***


Zeitungsartikel 2020
Hintergrundwissen Aktuelles+.

***

12.12.2020 - Atomwaffen und US-Präsidenten: Absolut unkontrolliert

Der Wissenschaftsjournalist Fred Kaplan schildert, warum die US-Präsidenten seit Jahrzehnten allein über den Einsatz des nuklearen Arsenals entscheiden. Das könnte sehr gefährlich werden.

Rezension von Bernd Greiner aus www.sueddeutsche.de

Kann man über "die Bombe" überhaupt Neues schreiben? Alles scheint gesagt zu sein, jede Ecke ausgekehrt - wie die Supermächte seit Jahrzehnten versuchen, aus den militärisch untauglichen Weltuntergangswaffen politisches Kapital zu schlagen, wann es zu haarsträubenden Zwischenfällen auf Stützpunkten kam und warum die Welt in manchen Krisen buchstäblich mehr Glück als Verstand hatte.

All das lässt der amerikanische Wissenschaftsjournalist Fred Kaplan Revue passieren. Im Kern aber lenkt der Autor unseren Blick auf das Verdrängte. Genauer gesagt auf den Selbstbetrug der politisch Verantwortlichen.

Generationen von Politikern und Militärexperten haben sich Modelle für den Fall zurechtgelegt, dass die Abschreckung versagt. Flexibilität, Selbstbeschränkung, Eskalationskontrolle, abgestufte Reaktion, resiliente Befehlsketten, Schonung ziviler Ziele, so lauten die Zauberformeln, um der unzumutbaren Alternative zwischen Kapitulation und Untergang zu entgehen und um das Monströse irgendwie zu bändigen.

Alles Fiktion, befindet Kaplan, intellektuelle Trockenübungen bar jeder praktischen Relevanz.

Militär und Politik - zwei Paralleluniversen

Warum? Weil die für die Umsetzung zuständigen Militärs mit alledem nichts anfangen können oder nichts anfangen wollen. Im amerikanischen Fall folgen die Einsatzplaner des "Strategic Air Command" ihrer hausgemachten Logik: Sollte es zum Äußersten kommen, muss ein Atomkrieg geführt und gewonnen werden, möglichst schnell und mit überschaubarem Schaden für die eigene Seite. Von wegen Handlungsspielraum.

Alle, ausnahmslos alle Eventualpläne sehen bis heute die "Major Attack" als beste aller Optionen vor - ein Maximum an Zielen mit maximaler Feuerkraft einzudecken. In den frühen 1980er-Jahren, um nur ein Beispiel unter vielen zu nennen, galt der gleichzeitige Angriff mit eintausend Atomraketen gegen die UdSSR als strategisches Minimum.

Auf russischer Seite, so ist mit guten Gründen zu vermuten, plante man spiegelverkehrt genauso. Welche Faktoren zu dieser Rigorosität im "Strategic Air Command" beitrugen, legt Kaplan mit stupender Sachkenntnis dar. Zu besichtigen sind zwei Paralleluniversen, ein politisches und ein militärisches, die kein Gespräch führen können, weil sie sich nichts zu sagen haben.

Der Clou der Geschichte ist indes ein anderer. Nicht beim Militär liegt der Schwarze Peter, zu skandalisieren ist die Lethargie auf der Ebene der Politik. Niemand, kein Präsident, kein Verteidigungsminister, kein Sicherheitsberater, brachte bislang die Kraft zur Revision nuklearer Operationspläne auf. Zwar kam es zu Interventionen, hin und wieder auch zu heftigem Streit über Maßnahmenpakete, die im Kriegsfall alles zerstören würden, was es eigentlich zu schützen gilt.

Aber es blieb bei Appellen. Ob die Kritik am "Overkill" gehört und einschlägige Szenarien tatsächlich korrigiert wurden, diese Frage spielte schlicht keine Rolle. Folglich schreibt Kaplan die endlose Geschichte einer freiwilligen Kapitulation politisch Verantwortlicher - konfliktscheu oder opportunistisch die einen, naiv bis desinteressiert die anderen.

Für alle gilt der auf Barack Obama gemünzte Satz: "He paints within the lines." In freier Übersetzung: Die Militärbürokratie herauszufordern, ist allemal kostspieliger als zu schweigen.

Von "checks und balances" kann hier keine Rede sein

Als wäre es damit nicht genug, rückt Kaplan auch noch die für das Militär zuständigen Parlamentarier ins Bild. Männer und Frauen also, die bei der Bewilligung von Budgets das letzte Wort haben. Und denen eigentlich daran gelegen sein müsste, über die Modalitäten der Freigabe von Atomwaffen Bescheid zu wissen - wer in den Entscheidungsprozess eingebunden ist, ob es Brandmauern gegen illegale Befehle gibt, welche Automatismen unter welchen Bedingungen greifen.

Kurz: Wie das "Command and Control"-Verfahren aussieht. Sage und schreibe 41 Jahre lang, zwischen 1977 und Ende 2018, ließ der Senat das Thema links liegen. Und wurde dann in einer Anhörung des Außenpolitischen Ausschusses in Kenntnis gesetzt, dass sich in dieser Zeit nicht das Geringste geändert hatte.

Egal ob Vergeltung oder Erstschlag, allein der Präsident gebietet über den Einsatz von Atomwaffen, weder der Verteidigungsminister noch die Chefs der Teilstreitkräfte haben ein Wort mitzureden, die Befehlsempfänger - Kommandeure auf weit entfernten Stützpunkten zu Land und zur See - müssen im Unwissen über die mentale oder psychische Verfassung ihres obersten Kriegsherren Folge leisten.

Nirgendwo ist festgelegt, was unter einem illegalen Einsatzbefehl zu verstehen ist und unter welchen Umständen es ein Recht, geschweige denn eine Pflicht zur Verweigerung gibt. Von "checks and balances", belastbaren Kontrollverfahren, kann also ausgerechnet bei der Entscheidung über Leben und Tod von Millionen keine Rede sein.

In anderen Worten: Ob ein Irrer den Atomknopf drückt oder ein Verantwortungsbewusster nur die Wahl zwischen irren Optionen hat, läuft unter Umständen auf dasselbe hinaus. Dies sollte bedenken, wer in Deutschland von nuklearer Teilhabe träumt und sich einredet, im Fall der Fälle irgendwelchen Einfluss auf US-Entscheidungen nehmen zu können. Auch darum ist dem Buch eine deutsche Übersetzung zu wünschen.

 

Bernd Greiner ist Gründungsdirektor und Mitarbeiter des "Berliner Kollegs Kalter Krieg".

Fred Kaplan: The Bomb. Presidents, Generals, and the Secret History of Nuclear War. Simon & Schuster, New York 2020. 384 Seiten, 30 Dollar.

 

**

 

Karte der nuklearen Welt:

... We will all burn together when we burn ...

 

Englischsprachige Version der Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD&ll

 

**

 

Weiter zu: Zeitungsartikel 2020

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuelles+.

***

 

Hintergrundwissen

 

**

 

reaktorpleite.de

 

Für das Militär sind Atomkraftwerke unverzichtbar. Ohne 'zivile' Atomreaktoren gäbe es z.B. kein billiges Plutonium für Atombomben, kein abgereichertes Uran für Uranmunition und nicht genug elektrischen Strom für tolle neue Energiewaffen. Ganz zu schweigen von den Radionuklidbatterien für die Raumfahrt-Abenteuer unserer Starwars-Helden und all den anderen sogenannten "Zukunftsprojekten" der Militärs. Das alles finanzieren wir über unsere Stromrechnung.

Alle singen und sind froh: 

Tom Lehrer - We Will All Go Together When We Go - YouTube 00:03:26

 

*

 

Durchsuchen der reaktorpleite.de

Stichwortsuche:

     
Atombombe Militär Atomlobby
     

 

 

**

 

AtomkraftwerkePlag

 

Atomantrieb

Auftakt in den 1950er Jahren

Nachdem in den USA am 20. Dezember 1951 zum ersten Mal mit Atomkraft Energie erzeugt worden war und in der Genfer UNO-Konferenz vom August 1955 ein neues Zeitalter der friedlichen Nutzung der Atomenergie ausgerufen wurde ("Atoms for Peace"), brach weltweit eine Phase der Atomeuphorie aus, in der technisch alles machbar erschien.

In jener Zeit überboten sich Visionäre und Techniker gegenseitig mit kühnen Ideen, wie man die Atomenergie zum Wohl der Menschheit einsetzen könnte. In diesem Zusammenhang wurden nukleare Antriebssysteme für Automobile, Lokomotiven, Schiffe, U-Boote, Flugzeuge und Raumschiffe konzipiert und projektiert ...

-

Die Atomlobby

Die Atomlobby setzt sich aus Organisationen, Konzernen und Personen aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Medien zusammen, die aus politischen und wirtschaftlichen Gründen und/oder oft auch aus persönlicher Überzeugung die Nutzung der Atomenergie unterstützen und fördern. Diese sind national oder international vernetzt und verfolgen das Ziel, die Laufzeiten von Atomkraftwerken zu verlängern, den Bau neuer Atomkraftwerke zu fördern und den in manchen Ländern beschlossenen Atomausstieg zu verzögern und rückgängig zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, versucht die Atomlobby systematisch mit Hilfe standardisierter Argumentation, Politik und Öffentlichkeit in ihrem Sinne zu beeinflussen und zu manipulieren. 

Der Begriff Atomlobby wird in Öffentlichkeit und Medien häufig verwendet, ohne dass es eine klare Definition oder Vorstellung dafür gibt. In Wikipedia wird allgemein auf Erscheinungsformen und Methoden des Lobbyismus eingegangen, ein eigenes Kapitel zur Atomlobby ist bislang jedoch nicht zustande gekommen. Im Internet und in Medien wurde mehrfach darauf hingewiesen und mit Beispielen belegt, dass verschiedene Seiten in Wikipedia von der Atomlobby manipuliert wurden ...

 

**

 

Wikipedia

 

Militärisch-industrieller Komplex

Der Begriff militärisch-industrieller Komplex (MIK) wird in gesellschaftskritischen Analysen zur Beschreibung der engen Zusammenarbeit und der gegenseitigen Beziehungen zwischen Politikern, Vertretern des Militärs sowie Vertretern der Rüstungsindustrie verwendet.

Das Konzept eines militärisch-industriellen Komplexes wurde 1956 durch den amerikanischen Soziologen Charles Wright Mills unter dem Titel The Power Elite (deutsch: „Die amerikanische Elite: Gesellschaft und Macht in den Vereinigten Staaten“) geprägt. Mills stellt die engen Interessenverbindungen zwischen Militär, Wirtschaft und politischen Eliten im Amerika nach dem Zweiten Weltkrieg dar. Einschlägig ist dabei vor allem das 9. Kapitel „The Military Ascendancy“ (deutsch: „Der Aufstieg des Militärs“). Der Terminus „militärisch-industrieller Komplex“ kommt bei Mills nicht vor. Er spricht vom „military establishment“. Mills sah darin eine ernsthafte Bedrohung für den demokratischen Staatsaufbau und ein Risiko für militärische Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion. In der Kritik der Einflussnahme des Militärs auf Wissenschaft und Forschung nennt Mills unter anderem als Beispiel, dass Eisenhower als Ex-General Leiter der Universität von Columbia war. Ausgerechnet Eisenhower griff später die Kritik von Mills auf und prägte den Begriff des militärisch-industriellen Komplexes:

Popularität erlangte der Begriff durch den US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower, der in seiner Abschiedsrede vom 17. Januar 1961 ausdrücklich vor den Verflechtungen und Einflüssen des militärisch-industriellen Komplexes in den USA warnte. Eisenhower, der selbst einst Generalstabschef der Armee gewesen war, sah wie Mills den militärisch-industriellen Komplex als eine Gefahr für die demokratischen Institutionen und die Demokratie an ...

 

**

 

Die Nukleare Kette

 

Bombenrisiko Atomkraft

Die nukleare Kette macht's möglich

Eine einzige Bombe genügte am 6. August 1945, um die japanische Stadt Hiroshima dem Erdboden gleich zu machen. Mehrfach stand die Welt in den darauffolgenden Jahrzehnten am nuklearen Abgrund, mehrfach schrammte sie nur aus Glück und Zufall am atomaren Vernichtungskrieg vorbei. 65.000 Sprengköpfe umfasste das Atomarsenal zu Hochzeiten des Kalten Krieges. Heute sind es noch immer 16.300 – genug, um die Erde gleich mehrfach in die Luft zu jagen. Mehrere Tausend Atomwaffen können binnen weniger Minuten zum Einsatz kommen.

Was hat das mit der zivilen Nutzung der Atomkraft zu tun? Sehr viel. Denn alle Glieder der nuklearen Kette - sei es Uranabbau, Atomkraftwerke, Forschungsreaktoren, Anlagen zur Anreicherung oder Wiederaufarbeitung - haben entscheidend dazu beigetragen, dass heute sehr viele Staaten technisch in der Lage sind, binnen kurzer Zeit Atomwaffen zu entwickeln – einige haben das bereits getan – offen oder verdeckt. Die sogenannte friedliche Nutzung der Atomkraft sorgt für eine weite Verbreitung waffenfähiger Materialien, zudem lassen sich militärische Atomprogramme unter ihrem Deckmantel leicht kaschieren. Zivile und militärische Nutzung der Atomkraft lassen sich nicht trennen. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille: dem Spiel mit dem atomaren Feuer.

 

**

 

Weiter zu: Zeitungsartikel 2020

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuelles+.

***

 

Aktuelles+. Mehr lesenswerte Artikel ...

 

**

 

Geplantes Kernkraftwerk wird nie fertig

14.12.2020 - Japans Nuklear-Dorf leidet weiterhin unter der nuklearen Katastrophe

Neun Jahre ist es her, dass es in Fukushima zur nuklearen Katastrophe kam. Der Vorfall hatte auf viele Gebiete massive Auswirkungen und raubte Gemeinden die komplette Existenz. Auch Städte, die weit entfernt von dem Unglück waren, spüren weiterhin die Folgen. Eine Gemeinde von ihnen ist Higashidori, das Nuklear-Dorf.

Higashidori befindet sich 430 Kilometer von Fukushima Daiichi entfernt in der Präfektur Aomori. Trotzdem frisst die Katastrophe langsam die Gemeinde auf, die in großen Schwierigkeiten steckt. Grund dafür ist die Politik des Dorfes, die sich auf Kernkraft konzentriert hatte und nun dafür den Preis zahlen muss.

Kernkraft als zerplatzter Zukunftsplan

Vor etwa zehn Jahren begann die Gemeinde in eine Wirtschaftskrise zu stürzen. Den Anstoß gab Tokyo Electric Power Co. mit der plötzlichen Einstellung des Baus eines Kernkraftwerks. Januar 2011 wurde mit dem Bau der neuen Anlage begonnen, von dem sich Higashidori viel versprach und die März 2017 den Betrieb aufnehmen sollte. Doch nur zwei Monate später wurde alles gestoppt, Fukushima Daiichi war zerstört und das Unternehmen konnte den Bau im Dorf nicht fortführen ...

 

*

 

14.12.2020 - Störfall im AKW Olkiluoto: Betreiber erläutert die Ursache

Der Betreiber des finnischen Atomkraftwerks rechnet damit, dass die Anlage Ende dieser Woche wieder Strom liefern kann, und erläutert den Hergang des Störfalls.

Der finnische Atomreaktor Olkiluoto 2 soll am Ende dieser Woche wieder ans Stromnetz gehen. Das teilte der Betreiber TVO am Sonntag mit. Der Siedewasserreaktor wurde am vergangenen Donnerstag, dem 10. Dezember um 12.22 Uhr vom Netz getrennt, da ein Störfall aufgetreten und die Anlage automatisch abgeschaltet worden war.

In diesen Tagen soll der Reaktor gründlich inspiziert, gewartet und repariert werden. Dabei werde die Fehlerursache analysiert und sichergestellt, dass die Ursache der Störung nicht wieder auftritt ...

 

*

 

14.12.2020 - Europäische Union - Atomkraft droht Teil von Europas Wasserstoffmarkt zu werden

Nach Entwürfen der Europäischen Union droht die Kernenergie einen Platz in der künftigen Wasserstofferzeugung Europas einzunehmen. Frankreich und einige osteuropäische Staaten treiben das Atomkraft-Revival voran.

Im Juli veröffentlichte die Europäische Kommission erstmals eine Strategie zur künftigen Wasserstofferzeugung und Nutzung in Europa. Schon da war die Kritik groß, dass neben dem Fokus auf grünen Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien auch sogenannter blauer Wasserstoff aus Erdgas in die Planungen einbezogen wurde. Entstehende CO2-Emissionen sollen mit sogenannter Carbon-Capture Speicherung (CCS) abgesaugt und im Boden gespeichert werden. Umweltverbände wie der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisierten vor allem die Investitionen, die damit weiter in Gas-Projekte fließen werden. Die Atomkraft war im Juli hingegen noch kein Thema.

Doch Mitte November zeichnete sich ab, dass die Kommission auch Atomkraft in die Überlegungen zur Herstellung von Wasserstoff einbezieht ...

 

*

 

14.12.2020 - Erneuerbare Energie Ökostrom deckt 2020 fast die Hälfte des Stromverbrauchs ab

Laut Berechnungen von Energieverbänden liegt der Anteil des Ökostroms in Deutschland dieses Jahr bei 46 Prozent. Als wichtigste Quelle haben sich Windräder erwiesen.

Erneuerbare Energien wie Wind- und Solarkraft haben in diesem Jahr Experten zufolge fast die Hälfte des Stromverbrauches in Deutschland abgedeckt. Konkret lag der Anteil von Strom aus Wind, Photovoltaik, Biomasse und anderen regenerativen Energieträgern bei gut 46 Prozent des Bruttostromverbrauchs, wie vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigen.

Damit ist der Anteil des Ökostroms weiter gestiegen, im vergangenen Jahr lag er bei 42,5 Prozent ...

 

*

 

Animationen zeigen Ausmaß der Klimakrise

13.12.2020 - So bedroht die Eisschmelze Deutschland

Die Klimakrise bedroht die Lebensgrundlage von Millionen Menschen und hinterlässt auf dem Planeten schon jetzt deutliche Spuren. Auch deutsche Gebiete sind gefährdet, wie eindrückliche Bilder zeigen.

Vor fünf Jahren hat sich die globale Staatengemeinschaft in Paris auf ein historisches Ereignis verständigt: Die globale Erwärmung soll bis Ende des Jahrhunderts auf deutlich unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau beschränkt werden. Doch davon ist noch nicht viel zu spüren, die Aussichten werden immer düsterer. Erst diese Woche haben die Vereinten Nationen davor gewarnt, dass die globale Erwärmung auf drei Grad bis zum Jahr 2100 zusteuert.

Die Spuren der menschlich verursachten Klimakrise sind überall auf dem Planeten zu beobachten, so auch an den vermeintlich ewigen Eis-Ressourcen an den Polen. Denn die schmelzen immer schneller, wie eindrückliche Bilder und Animationen zeigen. Die Folgen sind verheerend – auch für Deutschland ...

 

*

 

13.12.2020 - Atommüll in marodem Bergwerk: Dicke Luft über der Asse

Die radioaktiven Abfälle aus der Asse sollen umgelagert werden. Der Betreiber des Lagers und Bürgerinitiativen streiten noch über den Standort.

Dicht und zäh hängt der Dezembernebel über dem Höhenzug Asse im niedersächsischen Kreis Wolfenbüttel. Auch politisch herrscht in der Region rund um das Atommülllager Asse dicke Luft. Der Betreiber, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), treibt den Bau eines Zwischenlagers für die radioaktiven Abfälle voran, die in der maroden Grube in verschlossenen Kammern vor sich hingammeln.

Rund 126.000 Behälter mit Atom- und Chemiemüll, darunter auch rund 100 Tonnen radioaktives Uran, 28 Kilogramm Plutonium und 500 Kilogramm Arsen, wurden zwischen 1967 und 1978 in dem damals sogenannten „Versuchsendlager“ versenkt, dem aufgegebenen Salzbergwerk Asse II. Weil das Bergwerk instabil ist und wie seine Nachbarschächte Asse I und III voll Wasser zu laufen droht, sollen die Abfälle nach Möglichkeit an die Oberfläche geholt werden ...

 

*

 

 

12.12.2020 - Klimagipfel - Merkel verspricht Gelder für Klimaschutz

Bundeskanzlerin Merkel sichert ärmeren Ländern weitere finanzielle Unterstützung für den Kampf gegen den Klimawandel zu. Alle Staaten müssten notwendige Klimaschutz-Investitionen finanzieren können, sagte die CDU-Politikerin in einer Video-Botschaft für den digitalen UNO-Klimagipfel. Der eigentliche Weltklimagipfel fällt dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie aus.

Merkel bezifferte die Hilfen auf zusätzliche 500 Millionen Euro. Zudem betonte die Kanzlerin, die Bundesregierung halte ihr Versprechen ein, die Haushaltsmittel zur Klimafinanzierung bis 2020 auf jährlich vier Milliarden Euro zu verdoppeln. Auch in Zukunft werde Deutschland einen angemessenen Beitrag leisten ...

 

*

 

12.12.2020 - ÖKOBÜRO/Global 2000: Durchbruch bei Atomkraftwerken: Staaten einigen sich auf UVP-Pflicht für Betriebsverlängerung

Mehr Transparenz und grenzüberschreitende Rechte bei Atomenergie

Nach jahrelangen Verhandlungen erzielte die Vertragsstaatenkonferenz zur Espoo Konvention gestern einen Durchbruch. Obwohl Staaten mit Atomkraftwerken, die verlängert werden sollen, hartnäckigen Widerstand zeigten, sind nach der Vereinbarung grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVPs) durchzuführen. Von den in Europa in Betrieb befindlichen Atomkraftwerken erreichen 90 % bis 2030 ihre Auslegungsbetriebsdauer und sollten stillgelegt werden. Doch die meisten Staaten wollen ihre alten AKW weiterhin am Netz behalten, trotz steigender Unfallgefahr ...

 

**

 

Weiter zu: Zeitungsartikel 2020

 

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang
Hintergrundwissen Aktuelles+.

***

Spendenaufruf

- Der THTR-Rundbrief wird von der 'BI Umweltschutz Hamm' herausgegeben und finanziert sich aus Spenden.

- Der THTR-Rundbrief ist inzwischen zu einem vielbeachteten Informationsmedium geworden. Durch den Ausbau des Internetauftrittes und durch den Druck zusätzlicher Infoblätter entstehen jedoch laufend Kosten.

- Der THTR-Rundbrief recherchiert und berichtet ausführlich. Damit wir das tun können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns über jede Spende!

Spendenkonto:

BI Umweltschutz Hamm
Verwendungszweck: THTR Rundbrief
IBAN: DE31 4105 0095 0000 0394 79
BIC: WELADED1HAM

***


SeitenanfangPfeil nach oben - Hoch zum Seitenanfang


***

 

GTranslate

deafarbebgzh-CNhrentlfifrelhiiditjaltmsplptruslessvtrvi
brennelement.jpg