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Zeitungsartikel 2020
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22. Dezember 2020 - Naturschutz und Energiewende: Windräder im Wald erhitzen die Gemüter

Artikel von Claus Haffert aus www.heise.de

Durch Umwelteinflüsse zerstörte Waldteile in Nutzwäldern können für Windkraftanlagen genutzt werden. Umweltschützer schlagen Alarm.

Drei Dürrejahre in Folge und der Borkenkäferbefall haben dem Wald in Nordrhein-Westfalen schwer zugesetzt. Mehr als 80.000 Hektar, fast 10 Prozent der Waldfläche im Land, sind nach Zahlen der Bundesregierung so stark geschädigt, dass sie wieder aufgeforstet werden müssen. Wer etwa durchs Sauerland fährt, sieht immer wieder große Flächen mit abgestorbenen Bäumen. Viele Waldbauern, die vom Holzverkauf leben, stecken deshalb in einer finanziell schwierigen Situation. Denn bis neu angepflanzte Bäume soweit sind, dass sie Gewinne abwerfen, vergehen Jahrzehnte.

Windräder im Wald für eine schnellere Energiewende

Auf den Brachflächen statt Holz künftig Windstrom zu ernten, könnte für viele Forstwirte eine Alternative sein, die schneller Gewinn abwirft. "Die Waldbauern haben das grundsätzlich alle nötig", sagt Karl-Josef Stratmann, der im Vorstand des Waldbauernverbands NRW sitzt und im Sauerland mit seiner Frau Windräder betreibt. Doch der Bau der oft an die 200 Meter hohen Anlagen auf den bewaldeten Bergkuppen ist in NRW heftig umstritten.

Auf der einen Seite stehen neben den Waldbesitzern diejenigen, denen die Energiewende nicht schnell genug geht. "Gleich drei Fliegen mit einer Klappe" ließen sich auf freien Waldflächen schlagen, sagt der Vorsitzende des Landesverbands Erneuerbare Energien, Reiner Priggen. "Die Forstwirte haben planbare Einnahmen, sie können das Geld in klimaangepasste Aufforstung investieren und zusätzlich verhindern die Anlagen sofort CO2-Emissionen", wirbt der frühere Chef der NRW-Landtagsfraktion der Grünen für mehr Windräder im Wald. Auch Waldbesitzer Stratmann fordert ein Umdenken der Politik.

"Wald ist kein Gewerbegebiet"

Die Gegenposition vertritt Heide Naderer. "Der Wald ist kein Gewerbegebiet", sagt die Landesvorsitzende der Naturschutzorganisation Nabu. Windräder seien nicht nachhaltig und hätten deshalb im "Ökosystem Wald" nichts zu suchen. Außerdem erhielten die Waldbauern "viel Geld, um die Schäden durch Trockenheit und falsche Waldbewirtschaftung auszugleichen". In der Tat erhöht NRW die Fördermittel für die Forstwirte zur Bewältigung der Waldschäden im kommenden Jahr kräftig auf 75 Millionen Euro.

Eine Sperre für Windräder in NRW-Wäldern gebe es nicht, versichert Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU). "Es ist schon heute möglich, Windräder auf Waldflächen, die zum Beispiel durch Dürre und Insektenfraß kahl geworden sind, zu genehmigen." Die Gemeinden prüften dazu jeden einzelnen Fall. "Ob es zu weiteren Erleichterungen für den Windkraftbau auf Kahlflächen kommen kann, muss noch weiter analysiert werden", kündigt die Ministerin an.

Aus dem NRW-Wirtschafts- und Energieministerium heißt es, Windenergieanlagen im Wald als Regelfall wären ein falscher Weg. Mit einer Änderung des Landesentwicklungsplans habe die Landesregierung den Schutz von Wäldern vor anderen Nutzungen wieder vereinheitlicht. Windkraftprojekte müssten sich an den gleichen strengen Regelungen messen lassen wie etwa Gewerbegebiete. Sie seien nur dann zulässig, wenn in einer Gemeinde oder Stadt außerhalb des Waldes keine Möglichkeit zur Errichtung von Windenergieanlagen existiere.

Erlaubt sind nach dem NRW-Windenergieerlass Anlagen in "strukturarmen Nadelwaldbeständen". Für Waldbauer Stratmann ist das eine zu strenge Vorgabe. Wenn "ein kleines Stückchen Buchenwald am Rande einer potenzielle Windradfläche" berührt werde, dürfe eine Investition von 4 bis 5 Millionen Euro daran nicht scheitern.

Nur wenige Wald-Windkraftanalagen

Bislang wurden in den NRW-Wäldern vergleichsweise wenige Windräder aufgestellt. Die Rotorblätter von 90 Windenergieanlagen drehen sich vor allem in den Wäldern von Sauer- und Siegerland sowie der Eifel. Weitere sechs Anlagen befinden sich im Bau, heißt es beim Landesbetrieb Wald und Holz. Bei inzwischen mehr als 3700 Windenergieanlagen insgesamt in NRW ist das eine sehr geringe Zahl. Nicht einmal 5 Prozent aller über 2000 Windräder in deutschen Wäldern stehen in NRW.

Denn andere Bundesländer sind weniger restriktiv. So werden in Rheinland-Pfalz derzeit über 450 Anlagen gezählt. In Hessen sind es ähnlich viele. Anders als in NRW dürfen dort bestimmte Laubbäume gefällt werden. In beiden Ländern haben die Wälder allerdings auch einen deutlich höheren Anteil an der Gesamtfläche als in NRW. "Wenn Nordrhein-Westfalen in ähnlichem Maße reagieren würde, wären 600 bis 1000 Anlagen möglich", sagt Waldbauer Stratmann mit Blick auf die Zahlen in Rheinland-Pfalz.

Marc Messerschmidt winkt bei solchen Vergleichen ab. "Schön wäre es, wenn wir keine Windenergieanlagen im Wald hätten", sagt der Forstexperte, der beim Landesbetrieb Wald und Holz für solche Bauvorhaben zuständig ist. Es sei schließlich die gesetzlich vorgegebene Aufgabe des Landesbetriebs, "den Wald und seine Funktionen zu erhalten und wenn möglich zu vermehren". Ganz frei von Windrädern könne man die Wälder angesichts der für den Klimaschutz notwendigen Energiewende aber nicht halten.

Mehr Windräder in Planung

Viel Fläche wird nach den Zahlen von Wald und Holz von den einzelnen Windrädern nicht in Beschlag genommen. Pro Mast seien es durchschnittlich 0,3 Hektar. Befürchtungen, für den Transport von Masten und Rotoren müssten "autobahnähnliche Schneisen" in die Wälder geschlagen werden, seien unbegründet, sagt Messerschmidt. Außerdem müssten von Windrädern besetzte Waldflächen durch Neuanpflanzungen ersetzt werden.

Auch in NRW dürfte es nach Messerschmidts Einschätzung in den kommenden Jahren mehr Windräder in den Wäldern geben. Mittlerweile seien fast 210 Projekte in der Planung oder bereits in Genehmigungsverfahren. Der Forstexperte befürchtet, dass der Druck auf die Wälder durch strengere Abstandsregelungen zu Wohnhäusern zunehmen könnte. Dann würden nämlich die Windräder verdrängt, "von den meist landwirtschaftlichen Flächen in direkter Siedlungsnähe zu den in der Regel weiter von der Bebauung entfernt liegenden Waldflächen."

 

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Karte der nuklearen Welt:

Können Windräder helfen das Waldsterben zu stoppen?
Verpflichtung der Betreiber zur Wiederaufforstung!

 

Englischsprachige Version der Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD&ll

 

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Windenergie

Wichtigster regenerativer Energieträger in Deutschland

Der Anteil der Windenergie an der Bruttostromerzeugung in Deutschland, der von 12,3 % im Jahr 2016 auf 16,1 % im Jahr 2017 angestiegen war, lag 2018 bei 17,3 %. Windenergie ist damit der wichtigste Energieträger im Bereich der regenerativen Energien.

2012 gingen 1.008 neue Windkraftanlagen in Deutschland ans Netz, womit die Leistung um 20 % erhöht wurde.

Vor ihrer ersten Messe in Hamburg mit dem Namen WindEnergy kündigte die Branche 2014 technische und wirtschaftliche Fortschritte an. Die Kosten sollen infolge industrieller Fertigung um zwei Drittel sinken, Windanlagen leistungsfähiger werden.

Im ersten Halbjahr 2014 steigerten nach Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE Windenergieanlagen ihre Energieproduktion um 19 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Mit der EEG-Novelle vom 1. August 2014 wurde der Ausbau der Windkraftanlagen in Deutschland auf 2,5 GW jährlich begrenzt. "Für Windkraftanlagen auf See gilt ein Ausbauziel von 6,5 Gigawatt bis 2020 und 15 Gigawatt bis 2030." ...

 

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Wikipedia

 

Waldsterben

Als Waldsterben (auch: neuartige Waldschäden) werden Schädigungen des Waldes bezeichnet, die seit etwa 1980 großflächig auftreten. Das Verbreitungsgebiet umfasst Mittel-, Nord- und Osteuropa. Charakteristisch ist, dass sich die Schadensbilder unabhängig von Klima, Standort und waldbaulichen Praktiken zeigen. Die Symptomatik differiert zwischen Holzarten, Regionen und Forstorten.

Typische Merkmale des geschädigten Waldes:

  • Auflichtung des Kronenbereichs aufgrund vorzeitigen Blattfalls
  • Ausbildung weniger und kleinerer Blattorgane sowie Verzweigungsanomalien,
  • geringe Reproduktionsfähigkeit des Wurzelsystem und verminderte Interaktion mit Mykorrhiza-Pilzen
  • Absterben von Feinwurzeln

Eine einzelne auslösende Ursache des Waldsterbens konnte nicht ermittelt werden. Zentral scheinen die komplexen Wirkungen verschiedener Luftschadstoffen zu sein. Neuerdings sterben vermehrt ältere Bestände und Einzelbäume zahlreicher Baumarten, was in Zusammenhang mit dem Klimawandel gesehen wird ...

 

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25.12.2020 - Hausfriedensbruch im Atombombenlager

Am 9. Dezember stand Lies Welker vor Gericht. Sie hatte auf dem deutschen Militärgelände protestiert, wo die US-Atomwaffen lagern.

Lies Welker ist Jahrgang 1948. Sie sagt: «Sehen Sie, selbst mit über 70 ist das immer noch etwas, das gut tut. Ein Go-In ist etwas Verbotenes, und ich habe lange darüber nachgedacht, mit anderen darüber gesprochen, Argumente hin und her erwogen und bin zu der Überzeugung gekommen: Ich missachte das Verbot, ich mache das jetzt, weil ich es für richtig halte und weil es meine Pflicht ist.»

Lies Welker kämpft seit Jahrzehnten dafür, dass Deutschland frei von Atomwaffen wird. Am 30. April 2019 hatte sie am Fliegerhorst Büchel in der Eifel zusammen mit anderen Friedensaktivisten eine Einzäunung zerschnitten und war auf das Gelände vorgedrungen. So behinderten sie den Betrieb des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 der Bundeswehr. Dieses hat im sogenannten Ernstfall die Aufgabe, die US-Atombomben dort abzuwerfen, wo die NATO-Führung den Feind treffen will. Das wird im NATO-Diskurs als «nukleare Teilhabe» Deutschlands bezeichnet ...

 

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24.12.2020 - Sechsmal heißer als die Sonne: Chinesischer Testlauf mit Fusionsreaktor geglückt

100 Millionen Grad Celsius für zehn Sekunden. In China gelang es kürzlich, in einem Kernfusionsreaktor die Kernfusion für einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Dieser Vorgang, der bisher nur sehr selten glückte, könnte die Zukunft der Energieerzeugung verändern. Zunächst müssen aber noch einige Hürden überwunden werden.

Um solche Temperaturen erzielen zu können, ist zunächst eine riesige Menge Energie notwendig: Im EAST wurden mehr als 10 Megawatt Leistung benötigt, um den Reaktor auf die nötige Temperatur zu bringen. Als der EAST nach zehn Sekunden Kernfusion abgeschaltet wurde, hatte er nicht einmal die Hälfte der verbrauchten Energie wieder erzeugt ...

 

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24.12.2020 - Kirowohrad: Protestaktion von Bergarbeitern vorerst beendet

Die Arbeiter von Uranminen des staatlichen Unternehmens „Schid GZK“ (Bergbau und Verarbeitungskombinat Ost“) haben ihre Straßenblockade in der Oblast Kirowohrad beendet.

Am Mittwochabend waren die Straßen zwischen der Hauptstadt der Oblast Kropywnyzkyj und Kyjiw, Mykolaiw, Krywyj Rih für den Verkehr wieder frei, teilte der Vorsitzende der Unabhängigen Gewerkschaft der Bergarbeiter, Mychailo Wolynez, auf Facebook mit. Nach seinen Angaben wurde die Protestaktion wegen der Information über eine mögliche Wiederaufnahme des Unternehmensbetriebs ab dem 4. Januar ausgesetzt. Wenn es, wie versprochen, 220 Millionen Hrywnja zur Wiederaufnahme des Betriebs bereitgestellt werden, kehren die Protestler nach Hause zurück, erklärte er. Im Gegenteil würden die Aktionen fortgesetzt ...

 

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23.12.2020 - Südkorea - Drei Beamte wegen Vernichtung von Aktien zu Reaktorschließung angeklagt

Drei Regierungsbeamte sind angeklagt worden, weil sie Akten im Zusammenhang mit der umstrittenen Schließung des Atomreaktors Wolsong-1 vernichtet haben sollen.

Ermittler der Bezirksstaatsanwaltschaft Daejeon klagten am Mittwoch die Beamten des Ministeriums für Handel, Industrie und Energie wegen des Vorwurfs der Vernichtung öffentlicher elektronischer Dokumente an. Auch sollen sie Kontrollen des Rechnungshofes zu dem stillgelegten Reaktor behindert haben.

Zwei der Angeklagten wurden festgenommen, ein Dritter bleibt weiter auf freiem Fuß ...

 

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23.12.2020 - Kongress bewilligt Kernenergie-Finanzierung für das Geschäftsjahr 2021

Der US-Kongress stimmte für die Bewilligung von Mitteln für das Fiskaljahr 2021, die 1,5 Mrd. USD für das Office of Nuclear Energy des Department of Energy beinhalten. Die Bewilligungen beinhalten auch 150 Mio. USD, um das Uran-Reserve-Programm zu initiieren, um die Herausforderungen bei der Produktion von heimischem Uran anzugehen.

Die Gesamtbewilligung für das Department of Energy (DOE) beträgt 42,04 Mrd. USD, was 3,45 Mrd. USD über dem für das Geschäftsjahr 2021 beschlossenen Niveau und 6,31 Mrd. USD über dem Haushaltsantrag liegt. Darin enthalten sind 1,5 Mrd. USD für Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsaktivitäten im Bereich der Kernenergie, einschließlich 280 Mio. USD für das Advanced Reactors Demonstration Program, das im Mai angekündigt wurde

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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23.12.2020 - AKW Saporischja soll wieder ans Netz: Risikofall Reaktor 5

Mit europäischer Unterstützung wird das ukrainische AKW Saporischja modernisiert. Doch es droht eine Katastrophe.

Pünktlich zum 1. Januar soll Reaktor 5 des größten AKW Europas wieder ans Netz – zumindest wenn die ukrainische Regulierungsbehörde am 24. Dezember ihr finales Okay gibt. Zum Jahreswechsel wird Reaktor 5 dann genau 260 Tage vom Netz getrennt gewesen sein. Hauptprobleme bei den laufenden Reparaturen am AKW Saporischja sind die Reservedieselgeneratoren und fehlende Ersatzteile. Und so kämpfen ukrainische Umweltschützer gegen einen Weiterbetrieb des Reaktors.

Anfang Dezember, so berichtet die Atomexpertin Ilona Sajez auf dem ukrainischen Portal petrimazepa.com, seien im Reaktor 59 vom „komplexen Programm zur Erhöhung der Sicherheit“ vorgesehene Maßnahmen umgesetzt worden. 35 jedoch nicht! Obwohl die Sicherheitsmaßnahmen für das AKW Saporischja nicht komplett durchgeführt worden sind, üben der Konzern Energoatom und das Amt des ukrainischen Präsidenten massiven Druck auf die Regulierungsbehörde aus, die Wiederaufnahme von Reaktor 5 zügig umzusetzen, erzählt Sajez ...

 

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23.12.2020 - Grüne sehen Spannungen mit radikalen Klima-Aktivisten gelassen

Fraktionsvize Krischer: Wir sind froh, dass wir diese Bewegung haben

Immer wieder ist den Grünen in den vergangenen Monaten von Umwelt- und Klimaaktivisten vorgeworfen worden, nicht entschieden genug für den Schutz der Natur und die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad einzutreten. In mehreren Bundesländern haben sich sogenannte Klimalisten gebildet, die auch bei anstehenden Landtagswahlen den Grünen Konkurrenz machen wollen. Der Grünen-Fraktionsvize im Bundestag, Oliver Krischer, sieht diese Konflikte jedoch gelassen.

»Sorgen macht mir das insofern keine, weil ich heilfroh darüber bin, dass wir diese Bewegung haben und gerade die jungen Leute da unterwegs sind«, sagte Krischer der Nachrichtenagentur AFP. »Das hat in den vergangenen zwei Jahren unglaublich viel Bewegung reingebracht ...

 

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23.12.2020 - Stromversorgung in Afrika: Warum haben so viele Menschen keinen Strom?

Die kommerzielle Stromversorgung im ländlichen Raum Afrikas ist problematisch, große Solaranlagen sind Mangelware. Kleine Solarmodule springen in die Bresche.

Dezentrale Ansätze der Stromversorgung "bieten die Möglichkeit, das Bauen großer, nationaler Stromnetze zu überspringen, um allen Menschen effizienteren und möglicherweise demokratischeren Zugang zu Strom zu ermöglichen", sagt Hallwachs. Er glaube, es werde in den kommenden Jahren noch viele große Innovationen in den Technologien und Geschäftsmodellen geben. Auch Busche von der GIZ sagt: "Ich bin überzeugt, dass wir ohne dezentrale Ansätze die Elektrifizierung Afrikas nicht stemmen können."

 

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23.12.2020 - Vor dem Ende seiner Präsidentschaft will Trump noch Tatsachen schaffen bei umstrittenen Projekten auf staatlichem Land

Die amerikanische Regierung verwaltet riesige Gebiete von öffentlichem Land. Bevor Präsident Trump das Weisse Haus verlässt, versucht er noch möglichst viele von Umweltschützern und Indigenen bekämpfte Bergbauprojekte durchzuboxen.

Die Regierung von Donald Trump beeilt sich in den letzten Monaten von dessen Amtszeit, um noch eine Reihe grosser Bergbauprojekte auf öffentlichem Land zu bewilligen. In Arizona soll in einem geschützten Waldland eine der grössten Kupferminen des Landes entstehen. In Utah sind in einem nationalen Schutzgebiet grosse unterirdische Reserven von Helium entdeckt worden, welche nun angebohrt und ausgebeutet werden sollen. In diesem Fall könnte das Innenministerium noch vor Neujahr die definitive Bewilligung erteilen.

Auch in Nevada steht das Innenministerium kurz davor, die Bewilligung für eine weitläufige Lithiummine zu geben, welche im Tagbau arbeiten wird. In South Dakota ist eine Uranmine geplant, welche dereinst das Fünffache der gegenwärtigen Produktion in den gesamten Vereinigten Staaten liefern soll ...

 

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22.12.2020 - Tschechische Republik nimmt Standorte für geologische Endlager in die engere Wahl

Das tschechische Kabinett hat eine Auswahlliste von vier potenziellen Standorten für ein geologisches Tiefenlager für gebrauchte Kernbrennstoffe und hochradioaktiven Atommüll genehmigt. Die Regierung genehmigte auch einen neuen Zeitplan, der vorsieht, dass der Standort bis 2030 ausgewählt werden soll, fünf Jahre später als ursprünglich geplant. Es wird erwartet, dass das Endlager bis 2065 betriebsbereit sein wird.

Nach der Kabinettssitzung am 21. Dezember teilte das Ministerium für Industrie und Handel mit, dass es sich um vier Standorte handelt: Hrádek und Horka, die in der zentralen Region des Landes liegen, Březový potok im Südwesten und Janoch in der Nähe des Atomkraftwerks Temelín. Die Regierung genehmigte die vier Standorte, die im Juni als die am besten geeigneten von neun potenziellen Standorten empfohlen wurden, die von der tschechischen Behörde für die Endlagerung radioaktiver Abfälle (SÚRAO) geprüft wurden ...

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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22.12.2020 - Meilenstein: 55 Uralt-Reaktoren stehen vor Aus

Einen Durchbruch im Kampf gegen Europas Nuklearlobby vermelden die Grünen. Denn laut neuer Richtlinie der sogenannten Espoo-Konvention blüht 55 Uralt-Schrottmeilern bei angestrebter Verlängerung eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung - und damit aus Sicherheitsgründen das Aus.

„Österreich ist umzingelt von uralten Atomreaktoren, die unsere Sicherheit tagtäglich massiv bedrohen. Nachdem Betreiberfirmen und Staaten Milliardenbeträge in ihre Reaktoren gepumpt haben, wollen sie die Atomkuh durch Verlängerungen so lange melken wie möglich. Auswirkungen auf Mensch und Natur zählten bisher nicht. Das wird sich jetzt ändern“, ist der grüne Anti-Atom-Sprecher Martin Litschauer zuversichtlich.

Er glaubt an einen gewaltigen Umweltsieg im Rahmen des Espoo-Abkommens. Dieses Vertragswerk regelt sozusagen die bilateralen Atombeziehungen zwischen Ländern, in denen Reaktoren stehen. „Es ist ein wirksamer Hebel zur Beteiligung betroffener Staaten und deren Öffentlichkeit an UVP-Verfahren in anderen Staaten, und zwar für Vorhaben, die erhebliche grenzüberschreitende Auswirkungen haben können“, präzisiert Litschauer ...

 

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22.12.2020 - Mehr Windräder in NRW installiert: 2020 bundesweit vorn

Der Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2020 wieder in Gang gekommen. Die Zahl der neu in Betrieb genommenen Anlagen liegt aber weiter deutlich hinter den Höchstzahlen vergangener Jahre zurück. Bis Mitte Dezember wurden nach Angaben der Fachagentur Windenergie in NRW die Inbetriebnahme von 79 Windrädern mit fast 268 Megawatt Gesamtleistung registriert. Damit liege NRW im Bundesländervergleich an erster Stelle beim diesjährigen Windenergieausbau - das erste Mal überhaupt, teilte die Fachagentur auf Anfrage mit.

Bis zum Jahresende könnten es nach Einschätzung der Agentur bis zu 90 Neuanlagen mit rund 300 Megawatt Leistung werden. Neuanlagen können nämlich bis zu einen Monat nach Inbetriebnahme nachgemeldet werden. Landesweit wären es dann mehr als doppelt so viele neue Windräder wie 2019, als insgesamt 38 Windräder mit einer Leistung von rund 128 Megawatt ans Netz gegangen waren. Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr waren es in NRW 312 Anlagen mit gut 880 Megawatt Leistung. Insgesamt produzieren rund 3500 Windturbinen Strom in NRW ...

 

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