Newsletter XXIII

18. - 26. Mai 2021

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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26.05.2021 - Vor 65 Jahren: Als Bikini bis Bayern strahlte

65 Jahre ist es her, dass die USA die stärkste nukleare Testbombe auf der Südseeinsel zünden. Die Folgen waren auch im Freistaat deutlich zu spüren.

Der Kalte Krieg war begleitet vom atomaren Wettrüsten in West und Ost. Vor 65 Jahren explodierte die bisher stärkste Testbombe. Die Folgen lagen auch in Bayern buchstäblich in der Luft.

Es war das Startsignal für die weltweite Anti-Atom-Bewegung. Am 27. Mai 1956 zündeten die Amerikaner auf der Südseeinsel Bikini, deren 167 Einwohner sie auf eine Nachbarinsel deportiert hatten, die erste Thermonuklearbombe. Sie hatte den Namen "Bravo" und die ungeheure Sprengkraft von 3,5 Megatonnen.

Radioaktive Wolke über Bayern

Ihre Spaltprodukte stiegen als Wolke auf, die mit Winden - womit die Meteorologen nicht gerechnet hatten - in die Atmosphäre gelangte, über den Erdball wanderte und beim Abkühlen als radioaktiver Regen, den man "Fallout" nannte, vielerorts niederging.

Am 12. Juni erreichte die Wolke Bayern. Erste Reaktionen kamen aus der Landwirtschaft. Zahlreiche Bauern und Gärtner in Oberbayern berichteten, sie hätten nach den starken Niederschlägen im Juni merkwürdige Veränderungen an ihren Pflanzen wahrgenommen ...

 

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Umstrittene Zukunftstechnik - Wasserstoff-Farbenlehre

25.05.2021 - Warum so viele Menschen auf Wasserstoff hoffen

Wasserstoff gilt den einen als Wundermittel für eine grüne Zukunft, den anderen als letztes Gefecht der Old Economy. Wie und wo lässt es sich einsetzen, wer hat welche Interessen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wasserstoff (in Gasform H2) gilt als häufigstes Element des Universums, es hat eine hohe Energiedichte. Wird es verbrannt oder anderweitig umgewandelt, um diese Energie freizusetzen, entsteht statt schädlicher Abgase nur Wasserdampf und Wärme - soweit die überragenden Vorteile. Allerdings muss H2 erst einmal gewonnen werden, zumeist indem es von Sauerstoff im Wasser getrennt wird (Elektrolyse). Weil er enorm viel Raum einnimmt, wird Wasserstoff zum Speichern und Transport meist verdichtet oder verflüssigt. All diese Prozesse sorgen für Energieverluste. Und Wasserstoff ist hochexplosiv, muss also besonders gesichert werden ...

Was bedeuten die verschiedenen Farben?

Die Wasserstoffwirtschaft folgt einer eigenen Farbenlehre. Wirklich klimaneutral ist nur grüner Wasserstoff, der per Elektrolyse mithilfe von Ökostrom aus Wasser erzeugt wurde. Aktuell kommt fast ausschließlich grauer Wasserstoff zum Einsatz, für dessen Produktion Erdgas verdampft und damit CO2 freigesetzt wird.

Der Rest ist zumeist blauer Wasserstoff, der nach derselben Methode wie grauer erzeugt wird, aber ohne CO2 in die Atmosphäre abzugeben. Stattdessen wird es gespeichert. Eine Sonderform ist türkiser Wasserstoff: Durch das Verfahren der Methanpyrolyse bleibt fester Kohlenstoff übrig, der sich als Rohstoff weiterverwenden lässt - was bisher aber nur im kleinen Stil passiert. Die Klimabilanz dieser Methoden hängt unter anderem davon ab, ob die Wärme mit erneuerbarer Energie erzeugt wird. CO2-arm, aber nicht grün sondern rot oder lila ist Wasserstoff, wenn der Elektrolyseur mit Atomstrom betrieben wird. Und als Variante zum grauen wird auch von schwarzem oder braunem Wasserstoff gesprochen, wenn Kohle statt Erdgas verfeuert wird ...

 

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Aufnahmen aus Atomanlagen

24.05.2021 - Iran und IAEA verlängern Vereinbarung

Im Atomstreit darf die IAEA die Anlagen des Iran für einen weiteren Monat eingeschränkt überwachen. Eine Vereinbarung dazu wurde verlängert. Andernfalls hätte eine Löschung der Aufnahmen aus den Atomanlagen gedroht.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) darf Irans Atomprogramm für einen weiteren Monat eingeschränkt überwachen. Der Iran stimmte der Verlängerung einer Vereinbarung zu Überwachungskameras in seinen Atomanlagen zu, wie IAEA-Chef Rafael Mariano Grossi bekanntgab. Die Einigung sei nach Gesprächen mit dem Chef des zivilen Atomprogramm des Irans, Ali Akbar Salehi, erzielt worden.

Damit werden die derzeitigen Inspektionsregeln bis 24. Juni verlängert. Westliche Diplomaten hatten zuvor gewarnt, dass die Bemühungen zur Rettung des iranischen Atomabkommens aus dem Jahr 2015 ohne IAEA-Inspektionen in Gefahr wären. Die Übergangslösung sei "nicht ideal", räumte Grossi ein. "Aber sie verhindert, dass wir in den kompletten Blindflug übergehen und dass wir wesentliche Informationen verlieren." ...

 

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23.05.2021 - AKW Krško: Atommüll dümpelt seit Jahrzehnten schlecht gesichert im Abklingbecken

Fertigstellung des Trockenlagers aus finanziellen Gründen verzögert – zu wenige abgebrannte Brennelemente sollen entfernt werden – kein Konzept für dauerhafte Lagerung

Wien/Krško (OTS) - Beim kürzlich abgehaltenen Lokalaugenschein im slowenischen Atomreaktor Krško bekamen ExpertInnen der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 einen Eindruck vom tatsächlichen Zustand des bereits fast 40 Jahre betriebenen Reaktors und der Lagerung des Atommülls auf dem Gelände. Wie befürchtet, ist insbesondere die Lagerung des Atommülls im so genannten „Nasslager“ für abgebrannte Brennelemente kritisch, auch in Hinblick auf die große Erdbebengefahr am Reaktorstandort.

Mit Stand Ende 2020 liegen 1322 abgebrannte Brennelemente im Pool direkt beim Reaktor. „Was passiert, wenn die Stromversorgung ausfällt und damit die permanente Kühlung des, immer noch große Hitze entwickelnden Atommülls, hat der Brand des Abklingbeckens und die Explosion des Fukushima-Reaktors 4 vor zehn Jahren gezeigt“, erklärt Dr. Reinhard Uhrig, Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. „Die Trödelei bei der Sicherung des Atommülls ist unverantwortlich: Aus wirtschaftlichen Gründen sollen laut aktuellen Plänen der Betreibergesellschaft große Mengen Atommüll weiterhin schlecht gesichert im Pool lagern.“ ...

 

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Ein Paradebeispiel für die neue Kommunikationsstrategie der Atomlobby; sie reden über Öl, Gas und Kohle, aber weder das böse Wort "Atomkraft", noch das nette Ersatzwort "Kernkraft" werden ein einziges Mal gebraucht.

Herden "bunter" Elefanten werden von Linguisten durch den Saal geführt.

Der Ausbau der "Erneuerbaren und neuen Technologien" wird erst vehement eingefordert, dann aber werden die "Erneuerbaren" nur noch als das Problem schlechthin kommuniziert. "Erneuerbare" brauchen so viel kritische Materialien und "seltene Erden". Und weil sie so effizient sind, führen sie zu enormen Steuerausfällen. 

Selten wurde etwas so in Grund und Boden gelobt ...

 

22.05.2021 - IEA orientiert sich weg von fossiler Energie

Die Internationale Energieagentur (IEA), jene Gruppe, die gegründet wurde, um die Ölversorgung zu gewährleisten und zu schützen, hat ihre zentrale Botschaft geändert und einen Stopp neuer Öl-, Gas- und Kohleprojekte gefordert. Gleichzeitig warnte sie aber auch, dass zusätzliche Rohstoffe benötigt würden – insbesondere für E-Autos. Beobachterinnen und Beobachter sprechen von einer Trendwende. 

„Die Ära der fossilen Brennstoffe wird effektiv beendet“, analysierte Mark Lewis, Chefstratege für Nachhaltigkeit bei BNP Paribas Asset Management, diesen Schritt gegenüber der „Financial Times“ („FT“). „Es ist wie der Gastwirt, der die letzte Runde ausruft.“ Nur bei einem Stopp neuer Öl-, Gas- und Kohleprojekte könne die Welt den Temperaturanstieg noch auf 1,5 Grad begrenzen – so lautet das Fazit der IEA in dem Bericht für den UNO-Klimagipfel im November in Glasgow.

Der Weg zum Nullemissionsziel sei „schmal, aber erreichbar“, sagte IEA-Chef Fatih Birol am Dienstag in Paris. Der dafür nötige Umbau der Wirtschaft sei die vielleicht größte Herausforderung, vor der die Menschheit je gestanden sei. Die IEA listete in ihrem Bericht mehr als 400 Zwischenziele auf dem Weg zum Nullemissionsziel 2050 auf. Jetzt schon dürfe es keine Genehmigungen mehr zur Erschließung neuer Öl- oder Gasfelder geben ...

 

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21.05.2021 - Atomkraft: China und Russland verfestigen Kooperation mit neuen Reaktoren

Vor zwanzig Jahren beschlossen die beiden Staaten eine engere Kooperation. Das feierten ihre Chefs nun mit Spatenstichen für Atomreaktoren.

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping haben in einer Videokonferenz den Baubeginn von vier neuen Reaktoren in zwei chinesischen Atomkraftwerken zelebriert. Die Blöcke 7 und 8 des AKW Tianwan und 3 und 4 des AKW Xudabao bauen Unternehmen der beiden Staaten gemeinsam.

Xi erklärte anlässlich des virtuellen Spatenstichs zum 20. Jahrestag der Unterzeichnung eines Freundschaftsvertrags zwischen seinem Land und Russland, Energie sei schon immer der größte Bereich der Zusammenarbeit gewesen, insbesondere die Atomkraft. Er wolle sich zusammen mit Putin bemühen, die Kooperation weiter auszubauen.

Der russische Präsident betonte laut Mitteilung aus dem Kreml, neben dem Bau neuer Reaktoren in Tianwan und Xudabao gebe es viele weitere große russisch-chinesische Initiativen. Dazu gehöre ein experimenteller schneller Neutronenreaktor, der in China unter Beteiligung Russlands gebaut wurde ...

 

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20.05.2021 - Grüner Wasserstoff: Oman will Weltmarktführer werden

Das Sultanat plant, in großem Maßstab mit Wind- und Sonnenenergie kohlenstofffreien Wasserstoff zu produzieren.

Das Sultanat Oman strebt an, sich auf dem Markt für grünen Wasserstoff an die Spitze zu stellen. Dazu hat sich ein Konsortium aus dem omanischen Energieunternehmen OQ, dem singapurischen Entwickler umweltfreundlicher Brennstoffe InterContinental Energy und dem kuwaitischen Investor EnerTech gebildet.

In Oman sollen 25 Gigawat Sonnen- und Windenergie gewonnen werden, um mit ihr grünen Wasserstoff und Ammoniak zu gewinnen. Die Bedingungen dafür werden schon seit einiger Zeit ausgelotet. Nun ist die Entscheidung gefallen, das Projekt umzusetzen, um jährlich Millionen Tonnen kohlenstofffreien Wasserstoff zu gewinnen. Dieser könne vor Ort verwendet, direkt oder in Form von Ammoniak exportiert werden, erläutert InterContinental Energy ...

 

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20.05.2021 - Warum nuklearer Wasserstoff keine Zukunft haben darf

Das Europäische Parlament hat in dieser Plenarwoche über eine zukunftsweisende Wasserstoff-Strategie abgestimmt. Mitglied des Europäischen Parlaments Tiemo Wölken kommentiert die Rolle von Atomstrom.

Dabei haben wir erneut über eine Frage debattiert, die im Rahmen der Taxonomie und anderer Gesetzgebungsverfahren hochrelevant ist: Wie halten es die Abgeordneten mit dem „pinken“ Elefanten im Raum, Wasserstoff aus Atomstrom?

Vor wenigen Tagen haben wir dem 10. Jahrestag der Fukushima- und dem 35. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe gedacht. Diese Momente des Innehaltens finden in einem Kontext statt, in dem Atomstrom ein letztes Mal salonfähig gemacht werden soll. Dabei ist Atomstrom heute vier Mal teurer ist als Wind- und Sonnenergie und kann nur konkurrenzfähig sein, weil Unsummen an Subventionen gezahlt werden. Geld das wir viel sinnvoller investieren könnten. Dabei gibt es immer wieder Versuche Atomstrom neues Leben einzuhauchen.

Es gibt das Versprechen von Forschungsdurchbrüchen mit wiederaufbereiteten Brennstäben oder kleinerer Reaktoren. Aber weder haben wir diese Durchbrüche wirklich gesehen, noch ist die Entsorgung geklärt, noch gab es Kosteneinsparungen. Auch das EU-Forschungsprojekt ITER wird keinen Beitrag für die Klimarettung mehr leisten können. Bis es marktfähig ist, ist es zu spät für die Klimarettung ...

 

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Deutsche Umwelthilfe warnt:

20.05.2021 - Regierungsfraktionen fördern klimaschädliche Kraftstoffe statt wirklicher Mobilitätswende

• Bundestag beschließt heute Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie II (RED II)

• Geplanter früherer Ausstieg aus Palmöldiesel 2023 ist Erfolg der DUH und anderer Umweltverbände; Regierungsfraktionen ändern jedoch Entwurf in letzter Minute zugunsten der Kraftstofflobby

• Umwelt- und klimaschädliche Agrokraftstoffe etwa aus Soja oder Raps, sowie ineffiziente E-Fuels, sollen den Verbrennungsmotor am Leben erhalten

• DUH fordert Ende des Verbrenners und effiziente Elektromobilität

Heute stimmt der Bundestag über die Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie II (RED II) ab und entscheidet darüber, welche Kraftstoffe und Antriebstechnologien künftig im Verkehr zum Einsatz kommen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt, dass die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD in letzter Minute weitere Änderungen zugunsten der Kraftstofflobby vorgenommen haben. Das Ergebnis sind Scheinlösungen, die als Erfolg verkauft werden, in Wahrheit aber Klima und Natur schädigen, kritisiert der Umwelt- und Verbraucherschutzverband. So sollen Agrosprit, sogenannte „fortschrittliche“ biogene Kraftstoffe und E-Fuels gefördert werden, die allesamt schon an sich problematisch sind und zudem noch die Lebenszeit des Verbrennungsmotors insgesamt verlängern. Die DUH fordert stattdessen eine konsequente Wende hin zu effizienter Elektromobilität als mit Abstand klimafreundlichster Antriebstechnologie für den Straßenverkehr ...

 

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Sichere Energieversorgung

20.05.2021 - Strom aus Schwefel mit solarer Hilfe

In einem europäischen Projekt sind die Komponenten für ein neuartiges Kraftwerk entwickelt worden, das weder Schadstoffe noch Kohlendioxid emittiert. Schwefel dient praktisch als Speicher für Solarenergie.

Wie lässt sich, wenn es keine Kern- und Braunkohlekraftwerke mehr gibt, die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten? Unter anderem mit Solarenergie, sagen europäische Forschende, obwohl sie nicht immer zur Verfügung steht. In Jülich haben sie die Komponenten für ein Schwefelkraftwerk getestet, das 6 000 h/a Strom erzeugen könnte, und zwar rund um die Uhr. Emissionen gibt es nicht. Es handelt sich um einen auf Schwefel basierenden perfekten Kreislauf. Bei der Verbrennung des gelben Pulvers entsteht Schwefeldioxid, das in einem sogenannten Disproportionierungsreaktor in Schwefel und Schwefelsäure aufgespalten wird. Die Schwefelsäure schließlich wird mit solarer Wärme in schweflige Säure umgewandelt, die wiederum im Disproportionierungsreaktor landet, so das Prinzip von Pegasus (Renewable Power Generation by Solar Particle Receiver Driven Sulphur Storage Cycle), einem Projekt unter Führung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das bis zum 30. Juni läuft ...

 

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19.05.2021 - Russland untersucht radioaktive Strahlung in jahrzehntealtem U-Boot-Wrack

32 Jahre nach dem Untergang eines sowjetischen Atom-U-Boots vor der Küste Norwegens sind russische Wissenschaftler zu einer Untersuchung des Wracks aufgebrochen. Bei der Expedition sollen Daten gesammelt werden, um die mögliche Verseuchung des Meeres durch radioaktive Elemente des U-Boots „Komsomolez“ zu messen, wie die Umweltbehörde Roshydromet am Mittwoch mitteilte. Die Wissenschaftler seien am Dienstag von Archangelsk im Nordwesten Russlands aus zu ihrer Forschungsreise aufgebrochen. Ihre Rückkehr sei für den 5. Juni geplant.

Die Experten werden den Angaben zufolge Wasserproben sowie Proben von Sedimenten am Meeresboden und radioaktiven Aerosolen in der Nähe des Wracks sammeln, das auf dem Grund des Europäischen Nordmeeres liegt.

Das Atom-U-Boot „Komsomolez“ war im April 1989 nach einem Brand an Bord rund 500 Kilometer vor der norwegischen Küste in internationalen Gewässern untergegangen. 42 Soldaten starben bei dem Unglück, 27 weitere Besatzungsmitglieder überlebten.

Das U-Boot steht seitdem unter genauer Beobachtung. Bei einer russisch-norwegischen Expedition war 2019 eine bis zu 800.000-fach erhöhte radioaktive Strahlung gemessen worden ...

 

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Dual use? Multi use fürs Innenministerium ...

19. Mai 2021 - Belgien entwickelt Drohnen für die Strahlungsüberwachung

Das belgische Nuklearforschungszentrum (SCK-CEN) und das belgische Luftfahrtunternehmen Sabca haben eine Technologie entwickelt, mit der Drohnen für radiologische Messungen eingesetzt werden können. Das Messgerät wurde gestern in Anwesenheit der belgischen Innenministerin Annelies Verlinden offiziell an einer Drohne angebracht.

An der Drohne ist ein Szintillationszähler angebracht, erklärt Johan Camps, Leiter der Abteilung Krisenmanagement und Entscheidungshilfe des SCK-CEN. "Das Gerät misst die Radioaktivität, indem es die Lichtblitze zählt, die durch das Einströmen ionisierender Strahlung verursacht werden, was wiederum die Höhe der Strahlendosis anzeigt. Je mehr Licht, desto mehr Strahlung", sagte er.

SCK-CEN und Sabca gehen davon aus, dass der Nuklearsektor bald auf die Hilfe dieser unbemannten Fluggeräte zurückgreifen kann. Die Drohnen könnten als Teil eines Überwachungsprogramms, bei Stilllegungsprojekten oder bei der Notfallplanung eingesetzt werden, um radiologische Messungen ohne menschliches Zutun durchzuführen.

"Das bedeutet einen erheblichen Fortschritt für den Strahlenschutz", sagte SCK-CEN-Generaldirektor Eric van Walle ...

Übersetzt mit https://www.deepl.com/translator (kostenlose Version)

 

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19.05.2021 - 2.800 Tonnen schwedischer Atommüll im Baltischen Meer versenkt

Der radioaktive Müll in Fässern wurde in der Nähe des schwedischen AKW Forsmark entdeckt. Er stammt aus den 1970-er Jahren.

Rund 2.800 Tonnen inkorrekt gelagerten radioaktiven Mülls wurden in der Nähe des schwedischen AKW Forsmark entdeckt. Der Müll stammt nach einem Bericht von Swedish Television (SVT) aus der medizinischen und militärischen Industrie und wurde im Rahmen einer Bestandsinspektion circa 60m unter dem Meeresgrund des Baltischen Meeres entdeckt ...

 

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19.05.2021 - Spanisches Atomkraftwerk Trillo nach Brand am Haupttransformator abgeschaltet

Ein Brand am Haupttransformator in dem AKW 80 km nordöstlich von Madrid führte zur automatischen Abschaltung.

Das spanische Atomkraftwerk Trillo wurde in der Nacht vom vergangenen Samstag auf Sonntag automatisch abgeschaltet, nachdem am Haupttransformator für die externe Stromversorgung ein Feuer ausgebrochen war. Das geht aus einer Mitteilung der spanischen Atomaufsicht Consejo de Seguridad Nuclear (CSN). Der Brand habe etwa 15 Minuten gedauert und die Sicherheitssysteme nicht beeinträchtigt, weder Menschen noch die Umwelt seien zu Schaden gekommen ...

 

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19.05.2021 - Wasserstoffstrategie: Verbraucher sollen zahlen

Die Produktion von grünem Wasserstoff soll mit niedrigen Strompreisen angeschoben werden. Auf private Verbraucher könnten dann höhere Kosten zukommen

Die Bundesregierung will die Produktion von Wasserstoff in Deutschland ankurbeln - und die Stromverbraucher sollen dafür zahlen. Davor warnt der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) in einer Stellungnahme, die am Montag veröffentlicht wurde. Der Anlass: Das Bundeswirtschaftsministerium überarbeitet die Verordnung zur Umsetzung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2021 (EEG-Verordnung) und verschiedene Verbände wurden aufgefordert, eine Stellungnahme dazu abzugeben.

Ein ernstes Interesse an anderen Meinungen hatte das Ministerium offenbar nicht, denn die Frist war ziemlich knapp bemessen: Am Mittwoch vergangener Woche wurde der Referentenentwurf verschickt, und bis Montag sollten sich die Verbände dazu äußern. Vom Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) hieß es:

In Anbetracht eines dazwischenliegenden Feiertags und Wochenendes wird den Verbänden damit vom BMWi lediglich ein Werktag für eine Stellungnahme zugestanden, der zudem ein Brückentag ist.

So überrascht es nicht, dass der vzbv im Wesentlichen seine Position aus früheren Stellungnahmen bekräftigte. Er hatte die Absicht der Bundesregierung kritisiert, den Strom für die Herstellung von grauem Wasserstoff weitgehend von der EEG-Umlage zu befreien. Genauso kritisierte der Verband die Absicht, den erneuerbaren Strom zur Produktion von "grünem Wasserstoff" gänzlich von der EEG-Umlage zu befreien ...

 

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19.05.2021 - Kerosin und Co aus Plastikmüll

Neues Verfahren baut Polymer in nur einer Stunde zu flüssigem Kraftstoff um 

Chemisches Recycling: Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Plastikmüll aus Polyethylen in nur einer Stunde in Flüssigkraftstoff wie Kerosin umwandeln lässt. Möglich wird dies durch einen Ruthenium-Kohlenstoff-Katalysator, der das langkettige Polymer zerteilt und so die kürzeren, für Kerosin und andere Kraftstoffe typischen Kohlenwasserketten erzeugt. Dieser Prozess läuft schon bei 220 Grad ab und erfordert daher vergleichsweise wenig Energie, wie die Wissenschaftler berichten.

Die Welt erstickt im Plastikmüll – auch weil bislang nicht einmal 20 Prozent aller Kunststoffabfälle recycelt werden. Es fehlt an chemischen Verfahren, durch die auch gemischtes Plastik wiederverwertet werden kann und selbst bei sortenreinen Kunststoffen sind die Möglichkeiten eher begrenzt – noch. Doch inzwischen gibt es einige vielversprechende Ansätze, bei denen beispielsweise Mikroben, Enzyme oder spezielle Katalysatoren den Plastikabfall abbauen und in anderweitig nutzbare Kohlenwasserstoffe umwandeln ...

 

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Nuklearer Terrorschutz und Rechtsprechung: 

18.05.2021 - Große Koalition verschiebt vorerst geplante 17. Atomgesetznovelle

Die Große Koalition verschiebt (vorerst) die geplante 17. Atomgesetznovelle, die in Sachen Terrorschutz und Atomanlagen eine Neuregelung für den Umgang mit geheimen Schutzmaßnahmen für Gerichte und Kläger:innen anstrebt. Bereits der Bundesrat hatte sehr deutlich der Regierungsvorlage widersprochen und Änderungen verlangt. Nach einer Anhörung im Umweltausschuss, bei der sich beinahe alle Sachverständigen mindestens indirekt gegen die von der Bundesregierung geplante Variante ausgesprochen hatten, haben die Mehrheitsfraktionen angesichts der verfassungsrechtlichen Bedeutung die weitere Befassung im Umweltausschuss und im Plenum des Bundestags vorerst ausgesetzt ...

 

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18.05.2021 - Grönlandeis: Kurz vor dem Kipppunkt?

Teile des Eisschilds zeigen Frühwarnzeichen für eine Destabilisierung

Warnende Vorzeichen: Ein Teil des Grönlandeises könnte sich einem Kipppunkt näheren – einer Schwelle, ab der ein komplettes Abtauen droht. Erste Anzeichen dafür sind unter anderem verstärkte Schwankungen in der Gletscherdynamik, die sich vor allem im zentral-westlichen Teil des Eischilds zeigen, wie Forscher berichten. Ähnliche Frühwarnzeichen traten auch bei vergangenen Kipppunkt-Überschreitungen beispielsweise in den Eiszeiten auf.

Grönland gehört zu den am stärksten von der Eisschmelze betroffenen Gebieten. Schon jetzt verläuft der Eisverlust dort nicht mehr linear, sondern exponentiell, wie Studien belegen. Durch veränderte Luftströmungen kommt es im Sommer zudem immer häufiger zu überproportional starker Erwärmung Grönlands und entsprechenden Rekordschmelzen. Schon jetzt überholt der Eisverlust in Grönland dadurch alle bisherigen Prognosen.

Das weckt die Frage, wie nah der Eisschild Grönlands an seinem Kipppunkt ist – der Schwelle, ab der ein komplettes Abtauen des Grönlandeises nicht mehr zu verhindern ist. Dann könnte der gesamte Eisschild über hunderte oder tausende von Jahren vollständig abschmelzen, was zu einem globalen Meeresspiegelanstieg von mehr als sieben Metern und einem Zusammenbruch der atlantischen meridionalen Umwälzzirkulation (AMOC) führen könnte ...

 

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Kohleausstieg

18.05.2021 - Grüne beantragen Aktuelle Stunde zu Entschädigungszahlungen an Kohlekonzerne

Berlin - Die Grüne Bundestagsfraktion hat eine Aktuelle Stunde mit dem Titel „Steuergelder für die Kohlekonzerne“ beantragt. Die Grünen möchten wissen, wie die insgesamt von Wirtschaftsminister Altmaier vorgesehene Summe von Entschädigungszahlungen in einer Größenordnung von 4,35 Milliarden Euro (Mrd. Euro) kalkuliert wurde.

Das hätten sich seinerzeit schon viele Experten und Wissenschaftler nicht erklären können. „Auf Seiten der Koalition interessierte die Kalkulation offenbar niemanden genau. Dennoch wurde diese Summe im Kohleausstiegs-Gesetz von Union und SPD so festgeschrieben“, so Britta Haßelmann, erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen ...

 

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Klimaneutralität bis 2045

18. Mai 2021 - CO2-Ausstoß per Gesetz verbieten

Artikel von Bernhard Pötter aus https://taz.de

Die Stiftung Klimaneutralität schlägt Regeln zum Ende von Öl, Gas und Kohle vor. Das soll den Ausstieg billiger und Investitionen sicherer machen.

BERLIN taz | Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral sein muss. Aber wie der dafür notwendige Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas ablaufen soll, dazu hat sie bisher noch keine Idee veröffentlicht. Dafür legt jetzt die Stiftung Klimaneutralität ein Konzept vor: Demnach müsste das Parlament so schnell wie möglich die Gesetze so ändern, dass die Nutzung von fossilen Brennstoffen bei Industrie, Verkehr, Gebäude und Energiewirtschaft nach dem 31. Dezember 2044 verboten wird. Das sagte Rainer Baake, Direktor der Stiftung, am Dienstag bei der Präsentation des Vorschlags, der durch ein juristisches Gutachten untermauert wird.

Baake drängt zur Eile: „Wenn hier Zeit vergeudet wird, besteht die Gefahr, dass heute klimaschädliche Fehl­investitionen getätigt und morgen Entschädigungsansprüche gegenüber dem Staatshaushalt geltend gemacht werden. Die Milliardenbeträge, die von den Energie­kon­zer­nen im Rahmen des Kohle­aus­stiegs gefordert werden, zeigen, wohin das führen kann.“

Das Problem: Wer heute eine Anlage bauen will, die mit Öl, Gas oder Kohle betrieben wird, und die geltenden Voraussetzungen erfüllt, hat rechtlich einen Anspruch auf unbefristete Genehmigung. Erst 2020 haben Unternehmen in Deutschland 1,5 Milliarden Euro in neue Gasleitungen investiert, heißt es von der Stiftung. Nach den bisherigen Vorschriften werden diese Investitionen über 45 Jahre abgeschrieben.

Aber schon in 24 Jahren muss ein klimaneutrales Deutschland ohne fossiles Gas, Öl und Kohle auskommen. Deshalb sollte ein Verbot dieser Stoffe so früh wie möglich festgeschrieben werden, heißt es auch im Gutachten der Kanzlei Becker, Büttner, Held: Das schütze vor „gestrandeten Investitionen“ der Unternehmen und Schadenersatzforderungen an den Staat. Mit einem Artikelgesetz des Bundestags müssten einige Vorschriften geändert werden, etwa zum Immissonsschutz, zum Betrieb von Gebäuden, zum Bergbau und zur Energiewirtschaft. In allen würde festgelegt, dass ab 1. Januar 2045 keine fossilen Brennstoffe mehr verheizt werden dürfen. Durch Pipelines dürfte dann kein fossiles Gas mehr fließen.

Planungssicherheit für alle

Man befriste nicht den Einsatz von Technologien, so Baake, sondern „den Einsatz der fossilen, klimaschädlichen Brennstoffe. Damit schaffen wir Planungs- und Rechtssicherheit für die Unternehmen und beugen Fehlinvestitionen vor“.

Zwei Ausnahmen hat diese Regelung: Der Einsatz von Öl, Gas und Kohle kann weiter möglich sein, wenn das CO2 aus einer fossilen Anlage vollständig aufgefangen und sicher gelagert wird. Und durch die Pipelines könnte nach einer Umrüstung synthetisches Gas oder Wasserstoff fließen. Besonders nach dem Urteil des Verfassungsgerichts zum Klimaschutz sei aber klar: Je schneller ein solches Verbot komme, desto mehr Gestaltungsraum bleibe – und weniger Risiko für die Steuerkasse.

 

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Das Ende vom CO²-Ausstoß per Gesetz regeln ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Die Suche in der reaktorpleite.de mit dem Suchwort 

     
  Klimaneutral  
     

 

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

04. November 2020 - EU-Klimaziele - Energiewende auf polnisch

Artikel von Reinhard Lauterbach aus www.jungewelt.de

Warschau macht sich zum Türöffner für US-Atomkonzerne in Europa. Aufträge über 15 Milliarden Euro für amerikanische Nukleartechnik vorgesehen

Polen will in den nächsten zwanzig Jahren insgesamt sechs neue Atomkraftwerke bauen. Das beschloss die Regierung im Oktober, kurz bevor die Proteste gegen das Schwangerschaftsunterbrechunsgsurteil des Verfassungsgerichts die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit in eine andere Richtung lenkten. Die Gesamtkosten des Atomprogramms werden zum jetzigen Zeitpunkt auf etwa 35 Milliarden Euro bis 2040 geschätzt. Polen erhofft sich, dass etwa die Hälfte dieser Summe von der Europäischen Union (EU) zugeschossen wird. Ihrerseits plant die Regierung in Warschau allerdings, den Großteil des Investitionsvolumens nicht in Europa anzulegen, sondern in den Vereinigten Staaten. 

Am 19. Oktober unterzeichneten der polnische Regierungsbevollmächtigte für die strategische Energieinfrastruktur, Piotr Naimski, und sein US-Kollege, Energieminister Danny Brouillette, ein Rahmenabkommen über die Zusammenarbeit beider Länder in der Entwicklung des polnischen Atomsektors. Es sichert US-Nuklearkonzernen Aufträge im Umfang von 15 Milliarden Euro über die nächsten 15 Jahre. Wenige Wochen zuvor hatten sich die Vereinigten Staaten auch den Zuschlag für zwei geplante Atomkraftwerke in Rumänien gesichert, nachdem die dortige Regierung Verhandlungen mit einem chinesischen Anbieter abgebrochen hatte. Verkauft wurde das Abkommen in Polen auch als Beitrag zu dessen »Energiesicherheit«. Dass das Land damit die bestehende Abhängigkeit von russischem Erdgas, das nach 2022 nicht mehr bezogen werden soll, durch eine doppelte Abhängigkeit von den USA ersetzt – bei Atomtechnologie und Flüssiggas – fällt zumindest öffentlich niemandem auf ...

 

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Klimaneutral

27.12.2018 - Wie Europa bis 2050 die Energiewende vollenden kann

Artikel aus www.energiezukunft.eu

Bis 2050 soll Europa klimaneutral werden. Ob eine vollständige Energiewende in der EU tatsächlich umsetzbar ist, haben Forscher jetzt untersucht. Das Ergebnis: 100 Prozent Erneuerbare sind machbar, kostengünstig und kurbeln den Arbeitsmarkt an.

Ende November hatte Miguel Arias Cañete, Klimakommissar der Europäischen Union, die neue EU-Klimastrategie 2050 vorgestellt. Sie soll Wege aufzeigen, wie Europa bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden und gleichzeitig die Themen der Wettbewerbsfähigkeit und gerechten Transformation in Einklang bringen kann. Schlüsselfaktoren seien hierbei die vollständige Dekarbonisierung der Europäischen Energieerzeugung, eine saubere Mobilität sowie maximale Energieeffizienz.

Ist ein kompletter Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis 2050 wirklich realistisch?

Die Antwort einer neuen wissenschaftlichen Studie lautet: Ja! Eine europäische Energiewende basierend auf 100 Prozent Erneuerbaren Energiequellen ist umsetzbar und wirtschaftlich konkurrenzfähig mit dem heutigen, konventionellen fossil-nuklearen System. Mit einhergehen würde außerdem ein deutlicher Zuwachs der Beschäftigung sowie Vorteile für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt.

 

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Wikipedia

 

Klimaneutralität in Deutschland

Um einen angemessenen Beitrag für das Erreichen der 1,5-Grad-Grenze leisten zu können, wird Deutschland bis etwa 2035 auf ein klimaneutrales Energiesystem umstellen müssen. Die Forschenden des Wuppertal Instituts haben im Oktober 2020 in der Studie "CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen Beitrags zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze" untersucht, welche Transformationsschritte und -geschwindigkeiten notwendig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Die Studie, die das Forscherteam mit finanzieller Unterstützung der GLS Bank für Fridays for Future Deutschland erarbeitet hat, kommt zu dem Ergebnis, dass ein klimaneutrales Energiesystem bis 2035 zwar sehr ambitioniert, aber grundsätzlich machbar sei, sofern alle aus heutiger Sicht möglichen Strategien gebündelt würden. Dabei konzentrierten sich die Forschenden auf der Basis bestehender Energieszenarien und weitergehender Überlegungen, wie sich CO2-Neutralität besonders in den Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr und Gebäude bereits bis 2035 umsetzen ließe ...

 

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AtomkraftwerkePlag

 

Inkonsequente Energiepolitik

Eigenständiger Prozess der Energiewende 

Im Großen und Ganzen hat die Energiewende seit 2011 einen erfolgreichen Verlauf genommen, nicht wegen, sondern trotz der Energiepolitik unter Angela Merkel. Von der Politik halbherzig begonnen, schlecht geplant, immer wieder verzögert und ausgebremst, hat sie sich zu einem weitgehend eigenständigen Prozess entwickelt.

Als die schwarz-gelbe Regierung nach Fukushima ihre Laufzeitverlängerung rückgängig machte, beschränkte sie sich darauf, alte Reaktoren abzuschalten und einen 11 Jahre langen Zeitplan für den Atomausstieg zu initiieren, der zwar die Zumutungen für die deutschen Atomkonzerne niedrig hält, zugleich aber die deutsche Bevölkerung eine weitere Dekade lang den Gefahren der Atomenergie aussetzt. Der Atomausstieg wurde nicht ins Grundgesetz aufgenommen, die Atomfabriken in Gronau und Lingen, Atomforschung und Forschungsreaktoren wurden vom Atomausstieg ausgenommen, der Euratom-Vertrag ist bis heute nicht gekündigt worden.

Rahmenbedingungen für die Energiewende wurden kaum gesetzt. Dennoch ist die Nutzung der erneuerbaren Energien schneller vorangeschritten als vermutet, einfach weil die Zeit reif dafür war.

 

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Spendenaufruf

- Der THTR-Rundbrief wird von der 'BI Umweltschutz Hamm' herausgegeben und finanziert sich aus Spenden.

- Der THTR-Rundbrief ist inzwischen zu einem vielbeachteten Informationsmedium geworden. Durch den Ausbau des Internetauftrittes und durch den Druck zusätzlicher Infoblätter entstehen jedoch laufend Kosten.

- Der THTR-Rundbrief recherchiert und berichtet ausführlich. Damit wir das tun können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns über jede Spende!

Spendenkonto:

BI Umweltschutz Hamm
Verwendungszweck: THTR Rundbrief
IBAN: DE31 4105 0095 0000 0394 79
BIC: WELADED1HAM

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