Newsletter II 2023

8. bis 14. Januar

 

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Nuclear Power Accidents

Diese PDF-Datei enthält eine Liste bekannt gewordener Unfälle und Freisetzungen von Radioaktivität. Sobald neue Informationen verfügbar sind, wird diese Liste erweitert und aktualisiert ...

Auszug für diesen Monat:

01. Januar 1977 (INES 5) Akw Belojarsk, UdSSR

03. Januar 1961 (INES 4 | NAMS 2,9) NRTS, Idaho Falls, USA

17. Januar 1966 (Broken Arrow) Palomares, ESP

20. Januar 1965 (INES 4 | NAMS 3,7) LLNL, Livermore, CA, USA

21. Januar 1969 (INES 5 | NAMS 1,6) Akw Lucens, CHE

21. Januar 1968 (Broken Arrow) Thule Airport, Grönland, DNK

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Wir suchen aktuelle Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an: nukleare-welt@reaktorpleite.de

 

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14. Januar

 

WIP

Kleb | Atommächte | MiK

Teil 1 | 2 | 3

Alles klebt …

Atommächte kleben an der brachialen Gewalt der dicksten Keule

Die mächtigen Nuklearstaaten, wie die Vereinigten Staaten von Amerika, Russland und in der zweiten Welle Großbritannien, Frankreich und China, kleben an den Arsenalen nuklearer, biologischer, chemischer und weiß der Teufel was für anderer Waffen, die sie während des kalten Krieges angehäuft haben. Von schierer Angst getrieben, haben sie sich seit 1939 auf diesen Wettlauf um die mächtigste Waffe eingelassen und sind seither nicht mehr von dieser Droge losgekommen.

Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea sind die dritte Welle der Staaten, die sich der Macht der großen Bombe verschrieben haben. Alle hatten sie gute Gründe für den Aufbau eines militärisch-industriellen Komplexes, aber die zunehmende Abhängigkeit von diesem massiven Machtblock macht sie von Tag zu Tag süchtiger. Immer mehr Geld wird in den Moloch MiK gepumpt und die Bevölkerung leidet unter bewusst erzeugten Ängsten und immer knapper werdenden finanziellen Mitteln, um eine positive Entwicklung ihres Landes vorantreiben zu können.

Die Zivilbevölkerung wurde - und wird bis heute - erst für dumm verkauft und dann ausgepresst, um diese Massenvernichtungswaffen zu finanzieren. Diese Waffen wiederum wurden entwickelt um große Städte in Schutt und Asche zu legen und so große Teile der zivilen Bevölkerung auf einen Schlag zu vernichten.

Ende Verblende

Wir hängen alle am Tropf der Macht, denn sonst würden wir Menschen uns furchtbar arm, klein, verloren und nicht zugehörig fühlen, wie es im wirklichen Leben der Fall ist. Jahrtausendelang waren Familie und Clan das Einzige, was für uns zählte, wenn es um das Gefühl der Zugehörigkeit ging. Um zu kontrollieren, wann, wo und warum sich die Mitglieder der Clans gegenseitig die Köpfe einschlagen, traten bald Religion und König auf den Plan und sicherten ihre Macht mit schönen Geschichten und Waffengewalt. Und genau da steht die Menschheit auch heute noch - Evolution ist ein verdammt langwieriges Unterfangen.

Was wären wir Menschen ohne unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit? Frei, unabhängig, desillusioniert und ziemlich allein.

Freedom’s just another word for nothing left to lose.
Kris Kristofferson

Inwieweit dies gut oder schlecht, wünschenswert oder nicht ist, muss jeder für und mit sich selbst ausmachen. Aber was an diesem Gedanken wirklich wichtig ist, ist, dass wir uns nichts vormachen und uns auch nichts vormachen lassen …

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Lützerath | Aktivisten

Tag vier der Räumung in Lützerath: Bergung aus Tunnel läuft

Spezialkräfte sind mit der Bergung von zwei Aktivisten aus dem Tunnel beschäftigt. Tausende strömen zur Großdemo nach Keyenberg. Einige dringen in Tagebau ein. Die Ereignisse des Tages in Kürze zusammengefasst.

Bisher ist es den Spezialkräften in Lützerath nicht gelungen, die zwei Aktivisten aus dem selbstgebauten Tunnel zu holen. Der Zugang zu dem unterirdischen Tunnel liegt offenbar im Keller eines Hauses. Rettungskräfte hätten die Luftzufuhr gesichert und würden Kontakt zu den Personen halten.

"Wir gehen davon aus, dass es ihnen gut geht", sagte Bente Opitz von der Initiative "Lützerath lebt". Die Aktivisten hätten genug zu essen und könnten mehrere Tage in dem Tunnel ausharren ...

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Klimakrise | Drastische Maßnahmen | Kipppunkt

Klimakollaps abwenden? Das geht nur mit Verzicht und Verbrauchreduktion

Robert Habeck und Olaf Scholz versprechen uns, dass wir Klimaneutralität erreichen können, ohne Einbußen beim Wohlstand hinnehmen zu müssen. Es ist an der Zeit, sich von dieser Illusion zu verabschieden

Anfang Dezember wandte sich die OECD, genauer: ihr Umweltreferat, mit einem dramatischen Appell an die Öffentlichkeit. Berichtet wurde darüber so gut wie nicht. Die neueste Forschung, etwa das Hothouse Earth Paper aus dem Jahr 2018 und eine Nachfolgepublikation aus dem Jahr 2022, zeige, so die OECD, dass das Klima bereits bei deutlich tieferen Temperaturen als bislang angenommen, nämlich bereits bei einem Temperaturzuwachs von 1,5 Grad, kippen könnte. Dafür gebe es, schrieb die Direktorin des Umweltreferats der OECD, Jo Tyndall, im Vorwort, „unbestreitbare Belege“. Doch reiche die bisherige Klimapolitik „bei weitem nicht aus, um die gefährlichen Auswirkungen des Überschreitens von Klimakipppunkten zu vermeiden“.

Zu diesen Kipppunkten gehören das Abschmelzen des Westantarktischen Eisschilds sowie des Grönlandeises, das Absterben des Amazons Regenwaldes, der zu versteppen droht oder der Ausfall der Atlantischen Umwälzströmung (AMOC), zu der auch Golfstrom zählt. Damit würden unaufhaltsame Dynamiken mit „desaströsen“ Folgen für unsere Gesellschaft und sogar für das nackte Überleben der Menschheit in Gang gesetzt. Schlimmer noch, das Überschreiten eines dieser Kippelemente könnte kaskadenartig zum Auslöser des nächsten werden, etwa des Auftauens der arktischen Permafrostböden. Diese bergen etwa doppelt so viele Treibhausgase wie derzeit in der Atmosphäre vorhanden sind. Und dann gäbe es kein Halten mehr ...

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Ukraine-Krieg | Friedensverhandlungen

Plädoyer für Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg

Kriegsverlauf und Hilfe aus dem Westen machen der Ukraine Mut. Doch die Strategie Putins ist perfid. Warum wir jetzt über eine Exit-Strategie reden sollten.

Der brutalste Angriffskrieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg bringt unvorstellbares Leid. Und es ist kein Ende in Sicht. Millionen Menschen sind obdachlos oder auf der Flucht. Die Wirtschaft ist im freien Fall. Die Infrastruktur wird täglich zerstört. Die zivilen Opfer steigen weiter um Tausende. Mindestens 100.000 Soldaten sind auf jeder Seite bislang gefallen und weitere Hunderttausende sind verletzt.

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In US-amerikanischen Regierungskreisen wie auch in der Öffentlichkeit mehren sich die Stimmen, die Ukraine nicht weiter bedingungslos zu unterstützen, sondern sie vorsichtig auf eine Kompromisslösung vorzubereiten.

Warum? Waffenlieferungen und Sanktionen werden Russland nicht in die Knie zwingen. Dieses brutale Regime an der Spitze einer Atommacht wird eher eskalieren als dass es aufgeben wird. Und sollte Putin sterben oder abgesetzt werden, dann wird nicht eine liberale Opposition den Krieg beenden, sondern rechtsextreme und noch militantere Nationalisten könnten den Krieg noch brutalerer führen. Sie werden auch das Risiko eine europäischen Flächenbrandes einkalkulieren.

Die Russen mögen ihrer eigenen Regierung nicht trauen, aber dem Westen trauen sie noch weniger. Insbesondere die Forderung des Westens, Russland muss für diesen Krieg bestraft werden und sollte nie wieder als Großmacht auferstehen, befeuert einen grimmigen und militanten Nationalismus, der jetzt auf beiden Seiten dominiert ...

 

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13. Januar

 

Japan | Fukushima | IAEAFreisetzung Tritium

Atomenergiebehörde billigt Einleitung Fukushima-Wasser darf ins Meer

Zwölf Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima hat die Internationale Atomenergiebehörde den Plan gebilligt, mehr als eine Million Tonnen aufbereitetes Wasser ins Meer zu leiten - obwohl es hohe Mengen Tritium enthält.

Japan will noch in diesem Jahr mehr als eine Million Tonnen aufbereitetes Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima ins Meer leiten. Der bereits 2021 gefasste Plan sei jetzt von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA gebilligt worden, teilte der leitende Regierungssekretär Hirokazu Matsuno mit. Dennoch werde die Regierung auf einen "umfassenden Bericht" der UN-Organisation warten, bevor die Freigabe erfolge, sagte er.

"Wir gehen davon aus, dass die Freisetzung irgendwann in diesem Frühjahr oder Sommer erfolgen wird", sagte Matsuno. Zuerst müssten die entsprechenden Anlagen fertiggestellt und getestet sein. Die Regierung werde "die größtmöglichen Anstrengungen unternehmen, um die Sicherheit zu gewährleisten", sagte er mit Blick auf die anhaltenden Bedenken der Nachbarländer und örtlichen Fischer ...

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Lützerath | Protest

Alle Infos zu Anreise, Route, Programm

Fridays for Future ruft für den 14. Januar zum Protest in Lützerath auf

Lützerath/Düsseldorf · Nach der Räumung des Dorfes Lützerath ruft Fridays for Future für den 14. Januar zum Protest auf. Die Bewegung fordert, den Kohleabbau zu stoppen. Wie das Programm für den Tag aussieht.

RWE möchte Lützerath für Braunkohle abreißen. Deshalb wurde das Dorf in der Nähe von Erkelenz am Mittwoch, 11. Januar, bereits geräumt. Zahlreiche Aktivisten versammelten sich in dem Ort, um gegen die Räumung vorzugehen. Doch das reicht den Aktivisten nicht: Am Samstag, 14. Januar, ist deswegen eine Demonstration in Lützerath geplant, um für den Kohleausstieg und die Klimagerechtigkeit zu protestieren.

Lützerath-Demo: Route der Aktivisten am 14. Januar

Die Aktivisten versammeln sich um 12 Uhr in Keyenberg und ziehen von dort aus als Demozug zur Hauptbühne auf einer Fläche an der L12 in der Nähe von Lützerath. Die eigentliche Kundgebung mit Programm wird dort ab 13.30 Uhr stattfinden ...

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Folgen Klimawandel | Energiekonzerne | Erderwärmung

Vorwurf von Klimaforschern

Exxon sah Erderwärmung genau voraus

Die Folgen des Klimawandels sind heute unbestrittene Tatsachen. Der Ölkonzern ExxonMobil macht seit den 1970er-Jahren eigene Studien dazu. Einer Forschungsgruppe zufolge waren die Ergebnisse eindeutig, doch der Konzern schwieg.

Seit wann wussten die großen Energiekonzerne über die Entwicklungen des Klimawandels Bescheid? Diese Fragen wird schon länger diskutiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Harvard University und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) berichten nun, der Ölkonzern ExxonMobil habe bereits Ende der 1970er Jahre gewusst, welche Entwicklungen zu erwarten waren. Das US-Unternehmen habe die globale Erderwärmung als Folge des Ausstoßes von Treibhausgasen genau vorhergesagt, schreiben sie in einem Artikel im Fachjournal "Science". Zugleich habe das Unternehmen diesen Zusammenhang jahrzehntelang systematisch heruntergespielt.

Dass Exxon schon lange von der Bedrohung durch die globale Erwärmung wusste, war bereits grundsätzlich bekannt. Die Klimaforscher werteten nun die dem Unternehmen intern vorliegenden Daten und darauf basierenden Prognosen von 1977 bis 2003 aus - das Ergebnis nannten sie "verblüffend" ...

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Lützerath | Protest | Räumung

Kohleproteste in Lützerath

Aktivisten verschanzen sich in Tunneln

Oberirdisch ist Lützerath bereits fast geräumt - doch nun wurden Tunnel entdeckt, in denen sich Aktivisten verschanzt haben. Der Unmut vieler Aktivisten richtet sich immer stärker gegen die Grünen: In verschiedenen Städten gab es Aktionen gegen Parteibüros.

Einige Besetzer im Braunkohle-Dorf Lützerath haben sich in Tunneln unter dem Dorf verschanzt. "In mindestens einer dieser unterirdischen Bodenstrukturen sind Menschen drin, die müssen geborgen werden", sagte Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach. Die Situation für die Aktivisten sei nicht ungefährlich: "Wir wissen nicht, wie stabil diese unterirdischen Bodenstrukturen sind. Wir wissen auch nicht, wie die Luftzufuhr dort ist", sagte Weinspach.

In der Nacht beendete das Technische Hilfswerk seinen Einsatz, ohne die Aktivisten aus dem Tunnel zu holen. Außerdem will die Polizei am Freitag ein letztes besetzt gehaltenes Haus räumen. In der Nacht harrten die Klimaaktivisten bei starkem Regen, kräftigem Wind und Temperaturen unter zehn Grad aus. Weiter geräumt wurde von der Polizei zunächst nicht ...

 

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12. Januar

 

Lützerath | Räumung | Braunkohle

Polizei beginnt mit Räumung der Baumhäuser

Der Energiekonzern RWE fängt bereits mit dem Abriss leerstehender Gebäude an und hat einen Zaun um das Dorf errichtet.

Die Räumung des von Klimaaktivisten besetzten nordrhein-westfälischen Dorfes Lützerath geht auch am Donnerstag weiter. Polizisten versuchen, die Demonstranten aus den verbliebenen Gebäuden und Baumhäusern zu bringen.

Die Aktivisten wollen mit ihrer Besetzung verhindern, dass das Dorf abgerissen wird und der Energiekonzern RWE auf dem Gelände weiter klimaschädliche Braunkohle abbaut. Dabei macht ihnen das regnerische und stürmische Wetter zunehmend zu schaffen. Die Situation sei besonders für die Aktivisten in den Baumhäusern gefährlich, sagte eine Sprecherin der Kohlegegner. "Im Normalfall kommen sie bei Sturm runter" ...

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Klimawandel | Arktis | Eisschwund

Kampf um die Arktis: Klimawandel legt Eismeer frei und entfacht einen erbitterten Machtkampf

Der Klimawandel sorgt in der Arktis für dünnes Eis. Eigentlich sollte das die weltweiten Großmächte alarmieren. Stattdessen erhoffen sie sich von der Eisschmelze vor allem eines: wirtschaftlichen Profit. Der Konkurrenzkampf ist brandgefährlich.

Das Eis in der Arktis schmilzt mit rasanter Geschwindigkeit. Wohl an kaum einem anderen Ort zeigen sich die Auswirkungen des Klimawandels so dramatisch wie dort. Dennoch schielen Russland, China und die USA gierig auf die schrumpfende Eisdecke. Während diese immer dünner wird, entwickelt sich die einst kaum beachtete Polarregion zu einem zunehmend begehrten und damit umkämpften geostrategischen Hotspot – und zu einem Streitpunkt zwischen den Großmächten.

Die Arktis wird zu einer der bedeutendsten Handelsrouten

Beeindruckende Eislandschaften, so weit das Auge reicht, die Gegend ist rau, aber schön. Der Grund, warum Russlands Wladimir Putin, Chinas Xi Jinping oder US-Präsident Joe Biden die Finger nach der Arktis ausstrecken, ist jedoch ein anderer. Bislang ist die sogenannte „Nordostpassage" laut des UN-Seerechtsübereinkommens von 1982 internationales Gewässer ...

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BelgienDoel | TihangeLaufzeitverlängerung | Abschaltung

Laufzeitverlängerung belgischer Reaktoren

Nach der Einigung zwischen der belgischen Regierung und dem Betreiber über eine Laufzeitverlängerung der Reaktoren Doel 4 und Tihange 3: Welche Prüfungen und Entscheidungen stehen nun in Belgien an?

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Von der nun angestrebten Verlängerung unberührt bleiben die Termine für die endgültige Abschaltung der übrigen belgischen KKW: Von den Anlagen Doel 3 und Tihange 2, in deren Reaktordruckbehältern bei Prüfungen im Jahr 2012 Rissanzeigen entdeckt worden waren (weitere Informationen hierzu enthält die Stellungnahme der Reaktor-Sicherheitskommission), wurde die in Doel bereits im September 2022 stillgelegt, der Reaktorblock in Tihange soll zum 1. Februar 2023 endgültig vom Netz genommen werden. Zu diesen Terminen erreichen die Anlagen ihr sogenanntes „Auslegungs-Alter“ von 40 Jahren; anders als bei den anderen Reaktoren wurde mit Blick auf die Rissanzeigen auf einer Verlängerung der Laufzeit verzichtet. Die endgültige Abschaltung der Reaktoren Doel 1 und 2 sowie Tihange 1 ist für das Jahr 2025 festgelegt.

Für den geplanten Weiterbetrieb von Doel 4 und Tihange 3 sind nun umfangreiche Prüfungen und entsprechende behördliche Entscheidungen erforderlich. Die belgische Aufsichts- und Genehmigungsbehörde FANK hat nach entsprechendem Auftrag durch die belgische Regierung ein Konzept vorgelegt, das die Gegenstände, den zeitlichen Ablauf und die Maßstäbe für diese Prüfungen erläutert ...

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SchwedenAnkündigung | Akw-Neubau

Schwedens Kehrtwende bei Atomenergie:

Nichts als Augenwischerei

Die Ankündigung von Schwedens Regierung, neue AKWs zu bauen, muss man nicht ernst nehmen. Aktuell findet sich niemand, der ein Interesse daran hätte.

In diesen Tagen flattern den SchwedInnen die Stromabrechnungen für Dezember ins Haus. Für manche wird das ein Schock werden. Viele Wohnungen und Einfamilienhäuser sind mit Elektroheizungen ausgestattet, und ihre BesitzerInnen müssen mit mehrfach höheren Kosten als vor einem Jahr rechnen. Nicht zufällig hat die Regierung in Stockholm deshalb in dieser Woche neue Strombeihilfen genehmigt, mit denen die Haushalte entlastet werden sollen.

Auch mit der Ankündigung, die Voraussetzungen zum Bau neuer Atomreaktoren zu schaffen, soll offenbar vor allem Handlungskraft demonstriert werden. Was die Regierung von Ulf Kristersson als Lösung für den Bedarf künftiger Energieversorgung präsentiert, ist indes reine Augenwischerei. Sollte es wirklich eine Mehrheit für die Pläne der Regierung geben, so ist weit und breit kein Energieunternehmen in Sicht, das das Risiko eingehen würde, einen künftigen AKW-Neubau auch nur zu planen ...

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Klimawandel | TemperaturOzean | Hitzerekord

Ozeane brechen erneut Wärmerekord

Weltmeere speicherten im Jahr 2022 mehr Wärme als jemals zuvor

Die Ozeane haben einen neuen Hitzerekord erreicht – sie sind wärmer als jemals zuvor gemessen, wie Analysen von Messdaten belegen. Demnach nahmen die Weltmeere im Jahr 2022 noch einmal rund zehn Zettajoule mehr an Wärmeenergie auf als 2021. Damit haben die Ozeane jetzt schon mehrere Jahre in Folge immer neue Hitzerekorde erreicht. Auch die Schichtung und der Salzgehalt werden zusehends extremer: Salzige Meeresgebiete wurden 2022 noch salziger, salzärmere dagegen süßer. All dies beeinflusst nicht nur die Ozeane, sondern auch die globalen Wettermuster.

Die Ozeane sind die wichtigsten Klimapuffer unseres Planeten: Sie nehmen rund 90 Prozent der überschüssigen Wärme auf, die durch den anthropogenen Klimawandel entsteht. Doch das hat Folgen: Die Ozeane heizen sich auf und haben schon in den vergangenen Jahren immer wieder neue Wärmerekorde geknackt. Zudem häufen sich marine Hitzewellen und die durch Temperatur und Salzgehalt bedingte Schichtung der Ozeane wird rigider und undurchlässiger ...

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Ukraine-Krieg | WaffenstillstandFriedensverhandlungen

Drei Szenarien: Wohin der Ukraine-Krieg im Jahr 2023 führen könnte

Die militärischen Gewinne und Verluste werden bestimmen, wie der Konflikt sich entwickelt. Die wahrscheinlichsten drei Szenarien sind verbunden mit Problemen und Gefahren. Worauf man sich einstellen sollte.

Wie in jedem Krieg wird der wichtigste Faktor für den künftigen Verlauf des Ukraine-Konflikts letztlich das sein, was auf dem Schlachtfeld geschieht. Es gibt im Wesentlichen drei Möglichkeiten, wobei jede von ihnen eine Reihe potenzieller Konsequenzen nach sich ziehen würde: ein ukrainischer Durchbruch, ein russischer Durchbruch und eine Pattsituation, die in etwa den derzeitigen militärischen Frontverläufen entspricht ...

 

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11. Januar

 

SchwedenAkw-Neubau | SMR

Atom- statt Windkraft:

Neue AKW in Schweden geplant

Schwedens Rechtskoalition stellt die Weichen für neue Atomkraftwerke. So sollen Stromengpässe und hohe Preise verhindert werden.

STOCKHOLM taz | Schwedens Regierung will die gesetzlichen Voraussetzungen zum Bau neuer Atomkraftwerke schaffen. Man werde im Parlament einen Gesetzentwurf einbringen, mit dem bestehende gesetzliche Hürden für AKW-Neubauprojekte beseitigt werden würden, kündigte Ministerpräsident Ulf Kristersson am Mittwoch an. Das Gesetz soll im Frühjahr 2024 in Kraft treten.

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Schwedens Grüne kritisierten die Regierung: Die Fixierung auf die Atomkraft erschwere den Bau von Offshore-Windkraftanlagen, die mehr Strom erzeugten und viel schneller gebaut werden könnten als die AKW.

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Vereinigte Staaten | Überschwemmungen | Kalifornien

Überschwemmungen in Kalifornien

Angst vor dem ARkStorm

Sturzfluten haben an der Westküste der USA gewütet. Es könnte ein Vorgeschmack auf das sein, was Kalifornien in den kommenden Jahren noch bevorsteht.

Mindestens 17 Menschen sind gestorben, ein Fünfjähriger wird noch vermisst, er wurde von den Wassermassen mitgerissen: Heftige Stürme und Regenfälle haben in Kalifornien für Sturzfluten und Erdrutsche gesorgt. Straßen sind überflutet, Bäume umgerissen. Etwa 150.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

Behörden ordneten die Evakuierung mehrerer Ortschaften an, darunter die Kleinstadt Montecito.

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Und in den kommenden Jahren könnten die Regenfälle noch schlimmer werden. Schon lange rechnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem ARkStorm, die Abkürzung für Atmospheric River kilo Storm.

Laut diesem Szenario geraten Regenstürme derart in Schwung, dass sie wie ein gewaltiger Feuerwehrschlauch fantastisch anmutende Wassermengen von Westen nach Osten über den Pazifik transportieren. Nur etwa anderthalb Kilometer über dem Meer rasen die Wolken heran. Sobald sie mit einer Gebirgskette kollidieren und die warme Luft nach oben gedrückt wird, entlädt sich ein tagelanger Sturzregen ...

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Lützerath | RWE | Grünen | Braunkohle

"Grüne hätten RWE nicht nachgeben dürfen"

Hätten die vergangenen Bundesregierungen nicht die Ökoenergien behindert, wäre die Braunkohle schon heute überflüssig, sagt Hans-Josef Fell. Der Energieexperte und ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen über den Kohlekonflikt und die Klimaziele.

Klimareporter°: Herr Fell, was bedeutet die Räumung von Lützerath für die Grünen, deren führender Energieexperte Sie in Ihrer Zeit im Bundestag waren, und Ihr Verhältnis zur Klimabewegung?

Hans-Josef Fell: Wäre das starke Wachstum des Ökostroms, angestoßen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz von 2000, weitergelaufen, wären wir heute schon bei etwa 100 Prozent. Alle Braunkohlekraftwerke wären überflüssig, Lützerath müsste nicht abgebaggert werden.

Dass nun Grüne die Fehler von 16 Jahren Merkel-Regierungen ausbaden müssen, ist schwer zu ertragen. Vor allem auch die Grünen-Basis steht weiter fest zur Klimaschutzbewegung.

Klimareporter°: Die Grünen-Spitze hält den Kohleabbau unter Lützerath für notwendig, genauso wie der Energiekonzern RWE. Können Sie das nachvollziehen?

Hans-Josef Fell: Nein. Untersuchungen zeigen, dass die Kohle unter Lützerath nicht gebraucht wird. Schon aus Solidarität mit der Klimabewegung hätten Grüne dem großen Klimazerstörer RWE nicht nachgeben sollen ...

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Lützerath | Räumung

Besetzung des Dorfes Polizei räumt Lützerath

Die Polizei hat ihr Aufgebot verstärkt und alle Personen aufgefordert, Lützerath zu verlassen. Gleich zu Beginn der Räumung kam es zu Rangeleien. Steine und Pyrotechnik seien in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden, so die Polizei.

Die Polizei hat die Räumung des von Klimaaktivisten besetzten Braunkohleortes Lützerath begonnen. "Der Bereich wird umzäunt. Personen im abgesperrten Bereich haben aktuell die Möglichkeit, den Ort ohne weitere polizeiliche Maßnahmen zu verlassen", schrieb die Polizei Aachen auf Twitter.

"Sie können den Bereich hier jetzt verlassen, ohne dass es weitere Konsequenzen für Sie hat", hieß es in einer Lautsprecher-Durchsage der Polizei. Es kam zu ersten Rangeleien, wie dpa-Reporter berichteten. Klimaaktivisten vor Ort erklärten hingegen, unter anderem mit Menschenketten und Barrikaden den Einsatz behindern zu wollen ...

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RenaissanceAkw-Neubauten | China | Japan | Polen | Türkei | Bangladesch | WNISR

Nuklearenergie:

Gibt es eine Renaissance der Kernkraft?

Deutschland isoliere sich mit dem Atomausstieg, kritisieren Vertreter von FDP und Union. Andere Länder würden weiter oder wieder auf Kernkraft setzen. Doch wo werden wirklich neue Reaktoren gebaut?

»Renaissance« ist ein großes Wort, das die epochale Wende vom Mittelalter zur Neuzeit bezeichnet. Immer wieder taucht es auch als Argument in der Energiedebatte auf: Die Atomkraft erlebe im Ausland eine Renaissance, während Deutschland aus der Kernenergie aussteige, sagen etwa Politiker der oppositionellen Union und der Koalitionspartei FDP. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) verlangt nun, dass eine Expertenkommission einen Weiterbetrieb der deutschen Reaktoren prüfen solle.

Eine Zahl passt allerdings wenig zur These von der Renaissance: Erstmals seit 40 Jahren sank im Jahr 2021 der Anteil der Kernenergie an der weltweiten kommerziellen Stromerzeugung unter zehn Prozent. Das zeigt der »World Nuclear Industry Status Report« (WNISR) des Atompolitik-Analysten Mycle Schneider. Der jährlich erscheinende Bericht wird unter anderem von der den Grünen nahestehenden Heinrich-Böll-Stiftung finanziert. Der Rekordwert lag im Jahr 1996 bei mehr als 17 Prozent ...

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KlimaschutzHitze | Dürre | Klimawissenschaft

Europa im Hitzestress

Energie und Klima – kompakt: Klimawissenschaftler ziehen erste Bilanz für 2022. Europa erwärmt sich besonders schnell. Und die Welt steht kurz vor dem Überschreiten der globalen Temperaturobergrenze.

Ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen rauscht derzeit vom Atlantik kommend über Großbritannien nach Skandinavien und beschert Mitteleuropa Winde aus Süd bis Südwest. Immer wieder führen diese ausgesprochen milde Luft heran, die bei manchem Vogel schon Frühlingsgefühle auszulösen scheint.

Das neue Jahr fängt klimatisch so extrem an, wie das alte aufgehört hat, während im Rheinischen Braunkohlerevier die Polizei im Namen RWEs und mit dem Segen der grünen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur in Düsseldorf und ihres Partei- und Amtskollegen Robert Habeck in Berlin aufmarschiert.

Der Widerstand der Klimaschützerinnen und Klimaschützer soll gebrochen werden, damit noch mehr Braunkohle aus dem Boden gekratzt werden kann. Ausgerechnet Braunkohle, der klimaschädlichste aller fossilen Energieträger.

Derweil lassen die Forscherinnen und Forscher vom Copernicus Climate Change Service und vom Copernicus Atmosphere Monitoring Service keinen Zweifel daran, dass der Klimawandel im vollen Gange ist. Die beiden Institutionen sammeln im Auftrag der Europäischen Union am European Centre for Medium-Range Weather Forecasts im britischen Reading aktuelle und historische Daten über Klimaentwicklung und Zustand. Am gestrigen Dienstag stellten sie auf einer Pressekonferenz eine erste Auswertung für 2022 vor ...

 

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10. Januar

 

Großbritannien | Ausbau Erneuerbare | Strom Import Export

Dank Wind & Solar-Ausbau:

Großbritannien produzierte 2022 mehr Strom, als es verbrauchte

So einfach kann’s gehen: Großbritannien investierte in den vergangenen Jahren viel Geld in erneuerbare Energien und ist nun von Strom-Importen aus dem Ausland unabhängig. Seit 2022 exportiert die Insel sogar Strom in andere Länder. Dadurch nahm Großbritannien im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Euro ein.

Erstmals seit zehn Jahren konnte Großbritannien 2022 Strom exportieren. Auf Strom-Importe aus dem Ausland war die Insel so gut wie gar nicht mehr angewiesen. In der Vergangenheit mussten nämlich die Festland-Nachbarn Frankreich und Belgien häufig Engpässe im britischen Stromnetz ausgleichen.

2022 war es erstmals andersherum: Großbritannien verzeichnete Überschüsse in der Stromproduktion und konnte Elektrizitätsengpässe in Frankreich ausgleichen. Von Importen aus dem Ausland war man in diesem Jahr fast komplett unabhängig. Möglich wurde das durch den massiven Ausbau erneuerbarer Energien ...

 

IMHO

Bereits letzte Woche gab es einen Artikel zum Thema (Briten wurden dank erneuerbarer Energie zum Strom-Exporteur) und ich hatte erwartet, dass bald auch andere deutschsprachige Medien berichten würden. Fehlanzeige, der erste Artikel erschien in "derstandard.de" aus Wien, der heutige Artikel steht in "NeueZeit.at" ebenfalls aus Österreich. Die Medienschaffenden in Deutschland scheinen es nicht für besonders erwähnenswert zu halten, dass Großbritannien sich von Atom- und Kohlekraft unabhängig gemacht hat ...

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Klima Terroristen | Sozialtourismus | Merzthutjanix

„Unwort des Jahres“ ist „Klima-Terroristen“ - Klimaschutz wird diskreditiert

Eine sprachkritische Jury wählt alljährlich das „Unwort des Jahres“. Geschafft hat es 2023 das Wort „Klima-Terroristen“ - gefolgt von „Sozialtourismus“.

Hinter „Klima-Terroristen“ auf dem zweiten Platz landete „Sozialtourismus“. Bereits 2013 war das Wort „Unwort des Jahres“. Damals wurde damit Stimmung gegen Zuwanderung gemacht, aktueller Bezug ist Friedrich Merz. Der hatte das Wort 2022 im Zusammenhang mit Geflüchteten aus der Ukraine benutzt. Auf den dritten Platz wählte die Jury den Begriff „Defensive Architektur“. Das Wort meint eine Bauweise, die sich gegen bestimmte Personen, meistens Obdachlose im öffentlichen Raum richtet ...

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Lützerath | Kohle | Grünen

Lützerath: Die unnötige Kohle

An der Basis der Grünen brodelt es, da man sich von RWE über den Tisch gezogen fühlt. In der Parteiführung biegt man sich die Lage gegen alle Studien zurecht, die demonstrieren, dass die Kohle nicht gebraucht wird.

Derzeit wird allseits, auch auf Telepolis, über das Dorfs Lützerath berichtet, das nach Willen der schwarz-grünen Landesregierung alsbald geräumt werden soll, um an die Kohle zu kommen, die sich unter dem Ort befindet.

Dass dies ausgerechnet mit grüner Beteiligung passiert, könnte, wie die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, zum Super-Gau für die Partei werden. Denn die Kohle unter dem Dorf wird genauso wenig gebraucht wie der Strom aus dem sogenannten Streckbetrieb.

Die Grünen sind offensichtlich zu einer Umfaller-Partei geworden, wie es früher die FDP war, die einst öfter als Partei der "Wendehälse" bezeichnet wurde. Die Grünen versuchen nun der eigenen Basis "Umweltverbrechen" zu verkaufen. Dabei wurde die Partei gewählt, um der Klimakatastrophe zu begegnen oder den Ausstieg aus der Atomkraft zu vollziehen ...

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Strompreis Boykott | wirzahlennicht.info

Kampagne „Wir zahlen nicht“:

Aufruf zum Strompreis-Boykott

Aufgrund der Preissteigerungen ruft eine Initiative dazu auf, die Stromrechnungen nicht mehr zu zahlen. Eine Million Menschen sollen mitmachen.

BERLIN taz | Die neu gegründete Initiative „Wir zahlen nicht“ ruft dazu auf, kollektiv die Stromrechnungen zu boykottieren. Ihr Ziel ist es, eine Million Menschen landesweit dazu zu bewegen, ihre Rechnungen nicht mehr zu bezahlen. „Energie ist ein Grundrecht und muss bezahlbar sein“, so Mitinitiatorin Maria Bach bei der Vorstellung der Kampagne am Dienstag. Erst wenn die Zahl zustande gekommen ist oder sich lokal ein ausreichend großer Prozentsatz der Haushalte für den Boykott registriert hat, sollen die Rechnungen tatsächlich nicht mehr gezahlt werden.

Der Startschuss für die Kampagne nach dem britischen Vorbild „Don't pay UK“ fiel im Rahmen einer Pressekonferenz im Roten Salon der Volksbühne. Parallel dazu ging die Website wirzahlennicht.info online, auf der sich alle potenziell Beteiligten registrieren sollen. Ein Zähler gibt an, wie viele Menschen das bereits getan haben ...

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Ausbau Erneuerbare | Klimaschutz

Kleine Verbesserungen für Erneuerbare Energien im Jahre 2023, aber immer noch kein Klimaschutz.

In der letzten Bundestagssitzungswoche vor Weihnachten 2022 wurde ein umfangreiches Gesetzespaket mit dem Ziel des beschleunigten Ausbaus der Erneuerbaren Energien beschlossen.

Damit geht die Ära 16 Jahre Merkel endgültig zu Ende, bei der es mit jeder EEG Novelle immer neuen Druck auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien gab. Die Einbrüche beim jährlichen Ausbau von Solar- und Windenergie, Bioenergie und Wasserkraft waren verheerend. Hätte es diese gesetzlich verordneten Einbrüche nicht gegeben, sondern wären die vom EEG 2000 angestoßenen exponentiellen Wachstumskurven fortgeführt worden, dann könnten wir heute bereits in der Nähe von 100% Ökostrom sein und nicht, wie die aktuellen Zahlen aufzeigen, bei knapp 50% Ende 2022.

Die Energiepreissteigerungen der letzten beiden Jahre wären bei Weitem nicht so hoch gewesen, allein im Stromsektor gäbe es gar keine; die Abhängigkeit von russischen Energielieferungen wäre schon vor Jahren verringert worden; Kohlekraftwerke wären nicht reaktiviert worden; die letzten Atomkraftwerke wären am 1.1.2023 vom Netz gegangen und der Ausbau der LNG Terminals wohl nicht notwendig. Auch Lützerath würde nicht abgebaggert werden ...

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Lützerath | Klimaaktivisten | Grünen | Räumung

Lützerath – der GAU der Grünen?

Spätestens mit der Räumung von Lützerath dürfte der Bruch von Klimaaktivisten und Grünen vollzogen werden. Die Partei hat ihre ursprünglichen Ziele aufgegeben. Ein Kommentar.

Nun steht sie also bevor, die Räumung des Ortes Lützerath, dem Symbol der Klimabewegung. Die zuständige Landesregierung mit grüner Beteiligung und dem CDU-Innenminister Herbert Reul wird räumen. Das hat sie angekündigt, ja angedroht, und dahinter kann sie nicht mehr zurück.

Sie kann nicht, so gern es der grüne Teil der Regierung um Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Klimaschutz, auch möchte.

Die einzige Chance, dieses Dilemma auflösen zu können, hätte es auf dem Bundesparteitag der Grünen im Oktober in Bonn gegeben. Dort wurde von der Grünen Jugend – mit kräftiger Unterstützung aus der Klimabewegung und dem linken Flügel der Partei – der Antrag gestellt, die Abbaggerung des symbolträchtigen Ortes abzulehnen. Er wurde mit hauchdünner Mehrheit abgelehnt ...

 

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09. Januar

 

Belgien | Laufzeitverlängerung | Tihange | Doel

Belgische AKW laufen zehn Jahre länger

Die Laufzeitverlängerung war bereits beschlossen, nun hat sich die belgische Regierung mit dem Energiekonzern Engie in letzten Detailfragen geeinigt. Die AKW Tihange 3 und Doel 4 sollen zehn Jahre länger laufen - auch wegen des Ukraine-Kriegs.

Die belgische Regierung und der Energiekonzern Engie haben sich auf die Laufzeitverlängerung der zwei Atomkraftwerke Tihange 3 und Doel 4 um zehn zusätzliche Jahre geeinigt. Die Verlängerung sei entscheidend, um die Energieversorgungssicherheit in den nächsten zehn Jahren zu gewährleisten, sagte der belgischen Premierminister Alexander De Croo.

Die belgische Regierung hatte bereits im März letzten Jahres beschlossen, dass der nahe der deutschen Grenze gelegene Reaktor Tihange 3 sowie der bei Antwerpen gelegene Meiler Doel 4 bis mindestens Ende 2035 weiterlaufen sollen. Über die Umsetzung wurde noch mit dem Betreiber Engie verhandelt. Ursprünglich war ein Atomausstieg für 2025 vorgesehen ...

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Ausbau Wind | Hessen

Der Windkraftausbau in Südhessen kommt in Fahrt

150 Anlagen stehen im Regierungsbezirk Darmstadt zur Genehmigung an. Nun sollen die Verfahren beschleunigt werden.

Nach jahrelanger Flaute kommt der Ausbau der Windkraft in Südhessen nun offenbar wieder in Schwung. So liegen dem für die Genehmigung zuständigen Regierungspräsidium (RP) in Darmstadt Anträge für 149 neue Windräder vor oder sind zumindest angekündigt. Die Behörde hat eigens eine Projektgruppe gegründet, um den Ausbau zu beschleunigen.

Im Jahr 2019 wurde in Hessen lediglich eine neue Windkraftanlage genehmigt, in Betrieb genommen wurde keine einzige. In den Jahren danach wurden es einige mehr, doch richtig in Fahrt kommt der Ausbau erst jetzt wieder ...

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Lützerath | Klimaaktivisten | Grünen | Räumung

Auch den Grünen droht ein Tag X

Das Braunkohledorf Lützerath steht vor der Räumung. Klimaaktivisten kritisieren die Grünen dafür scharf. Die Öko-Partei will nun ihren Klimakurs verschärfen.

Sie ahnen, dass der Untergang näher rückt. Weichen aber wollen sie nicht. Seit Dienstag gilt im Weiler Lützerath schon der Tag X. Klimaaktivisten von "Fridays for Future" haben einen bundesweiten Aufruf gestartet, das längst verlassene Dorf zu besetzen. Die Bagger des Braunkohletagebaus sind bereits in Sichtweite. Rund 200 junge Klimaschützer sollen sich in Hofanlagen und Baumhäusern verschanzt haben, um die Zerstörung des Dorfes doch noch zu verhindern. "Lützi wird verteidigt", kündigt "Fridays for Future" an.

Auch den Grünen droht damit eine Art Tag X. Jahrelang kämpfte die Partei mit den Aktivisten um den Erhalt der vom Braunkohletagebau Garzweiler II bedrohten Dörfer. Jetzt aber wird die Polizei zur Räumung anrücken, um das durchzusetzen, was der grüne Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und seine Parteifreundin und nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubaur im Herbst mit dem Energiekonzern RWE ausgehandelt haben ...

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Brasilien | Putsch Versuch | Bolsonaro

Putschversuch von Bolsonaro-Fans: Kapitol-Sturm auf Brasilianisch

Rechter Ex-Präsident distanziert sich per Twitter von Möchtegern-Putschisten. Kurzzeitig besetzten sie wichtige Schaltzentralen des Landes. Die Polizei wirkte überrumpelt, obwohl sichtbar war, dass sich etwas zusammenbraute.

Die Szenen erinnerten an den Sturm der Anhänger des Ex-US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol in Washington vom 6. Januar 2021: Radikale Anhänger des rechten brasilianischen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro haben am Sonntag (Ortszeit) das Regierungsviertel in der Hauptstadt Brasília gestürmt und nach Agenturberichten kurzzeitig wichtige Schaltzentralen des Landes unter ihre Kontrolle gebracht, ehe der Angriff abgewehrt werden konnte ...

 

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08. Januar

 

WIP

Kleb | Atomlobby | MiK

Teil 1 | 2 | 3

Alles klebt …

- Politiker an Stühlen, Ämtern und Posten
- Atomlobbyisten an der Atomkraftdebatte

Was wären Politiker - mit ihren berufstypisch ausgeprägten Egos - ohne ihre Privilegien, Dienstwagen, Personenschutz, Nebeneinkünfte und/oder Aufsichtsratsposten? Sie wären einfach gut bezahlte "Diener des Volkes". Vor hundert Jahren hätten sie sich wenigstens einen lustigen Bart und eine schicke Fantasieuniform zulegen können; heute bleibt ihnen nur noch mehr Geld, um ihr Ego zu polieren.

Was wären die Mitarbeiter der Medien mit ihrem untrüglichen Gespür für Auflage, Einschaltquote und Klickraten, wenn sie nicht abliefern würden, was sie abliefern sollen und dürfen? Dann wären sie sehr schnell frei, unabhängig und keine Mitarbeiter der Medien mehr.

Ähnlich verhält es sich mit all den ach so wichtigen Experten und Professoren, die mit Schlips und Kragen und mit Haut und Haaren an ihren Auftraggebern und Drittmittelgebern kleben.

Also tun sie alle das, was sie meinen, tun zu müssen, sie machen Lobbyarbeit und Propaganda für die Industrie: zum Beispiel für den militärisch-industriellen Komplex, denn MiK bezahlt besonders gut. Deshalb sind sowohl die Laufzeit- als auch die zugrunde liegende Atomkraftdebatte so unendlich und klebrig …

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Lützerath | Klimaaktivisten | Räumung

Vor möglicher Dorfräumung

Aktivisten versammeln sich in Lützerath

Kurz vor einer möglichen Räumung des Dorfes Lützerath haben Klimaaktivisten über ihre geplanten Proteste informiert. Auch Luisa Neubauer und die Band AnnenMayKantereit sind am Sonntag vor Ort.

Die Zahl der Klimaaktivisten in Lützerath, die verhindern wollen, dass das Dorf am Rand des Braunkohletagebaus Garzweiler abgerissen wird, steigt stetig. Nach Angaben einer Sprecherin der Initiative Ende Gelände sind mittlerweile mehr als 1.000 Demonstranten vor Ort. Die Polizei Aachen ging am Sonntagmittag sogar von 1.500 Personen aus ...

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Frankreich | EDF | EPR Flamanville | Risse

Frankreich fehlt die Energie

Jahrzehntelang setzte Paris vor allem auf Strom aus Kernkraft. Ausgerechnet jetzt aber sind Dutzende Meiler außer Betrieb - und kommenden Winter dürfte es kaum besser werden.

Anfang Dezember sah es für kurze Zeit ganz gut aus. Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire besuchte das Atomkraftwerk Penly in der Normandie, die Reise lieferte hübsche Bilder: Le Maire Arm in Arm mit dem neuen Chef des französischen Energiekonzerns EDF, Luc Rémont, beide in blau-orangenen EDF-Jacken, im Hintergrund die Steilküste des Atlantik. In der Nacht vor Le Maires Besuch waren drei bisher stillgelegte Reaktoren wieder ans Netz gegangen. Für einen Moment wirkte so, als ginge es für die EDF und ihren sorgengeplagten Atompark langsam wieder aufwärts.

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Von den 61 Gigawatt, die alle französischen Atomkraftwerke bei voller Leistung produzieren können, sind im Moment etwa zwei Drittel verfügbar: 43 Gigawatt. Das ist immerhin mehr als im vergangenen Sommer, da lag der Anteil zeitweise bei weniger als der Hälfte. Das entspannt auch den Blick aus Deutschland auf Frankreich.

[...]

Wie EDF im Dezember mitteilte, soll der EPR nun aber doch erst im Frühjahr 2024 in Betrieb genommen werden. Hauptursache dafür seien zusätzlichen Prüfungen der Schweißnähte. Auch die Kosten des EPR, die sich bisher im Vergleich zu den ursprünglichen Schätzungen schon mehr als verdreifacht hatten, sollen noch einmal um 500 Millionen Euro steigen. Die 1,7 Gigawatt Leistung, die der EPR einmal produzieren soll, werden Frankreich also weder in diesem noch im kommenden Winter zur Verfügung stehen.

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Korruption | EU-Parlament | Martin Sonneborn

„Genau wie der Banküberfall ist die EU ja von der Idee her eine gute Sache“

„Armut canceln!“ Martin Sonneborn himself im Neujahrs-Interview mit Marcel Malachowski: Der EU-Politiker und Bürgerrechts-Aktivist verrät das wahre Ausmaß der Korruption in Brüssel und des Wahl-Chaos in Berlin – und er fordert, dass die EU wieder den Idealen der Humanität und der Demokratie folgt

In der ARD-Sendung „Maischberger“ wurde zum Gas-Deal mit Katar eine längere Passage der kritischen Rede von Martin Sonneborn dazu im EU-Parlament ausgestrahlt. Im mehrteiligen ARD-Feature über die „Macht der Satire“ fragte Martin Sonneborn schon vor dem Kaili-Katar-Skandal, ob die EU „nur ein Konstrukt für große Unternehmen ist.“ Sein Fazit darin dazu, was Satire leisten sollte: „Aufklären.“ In Zeiten, in denen immer über den Wert der Demokratie gestritten wird, beweist Sonneborn als aktiver Politiker „vor Ort“ und Nachkömmling der „Neuen Frankfurter Schule“ immer wieder, was der eigentliche Wert der Demokratie sein sollte: Menschlichkeit – im Sinne der „Frankfurter Schule“: „Sich weder von der Macht der Anderen noch von der eigenen Ohnmacht dumm machen zu lassen.“ (Adorno) ...

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Off Topic

kritische Informatik | Computer Denken | Vernunft Ohnmacht

Missing Link: Joe Weizenbaum und die vergifteten Früchte des Wahnsinns

Er gilt als Pionier der kritischen Informatik, die das Denken nicht den Computern überlassen will. Joseph Weizenbaum ist vor 100 Jahren in Berlin geboren.

Heute vor 100 Jahren wurde Joseph Weizenbaum in Berlin geboren. Mit seinen Büchern und Aufsätzen gilt er als Pionier der kritischen Informatik, die das Denken nicht den Computern überlassen will. Mit seinem Programm ELIZA deckte er auf, wie schnell Computer vermenschlicht werden. Als Professor für Computer Science am MIT beschäftigte er sich mit der "Macht der Computer und der Ohnmacht der Vernunft." Unter dem Titel "Computer Power and Human Reason. From Judgement to Calculation" erschien 1976 sein Hauptwerk, in dem er sich kritisch mit der künstlichen Intelligenz, mit Hackern (zwanghaften Programmierern) und der Idee des Menschen als informationsverabeitendes System auseinandersetzte ...

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Ampel | Klimaschutz | Treibhausgas | Braun Stein Kohle

Niemand hat die Absicht, die Treibhausgase zu reduzieren!

Studie zeigt: Deutschlands Emissionen stagnieren auf viel zu hohem Niveau. Ampelkoalition schert sich nicht ums Klimaschutzgesetz. Raten Sie mal, wer der größte Blockierer ist?

Wie berichtet, ging Deutschlands Primärenergieverbrauch 2022 weiter zurück. Dank milden Wetters, verhaltener Konjunktur und ein paar statistischen Feinheiten, da die auslaufende Atomenergienutzung als besonders ineffizient gilt.

Dennoch stagnieren die Treibhausgasemissionen, wie der Think-Tank Agora Energiewende berechnet hat. Schuld ist der vermehrte Einsatz von Braun- und Steinkohle. 761 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente seien 2022 in die Luft geblasen worden, das heißt, Kohlendioxid und andere Treibhausgase, deren Anteile in CO2 umgerechnet werden ...

 

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Lützerath | RWE | Räumung

Wir haben schon jetzt gewonnen

Der Protest gegen die Abbaggerung des Ortes Lützerath durch den Energiekonzern RWE steht für die Hoffnung auf eine andere Zukunft als die Klimahölle

Manchmal frage ich mich, warum Leute hierherkommen, warum ich hierhergekommen bin. Nach Lützerath – ein Ort im Rheinischen Braunkohlerevier, der schon seit über zwei Jahren verschwunden sein sollte. Ein Ort, dessen Umgebung der Definition von Mordor aus Tolkiens »Herr der Ringe« entspricht: ein riesiges Loch, die größte CO2-Quelle Europas. Ein Ort, der dem Untergang geweiht ist, weil die anscheinende »Rechtslage« verlangt, dass er abgebaggert wird. Dabei ist die wissenschaftliche Lage klar: Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung brauchen wir die Kohle unter Lützerath nicht, um die Energieversorgung in Deutschland sicherzustellen. Nötig ist, dass sie im Boden bleibt, damit die von der Regierung gesteckten Klimaziele eingehalten werden.

Es ist ein Trauerspiel, dass RWE sich für den Profit jeden Tag Meter für Meter näher an Lützerath ranbaggert, momentan nur noch etwa 30 Meter vom Ortseingang entfernt. Trotzdem sorgt jetzt eine Regierung, an der die Grünen beteiligt sind, dafür, dass mehrere Polizei-Hundertschaften bereitstehen, um das Kapital gegen den Widerstand der Kohlegegner*innen zu verteidigen. Obwohl der Paragraf 48 des Kohleausstiegsgesetzes, auf dem die Räumung fußt, rechtswidrig ist. Und den Tagebau Garzweiler II brauchen wir seit mindestens 1994 nicht mehr.

Deswegen stehen Tausende Menschen immer wieder in Lützerath. Weil sie die Ungerechtigkeit und Ignoranz nicht mehr aushalten. Weil sie sich nicht einreden lassen, dass es ausreichen soll, nur kalt zu duschen, vegan zu essen und nie mehr Auto zu fahren, während Dörfer abgebaggert werden. Wir, die wir in Lützerath protestieren, spüren die Zerstörung jeden Tag: Vom Feinstaub haben wir einen rauen Rachen. Mit Baggergeräuschen und Flutlicht schlafen wir ein und wachen wieder auf. Der Polizeihelikopter schwebt immer wieder über uns.

Wir stellen uns dagegen in der Hoffnung, dass wir den Energieriesen RWE, einen der 100 größten Klimaverseucher, aufhalten können. Hoffnung auf eine andere Zukunft als die Klimahölle. Das bedeutet revolutionäre Arbeit: Hoffnung dort zu sehen, wo andere sie nicht erkennen. Netzwerke zu schaffen, wo Menschen zusammenkommen. Hier im Angesicht der Zerstörung sind mutige Leute von allen Kontinenten, die sich in Bangladesh, Kurdistan, Uganda oder Kolumbien gegen fossile Energien stellen und ihr Leben riskieren. Und das in einer Zeit, da das kapitalistische System vor den gleichzeitigen Krisen versagt – ob Corona, Krieg oder Klima.

Wir haben es geschafft, diesen Ort zu erhalten, wir haben Demonstrationen, Aktionen, Bündnistreffen, Festivals und Gottesdienste organisiert, Delegationen nach ganz Deutschland und in die Welt gesandt und von unserer Hoffnung erzählt. Damit haben wir verhindert, was RWE eigentlich wollte – dass seine Hinhaltestrategie uns auslaugt. Im Gegenteil: Die letzten zwei Jahre haben wir genutzt, um unsere Netze zu spannen, neue Freund- und Kameradschaften zu knüpfen, uns über die üblichen Zirkel hinaus zu organisieren. Um die Fehler des Systems, in dem wir aufgewachsen sind, wie Rassismus und Sexismus, zu analysieren und zu bekämpfen.

Ich hätte nie gedacht, dass Lützerath mir eine unglaublich inspirierende Freundin schenkt, die mich aus Namibia anruft, weil hier die ersten Bäume gefällt wurden. Oder den Kontakt zu einer Bauernfamilie aus dem Nachbardorf, die mir anbietet, bei ihr zu schlafen, sobald ich eine Pause brauche. Diese Netze werden weiter wachsen, gerade in den nächsten Wochen der Räumung werden mehr und mehr Menschen sich uns anschließen, um diesen Ort zu erhalten. Die RWE-Aktie ist gefallen, international machen sich Leute bereit für einen zweiten Hambi-Moment. Egal, was passiert – das wird uns niemand mehr nehmen. Wir haben schon jetzt gewonnen.

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Es wird viel geredet über Klimaschutz, es gibt ein Klimaschutzgesetz, aber ...

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Die interne Suche nach

Klimaschutzgesetz

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

18. Dezember 2022 - Die staatsgläubigen Klimaaktivisten

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08. Juni 2021 - Klimaschutzgesetz - Das letzte Aufbäumen

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03. Mai 2021 - Klimaschutzgesetz - CO2-Preis von 100 Euro rückt in greifbare Nähe

 

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YouTube

Stichwortsuche: Klimaschutz

https://www.youtube.com/results?search_query=Klimaschutz

 

Videos:

 

5. Januar 2023 - Handelsblatt - 2:03

Nutzung fossiler Brennstoffe durchkreuzt Klimaziele in Deutschland

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29. April 2021 - tagesschau - 3:14

Bundesverfassungsgericht: Klimaschutzgesetz in Teilen verfassungswidrig

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17. Oktober 2019 - SWR Landesschau - 4:42

Klimaschutz im Alltag

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 150 Videos zum Thema

 

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Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

 

Stichwortsuche: Klimaschutzgesetz Kohleausstieg

https://www.ecosia.org/search?q=Klimaschutzgesetz Kohleausstieg

 

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Wikipedia

Klimaschutzgesetz

Als Klimaschutzgesetz werden verschiedene Gesetze zur Durchsetzung der Klimapolitik und speziell zum Erreichen der Klimaziele bezeichnet.

Mit den Klimaschutzgesetzen wird versucht, die Vereinbarungen aus dem Kyoto-Protokoll, dem Pariser Klimavertrag oder anderen internationalen Übereinkommen zu erfüllen, zusammen mit weiteren Strategien zur Energiewende. Oft sind diese in ein Nationales Klimaschutzprogramm eingebunden.

Europäische Union

Die Europäische Kommission kündigte am 11. Dezember 2019 an, im Rahmen des European Green Deal bis März 2020 den Entwurf eines Europäischen Klimagesetzes zur rechtlichen Verankerung des Ziels der Klimaneutralität bis 2050 vorzulegen.

... Im September 2020 legte die Kommission Pläne für ein Minderungsziel von 55 % vor. Auch aus Sorge, dass eine von der Kommission geplante Anrechnung von Kohlenstoffsenken die Klimaziele aufweichen würde, stimmte das Europaparlament am 7. Oktober 2020 für eine Verschärfung des Zwischenziels auf 60 % Reduktion. Am 24. Juni 2021 verabschiedete das Parlament (bei Enthaltung Bulgariens) die finale Fassung des Gesetzes mit einem Minderungsziel von 55 %, wobei negative Emissionen durch Kohlenstoffsenken bis zu einer Höhe von 225 Mio. t CO2eq angerechnet werden können. Mit der Zustimmung durch den Europäischen Rat am 28. Juni 2021 wurde das Annahmeverfahren abgeschlossen. Verordnung (EU) 2021/1119 trat am 29. Juli 2021 in Kraft ...

Deutschland

... Am 18. Februar 2019 legte das Umweltministerium einen Referentenentwurf für ein Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) vor – ohne Zustimmung des Bundeskanzleramts. Nach den Beschlüssen des Klimakabinetts wurde der Gesetzentwurf vom 19. Oktober 2019 von der Bundesregierung beschlossen und in den Bundestag eingebracht.[22] Das Bundes-Klimaschutzgesetz wurde am 17. Dezember 2019 und die zugehörigen steuerlichen Entlastungen am 30. Dezember 2019 verkündet.

Mit Beschluss vom 24. März 2021 erklärte das Bundesverfassungsgericht § 3 Abs. 1 Satz 2 und § 4 Abs. 1 Satz 3 KSG in Verbindung mit Anlage 2 (Zulässige Jahresemissionsmengen) mit den Grundrechten für unvereinbar, soweit eine Regelung über die Fortschreibung der nationalen Minderungsziele für Zeiträume ab dem Jahr 2031 fehlt. Der Gesetzgeber wurde verpflichtet, spätestens bis zum 31. Dezember 2022 die Fortschreibung der Minderungsziele für diese Zeiträume zu regeln. § 3 Abs. 1 Satz 2 und § 4 Abs. 1 Satz 3 KSG in Verbindung mit Anlage 2 bleiben jedoch anwendbar ...

 

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Newsletter I 2023 - 1. bis 7. Januar

Zeitungsartikel 2023

 

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