Newsletter XXXV 2022

01. bis 08. September

 

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Nuclear Power Accidents

Diese PDF-Datei enthält eine fast vollständige Liste der bekannt gewordenen Unfälle und Freisetzungen von Radioaktivität. Sobald neue Informationen verfügbar sind, wird diese PDF-Datei erweitert und aktualisiert ...

Auszug aus der PDF-Datei für diesen Monat:

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01. September 1982 (INES 5) Tschernobyl Akw, UDSSR

03. September 2017 (6. Atombombentest) Punggye-ri, PRK

05. September 2008 (INES 1-3) Ascó Akw, ESP

09. September 2016 (5. Atombombentest) Punggye-ri, PRK

11. September 1979 (INES 4 | NAMS 3,4) Sellafield Atomfabrik, GBR

11. September 1957 (INES 5 | NAMS 2,3) Rocky Flats Atomfabrik, USA

13. September 1987 (INES 5) Goiânia Goiás, BRA

18. September 1980 (Raketentreibstoff-Explosion) Damascus, USA

22. September 1980 (INES 3 | NAMS 1,6) Sellafield Atomfabrik, GBR

23. September 1983 (INES 4) Constituyentes Nuklearzentrum, ARG

24. September 1977 (INES 3) Davis Besse Akw, OH, USA

26. September 2013 (INES 2) Petten Institut für Energie, NLD

26. September 1973 (INES 4 | NAMS 2) Sellafield Atomfabrik, GBR

29. September 1957 (INES 6 | NAMS 7,3) Majak Atomfabrik, UDSSR

30. September 1999 (INES 4) Tōkaimura Atomfabrik, JPN

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Wir suchen aktuelle Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an: nukleare-welt@reaktorpleite.de

 

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08. September

 

Reserve AKW

Habecks Plan für Reserve-AKW:

Technisch sehr anspruchsvoll

Die Atomwirtschaft hält das Wiederanfahren von Reaktoren binnen einer Woche kaum für möglich. Zudem fehlen Erfahrungen für ein solches Manöver.

... Bei „ausgelutschten“ Brennelementen hingegen muss der Kühlwasser für den Betrieb frei von Bor sein, und das dauert im Bedarfsfall sehr lange ...

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Mikhail Dudin | Uran Russland | Brennelementefabrik Lingen

Transporte nach Lingen laufen schon

Russland liefert Uran ins Emsland – wegen Genehmigungen aus dem vergangenen Jahr

Erstmals seit Beginn des Krieges in der Ukraine läuft der Transport von Uran aus Russland ins niedersächsische Lingen. Grundlage sind Genehmigungen aus dem Jahr 2021. Möglichkeiten, die Lieferungen zu verbieten, gibt es so gut wie keine.

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Ökostrom | Merit Order | Übergewinn

Geplante Gewinnabschöpfung Ökostromausbau in Gefahr?

Die Pläne der Bundesregierung zur Abschöpfung hoher Gewinne bei Stromproduzenten stoßen bei Ökostromherstellern auf Skepsis. Sie fürchten, der Ausbau der erneuerbaren Energien könne dadurch ins Stocken geraten.

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grüne Basis | Parteitag | Wende

Kohle, Gas und Atom: Die grüne Basis hat genug

Die Grünen-Minister geben eine Kernforderung nach der anderen auf. Die Mitglieder haben lange mitgemacht. Kommt beim Parteitag im Oktober der Aufstand?

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Fossile | Strombörse | Erneuerbare

Fossiler Luxusstrom: Markteingriffe lösen das Grundproblem nicht

Die sündhaft teuren Erdgaskraftwerke machen Milliarden schwere Entlastungspakete notwendig. Die fossil getriebene Strombörse ist am Ende. Was nun?

 

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07. September

 

Brennelementefabrik Lingen | Uran Russland | Mikhail Dudin

Lingen: Atomgegner fordern Stopp von russischem Uran-Transport

Umweltorganisationen aus mehreren Ländern fordern, einen Uran-Transport aus Russland nach Lingen zu stoppen. Die dortige Brennelementefabrik beliefert Atomkraftwerke in mehreren europäischen Ländern.

Den Organisationen zufolge ist das Uran auf dem Weg ins Emsland. Momentan befinde sich das angereicherte Uran-Hexafluorid auf dem für solche Transporte bekannten Schiff "Mikhail Dudin". Es sei auf dem Weg vom russischen St. Petersburg nach Rotterdam in den Niederlanden, hieß es ...

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Saporischschja | Notstrom | Brennelemente lager | Sicherheit

Es wird sehr ernst im Atomkraftwerk Saporischschja

Nach einem Beschuss wurde auch der sechste Meiler heruntergefahren, da die letzte Hauptstromleitung ausgefallen ist. Gekühlt wird nun allein über Notstromaggregate.

... Die wohl größte Gefahr auf dem Gelände geht derzeit von abgebrannten Brennelementen aus, die noch nicht für eine Trockenlagerung geeignet sind. Sie klingen in schlecht geschützten Wasserbecken ab und müssen weiter stark gekühlt werden.

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EnergiekriseSchweiz | Axpo | Rettung

Auch die Schweiz muss Stromversorger retten

Axpo, einer der größten Energiekonzerne der Schweiz, braucht Hilfe vom Staat: Die Regierung hat nun einen Rettungsschirm für die Strombranche aktiviert.

 

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AKW Reserve | Versorgung gesichert

Versorgung auch so gesichert

Energieexpertin Kemfert rät von AKW-Reserve ab

Zwei Atomkraftwerke will Wirtschaftsminister Habeck bis zum Frühjahr weiter einsatzbereit halten. Laut Energieökonomin Kemfert ist die deutsche Energieversorgung aber auch ohne AKWs gesichert. "Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis", kritisiert sie. Investitionen seien an anderer Stelle nötig.

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Wasserstoff | Elektrolyse | Luftfeuchtigkeit | Erneuerbar

Grüner Wasserstoff aus der Luft

Neuartiges Elektrolyse-Modul nutzt Luftfeuchtigkeit zur Wasserspaltung

Wasserspaltung selbst in der Wüste: Forschende haben ein Elektrolyse-System entwickelt, das grünen Wasserstoff ohne flüssiges Wasser erzeugen kann – allein mithilfe der Luftfeuchtigkeit. Diese Direct-Air-Elektrolyse absorbiert Wasserdampf aus der Luft und spaltet ihn elektrochemisch in Wasserstoff und Sauerstoff. Den Strom dafür erhält das Modul direkt von Solarzellen oder Windrädern. Im Praxistest erwies sich dieses System als autark, effizient und sehr robust, wie das Team in „Nature Communications“ berichtet.

 

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06. September

 

Saporischschja | Ukraine | IAEA | UN-Sicherheitsrat

Chef der Atomenergiebehörde alarmiert UN-Sicherheitsrat

Der Leiter der IAEA warnt nach seinem Besuch in der Ukraine den Weltsicherheitsrat. Generalsekretär Guterres fordert eine kampffreie Zone rund um das Atomkraftwerk.

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Reserve Atomkraft | Laufzeitverlängerung

Harald Lesch zu AKW-Reserve: "Bittere Pille"

Astrophysiker Harald Lesch warnt angesichts der aktuellen Atom-Debatte davor, Hoffnungen in die Kernenergie zu stecken. Die Monate, die Habeck mit einer AKW-Reserve plant, seien aber nicht das Problem - zumindest im "Stand-By"-Modus.

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FDP | Laufzeitverlängerung

Streit über AKW-Laufzeitverlängerung:

Die FDP argumentiert unterkomplex

Die FDP macht mit der Laufzeitverlängerung Hoffnung auf billigeren Strom. Die ist unbegründet – aber verfängt, weil die Grünen schlecht kommunizieren.

Atomkraft ist keine Technologie der Zukunft. Man muss dafür nicht im Wendland geboren sein oder Tschernobyl und Fukushima miterlebt haben, um das so zu sehen. Es reicht ein Blick in das Nachbarland Frankreich, wo ein Großteil der AKWs gerade aufgrund von Trockenheit und Sicherheitsmängeln nicht funktioniert. Atomkraft ist und bleibt eine Hochrisikotechnologie ...

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Einsatz Reserve | BlackoutEnergiewende blockiert

Kein Blackout

Der Strom-Stresstest ist da: Zwei Atomkraftwerke bleiben nach dem 1. Januar in Reserve. Das ist okay, aber nun muss endlich die große Offensive zum Umbau des Energiesystems kommen. Dieses System ist nicht zukunftsfähig, von der Klimawirkung ganz zu schweigen.

In die missliche Situation ist Deutschland ja nur gekommen, weil der Ausbau der erneuerbaren Energien, der Netze, der Speicher und vor allem auch die Energieeffizienz in den letzten Jahren und Jahrzehnten sträflich vernachlässigt wurden. 

Vernachlässigte Energiewende im Süden

Deutschland könnte heute bereits ein Stromsystem haben, das zu 80 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert, wenn die Merkel-Regierungen die Umstellung nach 2010 nicht abgewürgt hätten. Dann, und wenn die Modernisierung des Strommarktdesigns mit der Abhängigkeit vom Gaspreis nicht verschleppt worden wäre, hätte Putins Gaskrise im Elektrizitätsbereich nicht solche Verwerfungen erzeugt ...

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Energiewende | Private Investitionen | Erneuerbare 

Solar, Wärmepumpe, Holzpellets

Deutsche investieren in persönliche Energiewende

Sie installieren Solarpanels oder kaufen neueste Heiztechnik: Fast ein Drittel der Deutschen setzt auf fortschrittliche Energietechnologien. Die Förderbank KfW warnt aber davor, einkommensschwache Familien zu vergessen.

Immer mehr Privatleute in Deutschland investieren einer KfW-Erhebung zufolge in die Energiewende ...

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Habeck | Laufzeitverlängerung

Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke:

Durchaus eine geschickte Lösung

Laufzeitverlängerung nur, wenn es gar nicht anders geht: Habecks Stresstest-Schlussfolgerung stellt niemanden wirklich zufrieden. Trotzdem ist sie klug.

Und der verschärfte Stresstest, der klären sollte, ob eine Laufzeitverlängerung erforderlich ist, um Versorgungsprobleme im nächsten Winter zu verhindern, war dabei keine wirkliche Hilfe. Der hat zum einen gezeigt, dass in Süddeutschland der Strom im Winter kurzzeitig tatsächlich knapp werden kann, wenn viele ungünstige Annahmen – AKW-Ausfälle in Frankreich, Niedrigwasser, Gasmangel und stark steigender Stromverbrauch – zusammenkommen. Zum anderen wurde deutlich, dass ein Weiterbetrieb der beiden süddeutschen Reaktoren daran nur sehr wenig ändern würde – aber ein bisschen was eben schon ...

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Club of Rome | Earth for All

Neuer Club-of-Rome-Report:

Wie sich die Menschheit noch retten kann

Der Bericht "Die Grenzen des Wachstums" erschütterte vor Jahrzehnten die Fortschrittsgläubigkeit der Welt. In einem neuen Report des Club of Rome geht es nun um Maßnahmen, mit denen sich eine lebenswerte Zukunft noch erreichen ließe.

In "Earth for All" geht es um nichts weniger als die wichtigsten Maßnahmen, mit denen eine lebenswerte Zukunft der Menschheit noch möglich wäre. Es ist noch nicht zu spät - das vermittelt der Bericht sehr eindringlich, der das Ergebnis einer zweijährigen Forschungszusammenarbeit vieler Fachleute ist. Seine Beschreibungen sind anschaulich, die vorgeschlagenen Lösungen gut nachvollziehbar und oft sehr konkret ...

 

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05. September

 

Habeck | Laufzeit | Risse | Frankreich | Sicherheit Akw | Blackout

Liebe Freundinnen und Freunde,
ein dramatischer Atom- und Klimatag geht zu Ende. Hier eine erste Einordnung und aktuelle News:

Ja, Habeck hat es tatsächlich gemacht - er will die Laufzeiten von zwei süddeutschen AKW verlängern und kündigt damit den nach Fukushima gesetzlich vereinbarten Fahrplan für den Atomausstieg auf. Von den realen Sicherheitsgefahren der AKW, z.B. den bedrohlichen Rissen, kein Wort heute Abend, auch nicht zur Urananreicherung oder Brennelementefertigung.

Wir sind natürlich vorsichtig erleichtert, dass Lingen in vier Monaten tatsächlich wie bislang vereinbart vom Netz soll, aber der Reserveplan von Habeck verlängert nun die Atomdebatte, ist eine Katastrophe für BaWü und Bayern sowie die gesamte Energiewende und gibt CDU CSU und FDP neuen Saft für ihre radikalen Atomforderungen - für absolut keinen Gegenwert.

Und es ist euch bestimmt auch aufgefallen: Von neuen Windrädern oder Solaranlagen oder vom Kohleausstieg oder überhaupt Klimaschutz ist überhaupt nicht mehr die Rede - alles geht unter wegen der absurden Laufzeit- und Gasdebatte. Dahinter steckt klar die Absicht der ewiggestrigen Atomfreaks, die Energiewende zu sabotieren und die Öffentlichkeit von den Erfordernissen der Klimakrise abzulenken. Und Minister Habeck hat dies heute leider erneut beflügelt, weil er eine rote Linie nach der anderen kassiert - und noch ist das Ende des Atomkampfes überhaupt nicht in Sicht. Die Atomfreaks trommeln heute Abend ja schon wieder massiv, denn aus ihrer Sicht steht die Tür nun offen.

Deshalb bleibt es dabei:

Wir rufen für Samstag, 1. Oktober, um 13 Uhr zur Anti-Atom- und Energiewendedemo ab Bahnhof Lingen auf!

Ein weiterer Grund ist ein neuer russisch-französischer Brennelementedeal ausgerechnet für Framatome Lingen bis 2025 - mitten in Putins Krieg in der Ukraine!
Just heute startete dazu in St. Petersburg das russische Atomschiff Mikhail Dudin, Zielhafen zunächst Rotterdam. Das hätte russisches Uran für Lingen bedeutet. Dann plötzlich Kursänderung nach Dünkirchen, also auch Framatome, aber wohl Frankreich. Der Atomdruck in Frankreich muss enorm hoch sein, um mit Rosatom weiterzudealen. Das hat leider auch für Lingen Konsequenzen. Doch die Bundesregierung schweigt dazu bislang.

Und noch zwei Alarmmeldungen:

1. Die franz. Regierung will die meisten stillstehenden AKW ohne weitere Sicherheitschecks einfach wieder ans Netz lassen, trotz Korrosionsschäden und trotz Wassermangels. Auch dort kein Wort zum Ausbau der Erneuerbaren als einziger echten Alternative.

2. Im AKW Saporischschja droht erneut der komplette Stromausfall, weil die meisten Leitungen zerstört sind und inzwischen nur nich ein Reaktor sporadisch arbeitet. Das kann weiterhin jederzeit (!) zur Atomkatastrophe führen.

Deshalb: Egal, wie schwer es aussehen mag, aber die starke Stimme der Anti-Atom- und Klimabewegung ist gerade jetzt enorm wichtig - wir bleiben auf der Strasse und dazu brauchen wir eure Unterstützung!

Wir brauchen den Atom- und Kohleausstieg und eine echte Energiewende - nicht irgendwann, sondern jetzt!

Atomfeindliche Klimagrüsse

Sofa (Sofortiger Atomausstieg) Münster
www.sofa-ms.de

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Stresstest | Notreserve

Stresstest zur Energiekrise
Zwei AKW bleiben als Notreserve

Trotz Energiekrise sollen die deutschen Atomkraftwerke nicht weiter regulär Strom produzieren. Allerdings bleiben zwei AKW als Notreserve bis April 2023 am Netz. Das ist das Ergebnis eines Stresstests.

Zwei der drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke sollen bis zum nächsten Frühjahr als Notreserve für die Stromversorgung bereitstehen. Das ist das Ergebnis eines Stresstests, den Wirtschaftsminister Habeck in Berlin vorstellte. Demnach sollen die beiden Kraftwerke Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg und Isar 2 in Bayern eine "Einsatzreserve bis Mitte April 2023" bilden. Das dritte verbliebene Kraftwerk Emsland solle wie geplant zum 31. Dezember komplett abgeschaltet werden ...

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Energiewende | Merit Order | Strommarkt

Nicht mehr zeitgemäß

Das Design des Strommarktes passt weder zur Energiewende noch zu hohen Gaspreisen

Stromhändler könnten in diesen Tagen graue Haare bekommen. Wer sich an der Strombörse in einem sogenannten Termingeschäft eine Megawattstunde – das sind eintausend Kilowattstunden – zu Anfang 2023 bestellte, musste tief in die Tasche greifen und teilweise mehr als 1000 Euro hervorholen. Jetzt stürzte der Kurs wieder auf 575 Euro ab. Ob das eine Trendumkehr bei den Energiepreisen bedeutet, ist jedoch ungewiss.

Denn an der Börse werden Erwartungen gehandelt. Niemand weiß wirklich, was der Strom in den kommenden Wochen oder gar Jahren kosten wird. Dazu gibt es zu viele Unbekannte.

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Diese Macht des letzten Kraftwerks ist auch eine Folge der Liberalisierung des Strommarktes. Denn an der Börse zählt am Ende nur der Preis des Produkts ...

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Frankreich | EDF | Blackout

Regierung bereitet Frankreich auf den Atom-Blackout vor

Paris will daher Korrosion-Atommeiler ans Netz bringen. Bundesfinanzminister Habeck stellt AKW-Verlängerung zur Frankreich-Rettung in Aussicht.

Die französische Regierung hat die halbstaatliche Elektrizitätsgesellschaft Electricite de France unter Druck gesetzt, 32 Atomreaktoren innerhalb weniger Monate wieder in Betrieb zu nehmen. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor ...

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Europäische Union | Militär | Frieden

Zukunft der EU: Militärische Großmacht oder globale Friedenskraft?

EU am sicherheitspolitischen Scheideweg. Krieg in der Ukraine scheint sie in langfristige Aufrüstungsphase zu zwingen. Aber wie zwangsläufig ist diese Aufrüstungsdynamik wirklich und welche sicherheitspolitischen Alternativen gäbe es?

Von Europa ausgehend nahm sowohl die Aufklärung als auch die Kolonialisierung ihren Anfang. Europa ist der Ort, an dem sich Nationen in Dutzenden blutiger Kriege auf das Heftigste bekämpft haben – eine historische Tatsache, deren schreckliche Erfahrungen aber auch die Voraussetzung für den Versuch waren, miteinander in weiten Teilen Europas friedlich zusammenzuarbeiten und transnationale Strukturen in Form der Europäischen Union zu bilden ...

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Noam Chomsky | Ukraine-Krieg | Propaganda

Chomsky: In der Ukraine ist eine diplomatische Lösung immer noch möglich

Noam Chomsky sagt: Die Meinungsfilterung im Ukraine-Krieg ist extrem und schädlich. Es braucht Verhandlungen und diplomatischen Kompromiss. Das sei weiter möglich.

... Wie zu erwarten war, hat die Invasion auch zu einem langwierigen Propagandakrieg auf allen beteiligten Seiten geführt. In diesem Zusammenhang sagten Sie kürzlich, dass die Amerikaner durch das Verbot des Fernsehsenders Russia Today (RT) und anderen russischen Medien weniger Zugang zum offiziellen Gegner haben als die Sowjets in den 1970er Jahren. Können Sie das etwas näher erläutern, zumal Ihre Aussage über Zensur in den USA im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg völlig verzerrt wurde, so dass der Eindruck vermittelt wurde, Sie meinten, die Zensur in den USA sei heute schlimmer als im kommunistischen Russland?

Noam Chomsky: Auf der russischen Seite ist der Propagandakrieg im Inland extrem. Auf amerikanischer Seite gibt es zwar keine offiziellen Verbote, aber die Beobachtungen von Graham Fuller lassen sich kaum leugnen.

Buchstäbliche Zensur ist in den USA und anderen westlichen Gesellschaften selten. Doch wie George Orwell 1945 in seiner (unveröffentlichten) Einleitung zu seinem Buch "Farm der Tiere" schrieb, bestehe das "Düstere" freier Gesellschaften darin, dass die Zensur

weitgehend freiwillig ist. Unpopuläre Ideen können zum Schweigen gebracht und unbequeme Tatsachen im Dunkeln gehalten werden, ohne dass ein offizielles Verbot erforderlich ist.

Was im Allgemeinen ein wirksameres Mittel der Gedankenkontrolle ist als offene Gewalt ...

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05. September 2008 (INES 1-3) Ascó Akw, ESP

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Wikipedia

Kernkraftwerk Ascó

In der Doppelblock-Anlage wurden zwischen 5. September 2008 und 6. November 2008 acht INES-Störfälle registriert, davon fünf in Block II. (Quelle: CSN)

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Der oben zitierte Text zu den INES-Vorfällen von 2008 ist in Wikipedia im Jahr 2022 nicht mehr zu finden, und auch der Link zur Quelle der Information wurde gelöscht. 

Offenbar werden langsam aber sicher alle wichtigen Informationen zu Störfällen in der Atomindustrie aus Wikipedia entfernt!

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AtomkraftwerkePlag

Akw Ascó (Spanien)

Die spanische Sicherheitsbehörde Consejo de Seguridad Nuclear (CSN) berichtete in ihrem Internetportal über den Vorfall aus dem Jahre 2007, der als Störfall der INES-Stufe 2 klassifiziert wurde, und von weiteren Zwischenfällen, die sich in den Jahren 2005 bis 2008 ereigneten ...

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Wikipedia - esp

Zwischenfall in Ascó 2007-2008

Beim Ascó-Zwischenfall 2007/2008 wurden 84,95 Millionen Bequerel (2,3 Millicurie (mCi)) auf dem Gelände des Kernkraftwerks Ascó in Spanien freigesetzt. Der Vorfall, der auf der internationalen Skala für nukleare Unfälle (INES) der Stufe 1 zugeordnet wurde, wurde vom CSN wegen unzureichender Kontrolle des radioaktiven Materials und der Übermittlung unvollständiger und mangelhafter Informationen an die Aufsichtsbehörde auf Stufe 2 hochgestuft. Daraufhin wurden der Direktor und der Leiter des Strahlenschutzes der Anlage entlassen ...

Übersetzen mit https://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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04. September

 

EU-Kommission | Strompreis | Übergewinn

EU-Papier zu Preisen am Elektrizitätsmarkt

Übergewinne an Stromverbraucher umverteilen

Maßnahmen gegen die Preisexplosion bei Strom wollen die EU-Energieminister Ende kommender Woche beraten. Die EU-Kommission plädiert laut einem Klimareporter° vorliegenden "Non-Paper" für ein Modell, bei dem die Übergewinne von Stromerzeugern an Verbraucher umverteilt werden.

Vor möglichen "ungeahnten Preisspitzen" beim Strom warnte Manuel Frondel vom Wirtschaftsforschungsinstitut RWI in dieser Woche. Er erwarte weiter steigende Strompreise, weil im Herbst und Winter der Strombedarf zunehme, vor allem in Ländern wie Frankreich, wo viel mit Strom geheizt wird, sagte der Energieexperte der Rheinischen Post ...

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Merzthutjanix | CDU | Blackout

Überlastung der Stromnetze

CDU-Chef Merz warnt vor einem »Blackout«

Friedrich Merz befürchtet, in ganz Deutschland könnten in Herbst und Winter Licht und Heizung ausfallen – der einzige Weg, das zu verhindern: Die Atomkraftwerke müssten länger laufen.

... Merz’ eigene Partei, die CDU, hatte unter der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Hintergrund war die Katastrophe am japanischen Atomkraftwerk in Fukushima, 2011 ...

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Landwirtschaft | Getreide | Naturschutz

Getreideernten – besser als erwartet

Der Bauernverband klagt über enorme Ernteverluste. Bei genauem Hinsehen ist die Ernte besser als im Vorjahr. Werden hier Ängste vor "Nahrungsunsicherheit" geschürt, um längst fällige Naturschutzmaßnahmen zu kippen?

Zwar sei die diesjährige Getreideernte quantitativ im Vergleich zum Vorjahr etwas besser ausgefallen, die Qualität speziell beim Weizen ließ aber vielfach zu wünschen übrig, hieß es. Für die einzelnen Getreidearten seien die Ergebnisse recht unterdurchschnittlich. Auch die regionalen Unterschiede seien noch stärker ausgeprägt als in den Vorjahren ...

 

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03. September

 

Tagebau Garzweiler | Lützerath

"Für keine Kohle dieser Welt" - Großdemo gegen Braunkohletagebau

Am Tagebau Garzweiler haben am Samstag nach Veranstalterangaben 2.000 Menschen für ein Ende der Braunkohleförderung demonstriert. Die Teilnehmer gingen vom Dorf Keyenberg zur weitgehend verlassenen Ortschaft Lützerath, die dem Tagebau weichen soll.

Der Hof des letzten Landwirts in Lützerath ist nach langem juristischen Streit in den Besitz des Konzerns RWE übergegangen. Nun soll der kleine Ort abgerissen werden, was die Aktivisten besonders kämpferisch stimmt ...

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Ukraine | Saporischschja

Atomkraftwerk Saporischschja (Teil 1 | 2)

Attacken, Chaos, Dementis

Am 1. September traf eine Delegation der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA) nach gefahrvoller Anreise im Atomkraftwerk Saporischschja ein. Sowohl die Ukraine als auch Russland haben der Mission der Wiener Nuklearexperten offiziell zugestimmt. Nichtsdestoweniger geriet das russische besetzte Kraftwerk in der Stadt Enerhodar bis kurz vor Ankunft der UN-Diplomaten mehrfach unter Beschuss. Wie üblich warfen sich die beiden Kriegsparteien gegenseitig vor, dafür verantwortlich zu sein. Welche Logik, welche Interessen stehen hinter dem chaotischen Kräftemessen, das eine atomare Katastrophe riskiert?

[...]

Jeder einzelne dieser Vorfälle demonstriert auf drastische Weise die Unmöglichkeit, Atomkraftwerke in einem Kriegsgebiet zu betreiben. Sie sind ein leicht zu treffendes Ziel und können mit militärischen Mitteln letztlich nicht verteidigt werden. Zwar sollten die Reaktoren von ZNPP gegen einfachen Artilleriebeschuss gehärtet sein, ebenso die 174 Betonbehälter des Trockenlagers für abgebrannte Brennelemente. Einen wiederholten Raketenbeschuss oder eine Bombardierung würden sie jedoch kaum überstehen ...

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Oskar Lafontaine | Ukraine-Krieg | Sicherheitspolitik

«Deutschland handelt im Ukraine-Krieg als Vasall der USA»

Oskar Lafontaine kritisiert «das Elend der deutschen Aussenpolitik» und fordert eine eigenständige Sicherheitspolitik Europas.

Der Krieg in der Ukraine begann für die grosse Mehrheit der deutschen Politiker und Journalisten am 24. Februar 2022. Mit dieser Sichtweise, die die komplette Vorgeschichte des Einmarschs der russischen Armee in die Ukraine ausklammert, kann Deutschland keinen Beitrag zum Frieden leisten ...

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Nordkorea

03. September 2017 6. Atombombentest Punggye-ri, PRK

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Am 03.09.2017 um 04:30:00 MEZ hat Nordkorea den 6. Nuklearwaffentest durchgeführt. Das Hypozentrum wurde in der Region Kilchu im Nordosten des Landes lokalisiert, in der sich das Kernwaffentestgelände von Punggye-ri befindet. Das folgende Erdbeben wurde mit einer Stärke von 6,3 auf der Richterskala angegeben.

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Scinexx

Nordkorea: Atomtest ließ Testanlage kollabieren

Radardaten enthüllen Folgen und Stärke des letzten Kernwaffentests

Aus dem All beobachtet: Radardaten enthüllen, wie der letzte und stärkste Atomtest Nordkoreas ablief und welche Folgen er hatte. Demnach hob die Wucht der unterirdischen Explosion den gesamten darüberliegenden Berggipfel um zwei Meter in die Höhe. Später jedoch sackte das Gestein wieder ab und es kam zum Einsturz von Tunneln in der unterirdischen Testanlage, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Die Anlage ist dadurch vermutlich nicht mehr nutzbar ...

 

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02. September

 

CO2 CCS | Treibhausgas | fossile Energien

Unterirdische CO₂-Speicherung – Klimaretter oder großer Bluff?

Immer mehr Unternehmen wollen ihre Klimagase in den Untergrund verpressen. Sogar eine erste CO₂-Pipeline soll nun durch die Nordsee gebaut werden. Könnte so das Energiekrise-Klimaschutz-Dilemma gelöst werden?

Energiekrise first, Klimaschutz second – das ist die Stimmung in Deutschland in diesem Spätsommer 2022. Weil die Regierungen unter Angela Merkel die Energiewende verschleppt und sich gegen den Rat vieler Länder und auch der EU-Kommission einseitig von russischen Gaslieferungen abhängig gemacht haben, müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher nun die Rechnung zahlen. Aber auch der Klimaschutz wird hintangestellt – denn nun geht es um so existenzielle Fragen wie Blackouts, warme Wohnungen und den Weiterbetrieb von ganzen Industriezweigen ...

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Ausbau | Solar Wind | Erneuerbar

IWR erwartet 10.000 MW neue Wind- und Solarleistung in Deutschland

Der Ausbau der Wind- und Solarkraftwerke kommt in Deutschland auch im laufenden Jahr weiter voran. Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster erwartet allein für Deutschland im Jahr 2022 neue Wind- und Solaranlagen mit einer Leistung von rd. 10.000 MW. Vor allem die Solarleistung kann deutlich zulegen.

Ende 2021 waren in Deutschland nach den Daten des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur (BNetzA) Windkraftanlagen mit einer Leistung von 63.726 MW und Solaranlagen mit einer Leistung von 60.189 MW (Stand: 28.08.2022) in Betrieb. Nach einer aktuellen IWR-Prognose werden Wind- und Solaranlagen mit 10.000 MW im laufenden Jahr errichtet, davon entfallen auf den Photovoltaik-Zubau rd. 8.000 MW und auf die Windenergie rd. 2.000 MW. Das zusätzliche jährliche Stromerzeugungs-Potenzial durch diesen Neubau steigt damit um weitere 12 Mrd. kWh Ökostrom ...

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Ukraine | Saporischschja

Atomkraftwerk Saporischschja (Teil 1 | 2):

Wissenschaftler für sofortige Abschaltung

Einen anhaltenden Beschuss des Atomkraftwerk Saporischschja melden die Nachrichtenagenturen. Wie konkret die Gefahr eines Atomunfalls inzwischen ist, lässt sich daran ablesen, dass die ukrainischen Behörden der Region damit begonnen haben, vorsorglich Jod-Tabletten an die Bevölkerung zu verteilen. Die EU-Kommission hat angekündigt, dass ihre Mitgliedsstaaten der Ukraine fünf Millionen Kaliumjodtabletten spenden werden. Am 1. September traf eine 14-köpfige Delegation der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA) unter der Leitung von Generaldirektor Rafael Grossi vor Ort ein.

[...]

Nikolai Steinberg, Nuklearingenieur aus Kiew, der in Tschernobyl Dekontaminierungsarbeiten nach dem Supergau 1986 leitete und ein viel beachtetes Buch darüber schrieb, gab dem internationalen Technikverband IEEE ein Interview, in dem er den anhaltenden Betrieb des ZNPP als “Verbrechen” bezeichnete. Das Kraftwerk müsse heruntergefahren werden, um eine Kernschmelze zu vermeiden und Zeit zu gewinnen, falls es zu einem station blackout kommt ...

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Solarmodul Produktion | Photovoltaik Forschung

Kupfer statt Silber macht Solarzellen günstiger

Neue Photovoltaik-Materialien umgehen Lieferengpässe und Recycling-Probleme

Bisher benötigen Solarzellen teures Silber für ihre Leiterbahnen und Kontakte. Doch ein neues Galvanikverfahren erlaubt es nun, das Silber durch günstiges und reichlich verfügbares Kupfer zu ersetzen – ohne Einbußen bei der Photovoltaik-Leistung, wie Forschende berichten. Sie haben zudem eine Weg gefunden, um das bisher bei der Beschichtung nötige Polymer durch das besser recycelbare Aluminium zu ersetzen. Die Photovoltaik könnte so künftig günstiger und nachhaltiger werden ...

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Subventionen | fossile Energie | Energiepreis

Studie von OECD und IEA:

Subventionen für Fossile verdoppelt

Trotz Klimakrise fließen staatliche Gelder zunehmend in die Förderung fossiler Energieträger. Das zeigt eine aktuelle Studie.

Für die Untersuchung wurden die Subventionen von 51 Ländern in aller Welt ausgewertet. Auf diese Länder entfallen zusammen etwa 85 Prozent des weltweiten Gesamtenergieaufkommens. Insgesamt belaufen sich die Zahlungen für Fossile demnach auf insgesamt 697,2 Milliarden US-Dollar. Im Jahr davor waren es noch 362,4 Milliarden US-Dollar gewesen. Für 2022 gehen die Au­to­r:in­nen davon aus, dass die Subventionen weiter steigen – auf Grund des weiter zunehmenden Energiebedarfs und deutlich stärker steigender Energiepreise ...

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Ausbau Photovoltaik | Förderprogramm

Solarwende Berlin

Berliner Förderprogramm für Solarenergie gestartet

Der Berliner Senat will noch gezielter den Photovoltaikausbau in der Hauptstadt voranbringen. Das Förderprogramm SolarPLUS ersetzt ab sofort das Förderprogramm EnergiespeicherPLUS, das planmäßig Ende August ausgelaufen ist. Die Anschaffung von Stromspeichern wird weiterhin gefördert – mit 300 Euro je nutzbarer Kilowattstunde Kapazität und maximal 15.000 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser. Für Mehrfamilienhäuser und Unternehmen werden die Anschaffungskosten anteilig gefördert ...

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Grüne Parteitag | Laufzeitverlängerung

Antrag auf Parteitag

Grüne Basis will Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke verhindern

Der Streit um eine etwaige Laufzeitverlängerung der letzten drei Atomkraftwerke wird nun auch den Grünen-Parteitag Mitte Oktober beschäftigen. Das ergibt sich aus einem Antrag, der dem RND vorliegt. Bereits Ende Juli hatte Ex-Umweltminister Jürgen Trittin gesagt, ohne Parteitagsentscheidung gehe es nicht.

Eine mögliche Verlängerung der Laufzeiten der verbliebenen Atomkraftwerke Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2 wird nun auch den Parteitag der Grünen beschäftigen, der Mitte Oktober in Bonn stattfindet. Das ergibt sich aus einem Antrag, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt und den bisher 98 Antragsteller unterstützen ...

 

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01. September

 

Frankreich | Energiequelle | Klimaschutz

AKW sind keine zuverlässige Energiequelle

Die Krise der Atomkraft in Frankreich bremst den Klimaschutz bei uns aus, meint Anke Herold

Der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine hat uns die Sicherheit genommen, dass wir von unseren Partnerländern, mit denen wir viel Handel treiben, nicht militärisch angegriffen werden. Die Sanktionen von russischer Kohle, Öl und Gas hat uns in Deutschland die Illusion der Versorgungssicherheit bei der Energie genommen. Die französische Stromkrise, wo gerade mehr als die Hälfte der Kernkraftwerke abgeschaltet sind, zeigt, dass Atomenergie auch jenseits von gravierenden Unfällen keineswegs eine sichere Form der Energieversorgung ist. Die Klimakrise führt in diesem Jahr durch Trockenheit dazu, dass Wasserkraftwerke in Italien und Frankreich plötzlich austrocknen und keinen Strom mehr liefern. Selbst Norwegen hat nicht mehr Wasserkraft im Überfluss ...

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Klimawandel | CO2 Konzentration | Wetter

Erdatmosphäre hat höchste CO2-Konzentration seit einer Million Jahre

Die CO₂-Konzentration in der Erdatmosphäre hat die höchste Konzentration seit einer Million Jahre erreicht
Als Basis der Studie dienen Messdaten aus mehr als 60 Ländern, die von über 530 Wissenschaftlern erhoben wurden
Bereits jetzt treffen die Folgen des Klimawandels wie außergewöhnliche Dürren, Überschwemmungsereignisse und Hitzewellen auch gemäßigte Regionen wie Deutschland immer öfter

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Ausbau | Erneuerbare | Bürokratie

Es ist Zeit für eine Bundesbeauftragte für erneuerbare Energien!

Der Ausbau der Erneuerbaren wird seit einem Jahrzehnt von einem Bürokratiedschungel und mangelnder Koordination gehemmt, meinen Hans-Josef Fell, Eicke Weber und Axel Berger. Für den richtigen Schub der Energiewende sollte die Regierung die Stelle einer oder eines Bundesbeauftragten für erneuerbare Energien schaffen, fordern sie.

Tausende Einzelvorschriften, ein gesetzlicher Paragraphendschungel, Verordnungen, Normungs- und Zertifizierungsvorschriften haben den Ausbau der erneuerbaren Energien seit 2010 stark verlangsamt. Mehr noch: Durch strukturelle Veränderungen wie die Umstellung auf Ausschreibungen statt der erfolgreichen festen Einspeisevergütung und weitere Änderungen des EEG, EnWG und anderer Gesetze, ist ein überdimensionierter Bürokratieapparat entstanden, den niemand mehr vollständig überblicken kann ...

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Schweiz | Atommüll | Endlager

Sicher ist nur das Risiko

In diesen Tagen gibt die Nagra bekannt, wo sie den radioaktiven Müll begraben möchte. In den drei möglichen Regionen im Aargau und im Kanton Zürich gibt es seit langem einen organisierten Widerstand. Begegnungen mit Aktivist:innen in den drei Landschaften.

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01. September 1982 (INES 5) Akw Tschernobyl, UDSSR

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AtomkraftwerkePlag

Tschernobyl (Ukraine) - Störfall 1982

Am 1. oder 9. September 1982 (je nach Quelle) hatte sich bereits ein erster schwerer Störfall ereignet. Das zentrale Brennelement in Reaktor 1 wurde wegen eines Bedienfehlers überhitzt und völlig zerstört. Radioaktive Substanzen wurden in die Umwelt freigesetzt und zogen über die Anlage und das Industriegebiet bis Prypjat: Jod, Krypton, Xenon, Tellur und Cäsium. Bei der Beseitigung der Schäden wurden Arbeiter erhöhter Strahlung ausgesetzt, mehrere starben ...

 

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Aktuelles+ 01. September

 

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Demonstration | Laufzeit | Atomausstieg

Keine AKW-Laufzeitverlängerungen!

Demonstration in Lingen am 01. Oktober 2022 ab 13:00 Uhr

Ein wachsendes Bündnis von Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden aus NRW und Niedersachsen sowie dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz ruft für den 01. Oktober 22 zum Protest gegen AKW-Laufzeitverlängerungen und den Wiedereinstieg in die Atomkraft durch die Hintertüre auf. Die Demonstration startet um 13:00 Uhr am Lingener Bahnhof und führt dann durch die Innenstadt zum Marktplatz, wo auch die Abschlusskundgebung stattfinden wird. Im Hinblick auf den sogenannten „Stresstest“ zur Versorgungssicherheit und die niedersächsische Landtagswahl wollen die Initiativen ein deutliches Zeichen setzen.



Femke Gödeker vom Elternverein Restrisiko Emsland erklärt: „Die seit Monaten andauernden Versuche von CDU/CSU und FDP, Atomkraft hierzulande wieder gesellschaftsfähig zu machen sind ein Frontalangriff auf die Energiewende und verzweifelte Bemühungen, Wählerstimmen zurück zu gewinnen. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen erwarten wir von den politischen Parteien in Niedersachsen, sich eindeutig zum beschlossenen Atomausstieg zu bekennen!“

Kerstin Rudek von der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ergänzt: „Gerade der russische Angriffskrieg auf die Ukraine mit dem Beschuss des größten europäischen AKW Saporischschja zeigt alarmierend, wie die so genannte „zivile“ Nutzung der Atomkraft zur Waffe werden kann. Ein GAU würde unabsehbare Folgen, nicht nur für hunderttausende Menschen in der Ukraine und Russland haben! Die Anti-Atom-Bewegung nimmt diese Bedrohung nicht kampflos hin und mobilisiert auf einen heißen Herbst. Es wäre nicht das erste Mal, dass Laufzeitverlängerungen zurückgenommen werden müssen, besser ist, sie erst gar nicht zu beschließen.“

Sicherheitsaspekte werden in der Debatte um Laufzeitverlängerungen völlig ignoriert: Wie eine Studie der Bundesregierung bereits 2007 zeigte, ist das Risiko, an Leukämie und Krebs zu erkranken für Kinder, die in der Nähe von Atomkraftwerken leben signifikant erhöht.



Auch das Risiko von Störfällen steigt mit der Zeit gravierend. Die drei noch laufenden AKW sind bereits über 30 Jahre alt und weisen gefährliche Abnutzungserscheinungen auf. Das AKW Neckarwestheim gerät seit Jahren immer wieder durch Risse im hochsensiblen Dampferzeugersystem in die Kritik. Auch das AKW Lingen ist von diesen Schäden betroffen. Die letzte große Sicherheitsüberprüfung ist seit 3 Jahren überfällig.



„Wirtschaftliche Interessen der Atomlobby dürfen niemals Vorrang haben vor dem Schutz der Menschen vor atomaren Gefahren. Dass die CDU nun die größte technische Sicherheitsüberprüfung in einem Atomkraftwerk als „reinen Papiercheck“ abtut offenbart aber ganz klar, welchen Stellenwert die Sicherheit der Bevölkerung bei den Akteuren in der jetzigen Scheindebatte hat“, so Alexander Vent vom „Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland“.



Auch die Pläne für 2 AKW-Neubauten in den Niederlanden stoßen auf Ablehnung. AKW sind zu teuer, zu gefährlich und produzieren tausende Jahre strahlenden Müll. Sie liefern keine Wärme und helfen nicht bei Verbrauchsspitzen im Stromnetz, da sie nicht flexibel genug sind. Seit Jahren blockieren sie so die Netze für Erneuerbare Energien.



„Wir wehren uns gegen die unverantwortliche Angstmacherei vor Stromknappheit durch die Atomlobby. Deswegen rufen wir auf, den Atomausstieg hier in Lingen zu verteidigen!“, so Peter Bastian von der Initiative für den sofortigen Atomausstieg Münster. „Eine Laufzeitverlängerung und AKW-Neubauten führen uns in die falsche Richtung. Stattdessen müssen wir alles daransetzen, unsere Energiesysteme effizienter zu gestalten und uns mit dem rasanten Ausbau der Erneuerbaren Energien unabhängig zu machen.

 

Kontakte:

Femke Gödeker, Elternverein Restrisiko Emsland e.V.: Tel. 0178 8177 049

Alexander Vent, Bündnis AgiEL: Tel.01575-9690000

Peter Bastian, SOFA Münster: Tel. 0151- 18945151

Kerstin Rudek, BI Lüchow-Dannenberg: Tel. 01590 21 54 831

Lara-Marie Krauße (IPPNW), Te. 030 698 074 15, krausse@ippnw.de

Herausgeber*innen
:

Elternverein Restrisiko Emsland

Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

AntiAtomBonn

Arbeitskreis Umwelt Gronau

Internationale Ärzt:innen für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW, Deutsche Sektion)

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Die Demonstration startet am 01. Oktober 2022 um 13 Uhr am Lingener Bahnhof und führt durch die Innenstadt zur Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz ...

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Die interne Suche:

Emsland Lingen

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

30. September 2021 - Rost und Risse im AKW Lingen

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17. Februar 2015 - Tausende Risse in belgischen Atomkraftwerken

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14.11.2002 - Risse in Dampferzeuger-Leitungen des AKW Unterweser festgestellt

 

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YouTube-Kanal - Reaktorpleite

 

WDR Aktuelle Stunde - 03:37

Atomkraft Deutschland: Sollten AKWs in den Streckbetrieb?

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ZDF planet e. - 28:38

Risiko Atomkraft - Europas Pannenmeiler

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ARD Quarks - 43:46

Atomkraftwerk Tihange – Wann knallt es?

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Deutsche Fernsehgeschichte - 01:06:28

Von wegen, wir haben nichts davon gewusst! Diese Sendung ist von 1958.

Atomstaub über uns - Gefahren radioaktiver Strahlung (Dokumentation, 1958)

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 150 Videos zum Thema

 

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Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

 

Stichwortsuche: Akw Emsland Lingen Risse

https://www.ecosia.org/search?q=Akw Emsland Lingen Risse

 

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Wikipedia

 

Kühlmittelverlust

Ein Fehler, der zur Beeinträchtigung der Nachwärmeabfuhr und damit zu einer Kernschmelze führen könnte, ist ein Wasserverlust durch Austreten von Wasser aus einem Leck, z. B. durch Bruch einer Rohrleitung oder Bersten des Reaktordruckbehälters. Durch ausreichende Nachspeisung von Wasser muss ein solches Leck beherrscht werden. In der Frühzeit der Kernenergienutzung ging man davon aus, dass das schlimmste zu berücksichtigende Ereignis zur Gefährdung der Nachwärmeabfuhr der doppelendige Bruch der größten Rohrleitung sei: Ein solcher Auslegungsstörfall wäre also definitionsgemäß ein Ereignis, das noch beherrscht werden sollte, ohne schwerwiegende Auswirkungen auf die Umgebung zu haben ...

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Spannungsrisskorrosion

ist die transkristalline (durch das Gefügekorn) oder interkristalline (entlang der Korngrenzen des Gefüges) Rissbildung in Werkstoffen unter dem gleichzeitigen Einfluss einer rein statischen Zugspannung oder mit überlagerter niederfrequenter Zugschwellspannung sowie eines speziellen Korrosionsmediums. Auch Zugspannungen in Form von Eigenspannungen sind wirksam ...

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Schwingungsrisskorrosion

ist die transkristalline oder interkristalline Rissbildung in Werkstoffen aufgrund mechanischer Schwingungen. Das Auftreten dieser Korrosion hängt von der Beanspruchung ab und tritt meistens oberhalb eines spezifischen Grenzwertes auf. Im Gegensatz zur Spannungsrisskorrosion ist die Belastung zyklisch oder periodisch. Die Schwingungsrisskorrosion tritt plötzlich auf und ist äußerlich meistens nicht sichtbar ...

 

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Zurück zu:

Newsletter XXXIV 2022 - 22. bis 31. August | Zeitungsartikel 2022

 

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