Newsletter XL 2022

09. bis ... Oktober

 

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Nuclear Power Accidents

Diese PDF-Datei enthält eine fast vollständige Liste der bekannt gewordenen Unfälle und Freisetzungen von Radioaktivität. Sobald neue Informationen verfügbar sind, wird diese PDF-Datei erweitert und aktualisiert ...

Auszug für diesen Monat:

01. Oktober 1981 (INES 3 | NAMS 1,3) Atomfabrik Sellafield, GBR

03. Oktober 1986, Atom-U-Boot K-219, UDSSR

03. Oktober 1952, Atombombentest auf Trimouille Island, GBR

05. Oktober 1966 (INES 4) Akw Enrico-Fermi-1, USA

07. Oktober 1957 (INES 5 | NAMS 4,6) Atomfabrik Windscale/Sellafield, GBR

09. Oktober 2006, Atombombentest bei Punggye-ri, PRK

12. Oktober 1969 (INES 4) Atomfabrik Sellafield, GBR

15. Oktober 1958 (INES 4) Boris Kidrič Institut Vinca, YU

17. Oktober 1969 (INES 4) Akw Saint-Laurent, FRA

18. Oktober 2011 (INES 1) Akw Karachi, PAK

19. Oktober 1989 (INES 1) Akw Vandellòs-1, ESP

30. Oktober 1961, Zar-Bombe AN602 über Nowaja Semlja, UdSSR

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Wir suchen aktuelle Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an: nukleare-welt@reaktorpleite.de

 

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15. Oktober

 

Versorgung | Reserve betrieb | Sicherheit

Deutsche Atomkraftwerke für die Energieversorgung unnötig

Atomkraftgegner empfehlen, dass Habeck und die Grünen den Stresstest richtig lesen. Denn die Versorgungslage werde von ihnen als kritisch dargestellt, obwohl sie es laut Test nicht ist. Die Grünen stimmten dennoch mit großer Mehrheit für den "Reservebetrieb".

Von Freitag bis Sonntag versammeln sich die Grünen zu ihrer Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) in der ehemaligen Hauptstadt Bonn. Eine der hochumstrittenen Fragen, die auf dem Parteitag debattiert werden, ist der Atomausstieg beziehungsweise der von Bundesfinanzminister Robert Habeck geplante "Streckbetrieb", aka "Notreserve", "Einsatzreserve" oder "Reservebetrieb".

Mit all diesen Begriffen soll vernebelt werden, dass Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck seiner Partei das erneute Umfallen beim Atomausstieg schmackhaft machen will. Dabei wird sogar ein Vorgang betrieben, der an Illegalität grenzt.

Denn, wie bereits wiederholt ausgeführt, wurde, begründet mit Blick auf die anstehende, definitive Abschaltung der beiden AKW, seit Jahresende auf die zehnjährige "Periodische Sicherheitsüberprüfung" (PSÜ) der zwei Meiler großzügig verzichtet. Die Sicherheitsüberprüfung ist seit drei Jahren überfällig. Neben den laufenden "Wiederkehrende Prüfungen" (WKP) dienen die PSÜ dazu, "ein AKW quasi auf Herz und Nieren zu prüfen", wie das Bundesumweltministerium informiert ...

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Energiewende | Klimaschutz | Energiepreis | Ausbau Wind Solar

Ökonomin: "Wir zahlen den Preis der verschleppten Energiewende"

Klimaschutz oder bezahlbare Energiepreise? Die Energieökonomin Claudia Kemfert sieht in den hohen Energiekosten die Quittung für die Versäumnisse der vergangenen Jahre. Sie sagt: Klimaschutz und bezahlbare Preise für Energie – beides ist möglich.

Die hohen Preise für Strom und Gas wären vermeidbar gewesen – wenn Deutschland schon früher und gezielter auf den Ausbau von Erneuerbaren Energien gesetzt hätte. So beurteilt die Energieökonomin Claudia Kemfert die aktuelle Situation: "Dadurch, dass wir die Erneuerbaren Energien nicht in dem Umfang ausgebaut haben, zahlen wir jetzt diesen hohen Preis. Wir zahlen den Preis der verschleppten Energiewende." ...

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Plutonium | Aufbereitung | Wieder Aufarbeitung

15. Oktober 1958 (INES 4) Vinca, Boris Kidrič Institut, YU

6 Arbeiter wurden einer hohen Strahlendosis ausgesetzt, einer von ihnen verstarb wenige Tage später.

Nuclear Power Accidents.pdf

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Da die deutsche Version der Wikipedia auch in Bezug auf diesen Störfall inhaltlich ein Totalausfall ist, bin ich wie so oft gezwungen, auf englischssprachige Quellen auszuweichen:

Wikipedia - en

Reaktorzwischenfall 1958

Das Vinča Institute of Nuclear Sciences ist eine Forschungseinrichtung für Kernphysik in der Nähe von Belgrad, Serbien ...

Am 15. Oktober 1958 kam es in einem der Forschungsreaktoren zu einem Kritikalitätsunfall. Sechs Arbeiter erhielten eine hohe Strahlendosis; einer starb kurz darauf. Die anderen fünf erhielten die ersten Knochenmarkstransplantationen in Europa überhaupt.

Sechs junge Forscher, alle zwischen 24 und 26 Jahren, führten an dem Reaktor ein Experiment durch, dessen Ergebnisse ein Student für seine Diplomarbeit verwenden wollte. Irgendwann rochen sie den starken Geruch von Ozon. Es dauerte 10 Minuten, bis sie den Ursprung des Ozons entdeckten, aber da waren sie bereits verstrahlt. Die Nachricht wurde von der staatlichen Agentur Tanjug kurz ausgestrahlt, aber dann wurden die Nachrichten über den Vorfall unterdrückt. Zu den Gründen gehörte die Stellung des Staates in der Atmosphäre der Teilung des Kalten Krieges, aber auch die Tatsache, dass die staatliche Kommission zu dem Schluss kam, dass der Vorfall durch die Unachtsamkeit und Disziplinlosigkeit der Forscher verursacht wurde ...

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NTI - Nuclear Threat Initiative

https://www.nti.org/analysis/articles/former-yugoslavia-nuclear/

Jugoslawien arbeitete mit Norwegen auf dem Gebiet der Plutoniumwiederaufbereitung zusammen, richtete in Vinca eine Abteilung für die Wiederaufbereitung abgebrannter Brennelemente ein, unterzeichnete 1956 ein Kooperationsabkommen mit der Sowjetunion für den 6,5-MW-Forschungsreaktor RA (Schwerwasserreaktor mit Moderation und Kühlung) und baute den RB, eine kritische Anordnung mit Schwerwasser-Naturururan bei Nullleistung. Der RA-Reaktor, der von Vinca-Beamten als "im Wesentlichen ein Reaktor zur Plutoniumproduktion" beschrieben wurde, war für Titos Waffenforschung von grundlegender Bedeutung.

In den frühen 1960er Jahren, als das Kernforschungsprogramm an Schwung gewann, nahm Tito Berichten zufolge den Waffenaspekt des Programms zurück. Im Jahr 1958 kam bei einem Kritikalitätsunfall im Schwerwasser-RB-Reaktor von Vinca eine Person ums Leben und fünf weitere erlitten eine Strahlenvergiftung ...

Übersetzt mit https://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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14. Oktober

 

Laufzeit | Ampel | Friends of MIK

Streit um Laufzeitverlängerung:

Atomenergie spaltet die Koalition

Die FDP fordert neue Brennstäbe für die noch laufenden AKWs. Die Grünen beharren auf dem Atomausstieg. Die Ampel steckt in einer ernsten Krise.

Die Ampel steuert auf eine Regierungskrise zu. FDP und Grüne streiten, ob und wie die drei Atomkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim II im Süden und das AKW im Emsland weiter laufen sollen. Der grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck will, dass die beiden süddeutschen AKWs ohne neue Brennstäbe bis Mitte 2023 zur Verfügung stehen – und schon das ist für viele Grüne eine Zumutung. Die FDP hingegen fordert den Weiterbetrieb mit neuen Brennstäben von allen drei Meilern ...

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Gaspreis | Preisrally

Gaspreise fallen auf Drei-Monats-Tief

Der Gaspreis fällt weiter. Experten warnen wegen der Gaspreisentwicklung trotzdem vor deutlich höheren Rechnungen für Verbraucher. Das Wichtigste im Überblick.

Die Gaspreise in Deutschland erleben seit einem Jahr eine rasante Entwicklung. Die plötzlich steigende Nachfrage nach Gas gegen Ende der weltweiten Coronapandemie im vergangenen Herbst löste eine Preisrally aus. Ein Vielfaches weitergetrieben durch die Folgen des Ukrainekriegs, kletterten die Kosten für eine Megawattstunde (MWh) Erdgas auf ein nie da gewesenes Allzeithoch.

Nun sinkt der Gaspreis zum ersten Mal seit einem Jahr deutlich. Mit aktuell um die 150 Euro pro MWh ist Gas allerdings immer noch um ein Vielfaches teurer als in der Vergangenheit ...

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Versicherung | Hochwasser | Trockenheit | fossil | erneuerbar

Eine vier Grad wärmere Welt ist nicht mehr versicherbar

Zuletzt legte der weltweit größte Rückversicherer Munich Re eine neue Öl- und Gasrichtlinie vor und rückt so zu den Vorreitern in der Branche auf – ein wichtiger Schritt. Allerdings hängt die Messlatte tief. Denn selbst die ambitioniertesten Richtlinien der Branche reichen nicht, um wirklich einen Beitrag zur Erreichung des 1,5-Gradziel zu leisten.

Bereits 1973 warnte der deutsche und weltweit größte Rückversicherer Munich Re in der Publikation „Hochwasser, Überschwemmungen“ vor dem Klimawandel und seinen Folgen. Dies ist wenig verwunderlich: die möglichst präzise Vorhersage von Schadensrisiken gehört für Versicherer und besonders Rückversicherer zum Kerngeschäft. Am Problembewusstsein in Sachen Klimawandel und den Folgen für die Branche mangelt es also nicht.

Schon 2015 erklärte der damalige Vorstandsvorsitzende von AXA, Henri de Castries, dass eine 2°C Welt vielleicht noch versicherbar sei, eine 4°C Welt jedoch sicher nicht ...

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Grünen Parteitag | Anti-Atom | Ausbau Wind Solar

"Das verstehen unsere Leute"

Nouripour wirbt für AKW-Streckenbetrieb

Die Grünen blieben die "Anti-Atom-Partei", betont Parteichef Nouripour. Doch angesichts der aktuellen Energiekrise "machen wir Dinge, die wir nicht tun wollen". Für die Grünen bedeute das: Den Streckenbetrieb von zwei Atomkraftwerken unterstützen.

Vor dem Grünen-Bundesparteitag hat Parteichef Omid Nouripour bei den Delegierten um Unterstützung für den Streckbetrieb von zwei Atomkraftwerken in Deutschland geworben. "Wir machen Dinge, die wir nicht tun wollten, aber wir brauchen nun einmal schnelle Lösungen für existenzielle Probleme", sagte Nouripour der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger" angesichts der Energiekrise wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zum Ausstieg aus Atom und Kohle.

Die Grünen hielten an ihren Zielen fest, versicherte Nouripour. "Aber wenn es in diesem Winter für die Netzstabilität die zwei Atomkraftwerke im Süden braucht, weil allen voran Bayern nach all den Jahren der CSU-Regierung in der Energiepolitik den Netzausbau verschlafen hat, dann tragen wir das mit." ...

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Europa | Energiewende | Solar Pflicht

Europas Energiewende

EU-Solardachpflicht braucht mehr Schwung

Das Ökoinstitut empfiehlt, die EU-weite Solardach-Pflicht schon früher als geplant zu starten und wirkungsvoller zu gestalten – um das gesamte Flächenpotenzial zu nutzen. Zudem sollte die Solarthermie zur Erfüllung der Pflicht voll anerkannt werden.

Ende Mai hatte die EU-Kommission die finale Fassung ihrer Solarstrategie (EU Solar Energy Strategy) vorgelegt. Um so schnell wie möglich von russischen fossilen Brennstoffen unabhängig zu werden, plant die EU-Kommission, eine Solardach-Pflicht in der gesamten EU im Zuge der Änderung der Richtlinie über die Gesamteffizienz von Gebäuden (EPBD) einzuführen – das heißt eine Verpflichtung zur Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern von gewerblichen und öffentlichen Gebäuden bis 2025 und für Wohngebäude bis 2029. Genehmigungsprozesse sollten dabei kürzer und einfacher werden, um die ambitionierten Ziele zu erreichen. Der Anteil Erneuerbarer Energien in der EU soll bis 2030 von 40 auf 45 Prozent angehoben werden.

Das ist gut, geht aber noch besser. Das Ökoinstitut hält die Pläne für nicht ambitioniert genug und empfiehlt, eine Solardach-Pflicht in der EU bereits ab Ende 2024 und auf möglichst vielen Gebäudetypen sowie Parkplätzen gestaffelt einzuführen ...

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Saudi Arabien | Klimawandel | unbewohnbar

Klimawandel: Ist Saudi-Arabien bald unbewohnbar?

Saudi-Arabien, das 2029 die Asiatischen Winterspiele ausrichten wird, könnte aufgrund der globalen Erwärmung bis zum Jahr 2100 völlig unbewohnbar werden. Die Dauer von Hitzewellen könnte auf über 200 Tage pro Jahr ansteigen!

Die Entscheidung wurde am vergangenen Mittwoch bekannt gegeben. Saudi-Arabien wurde als Austragungsort für die asiatischen Winterspiele 2029 auserkoren, und zwar im Berggebiet von Neom, wo bald eine große futuristische Megalopolis entstehen soll. Eine zumindest überraschende Entscheidung in einem Wüstenstaat, der im Übrigen ein "Hotspot" der globalen Erwärmung im 21. Jahrhundert sein wird ...

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IMHO

Ein weiteres krasses Beispiel dafür, wie weit von der Realität entfernt diese "Entscheidungsträger" offensichtlich agieren. Ich vermute, ähnlich weit entfernt von der Wahrhaftigkeit wie Don Trumpl und all die anderen Horrorclowns, die sich einbilden, sie könnten bessere Entscheidungen für den Fortbestand dieser Welt treffen als all die Menschen, die in dieser realen Welt leben und die Konsequenzen solcher Entscheidungen zu tragen haben.
Wie viel haben sich die Saudis diesen Irrsinn wohl kosten lassen?

 

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13. Oktober

 

Assange | Wahrheit

„Arbeiter müssen für Julian Assanges Freilassung kämpfen“

Diese Erklärung hat der UAW-Präsidentschaftskandidat Will Lehman an die fast eine Million Mitglieder der Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) verschickt. Die WSWS unterstützt Lehmans Wahlkampf.

... Es geht um den Fall von Julian Assange, dem Gründer von WikiLeaks. Er ist derzeit im Vereinigten Königreich inhaftiert und muss mit seiner Auslieferung an die USA rechnen, wo er auf der Grundlage des Spionagegesetzes strafrechtlich verfolgt werden soll. Ihm droht eine Strafe von 175 Jahren Haft oder sogar die Hinrichtung.

Assange wird aus einem einzigen Grund verfolgt: Er hat die Wahrheit über die Handlungen der amerikanischen Regierung im Ausland aufgedeckt, derselben Regierung, die die Konzerne vertritt, die uns hier in den Vereinigten Staaten ausbeuten.

Eine der wichtigsten ersten Enthüllungen von WikiLeaks war ein 2010 veröffentlichtes Video, das zeigt, wie die US-Armee unbewaffnete Zivilisten und Journalisten in der irakischen Hauptstadt Bagdad tötet. Das Material wurde drei Jahre zuvor, im Jahr 2007, in den ersten Jahren der US-Besetzung des Irak, aufgenommen. Ich fordere euch alle auf, sich dieses Video mit dem Titel „Collateral Murder“ anzusehen ...

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Fessenheim | verklappt

AKW Fessenheim entsorgt weiter tonnenweise Borsäure

Das elsässische Atomkraftwerk Fessenheim entsorgt auch nach seiner Stilllegung jährlich tonnenweise Borsäure in den Rheinseitenkanal. "Wir werden in den kommenden Jahren mit derselben Logik fortfahren", kündigte die verantwortliche Managerin des französischen Energiekonzerns EDF, Elvire Charre, am Donnerstag bei einer Sitzung einer öffentlichen Überwachungskommission in Colmar an ...

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Grünen Parteitag | Klimaschutz | Ausbau Wind Solar

„Alles ist viel zu umständlich und vieles wird blockiert“

Am Wochenende treffen sich die Grünen zum Bundesparteitag. Klimaschützer stören sich an zu viel Regierungspragmatismus in Berlin und auch in Nordrhein-Westfalen. Reiner Priggen, der grüne Doyen in NRW, hält dagegen.

WirtschaftsWoche: Herr Priggen, der grüne Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat einige bei Grünen und Klimaschutzgruppen unpopulären Entscheidungen getroffen: Atomkraftwerke sollen länger laufen, in NRW wird kurzfristig mehr Braunkohle gefördert und verstromt. Was halten Sie davon?

Reiner Priggen: Wer gestaltet, muss Kompromisse machen. Der Kompromiss bei der Braunkohle ist sehr gut. Das Dorf Lützerath mitten im Abbaugebiet war nach allen Gutachten nicht mehr zu halten. Dafür haben nun einige andere Orte und Familien Sicherheit. Die Landesminister Mona Neubaur und Oliver Krischer haben das erreicht, womit wir Grünen hier im Landtagswahlkampf 2022 antraten. Wir wollten 2030 raus aus der Braunkohle statt erst 2038. Das haben wir nun sogar im Konsens mit dem Unternehmen RWE umgesetzt. Wer hätte sich das vor wenigen Jahren vorstellen können: Nordrhein-Westfalen ist bald ohne Kohle ...

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Frankreich | Gas | Strom

Speicherstände fast erreicht

Gaslieferungen aus Frankreich gestartet

Seit heute liefert Frankreich Gas nach Deutschland und bekommt im Gegenzug Strom, falls es die Lage erfordert. Derweil sind die deutschen Gasspeicher fast komplett gefüllt - und die EU plant gemeinsame Käufe.

Frankreich hat in der Energiekrise mit den Gaslieferungen nach Deutschland begonnen. Um 06.00 Uhr morgens sei heute erstmals Gas aus Frankreich über den Grenzort Medelsheim im Saarland nach Deutschland geflossen, teilte der französische Gasnetzbetreiber GRTgaz mit. Danach liefert Frankreich zunächst täglich Gas mit einer Energieleistung in Höhe von 31 Gigawattstunden ...

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Regierungshandeln | Verantwortung | Energiewende

Drei Wege zur Energiewende

Forscher:innen haben drei Wege von Regierungen identifiziert, die Energiewende voranzutreiben. Von der Übertragung eigener Verantwortung, bis hin zu finanziellen Ausgleichen.

Russlands Angriffskrieg in der Ukraine sorgte für steigende Gas- und Ölpreise. Ebenso die Ölkrise in den 1970er Jahren. Expert:innen der University of California, Toronto, Twente in den Niederlanden und dem University College London haben, ausgehend von den beiden Ereignissen untersucht, wie Regierungen weltweit auf die Energiekrisen reagierten und ob und wie eine Energiewende eingeleitet wurde. Während einige Länder die Preisschocks zum Anlass genommen hätten, die Erneuerbaren Energien auszubauen, hätten andere verstärkt auf fossile Brennstoffe gesetzt.

Jonas Meckling, Professor für Energie- und Umweltpolitik an der University of California und Hauptautor der Studie erläutert: „Wir haben herausgefunden, dass die Art der politischen Institutionen bestimmt, inwieweit die Länder Investitionen in die Energiewende gegenüber der Bevölkerung durchsetzen konnten.“ Demnach könne die Struktur und ergreiften Maßnahmen förderlich oder hinderlich für die Energiewende sein ...

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WWF | Klimakrise | Artensterben

WWF-Bericht warnt vor Doppelkrise

"Wir verlieren sehenden Auges unsere Lebensgrundlagen"

Ein neuer Bericht zu Wildtieren lässt aufhorchen. Gewarnt wird vor einer "fatalen Wechselwirkung" zwischen Klimakrise und Artensterben. Ein Tier ist besonders betroffen.

Die Bestände wild lebender Wirbeltiere sind in den vergangenen 50 Jahren massiv geschrumpft. Zwischen 1970 und 2018 sei bei den mehr als 31.000 untersuchten Populationen ein Rückgang von im Schnitt 69 Prozent zu beobachten gewesen, schreibt die Umweltstiftung WWF und die Zoologische Gesellschaft London im am Donnerstag veröffentlichten "Living Planet Report 2022". Insgesamt wurden Daten zu mehr als 5.200 Wirbeltierarten ausgewertet. Dazu gehören Säugetiere, Vögel, Fische, Amphibien und Reptilien.

Die Natur sei wie ein Turm, in dem jeder Baustein eine Tier- oder Pflanzenart darstelle, erklärte Christoph Heinrich, geschäftsführender Vorstand WWF Deutschland. Je mehr Arten ausstürben, desto instabiler werde er. "Wir zerstören diesen Turm gerade mit dem Presslufthammer und verlieren sehenden Auges unsere Lebensgrundlagen." ...

 

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12. Oktober

 

Grünen Parteitag | Verantwortung | Hochrisiko

"Wir werden sicher keine neuen Brennstäbe bestellen"

Erstmals seit 2019 treffen sich die Grünen zu einem Präsenz-Parteitag / Habeck setzt auf Rückendeckung für Festhalten am Atomausstieg.

Der letzte Grünen-Parteitag in Präsenz liegt schon ziemlich lange zurück. 2019 in Bielefeld war das, also vor der Corona-Pandemie. Seitdem ist bei den Grünen viel passiert – sie sind jetzt in der Regierung. An diesem Wochenende soll es nun endlich wieder eine richtige Bundesdelegiertenkonferenz geben. Live und in Farbe, nicht nur digital – in Bonn.

[...]

Die FDP verlangt, die Atommeiler nicht nur wie von Habeck vorgeschlagen bis höchstens zum Frühjahr laufen zu lassen, sondern bis 2024 – und es sollen zudem bereits abgeschaltete Meiler wieder ans Netz gehen. Für all das bräuchte man zusätzlichen Kernbrennstoff. Neue Brennelemente zu beschaffen, lehnt Habecks Ministerium aber ab ...

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Atomausstieg | Weiterbetrieb | Laufzeit

Spricht der Kanzler ein Machtwort?

Atomkraft-Streit in der Regierung: Kanzler Scholz kündigt schnelle Entscheidung an

Viel Zeit bleibt nicht mehr: Während der grüne Wirtschaftsminister seinen Plan für einen befristeten AKW-Weiterbetrieb durchs Parlament bringen will, besteht der Koalitionspartner FDP auf eine mehrjährige Laufzeitverlängerung. Braucht es jetzt ein Machtwort des Kanzlers?

Im Streit um die weitere Nutzung der Atomkraft in Deutschland hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eine schnelle koalitionsinterne Klärung in Aussicht gestellt. „Sie können sicher sein, dass wir in Kürze damit fertig sind“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin bei einer Pressekonferenz. Es gehe beim Thema AKW-Weiterbetrieb jetzt vor allem darum, zu klären, welche Rahmenbedingungen nötig seien, was genau gemacht werde und wie schnell das gehe, erklärte Scholz. Zuvor hatten die Bundesministerien für Wirtschaft und Finanzen erklärt, dass die Beratungen zur Atomfrage andauerten und dass es noch Klärungsbedarf gebe ...

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Energiekrise | Übergewinnsteuer | Energiekonzerne

London: Übergewinnsteuer auch für Erneuerbare und Atomkraft

Nach der Übergewinnsteuer für Öl- und Gaskonzernen nimmt die britische Regierung nun «überschüssige Einnahmen» der Stromkonzerne in den Blick.

Zur Finanzierung milliardenschwerer Ausgaben will die britische Regierung nun doch de facto eine Übergewinnsteuer für Produzenten erneuerbarer Energie und Atomkraft einführen.

Für Hersteller von Strom aus Windenergie an Land, Solarenergie, Biomasse und Atomenergie soll eine Obergrenze für Erträge gelten, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Damit werde sichergestellt, dass Verbraucher faire Preise für kohlenstoffarme Energie bezahlten. Gerade diese Produzenten profitierten von den gestiegenen Stromgroßhandelspreisen, obwohl die Erzeugung im Vergleich zu jener mit Gas deutlich weniger koste ...

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Wind Anlage | Strom | Erneuerbar

359 MWh am Tag: Siemens-Gamesa-Flaggschiff reizt Anlagenkapazität aus

Die aktuell leistungsstärkste und größte installierte Windturbine der Welt hat nach 24 Stunden Volllast den neuen Ein-Tages-Stromrekord erzielt.

Mit 359 Megawattstunden (MWh) Stromernte binnen nur 24 Stunden erzeugte die Pilotanlage des aktuell größten schon betriebenen Windenergieanlagentyps SG 14-222 an seinem Nordseeküstenstandort. Wie das Windturbinen-Herstellerunternehmen Siemens Gamesa am Dienstagmorgen im Internet zum Beispiel auf der Soziale-Medien-Plattform Linkedin mitteilte, ist es die größte jemals von einer Windturbine erzeugte Strommenge binnen eines Tageszeitraums. Die für Offshore-Windparks konzipierte Anlage hatte das deutsch-dänisch-spanische Unternehmen im November 2021, also vor knapp einem Jahr, am staatlichen Turbinen-Teststandort Østerild errichtet.

Die Anlage ohne Getriebe und deshalb mit langsam drehendem, dafür aber vergleichsweise eher groß ausfallendem und üppig Magneten-bestücktem Generator, erzeugte demnach fast 15 MWh pro Stunde ...

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Österreich | Luxemburg | Taxonomie | Atomausstieg

Weiter Ärger mit Atomkraft

Österreich klagt gegen EU-Taxonomie, die Atomstrom als nachhaltig einstuft und als "grün" verkauft. Luxemburg unterstützt die Klage. 2021 wurden weltweit nur noch 9,8 Prozent Atomstrom produziert, gut die Hälfte des Höchststands von 1996.

In Deutschland schwimmen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gerade die Felle für seine "Notreserve" weg. Das altersschwache Atomkraftwerk Isar 2 muss im Oktober für eine Reparatur heruntergefahren werden, da sonst die abgebrannten Brennelemente "eine zu geringe Reaktivität" haben, "um die Anlage aus dem Stillstand heraus dann wieder hochzufahren".

Jetzt wirft ausgerechnet ausgerechnet der grüne Minister Habeck seinem Kollegen von der FDP, Christian Lindner, eine Blockadehaltung in Sachen AKW vor. "Wenn man will, dass die Atomkraftwerke nach dem 31. Dezember noch Strom produzieren können, muss man jetzt den Weg dafür frei machen", erklärte er. "Die Zeit drängt." ...

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Sellafield | Vergiftung

12. Oktober 1969 (INES 4) Sellafield Atomfabrik, GBR

Freisetzung aus dem Schornstein des Gebäudes B204.

Nuclear Power Accidents.pdf

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Dieser Störfall sowie mehrere andere Freisetzungen von Radioaktivität, die von Sellafield ausgingen, sind nicht mehr in der deutschen Wikipedia zu finden.

Der Brand von Windscale im Oktober 1957, der als "schwerer Unfall" (INES 5) eingestuft wurde, ist der einzige Sellafield-Störfall aus der Zeit vor 2005, der bis jetzt noch nicht aus Wikipedia verschwunden ist ...

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Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Sellafield

Der Windscale-Komplex wurde durch einen katastrophalen Brand 1957 und durch häufige nukleare Störfälle bekannt und unter anderem deshalb auch in Sellafield umbenannt. Bis Mitte der 1980er Jahre wurde der im täglichen Betrieb anfallende Atommüll in großen Mengen in flüssiger Form über eine Pipeline in die Irische See abgeleitet.

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Wikipedia - englisch

https://en.wikipedia.org/wiki/Sellafield#Incidents

Radiologische Freisetzungen

Zwischen 1950 und 2000 gab es 21 schwerwiegende Zwischenfälle oder Unfälle mit radiologischen Freisetzungen außerhalb des Werksgeländes, die eine Einstufung auf der internationalen Skala für nukleare Ereignisse rechtfertigten, einen auf Stufe 5, fünf auf Stufe 4 und fünfzehn auf Stufe 3. Darüber hinaus gab es in den 1950er und 1960er Jahren über längere Zeiträume hinweg bekannte, absichtliche Freisetzungen von Plutonium und bestrahlten Uranoxidpartikeln in die Atmosphäre ...

Übersetzt mit https://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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11. Oktober

 

Die Grünen | Atomausstieg

Grünen Co-Chef Nouripour zur Energiekrise: „Wir halten am Atomausstieg fest“

Grünen-Co-Chef Omid Nouripour bekräftigt im taz-Interview das Festhalten der Partei am Atomausstieg: „Wir werden sicher keine neuen Brennstäbe bestellen.“

taz: Herr Nouripour, am Freitag beginnt der Bundesparteitag der Grünen. Macht er Ihnen große Sorgen?

Omid Nouripour: Ich spüre große Vorfreude. Es ist der erste richtige Parteitag seit 2019, danach war alles nur digital oder hybrid. Jetzt kommen wir wieder zusammen. Und ich freue mich sehr darauf, viele alte und neue Gesichter zu sehen, miteinander zu diskutieren, zu lachen und auch ein bisschen feiern zu können – zum Beispiel die erfolgreichen Landtagswahlen, zuletzt die in Niedersachsen.

Vor der Party kommen erst mal die Debatten, und die könnten hart werden. Die Zahl der Kompromisse, die für Grüne schwer zu ertragen sind, hat zuletzt noch mal zugenommen. Irgendwann trägt die Partei vielleicht nicht mehr alles mit.

Diskussionen sind notwendig, deswegen führen wir sie auch durchgehend. Wir haben seit Monaten jede Woche mehrere Calls mit den Landesverbänden. Wir kommunizieren über alle Ebenen hinweg, erklären Entscheidungen und holen Meinungsbilder ab. Auch am Wochenende wird es Diskussionen und Abstimmungen über den richtigen Weg geben. Insgesamt spüre ich aber eine große Geschlossenheit

Auch in der Frage der Atomkraft?

Wir sind die Anti-Atom-Partei. Wir werden sicher keine neuen Brennstäbe und damit neuen Atommüll bestellen. Was Robert Habeck und Steffi Lemke gerade vorbereiten, ist eine Reserve für den Notfall, damit in Süddeutschland die Netzstabilität erhalten bleibt. Was ist denn die Alternative? Nichts tun und die Energiesicherheit aufs Spiel setzen? Wir halten am Atomausstieg fest und zugleich ist die Breite der Partei nicht im großen Clinch mit dem Reservebetrieb. Wir haben über 40 Jahre gewartet. Drei Monate machen nicht den Unterschied ...

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Greta | Fridays for Future | Weiterbetrieb

Thunberg für Weiterbetrieb deutscher AKW: Union und FDP für Greta

Klimaaktivistin Thunberg spricht sich gegen das Abschalten von AKW in Deutschland aus – und bekommt Beifall von ungewohnter Seite.

BERLIN taz | So viel Beifall hatte sie noch nie von Union und FDP: „Greta Thunberg hat recht“, twitterte FDP-Bundestagsfraktionsvize Johannes Vogel. Die schwedische Initiatorin der Klimaschutzbewegung Fridays for Future habe einen weiteren Beleg dafür geliefert, „dass das physikalisch (Netzstabilität), ökonomisch (Preisreduktion) und klimapolitisch (Klimaneutralität) richtig ist“, schrieb FDP-Justizminister Marco Buschmann. „Wie viele Argumente brauchen die Grünen eigentlich noch?, sekundierte Gitta Connemann, CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der Union ...

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Australien | Hitzewelle | Überschwemmungen

Australien: Das Klima spielt verrückt

Nach extremen Hitzewellen und Buschbränden jetzt das nasseste Jahr in mindestens 170 Jahren und eine Serie von schweren Überschwemmungen.

Der Südosten Australiens wurde am Wochenende erneut von extremen Niederschlägen und schweren Überschwemmungen heimgesucht. In Sydney wurden in den Vororten die Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Auch das weiter südlich gelegen Melbourne war betroffen.

Für Sydney war das Jahr 2022 bereits jetzt mit über 2.200 Litern pro Quadratmeter das niederschlagsreichste Jahr in den bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichenden Aufzeichnungen. Entsprechend waren die jüngsten Überschwemmungen auch nicht die ersten in diesem Jahr ...

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Klimakrise | Globale Erwärmung

"Draußen brennt die Welt" - Lesch fordert Handeln in Klimakrise

Der Klimawandel hat schon jetzt spürbare Folgen. Der Physiker Harald Lesch fordert, nicht zu warten, bis das Kind komplett in den Brunnen gefallen ist. Klimaforscher pflichten ihm bei: Jeder müsse sich klarmachen, was die Erderwärmung bedeute.

"Draußen brennt die Welt, da muss endlich gehandelt werden!" Harald Lesch wird ungeduldig, wenn es um die Klimaerwärmung geht. Der Astronom und Wissenschaftserklärer hat das Gefühl, dass viele Menschen sich abschotten und die Fakten nicht an sich heranlassen, erklärt er im Gespräch mit dem BR. Dabei seien die Folgen der Erwärmung längst greifbar.

Astronomischer Blick hilft, das Klima zu verstehen

Wer sich in die Rolle eines Außerirdischen versetze, merke: "An Land ist es wärmer geworden, die Meere sind wärmer geworden." Und wenn es wärmer wird, dann müsste ja das Eis schmelzen: "Tut es", so Lesch.

"Dann müssten die Strömungen der Luft sich verändern – tun sie.

Dann würde die Anzahl der Extremwetterereignisse größer – tun sie." ...

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Fracking | Laufzeitverlängerung

Absage an Atomkraft und Fracking

Die Energie- und Klimawochenschau Teil 1: Die Niedersachsen-Wahl und der Wunsch nach einer gerechteren Energiewende.

Die FDP hat es nicht in den niedersächsischen Landtag geschafft. Dafür ist die AfD gleich zweistellig, was nicht nur an den 40.000 FDP-Wähler:innen liegt, die ihr zuwanderten. Der Gerechtigkeit halber muss gesagt werden, dass Wähler:innen der FDP zu allen anderen Parteien wanderten, und dass die AfD Stimmen aus allen Lagern einfangen konnte, außer von den Grünen.

Der große Zulauf zu einer zerstrittenen Partei lässt sich wohl in erster Linie als Protestwahl deuten. AfD-Wählende machen sich laut infratest dimap am meisten Sorgen, dass sie wegen der Energiekrise zahlungsunfähig werden. Dennoch stimmen sie für eine Partei, die nicht gerade für Soziales steht. Die AfD will weiter Kohle und Gas verfeuern, Kernkraftwerke weiter betreiben, CO2-Abgaben abschaffen und bloß keine Windräder aufstellen.

Kernkraftwerke weiter betreiben will auch die CDU, beziehungsweise deren Chef-Atomlobbyist Friedrich Merz, der sich in einem Tweet für den Weiterbetrieb des 1979 abgeschalteten Kernkraftwerks Lingen aussprach. Gemeint haben dürfte er das AKW Emsland. Soviel zu Merz‘ Kompetenz in Sachen Atomkraft ...

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Solar Ausbau | Ausbau Windkraft

Den Altmaier-Knick auszubügeln, lohnt sich

Vor zehn Jahren brach mit dem berühmten "Altmaier-Knick" der Solar-Ausbau ein. Vor fünf Jahren knickte auch der Ausbau der Windkraft an Land weg. Zwei Studien zeigen jetzt, wie Deutschland danach in die Energiekrise geriet – und dass sich ein nachholender Ausbau lohnt.

Fast ein Jahrzehnt alt ist der sogenannte Altmaier-Knick bei der Photovoltaik. Der damalige Umweltminister Peter Altmaier (CDU) hatte die EEG-Förderung für den Solarstrom zusammengestrichen. Der Ausbau stürzte von jährlich mehr als 8.000 Megawatt auf unter 2.000 Megawatt ab und hat bis heute das alte Niveau nicht wieder erreicht.

Ein ähnlicher Knick folgte 2017 unter dem damaligen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bei der Windkraft an Land – vor allem eine Folge des Übergangs zu Ausschreibungen sowie restriktiver Abstandsregeln ...

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Ampel Streit | Weiterbetrieb | Laufzeitverlängerung

Atomkraft-Reserve: FDP blockiert Habecks Kurs

Minister Habeck will den Weiterbetrieb deutscher Atomkraftwerke bis April 2023 befristen. Die FDP sperrt sich gegen diesen Entwurf und fordert eine deutlich längere Laufzeit.

Die Ampel-Koalition kann sich weiterhin nicht auf die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vorgeschlagene Atomkraft-Reserve einigen. Ein für Montag geplanter Kabinettsbeschluss sei nicht erfolgt, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag der Nachrichtenagentur AFP mit. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Termin für Kabinettsbeschluss erneut verstrichen

Habeck hatte vorgeschlagen, die Nutzung der Atomkraftwerke Isar 2 in Bayern und Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg bis maximal Mitte April 2023 zu ermöglichen. Dazu müssen das Atom- und das Energiewirtschaftsgesetz geändert werden. Nach jetziger Rechtslage gehen zum Jahresende alle drei noch laufenden deutschen Atomkraftwerke - das dritte ist das AKW Emsland in Niedersachsen - vom Netz ...

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Protesttermin zum Auftakt der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen in Bonn: Freitag, 14. Oktober 2022 um 15 Uhr auf dem

Platz der Vereinten Nationen

 

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10. Oktober

 

Jennifer Morgan | Klimakonferenz | Energiekrise | fossil

„Die Klimakonferenzen reichen nicht aus“

Staatssekretärin und Ex-Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan spricht im FR-Interview über das globale Engagement Deutschlands, einen finanziellen Schutzschirm für besonders betroffene Staaten und warum sie trotz der Energiekrise an eine Abkehr von fossilen Rohstoffen glaubt.

Frau Morgan, zu Ihrem Amtsantritt haben Sie gesagt, dass Sie als Staatssekretärin „im Herzen“ Aktivistin bleiben. Ein halbes Jahr später, sind Sie das immer noch, Aktivistin?

Ja, absolut. Für mich ist eine Aktivistin jemand, die mit dem Herzen voll dabei ist – und die den Klimaschutz auf allen Ebenen vorantreibt. Und das tue ich, im Auswärtigen Amt, als Teil der Regierung und weltweit.

Es ist ein Rollenwechsel: Bei Greenpeace konnten Sie der Politik Beine machen. Jetzt müssen Sie „Fridays for Future“ erklären, warum alles seine Zeit braucht. Stört Sie das nicht?

Ich verstehe die Kritik und den Frust mancher, dass die Beschleunigung der Energiewende nicht schneller vorangeht. Man muss sich nur umschauen, was die Hitze im Sommer in Europa angerichtet hat – oder die Überschwemmungen in Pakistan. Ich finde es sehr wichtig, dass eine starke Zivilgesellschaft klarstellt, was sie von der Politik erwartet. Am Ende verfolgen wir das gleiche Ziel: Wir wollen die globale Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad begrenzen ...

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Niedersachsen Wahl | Atomwahlkampf

Nach der Landtagswahl:

Grüne sehen „Atomwahlkampf“ der FDP als Grund für Niederlage in Niedersachsen

Die Strategie habe sich nicht ausgezahlt, sagt Bundesgeschäftsführerin Büning. Die CDU gibt dem Ampel-Streit die Schuld am AfD-Wahlerfolg. Die Reaktionen zur Landtagswahl.

Die Grünen sehen die Forderungen der FDP nach einer deutlichen Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke als Grund für die Wahlniederlage der Liberalen in Niedersachsen. Wie die CDU habe die FDP „einen klaren Atomwahlkampf geführt“, sagte Bundesgeschäftsführerin Emily Büning am Montag im Fernsehsender Phoenix. „Ich glaube, das hat sich nicht ausgezahlt.“

Die FDP waren bei der Wahl in Niedersachsen am Sonntag an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Sie kamen nach dem vorläufigen Endergebnis nur auf 4,7 Prozent. Dies waren 2,8 Prozentpunkte weniger als bei der vorangegangenen Wahl ...

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Klimawandel | Hitze | Regionen | unbewohnbar

Wegen extremer Hitze

UN warnen vor unbewohnbaren Regionen

Ganze Regionen der Erde könnten laut einem UN-Bericht in wenigen Jahrzehnten unbewohnbar sein, sollten die Folgen des Klimawandels nicht abgemildert werden. Bis Ende des Jahrhunderts werde Hitze demnach so viele Tote fordern wie Krebs.

Extreme Hitzewellen werden laut einem Bericht der UN und des Roten Kreuzes schon in wenigen Jahrzehnten ganze Regionen der Erde für Menschen unbewohnbar machen. Sollte der Klimawandel weitergehen wie bisher, würden Hitzewellen in Gebieten wie der Sahelzone, dem Horn von Afrika sowie Süd- und Südwestasien die "physikalischen und sozialen Grenzen" des Menschen überschreiten, warnten die Organisationen bei der Vorstellung eines gemeinsamen Berichts in Genf. "Großes Leid und der Verlust von Menschenleben" wären die Folgen ...

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Klimakrise | Letzte GenerationBundesverdienstkreuz | Medien

Warum "Klimachaoten" das Bundesverdienstkreuz bekommen sollten

Die "Letzte Generation" hat neue Straßenblockaden angekündigt. Teile der Medien diffamieren die Bewegung als "extremistisch", RAF-affin und anti-demokratisch. Warum das geschichtsvergessen und falsch ist. Ein Kommentar.

Die Aktivist:innen der Klimagruppe "Letzte Generation" haben für diese Woche neue Blockaden auf Berliner Zu- und Ausfahrten von Autobahnen angekündigt. Sie fordern u.a. ein Tempolimit und bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr. In der Berliner Tageszeitung B.Z. heißt es: "Die Klima-Chaoten sind zurück!".

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Ohne zivilen Ungehorsam kein historischer Fortschritt

Es ist hier nicht der Platz, all diese Beschuldigungen und Unterstellungen zu prüfen. Ich glaube nicht, dass sie in irgendeiner Weise haltbar sind, wenn man sich mit den Argumenten und der Realität näher auseinandersetzt. Vielmehr werden bei der "Letzten Generation" doppelte Standards anlegt, während der Ernst der Lage de facto nicht zur Kenntnis genommen wird und ein magischer Glaube an eine Kursänderung der Regierungen im politischen Normalbetrieb, also mit Umweltlobbyismus und ein paar Demonstrationen wie bisher, vorherrscht.

Vor allem sollte man sich fragen, ob diejenigen, die Blockaden und zivile Ungehorsamsaktionen nicht nur in Deutschland, sondern seit Jahrzehnten weltweit für Klimaschutz ergreifen, legitime Gründe haben und ernsthafte Ziele verfolgen. In einer neuen Studie für die Zeitschrift Nature rufen sogar Klimawissenschaftler:innen zu mehr zivilem Ungehorsam auf, um deutlich zu machen, wie tief wir "in der Scheiße" stecken ...

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Klimakrise | Treibhausgas

Der größte Emittent bleibt verschont

Die wachsende soziale Ungleichheit auf der Welt ist mitverantwortlich für die Klimakrise. Doch die Politik bleibt bislang untätig. Forschende wollen das nun ändern und schlagen eine progressive Kohlenstoffbesteuerung vor.

Umfragen zeigen seit Jahren eine sehr große Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen, sogar in Ländern, von denen man es nicht unbedingt erwarten würde. Etwa in den USA. Trotz der starken innenpolitischen Polarisierung liegt auch hier die Handlungsbereitschaft je nach Maßnahme bei erstaunlichen 66 bis 86 Prozent.

Wenn so viele Menschen weltweit mehr fürs Klima tun wollen, warum sinken die globalen Treibhausgas-Emissionen trotzdem nicht?

Ein Grund könnte darin liegen, dass der mit Abstand größte Emittent der Welt bislang nirgendwo auftaucht. In keiner Statistik über die weltweit größten Klimaverschmutzer, auf keiner klimapolitischen Agenda, nicht einmal in der öffentlichen Debatte.

Der größte Emittent sind die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung.

Fast die Hälfte aller Treibhausgase, die von der gesamten Menschheit emittiert werden, geht auf ihr Konto (siehe Grafik b). Sie verursachen jährlich 22 Milliarden Tonnen CO2 und Methan, die restlichen 90 Prozent der Weltbevölkerung kommen auf 23 Milliarden Tonnen, wie eine neue Datenanalyse des französischen Ökonomen Lucas Chancel zeigt, die soeben im Fachjournal Nature erschienen ist ...

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Krieg Rüstung | Klima Umwelt

Wie sehr Krieg und Rüstung dem Klima schaden

Der schädliche Einfluss, den Armeen global auf die Umwelt haben, ist schwer bezifferbar. Die Forschung ringt um belastbare Daten, die das Militär ungern preisgibt

Der Krieg in der Ukraine hält seit über einem halben Jahr an, ein baldiges Ende ist nicht abzusehen. Bei allen Diskussionen, wie wichtig die gute militärische Verteidigung für ein Land ist und wie sehr globale Bemühungen um Friedensverträge und Abrüstung nötig sind, fällt eine Thematik unter den Tisch. Der Klimaschutz rückt bei den drängenden tagesaktuellen Themen in den Hintergrund, obwohl Kriege und Klima direkt miteinander verbunden sind.

Wissenschaftlich problematisch ist allerdings, dass die Datenlage hinsichtlich klimaschädlicher Effekte von Krieg und Militär dünn ist. Bei der Erarbeitung des Kioto-Protokolls 1997 wurden auf Drängen der USA die Emissionen von Militärkräften von der Berichtspflicht ausgenommen. Bei den Verhandlungen zum Pariser Klimaabkommen 2015 wurde der Bann gelockert: Jede Nation entscheidet selbst, ob Zahlen und explizite Daten zum CO2-Fußabdruck der Armeen erhoben und veröffentlicht werden ...

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Assange | Menschenkette

Freilassung gefordert

Menschenkette für Assange

London: Weit über 1.000 Pesonen bei Protest gegen Auslieferung von Wikileaks-Gründer an USA. Politiker warnen vor Folgen für Journalismus

Beeindruckende Unterstützung für Wikileaks-Gründer Julian Assange: Wohl weit über 1.000 Menschen bildeten am Sonnabend in London eine Kette, die laut der Nachrichtenagentur Reuters vom britischen Parlament über die Westminster Bridge bis ans andere Ufer der Themse reichte. Die Protestierenden forderten die Freilassung von Assange, der seit Juni 2019 im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh einsitzt.

Assange muss die Auslieferung in die USA fürchten. »Das ist ein Schandfleck für das Vereinigte Königreich und ein Schandfleck für die Regierung Biden«, stellte Stella Assange, die Ehefrau des Wikileaks-Mitbegründers, laut Reuters am Rande der Protestaktion fest. Sie dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. »Julian wird so viel Energie aus der Unterstützung ziehen, die ihr für ihn gezeigt habt, und dafür dankbar sein.« ...

 

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09. Oktober

 

Saporischschja | IAEA

AKW Saporischschja wieder an externe Stromversorgung angeschlossen

Am Samstag hatte das Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine durch Beschuss seine Verbindung zur externen Stromversorgung verloren. Diese ist essentiell für die Kühlung der Brennstäbe. Nun wurde die Versorgung wiederhergestellt, berichtet die internationale Atomenergiebehörde.

Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA wieder an der für die Kühlung der Brennstäbe wichtigen externen Stromversorgung angeschlossen ...

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Strahlenschutz | Radon

Strahlenschützer warnen vor zu geringem Wissen über Radon

Das Wissen über die gesundheitsschädigende Wirkung des radioaktiven Gases Radon halten Wissenschaftler für gefährlich gering. Vor allem das Risiko in Gebäuden ist demnach nicht klar genug.

Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) durchgeführt wurde. «Radon ist nach dem Rauchen eine der häufigsten Ursachen für Lungenkrebs - vor der man sich gut schützen kann», sagte BfS-Präsidentin Inge Paulini ...

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Saporischschja | Notstrom | Dieselgeneratoren | Diesel für zehn Tage

Ukraine: AKW Saporischschja wieder ohne Strom von außen, Notstromdiesel laufen

Erneut wird das größte Atomkraftwerk Europas nach einem Beschuss nicht mehr mit Strom von außen versorgt. Notstromdiesel haben für zehn Tage Kraftstoff.

Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja wird nach einem Beschuss nicht mehr von außen mit Strom versorgt. Für die Reaktorkühlung und andere wichtige Sicherheitsfunktionen liefen zurzeit Notstromdieselgeneratoren, teilte die Internationale Atomenergieorganisation (IAEA) mit. Ingenieure des AKW arbeiten an der Reparatur der beschädigten Stromleitung ...

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Montag 10. Oktober 2022 - ARTE 20:15

Klima Katastrophe | korrupt | Thriller | Polizeistaat

Öko-Apokalypse, Welthunger, faschistischer Polizeistaat: "2022 – die überleben wollen"

Mediale Wording-Experten haben die Klima-Katastrophe inzwischen zum "Klimawandel" verharmlost. Vor 50 Jahren zeigte ein visionärer Thriller Kante. Zeit für eine Würdigung.

Unsere medialen Wording-Experten haben die Klima-Katastrophe inzwischen beruhigend zum "Klimawandel" herunter stilisiert, doch 1973 öffnete der Science-Fiction-Thriller "Soylent Green" seinem Publikum schockartig die Augen, der Fernsehsender ARTE erinnert aktuell daran.

Öko-Apokalypse, Welthunger, faschistischer Polizeistaat in einem Regime korrupter Konzerne: "Soylent Green" war eine direkte Reaktion auf den Bericht des Club of Rome, "Die Grenzen des Wachstums" von 1972, der erstmals die Industrialisierung in Frage stellte - auf Basis einer mysteriösen Technologie namens "Computersimulation". Man warnte vor der Bevölkerungsexplosion, aber auch vor Umweltvergiftung, Ressourcenknappheit und Treibhauseffekt.

Der Öko-Thriller "Soylent Green" (deutscher Titel: "Jahr 2022… die überleben wollen") bringt die Warnungen der Wissenschaftler drastisch auf den Punkt: 2022 leben in New York 44 Millionen Menschen, verelendet, eng zusammen gedrängt, mühsam ernährt mit Armenspeisungen von "Soylent Rot" und "Soylent Gelb" ...

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Nordkorea | Atomtest

09. Oktober 2006, Atombombentest bei Punggye-ri, PRK

Nordkoreas erster Atombombentest

Atomwaffen A - Z

Punggye-ri Atomtestgelände, Nordkorea

Am 9. Oktober 2006 testete Nordkorea seine erste Atomwaffe in einem unterirdischen Schacht im Osttunnel von Punggye-ri. Die Druckwelle hatte eine geschätzte Stärke von 4,3 auf der Richterskala und wurde laut US-Geheimdiensten auf weniger als eine Kilotonne Sprengkraft (TNT-Äquivalent) geschätzt ...

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Nordkorea "De-Facto"-Atomwaffenstaat

Nordkorea unterzeichnete 1985 den Atomwaffensperrvertrag (NPT), weil der US-Geheimdienst einen geheimgehaltenen Reaktor entdeckt hatte, der in der Lage war, Plutonium herzustellen. Die nordkoreanische Regierung weigerte sich bis 1992, eine vollständige Kontrolle durch die Atomenergiebehörde (IAEO) zu ermöglichen. Bei den nachfolgenden Inspektionen stellte die IAEO fest, dass zwischen der von Nordkorea angegebenen Menge von wiederaufgearbeitetem Plutonium und ihren eigenen Messungen eine Diskrepanz bestand. Die IAEO vermutete, dass weiteres Plutonium für ein Atomwaffenprogramm wiederaufgearbeitet wurde, insgesamt über 20 Kilogramm - genug für drei kleine Sprengköpfe. Spannungen zwischen den USA und Nordkorea über die Atomwaffenfrage führten zu einer Krise im Frühjahr 1994, die beinahe in einen Krieg mündete ...

 

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Aktuelles+ 09. Oktober

 

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Medien | Journalismus

Kritik am Journalismus

Im Hyperloop der Erregung

Ja, es gibt noch guten Journalismus, wichtige Recherchen, kluge Stücke. Aber es gibt auch: den hundertsten Text zu Winnetou. Da versteht man die Müdigkeit der Leser oder Zuschauerinnen.

Viele TV-Events sind ja kurz nach der Ausstrahlung schon wieder vergessen. Die Explosionskatastrophe in Beirut 2020, die Wasserverschwendung durch die Industrie, die Rettung des Steuersparfuchses Lufthansa, die Affenpocken, die Vogelgrippe und die Panik vor Händen, die – ohne Körper daran – an Heizreglern drehen.

Was zeigt uns dieser Bandwurmsatz? Nicht nur das Elend der Welt, sondern, richtig, auch das Elend des Journalismus.

Und nun kommen wir zum faktensicheren Inhalt meines Textes heute, denn Fakten sind das neue Gold.

Aus wirtschaftlichem Elend, Angst oder Angstlust setzen die früher als Qualitätsmedien bezeichneten Zeitungen und Nachrichtensender zunehmend auf die Krise als Chance.

Hinter den Überschriften und Aufmachern scheint die Annahme der Medienerzeugerinnen zu stehen, dass die durch exzessiven Internetgebrauch und das Leben beschädigten Gehirne der KonsumentInnen nichts Festes mehr bei sich behalten können ...

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Die Medien haben die Macht, Informationen zu verbreiten oder auch nicht,
und damit die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

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Die interne Suche:

Journalisten Medien Pressefreiheit

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

20. Juni 2022 - Julian Assange drohen Auslieferung und staatlicher Mord – die Kriegsverbrecher bleiben unbehelligt

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29. Mai 2022 - Will Polen den Willen des Journalisten Pablo Gonzales brechen, der schon drei Monate ohne Anklage inhaftiert ist?

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03. Mai 2022 - Rangliste der Pressefreiheit - Deutschland rutscht weiter ab

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Wer die Wahrheit ausspricht, wird von den Horrorclowns der Lüge bezichtigt und beschimpft.

 

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YouTube

 

Stichwortsuche: Journalismus

https://www.youtube.com/results?search_query=Journalismus

 

Videos:

Reporter ohne Grenzen - 01:41

Die Rangliste der Pressefreiheit 2022

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NDR ZAPP - 18:07

Medienkompetenz: Journalismus in der Pflicht

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Rezo ja lol ey - 59:58

Die Zerstörung der Presse

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Deutsche Fernsehgeschichte - 01:06:28

Von wegen, wir haben nichts davon gewusst! Diese Sendung ist von 1958.

Atomstaub über uns - Gefahren radioaktiver Strahlung (Dokumentation, 1958)

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 150 Videos zum Thema

 

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Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

 

Stichwortsuche: Journalist Medien Pressefreiheit

https://www.ecosia.org/search?q=Journalist Medien Pressefreiheit

 

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Wikipedia

 

Journalismus

Journalismus (abgeleitet von französisch „Journal“) bezeichnet die periodische publizistische Arbeit von Journalisten bei der Presse, in Online-Medien oder im Rundfunk mit dem Ziel, Öffentlichkeit herzustellen und die Öffentlichkeit mit gesellschaftlich relevanten Informationen zu versorgen ...

Rangliste der Pressefreiheit

Die Rangliste der Pressefreiheit (englisch Press Freedom Index) ist eine Bewertung der Pressefreiheit in fast allen Staaten der Welt und wird jährlich von der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen auf der Grundlage von Fragebögen erstellt ...

 

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Newsletter XXXIX 2022 - 01. bis 08. Oktober

Zeitungsartikel 2022

 

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