Newsletter XXIX

30. Juni - 06. Juli 2021

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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06.07.2021 - Zehn Jahre Atomausstieg: BUND zieht geteilte Bilanz der Energiewende

Berlin. Anlässlich des zehnten Jahrestages des Atomausstiegs in Deutschland blickt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) skeptisch auf die bisherige Umsetzung der Energiewende und den unvollständigen Atomausstieg zurück. Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND: "Der Atomausstieg ist ein großer Erfolg der gesamtgesellschaftlichen Anti-Atomkraft-Bewegung. Er hat gezeigt, welche Weichen engagierte Menschen für eine nachhaltige Zukunft stellen können. Auch im Ausbau der erneuerbaren Energien engagieren sich zahlreiche Menschen. Sie wollen den Wandel aktiv mitgestalten, doch die Politik bremst sie permanent aus. Anstatt die Energiewende zu torpedieren, muss diese und die nächste Bundesregierung den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien als das sehen, was er ist: alternativlos."

Zwar stieg der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromversorgung in den letzten Jahren deutlich, doch zeigen willkürliche Abstandsregeln für Windkrafträder die politische Blockade einer klimaneutralen Energieversorgung. Dabei können alle Bürgerinnen und Bürger von den erneuerbaren Energien profitieren, etwa durch Solarstrom vom eigenen Dach, Mieter*innenstrom oder die finanzielle Beteiligung von Kommunen bei Windenergie. Atomkraft hingegen stellt ein permanentes Risiko dar und der Umgang mit den radioaktiven Hinterlassenschaften ist weiter völlig ungeklärt ...

 

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Büchel

06.07.2021 - US-Atombomben raus!

Mit einer Fahrraddemonstration zum Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel machen Friedensorganisationen heute erneut bewusst: Dort lagern Kernwaffen

Am 7. Juli 2017 wurde der Atomwaffenverbotsvertrag von der UN-Vollversammlung angenommen. Er trat am 22. Januar nach Unterzeichnung durch den 50. Staat in Kraft. Die Atommächte sind ihm nicht beigetreten, auch nicht die Bundesrepublik. Der vierte Jahrestag ist Anlass für die beiden mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten (1985 bzw. 2017) Organisationen »Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges« (IPPNW) und »Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen« (ICAN), am heutigen Dienstag mit einer Fahrraddemonstration am Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel ihre diesjährigen Aktionen gegen den Atomwaffenstandort zu beginnen. Sie fordern von der Bundesregierung, den Verbotsvertrag zu unterzeichnen und den Abzug der etwa 20 US-Atombomben aus Büchel in die Wege zu leiten. Laut Umfragen sprechen sich 92 Prozent der Bundesbürger für den Verbotsvertrag aus ...

 

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06.07.2021 - Neutrino-Jagd mit Radioantennen

Neuartiger Detektor soll auf Grönland energiereiche kosmische Neutrinos nachweisen

Teilchenjagd mal anders: Auf Grönland soll künftig ein neuartiger Detektor kosmische Neutrinos nachweisen – extrem energiereiche, aber schwer fassbare Elementarteilchen. Anders als bisherige Detektoren tut er dies, indem er die schwachen Radiowellen einfängt, die bei Kollisionen der Neutrinos mit den Atomen des Eises freiwerden. Auch der IceCube-Detektor in der Antarktis soll schon bald mit solchen Neutrino-Antennen nachgerüstet werden.

Neutrinos sind nahezu masselos und interagieren nur selten mit Materie. Entsprechend schwer ist es, diese in der Sonne, bei radioaktiven Zerfällen oder beim Verschlingen von Materie durch ein Schwarzes Loch freigesetzten „Geisterteilchen“ zu detektieren. Bisher nutzen Neutrino-Detektoren meist Photosensoren, die die schwachen, bei der Kollision des Teilchens mit einem Atom freiwerdenden Lichtblitze einfangen. Die Sensoren umringen entweder große Flüssigkeitstanks oder sind im Eis der Antarktis oder am Grund des Mittelmeeres installiert ...

 

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Wie schön es tönt, wenn Wahlkampf ist ...

05.07.2021 - Ausstieg aus Atomwaffenclub wäre machbar

Heiko Maas will mit Stockholm-Initiative »eine neue Dynamik in der nuklearen Abrüstung« erreichen

Was verbindet Äthiopien, Argentinien, Deutschland, Finnland, Indonesien, Japan, Jordanien, Kanada, Kasachstan, die Republik Korea, Neuseeland, die Niederlande, Norwegen, Schweden, die Schweiz und Spanien? Die Staaten sind Mitglied der Stockholm-Initiative. Sie bemühen sich um eine Wiederbelebung der Abrüstungsdiplomatie, eine Stärkung des vor fünf Jahrzehnten geschlossenen Nichtverbreitungsvertrags. Sie wollen generell messbare Fortschritte bei der Reduzierung von nuklearen Massenvernichtungsmitteln erreichen. Allen 16 Staaten gemeinsam ist aber auch: Sie sind selbst nicht im Besitz solcher Schreckenswerkzeuge.

Bevor der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) am Montag zur Abrüstungskonferenz der Stockholm-Initiative nach Madrid flog, erklärte er. »Wo Spannungen und Misstrauen überwiegen, da droht auch ein neues Wettrüsten.« Man müsse also mehr denn je Schritte gehen, die Vertrauen schaffen durch nachprüfbare Absprachen zwischen Nuklearwaffenstaaten. Er werbe für »eine neue Dynamik in der nuklearen Abrüstung« ...

 

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04.07.2021 - Deutschland an Brüssel: Atomkraft darf nicht als Investment gefördert werden

Eine Allianz von fünf EU-Staaten fordert die EU-Kommission auf, Nuklearenergie nicht in ihr Schema für grüne Finanzanlagen aufzunehmen.

Europa sollte Atomkraft nicht als nachhaltige und damit im Rahmen des Grünen Deals förderwürdige Investition einstufen. Dies verlangen sieben Umwelt-, Energie- und Industrieminister aus den fünf EU-Staaten Deutschland, Spanien, Österreich, Dänemark und Luxemburg in einem Brandbrief an die EU-Kommission. Diese dürfe die Nuklearenergie daher nicht in ihr geplantes neues Klassifikationsschema (Taxonomie) für grüne Finanzinvestments aufnehmen.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz – hier habe Atomkraft nichts verloren

"Atomkraft ist unvereinbar mit dem Prinzip der Taxonomie-Verordnung, keinen nennenswerten Schaden anzurichten", unterstreichen die Regierungsvertreter ...

 

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03.07.2021 - Klimaschutz: 65.000 Menschen gegen Laschets Windkraft-Verbot

BUND überreicht Unterschriften – »Gesetzentwurf torpediert Klimaschutzziele« …

Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat 65.143 Unterschriften gegen die geplante Einführung eines 1.000 Meter-Mindestabstandes von Windenergieanlagen zu Wohngebieten an die Landesregierung übergeben. Stellvertretend für Ministerpräsident Armin Laschet nahm Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) die Appelle entgegen. Diese Woche beraten die Landtagsausschüsse über den entsprechenden Entwurf eines Gesetzes zur Ausführung des Baugesetzbuches. Die Verabschiedung des Gesetzes soll nächste Woche erfolgen.

»Der Gesetzentwurf torpediert die Klimaschutzziele und missachtet die Vorgaben aus dem Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Wird er umgesetzt, würde fast ganz NRW zu einer Windenergie-Verbotszone werden«, sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. »Einerseits neue Klimaziele zu definieren, sich dann aber den notwendigen Maßnahmen zum Ausbau erneuerbarer Energien zu verweigern, ist keine glaubwürdige Politik.« ...

 

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Milliarden an RWE und Vattenfall

02.07.2021 - Atomkonzerne erhalten üppiges Schmerzensgeld

Wegen des Ausstiegs aus der Kernenergie produzieren RWE und Vattenfall weniger Atomstrom als geplant. Die staatlichen Entschädigungen fallen auffallend großzügig aus.

Die Bundesregierung zahlt Vattenfall und RWE bemerkenswert hohe Entschädigungen für den Atomausstieg. Die beiden Energiekonzerne sollen insgesamt fast 2,3 Milliarden Euro für sogenannte Reststrommengen erhalten, die sie nicht mehr wie geplant in ihren Kernkraftwerken erzeugen können.

Pro ungenutzter Megawattstunde will der Bund 33,22 Euro zahlen. Dabei hatte Vattenfall erst 2019 Reststrommengen für nur 13,92 Euro die Megawattstunde an E.on verkauft – also für nicht einmal den halben Betrag, den die Regierung ansetzt ...

 

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02.07.2021 - Luftverschmutzung: Wie Blitze zur Reinigung der Atmosphäre beitragen

Blitzentladungen in den oberen Schichten der Atmosphäre verursachen lokale Ausbrüche von Hydroxyl-Radikalen. Wissenschaftler haben beobachtet, dass dies zu einem erhöhten Abbau von Schadstoffen führt, was zur natürlichen Reinigung der Luft beiträgt.

University Park (U.S.A.). Starke Anstiege der atmosphärischen Konzentration von Hydroxyl-Radikalen, die während Gewittern gemessen wurden, wirken als wichtiger Reinigungsmechanismus in der Atmosphäre. In einer aktuellen Forschungsarbeit, die in der Zeitschrift Science veröffentlicht wurde, haben Wissenschaftler gezeigt, dass elektrische Entladungen und Blitze für die direkte Erzeugung von Hydroxyl-Radikalen verantwortlich sind und dass diese zur Reinigung der Atmosphäre beitragen ...

 

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01.07.2021 - Vorzeitige Abschaltung für taiwanesischen Reaktor

Die Taiwan Power Company (Taipower) hat heute die endgültige Stilllegung von Block 1 des Kernkraftwerks Guosheng (Kuosheng) angekündigt. Der 985-MWe-Siedewasserreaktor sollte eigentlich Ende Dezember dieses Jahres stillgelegt werden, aber ein Mangel an Lagerkapazitäten für verbrauchte Brennelemente hat das staatliche Unternehmen gezwungen, den Block vorzeitig vom Netz zu nehmen, um eine größere Überholung der Anlage vorzubereiten.

Die 40-jährige Betriebsgenehmigung für Guosheng 1 läuft am 27. Dezember aus. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Anlage im Rahmen der taiwanesischen Atomausstiegspolitik abgeschaltet werden. Im Mai gab Taipower jedoch bekannt, dass der Reaktor nur noch bis Juni betrieben werden kann, da das Lagerbecken für verbrauchte Brennelemente nicht ausreicht. Während eines Wartungsstillstands im Jahr 2020 war frischer Brennstoff in den Reaktorkern geladen worden, aber der Reaktor konnte nur bis Februar mit voller Leistung betrieben werden. Taipower sagt, dass der Block im März hätte abgeschaltet werden müssen, wenn das Unternehmen die Leistung nicht auf 80 % gesenkt hätte, so dass der Betrieb bis etwa Mitte Juni hätte fortgesetzt werden können ...

 Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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30.06.2021 - Rheinland-Pfalz fordert Abschaltung von belgischem Atomkraftwerk

Mainz Die rheinland-pfälzische Landesregierung will verhindern, dass das belgische Atomkraftwerk Doel noch länger am Netz bleibt. Genau wie der Reaktor in Tihange.

Die belgischen Atomanlagen Doel und Tihange sind bekannt für ihre Pannenanfälligkeit. 2012 wurden bei Untersuchungen in dem Atomkraftwerk Doel 17 000 und in Tihange 3000 kleine Haarrisse im Reaktordruckbehälter gefunden.Trotzdem sollen die beiden Kernkraftwerke bis 2025 am Netz bleiben. Und das, obwohl beide Reaktoren schon mehr als 40 Jahre in Betrieb sind. Dies hatte Belgien 2015 ohne ein grenzüberschreitendes Prüfverfahren beschlossen. Der Europäische Gerichtshof und der belgische Verfassungsgerichtshof hatten entschieden, dass das nachgeholt werden muss ...

 

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30.06.2021 - Rekord! Wirkungsgrad von fast 69 Prozent für Dünnschicht-Photovoltaik

Deutsche Wissenschaftler reizen die Grenzen der Dünnschicht-Photovoltaik immer weiter aus. Mithilfe einer Laserleistungszelle haben sie neue Maßstäbe gesetzt. Das zeigt: Das Potenzial der Solarenergie ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Forschende des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben jetzt ein neues Konzept vorgestellt, das ein großer Schritt in die richtige Richtung sein könnte: Mit einer Laserleistungszelle haben sie unter monochromatischem Licht einen Wirkungsgrad von 68,9% erzielt. Das ist nach eigenen Angaben ein neuer Rekord!

Grundlage: Photovoltaik-Zelle aus Galliumarsenid

Die Wissenschaftler haben für das innovative System eine dünne Solarzelle aus Galliumarsenid verwendet. Diese haben sie zusätzlich mit einem hochreflektierenden, leitfähigen Rückseitenspiegel ausgestattet ...

 

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30. Juni 2021 - Electrabel: Atomausstieg nicht mehr aufschiebbar

Artikel aus https://brf.be

Belgien steigt aus der Atomkraft aus. Das ist gesetzlich festgelegt. 2025 soll auch der letzte Atomreaktor vom Netz gehen. Das Datum steht. Für den Betreiber Engie Electrabel ist es sogar unwiderruflich und sorgt damit bei einigen Politikern für Sorgenfalten.

Schon im Oktober 2022 ist für Reaktor Doel 3 Schluss. Das Kraftwerk steht in der Kritik, weil sich im Stahl des Druckbehälters Gaseinschlüsse befinden – genauso wie im Reaktor Tihange 2, der im Februar 2023 endgültig vom Netz gehen soll. Diese Nachricht hat auch in unserer Grenzregion für Erleichterung gesorgt. Der Aachener Städteregionsrat Tim Grüttemeier sagte der Aachener Zeitung, er sei sehr zufrieden mit der festen Zusage, Tihange 2 abzuschalten. Vor Corona habe kein Thema die Bürger so sehr bewegt.

Selbst der Betreiber Engie Electrabel will das Kapitel Atomkraft in Belgien definitiv beenden. Konzern-Chef Thierry Saegeman erklärte im Kammerausschuss, dass die Zeit abgelaufen sei, um noch über Laufzeitverlängerungen zu sprechen. Denn um die Reaktoren länger zu betreiben, brauche es erst ein entsprechendes Gesetz, dann folgten aufwendige Umweltstudien und nötige Instandhaltungsarbeiten, die schließlich von der Atomaufsicht gutgeheißen werden müssten. Und dann müsse Engie auch noch Atombrennstoffe zu akzeptablen Preisen kaufen können.

Um all das bis 2025 durchzuführen, sei es jetzt zu spät. Stattdessen plant Engie Electrabel, sofort nach dem Abschalten auch mit dem Abriss der Kraftwerke zu beginnen. So will der Konzern zum einen das Risiko vermeiden, dass radioaktive Stoffe in die Umwelt gelangen. Zum anderen will er einen Teil der Mitarbeiter weiterbeschäftigen. Derzeit gibt es rund 2.000 Beschäftigte, die die Kraftwerke gut kennen. Deren Expertise wird auch beim Rückbau gebraucht – bis 2045 soll der mindestens dauern. Einen Teil des Geländes benötigt Engie aber auch darüber hinaus als Stellplatz für nukleare Abfälle – und das für rund 80 Jahre. Denn Belgien sei das einzige EU-Land, das Atomkraft nutze, aber noch keinen langfristigen Plan habe, wie es mit seinen hochradioaktiven Atomabfällen wie den Brennstäben umgehen wolle, so Thierry Saegeman.

Dass jetzt auch Engie aufs Tempo drückt, bereitet manchen in Regierung und Opposition Sorgen. Denn bisher will die Regierung erst im Herbst prüfen, ob Belgien nicht doch die beiden neuesten Reaktoren zumindest in Bereitschaft halten will, sollten Versorgungslücken entstehen oder die Strompreise durch die Decke gehen. Vor allem die ehemalige MR-Energieministerin Marie-Christine Marghem hat sich dafür stark gemacht. Doch die Option ist wohl vom Tisch. Die N-VA-Opposition beklagt, dass die Regierung die vielen Appelle ignoriert habe, früher über nukleare Reserven zu entscheiden.

Unklar bleibt die Frage, woher in Belgien der benötigte Strom nach 2025 kommen soll. Der Hochspannungsnetzbetreiber Elia beziffert die Versorgungslücke auf 3,6 Gigawatt. Der Plan sieht vor, dass Gaskraftwerke die Lücke im Bedarfsfall füllen. Doch diese Kraftwerke existieren noch nicht. Im Herbst will die Regierung den Bauauftrag vergeben – allerdings nur für 2,3 Gigawatt Kapazität. Zu wenig sagen Elia und Marghem – offenbar genug findet die grüne Energieministerin Tine Van Der Straeten. Auch der PTB-Kammerabgeordnete Thierry Warmoes glaubt, dass das reicht. Denn er geht davon aus, dass im Notfall schon genügend Strom aus den Nachbarländern importiert werden kann.

Ob die das gerade in kritischen Momenten leisten können, steht aber auf einem anderen Blatt. Denn vor allem Deutschland schaltet neben seinen Atomreaktoren auch etliche Kohlekraftwerke in den nächsten Jahren ab. Damit steht dort weniger Strom zum Export nach Belgien zur Verfügung. Diese Perspektive hat Elia schon vor zwei Jahren beunruhigt. Gelöst ist das Problem noch nicht und der Atomausstieg 2025 rückt immer näher.

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Belgien und das Ende der Atomkraft ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Die Suche in der reaktorpleite.de mit dem Suchwort 

     
  Belgien  
     

 

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

16.02.2020 - Belgiens AKW sind unterversichert - Der atomare Haftungs-GAU

Artikel von Bernd Müllender aus taz.de

Belgien findet für seine Pannenmeiler Doel und Tihange keine neue Versicherung. Das beträfe auch Ansprüche aus Deutschlands grenznahen Regionen.

Versicherungen sind in einer Welt wachsender Risiken ein wichtiges Fundament des Handelns – und sie sind umso wichtiger, je größer das mögliche Risiko ist. Bestes Beispiel ist die Haftpflichtversicherung sowohl für Privatleute als auch für die Industrie. Das potenziell größte Desaster könnte ein Atomkraftwerk anrichten. Wer haftet dann? Wer zahlt?

Die pannenreichen Meiler in Belgien, Doel bei Antwerpen und das besonders störanfällige Tihange nahe Lüttich, haben damit aktuell ein Problem: Ab 2021, wenn eine Neuregelung zur Versicherungshöhe greift, müssen sie sich deutlich umfänglicher versichern – und finden dafür keine Assekuranz. Das berichtete jetzt die flämische Zeitung De Standaard.

Bislang beträgt die vorgeschriebene Haftpflicht in Belgien kümmerliche 1,2 Milliarden Euro. Selbst wenn sie verzehnfacht würde, wäre das noch eine dramatische Unterversicherung. Eine Studie von Greenpeace Energy kam 2017 auf bis zu 430 Milliarden im Falle eines GAU. Finanzmathematiker haben errechnet, wie teuer dann eine Haftpflichtpolice für ein AKW eigentlich sein müsste: 72 Milliarden Euro jährlich. Abzudecken wäre das mit dem Zwanzigfachen des Strompreises. So wirtschaftlich ist Atomenergie ...

 

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AtomkraftwerkePlag

 

Belgien - Sieben Reaktoren

Belgien besitzt, gemessen an der Größe des Landes, mit fünf Reaktoren über 1.000 MW und zwei weiteren über 400 MW ein vergleichsweise großes Arsenal an Atomkraftwerken.

Der Einstieg in die friedliche Nutzung der Atomkraft in Belgien, das seit 1958 Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) ist, begann mit den zwei Forschungsreaktoren BR-1 und BR-2 in Mol. Diese sind 1956 und 1961 in Betrieb gegangen und heute noch aktiv. Von 1962 bis 1987 wurde in Mol der Prototyp BR-3 (Belgian Reactor-3) betrieben, der aus den USA importiert wurde und der erste Druckwasserreaktor in Europa war.

1966 fiel laut einem Bericht der World Nuclear Association (WNA) die Entscheidung zum Bau der kommerziellen Reaktoren Doel-1 und -2 sowie Tihange-1. 1974 wurden weitere vier Reaktoren für diese beiden Standorte bestellt. Pläne für einen zusätzlichen achten Reaktor mit 1.400 MW wurden 1989 verworfen. Damit werden aktuell sieben Reaktoren betrieben ...

 

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GLOBAL 2000

 

Steigende Gefahr durch alte Atomkraftwerke

Veraltet, versprödet, ohne Ersatzteile: Die Kombination von technischer Alterung und Obsoleszenz macht alte Reaktoren zunehmend störanfällig – das macht die vielfach geplante Laufzeitverlängerung von alten AKWs zu einem hochriskanten Unterfangen. Die einzig logische Konsequenz für Alt-Reaktoren ist, diese abzuschalten, bevor es zu spät ist und zu einem Super-GAU kommt!

Atomkraftwerke sind komplexe Hochrisiko-Maschinen mit vielen verschiedenen Werkstoffen und Bauteilen, die unterschiedlich altern und verschleißen. 84 % der Reaktoren in der EU werden bereits länger als 30 Jahre betrieben. Da AKW-Neubauten wirtschaftlich nicht wettbewerbsfähig sind, sollen alte Reaktoren aus finanziellen Gründen über ihre ursprünglich genehmigte Laufzeit hinaus verlängert werden. Jedoch birgt das große Gefahren für Millionen von Menschen.

Einige gut zugängliche Bauteile von alten Reaktoren können durch regelmäßige Prüfung und Instandhaltung technisch unter Kontrolle gebracht werden – so wie bei einem alten Auto. Andere Teile wie der hochradioaktive Reaktordruckbehälter und in Beton eingeschlossene Rohrleitungen sind kaum erreichbar, sodass eine regelmäßige Instandhaltung schwierig und eine Reparatur so gut wie unmöglich ist ...

 

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IAEA | PRIS - Power Reactor Information System

 

Das IAEA | PRIS - Power Reactor Information System listet 444 kommerzielle Reaktoren in Betrieb. (Last Update 25.06.2021)

122 Reaktoren haben schon 40 Jahre und mehr auf dem Buckel ...

Anzahl der Reaktoren Alter in Jahren
5 52
3 51
6 50
7 49
9 48
13 47
9 46
13 45
6 44
9 43
5 42
18 41
19 40

Ein Vabanquespiel ...

 

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Wikipedia

 

Liste der Kernkraftwerke

Die Liste der Kernkraftwerke enthält alle Kernkraftwerke weltweit, die zur kommerziellen Gewinnung elektrischer Energie genutzt werden. Es werden nicht nur die aktuell in Betrieb befindlichen Kraftwerke gelistet, sondern auch stillgelegte und solche, die derzeit im Bau sind ...

 

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