Newsletter XLVII 2022

24. bis 30. November

 

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Nuclear Power Accidents

Diese PDF-Datei enthält eine Liste bekannt gewordener Unfälle und Freisetzungen von Radioaktivität. Sobald neue Informationen verfügbar sind, wird diese Datei erweitert und aktualisiert ...

Auszug für diesen Monat:

04. November 2004 (INES Klass.?!) Akw Balakovo, RUS

11. November 1983 (INES 3) Atomfabrik Sellafield, GBR

16. November 2001 (INES ?) High Flux Reactor Petten, NLD

19. November 2003 (INES 2) Atomfabrik La Hague, FRA

19. November 1975 (INES ?) Akw Gundremmingen, DEU

20. November 1959 (INES 4) Atomfabrik Oak Ridge, USA

22. November 2002 (INES 2) Akw Tihange, BEL

29. November 1970 (INES 3 | NAMS 2,5) Atomfabrik Sellafield, GBR

29. November 1955 (INES 4) Forschungsreaktor EBR-I, USA

30. November 1975 (INES 5) Akw Leningrad, UdSSR

 

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Wir suchen aktuelle Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an: nukleare-welt@reaktorpleite.de

 

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30. November

 

Übergewinn | Ökostrom | Klagen

BSW Solar: Erlösabschöpfung von Betreibern von Ökostromanlagen ist verfassungswidrig

Die Abschöpfung fiktiver Erlöse aus Solaranlagen ist mit dem Grundgesetz und EU-Recht nicht vereinbar. Das hat ein Rechtsgutachten ergeben. Der BSW Solar warnt vor einer Klagewelle.

Um die Investitionssicherheit für Betreiber von Solaranalgen zu sichern und um eine Klagewelle zu verhindern, fordert der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) die Bundesregierung auf, auf die Abschöpfung fiktiver Zufallsgewinne aus Photovoltaikanlagen zu verzichten. Er untermauert diese Forderung mit einem Rechtsgutachten von Anna von Bremen von der auf Wirtschaftsrecht spezialisierten Berliner Kanzlei Raue ...

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Abhängigkeit | Flüssiggas | Katar

Von wegen „super“:

Die Bundesregierung schafft mit dem Katar-Deal neue Abhängigkeiten

Katar will sich mit Flüssiggas offensichtlich unverzichtbar machen für die deutsche Energiesicherheit. Und genau da wird es schwierig mit dem Deal.

Kleine Mengen, große Pläne: Das katarische Energieministerium hat einen Gas-Deal mit Deutschland bekannt gegeben. Bis zu zwei Millionen Tonnen pro Jahr sollen über 15 Jahre an das LNG-Terminal in Brunsbüttel geliefert werden.

Das deckt gerade mal drei Prozent des Gasverbrauchs – aber es soll noch mehr werden. Katar will sich offensichtlich unverzichtbar machen für die deutsche Energiesicherheit. Und genau da wird es schwierig mit dem Deal ...

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PolenPressefreiheit | Isolationshaft

Wie kritische Journalisten in Europa mundtot gemacht werden

Neben dem Fall Julian Assange sticht nun seit fast einem Jahr der Fall des Basken Pablo González hervor. Den will Polen mindestens für ein Jahr in Isolationshaft halten, ohne Beweise für die Vorwürfe der angeblichen Spionage für Russland vorzulegen. Sein Vergehen ist offensichtlich, in der Ostukraine recherchiert zu haben, was ihn ins Fadenkreuz der ukrainischen und polnischen Geheimdienste gebracht hat.

Auch Weihnachten wird der baskische Journalist Pablo González hinter Gittern im polnischen Knast Radom verbringen – etwa eineinhalb Autostunden südlich der Hauptstadt Warschau (Will Polen den Willen des Journalisten Pablo Gonzales brechen, der schon drei Monate ohne Anklage inhaftiert ist?). Er wird also wohl auch die nächsten drei Monate weiter in Isolationshaft verbringen müssen, denn am vergangenen Wochenende hat die polnische Justiz die Untersuchungshaft für den Journalisten, der über eine spanische und russische Staatsbürgerschaft verfügt, erneut um drei Monate verlängert. Gründe wurden von der polnischen Justiz nicht genannt. Zuvor wurde gerne Fluchtgefahr wegen der zu erwarteten hohen Haftstrafe angeführt, ansonsten hält man die Gründe geheim und erhebt auch weiterhin keine Anklage ...

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fossile EnergieEnergiekrise | Gaskraftwerke

Luxus-Gas ohne Zukunft: Solar bis zu zehnmal billiger

Der Gasanalyst Rystad Energy verkündet den "Anfang vom Ende der Gaskraftwerke in Europa". Sie seien gegenüber den Erneuerbaren Energien einfach nicht mehr konkurrenzfähig. It is the economy, stupid.

Eine neue Studie von Rystad Energy – einer unabhängigen Energie-Beratungsorganisation, führend im Öl- und Gassektor – hat herausgefunden, dass es bei den aktuellen Gaspreisen langfristig zehnmal teurer wäre, Gaskraftwerke zu betreiben, als neue Solaranlagen in Europa zu bauen.

Rystad Energy betitelt die Studie mit den Worten: "Energy Crisis: the beginning of the end for gas-fired power in Europe" ("Energiekrise: der Anfang vom Ende der Gaskraftwerke in Europa") ...

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UdSSR | Störfall

30. November 1975 (INES 5) Akw Leningrad, UdSSR

Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Leningrad

1975 ereignete sich eine teilweise Zerstörung des Reaktorkerns in Block 1 des Leningrader KKW. Der Reaktor wurde abgeschaltet. Am nächsten Tag wurde der Kern gereinigt, indem eine Notreserve Stickstoff hindurchgepumpt und durch den Abluftschornstein abgeblasen wurde. Dabei wurden ca. 1,5 Megacurie (55 PBq) an radioaktiven Substanzen an die Umwelt abgegeben. (INES Stufe 5)

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Nuclear power accidents by country#Russia

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AtomkraftwerkePlag

https://atomkraftwerkeplag.fandom.com/de/wiki/Leningrad_(Russland)

1975 wurde der Kern des Reaktors teilweise zerstört, woraufhin 1,5 Mio. Curie radioaktiver Substanzen in die Umwelt gelangten ...

 

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29. November

 

LubminLNG-TerminalGenehmigung

Deutsche ReGas: Inbetriebnahme des LNG-Terminals verschiebt sich

Der Start des geplanten LNG-Terminals der Deutschen ReGas in Lubmin verschiebt sich um mehrere Wochen. Nach Angaben des Unternehmens sei eine Inbetriebnahme noch im Dezember realistisch. Derweil wurden mehr als 1.000 Einwendungen gegen das Projekt geltend gemacht.

Ursprünglich sollte die Anlage am 1. Dezember in Betrieb gehen. Offenbar rechnet die Deutsche ReGas nicht damit, dass alle notwendigen Genehmigungen bis dahin vorliegen werden. Bislang fehlt dem Unternehmen vor allem die Genehmigung für die Inbetriebnahme des Regasifizierungsschiffes im Industriehafen Lubmins.

[...]

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht das Terminal als derzeit nicht genehmigungsfähig an. Die vorgelegten Untersuchungen seien nicht ausreichend, um etwa Schäden für das Vogelschutz- und Heringslaichgebiet im Greifswalder Bodden auszuschließen, teilte der Landesverband mit. Die Umweltschutzorganisation wies auf mögliche Beeinträchtigungen in Folge einer Wärmeausbreitung durch Kühlwasser hin. Auch der tägliche Verkehr der 136 Meter langen Tanker, die das LNG von einem größeren Schiff auf der Ostsee durch den flachen Bodden transportieren, sei nicht hinreichend berücksichtigt worden. Zudem gebe es wegen Explosionsgefahren Risiken für Industrieanlagen wie das atomare Zwischenlager in Lubmin ...

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fossile EnergieErderwärmungFlüssiggas

Flüssiggaslieferungen aus Katar: Habeck macht sich unglaubwürdig

Angesichts der Klimakrise muss der Ausstieg aus fossilen Energien so schnell wie möglich gelingen. Doch wenn Verträge wie der jetzige mit Katar geschlossen werden, passiert das Gegenteil.

Katar hat bekannt gegeben, Deutschland in großem Stil mit Flüssiggas versorgen zu wollen – ab 2026 für einen Zeitraum von 15 Jahren. Das ist keine gute Nachricht. Denn es geht mitnichten darum, mit dieser Vereinbarung die aktuelle Energiekrise zu lindern. Hier geschieht genau das, wovor Kri­ti­ke­r:in­nen von Flüssiggas, dem sogenannten LNG, immer gewarnt haben: Im Windschatten der aktuellen Energiekrise wird eine absurd teure und vor allem sehr klimaschädliche neue Infrastruktur aufgebaut, die auf viele Jahre bestehen bleibt.

Das ist fatal. Angesichts der rasant voranschreitenden Erderhitzung darf es nicht um den Umstieg von russischem Gas auf LNG aus Katar, den USA, Australien oder anderen Ländern gehen. Stattdessen muss der Ausstieg aus fossilen Energien so schnell wie möglich gelingen. Aber das Gegenteil geschieht, wenn Verträge wie der jetzige mit Katar geschlossen werden ...

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Großbritannien | Sizewell C

Chinesische Staatsfirma verdrängt: London pumpt Hunderte Millionen Pfund in AKW-Neubau

Eigentlich sollte ein chinesisches Staatsunternehmen beim Bau eines Atomkraftwerks in England mitwirken. Doch nun hat es sich die britische Regierung anders überlegt. London pumpt 700 Millionen Pfund in das Projekt und verdrängt damit den chinesischen Investoren.

Großbritannien drängt ein chinesisches Staatsunternehmen gegen eine Millionenzahlung aus dem Bau eines neuen Atomkraftwerks heraus. Die Regierung in London kündigte am Dienstag an, rund 700 Millionen Pfund (811 Millionen Euro) in das Projekt Sizewell C in der ostenglischen Grafschaft Suffolk zu investieren.

Wie viel davon als Abschlagszahlung an den chinesischen Konzern CGN fließt, wurde nicht mitgeteilt ...

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ErneuerbarWindräderFlugsicherung

Flugsicherung macht Weg für mehr Windräder frei

Der Sperrradius für Windkraft rund um die Drehfunkfeuer der Flugsicherung wird von 15 auf sieben Kilometer verringert.

Es hat sich schon länger abgezeichnet, aber jetzt ist es offiziell: Rund um die vier sogenannten DVOR-Anlagen, vulgo Drehfunkfeuer, der Deutschen Flugsicherung werden künftig mehr Windräder gebaut werden können – zumindest im Prinzip. Bisher hatte die Flugsicherung zum Ärger von Politik und potenziellen Betreibern oft ihr Veto eingelegt, da Windräder das Funksignal stören können, das Flugzeuge zur Navigation benötigen.

Nun wird der Sperrradius bei den meisten der 41 deutschen Anlagen von 15 auf sieben Kilometer verringert ...

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Wald Schutz | Ökosystem | Wälder sind erneuerbar

Waldschutz – So wichtig sind Bäume für uns und unser Klima

Der Verlust von Wäldern ist ein Problem, das die Weltgemeinschaft dringend angehen muss – auch jeder einzelne von uns ist gefragt. Laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ging im vergangenen Jahrzehnt eine Fläche von 420 Millionen Hektar Wald durch Abholzung verloren. Das entspricht einer Flächengröße vergleichbar mit der EU. Was du persönlich für den Waldschutz tun kannst und warum das so wichtig ist, erfährst du hier.

Der Wald als Ökosystem ist längst nicht nur für unser Klima überlebenswichtig. Unsere Wälder sind regelrechte Alleskönner: sie filtern Regenwasser und versorgen uns mit wertvollem Trinkwasser. Zusätzlich schützen sie uns vor Überschwemmungen. Der Wald ist außerdem eine unersetzliche Lebensgrundlage für eine Vielzahl von Tieren und damit auch für uns Menschen. 

[...]

Projekte, um den Wald weltweit zu retten

Wie kannst du dich also für den Waldschutz und das Klima einsetzen? Ein direkter und besonders nachhaltiger Weg etwas für den Wald zu tun ist, Bäume selbst zu pflanzen oder Organisationen zu unterstützen, die sich mit Aufforstungsprojekten gegen die Klimakrise engagieren ...

Zu Weihnachten ein paar Bäume verschenken?! Hier geht das: Primaklima

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Vereinigte Staaten | Uranabbau | Nevada Test Side | Church Rock

Atomare Verseuchung im Navajo-Reservat: «Warum hat sich jahrzehntelang niemand für unser Schicksal interessiert?»

Erst bauten die Amerikaner im Gebiet der Navajo Uran ab, dann testeten sie Kernwaffen. 1979 schliesslich kam es im Reservat zum grössten nuklearen Unfall in der Geschichte der USA. An den Folgen der Strahlung leiden die Native Americans bis heute.

«Die Amerikaner gewannen den Zweiten Weltkrieg dank zwei Dingen: der Atombombe und den Verschlüsselungscodes. Beide kamen hier aus dem Navajo-Reservat», sagt David Lee Neztsosie. Der 70-Jährige ist selbst Navajo, gehört also zu den Native Americans. Er sitzt am Tisch seiner Schwester Lula, in einem abgelegenen Holzhaus in der Nähe von Cameron, am Rand der Painted Desert genannten Einöde.

Uranabbau, Atombombentests und der Unfall bei Church Rock

Was auf den ersten Blick absurd klingt, ist durchaus plausibel. Von 1944 an baute die amerikanische Regierung im Rahmen des militärischen Manhattan-Projekts im Navajo-Reservat im Gliedstaat Nevada Uran ab. Alleiniger Zweck: die Entwicklung und der Bau der Atombombe. Während des Kalten Krieges ging der Abbau weiter. In den 500 Minen wurden fast 30 Millionen Tonnen Uranerz gefördert. Die Arbeiter waren mehrheitlich Navajo; es gab nicht den mindesten Schutz gegen Radioaktivität ...

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Großbritannien | Sellafield | Atomfabrik

29. November 1970 (INES 3 | NAMS 2,5) Sellafield Atomfabrik, GBR

Über den Schornstein des Gebäudes B230 kam es zu einer Freisetzung von ca. 1,6 TBq Plutonium.

Nuclear Power Accidents.pdf

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Dieser Störfall sowie mehrere andere Freisetzungen von Radioaktivität, die von Sellafield ausgingen, sind nicht mehr in der deutschen Wikipedia zu finden.

Wikipedia de

https://de.wikipedia.org/wiki/Sellafield

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Wikipedia en

Sellafield - Radiologische Freisetzungen

Zwischen 1950 und 2000 gab es 21 schwerwiegende Zwischenfälle oder Unfälle mit radiologischen Freisetzungen außerhalb des Werksgeländes, die eine Einstufung auf der internationalen Skala für nukleare Ereignisse rechtfertigten, einen auf Stufe 5, fünf auf Stufe 4 und fünfzehn auf Stufe 3. Darüber hinaus gab es in den 1950er und 1960er Jahren über längere Zeiträume hinweg bekannte, absichtliche Freisetzungen von Plutonium und bestrahlten Uranoxidpartikeln in die Atmosphäre ...

Übersetzt mit https://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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AtomkraftwerkePlag

Sellafield (ehemals_Windscale), Großbritannien

Laut der Betreiberin Sellafield Ltd., seit April 2016 eine Tochter der Nuclear Decommissioning Authority (NDA) im Namen der britischen Regierung, werden die Wiederaufarbeitungsarbeiten in Sellafield 2020 beendet. Es ist ein Transformationsprogramm eingeleitet worden, welches auf eine Dekontaminierung Sellafields, eine Verringerung der Gefährdungslage und eine Kostenreduzierung abzielt.

Laut einem Bericht vom Oktober 2018 soll die Stilllegung von Sellafield 2120 abgeschlossen werden. Die Kosten werden auf 121 Mrd. £ geschätzt ...

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Vergleichbare Atomfabriken gibt es überall auf der Welt:

Uran-Anreicherung und Wiederaufarbeitung - Anlagen und Standorte

Bei der Wiederaufarbeitung lässt sich das Inventar abgebrannter Brennelemente in einem aufwändigen chemischen Verfahren (PUREX) voneinander separieren. Abgetrenntes Uran und Plutonium können danach erneut verwendet werden ...

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Vereinigte Staaten | Idaho | Atomforschung

29. November 1955 (INES 4) EBR-I Forschungsreaktor, USA

Teilweise Kernschmelze während eines Kühlmittelfluss-Tests.

Nuclear Power Accidents.pdf

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AtomkraftwerkePlag

Idaho Falls, USA - 1955: Partielle Kernschmelze im EBR-1

Der erste Unfall ereignete sich im Experimental Breeder Reactor (EBR-1). Der Schnelle Brüter ging nach zweijähriger Bauzeit 1951 in Betrieb und besaß eine Leistung von 0,2 MW. Nach einer Berechnung von 1953 erzeugte er für jedes gespaltene Atom nur ein neues Atom.

Als der EBR-1 am 29. November 1955 einem Test zur Leistungssteigerung unterzogen wurde, unterlief einem Techniker ein folgenschwerer Fehler. Mit einem Knopf schob er versehentlich einen sich langsam bewegenden Kontrollstab (statt eines sich schnell bewegenden) in den Reaktorkern. Der Techniker bemerkte den Fehler zwar sofort, aber bereits nach wenigen Sekunden war die Hälfte des radioaktiven Kerns geschmolzen. Der EBR-1 wurde 1964 stillgelegt.

Die partielle Kernschmelze wurde in der INES-Skala mit der Stufe 4 (Unfall) bewertet ...

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Wikipedia de

Idaho National Laboratory

In diesem Wikipedia Beitrag zum INL wird der INES 4 Störfall vom 29. Nov. 1955 garnicht erst erwähnt und der ebenfalls mit INES 4 bewertete tödliche Unfall vom 03. Januar 1961 nur kurz gestreift. Zwei INES 4 Störfälle sollten doch eigentlich ausreichen eine eigene Rubrik für Störfälle einzubauen.

Offensichtlich jedoch werden langsam aber sicher alle wichtigen Informationen zu Störfällen in der Atomindustrie aus der Wikipedia entfernt!

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Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen

29. November 1955 - In der National Reactor Testing Station Idaho erlitt der Forschungsreaktor EBR-I eine partielle Kernschmelze. Der Kern aus angereichertem Uran in Verbindung mit 2 % Zirconium schmolz bei Versuchen, die eine schnelle Steigerung der Leistung vorsahen, weil sich Brennstoffröhren verzogen. Durch Verdunstung des Kühlmittels NaK wurde der schmelzende Brennstoff in die Röhren des Kühlsystems transportiert und die Kritikalität unterschritten, wodurch sich der Reaktor selbst abschaltete ...

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Wikipedia en

In der englischen Wikipedia sieht es auch nicht besser aus ...

Nuclear power accidents by country#United_States

 

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28. November

 

China | Gansu

Ausgrabung eines chinesischen Untergrundlabors beginnt

Eine große Tunnelbohrmaschine hat mit dem Bohren der schrägen spiralförmigen Rampe des unterirdischen Forschungslabors Beishan in der Nähe der Stadt Jiuquan in der chinesischen Provinz Gansu begonnen. Das in der Wüste Gobi gelegene Labor wird die spiralförmige Rampe, drei vertikale Schächte und horizontale Stollen umfassen.

Wie die China National Nuclear Corporation (CNNC) mitteilte, hat die weltweit erste Spiralvortriebsmaschine für Hartgestein, die Beishan No.1, am 18. November mit den Bohrarbeiten für die unterirdische Rampe des Labors begonnen.

Die Maschine Beishan No. 1 ist etwa 100 Meter lang und hat einen Durchmesser von etwas mehr als sieben Metern. Sie kann einen horizontalen Kurvenradius von 200 Metern und einen vertikalen Kurvenradius von 380 Metern erreichen.

"Dies markiert den Beginn der Bauphase der weltweit ersten spiralförmigen Rampe, die mit der kontinuierlichen, vollflächigen Hartgesteinstunnelbohrmaschine mit kleiner Kurve und großem Gefälle gebaut wird. Damit wird die Technologie für den qualitativ hochwertigen Bau eines international fortschrittlichen und erstklassigen unterirdischen Labors bereitgestellt", so CNNC.

Das unterirdische Forschungslabor von Beishan, das bis zu 560 Meter unter der Erde in Granit liegen wird, soll dazu dienen, die Eignung des Gebiets für die langfristige Lagerung hochradioaktiver Abfälle zu testen ...

Übersetzt mit https://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version) 

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Polen | Atomstrom | Lubiatowo-Kopalino

Windkraft? Nein, danke

Bisher gewinnt das Land seine Energie vor allem aus Kohle. Das soll sich ändern, doch anstatt erneuerbare Energien zu fördern, steigt Polen in die Atomkraft ein.

Bei Strandspaziergängen und beim Schwimmen in der Ostsee wird man es gut sehen können – Polens erstes Atomkraftwerk. Im Ort Lubiatowo-Kopalino soll im Jahr 2033 der erste Meiler von sechs insgesamt ans Netz gehen.

[...]

Der Bau wird viele Milliarden Euro kosten, ersetzen kann die Leistung der Reaktoren die der Kohlekraftwerke nicht. Dazu ist mehr nötig. Daran fehlt es aber aus Sicht etwa der Wirtschaftswissenschaftlerin Aleksandra Gawlikowska-Fyk vom Thinktank Forum Energii. "Am schnellsten und günstigsten ist es, die erneuerbaren Energiequellen auszubauen", sagt sie am Telefon. Doch da geht aus ihrer Sicht zu wenig voran. "Die jetzige Regierung hat sich nie besonders für erneuerbare Energien interessiert." ...

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Krieg Verbrechen | Ukraine-Krieg | Strafgerichtshof

Aus der Geschichte lernen: Wie umgehen mit Kriegsverbrechern?

Die Justizminister der wichtigsten Industrienationen beraten darüber, Verantwortliche für Kriegsverbrechen in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine vor Gericht zu stellen. Historische Vorbilder dafür gibt es zahlreiche: Vom Nürnberger Prozess über die Jugoslawien- und Ruanda-Tribunale bis zum 2002 gegründeten Internationalen Strafgerichtshof.

Ungebrochen ist im Westen die Entschlossenheit, Kriegsverbrechen, wie sie im Angriffskrieg gegen die Ukraine an der Tagesordnung sind, zu sanktionieren und Kriegsverbrecher vor Gericht zu bringen. „Wir werden einen langen Atem haben“, kündigte der Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) im Vorfeld des Treffens mit seinen Amtskollegen aus den wichtigsten sieben Industrienationen (G7) an ...

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Pressefreiheit | Assange | Strafverfolgung

Offener Brief von »New York Times«, »Guardian«, »Le Monde«, SPIEGEL und »El País«

Journalismus ist kein Verbrechen

Die US-Regierung sollte die Verfolgung von Julian Assange wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente einstellen.

Heute vor zwölf Jahren, am 28. November 2010, haben unsere fünf Redaktionen in Zusammenarbeit mit WikiLeaks eine Serie von Enthüllungsgeschichten veröffentlicht, die weltweit Schlagzeilen machten. Die diplomatischen Depeschen, eine Sammlung von 251.000 vertraulichen Nachrichten des US-Außenministeriums, entlarvten Korruption, diplomatische Skandale und Spionageaffären von internationalem Ausmaß. In den Worten der »New York Times« zeigten die Dokumente »ungeschönt, wie die US-Regierung ihre wichtigsten Entscheidungen trifft, Entscheidungen, die das Land viele Menschenleben und viel Geld kosten«. Und noch immer veröffentlichen Journalisten und Historiker neue Enthüllungen, die auf diesem einzigartigen Dokumentenschatz basieren ...

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Japan | Laufzeitverlängerung | Energiekrise

Japan prüft Verlängerung der Laufzeiten alter Kernkraftwerke

Durch den Krieg gegen die Ukraine sind die Energiepreise auch in Japan gestiegen. Eine Lösung sieht die Regierung insbesondere in der Atomkraft – einem Bericht zufolge sollen Meiler dafür länger am Netz bleiben dürfen.

Viele Länder beraten gerade darüber, wie sich der Energiebedarf decken – und bezahlen – lässt. Japan zieht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge in Betracht, einige Kernreaktoren länger laufen zu lassen – über die derzeitige 60-Jahres-Grenze hinaus. Das Land konzentriere sich zunehmend auf Atomkraft als Lösung für die Energieversorgung.

Laut einem Dokument aus dem Handelsministerium prüfe die Behörde nun einen Plan, nachdem abgeschaltete Reaktoren von der bestehenden Begrenzung der Lebensdauer ausgenommen werden sollen ...

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Noam Chomsky | Ukraine-Krieg | Eskalation

Chomsky: Chance auf Diplomatie schwindet mit russischer Eskalation

Putin lässt Infrastruktur in Ukraine bombardieren. Zeitgleich: Anti-Verhandlungskurs der USA wird von Teilen des Establishments und in Europa in Frage gestellt. Welche Auswege aus der Kriegs-Sackgasse gibt es noch?

[...]

Nun ist Putin zu der erwarteten Eskalation übergegangen, indem er "in den letzten Wochen die Energieinfrastruktur der Ukraine ins Visier genommen und seine Angriffe im Osten des Landes verstärkt hat". Putins Eskalation nach dem Vorbild der USA, Großbritanniens und Israels wurde zu Recht wegen ihrer Brutalität verurteilt – verurteilt von denen, die das westliche Original mit wenig oder gar keinem Widerspruch immer wieder hinnehmen wie auch Kriegs-Glücksspiel, das den Grundstein für die Eskalation gelegt hat, wovor die ganze Zeit gewarnt wurde. Niemand wird dafür zur Rechenschaft gezogen. Aber wir sollen einige Lehren daraus ziehen ...

 

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27. November

 

Emissionen | Treibhausgas

climate trace map

Big Oil verursacht dreimal mehr Treibhausgase als angegeben

Öl- und Gasproduzenten berichten Emissionen nicht vollständig, fand eine Organisation, die Satellitendaten ausgewertet hat.

Unser Wissen darüber, wie viel Treibhausgas wo produziert wird, hängt derzeit grösstenteils davon ab, was Länder und deren Industrien freiwillig berichten. Viele geben ihre Emissionen aber zu niedrig an, fand Climate Trace, eine Organisation, die Klimagase überwacht und zuordnet.

In einer jüngst veröffentlichten Analyse kommt die Nichtregierungsorganisation zum Schluss, dass vor allem die Öl- und Gasproduzenten dreimal mehr Treibhausgas produzieren, als sie selbst angegeben ...

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Twitter | Elon Musk

Gewusst wie: So deaktivierst und löschst du deinen Twitter-Account

Seitdem Elon Musk die Regentschaft bei Twitter übernommen hat, geht es bergab. Deshalb verlassen immer mehr Menschen die Plattform. Genau aus diesem Grund erklären wir dir in „Gewusst wie“ heute, wie du deinen Account bei Twitter löschen und deaktivieren kannst.

Es ist gerade einmal einen knappen Monat her, dass Elon Musk die Übernahme von Twitter für rund 44 Milliarden US-Dollar durchgezogen hat ...

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Japan | Energieversorger | Kartell

Rekordstrafe und Unterlassungserklärung

Große japanische Energieversorger müssen Kartellstrafe zahlen

Die japanische Handelsaufsicht hat gegen mehrere große Energieversorger eine Kartellstrafe in Rekordhöhe verhängt, da sie ein Kartell gebildet und damit die Liberalisierung des japanischen Strommarktes behindert haben.

Zu den Versorgern gehören unter anderem Chugoku Electric Power, Kyushu Electric Power und Chubu Electric Power. Die Handelsaufsicht wirft ihnen einen Verstoß gegen das Antimonopolgesetz vor und hat Geldstrafen in Höhe von 10 Milliarden Yen (ca. 69 Millionen Euro) verhängt ...

 

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26. November

 

Terrorfahndung | ZDF | Magazin Royale

»ZDF Magazin Royale«

Böhmermann sorgt mit Vergleich zwischen FDP und RAF für Aufregung

Der ZDF-Moderator Jan Böhmermann hat in seiner Satireshow die FDP zur neuen RAF erklärt. Ein fiktives Terrorfahndungsplakat hatte schon im Vorfeld der Ausstrahlung die twitternden Gemüter erhitzt.

Der Stil erinnert an ein RAF-Fahndungsplakat aus den Siebzigerjahren – nur findet sich hier kein Andreas Baader, dafür aber ein Christian Lindner. Neben dem Bundesfinanzminister ist auf diesem erfundenen Fahndungsplakat unter anderem ein Jugendfoto des früheren SPIEGEL-Chefredakteurs und heutigen »WeltN24«-Herausgebers Stefan Aust abgebildet oder der Virologe Hendrik Streeck.

[...]

»Wenn alle eine Umdrehung zu weit gehen, weil sie im eigenen Lager immer auf Applaus rechnen, gibt es einen Verlierer«, schrieb Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft: »die demokratische Kultur«. Zu den Hashtags »rafdp« und »KlimaRAF« twitterte Beck weiter: »beides ist irre«.

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IMHO

Der Unterschied ist, »KlimaRAF« ist nicht lustig.

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Letzte Generation | Klimaaktiv | Ziviler Ungehorsam

"Letzte Generation" macht erst mal Pause

In der kommenden Woche soll es keine neuen Aktionen geben, kündigt die Gruppe an. Aber danach will sie "mit noch mehr Menschen" antreten.

Auch Klimaaktivisten brauchen offenbar mal eine Pause. Jedenfalls hat die Gruppe "Letzte Generation" angekündigt, bis zum Ende der kommenden Woche keine Protestaktionen mehr zu absolvieren ...

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Stresstest | Laufzeit | Weiterbetrieb

Verlängerung der AKW-Laufzeit

Union fordert vom Bund dritten Stresstest

Der vorübergehende Weiterbetrieb dreier deutscher Atomkraftwerke bis zum kommenden Frühjahr stellt die CDU nicht zufrieden. Sie fürchtet, dass eine erneute Verlängerung nötig ist, um die Energiesicherheit hierzulande zu gewährleisten - und sieht Handlungsbedarf.

Die Unionsparteien CDU und CSU fordern von der Bundesregierung einen erneuten Stresstest für die Stromversorgung in Deutschland. "Die Bundesregierung glaubt immer noch, dass die Energiekrise im nächsten Jahr beendet sei. Das ist eine fatale Fehleinschätzung", sagte die umweltpolitische Sprecherin Unionsfraktion im Bundestag, Anja Weisgerber, der "Augsburger Allgemeinen" ...

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IMHO

Die Atomlobby wird so lange weiter stress(test)en, bis das Ergebnis "passt"!

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Sitzblockade | Neckarwestheim | Laufzeitverlängerung

Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke bis April

Atomkraftgegner wollen Neckarwestheim 2 blockieren

Atomkraftgegner haben für Samstag eine Sitzblockade des Atomkraftwerks Neckarwestheim angekündigt.

Am Freitag hat der Bundesrat die Laufzeitenverlängerungen für die drei verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland bis Mitte April abgesegnet. Heute wollen Atomkraftgegner ihren Unmut vor Ort in Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) dazu zum Ausdruck bringen - mit einer Protestaktion. Die bundesweite Kampagne "Runterfahren" kritisiert den Streckbetrieb von Neckarwestheim 2 sowie der AKW Lingen in Niedersachsen und Isar 2 in Bayern bis zum 15. April ...

 

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25. November

 

Strompreis bremse | Gaspreis | fossile Energien

»Damit unser Land gut durch den Winter kommt«

Ampel beschließt Gas- und Strompreisbremse

Von hohen Energiekosten will die Bundesregierung Verbraucher im kommenden Jahr entlasten. Beim Kabinettsbeschluss dazu gab es Änderungen an den Finanzierungsplänen: Die Abschöpfung von Übergewinnen wurde weiter eingeschränkt.

Die Regierung will die stark steigenden Kosten für Gas und Strom für Privathaushalte und Wirtschaft abmildern: Das Kabinett hat am Freitag die Gas- und Strompreisbremse beschlossen. Ab Januar 2023 bis Ende April 2024 sollen für den Großteil des Verbrauchs gedeckelte Preise gelten – der Staat zahlt die Differenz. Das Parlament soll die Preisbremsen noch vor Weihnachten beschließen. Die Bundesratssitzung ist am 16. Dezember.

[...]

Lob für die Preisbremsen gab es unter anderem vom Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) und vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Bei der Strompreisbremse könnten auch energieintensive kleinere Handwerksbetriebe profitieren, betonte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. Dadurch, dass die Strompreisbremse für Januar und Februar aber erst rückwirkend ab März gewährt werde, könne es für viele Betriebe finanziell eng werden. Wollseifer forderte deshalb eine »Härtefallbrücke«.

Greenpeace kritisierte die Vorhaben. »Diese Beschlüsse machen Energie mit vielen Milliarden an Steuergeldern billiger, aber sie versäumen, dafür zu sorgen, dass die Abhängigkeit von fossilen Energien künftig sinkt«, erklärte Bastian Neuwirth von der Umweltorganisation.

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Radikal | Klimaproteste | Klima Aktivist

Radikale Klimaproteste:

Dringend benötigte Störenfriede

Die Aktionen der Letzten Generation polarisieren: Sie zwingen uns, die Komfortzone zu verlassen. Das tut weh, aber nur so hat Klimaschutz eine Chance.

[...]

Man kann streiten, wie sinnvoll und zielführend die Aktionen der Letzten Generation sind. Blockaden bringen viel Ärger und Risiko. Das Anliegen kann hinter der Aktion verschwinden. Seit Wochen wird nicht mehr über die Ziele der Letzten Generation debattiert, sondern nur noch über ihre Mittel. Auch blockieren sie nicht die großen Klimakiller wie Kohlekraftwerke oder Gaspipelines, sondern den privaten Verkehr.

Aber radikal sind weniger die Forderungen der Klima-AktivistInnen, radikal ist eine Zukunft von 2,7 Grad in der Klimakrise, auf die wir derzeit zusteuern ...

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Atomforschung | hochangereichert | Garching | FRM II

Garchinger Reaktor künftig mit niedrig angereichertem Uran

Der Forschungsreaktor der TU München in Garching kann auf niedrig angereichertes Uran umgerüstet werden. Das hat die TU bekannt gegeben. Ein großer Umbau sei dafür nicht nötig. Bis 2025 soll das Genehmigungsverfahren für den neuen Brennstoff starten.

Der Forschungsreaktor in Garching kann auf niedrig angereichertes Uran umgerüstet werden. Das hat die TU München am Vormittag bekanntgegeben. Forschende der TUM haben berechnet, dass die oft geforderte Umstellung inzwischen theoretisch möglich ist und der benötigte Neutronenfluss auch ohne hoch angereichertes Material (HEU) erzeugt werden kann. Das Ganze wurde von Experten aus den USA bestätigt. Ein großer Umbau sei laut TU nicht nötig. Bis 2025 soll nun das Genehmigungsverfahren für den neuen Brennstoff eingeleitet werden ...

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IMHO

Hört, hört! Seit Jahren schon werden weltweit Forschungsreaktoren auf schwach angereichertes Uran umgerüstet, und jetzt ist es also tatsächlich auch in München möglich. Die Befürworter einer atomaren Rüstungspolitik ala Franz Josef Strauß bekommen Schnappatmung.

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Strafen | Letzte Generation | Klima-Kleber

Flughafen blockiert: Völlig überzogene Reaktionen

"Letzte Generation" legt kurzzeitig BER lahm. Antwort konservativer und sozialdemokratischer Politiker lässt harte Repression für alle befürchten, die sich nicht mit Untätigkeit in Sachen Klimaschutz abfinden. Ein Kommentar

Die Aufregung ist mal wieder groß. Am gestrigen Donnerstag blockierten Mitglieder der Letzten Generation vorübergehend den Berliner Flughafen, in dem einige sich – fernab rollender Flugzeuge – auf die Startbahnen setzten und andere darauf mit Fahrrädern herumfuhren. Nach eineinhalb Stunden war alles vorbei.

Die Reaktionen darauf könnten aufgeregter kaum sein, und ein Vergleich mit dem Schweigen, das für gewöhnlich die meisten rechtsextremen Brandanschläge und Morde zum Beispiel im unmittelbar an den Flughafen angrenzenden Berliner Bezirk Neukölln begleitet, lässt in die Abgründe des deutschen Bürgertums blicken.

Bei der CSU zum Beispiel überschlägt man sich fast: Der ehemalige Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der stets seine schützende Hand über den Diesel-Betrug der deutschen Automobilindustrie hielt, wie seine Vorgänger und Nachfolger die Bahn verkommen ließ, Autobahnen baute und dazu noch Hunderte Millionen Euro im Maut-Desaster versenkte, nennt auf Twitter die Aktivistinnen und Aktivisten "Klima-Kriminelle" die "weggesperrt" werden müssten ...

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Menschenrecht Iran

Atomprogramm oder Menschenrechte – Das Dilemma der Iran-Politik

Der Menschenrechtsrat in Genf gilt nicht als das machtvollste Gremium innerhalb der Vereinten Nationen. Aber die Verurteilung des Iran wegen des gewaltsamen Vorgehens der Führung in Teheran gegen die Protestbewegung markiert eine Wende. Die Mehrheit des Gremiums folgte einem Antrag Deutschlands und Islands zur Einsetzung einer unabhängigen Kommission, die im Iran die Lage der Menschenrechte und vor allem Rechte von Frauen und Mädchen untersuchen soll.

Die Resolution, von Außenministerin Annalena Baerbock vorangetrieben, ist das sichtbarste Zeichen für eine neue, konfrontativere Haltung auch der Bundesregierung gegenüber der Führung in Teheran ...

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Atomausstieg | Weiterbetrieb

Bundesrat billigt Aufschub von Atomausstieg

Nun hat auch der Bundesrat einem Weiterbetrieb der drei verbliebenen Meiler zugestimmt. Mitte April soll das Ende der Atomkraft in Deutschland aber kommen.

Der Weiterbetrieb der letzten drei deutschen Atomkraftwerke bis zum 15. April kommenden Jahres ist beschlossen. Der Bundesrat verzichtete darauf, zu diesem Gesetz den Vermittlungsausschuss anzurufen. Damit kann es in Kraft treten ...

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Strompreis | Gaspreis | Merit Order

Preiserhöhungswelle beim Strom

Über sieben Millionen Stromkunden sind zuletzt über massive Preiserhöhungen informiert worden. Regional fällt das zwar unterschiedlich aus. Doch teuer dürfte es in den kommenden Jahren überall sein.

Zahlreichen Verbrauchern in Deutschland sind jüngst Preiserhöhungen von ihren Stromversorgern ins Haus geflattert. Teils fallen die Anhebungen zum Jahreswechsel drastisch aus. So verlangt etwa das Kölner Unternehmen Rheinenergie ab Januar in der Grundversorgung pro Kilowattstunde (kWh) mehr als doppelt so viel wie bisher: Rund 55 Cent werden dort künftig fällig - ein Plus von knapp 130 Prozent ...

 

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24. November

 

Atommüll Lager | Neckarwestheim

Jahrzehnte bis zum Endlager

Atommüll: Neckarwestheim wohl noch länger Zwischenlager

Neckarwestheim wird wohl noch deutlich länger als bisher schon befürchtet Zwischenlager für radioaktive Abfälle bleiben. Die Endlagersuche verzögert sich massiv. Das macht Sorgen.

Die Festlegung auf einen Endlagerstandort für hoch radioaktive Abfälle verzögert sich um mindestens 15 Jahre. Das teilte das baden-württembergische Umweltministerium mit. Das hat auch Auswirkungen auf die Stadt Neckarwestheim (Kreis Heilbronn). Dort lagern 135 Castoren im Zwischenlager. Sie werden deshalb noch viele Jahrzehnte dort bleiben ...

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Ausbau Erneuerbar | Photovoltaik | Mieterstrom

Politik bereitet Erleichterungen für Mieterstrom vor

Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet derzeit daran, den Zubau der Photovoltaik zu beschleunigen und hat dabei auch den Mieterstrom im Visier. Wahrscheinlich laufe es hier auf ein bilanzielles Modell heraus, berichtete Rüdiger Winkler, Geschäftsführer des Edna Bundesverband Energiemarkt und Kommunikation bei der Edna-Fachtagung am 24. November.

Er ist Mitglied einer entsprechenden Arbeitsgruppe im Bundeswirtschaftsministerium. Der Betreiber einer Mieterstromanlage würde dann seinen Strom physisch vollständig ins Netz einspeisen und dieser würde nur bilanziell an die Mieter weitergeliefert, erläuterte Winkler. Weitere Vereinfachung: Die Umsatzsteuer soll für solche Photovoltaikanlagen auf null sinken ...

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Österreich | Tschechien | Small Modular Reactor

Mit vereinten Kräften gegen small nuclear reactors (SMR) in Tschechien

Nationalräte und NGOs aus dem Mühl-und Waldviertel gemeinsam – Entschließungsantrag im Parlament

Nachdem bekannt wurde, dass der staatliche Energieversorger CEZ bis 2032 die Errichtung von kleinen modularen Reaktoren, von „Small Modular Reactors“ (SMRs), oder auch „Mini-AKWs“ plant, haben Martin Litschauer, Nationalrat aus dem Waldviertel, und Johanna Jachs, Nationalrätin aus dem Mühlviertel einen gemeinsamen Entschließungsantrag im Parlament eingebracht, dass sich Bundesregierung, Außen- und Umweltministerin gegen diese Pläne mit allen rechtlichen Mittel einsetzen sollen. Dieser Entschließungsantrag wird auch von Julia Herr, SPÖ, von Renate Brandner-Weiß, vom Waldviertler Energiestammtisch und Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee in Freistadt unterstützt.

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Der Atomlobby ist bewusst, dass Atomkraft weltweit keine Zukunft hat, und so versuchen die Befürworter, diese Small Modular Reactors (SMR) als neue Errungenschaft zu präsentieren.

„Aber diese Reaktoren sind weder neu, noch klein oder sicherer und über die Kosten gibt es keinerlei Erfahrungen, weil weltweit noch kein einziger realisiert wurde“ ...

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Klimapolitik | Klimagipfel | COP27

Nach dem Klimagipfel COP 27

"Es braucht eine Allianz der Willigen"

Klimaforscher Mojib Latif über die Notwendigkeit eines Neustarts der internationalen Klimapolitik nach dem enttäuschenden UN-Gipfel im ägyptischen Sharm el-Sheikh und die Rolle Deutschlands dabei.

Klimareporter°: Herr Latif, haben Sie nach dem jüngsten Klimagipfel in Sharm el-Sheikh noch Hoffnung, dass das 1,5‑Grad-Limit der Erderwärmung in Reichweite bleibt? In der Gipfelerklärung wird an dem Ziel festgehalten.

Mojib Latif: Nein, die Hoffnung hatte ich aber auch vor dem Gipfel nicht. Die jeweils aktuelle globale Erwärmung ist das Resultat der kumulierten historischen globalen CO2-Emissionen. Daraus ergibt sich das zulässige globale CO2-Budget, um eine bestimmte globale Erwärmung nicht zu überschreiten. Und das ist für die 1,5‑Grad-Grenze bereits zu weit über 80 Prozent aufgebraucht.

Sind denn wenigstens die zwei Grad noch realistisch?

Ja, aber selbst die sind eine Herkulesaufgabe. Die Welt müsste in einigen Jahrzehnten klimaneutral sein. Noch aber steigen die weltweiten CO2-Emissionen. Die Welt geht selbst jetzt noch in die falsche Richtung ...

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Lobby der Industrie | fossilCOP27

Die 636 Lobbyisten der Fossilindustrie wurden unterschätzt

An der Klimakonferenz COP27 bremsten neben China jene, die mit fossilen Energieträgern viel Geld verdienen.

Die neueste Klimakonferenz in Ägypten ging ohne Fortschritte für den Klimaschutz zu Ende. In seiner Spiegel-Kolumne «Im Hintergrund agieren die Saboteure» spürt Kolumnist Christian Stöcker die Verantwortlichen auf. Neben China, das pro Einwohner nach Australien, Kasachstan, Südafrika, Russland und Polen am meisten Kohle fördert, richtet Stöcker den Blick auf folgende Zahl: In Sharm el-Sheikh nahmen 636 Lobbyisten von Öl-, Gas- und Kohlekonzernen teil. Das waren 25 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Umweltorganisation Global Witness errechnete. Sie kritisierte, dass COP27 in diesem Jahr zu einer Lobbying-Veranstaltung wurde. Damit war die fossile Lobby mit mehr Leuten an der Klimakonferenz vertreten als die zehn am meisten vom Klimawandel betroffenen Staaten zusammen.

Einige von ihnen seien sogar Teil der offiziellen Delegationen der Staaten gewesen, hatten also Zutrittsrechte zu Räumlichkeiten, die Medien oder NGOs versperrt blieben. So war etwa der CEO des Ölkonzerns BP, Bernard Looney, als Teil der mauretanischen Delegation nach Sharm el-Sheikh gereist. Insgesamt nahmen rund 4500 Personen an der Konferenz teil ...

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Finnland | Olkiluoto

Betrieb frühestens ab Ende Januar 2023

Finnisches Atomkraftwerk Olkiluoto 3 fällt weiter aus

Helsinki, Finnland - Nach jahrelangen Verzögerungen sollte das neue finnische Atomkraftwerk Olkiluoto 3 im Dezember 2022 eigentlich offiziell in Betrieb gehen. Ein Schaden an den Speisewasserpumpen macht diesen Plan jetzt aber wieder zunichte.

Wie der finnische Kraftwerksbetreiber Teollisuuden Voima Oyj (TVO) mitgeteilt hat, wird die Untersuchung des im Oktober entdeckten Schadens an den Speisewasserpumpen des EPR Olkiluoto 3 noch einige Wochen andauern. Die Auswirkungen auf den Zeitplan könnten noch nicht abgeschätzt werden. Nach Angaben des Betreiberkonsortiums Areva-Siemens werde die Stromproduktion frühestens am 11. Dezember 2022 fortgesetzt, so dass die reguläre Stromproduktion frühestens Ende Januar 2023 beginne. Die festgestellten Schäden an den Pumpen hätten keine Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit, so TVO ...

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Übergewinn Steuer | Ampel | Energiekonzern

SPD-Chefin Esken: Übergewinnsteuer darf nicht „verwässert“ werden

Nach den Grünen hat auch die SPD Zweifel, ob die Pläne von Finanzminister Christian Lindner (FDP) ausreichen. Dieser will ein Drittel der Extragewinne als Steuer einziehen.

Die Ampelkoalition in Berlin streitet darüber, in welcher Höhe krisenbedingte Extragewinne der Öl- und Gaswirtschaft abgeschöpft werden sollen. Nach den Grünen lässt jetzt die SPD Zweifel erkennen, ob die Pläne von Finanzminister Christian Lindner (FDP) ausreichen. Dieser will ein Drittel der Extragewinne als Steuer einziehen. Das wäre der von der EU vorgesehene Mindestsatz. SPD-Chefin Saskia Esken sagte unserer Zeitung: „Wir schöpfen Übergewinne bei Energiekonzernen ab und investieren das Geld in den Zusammenhalt unseres Landes.“ Sie fügte hinzu: „Wir werden darauf achten, dass dieser Gedanke bei der Umsetzung unseres Vorhabens nicht verwässert wird.“...

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Erneuerbar | Energiepolitik | LNG Terminal

Viel Geld für LNG, wenig Ambition bei Wind- und Solarenergie

Energie und Klima – kompakt: Während die Bundesregierung Milliarden in neue LNG-Terminals für Erdgas steckt, ist vom beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien bisher nichts zu sehen. Anatomie einer verfehlten Energiepolitik.

Auf Telepolis wurde über verdoppelte Kosten für die neuen, schwimmenden LNG-Terminals berichtet. Diese sollen statt ursprünglich geplanten 2,94 Milliarden Euro nun 6,56 Milliarden Euro kosten, also rund 3,6 Milliarden Euro mehr.

Wären nur die ursprünglich veranschlagten knapp 3 Milliarden Euro frühzeitig in den Ausbau der Erneuerbaren investiert worden, dann wären die LNG-Terminals vielleicht gar nicht nötig gewesen. Aber hinterher ist man immer schlauer, oder auch nicht ...

 

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Atommüll | Würgassen | Grafenrheinfeld

Weiterer Müll nach Grafenrheinfeld: Das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft ist in Sorge

Das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB ) reagiert mit Sorge auf die Ankündigung der geplanten Einlagerung externer schwach- und mittelradioaktiver Atom-Abfälle in das Grafenrheinfelder Atommüll-Lager BeHa.

Laut Genehmigung dürfen 20 Prozent des bewilligten Inventars aus Fremdabfällen bestehen, das heißt es können 20 Prozent mehr dieses Atommülls eingelagert werden, als beim AKW-Betrieb angefallen waren. Der Bevölkerung und den betroffenen ArbeitnehmerInnen wird diese zusätzliche Strahlenbelastung zugemutet.

Der Atommüll soll vom AKW-Standort Würgassen kommen, das sich im Rückbau befindet. Irritierend ist dabei, dass der Standort Würgassen über ein eigenes Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle verfügt. Weshalb wird der Atommüll nicht dort eingelagert? Oder: weshalb soll er nicht dort verbleiben? Sollte es bereits voll sein? Das wäre ein Hinweis auf eklatante Planungsfehler. Oder steht es dem dort von der BGZ geplanten Logistikzentrum im Wege und soll deshalb geräumt werden?

Da keine Konditionierungsanlagen an den einzelnen Atommüll-Entstehungsstandorten eingerichtet wurden, plant man ein zentrales Eingangs- oder Bereitstellungslager für die gesamte Menge an schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, um diese zu konditionieren und zur endgültigen Langzeitverwahrung nach Schacht Konrad (soll 2027 betriebsbereit sein) zu transportieren. Schacht Konrad steht wegen großer Zweifel an seiner Eignung in heftiger Kritik.

Kritik gibt es auch am geplanten Logistik-Zentrum. Dieses soll ebenfalls 2027 in Betrieb gehen, laut BGZ-Sprecher Hendrik Kranert sei man derzeit um ca. ein Jahr in Verzug. Ein TÜV-Gutachten hat bescheinigt, dass ein Eingangslager in dieser Dimension und Ausführung nicht zwingend notwendig ist. Es gibt noch keine endgültige Entscheidung des Bundesumweltministeriums für das Logistikzentrum Würgassen. Möglicherweise wird es – wie von den Kritikern gefordert – ein transparentes Auswahlverfahren geben – was die Standort-Festlegung aufheben würde.

Aus Sicht des SWAB ist es dringend notwendig, die Gründe öffentlich darzustellen: weshalb will PreussenElektra Atommüll von Würgassen nach Grafenrheinfeld transportieren und dort lagern?

Zum geplanten Transportweg gibt es keine genauen Angaben, im Bayerischen Rundfunk wurde auf zwei mögliche Varianten hingewiesen: Strassentransport per LKW bis zum AKW-Gelände oder auf der Schiene bis nach Gochsheim und dort für den Rest der Strecke Umverladung auf LKW.

Das erinnert an die gefährlichen, unsagbaren Atom-Verladungen am Gochsheimer Bahnhof – in unmittelbarer Nähe zur Wohnbevölkerung – gegen die sich die Gochsheimer Bürgerinitiative BIG jahrelang vehement eingesetzt hat. Die Auseinandersetzung mit Betreibern und Behörden fand 2001 ein Ende – mit der Entscheidung der damaligen rot-grünen Bundesregierung, den anfallenden Atommüll in AKW-Standortzwischenlagern zu deponieren ...

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Atommüll ist was bleibt ...

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Die interne Suche nach

Atommüll

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

04. November 2022 - Kreis Höxter: Landesregierung Niedersachsen gegen Pläne für Atommüll-Lager

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06. April 2020 - Atommüll rollt durch NRW

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12. Feb. 2020 - Atommülltransporte aus Gronau über Hamm nach Rußland

 

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YouTube

Stichwortsuche: Atommüll doku

https://www.youtube.com/results?search_query=Atommüll doku

 

Videos:

ARD tagesschau vom 26.11.2019 - 05:32

Umstrittene Lieferung von Uran nach Russland

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ZDF Terra X - 9:03

Wohin mit dem Atommüll? | Harald Lesch

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Arte - 01:38:27

Albtraum Atommüll

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 150 Videos zum Thema

 

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Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

 

Stichwortsuche: Atommüll

https://www.ecosia.org/search?q=Atommüll

 

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atommüllreport

Atommüll

Hintergrund

Es ist viel von Atommüll die Rede, doch was ist das eigentlich? Bei jedem Umgang mit radioaktiven Stoffen entstehen radioaktive Abfälle, vom Uranabbau über die Herstellung des Brennstoffs, beim Betrieb der Atomkraftwerke und der Wiederaufarbeitung bis hin zum Rückbau von Atomkraftwerken. Aber auch bei der Bundeswehr, in Forschung, Medizin und Unterricht und sogar bei der konventionellen Rohstoffgewinnung und in der Konsumgüterindustrie fallen radioaktive Abfälle an. Die Mengen und die radiologische und radiotoxische Wirkung auf den Menschen sind je nach Abfallart sehr unterschiedlich. Ebenso unterschiedlich sind die Klassifizierung und die Behandlung des Atommülls in den verschiedenen Ländern ...

 

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Wikipedia

Radioaktiver Abfall

Radioaktive Abfälle, umgangssprachlich meist Atommüll genannt, sind radioaktive Stoffe, die nicht nutzbar sind oder aufgrund politischer Vorgaben nicht mehr genutzt werden dürfen. Der meiste Atommüll entsteht durch die Nutzung der Kernenergie. Kleinere Mengen fallen in Medizin und Forschung an; einige Staaten haben erhebliche Altlasten aus der Entwicklung und Herstellung von Kernwaffen. Anfallende radioaktive Stoffe und davon kontaminiertes anderes Material werden durchwegs in Zwischenlagern verwahrt; die Handhabung hochradioaktiver Abfälle durch Endlagerung, Transmutation oder Wiederverwendung ist eine wichtige Aufgabe für die Menschheit ...

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Atommülltransporte in Deutschland

finden für die Aufbereitung und die Zwischenlagerung statt. Ein Konzept für die so genannte Endlagerung besteht noch nicht. Die Transporte werden regelmäßig von Demonstrationen begleitet.

Unter Atommülltransporte fallen dabei insbesondere

  • die Transporte abgebrannter Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken zur Wiederaufarbeitung ins Ausland (La Hague, Frankreich, oder Sellafield, Großbritannien). Seit dem 1. Juli 2005 sind nach dem Atomgesetz Transporte von Kernbrennstoffen, die aus der gewerblichen Erzeugung von Elektrizität stammen, in die Wiederaufarbeitung untersagt;
  • die Rücktransporte der bei der Wiederaufarbeitung angefallenen radioaktiven Abfälle aus den Wiederaufarbeitungsanlagen nach Deutschland zur Zwischenlagerung (zum Beispiel ins Atommülllager Ahaus oder ins Atommülllager Gorleben); diese werden entsprechend den atomrechtlichen Verpflichtungen weiterhin durchgeführt;
  • Transporte mit schwach- und mittelaktiven Abfällen zu Konditionierungseinrichtungen und Zwischenlagern

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Newsletter XLVI 2022 - 16. bis 23. November

Zeitungsartikel 2022

 

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