***


Zeitungsartikel 2020
Hintergrundwissen Aktuell+.

***

Müllionen-Investition auf dem ehemaligen AKW-Gelände in Würgassen 

06.03.2020 - Sammellager für Atom-Müll geplant

Artikel von Marius Thöne aus www.westfalen-blatt.de

Die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) will am Standort des ehemaligen Kernkraftwerkes in Beverungen-Würgassen (Kreis Höxter) mehrere hundert Millionen Euro investieren. Nach Informationen dieser Zeitung ist dort eine Art Logistikzentrum für schwach- und mittelradioaktive Abfälle geplant. 100 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. 2027 soll das Umschlaglager fertiggestellt sein.

Pressekonferenz am Freitagnachmittag

Vorgsehen ist offenbar, dass künftig strahlender Müll aus stillgelegten deutschen Atomkraftwerken größtenteils mit Zügen nach Würgassen gebracht und dort zwischengelagert wird. Dabei soll es sich vor allem um Abfälle handeln, die beim Rückbau der Kernkraftwerke anfallen, beispielsweise Schutzanzüge und Handschuhe. Auf dem Gelände des 1994 stillgelegten Kraftwerkes an der Weser sollen die Abfälle dann für den Weitertransport neu zusammengestellt und zum geplanten Endlager Schacht Konrad im niedersächsischen Salzgitter gebracht werden. Eine Bestätigung für diese Informationen gab es am Donnerstagabend zunächst nicht. Ein BGZ-Sprecher verwies auf eine Pressekonferenz, bei der an diesem Freitagnachmittag weitere Informationen und Details bekannt gegeben werden sollen. Zu diesem Anlass reist der Vorsitzende der BGZ-Geschäftsführung, Dr. Ewold Seeba, nach Würgassen.

BGZ seit Anfang des Jahres verantwortlich

Die BGZ hatte im Januar die Betriebsführung des ehemaligen Kernkraftwerkes übernommen, das derzeit als Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle dient. Derzeit lagern dort noch rund 5000 Tonnen radioaktiver Abfall.

Das Kernkraftwerk Würgassen (KWW) verfügte über einen Siedewasserreaktor und wurde von 1971 bis 1994 betrieben. Bei einer geplanten Revision wurden Haarrisse im Stahlmantel des Reaktorkerns gefunden. Die Betreiberin beantragte 1995 nach eingehender Untersuchung aus wirtschaftlichen Gründen eine Stilllegungs- und Abbaugenehmigung. Diese wurde durch die atomrechtliche Aufsichtsbehörde im Jahre 1997 erteilt.

Rückbau dauerte 17 Jahre

Siebzehn Jahre lang bis 2014 wurde das Kernkraftwerk für mehr als eine Milliarde Euro abgebaut und anschließend von radioaktiven Stoffen befreit. Von 455.000 Tonnen Rückbaumasse fielen etwa 5000 Tonnen radioaktiver Abfall an.

Einziges noch laufendes Kernkraftwerk mit Beteiligung aus Ostwestfalen-Lippe ist die Anlage in Grohne im niedersächsischen Kreis Grohne. An diesem Kraftwerk sind die Stadtwerke Bielefeld zu einem Sechsel beteiligt. Die übrigen Anteile hält Preussen-Elektra.

*

Karte der nuklearen Welt:

Atommüll-Tourismus geht weiter ...

*

Weiter zu: Zeitungsartikel 2020

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuell+.

***

Hintergrundwissen

*

Urantransporte durch ganz Europa

*

Durchsuchen der reaktorpleite.de mit dem Suchwort:

Atommüll

Transport

Würgassen

*

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuell+.

***

Aktuell+. Mehr Lesenswertes ...

**

07.03.2020 - Fakten gegen Atomenergie und für ein Kernkraft-Divestment: der Uranatlas

Deutschlands Atomausstieg ist nicht mehr fern. Ist die Atomenergie also so gut wie tot? Mitnichten. Die USA und China, selbst das Fukushima-gebeutelte Japan setzen weiter auf Kernkraftwerke und planen neue strahlende Stromerzeuger.

In der Finanzwelt ist die Kernkraft auch nicht flächendeckend tabu – Union Investment etwa lässt in manchen nachhaltigen Fonds Investments zu, wenn Länder nicht mehr als 30 Prozent Umsatzanteil oder Stromerzeugungsanteil aus Atomkraft haben. Und die EU-Bemühungen um nachhaltige Finanzen? Hier kämpfen die Lobbyisten in Brüssel derzeit mit harten Bandagen darum, Atomkraft als klimafreundlich hinzustellen und damit als nachhaltig. Die Folge wäre: Fonds dürften sich auch dann noch nachhaltig nennen, wenn sie in Atomenergie investieren ...

**

05.03.2020 - Belgien - Verfassungsgericht kippt Gesetz für längere Laufzeit von AKW Doel

Mit einem eigenen Gesetz sollten zwei Atomreaktoren nahe Antwerpen noch bis 2025 weiter laufen. Nun hat ein belgisches Gericht die Entscheidung gekippt und die Regierung zu weiteren Gutachten aufgefordert.

Das belgische Verfassungsgericht hat das Gesetz für längere Laufzeiten der Atomreaktoren Doel 1 und Doel 2 gekippt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Belga. Für das Gesetz, das eine zehnjährige Laufzeitverlängerung der Reaktoren vorsieht, wären eine Umweltfolgenabschätzung und ein Widerspruchsverfahren nötig gewesen, urteilte das Gericht ...

 **

04.03.2020 - Betrugsverdacht: Großrazzia im slowakischen AKW Mochovce

Im Atomkraftwerk Mochovce sollten schon 2012 und 2013 ein dritter und vierter Reaktorblock in Betrieb gehen. Der Bau verzögerte sich immer weiter. Schon seit Jahren geht die Polizei dem Verdacht nach, dass Korruption daran schuld sei.

Bratislava – Eine Spezialeinheit der slowakischen Polizei hat am Dienstag das Gelände des Atomkraftwerks Mochovce durchsucht. Rund hundert Polizisten seien an der Razzia beteiligt, teilte die Polizei noch während der laufenden Aktion auf ihrer offiziellen Facebookseite mit.

„Die Polizeiaktion erfolgt im Rahmen eines laufenden Strafverfahrens wegen schwerwiegenden Betrugsverdachts im Zusammenhang mit dem Bau des dritten und vierten Reaktorblocks“, hieß es in der Polizei-Mitteilung weiter ...

**

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuell+.

***

Spendenaufruf

- Der THTR-Rundbrief wird von der 'BI Umweltschutz Hamm' herausgegeben und finanziert sich aus Spenden.

- Der THTR-Rundbrief ist inzwischen zu einem vielbeachteten Informationsmedium geworden. Durch den Ausbau des Internetauftrittes und durch den Druck zusätzlicher Infoblätter entstehen jedoch laufend Kosten.

- Der THTR-Rundbrief recherchiert und berichtet ausführlich. Damit wir das tun können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns über jede Spende!

Spendenkonto:

BI Umweltschutz Hamm
Verwendungszweck: THTR Rundbrief
IBAN: DE31 4105 0095 0000 0394 79
BIC: WELADED1HAM

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang


***

 

GTranslate

German Afrikaans Arabic Belarusian Bulgarian Chinese (Simplified) English Finnish French Greek Hindi Italian Japanese Lithuanian Malay Polish Portuguese Russian Spanish Swedish Thai Turkish
thtrgrau.jpg