Newsletter XXXIV 2026
23. bis 29. August
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Radioaktivität kumuliert; das bedeutet, radioaktive Partikel reichern sich im lebenden Organismus immer weiter an und mit der Zeit können ähnliche Schäden auftreten, wie bei einer kurzzeitig einwirkenden, massiven Strahlenbelastung ...
Die PDF-Datei "Nuclear Power Accidents" enthält eine Reihe weiterer Vorfälle aus verschiedenen Bereichen der Atomindustrie. Einige der Ereignisse wurden nie über offizielle Kanäle veröffentlicht, so dass diese Informationen der Öffentlichkeit nur auf Umwegen zugänglich gemacht werden konnten. Die Liste der Zwischenfälle in der PDF-Datei ist daher nicht zu 100% identisch mit "INES und die Störungen in kerntechnischen Anlagen", sondern stellt eine Ergänzung dar.
1. August 1983 (INES Klass.?) Akw Pickering, CAN
2. August 1992 (INES Klass.?) Akw Pickering, CAN
4. August 2005 (INES Klass.?) Akw Indian Point, USA
6. August 1945 (1. Atombombenabwurf der USA) Hiroshima, JPN
9. August 2009 (INES-1 Klass.?) Akw Gravelines, FRA
9. August 2004 (INES-1 Klass.?) Akw Mihama, JPN
9. August 1945 (2. Atombombenabwurf der USA) Nagasaki, JPN
10. August 1985 (INES-5) U-Boot-Unglücke, K-431, UdSSR
11. August 2014 (INES Klass.?) Akw Heysham und Akw Hartlepool, GBR
11. August 1973 (INES Klass.?) Akw Palisades, Mi, USA
12. August 2001 (INES-2 Klass.?) Akw Phillipsburg, DEU
12. August 2000 (Broken Arrow) U-Boot-Unglücke, K-141 Kursk, RUS
18. August 2015 (INES-2) Akw Blayais, FRA
19. August 2008 (INES-1) Akw Santa Maria de Garoña, ESP
21. August 2007 (INES-2) Akw Beznau, CHE
21. August 1945 (INES-4) Atomfabrik Los Alamos, USA
23. August 2011 (INES-1 Klass.?) Akw North Anna, VA, USA
25. August 2008 (INES-3) Nuklearmedizin IRE Fleurus, BEL
25. August 2004 (INES-2) Akw Vandellos, ESP
27. August 2009 (INES Klass.?) Akw Leningrad, St. Petersburg, RUS
27. August 2008 (INES-1 Klass.?) Akw Tihange, BEL
29. August 1949 ("RDS-1" 1. Atomtest der UdSSR) Semipalatinsk, KAZ
30. August 2003 (Atom-U-Boot) U-Boot-Unglücke, K-159, RUS
Wir sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an:
nukleare-welt@reaktorpleite.de
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29. August
Nach der Hitzewelle
Klima-Courage gefragt
Die Angst vor den Rechten: Warum Europas Regierungen nach den Hitzeschocks im Sommer so still bleiben.
Marine Le Pen hat eine Antwort auf Europas Hitzesommer: mehr Klimaanlagen. Sollte sie Frankreichs Präsidentin werden, werde es einen "großen Klimatisierungsplan" geben, kündigte die Rechtspopulistin an. Die Technik werde die Erderwärmung kaum anheizen, anders als manche in der Umweltbewegung behaupteten.
Das ist Klima-Newspeak in Reinform: Problemursachen werden ausgeblendet, versprochen wird Beherrschung der Folgen. Klimaschutz wird zum Kulturkampf.
In Deutschland verharmlost AfD-Chef Tino Chrupalla das Problem sogar völlig. Der Sommer 2026 sei für ihn "ganz normal" gewesen, sagte er im ARD-Interview. Er sprach von "Panikmache", der menschengemachte Anteil an der Erwärmung sei "wirklich sehr gering".
Nur: Juni und Juli waren in Westeuropa zusammen tatsächlich so heiß wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen, und ohne Anstieg von CO2 und Co ist die Tendenz nicht erklärbar.
Chrupallas Argumentation ist aber nicht bloß absurd. Sie ist politisch clever: Wo beim Klima alles normal ist, braucht es keine Energiewende.
Davor, dass diese Argumentation im Volk verfängt, haben offenbar viele europäische Regierungen Angst.
Rechtspopulisten framen Klimaschutz als Angriff auf "normale Leute"
Nach einem Sommer mit vier Hitzewellen, Rekordtemperaturen, verheerenden Waldbränden und Zehntausenden zusätzlichen Todesfällen müsste die Klimakrise eigentlich das politische Thema Nummer eins sein. Europa erwärmt sich etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. UN-Klimachef Simon Stiell spricht von Folgen auf dem Niveau nationaler Notlagen.
Doch ausgerechnet jetzt herrscht hier in vielen Ländern auffällige politische Stille.
Klimapolitik verlangt Entscheidungen, die Geld kosten, Gewohnheiten verändern und ihre Wirkung oft erst nach Jahren zeigen. Politiker:innen denken dagegen in Wahlperioden.
Und sie sehen, wie Rechtspopulisten CO2-Preise, Heizungsvorgaben oder einen Umbau im Verkehr als Angriff einer vermeintlichen Öko-Elite auf "normale Leute" framen. Also wird abgeschwächt, vertagt und möglichst wenig darüber geredet.
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Hackerangriff auf Berliner Verwaltung:
Berliner Senatskanzlei schweigt zu Erpressung durch Hacker
Hacker erpressen Berlin offenbar mit gestohlenen Daten. Die Landesregierung schweigt weiter zu den Forderungen und dazu, welche Informationen die Täter erbeutet haben.
Zwei Wochen nach Bekanntwerden des Hackerangriffs auf das Datennetz der Berliner Verwaltung hält sich die Landesregierung weiterhin zu zentralen Fragen bedeckt. Angaben zu den Forderungen der Erpresser, den möglicherweise erbeuteten Daten und den mutmaßlichen Tätern macht der Senat bislang nicht. »Aus ermittlungstaktischen Gründen äußern wir uns dazu zum jetzigen Zeitpunkt nicht«, sagte eine Senatssprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Die Ermittlungen dauerten an.
Laut einem Bericht des Spiegels drohten die Angreifer mit der Veröffentlichung erbeuteter Daten, sollte Berlin nicht auf ihre Zahlungsforderung eingehen. Dem Bericht zufolge soll die seit mehreren Jahren aktive Hackergruppe Rhysida hinter dem Angriff stehen. Die Erpresser hätten 30 Bitcoin gefordert. Das entspricht derzeit einem Wert von rund zwei Millionen Euro.
Große Menge sensibler Daten
Den Angaben zufolge gelangten die Angreifer an eine große Menge sensibler Daten. Darunter sollen Informationen aus Ordnungswidrigkeitsverfahren sowie Passwörter sein. Der Spiegel beruft sich dabei auf Informationen der Hackergruppe im Darknet. Ob und in welchem Umfang die genannten Daten tatsächlich abgeflossen sind, hat die Berliner Landesregierung bislang nicht bestätigt.
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KI gerät ausser Kontrolle – autonome Hackerangriffe und was davon zu halten ist
Ein ungewollter Hack von OpenAI und ein Netzwerk, das sich selbst «der Schwarm» nennt: KI-Agenten brechen zunehmend aus ihren Testumgebungen aus – autonom und unbemerkt. Ein Warnschuss, den wir ernst nehmen sollten.
Berichte, gemäss welchen KI-Agenten selbständig aus vermeintlich sicheren Testumgebungen ausbrechen und sich widerrechtlich in andere Systeme und Organisationen einhacken, haben sich zuletzt gehäuft. Was ist davon zu halten? Alles überbewertete Bagatellen oder besorgniserregende Vorboten? Machen wir mal eine Auslegeordnung.
Der Hugging-Face-Zwischenfall
Der bisher prominenteste Fall von KI-Hacking ereignete sich Mitte Juli 2026: «Hugging Face» – quasi eine Bibliothek für KI-Ressourcen, die Milliarden wert und verniedlichend nach dem Umarmungs-Emoji (🤗) benannt ist – gab bekannt, dass sie Opfer eines grossen Hackerangriffs wurde. Die Firma detektierte Tausende von Eindringlingen und realisierte, dass es sich um KI-Agenten handeln muss.
Tage später kam heraus, dass der Angriff von OpenAI, der Macherin von ChatGPT, ausging – und zwar ungewollt: Forschende bei OpenAI hatten eine neue KI mit einem Cybersecurity-Test beauftragt. Der KI-Agent – zunächst nicht imstande, eine Lösung zu finden – verschaffte sich kurzerhand Zugang zum Internet, hackte Hugging Face und stahl dort die Antworten. Ein klares Verbrechen also. Nur, um einen simplen Task zu erfüllen.
Und es wird noch verrückter: Im Rahmen der Untersuchungen nach dem Hugging-Face-Hack fand OpenAI raus, dass schon seit Monaten neu trainierte Agenten sich gegenseitig Notizen hinterlassen hatten – tief im Inneren der OpenAI-Infrastruktur. Notizen mit Tipps, wie gewisse Probleme zu lösen sind, wie sie an Daten kommen und auch, wie sie aus den Testumgebungen ausbrechen können.
Niemand hatte, wohlverstanden, die KIs explizit zu dieser Koordination instruiert. Das Verhalten entstand von alleine – als Nebeneffekt des Problemlösens, quasi. Gruseliges Detail: Im Messageboard, das die Agenten für die Notizen brauchten, bezeichneten sie sich selbst als «der Schwarm» ...
[...] Das Grundprinzip der Gefahr wurde gar schon viel früher erfasst: Goethes Ballade «Der Zauberlehrling» beschreibt einen Jüngling, einen Zauberlehrling eben, der Besen verhext, um für ihn Wasser zu tragen. Die Besen geraten ausser Kontrolle und das ganze Labor wird überschwemmt. In einer sehr eingängigen Sentenz klagt dann der Zauberlehrling: «Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los.» Touché.
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Neue Energiereserven
USA sichern sich riesige Ölvorkommen in Venezuela
Anfang des Jahres nahmen US-Spezialkräfte Venezuelas Staatschef Maduro fest. Nun soll es eine Vereinbarung über große Ölvorkommen geben. Gänzlich unklar ist, wie jene nachgewiesenen Ölreserven erschlossen werden sollen.
Die USA haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump riesige Ölvorkommen in Venezuela gesichert. Mit der Vereinbarung bringen die USA mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven unter ihre Kontrolle, wie Trump auf der Plattform Truth Social mitteilte.
Wie Trump weiter mitteilte, wurde die Vereinbarung in Absprache mit der geschäftsführenden Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, geschlossen. Diese begrüßte das Ölabkommen mit den USA und sagt, es bringe 209 Milliarden US-Dollar in die Staatskasse. Zudem sei laut Trump auch die Privatwirtschaft an der Vereinbarung beteiligt. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt.
Trump sagte, mit der Vereinbarung werde sich die Menge der US-Vorkommen mehr als verdoppeln. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA verfügten die USA Ende 2024 über Vorkommen von 46 Milliarden Barrel. Allerdings sind darin nicht nur Rohöl, sondern auch das Kondensat enthalten, das bei der Förderung aus dem Bohrloch gewonnen wird.
[...] Zwischen 80 und 90 Prozent der venezolanischen Ölreserven in Höhe von rund 300 Milliarden Barrel (je 159 Liter) liegen im Becken des Flusses Orinoco im Inneren des Landes und sind unerschlossen. In entlegenen tropischen Gebieten müsste eine komplette Infrastruktur mit Förderanlagen, Pipelines, Straßen und womöglich auch Raffinerien aufgebaut werden.
Das Erdöl im Orinoco-Gürtel ist größtenteils Schweröl, ähnlich zähflüssig wie Straßenasphalt. Daher müsste es mit speziellen Pumpen aus hunderten Metern Tiefe an die Oberfläche befördert und verflüssigt werden. Zudem hat es einen außerordentlich hohen Schwefelgehalt, was die Verarbeitung zu Benzin, Diesel oder Kerosin erschwert und teuer macht.
Auch deswegen haben Unternehmen einen Großteil dieser Reserven bislang nicht angetastet. Fraglich ist, wer nun dazu bereit wäre, zwei- oder dreistellige Milliardenbeträge in die Förderung und Verarbeitung zu investieren.
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Don Trumpls allerletzte Nachrichten
IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?
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29. August 1949 ("RDS-1", 1. Atomtest, UdSSR) Semipalatinsk, KAZ
Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
IPPNW Report - August 2023 - Atomwaffentests - (PDF-Datei)
... Oberirdische Tests wurden auf mehreren Atollen im Pazifik, in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert. Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
Die Nukleare Kette
Semipalatinsk, Kasachstan
Atomwaffentests
Die Geschichte des sowjetischen Atomwaffentestgeländes in Semipalatinsk ist eine Mahnung, wie angebliche „nationale Sicherheitsinteressen“ dazu benutzt werden können, die Bevölkerung bewusst zu täuschen und die Gesundheit der Menschen für viele zukünftige Generationen zu gefährden. Genau dies geschah in Semipalatinsk, wo die örtliche Bevölkerung durch Atomexplosionen wissentlich über mehrere Jahrzehnte großen Mengen an Radioaktivität ausgesetzt wurde.
Hintergrund
1949 führte die Sowjetunion ihren ersten Atomwaffentest in Semipalatinsk durch, einem 19.000 m² großen Testareal in der Steppe Kasachstans. Über einen Zeitraum von 40 Jahren detonierte die UdSSR 467 Atombomben in Semipalatinsk, davon 120 oberirdisch und 347 unterirdisch – stets ohne Rücksicht auf die Gesundheit und Sicherheit der Lokalbevölkerung oder der Umwelt.
28. August
Fokus auf einzelne Landesverbände
Özdemir und Pistorius werben für AfD-Verbotsverfahren
"Rechtlich möglich, durch Belege gedeckt, von der Verfassung geboten": Verteidigungsminister Pistorius und Baden-Württembergs Ministerpräsident Özdemir fordern ein AfD-Verbotsverfahren. Der Fokus solle auf "eindeutig völkischen Landesverbänden" liegen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius und Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir wollen ein Verbotsverfahren gegen die AfD - auch wenn dies am Ende womöglich nur einige Landesverbände treffen könnte.
Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt schrieben der SPD-Minister und der Grünen-Politiker in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS): "Wir plädieren aufgrund unserer persönlichen Überzeugung noch einmal eindringlich für eine baldmöglichste Einleitung eines Verbotsverfahrens, mit einem Fokus auf die eindeutig völkischen Landesverbände der AfD in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg."
Dieses Verfahren sei rechtlich möglich, durch Belege gedeckt und von der Verfassung geboten, so Özdemir und Pistorius. "Wir vertrauen darauf, dass das Bundesverfassungsgericht unabhängig und souverän die richtigen Entscheidungen trifft."
Die Argumente der Politiker
Özdemir und Pistorius unterscheiden in ihrem Beitrag zwischen einem deutsch-nationalen und einem völkischen Teil der AfD. Die deutsch-nationale Strömung könne unter Umständen mit dem Grundgesetz vereinbar sein und müsse deswegen in Parlamenten und in der Gesellschaft bekämpft werden, argumentieren die beiden Politiker.
Der völkische Teil der AfD dagegen stelle unverhohlen die Grundfesten der Verfassung infrage und verachte die Demokratie, so die beiden Politiker. Der völkischen Ideologie könne man deswegen nicht in der politischen Auseinandersetzung begegnen. "Das wäre naiv. Denn die AfD wird auch zukünftig alles daransetzen, den völkischen Teil ihrer Partei zu verschleiern, die Haltung ihrer völkischen Protagonisten zu relativieren oder umzudeuten."
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Rechtsstreit zwischen Mafia und Camorra
Zum Konflikt um den Internationalen Strafgerichtshof
Am 13. Juli kündigte US-Außenminister Rubio eine Kampagne gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH bzw. ICC) in Den Haag an, weil dieser eine Bedrohung für die USA sei. Die Institution soll demontiert („dismantle“) werden.
Ganz neu war das nicht. Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit Sanktionen gegen den Gerichtshof verhängt, weil dieser Ermittlungen wegen US-Kriegsverbrechen in Afghanistan aufgenommen hatte. Die Biden-Administration nahm die Sanktionen dann zurück, hielt aber an einem Verbot der Zusammenarbeit von staatlichen Institution der USA mit dem Gerichtshof fest. Als es aber um Russland ging, erlaubte Biden 2023 seinen Geheimdiensten, Den Haag Material gegen Putin zu liefern. Als dann aber der Haftbefehl gegen Netanjahu kam, machte er empört wieder eine Kehrtwende.
Trump hatte seine aktuelle Vendetta bereits im August 2025 begonnen und sechs Richter sowie drei Staatsanwälte des Gerichts sanktioniert. Im Dezember kamen zwei weitere Richter auf die schwarze Liste. Motiv war der Haftbefehl gegen Netanjahu und seinen Generalstabschef wegen des Verdachts auf Völkermord. Netanjahu selbst hatte dem Gerichtshof schon früh vorgeworfen, er betreibe „reinen Antisemitismus“, wenn er zu „gefälschten Kriegsverbrechen ermittelt“ (FAZ 8.2.2021; S. 3).
Die jüngste Attacke aus Washington hat hierzulande große Empörung in Politik und Medien ausgelöst. Von Kriegserklärung gegen das „Weltstrafgericht“ (FAZ) ist die Rede. und selbst in der Bundestagsfraktion der Linkspartei glaubt man, sich als treue Anhänger von Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit schützend vor Den Haag stellen zu müssen. Alle tun so, als ob der IStGH tatsächlich ein Weltstrafgericht mit tadelloser Legitimität sei, gleichsam das Karlsruhe der Weltordnung. Aber so einfach liegen die Dinge nicht.
Kein Weltstrafgericht
Der IStGH ist keine UN-Institution, wie der Internationale Gerichtshof (IGH) – ebenfalls mit Sitz in Den Haag –, sondern basiert auf einem völkerrechtlichen, zwischenstaatlichen Vertrag, dem „Römischen Statut“. 125 Länder haben diesen Vertrag unterschrieben, d.h. 65 Staaten haben ihn nicht unterschrieben. Zu den 65 Nicht-Mitgliedern gehören Äthiopien, China, Indien, Indonesien, Israel, Kuba, Pakistan, Russland, Saudi Arabien, Thailand, die Türkei, die USA und Vietnam. Der IStGH ist also für zwei Drittel der Weltbevölkerung gar nicht zuständig. Unter den Unterzeichnern sind zudem mehrere Staaten, die den Vertrag nie ratifiziert haben, so Algerien, Ägypten, Namibia und der Iran. Das heißt auch sie bindet das Römische Statut nicht.
Denn wie für alle Verträge, und erst recht im internationalen System, bindet ein Vertrag nur denjenigen, der ihn unterschrieben, bzw. bei Staaten auch ratifiziert hat. Es gilt das Prinzip der sogenannten Völkerrechtsunmittelbarkeit, das heißt, ein souveräner Staat kann ohne seine Zustimmung nicht an neues Völkerrecht gebunden werden.
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Atomwaffen-Lobby nützt unseriöses Bedrohungsszenario aus
Die Debatte um europäische Atomwaffen begann bereits 2016, als Präsident Trump die Nato für «obsolet» erklärt hatte.
Die EU und die Nato-Staaten Europas haben die Diskussion darüber lanciert, ob Europa sich eine eigenständige, von den USA möglichst unabhängige Atomwaffenkapazität anschaffen soll.
Bei den Staaten ausserhalb Europas stösst schon der aktuelle Status von Atomwaffen in den europäischen Mitgliedstaaten der Nato sowie der Türkei auf Kritik und Misstrauen. Und dies völlig zu Recht. Denn zwei dieser Staaten – Frankreich und Grossbritannien – besitzen Atomwaffen und weigern sich seit jetzt 65 Jahren beharrlich, genauso wie die drei anderen «offiziellen» Atomwaffenmächte USA, China und Russland, ihrer Verpflichtung aus dem 1970 vereinbarten Atomwaffensperrvertrag (NPT oder Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons) zur Abrüstung ihrer atomaren Arsenale nachzukommen.
Darüber hinaus sind in fünf weiteren Staaten – Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Italien und der Türkei – im Rahmen der sogenannten «nuklearen Teilhabe» – Atombomben der USA stationiert. Im Kriegsfall können die USA diese auch an die Luftstreitkräfte dieser fünf Länder zum Einsatz übergeben. Das ist aus Sicht vieler Kritikerinnen und Kritiker zumindest ein Verstoss gegen den Geist des NPT, wenn nicht sogar gegen den Buchstaben dieses Vertrages.
Jegliche Form der Erweiterung dieses Status Quo – sei es durch die Mitverfügung Deutschlands und anderer Staaten über die Atomwaffen Frankreichs oder Grossbritanniens, durch die Ausweitung der Teilhabe an Atomwaffen der USA durch ihre Stationierung in Polen oder anderen bisher atomwaffenfreien Ländern oder gar durch die Entwicklung von eigenen Atomwaffen, durch welches europäische Land auch immer, würde mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einem Ende des NPT führen.
Unseriöse Bedrohungsszenarien
Die Debatte über eine eigenständige, von den USA unabhängige atomare Abschreckungskapazität Europas wird nicht erst seit Russlands Krieg gegen die Ukraine geführt und unter Verweis auf die angebliche Absicht und angebliche militärische Fähigkeit Russlands, nach diesem Krieg die baltischen Staaten, Polen sowie spätestens zum Ende dieses Jahrzehnts auch Deutschland und andere Nato-Staaten anzugreifen.
Dieses Bedrohungsszenario ist völlig überzogen und unseriös. Es gibt keinerlei Äusserungen Putins oder von Mitgliedern der Führung in Moskau, die diese Absicht erkennen lassen. Und die Regierung Putin wäre angesichts der militärischen Kräfteverhältnisse zwischen den Nato-Staaten und Russland auch gar nicht in der Lage, einen solchen Krieg zu führen. Die Friedensbewegung wird diesem überzogenen Bedrohungsszenario, das ja zur Rechtfertigung der derzeitigen Aufrüstung und zur innergesellschaftlichen Militarisierung dient, allerdings nur glaubwürdig und mit Erfolg in der Öffentlichkeit widersprechen können, wenn sie den tatsächlichen heissen Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, genauso klar als völkerrechtswidrig verurteilt, wie sie auch völkerrechtswidrige Kriege des Westens verurteilt hat. Da gibt es in Teilen der Friedensbewegung leider ziemliche Defizite.
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Rechenzentren in Deutschland
Wettlauf um die Unabhängigkeit
Deutschland will digital souveräner werden, dafür sollen viele neue Rechenzentren entstehen. Doch viele Projekte gehören zu US-Tech-Konzernen. Das zeigt eine Auswertung von NDR und Süddeutscher Zeitung.
Unabhängigkeit, Aufschwung und Arbeitsplätze - all das kann man in einem Stück brauner Erde sehen. Vielleicht sah das auch Karsten Wildberger, der Bundesdigitalminister, als er am 12. März 2026 beim Spatenstich für Rechenzentren des US-Konzern Microsoft in Nordrhein-Westfalen dabei war: "Heute setzen wir den Grundstein für eine neue Quelle der Kraft, nämlich für Rechenpower." Sechs Tage später veröffentlichte sein Ministerium die nationale Rechenzentrumsstrategie mit dem Ziel, die Kapazitäten von Rechenzentren in Deutschland bis 2030 zu verdoppeln.
Rechenzentren betreiben die Clouds, auf denen wir unsere Daten speichern, sie werden benötigt, um die Künstliche Intelligenz (KI) zu trainieren, bei jeder E-Mail, die wir verschicken, sind sie involviert. Kurz, ohne sie geht sehr viel nicht. Einen konkreten Überblick, wo welche Rechenzentren entstehen, hat das Digitalministerium aber bis dato nicht.
Recherchen des Norddeutschen Rundfunk (NDR) und der Süddeutschen Zeitung (SZ) zeigen erstmals, wie viele Rechenzentren aktuell in Deutschland entwickelt werden. Der Recherche liegt ein Datensatz der NGOs "FragdenStaat", "AlgorithmWatch", "Leitmotiv" und "Heiße-Luft-Kollektiv" zu Grunde, den der NDR und die SZ überprüft und erweitert haben. Die Liste zeigt 99 Rechenzentren, die künftig in Deutschland entstehen sollen, 41 sind schon im Bau. Mehr als ein Drittel der neuen Projekte wird von Unternehmen geplant oder gebaut, die nicht aus der EU stammen. US-Tech-Konzerne bilden die größte Gruppe unter ihnen. Und: Ein Viertel der Projekte ist in Regionen geplant, in denen das Wasser knapp ist.
Neues Zeitalter der Rechenzentren
Die Recherche zeigt auch: Viele der neuen Rechenzentren sind gigantisch groß. Galten in Deutschland bisher Rechenzentren mit einem Netzanschluss zwischen 5 und 10 Megawatt als groß, stellen die Rechenzentren von morgen neue Dimensionen auf: Es geht oftmals um 200 bis 500 Megawatt an Leistung, mitunter sogar um mehr als ein Gigawatt.
Wer groß baut, braucht auch mehr Ressourcen, mehr Fläche, mehr Strom und mitunter mehr Wasser. Die Veränderung, angetrieben von dem Wunsch nach Rechenleistung für KI, ist massiv. Die Liste, die NDR und SZ ausgewertet haben, zeigt, dass 36 der künftigen Rechenzentren in Deutschland von Firmen geplant oder betrieben werden sollen, die nicht aus der Europäischen Union stammen. Zwei Drittel davon stammen aus den Vereinigten Staaten.
Und: Die US-Unternehmen planen besonders groß, unter den Projekten mit einer Rechenleistung von mehr als 100 Megawatt liegen allein 14 in der Hand von US-Firmen. Das Ziel digitaler Unabhängigkeit, sprich die Hoheit über deutsche Daten, scheint so zumindest fraglich.
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Kernkraftwerk Akademik Lomonossow
Strahlende Fracht: Schwimmendes AKW in Sibirien erhält neue Brennelemente
Das schwimmende Kernkraftwerk Akademik Lomonossow im sibirischen Hafen Pevek steht vor seinem zweiten Brennelemente-Wechsel seit der Inbetriebnahme im Jahr 2019. Wie der staatliche Atomkonzern Rosatom mitteilte, sind die entsprechenden Container bereits am Bestimmungsort an der Küste des Ostsibirischen Meeres eingetroffen.
Die Brennelemente wurden im ELEMASH-Maschinenbauwerk in Elektrostal nahe Moskau gefertigt und über eine komplexe Logistikkette in den hohen Norden transportiert. Von dort aus erfolgte der Transport per Bahn entweder nach Murmansk oder Archangelsk, bevor die Fracht während der Schifffahrtssaison über die Nordostpassage verschifft wurde.
Die Akademik Lomonosov ist das weltweit einzige Kraftwerk dieser Art und versorgt die Region um Pevek sowie die nahegelegene Baimskaya-Mine mit Elektrizität. Im Gegensatz zu landgestützten Reaktoren, die oft jährlich gewartet werden, arbeiten die maritimen Reaktoren an Bord über einen Zeitraum von drei Jahren ohne Unterbrechung.
Logistische Herausforderungen in der Arktis
Der aktuelle Austausch betrifft den Reaktor Nummer 1, dessen erster Brennelemente-Wechsel bereits 2023 erfolgreich durchgeführt wurde. Der zweite Reaktor der Anlage soll nach aktuellen Planungen bis Ende 2027 eine neue Ladung erhalten.
Internationale Schifffahrtsregeln stellen extrem hohe Anforderungen an Schiffe, die für den Transport von radioaktivem Material in diesen sensiblen Gewässern zugelassen sind. Wie der Barents Observer berichtet, blieb die genaue Route der aktuellen Lieferung auf Nachfrage bei den russischen Behörden jedoch zunächst unbestätigt.
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Don Trumpls allerletzte Nachrichten
IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?
27. August
Haben Betreiber sich verzockt?
"Bei Gasspeichern steht Vorwurf der Erpressung im Raum"
Die deutschen Gasspeicher decken an kalten Wintertagen die Hälfte des deutschen Gasverbrauchs ab. Noch sind sie halb leer. Die Betreiber hinken dem Befüllungszeitplan um Wochen hinterher. Eine Ursache ist der Iran-Krieg. Die hohen Preise für Flüssiggas schrecken viele Betreiber ab. Sie wollen Verluste vermeiden. Einige scheinen sich aber verzockt zu haben. "Das sieht man", sagt Energieanalyst Andreas Schröder im Interview. "Einige Speicher werden ja befüllt." Die Lösung des Problems ist offenbar der Staat. Warnungen vor einer Mangellage sollen ihn zum Eingreifen zwingen. "In Teilen haben wir es mit einem Marktversagen zu tun." Dem Ökonomen zufolge ist die Situation nicht aussichtslos. Die Speicherziele können nach wie vor erreicht werden. Mittelfristig schafft der Umstieg auf die Wärmepumpe Abhilfe: Deutschland befinde sich spürbar im Gasausstieg. Die Speicher würde er trotzdem nicht abschaffen.
ntv.de: Sind die Gasspeicher halb voll oder halb leer?
Andreas Schröder: Aus jetziger Sicht sind sie halb leer. Die Befüllung ist deutlich verzögert. Die Füllstände sind ungefähr 17 Prozent niedriger als letztes Jahr zu dieser Zeit. Wir hinken bei der Einspeicherung ungefähr eineinhalb Monate hinterher.
Das Bundeswirtschaftsministerium sagt: Das ist kein Problem. Es gibt einen stetigen Nachschub über die norwegischen Pipelines und die LNG-Terminals.
Es muss auch kein Problem sein. Die Speicher sind ein Puffer für einen harten Winter oder Notfälle, wenn Infrastruktur ausfällt oder Ähnliches. Dafür müssen wir uns wappnen. Deshalb haben wir uns Speicherzielwerte gesetzt: Zu Beginn eines Winters sollen sie zu möglichst 70 Prozent voll sein. Diese 70 Prozent werden wir in diesem Jahr voraussichtlich nicht erreichen.
Das bedeutet konkret?
Wir erhalten fast die Hälfte unseres Erdgases über Leitungen aus Norwegen, etwa 45 Prozent. Das hat in den vergangenen Jahrzehnten super geklappt. Darauf können wir uns verlassen. Aber wenn diese Lieferungen wie die russischen zu Beginn des Ukraine-Kriegs auf einmal wegfallen, fehlt plötzlich ein großer Batzen unserer Versorgung. Das kann durch technische Defekte geschehen, aber wie wir wissen: Manche Länder haben keine Scheu davor, Infrastruktur zu attackieren. Für diesen Fall schaffen Speicher Versorgungssicherheit.
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Experten über mögliche Ursachen
Wie kam es zur tödlichen Sturzflut im Himalaya?
Eine gewaltige Flut aus Wasser und Schlamm rast durch Nepal und verwüstet ganze Dörfer. Der genaue Auslöser der Katastrophe ist noch unklar. Forscher äußern jedoch Vermutungen über die eigentliche Ursache - und zur möglichen Rolle des Klimawandels.
Nach den verheerenden Sturzfluten im Himalaya wird weiter nach Vermissten gesucht. Aber auch die Frage nach den Ursachen dieser Katastrophe wird unter Experten diskutiert. Am Mittwoch war eine riesige Sturzflut aus Wasser und Schlamm mehr als 160 Kilometer weit entlang zweier Flüsse durch Nepal gerast und hatte ganze Ortschaften mitgerissen. Doch wie kam es zu diesem katastrophalen Ereignis?
Die US-Erdbebenwarte USGS nennt einen Gletscherabbruch als Ursache für das Naturereignis. Am Morgen vor der Flut hatte die USGS zunächst ein Erdbeben in der Region gemeldet. Weitere Analysen ergaben nach Angaben der Experten, dass die Erschütterung durch einen Gletscherabbruch mit "katastrophalen" Folgen verursacht wurde.
"Die Einschätzungen des USGS decken sich mit dem, was wir denken", sagte Jens Turowski, Geomorphologe am Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam im Gespräch mit ntv. "Da ist eine Gletscherkante abgebrochen, die soll circa 600 bis 700 Meter breit gewesen und über 1000 Meter heruntergestürzt sein." Durch den Aufprall und die kinetische Energie schmelze dann ein Teil des Gletschers und fließe katastrophisch ab, so der Experte.
Das vor der Sturzflut erfasste Erdbeben könnte eine Folge des Gletschersturzes sein, glaubt Gletscherforscherin Bethan Davies von der Newcastle University. "Eisabbrüche oder Gletscherzusammenbrüche haben sich bereits in dieser und anderen Hochgebirgsregionen ereignet und stellen eine erhebliche Gefahr dar", so die Expertin. Die Himalaya-Region sei durch steile Hänge, hohes Reliefenergie-Niveau und seismische Aktivität anfällig für Massenbewegungen.
[...] Mögliche Rolle des Klimawandels
Welche Rolle könnte der Klimawandel bei der Sturzflut gespielt haben? Laut Wouter Buytaert, Experte für Hydrologie am Imperial College London, handele es sich "genau um die Art von Ereignis, die durch den Klimawandel ausgelöst wird". Die globale Erwärmung lasse Gletscher schrumpfen und erhöhe damit die Wahrscheinlichkeit, dass diese auseinanderbrechen.
"Bodendegradation aufgrund zunehmender Waldbrände, extremer Wetterereignisse und nicht nachhaltiger Landnutzung destabilisiert die Talhänge und setzt Gestein und Sedimente in Bewegung", so Buytaert. In Bergregionen mit steilen Hängen und engen Tälern schaffe dies die perfekten Bedingungen für solche Katastrophen.
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AKW Gravelines:
Massenhaft Quallen legen Atomreaktoren in Frankreich lahm
Mehrere Reaktoren eines Kernkraftwerks an der französischen Nordküste wurden abgeschaltet, weil Quallen die Kühlung stören. Vor Kurzem gab es schon ähnliche Probleme.
Wegen einer Quallenschwemme sind erneut Reaktorblöcke im größten französischen Atomkraftwerk Gravelines abgeschaltet worden. Seit der Nacht seien Quallen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 200 Tonnen aufgetaucht, sagte eine Sprecherin des französischen Betreibers EDF der Nachrichtenagentur dpa. Zwei der sechs Reaktorblöcke seien vorsorglich komplett heruntergefahren worden, um »sicherzustellen, dass diese Situation keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit unserer Anlagen hat«, teilten die Betreiber mit.
Die Quallen treten laut EDF im Bereich der Filtersysteme der Meerwasserpumpstation auf. Derzeit läuft demnach kein Reaktorblock wie vorgesehen, zwei weitere Blöcke werden wegen des massenhaften Auftretens der Tiere mit reduzierter Leistung betrieben. Die zwei verbliebenen Einheiten seien ebenfalls abgeschaltet, unter anderem wegen einer Wartungsinspektion.
Fischereiverband hilft beim Fangen der Quallen
Bereits Mitte des Monats und im August vergangenen Jahres hatten Quallen den Betrieb gestört. Um Quallenplagen früh zu erkennen und zu bewältigen, habe das Kernkraftwerk Gravelines Überwachungs- und Erkennungssysteme eingerichtet, teilte EDF mit. Unterstützung bekomme man dabei unter anderem von der Organisation France Pêche Durable, sagte eine Unternehmenssprecherin.
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US-Armee startet Janus-Programm: bis zu 2,2 Milliarden US-Dollar für Kernreaktoren an fünf Basen
Die US-Armee will an fünf Militärstandorten von New York bis Texas Kernreaktoren in Mikro-Format einsetzen, um eine zuverlässige Energiequelle unabhängig vom Stromnetz aufzubauen. Die Auswahl erfolgt im Rahmen des „Janus Program“, das über fünf Jahre bis zu 2,2 Milliarden US-Dollar an fünf Unternehmen ausschüttet. Die Reaktoren sollen nicht das komplette Areal versorgen, sondern als belastbare Basisversorgung bei Netzausfällen dienen. Für 2028 erwartet die Armee den operativen Start eines fortgeschrittenen Reaktordesigns spätestens bis zum 30. September 2028.
Die US-Armee setzt beim Thema Energieversorgung auf eine Option, die in den vergangenen Jahrzehnten vor allem in der Energiepolitik eine Randrolle spielte: kleine, modular aufgebaute Kernreaktoren. Laut Ankündigung sollen künftig an fünf Basen von New York bis Texas Mikroreaktoren entstehen, die eine stabile Stromerzeugung auch dann ermöglichen, wenn die Verbindung zum öffentlichen Netz ausfällt. Wichtig ist dabei die technische Rollenverteilung: Die Standorte bleiben zwar weiterhin ans Netz gekoppelt, aber die Mikroreaktoren sollen gezielt einen Teil der Last abdecken und damit kritische Dienste aufrechterhalten. Genau diese Resilienz-Argumentation ist auch der Kern des „Janus Program“, das laut Programmkonzept die nächste Generation der Kernenergie von Experimenten und Prototypen in Richtung längerfristiger Betriebsfähigkeit verschieben soll.
[...] Die konkrete Auswahl der fünf Unternehmen und die Verteilung über die Basen zeigt, wie stark die Umsetzung auf Redundanz setzt: Antares Nuclear ist für Fort Bragg in North Carolina vorgesehen, BWXT für Fort Campbell in Kentucky, General Atomics Electromagnetic Systems für Fort Hood in Texas, Radiant Industries für Fort Benning in Georgia und Westinghouse Government Services für Fort Drum in New York. Die Stufenplanung geht darüber hinaus: Präsident Trump habe im Mai 2025 per Executive Orders die Entwicklung der Kernenergie beschleunigen wollen, dabei wurde die Armee beauftragt, dass ein fortgeschrittenes Reaktordesign spätestens bis zum 30. September 2028 an einem inländischen Militärstandort in Betrieb gehen soll.
[...] Auch aus Marktsicht ist die Stoßrichtung klar: Die Mikroreaktoren sollen einen Weg für Folgekunden eröffnen, die bisher allein wegen regulatorischer Unsicherheit und fehlender Wirtschaftlichkeit zögerten. Die Armee erwartet neben Bundesmitteln zudem Milliarden aus privatem Kapital. Gleichzeitig nennen die Unternehmen in ihren Aussagen konkrete Ziele für Fertigung, Deployment und Lebensdauer: Radiant verknüpft den Auftrag mit der eigenen Fähigkeit, die Systeme zu produzieren und sicher zu betreiben, während General Atomics Electromagnetic Systems davon spricht, dass die Auslegung für abgelegene, netzunabhängige und extreme Umgebungen über 40 Jahre ausgelegt ist. Antares wiederum verweist auf einen Pilotmeilenstein, der die Stromproduktion an einem Standort des Idaho National Lab in der nächsten Phase unterstützen soll.
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Don Trumpls allerletzte Nachrichten
IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?
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27. August 2009 (INES Klass.?) Akw Leningrad, St. Petersburg, RUS
Wegen eines gerissenen Entladungsspeichers und einer defekten Speisepumpe musste der Reaktor Nummer 3 des Akws Leningrad für längere Reparaturen abgeschaltet werden.
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27. August 2008 (INES-1 Klass.?) Akw Tihange, BEL
Bei Wartungsarbeiten stellte sich heraus, dass ein Ventilator für die Luftzufuhr defekt war.
26. August
Trumps Mann in Lateinamerika
Mordversuch wird Königsmacher des MAGA-Imperiums zum Verhängnis
Ein Mordversuch und die Festnahme des Wahlkampfberaters Fernando Cerimedo hat ein kleines politisches Erdbeben ausgelöst. Der Fall um "MAGAs Mann in Lateinamerika" wirft ein Schlaglicht auf die Vernetzung der neuen Rechten der Region.
Seit Dienstag vergangener Woche muss sich Lateinamerikas politische Rechte neu sortieren - und es werden viele Fragen gestellt. Einer ihrer, wenn nicht der Königsmacher sitzt in Untersuchungshaft: Fernando Cerimedo, von manchen Medien der "Steve Bannon Lateinamerikas" genannt. Der Grund: Um 20:40 Uhr des Vorabends nähern sich zwei Personen in Kleidung eines Lieferdienstes dem "Schweizer Hotel" im bolivianischen Santa Cruz de la Sierra. Im Eingangsbereich geben sie aus nächster Nähe drei Schüsse auf die bolivianische Anwältin und politische Aktivistin Nadia Beller ab, rauben einem Motorradfahrer seine Maschine und brausen davon.
Die schwangere Beller wird operiert und überlebt. Spezialeinsatzkräfte nehmen am nächsten Tag ihren Ex-Freund Cerimedo als mutmaßlichen Strippenzieher des Mordversuchs fest, als er ein Flugzeug nach Buenos Aires besteigen will. Er soll der Vater des ungeborenen Kindes sein. Seither überschlagen sich Medien und Politiker: Was genau hatte Cerimedo mit den Erfolgen rechter Politiker in den vergangenen Jahren zu tun? Welche Macht über die öffentliche Agenda und Meinungen haben Berater wie er mit digitalen Wahlkampfwerkzeugen und Medien? Welche Rolle spielen dabei die USA?
Der Argentinier Cerimedo ist eine Schlüsselfigur in rechten politischen Kreisen, untrennbar verbunden mit dem Aufstieg einer neuen Generation lateinamerikanischer Staatschefs, die ihrerseits mit US-Präsident Donald Trump verbündet sind. In der Nationalen Sicherheitsstrategie der USA, einer aktualisierten Monroe-Doktrin, welche den Vormachtanspruch in der Region formuliert, hielt seine Regierung schriftlich fest, wonach sie handelt. Die Vereinigten Staaten mischen sich aktiv in innenpolitische Angelegenheiten lateinamerikanischer Staaten ein und unterstützten dort rechte Kräfte. Ziel ist, China und dessen Einfluss in der Region Paroli zu bieten.
Büro neben dem Präsidenten
Cerimedo hatte kein offizielles Amt in der bolivianischen Regierung inne, aber laut Beller ein Büro im bolivianischen Regierungsgebäude - direkt neben dem des Präsidenten Rodrigo Paz im 23. Stock des glasverkleideten Hochhauses in La Paz. Ihr Ex-Freund hatte demnach enorme Macht über den Staatschef: "Er traf Entscheidungen, stimmte sich mit Ministern ab und besetzte Posten mit Personen", so Beller: "Er regierte gemeinsam mit Rodrigo Paz." Sind ihre Aussagen korrekt, wäre Bolivien das bisher extremste Beispiel für die Macht von politischen Beratern, die sich im Netzwerk der rechtsgerichteten Regierungen in Lateinamerika bewegen und sich mit Trumps Washington koordinieren.
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172.700 Tonnen bereits abgeleitet
Trotz Einleitung ins Meer lagern in Fukushima Daiichi noch 1,243 Millionen Tonnen kontaminiertes Wasser
Drei Jahre nach Beginn der Einleitung von aufbereitetem Wasser aus dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi hat der Betreiber Tepco rund 172.700 Tonnen ins Meer abgegeben. Trotzdem sank die in Tanks gelagerte Menge nur um 7,6 Prozent auf rund 1,243 Millionen Tonnen, da auf dem Gelände jeden Tag neues kontaminiertes Wasser entsteht.
Seit dem 24. August 2023 leitete Tepco das Wasser in 22 Durchgängen ins Meer. Für das Haushaltsjahr 2026 sind acht weitere Einleitungen mit insgesamt rund 62.400 Kubikmetern vorgesehen, vier davon waren bis zum 17. August abgeschlossen. Die japanische Regierung und Tepco wollen die Einleitung ebenso wie den Rückbau des Atomkraftwerks bis 2051 beenden.
Jeden Tag entstehen rund 60 Tonnen neues Wasser
Dass die Tankbestände wesentlich langsamer sinken als die eingeleitete Wassermenge vermuten lässt, liegt am laufenden Betrieb der zerstörten Reaktoren. Der geschmolzene Kernbrennstoff muss auch mehr als 15 Jahre nach der Katastrophe von 2011 gekühlt werden. Dieses Kühlwasser vermischt sich mit Grundwasser und Regen, das in die Reaktorgebäude eindringt.
[...] Die Einleitung führte 2023 zu einem schweren Konflikt mit China. Peking stoppte nach Beginn der Maßnahme sämtliche Importe japanischer Fischerei- und Meeresprodukte. Das vollständige Verbot gilt inzwischen jedoch nicht mehr. China hob die Beschränkungen im September 2025 für Produkte aus 37 japanischen Präfekturen teilweise auf. Exporteure müssen unter anderem Herkunftsnachweise und Bescheinigungen über Strahlungsmessungen vorlegen. Für Produkte aus zehn Präfekturen gilt das Verbot dagegen noch, darunter Fukushima, Tokyo, Miyagi, Ibaraki und Chiba.
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Deutschlands letzte Gletscher: Abschied vom ewigen Eis
Heiß, heiß und nochmal heiß: Das hat diesen Sommer Menschen und Tieren zu schaffen gemacht - und im Hochgebirge das vermeintlich «ewige Eis» zum Schmelzen gebracht. Der schneearme Winter und der heiße Sommer setzten den vier letzten deutschen Gletschern erneut zu.
In zwei Jahren mehr als ein Viertel der Fläche verloren
Sie büßten schon von 2023 bis 2025 innerhalb von nur zwei Jahren mehr als ein Viertel ihrer Fläche ein. Rund eine Million Kubikmeter Eis gingen insgesamt verloren, wie eine Vermessung durch den Geografen Wilfried Hagg von der Hochschule München und den Glaziologen Christoph Mayer von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) im vergangenen Jahr ergab.
Vom Blaueisgletscher und Watzmanngletscher in den Berchtesgadener Bergen gibt es nur noch klägliche Reste, sie könnten schon bald ihren Status als Gletscher verlieren. Bis Ende des Jahrzehnts könnte der Nördliche Schneeferner betroffen sein. Am längsten wird sich absehbar der Höllentalferner im Zugspitzgebiet halten. Er liegt eher schattig und wird im Winter noch von Lawinen gespeist. Doch auch ihm gaben die Wissenschaftler zuletzt nur noch maximal zehn Jahre. Voraussichtlich in den 2030er Jahren wird Deutschland somit keinen einzigen Gletscher mehr haben.
[...] Dieses Jahr werden Hagg und der Glaziologe Mayer die deutschen Gletscher voraussichtlich nicht neu vermessen, die Untersuchung fand auch zuvor nicht zwingend jährlich statt. Gemäß der bisher letzten Untersuchung vor einem Jahr hatten der Blaueisgletscher und der Watzmanngletscher zwischen 2023 und 2025 jeweils rund 45 Prozent ihrer Fläche verloren. Beim Nördlichen Schneeferner waren es rund 30 Prozent. Am besten hielt sich der Höllentalferner. Dort waren es 9 Prozent.
Auch Skibetrieb betroffen
Auch den Skibetrieb trifft es. Im März war am Zugspitzplatt eine Ära zu Ende gegangen. Dort wurde just einen Tag vor dem Welttag des Gletschers (21. März) der letzte auf einem Gletscher gebaute Lift in Deutschland demontiert. Der 1967 eröffnete Plattlift war zwei Winter lang außer Betrieb gewesen.
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Klimagesetz: Sanktionslose Zielvorgaben sind reine Lippenbekenntnisse und ihr Papier nicht wert
Der von der Koalition als Erfolg gefeierte Gesetzesentwurf für ein Klimagesetz ist für Parents For Future nur eine zahnlose Absichtserklärung, mit der der dringend nötige Schutz unserer Lebensgrundlagen nicht erreicht werden kann.
Wien - Obwohl Österreich auf direktem Kurs ist, das mit der EU vereinbarte Klimaziel für 2030 zu verfehlen, betont Landwirtschaftsminister Totschnig in der ZIB2 stolz, dass der Klimafahrplan „ohne Sanktionen” komme und dass die von der Wirtschaft geforderte Standortklausel es erlaube, den Fahrplan bei „volkswirtschaftlichen Verwerfungen” zu korrigieren, so die Parents for Future Österreich.
Während für Industrie und Energiesektor weiterhin das EU-Klimagesetz mit eigenen Sanktionen gilt, bleiben ausgerechnet jene Bereiche sanktionslos, die ihre Ziele seit Jahren am deutlichsten verfehlen: Verkehr, Landwirtschaft, Raumplanung und Abfallwirtschaft.
Sandra Weilnböck von Parents For Future Österreich kritisiert: „Ein unverbindliches Gesetz, das man bei jeder Krise aussetzen kann, ist kein Klimapfad, sondern bestenfalls eine Wette darauf, dass nichts passiert und sich alle an die Spielregeln halten.”
Selbst nach Hunderten Hitzetoten und massiven Dürreschäden scheut die ÖVP sich nicht, ein Gesetz mit bequemer Hintertür zu verlangen. Auch wenn die ÖVP die Hauptverantwortung für die fehlende Verbindlichkeit trägt, hätten die anderen Koalitionsparteien ihre Zustimmung zu dieser Farce verweigern müssen, so die Aktivisten und Aktivistinnen. Nach Ansicht von Parents For Future stellt der vorliegende Gesetzesentwurf unter Umständen sogar eine Verschlechterung der klimapolitischen Rahmenbedingungen dar, da die Bevölkerung damit glaubt, dass die Regierung effektiv das Klima und uns alle schützen will.
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Analyse
Wie Strom billiger werden könnte
Mit mehr Erneuerbaren, Speichern und Netzen lässt sich der Strompreis zügig senken, rechnet das Institut IWR vor. Wirtschaftsministerin Reiche will jedoch Wind- und Solarenergie bremsen und setzt auf teure Gaskraftwerke.
Die Strompreise sollen sinken – darin sind sich Bundesregierung, Industrie und Bevölkerung einig. Über den Weg dorthin ist jedoch ein Streit entbrannt.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die Energiewende neu justieren. Der Ausbau von Wind- und Solarenergie soll stärker mit Netzen und Strombedarf abgestimmt, die Förderung marktnäher gestaltet und zugleich steuerbare Kraftwerksleistung aufgebaut werden, die einspringt, wenn Wind und Sonne nicht genügend Strom liefern.
Reiche begründet dies mit einem "Konstruktionsfehler" der bisherigen Energiewende. Erneuerbare Energien seien ausgebaut worden, ohne Netze, Speicher, flexible Nachfrage und gesicherte Kraftwerksleistung ausreichend als Gesamtsystem zu planen. Die Antwort darauf sei eine bessere Abstimmung der Komponenten, betonte die Ministerin Anfang August.
Eine Analyse des auf erneuerbare Energien spezialiserten Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in Münster kommt dagegen zu dem Schluss, dass Reiches Kurs die Strompreise eher hoch halten könnte.
Entscheidend sei das Zusammenspiel aus EEG-Novelle, Netzanschlusspaket und dem sogenannten Kapazitätsmarkt, schreibt das IWR. Gesicherte Kraftwerksleistung werde durch die Pläne der Wirtschaftsministerin finanziell abgesichert, während Investitionen in Windkraft, Photovoltaik und Speicher teilweise mit höheren Risiken belastet würden.
Einsatzreihenfolge an der Börse macht Erdgasstrom preissetzend
IWR-Direktor Norbert Allnoch warnt vor einer energiepolitischen Schieflage: "Wenn der Ausbau der günstigen erneuerbaren Energien ausgebremst wird, während fossile Kraftwerke zusätzliche Absicherungen erhalten, wird das Stromsystem nicht automatisch günstiger. Im Gegenteil: Dann steigt das Risiko, dass teure Gaskraftwerke häufiger den Strompreis bestimmen."
Im Zentrum der IWR-Argumentation steht der Gaspreis. An der Strombörse gilt das Merit-Order-Prinzip: Kraftwerke werden entsprechend ihren kurzfristigen Erzeugungskosten eingesetzt. Das teuerste Kraftwerk, das zur Deckung der Nachfrage noch benötigt wird, setzt den Börsenpreis für alle Anbieter.
Produzieren Windräder und Solaranlagen viel Strom, verdrängen sie wegen ihrer niedrigen laufenden Kosten teure Kohle- und Gaskraftwerke. Fehlen Wind und Sonne, kommen letztere häufiger zum Einsatz. Vor allem Gaskraftwerke können dann den Strompreis nach oben treiben.
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Don Trumpls allerletzte Nachrichten
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25. August
Energiewende Osteuropa
Warum Bulgarien bei Batteriespeichern Weltspitze ist
Was tun mit den großen Mengen Solarstrom, die mittags niemand braucht? Bulgarien hat seine Batteriespeicherkapazität ausgebaut und sich damit gemessen an seiner Größe an die Weltspitze gesetzt.
Der trockene Sommer 2026 hatte mancherorts in Südosteuropa dramatische Folgen für die Stromversorgung. Rumänien und Ungarn mussten die Reaktoren ihrer Atomkraftwerke herunterfahren, da wegen historischen Niedrigwassers an der Donau nicht genügend Kühlwasser vorhanden war. Auch das bulgarische Atomkraftwerk Kosloduj nutzt Kühlwasser aus der Donau und liefert etwa ein Drittel des Stroms im Land. Müssten die Reaktoren dort einmal heruntergefahren werden, gäbe es aber zumindest einen kurzzeitigen Puffer, über den die Nachbarländer in dem Maße nicht verfügen: Ökostrom aus Batteriespeichern. Die Kapazität der Einspeisung ist zuletzt so stark gestiegen, dass daraus der gesamte Strombedarf im Land für bis zu drei Stunden gedeckt werden könnte.
Bulgarien gehört weltweit zu den Spitzenreitern bei der Integration von Batteriespeichersystemen in das Stromnetz. Zumindest gemessen an der Wirtschaftsleistung und der Bevölkerungszahl. Das geht aus Angaben des Verbands Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) und des staatlichen Betreibers (ESO) in Bulgarienhervor. Eingespeist werden derzeit über 15 Gigawattstunden, was etwa 16 Prozent der gesamten Stromerzeugungskapazität des Landes entspricht. In absoluten Zahlen ist das im Vergleich zu den USA, Australien oder China natürlich nichts, aber in Relation zur Größe Bulgariens zählt es zur Weltspitze.
Dieses Wachstum ist eine Folge des Solar-Booms der letzten Jahre und der EU-geförderten Investitionsanreize, aber vor allem von Privatinitiativen. Denn der rasante Ausbau der Photovoltaik in den vergangenen zwei Jahren schaffte ein Problem: Wohin mit dem überflüssigen Strom, der tagsüber und vor allem im Sommer produziert wird?
Es mussten Speicherkapazitäten her und so wurde die Errichtung von Batteriespeichern über das bulgarische Corona-Wiederaufbauprogramm "Next Generation EU" gefördert. Rund eine Milliarde Euro stellte Brüssel dafür zur Verfügung, doppelt so viel haben allerdings Privatunternehmen investiert. "Sie haben aber auch von der Verbilligung dieser Technologie durch die Massenproduktion in China profitiert.
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Wie Europas größter Batteriespeicher die Stromnetze stabilisieren soll
Mit Coalburn 1 geht in Schottland das größte Batteriespeichersystem Europas ans Netz. Die Anlage soll die Resilienz der Stromnetze erhöhen und Kosten für die Verbraucher senken.
Für den Ausbau der erneuerbaren Energien ist es wichtig, dass Strom flexibel gespeichert werden kann. Das unterstützt die Integration der Erneuerbaren in das Stromnetz. Einen weiteren Schritt in diese Richtung geht jetzt Schottland. Dort nahm das größte Batteriespeichersystem in Europa den Betrieb auf.
[...] Als Technologie kommt die klassische Lithium-Ionen-Batterie zum Einsatz. Zusammen mit den Anlagen Coalburn 2 und Devilla will CIP sogar bis zu drei Gigawattstunden Speicherkapazität und 1,5 Gigawatt Leistung zur Verfügung stellen. Die Technologie soll primär die Flexibilität und die Resilienz des britischen Elektrizitätssystems stärken. Nischal Agarwal, Partner bei CIP, dazu:
Als Europas größtes betriebsbereites Batteriespeichersystem wird Coalburn 1 die Flexibilität und Resilienz des britischen Stromsystems verbessern, die Integration von mehr erneuerbarer Energie unterstützen und dazu beitragen, die Kosten für Verbraucher zu senken.
Stehen also Überkapazitäten aus Ökostrom zur Verfügung, können die Energiespeicher diese auffangen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder flexibel ins Netz einspeisen. Im Endeffekt könnte das für britische Verbraucher einen geringeren Beitrag auf ihrer Stromrechnung bedeuten.
Bessere Versorgungssicherheit, fragwürdige Technologie
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Energiespeicher wie Coalburn 1 die Netz- und Versorgungssicherheit in Großbritannien steigern können. CIP sieht in der Technologie eine Schlüsselinfrastruktur für die globale Energiewende.
Trotzdem bleibt offen, inwieweit diese Speicher auf Lithium-Ionen-Technologie basieren werden. Zwar nennt CIP keinerlei Risiken oder Gefahren, trotzdem bleibt die große Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen und die Brennbarkeit ein Thema.
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Liebe Freundinnen und Freunde,
der gestrige Tag wirkte in Lingen lange Zeit wie ein Tauziehen - wer hält es länger aus? Noch um 17 Uhr wollte das Bundesumweltministerium den Medien "aus Geheimschutzgründen" nicht bestätigen, dass angereichertes Uran aus Russland nach Lingen unterwegs ist. Da lief schon seit drei Stunden eine spontane Mahnwache vor der Brennelementefabrik. Dann startete die Raddemo aus der Innenstadt und um 18 Uhr demonstrierten rund 80 Atomkraftgegner:innen vor dem Werkstor von Framatome (Am Seitenkanal 1). Es gab kämpferische Reden von Vladimir Slivyak (Ecodefense), Bettina Ackermann (.ausgestrahlt) und Geert Bosma aus den Niederlanden.
Da die "Mikhail Dudin" am Morgen in Rotterdam eindeutig Uran abgeladen hatte, war klar, dass dieses Uran auch noch abends in Lingen ankommen musste. Also lief die Kundgebung einfach als Mahnwache weiter und schließlich gab die Polizei das Versteckspiel auf - um 22.05 Uhr fuhren die beiden Uran-LKW unter deutlich vergrößertem Polizeischutz in die Brennelementefabrik - da war dann nix mehr mit geheim ... unsere Hartnäckigkeit hat sich gestern erneut ausgezahlt.
Aktuelle News und Hintergründe dazu: https://atomstadt-lingen.de/aktuelles, www.sofa-ms.de, www.ausgestrahlt.de
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Städte zu heiß, Felder zu trocken, Klimagesetz zu schwach - Klimastreik im Herbst!
Dringlichkeit des Themas ist in der Politik noch nicht angekommen
Wien - Angesichts der schwachen Einigung zum Klimagesetz und den extremen Hitze und Dürreperioden dieses Sommers ruft Fridays For Future zum Klimastreik im Herbst auf. Die Einigung zum Klimagesetz ordnen die Aktivisti*innen als Zwischenschritt ein, der unzulänglich bleibt, wenn Maßnahmen nicht verbindlich gesetzt werden. Die Handschrift der Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer in den Verhandlungen trage Realitätsverweigerung in sich.
Die vergangenen Wochen der Hitze und Dürre ließen alle in Österreich spüren, dass etwas nicht stimmt. Die Konsequenzen werden noch weit in den Herbst hinein spürbar sein. Und doch wird es einer der kühlsten Sommer unserer Zukunft gewesen sein, warnt Fridays For Future. Nur in der Politik sei diese Dringlichkeit noch immer nicht ausreichend angekommen, klagen die jungen Menschen und beziehen sich auf die Einigung zum Klimagesetz vergangenen Freitag.
“Von allem was wir bisher wissen, ist dieses Gesetz viel zu schwach für die aktuelle Klimakrisenrealität. Es ist ein nettes Bekenntnis, das nicht greifen wird, wenn keine Sanktionsmechanismen enthalten sind. Wir setzen doch auch kein Tempolimit und lächeln nur nett, wenn jemand zu schnell fährt. Es braucht entsprechende Konsequenzen, das ist doch klar!”, kritisiert Laila Kriechbaum, Sprecherin von Fridays For Future.
“Dass sich die ÖVP in den Verhandlungen zuletzt als Marionette von IV und WKÖ quer stellte ist ein gefährliches Symptom einer Ideologie, die weit entfernt von jeglicher Realität erzählt wird.”, so Kriechbaum.
“Wenn Menschen den Hitzetot sterben, Ernten an der Dürre eingehen und Heimaten von Extremwettern weg gespült werden, muss die politische Antwort verbindlich, ambitioniert und einig sein. Davon sehen wir gerade zu wenig. 30.000 zusätzliche Totesopfer in Europa allein durch die Hitze, das sind 30.000 zuviel! Landwirtschaftsschäden von mindestens 1 Milliarde, das sind eine Milliarde zu viel. Wen vertritt diese politische Zöger-Haltung eigentlich?” fragt Kriechbaum.
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Reaktor war 1986 explodiert
Hilfe aus Rheinland-Pfalz für die Schutzhülle in Tschernobyl
2016 wurde ein gewaltiger Schutz über den Reaktor geschoben – auch mit Technik aus Koblenz. Nun ist der Sarkophag beschädigt. Wie geht es weiter?
Für die geplante Reparatur der beschädigten Schutzhülle über dem zerstörten Atomreaktor von Tschernobyl in der Ukraine gibt es auch Beteiligung aus Rheinland-Pfalz. Das Koblenzer Unternehmen Kalzip ist in die Vorbereitungen für die Sanierung des sogenannten Sarkophags eingebunden, wie Vertriebsleiter Christoph Schmidt der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Man habe der zuständigen Firma Lösungen vorgestellt und ein Angebot abgegeben. Das Unternehmen rechne damit, in den kommenden Monaten einen Auftrag zu erhalten.
Der Sarkophag aus Edelstahl schützt seit 2016 vor dem Austreten kontaminierter Partikel. Kalzip, das damals zur indischen Tata-Gruppe gehörte, hatte die riesige Hülle geliefert. Schmidt war in das Projekt eingebunden.
Zunächst soll das Wasser draußen bleiben
Die Reparatur soll dem Vertriebsleiter zufolge in zwei Stufen erfolgen. Zunächst ist eine Übergangslösung vorgesehen, damit durch die große Beschädigung kein Wasser mehr in die Schutzhülle eindringen kann. Auch zahlreiche kleinere Löcher, die beim Feuerwehreinsatz entstanden sind, sollen abgedichtet werden.
In einer zweiten, umfangreicheren Phase soll die radioaktiv beständige Membran ersetzt werden. Zudem ist eine Erneuerung der Konstruktion vorgesehen, um die notwendige Luftdichtigkeit wiederherzustellen. „Die Lösung wird in den nächsten Jahren erarbeitet“, sagte Schmidt.
Wenn die Finanzierung geklärt sei, könne das Projekt möglicherweise schneller umgesetzt werden. Die von der Bundesregierung jüngst angekündigten 50 Millionen Euro bewertete Schmidt zurückhaltend. „Aus meiner Sicht sind 50 Millionen Euro für die erste Stufe zu viel und für die zweite Stufe nicht ausreichend.“ Kalzip sitze allerdings „am Ende der Informationskette“.
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Don Trumpls allerletzte Nachrichten
IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?
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25. August 2008 (INES-3) Nuklearmedizin
IRE Fleurus, BEL
Greenpeace
Belgien: Strahlenunfall schwerer als gedacht
Der Unfall ereignete sich im Institut des Radioéléments (IRE). Das Unternehmen stellt Radioisotope zur Krebsbehandlung her. Am Freitag, dem 22. August trat radioaktives Jod-131 aus dem Werk aus.
Nach Aussagen des IRE wurde das Leck am folgenden Montagmorgen entdeckt und der Betrieb eingestellt. Am Montagabend um 17:30 Uhr informierte der Betreiber die belgische Atomaufsicht FANC.
Am Donnerstagmorgen, dem 28. August, schickte die Atomaufsicht ein Team nach Fleurus, um Proben zu nehmen. Donnerstagnacht erging eine Warnung an die Bevölkerung. Die Behörde empfahl, weder Obst und Gemüse aus dem Garten noch Milchprodukte zu sich zu nehmen. Der Unfall wurde in Stufe 3 der siebenstufigen INES-Skala eingeordnet.
Der Fall wirft Fragen auf. Völlig unklar ist, warum IRE erst am Montagabend die Behörden eingeschaltet hat. Entgegen den ersten Aussagen wurden offenbar schon zwei Tage lang erhöhte Strahlenwerte in einem Entlüftungsschacht gemessen.
Noch unverständlicher ist, dass die belgische Atomaufsicht erst Tage später reagiert hat. Und warum ein Sprecher der Behörde im Radio zunächst davon sprach, es bestehe kein Risiko für die Bevölkerung.
Zu diesem Zeitpunkt schätzte IRE, dass 45 Gigabecquerel Jod-131 freigesetzt worden waren ...
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25. August 2004 (INES-2) Akw Vandellòs, ESP
AtomkraftwerkePlag
Vandellòs (Spanien)
Rohrbruch und Generatorbrand in Vandellós-2
2004 ereignete sich ein Rohrbruch im Kühlkreislauf des Reaktors Vandellós-2, der wegen seiner Bedeutung für die Reaktorsicherheit als Störfall der INES-Stufe 2 klassifiziert wurde und einen Aktionsplan für die folgenden drei Jahre bewirkte, mit dem man organisatorische und technische Probleme in den Griff bekommen wollte ...
CSN - Consejo de Seguridad Nuclear
Übersetzung https://translate.google.de
CSN - Rat für nukleare Sicherheit
Rohrbruch im Strang B des Wasserversorgungssystems für den Notbetrieb am 25. August 2004
Am 25. August 2004 kam es bei einer Auslastung des Kraftwerks von 100 % zu einem Bruch an einem Schacht, der den Zugang zum Strang B des Wasserversorgungssystems für den Notbetrieb ermöglichte. Angesichts der Bedeutung des Vorfalls für die Sicherheit stufte die CSN ihn auf Stufe 2 der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) ein ...
24. August
71 Prozent für eigene Partei
Kasachstans Herrscher Tokajew baut mit Wahl-Simulation seine Macht aus
Kasachstan hat seine Bürger zum Urnengang gebeten - und es wurde das orchestrierte Votum für den Staatschef. Wahlbeobachter der OSZE konstatieren, dass es keine politischen Alternativen gegeben habe. Mit Spannung wird nun auf eine Personalie geschaut.
Im autoritär geführten Kasachstan in Zentralasien hat Präsident Kassym-Schomart Tokajew mit der ersten Wahl eines Einkammerparlaments und dem Sieg seiner neuen Partei seine Macht weiter ausgebaut. Auf die Partei Adilet, die die Kräfte um Tokajew konsolidiert, entfielen rund 71,2 Prozent der Stimmen, wie sich aus dem vorläufigen Ergebnis der Zentralen Wahlkommission ergab. Die übrigen sechs Parteien verbuchten lediglich einstellige Ergebnisse. Eine Oppositionskraft oder unabhängige Kandidaten waren nicht zugelassen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 74 Prozent.
In einer Bewertung der Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hieß es, die Wahl sei in einem Umfeld ohne politische Pluralität abgehalten worden. Es habe keine politischen Alternativen gegeben, da alle angetretenen Parteien die Politik Tokajews unterstützt hätten. Im neuen Parlament sind fünf Parteien vertreten.
Die Wahl besiegelt eine Verfassungsreform, mit der Kasachstan sein seit drei Jahrzehnten bestehendes parlamentarisches System aus zwei Kammern abgeschafft und durch eine einzige Volksvertretung ersetzt hatte. Der Kurultai, das neue Einkammerparlament, besteht aus 145 Abgeordneten. Tokajew will mit der neuen Struktur auch Gesetze schneller verabschieden lassen.
Erwartet wird, dass der Kurultai auf Vorschlag Tokajews auch erstmals seit 30 Jahren wieder einen Vizepräsidenten in dem Land bestimmen wird. Damit könnte der 73 Jahre alte Präsident einen möglichen Nachfolger in Stellung bringen. Der Posten war 1996 in der Verfassung abgeschafft worden.
Tokajew ist ein ehemaliger sowjetischer Diplomat und hochrangiger UN-Beamter. Er pflegt gute Beziehungen zum Westen, zu Russland und zu China und war der von Kasachstans erstem Präsidenten Nursultan Nasarbajew auserkorene Nachfolger. Tokajew brach jedoch nach den Unruhen im Jahr 2022 mit seinem Vorgänger. Er bezeichnete diese als einen Putschversuch von Verbündeten Nasarbajews. Der Wahlsieg von Adilet dürfte Tokajews Kontrolle über das Land zulasten von Personen ausbauen, die Nasarbajew nahestehen.
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Liebe Freundinnen und Freunde,
die Vorbereitungen für die Lingen-Demo gegen den Einstieg von Rosatom und für die Stilllegung der Brennelementefabrik jetzt Montag, 24. August, laufen auf Hochtouren. Los geht's um 17 Uhr per Rad vom Marktplatz und dann um 18 Uhr für alle vor dem Werkstor von Framatome, Am Seitenkanal 1.
Anreise mit dem Rad bequem per Bahn stündlich mit dem RE15 von Münster via Rheine.
Auf Hochtouren dampft aber auch der russische Atomfrachter Mikhail Dudin auf den Hafen von Rotterdam zu - derzeit (Freitagnachmittag) umrundet die "MD" gerade die Nordspitze Dänemarks und nimmt Kurs Richtung Süden - derzeit publizierte Ankunftszeit in Rotterdam am Montag um 6 Uhr morgens!
Wir werden uns das am Montagmorgen genau anschauen, ob die Verladung sofort beginnt - oder ob Framatome erstmal die Demo abwartet. Geht es sofort los, lösen wir schon für Montagmittag Uran-Alarm aus! Da wir am Montag solidarisch vom Newsticker auf www.castor-stoppen.de unterstützt werden, schaut einfach dort morgens - wenn möglich - kurz drauf, bevor ihr ins zweite Brötchen beißt :-)
In jedem Fall freuen wir uns, wenn ihr nachmittags nach Lingen zur Demo kommt, damit wir gemeinsam klarmachen - die Urangeschäfte mit dem Kreml und die Uranverarbeitung in Lingen und Gronau müssen aufhören. Dann gibt es später auch viel weniger hochradioaktiven Atommüll, der planlos in endlosen Castor-Konvois durch die Gegend gekarrt wird.
Aktuelle News und Hintergründe dazu: https://atomstadt-lingen.de/aktuelles, www.sofa-ms.de, www.ausgestrahlt.de
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Brennelementefabrik Lingen:
Genehmigung muss widerrufen werden
Genehmigung räumt Risiko durch Sabotage, Spionage und hybride Angriffe ein / Auflagen können Sicherheitsbedenken nicht ausräumen / Organisationen kritisieren aktuellen Urantransport aus Russland
Die Genehmigung für den Ausbau der Brennelementefabrik Lingen unter Beteiligung der russischen Atombehörde Rosatom bestätigt erhebliche Risiken für die innere und äußere Sicherheit Deutschlands. Danach bestehen „ein abstrakt erhöhtes Risiko von Sabotage, Spionage und hybriden Aktionen durch Russland“, das im Rahmen der Kooperation ausdrücklich von dem „staatlich kontrollierten Unternehmen (TVEL/Rosatom)“ ausgeht. Zugleich stellt die Genehmigung fest, dass bereits „das Betreten der Anlage durch Angehörige der Firma TVEL/Rosatom ein potentielles Risiko“ darstellt. Trotzdem können Mitarbeiter*innen von Rosatom künftig Zugang zur Atomfabrik Lingen erhalten.
[...] Wladimir Sliwyak, Alternativer Nobelpreisträger und Mitgründer der russischen Umweltorganisation Ecodefense, macht deutlich:
„Lingen droht zu einem North Stream mit Uran zu werden. Die Genehmigung, Rosatom Zugang zur Atomindustrie in Deutschland ermöglichen, kann dem Kreml Einfluss auf die kritische Infrastruktur in Deutschland und Europa verschaffen – und das zu einem Zeitpunkt, an dem Russland einen hybriden Krieg gegen Europa führt. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie der russische Staat operiert und Abhängigkeiten ausnutzt. Die jetzige Genehmigung ist deshalb ein großer strategischer und sicherheitspolitischer Fehler. Aber es ist noch nicht zu spät, die Richtung zu ändern und die Sicherheit der Bevölkerung in Deutschland und Europa an die erste Stelle zu rücken. Dass just heute wieder Uran aus Russland für Lingen eintreffen soll, unterstreicht, wie groß das nukleare Problem ist.“
[...] Organisationen kritisieren aktuellen Urantransport aus Russland
Heute morgen ist der russische Atomfrachter „Mikhail Dudin“ in Rotterdam eingetroffen. Dieser Atomfrachter beliefert regelmäßig die Framatome-Brennelementefabrik in Lingen mit angereichertem Uran aus Russland und transportiert Brennstäbe aus Lingen nach Kasachstan. Die Urangeschäfte von Framatome mit dem Kreml sind umfangreich – auch hier im Emsland und mit Billigung der Bundesregierung. Die Anti-Atom-Organisationen lehnen auch diese Urangeschäfte ab.
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Klimakrise:
Hitzesommer verursacht laut Greenpeace 36 Milliarden Euro Schäden
Die Umweltorganisation Greenpeace sieht hohe Einbußen in der Arbeitswelt durch den heißen Sommer. Auch Niedrigwasser, Ernteausfälle und Brände kosten Milliarden Euro.
Der Hitzesommer 2026 verursacht in Deutschland nach einer Berechnung von Greenpeace volkswirtschaftliche Schäden von mindestens 36 Milliarden Euro. Ernteausfälle, Waldbrände und Gesundheitskosten, die durch extreme Hitze und Trockenheit verursacht würden, entsprächen in der Summe knapp einem Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts, teilte die Umweltschutzorganisation mit. In die Berechnungen seien unter anderem Schätzungen aus den Bereichen Verkehr, Gesundheit, Forst- und Landwirtschaft sowie Produktivitätsverluste und Bildungskosten aufgrund der Hitze eingeflossen, heißt es in einer Greenpeace-Mitteilung.
Die Organisation fordert die Bundesregierung zum Handeln auf. »Die Zahlen sind unmissverständlich: Ein Weiter-so können wir uns schlicht nicht mehr leisten«, sagte Greenpeace-Finanzexperte Mauricio Vargas. Die Bundesregierung müsse auf der anstehenden Kabinettsklausur »mit dem gebotenen Ernst auf die Klimakrise reagieren«.
10,8 Milliarden Euro Schaden in der Arbeitswelt
Der größte Schadensposten entfällt laut Greenpeace auf die Arbeitswelt: Bei geschätzt 25 Hitzetagen würden sich temperaturbedingte Produktivitätsverluste und -ausfälle auf 10,8 Milliarden Euro summieren. Waldschäden etwa durch Trockenstress und Brände werden in der Schätzung auf fünf bis 7,5 Milliarden Euro beziffert. Für gesundheitsökonomisch bewertete Verluste an Lebensjahren nennt die Analyse 6,9 Milliarden Euro. Erhebliche Belastungen betreffen demnach die Landwirtschaft (3,4 Milliarden Euro), im Bildungssystem koste der »verminderte Lernzuwachs« 3,2 Milliarden Euro. Für das Niedrigwasser des Rheins werden Schäden zwischen 3,4 und 4,5 Milliarden Euro veranschlagt. In der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur fielen Mehrkosten zwischen 1,8 und 3,7 Milliarden an und weitere 1,54 Milliarden Euro durch erhöhte Belastungen im Gesundheitssystem.
Wahre Kosten des Hitzesommers liegen »über unseren Berechnungen«
Die Gesamtschäden von mindestens 36 Milliarden Euro seien konservativ berechnet, heißt es in der Greenpeace-Mitteilung. Denn mehrere Wirkungskanäle ließen sich nicht belastbar bewerten und blieben daher unberücksichtigt. Darunter fielen etwa ökologische Folgeschäden der Waldbrände, zu denen die Organisation den Verlust an Biodiversität zählt, sowie Trinkwasser- und Erosionsschutz und die Regulierung des Mikroklimas. »Die wahren Kosten von Extremwetterereignissen wie diesem Hitzesommer liegen weit über unseren Berechnungen«, sagte Vargas.
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Don Trumpls allerletzte Nachrichten
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23. August
Gefahren an den Börsen
„Diese Ignoranz ist üblich im Vorfeld jeder Finanzkrise“
KI-Euphorie, Renditen, Kredithebel, Schattenfinanzierung: Fondsmanager Jochen Felsenheimer sieht Risse im Finanzsystem – und hält deshalb viel Cash.
WirtschaftsWoche: Herr Felsenheimer, die Aktienindizes sind noch immer nah an ihren Rekordmarken, allen Risiken zum Trotz. Selbst Warnungen des Chefs vom norwegischen Staatsfonds verhallen. Wundert Sie das als krisenerfahrener Fondsmanager?
Jochen Felsenheimer: Man kann das Resilienz nennen. Man kann es aber auch Ignoranz nennen. Und – so hart das klingt – diese Ignoranz ist üblich im Vorfeld jeder Finanzkrise. Es ist die Hoffnung, dass nichts richtig Schlimmes aufpoppt. Das hatten wir 2006, das hatten wir 1999. Corona war anders – unprognostizierbar. Mein Eindruck ist: Das System ist extrem fragil. Die Anleiherenditen steigen. Trotzdem marschieren Aktien weiter.
Der Bondmarkt signalisiert Misstrauen, der Aktienmarkt Hoffnung.
Das ist kein neues Phänomen. Vor großen Stressphasen sieht man oft Divergenzen: Ein Segment preist Risiko ein, ein anderes spielt „weiter so“. Vor der Finanzkrise 2006/2007 waren die Risikoaufschläge von Unternehmens- und Bankanleihen gestiegen. Heute signalisieren die Zinsmärkte wieder eine andere Zukunft als die Aktieninvestoren. Der Aktienmarkt wird stark dem Reflex getrieben, die letzten zehn Prozent Kursanstieg auch noch mitnehmen zu wollen. Und bei ETFs gibt es die regelmäßigen Einzahlungen in Sparpläne. Dort kommt keine Meinung zur Aktie zum Ausdruck, es ist ein Automatismus mit wenig Risikoscheu – bis der Markt kippt.
Und was bringt ihn zum Kippen? Öl, Löhne, Notenbanksitzungen?
Der Auslöser ist nicht prognostizierbar. Es ist irgendein exogener Schock – es kann alles sein, meistens ist es etwas, das heute niemand auf dem Schirm hat. Aber entscheidend ist der Zustand des Marktes. Nur wenn er fragil ist, führt ein Schock zu einem großen Schaden. Und fragil ist es aus meiner Sicht – vor allem wegen der unterschätzten Wechselwirkungen rund um das KI-Ökosystem und des Kredithebels an Stellen, wo viele nicht hinschauen.
Welche Stellen wären das?
Die Investitionen in Rechenzentren der großen Chip- und KI-Unternehmen wirken sich auf viele Branchen aus. Vielleicht wird ein neuer Algorithmus entwickelt, der die enorme Rechenleistung überflüssig macht, oder die Quantencomputer werden tatsächlich funktionieren.
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Soziologin über Klimakrise
„Resignation ist überhaupt nicht angebracht“
Hitze, Brände, Fluten: Die Welt ächzt unter den Folgen der Klimakrise. Ist noch Wandel möglich? Soziologin Anita Engels sagt Ja – und erforscht, wie.
taz: Frau Engels, wie können Regierungen und Konzernspitzen dazu gebracht werden, den Klimaschutz wieder ernster zu nehmen?
Anita Engels: Die Zivilgesellschaft muss sich strategisch organisieren und den politischen Druck gezielt erhöhen, etwa durch Klimaklagen gegen Regierungen und Unternehmen. Ein anderer Weg ist, über Netzwerke beispielsweise am Arbeitsplatz neue Möglichkeiten für den Klimaschutz zu eröffnen. Das Ziel dabei: Die Rahmenbedingungen für Politik und Wirtschaft langfristig so zu ändern, dass fossile Geschäftsmodelle sich nicht mehr lohnen – damit Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben.
taz: Im Moment steht die Zivilgesellschaft selbst unter Druck. Die Arbeit von NGOs wird diskreditiert, die Regierung will das Verbandsklagerecht einschränken und das Informationsfreiheitsgesetz entschärfen.
Engels: Umso wichtiger ist es, sich dagegen zu wehren und bestehende Rechte zu verteidigen. Mir geht es aber nicht nur um politischen Druck.
taz: Sondern?
Engels: Ein Beispiel: Für die Klimawende brauchen wir ganz neue Kenntnisse und Fähigkeiten. Denken Sie an einen Heizungsinstallateur, der seine Leute besser für die klimafreundliche Wärmeversorgung aus- und fortbilden möchte. Er kann in Berufsschulen, Unternehmen, Kammern und Verbänden nach Verbündeten suchen, um die Ausbildungspläne bedarfsorientiert weiterzuentwickeln. Das dauert normalerweise Jahre. Da müssen wir viel schneller werden.
taz: Was kann ich tun, wenn ich nicht im Heizungsbau oder an ähnlicher Stelle arbeite?
Engels: Jede Person kann prüfen, welche Möglichkeiten sie in ihrem Umfeld sieht, wo es Verbündete geben könnte; und vor allem: wofür sich der Einsatz lohnt. Es geht ja um strategisches Engagement. Sobald man in der eigenen Organisation ein Netzwerk etabliert hat, kann man außerhalb nach weiteren Verbündeten suchen. Das können je nach Anliegen Kirchengemeinden sein, Krankenhäuser, Schulen oder politische Akteure. Ausgehend vom Arbeitsplatz funktioniert das besonders gut, denn dort verbringt man ohnehin viel Zeit, und zudem kann man das eigene Fachwissen einbringen.
taz: Was macht Sie zuversichtlich, dass eine grundlegende Klimawende auf die Art zu schaffen ist?
Engels: Die Zukunft ist offen. Niemand weiß, was kommt – also ist Resignation überhaupt nicht angebracht. Gesellschaft ist veränderbar, und manchmal wird man von positiven Veränderungen überrascht.
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Anpassung an die Krise, Konsens in der Transformation und Frieden mit Mensch und Natur
Eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung im Grundgesetz wäre nur ein erster Schritt zu einer Gesellschaft, die die Grenzen des Erdsystems respektiert, meint Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Das beinhaltet für ihn ein dezentrales Wirtschaften in regionalen Kreisläufen.
Klimareporter°: Herr Müller, SPD-geführte Ministerien haben nach dem Extremsommer ein Sofortprogramm für Klimaanpassung vorgeschlagen – mit besserem Hitzeschutz für Pflegeheime, Krankenhäuser und Beschäftigte sowie mehr Hilfe für Kommunen. Was davon wäre besonders dringend?
Michael Müller: Ehrlich gesagt, macht es mich wütend, wenn ich in diesem heißen Sommer besorgte Politiker der SPD über Klimaschutz und Klimaanpassung reden höre, die früher alle Warnungen, auch von mir, überhaupt nicht ernst genommen hat.
1990 war ich als SPD-Bundestagsabgeordneter zusammen mit Bernd Schmidbauer von der CDU politisch verantwortlich für das weltweit erste durchgerechnete, durchgeplante und auch mit Hinweisen auf Hemmnisse und Widerstände versehene CO2-Reduktionsszenario. Damit hätten wir von 1990 bis 2005 allein in den alten Bundesländern – in den neuen gab es noch keine ausreichenden Datengrundlagen – den Treibhausgasausstoß um ein Drittel verringern können.
[...] Wäre den Vorschlägen, wie vom Bundestag sogar beschlossen, gefolgt worden – wobei die erste Phase den Schwerpunkt auf Einsparungen weit über den Trend hinaus vorsah und die zweite Phase von 2005 bis 2020 den Schwerpunkt auf die Erneuerbaren-Infrastruktur legten – wäre eine Reduktion um insgesamt bis zu 70 Prozent möglich geworden. Das wäre dann auch ein echtes Vorbild für andere Länder gewesen.
Wenn Klingbeil, Schneider und andere heute Anpassungsmaßnahmen wegen der Hitzewelle vorschlagen, so ist das schön und hoffentlich auch in der weiteren Zukunft gut. Aber ich habe meine Zweifel, ob die Herausforderung, dass eine fundamentale Veränderung im Erdsystem droht, weil sich die Klimakrise auf alle Subsysteme der Erde auswirken und sie verändern wird, wirklich verstanden ist.
[...] Und was war Ihre Überraschung der Woche?
Kein ökologisches Thema, sondern ein Interview mit dem russischen Analysten Dmitri Trenin, der lange Zeit als Vertreter eines pragmatischen Dialogs mit dem Westen galt. Er erwartet eine neue globale Konfrontation und spricht in aller Härte über die Gefahren aus der Eskalationsdynamik des Krieges in der Ukraine und welche Folgen sie auch für unser Land haben können.
Wir müssen mit Russland reden und Druck machen, dass es zu Waffenstillstand und Friedensverhandlungen kommt. Dies wird nicht möglich, solange nur Aufrüstung und Militarisierung gefördert werden, aber nicht auch und gerade mit Russland geredet wird.
Der Krieg muss gestoppt werden. Unsere Welt darf nicht versinken in Hochrüstung und Konfrontation, sie braucht Gemeinsamkeit, um den Frieden mit Mensch und Natur zu verwirklichen. Wie sonst soll die Klimakrise bekämpft werden?
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1400 Menschen in Spanien wegen Bränden und Überschwemmung in Sicherheit gebracht
Nur etwa 30 Kilometer von der Stadt Valencia entfernt ist ein Waldbrand außer Kontrolle, tausend Menschen mussten ihre Häuser verlassen. An der Costa Dorada wurde nach Regenfällen ein Campingplatz evakuiert.
Im Osten Spaniens kämpft die Feuerwehr gleichzeitig gegen Waldbrände und Überschwemmungen. Wegen der Flammen bei der Gemeinde Gátova in der Region Valencia mussten rund tausend Menschen evakuiert werden. An der Costa Dorada in Katalonien gab es Verletzte.
Wie der Katastrophenschutzminister der Autonomen Region Valencia, Juan Carlos Valderrama, vor Journalisten sagte, seien die Flammen, die am späten Donnerstagabend durch einen Blitz ausgelöst worden sein sollen, bisher nicht unter Kontrolle. Bis zum Freitagabend seien mehr als 400 Hektar verbrannt. Für Menschen ohne eigenes Fahrzeug seien Busse bereitgestellt worden.
Normalerweise habe Gátova etwa 450 Einwohner, deren Zahl sich in den Sommermonaten durch Urlauber jedoch verdopple, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die Flammen bebautem Gebiet schon nahe gekommen waren. Am Freitag lag dichter Rauch über dem kleinen Ort.
Das Feuer war einige Kilometer weiter südlich in der Gemeinde Segorbe ausgebrochen und breitete sich dann im Naturpark der Sierra Calderona Richtung Gátova aus. An den schwierigen Löscharbeiten in dem unwegsamen Gelände waren die Militärische Kriseneinheit UME, zahlreiche Feuerwehren sowie Löschhubschrauber und Löschflugzeuge im Einsatz.
Dürre und Rekordtemperaturen, die auch eine Folge des Klimawandels sind, machen die Vegetation extrem leicht entflammbar. Nach Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) sind bei 425 Waldbränden in diesem Jahr in Spanien bereits mehr als 297.000 Hektar verbrannt, eine Fläche größer als das Saarland.
Campingplatz an der Costa Dorada evakuiert
Unterdessen gab es weiter nördlich an der Costa Dorada drei Verletzte, davon einer schwer. In dem Ort Roda de Berà bei Tarragona war laut der Feuerwehr eine Wand infolge heftiger Regenfälle umgestürzt. In der katalanischen Region wurden am frühen Samstagmorgen bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Stunden gemessen.
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Don Trumpls allerletzte Nachrichten
IMHO: Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum ist dieser Horrorclown noch nicht hinter Gittern?
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23. August 2011 (INES Klass.?) Akw North Anna, VA, USA
Freisetzung von radioaktiver Strahlung in die Umwelt bedeutet INES-3...
Das Kraftwerk North Anna wurde durch ein Erdbeben der Stärke 5,8 beschädigt, Behälter für abgebrannte Brennelemente verrutschten und die Verwaltungsgebäude von Dominion Energy stürzten ein.
(Kosten ca. 48 Millionen US$)
Nuclear Power Accidents
Wikipedia
Kernkraftwerk North Anna#Störfälle
Im August 2011 trat entlang der Nordostküste der USA ein ungewöhnliches Erdbeben auf. Das Epizentrum mit der Stärke 5,8 Richter lag in Virginia, dem gleichen Bundesstaat wie das Kernkraftwerk. Das Beben führte zum Ausfall der externen Netz-Einspeisungen, womit beide Blöcke mit Hilfe von Notstrom-Dieselaggregaten heruntergekühlt werden mussten (Notstromfall). Bereits nach 40 Minuten Laufzeit fiel einer der Dieselmotoren wegen eines Schadens am Kühler aus, weshalb der notwendige Strom zum Betrieb der Pumpen von einem weiteren Diesel-Aggregat, dem sogenannten Notstands-Diesel, geliefert werden musste. Am Tag nach dem Erdbeben konnte die Netzversorgung zur Nachwärme-Abfuhr wiederhergestellt werden, die Blöcke blieben aber noch länger abgeschaltet.
Im Dezember 2016 wurde bekannt, dass auch North Anna vom Creusot-Forge-Skandal um gefälschte Zertifikate betroffen ist. Teile der Deckel beider Reaktordruckbehälter stammen von der belasteten Areva-Tochter.
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Aktuelles+
23. August 2026
Johanna Schellhagen: »Wir brauchen eine große Lösung«
Um die Lebensgrundlagen auf der Erde zu erhalten, muss sich die Produktionsweise ändern. Das geht nur mit einer starken Bewegung von Arbeitenden.
In Ihrem Buch »Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen« beschäftigen Sie sich damit, wie der Kapitalismus überwunden und eine nachhaltige Produktionsweise etabliert werden kann. Was hat Sie dazu inspiriert?
Als ich 2022/23 mit dem Film »Der laute Frühling« herumgefahren bin, ist mir aufgefallen, wie viele junge Menschen auf der Suche nach einer neuen Strategie für die Klimabewegung waren. Gleichzeitig scheint die Vorstellung, der Staat sei ein neutraler Akteur sowie ein Mangel an Klassenbewusstsein oft den strategischen Horizont der Klimabewegung zu begrenzen. Die Vorstellung, dass wir eine andere Produktionsweise brauchen, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten, war wenig präsent in den Diskussionen.
In dem Buch habe ich versucht, eine kohärente politische Strategie zur Durchsetzung einer vernünftigen Produktionsweise zu entwickeln. Ich wollte das einmal ausbuchstabieren, als Aufschlag für eine bitter nötige, überfällige Diskussion. Wir brauchen eine Strategie, die allen einleuchtet und dadurch als Grundlage für eine vereinte revolutionäre Bewegung dienen kann.
Wie auch im Film davor geht es um die Kooperation zwischen Klimabewegung und Lohnabhängigen. Warum ist Ihnen diese Verbindung wichtig?
Es gibt keine grundlegende gesellschaftliche Veränderung ohne die Arbeiter*innenklasse, weil diese wegen ihrer Stellung im Produktionsprozess über strukturelle Macht verfügt, anders als aufgebrachte Staatsbürger*innen, die Demonstrationen organisieren. Es geht nicht um Vernunft, bessere Politiker*innen, ethischeren Konsum, sondern darum, ein Produktionssystem loszuwerden, das notwendigerweise den Planeten zerstört. Wir brauchen also eine große Lösung.
Wie ist die Resonanz auf Film und Buch in der Klimabewegung?
Die Resonanz auf »Der laute Frühling« war überraschend groß. Möglicherweise hat der Film dazu beigetragen, den politischen Horizont einiger Zuschauer*innen zu erweitern und die Bedeutung von Klasse und auch die Tatsache begreiflich zu machen, dass Klimapolitik eine Frage der Macht und keine Frage des guten Willens ist. Die Resonanz auf das Buch bleibt noch aus, aber den Leuten, die das Buch bisher gelesen haben, scheint es einzuleuchten.
Sie waren Mitbegründerin von Labournet TV. Welche Zielsetzung verfolgt dieses Kollektiv?
Wir wollten aus der Perspektive von Arbeiter*innen berichten. Streiks mit Videos unterstützen, ein Online-Archiv für Filme aus der Arbeiter*innenbewegung aufbauen und generell Videos außerhalb des Film-, Fernseh- und Festivalbetriebs produzieren, also politisch unabhängige Medienarbeit machen. Das geht natürlich nur, weil wir finanziell unabhängig sind, das heißt von keiner Partei, Gewerkschaft oder Stiftung abhängig. Wir existieren vor allem dank unserer 200 Fördermitglieder. Wir haben seit 2011 ein Archiv von fast 1000 Filmen über Streiks und andere Klassenkämpfe aus 68 Ländern aufgebaut. Die Filme können auf der Seite kostenlos und mit Untertiteln gestreamt werden.
Aktivist*innen haben sich mit Beschäftigen in der Autoindustrie oder im öffentlichen Nahverkehr solidarisiert, diese Kooperationen scheinen in jüngster Zeit aber wieder eingeschlafen zu sein. Welche Gründe sehen Sie dafür?
Ein Teil der Klimabewegung hat in den vergangenen Jahren einen »labour turn« hingelegt. Das finde ich super. Initiativen wie #WirFahrenZusammen oder in Österreich #WirFahrenGemeinsam haben mit überbordender Einsatzbereitschaft und großem Enthusiasmus Streiks im öffentlichen Personennahverkehr unterstützt. Ich habe kürzlich in Wien eine Genossin kennengelernt, die vergangenes Jahr den Streik der Buslenker*innen unterstützt hat. Sie meinte, dass sie unterschätzt hätten, welche schlechte Meinung viele Arbeiter*innen von als abgehoben erlebten Klimaaktivist*innen hätten und wie durch den Kontakt aber auch viel Gemeinsamkeit habe hergestellt werden können.
Wo sehen Sie kritische Punkte bei dieser Kooperation?
Ich denke, das Problem mit diesen Initiativen war vielleicht die unkritische und unabgegrenzte Art und Weise, wie die Klimaaktivist*innen mit den Gewerkschaften zusammengearbeitet haben. Und das zeigt auch, wie sehr in der Öffentlichkeit »die Gewerkschaften« und »die Arbeiter*innen« gleichgesetzt werden. Aber die Gewerkschaft handelt nicht immer im Interesse der Arbeiter*innen, da sie erstens auch Organisationsinteressen verfolgt und zweitens in der Idee der Sozialpartnerschaft gefangen ist.
Können Sie ein Beispiel nennen?
Die IG Metall zum Beispiel sieht lieber zu, wie die Autoindustrie in Deutschland abgeräumt wird, als etwas zu tun, was den kurzfristigen Interessen der großen Autokonzerne schaden würde. Ganz abgesehen davon, dass die DGB-Gewerkschaften mehrheitlich nichts gegen die Konversion auf Rüstung einzuwenden haben, geschweige denn Widerstand gegen die allgegenwärtige Militarisierung leisten, obwohl das eigentlich zurzeit ihre wichtigste Aufgabe wäre.
Wo sehen Sie die Rolle der Klimaaktivist*innen?
Es ist Zeit für einen »labour turn 2.0« in der Klimabewegung. Es wird Zeit, dass Klimaaktivist*innen nicht auf dem Gewerkschaftsticket und im Rahmen einer Kampagne in die Betriebe kommen, sondern ihre eigene Lohnarbeit zur Arena für ihren politischen Aktivismus machen und so mithelfen, Macht von unten, in den Betrieben aufzubauen. Ohne Selbstorganisation von Arbeiter*innen in den Betrieben werden wir in einer kommenden Phase heftiger Krisen oder im Fall eines revolutionären Umschwungs nicht in der Lage sein, den Faschist*innen das Handwerk zu legen, geschweige denn eine vernünftige Produktionsweise durchzusetzen. Dafür braucht es ein Erstarken der Arbeiter*innenbewegung und politische Arbeit an der Basis, die dazu führt, »dass Menschen kampfbereiter werden, dass sie sich mehr als politische Subjekte wahrnehmen, dass sie sich mehr als Teil einer Klasse erleben, dass sie mehr mit anderen Teilen der Klasse kooperieren.« So hat es eine Genossin der Stadtteilgewerkschaft »Lichtenrade solidarisch« kürzlich formuliert.
Ist es derzeit nicht schwerer, Lohnabhängige für die Belange der Klimabewegung zu interessieren, als umgekehrt?
Das nehme ich anders wahr. Ich denke, den Leuten ist sehr wohl bewusst, in welcher Situation wir uns befinden mit der Umweltzerstörung und dem Klimawandel. Das Problem ist, dass die Leute sich in einer Phase, in der es wenige Streiks und Klassenkämpfe gibt, als ohnmächtig empfinden. Mein Punkt ist: Wenn die Leute, die sich in den vergangenen Jahren so aufopferungsvoll in der Klimabewegung engagiert haben, ihren Aktivismus auf die Sphäre der Produktion richten und in die Betriebe gehen würden, ihre Lohnarbeit politisieren, Streiks unterstützen und Stadtteilgewerkschaften aufbauen würden, dann kann sich dieses Gefühl der Ohnmacht schnell verflüchtigen. Und dann könnten wir uns überlegen, wie wir den Kapitalismus durch ein vernünftiges System ersetzen, überflüssige Produktion einstellen, die Arbeit besser verteilen und eine menschenfreundliche Gesellschaft aufbauen. Aber solange wir reformistische Projekte vorantreiben und weiter Symbolpolitik auf der Straße machen, werden wir über kurz oder lang untergehen.
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Hintergrund
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Arbeiterbewegung
Der Begriff Arbeiterbewegung hat zwei Bedeutungen:
Unter Arbeiterbewegung in einem weiteren Sinne versteht man soziale Massenbewegungen abhängig Beschäftigter in Gesellschaften mit beginnender und fortschreitender industriekapitalistischer Produktionsweise. Sie hat die Emanzipation der Arbeiterklasse oder die konkrete Verbesserung ihrer Lebensbedingungen zum Ziel. Zu ihren Begleitphänomenen gehören soziale Unruhe, Proteste, Streiks u. a. auch ohne organisatorische Verfestigung.
Arbeiterbewegung im engeren Sinne ist der organisatorische Zusammenschluss von Handwerkern und Lohnarbeitern in Arbeitervereinen, Gewerkschaften und Parteien zur Verbesserung ihrer sozialen Lage und Erkämpfung politischer Rechte unter Bedingungen kapitalistischer Ausbeutung und politischer Unterdrückung (z. B. Koalitionsverbot).
Organisationsformen
Die Arbeiterbewegung im engeren Sinn besteht insbesondere in Mitteleuropa typischerweise aus vier Grundtypen:
Die Gewerkschaften sind die Interessenvertretungen der Beschäftigten in den Betrieben und setzen sich unter anderem für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen ein.
Arbeiterparteien als politische Organisationen. Oftmals haben diese marxistische Wurzeln (sozialistische, sozialdemokratische oder kommunistische Parteien)
Genossenschaften (beispielsweise Konsumgenossenschaften, Wohnungsbaugenossenschaften) als Selbsthilfeorganisationen.
Freizeit- und Bildungsvereine wie unter anderem Arbeiterbildungsvereine, Arbeitersportvereine, Arbeitergärten, 1895 Touristenvereine die Naturfreunde und 1905 die Naturfreunde-Internationale.
Geschichte
Eine zentrale Voraussetzung für das Entstehen der Arbeiterbewegung und ihrer Organisationen waren die den frühen Industriearbeitern (Proletariat) gemeinsamen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Erfahrungen unter Bedingungen kapitalistischer Industrialisierung und politischer Unterdrückung. Als „freigesetzte“ Arbeitskräfte erfuhren ehemalige Landarbeiter und Bauern sowie sozial deklassierte Handwerker erstmals den durch Maschinen diktierten industriellen Arbeitsrhythmus in den frühen Fabriken, den dark Satanic mills (William Blake). Hinzu kamen die innerbetrieblichen Herrschaftsverhältnisse – Karl Marx sprach von der „Despotie der Fabrik“ – sowie die miserablen Lebensbedingungen („Verelendung“) in den proletarischen Wohnquartieren der rasch wachsenden Städte.
Das Land der ersten Industriellen Revolution, England, war auch das Land mit der ersten Arbeiterbewegung.
Umweltbewegung
Die Umweltbewegung oder Ökologiebewegung, (umgangssprachlich auch Öko-Bewegung) die auch Naturschutz und grüne Politik umfasst, ist eine vielfältige philosophische, soziale und politische Bewegung, die sich mit Umweltfragen befasst. Umweltschützer setzen sich für eine gerechte und nachhaltige Bewirtschaftung der Ressourcen und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt durch Veränderungen in der Politik und im Verhalten des Einzelnen ein. Die Bewegung erkennt den Menschen als Teilnehmer (und nicht als Feind) der Ökosysteme an und konzentriert sich auf Ökologie, Gesundheit und Menschenrechte. Die Umweltbewegung ist eine internationale Bewegung, die von einer Reihe von Organisationen vertreten wird, die von Unternehmen bis zu Graswurzelbewegungen reichen und von Land zu Land unterschiedlich sind. Aufgrund ihrer großen Mitgliederzahl, ihrer unterschiedlichen und starken Überzeugungen und ihres gelegentlich spekulativen Charakters ist sich die Umweltbewegung in ihren Zielen nicht immer einig. Die Bewegung umfasst auch einige andere Bewegungen mit einem spezifischeren Fokus, wie z. B. die Klimabewegung. Im weitesten Sinne umfasst die Bewegung Privatpersonen, Fachleute, religiöse Anhänger, Politiker, Wissenschaftler, gemeinnützige Organisationen und einzelne Befürworter.
Klimaschutz
Fossile Energiequellen
Ein zentrales und medial breit rezipiertes Betätigungsfeld der Klimaaktivisten der Umweltbewegung ist der Klimaschutz, wobei die globale Erwärmung als ein Teil der globalen Umweltproblematik betrachtet wird, die auch mit dem Artensterben zusammenhängt.[27] Im August 2018 begann die nun bekannte Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg, anfangs täglich und später jeden Freitag, vor dem schwedischen Parlament „Schulstreiks für das Klima“ zu organisieren. Daraus entwickelte sich die globale Bewegung Fridays for Future, durch die der Klimaschutz in der öffentlichen Debatte weltweit und auch in Deutschland an Bedeutung gewann. Weitere bekannte aktivistische Gruppen sind u. a. Ende Gelände, Extinction Rebellion und die Letzte Generation, die sich von Fridays For Future insbesondere in ihrer durch zivilen Ungehorsam vergleichsweise radikaleren Art von Aktivismus unterscheiden.
Fridays for Future
ist eine globale soziale Bewegung ausgehend von Schülern und Studierenden, die sich für möglichst umfassende, schnelle und effiziente Klimaschutz-Maßnahmen einsetzen. Zentrales Ziel ist das auf der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 (COP 21) im Weltklimaabkommen beschlossene 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen noch einzuhalten. Fridays for Future ist Teil der weltweiten Klimabewegung. Nach dem Vorbild der Initiatorin Greta Thunberg bestreiken Schüler freitags den Unterricht und gehen auf die Straße, um für eine wirksame Klimapolitik zu demonstrieren. Der Protest verbreitete sich weltweit und wird von den Schülern und Studierenden organisiert. In Wissenschaft und Zivilgesellschaft bildeten sich zahlreiche Unterstützergruppen.
Fridays for Future ist in Deutschland als nicht rechtsfähige Personenvereinigung organisiert und versteht sich als basisdemokratische Graswurzelbewegung (Oktober 2019). Einen durch die Basis legitimierten Vorstand oder Sprecher gibt es nicht. Infolge der Berichterstattung wurden einzelne Personen bekannter gemacht. Diese personenzentrierte Berichterstattung ist in der Bewegung umstritten.
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Umweltdatenbank
Lebensgrundlage
English: Livelihood / Español: Medio de vida / Português: Meio de vida / Français: Moyen de subsistance / Italiano: Sussistenza
Der Begriff "Lebensgrundlage" bezieht sich auf die natürlichen Ressourcen und ökologischen Prozesse, die das Überleben und Wohlergehen von Menschen und anderen Lebewesen ermöglichen.
Im Folgenden sind einige Beispiele aufgeführt:
- Luft und Atmung: Die Luft, die wir atmen, ist eine wesentliche Lebensgrundlage. Sie liefert den Sauerstoff, den wir zum Überleben benötigen, und trägt dazu bei, dass wir gesund bleiben. Luftverschmutzung kann die Luftqualität beeinträchtigen und die Gesundheit der Menschen gefährden.
- Wasser und Trinkwasser: Wasser ist eine weitere wesentliche Lebensgrundlage. Es ist notwendig für die Körperhygiene, Nahrungsmittelproduktion, Energieerzeugung und Trinkwasser. Verschmutztes oder knappes Wasser kann zu Gesundheitsproblemen und Wasserkonflikten führen.
- Böden und Landwirtschaft: Gesunde Böden sind eine wichtige Lebensgrundlage für die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit. Böden müssen regelmäßig gepflegt und erhalten werden, um ihre Fruchtbarkeit und Produktivität zu erhalten. Bodenerosion, Verschmutzung und Übernutzung können die Lebensgrundlage der Landwirtschaft beeinträchtigen.
- Biodiversität und Ökosysteme: Eine hohe Artenvielfalt und intakte Ökosysteme sind wichtig für das Überleben und Wohlergehen von Menschen und anderen Lebewesen. Biodiversität liefert natürliche Ressourcen wie Nahrungsmittel, Brennstoffe, Medizin und Rohstoffe. Gesunde Ökosysteme bieten Schutz vor Naturkatastrophen und regulieren das Klima.
- Klima und Wetter: Das Klima und das Wetter sind wichtige Faktoren, die die Lebensgrundlage beeinflussen. Ein stabiles Klima und moderate Wetterbedingungen sind notwendig für eine sichere und nachhaltige Landwirtschaft, Gesundheit, Energieversorgung und Infrastruktur.
Diese sind nur einige Beispiele dafür, was als "Lebensgrundlage" im Umweltkontext betrachtet wird. Im Allgemeinen bezieht es sich auf die verschiedenen natürlichen Ressourcen, die für das Überleben und Wohlergehen von Menschen und anderen Lebewesen notwendig sind. Es ist wichtig, diese Ressourcen zu schützen und zu erhalten, um eine nachhaltige Zukunft zu gewährleisten.
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YouTube
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Newsletter XXXIII 2026 - 16. bis 22. August
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