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Zeitungsartikel 2020
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20. November 2020 - Klimalügner

Artikel von Mathias Bröckers aus www.telepolis.de

Warum fiebersenkende Maßnahmen kaum Sinn machen, wenn Herz, Nieren und Lungen weiter zerstört werden

Kaum eine Debatte wird derzeit emotionaler geführt als die um den Klimawandel. Aktivisten von "Fridays For Future" und "Extinction Rebellion" stehen Skeptiker und Leugner gegenüber, die die Gefahren von CO₂ und der Erderwärmung für überschätzt halten oder für nicht einmal vorhanden.

Zwar schmilzt Grönland wieder zu Grünland, aber wächst nicht anderswo gerade wieder das Packeis? Und gab es nicht vor 250 Millionen Jahren Unmengen CO₂ in der Atmosphäre und einen rapiden Anstieg der globalen Temperatur und im Mittelalter, wo sie gar nicht hingehört, eine kleine Eiszeit? Und war die Erde nicht schon immer klimatischen Zyklen, Veränderungen der kosmischen Strahlung und des Sonnenmagnetfelds ausgesetzt, die dann zu Dürreperioden, Hitzewellen oder Überflutungen führten? Und wenn nachgewiesenermaßen simpler Wasserdampf zu 80 Prozent für den Treibhauseffekt verantwortlich ist, wie können da Stoffe wie CO₂ oder Methan, die nicht einmal ein Prozent der Atmosphäre ausmachen, eine entscheidende Rolle spielen?

Und wenn die Klimaforscher an ihren Kurven, die menschengemachte CO₂-Emissionen als Ursache für den Temperaturanstieg aufzeigen, ein wenig herumgeschraubt haben, ist das nicht ein Beweis, dass diese Klimamodelle falsch sein müssen? Werden wir nicht nach Strich und Faden verschaukelt von Wissenschaftlern, die nicht die wahren Fakten aufzeigen und erklären, sondern einer politischen Agenda folgen? Oder die in einem Gruppendenken verhaftet sind, das durch Forschungsförderung und Schwerpunktsetzung bei Publikationen sowie durch politischen Druck nur die herrschende Lehrmeinung bestätigt, aber mit echter Wissenschaft nichts mehr zu tun hat?

Den Gegenpol zu solchen kritischen, skeptischen Fragen bilden die Gutachten des Weltklimarats (IPCC) und die von den meisten Forschern weltweit unterstützten Klimamodelle, die bei einem weiteren CO₂-Anstieg in der Atmosphäre stark steigende globale Durchschnittstemperaturen und fatale Folgen nicht nur für küstennahe Regionen der Erde vorhersagen. Dazu gehören extreme Hitzewellen, Dürre, Ernteausfälle, Flüchtlingsströme und - in letzter Konsequenz - das Ende der Zivilisation. Doch Panikmacher, Apokalyptiker und Fatalisten lügen sich in Sachen CO₂ genauso in die Tasche wie die Skeptiker und Leugner einer menschengemachten Erderwärmung. Wir haben also "Klimalügner" auf beiden Seiten, die blind geworden sind für die Wirklichkeit.

Denn weder ist der anthropogene CO₂-Ausstoß harmlos, noch ist er der einzige Faktor, der bekämpft werden muss, um den Planeten zu retten. Deshalb ist das fröhliche "Weiter so!" mit fossiler Energie, das die Skeptiker und Leugner vertreten, genauso falsch wie der panische Blick auf die "Parts per Million" (ppm) Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre und die Horrorszenarien, die bei einem weiteren Anstieg drohen. Richtig und entscheidend ist vielmehr: Auf diesem Planeten findet ein großes Sterben statt - die weltweite Zerstörung von Ökosystemen - und es ist unstrittig, dass Menschen dafür verantwortlich sind.

Der Streit über menschengemachten CO₂-Zuwachs ist ein Nebenkriegsschauplatz, der im Zuge der Klimadebatte zum einzigen Schlachtfeld geworden ist, während das große Sterben der Wälder, der Meere, der Böden, der Feuchtgebiete und die Vernichtung der Tier- und Pflanzenarten als sekundär gilt. Wer glaubt, dass dieses Problem mit einer Reduktion anthropogener Treibhausgase gelöst werden kann, macht sich etwas vor. Denn fiebersenkende Maßnahmen machen kaum Sinn, wenn Herz, Nieren und Lungen weiter zerstört werden.

Das heißt: Auch wenn die Erderwärmung nicht CO₂-bedingt sein sollte, müssen wir dringend etwas tun - und wenn menschengemachtes CO₂ die Ursache ist, erst recht. Nur was wir nicht mehr tun sollten, ist, diese nutzlose Debatte weiterführen. Stattdessen müssen wir an den Lösungen arbeiten. Und die können nicht darin bestehen, das Problem zu monetarisieren, aus dem Handel mit Verschmutzungsrechten ein Finanzprodukt zu machen und das Heil in CO₂-Steuern zu suchen, denn das kann allenfalls die Symptome kurieren, nicht aber die Krankheit heilen. Was nottut, ist ein grundlegender Systemwechsel und der kann nicht mit denselben Methoden erreicht werden, die die Zerstörung angerichtet hat. (…)

"Das Ende - von der heiteren Hoffnungslosigkeit im Angesicht der ökologischen Katastrophe" war der Titel eines literarischen Essays von Gregory Fuller, der angesichts des dramatischen Artensterbens, der Wirkungslosigkeit der Klimaschutzabkommen und den irreparablen Schäden der globalen Umweltzerstörung bereits 1993 zu dem Schluss kam: Es ist zu spät. Als er ein Vierteljahrhundert später für eine zweite Auflage recherchierte, erschrak er "über das Tempo, in dem der Planet zugrunde gerichtet wird. Anfang der 1990er-Jahre hatte ich in meiner damaligen Naivität an einen prozessualen Zeitraum von vielen Jahrhunderten für die Endkatastrophe gedacht. Nun wurde mir klar, das Zerstörungstempo hat sich potenziert. In der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts werden wir uns bereits, viel früher als ich jemals vermutet hätte, am Anfang der Endphase befinden. Unsere Kinder und Enkel werden es ausbaden."

Diese potenzierte Beschleunigung gibt Anlass zu apokalyptischer Hoffnungslosigkeit. Angesichts dieser Katastrophe heiter zu bleiben, zivilen Ungehorsam und Mitgefühl zu üben, weiter Freude und Begeisterung für Schönes zu empfinden und nicht zu verzweifeln, ist ein freundlicher und durchaus weiser Rat. Mir aber, als Freund des Galgenhumors, ein bisschen zu wenig. Denn das Wissen, die Lösungen, die Ansätze, wie wir die Zukunft retten und den Planeten bewohnbar halten können, liegen vor. Es nicht einmal versucht zu haben, sie umzusetzen, keine Anstrengung unternommen zu haben, Leid zu verringern und Dinge zu verbessern, scheint mir verantwortungslos und wäre überaus tragisch. Denn es könnte funktionieren.

Wir können die Erde zu einem besseren Platz und die Menschen zu besseren Erdbewohnern machen. Wenn auch nicht sofort zu voll bewussten, aktiven Erdlingen, die nach den Schulstreiks fürs Klima am Freitag auch an den anderen Wochentagen zum Generalstreik für Gaia aufrufen; montags für die Ozeane, dienstags für den Boden, mittwochs für die Pflanzen, donnerstags für die Tiere, freitags für die Atmosphäre und am Wochenende für das Leben insgesamt.

Wie lange müsste solch ein Generalstreik laufen, um die Billionäre, die Feudalherren der Welt, zum Einlenken zu zwingen? Ich vermute: Nicht allzu lange, auch wenn der Forderungskatalog der Erdlinge lang ist und teuer wird - aber Geld ist mehr als genug da. Zumal außer den Schätzen der Feudalherren künftig auch öffentliche Gelder sinnvoller eingesetzt werden. Mit den zwei Prozent vom BIP etwa, wie sie für einen "hirntoten" Verein wie die NATO aufgewendet werden sollen, können die Erdlinge schon eine ganze Menge anfangen, dank des gigantischen Budgets des Pentagon - Heimat des größten institutionellen Umweltzerstörers überhaupt, mit einem CO₂-Ausstoß wie ganz Schweden - mit diesen zwei Prozent würde "God's Own Country" im Nu geradezu paradiesisch aufblühen.

"Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin" lautete eine friedensbewegte Hippie-Utopie, die sich bis dato nur insoweit bewahrheitet, als Krieg mittlerweile per Drohne ferngesteuert wird. Angesichts der Tatsache, dass die Lösungen und das Geld vorhanden sind, den Treibhauseffekt zu kontern und die Mitweltzerstörung zu stoppen, stehen wir jetzt vor einem umgekehrten Paradox: "Stell dir vor, es geht, und keiner kriegt's hin."

Also kein Grund zur Hoffnungslosigkeit, eher Motivation, es noch einmal zu versuchen. Das geht, wenn wir uns - mit Albert Camus - Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen und bedenken, dass die domestizierten Primaten, bei all ihrer Ungeschicklichkeit und Dummheit, ja auch über eine wunderbare Kreativität und Erfindungsgabe verfügen, dank derer sie mittlerweile in der Lage wären, aus dem von Mangel und Knappheit geprägten Planeten ein Paradies zu machen: mit einem gigantischen Atomkraftwerk am Himmel, das (für die nächsten circa zwei Milliarden Jahre) kostenlos freie Energie liefert, mit (noch) fruchtbaren Böden, (noch) leidlich sauberem Wasser und einer (noch) gerade ausreichenden Vielfalt von Pflanzen und Tieren, sodass die Erde auch eine größere Menschenbevölkerung ernähren könnte als die derzeit lebende - sofern sich diese Bevölkerung an die Spielregeln hält.

Deren wichtigste Regel, die auf diesem Planeten gilt, seit sich das erste Leben ausbreitete, lautet: Aus Parasiten müssen Symbionten werden. Entscheidend ist die Gesundheit des ganzen Planeten und nicht irgendeiner einzelnen Art von Organismus, entscheidend für die Regulierung des Gesamtsystems ist die Vielfalt des organischen Lebens. Wer sich nur parasitär, auf Kosten dieser Vielfalt ausbreitet, wird zwangsläufig untergehen.

 

Auszug aus dem neuen Buch von Mathias Bröckers: "Klimalügner. Vom Ende des Kaputtalismus und der Zuvielisation", erschienen im Westend Verlag

 

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Karte der nuklearen Welt:

Transusigkeit überwinden ...

 

Englischsprachige Version der Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD&ll

 

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Weltklimarat der Vereinten Nationen (IPCC)

Gründungsauftrag

Der IPPC (Intergovernmental Panel on Climate Change), in deutscher Sprache "Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen" oder auch "Weltklimarat" genannt, ist eine Institution der Vereinten Nationen. Er wurde 1988 – zwei Jahre nach der Tschernobyl Katastrophe – vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet. Er sollte klären, inwieweit von einer durch Wissenschaftler postulierten Erderwärmung Gefahren ausgehen und ob deshalb Handlungsbedarf besteht.

Von Beginn an wurde beim IPCC davon ausgegangen, dass der Klimawandel menschengemacht sei. Dies wird bereits im Gründungsbeschluss des IPCC deutlich, der in der 70. Plenarsitzung der UN am 6. Dezember 1988 gefasst wurde ...

Aufgaben des IPCC

Auf der aktuellen Homepage fehlen in der Aufgabenbeschreibung direkte Hinweise auf einen menschengemachten Klimawandel. Wissenschaftlich-moderater wird nun formuliert, im Auftrag des IPCC "tragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit den aktuellen Stand der Klimaforschung zusammen und bewerten anhand anerkannter Veröffentlichungen den jeweils neuesten Kenntnisstand zum Klimawandel." Dazu veröffentlicht der Weltklimarat seit 1990 alle sechs bis sieben Jahre Sachstandsberichte (IPCC Assessment Reports) ...

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Medien und Greenwashing

Greenwashing

Unter Greenwash oder Greenwashing (Grünfärben) versteht man, wenn Unternehmen versuchen, sich mit Hilfe von Öffentlichkeitsarbeit und PR-Kampagnen ein umweltfreundliches Image zu geben. Kein Wunder, dass sich auch Atomkonzerne, die in Deutschland und anderen Ländern ein schlechtes Ansehen haben, dieser Strategie bedienen.

LobbyControl veröffentlichte im Jahr 2007 eine Studie, in der sie Ziele und Instrumente von Greenwashing untersuchte. So zielen Unternehmen meist darauf ab, mehr Akzeptanz für ihre Geschäftsfelder zu erreichen, politische Entscheidungen zu beeinflussen oder staatliche Unterstützung zu erhalten, beispielsweise für Klimaschutzprojekte ...

 

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Wikipedia

 

Klimaschutz

ist der Sammelbegriff für Maßnahmen, die der durch den Menschen verursachten globalen Erwärmung entgegenwirken und mögliche Folgen der globalen Erwärmung abmildern (Mitigation) oder verhindern sollen. Als wichtige Grenze gilt die Zwei-Grad-Schwelle, die nicht überschritten werden sollte, wenn katastrophale Auswirkungen der globalen Erwärmung verhindert werden sollen. Einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern gilt als eine der größten Herausforderungen der menschlichen Zivilisation. Da Kohlenstoffdioxid als wichtigster Treiber der gegenwärtigen Erderwärmung sehr lange in der Atmosphäre bleibt und manche Folgen des Klimawandels langfristig und irreversibel sind, werden die politischen Weichenstellungen der Gegenwart und unmittelbaren Zukunft tiefgreifende Auswirkungen für Tausende bis Zehntausende von Jahren haben ...

 

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25.11.2020 - Aktienverkauf gescheitert - Die Stadt Zürich wird ihre AKW-Anteile nicht los

Über 2 Millionen hat die Stadt investiert, um ihre Anteile am Atomkraftwerk Gösgen zu verkaufen – vergebens. Jetzt gibt der Stadtrat vorerst auf.

Seit zwölf Jahren ist die Stadt Zürich der 2000-Watt-Gesellschaft verpflichtet. Seit 2016 hat die Stadt zudem den Auftrag, aus der Atomenergie auszusteigen. So wollten es die Stimmberechtigten an der Urne. AKW-Beteiligungen passen da schlecht dazu.

Nach wie vor ist die Stadt Zürich jedoch über das Elektrizitätswerk an den Kernkraftwerken Gösgen und Leibstadt sowie an den französischen Anlagen Bugey und Cattenom beteiligt. Seit Jahren versucht der Stadtrat schon, einen Käufer für diese ungeliebten Anteile zu finden. Er hatte gar einen 2,8-Millionen-Kredit verlangt, um Hilfe bei der Suche zu erhalten. Der Gemeinderat gewährte der Stadtregierung zwar «nur» 2,2 Millionen, doch auch diese verpufften. Die Bemühungen seien bisher leider vergeblich gewesen, teilte der Stadtrat am Mittwoch mit ...

 

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24.11.2020 - Tübingen - Stadtwerke machen Übernahmeangebot für ältere Solaranlagen

Nach 20 Jahren am Netz stehen die ersten privaten Photovoltaik-Anlagen demnächst am Scheideweg: Die Panels produzieren nach wie vor wertvollen Solarstrom. Zum Jahresende 2020 jedoch fallen diese Anlagen aus der staatlichen EEG-Förderung. Dem wollen die Tübinger Stadtwerke entgegenwirken.

Wie die SWT am Dienstagmorgen mitteilten, haben sie ein Angebot entwickelt, um sogenannten Post-EEG-Anlagen eine attraktive Perspektive zu bieten – und ihren Ökostrom im Netz zu behalten. So wollen sie den PV-Anlagenbetreibern, die aus der 20-jährigen EEG-Förderung herausfallen, den gesamten erzeugten Solarstrom abkaufen und ihn mit sechs Cent pro Kilowattstunde vergüten. Zum Vergleich: Gesetzlich vorgesehen ist eine sogenannte Auffangvergütung durch den Netzbetreiber zu Marktpreisen. Das sind nach Stadtwerke-Angaben zwischen 2,5 und 3 Cent pro Kilowattstunde – abzüglich einer Vermarktungsgebühr. Im Gegenzug erhalten die PV-Anlagenbesitzer den zertifizierten Ökostrom der Stadtwerke und senken, durch die Verrechnung mit dem aus ihrer Anlage erzeugten Solarstrom, ihre monatlichen Stromkosten. Technische Umrüstungen der Anlagen oder der Mess- und Zählertechnik sind derzeit nicht nötig ...

 

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24.11.2020 - Aufsichtsbehörde gibt südafrikanischen Nuklearvorschlag zur Stellungnahme frei

Die Nationale Energieregulierungsbehörde Südafrikas (National Energy Regulator of South Africa, NERSA) bittet um öffentliche Stellungnahmen zu den Plänen der Regierung für die Beschaffung von 2500 MW neuer nuklearer Erzeugungskapazität. Die Regulierungsbehörde hat ein 21-seitiges Konsultationspapier veröffentlicht, zu dem die Öffentlichkeit bis zum 5. Februar Stellung nehmen kann. Danach wird sie öffentliche Anhörungen über Online-Plattformen durchführen.

Dies folgt einer " Entscheidung " des Ministers für Bodenschätze und Energie Gwede Mantashe, den Prozess zur Beschaffung der neuen Kapazität zu beginnen, wie im Integrierten Ressourcenplan für Elektrizität 2019 bis 2030 (IRP 2019) festgelegt, der im Oktober 2019 veröffentlicht wurde ...

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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Bericht zu Treibhausgasen

23.11.2020 - CO2-Ausstoß auf neuem Rekordhoch

Die Treibhausgase in der Atmosphäre haben im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Und dieser Trend setzt sich fort - trotz einer "winzigen Delle" durch die Corona-Beschränkungen.

Mit den Treibhausgasen ist es so eine Sache. Nicht alles, was freigesetzt wird, verbleibt in der Atmosphäre. Pflanzen, Meere - die Gesamtheit der Ökosysteme - absorbieren einen Teil der Gase. Daher analysiert der jedes Jahr von der Weltorganisation für Meteorologie in Genf vorgelegte Bericht nicht die ausgestoßenen Gase, sondern die, die in der Atmosphäre verbleiben - und zwar die, die als Hauptverantwortlich für den Klimawandel gelten: Distickstoffmonoxid, Methan und natürlich Kohlendioxid (CO2) ...

 

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23.11.2020 - RWE macht britische Windräder zu Barem

Ein Finanzinvestor zahlt RWE mehr als 700 Millionen Euro für Anteile an einem britischen Windpark. Den Deal will der Konzern nutzen, um noch mehr in Erneuerbare Energien zu investieren.

Der Stromerzeuger RWE will einen Anteil am Offshorewindpark Humber Gateway verkaufen. 49 Prozent der Beteiligung sollen für 648 Millionen britische Pfund (726,7 Millionen Euro) an den in Großbritannien ansässigen Investmentmanager Greencoat gehen, wie der Konzern am Montag in Essen mitteilte. Mit einer Beteiligung von 51 Prozent bleibe RWE Mehrheitsanteilseigner des Projekts und werde den Windpark auch künftig weiter betreiben.

Den Erlös will RWE für weiteres Wachstum in Erneuerbare Energien investieren. Der Konzern bekräftigte, bis 2022 fünf Milliarden Euro aus eigenen Mitteln ausgeben zu wollen, um die Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Quellen auf 13 Gigawatt netto auszubauen ...

 

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21.11.2020 - Grenzen der Heuchelei

Zoff bei Grünen-Parteitag erwartet

Nachdem am Donnerstag zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen Umweltbewegte eine Geschäftsstelle der Grünen besetzten, weil die vorgebliche Ökopartei in Hessen als Juniorpartner der CDU einen alten Mischwald für den Bau einer Autobahn roden lässt, will Parteichef Robert Habeck »raus aus einem engen Milieu« und »ein Angebot an die Breite der Gesellschaft« machen. Er glaube, die Partei trage diesen Kurs »ganz, ganz entschieden mit«, sagte Habeck am Freitag im ZDF-»Morgenmagazin«. Auch Wahlergebnisse hätten gezeigt, »dass die Gesellschaft das will«.

Aha. Und was genau? – Auf Bundesebene fordern die Grünen aus der Opposition heraus eine andere Verkehrspolitik. Wie ernst das zu nehmen ist, wenn sie mitregieren, darüber dürfte auf dem dreitägigen Bundesparteitag, der am Freitag pandemiebedingt als Videokonferenz eröffnet wurde, noch gestritten werden ...

 

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21.11.2020 - Die bürgerliche Klasse gegen die Zukunft

Im Dannenröder Forst zeigt sich: Ein schwarz-grünes Bündnis kann für den Klimaschutz sogar gefährlich sein

Und täglich grüßt die Keeling-Kurve. Ich mache das jetzt jeden Morgen: meinen Klimakatastrophen-Tweet auf Twitter posten. Er zeigt den Anstieg der atmosphärischen Konzentration des Treibhausgases CO₂ und setzt ihn ins Verhältnis zu Meilensteinen der globalen Klimapolitik: dem Kyoto-Protokoll, dem Pariser Abkommen und so fort. Die Kurve steigt und steigt unaufhörlich. Dellen gibt es nur zwei: in den 1970er Jahren, nach dem Ölpreisschock. Und Anfang der 1990er, als die Wirtschaft des Ostblocks kollabierte. Keinerlei Auswirkung haben die eben genannten Klima-Abkommen. Alles, was Sie bisher für Klimapolitik gehalten haben, von den UN-Klimagipfeln über den Emissionshandel bis hin zum „Kohleausstiegsgesetz“, hat keinerlei messbare Effekte erzielt. Mit anderen Worten: Klimapolitik findet nicht statt ...

 

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20.11.2020 - Lieber Joe Biden, wollen Sie mich veräppeln?

Der designierte Präsident hat einen ehemaligen Strategen der Chemieindustrie in die Umweltbehörde gewählt

Ich traue mich zuzugeben, dass ich die Hoffnung hatte, diese neue Regierung würde ein neues Zeitalter einläuten. Aber als die Auswahl für das Übergangsteam der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde des designierten Präsidenten Joe Biden bekannt gegeben wurde, war ich entmutigt und besorgt darüber, dass ausgerechnet ein Mitglied der chemischen Industrie mit auf der Liste stand. Wollt ihr mich auf den Arm nehmen?

Ein ehemaliger Biden-Mitarbeiter und ehemaliger stellvertretender Verwalter der Umweltschutzbehörde, Michael McCabe, verließt das sinkende Schiff, um als Kommunikationsberater für DuPont zu arbeiten – zu einer Zeit, als das Chemieunternehmen gerade gegen Regulierungen seiner Star-Chemikalie Perfluoroctansäure (PFOA, auch bekannt als C8) vorgehen wollte ...

 

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20.11.2020 - Fridays for Future und die Grünen: Die Gradwanderung

Der Vorwurf von Fridays for Future wiegt schwer: Die Grünen kämpften nur halbherzig gegen die Erderhitzung. Wie gefährlich ist das für die Ökopartei?

Die Parkbank an der Spree ist noch feucht vom letzten Regenschauer. ­Luisa Neubauer lehnt sich vorsichtig zurück. Dann legt sie los: „Die Grünen kommen mir, vorsichtig gesagt, etwas panisch vor.“ Das sei zunächst verständlich. Die Partei habe mehrmals die Erfahrung gemacht, kurz vor einer Bundestagswahl einige Prozente zu verlieren, weil sie zu viel Öko wollten ...

 

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20.11.2020 - Electrabel fordert Klarheit über den belgischen Ausstieg

Electrabel - die belgische Tochtergesellschaft des französischen Energieversorgers Engie - sagt, dass sie keine weiteren Investitionen in Doel-Block 4 und Tihange-Block 3 tätigen wird, wenn nicht klarer ist, ob die Reaktoren über 2025 hinaus betrieben werden dürfen oder nicht. Ein Bericht, der Ende nächsten Jahres vorliegen soll, könnte dazu führen, dass die Reaktoren weiter betrieben werden dürfen, um die Energiesicherheit Belgiens zu gewährleisten.

Belgiens neue föderale Koalitionsregierung unter Führung von Alexander De Croo unterzeichnete am 30. September ein Abkommen, in dem sie ihre Politik des Ausstiegs aus der Kernenergie bis 2025 bekräftigte. Dem Plan zufolge sollen Doel 3 und Tihange 2 2022 bzw. 2023 abgeschaltet werden. Die neueren Anlagen Doel 4 und Tihange 3 sollen bis 2025 abgeschaltet werden.

Das Abkommen sieht jedoch auch einen Bericht über die Sicherheit der Stromversorgung Belgiens und die Auswirkungen des Atomausstiegs und der geplanten Einführung eines Kapazitätsmarktes auf die Strompreise vor. Sollte der Bericht - der bis November 2021 fertiggestellt werden soll - potenzielle Versorgungsprobleme aufzeigen, würde die Regierung ihre Pläne überprüfen, um die Beibehaltung von 2 GWe an nuklearer Erzeugungskapazität zu ermöglichen. Dies könnte den Weg für eine Laufzeitverlängerung von Doel 4 und Tihange 3 ebnen ...

 

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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20.11.2020 - Öl- und Gaskonzerne machen Gewinn – der Staat kann aufräumen

Zehntausende verlassene Bohrlöcher lassen Unmengen von Methan und Schwefelwasserstoff in die Luft. Jetzt braucht es Steuergelder.

Die Ölquelle aus den 50er Jahren produziert zwar seit 2015 nicht mehr, stösst aber immer noch penetrant nach faulen Eiern riechenden Schwefelwasserstoff aus und wohl auch geruchfreies, leicht entzündliches Methan. Dem Farmer, auf dessen Land die alte Quelle liegt, wurde nur gesagt, er solle ihr nicht zu nahe kommen.

Sie ist nicht die Einzige in Kanada. Insgesamt gibt es um 97 000 aufgegebene Öl- und Gasquellen, aus denen seit Jahrzehnten eine toxische Mischung aus Treibhausgasen in die Luft steigt. Kanada ist ein Land, das den Klimawandel ernst nimmt und sich der Reduktion des CO2-Ausstosses verschrieben hat. Es macht die Öl- und Gasindustrie verantwortlich für rund die Hälfte der jährlichen Methan-Emissionen, eines der stärksten Treibhausgase. Im Herzen der Gewinnung von Kohlenwasserstoff, im Staat Alberta, soll der Methan-Ausstoss aus aktiven Anlagen bis 2025 um 45 Prozent gesenkt werden. Allerdings erweisen sich die stillgelegten als genau so schädlich für das Klima ...

 

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20.11.2020 - EU-Kommission: Aus Atomkraft produzierter Wasserstoff ist „CO2-arm“

Die Europäische Kommission wird aus Atomkraft erzeugten Wasserstoff als „CO2-arm“ betrachten, erklärte eine hochrangige EU-Beamtin am vergangenen Montag (16. November) vor dem Europäischen Parlament.

„Die Elektrolyse kann mit erneuerbarer Elektrizität durchgeführt werden. Dann wird der Wasserstoff als erneuerbar eingestuft,“ so Paula Abreu Marques, Leiterin des Referats für erneuerbare Energien und CCS-Politik in der Energiedirektion der EU-Kommission. „Wenn die Elektrolyseure an Kernkraftwerke angeschlossen werden, würde dies hingegen als CO2-armer Wasserstoff eingestuft werden“, erläuterte Marques den EU-Parlamentsabgeordneten im parlamentarischen Ausschuss für Umwelt, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Diese Klarstellung der Europäischen Kommission war offenbar notwendig, denn in der Wasserstoffstrategie der EU, die im Juni dieses Jahres vorgestellt worden war, wird Atomkraft tatsächlich nicht erwähnt ...

 

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20.11.2020 - David gegen Goliath: Stadtwerke im Kampf gegen Energieriesen

Die großen Energiekonzerne RWE und E.ON machen seit zwei Jahren gemeinsame Sache. Sie haben ihre Geschäfte so untereinander aufgeteilt, dass sie sich gegenseitig keine Konkurrenz mehr machen. An RWE gingen Kraftwerke und Ökostromanlagen; E.ON kümmert sich nun um Stromnetze und Endkunden. Die Kartellbehörden haben das bewilligt. Doch mehrere ostdeutsche Stadtwerke befürchten, durch die Kooperation der Energieriesen erdrückt zu werden – und sie wehren sich.

Es ist ein bisschen wie bei David gegen Goliath: Klein gegen Groß. Zehn Stadtwerke und ein Ökostromanbieter klagen beim Europäischen Gericht gegen die Zusammenarbeit der Energiegiganten RWE und E.ON. Wie die Sache ausgeht, ist offen.

E.ON beherrscht einen Großteil der Netze und agiert nun als bedeutendster Händler. Dabei wirbt der Konzern nicht nur im eigenen Namen um Kunden, sondern auch mit Marken wie Eprimo oder "E – wie Einfach" ...

 

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20.11.2020 - Südkorea und VAE wollen gemeinsam AKW-Märkte erschließen

Südkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate wollen gemeinsam ausländische Märkte für den Bau von Atomkraftwerken erschließen.

Bei der dritten virtuellen hochrangigen Konsultation im Nuklearbereich am Donnerstag wurde vereinbart, elf Bereiche für eine entsprechende Kooperation festzulegen und Zusammenarbeitsmöglichkeiten zu konkretisieren ...

 

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