Newsletter II

08. - 14. Januar 2021

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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14.01.2021 - US-Zuschuss für rumänische SMR-Standortprüfung gewährt

Die rumänische Atomgesellschaft Societatea Nationala Nuclearelectrica (SNN) hat von der US-Handels- und Entwicklungsbehörde (USTDA) einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 1,28 Millionen US-Dollar erhalten, der für die Identifizierung potenzieller Standorte in Rumänien für kleine modulare Reaktoren verwendet wird. Die USTDA ist eine unabhängige Bundesbehörde, die sich darauf konzentriert, US-Unternehmen mit Exportmöglichkeiten in aufstrebenden Märkten zu verbinden.

Nuclearelectrica teilte mit, dass der USTDA-Zuschuss zur Finanzierung der Kosten für Dienstleistungen verwendet wird, die im Zusammenhang mit der Bereitstellung technischer Unterstützung für eine vorläufige Bewertung neuer potenzieller SMR-kompatibler Nuklearstandorte in Rumänien erforderlich sind, mit Ausnahme des bestehenden Standorts des Kernkraftwerks Cernavoda. Die Mittel werden auch für die Entwicklung einer Genehmigungs-Roadmap für SMRs verwendet ...

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Windenergie kommt

14.01.2021 - Russland nimmt größten Windpark des Landes in Betrieb

Die Nutzung der Windenergie nimmt auch in Russland an Fahrt auf und wird zu einem Baustein im Stromerzeugungs-Mix des Landes. Im Dezember 2020 ist in Russlnad der bisher größte Windpark in Betrieb gegangen.

Der Windpark Kochubeyevskaya in der Region Stavropol besteht aus 84 Windkraftanlagen, die installierte Leistung beträgt 210 MW. Gebaut wurde der Windpark von Novawind JSC, der zuständigen Abteilung für Windenergie im staatlich-russischen Rosatom-Konzern. Die Region Stavropol hat sich mittlerweile zu einem Schlüsselgebiet für die Nutzung der Windenergie in Russland entwickelt ...

 

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Deutsche Atombrennstäbe für alte AKWs

14.01.2021 - Kein Exportverbot mehr vor der Wahl

Trotz Zusage im Koalitionsvertrag wird die Belieferung ausländischer Alt-AKWs nicht unterbunden. Grund sind rechtliche Zweifel am geplanten Gesetz.

Es war eine klare Ansage, die Union und SPD im Koalitionsvertrag 2018 gemacht haben: „Wir wollen verhindern, dass Kernbrennstoffe aus deutscher Produktion in Anlagen im Ausland, deren Sicherheit aus deutscher Sicht zweifelhaft ist, zum Einsatz kommen“, heißt es da. Doch acht Monate vor der nächsten Bundestagswahl steht jetzt fest, dass aus diesem Versprechen nichts wird.

Gerichtet war es gegen die Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen. Von dort werden Atombrennstäbe in viele europäische Reaktoren geliefert, darunter auch sehr alte und störanfällige AKWs in Grenznähe. Der Versuch des SPD-geführten Umweltministeriums, die Fabrik komplett zu schließen, war früh am Veto des Wirtschaftsministeriums gescheitert ...

 

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14.01.2021 - Union macht Atomwaffen zu Koalitionsfrage „Nur wer da nicht wackelt, ist regierungsfähig“

Sind die Grünen in der Außen- und Sicherheitspolitik fürs Regieren gerüstet? Unionsfraktionsvize Johann Wadephul lobt ihre Entwicklung - und stellt eine Bedingung

Die Union hat ein Bekenntnis der Grünen zur Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland und zur Nuklearstrategie der Nato zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung der Ökopartei nach der Bundestagswahl erklärt. „Nur wer da nicht wackelt, ist regierungsfähig“, sagte Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU) dem Tagesspiegel.

Europa stehe einem atomar weit höher gerüsteten Russland gegenüber. Deshalb bleibe die nukleare Teilhabe Deutschlands „für die CDU/CSU unverzichtbar“. Die Grünen hätten dieses Konzept als Koalitionspartner unter Kanzler Gerhard Schröder (1998 bis 2005) mitgetragen. „Sie sollten es auch im Falle künftiger Regierungsbeteiligung so halten“, forderte der CDU-Politiker ...

 

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13.01.2021 - Fossile Elektrifizierung - Afrikas Ausbau Erneuerbarer Energien ist in Gefahr

Bis 2030 wird sich die Stromerzeugung auf dem gesamten afrikanischen Kontinent wohl verdoppeln – eigentlich eine gute Chance für den Ausbau Erneuerbarer Energien. Doch fossile Brennstoffe könnten den Energiemix weiterhin dominieren.

„Es ist unwahrscheinlich, dass Afrikas Strom in diesem Jahrzehnt grün wird“, urteilen Forscher der Oxford-Universität. Zwar werde sich die gesamte Stromerzeugung auf dem afrikanischen Kontinent verdoppeln, jedoch weiterhin fossile Brennstoffe den Energiemix dominieren. Das geht aus einer kürzlich im Fachmagazin Nature Energy veröffentlichen Studie hervor. Aus Sicht der Autoren gefährde diese Entwicklung die globalen Verpflichtungen zum Klimawandel.

Mithilfe einer hochmodernen Technik des maschinellen Lernens haben die Oxford-Wissenschaftler mehr als 2.500 in der Planung befindliche Kraftwerke und ihre Chancen auf eine erfolgreiche Inbetriebnahme untersucht. Das Ergebnis: Der Anteil von Erneuerbaren Energien – ohne Wasserkraft – an der afrikanischen Stromerzeugung bleibt im Jahr 2030 wahrscheinlich unter zehn Prozent ...

 

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13.01.2021 - Energiewende in Deutschland - Der Windkraftausbau stockt massiv

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland ist 2020 teils dramatisch zurückgegangen. Genehmigungen für Windkraftanlagen erreichen in vielen Ländern einen Tiefststand. Kritiker lasten das vor allem der Bundesregierung an.

Der Ausbau der Windenergie hat sich in Deutschland in vielen Ländern deutlich verlangsamt. Das hat eine Datenauswertung des SWR ergeben. Dafür wurden die Genehmigungen für Windräder in allen Bundesländern ausgewertet, die im Jahr 2020 der Bundesnetzagentur gemeldet wurden. Demnach wurde im Süden von Deutschland ein Tiefststand bei den Genehmigungen erreicht ...

 

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13.01.2021 - Landesregierung informiert über Deponierung von AKW-Bauschutt

Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) will heute darüber informieren, wie mit den nicht-radioaktiven Abfällen umgegangen werden soll, die beim geplanten Abriss der drei Atomkraftwerke in SH anfallen.

Laut einem Gutachten des Energiewendeministeriums kommen für eine Lagerung die Deponiestandorte Wiershop (Kreis Herzogtum Lauenburg), Lübeck-Niemark, Johannistal in Gremersdorf (Kreis Ostholstein) und Harrislee (Schleswig-Flensburg) in Betracht. Die Deponien in Großenaspe und Damsdorf/Tensfeld (Kreis Segeberg) sowie Schönwohld bei Kiel hat die Regierung aus Kapazitätsgründen bereits ausgeklammert. Insgesamt hatten Experten sieben Deponien in Schleswig-Holstein untersucht. Grundsätzlich seien alle für die Abfälle geeignet ...

 

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12.01.2021 - Umweltausschuss berät über Volksbegehren zum EURATOM-Ausstieg

ExpertInnen-Hearing bestärkt Argumente gegen das Anliegen - Gewessler lehnt indirekte EU-Austrittsdebatte ab

Mit einem ExpertInnen-Hearing begann der Umweltausschuss heute seine Beratungen über das Volksbegehren zum Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag (347 d.B.). Mit 100.482 Unterschriften hat dieses Volksbegehren die 100.000er-Hürde zur Behandlung im Nationalrat knapp übersprungen.

Mit seiner Mitgliedschaft finanziere Österreich die Europäische Atomgemeinschaft aus Steuergeldern mit, kritisieren die InitiatorInnen. Atomenergie sei aber nicht sicher und daher abzulehnen. Konkret wird etwa auf drohende katastrophale Auswirkungen von Atomunfällen auf Umwelt und Gesundheit sowie das Problem der Atommülllagerung hingewiesen. Eine Mitgliedschaft bei EURATOM mache für Österreich als Land ohne Atomkraftwerk zudem keinen Sinn, machen die UnterzeichnerInnen geltend. Sinnvoller wäre es ihrer Meinung nach, die aktuell zu leistenden Zahlungen für Forschung in alternative Energiegewinnung oder die Förderung von E-Autos, E-Bikes und Gebäudedämmung zu verwenden ...

 

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12.01.2021 - Empörung über Brennelement-Transport: Atomexport trotz Widerspruch

Im Dezember wurden von Lingen Brennelemente ins Schweizer AKW Leibstadt geliefert. Über die Genehmigung wird gerade vor Gericht gestritten.

Es ist ein Vorgang, der auch langjährige Beobachter der Atomszene in Deutschland ziemlich überrascht: Aus der Brennelemente-Fabrik im niedersächsischen Lingen sind im Dezember zwei Transporte ins Schweizer AKW Leibstadt durchgeführt worden, obwohl gegen die Exportgenehmigung durch den BUND Widerspruch eingelegt worden war. Über diesen wird derzeit vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt verhandelt.

Nach Auskunft des klagenden BUND Baden-Württemberg hat der Widerspruch aufschiebende Wirkung. Das habe auch das für die Genehmigung zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Verfahren erklärt. Damit sei der Export rechtswidrig erfolgt, sagte Geschäftsführer Stefan Auchter der taz. Er kündigte an, Strafanzeige gegen den Exporteur zu stellen. Nach § 328 des Strafgesetzbuchs drohen beim ungenehmigten Export von Kernbrennstoffen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe ...

 

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Energiewende-Projekt „HyDeal“

12.01.2021 - Mega-Projekt soll grünen Wasserstoff von Spanien nach Deutschland bringen

Unternehmen aus Spanien, Frankreich und Deutschland arbeiten an einer schnellen, länderübergreifenden Produktion grünen Wasserstoffs. Gerade die Bundesrepublik würde profitieren.

Ohne klimaneutralen Wasserstoff können die Stahl- und die Chemieindustrie den Weg zur Klimaneutralität nicht bewältigen. Doch klimaneutralen Wasserstoff gibt es bislang nur in homöopathischen Dosen zu hohen Preisen. Politik und Wirtschaft sind sich einig, dass sich das rasch ändern muss.

Das Projekt „HyDeal“ will dazu einen erheblichen Beitrag leisten. Ziel ist es, große Mengen an grünem Wasserstoff aus Spanien zu wettbewerbsfähigen Preisen zu Abnehmern in Spanien, Frankreich und Deutschland zu bringen ...

 

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12.01.2021 - Julia Herr: Atomenergie darf keine Zukunft haben!

Regierung säumig beim Ausbau erneuerbarer Energie – Kampf gegen Atomkraft viel zu lasch

„Atomenergie ist eine Hochrisikotechnologie, viel zu gefährlich und kann keine Alternative zu fossilen Energieträgern sein. Die Zukunft heißt erneuerbare Energie, umso rascher muss deren Entwicklung und Ausbau erfolgen, doch da ist Ministerin Gewessler mehr als säumig“, kritisiert SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr anlässlich des heute stattfindenden Hearings zum EURATOM-Ausstieg-Volksbegehren im Umweltausschuss des Nationalrates. „Die SPÖ steht für eine konsequente Anti-Atom-Politik, leider sehen wir aber drei vordringliche offene Punkte, die die Regierung diesbezüglich rasch abarbeiten muss. Es sind dies neben einer Forcierung der erneuerbaren Energie, die Optimierung der Energieeffizienz sowie ein europäischer Plan im Umgang mit Krisen-AKWs bzw. der Einsatz für den europaweiten Atom-Ausstieg“, konkretisiert Herr ...

 

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Nachtigall, ick hör dir trapsen ...

11.01.2021 - Koordinierungsstelle für Rückholung der Asse-Fässer

Das Land schafft eine Koordinierungsstelle zur Vorbereitung einer Rückholung der rund 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dem maroden Bergwerk Asse. Das hat die Landesregierung am Montag beschlossen. Als Gesamtkoordinator soll der Leiter der Atomaufsicht und des Strahlenschutzes im niedersächsischen Umweltministerium die neue Koordinierungsstelle leiten. Aktuell ist dies Andreas Sikorski.

Bis 1978 wurde unter dem Deckmantel der Forschung Atommüll in dem Bergwerk im Kreis Wolfenbüttel entsorgt. Erst 2008 erfuhr das Umweltministerium offiziell vom Eindringen von Wasser in die Schachtanlage bei Remlingen und der Gefahr einer radioaktiven Belastung der Umgebung. Das führte zum Plan, die Fässer nach vielen Jahrzehnten wieder an die Erdoberfläche zu holen. Inwiefern dies technisch am Ende machbar sein wird, muss sich noch zeigen ...

 

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11.01.2021 - Kälte: Frankreich wieder einmal am Rand des Strom-Blackouts

Alle Jahre wieder wird die Bevölkerung im Atomstromland zum Stromsparen aufgefordert, weil der altersschwache Atompark an die Kapazitätsgrenze kommt

Als zum vergangenen Wochenende der Stromverbrauch in Frankreich anstieg, forderten der staatliche Energieversorger Electricité de France (EDF) und der Netzbetreiber RTE die Bürger - wieder einmal - auf, Strom zu sparen. RTE twitterte am vergangenen Donnerstag, dass die Franzosen ihren Stromverbrauch vor allem am Freitag senken sollten.

Damit solle das "Risiko von Netzabschaltungen" verhindert werden, da die Temperaturen auf minus 4 und 4,5 Grad Celsius sinken würden.

Das passiert alle Jahre wieder. Auch im vergangenen Jahr schrammte das Atomstromland am Blackout vorbei. Noch immer werden etwa 75% des Stroms in altersschwachen Atomkraftwerken produziert. Ganz eng wurde es in einer heftigen Kältewelle vor fast genau drei Jahren. Auch diverse Medien berichten, dass die Stromproduktion in den Atommeilern kaum noch ausreiche, um den Strombedarf zu decken ...

 

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11.01.2021 - UK HPR1000-Design für öffentliche Kommentierung geöffnet

Die britische Umweltbehörde (EA) hat ihre bisherige Bewertung des britischen Druckwasserreaktors Hualong One (UK HPR1000) veröffentlicht und bittet die Öffentlichkeit um Kommentare zu diesem vorgeschlagenen neuen Reaktordesign. Der UK HPR1000 ist das Hualong One-Design, das General Nuclear Services (GNS) - eine Tochtergesellschaft von EDF und China General Nuclear (CGN) - für ein mögliches neues Kernkraftwerk in Bradwell, England, vorschlägt.

Zusammen mit dem Office for Nuclear Regulation (ONR) bewertet die EA die Zulässigkeit neuer Kernkraftwerkskonzepte in einem Prozess, der Generic Design Assessment (GDA) genannt wird. General Nuclear System Limited, das für die China General Nuclear Group und EDF handelt, begann im September 2017 mit der Einreichung des britischen HPR1000-Designs sowohl bei der EA als auch bei der ONR. Dies folgte einer Aufforderung der Regierung an die Aufsichtsbehörden, eine GDA des Entwurfs zu beginnen ...

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Wetterextreme

11.01.2021 - Überraschende Erklärung: Wie Luftverschmutzungen gefährliche Gewitter auslösen

Weltweit gelangt Staub aus anthropogenen und aus natürlichen Quellen in die Atmosphäre. Wie diese Partikel heftige Gewitter triggern, haben MIT-Forscher jetzt anhand einer Simulation in Erfahrung gebracht.

Schon lange wissen Forscher aus Beobachtungen der Erdatmosphäre, dass Gewitter bei verschmutzter Luft und hohen Aerosol-Konzentrationen häufiger auftreten und stärker ausfallen als unter vergleichbaren klimatischen Bedingungen mit sauberer Atmosphäre. So gibt es mehr Blitzeinschläge entlang von Schifffahrtsrouten, denn Frachter geben große Mengen an Partikeln in die Atmosphäre ab. Als Vergleich ziehen Wissenschaftler den umgebenden Ozean ohne Schiffe heran. Und heftige tropische Gewitter bauen sich meist über dem Land auf, wo durch natürliche oder anthropogene Quellen viele Teilchen in der Luft sind. Welche Mechanismen hinter diesem Zusammenhang stecken, war bislang aber unbekannt ...

 

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Marine Biomasse

10.01.2021 - Atomkrieg - Kann das Meer die Menschheit mit Nahrung versorgen?

Ein nuklearer Winter würde zu einem Einbruch der landwirtschaftlichen Erträge führen. Eine Studie hat nun untersucht, ob die Fischerei nach einem Atomkrieg eine Nahrungsmittelknappheit verhindern könnte.

Barcelona (Spanien). Laut Daten der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) existieren auf der Erde derzeit etwa 13.400 Atomwaffen. Ein Großteil (93 %) davon gehören den U.S.A. (5.800) und Russland (6.375), die übrigen Atomwaffen gehören China (320), Frankreich (290), Großbritannien (215), Indien (150) Israel (90), Pakistan (160) und Nordkorea (30). Die ICAN schätzt, dass 4.000 dieser Sprengköpfe jederzeit einsatzbereit sind, 1.800 Sprengköpfe können ihre Ziele innerhalb weniger Minuten erreichen.

Eine Studie zeigte kürzlich, dass selbst ein lokaler Atomkrieg zwischen Indien und Pakistan etwa 125 Millionen Menschen unmittelbar töten würde. Außerdem würde der in die Erdatmosphäre aufsteigende Ruß zu einem nuklearen Winter führen, in dem die Erträge der Landwirtschaft einbrechen ...

 

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10.01.2021 - Ex-Verteidigungsminister: Biden soll Atomwaffen-Befugnis einschränken

Das derzeitige System gebe dem Präsidenten die „gottähnliche Macht, in nur einem Augenblick eine globale Zerstörung anzurichten“, sagte William Perry.

In der Debatte um die Macht des US-Präsidenten über die Atomwaffen des Landes hat der frühere Verteidigungsminister William Perry eine Reform des bisherigen Systems gefordert. Sobald der künftige US-Präsident Joe Biden vereidigt sei, sollte dieser verkünden, „seine Befugnis zur Nutzung von Atomwaffen mit einer ausgewählten Gruppe im Kongress zu teilen“, schrieb Perry in einem gemeinsamen Gastbeitrag mit dem Politikexperten Tom Collina.

Perry und Collina nannten es „überholt, unnötig und extrem gefährlich“, dass in den Vereinigten Staaten der Präsident noch immer die alleinige Kontrolle über das Atomwaffenarsenal habe ...

 

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Spionage

10.01.2021 - Wien als "kleiner Nordkorea-Hotspot"

Österreich gilt seit Jahrzehnten als zentraler Standort für Nordkoreas Spione in Europa. Ein Politikwechsel der USA gegenüber dem kommunistischen Regime könnte sich auch in Wien niederschlagen.

Es ist ein eigenwilliges Verhältnis, das der scheidende US-Präsident Donald Trump zu Nordkoreas Diktator Kim Jong-un pflegte. Voller Schmeicheleien waren die Briefe, die sich die beiden schrieben, immer wieder wartete Trump mit Lob für den Machthaber auf. Und auch so manche Drohung konnte den Eindruck nicht verscheuchen, dass Trump dem Nordkoreaner wohlgesinnt war.

Eine härtere Gangart könnte nun der künftige US-Präsident Joe Biden einleiten. "Gegenüber Nordkorea wird es wohl einen Politikwechsel geben. Die Amerikaner werden das Land wieder verstärkt kritisch beobachten", sagt der Nachrichtendienst- und Sicherheitsexperte Thomas Riegler.

Dieser Kurswechsel könnte sich auch in Österreich bemerkbar machen. Bereits vor Jahrzehnten haben nordkoreanische Spione in Wien Wurzeln geschlagen. Mehrere Indizien deuten darauf hin, dass die Verbindungen bis heute nicht gekappt wurden ...

 

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09.01.2021 - Kritische Infrastruktur: Massive Probleme im europäischen Stromnetz

Das europäische Stromnetz hatte gestern mit größeren Problemen zu kämpfen. Eine Region wurde abgetrennt, teils kam es zu Stromausfällen.

Am 8. Januar gegen 14:05 Uhr kam es zu einer Frequenzabweichung von rund 250 mHz im synchronisierten europäischen Hochspannungs-Stromnetz, teilte der Netzbetreiber Amprion auf Twitter mit. In der Folge sei die Region Südosteuropa vom europäischen Verbundnetz getrennt worden. Insgesamt soll der Strom von drei Kraftwerken in Rumänien gefehlt haben.

Das europäische Hochspannungsstromnetz reicht im Norden bis Dänemark und südlich von Marokko bis in die Türkei und wird auf 50 Hz synchronisiert. "Frequenzabweichungen kommen immer vor, weil nie genauso viel Strom erzeugt wird, wie aktuell verbraucht wird", sagte Energieversorgungsexperte Felix Stöckmann zu Golem.de. Diese könnten meist schnell ausgeglichen werden. Gelinge dies jedoch nicht oder werde die Abweichung in angeschlossenen Netzen zu groß, müssten diese abgetrennt werden. Es könne zu Stromausfällen in Teilnetzen kommen, im schlimmsten Fall zu einem europaweiten Stromausfall ...

 

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09.01.2021 - Deutschland sucht den Superschacht

Die wuchtigen Gründe für die Atomenergie sind weg. Geblieben sind die sachlichen Reste des Atomprogramms – und der strahlende Müll

Im Herbst 2020 sorgt der Zwischenbericht der für die Suche nach einem atomaren Endlager eigens geschaffenen Behörde für öffentliche Aufregung in Deutschland. Für kurze Zeit rückt der Umstand aus dem expertenmäßigen Hinter- in den öffentlichen Vordergrund, dass die Nation ja seit geraumer Zeit schon eine endgültige Deponie für den radioaktiv strahlenden Müll sucht, den ihre Atomwirtschaft hinterlassen hat und einstweilen immer noch produziert ...

 

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Geld für Endlager

09.01.2021 - Eine „Atom-Prämie“ für Gemeinden erregt Unmut

In Tschechien winkt jetzt 53 Gemeinden, die von der Suche nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager betroffen waren und sind, Geld vom Staat. Das sorgt nicht nur dort für Unmut und Ablehnung, sondern auch bei Oberösterreichs Atomgegnern. Das sei „Bestechungsgeld“ anstelle von Mitsprache und Transparenz.

Das Atommüll-Endlager, in dem dauerhaft die hoch radioaktiven Abfälle aus den tschechischen Atomkraftwerken Temelín und Dukovany 500 Meter unter der Erde gelagert werden sollen, soll im Jahr 2065 in Betrieb gehen. Der endgültige und ein Ersatzstandort sollen bis 2030 ausgewählt werden. Aktuell gibt es vier Kandidaten, darunter einen Standort gleich südlich des AKW Temelín, der Oberösterreich am nächsten wäre.

Standortsuche seit 17 Jahren

Die Standortsuche wird in Tschechien selbst schon seit 17 Jahren von Protesten begleitet. Nun soll offenbar Geld für Ruhe sorgen: 53 Gemeinden, die von der bisherigen Suche betroffen waren, winkt je eine Million Kronen, ungefähr 38.200 €. Weit mehr Geld bekämen dann die tatsächlich gekürten Standortgemeinden ...

 

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09.01.2021 - Französische Atomaufsicht kritisiert Erdbebensicherheit von AKW Cattenom

Die französische Atomaufsichtsbehörde hat erneut die mangelhafte Erdbebensicherheit des Atomkraftwerks Cattenom kritisiert. Die Behörde hat den Betreiber EDF aufgefordert, das Problem zu beheben. Bei einem Erdbeben wäre die Stromversorgung der vier Reaktoren nicht gesichert. Die Atomaufsicht hat dieses Problem schon mehrmals kritisiert und technische Nachbesserungen gefordert, zuletzt im Dezember. Schwierigkeiten gab es auch bei der Inspektion von Reaktor 2. Bei den Arbeiten, die doppelt so lange dauerten wie geplant, gab es von April bis September 12 Zwischenfälle, so die Atomaufsicht. In diesem Jahr steht die Zehnjahresinspektion von Reaktor 3 an. Der Betreiber EDF will die vier Reaktoren des Atomkraftwerks Cattenom noch weitere 20 Jahre am Netz halten.

 

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08.01.2021 - Energieversorgung - Droht Frankreich ein Blackout?

Im Nachbarland wird der Strom knapp. Wegen der Coronakrise sind immer mehr Atomkraftwerke außer Betrieb.

Nein, versichert der französische Stromlieferant RTE: „Es sind keine Stromunterbrechungen vorgesehen.“ Dennoch hat das Tochterunternehmen des großen Staatskonzerns Electricité de France (EDF) am Freitag an die Bürger:innen appelliert, Strom zu sparen. Zwischen sieben und 13 Uhr sollten sie Lichter löschen, Waschmaschinengänge vertagen oder unbenutzte Internetzugänge kappen. Wer das Haus verlässt, solle die Heizung auf 17 Grad runterfahren ...

 

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08.01.2021 - BUND-Widerspruch gegen Brennelementeexport für das belgische Atomkraftwerk Doel

Einspruch hat aufschiebende Wirkung

Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat jetzt Widerspruch gegen die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zugunsten der Advanced Nuclear Fuels GmbH im März 2020 erteilte Genehmigung zur Ausfuhr von 52 Urandioxid-Brennelementen an die belgische Kerncentrale Doel mit dem Bestimmungsort Block 1 und 2 des Atomkraftwerks Doel eingelegt. Da ein Sofortvollzug der angegriffenen Genehmigung nicht angeordnet wurde, kommt dem Widerspruch eine aufschiebende Wirkung zu. Der Transport von Brennelementen aus dem niedersächsischen Lingen zum AKW Doel ist damit zunächst untersagt.

„Ganz NRW wäre von einem Atomunfall der Pannen-Reaktoren in Doel betroffen“, sagte BUND-Landesvorstandsmitglied Klaus Brunsmeier. „Atomkraft ist unbeherrschbar, und deswegen setzen wir uns konsequent für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen ein.“

In seiner 26-seitigen Widerspruchsbegründung geht der BUND detailliert auf die Gefährlichkeit der beiden Reaktoren Doel 1 und Doel 2 ein ...

 

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08. Januar 2021 - Europäische Organisation für Zusammenarbeit bei der Abfallentsorgung gegründet

Artikel aus www.world-nuclear-news.org

Die Europäische Organisation für die Entwicklung von Endlagern (ERDO) wurde gestern von Dänemark, Norwegen und den Niederlanden ins Leben gerufen, weitere Länder werden voraussichtlich bald beitreten. Ziel der Organisation ist es, dass die Mitgliedsländer zusammenarbeiten, um die gemeinsamen Herausforderungen bei der sicheren Entsorgung langlebiger radioaktiver Abfälle anzugehen, einschließlich der Einrichtung gemeinsamer multinationaler geologischer Endlager.

Vor der Gründung arbeiteten die nationalen Organisationen in den vergangenen 10 Jahren in der ERDO-Arbeitsgruppe zusammen. Diese wurde mit Unterstützung von 10 Mitgliedsstaaten im Jahr 2009 gegründet, nachdem umfassende Machbarkeitsstudien (die SAPPIER-Projekte) zur multinationalen Endlagerung in Europa durchgeführt wurden, die von der Arius Association organisiert und von der Europäischen Kommission finanziert wurden. Vierzehn europäische Länder waren an SAPPIER beteiligt und 13 sind oder waren in den letzten zehn Jahren an der Arbeit von ERDO beteiligt.

ERDO wurde gestern in Vlissingen, Niederlande, offiziell durch die Unterzeichnung der Satzung durch Dansk Dekommissionering (Dekom) aus Dänemark, Norsk Nukleær Dekommisjonering (NND) aus Norwegen und die Zentralorganisation für radioaktive Abfälle (Covra) aus den Niederlanden gegründet.

Weitere Organisationen aus der Arbeitsgruppe werden dem Verband in den kommenden Wochen beitreten. Dazu gehören Sloweniens Agentur für die Entsorgung radioaktiver Abfälle, Österreichs Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, Italiens ENEA und Kroatiens Fond-NEK.

Der neue Verband wird es den Organisationen ermöglichen, enger zusammenzuarbeiten, indem sie Wissen austauschen, gemeinsame Projekte durchführen und multinationale Abfallmanagementlösungen international fördern.

Das Verbandssekretariat befindet sich im Covra-Büro in Nieuwdorp. Die Gründungsvorstandsmitglieder sind: Ewoud Verhoef von Covra (Präsident), Ole Kastbjerg Nielsen von Dekom (Vizepräsident) und Håvard Kristiansen von NND (Schatzmeister).

Übersetzt mit https://www.deepL.com/translator (kostenlose Version)

 

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Hintergrundwissen

 

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European Repository Development Organisation

ERDO working group

ERDO Working Group - PDF Datei

Mitgliedsländer sind: Österreich, Dänemark, Niederlande, Polen, Kroatien, Italien, Norwegen und Slovenien.

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Europäische Atommüll-Organisation!

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Die Suche in der reaktorpleite.de mit dem Suchwort 

     
  Endlager  
     

 

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

Gutachten zum Atommüll

05. Oktober 2020 - Uran-Exporte nach Russland offenbar illegal

Atommüllexporte von Gronau nach Russland sind hoch umstritten und womöglich illegal - so ein Rechtsgutachten, das dem WDR exklusiv vorliegt. Die Rückstände könnten für militärische Zwecke verwendet werden.

Für deutsche und russische Umweltschützer war schon immer klar: Der Export von sogenanntem abgereicherten Uran nach Russland ist illegal. Denn aus ihrer Sicht ist der Rückstand aus der Herstellung von Kernbrennstoff der Firma URENCO im westfälischen Gronau nichts anderes als Atommüll. Als solcher dürfte er nach deutschem Recht nicht ins Ausland exportiert werden ...

 

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29.05.2015 - Atommüll-Endlager als Geschäftsmodell

 ...  Senator Sean Edwards, verspricht den Australiern, sie könnten die "Saudis of the South" werden, wenn sie sich dazu entschließen, anderen Ländern ihren Atommüll gegen Geld abzunehmen. Edwards rechnet dabei mit hohen Milliardeneinnahmen, die er dazu einsetzen will, Staatsschulden abzubauen und Steuern zu senken ...

 

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YouTube Kanal:

'Reaktorpleite' - 'Playlists' - 'Radioaktivität weltweit ...

Atommülllager Mayak DW-TV: Atommülllager im russischen Majak

 

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atommüllreport

 

Endlagerung

Hintergrund

Die Bilanz nach 50 Jahren Endlagerpolitik in Deutschland fällt nüchtern aus: Zwei havarierte Salzstöcke, ein dritter, der seit 40 Jahren heftig umstritten und geologisch ungeeignet ist und ein altes Erzbergwerk, dessen Umbau zu einem Atommülllager erhebliche Probleme mit sich bringt. Mit zwei Standorten beschäftigten sich bereits Parlamentarische Untersuchungsausschüsse, der niedersächsische Landtag 2009 - 2012 mit der ASSE II und der Deutsche Bundestag 2010 - 2013 mit Gorleben. Bei der Wismut in Sachsen und Thüringen werden die Halden und Absetzbecken einfach als oberflächennahe, dauerhafte Abfalllager für radioaktiven Schrott und Bauschutt genutzt.

Bereits 1977 wurde der Salzstock Gorleben im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen als Standort für Endlager für hoch radioaktive Abfälle benannt. Eine vergleichende Standortsuche nach einem bestmöglichen Ort hatte nicht stattgefunden ...

 

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AtomkraftwerkePlag

 

Atommüll und Endlagerung in Europa

Vorgaben der EU

Im Juli 2011 verabschiedete die Europäische Union ein Gesetz zur Endlagerung von Atommüll; alle Mitgliedsländer müssen bis 2015 ein Konzept für eine langfristige Entsorgung vorlegen. 

Dänemark sucht nach einer internationalen Lösung für die Einlagerung der Brennelemente seines Forschungsreaktors DR-1. Scheitert diese, sollen die Brennelemente im Endlager LILW in Risø für schwach- und mittelradioaktive Abfälle entsorgt werden. Die abgebrannten Brennelemente für DR-2 und -3 wurden in die USA überführt ...

 

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Wikipedia

 

Endlagersuche in Deutschland

Mit der Endlagersuche soll ein geeigneter Standort in tiefer geologischer Formation für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle gefunden werden. Der Suchprozess für die Bundesrepublik Deutschland ist im Standortauswahlgesetz beschrieben, das dazu Mitte 2017 novelliert wurde. Die wesentlichen Kriterien wurden zuvor durch die Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe von 2014 bis Mitte 2016 erarbeitet.

Der Prozess der Endlagerung gliedert sich in die „Etappen“ Endlager-Auswahl, Errichtung des Endlagers, Einlagerung des radioaktiven Abfalls und Verschluss des Bergwerks.

Die Standortauswahl soll in die drei Phasen Auswahl der Standort-Region, übertägigen und die untertägigen Erkundung gegliedert werden.

Gleichzeitig mit dem technischen Auswahlverfahren wird ein mehrstufiges, demokratisch legitimiertes Entscheidungs- und Konfliktbewältigungs-Verfahren vorgeschlagen mit dem Ziel, einen möglichst weitgehenden und generationenfesten Konsens zu ermöglichen ...

 

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