Newsletter VIII

16. - 24. Februar 2021

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Agri-Photovoltaik - neuer Leitfaden

24.02.2021 - Auf Ackerflächen Ökostrom und Gemüse ernten

Unten Kulturpflanzen, oben Solarstrom – mit dem System der Agri-Photovoltaik können Ackerflächen effizient und dabei ökologisch genutzt werden. Mit einem neuen Leitfaden bekommen Akteure jetzt Unterstützung zur Anwendung der kongenialen Technologie.

Am Boden wachsen die Kulturpflanzen, darüber erzeugen Solarmodule erneuerbaren Strom: Das System der Agri-Photovoltaik ist so einfach wie genial und könnte künftig auch Konflikte um den Gebrauch von landwirtschaftlichen Böden im Zuge der Energiewende entschärfen.

Die Testphasen für das System sind bereits gelaufen und die Technologie hat sich bewährt – in verschiedenen Ländern weltweit. Die Bedingungen sind immer etwas anders und wurden jeweils optimal angepasst. Doch populär ist die Technologie noch nicht.

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat daher nun einen Leitfaden herausgegeben. Das Forschungsinstitut hatte die Technologie in Deutschland erstmals umfassend erprobt. Die Forscher geben in ihrem Leitfaden aktuelle Informationen über die Technologie, ihr Potenzial sowie den aktuellen Entwicklungsstand. Ziel ist es, Landwirten, Kommunen und Unternehmen praktische Hinweise zur Nutzung der Agri-PV an die Hand zu geben. Auch Vorschläge für eine Anpassung des rechtlichen Rahmens sind in dem Werk enthalten. Die Publikation ist kostenfrei und steht online auf Deutsch und Englisch zum Download bereit ...

 

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Vor 125 Jahren in Paris

24.02.2021 - Als Henri Becquerel seine Entdeckung der Radioaktivität präsentierte

Kernenergie und Atombombe – beides basiert auf dem plötzlichen Zerfall von Atomkernen. Entdeckt wurde dieser Vorgang von dem französischen Physiker Henri Becquerel. Am 24. Februar 1896 stellte er seine Erkenntnisse in Paris vor. Seine Kollegin Marie Curie taufte das Phänomen Radioaktivität.

Ein Geigerzähler nähert sich einem verdächtigen Objekt, immer penetranter knackt und tickt das Gerät, dann schlägt es hektisch aus – maximale Radioaktivität. Das ist der plötzliche Zerfall von Atomkernen, von Uran etwa oder von Radium, begleitet von der Aussendung beträchtlicher Energien. Entdeckt wurde sie eher zufällig von dem französischen Physiker Henri Becquerel ...

 

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23.02.2021 - Landespolitik thematisiert Urenco - Neuer Anlauf der Grünen

Gronau/Düsseldorf - Die Urenco pocht auf gültige Verträge, die noch bis 2042 laufen. Atomkraftgegner wollen dagegen erreichen, dass die Urananreicherung in Gronau möglichst bald endet. Nun befassen sich – wieder mal – Landtagsgremien mit dem Thema.

Die Urananreicherungsanlage beschäftigt erneut Gremien des Landtags. Die Fraktion von Bündnis 90 /Die Grünen hat beantragt, die Urananreicherung in Gronau zu beenden und die Urantransporte zu stoppen. Der Umweltausschuss des Landtags wird sich am Mittwoch (24. Februar) mit dem Thema befassen, bevor sich später auch der Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Themas annimmt.

Mehrere schriftliche Stellungnahmen liegen vor. So begründet die Grünen-Fraktion ihren Vorstoß mit dem Atomgesetz: 2022 endet in Deutschland die Stromerzeugung in deutschen Atomkraftwerken. Der Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage widerspreche dem Ziel des Atomausstiegs. Mit Brennelementen, die aus in Gronau angereichertem Uran hergestellt werden, würden immer noch Hochrisikoreaktoren betrieben. 

Export nach Russland

Der Export von abgereichertem Uran stelle ein weiteres Problem dar. Die Grünen sehen in dem Material, das als abgereichertes Uranhexafluorid (UF6) nach Russland exportiert wird, radioaktiven Abfall. Die Betreibergesellschaft Urenco dagegen deklariert das abgereicherte Material als Wertstoff ...

 

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22.02.2021 - GLOBAL 2000-Stellungnahme: Keine Betriebserlaubnis für Mochovce 3

Kontroll-Versagen der Atomaufsicht – neue Whistleblower-Fotos zeigen Unzuverlässigkeit der Dokumentation.

Wien (OTS) - Heute endet die Frist für Stellungnahmen zum Entwurf der Betriebserlaubnis für Mochovce Reaktor 3. Sobald diese Erlaubnis von der slowakischen Atomaufsicht erteilt wird, kann die Betreibergesellschaft laut ihrem Plan im Mai Kernbrennstoff in die Anlage einführen und den Reaktor in Betrieb nehmen ...

Neben den bekannten Problemen der Anlage mit Baubeginn 1985 und einem Sicherheitskonzept aus Sowjet-Zeiten – mangelnde Widerstandskraft gegen den Aufprall eines absichtlich oder durch einen Unfall auftreffenden großen Flugzeugs, Alterung der Bauteile – sind immer noch nicht alle Bauteile überhaupt auf ihre Einsatzfähigkeit geprüft worden.

Weiters wurde 2020 durch Ermittlungen der slowakischen Kriminalpolizei aufgedeckt, dass bereits verbaute Rohrleitungen unter anderem des Primärkreislaufs teilweise von minderwertiger Qualität sind und ihre Zertifikate teils gefälscht und damit unzuverlässig waren: Seither wurden 2960 Rohrleitungen überprüft, in 288 Fällen wurden Abweichungen von der technischen Spezifikation gefunden, in 52 Fällen waren Zertifikate gefälscht ...

 

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20.02.2021 - Voll verstrahlt - Estland will Europas erstes Mini-AKW bauen

Estland gilt als Europas IT-Spitzenreiter. Doch bei der Energiewende hat das Land den Anschluss verpasst und kämpft mit hohen CO2-Emissionen. Der baltische Musterstaat folgt nun einem fatalen Trend und will Europas erstes Mini-AKW errichten lassen.

Estland gibt sich fortschrittlich. Doch bei der Energiewende hat das Land Nachholbedarf – und lässt sich jetzt mit der Atomlobby ein, anstatt auf Erneuerbare Energien zu setzen. Ein Schritt in die falsche Richtung – mit nachhaltigem Schaden für kommende Generationen.

Atomkraft-Technik wird als Klimaschutz verkauft – Milliardengewinne winken

2018 schloss sich auf dem Clean Energy Ministerial in Kopenhagen, einem Forum zum Austausch über klimafreundliche Energiegewinnung, an dem 24 Staaten und die EU teilnahmen, eine unheilvolle Allianz zusammen. Neun Staaten – die USA, Kanada, Russland, Japan, Südafrika, die Vereinigten Arabischen Emirate, Polen, Argentinien und Rumänien – wollen der Atomenergie zu neuem Glanz verhelfen – mit kleinen Reaktoren ...

 

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19.02.2021 - Fukushima: Neue Art des Fallouts entdeckt

Hochradioaktive Glaskörnchen stammen aus der Explosion von Reaktorblock 1

Strahlendes Glas: Forscher haben eine neue Form des radioaktiven Fallouts in Fukushima entdeckt. Es handelt sich um größere, verglaste Körnchen, die hochradioaktives Cäsium enthalten. Sie wurden bei der Wasserstoffexplosion des Reaktorblocks 1 freigesetzt. Wegen ihrer Größe können sie nicht eingeatmet werden, ihre mögliche Schadwirkung beschränkt sich daher auf den äußerlichen Kontakt, sagen die Forscher. Gleichzeitig bleiben die Partikel aber lange in der Umwelt erhalten.

Fast zehn Jahre sind seit dem schweren Atomunglück in Fukushima vergangen, doch der Kampf mit den Folgen hält bis heute an. So sind die havarierten Reaktoren des Atomkraftwerks weiter hochradioaktiv und müssen gekühlt werden. Grundwasser, Böden und Meeresschlamm in der Umgebung des Atomkraftwerks sind durch radioaktiven Fallout verseucht. Die bei den Explosionen und Lecks der Reaktoren freigesetzten Partikel enthalten vor allem radioaktives Cäsium, aber auch Uran, Strontium und radioaktive Isotope der Elemente Lithium, Schwefel und Zirkonium.

Schon länger ist bekannt, dass auch winzige Glaspartikel aus den havarierten Reaktoren freigesetzt wurden. Sie entstanden, als bei der Kernschmelze Teile der Beton-Reaktorinnenwand schmolzen und Cäsium und andere radioaktive Partikel eingeschlossen wurden. Dieser Glasregen aus Mikropartikeln wurde vom Wind bis nach Tokio getragen ...

 

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19.02.2021 - Initiative kombiniert schwimmende Offshore-WEA mit Meerwasser-Entsalzung

Potsdam - Die Technologie zum Einsatz schwimmender Offshore-Windenergieanlagen (WEA) entwickelt sich weltweit dynamisch und verspricht große zusätzliche Potenziale für die Windstromproduktion. Eine europäische Industrieinitiative möchte die Technologie für die Trinkwasserversorgung optimieren.

Eine Initiative unter Leitung des Potsdamer Unternehmens Synlift zeigt mit ihrem Konzept für schwimmende Offshore-Windenergieanlagen eine Option auf, um zusätzliche Potenziale im Bereich der Meerwasser-Entsalzung zu erschließen. Aufgrund der mobilen Auslegung könnte in vielen Regionen der Erde die Trinkwasserversorgung verbessert werden. Ein Pilotprojekt soll im Mittleren Osten realisiert werden.

Pilotprojekt zur Meerwasser-Entsalzung im Mittleren Osten geplant

Mit schwimmenden Offshore-Windenergieanlagen können auch Meeresregionen mit großen Wassertiefen zur Stromerzeugung genutzt werden ...

 

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Wie Gates? In den letzten Tagen waren sie alle (Spiegel, Fokus uvm.) bereit, den bekannten Atomlobbyisten und Influenzer (er oder doch a?) zum xten mal zu zitieren, obwohl er wieder nichts Neues gesagt hatte. Danke, ein wirklich vorbildlicher Einsatz für engagierten, mutigen Journalismus ...

 

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19.02.2021 - BGE rechnet mit der Stilllegung von Asse II frühestens 2060

 Wolfenbüttel. Asse II: In einem Livestream informierte die Bundesgesellschaft für Endlagerung über die geplanten Arbeiten im Jahr 2021.

Etwa 130 Meter entfernt vom Bohrloch Remlingen 15 könnte der für die Rückholung des schwach- und mittelradioaktiven Abfalls aus dem maroden Salzbergwerk Asse II benötigte Schacht 5 abgeteuft werden. Das erfuhren die etwa 120 Teilnehmer des Livestreams „Betrifft: Asse“, den die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Donnerstagabend angeboten hatte. Neben einem Rückblick auf die Arbeiten im Jahr 2020 gab es auch einen Ausblick auf die in diesem Jahr geplanten Arbeiten. Und so ganz nebenbei erfuhren die Livestream-Teilnehmer, dass künftig über dem Schacht 5 ein 80 Meter hoher Abwetter-Turm stehen wird, aus dem die teilweise belastete Luft aus dem Bergwerk ausgeleitet wird.

Weitere Themen der Veranstaltung waren unter anderem die derzeit laufenden Bohrungen, das Notfallkonzept, die Abfallbehandlung und das Zwischenlager, die 3D-Seismik sowie das umfangreiche Genehmigungsverfahren. Der technische Geschäftsführer der BGE, Dr. Thomas Lautsch, wies zudem auf das große Investitionsprogramm von über 3 Milliarden Euro bis zum Start der Rückholung im Jahr 2033 hin. Von diesem Investitionsprogramm werde die Region unter anderem auch durch hochwertige Arbeitsplätze profitieren. Mit der Stilllegung des Bergwerks und somit dem Abschluss der Rückholung des Atommülls rechnet die BGE in den 60er-Jahren dieses Jahrhunderts ...

 

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18.02.2021 - Im AKW Beznau fehlte wichtiger Erdbebenschutz über Jahrzehnte

Im Dezember 2020 stellten Mitarbeiter des Atomkraftwerks Beznau einen Montagefehler an den Notstrom-Aggregaten fest. Damit wären diese im Fall eines Erdbebens ungeschützt gewesen. Atomkritiker sind empört, die AKW-Betreiberin verteidigt sich.

Im Dezember 2020 musste das Atomkraftwerk Beznau für zwei Tage vom Netz. Mitarbeiter hatten einen Montagefehler an den Notstrom-Dieselaggregaten festgestellt. Diese stellen die Reaktorkühlung sicher, sollte die ordentliche Stromversorgung ausfallen. Das kann zum Beispiel bei einem schweren Erdbeben geschehen.

Wegen des Montagefehlers wären die Notstrom-Aggregate aber genau im Fall eines solchen Erdbebens selbst nicht geschützt gewesen ...

 

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18.02.2021 - USA wollen Untersuchung zu Kaltwettereinsätzen durchführen

Die US-amerikanische Federal Energy Regulatory Commission (FERC) und die North American Electric Reliability Corporation (NERC) werden gemeinsam den Betrieb des Stromnetzes während der extremen winterlichen Wetterbedingungen untersuchen, die derzeit in Teilen der USA herrschen. Das extrem kalte Wetter hat zu Stromausfällen geführt, von denen Millionen von Stromkunden betroffen sind.

Eine arktische Luftmasse hat Schnee, Eis und extrem kalte Temperaturen von der kanadischen Grenze bis in den Süden von Texas gebracht, was zu einem Rekord-Winterstrombedarf geführt und die Stromerzeugung beeinträchtigt hat, so das US-Energieministerium (DOE). Austin, in Texas, hat den schwersten Schneefall seit 72 Jahren erlebt.

"Als die Temperaturen in Texas über das Wochenende fielen, stieg die Nachfrage nach Strom sprunghaft an", sagte Patricia Hoffman, stellvertretende Sekretärin für das DOE's Office of Electricity und Office of Cybersecurity, Energy Security and Emergency Response. "Gleichzeitig haben die extremen Wetterbedingungen die Fähigkeit des Staates, Strom zu erzeugen, reduziert. Fast 40 % der texanischen Stromerzeugungskapazitäten sind vom Netz gegangen, was größtenteils auf die Auswirkungen des kalten Wetters auf Erdgas-, Kohle- und sogar Kernkraftwerke zurückzuführen ist." Es habe auch "begrenzte Auswirkungen" von vereisten Windkraftanlagen gegeben, fügte sie hinzu ...

 Übersetzt mit https://www.deepL.com/translator (kostenlose Version)

 

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17.02.2021 - Milliarden Euro für Uranbergbausanierung

Chemnitz (dpa) - Der Bergbausanierer Wismut plant in den nächsten 30 Jahren mit weiteren Kosten von rund 2,1 Milliarden Euro für Altlasten des Uranbergbaus in Sachsen und Thüringen. Die Kernsanierung werde bis 2028 beendet und der Fokus auf Nachsorge- und Langzeitaufgaben wie der Wasseraufbereitung liegen, teilte das bundeseigene Unternehmen am Mittwoch in Chemnitz mit. Das Bundeswirtschaftsministerium habe das Sanierungsprogramm 2020 als Grundlage für die künftigen Aufgaben bestätigt, hieß es.

So werde an fast allen Standorten noch jahrzehntelang schadstoffbelastetes Wasser gesammelt und gereinigt werden müssen. Das sei sehr teuer und werde einen Großteil der Kosten ausmachen, erklärte Sprecher Frank Wolf. Zudem müssten die sanierten Flächen weiterhin gepflegt und ihr Zustand überwacht werden.

Bisher wurden den Angaben zufolge 6,8 Milliarden Euro für die Sanierung der ehemaligen Uranbergbauareale ausgegeben ...

 

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Die amerikanische Atomlobby macht mehr Wind ...

16.02.2021 - Amerika drängt auf eine globale Strategie für fortschrittliche Kernenergie

Die Nuclear Innovation Alliance (NIA) und Partnership for Global Security (PGS), zwei US-amerikanische Think Tanks, haben heute einen gemeinsamen Bericht veröffentlicht, in dem eine umfassende Strategie für die USA definiert wird, um weltweit führend in der fortschrittlichen Kernenergie zu werden. Die Strategie skizziert die nationalen und internationalen Aktivitäten, die erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die USA bei der Entwicklung und dem Einsatz von Nukleartechnologien der nächsten Generation durch die Zusammenarbeit von Regierung, Industrie, Zivilgesellschaft und anderen Nationen führend sein können.

Auf nationaler Ebene untersucht die Strategie, wie öffentlich-private Partnerschaften Innovationen vorantreiben können, um fortschrittliche Reaktortechnologien zu kommerzialisieren, sagten sie und fügten hinzu, dass die Biden-Administration und der Kongress eine entscheidende Rolle bei der Leitung von staatlichen Innovationsbemühungen und der Finanzierung von Demonstrationsprojekten spielen müssen ...

Übersetzt mit https://www.deepL.com/translator (kostenlose Version)

 

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16.02.2021 - Iran schränkt Atom-Kooperation mit der IAEA ein

Die iranische Führung forciert ihr Atomprogramm und will sich auch nicht mehr in die Karten schauen lassen. Internationale IAEA-Inspektoren sollen kaum noch Zugang zu Nuklearanlagen bekommen.

Ungeachtet internationaler Warnungen setzt die Führung in Teheran ihren scharfen Kurs fort. Vom kommenden Dienstag an will der Iran seine Zusammenarbeit mit den Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien erheblich reduzieren. Die Aufsichtsbehörde teilte mit, sie sei darüber informiert worden, dass sich Teheran vom 23. Februar an nicht mehr an die freiwilligen Transparenzmaßnahmen aus dem internationalen Abkommen von 2015 halten werde. Außerdem habe der Iran deutlich gemacht, man werde sich auch nicht mehr an das Zusatzprotokoll halten, das IAEA-Inspektoren kurzfristige Besuche erlaubt ...

 

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16.02.2021 - Atommüll-Zwischenlager in Tschernobyl soll im Juli in Betrieb gehen

Die Ukraine will das Gebiet rund um Tschernobyl zunehmend wirtschaftlich nutzen und sich in Sachen Atommüll von Russland lösen.

Die Ukraine will im Juli in der Sperrzone um das vor 35 Jahren havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl ein Atommüll-Zwischenlager in Betrieb nehmen. Damit soll der Export von radioaktiven Abfällen nach Russland überflüssig werden. "Der Bedarf der Ukraine an diesen Dienstleistungen ist weggefallen", sagte der Chef des Staatskonzerns Energoatom, Pjotr Kotin, laut einem Bericht der Staatsagentur Ukrinform.

Die ersten Anlagen sind laut Ukrinform bereits im Dezember fertiggestellt worden. Es sei noch ein 43 Kilometer langer Gleisanschluss in der Sperrzone fertig zu bauen, erklärte Kotin ...

 

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 Atomkraftwerke light

16.02.2021 - GE Hitachi Nuclear Energy gründet kanadische SMR-Gesellschaft

Artikel aus www.iwr.de

Wilmington - Bei großen und milliardenschweren Atomkraftwerken mit mehr als 1000 MW Leistung ist die Zahl der weltweiten Investoren mittlerweile überschaubar, zu groß sind die Risiken. Neben dem hohen Baurisiko (Kapitalkosten und Bauzeit) sind die kaum abschätzbaren Marktrisiken (Strompreisentwicklung) ein allgegenwärtiges Problem für die Gesamtfinanzierung und Investoren solcher Mammutprojekte.

Mit sogenannten Small Modular Reactors (SMR), eine Art Atomkraftwerk light, versucht die Atomwirtschaft den Markt für Atomkraftwerke neu zu beleben. Wobei der Begriff "kleine Atomkraftwerke" auch relativ ist. GE Hitachi Nuclear Energy will in Kanada ein "kleines" Atomkraftwerk mit 300 MWe auf den Markt bringen. Das ist deutlich weniger als die aktuellen Kraftwerks-Projekte zwischen 1.000 und 1.600 MWe Leistung.

Andererseits wird im Kern ein 300 MW-Kraftwerksblock ähnlich einem konventionellen Gas- oder Kohlekraftwerk dieser Leistungsklasse gebaut, bei dem sich lediglich die Art der Dampferzeugung ändert, d.h. statt Verbrennung fossiler Energien wird die Wärme zum Antrieb der Turbine durch Kernspaltung mit den bekannten Risiken erzeugt.

Die GE Hitachi Nuclear Energy hat jetzt in Kanada die GEH SMR Technologies Canada Ltd. gegründet, um den Einsatz eines Atomkraftwerks vom Typ BWRX-300 zu unterstützen, teilten Vertreter von GE Hitachi mit. GE Hitachi hat versucht, diese Technologien auf die Märkte in der Tschechischen Republik, in Polen, Estland und den Vereinigten Staaten zu bringen.

In Großbritannien will ein Konsortium um Rolls-Royce ebenfalls SMR-Atomkraftwerke auf den Markt bringen, die erste britische Anlage soll 2030 errichtet sein. Nach einem Bericht der World Nuclear News glaubt Paul Stein, Chief Technology Officer von Rolls-Royce an das Ziel, dass die Investitionskosten für einen solchen Reaktor auf 1,8 Mrd. GBP (ca. 2,07 Mrd. Euro) gesenkt werden können. Unter dieser Annahme würden die Stromerzeugungskosten, bei einer Betrachtung über eine Betriebszeit von 60 Jahren, bei 40 GBP/MWh (4,6 ct/kWh) liegen.

Laut Steiner sei man dann auf einem Niveau, bei dem man Zugang zu Private Equity Beteiligungskapital erhalten könne. Im Unterschied zu GE Hitachi handelt es sich bei den Briten um einen 440 MW Kraftwerksblock, bei dem Rolls Royce aber durch technische Innovationen 470 MW herausholen könne.

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Die internationale Atommafia (MiK) übernimmt die Weltherrschaft, weder in Ost noch West regt sich Widerstand ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Die Suche in der reaktorpleite.de mit dem Suchwort 

     
  SMR  
     

 

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

„Akademik Lomonossow“ nimmt Betrieb auf ...

30.07.2019 - Was Russland mit dem schwimmenden Atomkraftwerk plant

Artikel von Matthias Jauch und Oliver Bilger aus www.tagesspiegel.de

Russland nimmt mit der „Akademik Lomonossow“ das erste schwimmende Atomkraftwerk in Betrieb. Umweltschützer warnen vor einem „Tschernobyl auf dem Wasser“.

... Tatsächlich ist das Akw Teil einer Strategie, die es auf geopolitischen Einfluss und auf Ressourcen abgesehen hat. Zwar ist die Leistung der Reaktoren mit 70 Megawatt vergleichsweise niedrig, Kraftwerke in Deutschland erzeugen um die 1400 Megawatt Strom. Doch bringt die „Akademik Lomonossow“ Energie in Regionen, in denen sich fossile Rohstoffe wie Öl, Gas oder Kohle ausbeuten lassen.

Russland unterstreicht damit auch seinen Machtanspruch in der Arktis. Der Klimawandel lässt das Eis in der Region schmelzen und eröffnet neue Seewege in schwer zugängliche Regionen, die mitunter reich an Bodenschätzen sind ...

 

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SMR - der Atomreaktor für den Vorgarten!

03.05.2018 - NASA testet erfolgreich Kilopower-Reaktor

Artikel aus world-nuclear-news.org

Die National Aeronautics and Space Administration (NASA) gab gestern den erfolgreichen Test eines mit Uran betriebenen Stirling-Triebwerks für mögliche zukünftige Missionen zum Mars bekannt. Die Erprobung des Kilopower-Reaktors - der zur Stromversorgung von Missionen zum Mond, zum Mars und darüber hinaus genutzt werden könnte - begann im November 2017 am NASA-Standort Nevada National Security Site und wurde im März abgeschlossen.

Der Kilopower-Reaktor könnte 1-10 Kilowatt elektrische Leistung erzeugen, kontinuierlich über einen Zeitraum von zehn Jahren oder mehr. Das Prototypenergiesystem verwendet einen massiven, gegossenen Uran-235-Reaktorkern. Die Wärme des Reaktors wird über passive Natrium-Wärmerohre übertragen und von hocheffizienten Stirlingmotoren in Strom umgewandelt. Solche Motoren nutzen Wärme, um Druckkräfte zu erzeugen, die einen Kolben bewegen, der mit einem Generator gekoppelt ist, um Strom zu erzeugen ...

 

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YouTube Kanal:

'Reaktorpleite' - 'Playlists' - 'Radioaktivität weltweit ...'

US-Präsident Dwight D. Eisenhower: Warnung vor dem militärisch-industriellen Komplex (Deep State)US-Präsident Dwight D. Eisenhower: Warnung vor dem militärisch-industriellen Komplex (Deep State)

 

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AtomkraftwerkePlag

 

Small Modular Reactor (SMR)

SMR seit den 1950er Jahren

Die Idee, im Vergleich zu regulären Reaktoren kostengünstigere Mini-Atomkraftwerke – Small Modular Reactors (SMR) – zu betreiben, ist Jahrzehnte alt und wurde in den letzten Jahren vor dem Hintergrund der Klimadiskussion wieder verstärkt aufgegriffen.

Laut Definition der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) fallen unter SMR alle fortschrittlichen Reaktoren, die Elektrizität bis maximal 300 MW je Einheit produzieren.

Erste Minireaktoren bauten die USA und die Sowjetunion bereits in den 1950er Jahren, um in entlegenen Gebieten eine Stromversorgung zu ermöglichen. Technische Grundlage waren Reaktoren in U-Booten. Beispiele für frühe SMR der USA sind der PM-2A in Grönland und der PM-3A in McMurdo in der Antarktis ...

 

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Wikipedia

 

MiK - Militärisch-industrieller Komplex

Der Begriff militärisch-industrieller Komplex (MIK) wird in gesellschaftskritischen Analysen zur Beschreibung der engen Zusammenarbeit und der gegenseitigen Beziehungen zwischen Politikern, Vertretern des Militärs sowie Vertretern der Rüstungsindustrie verwendet. In den USA gelten Denkfabriken, wie zum Beispiel PNAC, als mögliche weitere involvierte Interessengruppe.

Prägung des Begriffs

Das Konzept eines militärisch-industriellen Komplexes wurde 1956 durch den amerikanischen Soziologen Charles Wright Mills unter dem Titel The Power Elite (deutsch: „Die amerikanische Elite: Gesellschaft und Macht in den Vereinigten Staaten“) geprägt. Mills stellt die engen Interessenverbindungen zwischen Militär, Wirtschaft und politischen Eliten im Amerika nach dem Zweiten Weltkrieg dar. Einschlägig ist dabei vor allem das 9. Kapitel „The Military Ascendancy“ (deutsch: „Der Aufstieg des Militärs“). Der Terminus „militärisch-industrieller Komplex“ kommt bei Mills nicht vor. Er spricht vom „military establishment“. Mills sah darin eine ernsthafte Bedrohung für den demokratischen Staatsaufbau und ein Risiko für militärische Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion. In der Kritik der Einflussnahme des Militärs auf Wissenschaft und Forschung nennt Mills unter anderem als Beispiel, dass Eisenhower als Ex-General Leiter der Universität von Columbia war. Ausgerechnet Eisenhower griff später die Kritik von Mills auf und prägte den Begriff des militärisch-industriellen Komplexes ...

 

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