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02. - 08. Februar 2021

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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08.02.2021 - Wahlen bei Online-Fachkonferenz: Bayern dominieren Endlagersuche

Mobilisierung und Wahlabsprachen machen's möglich: Landkreise aus Franken sicher sich viel Einfluss auf das Sucherverfahren fürs Atommülllager

Ein Atommüll-Endlager in Bayern? Das kommt aus Sicht der dort regierenden Parteien nicht in Frage. „Wir sind überzeugt, dass Bayern kein geeigneter Standort für ein Atomendlager ist“, heißt es im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern. Die für die Suche zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) sieht das allerdings anders: In ihrem Zwischenbericht vom vergangenen September erklärte sie weite Teile Bayerns für potenziell geeignet für ein Endlager.

Beim weiteren Suchprozess wollen die bayerischen Kommunen darum offenbar nichts dem Zufall überlassen. Bei der sogenannten Fachkonferenz Teilgebiete, auf der am Wochenende online über den weiteren Prozess der Endlagersuche diskutiert wurde, sicherten sie sich darum durch Absprachen und gezielte Mobilisierung zu den Wahlen viel Einfluss auf das weitere Verfahren. Das belegen E-Mails und Whatsapp-Nachrichten, die der taz vorliegen ...

 

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08.02.2021 - Kältewelle: Frankreich auf Stromimporte aus Deutschland angewiesen - Strompreise klettern

Münster - Die aktuelle Kältewelle in Deutschland schwappt weiter nach Frankreich und sorgt auch dort für eine steigende Stromnachfrage. In Folge der niedrigen Temperaturen klettern die Preise an der europäischen Strombörse auf breiter Front. Es gibt aber auch Profiteure.

In Frankreich wird vielfach mit Strom geheizt und bei einer Kältewelle steigt die Stromnachfrage mitunter so stark, dass die französischen Kraftwerke an ihre Grenzen kommen. Die aktuell hohe Nachfrage treibt zudem die Strompreise an den Börsen, wirkt sich in Deutschland aber gleichzeitig u.a. positiv auf das EEG-Konto aus. 

Frankreich trotz Atomkraftwerke auf Stromimporte angewiesen - Deutschland exportiert

Frankreich hat die meisten Atomkraftwerke in Europa und ist aktuell trotzdem auf Stromimporte angewiesen. Laut dem französischen Netzbetreiber RTE steigt der Leistungsbedarf heute in der Spitze auf über 80.000 MW ...

 

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08.02.2021 - Krumme Geschäfte in Zug: Wie ein früherer Wehrmachtsoffizier Indien und Südafrika beim Bau der Atombombe half

1988 erschütterte ein Atomskandal die Bundesrepublik Deutschland. Über ein weitverzweigtes Firmengeflecht wurde illegal angereichertes Uran nach Südafrika und schweres Wasser nach Indien geliefert. Die Spuren führten auch in den Kanton Zug.

Aufgeflogen ist der sogenannte Nukem-Skandal, als bekanntwird, dass Hempels Firmen Nukem und Transnuklear den Handel mit atomarem Material mit Schmiergeldern am Laufen halten. Die Medien nehmen die Geschäfte des angeblichen Textilkaufmanns genauer unter die Lupe. Fündig werden sie in der Schweiz, genauer gesagt in der Stadt Zug.

In Deutschland zieht der Nukem-Skandal immer weitere Kreise. Neben zwei verschwundenen Fässern mit Atommüll decken die Medien weitere dubiose Atomtransporte, Schmiergeldzahlungen und Manipulationen mit spaltbarem Material auf. Ein Untersuchungsausschuss des Bundestages macht sich im Oktober 1988 an die Aufklärung der dubiosen Transaktionen ...

 

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07.02.2021 - NATO-Beitrag übermittelt - Rüstungsausgaben in Rekordhöhe

Immer wieder gibt es in der NATO Streit um die deutschen Rüstungsausgaben, jetzt kann die Bundesregierung offenbar Rekordzahlen nach Brüssel übermitteln. Die Bundeswehr sieht sich laut einem Medienbericht dennoch "chronisch unterfinanziert".

Deutschland hat der NATO erneut Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe gemeldet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa übermittelte die Bundesregierung der Brüsseler Bündniszentrale für das laufende Jahr einen Betrag von 53,03 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2020 waren die Ausgaben zuletzt auf rund 51,39 Milliarden Euro beziffert worden ...

 

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06.02.2021 - Atommüllexpertin zu Bürgerbeteiligung: „Die Chance wurde vertan“

Ulrike Laubenthal war in der Vorbereitungsgruppe für den ersten Termin der Fachkonferenz Teilgebiete. Mit scharfer Kritik hat sie das Gremium verlassen.

taz: Frau Laubenthal, warum finden Sie ein Beteiligungsverfahren grundsätzlich wichtig?

Ulrike Laubenthal: Damit wir wirklich den bestmöglichen Standort finden. Dazu brauchen wir ein Verfahren, in dem viele Menschen mitdenken, Wissen und Erfahrung einbringen, Fehler suchen. Ein transparentes Verfahren, bei dem wir ausschließen können, dass nach politischer Macht statt nach geologischen Kriterien entschieden wird. Und ein gerechtes Verfahren, damit die, die es am Ende trifft, die Entscheidung auch akzeptieren können. Wir haben in Gorleben erlebt, wie es sich anfühlt, wenn der Staat einen Standort gegen den Willen der Bevölkerung durchsetzen will. So darf es nicht noch einmal laufen.

Die Auftaktveranstaltung zur Beteiligungskonferenz im Oktober hat viel Unmut hervorgerufen.

Ich würde es schärfer formulieren: Die Chance, eine gute Grundlage für die Fachkonferenz zu schaffen, wurde vertan. Am schwersten wiegt meiner Meinung nach, dass laut Ankündigung nur informiert und diskutiert, aber nichts entschieden werden sollte. Viele hatten sich deshalb gar nicht angemeldet, sondern die Veranstaltung auf Youtube verfolgt. Plötzlich sollte eine Arbeitsgruppe für die Vorbereitung des ersten Beratungstermins gewählt werden. Organisationen und Kommunen hatten keine Zeit, sich zu überlegen, wer kandidieren soll. Wegen technischer Schwierigkeiten konnten manche nicht kandidieren, andere nicht abstimmen. Wer über Youtube teilnahm, konnte beides nicht ...

 

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06.02.2021 - Nie wieder Atomwaffen!

Seit Jahrzehnten warnt die Friedensbewegung vor einem nuklearen Krieg. Einige ihrer Aktionen und Demonstrationen in Bildern

Der Atomwaffenverbotsvertrag wurde im Jahr 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedet, seit dem 22. Januar ist er in Kraft. Laut UN-Generalsekretär António Guterres stellt er eine »bedeutende Verpflichtung hin zu einer kompletten Elimination von Nuklearwaffen« dar. Peter Meurer, Präsident des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, hält ihn »für einen Sieg der Menschheit«. Der Vertrag verpflichtet die Staaten, »nie, unter keinen Umständen, Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen oder zu lagern«.
Ohne Deutschland

Der Vertrag wurde von 50 Staaten ratifiziert. Die Atommächte waren nicht dabei. Auch Deutschland hat den Vertrag bisher nicht unterschrieben. Gemeinsam mit den anderen NATO-Mitgliedern hielt man sich bei der Verabschiedung fern. Und Angela Merkel weigert sich beharrlich, den bereits 2010 gefassten Bundestagsbeschluss über den Abzug der US-Atombomben, die in Büchel in der Eifel lagern, umzusetzen ...

 

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Prozessbeginn vor 30 Jahren

06.02.2021 - Die Aufarbeitung des Hanauer Atommüllskandals

Betrug, Untreue, illegale Atommüll-Transporte – ab 1987 ermittelte die Staatsanwaltschaft Hanau gegen leitende Angestellte der Firma Transnuklear. Der Skandal zog auch politisch weite Kreise. Am 6. Februar 1991 begann der Versuch einer Aufarbeitung am Hanauer Landgericht.

Es war einer der ganz großen Skandale in der Geschichte der deutschen Atomenergiewirtschaft, dessen Aufarbeitung ab dem 6. Februar 1991 vor dem Landgericht Hanau versucht wurde: „Betrug, Untreue, Steuerhinterziehung, unerlaubter Umgang mit Kernbrennstoffen und umweltgefährdende Beseitigung von Atommüll, das ist die Palette der Vorwürfe, die die Hanauer Staatsanwaltschaft nach vier Jahren Ermittlungen erhebt.“

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl lag knapp fünf Jahre zurück, als in Hanau die mehr als 1.200 Seiten umfassende Anklageschrift verhandelt wurde ...

 

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Endlagersuche in Nordbrandenburg

06.02.2021 - Helle und der Atommüll

Ein Salzstock macht ihr Dorf zum möglichen Ort für ein Atommüllendlager. Bei der ersten bundesweiten Bürgerbeteiligungskonferenz zur Standortsuche möchten die Leute aus Helle mitbestimmen.

Deutschland sucht ein Atommülllager“, könnte das Motto dieses Wochenendes heißen, wenn die Sache nicht so ernst wäre. 27.000 Kubikmeter hochradioaktiver Müll müssen unter die Erde. Das Suchverfahren nach einem Standort soll partizipativ, transparent, selbsthinterfragend und lernend sein, so schreibt es das eigens hierfür geschaffene Standortauswahlgesetz vor. An diesem Wochenende beginnt mit der ersten „Fachkonferenz Teilgebiete“ der formelle Bürgerbeteiligungsprozess bei der Suche nach einem geeigneten Standort für ein Endlager für den bundesdeutschen Atommüll. Jeder soll sich beteiligen können, alle sollen mitgenommen werden, damit der soziale Frieden gewahrt bleibt.

Doch Gründe für Zweifel, dass es eine wirkliche Bürgerbeteiligung wird oder am Ende nur eine Show, gibt es viele. Einer ist der enge Zeitplan: Es geht um unvorstellbare eine Million Jahre, die der strahlende Müll sicher gelagert werden muss, aber alle fühlen sich gehetzt durch ein Verfahren, das mit Zeit geizt. Beteiligung aber braucht Zeit und lebendige Begegnung, die angesichts der Pandemie nicht möglich ist ...

 

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05.02.2021 - "Atomkraft verschlimmert die Klimakrise!"

Kann die Kernenergie uns dabei helfen, die Klimaziele zu erreichen? Der Herausgeber des World Nuclear Industry Status Report, Mycle Schneider, sagt nein und erklärt im DW-Interview die Gründe.

DW: Die Erderhitzung soll bei 1,5 Grad gestoppt werden. Welche Rolle kann die Atomkraft übernehmen?

Mycle Schneider: Wir müssen heute die Frage der Dringlichkeit an die erste Stelle stellen. Es geht darum, wie viel Reduktionen an Treibhausgasen kann ich wie schnell erreichen für jeden ausgegebenen Euro. Das heißt: Es ist die Kombination zwischen den Kosten und der Machbarkeit auf die schnellstmögliche Art und Weise.

Und wenn wir hier über Neubau von Stromerzeugungsanlagen reden, dann ist die Atomkraft schlicht ausgeschlossen. Nicht nur, weil sie heute die teuerste Form der Stromerzeugung ist, sondern vor allen Dingen, weil der Bau von Reaktoren sehr lange dauert. Das heißt: Jeder investierte Euro in neue Atomkraftwerke verschlimmert die Klimakrise, weil dieses Geld nicht für effizientere Klimaschutzoptionen zur Verfügung steht ...

 

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05.02.2021 - 1.200 Megawatt Leistung: Größter Akku der Welt steht bald in Australien

Um Strom aus erneuerbaren Energien speichern zu können, baut Australien den größten Akku der Welt – in einer früheren Kohlemine. Das System soll eine Leistung von 1.200 Megawatt haben.

Der auf erneuerbare Energien spezialisierte Fonds CEP-Energy hat am Freitag angekündigt, Anfang 2022 mit dem Bau einer 1.200-Megawatt-Anlage zu beginnen. Ein Jahr später soll der dann größte Akku der Welt an den Start gehen. Der Zwischenspeicher soll langfristig mit dazu beitragen, dass die bisherige Kohleregion Hunter-Valley schnell den Wandel zu umweltfreundlicher Stromerzeugung schafft ...

 

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05.02.2021 - Westinghouse unterzeichnet Lizenzvertrag für WWER-Brennstoff

Ein Vertrag über die Lizenzierung von WWER-1000-Brennstoff zwischen der Westinghouse Electric Company und dem Kernkraftwerk Kozludy wurde als wichtiger Schritt in der Diversifizierung der Energieversorgung Bulgariens bezeichnet. Die Vereinbarung umfasst die Entwicklung von Sicherheitsanalysen für die Lizenzierung und Implementierung von alternativem Kernbrennstoff für den Kozloduy-Block 5.

An der Unterzeichnungszeremonie nahm der bulgarische Premierminister Bojko Borissov teil, der die Diversifizierung als wesentliches Element der bulgarischen Bemühungen um die Stärkung der nationalen Sicherheit bezeichnete und den Bau zweier weiterer Reaktoren - der Blöcke 7 und 8 - in Kosloduj als äußerst wichtig für Bulgarien bezeichnete, da unser Land auf Kernenergie angewiesen ist, die im Green Deal der EU enthalten ist".

Der WWER-1000-Brennstoff von Westinghouse wird in sechs Kernreaktoren in der Ukraine verwendet, und auch für den Einsatz im tschechischen Temelín läuft ein Lizenzierungsverfahren.

Der bulgarische Ministerrat genehmigte im vergangenen Monat die vom Energieminister vorgelegten Pläne für den Bau eines siebten Blocks am Standort, wobei die von Russland gelieferte Ausrüstung für das seit 2012 suspendierte Belene-Projekt verwendet werden soll. Das Energieministerium hat Gespräche mit Westinghouse über den Bau eines solchen Blocks in Kozloduy geführt ...

Übersetzt mit https://www.deepL.com/translator (kostenlose Version)

 

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05.02.2021 - Raus aus dem Energiecharta-Vertrag!

Das Beispiel RWE zeigt, wie Konzerne mit internationalen Klagen versuchen, Klimamaßnahmen zu torpedieren, um Milliarden an Entschädigungen zu erhalten

Die Niederlande haben Ende 2019 ein Gesetz verabschiedet, welches die Verbrennung von Kohle ab 2030 verbietet. Nun zerrt der deutsche Energiekonzern RWE das Land vor ein internationales Schiedsgericht und fordert 1,4 Milliarden Euro Entschädigung, weil das RWE-Kraftwerk Eemshaven von dem Gesetz betroffen ist. Grundlage für die Klage ist der umstrittene Energiecharta-Vertrag, der es ausländischen Unternehmen einfach macht, die Kosten für Klimamaßnahmen in exorbitante Höhen zu jagen.

In Deutschland steigt RWE erst 2038 und nicht spätestens 2030 aus der Kohleverstromung aus – für das Erreichen der Pariser Klimaziele mindestens acht Jahre zu spät.

Bei den im November 2020 erfolgten Auktionen erhielt RWE für die Steinkohlekraftwerke Hamm und Ibbenbüren, die über eine vergleichbare Kapazität wie Eemshaven verfügen, 216 Millionen Euro für die sofortige Stilllegung. Aber aufgrund der absurden ECT-Schiedsgerichtsverfahren darf sich RWE wohl berechtigte Hoffnungen auf eine zehnstellige Entschädigungssumme machen ...

 

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05.02.2021 - Atomkraft: China will selbstentwickelten Reaktor zur Serienreife bringen

Chinas erste Eigenentwicklung im Atomkraftwerk Fuqing liefert nun kommerziell Strom. Betreiber CNNC will die Technik weltweit anbieten.

Im Atomkraftwerk Fuqing ist der erste von China selbst entwickelte Druckwasserreaktor nun am Netz. Der auch Hualong One genannte Reaktor vom Typ HPR1000 mache China nach den USA, Frankreich und Russland zum vierten Land weltweit, welches die Atomenergietechnik der dritten Generation beherrsche, teilte die Betreiberin China National Nuclear Corporation (CNNC) mit ...

 

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04.02.2021 - Studie: Atomkraft ist nicht nachhaltig und hilft nicht im Klimawandel

Österreich hat eine Expertin damit beauftragt, die Atomkraft mit Erneuerbaren Energien zu vergleichen. Sie kommt nach Studienstudium zu eindeutigen Schlüssen.

Atomkraft ist als Energiequelle nicht erneuerbar und kann auch nicht zur Erreichung der Klimaziele beitragen. In dieser Haltung sieht sich die österreichische Regierung nun durch eine Metastudie bestätigt. Diese Art der Energiegewinnung sei abzulehnen und sollte nicht Teil des Energiemix der Zukunft sein.

Atomkraft versuche als Energiequelle zwar weniger CO2-Emissionen als fossile Brennstoffe. Allerdings gibt es andere Energiequellen – erneuerbare Energieträger wie Sonne, Wind und Wasser – mit noch geringeren Treibhausgasemissionen. Deren Beitrag zum Klimaschutz werde auch nicht durch vergleichsweise hohe Risiken infrage gestellt.

Das ist eines der Ergebnisse der Studie der Umweltökonomin Professorin Sigrid Stagl , die für die österreichische Regierung die Atomkraft nach den Kriterien der EU-Taxonomie-Verordnung vornehmen sollte ...

 

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04.02.2021 - Strahlung, grenzenlos

Trotz Atomausstieg exportiert Deutschland Brennelemente an Risiko-Reaktoren im Ausland

Schon lange ist bekannt, dass der Betrieb überalterter Atomkraftwerke mit einem besonderen Risiko verbunden ist. Doch zehn Jahre nach Fukushima werden warnende Stimmen kaum noch wahrgenommen. Dabei sind sie nötiger denn je.

„Eine neue Ära des Risikos“ – so nennt die Umweltschutzorganisation Greenpeace unsere Gegenwart, da zwei Drittel aller weltweit im Betrieb befindlichen Atomreaktoren über 30 Jahre alt sind. 93 der alten Meiler stehen allein in Westeuropa. 16 davon haben das Alter von 40 Jahren überschritten. Das besondere Risiko der Altmeiler liegt in einer Kombination aus Materialversprödung, veraltetem Design, einer nachlassenden Sicherheitskultur und dem Risiko, dass unvorhergesehene Fehler oder Zwischenfälle gleichzeitig passieren, ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärkend zu einem Super-GAU führen können.

Lieferungen aus Lingen

Man könnte meinen, spätestens in knapp zwei Jahren, wenn die letzten deutschen Atommeiler vom Netz gehen, sei das Thema für uns erledigt. Weit gefehlt: Eine Havarie in einem der Nachbarländer würde natürlich auch Deutschland betreffen. Unfallszenarien zeigen eindrucksvoll, dass ein Super-GAU in der Schweiz, Frankreich und Belgien mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weite Teile der Bundesrepublik radioaktiv verseuchen würde. Ausgerechnet diese Länder werden aus Deutschland mit Brennelementen beliefert ...

 

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04.02.2021 - Studie stützt Klimaklage gegen RWE: Menschengemachte Emissionen verantwortlich für Gletscherflut-Risiko in Anden

Unabhängige wissenschaftliche Untersuchung von Forschern der Universitäten Oxford und Washington kommt zu klarem Ergebnis: Erwärmung, die in der Region oberhalb von Huaraz Gletscherschmelze verursacht, ist zu mehr als 85 Prozent auf Emissionen durch Menschen zurückzuführen

Wegen der auch in Peru grassierenden Corona-Pandemie kann derzeit die Beweisaufnahme vor Ort in dem Verfahren des Peruaners Saúl Luciano Lliuya gegen RWE vor dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm noch nicht wie beabsichtigt stattfinden. Dennoch kommt nun zusätzlich Bewegung in das Verfahren – und zwar von Seiten der Wissenschaft: Ein renommiertes Forscherteam hat erstmals auf Basis von Klimamodellen nachgewiesen, dass ein vom Gletschersee oberhalb von Huaraz in den Anden ausgehendes Flutrisiko fast ausschließlich auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen ist.

Der heute von Wissenschaftlern der University of Oxford und University of Washington veröffentlichte Artikel in der Fachzeitschrift Nature Geoscience zeigt laut einer Pressemitteilung der Universitäten auf, dass der Einfluss des Menschen auf die gemessene Erwärmung in dieser Region der Anden bei über 85 Prozent liegt ...

 

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04.02.2021 - Unerlaubte Brennelementexporte aus Lingen

Schreiben an Atomaufsicht Niedersachsen "Umweltminister Lies muss rechtsfreien Raum schließen" - Strafanzeige auch gegen Brennelement-Spediteure

In einem Brief an den niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies (SPD) fordern mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen und Verbände ein entschiedenes Eingreifen der Landes-Atomaufsicht gegen den Brennelementehersteller Framatome/ANF aus Lingen. Im Januar war bekannt geworden, dass Framatome/ANF im Dezember und Januar mehrfach Brennelemente in die Schweiz und nach Belgien ausgeführt hatte, ohne dass es vollziehbare Ausfuhrgenehmigungen gab. Deshalb sind inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück mehrere Strafanzeigen wegen des Verdachts auf unerlaubte Ausfuhr von Kernbrennstoffen (§328 StGB) anhängig, seit Dienstag auch gegen die beteiligten Brennelement-Spediteure DAHER und Orano NPS.

In dem Brief an Minister Lies beklagen die Initiativen und Verbände dessen bisherige Untätigkeit. Sie fordern unter anderem, dass der Minister die Öffentlichkeit über die Sachlage aufklärt ...

 

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04.02.2021 - Meldepflichtige Leckage im Atomkraftwerk Neckarwestheim

In Block II des baden-württembergischen AKW ist radioaktives Wasser ausgetreten; ohne Auswirkung auf Menschen oder die Umgebung, versichert Betreiber EnBW.

Im Atomkraftwerk Neckarwestheim im Kreis Heilbronn ist zwischenzeitlich radioaktives Wasser ausgetreten. Dadurch seien weder Menschen noch Umwelt beeinträchtigt worden, teilte das baden-württembergische Umweltministerium mit. Nach internationalen Kriterien (INES) handelt es sich um einen meldepflichtigen Vorfall von geringer sicherheitstechnischer Bedeutung.

Im Block II des AKW sei während eines routinemäßigen Rundgangs im Kontrollbereich an einer Armatur eines Abwasseraufbereitungssystems eine minimale Undichtigkeit festgestellt worden, bei der wenige Tropfen eines Konzentrats austraten, schildert Betreiber EnBW den Vorfall. Das bei dem Vorfall betroffene System verarbeitet die im Kontrollbereich anfallenden aufkonzentrierten radioaktiv belasteten Abwässer, sodass diese später weiter konditioniert werden können ...

 

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03.02.2021 - AKW Hinkley Point C - Britischer Meiler kostet mehr

Die Fertigstellung des AKW Hinkley Point C verzögert sich um ein weiteres halbes Jahr - das schmälert die erwartete Rendite. Die Renaissance der Atomkraft ist teuer erkauft.

Das AKW-Projekt Hinkley Point C soll die Renaissance der Atomkraft in Großbritannien einläuten und den ambitionierten Klimaschutz-Kurs der Londoner Regierung unterstützen. Doch nun gibt es dort erneut Probleme. Der französische staatliche Stromkonzern EDF, der die Reaktor-Doppelanlage des „EPR“-Typs mit einem chinesischen Partner baut, gab bekannt: Der Fertigstellung verzögert sich weiter und die Kosten steigen erneut. Als Grund nennt er die Folgen der Corona-Pandemie.

Der Beschluss zum Bau des neuen AKW in Englands Südwesten mit einer Leistung von 3200 Megawatt fiel 2016. Damals wurden die Kosten auf umgerechnet 21,5 Milliarden Euro geschätzt, inzwischen, nach mehreren Anpassungen, taxiert EDF das Projekt auf 27 Milliarden Euro ...

 

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03.02.2021 - Vertrauenssache Atommülllagersuche? BUND kritisiert digitale Ruckzuck-Beteiligung an unfertigem Zwischenbericht

Vertrauenssache Atommülllagersuche? BUND kritisiert digitale Ruckzuck-Beteiligung an unfertigem Zwischenbericht

Berlin. Kurz vor Beginn der ersten Sitzung der Fachkonferenz Teilgebiete blickt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit Sorge auf diesen Versuch der Öffentlichkeitsbeteiligung in Sachen Atommülllagersuche. Ab Freitag soll der von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) vorgelegte „Zwischenbericht Teilgebiete“ erörtert werden, der erstmals Gebiete ausweist, die nach einer ersten Bestandsaufnahme noch im Rennen sind um ein potentielles Atomlager. Grundsätzlich begrüßt der BUND, dass bei der Jahrtausendaufgabe die Öffentlichkeitbeteiligung nun beginnt. Doch die vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) geplante digitale Ruckzuck-Beteiligung an einem unfertigen Zwischenbericht wird den hehren gesetzlichen Zielen nach einem partizipativen, wissenschaftsbasierten, transparenten, selbsthinterfragenden und lernenden Verfahren nicht gerecht. Dem notwendigen Vertrauensaufbau in der Suche nach einem tiefengeologischen Lager für hochradioaktive Abfälle ist das nicht dienlich ...

 

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02.02.2021 - Zahl der Anlagen verdoppelt - Solarboom auf Eigenheim-Dächern

Keine andere Form der Stromerzeugung ist im vergangenen Jahr so stark gewachsen wie die Photovoltaik. Besonders beliebt sind die Solaranlagen bei Eigenheimbesitzern.

Noch nie wurden in Deutschland so viele Solaranlagen auf Eigenheim-Dächer gebaut wie im vergangenen Jahr. Wegen gesunkener Preise für die Module, einem gestiegenen Umweltbewusstsein sowie immer mehr Elektro-Autos gingen 2020 doppelt so viele Solarkraftwerke auf Dächern ans Netz wie im Vorjahr, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) mit.

Zusammen mit Freiflächen-Kraftwerken wurden 184.000 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 4,9 Gigawatt errichtet. Das sind fast 28 Prozent mehr als im Vorjahr und - gemessen an der installierten Leistung - fast das dreifache des Neubaus von Windrädern an Land. Es ist damit das stärkste Solarjahr seit 2012. Keine andere Energieform legte bei der Stromerzeugung stärker zu als die Photovoltaik, die 2020 mehr als zehn Prozent des Stromverbrauchs abdeckte ...

 

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02.02.2021 - Litschauer/Grüne: Kernenergie darf nicht an die Fördertöpfe des Green Deals kommen

Studie zeigt: Kernenergie nicht einmal als Übergangstechnologie geeignet

Wien (OTS) - „Kernenergie kann nicht einmal als Übergangstechnologie einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten und sollte komplett vom Green Deal ausgeschlossen werden. Das ist heute einmal mehr durch eine beeindruckende Studie im Auftrag des Klimaministeriums bestätigt worden“, sagt der Anti-Atom-Sprecher der Grünen, Martin Litschauer, zu den Ergebnissen der heute veröffentlichten Studie zur Klimarelevanz von Atomenergie. Studienautorin Prof. Sigrid Stagl von der Wirtschaftsuniversität Wien wurde vom Bundesministerium für Klimaschutz mit der Fragestellung betraut, inwieweit Kernenergie anhand der Kriterien der EU-Taxonomie-Verordnung einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet.

„Atomenergie erfüllt nämlich kein Kriterium einer nachhaltigen Energieform. Es ist ein ökologischer Irrsinn, in Zeiten der Wasserknappheit auf Atomenergie zu setzen. Die europäischen AKWs alleine verdampfen jährlich vier Mal die Menge des Neusiedlersees ...

 

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02.02.2021 - Ökostrom - Sicher durch die Dunkelflaute

Wenig Wind, kaum Sonne - im Januar schwächelten Windräder und Solaranlagen tagelang. Wie riskant ist das für die Stromnetze?

Artikel von Ralph Diermann aus www.sueddeutsche.de

Klimaschützer hatten zum Jahresbeginn gute Gründe zu feiern: Vattenfall schaltete sein Steinkohlekraftwerk im Hamburger Stadtteil Moorburg ab, und auch im Rheinland gingen einige Kraftwerksblöcke vom Netz. Doch ausgerechnet in diesen Tagen liefen viele andere Kohlekraftwerke im Land auf Hochtouren - als wollten sie noch einmal mit aller Kraft zeigen, was sie leisten können. Kraftwerksbetreiber Leag etwa meldete, dass seine Großanlagen in der Lausitz mit voller Auslastung arbeiten. Zusammen mit den Gaskraftwerken sicherten die Kohlemeiler in diesen Tagen die Stromversorgung in Deutschland.

Denn die Windräder und Photovoltaik-Anlagen schwächelten Anfang Januar sehr. Im ganzen Bundesgebiet und vor den Küsten herrschte Flaute, auch die Sonne ließ sich kaum blicken. Im Zeitraum zwischen dem Vormittag des 6. Januar und dem Morgen des 10. Januar zum Beispiel kamen die Windenergie an Land und auf See zusammen mit der Photovoltaik nicht über zehn Gigawatt Leistung hinaus - der Stromverbrauch lag in diesen Stunden aber zwischen 51 und 74 Gigawatt. Ein ähnliches Bild zeigte sich zwischen dem 15. und 17. Januar.

Was bedeutet das für den Kohleausstieg? Steigt das Blackout-Risiko, mit jedem Kraftwerk, das vom Netz geht? Schließlich kommt es gar nicht mal so selten vor, dass sogenannte Dunkelflauten auftreten - also dass Wind und Sonne über mehrere Tage hinweg großflächig ausbleiben und in der Folge kaum Ökostrom produziert wird. So hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) anhand von Wetterdaten der Jahre 1995 bis 2015 errechnet, dass die heimischen Windenergieanlagen an Land und auf See zusammengenommen durchschnittlich 13 Mal pro Jahr über mindestens 48 Stunden hinweg nur maximal zehn Prozent ihrer installierten Leistung ausschöpfen können. Rechnet man die Photovoltaik hinzu, sind es immerhin noch zwei mindestens zweitägige Perioden im Jahr, in der die Anlagen kaum Strom liefern.

"Wir brauchen zusätzliche Gaskraftwerke, die auch über eine längere Zeit Strom liefern können."

"Bislang hatten wir immer ausreichend Energiespeicher, die wir abrufen können, wenn wir Strom benötigen - Kohlehalden und Uranbrennstäbe etwa", sagt Albert Moser, Inhaber des Lehrstuhls für Übertragungsnetze und Energiewirtschaft der RWTH Aachen. Mit Kohle- und Atomausstieg gehen diese Speicher verloren. Seine Folgerung: "Wir brauchen zusätzliche Gaskraftwerke, die auch über eine längere Zeit Strom liefern können, wenn die erneuerbaren Energien dazu nicht in der Lage sind." Das sei kein Widerspruch zu Energiewende und Klimaschutz, weil statt fossilem Erdgas dort sukzessive auch CO₂-neutrale Gase eingesetzt werden könnten. Damit meint er vor allem Wasserstoff, der per Elektrolyse mit Ökostrom erzeugt wird.

Wie viele Gaskraftwerke nötig sind, um die Versorgungssicherheit nach dem Kohleausstieg zu gewährleisten, zeigt eine im Auftrag des Berliner Thinktanks Agora Energiewende erstellte Studie von Prognos, Öko-Institut und Wuppertal-Institut. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die installierte Leistung bis 2030 auf 43 Gigawatt und bis 2050 auf 73 Gigawatt wachsen muss. Laut Bundesnetzagentur sind derzeit fast 32 Gigawatt installiert. Ihrer Studie haben die Autoren zugrunde gelegt, dass bis zum Ende dieses Jahrzehnts fast alle Kohlekraftwerke vom Netz gehen werden - ein durchaus realistisches Szenario angesichts der erhöhten Klimaziele der EU. Philipp Litz, Projektleiter bei Agora Energiewende, ist überzeugt, dass die Zeit bis dahin ausreichen würde, um die nötigen Anlagen zu bauen. "Wir gehen davon aus, dass vor allem viele kleine, dezentrale Gasmotoren und -turbinen installiert werden. Das geht deutlich schneller als der Bau von Großkraftwerken."

Doch wer soll neue Anlagen bauen, wenn sie langfristig nur noch als Sicherheitsnetz für die erneuerbaren Energien benötigt werden? Einen Anreiz setzt die Strombörse: Sind die Gaskraftwerke gefragt, werden die Preise dort wegen der Stromknappheit hoch sein. Falls sich abzeichnet, dass diese Marktsignale nicht genügen, muss der Staat zusätzliche Hilfestellung geben - mit einer Prämie dafür, dass die Betreiber jederzeit Strom liefern können. "Betrachtet man die Energiewende als Ganzes, sind die Kosten für die Backup-Kapazitäten überschaubar", sagt Christoph Kost vom Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme (ISE). Er verweist zudem darauf, dass auch ohne Energiewende erheblich in den Kraftwerkspark investiert werden müsste, da viele Kohlekraftwerke überaltert sind.

Irgendwo in Europa herrschen immer gute Bedingungen, um Ökostrom zu produzieren

Zusätzliche Sicherheit schafft eine engere europäische Zusammenarbeit. Denn schließlich unterscheiden sich die Wetterverhältnisse innerhalb Europas erheblich. Ist zum Beispiel der Wind im Nordseeraum schwach, bläst er auf dem Balkan oftmals kräftig. Um dies auszunutzen, treibt die EU den europäischen Netzausbau voran, sodass mehr Strom über Grenzen hinweg fließen kann. Der Stromaustausch zwischen den europäischen Ländern wird stark zunehmen, prognostiziert Kost. "Das stärkt die Versorgungssicherheit, auch in Dunkelflauten."

Batteriespeicher dagegen helfen bei Dunkelflauten nicht, da sie recht schnell erschöpft sind. Anders dagegen das sogenannte Lastmanagement: Industriebetriebe können manche Prozesse in Zeiten verschieben, in denen viel Energie verfügbar und der Preis an der Strombörse daher niedrig ist. Agora-Experte Litz warnt davor, die Potenziale des Lastmanagements in Dunkelflauten zu unterschätzen. Allerdings sei der Anreiz für einen am Stromangebot ausgerichteten Betrieb der Anlagen noch zu gering, weil der Strom mit vielen Abgaben und Umlagen belegt ist. "Verbraucher spüren Schwankungen bei den Preisen an der Strombörse deshalb kaum", sagt Litz. "Das muss reformiert werden."

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Das Leben braucht die Energiewende ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Die Suche in der reaktorpleite.de mit dem Suchwort 

     
  Energiewende  
     

 

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

21. Januar 2020 - Strom- und Ölpreise: Wir lassen uns von der Umwelt subventionieren

Artikel von Ralf Volke aus www.rnd.de

  • Es scheint, als gäbe es im Bewusstsein vieler Verbraucher so etwas wie ein natürliches Recht, auf Kosten der Umwelt zu leben.
  • Dabei werden die Konsequenzen unseres gegenwärtigen Handelns in der Zukunft sichtbar sein.
  • Die Rohstoffe sind zu billig und der Ausstoß von CO₂ hat keinen nennenswerten Preis.

Kennen Sie den kleinen Aufdruck an manchen Zapfsäulen, auf denen die Preisgestaltung für einen Liter Benzin oder Diesel aufgeschlüsselt ist? Da ist nachzulesen, dass mehr als die Hälfte dessen, was der Autofahrer anschließend an der Kasse zu zahlen hat, im Beutel des Finanzministers landet.

Ohne diese künstliche Verteuerung, so die Botschaft, wäre der Sprit nicht einmal halb so teuer. Natürlich ärgert das viele Autofahrer. Denn eigentlich ist es ja nicht sonderlich fair, dass man für seinen Sprit mehr zahlen muss, als durch Ölförderung, Verarbeitung, Transport und Verkauf zu rechtfertigen wäre.

Oder hat diese Rechnung vielleicht einen Fehler?

Umweltschäden – nicht im Spritpreis enthalten ...

 

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19. August 2020 - Vorfahrt für die Energiewende!

Artikel von Dr. Alex Rosen aus www.ippnw.de

Es ist ein Kennzeichen guter Wissenschaft, unter dem Eindruck neuer Erkenntnisse Entscheidungen der Vergangenheit auf den Prüfstand zu stellen. Es gibt jedoch Diskurse, die so umfassend abgeschlossen wurden, dass man sie nicht alle paar Jahre wieder führen muss.

Ende 2022 wird in Deutschland der letzte Atomreaktor vom Netz genommen. Gleichzeitig hat die Bundesregierung nun den Ausstieg aus der Kohleverstromung beschlossen. Leider viel zu zögerlich, denn es braucht zügige Maßnahmen, um zumindest die schlimmsten Szenarien der Klimakatastrophe noch aufhalten zu können. Die Wucht, mit der sich unser Ökosystem in den kommenden Jahren verändern wird, ist selbst für sonst nüchterne Wissenschaftler beängstigend. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Atomindustrie erneut nach einem Ausstieg aus dem Ausstieg ruft. Nun da Wind- und Solarkraft die Kilowattstunde deutlich günstiger produzieren können als Atommeiler und das alte Kostenargument nicht mehr zieht, muss plötzlich das Klima als Begründung herhalten ...

 

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Energiewende - Ohne Kohle und Atom - geht uns der Strom aus? | Harald LeschOhne Kohle und Atom - geht uns der Strom aus? | Harald Lesch

 

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AtomkraftwerkePlag

 

Die Energiewende

Die Neuausrichtung der Energiepolitik und -wirtschaft in Deutschland, mit der zum ersten Mal ein großer Industriestaat seine fossil-atomare Energieerzeugung auf eine erneuerbare umstellt, wird international genau beobachtet. Als "Labor der Zukunft" und innovative Pionierleistung ist sie auch mit der US-Mondmission verglichen worden.

Ziel der Energiewende ist eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung, die mit einer Kombination von erneuerbaren Energien, intelligenter Energiespeicherung, Energiesparen und Effizienzsteigerung erreicht werden soll. Ein Gelingen der deutschen Energiewende würde belegen, dass Energieversorgung und Wohlstand auch ohne konventionelle Energiequellen möglich ist ...

 

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Wikipedia

 

Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk

Ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk oder Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk (kurz GuD-Kraftwerk) ist ein Kraftwerk, in dem die Abwärme eines Gasturbinenkraftwerkes in einem Dampfkraftwerk genutzt wird. Die Abgase der Turbine dienen dabei als Wärmequelle für einen nachgeschalteten Abhitzekessel, der wiederum als Dampferzeuger für die Dampfturbine wirkt.

Mit dieser kombinierten Fahrweise wird in den beiden thermodynamischen Kreisprozessen zusammen ein höherer Wirkungsgrad erreicht als mit getrennten Gasturbinen im offenen Betrieb und konventionell befeuerten Dampfkraftwerken. Kombikraftwerke gehören mit elektrischen Wirkungsgraden von bis zu 63,08 % zu den effizientesten konventionellen Kraftwerken ...

 

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Ökostrom

Mit dem Begriff Ökostrom werden üblicherweise Stromlieferverträge bezeichnet, mit denen ein direkter Geldfluss zwischen dem Abnehmer und Anbietern elektrischer Energie aus umweltfreundlichen erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Dies geschieht in Abgrenzung zu konventionell erzeugtem Strom aus Kernenergie und fossilen Energieträgern, wie hauptsächlich Kohle, Erdöl und Erdgas. Gleichbedeutende Begriffe sind Grünstrom und Naturstrom. Der wesentliche Nutzen eines Ökostromtarifs ist nicht die unmittelbare Senkung der CO2-Emissionen, sondern die Förderung von Investitionen in regenerative Technik ...

 

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Speicherkraftwerk

Ein Speicherkraftwerk bezeichnet im Rahmen der elektrischen Energietechnik und der Stromerzeugung einen großen Energiespeicher, in welchem elektrische Energie zwischengespeichert werden kann. Speicherkraftwerke wandeln elektrische Energie je nach Kraftwerkstyp in potenzielle Energie (Lageenergie), kinetische Energie, chemische Energie oder Wärmeenergie um, die in dieser Form eine bestimmte Zeit gespeichert werden kann und bei Bedarf wieder in elektrische Energie zurück konvertiert wird.

Bei der Speicherung und Rückgewinnung kommt es abhängig vom Kraftwerkstyp und Dauer der Speicherung zu einem Energieverlust, woraus sich der durchschnittliche Wirkungsgrad einer Anlage bestimmen lässt ...

 

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Weiter zu: Zeitungsartikel 2021

 

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