***


Zeitungsartikel 2020
Hintergrundwissen Aktuelles+.

***

 

12. November 2020 - Nina Scheer: Kein Atomstrom nach 2022!

Artikel aus www.loz-news.de

Zur heutigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) über die Entschädigungsregelungen für Atomkonzerne erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer:

„Auch mit dem Beschluss des BVerfG über die Änderungen des Atomgesetzes von 2018 zu Entschädigungen von Atomkraftwerksbetreibern gilt der Ausstieg im Jahr 2022 fort und ist nicht verhandelbar. Eine Neuregelung zu Reststrommengen darf und wird zu keiner Atomstromgewinnung nach 2022 führen. Im Zweifel werden weitere Entschädigungen zu leisten sein.

Dies und der Beschluss des BVerfG insgesamt offenbaren erneut, wie unverantwortlich die von Schwarz-Gelb im Jahr 2010 beschlossenen Laufzeitverlängerungen waren. Der einst unter Rot-Grün beschlossene Atomausstieg hatte über viele Jahre Bestand und wurde vom BVerfG als verfassungskonform bestätigt. Er stellte Weichen für einen energiewirtschaftlichen Systemwandel und schuf Planungsperspektiven auch für Erneuerbare Energien. Mit der Laufzeitverlängerung vom 28.10.2010 verwarf Schwarz-Gelb diesen Energiewende-Weg, ohne dass es hierfür eine energiewirtschaftliche Notwendigkeit gegeben hätte. Mit den Laufzeitverlängerungen wurde zudem ein Mehr an Risiken und ein Mehr an Atommüll in Kauf genommen. Allein die Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011 veranlasste Schwarz-Gelb zum rot-grünen Atomausstieg zurück zu kehren.

Schwarz-Gelb hat der Allgemeinheit durch diesen Zick-Zack-Kurs ein Milliardengrab an Entschädigungspflichten und Rechtsstreitigkeiten hinterlassen. Wenn daraus nun mit dem Beschluss des BVerfG eine noch höhere Entschädigungslast resultiert, zeigt dies erneut, wie gemeinwohlschädlich und verfehlt die schwarz-gelbe Entscheidung zu Atomkraftwerk-Laufzeitverlängerungen war.

Auch in Bezug auf das Atomkraftwerk Krümmel sind nun erneut Entschädigungsfragen offen. Auch wenn das BVerfG den Beschwerdeführern, darunter Vattenfall, sachlich Recht gab, so bleibt zugleich festzustellen, dass Atomkonzerne ihrerseits über all die Jahre ohne Unterlass die gerichtliche Anfechtung des gesetzlichen Atomausstiegs in all seinen Regelungsbereichen suchten. Auch dies ist und bleibt Teil des Atomausstiegs, der trotz allem als solcher verfassungskonform bzw. verfassungsgerichtlich bestätigt ist.“

Nina Scheer hatte sich im Zuge der Atomgesetz-Novelle 2018 unter anderem dafür ausgesprochen, die Übertragung von Reststrommengen in „Netzausbaugebiete“ (Gebiete, in denen wie in ganz Schleswig-Holstein eine Überlastung der Stromnetzte unterstellt wird und deswegen der Ausbau von Windenergie eingeschränkt wurde), zu untersagen und über den Entschädigungsweg zu regeln. Es könne nicht sein, dass Atomstrom die Netze verstopft, insbesondere in sogenannten Netzausbaugebieten, zu denen auch Schleswig-Holstein zählt. Denn in eben diesem Netzausbaugebiet werde bereits heute Windstrom abgeregelt, könne also nicht genutzt werden. Mit einer Einschränkung der Übertragung von Reststrommengen außerhalb von Netzausbaugebieten und entsprechende Entschädigungen hätte verhindert werden können, dass weiterer Windstrom abgeregelt bzw. weggeworfen wird. Dem dahingehenden Vorschlag von Nina Scheer wurde damals nicht entsprochen.

Der damalige Landesumweltminister Robert Habeck hatte dies ebenfalls eingefordert, allerdings in Rahmen von Verhandlungen mit den Atomkraftwerksbetreibern „nach“ der Atomgesetznovelle von 2018. Entsprechende Verhandlungen wurden dann aber nicht aufgenommen.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer ist Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz sowie stellvertretende Vorsitzende des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung. Sie vertritt seit 2013 den Bundestagswahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd, Schleswig-Holstein. Für die SPD-Bundestagsfraktion ist sie u.a. Berichterstatterin für Atomenergie und Endlagersuche.

 

Als Initiatorin des ‚Sozialdemokratischen Energiewende-Appells‘, www.energiewende-appell.de, plädiert sie mit inzwischen ca. 1.600 Mitunterzeichnern für einen Kohleausstieg bis 2030 und einen zu beschleunigenden Ausbau und Umstieg auf Erneuerbare Energien. Zu weitergehenden Forderungen vgl. aktuell auch: https://energiewende-appell.de/wp-content/uploads/2020/10/2020-10-30-EEG-Forderungen-Aenderungspunkte_final.pdf

 

**

 

Karte der nuklearen Welt:

Raubzug der Atomindustrie beenden ...

 

Englischsprachige Version der Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD&ll

 

 

**

 

Weiter zu: Zeitungsartikel 2020

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuelles+.

***

 

Hintergrundwissen

 

**

 

reaktorpleite.de

 

Stichwortsuche:

 

Atomausstieg Deutschland Atomlobby
     
Atomindustrie    
     
China Frankreich Großbritannien
Japan Kanada Russland
Südkorea USA  

 

 

**

 

AtomkraftwerkePlag

 

Schröder: Atomausstieg I (2000)

Hohe Erwartungen

Bereits 1990 hatte es erste Sondierungen zwischen dem VEBA-Vorstandsvorsitzenden Bennigsen-Foerder, dessen Nachfolger Klaus Piltz und dem neu gewählten niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder über ein mögliches Ende der Atomkraft gegeben. Die Vorstandsvorsitzenden Klaus Piltz von VEBA und Friedhelm Gieske von RWE wiesen in einem gemeinsamen Brief an die Regierung Kohl auf die Notwendigkeit eines Energiekonsenses und langfristigen Ausstiegs hin. Weitere Gespräche in den Jahren 1993 und 1995 wurden zunächst ohne Ergebnis beendet.

Erst der Gewinn der Bundestagswahl 1998 durch SPD und Grüne bewirkte eine Zäsur in der deutschen Atompolitik. Die SPD hatte schon 1986, nach der Katastrophe von Tschernobyl, einen Ausstieg binnen 10 Jahren angekündigt. Die Grünen hatten einen sofortigen, die SPD einen schnellstmöglichen Atomausstieg in den Wahlprogrammen 1998 versprochen ...

 

*

 

Merkel: Atomausstieg II (2011)

"Das war´s!"

Die Fukushima-Katastrophe vom 12. März 2011 bewirkte eine neuerliche Zäsur in der deutschen Atompolitik.

Im "Spiegel" ist genau die Reaktion der deutschen Politik an jenem Tag dokumentiert worden: Wie das Bekenntnis zur Atomkraft in der CDU-Basis kippte und Merkel im Telefongespräch mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer zum ersten Mal die Idee für ein Moratorium ansprach: "Behalt es erst mal für dich", bittet Merkel." In der Pressekonferenz am selben Abend hielt Merkel zwar offiziell noch an der Kernenergie fest, leitete aber bereits eine mögliche Wende ein: "Wenn schon in einem Land wie Japan mit sehr hohen Sicherheitsanforderungen und hohen Sicherheitsstandards nukleare Folgen eines Erdbebens und einer Flutwelle augenscheinlich nicht verhindert werden können, dann kann die ganze Welt, dann kann auch Europa und dann kann auch ein Land wie Deutschland mit ebenfalls hohen Sicherheitsanforderungen und Sicherheitsstandards nicht einfach zur Tagesordnung übergehen."

Am Tag darauf war der Entschluss der Kanzlerin gefasst. ""Das war's!", sagte sie am nächsten Morgen, als sie mit ihrem Büro die Lage erörterte. In Fukushima ging für die deutsche Kanzlerin das atomare Zeitalter zu Ende ...

 

**

 

Wikipedia

 

Atomausstieg

Als Atomausstieg, auch Kernkraftausstieg oder Atomverzicht wird die politische Entscheidung eines Staats, den Betrieb von Kernkraftwerken einzustellen und auf Kernenergie zur Stromerzeugung zu verzichten, bezeichnet. Einen vollständigen Ausstieg aus der Erzeugung von Atomenergie hat bisher Italien durchgeführt, weitere Staaten wie Deutschland, Belgien und die Schweiz haben einen Atomausstieg angekündigt bzw. ihn in die Wege geleitet. Österreich nahm sein fertiggestelltes Kernkraftwerk Zwentendorf bereits 1978 nach einer Volksabstimmung nicht in Betrieb, weitere Staaten brachen zum Teil weit vorangeschrittene Atomprogramme ab.

Der Atomausstieg ist ein wichtiger Teilaspekt der Energiewende; diese ist jedoch deutlich weiter gefasst und sieht langfristig die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien sowie den völligen Verzicht auf konventionelle Energieträger (Kernbrennstoffe als auch fossile Brennstoffe) vor ...

 

**

Weiter zu: Zeitungsartikel 2020

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuelles+.

***

 

Aktuelles+. Mehr lesenswerte Artikel ...

 

**

 

17.11.2020 - Domino-Effekt droht - Saudi-Arabien schließt atomare Bewaffnung nicht aus

Das Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe steht seit dem Ausstieg der USA auf der Kippe. Was daraus nach dem Machtwechsel in Washington wird, ist unklar. Ziemlich klar ist dagegen, dass ein Domino-Effekt droht, wenn Iran die Atomkraft militärisch nutzt.

Saudi-Arabien behält sich eine atomare Bewaffnung für den Fall vor, dass eine iranische Atombombe nicht verhindert werden kann. «Das ist definitiv eine Option», sagte der Staatsminister für Auswärtiges, Adel al-Dschubair, in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Wenn der Iran zur Nuklearmacht werde, würden andere Länder folgen. «Und Saudi-Arabien hat sehr klar gemacht, dass es alles tun wird, was möglich ist, um seine Bevölkerung zu schützen und um sein Staatsgebiet zu schützen.» ...

 

*

 

16.11.2020 - Auswärtiger Atommüll am Kernkraftwerk Grafenrheinfeld?

Sollen am ehemaligen Kernkraftwerk Grafenrheinfeld auch Abfälle aus dem KKW Würgassen gelagert werden? Das befürchtet das "Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft". Die Initiative übt Kritik und spricht von einem "Schildbürgerstreich".

Anfang 2021 soll am ehemaligen Kernkraftwerk-Standort Grafenrheinfeld ein Lager für schwach- und mittelradioaktive Stoffe in Betrieb gehen. Die Sprecherin des "Schweinfurter Aktionsbündnisses gegen Atomkraft", Babs Günther, hat erfahren, dass dort möglicherweise auch Abfälle aus dem Kraftwerk Würgassen gelagert werden sollen. In einer Pressemitteilung äußert Günther ihr Unverständnis über das Ansinnen des Betreibers Preussen Elektra, denn am Standort des rückgebauten AKW Würgassen gebe es seit 2007 bereits ein Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle ...

 

*

 

15.11.2020 - Der Anfang einer neuen Friedensbewegung?

Keine deutschen Waffen mehr in den Händen von Kindersoldaten, keine Rüstungsexporte in Konfliktländer: 40 Jahre nach dem Krefelder Appell will der Frankfurter Appell die Abrüstung wieder voranbringen.

Auf dem Papier steht Deutschland vorzüglich da. Auf dem Papier gibt es in der Bundesrepublik viele politische Grundsätze und Richtlinien zur Kontrolle von deutschen Rüstungsexporten. Einige dieser Grundsätze sind relativ neu. Sie lesen sich sehr gut; sie sind aber nicht gut, weil es sich nicht um rechtsverbindliche Regeln handelt.

Unter das strenge Kriegswaffenkontrollgesetz fällt nur ein kleiner Teil der Rüstungsgüter; die große Mehrheit der Rüstungsgüter fällt unter das Außenwirtschaftsgesetz. Pistolen, Revolver und die meisten Gewehrmodelle ("Kleinwaffen" genannt) werden nach diesem vergleichsweise lockeren Gesetz behandelt ...

 

*

 

15.11.2020 - Atomwaffen im Nahen Osten - Das nukleare Wettrüsten hat längst begonnen

Teheran arbeite offenbar weiter an seinem Atomprogramm – und auch das Wettrüsten im gesamten Nahen Osten habe längst begonnen, kommentiert Gerwald Herter im Dlf. Das Bemühen, nukleare Waffentechnik einem kleinen Kreis auserwählter Staaten vorzubehalten, sei gescheitert.

Trotz aller Widerstände, trotz Corona, der Not vieler Menschen und einer generell sehr schwierigen Versorgungslage im Iran: Teheran arbeitet weiter an seinem Nuklearprogramm. Im Umfeld der Internationalen Atomenergiebehörde ist in dieser Woche ein vertraulicher Bericht aufgetaucht, der daran keinen Zweifel lässt: Iranische Ingenieure haben besonders effektive Zentrifugen betriebsbereit gemacht – und zwar in unterirdischen Bunkern, die durch meterdicke Beton-Decken gegen Angriffe geschützt sein dürften. Mit den neuen Zentrifugen, die noch nicht laufen sollen, lässt sich Uran schneller anreichern, um so noch rascher und einfacher atomwaffenfähiges Uran zu gewinnen.

Eines nicht allzu fernen Tages könnte das dazu führen, dass Iran tatsächlich Atomwaffen besitzt oder aber zuvor Israel Luftangriffe gegen iranische Anlagen fliegt – mit oder ohne amerikanische Unterstützung ...

 

*

 

14.11.2020 - Kriegsgeschäfte: Das Atomwaffenverbot wird zur Kernfrage

Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung könnte die Schweiz unter Zugzwang geraten.

Ein zentrales Anliegen der Kriegsgeschäfte-Initiative ist klar: AHV, Pensionskassen, Stiftungen und Nationalbank sollen künftig nicht mehr in Unternehmen investieren dürfen, die mit Kriegsmaterial viel Geld verdienen. Weniger eindeutig ist die Definition; denn ausgeschlossen von Beteiligungen würden Firmen, die mehr als fünf Prozent ihres Jahresumsatzes mit Rüstungsgeschäften erzielen. An solche Unternehmen dürften auch keine Kredite mehr vergeben werden. Die Fünf-Prozent-Schwelle ist aber schwierig festzumachen und die Kriegsmaterial-Zuordnung nicht exakt ...

 

*

 

14.11.2020 - Neuartiger Akku soll E-Autos mehr als 1000 km weit bringen

Eine neuartige Akkutechnologie mit der Bezeichnung „Spatial Atom Layer Deposition“ (SALD) soll Elektroautos künftig weit mehr als 1000 km und möglicherweise sogar mehr als 2000 km Reichweite verschaffen. Das Verfahren ist von den deutschen Fraunhofer-Instituten, der größten Organisation für angewandte Forschung in Europa, und der staatlichen niederländischen Forschungseinrichtung The Netherlands Organisation (TNO) gemeinsam entwickelt worden. Die Vermarktung zur industriellen Massenfertigung obliegt der eigens dazu gegründeten Firma SALD BV in Eindhoven. Die Firma will eigenen Angaben zufolge in letzter Zeit „unzählige Anfragen“ von Investoren erhalten haben, die sich an dem Unternehmen beteiligen wollten ...

 

*

 

14.11.2020 - Energiewende Wie der Wasserstoff ins Gasnetz kommt

Die Gasnetzbetreiber wollen möglichst schnell Wasserstoff durch ihre Leitungen schicken. Doch das Bundeswirtschaftsministerium zögert.

Bereits zu Jahresbeginn hatten die Betreiber der Gasfernleitungen in Deutschland ein kühnes Bild der Zukunft skizziert: Sie präsentierten im Januar ihren Plan für ein 5.900 Kilometer langes Wasserstoffnetz, das die künftigen Erzeugungszentren von Wasserstoff im Norden Deutschlands mit den großen Abnehmern im Westen und Süden verbinden soll. Dabei wollen die Unternehmen zum größten Teil auf bestehende Gasleitungen zurückgreifen und diese entsprechend umwidmen ...

 

*

 

13.11.2020 - Brennelementefabrik Lingen: Erst ein Etappensieg!

Wurden und werden nukleare Brennstoff-Exporte vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) rechtswidrig genehmigt? Nach einem von der IPPNW in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten von 2016 ist ein Export-Stop von Brennelementlieferungen aus Deutschland rechtssicher möglich - und dies, ohne dass hierzu ein neues Gesetz nötig wäre.

Weitere Stellungnahmen juristischer Sachverständiger im Auftrag der IPPNW vom Frühjahr 2017 kommen zu dem Ergebnis, dass die deutsche Bundesregierung einen Lieferstop rechtssicher anordnen könnte.

Klar ist, dass im Falle eines grenzüberschreitenden Atomunfalls – auch von der Schweiz ausgehend - höchstwahrscheinlich große Teile der Bevölkerung in Deutschland von radioaktivem Fallout betroffen wären.

Nach dem Atomgesetz jedoch dürfen nukleare Exportgüter zu einem derartigen Risiko nicht beitragen. Eine Ausfuhrgenehmigung für „Kernbrennstoffe“ darf nicht erteilt werden, wenn durch deren Verwendung die „innere und äußere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland“ gefährdet werden könnte ...

 

*

 

13.11.2020 - Konzernklagen verhindern

Atomausstieg: Karlsruhe pro Vattenfall.

... Die Beschwerde zeigt einmal mehr die Profitgier der Atomkonzerne, denn der Gesetzgeber gestand Vattenfall und RWE eine Entschädigung in voller Höhe des entgangenen Gewinns zu, obwohl das laut Bundesverfassungsgericht 2016 gar nicht erforderlich sei. Hinzu kommt, dass Vattenfall die Bundesrepublik parallel wegen des Atomausstiegs vor einem privaten Investor-Staat-Schiedsgericht, dem internationalen Schiedsgericht der Weltbank ­(ICSID), verklagt. Zuletzt ging es um knapp 6,1 Milliarden Euro – etwa 4,3 Milliarden Euro Entschädigung, der Rest Prozesszinsen. Es ist grotesk, dass Sonderklagerechte für Konzerne in Handels- und Investitionsschutzabkommen die verfassungsrechtliche Rechtsprechung zugunsten der Partikularinteressen von Konzernen unterlaufen können. Diese müssen aufgekündigt werden, neue Abkommen wie das Ende 2017 vorläufig in Kraft getretene CETA-Abkommen der EU mit Kanada dürfen nicht ratifiziert werden ...

 

*

 

12.11.2020 - Gerichtsurteil zu Atomentschädigung: Atomausstieg immer teurer

Das Verfassungsgericht hat festgestellt, dass Vattenfall beim Atomausstieg schlecht behandelt wurde. Der Konzern sollte nun andere Prozesse beenden.

Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass Vattenfall bei den Entschädigungen zum Atomausstieg vom Gesetzgeber zu schlecht behandelt wurde. Das ist peinlich für den Bundestag und für die Große Koalition, deren Gesetz von 2018 so fehlerhaft konstruiert war, dass es nicht einmal in Kraft getreten ist.

Politisch gesehen ist dies aber nur eine Randnotiz. In Karlsruhe wurde die große Schlacht um den Atomausstieg nicht noch einmal geschlagen. Es bleibt das Karlsruher Urteil von 2016: Die Neubewertung der Risiken der Atomkraft nach der Katastrophe in Fukushima war zulässig. Eine zusätzliche Entschädigung – über die bereits festgelegten Reststrommengen hinaus – war nicht erforderlich.

Vattenfall hat dies aber immer noch nicht akzeptiert. Denn der schwedische Staatskonzern klagt nun weiter: beim Schiedsgericht der Weltbank auf Schadenersatz in Höhe von 4,3 Milliarden Euro ...

 

*

 

12.11.2020 - Klage wegen Atomausstiegs - Entschädigungen müssen neu geregelt werden

Wegen des beschleunigten Atomausstiegs stehen Kraftwerksbetreibern Ausgleichszahlungen zu. Diese müssen nun aber laut Bundesverfassungsgericht neu geregelt werden. Die Richter gaben einer Klage des Konzerns Vattenfall statt.

Die Ausgleichszahlungen, die Atomkonzerne aufgrund des beschleunigten Atomausstiegs erhalten, müssen neu geregelt werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht in einer Entscheidung verlangt und damit der Verfassungsbeschwerde des schwedischen Versorgers Vattenfall stattgegeben. Die Gesetzesänderung von 2018 sei unzureichend und außerdem wegen formaler Mängel nie in Kraft getreten, entschied das Bundesverfassungsgericht nach einer Klage des Energiekonzerns Vattenfall ...

 

*

 

12.11.2020 - Wie der Investorenschutz die Klimawende verhindert

Energieriesen wie Vattenfall oder RWE werben gern damit, dass sie jetzt grün sind. Gleichzeitig aber verzögern und verteuern sie den Ausstieg aus Atom und Kohle.

Heute ist es leider wieder einmal so weit. Heute wird sich das Bundesverfassungsgericht zur Energiepolitik der Bundesregierung äußern müssen – diesmal zu der Frage, wie viel Hunderte Millionen Euro der Ausstieg aus der Atomkraft die Steuerzahler noch kosten darf. Beschwert hatte sich der schwedische Energiekonzern Vattenfall. Dem Konzern passt es nicht, wie er für die Abschaltung der beiden Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel von der Bundesregierung entschädigt werden soll ...

... Als Kanada und die USA ihr Freihandelsabkommen unlängst neu verhandelten, nannten sie es von NAFTA um in USMCA – und strichen den Investorenschutz. So weit ist die EU, sind Schweden und Deutschland noch lange nicht. Und genau das werden die Energiekonzerne dann wohl auch weiter ausnutzen, schon weil sie es müssen, um ihre Aktionäre zufriedenzustellen. Und zwar so lange, bis die Politik der Sache einen Riegel vorschiebt. Vielleicht hat ja der Wirtschaftsminister, der jüngst sein grünes Herz entdeckt hat, doch noch eine Idee.

 

*

 

12.11.2020 - Hualong One-Design von CGN für den europäischen Gebrauch zertifiziert

Das Hualong One (HPR1000)-Reaktordesign von China General Nuclear (CGN) wurde von der Organisation European Utility Requirements (EUR) - einer technischen Beratungsgruppe für europäische Versorgungsunternehmen für Kernkraftwerke - formell als konform zertifiziert. CGN sagte, die Bewertung von EUR zeige, dass der Entwurf einen hohen Grad an Übereinstimmung mit seinen Kriterien aufweise und den neuesten europäischen Kernkraftwerksanforderungen entspreche.

Die EUR-Anforderungen decken ein breites Spektrum von Bedingungen für den effizienten und sicheren Betrieb eines Kernkraftwerks ab. Sie umfassen Bereiche wie Anlagenlayout, Systeme, Materialien, Komponenten, Methodik der probabilistischen Sicherheitsbewertung und Verfügbarkeitsbewertung. Obwohl in jedem Land noch eine behördliche Konstruktionsgenehmigung erforderlich ist, zeigt die EUR-Konformität, dass die Reaktorkonstruktion einer Liste von Anforderungen entspricht, die von den Versorgungsunternehmen für die nächste Generation von Leichtwasserreaktoren festgelegt wurden ...

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

*

 

12.11.2020 - Wie Wissensfortschritt mit allen Mitteln unterbunden wird

Falschbehauptungen im ZDF über die Neutrino-Forschung - Neue Erkenntnisse des Max-Planck-Instituts

Mit allen Mitteln wird von Traditionalisten versucht, den Wissenschaftsfortschritt zu unterbinden, alte Thesen aufrechtzuerhalten und die Entwicklungen der letzten fünf Jahre zu ignorieren. Das ist das Resümee von Neutrino-Forschern nach einer neuerlichen Falschbehauptung aus dem Umfeld des ZDF.

"Streit in den Wissenschaften ist ja nichts Neues, gerade erleben wir alle in den Corona-Virus-Diskussionen, wie in kontroversen und teils bizarren Auseinandersetzungen unterschiedliche medizinische Sichtweisen instrumentalisiert werden", sagt Holger Thorsten Schubart, CEO der Neutrino Energy Group. "Beim Thema Energie ist das nicht anders und im Grunde sogar für die Sache nützlich."

Nur wenn versucht werde, interessengeleitet Tatsachen zu unterdrücken, sei das nicht hinzunehmen. "Forschung ist ergebnisoffen und muss es auch sein. Wir sollten uns stets mit den Ansichten der Kritiker beschäftigen und eigene Positionen immer wieder aufs Neue hinterfragen. Polemik, Denunziation und ein altersbedingter Starrkopf sind da ganz schlechte Berater. Die Neutrino Energy Group wird die nächsten Jahre erhebliche Mittel in die weitere Forschung und Umsetzung der Neutrinovoltaic Technologie investieren, und zwar von privaten Investoren ohne jede öffentliche Förderung", kündigt Schubart an. "Wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind! Die Zukunft der Energieversorgung ist dezentral und drahtlos, sie kennt weder Stromkabel noch Steckdose."

 

**

 

Weiter zu: Zeitungsartikel 2020

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuelles+.

***

Spendenaufruf

- Der THTR-Rundbrief wird von der 'BI Umweltschutz Hamm' herausgegeben und finanziert sich aus Spenden.

- Der THTR-Rundbrief ist inzwischen zu einem vielbeachteten Informationsmedium geworden. Durch den Ausbau des Internetauftrittes und durch den Druck zusätzlicher Infoblätter entstehen jedoch laufend Kosten.

- Der THTR-Rundbrief recherchiert und berichtet ausführlich. Damit wir das tun können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns über jede Spende!

Spendenkonto:

BI Umweltschutz Hamm
Verwendungszweck: THTR Rundbrief
IBAN: DE31 4105 0095 0000 0394 79
BIC: WELADED1HAM

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang


***

 

GTranslate

deafarbebgzh-CNenfifrelhiitjaltmsplptruessvthtr
block2.jpg