Newsletter VII

09. - 15. Februar 2021

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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15.02.2021 - Niederlage vor Verwaltungsgericht

BUND, IPPNW und Anti-Atom-Gruppe Freiburg bereiten sich auf Klage vor

Im Eilverfahren vor dem VG Frankfurt, in dem es um den Export von Brennelementen aus Deutschland ans Schweizer AKW Leibstadt ging, obsiegte der Betreiber der deutschen Brennelemente-Fabrik Lingen. Das Schweizer Atomkraftwerk darf nun vorerst weiter aus Deutschland beliefert werden. Die am Gerichtsverfahren als Beigeladene beteiligten Atomkraft-Gegner*innen sehen diese "vorhersehbare Niederlage" allerdings als Etappe in einer langfristig angelegten juristischen Auseinandersetzung ...

 

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15.02.2021 - Ostsee: Uran unbekannter Herkunft entdeckt

Kontamination könnte aus schwedischer Nuklearanlage oder illegal deponiertem Atomabfall kommen

Täter unbekannt: In der Ostsee haben Forscher Spuren von radioaktivem Uran aus einer noch unbekannten Quelle entdeckt. Aufgespürt haben sie dies durch erhöhte Werte des anthropogenen Isotops Uran-236 in der mittleren und nördlichen Ostsee. Als mögliche Verursacher der Kontamination kommen eine schwedische Nuklearanlage oder illegal am Meeresgrund deponierte Atomabfälle beispielsweise von U-Boot-Reaktoren in Frage, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten.

Das radioaktive Element Uran kommt auf der Erde natürlich vor – beispielsweise als Erz oder auch im Meerwasser. Doch es gibt auch Uran-Isotope, wie Uran-236, die erst durch Atomreaktoren, Aufbereitungsanlagen oder bei Kernwaffentests entstanden sind. Spuren davon finden sich mittlerweile ebenfalls fast überall in Luft, Boden und Wasser. Eine Uran-Kontamination eindeutig einer Quelle zuzuordnen, ist daher normalerweise schwierig.

... Woher aber stammt dieses Uran? Um das herauszufinden, nutzte das Team eine Modellsimulation, die die Messwette mit Zuströmen, Meeresströmungen und Salzgehalten in Bezug setzt. „Die Daten zeigen, dass das Reaktor-Uran nicht von Orten kommt, an denen Flüsse einströmen oder der Salzgehalt besonders niedrig ist“, so die Forscher. „Stattdessen kommt es aus Quellen, die direkt in den mittleren und nördlichen Becken der Ostsee liegen müssen.“ ...

 

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14.02.2021 - Bürgerinitiative weist Kritik an Würgassen-Gutachten zurück

Würgassen – Die Bürgerinitiative Atomfreies 3-Ländereck bleibt dabei: Sie sieht weiterhin ein „unsachliches und teils fehlerhaftes Vorgehen“ bei der Standortauswahl für ein Atommülllager in Würgassen.

In einer Video-Pressekonferenz wies der BI-Vorstand am Freitag die Kritik der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) an dem von der BI in Auftrag gegeben juristischen und planungsfachlichen Gutachten entschieden zurück. Bereits im Dezember hatten der Rechtsanwalt Siegfried de Witt (Potsdam) und der Planungsingenieur Prof. Karsten Runge (Hamburg) in ihrer Expertise gravierende Mängel bei der Entscheidung der BGZ für Würgassen nachzuweisen versucht. Auf und neben dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks will die BGZ ein riesiges Bereitstellungslager für Schacht Konrad bei Salzgitter errichten, wo ab 2027 mittel- und schwachradioaktive Abfälle aus dem ganzen Bundesgebiet endgelagert werden sollen ...

 

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Woher kommt der Wasserstoff?

14.02.2021 - Energiewende - Ammoniak aus der Wüste

Mit grünem Wasserstoff hergestelltes Ammoniak hat viel Potenzial, die Produktion wird aber möglicherweise nicht in Mitteleuropa stattfinden.

Grüner Wasserstoff, der mithilfe erneuerbarer Energien hergestellt wird, soll künftig eine zentrale Rolle in einer klimaneutralen Wirtschaft spielen. Die Bundesregierung hat in ihrer Wasserstoffstrategie das Ziel ausgegeben, bis zum Jahr 2030 fünf Gigawatt an grünen Wasserstoff-Produktionskapazitäten zu schaffen.

... Eine Möglichkeit, die industriepolitischen Sprengstoff birgt, wäre es, nicht den Wasserstoff selbst zu importieren, sondern die damit erzeugten Produkte. Eine Schlüsselrolle könnte dabei Ammoniak spielen. Das Gas wird vor allem in der Düngemittelproduktion genutzt und ist heute eines der wichtigsten Produkte, die aus Wasserstoff hergestellt werden. ...

 

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13.02.2021 - Starkes Erdbeben erschüttert Fukushima

Am späten Samstagabend hat ein schweres Erdbeben den Nordosten Japans erschüttert. Das Beben traf die Region, in der die Menschen sich auf den zehnten Jahrestag der Tsunami-Katastrophe im März vorbereiten.

Wenige Wochen vor dem zehnten Jahrestag der Tsunami-Katastrophe im Nordosten Japans hat am Samstagabend Ortszeit ein schweres Erdbeben die Region um die Präfektur Fukushima erschüttert. Das Beben ereignete sich gegen 23:08 Uhr und hatte nach Angaben der amerikanischen Erdbebenwacht eine Stärke von 7,1. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 60 Kilometer nordöstlich der Stadt Namie in der Nähe des 2011 havarierten Kernkraftwerks Fukushima Daiichi in einer Tiefe von etwa 60 Kilometern.

Es gebe keine Tsunami-Gefahr, sagte Regierungssprecher Kazunogu Kato. Doch wurde die Bevölkerung zur Vorsicht aufgerufen. In der etwa 260 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio war das Beben für etwa zwei Minuten zu spüren. In mehr als 800.000 Haushalten im Nordosten fiel nach Angaben des Fernsehsenders NHK der Strom aus ...

 

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Offtopic

13.02.2021 - Neuer Bericht: Massive Umwelt- und Arbeitsrechtsverletzungen durch EU-finanzierte Minen

Südwind für schärfere Regeln beim Rohstoffabbau - Missstände zeugen von mangelnden EU-Schutzbestimmungen - Faire Arbeitsbedingungen und Lieferketten gefordert

Die dringend benötigte Energiewende muss strengen Schutzmaßnahmen für Mensch und Natur unterliegen", fordert Matthias Haberl, Experte für faire Elektronik bei Südwind und verweist dabei auf ein besonders drastisches Fallbeispiel aus Bulgarien: Um die EU-Gesundheitsstandards zu umgehen, wird in Europa abgebautes Gold zum Einschmelzen nach Namibia geschickt, bevor es in verarbeiteter Form zurück in die EU gelangt. "Diese gesundheits- und umweltschädlichen Abbaupraktiken müssen ein Ende haben ...

 

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13.02.2021 - Cattenom-Reaktor wird für Laufzeitverlängerung fit gemacht

Im Atomkraftwerk Cattenom ist am Freitag der dritte Reaktor für Wartungsarbeiten heruntergefahren worden. Grund dafür ist die Zehnjahresrevision. Mit den Arbeiten soll der Reaktor für eine weitere Laufzeitverlängerung fit gemacht werden.

In den kommenden sechs Monaten werden rund 3000 spezialisierte Kräfte die Anlage überprüfen und auf den neuesten Stand bringen. Das hat der Betreiber EDF mitgeteilt.

Block 3 hatte am 1. Februar 1991 den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Sollte die Atomaufsicht den Reaktor nach den sechs Monaten freigeben, wird die Laufzeit auf 40 Jahre verlängert.

 

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12.02.2021 - Bundesregierung muss Kritik an Atomwaffenverbotsvertrag revidieren

Abkommen widerspricht nicht dem Kontrollregime der IAEO. Deutschland lehnt Vertrag dennoch ab und besteht auf Stationierung von Nato-Nuklearwaffen

Als Deutschland im April 2019 und im Juli vergangenen Jahres jeweils für einen Monat den Vorsitz des UN-Sicherheitsrates innehatte, warb Außenminister Heiko Maas (SPD) vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen. Die Bundesregierung wolle "den Stillstand in der nuklearen Abrüstung überwinden", hieß es damals aus dem Berliner Außenamt.

Als dann aber im Januar dieses Jahres der größte Schritt seit Jahrzehnten hin zu einer atomwaffenfreien Welt gemacht wurde, indem mit dem Beitritt des 51. Mitgliedsstaats der UNO der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) in Kraft trat, war Deutschland nicht dabei und Heiko Maas schwieg.

Die abrüstungspolitische Sprecherin der Linksfraktion ist sich sicher: "Die Ausflüchte der Bundesregierung zum Boykott des historischen Atomwaffenverbotsvertrages sind nichts als billige Täuschungsmanöver, um an der Politik der nuklearen Teilhabe in der Nato und der weiteren Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland festhalten zu können." ...

 

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12.02.2021 - Asse II: Verstrahltes Erbe

Atommüll, ein Versuchsendlager und der Rückholplan

Tausende Jahre lang sollte der atomare Abfall in Bergwerk Asse II sicher sein. Doch die Realität sieht anders aus: Seitdem das letzte Fass mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll abgekippt wurde, dringt immer mehr Wasser in den Salzstock ein. Jetzt muss der strahlende Abfall geborgen werden, sonst droht eine Verseuchung.

Von 1967 bis 1978 werden gut 120.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll im ehemaligen Salzbergwerk Asse II eingelagert – teils säuberlich aufgestellt, größtenteils aber einfach abgekippt. Obwohl schon damals an einigen Stellen Wasser einsickert, wird das Versuchsendlager teilweise zugeschüttet, zudem ist eine Flutung mit Salzlauge geplant.

Sollte der Atommüll in der Asse bleiben, droht eine Verseuchung des Grundwassers, möglicherweise sogar ein Entweichen von Radioaktivität in die Umgebung. Um dies zu verhindern, muss der Atommüll aus den stark verformten, größtenteils nicht mehr zugänglichen Kammern wieder geborgen werden ...

 

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12.02.2021 - Atomkraft: EU-Parlament sieht AKW in Belarus als unsicher an

Das Atomkraftwerk in Ostrovets sei in Betrieb genommen worden, obwohl es noch nicht ausreichend überprüft wurde, meinen die Europaabgeordneten.

Das Europaparlament kritisiert die nach ihrer Ansicht übereilte Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Ostrovets in Belarus. In der Anlage werde seit November 2020 Strom erzeugt, ohne dass die Betreiber die internationalen Empfehlungen zur Sicherheitsüberprüfung vollständig umgesetzt hätten.

Das AKW Ostrovets ist das erste Atomkraftwerk in Belarus, etwa 45 km von der litauischen Hauptstadt Vilnius entfernt. Die beiden Druckwasserreaktoren liefern jeweils 1194 Megawatt, gebaut wurden sie in Kooperation mit dem staatlichen Unternehmen Rosatom.
Äußerst ernsthafte Bedenken

In einer mit 642 zu 29 Stimmen und 21 Enthaltungen angenommenen Entschließung drückt das Parlament "äußerst ernsthafte Bedenken" gegenüber der Sicherheit der Anlage aus und fordert, dass der kommerzielle Betrieb ausgesetzt wird ...

 

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Die Atomindustrie bezahlt sie alle; Werbeprofis und Influenzer, Vollzeit- und Amateur-Atomlobbyisten ebenso sowie Politiker und Politiker-Darsteller. Ronald Reagen war in den 1960er Jahren Konzernrepräsentant von General Electric. Kontinuität ist garantiert, Atomfirmen weltweit haben alle mindestens einen Trump im Ärmel ...

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11.02.2021 - USA: Schmiergelder für Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken

In den USA sind das Energieunternehmen FirstEnergy Corp. mit Sitz in Akron, Ohio, und republikanische Politiker in einen riesigen Bestechungsskandal rund um die Laufzeitverlängerung von Atomkraftanlagen verwickelt. Das Unternehmen betreibt über die Tochter Energy Harbour Corp. die Atomkraftwerke Beaver Valley (Block 1 und 2) in Pennsylvania sowie Davis Besse und Perry im US-Bundesstaat Ohio.

Billiger Strom aus Gaskraftwerken und erneuerbaren Energien setzen die Betreiber von US-Atomkraftwerken zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kernkraftwerke wiederherzustellen wurde auch nach alternativen Wegen gesucht, an öffentliche Subventionen zu gelangen. In Ohio schien das 2019 nächst auch gelungen zu sein, ist dann aber aufgeflogen. Das FBI ermittelt, es kommt Mitte 2020 zu zahlreichen Verhaftungen. Die Nachwirkungen des Skandals sind bis heute spürbar ...

 

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11.02.2021 - Brennelement-Exporte nach Doel: Atomaufsicht auf Tauchstation

Im Januar wurden Brennelemente ohne gültige Genehmigung von Lingen in das belgische AKW exportiert. Warum reagiert die Aufsicht nicht?

Nachdem im Januar trotz Widersprüchen mit aufschiebender Wirkung Exporte aus der Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen ins belgische AKW Doel durchgeführt wurden, steht jetzt auch die niedersächsische Atomaufsicht in der Kritik. In einem Brief haben mehrere Anti-Atom-Initiativen dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies (SPD) Untätigkeit vorgeworfen.

Von ihm als dem verantwortlichen Minister für die Atomaufsicht sei „bislang kein einziges Wort zu hören gewesen“, heißt es darin. „Das ist aus unserer Sicht völlig unverständlich und wird Ihrem gesetzlichen Auftrag nicht gerecht.“ Durch die Transporte sei „der besorgniserregende Eindruck entstanden, als habe sich rund um die Framatome GmbH ein rechtsfreier Raum gebildet“.

Eine Antwort haben die Initiativen eigenen Angaben zufolge auch eine Woche danach noch nicht bekommen. „Wie sich Niedersachsen hier wegduckt, ist ziemlich skandalös“, sagt Matthias Eickhoff vom Bündnis Sofortiger Atomausstieg Münster, einer der Unterzeichner des Briefs ...

 

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10.02.2021 - AKW Brokdorf: Chronik der Bau- und Protestgeschichte

1972 begannen die Planungen, 1986 ging das Kernkraftwerk ans Netz - als erstes in Deutschland nach der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl ans Netz. Ende 2021 soll es abgeschaltet werden. Eine Chronologie.

1972 Beginn der Planungsarbeiten durch die Kraftwerk Union AG, zwei Jahre später Gründung der Kernkraftwerk Brokdorf GmbH

25.10.1976 Erste atomrechtliche Teilgenehmigung abends durch die Landesregierung Kiel ausgesprochen

26.10.1976 Baubeginn in Brokdorf um ein Uhr nachts unter Polizeischutz. Der Bauplatz wird wie eine Festung eingezäunt und mit Stacheldrahtrollen und Wassergräben gesichert

30.10.1976 Erste Großdemonstration am Bauplatz, mehr als 5.000 Teilnehmer. Rund 2.000 davon brechen gewaltsam in die Baustelle ein, um sie zu besetzen. Mehrere Hundertschaften Polizei räumen das Gelände mit Wasserwerfern und Tränengas

13.11.1976 "Brokdorf II"-Demonstration, 30.000 internationale Teilnehmer. Die Polizei errichtet Straßenkontrollen und riegelt das Gelände weiträumig ab, ausgerüstet mit Wasserwerfern, Tränengasgranaten, Pferden, Hunden und Hubschraubern. Bürgerkriegsähnliche Gefechte, 3.000 Demonstranten stürmen erneut den Bauzaun. Bilanz: Mehr als 150 Verletzte, davon 79 Polizisten ...

 

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10.02.2021 - GLOBAL 2000: Tschechisches Parlament vor grober Fehlentscheidung

Heute sollen unlimitierte Mittel für ein neues unwirtschaftliches AKW in Dukovany beschlossen werden.

Wien/Prag (OTS) - In dritter Lesung behandelt heute das Prager Parlament die Finanzierung eines weiteren Reaktors am Standort Dukovany. Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert die rückwärtsgewandte Energiepolitik sowie den geplanten Ausbau Dukovanys - nur 40 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt - scharf: "Atomkraftwerke stellen nicht nur ein hohes Sicherheitsrisiko dar, sie sind auch wirtschaftlich und energiepolitisch alles andere als zukunftsfähig", sagt Patricia Lorenz, Atomsprecherin von GLOBAL 2000. "Sie sind ohne staatliche Beihilfen und Garantien nicht finanzierbar, gegenüber den immer günstiger werdenden erneuerbaren Energien nicht wettbewerbsfähig und daher klar abzulehnen. Damit die europäische Staatengemeinschaft die Pariser Klimaziele erreichen kann, benötigen wir kostengünstige, zukunftsfähige, erneuerbare und nicht verstaubte fossile Energien zur Bereicherung einiger weniger Eliten!" ...

 

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10.02.2021 - Wasserstoff: Der Stoff, aus dem die Träume der Gaslobby sind

In Deutschland und in der EU macht die Gaslobby mächtigen Druck für den Erhalt ihres fossilen Geschäftsmodells – dabei ist es ihr gelungen, dass Wasserstoff eine zentrale Rolle in der Energiewende zugeschrieben wird.

Wasserstoff wird derzeit zum Wundermittel im Kampf gegen den Klimawandel stilisiert. Zahlreiche Industrien sehen ihn als Lösung für die Energiewende. Denn er weckt bei vielen Branchen die Hoffnung, ihr bisheriges Geschäft mit ein paar kleineren Veränderungen einfach weiterführen zu können. So hoffen manche Akteure der Automobillobby, durch seine Nutzung mit Hilfe von so genannten „e-fuels“, also synthetischen Kraftstoffen, die Zukunft des Verbrennungsmotors retten zu können. Auch die Immobilienwirtschaft würde gerne deutlich weniger dämmen und dafür Häuser, die nicht auf dem neuesten Energiestandard sind, mit ihm beheizen. Und die Gasindustrie könnte ihr Geschäftsmodell auf Jahre verlängern, indem sie den enormen Durst nach dem Gas mit ihrem fossilen Brennstoff stillt.

Keine Frage, der Stoff ist ein Baustein für den Klimaschutz. Doch je größer der Durst nach ihm wird, umso mehr profitiert vor allem einer: die Gasindustrie. Bei der Umwandlung von Wasserstoff in Strom fällt als einziges Abfallprodukt Wasser an, also kein CO2; Wasserstoff ist außerdem vergleichsweise einfach zu lagern und zu transportieren. Allerdings ist er nur dann klimafreundlich, wenn er aus erneuerbaren Energien hergestellt wird (so genannter „grüner“ Wasserstoff).

Der Energieaufwand seiner Gewinnung ist hoch – ExpertInnen sprechen von bis zu acht Mal so viel Energie, als wenn man erneuerbare Energien direkt nutzen würde ...

 

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09.02.2021 - Fossile Brennstoffe sind für deutlich mehr Todesfälle verantwortlich als bislang angenommen

Einer Studie zufolge stehen acht Millionen Todesfälle weltweit in Zusammenhang mit dem Verbrennen von Kohle, Benzin und Diesel.

Einer von fünf Todesfällen weltweit geht laut einer Studie auf die Luftverschmutzung von Kohle, Benzin oder Diesel zurück. Im Jahr 2018 starben demnach mehr als acht Millionen Menschen an Krankheiten, die durch das Verbrennung fossiler Energieträger verursacht wurden. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie, die von der Harvard University, der University of Birmingham, der University of Leicester und dem University College London erstellt wurde.

Die höchsten Todesrate durch Luftverschmutzung gibt es den Angaben zufolge in Indien und China. Aber auch in Deutschland seien es jährlich etwa knapp 200 000 Menschen - das betreffe 22 Prozent aller Todesfälle. Besonders belastet sei die Luft demnach im Ruhrgebiet, in Berlin, Frankfurt und Hamburg ...

 

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09.02.2021 - Atomares Endlager: Drei Oberfranken organisieren die Suche mit

Bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager sollen die Bürger beteiligt werden. Um das zu organisieren wurde nun ein Gremium gewählt - und Oberfranken ist darin gut vertreten: Drei der zwölf Mitglieder kommen aus dem Fichtelgebirge.

Wie kann die Gesellschaft bei der Endlagersuche bestmöglich beteiligt werden? Mit dieser Frage hat sich am Sonntag die so genannte "Fachkonferenz Teilgebiete" beschäftigt. Auch wenn der Austausch der rund 1.600 Teilnehmern nicht so einfach war, wurden doch ein paar Pflöcke eingehauen, was die Organisation der Mitsprache anbelangt. So wurde eine neue Vorbereitungsgruppe gewählt, die die kommenden beiden Fachkonferenzen organisieren soll ...

 

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09.02.2021 - Atomenergie: Nachhaltigkeit nur in Spurenelementen

Die Atomenergie gilt als CO2-emissionsarm und wird deshalb von deren Befürwortern zumindest als Brücken- oder gar alternativlose Basistechnologie für eine klimagasfreie Zukunft gepriesen. Die Wiener Umweltökonomin Sigrid Stagl hat sich die Sache im Auftrag des österreichischen Umweltministeriums auf Basis neuer EU-Vorschriften zur nachhaltigen Wirtschaft genauer angeschaut und kommt zum Schluss: Es gibt Besseres.

... Zwar bestreitet niemand, dass die Treibhausgasemissionen der Kernkraftnutzung im Vergleich mit fossilen Brennstoffen deutlich niedriger sind. Das bedeute, dass die Kernenergie «grundsätzlich dem Kriterium hinsichtlich einer Reduktion oder Stabilisierung von Treibhausgasen» entspreche. Keine Einigkeit in der Forschung herrscht aber in der Frage, ob die Kernenergie tatsächlich in einem künftigen CO2-neutralen Energiemix in Frage kommt. Denn es gibt gleich mehrere Energiequellen, die nochmals teils deutlich geringere Treibhausgasemissionen ausweisen: Wind, Wasserkraft, Gezeiten, Geothermie, thermische Solarenergie, und, mit einer etwas weniger günstigen CO2- Bilanz, die Photovoltaik ...

 

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09.02.2021 - Klimaziele: Grüne Energie mit oder ohne Gas?

Die Ziele des Green Deals können nur erreicht werden, wenn der Energiemix durch umweltfreundlichere Energieträger emissionsärmer wird. In dieser Sache sind sich grundsätzlich alle einig. Die Frage jedoch bleibt, ob der fossile Energieträger Gas tatsächlich zu diesen grüneren Alternativen gehört.

„Gas is over – Gas ist vorbei“, sagte der Chef der Europäischen Investitionsbank (EIB), Dr. Werner Hoyer (FDP), bei einer Pressekonferenz im Januar. Die Abkehr vom Gas sei eine Trendwende, „aber ohne den Stopp der ungebremsten Nutzung fossiler Energieträger werden wir die Klimaziele nicht erreichen können.“

Dem widerspricht Mario Mehren, CEO beim Öl- und Gasproduzenten Wintershall Dea, in einem Kommentar bei für EURACTIV. Er glaubt, dass die Nutzung von Gas unausweichlich ist, um den stetig steigenden Energiebedarf zu decken. Dafür sei mehr Gas erforderlich statt weniger, betont er, da die erneuerbaren Energiequellen allein nicht ausreichen würden. Natürliches Gas, wie er es nennt, sei notwendig, um Strom erschwinglich zu halten ...

 

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09.02.2021 - Atommüll - Endlager gesucht

Simulierte Bürgerbeteiligung: Am Wochenende beriet erstmals die »Fachkonferenz Teilgebiete«. Regie führt das Atommüllbundesamt

Artikel von Andreas Riekeberg aus www.jungewelt.de

Deutschland sucht ein Atommüllendlager. So könnte man den Prozess beschreiben, der am vergangenen Wochenende gestartet wurde. Vor zehn Jahren hatte auch im Bundestag die Erkenntnis um sich gegriffen, dass eine Einlagerung der Castorbehälter mit den abgebrannten Brennelementen in den Salzstock Gorleben unverantwortlich wäre. Daraufhin war eine Endlagerkommission eingesetzt worden, diese hatte einen Suchprozess vorgeschlagen und der Bundestag daraufhin das Standortauswahlgesetz (StandAG) beschlossen. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hatte in der Folge einen Bericht über die Teile des Bundesgebietes erarbeitet, die für den Standort eines Endlagers prinzipiell in Frage kommen. Dieser ist nun öffentlich zu beraten.

Am Wochenende kamen zum ersten Beratungstermin der »Fachkonferenz Teilgebiete« rund 400 Teilnehmer aus den vier Gruppen »Gebietskörperschaften« (die größte Gruppe), »Bürger«, »Gesellschaftliche Organisationen«und »Wissenschaft« sowie weitere 400 Beobachter online zusammen. In sechs parallelen Strängen absolvierten sie zwanzig Workshops. Schon im Vorfeld der Veranstaltung hatten Kritiker befürchtet, dass das digitale Format keine ausreichende Bürgerbeteiligung ermöglichen würde. Die Kritik wurde durch den Verlauf der Veranstaltung insgesamt bestätigt.

Einst war, wie Rechtsanwalt Hartmut Gaßner in der Arbeitsgruppe »Beteiligung« ausführte, diese »Fachkonferenz Teilgebiete« als Element der öffentlichen Kontrolle der BGE gegen erheblichen Widerstand in der Atommüllendlagerkommission durchgesetzt worden. Doch die Regie in der Konferenz wie in der Vorbereitung führt mittels der Installation des Moderationsteams das Atommüllbundesamt BASE, das gleichzeitig eine eigene Öffentlichkeitsarbeit zur Endlagersuche betreibt und zudem die Aufsicht über die BGE ausübt. Schon im Vorfeld hatte etwa die Hälfte der Mitglieder der zwölfköpfigen Vorbereitungsgruppe entnervt das Handtuch geworfen.

Zu diskutieren war der von der BGE unfertig vorgelegte »Zwischenbericht Teilgebiete«. In der AG »Transparenz und Beteiligung« konnte Jürgen Voges darlegen, dass man es mit einem Bericht zu tun habe, der 54 Prozent der Fläche Deutschlands als potentiell geeignet ausweist. Doch das könne der Bericht nur deswegen, weil er für große Gebiete zur Beurteilung keine realen Daten etwa aus Bohrungen verwende, sondern sogenannte Referenzdaten: Annahmen, die auf Modellen von idealem Gestein der jeweiligen Art beruhen. »Die BGE ist bei der Anwendung der Abwägungskriterien nicht dem Standortauswahlgesetz gefolgt«, resümierte Voges. Hintergrund dieser Einschätzung des BGE-Berichts als einer rechtswidrigen Unterlage: Das StandAG definiert elf geologische Abwägungskriterien. Die Möglichkeit, mit Referenzdaten zu arbeiten, ist gesetzlich nur für zwei der elf geowissenschaftlichen Abwägungskriterien erlaubt. Je nach Gesteinsart waren jedoch zwischen sieben und neun dieser Kriterien mit Referenzdaten bewertet worden.

In der AG »Datengrundlage« monierte Klaus Brunsmeier vom Nationalen Begleitgremium, dass die Rechtsgrundlage für eine Erhebung und Veröffentlichung von geologischen Daten sehr spät und nur gegen Widerstand von Wirtschaft und Bundeswirtschaftsministerium geschaffen worden sei. Schon 2007 hatte die EU eine Richtlinie zur Geodateninfrastruktur beschlossen. Doch der Bundestag verabschiedete erst Mitte 2020 das deutsche Geologiedatengesetz, mit dem endlich das Lagerstättengesetz von 1934 abgelöst wurde. Zu spät, als dass die BGE bis zur Veröffentlichung des Zwischenberichtes im Oktober 2020 alle Datenfreigaben hätte erhalten können.

Immer wieder wurde die Frage gestellt: Wie soll angesichts eines solchen Zwischenberichtes das gesetzliche Ziel erreicht werden, »den Zwischenbericht des Vorhabenträgers« zu erörtern? Eine vielfach geäußerte Befürchtung: Die Eingrenzung der näher zu untersuchenden Standort von gegenwärtig etwa 200.000 auf circa 200 Quadratkilometer könne die BGE im verborgenen vornehmen.

Folgerichtig beschloss die Konferenz, das BASE aufzufordern, nach Ende der Teilgebietekonferenz ein gleichwertiges Format einzurichten. Ein Antrag, die gesamte Beratung auszusetzen, bis die BGE einen rechtlich einwandfreien Bericht vorlegt, wurde jedoch knapp abgelehnt. Immerhin wurde beschlossen, die enge Zeitvorgabe des BASE auszuweiten, indem der zweite Beratungstermin von April auf Juni verschoben und ein dritter Beratungstermin für August angesetzt wurde.

Am Montag hat auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) scharfe Kritik am Ablauf der Veranstaltung geübt und eine echte Bürgerbeteiligung gefordert. Der Beratungstermin habe großen Diskussionsbedarf offenbart, »aber auch massive Mängel und Defizite dieses Formats offengelegt«, sagte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt.

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Deutschland ist auf der Suche ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Die Suche in der reaktorpleite.de mit dem Suchwort 

     
  Endlagersuche  
     

 

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

28. September 2020 - Diese Regionen kommen als Endlager-Standorte infrage

Artikel von Susanne Götze aus www.spiegel.de

Wo soll ein Endlager für Atommüll gebaut werden? Laut einem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung sind 90 Regionen in Deutschland geologisch geeignet - unter anderem auch Berlin.

90 Gebiete in Deutschland eignen sich potenziell als Standort für ein atomares Endlager. Das geht aus dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hervor. Der Bericht nennt erstmals konkrete Regionen, die für eine Einlagerung von hochradioaktivem Atommüll infrage kommen. Die meisten sogenannten "Teilgebiete" für ein potenzielles Endlager befinden sich laut dem BGE-Bericht im Norden und Südosten Deutschlands. Der umstrittene Salzstock Gorleben, eines der ersten Zwischenlager Deutschlands, ist aus dem Rennen. "Der Salzstock Gorleben wird daher nicht bei den weiteren Arbeiten der BGE zu den Vorschlägen über die Standortregionen betrachtet", heißt es in dem Bericht.

Besonders große Gebiete liegen laut Bericht in Niedersachsen, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg. Insgesamt sind auf rund 250.000 Quadratkilometer geeignete Gesteinsformationen im Untergrund gefunden worden - das sind 67 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands, die BGE beziffert aufgrund von Überlagerungen 54 Prozent ...

 

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Ein zentrales Endlager ...? Inakzeptabel, nicht nur für Bayern, sondern für jede Region, die in ferner Zukunft betroffen sein könnte. Die bestehenden Atommüll-Zwischenlager werden uns noch viele Jahrzehnte begleiten. So erscheint es mir viel realistischer, die bestehenden Standorte so sicher wie möglich auszustatten, ihre Sicherheit regelmäßig zu überprüfen und zu verbessern. Es gibt kein ewig sicheres Endlager, es gibt ein existenzgefährdendes Problem das wir uns aufgehalst haben, mit in die Zukunft nehmen und damit umgehen müssen!

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24.04.2019 - Atommüll-Endlager: Desaster wie in Gorleben darf es nicht mehr geben

Artikel von Michael Kerler aus www.augsburger-allgemeine.de

Eine Region wird die Last der Atomkraftwerke tragen müssen. Im Topf sind auch Standorte in Bayern. Am Ende aber muss zählen, was die sicherste Lösung ist.

Vor Deutschland liegt eine Aufgabe, die einen Weitblick erfordert, wie ihn zuletzt vielleicht die Mütter und Väter des Grundgesetzes aufbringen mussten. Das Land sucht ein Endlager für bis zu 1900 Castor-Behälter voll hoch radioaktivem Müll, die die Nutzung der Kernenergie in Deutschland hinterlassen hat. Ein Endlager, das nicht weniger als eine Million Jahre sicher sein soll.

An diesem Mittwoch startet in Kiel eine bundesweite Reihe an Infoveranstaltungen für die Bürger. Bisher ist das Ergebnis der Endlager-Suche offen. Sicher aber ist eines: Ein Erkundungs-Desaster wie im niedersächsischen Gorleben darf es kein zweites Mal geben. Dort wollte die Landesregierung ein atomares Endlager 1977 praktisch von oben herab durchsetzen. Nicht zuletzt wegen massiver Bürgerproteste und jahrzehntelanger Demonstrationen hat man sich davon erst einmal verabschiedet ...

 

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YouTube Kanal:

'Reaktorpleite' - 'Playlists' - 'Radioaktivität weltweit ...'

Countdown für die Ewigkeit - Atommüll als KommunikationsproblemCountdown für die Ewigkeit - Atommüll als Kommunikationsproblem

 

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AtomkraftwerkePlag

 

Endlagersuche nach dem Atomausstieg

Ungelöste Endlagerfrage

Die Suche nach Endlagern ist weltweit ein ungelöstes Problem. Nachdem der Atommüll anfangs in den Ozeanen verklappt oder in die Erde gepumpt wurde, wird er derzeit in Zwischenlagern deponiert. Viele Staaten werden sich erst allmählich der Thematik bewusst und versuchen Lösungen zu finden.

In Deutschland wurde die Problematik der Endlagerung und die entstehenden Kosten bereits in den 1950er Jahren von der Energiewirtschaft erkannt. In der Folge wurden, allerdings ohne systematisches und wissenschaftliches Auswahlverfahren, von Politik und Atomwirtschaft immer wieder vermeintliche Kandidaten für Endlager "gefunden", die aus verschiedenen Gründen scheiterten: Gorleben, Asse, Morsleben. Nur der Schacht Konrad hat ein komplettes atomrechtliches Verfahren durchlaufen und wurde vom Bundesverfassungsgericht bestätigt ...

 

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Wikipedia

 

Endlagersuche in Deutschland

Mit der Endlagersuche soll ein geeigneter Standort in tiefer geologischer Formation für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle gefunden werden. Der Suchprozess für die Bundesrepublik Deutschland ist im Standortauswahlgesetz beschrieben, das dazu Mitte 2017 novelliert wurde. Die wesentlichen Kriterien wurden zuvor durch die Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe von 2014 bis Mitte 2016 erarbeitet.

Der Prozess der Endlagerung gliedert sich in die „Etappen“ Endlager-Auswahl, Errichtung des Endlagers, Einlagerung des radioaktiven Abfalls und Verschluss des Bergwerks.

Die Standortauswahl soll in die drei Phasen Auswahl der Standort-Region, übertägige und untertägige Erkundung gegliedert werden.

Gleichzeitig mit dem technischen Auswahlverfahren wird ein mehrstufiges, demokratisch legitimiertes Entscheidungs- und Konfliktbewältigungs-Verfahren vorgeschlagen mit dem Ziel, einen möglichst weitgehenden und generationenfesten Konsens zu ermöglichen ...

 

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Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) ist eine gesetzlich errichtete (§ 1 BfkEG), selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Es nahm am 1. September 2014 seine Tätigkeit auf. Sein vorläufiger Hauptsitz ist Berlin. Weitere Dienstsitze befinden sich in Salzgitter und Bonn.  Behördenleiter ist Wolfram König ...

Aufgaben

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung ist die zentrale Bundesbehörde für die Genehmigung, Aufsicht und Regulierung in den Bereichen End- und Zwischenlagerung sowie für den Umgang und Transport von radioaktiven Abfällen ...

 

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Bundesgesellschaft für Endlagerung

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) mit Sitz in Peine ist eine im Juli 2016 gegründete bundeseigene Gesellschaft. Die Gründung erfolgte auf Grundlage des 2016 verabschiedeten Gesetzes zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung. Als designierter Vorhabenträger und Betreiber von Endlagern für radioaktive Abfälle gehört sie als öffentliches Unternehmen zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums. Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde ist das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).

Ihre gesetzlichen Aufgaben sind die Suche nach einem Endlagerstandort für hochradioaktiven Atommüll sowie der Endlagerbetrieb. Die Asse-GmbH, die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH sowie Teile des Bundesamtes für Strahlenschutz sind in ihr am 20. Dezember 2017 aufgegangen ...

 

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