahlungen geleistet werden. Das sind staatlich finanzierte Ausgleichszahlungen, wenn ein Wind- oder Solarkraftwerk aufgrund von Netzüberlastungen die Stromproduktion einstellen muss. 

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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3. Mai 2026

Alte Heizungs-Risiken, neue Bürgerenergie-Modelle und nützliche Windkraft im Süden

Trotz des Mieterschutz-Kompromisses steuert das Heizungsgesetz in die falsche Richtung, sagt Oliver Hummel, Vorstand beim Ökoenergieversorger Naturstrom und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Überraschend für ihn kommt das Umweltbundesamt in einer Windkraftanalyse zu anderen Schlüssen als das Wirtschaftsministerium.

Klimareporter°: Herr Hummel, bei der Reform des "Heizungsgesetzes" einigte sich die Koalition jetzt darauf, dass sich Mieter und Vermieter künftig die Mehrkosten teilen müssen, wenn eine neue Gas- oder Ölheizung eingebaut wird. Wie sehen Sie das?

Oliver Hummel: Der Kompromiss zum Gebäudemodernisierungsgesetz mildert beim künftigen Einbau neuer Gas- und Öl-Heizungen den Kostendruck auf die Mieterinnen und Mieter. Grob zusammengefasst: Die Kostenrisiken, die aus steigenden CO2-Preisen, dem wachsenden Anteil grüner Brennstoffe und den Gasnetzentgelten resultieren, sollen zur Hälfte vom Vermieter getragen werden.

Das ist – isoliert betrachtet – ein begrüßenswerter Schritt, ändert aber nichts daran, dass das Gesetz grundsätzlich in die falsche Richtung steuert.

Im Heizungskeller gilt künftig: Alles kann, nichts muss. Das ist deutlich schlechter, als es klingt. Dem Gebäudemodernisierungsgesetz fehlt es an Klarheit und Orientierung – das birgt Risiken für den Fortgang der Wärmewende und für diejenigen Menschen, die sich vom Laissez-faire der Regierung zum Kauf einer fossilen Heizung verleiten lassen.

Zudem gibt die konkrete Einigung Rätsel auf. Wieso sollen die Vermieter, die den Heizungsaustausch allein verantworten, nur die Hälfte der anfallenden Mehrkosten tragen? Und wieso gilt die Regelung nur für die ersten drei der geplanten vier Stufen der nach wie vor nicht weiter ausdefinierten "Bio-Treppe"?

Man darf gespannt sein auf den konkreten Gesetzesentwurf.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat die sogenannte Frühkoordinierung abgebrochen und die Gesetzentwürfe für das Kraftwerkssicherheitsgesetz – jetzt "Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz" –, die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sowie das sogenannte Netzpaket fast unverändert in die Ressortabstimmung gegeben. Bereits Mitte Mai soll es Kabinettsbeschlüsse geben. Will Reiche jetzt mit dem Kopf durch die Wand?

Kompromissfähigkeit scheint jedenfalls nicht ihre Stärke zu sein, wenn man der Berichterstattung glauben kann.

Dass die Wirtschaftsministerin dennoch mit koalitionsinternem Widerstand rechnet, zeigt sich im weiteren Zeitplan: Die Verabschiedung des neuen EEG, des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, sowie des "Netzpakets" im Bundestag ist erst nach der Sommerpause geplant, also im September oder vielleicht auch erst im Oktober.

Ich hoffe, dass diese Zeit produktiv genutzt werden kann. Den Redispatch-Vorbehalt, den Reiche gegen alle Kritik unverändert im Gesetzentwurf belassen hat, lehnen wir klar ab. Er ist geeignet, den Erneuerbaren-Ausbau großflächig abzuwürgen, ohne die Beseitigung der regional bestehenden Netzengpässe zu beschleunigen.

Die Bürgerenergiebewegung hat sich nicht nur für erneuerbare und gegen fossile Energien eingesetzt, sondern immer auch für Resilienz und eine demokratische Kultur, betonen Lydia Takit und Harald Uphoff vom Bündnis Bürgerenergie im Vorfeld des Konvents 2026. Trotzdem durchlebt die Bürgerenergie derzeit eine schwierige Phase. Wie kann sie wieder in die Vorhand kommen?

Bürgerenergie-Gesellschaften wie ehrenamtlich geführte Energiegenossenschaften haben es in der Tat heute sehr schwer. Die Energiewende ist teils sehr kapitalintensiv geworden – Stichwort Wind- und Solarparks. Teils ist sie technologisch und regulatorisch sehr komplex, beispielsweise im Bereich der kleinräumigen Belieferungsmodelle.

Die Abhängigkeit mancher Geschäftsmodelle von trägen und unzureichend digitalisierten Verteilnetzbetreibern und auch die kommende EEG-Novelle mit der Absenkung der Direktvermarktungsschwelle bei Solaranlagen tun hier ihr Übriges.

Da sich die klassische mittelgroße Photovoltaik-Dachanlage mit Volleinspeisung auf dem Schul- oder Kita-Dach seit Jahren nicht mehr lohnt und in Zukunft noch viel weniger lohnen wird, dürfte der realistischste Weg für die Bürgerenergie wohl trotz einiger Herausforderungen über Belieferungsmodelle wie Energy Sharing oder die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung laufen.

Ab 1. Juni sind die Verteilnetzbetreiber gesetzlich verpflichtet, das Energy Sharing in ihren Netzgebieten zu ermöglichen. Ich drücke die Daumen, dass es dann schnell erste Anwendungsfälle geben wird.

Die Tschernobyl-Katastrophe hat vor 40 Jahren die deutsche Öffentlichkeit aufgewühlt – und letzten Endes zum Atomausstieg und zur Energiewende geführt. Der Weg dorthin war aber alles andere als geradlinig. Wie hat sich Ihr Verhältnis zur Atomkraft eigentlich entwickelt?

Für mich ist ganz klar: Der Atomausstieg in Deutschland war und ist richtig. Keines der Probleme der Atomenergie ist gelöst – von der Sicherheit über die Atommüll-Endlagerung bis hin zur mangelnden Flexibilität und den enormen Kosten neuer Kraftwerke.

Der Weiterbetrieb der letzten verbliebenen AKW hätte neue Millioneninvestitionen in überalterte Meiler erfordert. Selbst ehemalige Betreiber hatten darauf keine Lust mehr.

Bei 60 Prozent Ökostrom im Netz und Ausbaupfaden für Windenergie und Photovoltaik, die uns in vier Jahren Richtung 80 Prozent bringen, ist für Atomenergie auch schlicht kein Platz mehr im System.

Da können Bundeskanzler Friedrich Merz und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder noch so sehr von Kernfusion oder Mini-Atomkraftwerken schwärmen: Beides wird, falls es überhaupt jemals kommt, viel zu spät kommen. Die immer wieder aufkeimende Debatte um die Rolle der Atomkraft in Deutschland halte ich daher für komplett überflüssig.

Und was war Ihre Überraschung der Woche?

Überrascht hat mich die jüngst erschienene Analyse des Umweltbundesamts zum Referenzertragsmodell. Nicht so sehr wegen der Ergebnisse, die wir gut und richtig finden, sondern eher, weil das UBA in seinem Papier zu komplett anderen Schlüssen kommt als das Wirtschaftsministerium.

Kurz zur Einordnung: Das Referenzertragsmodell ist zentral, um Windenergie auch im Süden wirtschaftlich zu machen. Anlagen an windschwächeren Standorten bekommen in diesem Modell auf ihre Gebote in den Ausschreibungen einen Aufschlag, Anlagen an überdurchschnittlich guten Standorten einen Abzug.

Diese Differenzierung ist volkswirtschaftlich sinnvoll, auch wenn die produzierte Kilowattstunde aus einem Windrad in Süddeutschland teurer ist als aus einer Anlage an der Küste. Dies wiegen die mit dem Windausbau im Süden zu erzielenden Einsparungen bei Netzausbau und Engpassmanagement mehr als auf.

In seinem Papier schlägt das UBA vor, den sogenannten Standortgütegrenzwert von 50 auf 40 Prozent abzusenken. Das würde die wirtschaftlich nutzbaren Flächen in der Südregion um 30 Prozent erweitern und damit die Nutzbarkeit der Windenergie in Bayern, Baden-Württemberg, dem Saarland und weiten Teilen von Hessen und Rheinland-Pfalz deutlich steigern.

Die Verbesserungen für den Süden könnten dabei mit einem zusätzlichen Korrekturfaktor im Norden quasi gegenfinanziert werden.

Dieser Vorschlag steht in deutlichem Kontrast zur Verschlechterung für die Südregion, die das Wirtschaftsministerium im Zuge der EEG-Novelle plant. Auch hierüber wird hoffentlich noch intensiv diskutiert werden, wenn das EEG ins Parlament kommt. So wie angedacht, kann es jedenfalls nicht bleiben, wenn Windenergie südlich von Kassel noch eine Chance haben soll. 

  


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Hintergrundwissen

Die Karte der nuklearen Welt

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Die Suchmaschine Ecosia pflanzt Bäume!

https://www.ecosia.org/search?q=Erneuerbare-Energien-Gesetz 2026

https://www.ecosia.org/search?q=Gebäudemodernisierungsgesetz

https://www.ecosia.org/search?q=Mieterschutz
 

Umweltbundesamt

Standortsteuerung des Windenergieausbaus an Land durch das Referenzertragsmodell

Analyse und Diskussionsbeitrag

Kurzzusammenfassung

Der Großteil der Windenergieanlagen in Deutschland befindet sich im windreichen Norden des Landes. Eine regional gleichmäßigere Verteilung ist jedoch wichtig, um den Netzausbaubedarf zu verringern, die Kosteneffizienz der Energiewende zu steigern und die Systemdienlichkeit zu verbessern. Das Referenzertragsmodell als Teil der Fördersystematik für die Windenergie an Land beinhaltet einen Ausgleichsmechanismus, nach dem Standorte mit höherer Standortgüte (windstärkere Standorte) weniger stark gefördert werden als windschwächere. Die vorliegende Analyse untersucht die Wirksamkeit dieser im Referenzertragsmodell verankerten Standortsteuerung und diskutiert mögliche Weiterentwicklungen.

In der Südregion gilt nach Referenzertragsmodell derzeit ein Standortgütegrenzwert von 50 %, unterhalb dessen die Förderung nicht weiter ansteigt. Außerhalb der Südregion erfolgt eine Differenzierung oberhalb eines Standortgütegrenzwerts von 60 %. Diese regionale Unterscheidung wurde eingeführt, um den unterschiedlichen Windbedingungen in Süden und Norden Rechnung zu tragen. Die Analysen zeigen: Ohne diese Regelung wären fast zwei Drittel der bisher adressierten Windenergiegebietsfläche in der Südregion aufgrund der Windbedingungen nicht wirtschaftlich nutzbar. Eine Absenkung des Standortgütegrenzwerts von 50 % auf 40 % würde hingegen die wirtschaftlich nutzbare Fläche dort um ca. 30 % erhöhen und somit die Nutzbarkeit der Windenergiegebiete deutlich steigern. Dies könnte den Wettbewerb in den Ausschreibungen erhöhen und durch mehr Südanlagen langfristig zu einer Entlastung der Stromnetze führen.

Die Kurzstudie untersucht außerdem die Einführung einer zusätzlichen Nordregion mit eigener Korrekturfaktorkurve, analog zur Südregion, mit einem Standortgütegrenzwert von über 60 %. Eine solche Regelung würde im Norden bestehende Anreize für ineffiziente Parkauslegungen mit sehr enger Bebauung und folglich größerer gegenseitiger Verschattung verringern, so die Anlagenauslastung (Volllaststunden) erhöhen, den Förderbedarf der Anlagen senken und durch die resultierende geringere Konzentration der Anlagenleistung ebenfalls zur Entlastung der Stromnetze beitragen.

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Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Was ist eigentlich das "Referenzertragsmodell"?

Wie kann man Windenergie an Land fördern, ohne die Motivation zum Bau effizienter Anlagen an windschwächeren Standorten wegzublasen? Indem man von der Ostsee bis zur Zugspitze vergleichbare Wettbewerbsbedingungen um die Fördergelder schafft. Genau das soll das Referenzertragsmodell leisten.

Darum gehts: um den Ausbau der Windenergie in Deutschland

Würden in Zukunft Windräder nur noch dort gebaut, wo der Wind am stärksten weht und Betreiber daher mit den höchsten Erträgen rechnen können, entstünden vor allem an den Küsten im Norden, wo die Windkraft traditionell stark ist (siehe Infografik "direkt erfasst"), neue Anlagen. Noch mehr Windstrom müsste am Ende über weite Strecken zu den Verbrauchern transportiert werden, noch mehr neue Stromleitungen würden gebraucht. Das kann sicher keine Lösung sein: Der aufwändige und teure Ausbau der Stromautobahnen vom Norden in den Süden ist schon heute die Achillesferse der Energiewende. Eine großräumige Verteilung der Windenergieanlagen bietet außerdem klare energiewirtschaftliche Vorteile: Windstrom wird so deutlich stetiger in die Netze eingespeist, außerdem lässt sich die zukünftige Einspeisung besser voraussagen.

Es ist deshalb sinnvoller, die Windkraft verbrauchernah auszubauen. Wenn die Förderung der erneuerbaren Energien näher an den Markt herangeführt und auf wettbewerbliche Ausschreibungen umgestellt wird, müssen alle Akteure faire Chancen, also möglichst gleiche Wettbewerbsbedingungen haben. Die Frage ist nun, wie man dies gewährleisten kann. Immerhin lautet das Prinzip: "Wer am wenigsten fordert, wird gefördert". Hier hätten Anlagenbetreiber aus windstarken Regionen im wahrsten Sinne des Wortes mehr Rückenwind für ihre Gebote, da sie günstiger kalkulieren können. Das kann man sich wie bei einem Bauern mit besonders fruchtbaren Äckern vorstellen, der besonders viele Kartoffeln ernten kann – seine Fixkosten pro Kilo sind also recht niedrig. Landwirte mit schlechteren Böden können da nicht mithalten. Bekäme nur derjenige eine Förderung, der per se niedrigere Kosten kalkuliert, wäre auch hier einer der Bauern von vorneherein dem anderen überlegen.

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Wikipedia

Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023) regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert deren Erzeugern feste Einspeisevergütungen. Seit 2000 erweiterte es schrittweise das vorangehende Stromeinspeisungsgesetz. Während das EEG in Bezug auf den Ausbau der erneuerbaren Energien von der Bundesregierung als erfolgreich eingestuft wurde, werden dessen ökonomische und ökologische Effizienz sowie Teilaspekte wie Ausnahmeregelungen für die Industrie kontrovers diskutiert.

Ziele, Prinzip und Struktur

Es soll gemäß Legaldefinition (§ 1 Abs. 1 EEG) im Interesse des Klima- und Umweltschutzes

  • eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung ermöglichen,
  • die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte verringern (Internalisierung externer Kosten),
  • fossile Energieressourcen schonen und
  • die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen fördern.

Der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms soll nach EEG 2023 bis zum Jahr 2030 auf 80 % steigen (§ 1 Abs. 2 EEG 2023). Noch vor dem Jahr 2050 soll der gesamte in der Bundesrepublik Deutschland verbrauchte Strom treibhausgasneutral erzeugt werden (§ 1 Abs. 3 EEG 2021). Während ab dem EEG 2017 ein fester Korridor für den Ausbau erneuerbarer Energien mit festen Grenzen nach oben und unten festgelegt wurde, gab es in den vorherigen Versionen des EEG Mindestziele ohne Obergrenze (§ 1 Abs. 2 EEG). Nach der Einführung des EEG im Jahr 2000 wurde das Gesetz vielmals angepasst.

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YouTube

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