Newsletter XXI 2026

24. bis 30. Mai

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

Radioaktivität kumuliert; das bedeutet, radioaktive Partikel reichern sich im lebenden Organismus immer weiter an und mit der Zeit können ähnliche Schäden auftreten, wie bei einer kurzzeitig einwirkenden, massiven Strahlenbelastung ...

Die PDF-Datei "Nuclear Power Accidents" enthält eine Reihe weiterer Vorfälle aus verschiedenen Bereichen der Atomindustrie. Einige der Ereignisse wurden nie über offizielle Kanäle veröffentlicht, so dass diese Informationen der Öffentlichkeit nur auf Umwegen zugänglich gemacht werden konnten. Die Liste der Zwischenfälle in der PDF-Datei ist daher nicht zu 100% identisch mit "INES und die Störungen in kerntechnischen Anlagen", sondern stellt eine Ergänzung dar.

 

1. Mai 1968 (INES-4 NAMS 4,6) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

1. Mai 1962 ("Beryl", Frankreichs 6. Atombombentest) In Ekker, DZA

2. Mai 1967 (INES-4) Akw Chapelcross, GBR

4. und 5. Mai 1986 (INES-0 Klass.?) Akw THTR 300, Hamm, NRW, DEU

4. Mai 1954 ("Castle Yankee"H-Bombe mit 13,5 MT, Atomtests USABikini Atoll, MHL

7. Mai 2007 (INES-1) Akw Philippsburg, DEU

7. Mai 1966 (INES-4) Forschungsinstitut RIAR, Melekess, UdSSR

9. Mai 1966 (Chinas 3. Nuklearwaffentest) Lop Nor, Xinjiang, CHN

11. bis 13. Mai 1998 (5 indische Atombombentests) Pokhran, IND

11. Mai 1969 (INES-5 NAMS 2,3) Atomfabrik Rocky Flats, USA

12. Mai 1988 (INES-2) Akw Civaux, FRA

13. Mai 1978 (INES Klass.?) AVR Jülich, DEU

18. Mai 1974 ("Smiling Buddha", Indiens 1. Atomtest) Pokhran, IND

20. Mai 1956 ("Redwing" Testreihe mit 17 H-Bomben, Atomtests USA) Bikini Atoll, MHL

21. Mai 1946 (INES-4) Atomfabrik Los Alamos, USA

22. Mai 1968 (Broken Arrow) U-Boot-Unglücke, USS Scorpion sank sw. der Azoren

24. Mai 1958 (INES Klass.?) Akw NRU Chalk River, CAN

25. Mai 2009 (2. nordkoreanischer Atombombentest) Punggye-ri, PRK

26. Mai 1971 (INES-4) Kurschatow-Institut Moskau, RUS

27. Mai 1956 ("Redwing" Testreihe mit 17 H-Bomben, Atomtests USA) Eniwetok, MHL

28. bis 30. Mai 1998 (6 pakistanische Atombombentests) Ras Koh, PAK

 

Wir sind immer auf der Suche nach aktuellen Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an:
nukleare-welt@reaktorpleite.de

 


30. Mai


 

Neue Klimaproteste

Gegenwind für Katherina Reiche

Tausende demonstrieren für die Energiewende – und gegen neue Gaskraftwerke. Die Polizei setzt hunderte Ak­ti­vis­t:in­nen von Ende Gelände fest.

Rund 5.000 Menschen haben am Samstag in Hamm im Ruhrgebiet für Erneuerbare Energien und gegen neue Gaskraftwerke demonstriert. Im Fokus der Kritik stand CDU-Bundesumweltministerin Katherina Reiche, die zur Bekämpfung von „Dunkelflauten“, in denen weder Wind weht noch die Sonne scheint, den Neubau von etwa 20 großen fossilen, durch ihren Kohlendioxid-Ausstoß klimaschädlichen Gasblöcken plant.

„Stoppt den fossilen Wahnsinn“, „Energiewende verteidigen“ und „Reiche braucht niemand“ stand auf den Transparenten der Protestierenden. Heftig kritisiert wurde die Wirtschaftsministerin auch bei der Auftaktkundgebung der Demo: Reiche setze voll auf klimaschädliches fossiles Gas, lasse große Stromkonzerne interessengeleitet an Gesetzen zur künftigen Kraftwerksstrategie mitwirken und bremse so etwa Batteriespeicher zur verstärkten Nutzung der Erneuerbaren aus, kritisierte Verena Graichen, beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Geschäftsführerin Politik.

„Reiche ist ein Totalausfall, und so ein Totalausfall gehört ausgewechselt“, forderte auch Campact-Vorstand Christoper Bautz – zusammen mit Greenpeace und Fridays for Future hatten die beiden Organisationen bundesweit für die Klimademo mobilisiert. Den Rahmen dafür bildete ein Klimacamp im Hammer Lippepark auf dem Gelände des ehemaligen Steinkohlebergwerks Heinrich Robert. Dort hatten schon ab Mittwoch tausende meist junge Leute diskutiert und für eine andere Energiepolitik protestiert. Vor Ort waren auch Kli­mak­ti­vis­t:in­nen etwa aus Namibia, Kolumbien und Uganda – und die Klimaikone Greta Thunberg.

Der Standort Hamm stehe idealtypisch für die überfällige Energiewende, erklärte auch der lokale Klimaaktivist Jürgen Blümer: „Hier in Hamm steht die Atomruine von Deutschlands einzigem Thorium-Hochtemperaturreaktor THTR. Wir protestieren hier auf den Ruinen der Kohleindustrie – und vor zehn Jahren haben wir hier nach sechsjährigem Kampf Gasbohrungen verhindert“, erklärte Blümer vor laut Veranstalterangaben 5.000 Menschen – die Polizei sprach dagegen von nur 2.600 Demonstrierenden.

Von den von Reiche geplanten 20 neuen Gasblöcken sollen allein im Raum Hamm drei entstehen, in Nordrhein-Westfalen als größtem Bundesland sind es insgesamt sieben. „Wir haben den Atomausstieg erkämpft, wir haben den Kohleausstieg erkämpft – und jetzt wollen wir den Gasausstieg“, hielt BUND-Geschäftsführerin Graichen dagegen. Schließlich seien die Erneuerbaren eine Erfolgsstory: Während vor 20 Jahren nur 10 Prozent des Stroms aus regenerativen Quellen stammten, seien es heute 60 Prozent. Sonne und Wind seien kostengünstige Energieträger, die Deutschland in Zeiten von Grönlandkrise und den Kriegen in der Ukraine und am Golf unabhängig machen könnten, betonte auch Campact-Geschäftsführer Bautz.

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Tausende Özel-Anhänger in Ankara

Abgesetzter Oppositionschef macht Erdogan schwere Vorwürfe

Ein türkisches Gericht setzt CHP-Chef Özel ab - und löst damit Proteste aus. Während der neu eingesetzte Chef der Oppositionspartei in Ankara eine Rede hält, versammelt Özel seine Anhänger in der Nähe und macht deutlich: Das sei kein parteiinterner Konflikt, sondern politisches Kalkül von Erdogan.

Nach der Absetzung der Parteispitze der größten Oppositionspartei CHP in der Türkei haben sich zahlreiche Menschen in Ankara versammelt, um entweder den ehemaligen oder den Interimschef bei deren gleichzeitig gehaltenen Reden zu unterstützen. Während der gerichtlich eingesetzte Parteivorsitzende Kemal Kilicdaroglu vor der CHP-Parteizentrale sprach, um einen Gruß im Rahmen des Opferfestes auszusprechen, redete der abgesetzte CHP-Chef Özgür Özel vor einer Menschenmenge im Güvenpark unweit der Provinzzentrale der Partei.

Auf Fernsehbildern waren große Menschenaufläufe zu sehen. Die Zeitung "Cumhuriyet" schrieb von Tausenden bei der Özel-Veranstaltung. Angaben zur Zahl der Versammelten bei Kilicdarolgu gab es bisher nicht.

Ein Gericht in Ankara hatte in der vergangenen Woche den Parteitag 2023, auf dem Özel zum CHP-Vorsitzenden gewählt worden war, wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt und Özel abgesetzt. An seiner Stelle setzte das Gericht vorläufig Özels umstrittenen Vorgänger Kilicdaroglu ein.

Das Gerichtsurteil löste Proteste aus. Der Regierung und dem türkischen Präsidenten wirft die Opposition politisches Kalkül vor. Kilicdaroglu wird als schwacher Politiker betrachtet und damit bevorzugter Gegner des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Regierung behauptet, es handele sich um einen innerparteilichen Konflikt.

Diese Angelegenheit sei keine interne Angelegenheit der CHP, sagte Özel vor seinen Unterstützern. Es gehe nicht um Özel oder Kilicdaroglu. "Diese Angelegenheit betrifft Recep Tayyip Erdogan und das Volk." Die bei Özel versammelte Menschenmenge bezeichnete Kilicdaroglu lautstark als "Verräter".

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Euro­pa­recht­lich frag­würdig und ohne schlüs­sige Stra­tegie

Das Gebäudemodernisierungsgesetz soll das umstrittene "Heizungsgesetz" ablösen und die europäischen Vorgaben zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors technologieoffen umsetzen. Europarechtlich überzeugt das Gesetz nicht, meint Marvin Klein.

Die Bundesregierung hat am 13. Mai 2026 den Entwurf eines Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) vorgelegt. Es soll das Gebäudeenergiegesetz ersetzen, die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD 2024/1275) in deutsches Recht überführen und zugleich einen zentralen Konflikt der Ampel-Zeit befrieden: das sogenannte Heizungsgesetz.

Der Entwurf bricht mit dessen 65-Prozent-Systematik beim Heizungstausch. Auch das bislang vorgesehene Verbot fossiler Brennstoffe für Heizkessel ab 2045 und die seit 2002 geltende 30-Jahre-Regel für alte Heizungen sollen entfallen. Im Bestand sollen neue Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen weiterhin zulässig bleiben. Ab 2029 müssen sie jedoch stufenweise steigende Anteile nichtfossiler oder klimafreundlicher Brennstoffe nutzen.

Politischer Widerspruch war damit absehbar. Rechtlich ist die Lage jedoch anspruchsvoller als der Gegensatz zwischen "Technologieoffenheit"“ und "Verbotspolitik" vermuten lässt. Der deutsche Gesetzgeber novelliert nicht im luftleeren Raum. Die EPBD verlangt eine glaubwürdige Transformation des Gebäudebestands hin zum Nullemissionsstandard. Der Entwurf behauptet zwar, die europäischen Vorgaben "1:1“ umzusetzen. Ob das mit der geplanten Ausgestaltung dauerhaft gelingt, ist zweifelhaft.

Die EPBD ist methoden- und technologieoffen

Die EPBD schreibt keine Wärmepumpe vor. Sie verbietet den Mitgliedstaaten auch nicht, Biomasse, Biomethan, Wasserstoff, Solarthermie, effiziente Wärmenetze oder andere Lösungen in ihre Gebäudestrategie einzubeziehen. Ihr Ansatz ist methoden- und technologieoffen.

Offen ist aber nur der Weg, nicht das Ziel. Die Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten, ihre Gebäudepolitik auf einen Nullemissionsgebäudebestand bis 2050 auszurichten (vgl. Art. 3 EPBD). Außerdem müssen die nationalen Renovierungspläne Maßnahmen enthalten, die auf den schrittweisen Ausstieg aus Heizkesseln mit fossilen Brennstoffen bis 2040 zielen (vgl. Art. 3 iVm. obligatorische Indikatoren des Anhang II EPBD). Hinzu tritt der unionsrechtlich vorgeprägte Ausbau erneuerbarer Energien im Gebäudesektor (Art. 15a Abs. 1 RED-III).

Daraus folgt kein starres unionsrechtliches Sofortverbot fossiler Heizungen. Wohl aber verlangt das Europarecht eine kohärente, nachvollziehbare und wirksame Strategie. Gerade daran fehlt es im Entwurf. Die Bundesregierung ersetzt ein klares, wenn auch politisch umstrittenes Steuerungsmodell durch eine Brennstoffquote, ohne schlüssig darzulegen, wie diese den fossilen Anteil bis 2040 aus dem Gebäudesektor verdrängen soll.

[...] Ob der Entwurf das Gesetzgebungsverfahren unverändert übersteht, ist offen. Neben europarechtlichen Zweifeln wird auch verfassungsrechtlich über das Rückschrittverbot aus Art. 20a GG zu diskutieren sein. Vor allem aber fehlt dem GModG bislang die innere Stringenz: Es verspricht Technologieoffenheit, ohne zu zeigen, wie die gewählte Technologiepolitik das europäische Ziel tatsächlich erreicht.

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CEOs setzen auf KI: 99 Prozent planen Einschnitte beim Personal

KI könnte in den kommenden Jahren für zahlreiche Entlassungen sorgen, wenn es nach einer Umfrage unter 1.000 CEOs geht. Sie rechnen damit, dass sie weniger Angestellte brauchen werden – KI-Tools sollen sie ersetzen. Die Sorgen der Beschäftigten werden kaum berücksichtigt.

Künstliche Intelligenz hält in immer mehr Unternehmen Einzug. Damit steigt auch die Besorgnis bei den Mitarbeiter:innen, dass sie eines Tages durch die Tools ersetzt werden könnten. Um diesen Sorgen – und ob sie begründet sind – auf den Grund zu gehen, hat die Beratungsfirma Mercer in den USA fast 1.000 CEOs diverser Unternehmen zu ihren KI- und Mitarbeiterplänen befragt.

KI soll einige Mitarbeiter:innen ablösen

Das erschreckende Ergebnis für Angestellte: 99 Prozent der befragten CEOs gehen davon aus, dass sie in den nächsten zwei Jahren Mitarbeiter:innen entlassen werden, da Künstliche Intelligenz ihre Posten ausfüllen kann. 67 Prozent gehen dabei von einer Reduzierung der Mitarbeiterschaft im Bereich von einem bis zehn Prozent aus, während 32 Prozent der CEOs elf bis 20 Prozent ihrer Mitarbeiter:innen entlassen wollen.

Während der Befragung gaben die CEOs zudem an, dass aktuell etwa 50 Prozent der gesamten Arbeit in ihrem Unternehmen rein von Menschen ohne KI-Unterstützung absolviert wird. In den kommenden Jahren erwarten sie, dass sich dieser Anteil deutlich reduziert. Sie rechnen damit, dass nach der Umstellung auf die KI-Tools und die Entlassungen nur noch 35 Prozent der Arbeit ohne KI ablaufen werde.

Im „Global Talent Trends 2026“-Report wurden neben CEOs auch HR-Mitarbeiter:innen, Investor:innen und Angestellte selbst befragt. Insgesamt entstand so ein Datenset mit Stimmen von mehr als 12.000 Teilnehmer:innen. Die Umfrage zeigt: Im Vergleich zu 2024 haben mittlerweile viel mehr Angestellte Angst davor, dass ihr Job durch KI ersetzt wird. Vor zwei Jahren waren es noch 28 Prozent. Heute sind es 40 Prozent.

Doch damit hören die Sorgen nicht auf. 62 Prozent der Angestellten fürchten, dass ihre Chef:innen die negativen emotionalen und psychologischen Auswirkungen durch den Einsatz von KI im Unternehmen unterschätzen.

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Wie Sandabbau die Lebensgrundlagen aller zerstört

Wenn fehlt, was scheinbar im Überfluss da ist, können die Konsequenzen gravierend sein. Das muss nicht nur Nigeria gerade erfahren.

Wenn Fasasi Adekunle vor Sonnenaufgang seine Netze auswirft, hofft er auf das Beste. Der Fischer aus Epe nahe der nigerianischen Stadt Lagos kennt die Lagune seit über 30 Jahren. Früher sei er am Abend hinausgefahren und am nächsten Vormittag mit vollen Netzen zurückgekehrt, erzählt er. Heute müsse er weiter hinausfahren – und komme oft fast ohne Fang zurück. In der Lagune gebe es kaum noch Fisch.

Auch die Nacht ist nicht mehr still. Noch vor Sonnenaufgang wird sie vom Brummen der Saugbagger dominiert. Sie holen Sand vom Grund der Lagune – eine gefragte Ressource für die Bauwirtschaft in Lagos. Die Metropole mit ihren rund 20 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern wächst rasant. Dafür braucht sie Beton, Strassen, Wohnraum und künstlich aufgeschüttetes Land. Und dafür braucht sie Sand.
Zuerst trifft es jene, die am Wasser leben

Die Folgen spüren zuerst jene, die direkt vom Wasser leben. Durch das Ausbaggern wird das Wasser trübe, Lebewesen, die Licht und sauberes Wasser brauchen, sterben ab. Das Meeresbett verändert sich, Lebensräume verschwinden.

[...] Ohne Sand wäre die Welt eine andere

Nichts ist aus dieser Sicht so grundlegend für unsere Zivilisation wie Beton. Drei wichtige Ressourcen finden darin zusammen: Süsswasser, Sand und Zement, dessen Herstellung das Klima stark belastet. Ohne Beton und damit ohne Sand sähe die Welt sicher anders aus.

Sand steckt in Glas, Mikrochips und sogar in Zahnpasta. Dennoch gilt er als billiger Rohstoff. Tatsächlich erfüllt Sand zentrale ökologische Funktionen. Er filtert Wasser, schützt Küsten vor Unwettern und Erosion und verhindert, dass Salzwasser ins Grundwasser eindringt. Viele Fischarten, Schildkröten, Vögel oder Krebse sind auf Sand als Lebensraum angewiesen. Geht Sand verloren, verschwinden nicht nur Strände, sondern ganze Ökosysteme.

Ökologische Schäden zeigen sich oft erst Jahrzehnte und Jahrhunderte später. Flussdeltas sinken ab, Küsten erodieren, Grundwasser versalzt, Fischbestände brechen ein. Ist der Sand einmal weg, kommt er nur sehr langsam zurück – wenn überhaupt.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?

 


29. Mai


 

THTR taumelt, Betreiber taucht ab!

Am 26. April 2026 radelte die BI Umweltschutz Hamm mit 60 Teilnehmern vom Hauptbahnhof zum THTR und erinnerte an die Atomkatastrophe in Tschernobyl und den zeitgleichen Störfall im THTR und feierte gleichzeitig den 50. Jahrestag der Bürgerintiative. Mit dieser erfolgreichen Aktion demonstrierten wir, dass wir auch in Zukunft den Stilllegungsbetrieb und die Diskussion um den Rückbau des Reaktors kritisch begleiten werden.

Das dies bitter nötig ist, zeigen die neuesten Entwicklungen bei der Betreibergesellschaft HKG, die im September letzten Jahres Insolvenz angemeldet hat und die gefährliche Reaktorruine sich selbst überlassen hat und handlungsunfähig ist!

Die grüne NRW-Ministerin Neubaur betonte am 30. 3. 2026 im Landtag, dass die HKG seit dem 1. Dezember 2025 handlungs- und zahlungsunfähig sei und ein genehmigungsfreier Zustand drohen würde. Das Land musste einspringen und mindestens 350.000 Euro Versicherung (Deckungsvorsorge) zahlen. Es wird noch mehr hinzukommen. Damit der THTR nicht völlig unbeaufsichtigt vor sich hinstrahlt, muss ab dem 1. April 2026 die Fima SPIE SAT GmbH die Aufgaben der HKG (gegen entsprechende Bezahlung durch die Landesregierung) übernehmen. Das auch für den Rückbau von Atomkraftwerken tätige Unternehmen hat einen Vertrag bis zum 31. 12. 2027. Dieser Fall stellt in der Geschichte der Atomkraft eine bisher beispiellose Zäsur dar!

Die linke Abgeordnete im Bundestag, Mareike Hermeier, hat einen Fragenkatalog an die Bundesregierung übermittelt, indem sie fragt, welche Initiativen der Bund ergreift, damit die HKG für die Entsorgung der Brennelemente, den Rückbau des Reaktors und den Betrieb des sicheren Einschlusses mit in Haftung genommen wird und sich an den Kosten beteiligt. Und ob der Bund die von NRW weitergereichten Kosten in dieser Sache erstattet und einen sogenannten insolvenzrechtlichen Massekostenzuschuss gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stellt.

Die Entwicklung in den nächsten Monaten verspricht, spannend zu werden. Das Nachrichtenmagazin Monitor berichtete bereits am 21. Mai 2026:
https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/alte-versprechen-im-neuen-gewand-die-rueckkehr-der-atom-debatte-100.html

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Pkw-Maut:

Andreas Scheuer muss wegen gescheiterter Pkw-Maut vor Gericht

Im Kontext der gescheiterten Pkw-Maut ist die Anklage gegen den CSU-Politiker zugelassen worden. Es geht um eine mögliche Falschaussage. Scheuer bestreitet die Vorwürfe.

Im Zusammenhang mit der gescheiterten Pkw-Maut soll ein Prozess gegen den früheren Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eröffnet werden. Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, habe das Landgericht Berlin eine entsprechende Anklage zugelassen. Dem CSU-Politiker wird eine Falschaussage vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags vorgeworfen. Auch der ehemalige Staatssekretär Gerhard Schulz soll angeklagt worden sein.

Scheuer weist die Vorwürfe zurück. Sein Rechtsanwalt Daniel Krause sagte bereits im August, als die Anklage bekannt wurde, dass sein Mandant den Vorwürfen »nachdrücklich entgegen« trete. Auch Schulz bestreitet die Vorwürfe gegen sich. Unklar ist noch, wann der Prozess genau eröffnet werden soll. Dazu sei das Gericht noch in Absprache mit den Beteiligten, sagte die Gerichtssprecherin.

[...] 243 Millionen Euro Schadenersatz

Bei ihrer Befragung dazu sollen Scheuer und Schulz laut der jetzigen Anklage »bewusste Falschaussagen« getroffen haben. Auf Fragen der Abgeordneten, ob seitens der Betreiber bei einem Treffen am 29. November 2018 angeboten worden sei, die Verträge erst nach der EuGH-Entscheidung zu unterzeichnen, sollen beide »entgegen ihrer tatsächlichen Erinnerung angegeben haben, sich an ein solches Verschiebungsangebot nicht erinnern zu können«, heißt es in der Anklage.

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Bericht der Vereinten Nationen

Schwere Vorwürfe der UN gegen Israel

Sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe? Die UN erheben schwere Vorwürfe gegen Israels Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung reagierte empört - und will den Kontakt zu UN-Generalsekretär Guterres abbrechen.

Ein Bericht der Vereinten Nationen erhebt schwere Anschuldigungen gegen israelische Soldaten und Sicherheitskräfte und wirft ihnen sexualisierte Gewalt gegen Palästinenser vor.

Die Liste der Misshandlungen umfasse etwa "Vergewaltigungen, auch mit Gegenständen, Gruppenvergewaltigungen, versuchte Vergewaltigungen, körperliche Gewalt gegen die Genitalien, gezielte Schüsse auf die Genitalien", heißt es in dem noch unveröffentlichten Report von UN-Generalsekretärs António Guterres. Das israelische Außenministerium sprach von "haltlosen Anschuldigungen" ohne faktische Grundlage.

Die Vereinten Nationen verifizierten dem Bericht zufolge 2025 mehrere Fälle konfliktbezogener sexualisierter Gewalt. Betroffen gewesen seien 14 Männer, sieben Frauen, neun Jungen und ein Mädchen aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland. "Vergewaltigungen und Gruppenvergewaltigungen, in einigen Fällen wiederholt, wurden an neun Opfern verübt, von denen die Mehrheit aus dem Gazastreifen stammte." Der Bericht führt die israelischen Sicherheitskräfte auf einer Liste jener Akteure auf, die glaubhaft verdächtigt werden, in bewaffneten Konflikten systematisch Vergewaltigungen oder andere Formen sexueller Gewalt begangen zu haben.

Israel zieht Konsequenzen

Die israelische UN-Vertretung in New York reagierte empört auf die Anschuldigungen und kündigte an, den Kontakt mit dem Generalsekretariat der Vereinten Nationen unter Guterres abzubrechen. "Die Entscheidung, Israel auf eine Schwarze Liste zu setzen und uns vorzuwerfen, sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe einzusetzen, ist eine ungeheuerliche Entscheidung", sagte Botschafter Danny Danon.

[...] Auch Russland zu "Schwarzer Liste" hinzugefügt

Die jährlich von den UN veröffentlichte Liste umfasst Dutzende staatliche sowie nichtstaatliche Akteure, denen vorgeworfen wird, in Konflikten "systematisch" sexualisierte Gewalt verübt zu haben. Seit Jahren stehen darauf Länder wie Sudan, Haiti, Syrien und Mali.

Neben Israel wurde auch Russland auf die Liste von Ländern gesetzt, denen sexualisierte Gewalt in Konfliktgebieten vorgeworfen wird. Hier konstatiert der UN-Bericht sexualisierte Gewalt durch die Streitkräfte Moskaus in den besetzten ukrainischen Gebieten. Zudem hätten ukrainische Kriegsgefangene von sexualisierter Gewalt in russischen Gefängnissen berichtet. Auch die Ukraine wird in dem Bericht kritisiert, sie wurde aber nicht auf die Liste gesetzt.

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Greta Thunberg wird im Klima-Camp in Hamm deutlich: „Eine Schande“

Trotz ihrer globalen Bekanntheit erwartet Greta Thunberg im Klima-Camp im Lippepark keine Promi-Behandlung. Im Gespräch mit unserer Redaktion betont die Klimaaktivistin, dass sie natürlich wie alle anderen im Camp unterkommen werde: „Wo sollte ich sonst bleiben?“ Wie alle Menschen vor Ort wolle sie zum Protest beitragen. „Außerdem möchten wir sicherstellen, dass es sich nicht um ein einmaliges Camp handelt, sondern um eine Fortsetzung einer sehr langen Klimagerechtigkeitsarbeit, welche von Gruppen wie Ende Gelände geleistet wird. Es wird sicherlich nicht die letzte Aktion sein.“

Zudem fand sie deutliche Worte für die Politik in Deutschland: „Es ist wichtig, dass wir Deutschlands Verantwortung in der Klimakrise hervorheben. Die fossile Energieinfrastruktur, die Militarisierung und sozial ungerechte Politik haben über eine lange Zeit sehr stark zur Eskalation der Klimakrise beigetragen, welche schon heute Menschen tötet, und es wird noch viel, viel schlimmer.“

Das Handeln der Politiker sei ein „kompletter Verrat an Menschen, die schon heute unter Krisen leiden“, sowie an zukünftigen Generationen. Soziale Krisen, Genozide, Ungleichheiten und Umweltdesaster seien von den Machthabern vorangetrieben worden. Deutschland habe sich „sehr bewusst“ in einer Art und Weise verhalten, welche die Lebensumstände von Menschen verwüstet – „heute und in der Zukunft“, sagt sie. „Die Repressionen, welchen sich Menschen ausgesetzt sehen, die sich für Menschenrechte und die Einhaltung internationaler Gesetze einsetzen, sind eine Schande. Es ist eine Schande, wie Deutschland sich zum wiederholten Mal dazu entscheidet, auf der falschen Seite der Geschichte zu stehen.“

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

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28. Mai


 

Folgen der Klimakrise

Ab 30 Grad kippt die Wirtschaft

Durch Hitzewellen drohen der Wirtschaft bis 2030 Kosten von 131 Milliarden US-Dollar. Denn mit der Temperatur steigen die Energiekosten.

Es ist noch nicht einmal Juni, schon herrschen in Europa vielerorts Temperaturen jenseits der 30 Grad. Auch in Deutschland war es dieses Jahr bereits ungewöhnlich heiß. Und die hohen Temperaturen haben nicht nur Folgen für Mensch und Natur. Auch aus ökonomischer Sicht gibt es gute Gründe, sich vor der nächsten Hitzewelle zu fürchten.

Wenn sich die Hitzewellen des vergangenen Jahrzehnts wiederholen, könnte sich der dadurch für die deutsche Wirtschaft entstandene Schaden von 2026 bis 2030 auf insgesamt rund 131 Milliarden US-Dollar summieren. Diese Zahl haben nicht Kli­ma­schüt­ze­r*in­nen berechnet. Sie stammt aus einer Studie, die der Kreditversicherer Allianz Trade, eine Tochter des Allianz-Konzerns, am Donnerstag veröffentlicht hat. Demnach sind Einbußen beim Bruttoinlandsprodukt in den kommenden vier Jahren von bis zu 3 Prozent möglich.

Extreme Hitze ist längst kein kurzfristiges Wetterphänomen mehr, sondern ein struktureller wirtschaftlicher Schock

Milo Bogaerts von Allianz Trade

Ab Temperaturen über 30 Grad schmelze die Produktivität und Energiekosten stiegen. So verweisen die Allianz-Forschenden in ihrer Studie etwa auf die Hitzewelle in Frankreich im Jahr 2019. Damals musste die Leistung der Kernkraftwerke gedrosselt werden, was das Angebot verknappte und zu massiven Strompreisspitzen führte. „Hitze beeinträchtigt zudem die Übertragungsnetze, indem sie die Übertragungskapazität von Generatoren, Transformatoren und Stromleitungen verringert“, schreiben die Forschenden weiter.

[...] Ab 30 Grad steigen die Energiekosten

Allerdings besteht bei Temperaturen ab 30 Grad eine Schwelle, an der die Effekte ins Negative kippen. Dann sinkt die Produktivität laut der Studie pro zusätzlichem Grad um 3 Prozent, während die Energiekosten – auch aufgrund eines höheren Kühlbedarfs – um etwa 1,2 Prozent pro Grad steigen.

Für den Allianz-Klimaökonom Hazem Krichene sind die grüne Transformation und die Anpassung an den Klimawandel deswegen zentrale Fragen der Wirtschaftspolitik. „Länder, die bei der Infrastruktur sowie dem Schutz von Unternehmen und Arbeitnehmern schneller vorankommen, werden im Vorteil sein. Europa muss Schritt halten“, warnt Krichene.

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Bis 2050 könnte Europas Müll mehr als die Hälfte des Lithium-Bedarfs decken

Das Recycling kritischer Rohstoffe könnte Europas Abfälle bis 2050 zur wichtigen Quelle für Lithium, Kobalt und Seltene Erden machen.

Brüssel – Kritische Rohstoffe wie Lithium oder Kobalt stecken in Elektroautos, Windrädern und Batterien. Europa braucht davon immer mehr, fördert aber nur wenig selbst. Der Rest kommt aus dem Ausland – oft aus Lieferketten, in denen China eine zentrale Rolle spielt. Für Industrie, Politik und Verbraucher ist diese Abhängigkeit riskant.

Ein großer Teil dieser Rohstoffe liegt jedoch bereits in Europa: in alten Batterien, Elektroschrott, ausrangierten Fahrzeugen und abgerissenen Gebäuden.

Bis 2050 könnten Europas Abfälle nach Berechnungen des Forschungsprojekts FutuRaM mehr als die Hälfte des Bedarfs an kritischen Rohstoffen decken. Das würde die Versorgung stabilisieren und den Druck senken, immer neue Minen zu erschließen.

Kritische Rohstoffe durch Recycling? Wie es Europa unabhängiger machen könnte

Für die Untersuchung analysierten Fachleute 42 kritische Rohstoffe in sieben großen Abfallströmen. Dazu zählen Elektroschrott, Altbatterien, Altfahrzeuge, Industrieabfälle, Bergbauabfälle, Windkraftanlagen sowie Bau- und Abbruchmaterial.

Im Jahr 2022 kamen Produkte mit rund 5,2 Millionen Tonnen kritischer Rohstoffe neu auf den Markt. Im selben Jahr fielen Abfälle mit etwa 2,1 Millionen Tonnen dieser Materialien an. Zurückgewonnen wurden jedoch lediglich rund 1,4 Millionen Tonnen.

Nach den Berechnungen könnte sich das deutlich ändern. Bis 2050 rechnen die Experten mit einer jährlichen Rückgewinnung von 4,1 bis 5,7 Millionen Tonnen. Unter günstigen Bedingungen ließen sich damit bis zu 56 Prozent des europäischen Bedarfs ersetzen.

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Neue Gaskraftwerke: Eine Hammer-Strategie

Mit ihrer Kraftwerksstrategie zementiert die Bundesregierung fossile Abhängigkeiten – an einem Gas-Hotspot protestiert die Klimabewegung dagegen.

Warum eigentlich Hamm? Es ist nicht die verkehrsgünstige Lage, Stichwort: Zugteilung, die dafür verantwortlich ist, dass in diesen Tagen ein Klimacamp, eine Massenaktion von Ende Gelände und eine Großdemonstration von Umwelt- und Klimaverbänden in der Stadt am Rande des Ruhrgebiets stattfinden. Es sind die als Kraftwerksstrategie bekannten Pläne der Bundesregierung, die die Klimabewegung auf die Straße treiben. Und Christoph Bautz von Campact sagt, dass Hamm ein Standort ist, an dem »die Absurdität der Energiepolitik der Bundesrepublik wie unter einem Brennglas deutlich wird«.

Energieprojekte, die von Anfang an umstritten und langfristig ein Desaster sind, damit hat Hamm Erfahrung. Die Erfahrung trägt den Namen THTR-300 und war ein Atomkraftwerk. Ein Thorium-Hochtemperaturreaktor, genannt »schneller Brüter«, der als besonders sicher angepriesen wurde. Ein Versprechen, das nur eine ziemlich begrenzte Halbwertszeit hatte. Am 4. Mai 1986 wurde radioaktiver Grafitstaub über den Abluftkamin des Kraftwerks in die Umwelt geblasen. Die Betreiber versuchten, den Vorfall zu vertuschen und behaupteten, die gemessene Radioaktivität in der Umgebung stamme ausschließlich vom Fallout aus Tschernobyl. Erst durch unabhängige Messungen und Whistleblower flog der Schwindel auf. Knapp einen Monat nach dem Zwischenfall, also vor ziemlich genau 40 Jahren, protestierten 7000 Menschen für die Stilllegung des Atomkraftwerks. Sie unterstützten auch eine Gruppe von »Bauern und Verbrauchern«, die das Kraftwerk für sieben Tage blockiert hatten. Dann mussten die Bauern »dringend in ihre Betriebe zurück«, wie es in einer Protestchronik heißt.

Vor 40 Jahren wurde ein Atomkraftwerk in Hamm sieben Tage lang blockiert.

Nachdem das Atomkraftwerk sich weiter als wartungsintensiv, störanfällig und teuer erwies, wurde es im Herbst 1989 nach nur rund 423 Tagen Volllastbetrieb endgültig abgeschaltet. Seit seiner Stilllegung befindet sich der Reaktor im sogenannten »sicheren Einschluss«. Das bedeutet, dass die Anlage von der Außenwelt isoliert ist, während die Radioaktivität im Inneren abklingt. Die laufende Kühlung und Überwachung kosten jährlich Millionen. Dafür verantwortlich ist die Hochtemperatur-Kernkraftwerk GmbH (HKG). Die Betreibergesellschaft des Atomkraftwerks meldete im September 2025 Insolvenz an. Zuvor war sie mit juristischen Versuchen gescheitert, die Kosten für den Rückbau des Kraftwerks an Bund und Land abzuwälzen.

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Marktpreise kontrolliert?

US-Firma verklagt Bayer wegen Maissaatgut

In den USA laufen gegen Bayer schon Tausende Klagen. Es kommt eine neue dazu: Ein Unternehmen aus Iowa wirft dem Konzern vor, den Markt für Maissaatgut monopolisiert zu haben. Bayer weist die Vorwürfe zurück.

Gegen den Agrar- und Pharmakonzern Bayer ist in den USA eine Klage wegen illegaler und wettbewerbswidriger Praktiken erhoben worden. Dem Konzern wird vorgeworfen, den US-Markt für gentechnisch verändertes Maissaatgut monopolisiert und damit "Hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden, unrechtmäßig erwirtschaftete Dollar" eingenommen zu haben. Dies geht aus der Klageschrift hervor.

Das Unternehmen habe den Markt für Maissaatgut kontrolliert, das gegen sein weit verbreitetes Unkrautvernichtungsmittel Roundup resistent ist, heißt es in der Klageschrift. Der Konzern habe Wettbewerber an der Entwicklung generischer Versionen des von Bayer kontrollierten Maissaatguts mit der Bezeichnung NK603 gehindert, heißt es in der Klageschrift. Das habe die Kosten für Landwirte und unabhängige Saatgutfirmen in die Höhe getrieben.

Bayer wies die Vorwürfe am Mittwoch zurück. Die Anschuldigungen seien unbegründet und man werde vor Gericht darauf reagieren, teilte das Unternehmen mit. "Die Märkte für Betriebsmittel und Maissaatgut sind wettbewerbsfähig, fair und vielfältig", erklärte Bayer.

Die Zivilklage gegen Bayer wurde von Latham Quality, einem Saatgutunternehmen aus Iowa, bei einem Bundesgericht im US-Staat Missouri eingereicht. Sie strebt eine Sammelklage und eine dreifache Entschädigung für die laut dem Kläger erlittenen Schäden an. "Bayer hat die Macht, die Marktpreise zu kontrollieren und den Wettbewerb auszuschließen", heißt es in der Klageschrift. "Tatsächlich tut das Unternehmen das auch." Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will gegen wettbewerbswidriges Verhalten in den Lebensmittel-Lieferketten vorgehen.

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„Ende Gelände“ ruft zu zivilem Ungehorsam auf : Klimacamp in Hamm

Im Rahmen des Hammer Klimacamps gegen fossile Brennstoffe ruft das Klimaschutzbündnis "Ende Gelände" zu zivilem Ungehorsam auf.

Was das Bündnis, das vom Bundesamt für Verfassungsschutz als linksextremistischer Verdachtsfall bewertet wird, in den kommenden Tagen plant, wollen Aktivisten heute (28.05.2026) auf einer Pressekonferenz im Hammer Lippepark mitteilen. Im Rahmen des Klimacamps plant "Ende Gelände" eigene Aktionen. Mögliche Ziele der Umweltaktivisten: Zwei Gaskraftwerke in der Nähe des Klimacamps.

Sollen Kraftwerke blockiert werden?

Das RWE-Kraftwerk Gersteinwerk liegt nur wenige Kilometer vom Klimacamp entfernt. Eine Protestform gegen das Kraftwerk könnte ein Blockadeversuch sein. Darauf lassen die Aufrufe zu den Aktionen, etwa auf der Internet-Seite von "Ende Gelände", schließen. Dort wird den Teilnehmenden empfohlen, Rettungsdecken, Regenplanen oder Essen mitzunehmen, da die "Versorgung der Blockaden" nicht immer klappe.

Das Bündnis selbst gibt an, erstmals seit 2022 wieder "bundesweit für eine groß angelegte Massenaktion" zu mobilisieren. Grund: die Pläne der Bundesregierung im Sommer neue Gaskraftwerke auszuschreiben und die Erweiterung bestehender Gaskraftwerke zu genehmigen. So wie in Hamm. Wer Gas importiere, treibe Energiepreise in die Höhe, außerdem sei fossiles Gas "ein Turbo der Klimakatastrophe", heißt es in einer Pressemitteilung von "Ende Gelände".

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
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Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände28. bis 30. Mai 1998 (Testreihe mit 6 Atomtests, Pakistan) Ras Koh, PAK

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
 

IPPNW Report - August 2023 - Atomwaffentests - (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden auf mehreren Atollen im Pazifik, in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert. Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

Atomwaffen A - Z

Atomwaffenstaat Pakistan

... Pakistans Atomwaffen wurden in den 1970er Jahren unter der Leitung von A.Q. Khan entwickelt, beauftragt von Premierminister Zulfikar Ali Bhutto. Khan hatte Pläne für Zentrifugen aus den Niederlanden gestohlen, als er beim Nuklearunternehmen Urenco gearbeitet hatte und setzte diese ein, um Uran anzureichern und Atomwaffen zu entwickeln.

Pakistan hat nach eigenen Angaben am 28. und 30. Mai 1998, als Reaktion auf indische Tests, erfolgreich sechs Atomtests durchgeführt. Experten gehen wegen der seismischen Daten allerdings davon aus, dass tatsächlich nur zwei Tests durchgeführt wurden. Nichtsdestotrotz erreichte das Land mit diesen Tests, dass die Weltöffentlichkeit Pakistan als Atomwaffenmacht wahrnahm. Zuvor war ein atomares Arsenal lange Zeit nur vermutet worden.

Pakistan hat nie den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet, wurde aber auch offiziell nicht als Atomwaffenstaat anerkannt. Als in der Anlage 2 des umfassenden Atomteststoppvertrags genannter Staat, muss Pakistan diesen zunächst unterzeichnen, bevor der Vertrag in Kraft treten kann, was bisher aber nicht geschehen ist.

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27. Mai


 

Verteidigungsabkommen

Norwegen kommt unter Frankreichs nuklearen Schutzschirm

Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre hat in Paris ein Verteidigungsabkommen mit Frankreich geschlossen. Auch eine Verteidigung Norwegens mit französischen Atomwaffen ist möglich.

Vor dem Hintergrund wachsender Sorgen hinsichtlich des US-Engagements für die Sicherheit in Europa wird Norwegen zukünftig von französischen Nuklearwaffen geschützt. Dies teilte Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre mit. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, Norwegen habe zugestimmt, Frankreichs nuklearen Schutzschirm beizutreten.

Støre hatte Macron in Paris getroffen und ein neues Verteidigungsabkommen mit Frankreich unterzeichnet. Dieses sieht vor, dass Norwegen einer von Frankreich geführten Initiative im Bereich der Atomwaffen beitritt. »Wir tun dies angesichts der sicherheitspolitischen Lage in Europa – einschließlich der massiven Aufrüstung Russlands, auch im nuklearen Bereich, sowie der Tatsache, dass Russland einen umfassenden Krieg gegen ein anderes europäisches Land führt«, erklärte Støre. Er fügte hinzu, dass in Friedenszeiten keine Atomwaffen auf norwegischem Boden stationiert würden.

Das nordische Land mit rund fünfeinhalb Millionen Einwohnern ist Mitglied der Nato, jedoch nicht der Europäischen Union. Mit Russland teilt es sich eine Grenze in der Arktis.

Bereits im März hatte Frankreich angeboten, den Schutz seines Nuklearschirms auf weitere europäische Staaten auszuweiten. Nach Polen und Litauen, die ebenfalls Grenzen zu Russland aufweisen, ist Norwegen nun das jüngste Land, das unter den nuklearen Schutz Frankreichs gestellt wird. In der Praxis bedeutet das, dass ein Angriff auf Norwegen eine nukleare Reaktion Frankreichs auslösen könnte.

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Kanadische Ureinwohner verkaufen erstmals Erdgas an Europa

1 Million Tonnen LNG sollen jährlich aus Kanada nach Deutschland kommen. Der Lieferweg ist allerdings lang.

Deutschland bestellt erstmals kanadisches Flüssigerdgas (LNG). Entsprechende Verträge sind am Mittwoch unterzeichnet worden. Ab Anfang der 2030er-Jahre soll 20 Jahre lang jährlich eine Million Tonnen LNG in Kanada abgeholt werden – das klingt nach viel, entspricht aber größenordnungsmäßig nur eineinhalb Prozent des deutschen Jahresverbrauches 2025. Dennoch ist es ein lange vorbereiteter Meilenstein, wird es sich doch um die allererste Lieferung kanadischen LNGs nach Europa handeln.

Importeur auf deutscher Seite ist Sefe, die ehemalige, von der Bundesregierung unter Zwangsverwaltung gestellte Gazprom Deutschland. Anbieter auf kanadischer Seite ist ein Konsortium namens Ksi Lisims LNG bestehend aus dem Ureinwohnervolk der Nisga'a Lisims, einer Gruppe kanadischer Erdgasförderer (Rockies LNG Partners) und dem texanischen Finanzierungs- und Management-Experten Western LNG. Das benachbarte Volk der Kitselas unterstützt das Projekt ebenfalls.

Der Weg für das Gas ist jedoch weit: Es wird im Westen Kanadas, konkret der Montney Formation im Nordosten der Pazifikprovinz Britisch-Kolumbien, gefördert. Von dort soll es über eine durch Dritte zu errichtende Pipeline rund 900 Kilometer quer durch Britisch-Kolumbien westwärts zur Pazifikinsel Pearse befördert werden. Von Pearse müssen LNG-Tankschiffe das verflüssigte Erdgas dann die Westküste Nord- und Zentralamerikas hinunter und via Panamakanal gen Europa bringen.

Neues Terminal auf Pazifikinsel

Die unbewohnte Insel Pearse ist etwa halb so groß wie das deutsche Bundesland Bremen, liegt direkt an der Südgrenze Alaskas und steht im Eigentum der Nisga'a. Vor der Nordspitze Pearse' sind zwei schwimmende LNG-Terminals namens Ksi Lisims geplant. Sie sollen fernab errichtet und dann über den Pazifik angeliefert werden. Das ist nicht nur flotter als ein Bau auf der Insel selbst, auch die Auswirkungen der Errichtungsarbeiten auf die Umgebung werden auf ein Minimum reduziert.

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„Drama in Milliardenhöhe“: Showdown im Maskenstreit – Verliert der Bund, wird es teuer für den Steuerzahler

Die Corona-Maskenbeschaffung landet vor Gericht: In Klagen gegen den Bund geht es um ausbleibende Zahlungen und einen Milliarden-Schaden. Ein wegweisendes Urteil steht an.

Frühjahr 2020. Kaum jemand ist auf Deutschlands Straßen unterwegs, Veranstaltungen sind abgesagt, das öffentliche Leben ist weitgehend heruntergefahren. Die Bundesrepublik befindet sich im ersten Corona-Lockdown. Sechs Jahre später wirken diese Bilder wie aus einer anderen Zeit. Gelegentlich wird man daran erinnert, wenn man im Zug einen Fahrgast mit Maske sieht. Ebendiese Masken sorgen auch im Jahr 2026 noch immer für Aufregung – und haben nun ein juristisches Nachspiel für den Bund.

Im Spätsommer werden die teuren Rechtsstreits mit Lieferanten rund um die Maskenbestellungen in Karlsruhe verhandelt. Der Bundesgerichtshof kündigte vor kurzem Verhandlungen für den 16. September an. Dabei geht es um insgesamt vier ausgewählte Fälle. Dreimal fordern Unternehmen Geld von der Bundesrepublik, einmal der Bund einen Teil des Kaufpreises zurück. (Az. VIII ZR 131/24 u.a.).

Streit wegen Corona-Masken: BGH urteilt zu Open-House-Verfahren

Hintergrund des Streits ist die Beschaffung von Schutzmasken zu Beginn der Corona-Pandemie. Der ehemalige Gesundheitsminister und heutige Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) garantierte während der globalen Krise im Frühling 2020 Lieferanten eine unbegrenzte Abnahme von Masken für 4,50 Euro pro FFP2-Maske. Um schnell an Schutzmasken zu kommen, startete die Bundesregierung ein sogenanntes Open-House-Verfahren. Bedeutet: Jeder Unternehmer, der Masken zu diesem festgelegten Preis liefern kann, bekommt einen Auftrag. Später verweigerte das Ministerium teils die Bezahlung, unter anderem mit Verweis auf mangelhafte oder verspätete Lieferungen.

Mehrere Unternehmen, die jetzt Gegenstand der Verhandlung sind, gaben laut BGH „jeweils fristgerecht Angebote über die Lieferung von FFP2-Masken ab und erhielten jeweils den ‚Zuschlag‘“. Ein Unternehmen lieferte weniger Masken als zunächst angekündigt, ein anderes laut Bund „teilweise mangelhaft“. Der Bund ist dann vom Kaufvertrag zurückgetreten, hat es aber offenbar verpasst, eine Frist zur Nachlieferung zu setzen. Der BGH muss nun entscheiden, ob der Kaufvertrag dennoch rechtens war.

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IMHO

Unter der Aufsicht von Gesundheitsminister Spahn (Jens ZündSpahn) wurden im Jahr 2020 rund 2,3 Milliarden Euro an Steuergeldern versenkt. Derselbe Politiker fordert nun alle, aber besonders die ärmeren, wie zum Beispiel Empfänger von BAföG, Wohngeld, Bürgergeld und Elterngeld auf, sparsamer zu sein. Spahn stellt Sozialleistungen in Frage

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Forschungsreaktor in Bayern

Dritte Vereinbarung nicht eingehalten

Eigentlich soll im Forschungsreaktor Garching II in Bayern kein waffenfähiges Uran mehr angereichert werden. Für die Umrüstung gibt es aber nicht mal einen Zeitplan.

Der Freistaat Bayern hat bei der vorgeschriebenen Umrüstung des Forschungsreaktors FRM II, weg von hoch angereichertem waffenfähigem Uran, auch die dritte dazu mit dem Bundesforschungsministerium (BMBF) geschlossene Vereinbarung nicht eingehalten: Die TU München hätte für den Atommeiler in Garching bei München bis Ende 2025 einen Genehmigungsantrag und die zugehörigen Unterlagen vorlegen müssen. Das ist jedoch nicht der Fall.

Das zeigt eine Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage des Abgeordneten Martin Stümpfig (B90/Grüne im Bayerischen Landtag). Statt eines vollständigen Antrags – wie zwischen Bayern und dem Bund zuletzt 2020 vereinbart – reichte die TU nur ein dürres Schreiben ein und verzichtete auf weitere technische Unterlagen. Nicht einmal einen Zeitplan will die Staatsregierung nennen.

Dabei wird die Umrüstung des FRM II, in dem aus Russland stammendes hoch angereichertes Uran eingesetzt wird, seit 20 Jahren versprochen. Schon lange vor seiner Inbetriebnahme 2001 war die Verwendung des atomwaffenfähigen Stoffes höchst umstritten, da er internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Verbreitung von atomwaffenfähigem Material zuwider läuft.

Der Reaktor steht seit mehr als sechs Jahren still

Jahrelanger Stillstand

Der Reaktor steht wegen einer Reihe von technischen Problemen seit mehr als sechs Jahren still. Die Landtags-Grünen fordern, dass er erst wieder in Betrieb gehen darf, wenn statt des auf 95 Prozent angereicherten Urans solches mit höchstens 50 Prozent zur Verfügung steht. Dies ist übrigens bereits in der ursprünglichen Betriebsgenehmigung von 2003 vorgeschrieben.

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Sommerliche Hitze

Frankreichs Atomkraftwerke vor Leistungsrückgang

Wärmere Flüsse und sinkende Pegelstände bereiten Atomreaktoren immer mehr Probleme. Die Prognose für den Sommer zeigt sich schon im Strompreis.

Wie das Handelsblatt (Paywall) berichtet, ist am 26. Mai in Frankreich der Strompreis für den Folgemonat stark angestiegen. Auch für das dritte Quartal 2026 wurde der Preis angehoben.

Ein Grund dafür ist, dass die derzeit in West- und Mitteleuropa anhaltende Hitzewelle die Kühlfähigkeiten der französischen Atomkraftwerke einschränkt. Dieser Heat Dome lässt die Temperaturen auf bis zu 33 °C steigen. Die Höchsttemperatur für einen Tag im Mai lag in Frankreich seit Beginn der Messung noch nie höher.

Wärmeres Flusswasser im Kühlkreislauf der Kernreaktoren senkt den Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung in der Dampfturbine. Deshalb wird bereits jetzt damit gerechnet, dass ein Teil der Leistung der Atomreaktoren in den nächsten Tagen sowie in den folgenden Sommermonaten fehlen wird. Da Frankreich seinen Strom zu etwa 70 Prozent aus Atomkraft bezieht, hat bereits ein leichter Leistungsrückgang große Auswirkungen auf die verfügbare Strommenge.

Wassertemperatur unkritisch

Die Sicherheit der Kernreaktoren wird durch die erhöhten Temperaturen allerdings nicht beeinträchtigt. Wie die gemeinnützige Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit schreibt, sind Hitzewellen vergleichsweise gut planbar und die Reduzierung der Reaktorleistung gilt als verlässliches Mittel, um auf die sommerlichen Temperaturen zu reagieren.

Auch ein komplettes Abfahren von Atomanlagen sei demnach wegen ausreichend Vorlaufzeit und nur langsam ansteigender Wassertemperaturen gut möglich. Die Planbarkeit des Kühlwasserbedarfs sei ebenfalls vorausschauend möglich. Hierbei spielen insbesondere sinkende Pegelstände eine wichtige Rolle.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?

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Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände27. Mai 1956 ("Redwing", Testreihe mit 17 H-Bomben) Eniwetok und Bikini, MHL

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.
 

IPPNW Report - August 2023 - Atomwaffentests - (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden auf mehreren Atollen im Pazifik, in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert. Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

Die Nukleare Kette

Bikini & Eniwetok, Marshallinseln

Atomwaffentests

Atomwaffentests auf den Bikini- und Eniwetok-Atollen machten ganze Inselgruppen unbewohnbar. Tausende von Menschen wurden hohen Dosen von Radioaktivität ausgesetzt. Weltweit stieg die Belastung mit strahlenden Partikeln durch radioaktiven Niederschlag an.

Hintergrund

Die beiden Atolle Bikini (Pikinni) und Eniwetok (Āne-wātak) sind Teil der Marshallinseln. Sie wurden im Zweiten Weltkrieg zunächst von den Japanern, später dann von den US-Streitkräften besetzt. Die US-Streitkräfte wählten das Bikini-Atoll für ihre ersten Atomexplosionen nach dem Abwurf der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki aus. 
 

Wikipedia de

Operation Redwing

27. Mai 1956 - Der 3. Test im Rahmen der Operation Redwing, benannt nach dem Indianerstamm der "Zuni" war der erste Test einer amerikanischen Thermonuklearbombe im Dreistufendesign (FFF: „Fission-Fusion-Fission“). Die 3,5 MT Explosion erzeugte einen 30 Meter tiefen Krater mit einem Durchmesser von 800 Metern.

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26. Mai


 

„Wollen mit unseren Körpern blockieren“: Was Ende Gelände beim Klimacamp in Hamm plant

In Hamm wollen mehrere Tausend Aktivisten gegen den Bau von Gaskraftwerken protestieren. Ende-Gelände-Sprecher Tomke Jansen über Protestformen und Aktionstrainings.

Hamm – Mehrere Tausend Menschen werden in dieser Woche zu einem Klimacamp im Lippepark und zu einer Großdemonstration vor dem Gersteinwerk erwartet. Zur Teilnahme aufgerufen hat unter anderem „Ende Gelände“. Es handelt sich dabei um einen breiten Zusammenschluss von Menschen aus den Anti-Atom- und Anti-Kohle-Bewegungen. Ende Gelände möchte mit seinen „Aktionen zivilen Ungehorsams ein weithin sichtbares Signal für eine Wende hin zu echtem Klimaschutz setzen“. Im Vorfeld des Hammer Klima-Camps sprach Stefan Gehre mit Tomke Jansen (25), Pressesprecherin von Ende Gelände.

Warum das Klimacamp und warum die Protestaktionen?

In Deutschland sind gerade konkret 20 neue Gaskraftwerke in der Planung. Wir wollen uns da als breite Bewegung, aber auch eben explizit als Ende Gelände dagegenstellen. Deswegen planen wir diese Woche die Aktionstage als Ende Gelände. Gleichzeitig findet das Hammer Klimacamp statt, auf dem wir auch zu Gast sind. Die Demo wird organisiert von Greenpeace, Fridays for Future, Campact und vom BUND.

Warum Hamm?

Hamm liegt im Ruhrgebiet und im Ruhrgebiet ist gerade der größte Ausbau von Gaskraftwerken geplant. Und genau dort macht es natürlich Sinn, Proteste zu machen. In der Vergangenheit haben wir in Nordrhein-Westfalen auch gegen den Braunkohletagebau protestiert. Wir sehen gerade, dass wir den Kohleausstieg als Bewegung erkämpft haben – auch wenn er mit 2038 aus unserer Sicht zu spät kommt. Und jetzt plant die Bundesregierung einen Gasanstieg. Aber Gas ist nicht besser als Kohle. Es ist genauso klimaschädlich. Wir müssen raus aus den fossilen Energien. Und wenn wir gerade den Kohleausstieg zum Gaseinstieg werden lassen, dann ist das kein Stück besser. Mit den Protesten wollen wir eine große Bewegung schaffen, die sich dagegen wehrt.

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Erneuerbare Stromerzeugung

Die Offshore-Krise der Verbrenner

Was Anfang der 2020er Jahre als Erfolg der Energiepolitik erschien, droht ins Stocken zu geraten. Bis zu 16.000 Megawatt Offshore-Projekte in der Nord- und Ostsee sind aktuell gefährdet. Deren Projektierer, Öl- und Gaskonzerne vor allem, wollen augenscheinlich bessere Konditionen.

Wer erinnert sich nicht daran: Zwei große Öl- und Gaskonzerne – Total Energies und BP – waren 2023 bereit, eine Auktion für Windparkflächen in der Nord- und Ostsee mit einem Gebot von zusammen mehr als zwölf Milliarden Euro zu gewinnen.

Danach überschlugen sich die guten Nachrichten: Das Rennen, wer bei den Erneuerbaren vorn, sei losgegangen. Der berühmte marktwirtschaftliche Wettbewerb funktioniere, und so weiter. 

Zudem hatten die Konzerne ein sogenanntes Null-Cent-Angebot gemacht und auf eine EEG-Vergütung verzichtet. Den Offshore-Strom müssen sie also später am freien Markt verkaufen.

Mit den Milliarden-Einnahmen aus der Auktion sollten zudem die Netze ausgebaut und die Netzentgelte gesenkt werden – ergo würde Strom billiger, frohlockte Juli 2023 die Strombörse EEX in einer Stellungnahme.

Zum Greifen nahe schien die neue grüne Stromwelt. Nun aber wird seit Tagen spekuliert, Total und BP wollten aus ihren Offshore-Projekten aussteigen. Aber warum hatten sich die beiden Öl- und Gasmultis überhaupt aufs windige Meer gewagt?

Um 2020 schien "schwarzes Gold" ohne große Zukunft

Im Sommer 2020 war es, da hatte zum Beispiel das Magazin Focus eine Art fossile Müdigkeit entdeckt: BP wolle keine neuen Ölfelder erforschen, Total habe zuletzt acht Milliarden US-Dollar abgeschrieben, weil es seine kanadische Ölsand-Förderung nicht ausbauen möchte, schrieb das Magazin damals und schloss daraus: Europäische Ölkonzerne sähen im schwarzen Gold keine Zukunft mehr. Diese Erkenntnis habe die Corona-Pandemie noch beschleunigt.

Tatsächlich legten sich zu diesen Zeiten fossile Energiekonzerne oft eine Tochter für die renewables, die Erneuerbaren, zu. Die zogen dann mit der prall gefüllten Cashbox ihrer Mutterunternehmen los und hielten Ausschau nach lukrativen Projekten.

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«Solange wir hier sind, werden wir ein Dasein in Zelten fristen»

Im Gazastreifen geht das Sterben weiter. Vom «Friedens­plan» Trumps ist wenig zu spüren. Eine Palästinenserin berichtet von ihrem Kampf ums Überleben – und von kleinen Freuden in dunklen Zeiten.

Der Wohncontainer hat ein einziges kleines Fenster mit Blick aufs Meer.

In diesem Container in al-Mawasi an der südlichen Küste des Gaza­streifens lebt meine Bekannte Samah Omar. Sie ist 29 Jahre alt und schickt mir seit Monaten via Whatsapp Sprach­nachrichten. Samah liebt das kleine Fenster zum Meer, durch das ein bisschen Tages­licht in die improvisierte Behausung dringt. Die Dunkelheit deprimiert sie.

Samah teilt Gedanken und erzählt vom Alltag in den Camps der Überlebenden, die keineswegs in Sicherheit sind, obwohl es offiziell eine Waffen­ruhe gibt.

Seit diese vor einem halben Jahr in Kraft trat, hat Israels Armee im Gaza­streifen etwa 800 Palästinenserinnen getötet, ein Viertel von ihnen Kinder. In den Todes­statistiken nicht erfasst sind all jene, die durch fehlende Versorgung sterben, durch Krankheiten aufgrund von Mangel­ernährung oder wegen schlechter medizinischer Versorgung.

[...] Dann, im Oktober, kamen die grossen Versprechen von US-Präsident Donald Trump. «Unverzüglich» werde «umfassende Hilfe» in den Gaza­streifen geliefert, hiess es im 20-Punkte-Plan seiner Regierung für Gaza. Von Wiederaufbau war die Rede und von einer palästinensischen Übergangs­regierung aus Technokraten, die nach der Entwaffnung der Hamas übernehmen sollte.

Die Übergangsregierung wurde gebildet, aber sie sitzt in Kairo fest. Der von Trump ernannte Sonder­gesandte für Gaza, Nickolay Mladenov, lässt die Technokraten nicht in den Gaza­streifen einreisen. Mit der Hamas gibt es keine Einigung über die Bedingungen ihrer Entwaffnung. Sie fordert, dass die Palästinenserinnen einen Staat erhalten und dass die mit ihr rivalisierenden Milizen im Gaza­streifen ebenfalls entwaffnet werden. Israel fordert eine bedingungslose, absolute Aufgabe auch von Hand­feuerwaffen als Vorbedingung für alles Weitere.

[...] Samah möchte den Gazastreifen verlassen. Dass ihr Haus in Rafah je wieder aufgebaut wird, daran glaubt sie nicht mehr. «Das werden sie nicht zulassen. Solange wir hier sind, werden wir ein Dasein in Zelten und Containern fristen.»

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Hitzewelle:

Großbritannien meldet höchste jemals im Mai gemessene Temperatur

In der britischen Hauptstadt London wurde am Montag ein Höchstwert von 34,8 Grad Celsius gemessen. Die britische Wetterbehörde spricht von einer beispiellosen Hitzewelle.

In Großbritannien ist der gestrige Montag laut der nationalen Wetterbehörde der heißeste Tag im Mai seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Demnach wurden in den Royal Botanic Gardens in der Hauptstadt London 34,8 Grad Celsius gemessen. Der bisherige Hitzerekord für Mai lag bei 32,8 Grad. Diese Temperatur war sowohl im Jahr 1922 als auch 1944 erreicht worden.

Temperaturrekorde würden normalerweise nur um Zehntelgrade gebrochen, teilte die Wetterbehörde mit. Die derzeitige Hitzewelle sei daher »beispiellos«. Die Behörde hatte zuvor mögliche Temperaturen von 35 Grad angekündigt.

Die hohen Temperaturen sollen auch an diesem Dienstag anhalten. Im Laufe der Woche ist laut der Wetterbehörde eine leichte Abkühlung zu erwarten.

Europa besonders von Erderwärmung betroffen

Großbritannien hat 2025 sein heißestes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen, dass das Land auf die infolge des Klimawandels immer häufiger auftretenden Hitzewellen nicht ausreichend vorbereitet sei.

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IMHO

Mein besonderer Dank gilt dem Schreiber (BlowedWashed) eines Kommentars zu dem oben zitierten *Zeit*-Artikel, denn durch ihn bin ich über den Begriff Agnotologie gestolpert. Wikipedia bietet zahlreiche interessante Beispiele zum Thema. Dort werden all die Desinformationskampagnen der Tabak-, Erdöl-, Chemie-, Lebensmittel- und Zuckerindustrie erwähnt, während über die Atomindustrie und den militärisch-industriellen Komplex kein Wort verloren wird.

Die Gefahren der Radioaktivität waren jedoch von Anfang an klar (Marie Curie) und wurden genau durch diese Mittel zur Schaffung und Aufrechterhaltung von Unwissenheit verschleiert. Studien zu den Gefahren der Radioaktivität.

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26. Mai 1971 (INES-4)INES Kategorie 4 "Unfall" Kurtschatow-Institut Moskau, RUS

Zwei Experimentatoren starben nach einem Kritikalitätsunfall, zwei weitere Personen wurden verstrahlt.

(Kosten ?)

Nuclear Power Accidents 

Natürliche und zivilisatorische Strahlenexposition

Am 26. Mai 1971 ereignete sich an der SF-3-Anlage im Kurtschatow-Institut Moskau bei Versuchen zur Bestimmung der Anzahl von Brennstäben aus hoch angereichertem U-235 zum Erreichen einer kritischen Anordnung durch ein mechanisches Versagen der Versuchsanordnung ein Kritikalitätsunfall, bei dem zwei Experimentatoren Strahlendosen von 60 und 20 Sv erhielten und nach fünf bzw. 15 Tagen starben. Zwei weitere Personen mit Dosen von 7 bis 8 Sv überlebten.
 

Alle relevanten Infos über Störungen und Opfer in der russischen Atomindustrie wurden aus Wikipedia entfernt!

Wikipedia de

Kurtschatow-Institut

Das Kurtschatow-Institut ist ein physikalisch-technisches Institut in Russland. Es war bis 1955 mit geheimen Forschungsvorhaben beauftragt und nur unter dem Namen Labor Nr. 2 der sowjetischen Akademie der Wissenschaften bekannt. In der Sowjetunion war es als „Kurtschatow-Institut für Atomenergie“ bekannt, abgekürzt (KIAE). Es ist benannt nach Igor Wassiljewitsch Kurtschatow. Das Institut befindet sich in Moskau am Kurtschatow-Platz 1.

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25. Mai


 

Schlag gegen Opposition in der Türkei

Erdoğan geht es jetzt um alles

Die türkische Regierung geht massiv gegen die Oppositionspartei CHP vor und lässt die Parteizentrale stürmen. Den Zeitpunkt hat Erdoğan gut gewählt.

Es gibt ein ikonisches Foto von Sonntagabend. Es zeigt den Vorsitzenden der größten türkischen Oppositionspartei CHP, Özgüt Özel, klatschnass im Regen, das Hemd am Körper klebend, wie er auf einen Wasserwerfer steigt. Die Wasserwerfer stehen vor dem Parlament in Ankara und sollen Özel und seine Parteifreunde daran hindern, das Parlament zu betreten, obwohl die meisten von ihnen Abgeordnete eben dieses Parlaments sind.

Der Sonntag hatte bereits zuvor schockierende Bilder geliefert. Özel und der gesamte Parteivorstand waren am Donnerstagabend durch ein zweifelhaftes, von der Regierung bestelltes Gerichtsurteil, als CHP-Führung abgesetzt worden. Angeblich weil es bei der Wahl Özels und des Parteivorstandes im Herbst 2023 zu „Unregelmäßigkeiten“ gekommen war: bei seiner Wahl bei dem Parteitag im Herbst 2023 sollten angeblich Stimmen gekauft worden sein.

Diese sogenannten Unregelmäßigkeiten interessierten damals zunächst niemanden. Erst als Özel und der neue Parteivorstand zeigten, dass sie die Partei aus einem jahrelangen Dämmerzustand aufwecken konnten und ein Jahr später, im Frühjahr 2024, die regierende AKP von Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei den Kommunalwahlen vernichtend schlagen konnten, wurden die von dem geschlagenen Vorgänger von Özel, Kemal Kılıçdaroğlu, behaupteten „Unregelmäßigkeiten“ für Erdoğan interessant. Er ließ ein Verfahren durch die Staatsanwaltschaft einleiten, was aber zunächst von einem Gericht abgelehnt wurde.

Erst nachdem er im Februar dieses Jahres einen neuen Justizminister, Akin Gürdal, eingesetzt hatte, machte dieser der Justiz Dampf. Ein neues Verfahren wurde eingeleitet, ein Gericht nahm die Anklage an und verkündete am Donnerstag letzter Woche wunschgemäß: Özel und der gesamte Parteivorstand sind abgesetzt, der alte Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu wird wieder eingesetzt.

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AfD-Verbot nicht vom Tisch: SPD-Justizministerin Hubig will Verfahren ernsthaft prüfen

Nach wie vor ist ein AfD‑Verbotsverfahren nicht vom Tisch. Während in zahlreichen Städten die Forderung danach auf die Straße getragen wird, äußert sich die Justizministerin.

Berlin – Die Debatte um ein AfD-Verbotsverfahren gewinnt wieder an Fahrt. Hatten sich im vergangenen Jahr zahlreiche Politiker dafür ausgesprochen, die, wie es heißt, „in Teilen“ extrem rechte Partei verbieten lassen zu wollen, war es diesbezüglich zuletzt ruhig geworden. „Wenn der Verfassungsschutz feststellt, dass das eine gesichert rechtsextreme Partei ist, dann müssen alle Maßnahmen ergriffen und geprüft werden“, sagte etwa SPD-Vize Lars Klingbeil vor mittlerweile zwölf Monaten.

Nun hat sich Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) zur Causa geäußert und will an einem Verbotsverfahren festhalten. Gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte sie, es für falsch zu halten, „ein Parteiverbotsverfahren aus politischen Gründen auszuschließen“. Schließlich habe das Grundgesetz „uns das Mittel des Parteiverbots nicht ohne Grund an die Hand gegeben“, und eine wehrhafte Demokratie müsse sich im Ernstfall gegen Verfassungsfeinde wehren, betonte sie im KNA-Interview.

Hubig warnt: Was bedeutet es konkret, wenn die AfD an der Macht ist?

Die SPD-Ministerin verwies auf die verfassungsschutzrechtliche Einordnung der AfD in den verschiedenen Bundesländern. Tatsächlich werden die Landesverbände Brandenburg (seit 2025), Niedersachsen (2026), Sachsen (2023), Sachsen-Anhalt (2023) und Thüringen (2021) als „erwiesen rechtsextrem“ eingestuft. Besonders brisant: In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt, und aktuell liegt die AfD mit großem Vorsprung in den Umfragen vorn.

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Kampf gegen die teure Lastspitze

"Mit Batteriespeicher können Betriebe 50 Prozent ihrer Stromkosten sparen"

Für viele Unternehmen ist die finanzielle Schmerzgrenze nach zwei Energiekrisen erreicht. Ein bisheriges Nischenprodukt kann jedoch Abhilfe schaffen: Ein Batteriespeicher kann die Stromkosten um bis zu 50 Prozent im Jahr senken, sagt Lena Voss.. Die Münchnerin ist Mitgründerin des Speicher-Unternehmens Furo. Ihr zufolge ist für viele Betriebe die Lastspitze ein teures Problem. Das ist der Moment, in dem der Stromverbrauch sein Maximum erreicht. In diesen Momenten können Betriebe 1000 oder sogar 2000 Kilowatt zusätzlich verbrauchen. "In Baden-Württemberg werden für ein Kilowatt Strom teils mehr als 200 Euro fällig", sagt Voss im Podcast "Das Klima-Labor von ntv". Wird die Lastspitze gekappt, fällt die Stromrechnung. Voss ist überzeugt, dass künftig jedes größere Unternehmen einen Batteriespeicher benötigen wird. Sie warnt allerdings davor, die Wirtschaftlichkeit falsch zu berechnen.

ntv.de: Warum haben Sie Ihr Unternehmen für Gewerbespeicher in Deutschland und nicht in den USA gegründet? In den USA soll gründen doch viel einfacher sein.

Lena Voss: Wir haben alle an der TU München studiert und sind für Arbeit und Forschung in die USA gegangen. Gründen ist aber eine längerfristige Entscheidung. Wir sind Deutschland verbunden. Außerdem hat Europa einen der volatilsten Energiemärkte. Gerade in den Bereichen Gewerbe und Industrie bietet das Potenzial.

Volatil?

Anfang Mai gab es viele negative Strompreise, weil mehr Strom erzeugt als benötigt wurde. Der Norden erzeugt außerdem viel Windenergie, der Süden viel Solarenergie. Deshalb wird Strom durchs halbe Land geschickt.

Das ist in den USA kein Problem?

Europa hat sich den erneuerbaren Energien viel mehr verpflichtet. Deutschland ist aus der Atomkraft ausgestiegen und will aus der Kohle raus. Im Strommix ist deutlich mehr grüner Strom drin. Deswegen ist die Stromerzeugung volatiler. Die Strompreise sind tendenziell auch höher als in den USA.

Dort können Sie weniger Geld verdienen?

Unternehmen in Texas müssen ihren Energieverbrauch bisher weniger optimieren und sich Gedanken machen, ob es effizienter geht. Die Strompreise sind so niedrig, manchmal wird nicht einmal das Licht ausgemacht. Das ist hierzulande anders. Speziell die deutsche Industrie leidet seit einigen Jahren unter hohen Strompreisen. Der muss man nicht erklären, warum Batteriespeicher die Energiekosten senken können.

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„Macht das Leben zur Hölle“: Lehrerin warnt vor riskantem Trend an deutschen Schulen

Viele Schüler nutzen Künstliche Intelligenz für Hausaufgaben, Aufsätze und im Unterricht. Eine Lehrerin beschreibt, welche Folgen das hat.

Hamburg – Ein 18-jähriger Gymnasiast hat im Online-Forum Reddit beschrieben, was sich an seiner Schule täglich abspielt: Mitschüler nutzen Künstliche Intelligenz, um im Unterricht schnell kluge Antworten formulieren zu lassen – und damit ihre mündliche Note zu verbessern. „KI macht das Leben als Schüler zur Hölle“, schreibt er in seinem Reddit-Beitrag. Schüler wie er, die keine KI verwenden, kämen im Unterricht kaum noch mit. Die Lehrer bemerkten das oft nicht. Selbst in Tests und Klausuren würden viele heimlich KI-Chatbots wie ChatGPT befragen „oder machen direkt ein Foto“. Striktere Regeln wünsche er sich – doch gleichzeitig wolle er „niemanden verpetzen, weil man dann als Außenseiter dasteht, der anderen keine guten Noten gönnt.“

In den Kommentaren unter dem Beitrag finden sich viele, die seine Erfahrungen teilen. „Kann ich alles so wiedergeben. Ist an unserem Gymnasium auch so“, schreibt ein Nutzer. Wie müssten sich Schule und Unterricht verändern, um auf die neuen technologischen Möglichkeiten zu reagieren? „Wir wollen, dass Kinder verstehen, wie Lernen funktioniert“, sagt Simone Fleischmann, Lehrerin und Vorsitzenden des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands, der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media. Es gehe nicht darum, Inhalte auswendig zu lernen, sondern Themenkomplexe nachhaltig zu begreifen.

Ein zentraler Baustein sei die Reflexion des eigenen Lernprozesses. „Wenn die Schüler ein Referat gehalten haben, sollten sie reflektieren: Wer hat wie recherchiert? Wer hat mit KI gearbeitet? Wer hat ein Buch zur Hand genommen?“, sagt Fleischmann. Entscheidend sei zudem die „Transparenz über die Leistungserwartung“: Lehrkräfte sollten klar machen, wie sie bewerten.

Lehrerin: Es braucht an Schulen neue „Proben, Schulaufgaben, Feedback“

Dass Lehrkräfte den Umfang des KI-Einsatzes ihrer Schüler häufig nicht erkennen, wie es der Schüler beschreibt, ist laut Fleischmann kein Zeichen von Unwissenheit. „Manchmal überholen uns die Kinder und Jugendlichen in der Anwendung von digitalen Tools“, sagt sie. Die meisten Lehrkräfte seien jedoch sensibilisiert und „nicht ahnungslos“. Weiterbildungen zu diesem Thema seien teilweise ausgebucht, viele informierten sich über Podcasts und Tutorials.

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Südlich von Los Angeles

Feuerwehr findet Riss in Chemikalientank – das ist offenbar eine gute Nachricht

50.000 Menschen in Südkalifornien dürfen weiter nicht in ihre Häuser zurück. Grund ist ein Chemietank, der zu bersten droht. In der Nacht konnten Einsatzkräfte nah an den Behälter heran. Was sie sahen, gibt Hoffnung.

Seit mehreren Tagen läuft das Drama um den undichten Chemikalientanks im kalifornischen Garden Grove, mit massiven Auswirkungen für die Bevölkerung. Nach der Evakuierung von rund 50.000 Menschen besteht nach Behördenangaben die Hoffnung, dass eine folgenschwere Explosion vermieden werden kann.

Da der undichte Chemikalientank anscheinend einen Riss aufweise, könnten der Druck in dem Behälter und damit auch die Explosionsgefahr sinken, sagte TJ McGovern von der Feuerwehr von Orange County (südlich von Los Angeles) in einem am Sonntag auf X veröffentlichten Video.

Demnach hatten sich Feuerwehrleute dem Tank in der Nacht zu Sonntag genähert und ihn so genauer inspizieren können. Die daraus gewonnene Erkenntnis, dass es offenbar einen Riss in dem Chemikalientank gibt, rücke die Lage in ein »positives Licht«, erklärte McGovern.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?

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Der Atompilz steht für Atom- oder Wasserstoffbomben, auch im Rahmen von TestsNuklearwaffen-Testgelände25. Mai 2009 (2. Atombombentest, Nordkorea) Punggye-ri, PRK

Seit 1945 wurden weltweit über 2050 Atomwaffentests durchgeführt, was eine mögliche Erklärung für die stetig steigende Zahl von Krebserkrankungen sein könnte.

IPPNW Report - August 2023 - Atomwaffentests - (PDF-Datei)

... Oberirdische Tests wurden auf mehreren Atollen im Pazifik, in Semipalatinsk, Kasachstan, auf traditionellem Land der Westlichen Shoshone in Nevada, USA, auf dem Land der Aborigines im australischen Outback, auf dem Land der indigenen Nenetz in der russischen Arktis, auf dem Gebiet von Nomaden in der algerischen Sahara, in der Region der Uiguren in China und anderswo durchgeführt. Die Bewohner*innen wurden oft verspätet oder gar nicht evakuiert und nicht über die Auswirkungen der Tests informiert. Radioaktiver Niederschlag fiel als Staub und Regen herab und verseuchte das Trinkwasser und lokal erzeugte Lebensmittel ...
 

Wikipedia de

Nordkoreanisches Kernwaffenprogramm

Kernwaffentest 2009

Nordkorea hatte nach eigenen Angaben am 5. April 2009 eine Trägerrakete mit dem Kommunikationssatelliten Kwangmyŏngsŏng-2 trotz internationaler Proteste gestartet. Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte den Raketenstart am 13. April 2009. Aus Protest hiergegen erklärte das Außenministerium Nordkoreas am 14. April 2009 das Ende der Sechs-Parteien-Gespräche über das nordkoreanische Kernwaffenprogramm und dessen konsequente Fortsetzung.

Am 25. Mai 2009 wurde ein weiterer Kernwaffentest durchgeführt. Nach russischen Angaben erreichte der Sprengsatz eine Sprengkraft von 20 Kilotonnen. Zusätzlich zu dem Kernwaffentest wurden mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert.

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24. Mai


 

Mit Tränengas und Gummigeschossen

Türkische Polizisten stürmen Sitz der Opposition

In Ankara eskaliert nach der gerichtlichen Absetzung von CHP-Chef Özgür Özel die Lage. Trotz Protesten stürmten Polizeibeamte die Parteizentrale, in der Özel sich verschanzt hatte – er verließ daraufhin das Gebäude.

Die Polizei hat nach der von einem Gericht angeordneten Absetzung der Führung der größten türkischen Oppositionspartei CHP deren Sitz in Ankara gestürmt. Hunderte Beamte der Bereitschaftspolizei drangen am Sonntag unter Einsatz von Tränengas in das Gebäude ein, wie die Nachrichtenagentur AFP in Übereinstimmung mit der Tagesschau berichtete. Parteimitglieder hätten demnach zuvor den Eingang des Gebäudes blockiert.

Während der Erstürmung des Gebäudes hielt sich dort der per Gerichtsentscheidung abgesetzte Parteichef Özgür Özel auf. Er wurde durch den Polizeieinsatz dazu gezwungen, die Parteizentrale zu verlassen. »Wir werden zu den Sitzen der Macht marschieren«, kündigte Özel daraufhin an und zog umringt von Unterstützern in Richtung des Parlamentsgebäudes. Ob jemand bei der Aktion verletzt wurde, ist unklar.
Tausende demonstrieren gegen Özels Absetzung

Vor der Erstürmung des CHP-Sitzes hatte Özel in einem Video kämpferisch angekündigt: »Wir gehen hier nicht raus.« Zunächst versuchten Anhänger des früheren CHP-Chefs Kemal Kilicdaroglu, den das Gericht als erneuten Parteivorsitzenden bestimmt hatte, in die CHP-Zentrale einzudringen. Dann stürmten Einsatzkräfte der Polizei das Gebäude, um dieses zu besetzen und Özel von dort zu vertreiben.

Özel kündigte nach Verlassen des Gebäudes an, dass seine Partei sich »von nun an in den Straßen oder auf den Plätzen befinden« werde. Seit dem Vortag demonstrierten bereits Tausende gegen die Absetzung von Özel.

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Geschichte der Ketzer

Die Brüder von Jesus Christus

Der Siegeszug des Christentums als Weltreligion war in seinen Anfängen geprägt von Unterdrückung und Ausgrenzung seiner Konkurrenten.

Um die Dogmen der katholischen Kirche wurde jahrhundertelang gestritten, Zweifler wurden verfolgt und getötet. Ein patriarchaler Machtapparat von Bischöfen mit einem Papst an der Spitze trat den Siegeszug durch die Geschichte und über die Menschen an. „Das Christentum blickt auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte zurück, aber als Religion war es ganz und gar nicht einzigartig“, behauptet die britische Historikerin Catherine Nixey. Wer sich immer schon gefragt hat, wie Geschichten von Jungferngeburt, wunderbarer Brotvermehrung, der Erweckung von den Toten oder der Auferstehung zur Grundlage einer Weltreligion werden konnten, bekommt in ihrem Buch „Ketzer“ nicht eine Antwort geboten, sondern ein Panoptikum verschiedener Spielarten des frühchristlichen Glaubens.

Die britische Historikerin durchstreift die wundersame Welt der Schriften und Sekten des Frühchristentums anhand weniger noch vorhandener Quellen, auch anhand der Auseinandersetzungen antiker Kritiker mit dem Christentum. „Kaum jemand hätte in den ersten Jahrhunderten des Christentums verlässlich vorhersagen können, welche seiner vielen Erzählungen sich gegen andere durchsetzen würden. Aber schließlich sorgten die Zeit und der Zufall dafür, dass einige das Rennen machten. Diese Geschichten kennen wir noch heute. Ich möchte die anderen erzählen“, schreibt die Autorin.

Sie führt in das antike Rom, seine stinkenden Gassen, seine Klassengesellschaft. Sie zeigt die Ängste der Menschen vor Krankheit, ihr Ausgeliefertsein der Dunkelheit, auch auf den unbeleuchteten Straßen Roms in der Nacht. Kein Wunder gab es damals viele Magier, Heiler, Erlöser, sowie zahlreiche selbst erklärte Söhne von Göttern, die Lahme kurierten und Kranke heilten. Die Menschen glaubten und folgten ihnen gern. Führen doch Angst, Unsicherheit, Krankheiten und Verlorenheit schnell dazu, derartigen Heilsversprechen zu folgen.

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"Unreguliertes Experiment"

Forscher warnen vor Tausenden neuen Satelliten

Immer mehr künstliche Sterne ziehen über den Nachthimmel, doch sie haben eine Schattenseite: Die kurzlebigen Geräte setzen beim Verglühen in der Atmosphäre schädliche Chemikalien frei. Forscher sehen darin Parallelen zu einem hochriskanten globalen Experiment.

Manchmal sind sie als einzelne, schnell ziehende Lichtpunkte oder - oft kurz nach neuen Starts - als Perlenkette aus mehreren Lichtern am Nachthimmel zu sehen: Satelliten sogenannter Megakonstellationen wie Starlink, OneWeb, Guowang oder Qianfan. Allein Starlink hat bereits weit über 10.000 Satelliten ins All gebracht, durch regelmäßige Starts kommen immer neue hinzu. Für Klima und Ozonschicht drohen Folgen in noch weitgehend ungewissem Ausmaß, wie Forscher warnen. Gerade die Chemie der sehr dünnen oberen Atmosphäre ist Experten zufolge empfindlich und kann sich schon bei geringen Einflüssen erheblich verändern.

Megakonstellationen sind Anordnungen oft tausender bis zehntausender Satelliten mit gemeinsamer Aufgabe wie der Versorgung mit Breitband-Internet. Die billigen Massenprodukte mit hoher Ausfallrate und einer Haltbarkeit von nur etwa fünf Jahren werden in niedrige Erdumlaufbahnen - etwa 160 bis 2000 Kilometer über der Erdoberfläche - gebracht. Starlink hatte 2019 als erstes Unternehmen weltweit mit dem systematischen Aufbau eines solchen Großprojekts begonnen, das eines Tages aus mehr als 30.000 aktiven Satelliten bestehen soll.

Wachsende Zahl von Megakonstellationen

Megakonstellationen dienen vor allem dazu, Datenverbindungen aus dem All bereitzustellen, auch in Regionen ohne Glasfaser oder zuverlässiges terrestrisches Netz. Theoretisch würde ein Netzwerk genügen, um der gesamten Welt Internetzugang zu gewähren. Die Satelliten werden auch für sicherheitskritische staatliche und militärische Kommunikation genutzt - was den Willen vieler Länder verstärkt, lieber selbst solche Konstellationen aufzubauen.

[...] Im Jahr 2020 habe es 114 Raketenstarts gegeben, 2025 bereits 329. Noch sei Starlink mit rund 12.000 Satelliten im Orbit das größte System, konkurrierende Unternehmen hätten aber bereits hunderte Satelliten im All. Frühere Schätzungen, die von weiteren 65.000 Satelliten im Orbit bis zum Ende des Jahrzehnts ausgingen, seien angesichts behördlicher Anmeldungen bereits überholt.

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USA: Schutz von Zivilisten spielt keine Rolle mehr

Das Pentagon kürzt still und leise das Programm zum Schutz ziviler Kriegsopfer.

Die USA haben ihr Programm zum Schutz von Zivilpersonen im Krieg still und leise abgeschafft. So gut wie, zumindest. Was 2022 unter Präsident Joe Biden nach den verheerenden Erfahrungen in Afghanistan, Syrien und im Irak als Reformprojekt begann, existiert heute nur noch dem Namen nach.

Das Programm «Civilian Harm Mitigation and Response» (CHMR) sollte zivile Opfer bei US-Militäreinsätzen vermeiden, problematische Angriffe überprüfen und aus Fehlern lernen. Es war eine direkte Reaktion auf zahlreiche Fälle, in denen US-Streitkräfte in Syrien, Afghanistan oder Somalia Krankenhäuser, Moscheen, Schulen oder andere Schutzräume bombardiert hatten. Menschenrechtsorganisationen und Teile des Militärs hatten jahrelang Reformen gefordert.

Heute existiert CHMR offenbar nur noch auf dem Papier. Wie der «Guardian» und «ProPublica» berichten, verfügt die Stelle inzwischen kaum noch über Budget, hat kein nennenswertes Personal mehr und kaum noch funktionierende Infrastruktur. Regelmässige Treffen finden nicht mehr statt, Datensysteme wurden weitgehend eingestellt. Was als Programm mit einem Budget von sieben Millionen Dollar und erfahrenem Personal begann, ist damit faktisch eingestellt.

Juristen als «Hindernisse»

Nur einen Monat nach seinem Amtsantritt ging Pete Hegseth ans Werk und entliess die obersten Militärjuristen der US-Streitkräfte, die sogenannten Judge Advocate Generals (JAGs). Diese überwachen normalerweise, ob Militäroperationen mit amerikanischem und internationalem Recht vereinbar sind. Hegseth bezeichnete sie öffentlich als «Hindernisse» (Roadblocks). Er strich Budgets zusammen und entliess Mitarbeiter. Ende Februar 2025 war die Abteilung für zivile Schadensbegrenzung laut ehemaligen Mitarbeitern so gut wie aufgelöst.

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Der Frieden im Nahen Osten war greifbar: Dann wurde Yitzhak Rabin von einem jüdischen Extremisten erschossen, und die Gewaltspirale drehte sich weiter

Hunderttausende von Menschen hatten sich am 4. November 1995 auf dem Platz der Könige Israels in Tel Aviv versammelt. Das Motto der Kundgebung lautete «Ja zum Frieden». Sie wurde zu einem Manifest der Gewalt.

Hunderttausende hatten sich am Abend des 4. November 1995 auf dem Platz der Könige Israels vor dem Tel Aviver Rathaus versammelt. Das Motto ihrer Kundgebung stand in riesigen Buchstaben vor der Rednertribüne: «Ja zum Frieden, nein zu Gewalt». Auf der Tribüne die Prominenz der vom Ministerpräsidenten und Friedensnobelpreisträger Yitzhak Rabin sowie vom Aussenminister Shimon Peres, ebenfalls Träger jenes Friedenspreises, geführten Regierungskoalition. Beide Urgesteine der sozialdemokratischen Partei der Arbeit (IAP).

Am 13. September 1993 hatte Peres in Anwesenheit von Rabin und US-Präsident Bill Clinton in Washington (DC) mit der Palestine Liberation Organisation (PLO) das erste – und bisher letzte – Friedensabkommen mit dem vermeintlich ewigen palästinensischen «Todfeind» geschlossen. Rabin und der PLO-Führer Yasir Arafat hatten nach der Unterzeichnung durch Handschlag diesen Vertrag besiegelt. Arafat strahlte, der zwischen den beiden stehende Clinton ebenfalls. Der stets nüchterne und zurückhaltende Rabin rang sich ein eher gequältes Lächeln ab.

Dem 13. September 1993 vorangegangen war die erste Intifada, der erste Palästinenser-Guerillakampf gegen die seit dem Junikrieg 1967 währende Besetzung von Gazastreifen und Westjordanland durch Israel. Von Dezember 1987 bis zum Sommer 1993 tobten dort sowie im israelischen Kernland Gewalt und Gegengewalt. Jede Seite nannte die Gewalt der anderen «Terror». Zimperlich war keine. «Brecht ihnen die Knochen», so hatte Rabin als Verteidigungsminister gleich nach Ausbruch des Massenaufstands seine Soldaten ermuntert und ermutigt.

Doch der Tradition der israelischen Verteidigungsarmee (Zahal) gemäss hatte Rabin den Militärstrategen Clausewitz genau studiert – und erst recht nach fünf Jahren Intifada verstanden: dass nämlich jede militärische Strategie der politischen zu folgen habe und keine Gewalt eine politische Strategie ersetzen könne. Dass eben Krieg ein Instrument beziehungsweise Mittel der Politik zu sein habe und kein Selbstzweck.

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Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt. Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?Don Trumpls allerletzte Nachrichten

Don Trumpl lügt, betrügt und ist durch und durch korrupt.
Warum sitzt dieser Horrorclown noch immer nicht hinter Gittern?

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INES Kategorie ?24. Mai 1958 (INES Klass.?) Akw Chalk River, Ontario, CAN

Ein Störfall mit radioaktiver Strahlenbelastung des Personals wird als INES-2 eingestuft ...

Freisetzung von radioaktiver Strahlung in die Umwelt bedeutet INES-3 ...
 

Ein Brennstab fing Feuer und verseuchte die Hälfte der Anlage.
(Kosten ca. 78 Millionen US$)

Nuclear Power Accidents 

Die Macht der Atomlobby

So wie damals keine INES-Klassifizierung erfolgte, wird dieser Störfall bis heute in Wikipedia (.de) einfach nicht erwähnt.

Wikipedia en

Übersetzung https://www.DeepL.com/Translator

Chalk River Laboratories#1958 NRU incident

Beim Unfall im Jahr 1958 kam es im Reaktorgebäude des National Research Universal Reactor (NRU) zu einem Bruch des Brennstoffs und einem Brand. Einige Brennstäbe waren überhitzt. Mit einem Roboterkran wurde einer der Stäbe mit metallischem Uran aus dem Reaktorbehälter gezogen. Als sich der Arm des Krans vom Reaktorbehälter wegbewegte, fing das Uran Feuer und der Stab brach. Der größte Teil des Stabes fiel in den Reaktorsicherheitsbehälter und brannte noch immer. Das gesamte Gebäude wurde kontaminiert. Die Ventile des Belüftungssystems wurden geöffnet, und ein großer Bereich außerhalb des Gebäudes wurde kontaminiert. Das Feuer wurde von Wissenschaftlern und Wartungspersonal in Schutzkleidung gelöscht, die mit Eimern mit nassem Sand durch das Loch im Sicherheitsbehälter liefen und den Sand in dem Moment hinunterwarfen, in dem sie den rauchenden Eingang passierten.

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Aktuelles+

24. Mai 2026

Wer stellt sich noch gegen das atomare Wettrüsten?

Die UN-Überprüfungskonferenz zeigt die Krise des Abrüstungsregimes. Und auch Deutschland distanziert sich von einer fortschrittlicheren Position und zementiert die „nukleare Teilhabe“. Ein Gastbeitrag von Aicha Kheinette.

In New York wird wieder heiß über Atomwaffen diskutiert. Alle fünf Jahre prüfen die UN-Mitgliedstaaten die (Miss-)Erfolge des Atomwaffensperrvertrags. Doch statt der vertraglich zugesicherten Abrüstung rüsten die Atommächte seit Jahren massiv auf. Seit 1970 ist der Nukleare Nichtverbreitungsvertrag (NVV) in Kraft, fast alle UN-Staaten haben ihn unterzeichnet. Vereinfacht lautet der Deal: Die Atomwaffenstaaten versprechen, ihre Arsenale abzurüsten. Dafür versichern die anderen Staaten, sich keine eigenen Kernwaffen anzuschaffen.

Nach einem halben Jahrhundert fällt die Bilanz mager aus: Zwar konnte die Verbreitung von Kernwaffen eingedämmt werden, doch nachdem ihre Zahl zunächst sank, wurden die Arsenale durch Modernisierung aufgerüstet und mittlerweile auch wieder quantitativ aufgebaut. „Krieg ist wieder en vogue“, war auf der bis Freitag abgehaltenen 11. Überprüfungskonferenz zu hören.

Die Welt, so scheint es, steuert mit offenen Augen auf einen Abgrund zu. Laut der Doomsday Clock steht die Welt 85 Sekunden vor Mitternacht – der kritischste Stand seit Beginn des Atomzeitalters. Fakt ist: Ein Atomkrieg würde nicht nur einzelne Regionen verwüsten, sondern könnte eine globale Katastrophe mit Hunderttausenden unmittelbaren Todesopfern, langfristigen gesundheitlichen Folgen und massiven Auswirkungen auf Klima und Ernährungssicherheit weltweit auslösen.

Die vierwöchige Überprüfungskonferenz hat deutlich gemacht, wie tief die Gräben innerhalb des Abrüstungsregimes inzwischen sind. Zwischen den Atommächten selbst, aber auch zwischen ihnen und den Staaten, die weiterhin auf die Umsetzung des Vertrags pochen, wächst die Konfrontation. Atomwaffen-Staaten und ihre Verbündeten legitimieren die Aufrüstung ihrer Arsenale, relativieren eigenes Verhalten und werfen einander Regelverstöße vor. Implizit lautet ihr Kanon: Abrüstung macht uns unsicher. Das widerspricht jedoch dem Vertrag. Die Atomwaffen-Staaten müssen abrüsten, wenn sie von anderen Staaten erwarten, niemals eigene Kernwaffen zu besitzen. Dieses zentrale Versprechen des Abkommens wird einseitig von den Atommächten und ihren Verbündeten gefährdet. So etablieren sie Doppelstandards bei der Umsetzung des Vertrags.

Die Welt steuert mit offenen Augen auf einen Abgrund zu.

Aicha Kheinette

Die deutsche Bundesregierung vertrat dabei noch vor kurzem eine fortschrittlichere Position. Die damalige Außenministerin Annalena Baerbock trat mit dem Versprechen einer feministischen Außenpolitik an, die menschliche Sicherheit über militärische Drohgebärden und eine reduktionistische Abschreckungslogik stellt. 2026 zeigt sich eine andere Realität: Aufrüstungsprogramme werden als „Zeitenwende“ deklariert und die nukleare Teilhabe wird zementiert, statt ihre Risiken kritisch zu hinterfragen. Das überlebenswichtige Ziel einer Welt ohne Massenvernichtungswaffen scheint in den Hinterzimmern vermeintlicher Realpolitik zu verblassen.

Die Bundesregierung führt so die Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland fort und arbeitet sogar an einer stärkeren Einbindung unter einem französischen Nuklearschirm. Das alles erhöht das Risiko der Proliferation und eines nuklearen Einsatzes. Zudem distanziert sie sich mittlerweile vom seit 2021 geltenden Atomwaffenverbotsvertrag: Nachdem Deutschland 2022 noch als Beobachter an der Staatenkonferenz des Vertrags teilgenommen hatte, blieb die Bundesregierung den folgenden Treffen fern. Und das, obwohl einer Cambridge-Studie von Anfang 2026 zufolge 76,9 Prozent der Befragten in Deutschland diesen Vertrag unterstützen.

Damit sind sie nicht alleine, denn die Antwort auf die Frage, wer sich dem atomaren Wettrüsten noch entgegenstellt, ist eindeutig: die Mehrheit der Menschen auf der Welt. Mittlerweile haben sich 99 UN-Mitgliedstaaten dem Atomwaffenverbotsvertrag angeschlossen. Dieses Abkommen baut auf dem NVV auf und geht über ihn hinaus. Es verbietet Kernwaffen vollumfänglich für alle Vertragsmitglieder. Zu den unterzeichnenden Staaten gehören etwa Mexiko, Neuseeland und Südafrika, aber auch EU-Mitglieder wie Irland und Österreich.

Widerstand gegen die atomare Bedrohung kommt aber nicht nur von Staaten. Weltweit setzen sich Abgeordnete für Abrüstung ein, auch über Parteigrenzen hinweg. Die Wissenschaft warnt seit Jahrzehnten vor den katastrophalen Folgen eines Atomkriegs und schafft die technischen Grundlagen für nukleare Abrüstung und Verifikation. Gleichzeitig erinnern die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki sowie der mehr als 2.000 Atomwaffentests weltweit an die menschlichen Konsequenzen dieser Waffen. Über den Globus verteilt unterzeichnen Städte und Gemeinden den ICAN-Städteappell und fordern damit den Beitritt ihrer Staaten zum Atomwaffenverbotsvertrag.

Wahre Sicherheit entsteht nicht durch die ständige Drohung mit kollektiver Vernichtung. Sondern durch Zusammenarbeit, Vertrauensbildung und die Einhaltung internationalen Rechts. Doppelstandards untergraben genau dieses Vertrauen und treiben die Welt weiter in Richtung Eskalation. Besonders die Atomwaffenstaaten und ihre Verbündeten müssen endlich Verantwortung übernehmen und den Weg zurück an den Verhandlungstisch finden. 

  


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Hintergrundwissen

Die Karte der nuklearen Welt

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Die Suchmaschine Ecosia pflanzt Bäume!

https://www.ecosia.org/search?q=Atomwaffenverbotsvertrag

https://www.ecosia.org/search?q=Atomwaffensperrvertrag

https://www.ecosia.org/search?q=Wettrüsten
 

atomwaffen A-Z

Nukleares Wettrüsten

Wettrüsten ist eine Situation, in der Staaten sich in einem Wettlauf befinden, ihre militärischen, technologischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln, um ihre Konkurrenten zu übertreffen. Dies kann als Reaktion auf die Aufrüstung anderer Staaten verstanden werden, die sicher stellen soll,im Falle einer Konfrontation wettbewerbsfähig zu bleiben oder die Oberhand zu behalten. Wettrüsten kann zu einer Rüstungsspirale führen, in der sich die beteiligten Parteien immer weiter aufschaukeln. Diese führt ihrerseits wieder zu mehr Spannung und Eskalation.

Historisch betrachtet fand zunächst das nukleare Wettrüsten bilateral zwischen den USA und der Sowjetunion statt. Die USA waren nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1949 die einzige Atommacht der Erde. Das wurde von der Sowjetunion als existentielle Bedrohung empfunden. Die UdSSR testete 1949 ihre erste Atombombe. Die USA verloren damit früher als erwartet ihre Kernwaffenmonopolstellung. Damit begann ein nukleares Wettrüsten zwischen Ost und West. Es galt, den Gegner mit Hilfe von Atomwaffen abzuschrecken.

Während des Kalten Krieges konzentrierten sich sowohl die USA als auch die Sowjetunion zunächst vorwiegend auf die Entwicklung raketengetriebener Fernwaffen. Ab Mitte der 50er Jahre konzentrierten sie sich auf den Bau von Interkontinentalraketen.

Am 4. Oktober 1957 gelang es der Sowjetunion als erstes Land, einen kugelförmigen Satelliten namens „Sputnik I“ in die Erdumlaufbahn zu schießen. Der Westen befand sich damit in einem technologischen Rückstand gegenüber der kommunistischen Welt. Einen Monat später startete die UdSSR bereits ihren zweiten Erdsatelliten „Sputnik II“, der ein sensationelles Gewicht von 508 Kilogramm hatte. Die UdSSR war damit in der Lage, Atombomben von irgendeinem Punkt auf der Erde in die USA zu schießen. Die USA waren zum ersten Mal verwundbar.

Als Reaktion auf die russischen Erfolge, bewilligte die US-amerikanische Regierung Milliardenbeträge, um ihren Rückstand auf dem Gebiet der Raumfahrt aufzuholen.

Die Erfolge auf dem Gebiet der Raumfahrt wurden von den beiden Supermächten auch auf militärischer Ebene genutzt. Sie schossen zahlreiche Spionagesatelliten ins All, errichteten in weitgehend unbewohnten Gebieten hunderte von Bunkern mit abschussbereiten Raketen ein und auf den Weltmeeren patrouillierten raketentragende Unterseeboote. Jede Seite verfügte über genügend Raketen für einen zweiten Schlag; so wagte niemand den ersten Schritt. Damit war das „Gleichgewicht des Schreckens“ erreicht.

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Wikipedia

Atomwaffenverbotsvertrag

Der Atomwaffenverbotsvertrag (abgekürzt AVV; englisch Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons, abgekürzt TPNW) ist eine internationale Vereinbarung, die Entwicklung, Produktion, Test, Erwerb, Lagerung, Transport, Stationierung und Einsatz von Kernwaffen verbietet, außerdem die Drohung damit. Am 22. Januar 2021, 90 Tage nach der 50. Ratifizierung, trat der Vertrag in Kraft.

Im Dezember 2016 nahm die UN-Generalversammlung eine Resolution mit einem Verhandlungsmandat für einen solchen Vertrag an. Die erste Verhandlungsrunde fand in New York im März 2017 statt, die zweite im Juli 2017. An der ersten Konferenz beteiligten sich 132, an der zweiten 124 der 193 Mitgliedstaaten, unter anderem Österreich als Mitinitiator. Der ausgearbeitete Vertrag wurde am 7. Juli 2017 mit 122 Stimmen angenommen; die Niederlande stimmten dagegen, Singapur enthielt sich. Auf der UN-Generalversammlung unterzeichneten im September 2017 zunächst 53 Staaten. Bis zum 24. September 2024 hatten 94 Staaten unterzeichnet, 73 Staaten den Vertrag ratifiziert.

Die offiziellen und De-facto-Atommächte und die NATO-Staaten mit Ausnahme der Niederlande nahmen nicht an den Verhandlungen teil und unterzeichneten den Vertrag auch später nicht. Als einzige Staaten, bei denen Bestrebungen zum Bau von oder zur Verfügung über Atomwaffen vermutet werden, nahmen der Iran und Saudi-Arabien an den Verhandlungen teil, aber auch sie unterzeichneten den Vertrag nicht.

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Atomwaffensperrvertrag

Der Atomwaffensperrvertrag, auch Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen oder nach Auswärtigem Amt der Nuklearer Nichtverbreitungsvertrag (NVV), auch Non-Proliferations-Abkommen, von englisch Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons, kurz Non-Proliferation Treaty, abgekürzt NPT, ist ein internationaler Vertrag aus dem Jahr 1968, der das Verbot der Verbreitung und die Verpflichtung zur Abrüstung von Kernwaffen sowie das Recht auf die „friedliche Nutzung“ der Kernenergie zum Gegenstand hat.

Der Atomwaffensperrvertrag wurde von den Atommächten USA, der Sowjetunion und Großbritannien initiiert und am 1. Juli 1968 von ihnen unterzeichnet.

Vertragsbestimmungen

Hinweis: Im folgenden Abschnitt sind eine Auswahl der Inhalte des Vertrags dokumentiert.

Im Atomwaffensperrvertrag verzichten die Unterzeichnerstaaten, die nicht im Besitz von Kernwaffen sind, auf den Erwerb von Atomwaffen (siehe Artikel I bis III). Die fünf offiziellen Atommächte, die diesen Status dadurch erlangten, dass sie vor dem 1. Januar 1967 eine Kernwaffe gezündet haben (s. Artikel IX), verpflichten sich im Gegenzug, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen […] über einen Vertrag zur allgemeinen und vollständigen Abrüstung unter strenger und wirksamer internationaler Kontrolle“ (s. Artikel VI). Dies ist die einzige bindende Verpflichtung zur vollständigen Abrüstung der Atomwaffenstaaten in einem multilateralen Vertrag.

Außerdem steht laut Vertrag jedem Mitgliedstaat das „unveräußerliche Recht“ auf ein ziviles Atomprogramm zu. Alle Vertragsunterzeichner verpflichten sich, „den weitestmöglichen Austausch von Ausrüstungen, Material und wissenschaftlichen und technologischen Informationen zur friedlichen Nutzung der Kernenergie zu erleichtern“ (s. Artikel IV).

Jeder Staat darf den Vertrag kündigen, muss dies jedoch drei Monate zuvor bekanntgeben (s. Artikel X). Von diesem Recht hat z. B. Nordkorea Gebrauch gemacht.

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Vertragstext: 

Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons (PDF en)

Text des Vertrages über die Nichtverbreitung von Kernwaffen –NVV – (PDF de)

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YouTube

https://www.youtube.com/results?search_query=Atomwaffenverbotsvertrag

https://www.youtube.com/results?search_query=Atomwaffensperrvertrag

https://www.youtube.com/results?search_query=Wettrüsten 

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