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Zeitungsartikel 2020
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27. August 2020 - Mitplanen an der Energiewende

Artikel von Wieland Bögel aus www.sueddeutsche.de

Die Deutsche Umwelthilfe lädt interessierte Landkreisbürger ein, ein 3D-Modell möglicher Projekte zu erarbeiten

Wie kann man die Akzeptanz von Energiewende-Projekten steigern? Um diese Frage soll es bei einer Veranstaltung der Deutschen Umwelthilfe und der TU München am 8. September in Ebersberg gehen. Ziel ist, dass sich eine Gruppe von Landkreisbürgern zusammenfindet, und ein Konzept für eine nachhaltige Energieversorgung erarbeitet.

Dass die Energiewende besonders begrüßt wird, wenn sie nicht vor der eigenen Haustür stattfindet, ist auch im Landkreis kein unbekanntes Phänomen. Bestes Beispiel ist der seit bald zehn Jahren schwelende Streit um die Windräder im Ebersberger Forst. Aber auch anderswo gibt es Bedenken: Vaterstettens Gemeinderat sprach sich vergangenes Jahr gegen die konkrete Planung von mehreren Windrädern aus, im Juli schickte der Ebersberger Stadtrat eine geplante Freiflächen-Solaranlage in die Warteschleife.

Zwei andere geplante Energiewende-Projekte scheinen dagegen besser voranzukommen: Ein Windrad zwischen Bruck und Moosach, dem beide Gemeinderäte bereits grundsätzlich zugestimmt haben und ein kleiner Windpark mit drei Anlagen westlich von Oberpframmern und Egmating. Beiden Vorhaben gemeinsam ist eine gewisse Regionalität: Entweder, weil sie von örtlichen Akteuren angestoßen wurden, oder weil die Einwohner über Genossenschaften von den Erträgen profitieren können.

Dieser direkte Bezug ist auch der Ansatz des im vergangenen Jahr gestarteten Projekts mit dem etwas sperrigen Namen "Aktive Bürgerexperten in Klimaschutz und Energiewende". Ins Leben gerufen wurde es von der Deutschen Umwelthilfe und der Mercator Stiftung. Beteiligt sind das Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung, die TU München, die sich um den Aspekt Landschaftsarchitektur kümmert und die MSH Medical School Hamburg, zuständig für den Bereich Umweltpsychologie. Bereits zum Jahresanfang hatte die MSH rund 600 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger in Zorneding, Oberpframmern und Egmating zu einer Befragung zu Erneuerbaren Energien und Klimaschutz eingeladen, auch dies im Rahmen des Bürgerexperten-Projekts.

Der nächste Schritt soll nun sein, "die zukünftige Energieversorgung des Landkreises Ebersberg" zu entwickeln, wie die Deutsche Umwelthilfe mitteilt. "Eine der wichtigsten Maßnahmen für den Klimaschutz ist die Umstellung der Energieversorgung auf klimafreundliche Technologien", was sich ja auch der Landkreis Ebersberg zum Ziel gesetzt habe. Die vom Kreistag beschlossene Umstellung weg von fossilen Energieträgern bis 2030 nennt man bei der Umwelthilfe ein "ambitioniertes Ziel".

Was aber nur zu erreichen sei, wenn möglichst viele mitreden können: "Die Planung der Anlagen darf und soll allerdings nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg erfolgen. Die Bevölkerung des Landkreises muss mitreden dürfen, wo sich Wind- und Solaranlagen besonders eignen und am besten in das Landschaftsbild einfügen", so die Umwelthilfe in ihrer Projektbeschreibung. Konkret soll dies so aussehen, dass sich auf der Auftaktveranstaltung eine Gruppe zusammenfindet, die dann "ein mögliches Konzept für die zukunftsfähige Energieversorgung der Region" erarbeiten soll.

Dies soll auch und besonders ein Gegengewicht zu den meist sehr lautstark auftretenden Energiewendegegnern sein, denen "häufig die Deutungshoheit überlassen wird", so die Umwelthilfe. Mit dem Bürgerprojekt wolle man "die schweigende Mehrheit aktivieren" also jenen Personenkreis gewinnen, der zwar für die Energiewende ist, sich an konkreten Maßnahmen wenig beteiligt. Dazu bekommen die Interessierten einen Crashkurs Basiswissen Energiewende und Planungsrecht, umgekehrt bringen sie ihr Wissen über örtliche Gegebenheiten ein, die Fachleuten von Außen oft fehlen, und sollen auch vor Ort die Fortschritte vermitteln, etwa in Vereinen. Am Ende steht ein 3D-Modell möglicher Projekte im Landkreis.

 

Die Auftaktveranstaltung findet am Dienstag, 8. September, von 18 bis 19.30 Uhr im Sparkassensaal in Ebersberg statt. Wegen des Infektionsschutzes können allerdings nur maximal 60 Personen im Saal teilnehmen, es gibt aber auch die Möglichkeit per Internet teilzunehmen. Anmeldung per E-Mail unter Angabe von Vor- und Nachname und ob man persönlich oder digital teilnehmen möchte, an boden@duh.de. Weitere Informationen zum Projekt unter https://www.duh.de/projekte/aktiv-bueke/ Die Teilnahme ist kostenlos.

 

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Karte der nuklearen Welt:

Energy system transformation is a must!

 

Englischsprachige Version dieser Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD&ll

 

 

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Energiewende

Atomausstieg

 

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AtomkraftwerkePlag

 

Die Energiewende

Die Neuausrichtung der Energiepolitik und -wirtschaft in Deutschland, mit der zum ersten Mal ein großer Industriestaat seine fossil-atomare Energieerzeugung auf eine erneuerbare umstellt, wird international genau beobachtet. Als "Labor der Zukunft" und innovative Pionierleistung ist sie auch mit der US-Mondmission verglichen worden.

Ziel der Energiewende ist eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung, die mit einer Kombination von erneuerbaren Energien, intelligenter Energiespeicherung, Energiesparen und Effizienzsteigerung erreicht werden soll. Ein Gelingen der deutschen Energiewende würde belegen, dass Energieversorgung und Wohlstand auch ohne konventionelle Energiequellen möglich ist ...

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Atomausstieg in Deutschland

Moratorium und Ausstiegsbeschluss

Im Frühjahr 2011 wurde in Deutschland die letzte Dekade der Nutzung der Atomenergie eingeläutet. Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel am 5. September 2010 noch eine Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke mit den Energiekonzernen vereinbart hatte, führte die Fukushima-Katastrophe vom 11. März 2011 zu einer Kehrtwende in der Energiepolitik.

Am 14. März beschloss die Bundesregierung zunächst ein Moratorium für drei Monate. Sieben ältere Reaktoren, die einer "umfassenden Sicherheitsüberprüfung" unterzogen werden sollten, wurden vom Netz genommen: Biblis A und B, Brunsbüttel, Isar 1, Neckarwestheim I, Philippsburg I, Unterweser.

Da die Atomkraft in der Mehrheit der Bevölkerung und bei allen politischen Kräften den Rückhalt verloren hatte, entschied sich die schwarz-gelbe Bundesregierung am 30. Mai 2011, bis 2022 alle Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen. Der Beschluss zum Ausstieg und zu einer entsprechenden Novellierung des Atomgesetzes wurde am 6. Juni formal durch das Kabinett gefasst und durch Angela Merkel in der Regierungserklärung vom 9. Juni begründet ...

 

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Wikipedia

 

Energiewende

ist der deutschsprachige Begriff für den Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien. Der Begriff wurde nach dem 1980 erschienenen Buch Energiewende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran des Öko-Instituts kulturell rezipiert und wurde bereits als Lehnwort in andere Sprachen übernommen (beispielsweise "The German Energiewende" oder "A Energiewende alemã").

Ziel der Energiewende ist es, die von der konventionellen Energiewirtschaft verursachten ökologischen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Probleme zu minimieren und die dabei anfallenden, bisher im Energiemarkt kaum eingepreisten, externen Kosten vollständig zu internalisieren. Angesichts der maßgeblich vom Menschen verursachten Globalen Erwärmung ist heutzutage besonders die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft von Bedeutung – durch Beendigung der Nutzung von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle und Erdgas. Ebenso stellen die Endlichkeit der fossilen Energieträger sowie die Gefahren der Kernenergie wichtige Gründe für die Energiewende dar. Die Lösung des globalen Energieproblems gilt als zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts ...

 

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02.09.2020 - Block 3 des Akw-Cattenom wegen Störung abgeschaltet

Im grenznahen lothringischen Atomkraftwerk ist es in der Nacht auf Samstag zu einer Störung gekommen in dessen Folge ein Reaktor abgeschaltet wurde. Am Dienstag meldete der Betreiber der Atomsicherheitsbehörde den Vorfall der Stufe 1.

In der Nacht auf Samstag, 29. August, ist es im lothringischen Atomkraftwerk Cattenom zu einer Fehlermeldung in einem Automatenschrank gekommen, in dessen Folge Reaktorblock 3 abgeschaltet wurde. Der Betreiber EdF meldete der Behörde für nukleare Sicherheit (ASN) am Dienstag daher ein „Ereignis der Stufe 1“ gemäß der achtstufigen INES-Skala (null bis sieben) für nukleare Ereignisse. Das teilte die CDGIS, das luxemburgische großherzogliche Feuerwehr- und Rettungskorps, unter Berufung auf die Akw-Leitung mit ...

 

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01.09.2020 - Ende der Urantransporte nach Russland in Sicht?

Enden bald die Uran-Transporte von Gronau nach Russland? Anti-Atomkraft-Initiativen berichten von Anzeichen, die darauf hindeuten. Gleichzeitig kritisieren sie, dass sich das Volumen des abgereicherten Uranhexafluorids, das in Gronau aufbewahrt wird, weiter erhöht habe.

Anti-Atomkraft-Initiativen halten ein Ende der Uran-Transporte von der Urananreicherungsanlage in Gronau nach Russland für möglich. So seien laut einem Schreiben des Bundesumweltministeriums in diesem Jahr offenbar noch zwei Transporte mit jeweils 900 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid (UF6) zu erwarten, erklärte die Initiative Sofortiger Atomausstieg (Sofa) Münster am Dienstag.

Der Energiekonzern E.ON teilte dem Dachverband Kritischer Aktionärinnen und Aktionäre zudem mit, dass es „derzeit keine konkreten Planungen“ für weitere Transporte nach 2020 geben soll. E.ON hält zusammen mit RWE ein Drittel der Anteile am Unternehmen Urenco, das die Urananreicherungsanlage betreibt ...

 

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01.09.2020 - BGZ will Gleisverbindung zu ehemaligem Kraftwerk in Würgassen reaktivieren

Der alte Gleisanschluss beim ehemaligen Atomkraftwerk in Würgassen wird untersucht.

Nach den Erkundungsbohrungen im Mai und den Vermessungsarbeiten im Juni fanden am Montag auf dem Gelände und in der unmittelbaren Nachbarschaft des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen weitere Arbeiten statt. Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) will hier den alten Gleisanschluss unter die Lupe nehmen, der früher das Atomkraftwerk mit der Bahnlinie Bodenfelde-Ottbergen (Sollingbahn) verband. Für das vom Bund und der BGZ geplante zentrale deutsche Zwischenlager für mittel- und schwachradioaktive Abfälle wäre die Reaktivierung des Gleisanschlusses notwendig ...

 

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30.08.2020 - Aufnahmen der stärksten Bombenexplosion aller Zeiten veröffentlicht

1961 zündete die Sowjetunion eine Wasserstoffbombe, deren Zerstörungskraft 4.000 Hiroshima-Bomben entsprach

Was am 30. Oktober 1961 über der russisch-arktischen Doppelinsel Nowaja Semlja seinen Ausgang nahm, erinnert mehr an eine geologische Katastrophe als an einen Test menschlicher Technologie. Um 11:32 Uhr Moskauer Zeit wurde in vier Kilometern Höhe eine Bombe gezündet, die bis heute jede andere Waffe in der Menschheitsgeschichte in den Schatten stellt: RDS-220, besser bekannt als "Zar-Bombe" – die stärkste je gebaute und gezündete Wasserstoffbombe aller Zeiten. 

Wahnwitzige Aufrüstung

Das nukleare Ungeheuer hatte eine Sprengkraft von 50 Megatonnen, dem Äquivalent von 50 Millionen Tonnen TNT. Damit war sie etwa 4.000 Mal so stark wie die US-Atombombe Little Boy, die 1945 die japanische Stadt Hiroshima zerstörte. Die Sprengkraft der stärksten je getesteten amerikanische Wasserstoffbombe Castle Bravo (1954) betrug "nur" ein Drittel jener der Zar-Bombe. Die russische Atombehörde Rosatom hat nun einen sowjetischen Propagandafilm erstmals vollständig veröffentlicht, der Teile der Vorbereitung und Durchführung des Bombentests sowie Originalaufnahmen der Explosion zeigt. Der Film, im klassischen Sowjet-Patriotismus gehalten, dokumentiert das erschreckende Ausmaß der Zerstörung ebenso wie die wahnwitzige Aufrüstungslogik des Kalten Krieges ...

 

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Hunderte von Reaktoren bis 2050!

28.08.2020 - Bill Gates investiert in Nuklearenergie

Kleine Atomkraftwerke sollen erneuerbare Energie wie Wind- und Sonnenstrom ergänzen.

Ein von Bill Gates gegründetes Kernenergieunternehmen hofft, kleine fortschrittliche Kernkraftwerke bauen zu können, um Netze zu unterstützen, die hauptsächlich von erneuerbaren Quellen wie Solar- und Windkraft gespeist werden.

Die Bemühungen sind Teil des Bestrebens des Milliardärs, die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen. Die Kraftwerke sollen Versorgungsunternehmen helfen, die produzierten Emissionen zu senken, ohne die Netzzuverlässigkeit zu beeinträchtigen, wie es heißt.

Die Kraftwerke, die von Gates’ Unternehmen TerraPower LLC in Kooperation mit GE Hitachi Nuclear Energy gebaut werden, sollen den Namen Natrium tragen. Die 345-Megawatt-Anlagen würden mit flüssigem Natrium gekühlt und kosten jeweils etwa eine Milliarde US-Dollar. Sie sind so konzipiert, dass sie Reaktorstrom in Tanks mit geschmolzenem Salz speichern. Die Energie kann dann nach Bedarf genutzt werden.

Derartige Speicherlösungen wurden bereits in Kombination mit Solarstrom eingesetzt, allerdings mit weniger Erfolg. Die Natrium-Reaktoren würden eine konsistentere Temperatur ermöglichen, wie der CEO von GE Hitachi Nuclear Energy Chris Levesque erklärt. 

Bis 2050 sollen weltweit “hunderte” dieser Reaktoren stehen, hofft Levesque ...

 

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Vor der Wahl werden Ängste geschürt und die Stimmen aus der Atomlobby werden immer schriller.

27.08.2020 - Exelon kündigt vorzeitige Abschaltung von vier Reaktoren in Illinois an

Der US-Versorger Exelon Generation kündigte heute an, dass sowohl die zwei Blöcke der Kernkraftwerke Byron und Dresden im Jahr 2021 stillgelegt werden, "als Ergebnis von Marktregeln, die umweltverschmutzende Kraftwerke gegenüber kohlenstofffreier Kernenergie bevorzugen". Er warnte davor, dass weitere Kraftwerke aufgrund dieser ungünstigen Marktregeln von einer vorzeitigen Abschaltung bedroht sind.

Exelon sagte, dass das Kraftwerk Byron - bestehend aus zwei Druckwasserreaktoren mit Kapazitäten von 1164 MWe und 1136 MWe - im September nächsten Jahres abgeschaltet wird, obwohl es für weitere 20 Jahre zugelassen ist. Die Anlage in Dresden - zwei Siedewasserreaktoren mit Kapazitäten von 894 MWe und 879 MWe - verfügt über eine Betriebsgenehmigung, die für ein weiteres Jahrzehnt gültig ist, wird aber im November 2021 abgeschaltet. 

In einer Erklärung sagte Maria Korsnick, Präsidentin und CEO des Instituts für Kernenergie, dass die Emissionen in Illinois um 70% steigen werden, es liege im Interesse der USA, den "beunruhigenden Trend" der vorzeitigen Schließung von Atomkraftwerken umzukehren. Sie sagte, die Politik müsse den kohlenstofffreien Strom, den die Kernenergie liefert, wertschätzen. "Deshalb haben die Gesetzgeber der Bundesstaaten und die Bundespolitiker einen Konsens darüber erzielt, dass eine saubere Energiezukunft ohne die Zusammenarbeit aller kohlenstofffreien Technologien nicht möglich ist." ...

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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Freimessen und Positives Denken

27.08.2020 - Karlsruhe war Wiege der deutschen Atomforschung - Relikte belasten die Region noch Jahrzehnte

Weniger als 20 Jahre hat der Aufbau des nuklearen Pionierstandortes gedauert. Dessen Abwicklung wird aber noch viele Hunderte Millionen Euro kosten und Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Die Zukunft ist in hellblauer Farbe auf die graue Wand aufgesprüht. Ein „X“, daneben eine Zahl. Von der Markierung geht eine beruhigende Wirkung aus. Sie bedeutet, dass ein Abschnitt des dicken Betonmantels um das Herz eines ehemaligen Atomreaktors nach vielfacher Prüfung von der Radioaktivität „freigemessen“ wurde und bald entfernt werden kann.

Das Herz schlägt seit 36 Jahren nicht mehr. Doch der „Patient“ ist noch nicht ganz tot. Johannes Rausch steht auf einem Gerüst an der Stelle, wo einst die Kernbrennstäbe im Druckwasserbehälter glühten, und schaut sich zufrieden die vielen Markierungen an. Dann schweift sein Blick zu einer Schachtöffnung, die von Pfeilzeichen umgeben ist.

„In der Wand wurde eine kontaminierte Stelle entdeckt, da müssen wir nochmal ran“, sagt der Rückbauleiter am Mehrzweckforschungsreaktor (MZFR). „Danach wird erneut gemessen. Bis 2025 sollte aber das Gebäude abgerissen werden.” Und dann? ...

 

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27.08.2020 - Mikroorganismen - Kleine Schadstofffresser

Stoffe, die dem Menschen gefährlich werden, sind für manche Mikroben ein gefundenes Fressen. Dank Jahrmillionen dauernder Anpassung halten sie sich strahlendes Uran vom Leib, verspeisen umstrittene Pestizide und leben von Desinfektionsmitteln. Jetzt wollen Wissenschaftler wissen, wie sie das bewerkstelligen.

Unter tonnenschwerem Gestein soll atomarer Müll für die Ewigkeit versiegelt werden. Viele Hundert Meter unter der Erdoberfläche. In Deutschland sind die Salzstöcke in Bad Zwischenahn, Gorleben oder Gülze-Sumte schon lange als Endlager für hoch radioaktive Abfälle im Gespräch. Aber auch Granitformationen und mächtige Tonschichten kommen dafür in Betracht. Doch was passiert, wenn undichte Behälter und ein Wassereinbruch zusammenkommen und die strahlende Fracht dadurch unkontrolliert freigesetzt wird?

Einen möglichen Ausweg aus diesem Szenario verspricht sich die Geoökologin Andrea Cherkouks von ungewöhnlichen Helfern: Mikroorganismen. Könnten sie mithelfen, den GAU in der Tiefe zu verhindern ...

 

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27.08.2020 - Der größte Solarpark Süddeutschlands entsteht im Donaumoos

In Berg im Gau, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, entsteht derzeit auf 140 Hektar der größte Solarpark Bayerns. Wenn er ans Netz geht, wird er Strom für rund 100.000 Einwohner erzeugen können. Ende des Jahres soll es so weit sein.

Der Solarpark Schornhof wächst und wächst. Für 60 Millionen Euro entsteht im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen eine der größten Freiflächensolaranlagen Süddeutschlands. 140 Hektar groß ist die Anlage – so viel wie 200 Fußballfelder. Bereits im Oktober, so der Plan, wird der erste Strom aus einem Teil des Solarparks ins Netz eingespeist. Wenn der Park fertig ist, sollen aus den Solarpanels bis zu 120 Megawatt Strom fließen. Genug, um theoretisch alle 30.000 Haushalte des Landkreises zu versorgen. Ein Mammutprojekt, sagt Andreas Klier, einer der Geschäftsführer von Anumar. "Also die letzten eineinhalb Jahre hat das einen Großteil unserer Kapazitäten in Anspruch genommen. Das waren sehr sehr intensive Jahre", so Klier ...

 

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