Aktuelles

aus:        
2020 2019 2018 2017 2016
2015 2014 2013 2012 2011

***


Zeitungsartikel 2020
Hintergrundwissen Aktuell+.

***

 

Samstag hat Honduras den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ratifiziert.
Damit haben sich 50 Staaten bekannt und der Vertrag kann in Kraft treten.

Das Prinzip des dicksten Knüppels 
9 Staaten haben Atombomben und erpressen den Rest der Welt.

Gegen dieses Prinzip haben sich bisher 50 von 200 Staaten ausgesprochen.

 

Sonntag rauschte der Chef der IAEA Grossi durch den Blätterwald und sprach was die Atomlobby - seit das Weltklima Topthema ist - immer spricht:

"Ohne Atomkraft kann das Weltklima nicht gerettet werden."

Als gute Beispiele für eine Koalition der "Wissenden" führt er u.a. an: Ägypten, Bangladesch, Pakistan und viele weitere unserer großen Vorbilder.

Hanebüchener Unsinn, aber der IAEA-Chef spricht für 171 Mitgliedsstaaten.
Von diesen 171 Mitgliedsstaaten betreiben zwar 115 keine Atomkraftwerke und sind wohlmöglich nur Mitglied in diesem Verein, um nicht völlig übergangen zu werden, aber Schwamm drüber. 

Und damit sind wir wieder beim Prinzip des dicksten Knüppels
56 Staaten betreiben Atomkraftwerke ... 

Den weisen Worten des Herrn Grossi zufolge wäre alles gut, wenn nur jeder ein paar Atomkraftwerke hätte und aktives Mitglieder seiner großen ehrenwerten Familie wäre. Dieser Logik folgend sollte wohlmöglich jeder auch ein paar Atombomben haben ...

 

**

 

Kernenergie gegen Klimawandel

25. Oktober 2020 - Wäre es klüger, bei Atomkraft zu bleiben?

Artikel von Benjamin Konietzny aus www.n-tv.de

Die Zeit drängt. Deutschland hat sich beim Kampf gegen den Klimawandel viel vorgenommen und will den Ausstoß von Kohlendioxid massiv senken. Wäre es da nicht klug, den CO2-armen Strom aus Atomkraftwerken einfach weiter zu nutzen?

Deutschland muss dringend CO2 einsparen - jedenfalls, wenn das Land die Ziele erreichen möchte, die von der Bundesregierung beschlossen wurden. So soll die viertgrößte Volkswirtschaft der Erde in schon knapp neun Jahren, im Jahr 2030, 55 Prozent weniger Treibhausgase als im Jahr 1990 produzieren. Die Stromerzeugung ist in Deutschland der größte Einzelposten auf dieser CO2-Rechnung. Wäre es da nicht klug, eine vorhandene Technologie weiter zu nutzen, die vergleichsweise wenig Treibhausgase freisetzt? Wäre es nicht vernünftig, die deutschen Atomkraftwerke weiterlaufen zu lassen, um die Klimaziele zu erreichen?

Ja, auch Atomkraftwerke produzieren Treibhausgase. Durch den Abbau des Brennstoffs Uran, den Bau der Meiler und die Produktion der Baustoffe fallen bei deutschen Kernkraftwerken rund 31 Gramm CO2 pro Kilowattstunde produzierten Strom an, rechnete das Öko-Institut bereits 2007 vor. Block C des AKW in Grundremmingen, das Ende des kommenden Jahres abgeschaltet werden soll, und rund 11 Milliarden Kilowattstunden Strom bereitstellt, ist demnach für etwa 350.000 Tonnen Kohlendioxid verantwortlich. Doch im Vergleich mit anderen fossilen Energieträgern ist der Ausstoß minimal: Das Braunkohlekraftwerk Neurath am Niederrhein etwa produziert mit 31 Milliarden Kilowattstunden Strom drei Mal so viel Strom - aber verursacht mit rund 32 Millionen Tonnen CO2 in etwa das neunzigfache der Emissionen.

Außerdem haben die sechs verbliebenen deutschen AKWs ihre ursprünglich geplante Laufzeit von 40 Jahren noch nicht erreicht. Sie sind zwischen 31 und 35 Jahren alt, könnten also theoretisch über das Jahr 2022 hinaus noch weiter betrieben werden. Dann sollen die sechs verbliebenen Meiler eigentlich vom Netz gehen. Knapp 14 Prozent des deutschen Strombedarfs werden derzeit von Kernkraftwerken gedeckt, fast 20 Prozent von Braunkohlekraftwerken. Warum also nicht auf die Schnelle die "schmutzigen" Kohlemeiler abschalten und die "sauberen" Atomkraftwerke zugunsten der CO2-Bilanz weiterlaufen lassen? Rechnerisch könnten die sechs AKWs die Braunkohlekraftwerke Neurath und Niederaußem locker ersetzen - deren Emissionen zusammengerechnet sind vergleichbar mit denen ganzer Staaten wie Bulgarien oder Irland.

Niederlande planen bis zu zehn neue Meiler

Punktuell gibt es in Deutschland immer wieder Forderungen, Atomkraft könne einen Beitrag zu einer CO2-ärmeren Energieerzeugung leisten. Anfang des Jahres tauchte ein Positionspapier der CDU auf, in dem "kleine, modulare Reaktoren" als "mögliche Variante für eine CO2-freie Energieproduktion" geprüft werden sollten. Im Sommer gab es vom Verein Nuklearia organisierte Proteste vor deutschen Kernkraftwerken - für deren Weiterbetrieb. Mit der AfD sitzt eine Partei im Bundestag, die den Atomausstieg komplett rückabwickeln möchte und auch Spitzenpolitiker haben sich für die Technologie ausgesprochen. So sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer Anfang des Jahres, er halte einen Wiedereinstieg Deutschlands in die Atomkraft für möglich - sie könne gegen den Klimawandel helfen. Für Aufsehen sorgte auch Volkswagen-Chef Herbert Diess im vergangenen Jahr, als er sich öffentlich pro Atomkraft positionierte: "Ich würde erwägen, den Atomausstieg infrage zu stellen, ja, vor allem weil wir noch nicht über ausreichend regenerative Energiequellen verfügen", sagte der VW-Manager damals der "Zeit".

Auch außerhalb der deutschen Grenzen scheint Atomkraft vor dem Hintergrund des Klimawandels wieder eine neue Bedeutung zu bekommen. In den Niederlanden prüft die Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte den Wiedereinstieg im großen Stil. Im Gespräch ist der Neubau von drei bis zehn Reaktoren. Polen arbeitet an einer neuen Energiestrategie, in der bis zu sechs Meiler vorgesehen sind. In Finnland, Frankreich und Großbritannien sind neue AKWs im Bau. In China, Indien und Russland sind zum Teil Dutzende neue Kraftwerke geplant. Zudem wird in mehreren Staaten an Reaktoren der sogenannten "vierten Generation" geforscht, deren Abfallprodukte schon nach einigen hundert Jahren ungefährlicher sein sollen als in der Natur vorkommendes Uran-Erz.

In Deutschland jedoch wird die Debatte aus guten Gründen nur punktuell geführt. Die Argumente sowohl gegen eine Laufzeitverlängerung als auch gegen den Wiedereinstieg sind geradezu überwältigend. Und das Warten auf den Wunderreaktor ist möglicherweise vergebens.

"Ein Ausstieg aus dem Ausstieg ist aus vielen Gründen fast unmöglich", sagt Christoph Podewils von der Denkfabrik Agora Energiewende, "und das betrifft vor allem die langfristige Planung der Energiekonzerne, die sich seit Jahren auf den Ausstieg eingestellt haben." Er glaubt, dass es einen "gigantischen Aufschrei" auslösen würde, wenn die Meiler doch noch länger am Netz bleiben sollten - "und zwar nicht nur von Seiten der Atomkraftgegner, sondern vor allem von den Akteuren, die sich in diesem Markt bewegen."

"Eine Laufzeitverlängerung ist für uns keine Option"

Die Reaktionen der Kraftwerksbetreiber etwa auf die Pro-Atomkraft-Proteste Ende September waren tatsächlich deutlich. Darauf angesprochen sagte etwa Guido Knott, Chef von Preussen Elektra, der Atomsparte von Eon, dem "Handelsblatt": "Wir akzeptieren diese politische Entscheidung, die von einer breiten Mehrheit getragen wurde." Sein Unternehmen bereite sich schon lange auf den Rückbau vor. Zwei Anlagen seien fast vollständig abgerissen, in anderen liefe der Rückbau auf Hochtouren und die drei noch laufenden Kraftwerke würden seit langem auf den Rückbau vorbereitet, ließ er wissen. "Eine Laufzeitverlängerung ist für uns keine Option." Die Stimmung bei den übrigen Betreibern RWE, EnBW und Vattenfall dürfte aus folgenden Gründen ähnlich sein.

Nachdem der Bundestag am 30. Juni 2011 - rund drei Monate nach der Katastrophe von Fukushima - den vorzeitigen Ausstieg aus der Kernkraft mit überwältigender Mehrheit von 513 Ja- gegen 79 Nein-Stimmen beschlossen hatte, wehrten sich die Unternehmen zwar gegen das schnelle Aus. Doch dabei ging es vor allem um eine milliardenschwere Entschädigung, die ihnen letztlich auch zugesprochen wurde. Und es ging um die Frage, wie Rückbau und Endlagerung organisiert werden sollten. Damals entledigten sich die vier Unternehmen einer unangenehmen Aufgabe. Zwar verpflichteten sie sich, 24 Milliarden Euro für den Atomfonds aufzubringen. Damit war das Thema dann jedoch erledigt. Mit der Suche nach einem passenden Endlager und allen damit verbundenen Fragen haben sie nichts mehr zu tun. Warum sollten die vier Konzerne das Risiko eingehen, diese Einigung nach einer möglichen Laufzeitverlängerung neu verhandeln zu müssen?

Und warum folgt Deutschland nicht dem Ansatz anderer europäischer Staaten und erwägt zumindest den Bau neuer Atomkraftwerke? Weil es schwierig ist, auch dafür rationale Argumente zu finden. "Die Umsetzungszeiträume bei Atomkraftwerken betragen in Europa 10 bis 20 Jahre. Das heißt, ein Kraftwerk, das wir heute beginnen zu planen, wäre 2040 am Netz", sagt Podewils von der Denkfabrik Agora. Der CO2-arme Strom aus diesen Anlagen käme also zu spät, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. "Hinzu kommen schwer oder nicht zu beantwortende Fragen: Wer will so ein Kraftwerk in seiner Gemeinde stehen haben? Was machen wir mit dem Atommüll?" Auch im globalen Maßstab hält er das Potenzial einer Atomkraft-Renaissance für begrenzt. "Um die Klimaerhitzung zu verhindern, müssten zudem sehr viele Kraftwerke gebaut werden. Kernenergie macht derzeit einen Anteil von weniger als fünf Prozent am weltweiten Energiemix aus. Um die CO2-Emissionen fossiler Kraftwerke damit zu vermeiden, wären also gigantisch viele Neubauten von Kernkraftwerken notwendig."

Den Optimismus bezüglich der Neubauten in anderen europäischen Staaten teilt er nicht. "Die beiden Kraftwerke, die in Frankreich und Finnland gebaut werden, sind jeweils viele Jahre im Verzug", sagt Podewils. Die Kostenübersteigerung bei beiden Projekten sei deutlich schlimmer als beispielsweise beim Skandal-Flughafen BER. "Wenn die beiden Reaktoren fertig sind, wird man sich dort vermutlich fragen, ob man derartige Projekte noch einmal beginnen soll." In Großbritannien hat sich der Planer des Neubaus in Wales aus dem Projekt zurückgezogen - offiziell mit der Begründung, dass wegen Corona das Investitionsklima zu unsicher geworden sei. "Aber auch beim Bau von Hinkley Point C war es nur mit massivem politischen Anreizen möglich, Unternehmen zu finden, die bauen. Jede Kilowattstunde wird deshalb etwa mit dem Doppelten des gegenwärtigen Marktpreises gefördert. In Europa war es gar nicht möglich, eine Finanzierung zu finden. Deswegen sind die Chinesen mit an Bord." Und damit ist er beim nächsten wichtigen Punkt: den Kosten.

Atomstrom ist nicht billig

Lange galt Atomkraft vor allem als günstig. Betrachtet man nur die Kosten für den Brennstoff und die fixen und variablen Betriebskosten der Kraftwerke, ist das auch richtig. So lassen sich sogenannte Stromgestehungskosten von etwa fünf bis zehn Cent pro Kilowattstunde errechnen. Doch alle Akteure auf dem Energiemarkt dürften sich inzwischen über die gewaltigen Folgekosten nuklearer und fossiler Energieerzeugung im Klaren sein. Die sind bei Kohle hoch und bei Atomkraft gigantisch: Der Rückbau der Kraftwerke, die Entsorgung von strahlendem Material, die Endlagersuche - all das verschlingt Unsummen.Deutsche Behörden und Forschungsinstitute rechnen deswegen bei Atomstrom mit bis zu 34 Cent pro Kilowattstunde - mit Abstand der höchste Preis aller Energieformen. 

"Es ist auch aus Sicht der Energiekonzerne vielversprechender auf Wind- und Solarkraft zu setzen, denn diese Anlagen lassen sich sehr schnell errichten und sie liefern Strom konkurrenzlos günstig", sagt Podewils. Auch in anderen Ländern wachsen die Kapazitäten der Erneuerbaren teilweise rasant. In der chinesischen Provinz Qinghai ist Anfang Oktober ein Solarpark mit einer Leistung von 2,2 Gigawatt ans Netz gegangen. Das entspricht der Leistung von mehr als zwei Atomkraftwerken. Daneben steht ein Energiespeicher mit einer Leistung von rund 200 Megawatt. Die Bauzeit betrug knapp ein Jahr und der Strom wird für umgerechnet ungefähr 4 Cent pro Kilowattstunde verkauft. In Portugal ist ein Solarkraftwerk in Planung, bei dem der Strom nur gut 1 Cent kosten soll. "Mit Erneuerbaren Energien lässt sich klimafreundlicher Strom aber viel schneller bereitstellen und deutlich günstiger erzeugen. Sie sind daher die vielversprechendere Alternative."

Dennoch steht Deutschland hinsichtlich der Energiewende noch vor vielen unbeantworteten Fragen. Die Stahlindustrie etwa, die hierzulande für rund ein Drittel aller industriellen Emissionen verantwortlich ist, rechnet damit, dass eine CO2-neutrale Stahlproduktion bis 2050 "technisch erreicht werden kann" - so steht es in einem Positionspapier der Wirtschaftsvereinigung Stahl aus dem vergangenen Jahr. Für die dafür nötigen rund 130 Terawattstunden Strom, rechnet der Verband vor, müssten in Deutschland etwa 12.000 zusätzliche der großen 5-Megawatt-Windkraftanlagen installiert werden. Das ist noch einmal eine deutliche Steigerung des Bestands von derzeit knapp 30.000 Anlagen.

Ungeklärt ist außerdem weiterhin, wie die Elektrizität aus dem windigen Norden dorthin transportiert werden soll, wo sie benötigt wird. Gleiches gilt für die großen Photovoltaik-Anlagen. Der Ausbau der Stromtrassen stockt seit Jahren. Vor allem in der Industrie gibt es zudem Zweifel, ob die Versorgungssicherheit auch gewährleistet ist, wenn kein Wind weht und die Sonne einmal nicht scheint. Auf diese und viele andere Fragen gibt es bisher keine lückenlosen Antworten. Sicher ist aber, dass Atomkraft in Deutschland nicht dabei helfen wird, das Problem zu lösen.

 

**

 

Karte der nuklearen Welt:

Eine große Familie ...

 

Englischsprachige Version dieser Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

**

 

Weiter zu: Zeitungsartikel 2020

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuell+.

***

 

Hintergrundwissen

 

**

 

Durchsuchen der reaktorpleite.de mit dem Suchwort:

Strompreis

-

CO2-Emissionen

 

 *

 

Staaten mit vielen Atombomben haben auch viele Atomreaktoren und hohe CO2-Emissionen ...

 

Staaten Atombomben Atomreaktoren CO2-Emissionen
       
 Russland  6.375  39  1748
 USA  5.800  95  5275
 China  320  48  11256
 Frankreich  290  56  323
 United Kingdom  215  15  372
 Pakistan  160  5  196
 Indien  150  22  2622
 Israel  90  2  ?
 Nordkorea  40  ?  ?
       

CO2-Emissionen in Millionen Tonnen.

 

 *

 

13. Oktober 2020 - Wer auf Kernkraft setzt, reduziert keine Emissionen

Die Kernenergie taugt nicht als Alternative beim Klimaschutz. Zu diesem eindeutigen Ergebnis kamen Forscher, die Daten aus 123 Ländern ausgewertet haben. Nur Länder, die konsequent auf Erneuerbare Energien setzen, reduzieren ihre Emissionen.

Um den Treibhausgasausstoß zu reduzieren, wird die Kernenergie immer wieder als Alternative zu fossilen Energieträgern oder als Ergänzung zu Erneuerbaren Energien diskutiert. Auch der IPCC betrachtet in seinen vielfältigen Szenarien mögliche CO2-Einsparungen durch den Ausbau der Kernenergie, gibt jedoch keine politischen Empfehlungen für oder gegen den Ausbau ...

 

**

 

AtomkraftwerkePlag

 

Subventionierung von Atomkraft

Seit 60 Jahren unrentabel

Bau und Betrieb der Atomkraftwerke

Ein beliebtes Argument für die Nutzung der Atomenergie ist, dass diese günstiger sei als andere Arten der Energieerzeugung. Dies entspricht nicht den Tatsachen.

Die Kosten für die Atomenergie werden mit Hilfe von Milliarden schweren Subventionen seit Jahrzehnten künstlich niedrig gehalten. Der Staat leistet direkte Zuschüsse oder gewährt indirekte Vergünstigungen bei Bau und Betrieb der Atomkraftwerke, die der Steuerzahler zu tragen hat. Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch global. Atomkraftwerke sind, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung betonte, marktwirtschaftlich nicht lebensfähig und müssen auf verschiedene Weise subventioniert werden.

Schon 1953, so wurde in einem Artikel des "Spiegel" aus dem gleichen Jahr berichtet, war in den USA in Atomanlagen und Laboratorien der Regierung sowie in Elektro- und Chemiekonzernen aus den damaligen Erfahrungen geschlossen worden, "Atomstrom ist nicht konkurrenzfähig" und müsse staatlich gefördert werden ...

 

**

 

Wikipedia

 

Liste der größten Kohlenstoffdioxidemittenten

Im Jahr 2016 setzte die Menschheit circa 35 Milliarden Tonnen (35 Gigatonnen, Gt, bzw. 35 Pg) Kohlenstoffdioxid frei, das sind rund 74 % der gesamten ausgestoßenen Treibhausgase. Dies führt zu einer starken Erhöhung der Gesamtmasse an Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre von ca. 3000 Gigatonnen um jährlich etwa 1 %.

Mehr als die Hälfte der weltweiten Emissionen verursachten die vier Staaten Volksrepublik China, USA, Indien und Russland. Historisch betrachtet gehen die größten Mengen allerdings noch auf das Konto früherer Industriestaaten. Bei einer Betrachtung pro Kopf liegen entwickelte Länder weit vor Entwicklungs- und Schwellenländern wie China und Indien. In Europa waren Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien die größten Emittenten ...

 

**

 

atomwaffen A-Z

 

Die atomare Welt

Im Besitz der neun Atomwaffenstaaten (USA, Russland, China, Vereinigtes Königkreich, Frankreich, Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea) befinden sich rund 13.400 Atomwaffen. Das ist zwar viel weniger als auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, bedeutet aber immer noch einen Overkill für die Welt. Mehr als 90% der Atomwaffen gehören den USA oder Russland. Nahezu 4.000 sind stationiert und einsatzfähig. Davon sind geschätzte 1.800 in ständiger Höchstalarmbereitschaft (Launch-On-Warning) und erreichen ihr Ziel in Minuten. Alle andere befinden sich in Reserve, im Lager oder sind für die Abrüstung vorgesehen ...

 

**

Weiter zu: Zeitungsartikel 2020

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuell+.

***

 

Aktuell+. Mehr Lesenswertes ...

 

**

 

28.10.2020 - Castor-Transport am Sonnabend in Nordenham erwartet

Ein Schiff mit Atommüll wird voraussichtlich am Sonnabendmorgen in Nordenham anlegen, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Nach Erkenntnissen der Gruppe "Castor stoppen" hat das Schiff am Dienstagabend den britischen Hafen Barrow-in-Furness verlassen. An Bord sind demnach sechs Castorbehälter aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield, die zum Zwischenlager am hessischen Atomkraftwerk Biblis gebracht werden sollen. Dafür müssen sie in Nordenham auf einen Güterzug verladen und von dort durch Niedersachsen transportiert werden. Aktivisten sind gegen die Transporte und haben Proteste angekündigt. Niedersachsen hatte versucht, den Termin aufgrund der Corona-Pandemie zu verschieben. Die Bundesregierung will jedoch die Verträge erfüllen, wonach Deutschland seinen Atommüll wie vereinbart zurück nimmt.

 

*

 

27.10.2020 - Garching: Kritik am Sicherheitskonzept für den Reaktor

Nach einem Zwischenfall mit radioaktivem Kohlenstoff stellt die TU neue Schutzmaßnahmen für ihren Forschungsreaktor vor. Den Grünen geht das nicht weit genug - sie fordern die Abschaltung.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass sich die Katwarn-App, die digitale Katastrophenschutz-Software des Landratsamtes, mitten im Vortrag von Axel Pichlmaier meldet. Der technische Direktor des Forschungsreaktors FRM II auf dem Campus der Technischen Universität (TU) in Garching war ins Garchinger Bürgerhaus gekommen, um dem Stadtrat das neue, verbesserte Sicherheitskonzept und Frühwarnsystem an der Forschungsanlage vorzustellen. Und um Ängste zu nehmen, nachdem im April und Mai geringe Mengen radioaktiven Kohlenstoffs in Form von Kohlenstoffdioxid aus dem Reaktor in die Luft gelangt sind ...

 

*

 

26.10.2020 - BHP Billiton verzichtet auf Ausbau der Mine Olympic Dam

Eine geplante Erweiterung der Kupfer-, Gold- und Uranmine Olympic Dam in Südaustralien wurde von BHP Billiton aufgegeben, nachdem Studien des Erzkörpers die Machbarkeit des Projekts in Frage gestellt hatten. Sie hat stattdessen beschlossen, in die bestehende Infrastruktur der Tagebaumine zu investieren.

"Nach mehr als 400 Kilometern unterirdischer Bohrungen im Zusammenhang mit den Studien des Brownfield-Erweiterungsprojekts haben wir unser Wissen über die Variabilität des Erzkörpers verbessert", sagte BHP in seinem Betriebsbericht für das am 30. September endende Quartal ...

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

*

 

26.10.2020 - Belarus genehmigt die Inbetriebnahme der Einheit Ostrovets

Der Vorstand des weißrussischen Ministeriums für Notfallsituationen hat die Genehmigung für die Inbetriebnahme von Block 1 des ersten Atomkraftwerks des Landes erteilt, teilte der staatliche russische Atomkonzern Rosatom heute mit. Auf der Grundlage der Resolution der staatlichen Regulierungsbehörde von Belarus habe sich der Vorstand am 23. Oktober darauf geeinigt, die Genehmigungen für das belarussische KKW und die JSC ASE EC zu ändern, so dass diese Arbeiten beginnen können, sagte Rosatom. 

Die Anlage, die sich in Ostrovets in der Region Grodno in Belarus befindet, besteht aus zwei WWER-1200. Es ist der erste, der diesen Reaktor außerhalb Russlands einsetzt. Derzeit sind in Russland drei WWER-1200-Blöcke in Betrieb: zwei im KKW Novovoronezh und einer im KKW Leningrad. Der vierte - ebenfalls im KKW Leningrad - hat am 22. Oktober den netzgekoppelten Probebetrieb aufgenommen. Rosatom hat weitere WWER-1200-Projekte in Bangladesch, Ägypten, Finnland, Ungarn und der Türkei ...

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

*

 

26.10.2020 - AKWs vom Fließband: Finnlands nächstes Atomabenteuer

Finnland setzt jetzt auf Kleinreaktoren, die die Baukosten deutlich senken sollen. Sie bringen allerdings ähnliche Probleme mit sich wie große AKWs.

Der Europäische Druckwasserreaktor Olkiluoto 3 hat sich längst zu einem finnischen BER entwickelt – mindestens zwölf Jahre zu spät, dreimal so teuer wie geplant. Und am Netz ist er längst noch nicht.

Ebenso das Neubauprojekt Hanhikivi: Schon vor Baubeginn um Jahre hintendran. Aber die finnische Atomlobby will sich schon wieder in ein nächstes Atomenergie-Abenteuer stürzen: den Bau von sogenannten Kleinen modularen Reaktoren (Small Modular Reactors – SMR).

Das Konzept: Atomreaktoren, die mit einer Leistung von 50 bis 300 MW deutlich kleiner als die bisherigen sind, sollen fabrikmäßig quasi am Fließband hergestellt und dann vor Ort montiert werden. Das soll die Baukosten deutlich senken. Die Sicherheits- und Atommüllprobleme unterscheiden sich allerdings nicht von denen bisheriger AKW ...

 

*

 

CO2-Emissionen

26.10.2020 - Klimaziele ohne Atomkraft nicht erreichbar

Ein Erreichen der globalen Klimaziele ist nach Überzeugung des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, ohne Atomkraft praktisch ausgeschlossen.

Insofern sei das für 2022 beschlossene Ende der Kernenergie in Deutschland politisch legitim, aber in Bezug auf das Klima und das Zwei-Grad-Ziel nicht wissenschaftlich begründbar.

«Die wissenschaftliche Tatsache ist, dass Atomkraftwerke einen extrem geringen Kohlendioxid-Ausstoß verursachen», sagte Grossi der Deutschen Presse-Agentur in Wien. Es sei eine empirische Tatsache, dass ein Drittel der sauberen Energie aus nuklearen Quellen stamme ...

 

*

 

25.10.2020 - IPPNW begrüßt bevorstehendes Verbot von Atomwaffen

50. Beitritt zum UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW begrüßt die gestern Nacht erfolgte 50. Ratifizierung des Atomwaffenverbotsvertrages und fordert die deutsche Bundesregierung auf, dem UN-Vertrag nun beizutreten. Die Bundesregierung solle die US-Atomwaffen abziehen lassen und sich nicht länger an Atomkriegsübungen beteiligen – wie sie diese Woche bei der NATO-Übung Steadfast Noon in der Eifel stattfanden. In 90 Tagen – am 22. Januar 2021 - wird der Vertrag in Kraft treten und eine völkerrechtliche Lücke schließen. Denn Atomwaffen sind die einzigen Massenvernichtungswaffen, die keinem völkerrechtlich anerkannten ausnahmslosen Verbot unterlagen. Als Teil des 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten ICAN-Netzwerkes hat die IPPNW sich in der Kampagne von Anfang an für den Atomwaffenverbotsvertrag eingesetzt ...

 

*

 

25.10.2020 - Vertrag zum Verbot von Atomwaffen: Warum sich Deutschland weigert

Das Atomwaffenverbot wird am 22. Januar 2021 endlich universell gültiges Völkerrecht. Gegen den Widerstand der Bundesregierung.

Mit Honduras hat am Samstag der 50. Staat den im Juli 2017 von der UNO-Generalversammlung verabschiedeten Vertrag zum weltweiten Verbot atomarer Massenmordwaffen ratifiziert. Ein besseres Geschenk zum 75. Geburtstag der UNO hätte es kaum geben können. Damit wird das Atomwaffenverbot zum 22. Januar 2021 universell gültiges Völkerrecht ...

 

*

 

25.10.2020 - Symbolisches UN-Abkommen - Atomwaffen-Verbot kann in Kraft treten

Nach der Ratifizierung durch 50 Länder kann ein von den UN 2017 verabschiedeter Vertrag zum Verbot von Atomwaffen in 90 Tagen in Kraft treten - allerdings ohne die Teilnahme der Atommächte der Welt. Auch Deutschland ist nicht dabei.

Der internationale Vertrag über ein Verbot von Atomwaffen ist von 50 Staaten ratifiziert worden und kann deshalb in Kraft treten. Das teilte ein UN-Vertreter am Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York mit. Nach seinen Angaben ratifizierte Honduras als 50. Land den Vertrag. Das Abkommen könne nun nach einer Frist von 90 Tagen in Kraft treten ...

 

**

 

Weiter zu: Zeitungsartikel 2020

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuell+.

***

Spendenaufruf

- Der THTR-Rundbrief wird von der 'BI Umweltschutz Hamm' herausgegeben und finanziert sich aus Spenden.

- Der THTR-Rundbrief ist inzwischen zu einem vielbeachteten Informationsmedium geworden. Durch den Ausbau des Internetauftrittes und durch den Druck zusätzlicher Infoblätter entstehen jedoch laufend Kosten.

- Der THTR-Rundbrief recherchiert und berichtet ausführlich. Damit wir das tun können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns über jede Spende!

Spendenkonto:

BI Umweltschutz Hamm
Verwendungszweck: THTR Rundbrief
IBAN: DE31 4105 0095 0000 0394 79
BIC: WELADED1HAM

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang


***

 

GTranslate

German Afrikaans Arabic Belarusian Bulgarian Chinese (Simplified) English Finnish French Greek Hindi Italian Japanese Lithuanian Malay Polish Portuguese Russian Spanish Swedish Thai Turkish
tj6.jpg