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Zeitungsartikel 2020
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Was können die heutigen Protestbewegungen FFF, die Umweltschützer, Robin Wood, die Waldschützer von den Alten lernen oder auch umgekehrt?

31. Oktober 2020 - Als der Protest über die Politik siegte

Artikel von Franz Alt aus www.sonnenseite.com

Wyhl, Wackersdorf, Gorleben. Drei Atom-Großprojekte, die Milliarden Steuergelder verschlangen, ohne je fertiggebaut zu werden – der Anti-Atomkraft-Bewegung sei Dank. Unser Autor gehörte damals noch nicht dazu, er ist erst 1986 nach dem Super-GAU von Tschernobyl aufgewacht.

Das Kernkraftwerk Whyl

Schon 1973 wurde des AkW Whyl am Kaiserstuhl geplant. Die „Kraftwerks Union“ wollte zwei Druckwasser-Reaktoren mit einer Leistung von 1200 und 1300 Megawatt bauen. Schon kurz nach der Ankündigung begannen 27 Bürgerinnen und Bürger aus Whyl gegen den Bau zu protestieren. Bald darauf gründeten sie in der Umgebung bei Freiburg und im angrenzenden Elsass Anti-AKW-Initiativen. Ihre ersten Gründe für die Ablehnung: Das Kühlwasser des AKW könne den Rhein aufheizen und sein biologisches Gleichgewicht gefährden. Vor allem aber sollte das Rheintal kein „zweites Ruhrgebiet“ werden. 1974 erhoben bereits 89.000 Menschen Einwendungen gegen die Atom-Pläne.

Der damalige CDU-Ministerpräsident Hans Filbinger schwadronierte: „Ohne Whyl gehen noch in diesem Jahrzehnt in Baden-Württemberg die Lichter aus“. Ich lebe schon immer im „Ländle“ und kann versichern, dass mir hier noch immer ein Licht aufgegangen ist. Ähnlich sah das Problem auch Filbingers Nachfolger Lothar Späth, der mir in einem Interview in „Report Baden-Baden“ sagte: „Wir brauchen Whyl gar nicht“. Er hatte klugerweise von der Protest-Bewegung gelernt. Also wurde der Bauplan erst auf 1993 verschoben, danach auf das Jahr 2000 und acht Jahre nach Tschernobyl ganz begraben.

„Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv“

Damit ist das AKW Whyl das erste geplante Atomkraftwerk, das in Deutschland von der Anti-AKW-Bewegung verhindert wurde. Deren Motto hieß: „Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv“. Der Erfolg der Bewegung bestand vor allem in seiner Überparteilichkeit. Darin vereint waren die Landbevölkerung, Studenten aus Freiburg, der lokale Klerus, Landwirte, Künstler und Akademiker. Der Prostest war total friedlich. Hingegen kam es beim Kampf gegen die Errichtung des AKW Brokdorf zu bürgerkriegsähnlichen Schlachten zwischen Polizei und Demonstranten.

Das Endlagerprojekt Gorleben

Im Jahr 1977 war unter der SPD-Bundesregierung von Helmut Schmidt und der CDU-Landesregierung von Ernst Albrecht in Niedersachsen die Standort-Entscheidung für das atomare Endlager-Projekt Gorleben gefallen. Gegen diese Planung eines atomaren Entsorgungslagers wurden damals nicht nur im Wendland Protest laut. Die „Grüne Liste Umweltschutz“ errang bei der Landtagswahl 1978 als Vorläufer der Grünen Partei 3.9 % der Stimmen. Kurz zuvor war ich mit Ernst Albrecht zu einem Fernseh-Interview in seinem Privathaus verabredet. Er kam eine Stunde zu spät, stieg kreidebleich und verstört aus dem Hubschrauber, aus dem er zuvor 100.000 Demonstranten beobachtet hatte: Fix und fertig sagte er in die Kamera: „Mit wurde jetzt klar, dass ich schießen lassen muss, wenn ich an den Endlagerplänen festhalte. Aber als Christ kann ich das nicht“. Im März 1979 verkündete dann Albrecht, dass „zu diesem Zeitpunkt in Gorleben ein Endlager politisch nicht durchzusetzen ist“. Große Teile seiner Partei waren entsetzt über diese „Feigheit“.

Später wurde Gorleben ein „Zwischenlager“ und am 28. September 2020 ganz aufgegeben. Gorleben kann leben.

Auch die WAA Wackersdorf scheitert

Nachdem sich die Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen am 4. Februar 1985 für Wackersdorf als Standort entschieden hatte, demonstrierten schon am 16. Februar rund 35.000 Menschen bei eisiger Kälte friedlich gegen die WAA. Prominent an ihrer Seite der SPD-Landrat von Schwandorf und viele bayerische Pfarrer beider Konfessionen. Die Polizei beschwerte sich über die wachsende Solidarisierung der Einheimischen mit den auswärtigen Atomkraftgegnern. Bayerns Ministerpräsident Franz-Josef Strauß wollte unbedingt die WAA. Er musste sogar den Bundesgrenzschutz zu Hilfe rufen, weil die bayerische Polizei allein mit den immer mehr Demonstranten nicht fertig wurde, unter ihnen auch viele CSU-Wähler. Im Juni 1986 kam es bei einer Demonstration von 30.000 Menschen zu harten Auseinandersetzungen mit 3.000 Polizisten. Die Landesregierung warf ihrer Polizei „zu liberales und halbherziges Verhalten“ vor. 400 Menschen auf beiden Seiten waren verletzt worden.

Für den mit demonstrierenden Psychoanalytiker Horst Eberhard Richter war der Kampf um die WAA ein „Symbol technokratischer Hybris“. Im Juli 1986 organisierten zahlreiche Musikstars ein „WAAhnsinnsfestival“, auch „deutsches Woodstock“ genannt. Auch die bayerischen Bischöfe lehnten die WAA und die Atomenergie ab. Doch Strauß behauptete unverdrossen: „die WAA sei kaum gefährlicher als eine Fahrradspeichen-Fabrik“. Die Gegner seien „Gspinnerte“. Er starb im Oktober 1988. Am 31. Mai 1989 wurden die Bauarbeiten eingestellt nachdem der Energiekonzern VEBA die Bauarbeiten als „zu langwierig und zu teuer“ bezeichnet hatte.

Inzwischen ist Wackersdorf zu einem attraktiven Innovationspark geworden. 2004 behauptete der damalige CSU-Bürgermeister Thomas Faller, dieser Park habe mehr Jobs geschaffen als die WAA je gebraucht hätte.

Was können die heutigen Protestbewegungen FFF, die Umweltschützer, Robin Wood, die Waldschützer von den Alten lernen oder auch umgekehrt?

> Erstens: wir brauchen einen langen Atem.
> Zweitens: friedlich bleiben, auch wenn´s juckt.
> Drittens: Jung und Alt sind solidarisch.
> Viertens: Es lohnt sich zu kämpfen.

Die heutigen Aktionsformen wie Bäume besetzen, Bahngleise oder Straßen blockieren, oder das sich Abseilen an Autobahnbrücken sind vielfältiger und phantasievoller als früher und deshalb wirkmächtig. Ich bin in Deutschland und Österreich mehrmals bei FFF-Aktionen dabei gewesen und freue mich jedes Mal über die Aktionsfreude der jungen Generation. Dass die UNO soeben den Atomwaffen-Verbotsvertrag in Kraft gesetzt hat, zeigt, dass unser gemeinsamer Protest für eine bessere und friedlichere Welt über alle Generationen hinweg langfristig Erfolg haben wird.

 

Quelle

Franz Alt 2020 | Der Journalist Franz Alt, 82, moderierte 20 Jahre lang das Politmagazin „Report“ und leitete die Zukunftsredaktion des SWR. Er schrieb mehrere Bestseller über die solare Energiewende, zuletzt mit dem Dalai Lama „Schützt unsere Umwelt“.

 

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Karte der nuklearen Welt:

Terror der Atomlobby beenden ...

 

Englischsprachige Version der Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD&ll

 

 

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Regionalkontakte

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AtomkraftwerkePlag

 

Die Atomeuphorie der 1950er und 1960er Jahre

"Atomzeitalter"

Die Nutzung der Atomkraft als Energiequelle begann am 20. Dezember 1951 in den USA: An diesem Tag wurde im Experimental Breeder Reactor Number 1 (EBR-1) in Idaho Falls bei Arco im US-Bundesstaat Idaho erstmalig Strom erzeugt. In den folgenden Jahren träumte man weltweit vom "Goldenen Atomzeitalter".

Als Auftakt für die friedliche Nutzung der Atomenergie gilt die Genfer UNO-Konferenz vom August 1955. "Die Genfer Konferenz war Teil der Strategie von US-Präsident Dwight D. Eisenhower. Die Detonation der ersten russischen Atombombe im Jahre 1949 hatte die USA schwer schockiert. Sein Plan: Er wollte die Welt zum Verzicht auf die Atombombe bewegen und ihr als Gegenleistung ein großartiges Geschenk machen – Atoms for Peace, die "friedliche Nutzung der Kernenergie"." Infolge der Atomkonferenz wurden 1957 EURATOM und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) gegründet.

Mitte der 1950er Jahre glaubte man, mit dem Anbruch des "Atomzeitalters" könnten alle Energieprobleme der Menschheit mit einem Schlag gelöst werden. Man träumte von nuklearen Flugzeug- und Lokomotivantrieben und "Baby-Reaktoren" als Heizungen für Häuser. Mit der Atomenergie sollte sogar die Entsalzung des Meerwassers, die Begrünung der Wüsten und die Erwärmung der Polargebiete gelingen. Man wollte die Atomenergie wegen der entstehenden Prozesswärme auch als sogenannte "Strahlenchemie" nutzen ("Uranbrenner") ...

 

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Wikipedia

 

Anti-Atomkraft-Bewegung

Anti-Atomkraft-Bewegung bezeichnet weltweite soziale Bewegungen und zivilgesellschaftliche Engagements, die sich für einen Atomausstieg und gegen die Nutzung der Kernenergie wenden.

Die Dynamik der deutschen und amerikanischen Umweltbewegung sei 1970 aus dem Wechselspiel zwischen administrativen Eliten, Initiativen aus der Wissenschaft und den Medien entstanden. Sie beruhte demnach auf einer breiten Basis von sich stärkenden Bürgern, Parlamenten und Institutionen und einer für Aufsteiger verhältnismäßig offenen Elite.

Erfolge der Antiatombewegung auf regionaler Ebene, etwa im südbadischen Wyhl den dort vorgesehenen Reaktorblock zu verhindern, seien in Deutschland viel leichter zu erringen gewesen als etwa im zentralistischen Frankreich.

Besonders wirkungsstark war die Protestbewegung deshalb, weil sowohl die Wirtschaftlichkeit der Kernenergie deutlich ungünstiger als auch weil der Bedarf an Atomstrom geringer war als von vielen zuvor geglaubt ...

 

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04.11.2020 - Atommüll-Behälter sind in Biblis eingetroffen - Aktivisten demonstrierten vor Ort

Der erwartete Atommülltransport ist in Deutschland angekommen und hat mittlerweile auch den Zielort, das hessische Biblis, erreicht.

> Der Castor-Transport hat den Bahnhof am Zielort, das hessische Biblis, erreicht.
> Der Zug mit den Atommüll-Behältern hat in den frühen Morgenstunden die hessische Landesgrenze passiert.
> Der Transport ins hessische Biblis ist von zahlreichen Protesten begleitet.

Update 04. November, 09.41 Uhr: Der Castor-Transport mit deutschem Atommüll, der am Dienstagabend in Nordenham gestartet ist, ist am Zielort, Biblis in Hessen, eingetroffen. Der Zug erreichte am Mittwochmorgen den dortigen Bahnhof. Etwa zwei Dutzend Aktivisten demonstrierten im Umfeld. Auf der Strecke hatte es nach Polizeiangaben weder in Hessen noch in Niedersachsen Störungen gegeben ...

 

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03.11.2020 - Auf der Suche nach kohärenter Neutrino-Streuung: Erste Resultate des CONUS-Projekts

Mit dem CONUS-Neutrinodetektor wurde am Kernkraftwerk Brokdorf erstmals eine Obergrenze für vollständig kohärente Streuung von Neutrinos an Atomkernen bestimmt. CONUS ist ein Gemeinschaftsprojekt von Forschern des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Kernphysik mit Physikern der PreussenElektra GmbH. Die Resultate liefern wertvolle Informationen für die Grundlagen der Teilchenphysik und die Suche nach Dunkler Materie. Kohärente Neutrinostreuung bildet die Grundlage einer neuen Detektorgeneration im Kilogramm- statt Tonnenmaßstab. Dies kann dem Nachweis von Supernova-Neutrinos oder der Überwachung kerntechnischer Anlagen dienen.

Beim Stichwort „Neutrinoexperimente“ denkt der Experte unweigerlich an gigantische Detektorsysteme mit vielen Tonnen Material, die notwendig sind, um diese nur äußerst schwach wechselwirkenden und daher extrem durchdringenden Elementarteilchen nachzuweisen. Zur Erforschung kosmischer Neutrinos werden gar ein Kubikkilometer arktisches Inlandeis (IceCube) oder das Wasser der Tiefsee (ANTARES) genutzt, was 1 Milliarde Tonnen entspricht ...

 

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02.11.2020 - Grüne Batterien: Akkus, die aus der Kälte kommen

Elektroautos stehen unter Verdacht, gar nicht so klimafreundlich zu sein. Um diese Kritik zu entkräften, pilgern viele Automanager an den Polarkreis. Eine Spurensuche.

Die Bilanz verbessert sich weiter mit dem Recycling der Batteriematerialien. Deshalb baut Northvolt eine großindustrielle Anlage zur Rückgewinnung der Ressourcen in Skellefteå. Ein zweites Recycling-Werk soll mit Norsk Hydro in Norwegen entstehen - ebenfalls betrieben mit Grünstrom. Schon jetzt ist ein Polestar 2 (der zusammen mit dem Volvo XC 40 in Göteborg in Schweden entwickelt wurde) laut Hersteller ab 50 000 Kilometern jedem konventionellen Auto überlegen, wenn er mit grüner Energie aufgeladen wird ...

 

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02.10.2020 - Atommüll aus England Castor-Transportschiff legt in Nordenham an

Die Atomkraftgegner sind vorbereitet, die Polizei aber auch: Im Hafen von Nordenham ist ein Transportschiff mit sechs Castor-Behältern angekommen.

 Am frühen Montagmorgen war es soweit: Im niedersächsischen Nordenham hat ein Schiff mit Atommüll aus England angelegt. An Bord: Sechs Castor-Behälter.

Der Atommüll werde nun auf einen Zug verladen, sagte ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS). Danach sollen die Behälter in das Zwischenlager im hessischen Biblis fahren. Bis jetzt laufe alles nach dem Zeitplan. Das Schiff war am vergangenen Dienstag im britischen Sellafield ausgelaufen ...

 

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31.10.2020 - Atommüllschiff auf Kurs nach Nordenham: Warten auf die Castoren

Die „Pacific Grebe“ mit sechs Atommüllbehältern war am Samstagvormittag noch auf hoher See. An Land starten Umweltschützer mit ersten Protestaktionen.

„Aus den Augen, aus dem Sinn! Wo bringen wir den Atommüll hin??“, steht auf einem Transparent, das Atomkraftgegner im Hafen von Nordenham aufgespannt haben. „Castoralarm“ heißt es schlicht auf einem anderen. In Sichtweite des Anlegers, an dem das Atommüllschiff „Pacific Grebe“ in Kürze festmachen wird, haben Aktivisten eine Mahnwache eingerichtet.

Der Frachter mit sechs Castorbehältern an Bord war am Dienstagabend im englischen Hafen Barrow-in-Furness gestartet. Weil er sein Positonserkennungssystem AIS abgechaltet hat, lässt sich die Fahrt von außen nicht nachverfolgen. Das AIS-System soll vor Kollisionen zwischen Schiffen schützen. Das Abschalten des Systems sei mit internationalem Seerecht nicht vereinbar, erklärt das Bündnis „Castor stoppen“. Es läuft deshalb eine Anzeige gegen den Schiffseigner ...

 

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30.10.2020 - Radioaktiver Abfall: Suche Deponie, biete Beteiligung

In einem einzigartigen Verfahren soll ein Tiefenlager für Deutschlands Atommüll gesucht werden. Das ist nicht nur eine Frage der Geologie.

Die erste grobe Karte der BGE mit riesigen Granit- und Tonvorkommen und vielen kleinen Salzstöcken ist nur ein erster Schritt. Peu à peu soll der Suchraum eingeengt werden: Flächen werden herausfallen, weil Siedlungen darüber liegen, Naturschutzgebiete, Kulturdenkmäler. Andernorts werden eingehendere Erkundungen Tücken offenbaren. Am Ende bleibt eine Handvoll Orte, die für eine bergmännische, untertägige Erkundung infrage kommen. Einer davon soll Endlager werden, nach strikt geowissenschaftlichen Kriterien. Doch es geht nicht nur um Geologie.

"Wir haben das Glück, relativ viele günstige Gesteinsformationen unter unseren Füßen zu haben", sagt der Physiker und Philosoph Armin Grunwald. Umso wichtiger würden damit aber die sozialwissenschaftlichen Fragen. "Denn wenn es viele Möglichkeiten gibt, stellt sich die Frage: Wer kriegt es?" Grunwald ist einer von zwei Vorsitzenden des "Nationalen Begleitgremiums", einer in dieser Form einmaligen Institution ...

 

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30.10.2020 - Atomkraftgegener zeigen Besitzer von Castor-Schiff an

Atomkraftgegner haben den Eigentümer des Castor-Transportschiffes angezeigt. Der mit sechs Castor-Behältern beladene Frachter "Pacific Grebe" habe noch vor der Abfahrt aus dem englischen Hafen Barrow-in-Furness am Dienstagabend das Positionserkennungssystem AIS abgeschaltet. Damit sei das Schiff vom öffentlichen Radar verschwunden, teilte das Protestbündnis "Castor stoppen" mit. Das sei ein Verstoß gegen das internationale Seerecht. Für Berufsschiffe einer bestimmten Größe ist das Funksystem AIS im Seeverkehr Pflicht, um Kollisionen zu vermeiden. Nur Kriegsschiffe fallen nicht unter diese Regelungen. Die Castoren auf dem Frachter sollen in Nordenham auf einen Güterzug umgeladen werden und von dort durch Niedersachsen ins hessische Zwischenlager Biblis gebracht werden. Der Zug wurde nach Angaben der Atomkraftgegner mittlerweile in Nordenham bereitgestellt. Sie rechnen mit einer baldigen Ankunft des Schiffes ...

???

Nordenham, Amsterdam oder vielleicht doch Rotterdam? Warum sollten sie das AIS abschalten, wenn sie dann doch dahin fahren wo sie erwartet werden?

 

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30.10.2020 - Die Giganten: Neue Solarparks der Superlative in China, Indien, den VAE und Australien

Im Zuge der voranschreitenden Kostendegression boomt der Bau von Photovoltaik-Großprojekten weltweit. Die größten Solarkraftwerke wurden bislang in Indien und China realisiert. Das dürfte sich bald ändern.

Der weltweite Photovoltaikmarkt entwickelt sich mit einer großen Dynamik. Dabei stehen Länder wie China, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate im Fokus, hier entstehen reihenweise Solarparks der Superlative. Ein geplantes Projekt in Australien toppt allerdings auch diese Projekte.

Mega-Solarkraftwerke: 2.000 MW Solarparks in Indien, China, VAE werden zum Standard

Das Upscaling der weltweit größten Solarprojekte schreitet in rasantem Tempo voran. Zählten vor kurzem noch Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtkapazität von einigen 100 Megawatt (MW) zu den weltweit größten Solarparks, so legen aktuelle Solarprojekte in Indien und China sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten die Messlatte schon deutlich höher an ...

Mega Solar-Infrastrukturprojekt mit 10.000 MW PV-Leistung im Norden Australiens geplant

Derweil laufen in Australien die Planungen für ein Solarprojekt, das die bisherigen Mega-Solarkraftwerke in den Schatten stellt. Der Projektier Sun Cable entwickelt derzeit mit dem Solarvorhaben Australia-Asean Power Link (AAPL) im Norden Australien ein riesiges Energieinfrastrukturprojekt. Das AAPL-Projekt wird den mit 10.000 MW größten Solarpark der Welt, die mit einer Kapazität von 30 GWh weltweit größte Batterie und ein 4.500 km langes Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungssystem (HGÜ) umfassen, das von der Solar-/Speicheranlage nach Darwin über Singapur und schließlich nach Indonesien verläuft ...

 

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