Aktuelles Der THTR-Rundbrief

Newsletter XXXII

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23.07.2021 - Zweite koreanische Investition innerhalb einer Woche für NuScale SMR

Die Samsung C&T Corporation hat sich zu einer Kapitalinvestition in NuScale verpflichtet, um den Einsatz des kleinen modularen Reaktors (SMR) zu unterstützen, und entwickelt eine Vereinbarung zur geschäftlichen Zusammenarbeit mit NuScales Partner Fluor Corporation in den Bereichen Engineering, Bau und Beschaffung. Die Ankündigung kommt wenige Tage nachdem Doosan Heavy Industries and Construction seine Investition erhöht hat, um den Einsatz des SMR von NuScale zu unterstützen ...

... Die virtuelle Unterzeichnungszeremonie fand zwei Tage nach der Zusage von Doosan Heavy Industries & Construction (DHIC), ebenfalls aus Südkorea, statt, eine zusätzliche Investition in Höhe von 60 Mio. USD in NuScale zu tätigen, womit sich die Gesamtinvestition des Unternehmens und seiner Geldgeber auf mehr als 100 Mio. USD erhöht.

Das NuScale Power Module ist ein Druckwasserreaktor, bei dem alle Komponenten zur Dampferzeugung und zum Wärmeaustausch in einer einzigen integrierten Einheit zusammengefasst sind. Im August 2020 erhielt er als erster - und bisher einziger - SMR die Bauartgenehmigung von der US-Nuklearaufsichtsbehörde.

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23.07.2021 - Fusionsreaktor ITER

Kann Kernfusion zur Energie der Zukunft werden?

Der Fusionsreaktor ITER soll die Erforschung und Nutzung der Kernfusion einen entscheidenden Schritt weiterbringen – und damit den Weg ebnen zu der Energiequelle, die auch unser Sonne strahlen lässt. Doch wie sieht das in der Praxis aus? Wie funktioniert ITER? Was kann die aufwändige Riesenanlage – und welche Fragen bleiben offen?

Im südfranzösischen Cadarache entsteht zurzeit eines der ehrgeizigsten Projekte, die je unternommen wurden: der Fusionsreaktor ITER. Gut eine Million Bauteile sowie Knowhow und Geld aus 35 Ländern sind für die komplexe Testanlage nötig. Sie soll grundlegende Technologien der Energiegewinnung aus Kernfusion erstmals in großem Maßstab erproben. Als erste Anlage auf unserem Planeten soll ITER zehnmal mehr Energie erzeugen als für die Aufheizung des Plasmas hineingesteckt wird.

Doch was bringen diese Tests für die Energiegewinnung der Zukunft? Und welche Probleme sind auf dem Weg dahin noch zu überwinden? Und welche Rivalen hat ITER auf dem Weg zur künftigen Fusionsenergie?

Was soll ITER? Die Ziele des weltgrößten Fusionsreaktors

Wie funktioniert ITER? Plasma, Magnetkäfige und schnelle Teilchen

Das Problem des Tritiums - Gibt es genug Brennstoff für Fusionsreaktoren?

ITER und die Umwelt - Wie steht es um Strom, Wasser und Radioaktivität?

Die Rivalen - Was passiert nach und neben ITER?

 

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22.07.2021 - Atomrechtliche Deckungsvorsorge-Verordnung wird angepasst

Das Bundeskabinett hat eine von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) vorgelegte Änderung der Atomrechtlichen Deckungsvorsorge-Verordnung beschlossen. Wie das Ministerium gestern mitteilte, dient die Neuregelung der Umsetzung völkerrechtlicher Verpflichtungen auf dem Gebiet der zivilrechtlichen Nuklearhaftung. Außerdem werde durch die Änderung die finanzielle Vorsorge bei nuklearen Schadensfällen verbessert.

Höhere Mindestsummen

Kernanlageninhaber haften in Deutschland bereits seit Jahrzehnten unbegrenzt, darüber hinaus müssen sie nachweislich in einer bestimmten Höhe zur Deckung der Haftung finanziell vorsorgen. Für diese Deckungsvorsorge bei Kernanlagen und bei der Beförderung von Kernmaterialien sollen künftig in bestimmten Fällen höhere Mindestsummen gelten ...

... Dennoch bleibe die Haftung von AKW-Betreibern bei einem Atomunfall in vielen Ländern anders als in Deutschland weiter limitiert, bedauert die Bundesumweltministerin. Das müsse sich ändern. "Faktisch dient die Atomhaftung in einigen Ländern mehr dem Schutz der AKW-Betreiber vor Insolvenz als dem Opferschutz, das kann nicht so bleiben", forderte die Bundesumweltministerin ...

 

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Kritik von Ministerin

21.07.2021 - Sturer Atomlobby pfeift rauer Wind um die Ohren

Jetzt soll auch noch ein zweiter Krško-Reaktor aus dem Boden gestampft werden: Slowenien setzt offenbar auf eine „strahlende Zukunft“. Nichtsdestotrotz weht weiter rauer Gegenwind aus Österreich: Umweltministerin Gewessler sprach nun mit ihrem Amtskollegen Vizjak Tacheles: Ein Gutachten zur Erdbebengefahr muss her!

Am Reißbrett geplant ist eine AKW-Anlage mit einer Leistung von 1100 Megawatt, die jährlich 9000 Gigawattstunden Strom erzeugen soll. Und das 60 Jahre lang. Geht es nach den stolzen Betreibern, soll Krško also nicht abgedreht, sondern noch einmal ordentlich hochgedreht werden ...

 

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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)

21.07.2021 - Solarzellen: Drei Kristallschichten erzeugen tausendfache Power

Ergebnis überraschte selbst die Forschungsgruppe

Der photovoltaische Effekt ferroelektrischer Kristalle in Solarzellen lässt sich um den Faktor 1.000 erhöhen, wenn drei verschiedene Materialien in einem Gitter angeordnet werden. Das haben Forschende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in einer Studie gezeigt. Dafür erzeugten sie kristalline Schichten aus Barium-, Strontium- und Calciumtitanat, die sie abwechselnd übereinanderlegten. Die Ergebnisse, die zu einer deutlich höheren Effizienz von Solarmodulen beitragen könnten, wurden in der Fachzeitschrift "Science Advances" veröffentlicht ...

 

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ScotWind-Programm

20.07.2021 - Schottland plant bis zu 10 GW Offshore-Windkraftleistung

Edinburgh - Die schottische Regierung treibt den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie voran. Über das Programm ScotWind können entsprechende Offshore-Flächen gepachtet werden. Bewerbungsschluss für die erste Runde war der 16. Juli 2021.

Entwickler beantragen die Teilnahme am Programm und erhalten im Erfolgsfall die Rechte zum Bau von Windparks in schottischen Gewässern. Nach dem aktuellen Closing erfolgt jetzt die Bewertung der eingereichten Angebote und danach werden den erfolgreichen Parteien Optionsvereinbarungen angeboten.

An der Ausschreibungsrunde hat auch der Öl- und Gasversorger Equinor teilgenommen. Über das ScotWind Programm will Equinor sein Offshore-Windcluster in der Nordsee weiter ausbauen und die Präsenz in ganz Großbritannien vertiefen. Nach Angaben von Equinor handelt es sich bei rund der Hälfte der Standorte in der ersten Runde um die Möglichkeit, schwimmende Offshore-Windparkprojekte (Floating Offshore) zu realisieren ...

 

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20.07.2021 - RadiOlympics in der Sperrzone

Start der Olympischen Wettkämpfe in Fukushima

Die Ärzt*innenorganisation IPPNW warnt zu Beginn der olympischen Sommerspiele vor der Verharmlosung der radioaktiven Gefahr durch die japanische Regierung. Zwei Tage vor dem offiziellen Start der Wettkämpfe findet am 21. Juli 2021 eine erste Softball-Partie zwischen Australien und Japan statt. Austragungsort ist das Azuma-Baseball-Stadium in der Präfektur Fukushima. 2011 ereignete sich dort der mehrfache Super-GAU des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi. Die havarierten Reaktoren stehen nur knapp 70 Kilometer entfernt von den radioaktiv verseuchten Gebieten, in denen ab dem 23. Juli die olympischen Wettkrämpfe ausgetragen werden.

„Noch immer werden sowohl am Azuma-Stadium in Fukushima als auch im Trainingszentrum des J-Village regelmäßig erhöhte Strahlungswerte gemessen, wie eine Studie aus dem vergangenen Jahr nachweist. Diese sogenannten Hotspots gibt es trotz des hohen Dekontaminationsaufwands,“ erklärt IPPNW Co-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. „Zudem gibt es im J-Village Trainingszentrum einen toxikologisch sehr gefährlichen Hotspot mit Plutonium 239.“ In den kontaminierten und ehemals evakuierten Gebieten würde sogar eine bis zu 20-fach erhöhte Strahlenbelastung der Bevölkerung toleriert, da die Notstandsverordnungen bisher nicht aufgehoben wurden.

„Für Sportler*innen, die sich in den Sportstätten der Großregion Tokio aufhalten, ist die radiologische Exposition gering. Für die Bevölkerung, die dauerhaft in der Region Fukushima lebt, sind gesundheitliche Auswirkungen jedoch absehbar ...

 

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19.07.2021 - Erster Schritt zur Klimaneutralität

China führt Emissionshandelssystem ein. Es ist umfangreich, hat jedoch noch einige Schwachstellen

Als Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping im vergangenen September vor der UN-Generalversammlung das bisher ambitionierteste Klimaversprechen überhaupt abgab, reagierte die internationale Gemeinschaft mit einer Melange aus Euphorie und Skepsis. »Unser Ziel ist es, dass der Ausstoß von Kohlendioxid vor 2030 den Höchststand erreicht und dass wir Klimaneutralität vor 2060 erreichen«, sagte Xi.

Mittlerweile sind sich jedoch die meisten Experten einig, dass ein solches öffentlich abgegebenes Versprechen von höchster Ebene den chinesischen Behörden gar keine Wahl lässt, als dies mit allen möglichen Anstrengungen auch umzusetzen. »Das ist eine wirklich große Sache. Wenn in China der starke Mann an der Spitze etwas sagt, dann wird das auch erledigt«, sagt etwa Trey McArcer von der Politikberatungsfirma Trivium China. Doch wie genau das Jahrhundertziel erreicht werden kann, hat Pekings Staatsführung bislang noch nicht schlüssig beantwortet.

Am vergangenen Freitag jedoch folgte der erste große Schritt: China hat den weltweit größten Emissionshandel eingeführt. Mit dem System hat sich der weltweite Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten auf einen Schlag nahezu verdoppelt. Bislang läuft alles reibungslos, wie zu vernehmen ist. Der Preis für eine Tonne des Treibhausgases lag am Freitag zum Handelsauftakt in Shanghai bei 48 Yuan (etwa 6,30 Euro), wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete ...

 

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Flüssigsalzreaktor in China

19. Juli 2021 - Könnte Chinas Kernreaktor mit geschmolzenem Salz eine saubere, sichere Energiequelle sein?

Artikel von Stephen Chen aus https://www.scmp.com

- Die mit Thorium betriebenen Reaktoren benötigen kein Wasser als Kühlmittel, was bedeutet, dass sie in abgelegenen Wüsten neben Wind- und Solarkraftwerken gebaut werden können
- Die Technologie sollte sicherer sein als mit Uran betriebene Reaktoren und könnte auch einige der Sorgen Chinas um die Energiesicherheit zerstreuen

Ein Team von Regierungsforschern in China hat das Design für einen kommerziellen Kernreaktor vorgestellt, der voraussichtlich der erste in der Welt sein wird, der kein Wasser zur Kühlung benötigt, wodurch die Anlagen in abgelegenen Wüstenregionen gebaut werden können, um Strom für dichter besiedelte Gebiete zu liefern.

Der Schmelzsalzreaktor, der mit flüssigem Thorium anstelle von Uran betrieben wird, soll auch sicherer sein als herkömmliche Reaktoren, da im Falle eines Lecks das geschmolzene Thorium schnell abkühlt und sich verfestigt, wodurch weniger Strahlung in die Umwelt gelangt.

Die Bauarbeiten für den ersten kommerziellen Reaktor sollen bis 2030 abgeschlossen sein, und die Regierung plant, mehrere in den Wüsten und Ebenen Zentral- und Westchinas zu bauen.

China könnte auch in Erwägung ziehen, diese Reaktoren für einige Länder zu bauen, die sich an der Belt and Road Initiative beteiligen, weil Thorium im Gegensatz zu Uran nicht zur Herstellung von Atomwaffen verwendet werden kann.

"Reaktoren im kleinen Maßstab haben erhebliche Vorteile in Bezug auf Effizienz, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit. Sie können eine Schlüsselrolle bei der zukünftigen Umstellung auf saubere Energie spielen. Es wird erwartet, dass Kleinreaktoren in den nächsten Jahren weit verbreitet sein werden", schrieben Professor Yan Rui und Kollegen vom Shanghai Institute of Applied Physics in einem Beitrag, der letzte Woche in der chinesischen Zeitschrift Nuclear Techniques veröffentlicht wurde.

"Ein Salzschmelzenreaktor hat den Vorteil, dass er vielseitig einsetzbar, klein und sehr flexibel ist. Er ist genauso einfach zu konstruieren wie ein Kleinreaktor. In den letzten Jahren hat das Potenzial von kleinen Salzschmelzenreaktoren internationale Aufmerksamkeit erregt."

Ein wichtiger Antrieb für das Salzschmelzenreaktor-Programm kam von der Ankündigung von Präsident Xi Jinping im letzten Jahr, dass China bis 2060 kohlenstoffneutral werden würde zu werden, so die an dem Projekt beteiligten Wissenschaftler.

Nach dem offiziellen Plan sollen Reaktoren im dünn besiedelten Westen des Landes in Kombination mit Wind- und Solarkraftwerken eine saubere, stabile Stromversorgung für den dicht besiedelten Osten gewährleisten.

Der Thorium-Salzschmelzen-Reaktor wird mit erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Solarkraftwerken zusammenarbeiten, um saubere, stabile Energie zu erzeugen.

Die Technologie könnte auch eine neue Energiequelle für chinesische Kriegsschiffe wie Flugzeugträger und U-Boote darstellen.

Das Konzept eines Reaktors, der mit flüssigem Salz statt mit festen Brennstäben betrieben wird, gibt es seit den 1940er Jahren, und im folgenden Jahrzehnt starteten die USA ein Versuchsprogramm zum Bau eines Bombers, der mit dieser Technologie betrieben werden sollte.

In den 1960er Jahren bauten die USA eine Anlage, um die Fähigkeit der Technologie zur Stromerzeugung zu testen, während Länder wie Frankreich, die ehemalige Sowjetunion und Japan ebenfalls ähnliche Programme starteten.

Die Idee war attraktiv, weil der flüssige Brennstoff als eigenes Kühlmittel fungiert und somit kein Wasser benötigt wird, während die geringere Radioaktivität von Thorium ein geringeres Risiko der nuklearen Verbreitung bedeutet.

Diese frühen Projekte scheiterten alle, weil sie Probleme nicht lösen konnten, wie z.B. dass die Rohre zu leicht rissen, weil sie durch die radioaktive Salzschmelze korrodiert wurden.

Aber die Wissenschaftler lernten viel aus diesen Experimenten und in den letzten Jahren erhielten die Forscher auf diesem Gebiet stetige Unterstützung von der chinesischen Regierung.

Im Jahr 2011 genehmigte Peking den Bau des Prototyps eines Thorium-Schmelzsalzreaktors (TMSR) in Wuwei, einer Wüstenstadt in der Provinz Gansu.

In der Zwischenzeit wurden Forscherteams aus dem ganzen Land mobilisiert, um die technischen Probleme zu lösen, die frühere Versuche zum Scheitern brachten, wie zum Beispiel die Entwicklung einer Legierung, die der Strahlung des Thoriumsalzes bei Temperaturen von fast 1.000 Grad Celsius standhält.

Obwohl das Projekt im letzten Jahr, zum Teil aufgrund der Pandemie, hinter dem Zeitplan zurückblieb, sollen die Bauarbeiten am TMSR im nächsten Monat abgeschlossen werden und ein Testlauf der Anlage könnte bereits im September beginnen.

Obwohl der Prototyp nur zwei Megawatt erzeugen kann, wird es das erste Mal sein, dass die Theorie zum Leben erweckt wird, wenn es gelingt.

Der von Yan und seinen Kollegen entworfene kommerzielle Reaktor könnte bis zu 100 MW erzeugen, weniger als ein Uranreaktor, aber immer noch genug, um ein modernes Wohngebiet mit 100.000 Einwohnern zu versorgen.

Obwohl ein Kraftwerk andere Ausrüstung wie Dampfturbinen benötigt, wird der Reaktor selbst nur 3 Meter hoch und 2,5 Meter breit sein, etwa so groß wie ein Badezimmer.

Es funktioniert, indem das Thorium durch den Reaktor fließt, an einer nuklearen Kettenreaktion teilnimmt und die Wärme an einen Dampferzeuger außerhalb abgibt, bevor es für einen weiteren Zyklus in den Reaktor zurückkehrt.

Sie ist sicherer als die herkömmliche Kerntechnik, da bei einem Unfall das geschmolzene Salz in einen unterirdischen Behälter fällt.

"Aufgrund seines hohen Schmelzpunktes ... wird das geschmolzene Salz schnell abkühlen und sich verfestigen, ohne dass es zu einer direkten Freisetzung von festen und flüssigen Abgasen kommt, wodurch die weitere Verbreitung von Radioaktivität in die Umwelt verhindert wird", schrieb das Team.

Ein weiterer Teil der Attraktivität für China ist, dass es einige der weltweit größten Reserven an Thorium hat, ein silbriges Metall mit schwacher Radioaktivität. Nach einigen Berechnungen hat es genug, um den Energiebedarf des Landes für mindestens 20.000 Jahre zu decken.

Im Gegensatz dazu verfügt China über einige der geringsten Uranreserven aller kernkraftfähigen Länder, und obwohl in den nächsten Jahren mit dem Bau von sieben oder acht neuen Kernkraftwerken begonnen werden soll, wächst in Peking die Sorge, dass Engpässe die Energiesicherheit des Landes beeinträchtigen könnten.

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Chinas Atomindustrie ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Die Suche in der reaktorpleite.de mit dem Suchwort 

     
  Flüssigsalzreaktor  
     

 

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

14.10.2019 - Bill Gates träumt von der Zukunft der Atomkraft – ist sein Traum realistisch?

Artikel  aus www.watson.de

Lange galt die friedliche Nutzung der Atomenergie als eine zukunftsträchtige Technologie, die sich positiv von ihrem düsteren Zwilling, der militärischen Verwendung, abhob. Zahlreiche Störfälle, darunter auch der ernste Zwischenfall im schweizerischen Versuchsreaktor Lucens, haben dieses Image kräftig getrübt.

In den Siebzigerjahren gewann die Anti-Atomkraft-Bewegung deutlich an Fahrt; 1986 sorgte dann die Katastrophe von Tschernobyl – der bisher schlimmste Unfall in einem AKW – für einen nachhaltigen Vertrauensverlust.

Seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 schließlich ist die Atomenergie klar auf dem Rückzug. In den letzten Jahren ist der Anteil der Kernenergie an der weltweiten Stromproduktion auf nur noch zehn bis elf Prozent gesunken ...

 

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07.04.2018 - China baut Thoriumreaktor in Gansu

Dieser Artikel von Peter Mühlbauer erschien in www.telepolis.de

Die neue Technologie könnte auch militärisch genutzt werden

Der vom Shanghaier Institut für angewandte Physik geplante experimentelle Thorium-Doppelreaktor TMSR ("Thorium Molten Salt Reactor") wird voraussichtlich im Minqin-Industriepark in der Stadt Wuwei gebaut, die in der bislang wenig entwickelten Wüstenprovinz Gansu liegt. Die Frist für Bürgereinsprüche gegen den Plan lief dort am 2. April ab. Der stellvertretende Provinzgouverneur Huang Qiang lobte die Standortwahl für das mit 22 Milliarden Yuan (oder umgerechnet gut 2,8 Milliarden Euro) veranschlagte Projekt unter anderem wegen der kurzen Wege zu Mineralien, die den Brennstoff für das Kraftwerk liefern.

Das von seinem schwedischen Entdecker nach dem alten nordischen Gott Thor benannte Element mit der Ordnungszahl 90, mit dem der TMSR Energie erzeugt, kommt in der Erdkruste drei bis vier Mal häufiger vor als das Uran, mit dem die ersten Generationen von Kernkraftwerken betrieben wurden und werden. Ein weiterer potenzieller Vorteil des Energielieferanten ist, dass bei seiner Verwertung potenziell nur ein kleiner Bruchteil des radioaktiven Abfalls solch herkömmlicher Kernkraftwerke anfällt. Der größte Teil davon muss danach nur noch 300 Jahre lang hochsicher gelagert werden. Darüber hinaus sollen Flüssigsalzreaktoren, in denen Thorium verwertet wird, auch "passiv sicher" sein, weil der Brennstoff dort nicht fest, sondern in einer Salzschmelze gelöst ist (vgl. Thorium als Brennstoff der Zukunft?) ...

 

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Wikipedia

 

Flüssigsalzreaktoren

(englisch molten salt reactor, MSR) oder Salzschmelzenreaktoren sind Kernreaktoren, in denen der Kernbrennstoff in Form geschmolzenen Salzes vorliegt (beispielsweise Uranchlorid). Bei diesem Reaktortyp ist der Kernbrennstoff in flüssiger Form gleichmäßig im Primärkreislauf des Reaktors verteilt, eine Kernschmelze im klassischen Sinne ist damit ausgeschlossen – der Kern liegt stets im gewollt geschmolzenen Zustand vor. Flüssigsalzreaktoren lassen sich mit Moderator und thermischen Neutronen oder ohne Moderator mit schnellen Neutronen auslegen, in beiden Fällen ist auch ein Betrieb als Brutreaktor möglich ...

Nach Auffassung von LFTR-Kritikern ist die auffällige Zurückhaltung der Nuklearindustrie beim LFTR in Zweifeln an dessen Machbarkeit begründet.

Betriebliche und sicherheitstechnische Probleme

Da Spaltstoff und Spaltprodukte ständig aus dem aktiven Kern herausgeleitet werden, ist der effektive Anteil an verzögerten Neutronen niedrig, was die Regelbarkeit erheblich verschlechtert.

Die Ablagerung von Spaltprodukten, die in der Salzschmelze wenig löslich sind, auf den Oberflächen des Kreislaufs (plate out) erreicht ein erhebliches Ausmaß und beeinträchtigt z. B. die Wartungsmöglichkeiten.

Eine moderne Sicherheitsbewertung (probabilistische Sicherheitsanalyse PRA/PSA) gibt es für Flüssigsalzreaktoren im Gegensatz zu den meisten anderen Reaktorkonzepten nicht. Das Störfallspektrum des LFTR unterscheidet sich insgesamt ganz wesentlich von dem anderer Reaktortypen. Selbst die Entwicklung von Methoden zur Sicherheitsanalyse von LFTR befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium.

Entwicklungsstand

Bislang wurden noch keine Reaktoren in der jetzt konzipierten Leistungsgröße gebaut. Ebenso ist die nötige Wiederaufbereitung noch nicht im größeren Maßstab getestet. Gleiches gilt für den Einsatz von und das Brüten mit Thorium in Flüssigsalzreaktoren. Der insgesamt erforderliche Entwicklungsaufwand wird von britischen Nuklearexperten als so hoch eingeschätzt, dass noch 40 Jahre bis zur Serienreife eines MSR vergehen dürften.

Proliferationsrisiken

Mit Thorium als Brennstoff entsteht im Prozessverlauf auch 233Uran. 233Uran hat eine ähnlich kleine kritische Masse als 239Plutonium, aber eine viel kleinere Spontanspaltungsrate als Waffenplutonium, so dass es als optimales Kernwaffenmaterial gilt ...

Entsorgung

Das Problem der Behandlung und Entsorgung schwach bis mittelstark verstrahlter Maschinen- und Anlagenteile besteht in ähnlichem Maße wie bei herkömmlichen Uran-Reaktoren; die Menge ist auch hier abhängig von Aufbau und Lebensdauer der Anlage usw. Als zusätzliche Schwierigkeit bei der Entsorgung ist zu nennen, dass Spaltproduktfluoride nicht als endlagerfähig gelten, also erst in eine endlagerfähige Form aufgearbeitet werden müssen.

Kritische Expertenstudien zu MSR und Thoriumnutzung 

Die staatlichen britischen National Nuclear Laboratories (NNL) haben seit 2010 im Auftrag der Britischen Regierung mehrere Bewertungen zu Thorium und LFTR abgegeben. Hauptkritikpunkte sind der unausgereifte Charakter dieser Technologien, die weitgehend fehlenden Nachweise für die behaupteten Vorteile und günstigen Eigenschaften, die fehlende Bereitschaft der Nuklearindustrie, diese erforderlichen kostenintensiven Nachweise beizubringen, sowie Zweifel an ökonomischen Vorteilen. NNL hält viele Ansprüche der Thorium/LFTR-Befürworter für weit überzogen und warnt daher vor Euphorie ...

 

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AtomkraftwerkePlag

 

Generation IV International Forum (GIF)

Visionen und Konzepte für neue Atomkraftwerke

Die Initiative "Generation IV", mit der verschiedene Visionen und Konzepte für neuartige und verbesserte Atomkraftwerke entwickelt werden sollen, wurde im Jahr 2000 vom US-amerikanischen Energieministerium gestartet.

Mit der Bezeichnung Generation IV möchte man künftige Atomkraftwerke von den bisherigen abgrenzen: Reaktorprototypen (Generation I), den meisten heute betriebenen Reaktoren (Generation II) und weiterentwickelten Reaktoren wie dem französischen EPR (Generation III).

Ab 2030/2040 sollen neue Reaktoren und Brennstoffe entwickelt werden, mit denen man auf höchste Sicherheit und Wirtschaftlichkeit bei AKW abzielt, einen deutlich reduzierten Uranbedarf, weniger und kurzlebigere radioaktive Abfälle und eine Erschwerung des Missbrauchs friedlicher Atomkraft für militärische Zwecke.

Am GIF sind als Partner Argentinien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada, Russland, die Schweiz, Südafrika, Südkorea, die USA und die Europäische Atomgemeinschaft EURATOM beteiligt ...

 

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YouTube-Kanal "Reaktorpleite"

 

Bewegte Bilder zum Thema:

Atomkraft ohne Risiko?
Der Flüssigsalzreaktor | Harald Lesch

Eine Terra X Produktion ...

 

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Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 120 Videos zum Thema Atomkraft.

 

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