Newsletter XIII

25. - 30. März 2021

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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30.03.2021 - Karfreitag: Ostermärsche in Gronau und Jülich

ippnw.de

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30.03.2021 - Solaranlagen als Zeichen des Widerstands

neues-deutschland.de

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30.03.2021 - Unser Planet nimmt zu viel Energie auf

scinexx.de

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Umstrittenes Gutachten

29.03.2021 - EU-Experten erklären Atomkraft zur grünen Geldanlage

spiegel.de

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29.03.2021 - Solar-Neubau soll bald billiger als Weiterbetrieb fossiler Anlagen sein

winfuture.de

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Erneuerbare Energien

29.03.2021 - Riesiges schwimmendes Kraftwerk versorgt Singapur mit Strom

golem.de

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29.03.2021 - Wasserstoff soll grüner werden

heise.de

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Vor 42 Jahren:

28. März 1979 - Die teilweise Kernschmelze von Harrisburg

Um 4 Uhr am Mittwochmorgen begann im Kernkraftwerk "Three Mile Island" bei Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania einer der schlimmsten Atomunfälle der Menschheitsgeschichte.

Eine Kühlwasserpumpe war ausgefallen und der Reaktorblock 2 hatte sich ordnungsgemäß abgeschaltet. Ein Sicherheitsventil öffnete sich und ließ den durch die Nachzerfallswärme entstandenen Überdruck aus dem Inneren des Reaktors entweichen. Aus unbekannten Gründen schloss sich dieses Sicherheitsventil jedoch nicht wieder, als sich der Druck im Reaktorinneren normalisierte, und so flossen nun 1000 Liter Kühlwasser pro Minute in ein Auffangbecken, anstatt den Reaktor zu kühlen.

4:30 Uhr trat die erste Freisetzung von Radioaktivität auf.

6:30 Uhr entdeckte einer der Techniker den Fehler und schloss ein Notventil.

Damit verhinderte er einen Super-GAU.

7:24 Uhr wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen.

8:00 Uhr US-Präsident Carter erfuhr von dem Unfall.

9:30 Uhr Ein Unternehmenssprecher belog die Öffentlichkeit und behauptete, es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden. Er unterschlug das hochradioaktive Gas, das freigesetzt wurde, ebenso wie das radioaktiv verseuchte Wasser, das in den Susquehanna River geflossen war.

Am Freitag, den 30. März 1979, um 7 Uhr morgens mussten Techniker das hoch radioaktive Wasserstoffgemisch aus dem Reaktor entweichen lassen, weil der Druck immer weiter anstieg und die Explosionsgefahr zu groß geworden war. Damit wurde zum zweiten Mal ein Super-Gau verhindert, aber auch eine riesige radioaktive Wolke über das Land geschickt.

Am Freitagmittag, mehr als 55 Stunden nach der ersten Freisetzung von Radioaktivität, erging die Anordnung des Gouverneurs, schwangere Frauen und Kleinkinder aus einem Umkreis von 10 Kilometern zu evakuieren.

Insgesamt flohen in diesen Tagen 140.000 Menschen aus dem Gebiet und die Propagandisten der Atomlobby logen weiter, bis alle wieder zurückkamen …

 

YouTube Kanal:

'Reaktorpleite' - 'Playlists' - 'Radioaktivität weltweit ...'

Three Mile Island Documentary - English

 

Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Reaktorunfall_im_Kernkraftwerk_Three_Mile_Island

 

AtomkraftwerkePlag

https://atomkraftwerkeplag.wikia.org/de/wiki/Harrisburg/Three_Mile_Island_(USA)

 

Wenn über Atomunfälle gesprochen wird, so geht es meist um Fukushima 2011 und Tschernobyl 1986, der Unfall in Harrisburg 1979 ist uns irgendwie nicht mehr so richtig in Erinnerung, obwohl die Freisetzung von Radioaktivität in Harrisburg mehr als doppelt so hoch war wie in Fukushima.

 

NAMS - Nuclear Accident Magnitude Scale

bewertet die Schwere eines Atomunfalls anhand der Freisetzung von Radioaktivität, die Kosten in Millionen US-Dollar beziehen sich auf den Dollarkurs von 2013 …

 

Date

 

Location

 

Release (Tbq)

 

NAMS

 

INES

 

Cost

(mio. US$)

April/26/1986

Tschernobyl,
Ukraine

5,2 Mio.

8

7

259336

März/28/1979

Three Milles Island,
Harrisburg, USA

3,7 Mio.

7,9

5

10910

März/11/2011

Fukushima,
Japan

1,59 Mio.

7,5

7

166089

Sept./29/1957

Kyshtym, Mayak,
Chelyabinsk, USSR

1,0 Mio.

7,3

6

1733.4

 

Die gesamte Liste zum Herunterladen: 

NAMS + INES - Nuclear Power Accidents (PDF)

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Pro-nuklearer Geheimbericht geleakt

27.03.2021 - GLOBAL 2000 warnt: EU Green Deal soll von der Atomlobby gekapert werden

boerse-express.com

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26.03.2021 - STRENG GEHEIM!

Bundesregierung erklärt Atom-Deal von Lingener Uranfabrik mit Russland zur Geheimsache. Anfragen von Landtags- und Bundestagsabgeordneten bleiben unbeantwortet.
„Was soll die Öffentlichkeit nicht erfahren?“ Umweltschützer*innen fordern endgültigen Atomausstieg statt neuer Atom-Investitionen

Der von der Bundesregierung geplante „Atomausstieg“ findet im niedersächsischen Lingen nicht statt. Hier soll sogar noch kräftig in die Atomindustrie investiert werden: wie kürzlich bekannt wurde hat Framatome, der französische Mutterkonzern des Lingener Brennelementewerks ANF, beim Bundeskartellamt den Antrag für ein Joint Venture mit der Firma JSC TVEL, einem Tochterunternehmen des staatlichen russischen Atomkonzern Rosatom, gestellt. Die Kartellbehörde hat dem umstrittenen Antrag am 11.3.2021 zugestimmt.

Welche Pläne stecken hinter dem Investitionsvorhaben des französischen und des russischen Atomkonzerns in die Lingener Brennelementefabrik?

Diese Frage wollten sich der niedersächsische Landtagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Die Linken) und die Bundestagsabgeordnete Sylvia Kötting-Uhl (Bündnis 90/ Die Grünen) am vorigen Mittwoch im Bundesumweltausschuss beantworten lassen, doch eine Antwort bekamen sie nicht.

In einem vorangegangenen Schreiben des Bundeswirtschaftsministeriums an die Abgeordneten heißt es, dass „die Bundesregierung die erfragten Informationen zu geführten Investitionsprüfverfahren als Verschlusssache „Vs-VERTRAULICH“ eingestuft und der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages übermittelt“ habe. Der Tagesordnungspunkt im Umweltausschuss wurde daraufhin gestrichen.

Auch in Zukunft wird die Öffentlichkeit keine Antworten erhalten, denn die Abgeordneten müssen, wenn sie denn Zugang zu den geheimen Informationen erhalten, darüber Stillschweigen bewahren ...

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26.03.2021 - Nationalrat drängt auf Reform des EURATOM-Vertrags

ots.at

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Halbtransparente Solarzellen auf dem Dach eines Gewächshauses

26.03.2021 - Salatfreundliche Photovoltaik

heise.de 

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Auch in Deutschland gibt es Befürworter kleiner modularer Atomreaktoren

25.03.2021 - Kleine Reaktoren, große Probleme

jungle.world

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Grafenrheinfeld

25.03.2021 - Resolution der Grünen wird entschärft

mainpost.de

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Wegen schweren Sicherheitsmängeln

25.03.2021 - Japans Atomaufsicht verbietet Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Niigata

sumikai.com

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Aktuelles+

 

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25.03.2021 - Macron, Orbán und Co. fordern „aktive“ EU-Unterstützung für Atomenergie

Frédéric Simon / euractiv.de

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Deutschland und Österreich werden in die Zange genommen ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Die Suche in der reaktorpleite.de mit dem Suchwort 

     
  EU-Taxonomie  
     

 

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

Die Atomlobby gibt alles und allen, denn nur die dreistesten Böcke kommen in den Garten ...

06. Juli 2020 - Die Gemeinsame Forschungsstelle wird die Aufnahme der Kernenergie in die Abgabenordnung der EU bewerten

world-nuclear-news.org - Übersetzen mit https://www.deepL.com/translator (kostenlose Version)

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04.02.2021 - Studie: Atomkraft ist nicht nachhaltig und hilft nicht im Klimawandel

heise.de

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YouTube Kanal:

'Reaktorpleite' - 'Playlists' - 'Radioaktivität weltweit ...'

Jan Böhmermann klärt die Geschichte der AtomenergieJan Böhmermann klärt die Geschichte der Atomenergie ...

 

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AtomkraftwerkePlag

 

EU-Staaten fordern neue Subventionen für Atomenergie

Der Bau von Atomkraftwerken in Europa war bereits seit 1977 durch milliardenschwere Anleihen im Rahmen von EURATOM finanziert worden, zunächst in Westeuropa, seit 1994 auch in Osteuropa.

Großbritannien, Frankreich und Tschechien, welche die Atomenergie weiter ausbauen wollten, sowie Polen, das deren Einführung plante, forderten im April 2012, dass Atomkraft subventioniert werden müsse. Der Grund war, dass sie keine privaten Investoren für diese riskante und unrentable Technik fanden. Die Süddeutsche Zeitung urteilte: "Atomkraft lohnt sich nicht - nicht einmal in Frankreich, das um die 80 Prozent seines Stroms aus seinen 58 Reaktoren bezieht. Anders kann man die Briefe aus Paris, London, Prag und Warschau nicht interpretieren, mit denen die Länder bei der Europäischen Union für die Kernenergie werben. Man solle den Atomstrom doch bitte subventionsfähig machen. Die Betreiber der Meiler möchten Geld aus den Töpfen, die für Solaranlagen, Windparks und Biomassekraftwerke da sind. Diese Briefe sind ein Eingeständnis, wie überflüssig die Kernkraft ist." Die Empörung in Deutschland war groß über diesen Vorstoß, und sogar EU-Energiekommissar Oettinger lehnte derartige Pläne ab. Mit der Forderung der Atomstaaten setzten sich auch die "taz" und "finanzen.net" kritisch auseinander.

Vermutlich war Großbritannien die treibende Kraft dahinter, das ohne Subventionen keine neuen Reaktoren finanzieren kann. Es wurde später von allen Seiten dementiert, dass es eine derartige Initiative gab, obwohl diese auf der Website des britischen Energieministeriums einsehbar war.

Ein Antrag der SPD-Fraktion im Bundestag, "mit dem jede Subventionierung neuer oder vorhandener Atomkraftwerke in der Europäischen Union unterbunden werden sollte" wurde am 23. Mai 2012 von der Regierungskoalition abgelehnt.

Am 15. Oktober 2013 forderten die Ministerpräsidenten von Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn Unterstützung durch die Europäische Union für Nutzung und Ausbau der Atomenergie.

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EURATOM widerspricht dem Atomausstieg

In seinen Zielen und seiner ganzen Ausrichtung – der Förderung und Entwicklung der Atomenergie – widerspricht EURATOM dem Atomausstieg in Deutschland und anderen europäischen Staaten.

EURATOM treibt beispielsweise über das Programm "Euratom Fission" die Atomenergie-Forschung im Bereich der G4-Reaktoren voran, finanziert durch EU-Fördergelder.

Der EURATOM-Vertrag trägt dazu bei, dass über die Stadtgebiete von Bremen und Hamburg trotz des Atomausstiegs nach wie vor eine Vielzahl von Atomtransporten laufen. Er sieht nämlich vor, "dass Mitgliedstaaten untereinander alle mengenmäßigen Beschränkungen der Ein- und Ausfuhr beseitigen". Die EU prüfte 2013, ob eine Verbotsklausel gegen einen Teil der radioaktiven Transporte, die in das Bremische Hafenbetriebsgesetz aufgenommen wurde, dem EURATOM-Vertrag widerspricht.

Man muss sich fragen, wie konsequent es ist, wenn die Bundesregierung einerseits den Atomausstieg einleitet, andererseits aber EURATOM-Mitglied bleibt und dessen Rahmenprogramme zur Förderung der Atomenergie finanziell unterstützt.

Von Atomkraftgegnern wird der EURATOM-Vertrag als nicht mehr zeitgemäß bezeichnet und dessen Abschaffung gefordert. EURATOM begründe bislang eine Sonderstellung der Atomenergie und sichere "alte Privilegien und Subventionen". Stattdessen müsse der Vertrag zu einem "Instrument für atomare Sicherheit und den Rückbau der atomaren Altlasten" weiterentwickelt werden ...

 

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Wikipedia

 

Lobbyismus

Lobbyismus, Lobbying oder Lobbyarbeit ist eine aus dem Englischen (lobbying) übernommene Bezeichnung für Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft, bei der einzelne Personen oder Interessengruppen („Lobbys“) – vor allem durch die Pflege persönlicher Verbindungen – die Exekutive, die Legislative zu beeinflussen versuchen. Außerdem wirkt Lobbying auf die öffentliche Meinung durch Öffentlichkeitsarbeit ein. Dies geschieht vor allem mittels der Massenmedien.

Der Begriff hat negative Konnotationen (Nebenbedeutungen), sodass Interessenverbände nicht unter diesem Begriff auftreten. Gängige Bezeichnungen für Lobbyarbeit sind zum Beispiel Public Affairs, politische Kommunikation und Politikberatung. Unternehmen und Organisationen unterhalten bisweilen ein Hauptstadtbüro oder eine Hauptstadtrepräsentanz, aber auch Büros bei den Landesregierungen.

Im Jahr 2006 führten Thomas Leif und Rudolf Speth in Analogie zur Bezeichnung Vierte Gewalt für die Massenmedien den Begriff Fünfte Gewalt für den Lobbyismus ein, was jedoch von anderen Autoren als übertrieben angesehen wird. Thilo Bode titelte zum Glyphosat-Skandal 2017 in den Blättern für Deutsche und internationale Politik, in der Ausgabe, Oktober 2018: „Lobbyismus 2.0: Der industriell-politische Komplex.“ ...

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Militärisch-industrieller Komplex

Popularität erlangte der Begriff durch den US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower, der in seiner Abschiedsrede vom 17. Januar 1961 ausdrücklich vor den Verflechtungen und Einflüssen des militärisch-industriellen Komplexes in den USA warnte. Eisenhower, der selbst einst Generalstabschef der Armee gewesen war, sah wie Mills den militärisch-industriellen Komplex als eine Gefahr für die demokratischen Institutionen und die Demokratie an. Durch die Einwirkung dieses Komplexes auf Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft könne die politische Führung veranlasst werden, Konflikte eher militärisch als politisch lösen zu wollen und damit als verlängerter Arm der Lobby der Rüstungsindustrie agieren ...

 

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Spendenaufruf

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