Newsletter XII

17. - 24. März 2021

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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24.03.2021 - Kabinett macht Weg frei für Milliardenzahlung an AKW-Betreiber

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Weg zur finanziellen Entschädigung der Energiekonzerne für den Atomausstieg von 2011 freigemacht. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums billigte das Kabinett bei seiner Sitzung in Berlin eine vor dreieinhalb Wochen zwischen Regierung und Konzernen ausgehandelte Einigung, wonach diese 2,4 Milliarden Euro vom Staat erhalten sollen. Bundestag und Bundesrat müssen der Regelung noch zustimmen. Die Bundesregierung hatte sich mit den Konzernen Vattenfall, RWE, EnBW und Eon/Preussenelektra auf die Zahlung Euro geeinigt. Im Gegenzug werden alle Rechtsstreitigkeiten und Klagen zum Atomausstieg damit beendet.

Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima Anfang März 2011 hatte die Bundesregierung eine nur wenige Monate zuvor verabschiedete Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke wieder zurückgenommen. Sie ordnete die sofortige Abschaltung von acht Meilern an, die übrigen neun AKW sollen bis Ende 2022 schrittweise abgeschaltet werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte das grundsätzlich bestätigt, zugleich aber entschieden, dass die Energiekonzerne entschädigt werden müssen ...

 

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Tepco leitet mehr Wasser ins Reaktorgebäude

24.03.2021 - Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wurde doch beim letzten Erdbeben beschädigt

Am 13. Februar traf die Tohoku Region in Japan erneut ein schweres Erdbeben. Besonders groß war die Sorge um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi. Während zuerst keine Probleme und Schäden gemeldet wurden, musste der Betreiber sich jetzt korrigieren.

Tokyo Electric Power Company (Tepco) bestätigte am Montag, dass es wohl doch zu Schäden gekommen ist. Schon vor einigen Tagen kam der Verdacht auf, dass es am Reaktorbehälter eins neue Schäden gibt. Nun wurde jedoch bestätigt, dass der Kühlwasserstand eindeutig ohne einen sichtbaren Grund schneller sinkt.

Wasserlecks haben sich am Atomkraftwerk verschlimmert

Tepco gab an, dass am Montag um 20:24 Uhr der Wasserstand auf 90 Zentimeter gesunken war. Die Ursache dafür ist bisher nicht bekannt, es wird jedoch ein neuer oder größerer Riss im Becken vermutet ...

 

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Wenn Wolken trüben

24.03.2021 - Ultraschnelle Kondensatoren sollen Solarstrom zwischenspeichern

Wenn Solaranlagen viel Solarstrom produzieren, dann kann es durch Wolkenbewegungen zu starken Leistungsschwankungen kommen. Das belastet die Leistungselektronik, eventuelle Speichereinheiten und auch die Netzstabilität.

Forschende wollen mit Hilfe von ultraschnellen Kondensatoren die Solarenergie zwischenspeichern und so Leistungsschwankungen abfedern. Unter der Koordination des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) startete am 1.12.2020 das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte 2,6 Mio. Projekt ”Entwicklung eines netzdienlichen Photovoltaik-Speicher-Systems unter Einsatz von Ultrakondensatoren (NetPVStore)“.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Wandler-Speicher-Einheit, bestehend aus Photovoltaik (PV)-Modulen Kurzzeitspeichern und Elektronik, die Leistungsschwankungen von PV-Anlagen im Bereich von Sekunden bis Minuten deutlich glätten und somit erneuerbare Energien in netzdienlicher Qualität bereitstellen soll ...

 

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23.03.2021 - Superreiche, Kriegsspielzeug und Klima-Blabla

StrahlenSCHMUTZlobby - Mit Macht und Geld Meinungsmanagement für Atomkraft organisieren. Strategische Motive und militärische Treiber bleiben bei den Debatten zu putzigen Klein-AKW im Dunkeln.

Es ist selbstentmündigend, sich in der Klimakrise auf dominante, alpha-männliche Milliardäre zu verlassen, auf ebenso technik- wie selbst-verliebte Exzentriker mit Klimakiller-Lifestyle, die ohne demokratische Legitimation Kontrolle übernehmen wollen und dafür nicht zwingend mit Expertise glänzen. Und es hebelt auch demokratische Strukturen aus. Uns sollte es Wurscht sein, wie ein Virgin-Records-Magnat zu Atomkraft steht. Oder der Silicon-Valley-Adel. Nein, weder Amazon-Jeff liefert, noch mit Bill geht’s. Und der facebook-Mark regelt gar nichts! Wer ein bisschen hinter die Kulissen schaut, findet bald, dass wohltätige Geldvermehrungs-Anlagen weitere Geldsäcke öffnen, um nationales Geltungsbedürfnis mit atomaren Kriegsspielzeugen zu befriedigen.

Der eine hat viel Geld damit gemacht, dass er mit seiner Schallplattenfirma auf den richtigen Musiker gesetzt hat. Nun ist der exzentrische Milliardär Besitzer einer eigenen Insel und eines Mischkonzerns, u.a. für Weltraum-Tourismus. Der nächste ist als Versandhändler auf Kosten seiner Paket-Knechte zum reichsten Mann der Welt geworden. Der dritte ist als Social-Media-Face mit 'Freundschafts'-Anfragen, Alarmismus, Lügen und Datensammeln zu viel Geld und Einfluss gekommen. Ein weiterer glänzt durch seinen Wikipedia-Eintrag, der ihn als „Erbe“ vorstellt. Dazu kommen Investoren, Software-Programmierer, IT-Ingenieure, Hedge-Fonds-Manager, Banker, Söhne von Vätern. 28 Milliardäre, deren protziger Lifestyle mit Privatjets und Konsumverstopfungs-Besitztümern den CO2-Ausstoß ganzer Staaten in den Schatten stellt, haben sich zur 'Breakthrough Energy Coalition' zusammengeschlossen, um – man glaubt es nicht – das Klima zu retten. Wie zufällig erinnert der Name der Superreichen-Koalition mit dem stilisierten Atom-Modell im Logo, an das 'Breakthrough Institute', das vom hochaktiven Atomlobbyisten Michael Shellenberger gegründet wurde ...

 

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23.03.2021 - Konstruktionsanomalie in den Düsen des Flamanville EPR gefunden

EDF hat die französische Aufsichtsbehörde für nukleare Sicherheit, die Autorité de Sûreté Nucléaire (ASN), am 3. März über ein bedeutendes Ereignis informiert, das eine Konstruktionsanomalie an drei Düsen des Hauptprimärsystems des im Bau befindlichen EPR-Reaktors in Flamanville betrifft. Die betroffenen Düsen wurden 2011 auf der Grundlage einer Konstruktionsdatei von 2006 hergestellt. Die Aufsichtsbehörde hat EDF gefragt, wie das Unternehmen mit dieser Anomalie umzugehen gedenkt.

Das Hauptprimärsystem enthält Wasser, das zur Kühlung des Reaktorkerns und zur Übertragung der Energie aus der Kernreaktion auf die Dampferzeuger verwendet wird. Dieses System besteht aus vier Rohrleitungsschleifen, die im Reaktorgebäude installiert sind. Mehrere Hilfssysteme sind über Düsen mit dem Hauptprimärsystem verbunden. Die größten Stutzen sind integrale Schmiedeteile, die während der Herstellung der Hauptleitung gefertigt werden. Die Stutzen mit kleinem Durchmesser (weniger als 150 mm) sind durch eine "Set-in"-Schweißnaht mit der Hauptrohrleitung des Primärsystems verbunden. Drei dieser Stutzen sind von der gemeldeten Anomalie betroffen ...

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22.03.2021 - Keine bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr

Die Friedensorganisationen IPPNW und DFG-VK fordern die Bundestagsabgeordneten auf, die weitere Entwicklung einer bewaffnungsfähigen Eurodrohne abzulehnen. Mit Blick auf den Bergkarabach-Krieg hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Ausrüstung der NATO mit Drohnen und Drohnenabwehrsystemen gefordert. Am 24. März 2021 soll der Haushaltsausschuss des Bundestags im Rahmen einer 25-Millionen-Vorlage über die weitere Entwicklung einer bewaffnungsfähigen Eurodrohne entscheiden, ein gemeinsames Projekt von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.

Die Friedensorganisationen IPPNW und DFG-VK fordern die Bundestagsabgeordneten auf, die weitere Entwicklung einer bewaffnungsfähigen Eurodrohne abzulehnen. Mit Blick auf den Bergkarabach-Krieg hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Ausrüstung der NATO mit Drohnen und Drohnenabwehrsystemen gefordert. Am 24. März 2021 soll der Haushaltsausschuss des Bundestags nach derzeitigem Stand im Rahmen einer 25-Millionen-Vorlage über die weitere Entwicklung einer bewaffnungsfähigen Eurodrohne entscheiden, ein gemeinsames Projekt von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien ...

 

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Souverän auf der Schleimspur - Aber Vorsicht, niemand außer der Atomlobby mag Schleimer.

22.03.2021 - Neues Atomkraftwerk Kaum Kritik am "Chinesischen Drachen"

Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat in vielen Ländern zum Atomausstieg geführt. Nicht so in China. Das Land brachte gerade eines seiner modernsten AKW ans Netz. Kritik ist kaum zu hören.

Auf der kleinen Halbinsel in der Nähe der südchinesischen Stadt Fuqing trifft top-moderne Spitzentechnologie auf das sehr einfache, dörfliche Alltagsleben der Anwohner: Direkt an den meterhohen Stacheldraht-Zaun, der Chinas modernstes Atomkraftwerk schützt, grenzt ein matschiger Feldweg. Gänse und Hühner laufen durch die Gegend. Zwei Ferkel springen durch den Matsch.

Etwas entfernt steht ein baufälliger Schuppen, an dem ein schwarzer Schäferhund angekettet ist. Ansonsten gibt es ringsherum Felder, einige Hundert Meter entfernt liegt das Meer. Im Hintergrund drehen sich riesige Windkrafträder. Auf der anderen Seite des Zauns steht das Atomkraftwerk Fuqing. Für die meisten Menschen in der Region steht es für wirtschaftlichen Aufschwung, gut bezahlte Arbeitsplätze und die Aussicht auf Wohlstand. Sorgen um die Sicherheit der Anlage macht sich hier fast niemand ...

 

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21.03.2021 - Litschauer/Grüne zum Weltwassertag: Riesiger Wasserfußabdruck von Atomenergie

Kühlung von Atomkraftwerken in der EU verschlingt jährlich Wassermengen in der Höhe des gesamten österreichischen Jahresverbrauchs

Wien (OTS) - „Die Kühlung von Atomkraftwerken in der EU verschlingt jährlich Wassermengen in der Höhe des gesamten österreichischen Jahresverbrauchs. Unglaubliche 2,4 Milliarden m3 Wasser, die in Zeiten des Klimawandels dringend in der Landwirtschaft gebraucht werden“, kritisiert Martin Litschauer, Anti-Atomenergie Sprecher der Grünen, anlässlich des Weltwassertags am 22. März.

"Atomkraftwerke schneiden in puncto Wasserverbrauch im Verhältnis noch schlechter ab als fossile Wärmekraftwerke, da sie aufgrund sicherheitsrelevanter Bestimmungen wesentlich stärker gekühlt werden müssen als beispielsweise Kohlekraftwerke“, erklärt Litschauer. Diese Mengen sind beachtlich: Pro Jahr benötigen Gaskraftwerke in der EU 530 Millionen m3, Kohlekraftwerke 1,54 Milliarden m3 und Atomkraftwerke 2,44 Milliarden m3 Wasser. In Summe entspricht das dem Wasserverbrauch aller Haushalte Deutschlands ...

 

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KALKAR, ANNO ATOMINI 1981

21.03.2021 - Heute vor 30 Jahren - das AUS für den schnellen Brüter

Es wird sicherlich zum 30igsten Jahrestag, als Forschungsminister Heinz Riesenhuber das AUS für den Schnellen Brüter Kalkar verkündete, viel geschrieben werden und zu sehen sein. Ich möchte 40 Jahre zurückschauen, mitten drin in die Konfrontationen, manche nanntes es sogar Krieg, zwischen den Gegnern und Befürwortern des Brüters. Krieg? Ja manchmal konnte man diesen Eindruck gewinnen. Natodraht, Straßensperren, Schlagknüppel, Festnahmen, Hubschrauberattacken, Wasserwerfer, Tränengas – Tränengaskartuschen gezielt auf Demonstranten abgeschossen (eine hätte mich 1982 fast am Kopf getroffen). Und denk ich an 1977, die Soldaten der Kalkarer Kaserne hatten Ausgangsperre und sollten die Kaserne schützen.

Der Melkstall von Bauer Maas, ein Informationszentrum und Freundschaftshaus, wurde nach der Großdemo 1977 vom damaligen Oberkreisdirektor geschlossen. Doch bereits Ende 1980 wurde der Melkstall wieder in Besitz genommen, als „Aktionscamp“. Es sollte ein Hüttendorf, ein Anti-Atom-Dorf entstehen. Ziel war im Juli ein Freundschaftsfest zu veranstalten.

Die Polizei sperrte die Zufahrtswege, so dass kein Baumaterial für das Dorf durchkam. Zelte wurden aufgebaut. Mitternachts wurden einige Zelte von der Polizei entfernt. Die Aktivisten setzten sich zwischen den Zelten und leisteten passiven Widerstand. Polizeigewalt machte sich breit. Fußtritte, an den Haaren ziehen, Einsatz von Hunden und der chemischen Keule. Erfolg, die meisten Zelte blieben stehen, doch am Morgen wurden durch die Polizei die restlichen Zelte rd. 40 von der Polizei geräumt und entfernt. Nun gingen die Schikanen richtig los. Blockade der Zufahrtswege, Materialien für das Freundschaftsfest kamen nicht mehr durch … nicht mehr, doch zu fuß wurde über Wiesen und Äckern alles notwendige zum Festplatz geschafft. Doch wieder Ärger. Einige Polizeimannschaftswagen fuhren auf den Festplatz und die Mannschaften saßen ab. Zum Glück, ein WDR-Team war vor Ort. Ein verlegenes Drucksen des Einsatzleiters in die Kameralinse … es sei ein „Irrtum“ gewesen und dann „Kehrt Marsch“. Das Fest konnte beginnen ...

 

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Wohin mit dem Strahlenmüll?

20.03.2021 - Das Märchen vom sauberen Atomstrom

1957 ging in München-Garching der erste deutsche Atomreaktor in Betrieb. Die „saubere Atomenergie“ hat uns ein schwieriges Erbe hinterlassen. In Fässern gerechnet 134.000. Wohin mit dem Strahlenmüll?

(Dieser Beitrag erschien im Novembermagazin 2020. Aus aktuellem Anlass zum Atommüllbeitrag von Jan Böhmermann im "ZDF-Magazin Royal")

Unsere Spezies existiert seit 300.000 Jahren. Ihr Erfindergeist und Energiehunger haben in den letzten sieben Jahrzehnten etwas Unvorstellbares erreicht. Sie muss sich die Frage stellen: „Wo ist der radioaktive Abfall unserer Atomkraftwerke für eine Million Jahre sicher?“ Mal davon abgesehen, dass diese Fragestellung untertrieben ist. Der Rohstoff Uran 238 beispielsweise hat eine Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren. Bedeutet: Die Menge der zerstörerischen Strahlung sinkt in dieser Zeit auf die Hälfte, nach 9 Milliarden Jahren auf ein Viertel und so weiter ...

 

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19.03.2021 - Netzanschluss für pakistanischen Block Hualong One

Block 2 des Kernkraftwerks Karachi in Pakistan wurde gestern mit dem Stromnetz synchronisiert. Der von China entworfene Reaktor Hualong One - der erste von zwei, die an diesem Standort gebaut werden - soll bis Ende dieses Jahres in den kommerziellen Betrieb gehen. Karachi 2 und 3 sind die ersten Exporte des chinesischen Hualong One-Designs, das auf dem internationalen Markt als HPR1000 beworben wird.

General Nuclear Services - eine Tochtergesellschaft von EDF und China General Nuclear - schlägt vor, den HPR1000 in einem möglichen neuen Kernkraftwerk in Bradwell, England, einzusetzen ...

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19.03.2021 - Wie grün sind Gas und Atomkraft?

Die EU arbeitet an einer Art Nachhaltigkeits-Siegel für saubere Investments. Doch hinter den Kulissen arbeiten einige Staaten daran, die Kriterien aufzuweichen. Deutschland ist nicht unbeteiligt.

Am Gelde hängt, das weiß auch Brüssel, doch alles - auch im Klimaschutz. Soll Europa wirklich zum ersten klimaneutralen Kontinent werden, müssen sich auch Finanzströme ändern, weg aus fossilen, hin zu sauberen Energien. "Dem Finanzsystem kommt dabei eine Schlüsselrolle zu", schrieb die EU-Kommission vor drei Jahren in den entsprechenden Aktionsplan. Fragt sich nur, was eigentlich saubere Energien sind.

... Vorige Woche etwa wandten sich fünf Umweltminister an die EU-Kommission, aus Österreich, Spanien, Irland, Luxemburg und Dänemark. "Die Taxonomie sollte keine neuen Investitionen in fossile Infrastrukturen anreizen", warnten die Fünf darin. Konkret geht es ihnen um die Grenze, ab der etwa Investitionen in Gaskraftwerke als "nachhaltig" qualifiziert werden. Vorschläge aus einigen Mitgliedstaaten, die Grenzen hochzusetzen, erfüllten sie mit "tiefster" Sorge ...

 

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19.03.2021 - Die "verfluchte" Atomkraftwerks-Baustelle in Flamanville

Schon wieder tauchen Probleme am EPR-Neubau auf, dessen Kosten vom französischen Rechnungshof schon auf 19,1 Milliarden Euro veranschlagt werden

"Neuer Rückschlag auf der verfluchten Baustelle des EPR-Reaktors" im französischen Flamanville, schreibt die französische Zeitung Le Monde. Immer wieder hatte Telepolis über die Probleme am Kraftwerksneubau in der Normandie berichtet. Dort sorgen unter anderem - wie auch jetzt wieder - Schweißnähte für Ärger.

Damit kommt der verfluchte Zeitplan erneut durcheinander. Es ist kaum noch möglich, die immer wieder verschobene Inbetriebnahme - zuletzt bis 2024 - einzuhalten.

... Kosten sollte der Reaktor, um angeblich billigen Atomstrom zu liefern, nur 3,3 Milliarden Euro. Inzwischen sind die Kosten auch nach Angaben der EDF schon auf 12,4 Milliarden Euro explodiert. Der französische Rechnungshof schätzt aber längst, dass sich die Gesamtkosten auf mehr als 19 Milliarden aufsummieren werden. Die neuen Probleme sind dabei noch nicht berücksichtigt ...

 

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19.03.2021 - AKW Krško: Atom-Stresstests wurden aus wirtschaftlichen Gründen nicht umgesetzt

GLOBAL 2000: Nichts gelernt aus Fukushima – Abschalten. Jetzt!

Wien (OTS) - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 widerspricht der Betreibergesellschaft des AKW Krško sowie der slowenischen Atomaufsicht in ihren kürzlich getätigten Aussagen, dass die aufgrund der Fukushima-Katastrophe durchgeführten EU-Stresstests zu Verbesserungen der Anlage geführt hätten. Eine heute von GLOBAL 2000 vorgelegte Analyse der deutschen Physikerin Oda Becker zieht die ernüchternde Bilanz, dass zentrale Teile - zehn Jahre nach Beginn der EU-Stresstests - immer noch nicht umgesetzt wurden, in mehreren Fällen aus wirtschaftlichen Gründen.

„Die Analyse zeigt ganz klar, dass hier fahrlässiges Sparen statt Sicherheitsbestreben zur Anwendung kam“, sagt Dr. Reinhard Uhrig, Atomsprecher von GLOBAL 2000. „Offenbar hat man beim staatlich slowenisch-kroatischen Konzern Nuklearna Elektrarna Krško nichts gelernt aus den Fukushima-Super-GAUs – dass derzeit als unwahrscheinlich eingeschätzte Auswirkungen eines schweren Erdbebens jederzeit zu einer Kernschmelze führen können.“ ...

 

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Das Ausbauziel für 2030 schon 2021 möglich ...

19.03.2021 - Japan baut erneuerbare Energie immer weiter aus

Laut des Renewables 2020 Berichts der internationalen Energieagentur (IEA) betrugt der Anteil der erneuerbaren Energie in Japan im Jahr 2020 mittlerweile 21,7 Prozent an der gesamten Stromerzeugung.

Damit ist das Land auf den besten Weg sein Ziel, den Ausbau von Ökostrom bis 2030 auf 22 bis 24 Prozent zu erhöhen.

Anteil an erneuerbare Energie soll weiter wachsen

Yasushi Ninomiya, leitender Forscher am Institut für Energiewirtschaft in Japan, ist optimistisch, was den aktuellen Trend hin zu erneuerbarer Energie angeht, auch wenn der Anstieg der Abhängigkeit teilweise durch einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten aufgrund der Pandemie verursacht wurde.

„Es wird erwartet, dass sauberer Strom weiter wachsen wird, und es ist möglich, dass der Anteil der erneuerbaren Energien im Jahr 2021 das Ziel von 22 Prozent erreichen wird“, so der Forscher ...

 

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Voller Zuversicht in die Versprechen der Atomlobby ...

18.03.2021 - Kanadische Regierung investiert in SMR-Projekt

Die kanadische Regierung hat Investitionen in Höhe von insgesamt knapp über 56 Mio. CAD (45 Mio. USD) angekündigt, um die Entwicklung von Forschung und Technologie für kleine modulare Reaktoren (SMR) in New Brunswick zu unterstützen. Das Paket beinhaltet eine Investition von 50,5 Mio. CAD in Moltex Energy Ltd. zur Entwicklung des 300-MW-Stabilsalzreaktor-Abfallbrenners (SSR-W). Inzwischen hat ein neuer Bericht die potenziellen wirtschaftlichen Vorteile von SMRs für die kanadischen Provinzen unterstrichen.

Moltex Energy beabsichtigt den Bau einer 300-MW-Stabilsalzreaktor-Abfallverbrennungsanlage (SSR-W) und einer WAste To Stable Salt (WATSS)-Anlage am Standort Point Lepreau in Saint John, New Brunswick, mit dem Ziel eines Netzanschlusses in den frühen 2030er Jahren. 

 ... Der größte Teil der Finanzierung für Moltex - 47,5 Millionen CAD - stammt aus dem Strategic Innovation Fund der kanadischen Regierung. Das Unternehmen wird diese Mittel Dollar für Dollar verdoppeln und hat sich als Teil der Investition verpflichtet, 48 Vollzeitarbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten ...

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18.03.2021 - Neustart von Reaktor in Japan untersagt - Evakuierungspläne fehlen

TOKIO (dpa-AFX) - Ein seit der Atomkatastrophe in Fukushima vor zehn Jahren abgeschalteter Atommeiler im Nordosten Tokios darf vorerst nicht wieder angefahren werden. Ein Gericht begründete am Donnerstag ein entsprechendes Urteil mit dem Mangel an Evakuierungsplänen. Obwohl rund 940 000 Menschen in einem Umkreis von 30 Kilometern des Atomkraftwerks Tokai Nummer 2 in der Präfektur Ibaraki leben, so viele wie bei keinem anderen Meiler in Japan, habe nur ein kleiner Teil der Gemeinden Evakuierungspläne erstellt. Dies stelle eine "konkrete Gefahr" für die Anwohner dar, so das Gericht. Der Betreiber des über 40 Jahre alten Meilers hatte 2018 als erstes Kraftwerk nach dem Super-Gau in Fukushima die Erlaubnis zum Wiederanfahren erhalten ...

 

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Er will die Bombe.

18.03.2021 - Erdoğan baut Atomkraft aus: Türkischer Meiler mit Putins Hilfe

Als eines von wenigen Schwellenländern setzt die Türkei weiterhin auf Atomkraft – trotz bester Voraussetzungen für erneuerbare Energien.

Der türkische Energiebedarf steigt und steigt. Das gilt selbst in Pandemiezeiten, wie die staatliche Energieagentur EPDK jüngst bekannt gab. Danach war der Strombedarf im Dezember 2020 um 4,8 Prozent höher als im Dezember des Vorjahres.

Um diesen wachsenden Strombedarf zu decken und gleichzeitig nicht noch mehr Devisen für den Import von Gas und Öl ausgeben zu müssen, will die türkische Regierung möglichst schnell heimische Energiequellen ausbauen. Sagt sie jedenfalls. Doch statt den Königsweg einzuschlagen und die Kapazitäten von Sonnen- und Windenergie dramatisch auszubauen – gerade angesichts der privilegierten Lage des Landes, was Sonnenstunden und Windstärken entlang der tausenden Kilometer langen Küste angeht – will die türkische Regierung unbedingt Atomkraftwerke bauen ...

 

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17.03.2021 - Neues Lobbyregister kommt: Regeln für die Lobby

Die GroKo einigt sich schon wieder auf ein Lobbyregister. Bei den Transparenz­regeln für den Bundestag hapert es noch. Die Opposition übt Kritik.

Unter dem Eindruck der Korruptionsfälle bei den Maskendeals ist die Union der SPD beim Lobbyregister entgegengekommen – jedenfalls etwas. Das Gesetz, das die Union seit mehr als zehn Jahren blockiert, soll für die Öffentlichkeit sichtbar machen, welche Lobbygruppen wie Einfluss auf Gesetzgebung und Parlamentarier nehmen. Das Lobbyregister soll nächste Woche im Bundestag verschiedet werden.

In dem Register sollen Kontakte von Lobbyisten zu Bundestagsabgeordneten und Ministerien aufgeführt werden. Weil Gesetze vor allem in Ministerien erarbeitet werden, ist dieser Bereich besonders bedeutsam. Erfasst werden sollen nun Kontakte zu MinisterInnen, aber auch zu Abteilungs- und ReferatsleiterInnen. Die Union hätte dies lieber auf die Spitze der Ministerien beschränkt.

Mit einer zentralen Forderung setzte sich die SPD nicht durch. Sie wollte einen „legislativen Fußabdruck“, der offengelegt, wer sich in den Gesetzgebungsprozess eingebracht hat. Dadurch könnten Bürger nachvollziehen, wie und wo Lobbyisten auf die Ausarbeitung einzelner Gesetze Einfluss nehmen.

Die NGO Lobbycontrol lobte, dass das Lobbyregister auch die Ebene von Unterabteilungen und Referaten einschließt, kritisiert aber „gravierende Lücken“ ...

 

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17.03.2021 - Die EU-Kommission macht den Atom-Bock zum Umwelt-Gärtner

Hinter den Kulissen der EU in Brüssel tobt ein Kampf um die Zukunft der Atomkraft. Auch die atomfreundliche Schweiz mischt mit.

Die Atomenergie in Europa ist in der Defensive, doch das europäische Netzwerk der Atomlobby funktioniert bestens. Das zeigt die aktuelle Diskussion zum europäischen Grünen Deal, insbesondere die Frage, ob die Atomkraft eine nachhaltige Energie ist und folglich wie beispielsweise die Solarenergie gefördert werden soll oder nicht ...

Die «Technische Expertengruppe für nachhaltige Finanzen», welche die EU-Kommission in Klimafragen berät, hat in deren Auftrag untersucht, ob die Atomenergie die Umweltziele der Taxonomie-Verordnung erfüllt. In ihrem Bericht (S. 234/35) hält die Expertengruppe unter anderem fest, dass «nirgendwo auf der Welt ein praktikables, sicheres und langfristiges unterirdisches Endlager existiert». Deshalb gab sie keine Empfehlung für die Atomenergie ab und verlangte weitere Abklärungen.

Mit diesen Abklärungen beauftragte die EU-Kommission ausgerechnet das Joint Research Centre (JRC), also die europäische Zentrale zur Förderung der Atomenergie. Im Klartext: Sie machte den Atom-Bock zum Umwelt-Gärtner ...

 

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17.03.2021 - Großbritanniens Hinkley Point B für Neustart freigegeben

Das britische Office for Nuclear Regulation (ONR) hat EDF heute die Erlaubnis erteilt, die Reaktoren 3 und 4 im Kraftwerk Hinkley Point B in Somerset, England, für eine begrenzte Betriebszeit wieder in Betrieb zu nehmen. Dies geschah nach der Bewertung der ONR, ob die beobachteten Risse in den Graphitsteinen, die den Reaktorkern bilden, die wichtigsten nuklearen Sicherheitsanforderungen gefährden könnten.

Reaktor 4 und Reaktor 3 wurden am 21. Februar bzw. 8. Juni 2020 für eine Reihe von geplanten Inspektionen des Graphitkerns vom Netz genommen. Das Unternehmen plant, die beiden Reaktoren in Hinkley für sechs Monate zu betreiben, für weitere Inspektionen zu pausieren" und, vorbehaltlich der Genehmigung durch die ONR, für einen zweiten Zeitraum von sechs Monaten Strom zu erzeugen. Es wird erwartet, dass in den 12 Monaten des Betriebs 8 TWh Strom erzeugt werden ...

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MiK macht Buh ...

17.03.2021 - Urenco: Ausstieg aus der Urananreicherung in NRW wäre "Politikum ersten Ranges"

Artikel von Andreas Wilkens aus www.heise.de

Im westfälischen Gronau reichert Urenco Uran an. Das wollen die Grünen stoppen. Nun hat sich das Unternehmen dazu geäußert.

Urenco, britischer Betreiber von Urananreicherungsanlagen, wehrt sich gegen Forderungen, die Niederlassung im westfälischen Gronau (UAG) so schnell wie möglich zu schließen. Dem stünden unter anderem verfassungsrechtliche Bedenken entgegen, auch sei Deutschland vertraglich gebunden. Dort auszuscheren wäre ein "Politikum ersten Ranges", heißt es in einer Urenco-Stellungnahme für eine Anhörung zu dem Thema im Wirtschaftsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags.

Nächstes Jahr geht zwar das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz, der Ausstieg aus dieser Form der Energiegewinnung wird damit aber noch nicht abgeschlossen sein. Um den Atomausstieg zu vollenden, strebt das Bundesumweltministerium an, die Anlage in Gronau sowie auch die Brennelementefabrik in Lingen zu schließen. Die Grünen fordern nun die NRW-Landesregierung auf , die Anlage zu schließen und die Exporte von Uran und abgereichertem Uran zu beenden.

Urenco weist darauf hin , dass der Bundestag vor zwei Jahren einen Gesetzentwurf der Linken für die Stilllegung der Anlagen in Gronau und Lingen abgelehnt habe. Aus Sicht des Unternehmens würde ein Ausstieg diverse im Grundgesetz festgelegte Grundrechte verletzen wie zum Beispiel die Eigentums- und die Berufswahlfreiheit. Aus völkerrechtlicher Sicht verhinderten Verträge eine Schließung der UAG bis 2042.

Deutschland würde an Ansehen verlieren

Deutschland würde aus dem Vertrag von Almelo mit den Niederlanden und Großbritannien aussteigen, in dem die drei Staaten vor gut 50 Jahren verabredet hatten, die Urananreicherung zu fördern. Damit würde Deutschland in Bezug auf seine Verlässlichkeit an Ansehen verlieren. Mit Frankreich, den USA und dem Joint-Venture-Partner Orano kämen weitere Betroffene hinzu; "das wäre ein Politikum ersten Ranges", wie es in der Urenco-Stellungnahme heißt. Angesichts streng geheimhaltungsbedürftiger Informationen würfe ein deutscher Rückzug auch Fragen der Nichtverbreitung und des Austauschs sensibler Daten und Technik auf, auch ginge Deutschland Know-how in dieser Technik verloren.

Ein weiterer Streitpunkt in der Anhörung ist der Export von abgereichertem Uran von Urenco nach Russland. Dieses enthalte etwa noch einen Anteil an U-235 von rund 0,1 bis 0,4 Gew-%. Dieser könne durch einen nochmaligen Anreicherungsprozess technisch und wirtschaftlich auf Natururanniveau angereichert werden und damit Natururan substituieren.

Risiko der Proliferation

Hier bekräftigte der Sachverständige Prof. Dr. Bernhard Wegener von der Uni Erlangen sein Gutachten, das er bereits für die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen verfasst hatte. Darin heißt es, die Genehmigung des Exports abgereicherten Urans nach Russland setze nach der EU-Sanktions-VO 833/2014 voraus, dass ein Risiko der militärischen Verwendung oder der Weitergabe an einen militärischen Endnutzer nicht besteht. Dieses Risiko sei aber nicht auszuschließen.

Urenco verweist darauf, dass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Exporte genehmigt habe. Es gebe dazu auch eine Endverbleibserklärung des russischen Unternehmens Tenex. Es habe zugesichert, das abgereicherte Uran verantwortungsvoll zu behandeln; das heißt, es werde nicht im Zusammenhang mit Waffen, als Munition oder für die Verletzung von Menschenrechten, sondern nur für zivile Zwecke eingesetzt.

Matthias Eickhoff von der Initiative Sofortiger Atomausstieg (Sofa) warnt in seiner Stellungnahme vor der Möglichkeit einer direkten Proliferation. Urenco habe laut Medienberichten den USA die Belieferung von Reaktoren des Betreibers TVA angeboten, die unter anderem Tritium für US-Atomsprengköpfe produzieren. Etwa die Hälfte des in Gronau produzierten Urans gehe in die USA. Zusätzlich verweist er auf die Entsorgungsproblematik hin, da in Gronau derzeit jährlich 4500 bis 5000 Tonnen Uranhexafluorid erzeugt würden.

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Merke: Eine britische Atomfirma mahnt, kurz nach dem Brexit, Deutschland zur Einhaltung eines 50 Jahre alten Knebelvertrags ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Die Suche in der reaktorpleite.de mit dem Suchwort 

     
  Urenco  
     

 

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

Gutachten zum Atommüll

05. Oktober 2020 - Uran-Exporte nach Russland offenbar illegal

Artikel von Jürgen Döschner aus www.tagesschau.de

Atommüllexporte von Gronau nach Russland sind hoch umstritten und womöglich illegal - so ein Rechtsgutachten, das dem WDR exklusiv vorliegt. Die Rückstände könnten für militärische Zwecke verwendet werden.

Für deutsche und russische Umweltschützer war schon immer klar: Der Export von sogenanntem abgereicherten Uran nach Russland ist illegal. Denn aus ihrer Sicht ist der Rückstand aus der Herstellung von Kernbrennstoff der Firma URENCO im westfälischen Gronau nichts anderes als Atommüll. Als solcher dürfte er nach deutschem Recht nicht ins Ausland exportiert werden.

Aus Sicht des Unternehmens - und der Genehmigungsbehörden sowie der Bundesregierung - handelt es sich jedoch keineswegs um Abfall, sondern um einen Wertstoff, da sich aus dem abgereicherten Uran theoretisch neue Produkte herstellen lassen - zum Beispiel, nach entsprechender Anreicherung, wieder Brennstoff für Atomkraftwerke ...

 

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06.06.2013 - Urananreicherung: Urenco an die Börse? NRW-Landesregierung: Hedgefonds-Beteiligung denkbar

Atomkraftgegner: „Urananreicherung ist kein Spielzeug“

Die niederländische Regierung erwägt in Abstimmung mit der Bundesregierung und der britischen Regierung einen möglichen Börsengang der Urananreicherungsfirma Urenco. Dies geht aus einem jetzt bekannt gewordenen Brief des niederländischen Finanzministers Jeroen Dijsselbloem vom 23. Mai an das niederländische Parlament hervor (s. Quellenangabe unten). Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland, Robin Wood und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) halten diese Pläne für unverantwortlich. Sie fordern von der Bundesregierung ein klares Veto gegen den freien Verkauf der Urenco und außerdem die sofortige Stilllegung der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau.

Dijsselbloem teilt in dem Brief mit, die parallele Vorbereitung eines Börsengangs („initial public offering“) und eines Privatverkaufs solle einen „maximalen“ Verkaufspreis erzielen. Damit konkretisierte Dijsselbloem Äußerungen von EON-Chef Johannes Teyssen, der vor seinen Aktionären Anfang Mai ein „offenes Bieterverfahren“ angekündigt hatte. EON und RWE halten das deutsche Drittel am Urenco-Konzern ...

 

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YouTube Kanal:

'Reaktorpleite' - 'Playlists' - 'Radioaktivität weltweit ...'

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube Kanal Reaktorpleite - US-Präsident Dwight D. Eisenhower erklärt zu seinem Abschied in klaren und deutlichen Worten wer und was MiK ist. - https://www.youtube.com/watch?v=gIlxAvaG6dY&list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5US-Präsident Dwight D. Eisenhower erklärt zu seinem Abschied in klaren und deutlichen Worten wer und was MiK ist.

 

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AtomkraftwerkePlag

 

URENCO

Weiterbetrieb trotz Atomausstieg

Dass die Bundesregierung die Atomanreicherungsanlage in Gronau nicht in ihre Atomausstiegspläne mit einbezogen hat, könnte daran liegen, dass sie vor der Kündigung internationaler Atomenergie-Verträge zurückschreckt. URENCO, Betreiber der Urananreicherungsanlage Gronau, wurde 1971 mit dem Vertrag von Almelo zwischen Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien gegründet. Die großbritannische und die niederländische Regierung besitzen jeweils ein Drittel Anteil an URENCO, die deutschen Energiekonzerne RWE und E.ON teilen sich das verbleibende Drittel zu je 50 % ...

 

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Studien und Stiftungsprofessuren

Bruno Thomauske, die RWTH Aachen und das Gorleben-Gutachten

Der Lehrstuhl Bruno Thomauskes – eines ehemaligen Leiters der Atomkraftsparte bei Vattenfall, der auch am Gorleben-Gutachten mitarbeite – an der Technischen Hochschule Aachen über Nuklearen Brennstoffkreislauf wurde laut "Spiegel" vom Energiekonzern RWE gesponsert. Über Thomauske war es den Energiekonzernen möglich, neue Fachkräfte für die Atomwirtschaft ausbilden zu lassen. So wurde an der RWTH Aachen im Wintersemester 2010/11 der neue Masterstudiengang "Nuclear Safety Engineering" eingerichtet. Beteiligt an der Lehre waren neben Thomauske Unternehmen wie AREVA, RWE und URENCO. Der Studiengang wurde bis 2018 angeboten ...

 

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Wikipedia

 

Lobbyismus

Lobbyismus, Lobbying oder Lobbyarbeit ist eine aus dem Englischen (lobbying) übernommene Bezeichnung für Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft, bei der einzelne Personen oder Interessengruppen („Lobbys“) – vor allem durch die Pflege persönlicher Verbindungen – die Exekutive, die Legislative zu beeinflussen versuchen. Außerdem wirkt Lobbying auf die öffentliche Meinung durch Öffentlichkeitsarbeit ein. Dies geschieht vor allem mittels der Massenmedien.

Der Begriff hat negative Konnotationen (Nebenbedeutungen), sodass Interessenverbände nicht unter diesem Begriff auftreten. Gängige Bezeichnungen für Lobbyarbeit sind zum Beispiel Public Affairs, politische Kommunikation und Politikberatung. Unternehmen und Organisationen unterhalten bisweilen ein Hauptstadtbüro oder eine Hauptstadtrepräsentanz, aber auch Büros bei den Landesregierungen.

Im Jahr 2006 führten Thomas Leif und Rudolf Speth in Analogie zur Bezeichnung Vierte Gewalt für die Massenmedien den Begriff Fünfte Gewalt für den Lobbyismus ein, was jedoch von anderen Autoren als übertrieben angesehen wird. Thilo Bode titelte zum Glyphosat-Skandal 2017 in den Blättern für Deutsche und internationale Politik, in der Ausgabe, Oktober 2018: „Lobbyismus 2.0: Der industriell-politische Komplex.“ ...

 

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Militärisch-industrieller Komplex

Popularität erlangte der Begriff durch den US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower, der in seiner Abschiedsrede vom 17. Januar 1961 ausdrücklich vor den Verflechtungen und Einflüssen des militärisch-industriellen Komplexes in den USA warnte. Eisenhower, der selbst einst Generalstabschef der Armee gewesen war, sah wie Mills den militärisch-industriellen Komplex als eine Gefahr für die demokratischen Institutionen und die Demokratie an. Durch die Einwirkung dieses Komplexes auf Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft könne die politische Führung veranlasst werden, Konflikte eher militärisch als politisch lösen zu wollen und damit als verlängerter Arm der Lobby der Rüstungsindustrie agieren ...

 

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Weiter zu: Zeitungsartikel 2021

 

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