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Zeitungsartikel 2019
Hintergrundwissen Aktuell+.

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Mahnwache gegen den Atommülltransport durch Hamm!

Montag, den 18. November, ab 13.30 Uhr

Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof Hamm

Am Montag findet ein Atommülltransport von Gronau über Hamm nach Russland statt. Der Uranzug wird voraussichtlich 600 t radioaktives und hochgiftiges Uranhexafluorid (UF6) in zwölf Waggons transportieren, die in Russland in der Atomanlage Nowouralsk bei Jekaterinburg als Atommüll verbleiben sollen.

Wir fordern einen sofortigen Stopp des Atommülldeals zwischen Urenco und dem staatlich russischen Atomkonzern Rosatom. Die russische Umweltorganisation Ecodefense nennt den Deal „zynisch und unmoralisch“ und Greenpeace Russland fordert, dass Russland nicht die Atommüllkippe für die Gronauer Urananreicherung sein darf. Urenco gehört in Deutschland den Energieriesen RWE und EON sowie zu je einem Drittel dem britischen und niederländischen Staat.

Wir kritisieren, dass die sogenannte „Wiederanreicherung“ des angeblichen „Wertstoffs“ nur ein Deckmäntelchen ist, damit sich Urenco in Deutschland die sehr teure schadlose Entsorgung des abgereicherten Urans sparen kann. In Gronau fallen jedes Jahr an die 5000 t abgereichertes UF6 als Abfallstoff der Urananreicherung an. Neben der UAA lagern derzeit laut NRW-Landesregierung rund 22 000 t abgereichertes UF6 unter freiem Himmel, weil Urenco die sichere Entsorgung nicht finanzieren will. Das ist ein Skandal und Russland nicht die Lösung!

In Gronau, Münster, Drensteinfurt und Hamm finden am Montag deswegen entlang der Transportstrecke vor den Bahnhöfen Mahnwachen statt. Mit dabei sein wird Vladimir Slivyak von der russischen Umweltorganisation Ecodefense, die in Russland selbst vom Staat als "ausländische Agenten" gebrandmarkt werden.

 

Bitte kommt alle zur Mahnwache!

 

Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm, c/o Horst Blume, Schleusenweg 10, 59071 Hamm

 

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Weitere Infos von:

SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

https://sofa-ms.de/

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

in wenigen Tagen soll der nächste Uranmüllzug von Gronau durch Münster und Hamm Richtung Amsterdam rollen - von dort geht es dann weiter per Schiff nach St. Petersburg und noch deutlich weiter bis Nowouralsk am Ural.

Aus diesem Anlass organisieren wir drei Aktionen und Veranstaltungen am jetzigen Sonntag und Montag, zu denen wir euch herzlich einladen, insbesondere auch zu der Infoveranstaltung mit Vladimir Slivyak aus Moskau:

1. Am Sonntag (17.) findet um 13 Uhr die Kundgebung vor der Urananreicherungsanlage Gronau statt.
Aus Münster gibt es eine gemeinsame Anreise mit der Bahn. Treffpunkt dafür ist um 10.50 Uhr am Haupteingang des Hauptbahnhofs. In Gronau gibt es einen kostenlosen Shuttle-Bus vom Bahnhof zur Urananreicherungsanlage.

2. Am Sonntagabend (17.) findet dann um 20 Uhr im Umwelthaus Münster, Zumsandstr. 15, eine Infoveranstaltung zum Thema "Uranmüllexporte von Gronau nach Russland" und zur allgemeinen Situation der Umweltbewegung in Russland statt.
Referent ist der Ko-Vorsitzende der russischen Umweltorganisation Ecodefense, Vladimir Slivyak. In Russland gilt die sehr couragiert arbeitende NGO staatlicherseits als "ausländischer Agent". Die zweite Ko-Vorsitzende von Ecodefense, Alexandra Koroleva, hat deshalb im Juni in Deutschland um politisches Asyl gebeten. Wir sind deshalb sehr gespannt, was Vladimir aktuell berichten wird, denn auch in Russland sind die Uranmülltransporte inzwischen ein öffentliches Thema.

3. Einen Tag später, am Montag, 18. November, beginnt um 10.45 Uhr wieder eine Mahnwache am Hauptbahnhof Münster
gegen die befürchtete Durchfahrt des Uranmüllzugs von Gronau, der erneut rund 600 t abgereichertes Uranhexafluorid (UF6) transportieren wird. UF6 ist nicht nur radioaktiv, sondern auch sehr toxisch, weil schon bei Berührung mit Luftfeuchtigkeit tödliche Flusssäure entsteht. Bei den vergangenen Transporten passierten die Uranzüge den Münsteraner Hauptbahnhof jeweils zwischen 12 und 13.30 Uhr.

PS: Wir entschuldigen uns, wenn euch die Mails in den letzten Wochen etwas häufiger ins Mailfach flattern. Aber wir denken, dass diese wieder aufgenommenen Atommüllexporte absolut krass sind und die politischen Eingriffsmöglichkeiten sind in Russland für die Zivilgesellschaft nochmal deutlich geringer als hier (und wir haben ja hier auch oft Probleme, gehört zu werden oder geheime Infos öffentlich zu machen). Wir sehen die Proteste deshalb ausdrücklich als konkrete Solidarität mit unseren bedrängten Freundinnen und Freunden in Russland, mit denen wir seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten. Wir nutzen derzeit jede Möglichkeit, hier im Münsterland und darüber hinaus Menschen auf die schwierige Situation aufmerksam zu machen.

Wo vertuscht und gelogen wird, ist Öffentlichkeit ein enorm wichtiges Gegenmittel - genau das versuchen wir mit unseren begrenzten Möglichkeiten so gut wie möglich herzustellen. Dafür bitten wir um euer Verständnis und hoffen auf ein starkes Zeichen der Solidarität und des Protestes in den kommenden Tagen, bitte tragt die Infos nach Möglichkeit auch selbst weiter - danke!

Und eines haben wir jetzt schon bewirkt: Die Medien berichten und die Gegenseite ist nervös geworden, hier und in Russland.

Und am Montag (18.11.2019) gibt es auch in weiteren Orten entlang der Bahnstrecke Mahnwachen, darunter in Gronau, Drensteinfurt und Hamm.

Das sind positive Zeichen.

 

Atomfreie Grüße vom SOFA

SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

www.sofa-ms.de

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Karte der nuklearen Welt:

Die Route des Atommülls führt per Bahn von Gronau über Drensteinfurt und Hamm, quer durchs Ruhrgebiet bis nach Amsterdam. Mit dem Schiff geht es über Nord- und Ostsee ins schöne St. Petersburg und von da, wieder mit der Bahn, weiter bis in den südlichen Ural nach Novouralsk nordwestlich von Jekaterinburg ...

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Russland

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07.11.2019 - Portable Uran-Batterie - Urenco sprengt Atomausstieg

Der Urankonzern Urenco arbeitet seit 2008 an einem mobilen Reaktortyp für neue Atomstandorte. Mit Wissen und Billigung der Bundesregierung arbeitet der Urankonzern Urenco bereits seit 2008 an einem neuen Reaktortyp, der weltweit Hunderte neue Atomstandorte schaffen soll.

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27.12.2013 - Atomdeal mit Folgen

Privatisierung - die Uranfabrik im westfälischen Gronau soll verkauft werden – so geräuschlos wie möglich. Verliert der Staat damit die Kontrolle über die Atomwaffen-Technik?

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30.06.2007 - Urantransporte durch ganz Europa

Internationaler Uranhexafluorid-Tourismus durch Deutschland

Seit Jahren fahren geheime Atomzüge Tonnen von Uranhexafluorid durch Deutschland. Von der Öffentlichkeit bisher übersehen, rührt sich nun in den Städten und Gemeinden entlang der Bahnlinien ängstlicher Protest.

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17.11.2019 - Sicherheitskosten für japanische Atomkraftwerke in den letzten sechs Jahren um das 5-fache gestiegen

Die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen in japanischen Atomkraftwerken sind in den letzten sechs Jahren um das Fünffache auf etwas mehr als 5,38 Billionen Yen gestiegen.

Laut einer Umfrage gaben die 11 Energieerzeuger die Mittel für die Umsetzung der verschärften Sicherheitsstandards in 15 Atomkraftwerken, darunter auch einige, die aktuell gebaut werden, aus.

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16.11.2019 - Atommülllager wird wegen Erderwärmung undicht

Aus dem Pazifik droht uns jetzt ein große Gefahr. Ein riesiges Atommülllager der USA droht auszulaufen.

Wie ein Damoklesschwert hängen diese Neuigkeiten über den Köpfen der Bewohner der Marshall-Inseln: Eine Kuppel auf der Insel Runit im Eniwetok-Atoll droht wegen des Klimawandels Risse zu bekommen. Dies bedeutet eine massive Bedrohung, denn die Kuppel wurde zur sicheren Lagerung von radioaktiven Abfällen und Erde, die durch 67 Atombombentests der USA verstrahlt wurde, errichtet.

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Nach Kritik an möglichen Interessenkonflikten hat der wichtigste Berater der Bundesregierung zum Thema Atommüll, Michael Sailer, die Entsorgungskommission verlassen. Das sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Seiler war Vorsitzender der Kommission, die das Umweltministerium in Fragen rund um Atommüll, Atomtransporte und Rückbau von Atomkraftwerken berät.

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Wie hoch war noch die Fehler-Quote pro Meter Schweißnaht? X mal 2400 = ???

15.11.2019 - Schweißtechnik trifft Forschung - Elektronenstrahlschweißen unterstützt Fusionsreaktorforschung

Am Ende werden es 240 km Schweißnaht sein

Nach Abschluss des Projekts im Frühjahr 2020 wird pro-beam insgesamt 470 Komponenten mit mehr als 1800 Schweißnähten und über 2400 m Naht geschweißt haben. In Betrieb genommen wird der experimentelle Reaktor ITER nach derzeitigem Stand erstmals im Jahr 2025.

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15.11.2019 - Jetzt wird es teuer: AKW-Besitzer haben schlecht spekuliert

Für die Entsorgung des Atommülls müssen die AKWs Rücklagen für mehr als hundert Jahre bilden. Höhere Beiträge führen jetzt zu Protesten.

Am Montag legte die Lobbyorganisation Nuklearforum nach. Die Zinssenkung sei unbegründet, schrieb Geschäftsführer Lukas Aebi. Doch das stimmt so nicht, wie Recherchen der «Handels­zeitung» zeigen. Für die Zinssenkung gibt es sehr wohl einen Grund.

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15.11.2019 - Europas strahlendes Erbe - Atommüll gammelt in unsicheren Zwischenlagern

Zeitbombe Atommüll: Der World Nuclear Waste Report warnt vor Sicherheitsrisiken. In Europa ist hoch radioaktiver Abfall in Zwischenlagern deponiert, die nicht für eine dauerhafte Aufbewahrung geeignet sind. Doch sichere Endlager sind nicht in Sicht.

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14.11.2019 - Landkreis beteiligt sich an Entwicklungsgesellschaft für die Zeit nach dem Akw Fessenheim

Wie geht es mit Fessenheim nach der Schließung des Kernkraftwerks weiter? Der Landkreis investiert 20.000 Euro in die in Einrichtung einer Gesellschaft für einen binationalen Gewerbepark

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