Newsletter XLV 2022

08. bis 15. November

 

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Nuclear Power Accidents

Diese PDF-Datei enthält eine Liste bekannt gewordener Unfälle und Freisetzungen von Radioaktivität. Sobald neue Informationen verfügbar sind, wird diese Datei erweitert und aktualisiert ...

Auszug für diesen Monat:

04. November 2004 (INES Klass.?!) Akw Balakovo, RUS

11. November 1983 (INES 3) Atomfabrik Sellafield, GBR

16. November 2001 (INES ?) High Flux Reactor Petten, NLD

19. November 2003 (INES 2) Atomfabrik La Hague, FRA

19. November 1975 (INES ?) Akw Gundremmingen, DEU

20. November 1959 (INES 4) Atomfabrik Oak Ridge, USA

22. November 2002 (INES 2) Akw Tihange, BEL

29. November 1970 (INES 3 | NAMS 2,5) Atomfabrik Sellafield, GBR

29. November 1955 (INES 4) Forschungsreaktor EBR-I, USA

30. November 1975 (INES 5) Akw Leningrad, UdSSR

 

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Wir suchen aktuelle Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an: nukleare-welt@reaktorpleite.de

 

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15. November

 

Teil 1 | Teil 2

Die Grünen | Glaubwürdigkeit | Friedensbewegung

"Für mich hat der Krieg in den Köpfen spätestens 2008 und erst recht 2014 begonnen"

Antje Vollmer über die Glaubwürdigkeit der Grünen als Friedenskraft, das letzte Konzept einer europäischen Friedensordnung und den Fauxpas des Westens angesichts des Todes von Michail Gorbatschow. (Teil 1)

Frau Vollmer, vom UN-Klimagipfel COP27 über die Energiepolitik bis hin zum Parteitag der Grünen in diesem Jahr: Die Partei und ihre Mitglieder scheinen inzwischen zu fast jedem Kompromiss bereit. Das betrifft die Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien, die Position zur Atomkraft, aber auch die grundlegende friedenspolitische Verortung. Wie erklären Sie sich das?

Antje Vollmer: Die Grünen haben ihren historischen Platz preisgegeben, der sie in der deutschen Parteienlandschaft und auch in der europäischen Zukunftsdebatte über lange Zeit hinweg einzigartig gemacht hat.

Als Oppositionspartei?

Antje Vollmer: Mehr noch: als methodische Alternative im Umgang mit Systemkonflikten. Sie haben sich zu Beginn der 1980er-Jahre genau dort positioniert, wo die Welt auseinanderzureißen drohte. Und sie haben diese Spannung ausgehalten.

Die alte Friedensbewegung in der BRD und der DDR hat die Aufrüstung in Ost und West in gleicher Weise angegriffen und damit einen höchst umstrittenen Standort gewählt. Aber in der Sache hatte dies erstaunliche Erfolge. Heute neigen die Grünen dazu, sich voreilig auf die Seite der vermuteten Sieger der Geschichte zu stellen ...

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Klimapolitik | Letzte Generation | Populist | Straftat

Strobl: Aktivisten der "Letzte Generation" sind Straftäter

Nach den anhaltenden Protesten der Klimagruppe «Letzte Generation» und weiteren angekündigten Blockaden der Aktivisten ist für den baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl das Maß voll. «Das ist illegal, das sind Straftäter», kritisierte der CDU-Politiker am Dienstag in Stuttgart. Er halte die Motivation der meist jungen Menschen «für irrelevant». Es sei «absolut inakzeptabel» in Kauf zu nehmen, dass Rettungsdienste aufgehalten und Menschenleben gefährdet würden. «Möglicherweise geht es dem einen oder dem anderen auch gar nicht um den Klimaschutz, sondern es geht darum, Straftaten zu begehen», sagte Strobl ...

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WIP

Konservativ? Heuchler!

Sie nennen sich konservativ, haben aber beim Erhalt der Umwelt auf ganzer Linie versagt. Erst lassen sie das Klima in den Brunnen fallen, und jetzt wollen sie, wahrscheinlich um von ihrem eigenen Versagen abzulenken, protestierende Kinder ins Loch stecken, nur weil die sich zu wehren beginnen und versuchen, den Wahnsinn zu stoppen.

Wenn ich mir die Riege der Verantwortlichen der letzten Jahre anschaue, sind da so einige, die unbedingt zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Da wurden Pflichten aus den Augen verloren, und einige haben schlicht ihren Job nicht ordentlich gemacht.

Artikel 56 des Grundgesetzes lautet:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Ein Wirtschaftsminister, der eine ganze Zukunftsindustrie in den Ruin und aus dem Land getrieben hat.
Verkehrsminister, die besonders fleißig Lobbyarbeit für die Autoindustrie betrieben haben, sich aber ansonsten nur durch Wegducken und Hinhalten ausgezeichnet haben.
Weiß- und Grünwäscher, die im Schutze ihres Amtes nicht das taten, was getan werden musste, sondern sich lieber einen gut bezahlten Ruhestand "verdienten".

Und nun stellen sich ausgerechnet einige von denen ans Rednerpult und vermischen ihre eingebildete Allwissenheit, grausame Worte des Hasses, Phrasen von Recht und Ordnung mit Angst und Schrecken zu einem ätzenden Propagandagebräu. Mit ihren Worten malen sie düstere Bilder, in denen böse grüne Teufel, Kommunisten und Terroristenkinder ihr Unwesen treiben.

Die wirklichen Gefahren ignorieren sie weiterhin. Warum ist Arbeitsverweigerung im Amt nicht strafwürdig?

Wer mit dem Teufel essen will, braucht einen langen Löffel.

So kopieren diese Biedermänner die Parolen der Rechtsradikalen und spielen wieder mit den Zündhölzern der Faschisten. Haben diese sogenannten Konservativen nichts aus der Vergangenheit gelernt, oder machen sie das absichtlich?

Die Engagiertesten werden kriminalisiert, damit nur noch die übrig bleiben, die ausreichend flexibel im Rückgrat sind und sich den herrschenden Machtverhältnissen anpassen ...

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Frankreich | Cattenom | EDF

Erneut Zwischenfall im Kernkraftwerk Cattenom

In einem Reaktorblock des Atomkraftwerks Cattenom wurde bei einer Kontrolle festgestellt, dass zu wenig Wasser im Rückhaltebecken war. Bei einem Störfall hätte das gravierende Auswirkungen haben können.

Erneut kam es zu einer gravierenden Panne im Atomkraftwerk Cattenom. Am Montag vergangener Woche hätten Arbeiter beim Rundgang in dem derzeit wegen Wartungsarbeiten heruntergefahrenen vierten Reaktorblock einen niedrigen Wasserstand im Rückhaltebecken festgestellt, teilt der Betreiber der Anlage, der französische Energiekonzern EDF, mit. Das Wasser im Rückhaltebecken dient in einem Störfall zur Reserve, um als Kühlung in das Reaktorgebäude gepumpt zu werden. Laut EDF könnte ein Fehler in einer Umwälzpumpe zu dem Wassermangel geführt haben. Zwar habe die Panne keine Auswirkungen auf die akute Sicherheit der Anlage gehabt, heißt es in der Mitteilung. Bei einem Störfall hätte es aber, so die EDF, zu Problemen kommen können. Die französische Atombehörde hat den Zwischenfall auf der siebenstufigen Störfall-Skala mit 1 eingestuft ...

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Klimakrise | Ökoenergie | grünes Wachstum

Wachstum und Klimakrise: Illusion grünes Wachstum

Ökoenergie wird nicht reichen, um unser Wirtschaftsmodell zu erhalten. Verschwendung ist keine Option mehr. Eine Entgegnung auf Malte Kreutzfeldt.

Die Energiewende ist angeblich ganz einfach. Man muss nur E-Autos bestellen, die Häuser dämmen und Wärmepumpen einbauen – und schon ist das Klima gerettet. So sieht es jedenfalls sinngemäß unser ehemaliger taz-Kollege Malte Kreutzfeldt, der daher glaubt, dass das „grüne Wachstum“ eine reale Option sei (taz vom 11. 11. 22).

Natürlich wäre es schön, wenn wir unser Leben nicht ändern müssten, sofern wir nur genug Windräder und Solarpaneele installieren. Doch leider ist es eine Illusion, dass der Ökostrom reichen könnte, um ewiges Wachstum zu befeuern ...

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Energiewende | ErneuerbarStromerzeugung

Globale Energiewende: Viel Wind und Sonne

Energie und Klima – kompakt: Erneuerbare Energieträger weltweit auf dem Vormarsch, China auf allen Feldern führend.

Der Anteil von Windkraft- und Solaranlagen an der steigenden weltweiten Stromproduktion ist 2021 erstmalig auf über zehn Prozent gestiegen. Das berichtet die Plattform Ember, ein in London ansässiger Think-Tank, der sich auf Datenanalysen rund um die erneuerbaren Energieträger spezialisiert hat ...

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Russland | UkraineReparationen

UN-Vollversammlung

Russland soll Ukraine Reparationen zahlen

Die UN-Generalversammlung hat erklärt, Russland müsse Reparationen für die Folgen seines Angriffskrieges in der Ukraine zahlen. Dazu soll Kiew Schäden dokumentieren.

Der ukrainische UN-Botschafter Kyslyzja begann seine Rede vor der UN-Vollversammlung mit einem Zitat: "Große Gebiete unseres Landes wurden vom Feind besetzt, der ganze Städte und Dörfer zerstörte und in Ruinen verwandelte. Fabriken, Kraftwerke, Eisenbahnen. Deshalb glauben wir, dass es ein moralisches Recht von Ländern ist, die einer Besatzung ausgesetzt waren, eine Entschädigung zu erhalten."

Eine Forderung nicht etwa von einem ukrainischen Offiziellen, sondern ein Zitat vom ehemaligen sowjetischen Außenminister Molotow - angesichts der Zerstörung seines Landes im Zweiten Weltkrieg ...

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WeltbevölkerungWachstum

Ab heute sind wir acht Milliarden

Weltbevölkerung überschreitet erstmals die acht-Milliarden-Marke

Voller Planet: Laut Berechnungen der UN gibt es ab heute acht Milliarden Menschen auf der Erde. Die Weltbevölkerung erreicht damit einen neuen Höchststand. Allerdings hat sich das Bevölkerungswachstum in den letzten Jahren bereits verlangsamt: Die globale Wachstumsrate liegt nur noch unter einem Prozent. Einige Länder, darunter Indien, haben aber immernoch eine hohe Geburtenrate. Indien könnte China dadurch im Jahr 2023 als bevölkerungsreichstes Land der Welt überholen.

Die Weltbevölkerung wächst seit Beginn der Neuzeit so stark wie nie zuvor – mit Folgen für uns und unseren Planeten. Denn je mehr Menschen es gibt, desto mehr Platz, Energie und Rohstoffe verbrauchen wir. Schon jetzt übertrifft der Energieverbrauch der Menschheit alles je dagewesene und es gibt inzwischen mehr menschengemachte Materialien als Biomasse auf der Erde. Auch Natur, Nachhaltigkeit und Klimaschutz leiden unter der immer dichteren Besiedlung ...

 

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14. November

 

Medien Recherche | Diplomaten | Waffenhandel

Recherche „Schatten-Diplomaten“

Hunderte Honorarkonsuln weltweit in Verbrechen involviert

Hunderte Honorarkonsuln sind in Kriminalfälle verwickelt, wie eine internationale Recherche zeigt. Es geht um Drogen, Waffen und auch Sexualstraftaten.

Berlin. Hunderte sogenannte Schatten-Diplomaten wie zum Beispiel Honorarkonsuln sind einer internationalen Medienrecherche zufolge weltweit an kriminellen oder zumindest problematischen Machenschaften beteiligt gewesen. Angestoßen hat die Recherche dem „Spiegel“ zufolge das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) und die US-Rechercheplattform ProPublica.

An dem Projekt „Shadow Diplomats“ (Schatten-Diplomaten) beteiligten sich demnach fast 60 Medien in 46 Ländern ...

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AtommüllEndlager

Verschobene Atomendlager-Entscheidung:

Von einem Extrem ins andere

Es ist keine Überraschung, dass sich die Entscheidung für einen Endlagerstandort weiter verzögert. Das geplante Jahr 2031 war nie realistisch.

September 1988: Die Endlagergesellschaft der Schweiz, die Nagra, beginnt in Siblingen im Kanton Schaffhausen mit Sondierbohrungen und lädt wegen der Grenznähe auch deutsche Journalisten ein. Geologen präsentieren die ersten Bohrkerne aus dem Kristallingestein, geben sich offen in der Kommunikation und erscheinen vor allem wissenschaftlich getrieben. Sie machen klar, dass man für ein solches Projekt Zeit braucht. Viel Zeit.

Nun, ganze 34 Jahre später, hat die Schweiz den endgültigen Standort für ein Tiefenlager beschlossen. Das ist insofern interessant, weil Deutschland seit Jahrzehnten den Eindruck erweckt, einen vergleichbaren Prozess in deutlich kürzerer Zeit über die Bühne bringen zu können: Vom Beginn des Auswahlverfahrens bis zur Standortentscheidung sollten rund 13 Jahre ausreichen. Das konnte nicht klappen; nun ist klar, dass sich die Entscheidung weiter um Jahre verzögern wird ...

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EnergieversorgungPrivatisierung | Infrastruktur

Grüne Privatisierung

Baden-Württemberg plant Teilverkauf von Höchstspannungsnetz. »Kritische Infrastruktur« verscherbeln in Ordnung – solange China nicht beteiligt ist

Sogenannte kritische Infrastruktur in private Hände zu legen, ist in Deutschland kein grundsätzliches Problem. In Baden-Württemberg ist das momentan gut zu beobachten: Wenn der »richtige« Käufer zugreift – das heißt: nicht aus China stammt, wie die Beispiele Elmos und ERS Electronic jüngst gezeigt haben – und auch der »richtige« Zweck verfolgt wird, ist die Privatisierung sogar höchst willkommen ...

 

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13. November

 

Schweden | UniperBarsebäck

Verstaatlichung von Energiekonzern:

Uniper dementiert AKW-Pläne

Verunsicherung in Schweden: Was passiert mit den Atommeilern im Land, wenn Deutschland den Energiekonzern übernimmt?

STOCKHOLM taz | Der Energiekonzern Uniper hat doch keine Absicht, in Schweden einen neuen Atomreaktor zu bauen. „Für Uniper schließen wir das aus“, erklärte Uniper-Sprecher Georg Oppermann im schwedischen Rundfunk: „Weder in Schweden noch irgendwo anders haben wir Pläne, neue Atomkraftwerke zu bauen.“

Er reagierte damit auf gegenteilige Aussagen von Åsa Carlson, CEO der schwedischen Uniper-Tochter „Barsebäck-Kraft“. Sie hatte Pläne für einen „Clean Energy Park“ in der Nähe des stillgelegten südschwedischen AKW Barsebäck präsentiert, in dem man neben Atomstrom auch „anderen fossil­freien“ Strom produzieren wolle ...

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WeltklimaratWirtschaftswachstum | Weltbevölkerung

Klimarat verschweigt den Einfluss des Bevölkerungswachstums

Als einer der grössten Treiber von Treibhausgas-Emissionen wird das Wachstum der Bevölkerung im neusten IPPC-Bericht kaum erwähnt.

Der neuste Bericht des Weltklimarats ICCP thematisiert weder eine mögliche Reduzierung des Wirtschaftswachstums noch die weitere Zunahme der Weltbevölkerung. Tabu sind nicht nur Massnahmen, um die Zunahme der Weltbevölkerung zu bremsen, sondern auch Massnahmen, um den Pro-Kopf-Verbrauch zu senken. Der Synthesebericht vom April 2022 einer Arbeitsgruppe des Weltklimarat (ICCP), der politische, wirtschaftliche und technologische Optionen zur Minderung des anthropogenen Klimawandels aufzeigen soll, enthält zwar Vorschläge, um den Energiebedarf zu senken, jedoch stets im Rahmen einer «nachhaltigen Entwicklung» (Sustainable Development Goals SDG).

Die Möglichkeit, das Wachstum und damit den Pro-Kopf-Verbrauch zu reduzieren, untersuchte der IPCC nicht. Die «Demografie» kommt in diesem IPCC-Synthesebericht nicht vor, obwohl die zuständige Arbeitsgruppe bestätigt, dass die Bevölkerungsgrösse einen direkten Effekt auf die Menge der Treibhausgas-Emissionen hat ...

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GrundwasserTrinkwasser | Trockenheit

Müssen Berlin und Brandenburg bald mit Wasser aus der Ostsee versorgt werden?

Die Trockenheit in der Region nimmt zu und gefährdet die Trinkwasserversorgung. Welche Lösungen diskutiert werden und was sie bringen.

Der Klimawandel lässt im Sommer Flüsse und Regionen Deutschlands austrocknen. Brandenburg ist besonders davon betroffen: Ohne das Grubenwasser aus dem Braunkohletagebau läge der Wasserspiegel der Spree in der warmen Jahreszeit wesentlich tiefer ...

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Weltbevölkerung | WachstumMenschenrecht

Wir sind acht Milliarden

Weltbevölkerung: Das Wachstum wirkt rasant und stimmt bedenklich, aber es findet allmählich sein Ende. Jetzt ruft ein neues demografisches Problem die neoliberalen Hardliner auf den Plan.

Gerade erst elf Jahre ist es her, dass die Weltbevölkerung die Sieben-Milliarden-Grenze überschritten hat. Und irgendwann in diesem November gibt es bereits acht Milliarden und mehr von uns. Dieses Wachstum wirkt rasant und stimmt bedenklich. Dennoch ist es keineswegs gewagt, zu prognostizieren, dass dieses Wachstum noch in diesem Jahrhundert sein Ende findet.

Denn wuchs die Weltbevölkerung 2011 noch um etwa 80 Millionen Menschen pro Jahr, ist dieses Wachstum nun auf knapp 66 Mio. p.a. zurückgegangen. Entsprechend wurden die Prognosen nach unten korrigiert ...

 

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12. November

 

LützerathGarzweiler | Kohleausstieg

Erneuter Protest Demonstranten fordern Erhalt des Ortes Lützerath

Ein Bündnis aus Umweltverbänden und klimapolitischen Organisationen hat am Samstag zu einer Demonstration in Lützerath am Tagebau Garzweiler II aufgerufen. In 20 weiteren deutschen Städten wurde zeitgleich demonstriert.

Braunkohlebagger, Windräder, in dicke Schals eingewickelte und teils vermummte Aktivisten stehen im Wind an der Abbruchkante und blicken auf das Loch. Zeitgleich zur 27. UN-Klimakonferenz in Ägypten (COP27) fordern die Beteiligten einen Kohleausstieg in Deutschland, der mit der Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze vereinbar ist. Dafür soll das vom Abriss bedrohte Dorf Lützerath am Tagebau gerettet werden. Die Polizei Aachen rechnete im Vorfeld mit rund 2000 Demonstranten. Nach Angaben der Organisatoren haben rund 2200 Menschen demonstriert ...

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EnergiewendeEntwicklungsländer | COP27

Die Klima-Uhr tickt: Auch Deutschland muss endlich seine Schulden bezahlen

Ohne Klimagelder vom reichen Norden wird es keine Energiewende in den Entwicklungsländern geben. Die Industriestaaten bieten aber nur mickrige Almosen an. Über Klimagerechtigkeit, schmutzige Tricks und den Kampf um Billionen Dollar.

Eine aktuelle Berechnung zeigt: Die Entwicklungsländer benötigen bis 2030 jährlich zwei Billionen Dollar, um eine rasche Energiewende zu vollziehen. Mindestens die Hälfte der Mittel sollte laut einem UN-Bericht von den reichen Ländern kommen.

Doch auf der COP27 ("Conference of the Parties"), dem Klimagipfel in Ägypten, kommen die Industrieländer wieder nicht einmal ihrer Zusage von 100 Milliarden Dollar nach, einer Summe, die sie eigentlich bis 2020 erreichen sollten. Es wurden damals nur rund 80 Milliarden erzielt ...

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Treibhaus ErdeErderwärmung | Kapitalismus | Klimahölle

Experte: Weg zur "Klimahölle" nicht unumkehrbar

Heidelberg (dpa/lsw) - Die drastische Warnung von UN-Generalsekretär António Guterres vor einer "Klimahölle" ist aus Sicht eines Experten nicht als Alarmismus abzutun. "Die Formulierung lässt noch eine Umkehr möglich erscheinen und fordert zum Handeln auf", sagte Philipp Schrögel vom Heidelberger Käte Hamburger Kolleg für Apokalyptische und Postapokalyptische Studien.

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Die Metapher "Kimahölle" stehe in der Tradition des vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung mitgeprägten Begriffs "Hothouse Earth (Treibhaus Erde)".

Schrögel kann sich einen Kampf gegen die Erderwärmung ohne Kritik am Kapitalismus mit seinem Glauben an unbegrenztes Wachstum und unerschöpflichen Wohlstand sowie mit dem rücksichtslosen Ausbeuten der natürlichen Ressourcen nicht vorstellen. "Soziale und ökologische Schritte gehören untrennbar zusammen und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden." ...

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Atomgesetz | Laufzeit | Militär | Rüstungsindustrie

Vor den Atomkarren gespannt

Zur Entscheidung des Bundestags über die Verlängerung der AKW-Laufzeiten bis April erklärte Armin Simon von der bundesweiten Antiatomorganisation ».ausgestrahlt«:

Die Zustimmung der Regierungskoalition zu längeren AKW-Laufzeiten ist ein schwerer Fehler. Die Laufzeitverlängerung weicht etablierte Sicherheitsstandards auf und ignoriert akute Sicherheitsmängel der Reaktoren. SPD und Grüne lassen sich vor den Atomkarren von FDP, CDU, CSU und AfD spannen. Dabei ist klar, dass diese den Streckbetrieb der Meiler bis April zum Türöffner einer weiteren Laufzeitverlängerung machen wollen. Der Atomausstieg ist in ernster Gefahr.

[...]

Einer neuen Studie zufolge ist der CO2-Ausstoß des Militärs für ca. 5,5 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich. Wäre das globale Militär ein Land, hätte es damit den viertgrößten CO2-Fußabdruck der Welt – größer als der von Russland. Anlässlich des am Donnerstag erschienen Berichts von »Scientists for Global Responsibility« (SGR) und »Conflict and Environment Observatory« (CEOBS) fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW die deutsche Bundesregierung auf, sich auf der Klimakonferenz für einen Sonderbericht und eine Bewertung der Klimaauswirkungen von Krieg und Militär einzusetzen ...

 

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11. November

 

Energiewende | KlimaschutzEnergiecharta | CETA

Beschluss der Ampel-Fraktionen Deutschland soll aus Energiecharta austreten

Bei Umweltschützern steht die Energiecharta schon länger in der Kritik. Nun soll Deutschland nach dem Willen der Ampel-Fraktionen aus dem Abkommen aussteigen, um die Energiewende und damit den Klimaschutz voranzubringen.

Die Fraktionen der Ampel-Regierung wollen, dass Deutschland aus einem umstrittenen internationalen Energieabkommen aussteigt, um den Klimaschutz voranzubringen. Bundestagsabgeordnete von SPD, Grünen und FDP teilten mit, dass geplant sei, wie Frankreich oder die Niederlande möglichst schnell aus der sogenannten Energiecharta auszutreten.

Das 1998 in Kraft getretene Abkommen soll Investitionen in Energieprojekte schützen und steht bei Umweltorganisationen schon länger in der Kritik. Es erlaubt Investoren beispielsweise Klagen gegen Staaten vor Schiedsgerichten. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge lobte den geplanten Schritt als "Meilenstein" ...

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Atomlobbyist | Lindner | TempolimitWeiterbetrieb

Tempolimit gegen AKW-Weiterbetrieb: Lindner und sein vergiftetes Angebot an die Grünen

Kurz vor der entscheidenden AKW-Abstimmung schlug der FDP-Chef einen Kuhhandel in Richtung der Grünen vor. Die arrangieren sich fast geräuschlos mit dem Streckbetrieb.

Das Datum zur finalen Abstimmung über den Streckbetrieb der verbliebenen drei Atomkraftwerke passte in Bild. Ausgerechnet zum Karnevalsbeginn am 11.11. stimmte der Bundestag für einen temporären Weiterbetrieb der Meiler Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland bis zum 15. April 2023.

Während die Narren der Republik den Beginn der fünften Jahreszeit feierten, stimmten um 11.11 Uhr die Abgeordneten – manche sogar in quietschbunten Anzügen – nach monatelangem Streit über das wohl nun endgültige Enddatum für die deutsche Nutzung der Atomkraft ab. Ein Streit, bei dem auch so manchem Beteiligten über die Monate die Ernsthaftigkeit abhandengekommen schien ...

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Atommüll | CastorZwischenlager | Heiße Zelle

Zwischenlager Lubmin: BUND fordert "heiße Zelle"

Die Suche nach einem Endlager für deutschen Atommüll zieht sich länger hin als geplant. Deshalb muss im Zwischenlager Lubmin über das Jahr 2050 hinaus hochradioaktiver Müll gelagert werden.

Ob es 2050 in Deutschland ein Endlager für Atommüll geben wird, ist fraglich. Die Suche dauert länger als geplant. Deshalb müssen im Zwischenlager Lubmin 74 Castoren auch länger gelagert werden. Der BUND in Mecklenburg-Vorpommern fordert deshalb mehr Sicherheit in Form einer so genannten "heißen Zelle". Dabei handelt es sich um einen abgeschirmten Raum, in dem ferngesteuert Castorbehälter geöffnet und repariert werden können.

"Heiße Zelle" gesetzlich nicht vorgeschrieben

Solch eine "heiße Zelle" müsse in die geplante Lagerhalle für Castoren eingebaut werden, die 2024 in Lubmin errichtet werden soll. Laut aktueller Gesetzgebung bestehe dafür aber kein Bedarf, so der Geschäftsführer des Entsorgungswerkes für Nuklearanlagen, Henry Cordes. Darüber müsste der Bundestag entscheiden. Der Bau würde einen hohen zweistelligen Millionenbetrag kosten. In der neuen Lagerhalle, die in Lubmin gebaut wird, sei ein Platz dafür vorgesehen, falls sich das Gesetz ändern sollte ...

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Energiewende | Klimakatastrophe | Primärenergie

Klimaschutz und Kapitalismus:

Scheitern? Muss nicht sein

Es macht sich die Stimmung breit, dass die Energiewende zu langsam ist, um die Klimakatastrophe aufzuhalten. Dabei gibt es Anlass für Optimismus.

Dass Klima-Aktivist*innen eher pessimistisch sind, wenn es darum geht, ob die Klimakrise noch gestoppt werden kann, liegt auf der Hand. Ihre Rolle ist es, die Politik mit Kritik vor sich herzutreiben.

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Durch den Umstieg von fossilen Kraftstoffen auf Ökostrom sinkt der Endenergiebedarf im Verkehr und beim Heizen: Ein Liter Diesel hat einen Energiegehalt von etwa 10 Kilowattstunden. Damit kommt ein Wagen der Golf-Klasse etwa 17 Kilometer weit. Ein vergleichbar großes E-Auto fährt mit 10 Kilowattstunden Strom über 50 Kilometer. Durch den Umstieg auf Elektroautos, die mit Ökostrom angetrieben werden, sinkt der Bedarf an Endenergie um 70 Prozent.

Ähnlich sieht es beim Heizen aus: Bei Gas- und Ölheizungen geht ein Teil der Energie verloren; aus einer Kilowattstunde Energie im Brennstoff entsteht also immer weniger als eine Kilowattstunde Wärme in der Wohnung. Bei einer Wärmepumpe ist es umgekehrt: Sie entzieht der Umgebung Wärme und erzeugt dadurch aus einer Kilowattstunde Strom 3 bis 5 Kilowattstunden Wärme. Beim Umstieg von einer fossilen Heizung auf eine Wärmpumpe, die mit Ökostrom angetrieben wird, sinkt der Endenergiebedarf also auf ein Drittel bis ein Fünftel – ohne dass es in den Wohnungen kälter wird ...

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Atomgesetz | Laufzeit

Bundestag beschließt AKW-Laufzeitverlängerung

Der Bundestag hat dem vorübergehenden Weiterbetrieb der letzten drei deutschen Atomkraftwerke zur Sicherung der Stromversorgung zugestimmt. Vor der Abstimmung kam es zu einer hitzigen Debatte im Parlament.

Der Bundestag hat die Verlängerung der Laufzeit der drei verbleibenden deutschen Atomkraftwerke beschlossen. Die Meiler Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland sollen damit bis zum 15. April kommenden Jahres in Betrieb bleiben.

In namentlicher Abstimmung votierten 375 Abgeordnete für die Änderung des Atomgesetzes, dagegen stimmten 216, 70 enthielten sich, wie Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki bekanntgab. 661 Stimmen wurden abgegeben ...

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Letzte Generation | Klimaaktivist | Hoffnung

Wachrütteln der "Stuporbürger"

Zu den Aktionsformen der Letzten Generation und einer nicht beabsichtigten Nebenwirkung der Talk-Show von Markus Lanz. Ein Kommentar.

Für den Revolutionär ist die Welt schon immer reif gewesen. Was im Rückblick als Vorstufe, als unreife Verhältnisse erscheint, galt ihm einmal als letzte Chance der Veränderung. Er ist mit den Verzweifelten, die ein Urteil zum Richtplatz schickt, nicht mit denen, die Zeit haben.
Max Horkheimer

Am Mittwochabend gab sich Markus Lanz in seiner nach ihm benannten Sendung mal wieder in seiner bürgerlichen Beschränktheit zu erkennen. Er redete sich bei dem Versuch, einer jungen und klugen Klimaaktivistin der Letzten Generation Paroli zu bieten, in Rage.

"Sie sitzen hier mit 20. Sie müssten optimistisch sein. Sie müssten Zutrauen haben in die Fähigkeit von Menschen und in die Fähigkeit zur Anpassung", meint der Moderator. Stattdessen werde rumgenölt und auf Pessimismus gemacht. Woher ein junger Mensch das Zutrauen in die Fähigkeit der Menschheit nehmen soll und wie er unter heutigen Bedingungen das Kunststück fertigbringen soll, optimistisch zu sein, verriet er uns nicht ...

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Polen | Westinghouse | Lubiatowo-Kopalino

Warum Polen Atomreaktoren aus den USA bestellt

Polen setzt auf Kernenergie, obwohl sie laut Internationale Energieagentur ein Auslaufmodell ist. Bizarr: Der bankrotte Westinghouse-Konzern soll es richten. Was haben AKW in Polen nun aber mit dem Ukraine-Krieg zu tun?

Man muss Polen – und der US-Vizepräsidentin Kamala Harris und der US-Energieministerin Jennifer Granholm für die Vermittlung des Deals – wohl gratulieren. Das Land will gleich drei "nukleare Zitronen" aus den USA kaufen.

Mit unfassbarer Kurzsichtigkeit hat die polnische Regierung eine Vereinbarung mit dem US-Unternehmen Westinghouse über den Bau von drei Kernreaktoren unterzeichnet.

Offenbar ignorieren alle Beteiligten die Tatsache, dass Westinghouse durch seine katastrophalen Atomprojekte in South Carolina und Georgia in den Bankrott getrieben wurde. Das erste Projekt wurde mitten im Bau abgebrochen, und das zweite, Plant Vogtle, liegt nun Jahre hinter dem Zeitplan und weit hinter dem ursprünglich für 2016 vorgesehenen Datum für die Inbetriebnahme zurück, wobei die Kosten immer weiter in die Höhe geschossen sind und inzwischen 30 Milliarden Dollar übersteigen.

Ebenfalls übersehen wurde, dass der frühere Vizepräsident der Westinghouse Electric Company, Jeffrey A. Benjamin, in 16 Fällen angeklagt wird. Es geht dabei um Komplott, diverse Betrugsvorwürfe und falsche Aufzeichnungen des börsennotierten Unternehmens beim inzwischen verworfenen Reaktorprojekt V.C. Summer 2 in South Carolina ...

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Sellafield | Atomfabrik | Wiederaufarbeitung

11. November 1983 (INES 3) Sellafield Atomfabrik, GBR

Versehentlicher Transfer von 59 TBq Radioaktivität mit Lösungsmitteln und Rohstoffen vom Gebäude B205 in einen Seetank im Gebäude B242.

Nuclear Power Accidents.pdf

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Dieser Störfall sowie mehrere andere Freisetzungen von Radioaktivität, die von Sellafield ausgingen, sind nicht mehr in der deutschen Wikipedia zu finden.

Der Brand von Windscale im Oktober 1957, der als "schwerer Unfall" (INES 5) eingestuft wurde, ist der einzige Sellafield-Störfall aus der Zeit vor 2005, der bis jetzt noch nicht aus Wikipedia verschwunden ist ...

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Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Sellafield

Der Komplex wurde durch einen katastrophalen Brand 1957 und durch häufige nukleare Störfälle bekannt und unter anderem deshalb auch in Sellafield umbenannt. Bis Mitte der 1980er Jahre wurde der im täglichen Betrieb anfallende Atommüll in großen Mengen in flüssiger Form über eine Pipeline in die Irische See abgeleitet.

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https://en.wikipedia.org/wiki/Sellafield#Incidents

Radiologische Freisetzungen

Zwischen 1950 und 2000 gab es 21 schwerwiegende Zwischenfälle oder Unfälle mit radiologischen Freisetzungen außerhalb des Werksgeländes, die eine Einstufung auf der internationalen Skala für nukleare Ereignisse rechtfertigten, einen auf Stufe 5, fünf auf Stufe 4 und fünfzehn auf Stufe 3. Darüber hinaus gab es in den 1950er und 1960er Jahren über längere Zeiträume hinweg bekannte, absichtliche Freisetzungen von Plutonium und bestrahlten Uranoxidpartikeln in die Atmosphäre ...

Übersetzt mit https://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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AtomkraftwerkePlag

Sellafield (ehemals_Windscale), Großbritannien

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Vergleichbare Atomfabriken gibt es überall auf der Welt:

Uran-Anreicherung und Wiederaufarbeitung - Anlagen und Standorte

Bei der Wiederaufarbeitung lässt sich das Inventar abgebrannter Brennelemente in einem aufwändigen chemischen Verfahren (PUREX) voneinander separieren. Abgetrenntes Uran und Plutonium können danach erneut verwendet werden ...

 

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10. November

 

Brennelemente Lingen | Uran Russland | Mikhail Dudin

Lingen: Atomkraftgegner demonstrieren gegen Urantransport

Atomkraftgegner haben im Emsland mit einer Protestaktion erneut gefordert, dass Uranlieferungen aus Russland nach Deutschland gestoppt werden. Sie befürchten, dass bald ein Transport in Lingen eintrifft.

An der Mahnwache vor der Brennelementefabrik in Lingen beteiligten sich nach Veranstalterangaben am Donnerstag 20 bis 25 Menschen. Ob tatsächlich Kernbrennstoffe nach Lingen geliefert werden, ist unklar. Eine Sprecherin der Polizei wollte sich dazu nicht äußern. In Lingen steht auch eines von drei Atomkraftwerken, die wegen der Energiekrise bis Mitte April 2023 am Netz bleiben sollen.

Uran könnte per Lkw nach Lingen gebracht werden

Nach Informationen des Aktionsbündnisses Münsterland gegen Atomanlagen ist das russische Atomschiff "Mikhail Dudin" von St. Petersburg aus nach Rotterdam (Niederlande) unterwegs. Es habe Uran an Bord, das per Lkw nach Lingen gebracht werden soll, so ein Sprecher ...

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Endlager | Atommüll hoch radioaktiv | Umweltministerium

Auskunft vom Umweltministerium

Suche nach Endlager für Atommüll dauert länger als geplant

Laut Gesetz sollte eigentlich bis 2031 ein Endlager für hoch radioaktiven Müll gefunden werden. Diese Frist ist nach einem Bericht der Bundesgesellschaft für Endlagersuche wohl nicht einzuhalten.

Die Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll kann nach Angaben des Bundesumweltministeriums nicht wie angestrebt bis 2031 abgeschlossen werden. Das Verfahren könne »unter Berücksichtigung der hohen Anforderungen an die Auswahl des Standortes mit der bestmöglichen Sicherheit« nicht bis zum geplanten Datum beendet werden, ließ das Ministerium dazu auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur verlauten ...

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Bulgarien | Kosloduj | Brennstäbe

Brennstäbe aus Russland: Bulgariens Übergangsregierung braucht Alternativen

Bulgariens Nationalversammlung hat die Übergangsregierung zur Beschleunigung des Verfahrens für die Beschaffung von nicht-russischen Brennstäben für die beiden sowjetischen Reaktoren des Atomkraftwerks Kosloduj verpflichtet.

Der Vorschlag, das Verfahren zur Beschaffung von nicht-russischem Kernbrennstoff zu beschleunigen, wurde von der GERB, der Partei des ehemaligen Ministerpräsidenten Bojko Borissow, eingebracht.

Nach Ansicht der Partei müsse die Regierung dringend die Energieversorgung und die nationale Sicherheit des Landes gewährleisten, indem sie eine Alternative zum russischen Brennstoff für das Kernkraftwerk bereitstellt.

Nachdem ausreichend Abgeordnete den GERB-Vorschlag mitgetragen haben, muss die geschäftsführende Regierung nun sicherstellen, dass die erste Lieferung von nicht-russischem Brennstäben bis spätestens April 2024 erfolgt und dass der Deal völlig unabhängig von russischen Lieferanten sein muss ...

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Frankreich | Parkplätze | Solardach

Größere Parkplätze müssen Solardächer bekommen

Durch die Überdachung von Parkplätzen mit Solaranlagen will Frankreich eine Leistung von bis zu 11 Gigawatt installieren.

Die Pläne der französischen Regierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien haben eine wichtige Hürde genommen. Nach Verhandlungen mit dem Senat sollen Betreiber von Parkplätzen mit mehr als 80 Stellplätzen dazu verpflichtet werden, diese mit Solaranlagen zu überdachen. Der Senat beschloss dazu am 4. November 2022 eine entsprechende Vorlage.

Demnach soll das Gesetz am 1. Juli 2023 in Kraft treten. Parkplätze mit 80 bis 400 Stellplätzen sollen dann innerhalb von fünf Jahren die Hälfte ihrer Fläche überdachen müssen. Größere Parkplätze mit mehr als 400 Stellplätzen haben drei Jahre dafür Zeit ...

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Gaskrise | Milliardengewinn | Übergewinnsteuer 

Gaskrise sorgt für Milliardengewinn bei RWE

Monatelang haben Unternehmen wie RWE an den Energiepreisen prächtig verdient. Jetzt will die Bundesregierung einen Teil der Gewinne der Krisenprofiteure „abschöpfen“.

Düsseldorf In den vergangenen neun Monaten hat der Essener Energiekonzern RWE seinen Gewinn mit 2,1 Milliarden Euro (Ebit) im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Zwar legte auch das Geschäft mit Erneuerbaren Energien ordentlich zu, aber den Großteil machte die Sparte Wasser/Biomasse/Gas aus. Dank der hohen Gaspreise stieg das bereinigte Ebitda von 430 Millionen Euro im Vorjahr auf nun mehr 1,1 Milliarden Euro.

Seit Monaten steigen die Preise für Strom, Gas und andere Energieträger massiv. In der Folge fallen die Gewinne für RWE deutlich höher aus. Der Handel mit Strom und Gas hatte dem Unternehmen schon 2021 das beste Ergebnis seit Jahren beschert ...

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Klimawandel | Grönland Eis | Meeresspiegel 

Grönland: Auch der kalte Nordosten schmilzt

Eisverlust und Beitrag zum Meeresspiegelanstieg sechsfach höher als bisher prognostiziert

Unterschätzter Effekt: Im kalten Nordosten Grönlands reagieren die Gletscher stärker auf den Klimawandel als bisher angenommen – mit Folgen auch für den globalen Meeresspiegel. Neuen Daten zufolge fließen die Eisströme selbst 200 Kilometer von der Küste entfernt inzwischen messbar schneller und haben mehrere Meter an Dicke verloren. Setzt sich dies fort, könnte diese Region Grönlands bis zum Jahr 2100 sechsmal mehr Eis verlieren als vorhergesagt. Allein dies würde die Meeresspiegel um bis zu 15,5 Millimeter zusätzlich anheben.

In Grönland liegt das zweitgrößte Eisreservoir der Erde – und eines der am schnellsten schwindenden. Schon jetzt beschleunigt sich der Eisverlust aus den grönländischen Gletschern stellenweise exponentiell, in Teilen könnte die Schmelze sogar schon unumkehrbar sein. Besonders betroffen sind bisher die Gletscher im Süden und Nordwesten Grönlands. Der kalte Nordosten galt dagegen lange als letzter stabiler Teil des grönländischen Eisschilds.

In den letzten Jahren zeigt jedoch auch der Nordostteil des grönländische Eisschilds erste Auflösungszeichen: Der Zachariae Isstrøm, einer der beiden großen Küstengletscher dieser Region, hat seit 2012 sein Fließtempo verdreifacht und seine Schmelzrate verdoppelt. Das Einzugsgebiet beider Gletscher zusammen umfasst rund zwölf Prozent des Eisschilds im Inneren Grönlands. Würde dieses Gebiet komplett abtauen, könnte dies den Meeresspiegel um 1,10 Meter anheben ...

 

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09. November

 

Freitag , 11. November, 8:30 Uhr - Platz der Republik, Berlin

Stoppt den Unsinn! Protestaktion zur Atomgesetznovelle

Am Freitag, den 11.11.2022, will der Bundestag die Laufzeitverlängerung der drei letzten laufenden AKW beschließen. Aus diesem traurigen Anlass ruft .ausgestrahlt zu einer Protestaktion vor dem Reichstag auf, um deutlich zu machen:

Ein Weiterbetrieb der Atomkraftwerke? Gefährlich und Überflüssig. Stoppt den Unsinn!

Atomkraft ist hochriskant – und für die Energieversorgung in Deutschland absolut unnötig. Auch der sogenannte Stresstest 2.0 zeigt: Die Stromversorgung in Deutschland ist sicher, auch ohne Atomkraftwerke ...

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Atomgesetz | Bundestag

Atomkraftwerke länger am Netz? Zustimmung trotz Bauchschmerzen

Die Entscheidung von Kanzler Scholz, drei Atomkraftwerke - darunter das AKW Emsland - vorübergehend am Netz zu lassen, war am Mittwoch Thema im Bundestag. Wie stehen Abgeordnete aus Niedersachsen dazu?

Zwei Bundestagsabgeordnete der Grünen haben angekündigt, gegen das geplante Gesetz zum befristeten Weiterbetrieb der drei AKW bis Mitte April zu stimmen: Die Bundestagsabgeordneten Filiz Polat aus Osnabrück und Julian Pahlke aus Leer verweisen unter anderem darauf, dass der Strom vom AKW Emsland nicht gebraucht werde. Diese Hochrisikotechnologie sollte deshalb auch nicht weiter betrieben werden. Die meisten anderen Grünen-Bundestagsabgeordneten werden sich allerdings - trotz Bauchschmerzen - wohl für das Gesetz aussprechen, hieß es ...

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Atommüll | Castor | Zwischenlager | Transport Sicherheit 

Wie lange halten Castoren im Zwischenlager?

Frühestens im Jahr 2050 ist ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll betriebsbereit. Bis dahin müssen die Castoren halten, die für 40 Jahre ausgelegt sind. Wie sicher die Behälter auch nach 100 Jahren wären, simuliert nun ein Forschungsprojekt.

[...]

Solange es im Zwischenlager steht, dürfte nicht viel passieren, schätzt Maik Stuke. Werden die Castoren aber eines Tages per Zug quer durch die Republik zum Endlager transportiert, ist offen, was das für die Stabilität bedeutet. Deshalb wird der Alterungsprozess simuliert. Die Daten fließen in komplexe Computerprogramme ein, mit denen man hofft, die Entwicklungen in den nächsten 100 Jahren vorherzusagen zu können. Es laufen zudem Forschungen zur sogenannten Myonentomographie. Die funktioniert im Grunde wie ein Computertomograph im Krankenhaus, nur dass Teilchen aus der kosmischen Strahlung genutzt werden. Diese Myonen interagieren nur mit sehr dichter Materie wie Uran oder Plutonium. Die Hoffnung: Bilder des Behälterinneren zu machen, die zeigen, ob die Brennelemente noch intakt sind ...

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Schweden | Oskarshamn

Schweden nimmt größten Atomreaktor vorübergehend vom Netz

In Schwedens größtem Atommeiler ist es zu einem Turbinenstopp gekommen. Deshalb nimmt das skandinavische Land den Reaktor nun vom Netz. Im Juli musste das Kraftwerk schon mal vom Netz getrennt werden.

Stockholm. Der größte Atomreaktor in Schweden, Oskarshamn 3, ist am Mittwoch vorübergehend vom Stromnetz genommen worden. Grund dafür ist ein Turbinenstopp, wie aus Informationen der Strombörse Nord Pool hervorging. Eine Sprecherin des Betreibers OKG bestätigte dies. Die Fehlersuche laufe. Wie lange es dauern wird, das Problem zu beheben, ließ sich in den Mittagsstunden noch nicht abschätzen ...

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Frankreich | EDF | Vertuschung | Sicherheitsüberprüfung 

Lecks und Korrosion verhindern Macrons Atompläne

Die utopische Forderung der französischen Regierung, zum Winter die Altmeiler wegen der Blackout-Gefahr wieder hochzufahren, zerschellt an realen Sicherheitsproblemen in den Reaktoren.

Die schlechten Nachrichten für die französische Regierung, wenn es um die Stromversorgung geht und um die Blackout-Gefahren im Land, auf die Präsident Emmanuel Macron die Bevölkerung schon eingestellt hat, reißen nicht ab. Eine dieser schlechten Nachrichten kam gerade aus dem Atomkraftwerk Civaux.

Dort hatte der Kraftwerksbetreiber EDF, gegen den wegen möglichen Vertuschungen von Störfällen ermittelt wird, ein radioaktives Leck entdeckt.

[...]

Das geplante Wiederhochfahren am 8. Januar ist nun ungewiss. Seit dem 1. August wurde die periodische Sicherheitsüberprüfung durchgeführt, die alle zehn Jahre fällig ist.

Sicherheitsüberprüfungen auch in Deutschland

Das ist genau die Prüfung, die für die drei deutschen Meiler, die jetzt bis April in den Streckbetrieb gehen sollen, seit drei Jahren aussteht. Am Freitag will die Ampel-Regierung aber im Eilverfahren im Bundestag eine Novelle des Atomgesetzes beschließen, um den gefährlichen Streckbetrieb trotz fehlender Sicherheitsprüfungen zu erlauben ...

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Strafen | Letzte Generation | Klima-Kleber

Trittin (Grüne): CSU betreibt schlimme Verharmlosung des Terrorismus

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin wirft der CSU vor, mit ihren Aussagen zur Protestbewegung "Letzte Generation" eine Verharmlosung des Terrors der Roten Armee Fraktion zu betreiben. Im phoenix-Interview sagte Trittin: "Dobrindt betreibt hier eine wirklich schlimme Verharmlosung des Terrorismus." Der Politiker von B'90/Grüne begründete dies so: "Es gibt, bei aller Kritik, die man an den Aktionen der Last Generation haben kann, einen wesentlichen Unterschied: Die RAF zielte darauf, Menschen zu töten, zu ermorden. Gewalt gegen Menschen anzuwenden, das ist Terrorismus. Menschen, die sich auf die Straße kleben, gefährden vor allen Dingen sich selber." Der Protest, auch wenn er in seiner Form von manchen als fragwürdig angesehen werde, rechtfertige nicht "solche Hasskampagnen, wie die CSU sie nun gerade gegen diese Menschen vom Zaun bricht", ergänzte Trittin. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hatte in einem Zeitungsinterview härtere Strafen gegen die Klimaschutzaktivisten gefordert, um, so Dobrindt, eine weitere Radikalisierung und die Bildung einer "Klima-RAF" zu verhindern ...

 

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08. November

 

Frankreich | EDF | Civaux

Leck in französischem AKW:

Kumulierte Zwischenfälle

Ein Leck im AKW Civaux belastet Frankreichs angespanntes Stromnetz. Mittelbar hat das auch Auswirkungen auf die Versorgungslage in Deutschland.

Keine Gefahr für die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung!
Die als Beruhigung der Öffentlichkeit gedachte Erklärung der Vizedirektorin der französischen Strahlenschutzbehörde IRSN, Karine Herviou, zu einem Zwischenfall im AKW Civaux tönt wie Routine. Denn die zum Teil gealterten Reaktoren sind pannenanfällig. Der Grund für die offizielle Entwarnung ist ein Leck im Kühlsystem eines Reaktors in der französischen Anlage in der Nähe von Poitiers.

Konstatiert wurde das Problem am vergangenen Mittwoch, die Meldung der IRSN kam fast eine Woche danach. Betont wird, dass keine Radioaktivität freigesetzt wurde. Laut den vorliegenden Angaben war ein Verschluss des Kühlsystems undicht. Es sei das erste Mal, dass ein solches Problem beobachtet wurde. Die Reparatur und die nötigen Reinigungsarbeiten stellten keine besondere Schwierigkeit dar und würden voraussichtlich bloß „einige Tage“ erfordern ...

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Österreich | Tschechien | Sicherheit

Tschechiens neue Atomkraftwerke: Österreich besteht auf Anti-Atomkraft-Kurs

Wien bestätigte, dass man an der scharfen Anti-Atomkraft-Haltung gegenüber den Nachbarländern festhalten wird, nachdem berichtet wurde, dass Tschechiens Pläne zum Bau neuer Atomkraftwerke fortgeschrittener sind als gedacht.

Österreich ist das führende Anti-Atom-Land Europas. Das einzige Atomkraftwerk aus den 1970er Jahren konnte die Regierung aufgrund heftigen Widerstands aus der Bevölkerung nie in Betrieb nehmen. Wien verklagt derzeit die Europäische Kommission, weil sie die Atomkraft im Rahmen der EU-Taxonomie für nachhaltige Finanzen als „grün“ eingestuft hat ...

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Atomgesetz | Weiterbetrieb | Sicherheit

Atomgesetznovelle im Umweltausschuss:

AKW-Weiterbetrieb gefährlich und überflüssig - Stoppt den Unsinn!

Foto- und Protestaktion vor dem Bundestag am Freitag, den 11. November 2022

Der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages berät am morgigen Mittwoch über die 19. Novelle des Atomgesetzes, die den umstrittenen AKW-Streckbetrieb bis 2023 regeln soll. Die Gesetzesverabschiedung ist bereits für Freitag geplant. Die Organisationen .ausgestrahlt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) appellieren an alle Bundestagsabgeordneten, dem Weiterbetrieb der drei AKW nicht zuzustimmen. Mit einer Protestaktion am Freitag vor dem Bundestag weisen die Organisationen auf die großen Gefahren des Weiterbetriebs der Atomkraftwerke hin. Ein riesiges, rauchendes Riss-AKW und zahlreiche Atommüllfässer verdeutlichen den Unsinn einer solchen Entscheidung ...

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Frankreich | EDF | Radioaktiv

Radioaktives Leck am AKW Civaux in Frankreich entdeckt

Nach Angaben des Energieversorgers EDF wurde das Leck im Primärkühlkreis des AKW im Südwesten Frankreichs vor einigen Tagen bemerkt. Es bestehe kein Sicherheitsrisiko.

Der französische Energieversorger EDF hat ein radioaktives Leck in seinem Kernkraftwerk Civaux im Südwesten des Landes entdeckt. Es sei im Primärkühlkreislauf aufgetreten und am vergangenen Mittwoch bemerkt worden, teilte EDF mit. Es bestehe kein Sicherheitsrisiko. Außerhalb der Anlage sei keine Radioaktivität gemessen worden. Auch habe sich kein Personal in der Nähe des Lecks befunden. Die Atomaufsicht ASN forderte von EDF einen Bericht über den Vorfall an ...

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Polen | Westinghouse | Lubiatowo-Kopalino

Polen festigt seine AKW-Ausbaupläne

Polens Antwort auf die Energiekrise ist Atomstrom. Das europäische Kohleland plant drei Atomkraftwerke, die einen großen Teil der Kohleverstromung ersetzen sollen. Frankreich, Südkorea und die USA sind dabei mit im Boot.

[...]

Der US-Konzern Westinghouse Electric Company habe dabei den Zuschlag für den Standort Lubiatowo-Kopalino des ersten vorgesehenen AKW erhalten. Der Ort liegt an der Ostseeküste nordwestlich der Hafenstadt Danzig. Geplant seien drei Druckwasserreaktoren des Typs AP 1000, die nach Vorstellungen der Planer 2033 ans Netz gehen sollen.

Der Standort ist nur rund 150 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt. Die Grünen hatten bereits im letzten Jahr ein Gutachten von Umwelt- und Nuklearexperten erstellen lassen. Darin kommen die Experten zu dem Schluss, dass im Falle eines Reaktor-GAUs in 75 Prozent der möglichen Wetterbedingungen die Nachbarstaaten stärker von radioaktiver Strahlung betroffen wären als Polen selbst. Europaweit wären schätzungsweise – je nach Wetterlage – 4,5 Millionen Menschen von erhöhter radioaktiver Strahlung betroffen.

Schon einmal wurde vor rund 40 Jahren ein AKW sowjetischer Bauart in der Nähe von Danzig gebaut, jedoch nie fertiggestellt, vor allem weil es damals Bürgerproteste gab. In Zarnowiec unweit des nun geplanten Standortes kann man bis heute die Ruinen der nie vollendeten Grundkonstruktion eines Atomkraftwerks aus dem Jahr 1982 sehen. Der Bau wurde nach dem GAU in Tschernobyl gestoppt. Nun soll alles von vorn beginnen ...

 

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Strafen | Ak­ti­vis­t | Klimapolitik

Strafen für Ak­ti­vis­t:in­nen

Und was ist mit dem Klima?

Die Union will Straßenblockierer härter bestrafen. Als Opposition müsste sie aber eigentlich die lahme Klimapolitik der Ampel anprangern.

Die Bild-Zeitung freut sich schon. In dieser Woche will die CDU/CSU einen Antrag in den Bundestag einbringen, der „Mindestfreiheitsstrafen“ für Stra­ßen­blo­ckie­re­r fordert, wenn sie die Durchfahrt von Rettungsdiensten behindern. Außerdem soll bei Wie­der­ho­lungs­tä­te­r:in­nen „Unterbindungsgewahrsam“ verhängt werden können. Die Details sind noch unklar: Wie hoch soll die „Mindestfreiheitsstrafe“ denn sein? Soll auch die Strafaussetzung zur Bewährung nicht mehr möglich sein? Und wie soll der Bundestag präventiven Gewahrsam regeln, wenn für die Gefahrenabwehr doch die Bundesländer zuständig sind? Will die Union gleich das Grundgesetz ändern – oder es einfach nur ignorieren?

Doch darauf kommt es den Prot­ago­nis­t:in­nen dieser Ideen vermutlich gar nicht an. Für sie ist vor allem die Richtung wichtig: Härtere Strafen für Klima-Kleber! Das werden wir noch oft zu hören bekommen. Vermutlich wird die Union ihren Antrag so formulieren, dass die Ampelkoalition ihn nur ablehnen kann. Und dann ist jede Blockade der Letzten Generation zugleich eine „Ampel-Blockade“. Ganz nach der Unions-Losung der 1990er Jahre, ohne Abschaffung des Asylrechts sei „jeder Asylant ein SPD-Asylant“.

Die Koalition kann natürlich kontern, der Union vorhalten, dass sie die Justiz missachtet. Schließlich wären ja heute schon härtere Strafen möglich. Bei Nötigung können nach derzeitiger Rechtslage Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren verhängt werden. Kommt wegen einer Blockade fahrlässig ein Mensch zu Tode, sind sogar fünf Jahre Gefängnis möglich.

Doch über einen Fall, bei dem Rettungsfahrzeuge behindert wurden, musste die Justiz noch gar nicht entscheiden. Es wirkt, als wolle die Union generell Geldstrafen für die Blockaden verhindern. Die Justiz könnte dann nicht mehr die Strafen verhängen, die sie bisher schuldangemessen findet.

Der angekündigte Unions-Vorschlag wirft aber nicht nur Fragen an die CDU/CSU auf, sondern auch an die Letzte Generation. Wie kann es sein, dass zu Beginn der Klimakonferenz in Ägypten nun alle über höhere Strafen für Straßenblockaden reden und niemand über die mangelhafte Klimapolitik der Bundesregierung? Ist die Strategie des zivilen Widerstands damit nicht voll nach hinten losgegangen? Geht es der Letzten Generation um Klimaschutz, oder wollen sie vor allem ins Lehrbuch für Moralethik eingehen?

Als Opposition müsste die Union eigentlich die zu zögerliche Klimapolitik der Koalition angreifen. Das entspricht aber nicht ihren Interessen. Dank der Letzten Generation hat sie nun ein anderes Ziel für ihre Attacken.

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Von Menschen gemachte Katastrophen ...

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Die interne Suche nach

Klimawandel mensch gemacht

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

28. August 2022 - Mit welchen Argumenten Politik und Industrie den Klimaschutz bremsen

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01. Dezember 2021 - Wie viele unserer Treibhausgasemissionen schlagen wir China zu?

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30. März 2021 - NASA-Forscher finden direkte Belege für menschengemachten Klimawandel

 

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YouTube

Stichwortsuche: Treibhausgas und Emission doku

https://www.youtube.com/results?search_query=Treibhausgas und Emission doku

 

Videos:

Umwelt Bundesamt - 4:10

UBA-Erklärfilm: Treibhausgase und Treibhauseffekt

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klima:neutral - 8:09

Kohlendioxid: Was sind die größten Klimakiller?

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ZDF - 43:35

Deutschland im Klimawandel / Mit Harald Lesch

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 150 Videos zum Thema

 

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Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

 

Stichwortsuche: menschgemachter Klimawandel

https://www.ecosia.org/search?q=menschgemachter%20Klimawandel

 

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Umweltbundesamt

Sonderbericht des Weltklimarates über Klimawandel und Landsysteme

Der IPCC-Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme (SRCCL) vom August 2019 fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu Klimawandel, Wüstenbildung, Landdegradierung, nachhaltigem Landmanagement, Ernährungssicherheit und Treibhausgasflüssen in Landsystemen zusammen.

Was vermittelt der Sonderbericht?

Aus der Sicht des Umweltbundesamtes (⁠UBA⁠) enthält der Bericht wichtige Botschaften:

  • Landsysteme sind die Grundlage menschlichen Lebens, aber der Mensch setzt sie durch die Zerstörung der Wälder, die ⁠Degradierung⁠ der Böden und zusätzlich durch den ⁠Klimawandel⁠ enorm unter Druck.
  • Landsysteme sind – je nach Art, Umfang und Intensität der Nutzung – sowohl Quelle als auch Senke für Treibhausgase.
  • Der Klimawandel verschärft die bereits vorhandenen Belastungen der Landsysteme durch Permafrostabbau, Desertifikation und Landdegradierung infolge von Temperaturanstieg, aber auch durch die Wirkungen von Extremereignissen. Die Landdegradierung selbst wird ebenfalls zum Treiber des Klimawandels, etwa weil in entwässerten Mooren erhebliche Mengen an Treibhausgasen freigesetzt werden.
  • Nachhaltige Entwicklungspfade mit einer verringerten Energienachfrage (z. B. durch eine fleisch-arme Lebensweise) und geringeren Treibhausgasemissionen verringern die Risiken des Klimawandels.
  • Eine Reihe von land-basierten Handlungsoptionen bieten hohe Treibhausgasminderunspotenziale und minimieren Konflikte zwischen unterschiedlichen Zielen der ⁠Nachhaltigkeit⁠. Bestandteil der Handlungsoptionen sind unter anderem nachfrageorientierte Maßnahmen, wie Agroforstwirtschaft, ein verbessertes Bodenkohlenstoffmanagement sowie der Stopp von Entwaldung und Walddegradierung.
  • Landbasierte Klimaschutzmaßnahmen sind ein wichtiger Baustein für das 1,5-°C-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens. Die meisten umfassen sowohl großflächige Aufforstungen als auch den massiven Ausbau von Bioenergie (oft verbunden mit CO2-Abscheidung und -Speicherung (BECCS)). Solche landbasierten Klimaschutzmaßnahmen können den Druck auf Landflächen erhöhen und mit negativen Auswirkungen auf Landdegradierung und Ernährungssicherung zu Zielkonflikten führen.
  • Die Rahmenbedingungen für nachhaltige landbasierte Klimaschutzmaßnahmen („gute Regierungsführung“; Governance) müssen in Richtung eines Mehrebenen-Ansatzes auf allen Ebenen und mit allen Stakeholdern, durch die legale Absicherung der Landrechte von Kleinbauern und indigenen Bevölkerungsgruppen vor allem im globalen Süden, durch die Einpreisung von Umweltkosten und durch die Umlenkung von Investitionsströmen schnell und effizient umgestaltet werden.

Welche Bedeutung hat der Sonderbericht für die internationale, europäische und deutsche Klimapolitik?

Vor dem Hintergrund der bisher unzureichenden nationalen Klimabeiträge (NDCs) zur Umsetzung des Pariser Abkommens bekräftigten die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention auf der COP24 in Kattowitz 2018, dass global mehr Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden müssen. Damit kommen auch die Landsysteme als wichtiger Baustein für die Einhaltung der 1,5 °C-Obergrenze stärker in den Fokus der Klimapolitik ...

 

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Wikipedia

Jevons-Paradoxon

Unter dem Jevons-Paradoxon versteht man in der Ökonomie eine Beobachtung von William Stanley Jevons, der zufolge technischer Fortschritt, der die effizientere Nutzung eines Rohstoffes erlaubt, letztlich zu einer erhöhten Nutzung dieses Rohstoffes führt, anstatt sie zu senken. In einem erweiterten Sinn wird heute von einem Rebound-Effekt gesprochen.

Allgemeines

In seinem 1865 erschienenen Buch The Coal Question stellte Jevons fest, dass Englands Kohlenverbrauch nach der Einführung von James Watts kohlebefeuerter Dampfmaschine anstieg, obwohl sie sehr viel effizienter war als Thomas Newcomens frühere Variante. Watts Neuerungen machten aus Kohle eine kostengünstigere Energiequelle und führten zu einer steigenden Verbreitung seiner Dampfmaschine im Verkehrsbereich und anderen Industriebereichen. Dies führte zu dem insgesamt erhöhten Kohlenverbrauch, obwohl zugleich der spezifische Verbrauch jeder einzelnen Anwendung nachließ ...

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Klimawandelleugnung

Die Klimawandelleugnung (teils auch als Klimaleugnung, Klimawissenschaftsleugnung oder Leugnung der menschengemachten globalen Erwärmung bezeichnet) ist eine Form der Wissenschaftsleugnung, die durch das Ablehnen, Nicht-wahrhaben-Wollen, Bestreiten oder Bekämpfen des wissenschaftlichen Konsenses der Klimaforschung zur gegenwärtig stattfindenden globalen Erwärmung gekennzeichnet ist. Hierzu zählen insbesondere die Trendleugnung, also das Abstreiten, dass sich die Erde zurzeit erwärmt, die Ursachenleugnung, also das Abstreiten, dass der Effekt menschengemacht ist, und die Folgenleugnung, also das Abstreiten, dass die Erwärmung große gesellschaftliche und ökologische Probleme zur Folge hat. Neben diesen drei Grundkategorien wird häufig auch die Konsensleugnung hinzugezählt, also das Bestreiten, dass die Kernaussagen in der Forschung seit langem unstrittig sind. Unter anderem als Selbstbezeichnung werden auch Klimawandelskepsis, Klimaskepsis und Klimaskeptizismus genutzt.

Trotz des seit spätestens Anfang der 1990er Jahre herrschenden Konsenses in der Wissenschaft, der unter anderem von allen wissenschaftlichen Akademien aller großen Industriestaaten geteilt wird, lehnen Teile der Öffentlichkeit bis heute weiterhin die Existenz der menschengemachten globalen Erwärmung ab, insbesondere in manchen angelsächsischen Staaten. Deutlich ausgeprägt ist die Ablehnung in Staaten, in denen mit großem finanziellen Einsatz durch Unternehmen, vor allem aus den Bereichen der Gewinnung und Verwertung fossiler Energien, aus wirtschaftlichen Gründen eine einflussreiche Gegenbewegung geschaffen wurde, deren Ziel es ist, die Existenz des wissenschaftlichen Konsenses durch bewusstes Säen von Zweifeln zu untergraben. Unterschieden werden kann daher zwischen „naiver Leugnung“ von Laien, die auf Unkenntnis der wissenschaftlichen Literatur beruht, und „motivierter Leugnung“ durch Personen und Organisationen, die Zugang zu den relevanten Informationen besitzen ...

 

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Newsletter XLIV 2022 - 01. bis 07. November

Zeitungsartikel 2022

 

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