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Zeitungsartikel 2020
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10. November 2020 - RWE und EON vor Wiedereinstieg in AKW-Bau: Beteiligung via Urenco an AKW-Plänen in England

Artikel aus www.oekonews.at

Pläne für Modulreaktoren in den Niederlanden - Deutsche Bundesregierung stimmt Urenco-Plänen trotz Atomausstieg zu

RWE und EON planen über ihre Beteiligung am Urananreicherer Urenco einen Wiedereinstieg in den Neubau von Atomkraftwerken. Konkret geht es nach einer Meldung von Urenco vom 28. Oktober um den Einstieg Urencos in ein Konsortium unter der Führung von EDF Energy zum Bau des geplanten Atomkraftwerks Sizewell C an der englischen Nordsee-Küste. In den Niederlanden plant Urenco nach einem Bericht der niederländischen Zeitung Tubantia vom 4. November den Bau eines sog. Modulreaktors mit bis zu 300 MW Leistung. Ende September hatte die niederländische Regierung allgemein angekündigt, neue AKW bauen zu wollen. Darauf reagieren jetzt Urenco, RWE und EON. Einer von drei benannten AKW-Standorten ist Eemshaven an der Nordsee, unmittelbar gegenüber von Borkum. Der dortige Bürgermeister kündigte bereits rechtliche Schritte an.

Für alle AKW-Baupläne von Urenco besitzt die deutsche Bundesregierung aufgrund internationaler Verträge die Aufsichtspflicht und damit verbunden ein Veto-Recht. RWE und EON besitzen ein Drittel der Anteile am Urananreicherer Urenco, die zwei anderen Drittel gehören dem britischen und dem niederländischen Staat. Deutsche und niederländische Anti-Atomkraft-Initiativen sind von den AKW-Plänen entsetzt und fordern von Urenco, RWE und EON den sofortigen Abbruch dieser Planungen sowie ein Veto der deutschen Bundesregierung. Die Anti-Atomkraft-Initiativen kündigen zudem entschlossene Proteste an.

"Noch vor wenigen Tagen sprach das detusche Bundesumweltministerium während des Castor-Transports stolz vom Atomausstieg in Deutschland. Doch nun steigen die beiden Großkonzerne RWE und EON wieder mit Vollgas in die Atomenergie ein und beteiligen sich über ihr Tochter-Unternehmen Urenco an zwei AKW-Neubauprojekten in Großbritannien und in den Niederlanden – und das zum Teil unmittelbar an der Grenze zu Deutschland. Wir sind fassungslos, dass die Auseinandersetzung um die Atomenergie zehn Jahre nach Fukushima von vorne beginnt," so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

"RWE und EON haben aus Reaktorkatastrophen nichts gelernt"

"Vor Fukushima wollten RWE und EON noch gemeinsam vier Atomkraftwerke in Großbritannien bauen. Diese Pläne wurden nach Fukushima auf Eis gelegt. Doch die Untoten der Atomindustrie stehen nun wieder auf – RWE und EON haben aus der Geschichte und den Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima nichts gelernt. Als Konsequenz sollten die verbliebenen Atomreaktoren in Deutschland sowie die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen umgehend stillgelegt werden, damit der Atomausstieg in Deutschland nicht weiter torpediert wird," erklärte Kerstin Rudek von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

„Gerade die britische Regierung betreibt ihre Atompläne unter dem Deckmantel der „klimaneutralen Atomkraft“ letztlich auch für das eigene Atomwaffenprogramm. RWE und EON sitzen hier als Urenco-Anteilseigner mit im Boot. Die Bundesregierung muss ihre Aufsichtspflicht und ihr Veto-Recht über Urenco wahrnehmen. Es darf weder direkt noch indirekt eine Unterstützung des britischen Atomwaffenprogramms geben“, fordert Dr. med. Angelika Claußen, Europavorsitzende der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung).

Hintergründe zu Urenco:

Urenco ist ein britisch-niederländisch-deutscher Uranreicherer, der zu je einem Drittel dem britischen und niederländischen Staat gehört. Das deutsche Drittel teilen sich RWE und EON. Urenco betreibt in Gronau/Westfalen, in Almelo/NL, in Capenhurst/UK sowie in Eunice/USA insgesamt vier Urananreicherungsanlagen und ist damit nach der russischen Rosatom der zweitgrößte Urananreicherer weltweit. Eigene Atomkraftwerke betreibt Urenco bislang nicht. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Urenco jedoch an der Konstruktion von sog. Small Modular Reactors (SMR), die in diesem Jahrzehnt erstmals gebaut werden sollen. Gemäß einer Antwort de deutschen Bundesregierung im Bundestag vom 11. November 2019 werden dazu u. a. Dutzende Standorte in Großbritannien und Kanada untersucht (Bundestags-Drucksache 19/15023).

Der Urenco-Gründungsvertrag von Almelo (1970) billigt den drei Regierungen in London, Den Haag und Berlin weitgehende Aufsichtspflichten und -rechte zu. Strategische Entscheidungen können bei Urenco nur im Einvernehmen zwischen allen Anteilseignern und Regierungen getroffen werden. Das bedeutet, dass sowohl RWE und EON, aber auch die deutsche und die niederländische Bundesregierung ein Veto-Recht für derartige Entscheidungen besitzen.

Ein Grund dafür ist, dass die Urananreicherung grundsätzlich immer zur Anreicherung von atomwaffenfähigem Uran geeignet ist und Urenco z. B. auch mit dem US-Pentagon über gemeinsame Projekte verhandelt. In Großbritannien unterstützt die zivile Atomenergienutzung ebenfalls das militärische Atomwaffenprogramm. Anti-Atomkraft-Initiativen kritisieren die fortschreitende Militarisierung der Urananreicherung schon seit Jahren.

 

Quellen:

https://www.urenco.com/news/global/urenco-joins-sizewell-c-consortium

https://www.tubantia.nl/almelo/kerncentrale-in-het-klein-urenco-werkt-aan-nieuw-soort-minireactor~a0966950/?referrer=https%3A//email.t-online.de/

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Karte der nuklearen Welt:

Businixx-Terror der Atomindustrie beenden ...

 

Englischsprachige Version der Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD&ll

 

 

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Regionalkontakte

Finde eine Anti-Atom-Gruppe in Deiner Nähe oder Gleichgesinnte, um eine Gruppe vor Ort zu gründen. Unsere Liste ist nicht vollständig. Einige Gruppen oder Personen kennen wir nicht, andere wollen nicht veröffentlicht werden ...

 

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AtomkraftwerkePlag

 

URENCO

Weiterbetrieb trotz Atomausstieg

Dass die Bundesregierung die Atomanreicherungsanlage in Gronau nicht in ihre Atomausstiegspläne mit einbezogen hat, könnte daran liegen, dass sie vor der Kündigung internationaler Atomenergie-Verträge zurückschreckt. URENCO, Betreiber der Urananreicherungsanlage Gronau, wurde 1971 mit dem Vertrag von Almelo zwischen Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien gegründet. Die großbritannische und die niederländische Regierung besitzen jeweils ein Drittel Anteil an URENCO, die deutschen Energiekonzerne RWE und E.ON teilen sich das verbleibende Drittel zu je 50 % ...

 

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Sizewell (Großbritannien)

Geplant: Sizewell-C

2008 wurde Sizewell bereits als möglicher Standort für zusätzliche Einheiten genannt. Laut Betreiber und WNA soll eine neue Anlage Sizewell-C mit zwei EPR-Reaktoren von je 1.670 MW Leistung errichtet werden. Der Zeitplan ist offen.

Im September 2016 unterzeichneten die Électricité de France und die chinesische CGN Verträge zur Entwicklung von Sizewell C ...

 

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Niederlande

Kleines Atomprogramm

... 2020 ließ die Regierung Rutte eine atomkraftfreundliche Studie durch die Beratungsfirma Enco erstellen, die 1994 von ehemaligen Mitgliedern der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) gegründet worden war. Diese kam zum Ergebnis, dass Atomkraft eine kostengünstige Energiequelle für das Ziel einer CO2-Reduzierung darstelle, und empfahl die Laufzeitverlängerung des bestehenden sowie den Bau neuer AKW. Drei bis zehn neue Kraftwerke waren im Gespräch ...

 

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Wikipedia

 

Kernkraftwerk Sizewell

Sizewell C

Seit dem Verkauf von British Energy an Électricité de France (EDF) im Februar 2009 gab es konkreter werdende Pläne für ein neues Kraftwerk mit zwei Reaktoren in Sizewell. Vor Ort gibt es bereits eine Vereinbarung zum Netzanschluss für ein neues Kernkraftwerk. Die geplante Laufzeit beträgt 60 Jahre. Die Regierung schätzte damals, dass die beiden 1600 MW-Reaktoren, zusammen mit den geplanten Einheiten in Hinkley Point, circa 13 % des Elektrizitätsbedarfs des Vereinigten Königreichs decken würden. EDF plante das EPR-Design von Areva für alle Kernkraftwerksneubauten in UK einzusetzen. Ähnliche Kraftwerke werden zurzeit in Finnland, Frankreich und China gebaut.

Am 18. Oktober 2010 bezeichnete die Britische Regierung Sizewell als einen von acht geeigneten Standorten für neue Kernkraftwerke.

Der Betreiber Électricité de France und die chinesische Gesellschaft CGN schlossen im September 2016 Verträge zur Entwicklung von Sizewell C ab. Im Mai 2020 wurde der Bau offiziell beantragt ...

 

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Atomausstieg

Als Atomausstieg, auch Kernkraftausstieg oder Atomverzicht wird die politische Entscheidung eines Staats, den Betrieb von Kernkraftwerken einzustellen und auf Kernenergie zur Stromerzeugung zu verzichten, bezeichnet. Einen vollständigen Ausstieg aus der Erzeugung von Atomenergie hat bisher Italien durchgeführt, weitere Staaten wie Deutschland, Belgien und die Schweiz haben einen Atomausstieg angekündigt bzw. ihn in die Wege geleitet. Österreich nahm sein fertiggestelltes Kernkraftwerk Zwentendorf bereits 1978 nach einer Volksabstimmung nicht in Betrieb, weitere Staaten brachen zum Teil weit vorangeschrittene Atomprogramme ab.

Der Atomausstieg ist ein wichtiger Teilaspekt der Energiewende; diese ist jedoch deutlich weiter gefasst und sieht langfristig die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien sowie den völligen Verzicht auf konventionelle Energieträger (Kernbrennstoffe als auch fossile Brennstoffe) vor ...

 

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11.11.2020 - Offenbar doch kein Atomkraftwerk in Eemshaven geplant

Im niederländischen Eemshaven soll offenbar doch kein Atomkraftwerk gebaut werden. Das berichtet die "Nordwest-Zeitung" und beruft sich dabei auf eine Antwort des niederländischen Ministeriums für Wirtschaft und Klima an Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD). Es gebe kein konkretes Vorhaben für den Bau eines Atomkraftwerkes in Eemshaven, heißt es demnach. Borkum wehrte sich gegen Pläne für ein neues Atomkraftwerk. Eemshaven liegt nur knapp 20 Kilometer Luftlinie von der Insel entfernt.

 

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11.11.2020 - Erstes AKW in Belarus nach technischen Problemen wieder vom Netz genommen

In der Startphase wurde durch Tests in dem AKW nahe Litauen festgestellt, dass elektronische Messgeräte und Trafos ausgetauscht werden müssen.

Das am Samstag in Belarus in Betrieb genommene erste Atomkraftwerk des Landes ist wegen technischer Probleme wieder vom Netz genommen worden. Durch Tests sei festgestellt worden, dass einzelne elektronische Messgeräte und Trafos ausgetauscht werden müssten, berichtet die belarussische Nachrichtenagentur BelTA. Dies habe aber keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlage, alle "technologischen Systeme des Atomkraftwerks funktionieren normal", hieß es ...

 

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11.11.2020 - Abbau klimaschädlicher Subventionen würde 46 Milliarden Euro einsparen

Laut einer Studie von Greenpeace würde der Bund sehr viel Geld einsparen, wenn er einige Subventionen streicht. Zudem würde der Ausstoß von Treibhausgasen verringert.

Der Bund könnte 46 Milliarden Euro pro Jahr sparen, wenn er zehn klimaschädliche Subventionen streicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Berechnung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Außerdem könnten laut der Studie durch eine solche Streichung jährlich fast 100 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart werden. Das ist etwa ein Achtel des gesamten Ausstoßes von 2019.

Mit dem Abbau klimaschädlicher Subventionen gewinne der Staat Spielraum für die Abfederung der Folgen der Corona-Krise sowie für Klimaschutzinvestitionen, sagte Greenpeace-Klimaexperte Bastian Neuwirth. Gleichzeitig würden Nachteile für klimafreundliche Wirtschaftszweige beseitigt ...

 

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11.11.2020 - Atomkraft oder Erneuerbare? – Eine große Studie will die Antwort haben

Nach 25 Jahren Forschung will ein Forscherteam die Antwort haben auf die Frage: Welche Energieform reduziert CO2-Emissionen am besten? Die Beweislage sei klar – doch es gibt auch Kritik an der neuen Studie.

Ein Vierteljahrhundert haben die Forscher in ihre Studie investiert – und wollen nun am Ende damit die Frage beantworten, ob Atomenergie oder Erneuerbare Energie besser im Kampf gegen Treibhausemissionen ist.

Kürzlich erschien die Studie der britischen University of Sussex in der begutachteten Fachzeitschrift Nature Energy. Sie kommt zu dem Schluss, dass nukleare Energie – wenngleich oft und gerne als beste Alternative zu fossilen Brennstoffen dargestellt – nicht der beste Weg ist, um Strom ohne Treibhausgase zu produzieren. Sich völlig auf Erneuerbare wie Windenergie und Solarenergie zu konzentrieren, das empfehlen die Forscher hingegen.

Analysiert wurden für die Studie 123 Länder über 25 Jahre hinweg. Den Beobachtungen zufolge hat die Einführung von Atomenergie in keinem Fall zu einer deutlichen Reduktion von Emissionen geführt, die Einführung von Erneuerbaren hingegen schon. In manchen Fällen habe Atomkraft sogar zu höheren Emissionen geführt. Die Mischung beider Energieformen wäre ebenfalls nicht empfehlenswert ...

 

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11.11.2020 - Radioaktiver Abfall - Kein Plan, wohin mit dem Atommüll: EU-Kommission mahnt Österreich

Erneut hat die Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren eröffnet, weil es keine Strategie für die Atommüll-Endlagerung gibt

Seit August 1999 ist Österreich laut Verfassung atomfrei. Es darf weder Energie durch Kernspaltung gewonnen noch spaltbares Material, das nicht der friedlichen Nutzung dient, auf österreichischem Boden transportiert werden, geschweige denn Atomwaffen produziert werden. Dennoch hat die Republik rund 12.000 Fässer radioaktiven Abfalls, der gelagert werden muss. Nun hat die EU-Kommission ausgerechnet gegen das atomfreie Österreich, aber auch gegen Kroatien und Italien ein Vertragsverletzungsverfahren eröffnet, weil keine ausreichende Strategie zur Entsorgung von Atommüll eingerichtet wurde ...

 

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10.11.2020 - Deckel-Problem im AKW Philippsburg: Jetzt müssen alle deutschen Castoren überprüft werden

Es seien nur geringfügige Toleranzabweichungen: Trotzdem müssen nach einem meldepflichtigen Ereignis in Philippsburg nun sämtliche deutschen Castoren überprüft werden. Es gibt ein Problem mit den Deckeln zweier Behälter.

Probleme mit Castordeckeln – diese Meldung aus Philippsburg kommt am späten Dienstagnachmittag aus Philippsburg. Und sie hat Auswirkungen auf sämtliche Zwischenlagerstätten in Deutschland und die dortigen 1.100 Castoren. Was ist passiert? Laut den Betreibern des Lagers, der BGZ, Gesellschaft für Zwischenlagerung in Essen, gibt es an zwei Castorenbehältern in Philippsburg „geringe Abweichungen von der Toleranz des Blockmaßes im Deckelsystem.“ Die BGZ betont aber zugleich: „Die Dichtheit der Behälter war und ist uneingeschränkt gegeben.“

Überprüfungen in ganz Deutschland laufen

Trotzdem laufen seit der Entdeckung des Problems in Philippsburg die Überprüfungen an allen Standorten in Deutschland. Hochradioaktive Abfälle stehen in Zwischenlagern in Ahaus und Gorleben und seit dem 1. Januar 2019 auch in Biblis, Brokdorf, Grafenrheinfeld, Grohnde, Gundremmingen, Isar, Krümmel, Lingen, Neckarwestheim, Philippsburg und Unterweser. Die letzten Castorentransporte werden in den kommenden Monaten von den Wiederaufbereitungsanlagen nach Deutschland zurückkehren, so auch nach Philippsburg ...

 

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10.11.2020 - US-Firmen sollen an Gesprächen für Wylfa Newydd-Projekt teilnehmen

Ein US-Konsortium aus Bechtel, Southern Company und Westinghouse führt Gespräche mit der britischen Regierung über die Wiederbelebung des Kernkraftwerksprojekts Wylfa Newydd in Nordwales durch den Bau von AP1000-Reaktoren am Standort Anglesey. Unter Berufung auf eine unbenannte Quelle sagte die Financial Times heute, dass die Gespräche über Wylfa begannen, nachdem das US-Konsortium im September die britische Regierung kontaktiert und seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht hatte, das Projekt zu übernehmen.

"Eine Einigung über Wylfa würde davon abhängen, dass die britische Regierung ein neues Finanzierungsmodell für große Nuklearprojekte in Großbritannien einführt und das US-Konsortium eine Vereinbarung über den Erwerb des Standorts in Anglesey von Hitachi trifft, das etwa 2 Milliarden Pfund (2,6 Milliarden US-Dollar) für die Entwicklung des Wylfa-Projekts ausgegeben hat" ...

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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10.11.2020 - Kernfusion - Gigantische Fehlzündung bei der Bändigung des Sonnenfeuers

Groß wie ein Stadion und 3,5 Milliarden Dollar teuer: die National Ignition Facility. Nach dem Vorbild der Sonne sollen in der Kernfusionsanlage ultrastarke Laserstrahlen Wasserstoff zu Helium verschmelzen. Aber die Zündung der Energiequelle der Zukunft ist bislang gescheitert.

Das US-Forschungszentrum Lawrence Livermore in Kalifornien, Frühjahr 2007. Der Physiker Bob Kauffmann steht in einer Riesenhalle, hoch wie ein Kirchenschiff. Über seinem Kopf: 192 Metallröhren. Durch jede von ihnen schießen Laserblitze – ultrakurz, aber ultrahell, mit einer Leistung im Terawatt-Bereich. 

Bedingungen, bei denen der Wasserstoff zu Helium verschmelzen sollte. Die Zündung einer kontrollierten Kernfusion, die sich später als Energiequelle nutzen lässt – darauf hofften Bob Kauffman und seine Leute im Jahr 2007, kurz vor Fertigstellung von NIF ...

... Vor allem aber ist NIF essenziell für das US-Atomwaffenprogramm. Schließlich kann er jene Bedingungen simulieren, wie sie bei der Explosion einer Wasserstoffbombe herrschen. Damit hilft der Riesenlaser, das Arsenal der USA funktionsfähig zu halten, und zwar ohne die mittlerweile verbotenen Kernwaffentests.

„Wir haben mit NIF viele Versuchsreihen gemacht, um waffenphysikalische Fragen zu klären. Aufgrund der Geheimhaltung kann ich nicht ins Detail gehen. Doch auf jeden Fall konnte NIF viele Fragen beantworten.“

Der militärische Aspekt war der Hauptgrund für den Bau der 3,5 Milliarden Dollar teuren Anlage, das war von Anfang an klar. Und in dieser Hinsicht ist NIF für seine Betreiber offenbar ein voller Erfolg.

 

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10.11.2020 - Mangelnde Energiewende: Diese 7 Staaten verhindern den Erfolg der EU-Klimaziele

Die Europäische Union versucht auf internationaler Ebene stets mit gutem Beispiel voranzugehen. So wurden durchaus ambitionierte Klimaziele beschlossen. Die Hoffnung dahinter: Andere Staaten und Regierungen sollten animiert werden, ebenfalls entsprechende Pläne zu verabschieden. Dies scheint tatsächlich geklappt zu haben. Denn sowohl China als auch Russland haben inzwischen weitreichende Planungen verabschiedet. Die Vereinigten Staaten unter dem neu gewählten Präsidenten Joe Biden wollen sich zudem ebenfalls wieder dem Weltklimavertrag von Paris anschließen. Alles in allem scheint die Strategie der Europäischen Union also aufgegangen zu sein. Ein kleines Detail stört aber die Erfolgsbilanz: Aktuell droht die Europäische Gemeinschaft ihre eigenen Klimaziele zu verpassen. Dies gilt sowohl für die von der Kommission angestrebte Reduzierung um 55 Prozent als auch für die vom Parlament angestrebte Marke von 60 Prozent ...

 

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