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Zeitungsartikel 2020
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29. Mai 2020 - Tschechischer Staat bietet an, 70% der Kosten von Dukovany zu übernehmen

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Der tschechische Premierminister Andrej Babiš sagte gestern vor Reportern in Prag, dass die Regierung ČEZ ein Darlehen zur Verfügung stellen wird, um 70% der Kosten für den Bau eines neuen Blocks im Kernkraftwerk Dukovany zu decken, wobei der mehrheitlich staatliche Versorger die restlichen 30% finanziert. Die Projektkosten werden auf etwa 6,0 Milliarden EUR (6,7 Milliarden USD) geschätzt, sagte ČEZ CEO Daniel Beneš der Nachrichtenagentur ČTK im Anschluss an die Pressekonferenz.

Der stellvertretende Premierminister und Minister für Industrie und Transport Karel Havlíček sagte, dass zwei von drei Abkommen zwischen der Regierung und ČEZ über den Bau einer 1200-MW-Anlage bis Ende Juni unterzeichnet werden.

"Eine Woche vor der Regierungssitzung werde ich alle Vorsitzenden der politischen Parteien, die in der Kammer vertreten sind, einladen, sich mit den Vereinbarungen vertraut zu machen", sagte er und fügte hinzu, dass der Bau der Anlage ein langfristiges Projekt sei, das daher von der gegenwärtigen Regierung nicht umgesetzt würde.

Eine Ausschreibung für die Auswahl des Reaktorverkäufers für einen Vertrag über schlüsselfertige Anlagen werde bis Ende dieses Jahres bekannt gegeben, wobei der Gewinner bis Ende 2022 ausgewählt werde, sagte er. Eine Entscheidung darüber, ob die Investition des Staates in das Projekt vollständig aus eigenen Mitteln erfolgen oder "ausländische Ressourcen" einschließen würde, würde auf Gesprächen beruhen, die die Tschechische Republik mit der Europäischen Kommission führen würde, sagte er. Die Kosten des Projekts für die tschechischen Steuerzahler würden nur etwa ein Zehntel der Kosten betragen, die ihnen durch Investitionen in erneuerbare Energien entstehen, sagte er.

Jaroslav Míl, Regierungsbevollmächtigter für Kernenergie, sagte, Brüssel werde wissen wollen, wer den Block bauen werde, wie das Liefermodell aussehen werde, wie die Ausschreibung durchgeführt werde, wie die Bauarbeiten finanziert und wie der Strom aus dem Kraftwerk auf den Markt gebracht werden solle.

Beneš bestätigte, dass fünf Unternehmen ihr Interesse am Bau des neuen Blocks bekundet hätten, nämlich China General Nuclear, EDF, Korea Hydro & Nuclear Power, Rosatom und Westinghouse.

Der tschechische Energieversorger ČEZ beantragte am 25. März beim Staatlichen Amt für nukleare Sicherheit den Bau von zwei neuen Reaktoren in seinem Kernkraftwerk Dukovany. Vier WWER-440-Blöcke sind derzeit am Standort in der Region Vysočina in Betrieb.

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Karte der nuklearen Welt:

Zwei neue Reaktoren in Tschechien geplant ...

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Tschechien

Dukovany

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Wikipedia

Kernkraftwerk Dukovany

Im April 2020 wurde nach mehrjährigen Vorarbeiten ein Vertrag mit ČEZ über die Entwicklung eines einzelnen 1200 MWe Blocks geschlossen; eine Realisierung wird für 2029 angestrebt, die Fertigstellung für 2036 ...

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AtomkraftwerkePlag

Tschechien

Seit 2015: Neuer Anlauf zum Ausbau der Atomkraft

Im Mai 2015 stellte die Mitte-Links-Regierung ein neues Energiekonzept vor, das sich an Vorlagen aus dem Jahr 2012 orientierte. Danach sollen die Atomkraft bis 2040 auf einen Anteil 50 % erhöht, die fossilen Energieträger hingegen reduziert werden. Ein Ausbau von Temelín und Dukovany wurde empfohlen. Erneuerbare Energien sollen den zweithöchsten Anteil an der Stromerzeugung erhalten ...

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Laenderdaten.info

Tschechien

Produktionskapazitäten nach Energiequellen

     
Fossile Energieträger   60,0 %
Atomkraft   19,0 %
Wasserkraft   5,0 %
Erneuerbare Energien   16,0 %
Gesamte Produktions­kapazität   189,48 Mrd kWh
     

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Größte Teuerung gab es vor der Energiewende

02.06.2020 - Darum wäre Strom ohne Erneuerbare Energien noch teurer

Seit Beginn der Energiewende steigen die Strompreise: So nehmen das viele Verbraucher wahr. Doch der Eindruck täuscht. Ohne Erneuerbare Energien wäre der Strom noch teurer, trotz der Belastung der Verbraucher durch die EEGUmlage zur Ökostromförderung. Das haben Experten des Nürnberger Energiecampus und der Universität Erlangen-Nürnberg herausgefunden.

Wissenschaftler um Studienleiter Professor Jürgen Karl haben anhand von Daten der Europäischen Strombörse berechnet, wie sich die Preise ohne das wachsende Angebot von Ökostrom entwickelt hätten: Im Studienzeitraum 2011 bis 2018 hätte der Strom in Deutschland insgesamt 70 Milliarden Euro mehr gekostet. Von dieser Ersparnis profitieren aber nicht alle.

In der öffentlichen Wahrnehmung sind die Strompreise seit dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima 2011 gestiegen, weil da der deutsche Atomausstieg begann und mehr Ökostrom produziert wurde. "Tatsächlich gab es den größten Preisanstieg aber in den Jahren 2000 bis 2013", sagt Professor Jürgen Karl. Er begann also lange vor Fukushima und endete kurz danach ...

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02.06.2020 - AKW-Rückbau - Schweizer Abschied auf Raten von der Atomkraft

 Die Eidgenossen leisten mit der Demontage des Kernkraftwerks Mühleberg Pionierarbeit.

Die Stilllegung und der Rückbau eines Atomkraftwerks sind höchst komplexe und langwierige Prozesse. Diese Erfahrung macht gerade die Schweiz. Mit dem AKW Mühleberg wurde kurz vor Weihnachten erstmals in der Landesgeschichte ein kommerziell betriebenes Kernkraftwerk definitiv abgeschaltet. Die Demontage wird die Fachkräfte jedoch noch mehr als ein Jahrzehnt beschäftigen.

Fünf kommerzielle Kernkraftwerke gibt es in der Schweiz, wobei das älteste bereits seit 1969 in Betrieb ist. Während dessen Eigentümer Axpo in den vergangenen Jahren 700 Millionen Franken (660 Millionen Euro) in die Modernisierung investierte und damit die Voraussetzung schaffte, um die Anlage weiterbetreiben zu dürfen, entschloss sich die BKW 2013, ihr Kernkraftwerk Mühleberg aus unternehmerischen Gründen per Ende 2019 nach 47 Betriebsjahren abzuschalten und sofort mit der Stilllegung und dem Rückbau zu beginnen ...

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01.06.2020 - Flamanville-Atomreaktor wird auch bis 2024 nicht ans Netz gehen

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit wurde die Inbetriebnahme der neuen Reaktorgeneration erneut verschoben, der eigentlich seit 8 Jahren Strom liefern sollte

Es war nicht anders zu erwarten, doch nun ist klar, dass der sogenannte "Europäische Druckwasserreaktor" (EPR) im französischen Flamanville wegen ständig neuer Probleme nicht einmal zeitnah zur Schließung der Uraltmeiler in Fessenheim am Oberrhein ans Netz gehen wird. Schon im vergangenen Jahr war die Inbetriebnahme auf 2022 verschoben worden, weil wieder einmal Schweißnähte in der Stahlhülle des EPR in der Normandie gefunden wurden, die undicht waren und neu geschweißt werden sollen. Das ist offenbar noch komplizierter, als ohnehin erwartet ...

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31.05.2020 - Energiewende: Über Werte reden, nicht nur über Preise

Die Bürger-Energie und mit ihr die Energiewende ist zum Stillstand gekommen. Wie wäre es mit "back to the roots"?

In Deutschland ist der Ausbau der Windkraft 2019 um rund 90% zusammengebrochen. 2020 droht ein Zusammenbruch der Solarbranche. Was weniger Schlagzeilen macht: Die Bürger-Energie ist fast zum Stillstand gekommen. Die zweite europäische Erneuerbare-Richtlinien (EE-RL II) von 2018 schreibt vor, dass die Bürger-Energie besonders gefördert werden muss. Ausgerechnet Deutschland - einst Bürger-Energie-Vorreiter - hat die EE-RL II immer noch nicht ratifiziert.

Das Erneuerbare-Energie-Gesetz von 2000 (EEG) hat die Erneuerbaren und insbesondere die Bürger-Energie vorangebracht - so jedenfalls die gängige Lesart. Kompliziert wird alles durch die Änderungen am EEG, vor allem im Jahre 2014. Man spricht noch von der "EEG-Vergütung", meint aber Einspeisetarife. Und gerade die werden seit 2014 im EEG massiv zurückgefahren ...

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31.05.2020 - Garching: Der Reaktor spaltet

Die Garchinger Stadträte sind uneins darüber, welche Schlüsse aus der jüngsten Panne am FRM II zu ziehen sind. Die Grünen fordern die Stilllegung.

Jemand, der 30 Tage lang jeden Morgen eine Banane isst, hat Anke Görg zufolge die gleiche Strahlendosis abbekommen, wie sie beim Zwischenfall am Garchinger Forschungsreaktor emittiert wurde. Mit diesem Vergleich unterstrich die Pressesprecherin des Forschungsreaktors München II (FRM II), dass zu keiner Zeit "für keine Menschen, keine Tiere, keine Umwelt Gefahren bestanden haben". Vertreter des Betreibers, der Technischen Universität München (TU), waren in den Stadtrat gekommen, um zu erklären, wie es zur unbeabsichtigten Emission von Radioaktivität Ende März gekommen war, bei der der Jahresgrenzwert des Nuklids C-14 um 15 Prozent überschritten wurde.

Während die Grünen die Ansicht vertraten, der Reaktor dürfe nicht mehr anfahren, sagte der Dritte Bürgermeister Joachim Krause (SPD), man solle nichts aufbauschen, "das bringt uns nicht weiter. Wir müssen dafür sorgen, das es nicht wieder passiert" ...

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29.05.2020 - Streit um Strom für Industrie: Neues Konzept sieht einheitlichen Preis in EU vor

Hohe Strompreise stellen Branchen vor Probleme. Ein Einheitspreis soll Abhilfe schaffen, fordert die Metaller-Vereinigung. In der Großen Koalition gibt es Unterstützung für die Idee.

Viele Industrieunternehmen in Deutschland zahlen weitaus höhere Strompreise als ihre Wettbewerber im Ausland. Das soll sich ändern. Die Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM) fordert, einen europaweit geltenden Industriestrompreis einzuführen. Die WVM hat ein Konzept für einen solchen Industriestrompreis entwickelt ...

Allerdings stößt der Vorstoß nicht nur auf Zustimmung. „Die Idee, einen regulierten europäischen Industriestrompreis zu etablieren, führt in die Irre“, sagt etwa Felix Matthes vom Öko-Institut. Ein regulierter Industriestrompreis führe zurück in die Welt der in Gänze politisch festgelegten Strompreise. „Das wäre ein Rückschritt“, warnt Matthes ...

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29.05.2020 - Geologe bezieht Stellung: Ein Endlager in der Eifel ist „sehr unwahrscheinlich“

Dass der Eifel-Ardennen-Raum und damit auch Ostbelgien ernsthaft als Standort für ein Atommüllendlager infrage kommt, hält der aus Halenfeld stammende Geologe und Paläntologe Dr. Thomas Servais mittlerweile für „sehr unwahrscheinlich, wenn nicht sogar ausgeschlossen“.

„Aus geologischen Gründen können das Gebiet der fünf Eifelgemeinden bzw. der Deutschsprachigen Gemeinschaft, aber auch die meisten Gebiete der Wallonie nicht für ein Atommüllendlager in Betracht gezogen werden.“ ...

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29.05.2020 - Engie verlängert Wartung von Tihange 1 (962 MW) um 6 Monate

Die belgische Engie-Tochter Electrabel hat die Wartung ihres Reaktors Tihange 1 (962 MW) bis 31. Dezember verlängert und damit um fast sechs Monate, zeigten Transparenzdaten am Freitag.

Grund für die Verlängerung sei ein Defekt in einem Kühlwassertank, teilte die Behörde für nukleare Sicherheit Fanc gegenüber Montel mit.

„Die nukleare Sicherheit war nie gefährdet, da der Reaktor bereits abgeschaltet war", sagte die Behörde in einer Erklärung, wobei Luft aus dem Tank entwichen sei und ein Vakuum erzeugt habe, das zu einer Ausbeulung der Wände führte ...

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29.05.2020 - Der Gorleben-Tag lebt: Videobotschaften und Spray-Aktion in Gorleben

Großes Kino gibt es seit Jahren am Freitag vor Pfingsten an den Atomanlagen in Gorleben. Eingebettet in die Kulturelle Landpartie, die jedes Jahr Zehntausende Besucher*innen zwischen Himmelfahrt und Pfingsten ins Wendland lockt, wird seit jeher am „wunden Punkt“, an den Atomanlagen in Gorleben demonstriert und gefeiert – wurde, denn Pandemie-bedingt entfallen in diesem Jahr alle Großveranstaltungen.

Mit Videobotschaften und einer Spray-Aktion in Gorleben lenkt die Bürgerinitiative Umweltweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) am diesjährigen „Gorleben-Tag“ die Aufmerksamkeit dennoch auf Gorleben, schließlich steht im Herbst erstmalig der Salzstock in einem vergleichenden Suchverfahren für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle zur Disposition ...

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28.05.2020 - Baubewilligungsantrag für Sizewell eingereicht

Die EDF Energy plc hat bei der britischen Infrastructure and Planning Commission (IPC) einen Antrag eingereicht, um am Standort Sizewell C in Suffolk an der Ostküste Englands zwei EPR-Einheiten zu bauen und zu betreiben.

Die EDF Energy beantragte bei der IPC einen sogenannten Development Consent Order (DCO) für das geplante Kernkraftwerk Sizewell C des Typs EPR. Die IPC hat nun 28 Tage Zeit, um die Eingabe anzunehmen oder abzulehnen. Eine Annahme wandelt den Antrag in ein Gesuch um und bedeutet den Beginn des Vernehmlassungsverfahrens, das Personen und Organisationen die Möglichkeit bietet, die Unterlagen zu prüfen, ihre Interessen anzumelden und Stellungnahmen einzureichen ...

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