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Zeitungsartikel 2020
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01. Dezember 2020 - Kemfert: Stromverbrauch verdoppelt sich mit regenerativer Vollversorgung

Artikel aus www.erneuerbareenergien.de

Parteienvertreter diskutieren über Energiesystemwende und Vernetzung von Strom, Verkehr und Wärme auf Basis erneuerbarer Energien.

Besser als vor zehn Jahren bei der Finanzkrise gelinge es diesmal bei der Corona-Pandemie, dass die Klimakrise nicht beiseite geschoben werde, so DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert. Damals habe es etwa mit der Abwrackprämie für Autos mit Verbrennungsmotor einen Lock-in-Effekt gegeben. Der Ausstoß fossiler Energien wurde also langfristig manifestiert. In einer Diskussionsrunde im Internet hat die Reiner Lemoine Stiftung gerade Vertreter der politischen Parteien sowie die DIW-Energieexpertin zur Energiewende 2021 befragt. Kemfert verwies darauf, dass unser CO2-Budget bei gleichbleibendem Treibhausgasausstoß nur noch für acht Jahre reiche. Zudem seien die Klimawandelkosten enorm, die entstehen, wenn nicht gegengesteuert werde. Die Ökonomin betonte, 100 Prozent Erneuerbare seien längst technisch und wirtschaftlich machbar - mit dezentralen, flexiblen Erneuerbaren, Speicher, Wasserstoff und Stromnetz. Dafür müssten aber politisch die Weichen gestellt werden - etwa in dem Sinne, dass für den Ausbau der Windenergie endlich zwei Prozent der Landesfläche zur Verfügung gestellt würden.

Soziale Teilhabe und Erneuerbare Mobilität

„Damit die Energiewende gelingen kann, muss die Politik spätestens 2021 die Weichen ins Erneuerbare-Energie-System stellen und konventionelle Strukturen überwinden“, sagte auch Philipp Blechinger, Leiter des Graduiertenkollegs der Reiner Lemoine Stiftung (RLS). Die Bundestagwahl 2021 biete laut Stiftung eine Chance für den Neustart der Energiepolitik. In einem Impulspapier hat das Energiesystemwende-Kolleg der Reiner Lemoine Stiftung mit einem Expert*innen-Netzwerk die Themenkomplexe Flexibilität, Speichertechnologien, Soziale Teilhabe und Erneuerbare Mobilität näher beleuchtet. Aus den Anforderungen, die sich in diesen Bereichen aus dem Zielmodell des Erneuerbare-Energie-Systems ergeben, wurden elf Weichenstellungen herausgearbeitet, die aus Sicht der Autor*innen im Wahljahr 2021 weit oben auf der politischen Agenda stehen müssen. Hier geht es zum Impulspapier.

Flexibilität, Speicher, das Ende fossiler Energien

Fabian Zuber, Leiter der Plattform Energiesystemwende der RLS, stellte die elf Weichenstellungen vor. Darunter das Mitwirken der Menschen vor Ort, die Flexibilität, Speicher, das Ende fossiler Energien. Er betonte, man müsse die Systeme Strom, Verkehr und Wärme vernetzt denken, nicht getrennt - wie es lange der Fall war. Das bedeute auch, dass es einen stark wachsenden Bedarf an sauberem Strom gebe, um Verkehr und Wärme sauber zu elektrifizieren. Bei der PV liege der tatsächliche Bedarf zwischen fünf und 20 Gigawatt Zubau jährlich und bei der Windkraft in derselben Größenordnung.

Verdopplung des jetzigen Stromverbrauchs

Allerdings hat die Regierung diesen wachsenden Bedarf bisher ignoriert. Im Gegenteil, das Bundeswirtschaftsministerium geht von einem sinkenden Strombedarf aus. Kemfert sagte dazu: "Für eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien wird eine Verdopplung des jetzigen Stromverbrauchs gerechnet werden müssen, wenn „efficiency first“ gilt, d.h. Elektrifizierung überall dort wo es nicht anders möglich ist (Wärmepumpen, Elektromobilität) und Verkehrswende (Verkehrsvermeidung, -optimierung, -verlagerung) umgesetzt wird. Grüner Wasserstoff ist Champagner der Energieträger. Kostbar und teuer. Er sollte nur da eingesetzt werden, wo es nicht anders geht." Die dezentrale Energiewende senke die Kosten. Die Energiesystemkosten inklusive Flexibilität seien viel geringer als bei konventionellen Energien.

FDP: CCS und blauen Wasserstoff

Im Rahmen der Podiumsdiskussion erklärte Nina Scheer (SPD) passend, es dürfe keine Limitierung im Ausbaupfad der Erneuerbaren geben. Die SPD sei klar für einen Ausbau der Erneuerbaren, sie müsse das nur eben mit dem Koalitionspartner zusammen hinbekommen. Andreas Lenz von der Union trug zwar dick auf und nannte die Erneuerbaren den "Megatrend". Aber als es um Ausbaumengen ging, wich er doch lieber auf Nebenschauplätze aus und sprach über Genehmigungshürden. Zudem stellte er klar, man können nicht sämtliche Energie für das 100-Prozent-Erneuerbare-Ziel in Deutschland produzieren. FDP-Mann Martin Neumann sah das auch so und verwies zudem darauf, dass man auch CCS und blauen Wasserstoff brauche.

Verbot von Verbrennungsmotoren

Lorenz Gösta Beutin von der Linken verwies darauf, dass beim Streit um die Aufhebung des PV-Deckels in diesem Jahr die Regierung die Regenerativbranche erpresst habe. Sie hatte verlangt, dafür einen Abstand bei der Windkraft zur Wohnbebauung einzuführen. Er prangerte auch die gänzlich falsche Verkehrspolitik von Bundesverkehrsminister Scheuer an, die ein Weiter-so mit Verbrennern bis 2030 zementiert habe. Er forderte ein Verbotsdatum für die Zulassung von Verbrennungsmotoren festzuschreiben und die Halbierung von Pkw im Straßenverkehr bis 2030. Beutin betonte, im EEG 2021 müsse es eine Förderung für Bürger und Genossenschaften geben, die erneuerbare Energien ausbauen wollen. De-Minimis dürfe als Lösung für Bürger nicht fehlen.

Subvention von Gaskraftwerken

Julia Verlinden von den Grünen ging auf den Kohleausstieg ein und verwies darauf, dass die Regierung nur einen späten Kohleausstieg erreicht habe und mit dem Ausstiegsvertrag obendrein eine Subvention von Gaskraftwerken bewirke.

 

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Karte der nuklearen Welt:

Deutschland in der Klimakurve ...

 

Englischsprachige Version der Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD&ll

 

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Erneuerbare Klima Atomlobby
     

 

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Vor Jahren war es schon absehbar - Politiker fungieren als Bremser, zum Wohle der großen Energieversorger ...

03.07.2016 - Deutliche Ausbremsung des Ausbaus der erneuerbaren Energien droht

Artikel von Tatiana Abarzúa aus www.telepolis.de

Entscheidung im Schatten des EM-Halbfinales: Bundesregierung möchte Erneuerbare-Energien-Gesetz ändern - Während Millionen Zuschauer ihre Aufmerksamkeit auf die Fußball-Europameisterschaft richten, beschließt der Bundestag Gesetze von großer Tragweite. Für den 7. Juli geplant -2. Spieltag des Halbfinales - sind die 2. und 3. Lesung zu Änderungen des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG). Am nächsten Tag soll der Bundesrat darüber beraten.

Im Schatten der EM wurden bereits Fakten geschaffen. Die Bundestagsabgeordneten stimmten für Fracking-Probebohrungen, Prepaid-Karten-Ausweiszwang, erweiterten Datenaustausch zwischen Geheimdiensten und eine Einbau-Pflicht für digitale Stromzähler. In der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause möchte die Bundesregierung grundlegende Gesetzesänderungen beim EEG erwirken. Die geplante Einführung von Ausschreibungen für Solarstrom- und Windenergieprojekte sind der Kern der aktuellen EEG-Novelle ...

 

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AtomkraftwerkePlag

 

Die Energiewende

Die Neuausrichtung der Energiepolitik und -wirtschaft in Deutschland, mit der zum ersten Mal ein großer Industriestaat seine fossil-atomare Energieerzeugung auf eine erneuerbare umstellt, wird international genau beobachtet. Als "Labor der Zukunft" und innovative Pionierleistung ist sie auch mit der US-Mondmission verglichen worden.

Ziel der Energiewende ist eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung, die mit einer Kombination von erneuerbaren Energien, intelligenter Energiespeicherung, Energiesparen und Effizienzsteigerung erreicht werden soll. Ein Gelingen der deutschen Energiewende würde belegen, dass Energieversorgung und Wohlstand auch ohne konventionelle Energiequellen möglich ist ...

 

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Die Atomlobby

Die Atomlobby setzt sich aus Organisationen, Konzernen und Personen aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Medien zusammen, die aus politischen und wirtschaftlichen Gründen und/oder oft auch aus persönlicher Überzeugung die Nutzung der Atomenergie unterstützen und fördern. Diese sind national oder international vernetzt und verfolgen das Ziel, die Laufzeiten von Atomkraftwerken zu verlängern, den Bau neuer Atomkraftwerke zu fördern und den in manchen Ländern beschlossenen Atomausstieg zu verzögern und rückgängig zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, versucht die Atomlobby systematisch mit Hilfe standardisierter Argumentation, Politik und Öffentlichkeit in ihrem Sinne zu beeinflussen und zu manipulieren. 

Der Begriff Atomlobby wird in Öffentlichkeit und Medien häufig verwendet, ohne dass es eine klare Definition oder Vorstellung dafür gibt. In Wikipedia wird allgemein auf Erscheinungsformen und Methoden des Lobbyismus eingegangen, ein eigenes Kapitel zur Atomlobby ist bislang jedoch nicht zustande gekommen. Im Internet und in Medien wurde mehrfach darauf hingewiesen und mit Beispielen belegt, dass verschiedene Seiten in Wikipedia von der Atomlobby manipuliert wurden ...

 

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Wikipedia

 

Energiewende

Energiewende ist der deutschsprachige Begriff für den Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien. Der Begriff wurde nach dem 1980 erschienenen Buch Energiewende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran des Öko-Instituts kulturell rezipiert und wurde bereits als Lehnwort in andere Sprachen übernommen (beispielsweise "The German Energiewende" oder "A Energiewende alemã").

Ziel der Energiewende ist es, die von der konventionellen Energiewirtschaft verursachten ökologischen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Probleme zu minimieren und die dabei anfallenden, bisher im Energiemarkt kaum eingepreisten, externen Kosten vollständig zu internalisieren. Angesichts der maßgeblich vom Menschen verursachten Globalen Erwärmung ist heutzutage besonders die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft von Bedeutung – durch Beendigung der Nutzung von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle und Erdgas. Ebenso stellen die Endlichkeit der fossilen Energieträger sowie die Gefahren der Kernenergie wichtige Gründe für die Energiewende dar. Die Lösung des globalen Energieproblems gilt als zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts ...

 

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06.12.2020 - Atomkraft: Britische Regierung will eigenen Fusionsreaktor in Rekordzeit bauen

London will in der Fusionstechnik führen. Bereits in 20 Jahren soll ein kommerzieller Fusionsreaktor ans Netz gehen. Nun wird ein Standort gesucht.

In Sachen neuer Energiequellen ist die britische Regierung sehr aktiv. Wind- und Sonnenenergie sollen in Form von Flüssigluft gespeichert werden. Andere Länder ziehen sich aus der Atomkraft zurück, in Großbritannien soll ein ganzer Schwarm von kleinen in Serie gebauten Atomkraftwerken entstehen ("Renaissance der Atomkraft - Rolls Royce will mindestens 15 Mini-Reaktoren bauen").
Nun sucht die Regierung einen Standort für das erste kommerzielle Fusionskraftwerk ...

 

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05.12.2020 - BUND Naturschutz Schweinfurt kritisiert die Einleitung radioaktiver Abwässer in den Main

PreussenElektra stellte Mitte 2019 für das AKW Grafenrheinfeld den Antrag auf eine neue wasserrechtliche Genehmigung. Die beantragten Ableitungen für „unbekannte Gemische“ und Tritium lagen in Höhe der Werte aus dem Leistungsbetrieb, obwohl sie da – nach Aussage von PreussenElektra – deutlich unterschritten wurden.

Der BUND Naturschutz hat dagegen Widerspruch eingelegt, da die Strahlenbelastung beim Rückbau deutlich reduziert werden könnte. Über eine mögliche Antragsänderung durch PreussenElektra ist bisher noch keine Entscheidung bekannt geworden.

Für das AKW Brunsbüttel hatte der dortige Betreiberkonzern Vattenfall ebenfalls die radioaktiven Abwasserwerte wie im Leistungsbetrieb beantragt – der Widerstand dagegen war erfolgreich und die Abgabewerte wurden deutlich reduziert ...

 

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Mehr als Hundert Kläger erhalten mit dem Urteil recht

05.12.2020 - Gericht hebt Genehmigung für das japanische Oi-Kernkraftwerk wieder auf

Japan will in der Zukunft weiter auf Atomkraft setzen, um den CO2-Ausstoß im Land zu reduzieren. Da versprochen wurde keine neuen Kernkraftwerke zu bauen, müssen Betreiber die abgeschalteten wieder in Schuss bringen, was sich jedoch als schwierig gestaltet. So wurde dem Oi-Kernkraftwerk am Freitag erst wieder die Sicherheitsfreigabe entzogen.

Das Bezirksgericht Osaka entschied, dass Reaktor drei und vier vom Kernkraftwerk nicht ausreichend gesichert seien und anfällig für Erdbeben sind. Es wurde damit zugunsten von 130 Klägern entscheiden und gegen den Betreiber Kansai Electric Power Co. (KEPCO) ...

 

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04.12.2020 - Klima: 2020 so heiß wie nur wenige Jahre zuvor

Schon in den 2030ern könnte das erste der Pariser Ziele, das 1,5-Grad-Ziel, verfehlt werden

Das laufende Jahr ist auf dem besten Wege eines der drei wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen zu werden. Dies stellte die Weltmeteorologieorganisation WMO in ihrer jüngsten Jahresbilanz fest. Die sechs Jahre 2015 bis 2020 waren zugleich die wärmsten in den meist rund 140 Jahre zurückreichenden Zeitreihen der globalen Durchschnittstemperatur.

2020 sei von extremen Hitzewellen, Busch- und Waldbränden, Überschwemmungen und der aktivsten atlantischen Hurrikan-Saison seit Menschengedenken gezeichnet gewesen. Über dem Nordatlantik gab es mit 30 die höchste je registrierte Zahl benannter Tropenstürme. Nicaragua erlebte den ersten Landfall eines Hurrikans der Kategorie 4 in seiner Geschichte, was die zweithöchste Stufe ist. Nur eine gute Woche später zog schon der zweite Kategorie-4-Hurrikan über das mittelamerikanische Land.

Für gewöhnlich, so WMO-Generalsekretär Petteri Taalas, sind die wärmsten Jahr mit einem El-Niño-Ereignis im tropischen Pazifik verbunden. 2016 sei dies zum Beispiel der Fall gewesen. Zur Zeit befindet sich die genannte Meeresregion jedoch in einer La-Niña-Phase, was gewöhnlich einen kühlenden Einfluss auf das globale Klima hat ...

 

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03.12.2020 - Großbritannien und Niederlande: AKW-Neubau mit deutscher Hilfe

Die Atomfirma Urenco, an der RWE und Eon beteiligt sind, plant Reaktoren in Großbritannien und den Niederlanden. Die Bundesregierung bleibt untätig.

Wenn es nach ihren öffentlichen Äußerungen geht, ist das Thema Atomkraft für die deutschen Energiekonzerne RWE und Eon erledigt. Von einem „Auslaufmodell“ ist bei RWE die Rede, Eon erklärt die Kernenergie auf der eigenen Website zur Technologie des vergangenen Jahrhunderts.

Tatsächlich sind die beiden deutschen Energieriesen aber am Neubau von Atomkraftwerken beteiligt – zumindest indirekt. Denn ihnen gehört jeweils ein Sechstel des Unternehmens Urenco, das vor allem in der Urananreicherung tätig ist und dazu unter anderem eine Fabrik im westfälischen Gronau betreibt ...

 

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03.12.2020 - Japans Wachstumsstrategie sieht erneuerbare Energien und umweltfreundliche Technologien vor

Japan sieht Investitionen in Technologien zur Bekämpfung des Klimawandels als wichtigen Teil seiner Wachstumsstrategie.

„Offshore-Windparks sind der Schlüssel, um erneuerbare Energien zu einer primären Energiequelle für das ressourcenarme Land zu machen“, heißt es in einem Aktionsplan, der von dem Gremium verabschiedet wurde.

Der Plan sieht vor, bis 2040 die Infrastruktur für eine Kapazität von 30 Gigawatt zu bauen, was 30 großen Wärmekraftwerken und mehr als den derzeit 0,02 Gigawatt entspricht, die Japan versuchsweise durch Offshore-Windparks produziert.

Japan ist wegen seiner Abhängigkeit von Kohle oft kritisiert worden und sucht dringend nach Alternativen, zumal die Wiederinbetriebnahme von Atomkraftwerken unter strengeren Sicherheitsvorschriften nach der Fukushima-Katastrophe 2011 weiterhin schwierig ist ...

 

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03.12.2020 - Atomkraft: Klimaschutz per Kernspaltung

Vor dem EU-Gipfel kommende Woche drängen mehrere Staaten in Osteuropa auf eine Renaissance der Reaktoren.

Beim Klimaschutz will sich Bulgarien nichts vormachen lassen. "Umwelt und Klima waren immer weit oben auf unserer politischen Agenda", schreibt die Regierung in Sofia. Auch das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 unterstütze man. Danach kommen eine Reihe von Abers. Solche Papiere kursieren derzeit viele in Brüssel. Nächste Woche sollen die Staats- und Regierungschefs der EU das Klimaziel für 2030 neu justieren, auf dem Weg zu eben jener Klimaneutralität. Vorab speisen die Staaten ihre Positionen ein, und die sind in einigen Fällen bemerkenswert: Denn vor allem osteuropäische Staaten wollen den verschärften Klimaschutz dazu nutzen, die Atomenergie voranzutreiben ...

 

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02.12.2020 - Brasilien nimmt Uranabbau in Caetité wieder auf

Industrias Nucleares do Brasil (INB) hat mit dem Uranabbau in der neuen Tagebaumine Engenho in Caetité, im brasilianischen Bundesstaat Bahia, begonnen. Man hofft, dass die Wiederaufnahme der Uranproduktion an diesem Standort das Land autark mit Brennstoff für seine Atomreaktoren machen wird. Gestern fand auf dem Minengelände eine Zeremonie statt, bei der eine Sprengung durchgeführt wurde, die den Beginn des Tagebaus in einem neuen Gebiet, der Engenho-Mine, symbolisierte.

In Caetité führt INB die ersten beiden Stufen des Kernbrennstoffkreislaufs durch: Uranabbau und -vermahlung. Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von 1700 Hektar und liegt in einer Mineralienprovinz mit Reserven von bis zu 99.100 Tonnen Uran, in der über 17 Erzlagerstätten identifiziert worden sind. Zwischen 2000 und 2015 wurden in Caetité etwa 3750 Tonnen Urankonzentrat aus dem ersten Abbaugebiet, dem Tagebau Cachoeira, produziert. Seit der Erschöpfung der abbaubaren Reserven in der Cachoeira-Mine wurden die Bergbauaktivitäten jedoch eingestellt ...

 Übersetzt mit https://www.deepL.com/translator (kostenlose Version)

 

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02.12.2020 - Was der Weltraum mit dem Astronautenkörper macht

Die bislang größte Studie über den Gesundheitszustand von Raumfahrern gibt Hinweise darauf, womit bei zukünftigen Langzeitmissionen zu rechnen ist.

Scott Kelly wurde berühmt durch die Tatsache, dass er insgesamt 340 Tage auf der Internationalen Raumstation (ISS) verbrachte – die längste Zeit, die je ein US-Raumfahrer im Weltraum verbracht hat. Seine Mission gibt Forschern nun grundlegende Einblicke darin, was mit einem menschlichen Körper während eines solchen Langzeit-Aufenthaltes im Orbit geschieht.

Weil Kelly einen eineiigen Zwilling hat, Mark (auch Astronaut und in Kürze US-Senator), hatten die Forscher eine seltene Möglichkeit: Während sie untersuchten, was mit Scotts Körper während seines Jahres im Weltraum geschehen ist, hatten sie mit Bruder Mark den Vorteil eines genetischen Kontrollsubjekts, das auf der Erde geblieben war. Dabei konnte die NASA-Zwillingsstudie mehr Erkenntnisse liefern als ursprünglich erhofft ...

 

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Pro-Atom-Propaganda mit Rundfunkgebühren?!

02.12.2020 - Quietschbunt statt strahlend

Auf einem Online-Kanal von ARD und ZDF steht ein hippes Video, das Atomkraft zum Retter des Weltklimas verklärt. Kritiker sprechen von einem Propagandafilm der Nuklearindustrie.

"Die angebliche Atom-Renaissance ist ein Mythos", betont auch Claudia Kemfert, "nur wenige Länder bauen mit gewaltigen Subventionen neue Kernkraftwerke." Eine Partizipation der Bevölkerung finde dabei nicht statt. "Atomenergie wird immer dann als angeblicher Heilsbringer vorgebracht, wenn geostrategische Gründe eine Rolle spielen und wenn es ökonomische Interessen seitens Unternehmen oder Investoren gibt. Sie dient oft allein der Sicherung macht- und geopolitischer Stärke. Erneuerbare Energien hingegen stärken Demokratie, Partizipation und Wohlstand", unterstreicht die Wissenschaftlerin: "Die Energiewende ist ein Friedensprojekt."

 

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01.12.2020 - Vattenfall kann Kohlekraftwerk Moorburg stilllegen

Das Kraftwerk Moorburg ist erst seit 2015 offiziell im Betrieb, darf aber demnächst stillgelegt werden. Der Betreiber Vattenfall hatte sich an einer Auktion bei der Netzagentur beteiligt - mit Erfolg.

Moorburg gilt bislang als wichtiger Baustein in der norddeutschen Stromversorgung. Das Kraftwerk besteht aus zwei Blöcken mit einer Leistung von jeweils gut 800 Megawatt und ist offiziell seit 2015 in Betrieb. Es ist eines der modernsten und effizientesten Kohlekraftwerke in Deutschland und sollte eigentlich bis 2038 am Netz bleiben. Das Kraftwerk kann bis zu elf Terawattstunden Strom pro Jahr erzeugen und stößt bei voller Last jährlich rund acht Millionen Tonnen CO2 aus, im vergangenen Jahr waren es 4,7 Millionen Tonnen ...

 

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01.12.2020 - Klimaneutralität - Der Weg zu grünem Wasserstoff führt nach Australien

Deutschland und Australien steigen gemeinsam in die Produktion von grünem Wasserstoff ein. Mit an Bord sind BASF, Eon, Lufthansa, Siemens Energy und Thyssen-Krupp.

Deutschland und Australien ebnen den Weg für die Entwicklung eines globalen Wasserstoffmarkts. In einem Kooperationsprojekt wollen sie alle Wertschöpfungsstufen der Wasserstoffwirtschaft abbilden: von der Herstellung des Wasserstoffs über den Transport bis zur Nutzung.

Das deutsch-australische Kooperationsprojekt mit dem Namen „HySupply“ startet an diesem Dienstag, es soll zwei Jahre laufen. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt, das von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) und vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) koordiniert wird. Auf der Basis der Erkenntnisse sollen Geschäftsmodelle entwickelt werden, die eine langfristige Wasserstoffpartnerschaft begünstigen ...

 

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