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Zeitungsartikel 2020
Hintergrundwissen Aktuell+.

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23. Juli 2020 - Das neue atomare Wettrüsten - Kurz vor Mitternacht

Artikel von Dagmar Röhrlich aus www.deutschlandfunk.de

Im Februar 2021 wird der „New-Start“-Abrüstungsvertrag auslaufen. Vertrauensbildende Schritte unter allen Atommächten wären wichtig – aber die Regierungen setzen auf militärische Stärke. Selbst einen Cyberangriff unklarer Herkunft könnten sie atomar beantworten. Wissen sie, was sie tun?

Die 1980er-Jahre. Die Zeit der Friedensdemonstrationen. Ob in Bonn, Amsterdam oder New York – überall gingen Hunderttausende Menschen auf die Straße, um gegen die atomare Aufrüstung zu demonstrieren. Mit Erfolg.

„Über 1.500 sowjetische Atomsprengköpfe werden demontiert, und alle bodengestützte Mittelstreckenraketen, eingeschlossen die SS20, werden zerstört. Auf unserer Seite werden sämtliche Pershing-2 und bodengestützte Marschflugkörper mit rund 400 Sprengköpfen zerstört“.

Am 8. Dezember 1987 unterzeichneten US-Präsident Ronald Reagan und der sowjetische Generalsekretär Michail Gorbatschow einen Abrüstungsvertrag. Der INF-Vertrag war der Durchbruch.

„Gesunkene Hemmschwelle für einen Atomwaffeneinsatz“

Heute, wenige Monate, bevor der INF-Vertrag ausläuft, fragt sich Tytti Erästö, Analyst am Internationalen Stockholmer Friedenforschungsinstitut SIPRI, wie groß das Interesse überhaupt noch ist, einen Atomschlag unter allen Umständen zu verhindern:

„Natürlich hat sich der strategische und politische Kontext stark verändert. Das Thema, das in letzter Zeit eine Menge Aufmerksamkeit erhalten hat, ist die gesunkene Hemmschwelle für einen Atomwaffeneinsatz. Erst hat Russland sie abgesenkt, dann die USA. Obwohl beide Länder das natürlich bestreiten. Das größte Problem besteht meines Erachtens darin, dass die USA und Russland weder sich gegenseitig noch den Rest der Welt davon überzeugen konnten, dass ihre Schwelle bis zum Einsatz von Nuklearwaffen noch hoch ist. Dieses Glaubwürdigkeitsproblem hat zum Teil mit der Zweideutigkeit der US-amerikanischen und russischen Nuklearpolitik und strategischen Doktrin zu tun.“

Nukleare Antwort auch auf Cyberattacken und Chemiewaffen?

Von Produktionsanlagen über Trägersysteme bis zu den Sprengköpfen wird derzeit das gesamte Arsenal modernisiert. Vor allem aber erhalten die Kernwaffen einen neuen Status. In den USA beispielsweise mit der jüngsten Richtschnur der Kernwaffenpolitik. Tytti Erästö:

„Die US-Regierung hat entschieden, Atomwaffen mit geringer Sprengkraft zu entwickeln und aufzustellen. Viele Experten sehen darin eine faktische Absenkung der nuklearen Schwelle, weil die Wahrscheinlichkeit, dass solche Atomwaffen eingesetzt werden, höher ist. Aber es gab auch noch eine weitere wesentliche Änderung, nämlich dass Cyberangriffe als mögliche Auslöser für nukleare Vergeltungsmaßnahmen einbezogen werden. Das ist etwas Neues und Besorgniserregendes. Es ist Teil dieses längerfristigen Trends, bei dem mehrere Kernwaffenstaaten die nukleare Abschreckung auch auf Angriffe mit chemischen oder biologischen Waffen ausgedehnt haben. Auch das senkt die nukleare Schwelle. Und im Fall von Cyberattacken und Angriffen mit chemischen Waffen ergibt sich zudem das Problem, dass es nicht immer einfach ist, herauszufinden, wo solche Angriffe ihren Ursprung haben.“

Taktische Atomwaffen im Manöver-Planspiel

Auch Russland hat sich neu aufgestellt. „Eskalieren, um zu deeskalieren“ heißt das Konzept, das den Gegner schnell in die Knie zwingen soll. Tytti Erästö:

„Russland hat zum Beispiel im Streit über die US-amerikanische Raketenabwehr tatsächlich europäischen Ländern mit Atomwaffen gedroht. Und es signalisiert mit seinen Militärmanövern, dass es durchaus in einem konventionellen Konflikt taktische Atomwaffen einsetzen könnte.“

Darauf soll inzwischen die NATO reagiert haben. Mit einer Revision ihrer Nuklearstrategie, die die nukleare Option mit einbezieht. Das Misstrauen auf allen Seiten ist groß. Heute verfügen mehr Staaten über Atomwaffen denn je. Und auch die Dynamik des Rüstens hat sich verändert. Die nukleare Rüstungskontrolle läuft hinterher.

Nur China erkärt Verzicht auf Atomwaffen-Ersteinsatz

Wie könnte sich das ändern? Tytti Eräströ:

„Der vielleicht größte Unterschied zwischen den fünf offiziellen Kernwaffenstaaten hat mit dem nuklearen Ersteinsatz zu tun, bei dem sich China von den anderen unterscheidet: Es hat als einziger offizieller Kernwaffenstaat auf den Ersteinsatz verzichtet, während die anderen – Russland, die Vereinigten Staaten, Frankreich und Großbritannien – sich alle das Recht des Ersteinsatzes vorbehalten. Ich glaube, wenn die anderen Länder dem chinesischen Beispiel folgen würden, wäre eine große Quelle der Instabilität beseitigt.“

Die Atomwaffen nur noch als Mittel der Abschreckung zu deklarieren – die Chancen dafür stehen derzeit schlecht. Eräströ:

„Wir empfehlen zunächst einige kleinere vertrauensbildende Schritte. Etwa eine gemeinsame politische Erklärung, Atomwaffen als Kriegsmittel zu verurteilen. Und um Staaten, die keine Atomwaffen besitzen, Gewissheit zu geben, am Ende nicht Ziel von Nuklearangriffen zu werden, sollten die Sicherheitsgarantien verstärkt werden: durch eine Erklärung, dass sie unter keinen Umständen ins Visier genommen werden.“

„Das Bewusstsein für nukleare Risiken schärfen“

Dafür müssten sich die Staatsoberhäupter des nuklearen Risikos überhaupt erst einmal wieder wirklich bewusst werden, fordert Tytti Erästö. Denn unabhängig von der Nukleardoktrin eines Landes sind sie es, die letztlich die Entscheidung über den Einsatz treffen:

„Es besteht durchaus das Risiko, dass diese Führer nicht wissen, was sie tun, wenn sie einen Atomangriff befehlen. Und ihr Urteilsvermögen könnte durch trügerische Konzepte wie Atomwaffen mit „geringer Sprengkraft“ oder einem „begrenzten“ Atomkrieg beeinträchtigt werden. Denn diese Konzepte verwischen die Tatsache, dass jeder Einsatz verheerend wäre und nach wie vor zu einem allumfassenden Atomkrieg führen könnte. Deshalb schlagen wir vor, das Bewusstsein für nukleare Risiken zu schärfen, mit besonderem Fokus auf das Konzept eines „begrenzten Atomkriegs“.

Wenig spricht dafür, dass es bei einem begrenzten Atomkrieg bleiben würde. Und selbst wenn: Es wäre verheerend genug.

„Das Ausmaß der durch Atomwaffen verursachten Verwüstung widerspricht der Vernunft der Menschheit.

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Karte der nuklearen Welt:

Mission accomplished - die Weltbevölkerung ist wie erstarrt vor Angst.
"Der lupenreine Putin" und sein Kumpel "Don Trumpl" tun was sie am liebsten tun: Geld von unten nach oben, aus der Zivilgesellschaft in die Rüstungsindustrie umverteilen ...

 

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Atombombe

Radioaktive Belastung

 

03.01.2018 - Studie: USA töten mit Atombomben hunderttausende Amerikaner

Durch Tests in Nevada sind offenbar mehr Amerikaner gestorben als durch die Bombenabwürfe in Japan.

Die USA sind das weltweit einzige Land, das bislang Atombomben in einem Krieg verwendet hat. Nun behauptet ein Forscher, dass durch die Atomwaffentests in Nevada in den 50er und 60er Jahren mehr Amerikaner ums Leben gekommen sind, als es bei den zwei Bombenangriffen in Japan im August 1945 Opfer gab. Deren Zahl wird in Japan auf 250.000 geschätzt ...

 

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ATOMWAFFEN A-Z - Atomtests

Am 16. Juli 1945 wurde in Alamogordo in der Wüste New Mexikos der erste Test, Trinity, gezündet. Seitdem haben die fünf Atomwaffenstaaten USA, UdSSR, Frankreich, Großbritannien und China 2045 Atomwaffentests in der Atmosphäre und unter der Erde durchgeführt. Das bedeutet: Bis 1998 gab es jede anderthalb Wochen einen Test. Zusätzlich haben Indien, Pakistan und Nordkorea 14 Tests durchgeführt.

Von der Gesamtsumme wurden 528 Tests in der Atmosphäre, unter Wasser, auf der Erdoberfläche oder im Weltraum gezündet. Diese Tests haben zu einer weltweiten Strahlenbelastung der Erde geführt, was die Gesundheit der Menschen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beeinträchtigte und beeinträchtigen wird ...

https://www.atomwaffena-z.info/wissen/atomtests.html

 

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Wikipedia

 

Abrüstung in der Realität

Die Idee der Abrüstung entwickelte sich unter den Bedingungen der Abschreckungspolitik während des Kalten Krieges. Reale Chancen zur Abrüstung ergaben sich insbesondere in der Endzeit des Kalten Krieges zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt. Vor dem Hintergrund von Demonstrationen mit mehreren hunderttausend Menschen für Abrüstung und gegen das Wettrüsten kam es zu einem der wenigen Beispiele für tatsächliche Abrüstung: dem INF-Vertrag von 1987, mit dem Mittelstreckenraketen durch die Sowjetunion und die USA bilateral abgeschafft wurden.

Als Problem im Zusammenhang mit Abrüstung werden häufig deren ökonomische Folgen gesehen. Staaten mit hoch entwickelter Rüstungsindustrie sind schwer zur Rüstungskonversion zu bewegen. Andererseits wird aufgrund eingesparter Rüstungsausgaben eine „Abrüstungs-“ oder „Friedensdividende“ erwartet ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Abr%C3%BCstung

 

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27.07.2020 - Das Problem der Ökostrom-Pioniere

Beim Umstieg von Atom- und Kohlestrom auf erneuerbare Energien gibt es viele Baustellen. Aus Sicht der Branche entstehen nicht nur viel zu wenige neue Windräder und Solaranlagen.

Wer sich in den frühen 2000er Jahren eine Solaranlage aufs Dach schraubte oder sein Geld in Windparks steckte, durfte sich Pionier der Energiewende nennen. Die Besitzer alter Ökostrom-Anlagen stehen nun vor einem Problem: Für die ersten läuft Ende des Jahres die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus. Denn die ist auf 20 Jahre begrenzt.

Solar- und Windbranche warnen, dass Anlagen zu Tausenden vom Netz gehen könnten, was den Umstieg von Atom- und Kohlestrom auf erneuerbare Energien ausbremsen würde ...

 

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Abrüstung oder fein orchestrierte Aufrüstung?

27.07.2020 - Schlachtfeld Weltraum

Während Russen und Amerikaner über Abrüstung verhandeln, werden im All schon Fakten geschaffen. Vor allem Chinas Raketenarsenal unterliegt keinerlei Begrenzung. Eine Einladung zu den Gesprächen schlägt Peking aus.

Cosmos 2543 ist eine Art Putzerfisch des Weltalls. Der russische Satellit war vergangenes Jahr an Bord eines größeren Himmelskörpers, Cosmos 2542, in eine Umlaufbahn geschossen worden. Einmal freigesetzt, hat der kleine Satellit nach offiziellen Angaben aus Moskau "Inspektionsaufgaben" erfüllt. Dabei kam er nicht nur russischen Satelliten ziemlich nahe, sondern auch einem US-Himmelsspäher vom Typ KH-11 - der liefert Bilder von der Erde mit angeblich 15 Zentimetern Auflösung. Mehr als das besorgt das von US-Präsident Donald Trump neu gegründete Weltraumkommando des US-Militärs aber, dass Cosmos 2543 am 15. Juli in der Nähe eines russischen Satelliten ein Projektil freisetzte - ein Putzerfisch mit Harpune quasi ...

 

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27.07.2020 - Studie: Zwei Drittel der Stromproduktion sind fossil oder nuklear

Zürich (energate) - Die vier grössten Schweizer Stromversorger Axpo, Alpiq, BKW und Repower erzeugen zwei Drittel ihres Stroms aus fossilen und nuklearen Energiequellen. Jenes Drittel, das durch erneuerbare Energien gedeckt wird, stammt vornehmlich aus Wasserkraft.

Das hat die Kurzstudie "Strommix 2019" der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) ergeben. Im Vergleich mit dem Schweizerischen Strommix mit 56,4 Prozent Wasserkraft und 35,2 Prozent Atomkraft (Bundesamt für Energie, 2020) falle die Bilanz der Stromversorger somit deutlich klima- und umweltschädlicher aus, so die SES. Ein Blick auf die ausgebauten Kapazitäten zeige jedoch auch, dass die erneuerbaren Energien zulegten. "Der Ausbau der Kapazitätsleistung geschah vornehmlich im Bereich der neuen erneuerbaren Energien im Ausland", schreibt die SES ...

 

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26.07.2020 - Folge dem Geld!

Die Mär von der Unbezahlbarkeit regenerativer Energien

Unermüdlich führen einige Akteure aus Wirtschaft und Politik technologische und ökonomische Sachzwänge ins Feld, nach denen zügige Veränderungen in Richtung einer klimaverträglichen und zugleich sicheren Energieversorgung unmöglich seien. Regenerative Energien könnten ökonomisch nicht mit fossilen Energien oder Kernenergie mithalten, heißt es. Oder auch: Regenerative Energien seien schlicht nicht finanzierbar.

Fragen wir dazu doch einmal als eine Art Kronzeuge die internationale Finanzwirtschaft: Mit einiger Überraschung angesichts obiger Aussagen stellen wir fest, dass erneuerbare Energien heute fossile Energien im Hinblick auf Investitionsvolumen weit in den Schatten stellen. Nahezu 78% der Netto-Zuwächse an Erzeugungskapazität für Energie weltweit gingen im Jahr 2019 in Wind-, Sonne-, Biomasse-, Geothermie- und Wasserkraftwerke ...

 

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25.07.2020 - Plötzlich ist dieses „chinesische“ Atomkraftwerk ein Problem für die Briten

Der Streit zwischen China und Großbritannien spitzt sich zu. Nach den Fällen TikTok und Huawei steht nun die chinesische Beteiligung an Kernreaktoren auf der Insel zur Debatte. Die Briten stecken inzwischen in einem tiefen Dilemma.

Das Blatt hat sich schnell gewendet. Gerade einmal sechs Wochen ist es her, dass Liu Xiaoming, Chinas Botschafter in London, damit gedroht hat, eine chinesische Beteiligung beim Bau von Atomkraftwerken im Land auf den Prüfstand zu stellen. Als Vergeltung für den drohenden Ausschluss des Telekomausrüsters Huawei war das gedacht.

Nicht einmal zwei Monate später ist die China-Skepsis in der regierenden konservativen Partei so deutlich gewachsen, dass Abgeordnete selbst davor warnen, einen wichtigen Teil der Energiepolitik des Landes in chinesische Hände zu legen ...

 

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24.07.2020 - USA hebt Verbot der Atomfinanzierung auf

Die USA haben ihr altes Verbot der Finanzierung von Kernenergieprojekten im Ausland aufgehoben. Die Internationale Entwicklungsfinanzierungs-Corporation der USA (DFC) hat nach einer 30-tägigen öffentlichen Konsultation ihre Umwelt- und Sozialpolitik und -verfahren geändert.

Adam Boehler, CEO der DFC, sagte, die Entscheidung des Unternehmens - die auch seine Definition von erneuerbarer Energie mit der der US Energy Information Administration in Einklang bringt - sei ein "bedeutender Schritt vorwärts" in den Bemühungen der USA, die Energiebedürfnisse ihrer Verbündeten in der ganzen Welt zu unterstützen, und setze die DFC auch in die Lage, das Wachstum in Entwicklungsländern, die über begrenzte Energieressourcen verfügen, zu beschleunigen

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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24.07.2020 - „Bedeutendster Uran-Fund seit Husab“

Das an der hiesigen Börse notierte Unternehmen Marenica Energy Limited will nahe dem Berg Mirabib nordöstlich der Wüstenforschungsstation Gobabeb das bisher größte Uranvorkommen in Namibia entdeckt haben. Die Firma besitzt auch weitere Schürflizenzen im Namib-Naukluft-Park.

„Aus unserer Sicht ist dies möglicherweise der bedeutendste Uranfund in Namibia, seit (die Firma) Extract Resources im Jahr 2008 das Vorkommen der heutigen Husab-Mine entdeckt hat – die zweitgrößte Uranmine der Welt“, bezeichnet Marenica-Geschäftsführer Murray Hill die Entdeckung in einem Bericht, der diese Woche veröffentlicht wurde. „Es ist eine aufregende Uranentdeckung in einem Gebiet, das mit modernen Explorationstechniken bisher nicht erforscht worden ist.“ 

Marenicas Ankündigung erfolgt kurz nachdem sich der internationale Uranpreis im März dieses Jahres wieder nach einer jahrelangen Flaute erstmals leicht erholt hat. Dies hat auch zur Folge, dass die eingemottete Uranmine Langer Heinrich wieder den Betrieb aufnehmen will ...

 

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Die Finanzhilfen der EU könnten auch der Atomindustrie zugutekommen

23.07.2020 - Die Zukunft muss warten

Die Pläne für einen europäischen »Green Deal« drohen bei der Aufbaufinanzierung der EU unter die Räder zu kommen. Die Atom­industrie hingegen könnte profitieren.

Ursprünglich wollte die EU-Kommission, dass die Gelder in das Gesundheitswesen, den Klimaschutz und Zukunftstechnologien investiert werden; das Ziel, eine verheerende Wirtschaftskrise abzuwenden, sollte mit der Stärkung als förderungswürdig eingestufter Branchen verbunden werden. Doch einen konkreten Katalog von Maßnahmen hat die EU-Kommission nicht präsentiert. Der umgekehrte Weg ist gar nicht erst erörtert worden: zunächst eine Einigung über ein europäisches Aktionsprogramm anzustreben und dann über dessen Finanzierung zu verhandeln. Denn dann hätte man sich ja festlegen müssen ...

 

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23.07.2020 - AKW Beznau: Kontroverse um Sicherheitsnachweis dauert an

Der Streit um eine Studie über die Sicherheit des Atomkraftwerks Beznau schwelt weiter. Die Atomaufsicht Ensi sei nicht auf die Hauptpunkte eingegangen, monieren die deutschen Verfasser der Studie. Sie halten das AKW weiterhin für unsicher.

Zwischen 2015 und 2018 stand der erste Reaktorblock des AKW Beznau still. Grund waren Unregelmässigkeiten am Reaktordruckbehälter, die bei Ultraschalluntersuchungen entdeckt worden waren. Die Betreiberin Axpo musste daraufhin den Nachweis erbringen, dass der Behälter sicher betrieben werden kann und auch bei einem Störfall das Material nicht versagt.

In einem Gutachten kam das deutsche Öko-Institut jedoch zum Schluss, dass Zweifel an dem Sicherheitsnachweis bestehen. Daran ändert auch die Stellungnahme des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats nichts ...

 

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