Zeitungsartikel 2019 Aktuell+.

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Die japanische Justitia ist kurzsichtig ...

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19.09.2019 - Achteinhalb Jahre nach dem GAU von Fukushima: Gericht spricht Manager frei

Artikel aus www.zdf.de

Achteinhalb Jahre liegt die Atomkatastrophe in Fukushima zurück. Nun sind drei frühere Topmanager des verantwortlichen Kraftwerkbetreibers Tepco freigesprochen worden.

Das Bezirksgericht in Tokio befand die früheren Manager am Donnerstag für nicht schuldig. Den 79, 73 und 69 Jahre alten Männern war von betroffenen Bürgern vorgeworfen worden, vorhandene Informationen über einen möglichen starken Tsunami ignoriert und notwendige Sicherheitsmaßnahmen unterlassen zu haben. Dies habe zum Tod von 44 Menschen bei der notwenigen Evakuierung geführt, darunter Patienten eines Krankenhauses. Die Staatsanwälte hatten Haftstrafen gefordert.

Im Falle einer Verurteilung hätten den drei Ex-Managern bis zu fünf Jahre Haft gedroht. Die Anklage warf ihnen vor gewusst zu haben, dass für das Atomkraftwerk Fukushima Tsunami-Gefahr bestand, gegen die es keinen ausreichenden Schutz gab.

Tepco war bereits 2008 über Gefahr informiert

Im Kraftwerk Fukushima Daiichi im Nordosten des Inselreiches war es am 11. März 2011 in Folge eines gewaltigen Tsunamis zum Super-Gau gekommen. Die drei Ex-Manager waren 2016 wegen beruflicher Fahrlässigkeit mit Todesfolge angeklagt worden.

Die Angeklagten hatten jedoch auf unschuldig plädiert. Der Tsunami sei unvorhersehbar gewesen. Zudem wäre es ohnehin zu einer Katastrophe gekommen, selbst wenn Schutzmaßnahmen ergriffen worden wären. Der Atombetreiber Tepco war jedoch bereits im Jahr 2008 darüber informiert gewesen, dass ein Tsunami von rund 16 Metern Höhe das Atomkraftwerk heimsuchen könne.

Schlimmster GAU seit Tschernobyl

Doch sei es der Konzernführung wichtiger gewesen, ein Herunterfahren des Meilers zu vermeiden, statt das Problem anzugehen, hatten die vom Gericht als Staatsanwälte ernannten Juristen der Klägerseite zitiert.

Als Folge der Kernschmelzen in drei Fukushima-Reaktoren mussten rund 160.000 Anwohner fliehen. Tausende können noch immer nicht zurück. Es war die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986.

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Karte der nuklearen Welt:

Die japanische Pazifikküste, 130 Kilometer östlich von Sendai hatte der Tsunami seinen Ursprung ...

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Hintergrund

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22.09.2015 - Scinexx - Fukushima-Desaster war vermeidbar

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Planet Wissen: Die schlimmsten Tsunami-Katastrophen

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https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Fukushima#Prozesse

Die Staatsanwaltschaft entschied zweimal gegen eine Anklage von Tepco-Managern. Bürger und Protestgruppen drängten vehement darauf, gegen Tepco-Manager einen Prozess zu führen. Erst nachdem in einem sehr selten angewandten Verfahren zwei Bürger-Jurys für die Anklage votierten, wurden 2016 drei Tepco-Manager angeklagt ...

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https://de.wikipedia.org/wiki/T%C5%8Dhoku-Erdbeben_2011#T%C5%8Dhoku-Region

Erdbeben und Tsunamis - historische Erfahrung, Risikoeinschätzung und Vorbereitung

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Aktuell+. Mehr Lesenswertes ...!

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20.09.2019 - Klimawandelleugner in Deutschland - Halb wahr, ganz falsch

In Deutschland haben die Leugner der Erderhitzung kaum Einfluss. Dennoch wird gern mit Fake News gegen den Konsens gestänkert. Eine neue Studie und eine „von mir durchgeführte Modellrechnung“ zeigten, dass die Pflanzen sehr viel mehr CO2 aufnehmen könnten als es der Weltklimarat IPCC berechnet hätte, schrieb der „Alleinvorstand“ der Stiftung, Fritz Vahrenholt.

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20.09.2019 - Google: Größte Investition in Wind- und Sonnenenergie angekündigt

Google setzt seine zentralen Ziele zur Nachhaltigkeit und Klimaneutralität weiter mit Hochdruck um. Seit dem Jahr 2007 ist Google bereits klimaneutral, seit 2017 deckt der Branchenriese seinen gewaltigen, gesamten jährlichen Stromverbrauch durch erneuerbare Energie.

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20.09.2019 - AKW Mühleberg - Ende des Jahres wird der Stecker definitiv gezogen

Das erste Schweizer Kernkraftwerk Mühleberg geht heute in drei Monaten vom Netz – doch was ist mit den anderen AKWs? Heute in drei Monaten geht das erste Schweizer Kernkraftwerk Mühleberg vom Netz – nach 47 Jahren Laufzeit.

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20.09.2019 - Südkorea und Saudi-Arabien arbeiten bei der Einführung von SMART zusammen.

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19.09.2019 - Wiener Nuklearsymposium: Kernkraft als zweifelhafter Klimaretter

Die Hoffnung, mit dem Ausbau der Kernkraft massiv CO2-Emissionen einzusparen, ist laut Experteneinschätzung eher ein Wunschtraum.

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