Newsletter XIII

25. - 30. März 2021

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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30.03.2021 - Karfreitag: Ostermärsche in Gronau und Jülich

"Urananreicherung und Zentrifugenforschung beenden"

- Urananreicherung öffnet Weg zu Atomwaffen

- Bundesregierung muss friedenspolitisch vorangehen

Am Karfreitag, 2. April, finden in Gronau und Jülich auch in diesem Jahr Ostermärsche zur Urananreicherungsanlage Gronau des Urananreicherers Urenco sowie zur dazugehörigen Uranzentrifugenfirma ETC (Enrichment Technology Company) am Forschungszentrum in Jülich statt. Anti-Atomkraft- und Friedensinitiativen fordern gemeinsam mit dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und der Ärzteorganisation IPPNW von der Bundesregierung die Beendigung der Urananreicherung und der Zentrifugenforschung. Diesen Forderungen soll „mit Abstand und Maske“ Nachdruck verliehen werden.

Schon vor genau 40 Jahren fand in Gronau die erste Ostermarschaktion gegen die damals geplante Urananreicherungsanlage statt. Wie auch schon in früheren Jahren findet der Gronauer Ostermarsch als Auftakt des diesjährigen Ostermarsches Rhein–Ruhr statt ...

 

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30.03.2021 - Solaranlagen als Zeichen des Widerstands

Mitten im Braunkohlerevier Lausitz hat eine Bürgergenossenschaft die Energiewende in die eigenen Hände genommen

In der Niederlausitz mangelt es an Dächern. »Wir sind immer auf der Suche«, sagt der Gubener Bauingenieur Matthias Bärmann. Es ist nicht so, dass Wohnhäuser und Werkhallen, Ställe, Krankenhäuser oder Kasernen in der Region an der polnischen Grenze unbedeckt wären. Bärmann aber würde etwas auf Ziegel oder Wellblech draufpacken: Solarpaneele. Er ist Vorstandsvorsitzender der »Solargenossenschaft Lausitz eG« (SoGeLa), in der sich Bürger vereinigt haben, um mithilfe der Sonne saubere Energie zu erzeugen.

20 Solaranlagen betreibt die Genossenschaft in und um Guben, und die Zahl der Interessenten, die Anteile an dem Unternehmen erwerben wollen, ist so groß, dass der Bau weiterer Kleinkraftwerke nicht an fehlendem Kapital scheitern würde: »Uns mangelt es nicht an Geld, sondern an Dächern«, sagt Bärmann ...

Die Anfang 2021 in Kraft getretene EEG-Novelle werde dazu führen, dass »Bürgerenergieprojekte verdrängt werden«, prophezeite der DGRV-Vorstand Eckardt Ott bei dem Kongress: »Das ist nicht gut für die Akzeptanz.« Grund sei eine Regelung, wofür bei Solaranlagen mit einer Leistung ab 300 Kilowatt Peak nur noch die Hälfte des erzeugten Stroms nach dem EEG vergütet wird, der Rest muss selbst genutzt oder verkauft werden - zu Preisen, die derzeit im Keller sind ...

 

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30.03.2021 - Unser Planet nimmt zu viel Energie auf

Anthropogener Effekt auf die irdische Strahlungsbilanz ist aus dem All messbar

Aus der Balance geraten: Satellitenmessungen bestätigen, dass die irdische Strahlenbilanz aus dem Gleichgewicht geraten ist – unser Planet nimmt mehr Energie auf als er abgibt. Der anthropogene Einfluss auf den Strahlungsantrieb hat sich dabei allein von 2003 bis 2018 um 0,5 Watt pro Quadratmeter erhöht. Hauptursache dafür sind der anthropogene Treibhauseffekt und die Abnahme der Luftverschmutzung durch Aerosole, wie Forscher im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“ berichten.

Das Klima unseres Planeten beruht auf einem fein abgestimmten Gleichgewicht von Energieaufnahme und -abgabe: Das einfallende Sonnenlicht wird in Teilen absorbiert und liefert dem System Erde seine Energie, beispielsweise für die Photosynthese der Pflanzen oder um lebensfreundliche Temperaturen im Wasser und an Land zu schaffen. Überschüssige Energie wird als langwellige Wärmestrahlung zurück ins All abgegeben. Ist beides im Gleichgewicht, bleibt das Klima stabil ...

 

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Umstrittenes Gutachten

29.03.2021 - EU-Experten erklären Atomkraft zur grünen Geldanlage

Ein zentrales Beratergremium der EU-Kommission beurteilt Atomkraft in einem internen Gutachten als nachhaltig. Folgt die Kommission dieser Sicht, würde die Technologie für Anleger stark aufgewertet.

 Der wissenschaftliche Dienst der EU-Kommission hält Atomenergie für nachhaltig. Das geht aus einem internen Gutachten hervor, das dem SPIEGEL vorliegt. Es gebe »keine wissenschaftlich fundierten Belege dafür, dass die Atomenergie die menschliche Gesundheit oder die Umwelt stärker schädigt als andere Technologien zur Stromerzeugung«, heißt es in dem Dokument der sogenannten Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Kommission. Die Lagerung von Atomabfall tief unter der Erde sei »angebracht und sicher«.

Das Gutachten, über das zunächst die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hatte, gilt als Grundlage für eine Art Öko-Ampel der EU-Kommission – Brüssel selbst spricht von einer Taxonomie, die ab 2022 in allen EU-Staaten gelten soll.

Die Kommission will darin festlegen, welche Technologien nachhaltig sind und welche nicht – unter anderem damit Anleger und Investoren besser entscheiden können, worein sie ihr Geld stecken. Die Kernenergie würde durch eine Klassifizierung als nachhaltig deutlich aufgewertet ...

 

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29.03.2021 - Solar-Neubau soll bald billiger als Weiterbetrieb fossiler Anlagen sein

Die Nutzung der Sonnenstrahlen ist bereits jetzt die günstigste Ener­giequelle aller Zeiten - und jüngste Berechnungen durch das US-Energieministerium gehen davon aus, dass der Preisverfall in den kommenden Jahren noch ordentlich weitergehen wird. Die Kosten für die Bereitstellung einem Peak-Watt an Solarzellen-Kapazität für Projekte der Größenordnung, wie sie bei Versorgern umgesetzt werden, kostete vor etwas mehr als zehn Jahren noch 3,50 Dollar. Inzwischen ist der Preis bei unter 50 Cent angekommen. Entsprechend ist die Menge der angeschafften Solarkapazität auch deutlich gestiegen - auch wenn der Trump-Schock in der US-Branche deutlich sichtbar ist.

Beim US-Energieministerium hat man in den jüngsten Planungen aber eine Zielmarke gesetzt, die von einer weiteren Kostenreduktion um 60 Prozent bis zum Jahr 2030 ausgeht. Damit das auch geschafft wird, stellt die Behörde 126 Millionen Dollar für weitergehende Forschungs- und Entwicklungsarbeit bereit, die diesem Ziel dienen.

Umgerechnet in Mengenpreise würde die Planung des Ministeriums bedeuten, dass der Erzeugerpreis von Solarstrom im Jahr 2025 von derzeit auf 4,6 auf 3 Cent pro Kilowattstunde sinkt und im Jahr 2030 dann bei 2 Cent pro Kilowattstunde ankommt ...

 

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Erneuerbare Energien

29.03.2021 - Riesiges schwimmendes Kraftwerk versorgt Singapur mit Strom

In Singapur ist eines der größten schwimmenden Solarkraftwerke gebaut worden. Größere Anlagen sind geplant.

Ein schwimmendes Solarkraftwerk wird künftig Singapur mit Strom versorgen. In der Straße von Johor, die den südostasiatischen Stadtstaat von Malaysia trennt, ist eine der größten schwimmenden Solaranlagen der Welt fertiggestellt worden. Die Covid-19-Pandemie hatte das Projekt verzögert.

Der Solarpark besteht aus 13.312 Paneelen, die auf mehr als 30.000 Schwimmkörpern befestigt sind. Zu dem Kraftwerk gehören zudem 40 Wechselrichter, ein Kontrollsystem sowie ein 22-Kilovolt-Transformator. Der Strom wird über ein Unterseekabel nach Singapur übertragen. Die Anlage verfügt über ein zweites, klimatisiertes Deck, das als Besucherzentrum und Aussichtspunkt dient ...

 

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29.03.2021 - Wasserstoff soll grüner werden

Wird er mit Strom aus Wind- oder Sonnenenergie gewonnen, kann der Energieträger zu einer kohlenstoffneutralen Quelle werden. Europa will es vormachen.

Wasserstoff ist eigentlich ein attraktiver Brennstoff. Aus einem Kilogramm lässt sich etwa dreimal so viel Energie gewinnen wie aus einer vergleichbaren Menge Diesel oder Benzin. Sauber und kostengünstig hergestellt, könnte er entscheidend dazu beitragen, die Energieerzeugung für wichtige Lebensbereiche umweltverträglicher zu gestalten ...

Grün ist teuer – noch

Die Herstellung dieses „grünen“ Wasserstoff ist heute etwa dreimal so teuer wie ihn aus Erdgas zu gewinnen. Trotzdem kostet sie heute nur halb so viel wie vor zehn Jahren. Sinken die Kosten für Wind- und Solarenergie weiter und würde er in größerem Maßstab und daher wirtschaftlicher produziert, könnte der grüne Wasserstoff noch viel billiger werden. Dann hätte er das Potenzial, auf dem Weg in eine kohlenstofffreie Zukunft zum entscheidenden Kraftstoff zu werden ...

 

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Vor 42 Jahren:

28. März 1979 - Die teilweise Kernschmelze von Harrisburg

Um 4 Uhr am Mittwochmorgen begann im Kernkraftwerk "Three Mile Island" bei Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania einer der schlimmsten Atomunfälle der Menschheitsgeschichte.

Eine Kühlwasserpumpe war ausgefallen und der Reaktorblock 2 hatte sich ordnungsgemäß abgeschaltet. Ein Sicherheitsventil öffnete sich und ließ den durch die Nachzerfallswärme entstandenen Überdruck aus dem Inneren des Reaktors entweichen. Aus unbekannten Gründen schloss sich dieses Sicherheitsventil jedoch nicht wieder, als sich der Druck im Reaktorinneren normalisierte, und so flossen nun 1000 Liter Kühlwasser pro Minute in ein Auffangbecken, anstatt den Reaktor zu kühlen.

4:30 Uhr trat die erste Freisetzung von Radioaktivität auf.

6:30 Uhr entdeckte einer der Techniker den Fehler und schloss ein Notventil.

Damit verhinderte er einen Super-GAU.

7:24 Uhr wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen.

8:00 Uhr US-Präsident Carter erfuhr von dem Unfall.

9:30 Uhr Ein Unternehmenssprecher belog die Öffentlichkeit und behauptete, es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden. Er unterschlug das hochradioaktive Gas, das freigesetzt wurde, ebenso wie das radioaktiv verseuchte Wasser, das in den Susquehanna River geflossen war.

Am Freitag, den 30. März 1979, um 7 Uhr morgens mussten Techniker das hoch radioaktive Wasserstoffgemisch aus dem Reaktor entweichen lassen, weil der Druck immer weiter anstieg und die Explosionsgefahr zu groß geworden war. Damit wurde zum zweiten Mal ein Super-Gau verhindert, aber auch eine riesige radioaktive Wolke über das Land geschickt.

Am Freitagmittag, mehr als 55 Stunden nach der ersten Freisetzung von Radioaktivität, erging die Anordnung des Gouverneurs, schwangere Frauen und Kleinkinder aus einem Umkreis von 10 Kilometern zu evakuieren.

Insgesamt flohen in diesen Tagen 140.000 Menschen aus dem Gebiet und die Propagandisten der Atomlobby logen weiter, bis alle wieder zurückkamen …

 

YouTube Kanal:

'Reaktorpleite' - 'Playlists' - 'Radioaktivität weltweit ...'

Three Mile Island Documentary - English

 

Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Reaktorunfall_im_Kernkraftwerk_Three_Mile_Island

 

AtomkraftwerkePlag

https://atomkraftwerkeplag.wikia.org/de/wiki/Harrisburg/Three_Mile_Island_(USA)

 

Wenn über Atomunfälle gesprochen wird, so geht es meist um Fukushima 2011 und Tschernobyl 1986, der Unfall in Harrisburg 1979 ist uns irgendwie nicht mehr so richtig in Erinnerung, obwohl die Freisetzung von Radioaktivität in Harrisburg mehr als doppelt so hoch war wie in Fukushima.

 

NAMS - Nuclear Accident Magnitude Scale

bewertet die Schwere eines Atomunfalls anhand der Freisetzung von Radioaktivität, die Kosten in Millionen US-Dollar beziehen sich auf den Dollarkurs von 2013 …

 

Date

 

Location

 

Release (Tbq)

 

NAMS

 

INES

 

Cost

(mio. US$)

April/26/1986

Tschernobyl,
Ukraine

5,2 Mio.

8

7

259336

März/28/1979

Three Milles Island,
Harrisburg, USA

3,7 Mio.

7,9

5

10910

März/11/2011

Fukushima,
Japan

1,59 Mio.

7,5

7

166089

Sept./29/1957

Kyshtym, Mayak,
Chelyabinsk, USSR

1,0 Mio.

7,3

6

1733.4

 

Die gesamte Liste zum Herunterladen: 

NAMS + INES - Nuclear Power Accidents (PDF)

 

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Pro-nuklearer Geheimbericht geleakt

27.03.2021 - GLOBAL 2000 warnt: EU Green Deal soll von der Atomlobby gekapert werden

Der von der Europäischen Kommission geplante Green Deal soll die EU auf den Pfad zu einem nachhaltigen und sauberen Energiesystem der Zukunft bringen, das gleichzeitig nicht schädlich für andere Bereiche ist („Do No Significant Harm“). Die Kommission beauftragte ihre Expertengruppe (Technical Experts Group), Technologien nach ihren Auswirkungen zu beurteilen und eine „Green Finance Taxonomy“ zu erstellen – der Expertenbericht empfahl 2019 den Ausschluss von Atomkraft, vor allem wegen des ungelösten Atommüll-Problems. Einige pro-nukleare Mitgliedsstaaten akzeptierten diesen Entscheid jedoch nicht – die Kommission ließ daraufhin das ebenfalls pro-nukleare Forschungszentrum Joint Research Center der EU einen weiteren ausarbeiten, der diese Experten-Empfehlung revidieren soll. Dieser 387-seitige Bericht ist nun trotz Geheimhaltung GLOBAL 2000 zugespielt worden.

„Gekonnt verschleiert und hinter bewährten Phrasen werden die wichtigsten Fragen der Atomenergie durch eine rosa Brille verzerrt dargestellt“, so Patricia Lorenz, Atom-Sprecherin von GLOBAL 2000. „Wie allgemein bekannt, ist die Entsorgung von abgebrannten Brennstäbe noch immer vollkommen ungelöst, trotz anderslautender Behauptungen einiger Lobbyisten. Auch das sogenannte Restrisiko – die schweren Unfälle wie etwa in Fukushima vor 10 Jahren – können nie ausgeschlossen werden.“

Der Bericht versucht alte Ideen als neu zu verkaufen, wie etwa, dass Sicherheits-Kriterien für neue Reaktoren angeblich auch auf alte angewendet werden sollen. Diesen Vorschlag gab es bereits als Konsequenz aus den EU-Stresstests vor 10 Jahren. Die daraus entstandenen Nachrüstungsvorschläge werden in weiten Teilen jedoch schlicht ignoriert und Reaktoren mit bekannten Schwachpunkten weiterbetrieben ...

 

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26.03.2021 - STRENG GEHEIM!

Bundesregierung erklärt Atom-Deal von Lingener Uranfabrik mit Russland zur Geheimsache. Anfragen von Landtags- und Bundestagsabgeordneten bleiben unbeantwortet.
„Was soll die Öffentlichkeit nicht erfahren?“ Umweltschützer*innen fordern endgültigen Atomausstieg statt neuer Atom-Investitionen

Der von der Bundesregierung geplante „Atomausstieg“ findet im niedersächsischen Lingen nicht statt. Hier soll sogar noch kräftig in die Atomindustrie investiert werden: wie kürzlich bekannt wurde hat Framatome, der französische Mutterkonzern des Lingener Brennelementewerks ANF, beim Bundeskartellamt den Antrag für ein Joint Venture mit der Firma JSC TVEL, einem Tochterunternehmen des staatlichen russischen Atomkonzern Rosatom, gestellt. Die Kartellbehörde hat dem umstrittenen Antrag am 11.3.2021 zugestimmt.

Welche Pläne stecken hinter dem Investitionsvorhaben des französischen und des russischen Atomkonzerns in die Lingener Brennelementefabrik?

Diese Frage wollten sich der niedersächsische Landtagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Die Linken) und die Bundestagsabgeordnete Sylvia Kötting-Uhl (Bündnis 90/ Die Grünen) am vorigen Mittwoch im Bundesumweltausschuss beantworten lassen, doch eine Antwort bekamen sie nicht.

In einem vorangegangenen Schreiben des Bundeswirtschaftsministeriums an die Abgeordneten heißt es, dass „die Bundesregierung die erfragten Informationen zu geführten Investitionsprüfverfahren als Verschlusssache „Vs-VERTRAULICH“ eingestuft und der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages übermittelt“ habe. Der Tagesordnungspunkt im Umweltausschuss wurde daraufhin gestrichen.

Auch in Zukunft wird die Öffentlichkeit keine Antworten erhalten, denn die Abgeordneten müssen, wenn sie denn Zugang zu den geheimen Informationen erhalten, darüber Stillschweigen bewahren ...

 

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26.03.2021 - Nationalrat drängt auf Reform des EURATOM-Vertrags

Debatte über das Volksbegehren zum Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag

Auch die Beratungen über das Volksbegehren zum Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag mündeten nach der Durchführung von Hearings im Umweltausschuss in einen Entschließungsantrag, der heute im Nationalratsplenum von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS angenommen wurde. Die Bundesregierung wird demnach ersucht, sich dafür einzusetzen, dass der EURATOM-Vertrag im Rahmen der EU-Zukunftskonferenz thematisiert und überarbeitet wird.

Zielrichtung ist es unter anderem, sämtliche Bestimmungen, welche Investitionen, Förderungen und Genehmigungen im Bereich der Atomkraft begünstigen und gegenüber anderen Energieträgern wettbewerbsverzerrend bevorteilen, zu streichen, um damit die Sonderstellung der Atomkraft im europäischen Rechtssystem abzuschaffen. Auch sollen die Grundlagen für staatliche Förderungen für Atomkraftwerke im europäischen Recht gestrichen und ein einheitliches europäisches Haftungsregime ohne Haftungsobergrenzen auf Basis des Verursacher-Prinzips eingeführt werden. Die Abgeordneten sprechen sich zudem dafür aus, Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Kernspaltung ausschließlich auf Sicherheits-, Strahlenschutz, Entsorgungs- und Gesundheitsfragen zu beschränken. Eine weitere Forderung betrifft ambitioniertere und verbindliche Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke sowie Zwischen- und Endlager auch auf europäischer Ebene. Nach Auffassung der Abgeordneten soll das EURATOM-Vertragswerk als europäischer Ausstiegsvertrag aus der Atomenergie verstanden und dahingehend reformiert werden ...

 

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26.03.2021 - Salatfreundliche Photovoltaik

Halbdurchsichtige Solarzellen lassen genug Licht durch, dass Pflanzen unter ihnen gedeihen. Also können sie auch auf Gewächshäuser montiert werden.

Halbtransparente Solarzellen auf dem Dach eines Gewächshauses haben keinerlei Einfluss auf den Ertrag. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der North Carolina State University. Sie haben 30 Tage lang das Wachstum von Gartensalat (Lactuca sativa) verfolgt – von der Saat bis zur Reife.

Keine Reduktion des Wachstums

Bei drei Beeten filterten sie jeweils unterschiedliche Wellenlängen des Lichts aus, welche bestimmte Typen von semitransparenten organischen Solarzellen ebenfalls schlucken würden. Eine Kontrollgruppe des Salats setzten sie ungefiltertem Sonnenlicht aus. Die restlichen Bedingungen blieben gleich.

„Wir waren etwas überrascht – es gab keine wirkliche Reduktion des Pflanzenwachstums oder der Gesundheit“, sagte Heike Sederoff, Ko-Autorin der Studie und Professorin für Pflanzenbiologie an der North Carolina State University, laut einer Pressemitteilung der Uni. „Das bedeutet, dass die Idee, transparente Solarzellen in ein Gewächshaus zu integrieren, verwirklicht werden kann.“ ...

 

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Auch in Deutschland gibt es Befürworter kleiner modularer Atomreaktoren

25.03.2021 - Kleine Reaktoren, große Probleme

Eine Rückkehr zur atomaren Stromversorgung ist in Deutschland zwar höchst unwahrscheinlich, doch auch hierzulande gibt es Befürworter der Nutzung von Kleinreaktoren. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung riet jüngst in einer Studie von der Technologie ab.

Zum zehnten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima überraschten etliche deutsche Medien ihr Publikum mit allerlei spannenden Meinungen über Nuklearenergie: Sie sei emissionsarm, klimaschonend und unverzichtbar, um die Schwankungen bei der Verfügbarkeit erneuerbarer Energie auszugleichen. Auch die Sicherheitsbedenken, die nach den Unfällen in Tschernobyl und Fukushima entstanden sind, könnten entkräftet werden. Mittlerweile gebe es nämlich eine Vielzahl von Start-up-Firmen, die an ganz neuen Reaktormodellen arbeiteten. »Der Trend geht zum Minireaktor«, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Diese Minimeiler ­machen unabhängig von russischem Gas«, wusste die Welt. »Deshalb gibt es (k)eine Renaissance der Atomkraft«, titelte die FAZ, ergänzt um die Feststellung: »Der deutsche Atomausstieg ist praktisch unumkehrbar. Befürwor­ter sind rar geworden. In vielen Ländern auf der Welt ist das Bild ein anderes.« ...

 

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Grafenrheinfeld

25.03.2021 - Resolution der Grünen wird entschärft

Für eine Menge Zündstoff sorgte in der Grafenrheinfelder Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für eine Resolution mit der Überschrift "Grafenrheinfeld ist keine Atommüllkippe!". Die Grünen stellten den Antrag auf Beratung und Verabschiedung der von ihnen verfassten Resolution.

Andere Fraktionen erarbeiteten Alternativtext

Die Lagerung von radioaktiven Abfällen aus anderen Regionen, lehnt auch Gemeinderat Walter Weinig von der CSU-Fraktion ab. Er schob allerdings nach, dass er die von den Grünen verfasste Resolution "völlig plakativ und auch tendenziös formuliert findet". Damit sei nichts zu erreichen, findet Weinig: "Wir müssen unsere berechtigten Einwände vernünftig vortragen." "Die Schärfe ist nicht angemessen", befand auch Fraktionskollege Mathias Kupczyk ...

 

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Wegen schweren Sicherheitsmängeln

25.03.2021 - Japans Atomaufsicht verbietet Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Niigata

Die japanische Atomaufsicht hat am Mittwoch beschlossen, die Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Niigata für eineinhalb Jahr zu verbieten, nachdem schwerwiegende Sicherheitsmängel festgestellt wurden.

Tepco wollte das Kraftwerk Kashiwazaki-Kariwa so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen, da es ein wichtiger Punkt in dem Plan des Unternehmens ist, nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima, seine Abhängigkeit von teuren Importen fossiler Brennstoffe zu verringern.
Atomaufsicht fordert genaue Analyse von Tepco

Die Atomaufsicht beschloss in ihrer Sitzung, dem Unternehmen zu untersagen, den in dem Atomkraftwerk in der Präfektur Niigata gelagertem Kernbrennstoff zu transportieren oder in die Reaktoren zu laden, was ein schwerer Schlag für Tepco ist ...

 

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Aktuelles+

 

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25.03.2021 - Macron, Orbán und Co. fordern „aktive“ EU-Unterstützung für Atomenergie

Artikel von Frédéric Simon aus www.euractiv.de

Eine Gruppe aus insgesamt sieben EU-Staaten, angeführt vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron, hat die Europäische Kommission im Vorfeld des heute beginnenden EU-Gipfels aufgefordert, die Kernkraft in Europa nicht länger zu „bremsen“ und Möglichkeiten zu prüfen, sie in das Regelwerk der EU für „grüne Finanzen“ aufzunehmen.

In einem Brief an die EU-Exekutive erklären die sieben Staats- und Regierungschefs offen ihre Unterstützung für die Atomenergie. Diese sei notwendig, um die Klimaziele der EU zu erreichen: „Wir sind überzeugt, dass alle verfügbaren emissionsfreien und emissionsarmen Technologien, die zur Klimaneutralität beitragen […], von der Europäischen Union nicht nur anerkannt, sondern auch aktiv unterstützt werden sollten,“ schreiben die Unterzeichner.

Weiter heißt es im auf den 19. März datierten Brief: „Dies gilt insbesondere für die Kernenergie, deren Entwicklung eines der Hauptziele des Vertrags zur Gründung der Euratom-Gemeinschaft war – und der die EU-Institutionen verpflichtet, sie zu fördern.“

Zu den Unterzeichnern gehören die Regierungschefs Frankreichs, Ungarns, der Tschechischen Republik, Polens, Rumäniens, der Slowakei und Sloweniens.

Tatsächlich wird die Kernenergie aufgrund der „Do no Significant Harm“-Regelungen von der sogenannten EU-Taxonomie für grüne Investitionen ausgeschlossen. Nach dieser Regelung erhalten Energietechnologien kein Label als grüne Anlagemöglichkeit, wenn sie Umweltziele wie die Vermeidung und Kontrolle von Umweltverschmutzung untergraben.

In ihrem Brief argumentieren die sieben Politiker jedoch, dass die Wahl der Atomenergie eine Entscheidung sei, die jedes EU-Land frei treffen könne – „in gegenseitigem Respekt und unabhängig von den politischen Entscheidungen anderer Mitgliedsstaaten.“

Polen, die Tschechische Republik und Bulgarien planen den Bau neuer Atomreaktoren, um ihre Abhängigkeit von Kohle zu verringern und somit die EU-Klimaziele zu erreichen. Frankreich hat seinerseits ein Programm gestartet, mit dem einige seiner alternden Atomkraftwerke durch eine neue Generation von Druckwasserreaktoren, sogenannten EPR, ersetzt werden sollen.

Finnland und das Ex-EU-Mitglied Vereinigtes Königreich bauen aktuell derartige EPRs – die Kosten sind aufgrund von Verzögerungen und Sicherheitsproblemen jedoch bereits deutlich in die Höhe geschossen.

Andere Staaten, allen voran Deutschland und Österreich, sprechen sich hingegen vehement gegen die Stromproduktion per AKW aus.

Höhere Kosten für AKW

Indes bereiten die Finanzierungskosten für den Bau neuer Atomkraftwerke der Branche zunehmend Sorgen: Im vergangenen Monat äußerte die Lobbygruppe Foratom die Befürchtung, von der EU-Taxonomie ausgeschlossen zu werden.

„Das große Problem mit der Taxonomie ist für uns, dass sie den in Frage kommenden Unternehmen Zugang zu Anleihen und Fonds mit niedrigen Zinssätzen ermöglicht,“ so Jessica Johnson, Kommunikationsdirektorin bei Foratom. „Das bedeutet, dass die Finanzierungskosten potenziell niedriger sein könnten, wenn [die Atombranche] Zugang zu diesen Fonds hat“.

Sollte Atomkraft hingegen nicht als „grün“ angesehen werden, könnten die Kosten für Darlehen deutlich in die Höhe schnellen.

In ihrem Brief drückten die sieben Staats- und Regierungschefs dementsprechend die Besorgnis aus, dass die CO2-arme Atomkraft „ausgeschlossen“ oder zumindest ausgebremst werden könnte, wenn sie nicht in die Taxonomie aufgenommen wird.

Daher fordere man die Europäische Kommission auf, „sicherzustellen, dass die EU-Energie- und Klimapolitik alle Pfade zur Klimaneutralität gemäß dem Prinzip der Technologieneutralität berücksichtigt.“

Abschließend wird gefordert: „In diesem Zusammenhang müssen alle verfügbaren und zukünftigen Null- und Niedrig-Emission-Technologien in allen Politikbereichen gleich behandelt werden.“

Übergeordnetes Ziel sei es schließlich, Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Deutschland und Österreich werden in die Zange genommen ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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YouTube Kanal:

'Reaktorpleite' - 'Playlists' - 'Radioaktivität weltweit ...'

Jan Böhmermann klärt die Geschichte der AtomenergieJan Böhmermann klärt die Geschichte der Atomenergie ...

 

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Die Suche in der reaktorpleite.de mit dem Suchwort 

     
  EU-Taxonomie  
     

 

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

Die Atomlobby gibt alles und allen, denn nur die dreistesten Böcke kommen in den Garten ...

06. Juli 2020 - Die Gemeinsame Forschungsstelle wird die Aufnahme der Kernenergie in die Abgabenordnung der EU bewerten

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Foratom, das europäische Handelsgremium für Kernenergie, hat die Entscheidung der Europäischen Kommission begrüßt, ihre Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) als die Expertengruppe zu ernennen, die die Kernenergie im Rahmen der Steuerregelung für nachhaltige Finanzen bewerten soll. Die GFS wird ihre Ergebnisse jedoch erst im nächsten Jahr vorlegen, nachdem die entsprechenden Rechtsakte bereits fertiggestellt worden sind.

Die endgültigen Empfehlungen zur EU-Taxonomie der technischen Expertengruppe (TEG), die die Europäische Kommission (EK) in Fragen der nachhaltigen Finanzen berät, wurden am 9. März veröffentlicht. Diese beinhalteten Leitlinien, die Investoren und Unternehmen dabei helfen sollen, ihren Berichtspflichten gegenüber dem Rahmenwerk nachzukommen. Die TEG zur Taxonomie kam zu dem Schluss, dass es klare Beweise dafür gibt, dass die Kernenergie wesentlich zum Klimaschutz beiträgt. Sie kam an diesem Punkt jedoch auch zu dem Schluss, dass "die Beweise für die Kernenergie komplex und in einem taxonomischen Kontext schwieriger zu bewerten sind", was den potenziellen erheblichen Schaden für andere Umweltziele betrifft. Er empfahl, dass umfangreichere technische Arbeiten durchgeführt werden sollten ...

 

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04.02.2021 - Studie: Atomkraft ist nicht nachhaltig und hilft nicht im Klimawandel

Österreich hat eine Expertin damit beauftragt, die Atomkraft mit Erneuerbaren Energien zu vergleichen. Sie kommt nach Studienstudium zu eindeutigen Schlüssen.

Atomkraft ist als Energiequelle nicht erneuerbar und kann auch nicht zur Erreichung der Klimaziele beitragen. In dieser Haltung sieht sich die österreichische Regierung nun durch eine Metastudie bestätigt. Diese Art der Energiegewinnung sei abzulehnen und sollte nicht Teil des Energiemix der Zukunft sein.

Atomkraft versuche als Energiequelle zwar weniger CO2-Emissionen als fossile Brennstoffe. Allerdings gibt es andere Energiequellen – erneuerbare Energieträger wie Sonne, Wind und Wasser – mit noch geringeren Treibhausgasemissionen. Deren Beitrag zum Klimaschutz werde auch nicht durch vergleichsweise hohe Risiken infrage gestellt.

Das ist eines der Ergebnisse der Studie der Umweltökonomin Professorin Sigrid Stagl , die für die österreichische Regierung die Atomkraft nach den Kriterien der EU-Taxonomie-Verordnung vornehmen sollte ...

 

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AtomkraftwerkePlag

 

EU-Staaten fordern neue Subventionen für Atomenergie

Der Bau von Atomkraftwerken in Europa war bereits seit 1977 durch milliardenschwere Anleihen im Rahmen von EURATOM finanziert worden, zunächst in Westeuropa, seit 1994 auch in Osteuropa.

Großbritannien, Frankreich und Tschechien, welche die Atomenergie weiter ausbauen wollten, sowie Polen, das deren Einführung plante, forderten im April 2012, dass Atomkraft subventioniert werden müsse. Der Grund war, dass sie keine privaten Investoren für diese riskante und unrentable Technik fanden. Die Süddeutsche Zeitung urteilte: "Atomkraft lohnt sich nicht - nicht einmal in Frankreich, das um die 80 Prozent seines Stroms aus seinen 58 Reaktoren bezieht. Anders kann man die Briefe aus Paris, London, Prag und Warschau nicht interpretieren, mit denen die Länder bei der Europäischen Union für die Kernenergie werben. Man solle den Atomstrom doch bitte subventionsfähig machen. Die Betreiber der Meiler möchten Geld aus den Töpfen, die für Solaranlagen, Windparks und Biomassekraftwerke da sind. Diese Briefe sind ein Eingeständnis, wie überflüssig die Kernkraft ist." Die Empörung in Deutschland war groß über diesen Vorstoß, und sogar EU-Energiekommissar Oettinger lehnte derartige Pläne ab. Mit der Forderung der Atomstaaten setzten sich auch die "taz" und "finanzen.net" kritisch auseinander.

Vermutlich war Großbritannien die treibende Kraft dahinter, das ohne Subventionen keine neuen Reaktoren finanzieren kann. Es wurde später von allen Seiten dementiert, dass es eine derartige Initiative gab, obwohl diese auf der Website des britischen Energieministeriums einsehbar war.

Ein Antrag der SPD-Fraktion im Bundestag, "mit dem jede Subventionierung neuer oder vorhandener Atomkraftwerke in der Europäischen Union unterbunden werden sollte" wurde am 23. Mai 2012 von der Regierungskoalition abgelehnt.

Am 15. Oktober 2013 forderten die Ministerpräsidenten von Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn Unterstützung durch die Europäische Union für Nutzung und Ausbau der Atomenergie.

 

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EURATOM widerspricht dem Atomausstieg

In seinen Zielen und seiner ganzen Ausrichtung – der Förderung und Entwicklung der Atomenergie – widerspricht EURATOM dem Atomausstieg in Deutschland und anderen europäischen Staaten.

EURATOM treibt beispielsweise über das Programm "Euratom Fission" die Atomenergie-Forschung im Bereich der G4-Reaktoren voran, finanziert durch EU-Fördergelder.

Der EURATOM-Vertrag trägt dazu bei, dass über die Stadtgebiete von Bremen und Hamburg trotz des Atomausstiegs nach wie vor eine Vielzahl von Atomtransporten laufen. Er sieht nämlich vor, "dass Mitgliedstaaten untereinander alle mengenmäßigen Beschränkungen der Ein- und Ausfuhr beseitigen". Die EU prüfte 2013, ob eine Verbotsklausel gegen einen Teil der radioaktiven Transporte, die in das Bremische Hafenbetriebsgesetz aufgenommen wurde, dem EURATOM-Vertrag widerspricht.

Man muss sich fragen, wie konsequent es ist, wenn die Bundesregierung einerseits den Atomausstieg einleitet, andererseits aber EURATOM-Mitglied bleibt und dessen Rahmenprogramme zur Förderung der Atomenergie finanziell unterstützt.

Von Atomkraftgegnern wird der EURATOM-Vertrag als nicht mehr zeitgemäß bezeichnet und dessen Abschaffung gefordert. EURATOM begründe bislang eine Sonderstellung der Atomenergie und sichere "alte Privilegien und Subventionen". Stattdessen müsse der Vertrag zu einem "Instrument für atomare Sicherheit und den Rückbau der atomaren Altlasten" weiterentwickelt werden ...

 

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Wikipedia

 

Lobbyismus

Lobbyismus, Lobbying oder Lobbyarbeit ist eine aus dem Englischen (lobbying) übernommene Bezeichnung für Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft, bei der einzelne Personen oder Interessengruppen („Lobbys“) – vor allem durch die Pflege persönlicher Verbindungen – die Exekutive, die Legislative zu beeinflussen versuchen. Außerdem wirkt Lobbying auf die öffentliche Meinung durch Öffentlichkeitsarbeit ein. Dies geschieht vor allem mittels der Massenmedien.

Der Begriff hat negative Konnotationen (Nebenbedeutungen), sodass Interessenverbände nicht unter diesem Begriff auftreten. Gängige Bezeichnungen für Lobbyarbeit sind zum Beispiel Public Affairs, politische Kommunikation und Politikberatung. Unternehmen und Organisationen unterhalten bisweilen ein Hauptstadtbüro oder eine Hauptstadtrepräsentanz, aber auch Büros bei den Landesregierungen.

Im Jahr 2006 führten Thomas Leif und Rudolf Speth in Analogie zur Bezeichnung Vierte Gewalt für die Massenmedien den Begriff Fünfte Gewalt für den Lobbyismus ein, was jedoch von anderen Autoren als übertrieben angesehen wird. Thilo Bode titelte zum Glyphosat-Skandal 2017 in den Blättern für Deutsche und internationale Politik, in der Ausgabe, Oktober 2018: „Lobbyismus 2.0: Der industriell-politische Komplex.“ ...

 

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Militärisch-industrieller Komplex

Popularität erlangte der Begriff durch den US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower, der in seiner Abschiedsrede vom 17. Januar 1961 ausdrücklich vor den Verflechtungen und Einflüssen des militärisch-industriellen Komplexes in den USA warnte. Eisenhower, der selbst einst Generalstabschef der Armee gewesen war, sah wie Mills den militärisch-industriellen Komplex als eine Gefahr für die demokratischen Institutionen und die Demokratie an. Durch die Einwirkung dieses Komplexes auf Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft könne die politische Führung veranlasst werden, Konflikte eher militärisch als politisch lösen zu wollen und damit als verlängerter Arm der Lobby der Rüstungsindustrie agieren ...

 

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Weiter zu: Zeitungsartikel 2021

 

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