Aktuelles Der THTR-Rundbrief

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15. - ... September 2021

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Lagerung von Atommüll

17.09.2021 - Gorleben wird zugeschüttet

Jahrzehntelanger Streit, jahrzehntelanger Protest: Als Standort für ein Atomendlager wurde Gorleben bereits vor einem Jahr ausgeschlossen. Nun hat das Bundesumweltministerium die endgültige Stilllegung des Bergwerks angekündigt.

Das früher als potenzielles Atommüllendlager betrachtete Bergwerk im niedersächsischen Gorleben wird endgültig geschlossen. Das teilte das Bundesumweltministerium mit. Das Ministerium habe nun entschieden, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) "mit der Stilllegung des Bergwerks zu beauftragen". Das Bergwerk solle wieder verfüllt werden. "Das Bergwerk Gorleben soll nun stillgelegt werden und die Salzhalde dabei wieder unter Tage verbracht werden - es ist nun an der BGE, die Planung der Schließung fortzusetzen." ...

 

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16.09.2021 - AKW-Abschaltung ohne garantierte Milliardengewinne?

Spanien: Strompreise auf Allzeithoch; Stromerzeuger drohen mit Stilllegungen der AKW, wenn die Regierung ihre Riesengewinne antastet

Ist die Drohung der spanischen Atomkraftlobby, die Atomkraftwerke abzuschalten, wenn die Regierung wie angekündigt die Milliardengewinne beschneidet, eine Erpressung? Begründet wird dies mit den stark steigenden Strompreisen, die auf die Stromerzeuger "vom Himmel fallen". Oder ist dies das definitive Eingeständnis, dass die gefährlichen Anlagen längst unrentabel sind und ohne Subventionierung nicht einmal mehr rentabel betrieben werden können, obwohl der Steuerzahler sogar die enormen Entsorgungs- und Rückbaukosten der Dinosaurier-Technologie übernehmen soll?

Jeder darf sich darüber selbst ein Urteil angesichts der Drohung bilden, die die Atomlobby in Spanien gerade gegenüber der spanischen Regierung ausgesprochen hat. Denn die sozialdemokratische Regierung unter Pedro Sánchez will nun - allerdings nur bis März befristet - einen Teil der exorbitanten Gewinne der großen Stromerzeuger abziehen, um die derzeit explodierenden Strompreise für die Verbraucher zu senken. Das ist dem großen öffentlichen Druck und den Protesten darüber geschuldet, dass die Stromrechnungen der Verbraucher immer höher werden.

An dieser Stelle wurde mehrfach auf die Milliardengewinne hingewiesen, die aufgrund des bizarren Tarifsystems in Spanien für die Stromerzeuger quasi "vom Himmel fallen" - man nennt diese Gewinne "Windfall Profits" ...

 

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16.09.2021 - Schweiz fördert weiterhin große Solaranlagen – in Zukunft mit Auktionen

Die beiden Kammern des Schweizer Parlaments haben sich auf eine Übergangslösung zur Unterstützung von Ökostromanlagen geeinigt. Alle Erzeugungstechnologien werden bis 2030 weiter gefördert.

In der Schweiz soll auch nach dem Auslaufen der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) für große Photovoltaikanlagen Ende 2022 eine Förderung weiterhin möglich sein. Dabei setzen die Eidgenossen auf Ausschreibungen, während kleinere Anlagen mit einer Einmalvergütung gefördert werden. Diese können zwar auch Solargeneratoren mit einer Leistung von bis zu 50 Megawatt in Anspruch nehmen. Doch die Einmalvergütung ist auf 30 Prozent der Investitionssumme begrenzt. Den Rest der Refinanzierung müsste der Betreiber aus dem Verkauf oder der direkten Nutzung des Stroms stemmen ...

 

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16.09.2021 - Neuer Trend in Bayern: Stromerzeugung beim Gemüseanbau

Immer mehr Landwirte setzen auf Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen für grünen Strom. Neu im Trend: Agri-Photovoltaikanlagen. Eine Kombination aus Solaranlagen und Pflanzenanbau. Doch stehen Landwirte noch vor bürokratischen Hürden.

Landwirt Ulrich Eckl lässt seine Pferde auf seinem Acker bei Eichendorf im Landkreis Dingolfing-Landau weiden - und zwar zwischen Solaranlagen. Denn: Auf 25 Hektar wächst hier nicht nur Heu, sondern es wird auch Strom erzeugt. 26 Millionen Euro hat die Photovoltaikanlage gekostet - und Landwirt Eckl plant auf seinen anderen Flächen im Landkreis Deggendorf noch mehr Anlagen, genauer: Agri-Photovoltaikanlagen.

Trend: Agri-Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen

Bei solchen Anlagen werden Ackerflächen nicht nur genutzt, um entweder nur Lebensmittel anzubauen oder nur Solaranlagen aufzustellen, sondern es wird beides kombiniert: Pflanzenanbau unter Photovoltaikanlagen ...

 

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Atom-U-Boote für Down Under:

15.09.2021 - Australien, die USA und Grossbritannien gehen ein neues Bündnis gegen China ein

Mit dem Bündnis AUKUS wollen die USA und ihre Verbündeten dem wachsenden Machtanspruch Chinas im indopazifischen Raum begegnen. In einem ersten Schritt werden die USA ihre sorgfältig geheim gehaltene Nukleartechnologie für U-Boote mit Australien teilen.

Die Nachricht traf die grosse Mehrheit der Australier völlig überraschend. Am späten Mittwochabend alarmierte eine Meldung über eine wichtige Ankündigung des australischen Premierministers von internationaler Bedeutung die Medien. Die Ankündigung erfolgte jedoch erst am nächsten Tag um 7 Uhr früh – dann trat der australische Premierminister Scott Morrison im Fernsehen vor den Flaggen Australiens, der USA und Grossbritanniens auf. Mit grossem Ernst verkündete er, Australien werde einem neuen, richtungsweisenden Bündnis im indopazifischen Raum beitreten. Das Land werde damit noch enger an den grossen Verbündeten USA und seine alte Kolonialmacht Grossbritannien heranrücken. Im neuen Bündnis AUKUS werde Australien gemeinsam mit den USA und Grossbritannien acht atombetriebene U-Boote bauen und in Zukunft einsetzen, um Stabilität und Sicherheit im indopazifischen Raum zu stärken ...

 

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15.09.2021 - EU Taxonomie: Nachhaltigkeit nur OHNE Atomenergie und Erdgas möglich

Offener Brief an die Spitzenkandidat*innen zur Bundestagswahl

In einem offenen Brief an die Spitzenkandidat*innen mehrerer demokratischer Parteien, forderte die internationale Ärzt*innenorganisation IPPNW in einem Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen heute Erdgas und Atomenergie in der bevorstehenden Entscheidung zur EU-Taxonomie nicht als nachhaltig einzustufen. Die Glaubwürdigkeit des gesamten Green Deals und insbesondere der Taxonomie hänge von dem Beschluss ab, so die Organisationen. Gleichzeitig könne die Entscheidung die Einhaltung der Pariser Klimaziele und damit die Bewältigung der Klimakrise untergraben.

„Erdgas ist ein fossiler Energieträger und heizt wie Kohle oder Öl das Klima weiter an. Atomenergie verursacht schon mit dem Uranabbau verheerende Umweltzerstörung, setzt auch im Normalbetrieb Strahlung frei und stellt uns vor die unlösbare und ungelöste Lagerung von hochradioaktiven Abfällen. Nichts davon entspricht den Kriterien die die Taxonomie vorgibt. Atomenergie oder Erdgas als "nachhaltig" zu bezeichnen würde der EU-Taxonomie somit jegliche Glaubwürdigkeit nehmen“, betont Dr. med. Angelika Claußen, Co-Vorsitzende der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) ...

 

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»Atomkraft Forever«

15.09.2021 - Eine Million Jahre Sicherheit

Ein Gespräch mit Carsten Rau zu seinem Dokumentarfilm »Atomkraft Forever«

Haben Sie an all Ihren Wunschdrehorten filmen können?

Nein. Wir haben lange versucht, uns mit der chinesisch-französischen Kooperation in der Nuklearindustrie zu beschäftigen. Das haben wir nach etwa zwei Jahren aufgeben müssen. Die einzige Möglichkeit, in China weiterzukommen, wäre die Kooperation mit einer unterm Strich staatlichen Produktionsfirma gewesen, und davon haben wir Abstand genommen. Ähnlich schwierig war es mit der französischen Nuklearindustrie. Das liegt daran, dass dort niemand sofort »Hier!« schreit, wenn ein deutscher Journalist oder Filmemacher vor der Tür steht. Die wissen natürlich, dass das Thema Atomindustrie in Deutschland seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert wird und der Ausstieg hier schon lange beschlossene Sache ist. Die Frage, die sich einem Atomkonzern wie EDF/Areva stellt: Was haben wir zu gewinnen, wenn wir uns mehrere Wochen mit jemandem rumschlagen müssen, der bei uns drehen will und dabei hohe Anforderungen stellt, aber Deutschland gar kein Markt mehr für uns ist? Das haben die mir auch klar so gesagt ...

 

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Aktuelles+

 

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15. September 2021 - Klimakrise: Die Kosten der Untätigkeit

Artikel von Wolfgang Pomrehn aus www.telepolis.de

Die Energie- und Klimawochenschau: Eine unkritische und schlecht vorbereitete Kandidatenbefragung, ein Hungerstreik fürs Klima und eine Wissenschaft ablehnende Digitalisiererin in Laschets Zukunftsteam

Das war schon eine sehr eigenartige Moderation des Dreikampfes der Kanzler-Kandidatinnen und -Kandidaten, den ZDF und ARD am Sonntag zur besten Sendezeit ausstrahlten. Deutschland erschien als eine einsame Insel im weiten Universum, hermetisch abgeschlossen gegen alle Einflüsse aus den fernen Galaxien jenseits von Rhein, Oder und Alpen.

Keine einzige außenpolitische Frage wurde angesprochen, weder der vollkommen desaströse Afghanistan-Krieg, der seit 2009 nach UN-Angaben knapp 20.000 Zivilisten das Leben kostete, noch die dramatische Situation an den EU-Außengrenzen, noch die weiter vor sich hinschwelende EU-Krise. Scheint alles nichts mit der Politik der bisherigen oder der künftigen Bundesregierung zu tun zu haben.

Auch die große Megakrise der 21. Jahrhunderts, die inzwischen - eigentlich unübersehbar - mit der globalen Erwärmung Fahrt aufnimmt, scheint nicht so besonders wichtig zu sein. Lange mussten die Zuschauerinnen und Zuschauer warten, bis sie endlich angesprochen wurde, und dann ging es der Moderation, Maybrit Illner und Oliver Köhr, eigentlich nur ums Geld.

Immer wieder versuchten sie die Antworten dahin zu lenken, dass der Klimaschutz den Bürgerinnen und Bürgern teuer zu stehen kommen werde. Die Flutopfer in Ahrweiler, das großflächige Absterben der Fichtenwälder, die steigenden Herausforderungen beim Küstenschutz, der katastrophal mangelhafte Katastrophenschutz kamen in ihren Fragen hingegen ebenso wenig vor wie die fortgesetzte Zerstörung von Wäldern und Dörfern für den Abbau der Braunkohle, dem mit Abstand klimaschädlichsten Brennstoff, der bestenfalls noch von Torf überboten wird.

Auch die Kandidatin der Grünen begnügte sich damit, nur einmal kurz auf die enormen Schäden zu verweisen, die die Klimakrise künftig noch mit sich bringen wird. Einen kleinen Eindruck davon vermitteln neueste Zahlen aus den USA.

Dort haben 2020, Waldbrände, Sturmfluten, Hurrikane und andere extreme Wetterereignisse Schäden in Höhe von fast 100 Milliarden US-Dollar angerichtet, berichtete am gestrigen Dienstag unter anderem der Deutschlandfunk.

US-Präsident Joe Biden habe daher von "Alarmstufe Rot" gesprochen und angekündigt, dass in diesem Jahr die Schadenssumme sogar noch höher auszufallen drohe. Angesichts dessen sind die 1,2 Milliarden Euro, die die EU-Kommission für Hilfen bei Naturkatastrophen zur Verfügung stellt, lächerlich bescheiden. Kein Wunder also, dass sie für dieses Jahr bereits aufgebraucht sind, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland meldet.

Armin der Ahnungslose

Ansonsten sprach sich Baerbock dafür aus, den Kohleausstieg auf 2030 vorzuziehen, wovon ihre beiden Konkurrenten nichts wissen wollten. Armin Laschet demonstrierte hingegen einmal mehr, dass er so seine Schwierigkeiten mit der Wahrnehmung von Zeiträumen hat und sich Jahreszahlen nicht recht merken kann.

Seit den 1990er Jahren wissen wir von Welt-Klimaereignissen. Wir wissen seit Monaten von Fridays for Future, die auf der Straße sind, dass etwas passieren muss.
Armin Laschet

Die weltweiten Schulstreiks für das Klima finden seit nunmehr rund drei Jahren statt. Hierzulande gab es die ersten Aktionen Anfang Dezember 2018.

Und was der Unions-Kanzlerkandidat mit den "Welt-Klimaereignissen" meint, bleibt wohl sein Geheimnis. Sollte er damit gemeint haben, dass der Klimawandel erst seit den 1990ern bekannt sei oder erst seither diskutiert werde, so redet er einfach mal wieder groben Unfug.

Die Mechanismen, die das Klima verändern, sind in wissenschaftlichen Kreisen seit weit über 100 Jahren bekannt und werden in der breiteren Öffentlichkeit spätestens seit den 1970-er Jahren diskutiert. Eine erste Weltklimakonferenz von Forschern und Politikern fand bereits 1979 statt.

1988 wurde der sogenannte Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) gegründet und 1992 in Rio de Janeiro die UN-Klimaschutzrahmenkonvention verabschiedet, in der sich 196 Staaten verpflichten, "die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration auf einem Niveau zu erreichen, auf dem eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems verhindert wird" (Artikel 2 der Konvention).

Bitte keine Kritik

Kritische Nachfragen nach diesen offensichtlichen Kenntnislücken in der Klimapolitik, seiner Braunkohlepolitik, der Verhinderung des Windkraftausbaus mit dem neuen 1000-Meter-Mindestabstand sowie dem repressiven Vorgehen der von ihm geführten nordrhein-westfälischen Landesregierung gegen Klimaschützer ersparte die Moderation Laschet.

Erst kürzlich hatte ein Kölner Gericht das Land Nordrhein-Westfalen beschieden, dass die Räumung des Hambacher Forstes 2018 für die Ausweitung des gleichnamigen Tagebaus illegal war (Hambacher Forst: Armin Laschet agierte illegal.) Anfang der Woche wurde in einem anderen Verfahren einem Filmemacher 3.350 Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld zugesprochen, der in diesem Zusammenhang unangemessener Polizeigewalt ausgesetzt gewesen war.

Schließlich stritten Scholz und Laschet noch länger rum, wessen Fuß in der ausgehenden Legislaturperiode in Sachen Ausbau der erneuerbaren Energieträger fester auf die Bremse getreten hat. Einig waren sie sich, dass sie Genehmigungsverfahren beschleunigen wollen.

Unerwähnt blieb hingegen von beiden, dass der Ausbau der Windenergie vor allem unter dem aufwendigen Ausschreibungsverfahren leidet, das seit 2017 selbst von den kleinsten Windprojekten durchlaufen werden muss (Generalangriff auf die Energiewende, Gegen Dezentralisierung und Bürgerwindparks). Auch hier keinerlei kritische Nachfragen oder Hinweise der Moderation.

Neue Verfassungsbeschwerden

Wir hatten am Montag nachträglich von den Klagen berichtet, die die Deutsche Umwelthilfe DHU und Greenpeace gegen verschiedene Automobilkonzerne angestrengt haben. Nun legt die DUH nach.

In fünf Bundesländern wurden gemeinsam mit Kindern und jungen Erwachsenen Verfassungsbeschwerden gegen die Landesregierungen eingereicht. Der Vorwurf: Keines der Länder - betroffen sind Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt - habe ein Landesklimaschutzgesetz, das den Anforderungen der Pariser Klimaübereinkunft genügt. Ähnliche Beschwerden wurden bereits Anfang Juli in Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen eingereicht.

Durch die Klimakatastrophe wächst die soziale Ungleichheit in Deutschland und der Welt. Mir ist absolut unbegreiflich, wieso Sachsen keine Pläne für sozial-gerechten Klimaschutz vorzeigen kann. Mein Bundesland lenkt mich und alle künftigen Generationen in eine Katastrophe. Großdemonstrationen und die Wünsche der jungen Generation sind wohl nicht ausreichend, um die Regierenden zum Handeln zu bringen. Deshalb ziehe ich vor das Bundesverfassungsgericht.
Tristan Runge, Beschwerdeführer aus Sachsen

Neue Wege

Auch andere suchen nach neuen Wegen, jenseits von Großdemonstrationen mehr Druck auf die Regierung aufzubauen. In der Berliner taz verweist die Umwelt- und Seenotrettungsaktivistin und Naturschutzökologin Carola Rackete darauf, dass 2021 in Deutschland die Treibhausgasemissionen wieder steigen.

Die Schulstreiks und Demonstrationen hätten zwar viele erreicht - der nächste globale Aktionstag der Fridays-for-Future-Bewegung ist für den 24. September geplant - aber könnten nicht mehr genug Druck auf Regierung und Wirtschaft ausüben. Rackete: "Doch der Status quo ist träge und seine Profiteure wehren sich mit aller Macht gegen jede ausreichende Kurskorrektur."

Die Dialogpolitik sei an ihre Grenzen gestoßen und mehr Konsequenz notwendig. Die Autorin ruft die Jugendbewegung auf, sich ab dem 27. September ganz konkret in Lützerath im rheinischen Braunkohlerevier der Ausweitung des Tagebaus Garzweiler 2 zu widersetzen.

Andere haben derweil das drastische Mittel eines Hungerstreiks gewählt. Seit dem 30. August führt eine Gruppe von sechs jungen Menschen in der Nähe des Berliner Kanzleramts eine Mahnwache durch. Sie nennen sich "Hungerstreik der letzten Generation" und haben seit inzwischen 16 Tagen keine Nahrung mehr zu sich genommen.

Gefordert wird, einen Rat der Bürgerinnen und Bürger einzuberufen, der Sofortmaßnahmen berät, sowie ein Gespräch mit den Kanzlerkandidaten. Doch diese reagieren nicht oder abweisend. SPD-Kandidat Olaf Scholz, schon als Hamburger Bürgermeister bekannt für seinen rabiaten Umgang mit Protesten, entledigte sich der lästigen Mahner nach deren Angaben mittels Security und Polizei. (Hier zwei Statements eines der Hungerstreikenden.)

Was sonst noch geschah

Ansonsten wäre noch zu berichten, dass in Armin Laschets "Zukunftsteam" mit Dorothea Baer eine Frau sitzt, die noch 2017 öffentlich verkündete und einem der weltweit angesehensten Klimawissenschaftler direkt ins Gesicht sagt, dass sie nicht glaube, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht sei.

Zurzeit ist Baer übrigens in der Bundesregierung als Staatssekretärin für die Digitalisierung Deutschlands verantwortlich, was ja vielleicht auch erklären mag, weshalb Deutschland auf diesem Feld inzwischen zu den Schlusslichtern in Europa gehört. Nur Albanien soll noch schlechter ausgestattet sein.

Des Weiteren wird es in Nordrhein-Westfalen einen Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe geben, wie der WDR berichtet. Die Opposition will die Rolle der Landesregierung während und vor der Katastrophe beleuchten. Aufarbeitung sei wichtig. "Das sind wir den Opfern schuldig", meint die Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen, Verena Schäffer, gegenüber dem WDR.

Außerdem brennen in Russland, Spanien und den USA weiter die Wälder.

Derweil pfeifen es hierzulande inzwischen die Spatzen - wie hier beim ZDF - von diversen Dächern, dass keine der Bundestagsparteien mit ihrem Programm noch das 1,5-Grad-Ziel der Pariser Klimaübereinkunft schaffen kann.

Dabei schneiden je nach Blickwinkel meist das Programm der Linkspartei, manchmal auch das der Grünen noch am besten ab. Da sollten die beiden Parteien bei der anstehenden Wahl zusammen eigentlich auf 40 Prozent der Stimmen kommen, doch danach sieht es bisher nicht aus. So hoch ist nämlich in etwa der Anteil der Wählerinnen und Wähler, für die Umwelt- und Klimaschutz das wichtigste Thema bei dieser Wahl ist.

Schließlich wäre noch darauf hinzuweisen, dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, keine Gelegenheit auslässt, Fördergelder ins heimische Bayern zu lenken, dass der Volkswagen- Konzern sich für Tempo 30 in Wohngebieten und Tempo 130 auf den Autobahnen stark macht und dass auch Kanada nun mit Fairy Creek so eine Art Hambacher Forst hat.

Der Sender CBC berichtet, dass sich die Blockade des Waldes auf der Vancouver Island im äußersten Westen des Landes zur größten Aktion bürgerlichen Ungehorsams ausgewachsen habe. Der Protest richtet sich gegen das Roden eines alten Urwaldes.

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Wenn die Kamera läuft, wollen alle das Klima retten.
Auf was wir jedoch warten, sind Taten ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Das Durchsuchen der reaktorpleite.de

mit den Stichworten:

       
  Erneuerbare  
  Solar Wind  
       

brachte u.a. folgendes Ergebnis:

 

13.05.2019 - Erneuerbare schlagen Atomstrom

Artikel von Dirk Uwe Sauer aus www.tagesspiegel.de

Mehr Kernkraftwerke für den Klimaschutz? Energie aus Sonne, Wind oder Wasser zu gewinnen, ist günstiger. 

Deutschland steigt im Jahr 2022 aus der Atomenergie aus, doch Länder wie China, Russland und Japan setzen weiter auf die Kernkraft. Welche Rolle die Kernenergie künftig in der Weltstromerzeugung und fürs Klima spielt, hat eine Expertenkommission der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften „acatech“ untersucht. Im jetzt veröffentlichten Report „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) kommt sie zu dem Schluss, dass Kernenergie in Zukunft kaum noch konkurrenzfähig sein wird gegenüber Strom aus erneuerbaren Quellen. Ein Gastbeitrag des leitenden Wissenschaftlers des Projekts.

Welchen Beitrag leistet Kernenergie zur Energieversorgung der Zukunft? Darüber wird leidenschaftlich diskutiert. Befürworter verweisen auf die nahezu CO2-freie und damit klimafreundliche Stromerzeugung, Kritiker betonen die Risiken der Atomkraftwerke (AKWs) und die unabsehbaren Ewigkeitskosten der Atommülllagerung. Aber der wesentliche Grund, warum der Anteil der Stromerzeugung aus Kernenergie rückläufig ist, ist ein anderer. Die Energiewirtschaft hat in Ländern mit liberalisierten Strommärkten – also dort, wo Unternehmen die Kraftwerke ohne staatliche Unterstützung und Absicherung betreiben müssen – längst ihr Urteil über die Kernkraft gefällt. Seit vielen Jahren werden dort kaum noch neue Kernkraftwerke gebaut, laufende Bauarbeiten abgebrochen oder alte Anlagen wegen Unwirtschaftlichkeit abgeschaltet ...

 

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YouTube-Kanal "Reaktorpleite"

 

Bewegte Bilder zu den Themen: Atomkraft, Korruption, MiK, Rüstung, Klima-, Natur- und Umweltschutz ... 

 

Weltspiegel - 05:14

Energiewende in China: Plötzlich Vorreiter beim Klimaschutz?

 

Terra X Lesch & Co - 07:38

Ohne Kohle und Atom - geht uns der Strom aus?

 

HYPERRAUM.TV - 12:24 

NOOR - das größte Sonnenkraftwerk der Erde

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 100 Videos zu den Themen: Atomkraft, MiK, Rüstung, Korruption, Klima-, Natur- und Umweltschutz ...

 

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News

 

Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

 

Stichwortsuche: Energiewende

https://www.ecosia.org/search?q=Energiewende

 

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Wikipedia

 

Sonnenenergie

Als Sonnenenergie oder Solarenergie bezeichnet man die Energie der Sonnenstrahlung, die in Form von elektrischem Strom, Wärme oder chemischer Energie technisch genutzt werden kann. Sonnenstrahlung ist dabei die elektromagnetische Strahlung, die auf der Sonnenoberfläche wegen ihrer Temperatur von ca. 5500 °C als Schwarzkörperstrahlung entsteht, was letztlich auf Kernfusionsprozesse im Sonneninneren (das Wasserstoffbrennen) zurückgeht.
Die Sonnenenergie lässt sich sowohl direkt (z. B. mit Photovoltaikanlagen oder Sonnenkollektoren) als auch indirekt (z. B. mittels Wasserkraftwerken, Windkraftanlagen und in Form von Biomasse) nutzen ...

 

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Weltraumgestützte Solarenergie

Weltraumgestützte Solarenergie (englisch space-based solar power, SBSP) ist ein vorgeschlagenes Verfahren, um Sonnenenergie im Weltraum zu sammeln und auf die Erde zu übertragen.

Ein erheblicher Teil der ankommenden Sonnenstrahlung (55–60 %) geht auf dem Weg durch die Erdatmosphäre durch Effekte wie Reflexion und Absorption verloren. Weltraumgestützte Solarstromsysteme würden Sonnenlicht außerhalb der Atmosphäre in Mikrowellen umwandeln und diese zur Erde hin abstrahlen. Damit würden sie die Verluste und – bei entsprechender Konstruktion – die durch die Erdrotation verursachten Ausfallzeiten vermeiden, allerdings bei extrem hohen Investitionsausgaben für den Transport von Material in die Umlaufbahn. Orbitale Sonnenkraftwerke gelten als eine Form der erneuerbaren Energien. Seit Anfang der 1970er Jahre werden verschiedene Konzepte diskutiert, aber keines ist mit den heutigen Trägerraketen wirtschaftlich sinnvoll, vor allem, weil erdgebundene Kraftwerke den Strom zu einem Bruchteil der Kosten erzeugen. Alle Entwürfe arbeiten mit Strahlenenergiedichten, die nicht schädlich wären, wenn Menschen kurzfristig exponiert würden. Die enorme Größe der benötigten Empfangsantennen würde aber große, ebene (d. h. meist landwirtschaftlich genutzte) Flächen in der Nähe der Endverbraucher erfordern.

Stand 2020 werden Studien und Experimente zur Realisierbarkeit derartiger Projekte unter anderem von Japan, China und den USA aktiv betrieben, in Japan wegen der Ablehnung von Kernkraftwerken in breiten Schichten der Bevölkerung, in China und den USA aufgrund langfristiger strategischer Erwägungen insbesondere des Militärs ...

 

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Weiter zu: Zeitungsartikel 2021

 

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